Kommentare - Juden in Deutschland: "Wir sind nicht mehr sicher hier!"

19. Januar 2016 - 08:55 Uhr

Angriffe auf Synagogen, Beleidigungen im Alltag, schwer bewachte Schulen: Sind Juden in Deutschland noch sicher? Viele Juden können diese Frage nicht mehr eindeutig mit Ja beantworten. Sie fühlen sich bedroht. Von Patrick Gensing.

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Kommentare

Die Gleichsetzung

von Juden und dem Staat Israel, die ich wie viele Forumsteilnehmer für falsch halte, hat jedoch auch der Zentralrat der Juden in Deutschland befördert. Ich kann mich sehr wohl an Zeiten erinnern, als der damalige Vorsitzende, Herr Bubis, immer den Zeigefinger gehoben und auf die braune deutsche Vergangenheit hingewiesen hat, wenn sich in Deutschland, egal aus welcher Richtung, kritische Stimmen zur israelischen Politik erhoben haben. Deutschland habe sich aufgrund der Verbrechen der Nazizeit gefälligst jeglicher Kritik zu enthalten. Da muss es auch nicht wundern, wenn Israel und Judentum in Deutschland als eines gesehen werden.
Wenn sich jüdische Mitbürger in D nicht mehr sicher fühlen, muss ich sagen, dass es mir genauso geht, wobei ich zugeben muss, dass im Falle der Juden zur Bedrohung durch Muslime noch die nicht zu leugnende Gefahr durch rechtsextreme Schläger kommt.

Pardon

..aber wann hat die judische Gemeinde in Deutschland Israels Politik kritisiert oder verurteilt eher das Gegenteil war immer der Fall auch nach dem Massaker in Gaza durch Israel. In vielen Ländern demonstrieren Juden und Muslime gemeinsam für Frieden und für das Ende der Besatzung also wieso tut es die judische Gemeinde in Deutschland nicht? Hier liegt die Wurzel aller Übels und nur eine Ende der Besatzung kann diese Vorurteile aus dem Weg räumen.

Gruß

@10:31 von sprutz

Na Gott sei dank das das nicht in der Bahn war, hätte das dann ein schlechtes Licht auf den Bahnvorstand geworfen?

Der Wirt kann von seinem Hausrecht gebrauch machen, wenn sich "Gäste" daneben benehmen. Macht übrigends auch ein Zugchef, der ehr mit dem Wirt vergleichbar ist...

Israel ist nicht das Judentum ...

Demostration gegen Israel sollten nicht als antisemitisch gelten, denn die Argumentation geht meistens gegen den israelischen Staat nicht gegen die jüdische Kultur.

Solange aber beides zusammen gemischt wird einem jede Kritik verboten!
Demnächst sehe ich jede Kritik gegen Russland als Kritik an der orthodoxen Kirche, jede Kritik am Iran, oder an Saudi-Arabien wird anti-islamistisch.
Jede Kritik an Deutschland ist dann eine Kritik an der christlichen Kirche und wenn wir China kritisieren dann ist es Kritik am Buddistentum.

@12:50 von eurohase

"Durch die Flüchtlingssituation wird m.E. Deutschland der Austragungosrt für die ungelösten Probleme im nahen Osten."
Dieser nach aussen gelebte Religionswahn wird hier zum Austragungsort, aber Religionszeichen aus dem öffentlichen Raum zu verbannen ist ja rechtes Gedankengut.

@ 14:03 von Nachfragerin

'Davon unabhängig werden Vorschriften doch sowieso nur als "Empfehlung" verstanden.'

- Auch diese Behauptung ist leicht zu widerlegen: Es gibt im islamischen Recht verschiedene Kategorien von Vorschriften mit unterschiedlichem Grad imperativer bzw. prohibitiver Kraft:

'pflichtmäßige Handlungen (‏فرض‎ farḍ oder ‏واجب‎ wādschib) – diese Handlung wird belohnt, ihr Unterlassen bestraft. Unterschieden wird zwischen persönlichen Pflichten (‏فرض العين‎ farḍ al-ʿayn), denen jeder Muslim nachkommen muss, und gemeinschaftlichen Pflichten (‏فرض الكفاية‎ fard al-kifāya ‚Pflicht des Genügeleistens‘), bei denen es ausreicht, wenn eine ausreichende Anzahl der Muslime daran teilnimmt. In die erste Kategorie fällt z. B. das fünfmalige tägliche Gebet (‏صلاة‎, koranisch ‏صلوة‎ salat), in die zweite der Dschihad.'
https://de.wikipedia.org/wiki/Fiqh

Willkommen Juden!!!

Gut, ich könnte ja sagen: "geht mich alles nichts an, ich bin 11 Jahre nach dem Krieg geboren". Sag ich aber nicht. Wenn ich mir überlege, wie vielen Nazis ich noch ins Gesicht geschaut-, Hände geschüttelt-, mir Ratschläge angehört haben MUSS usw., wird mir speiübel.
Und jetzt sagt einer so etwas zu einer Jüdin... Ich möchte mich gerne freuen, dass es überhaupt (wieder?) Juden in Deutschland gibt - bei derartigen Äußerungen bleibt mir die Freude im Hals stecken.
Mein eigenes deutsches Volk hat mir (m)ein Deutschland kaputt gemacht, das ich heute gerne gesehen hätte. Ich hätte als Deutscher sehr gerne jüdische Freunde gehabt, mit ihnen gelacht oder auch geweint. Viele von ihnen waren damals schon (auch) so deutsch... ja, ich könnte schon wieder...
Was ehrt ein Land mehr, als Menschen eines ursprünglich anderen Kulturkreises, welche ihr neues Land als ihre Heimat bezeichnen. Juwelen sind solche Menschen - Juwelen die man vor Blindheit wegwarf. Nicht ein Jude ist mein Freund, wie schade!

@Paco

11:23 von Paco:
"Es gibt unzählige alte Menschen in Deutschland und Österreich die auch Angst haben auf die Straße zu gehen, und nachts schon gar nicht mehr."

Genau. Ich erinnere mich noch vielen Menschen der Generation 60+, die die nächtlichen Straßen bevölkerten. Früher war alles besser...

"Erstaunlich ist nur wie schnell die Politiker bei den jüdischen Mitbürgern reagiert, die eigenen alten Leute interessieren niemand."

Haben Sie eine Reaktion bemerkt, die mir entgangen ist?

@DDS

Darf ich dann mal nachfragen woher Sie ihre eigene objektive Meinung beziehen, wenn Sie meine als subjektiv erachten? Sind Sie Mitglied der Jüdischen Gemeinde in Deutschland, so wie ich, und wissen aus erster Hand von den Nöten der jüdischen Mitbürger? Das Problem der Statistik ist doch, dass Übergriffe von Menschen mit Migrationshintergrund als von Deutschen begangen registriert werden, sobald diese einen Deutschen Pass erhalten. Dennoch handelt es sich oft um Menschen die entweder selber oder deren Eltern aus Ländern kommen, deren muslimische Kultur offenen Antisemitismus praktiziert, diesen über Generationen weitergegeben und auch in Deutschland intensiv betreiben. Natürlich gibt es Antisemitismus überall, aber den offenen verbalen oder tätlichen Angriff müssen wir von dieser Gruppe am öftesten erdulden.

@ von Zeitungs-Ente

Vorsicht!
Gerade in Galiläa wohnen viele arabische Staatsbürger seit der Gründung Israels und Tabgha liegt in Galiläa. In Nazareth (Galiläa) demolierten zeitweilig muslimische Araber den christlichen Arabern ihre Geschäfte, weil die auch nicht wollen, daß Araber Christen sind, ebenso Bankautomaten etc., so daß in der Stadt Nazareth es inzwischen keine Bankautomaten mehr gibt.
Und solange die Attacken in Tabgha nicht aufgeklärt sind, soll jeder den Ball flach halten.

09:07 von andererseits

"Bedenklich ist die insgesamt festzustellende Herabsenkung der Hemmschwelle zu Gewalt verbunden mit dem wiedererstarkten Rechtsradikalismus u. Rassismus: und da sind die jüdischen MitbürgerInnen und Einrichtungen immer mitbetroffen."

Es ist nicht der wiedererstarkte Rechtsradikalismus sondern es ist der
Antisemitismus der aus dem arabischen Raum zu uns Kommenden.
Viele Deutsche haben keine Ahnung , wie tief der Antisemitismus unter arabischen Migranten reicht.
Darueber sehen die Anhänger der Willkommenskultur nur zu gerne hinweg.

Da wird was verdreht

In den letzten Jahren, also noch vor der unkontrollierten Einwanderung hörte man immer wieder heraus das immer mehr islamische Einwanderer ihre Feindseligkeit gegen Juden zeigten. Das konnte man nicht übersehen, trotz Vertuschungen und einseitiger Berichterstattung.

Jetzt, wo Deutschland überrannt wird von dieser Kultur wird plötzlich behauptet das rechtsradikale Deutsche das große Problem sind?

In Zeiten, in denen freiwillige, christliche Helfer angepöbelt und angegangen werden von Kulturbereicherern? Wo man immer wieder hört das christliche Flüchtlinge von islamischen Flüchtlingen angegriffen werden? Die letzten meldungen waren das islamische Sicherheitsleute auf christliche Flüchtlinge losgehen?

Mein Vertrauen in die Berichterstattung war schon vor Köln stark eingeschränkt, jetzt umso mehr.

@Koelle_am_Rhing

"Wenn damals die Horden der Palästinenser und anderer Araber und Türken durch deutsche Städte Hassparolen grölend und randalierend ziehen konnten, ist es geradezu eine PFLICHT diesem MOB die Stirn zu bieten."

Ist Kritik an Israel also generell verboten?
Wird jeder Kriegseinsatz von Israel also toleriert?
Ich kritisiere auch sehr oft Israel, aber nur den Staat. Ich habe mit der Religion der Menschen dort nichts am Hut und solange die mich in Ruhe lassen, solange können die in die Synagoge gehen wie sie wollen.

Ich weiß nicht wer auf die Idee kam das Israel=Judentum ist, denn es stimmt schlicht nicht.
Israel ist ein Staat, wie Deutschland, die USA uvm.
Das Judentum ist ein Glaube!
Es gibt Juden überall auf der Welt, aber Israel gibt es nur einmal.

Demnächst zähle ich jede Kritik an Russland auch als Kritik am orthoxoen christlichen Glauben und werde gegen Religionshass argumentieren.

Es ist so schwer zwischen Religion und Staat zu unterscheiden? Anscheinend ja.

Liebe Mitbürger,

wollen wir weiter unser Land von solchen Politikern regieren lassen? Wollen wir es zulassen, das Antisemitismus, Gewalt auf der Straße, mangelnde Befähigung und desolater Umgang mit den Flüchtlingen, Schutz von Verbrechen und Wachstum von Rechts und Links Radikalität zum Alltagsbild in Deutschland wird? Das eine AfD immer mehr Zuwachs bekommt? Wir brauchen ein neues politisch-soziales Leitbild, in dem der Bürger in seinen Interessen wahrgenommen und in die Pflicht der Verantwortung genommen wird. Die Mehrheit der Bürger ist demokratisch, sozial und humanistisch eingestellt. Sie sind es leid, wie Vieh am Nasenring durch die Politmanege geführt zu werden. Mehr Macht den Bürgern durch direkte Demokratie, mehr Durchsetzung und Anwendung der bestehenden Gesetze. Solange Gauner und Betrüger frei rumlaufen, Gesetze nicht angewendet werden, solange geht der Respekt in unser Grundgesetz und Demokratie immer mehr verloren.

@ 09:34 von beatipauperesspiritu

Auch vor der massenhaften Zuwanderung war der Antisemitismus in Deutschland so stark und militant das jüdische Einrichtungen durch die Polizei geschützt werden mussten!!!
Und dieser Antisemitismus kommt, wenn auch unterschiedlich motiviert, aus beiden politisch extremen Lagern!!!

Meiner Meinung nach liegt das Hauptproblem darin das man "das Judentum" noch immer als eine Ethnie versteht und nicht als eine Religions-/Glaubensgemeinschaft die es doch wohl eigendlich ist. Daraus resultiert dann auch das man die Politik des Staates Israel mit "dem Judentum" gleichsetzt!

Es käme doch wohl auch niemand auf den Gedanken eine Moschee anzuzünden wenn man gegen die Politik des Iran oder Saudi Arabiens protestieren will!

@alphasigma

"Ohne Toleranz gegenüber Andersgläubigen ist ein friedliches Zusammenleben schwierig"

Manche schauen einfach zu sehr auf die religiösen Bücher, entweder auf die eigenen oder die der anderen oder schlimmer noch beides.

Ja, im Koran steht viel Feinselies gegenüer Nicht-Muslimen, in Tora und Talmud viel Feindseliges gegenüber Nicht-Juden, von der Bibel wollen wir gar nicht reden.

Doch es ist die Entscheidung des einzelnen Religiösen, wie viel Bedeutung er den menschenfeindlichen Inhalten seiner religiösen Bücher beimisst.

14:23, Koelle_am_Rhing

"Im Gaza Krieg wurde die komplette Vorgeschichte beiläufig erwähnt: Hunderte Raketenangriffe zu "FRIEDENS"zeiten auf Israel. Natürlich wehrt man sich dann auch mal. NIE wurde vorher über die Raketenangriffe auf tagesschau.de berichtet."

Der Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen war immer Thema der Tagesschau-Berichterstattung.

"Wie einige Wissenschaftler schon zu Recht meinten. IHR betreibt POLITISCHEN Journalismus !! LERNT EUER HANDWERK !!!"

Journalismus ist immer politisch, wenn er sich mit Politik befasst.

Sie scheinen zu erwarten, dass Ihre persönliche Analyse, die selbstverständlich die einzig richtige ist, offizielle Linie der Tagesschau-Berichterstattung zu sein hat.

Da sind Sie hier in bester Gesellschaft. Das Problem ist nur, dass sich die persönlichen Analysen der Foristen sehr unterscheiden.

Fast alle behaupten aber, sie würden zensiert.

Großschreibung und Satzzeicheninflation wird übrigens im Netz als Gebrüll verstanden.

Wer brüllt hat nicht unbedingt Recht.

@derdickewisser

11:29 von derdickewisser:
"Es ist in Deutschland kein Problem Christentum und Judentum massiv ins Lächerliche zu ziehen oder zu kritisieren. Im Fall des Islam erhält man reflexartige Reaktionen, die meistens mit Zensur einhergehen. Viele Kabarettisten meiden das Thema deshalb."

a) es gibt keine Zensur
b) Sketche über den Islam oder das Christentum sind mir bekannt. Aber welcher Kabarettist macht sich über das Judentum lustig?

Und zum Thema "Man darf...":
Tchibo und Esso haben vor Jahren unter dem Slogan "Jedem den Seinen" individuelle Kaffeesorten verkauft. Dem Zentralrat der Juden passte das nicht und die Kampagne wurde beendet.

@veritas@co

"Mittlerweile dürfte auch klar sein... viele der Flüchtlinge und Migranten hassen auch uns."

Als Deutscher wurde mir mittlerweile auch klar das mich auch jeder Deutscher hasst.

Ich gehe jeden Tag an 2mal an einem Asylbewerberheim vorbei und mir ist noch kein Asylant aufgefallen der mich komisch anmachte.
Wenn ich beim Türken, oder Kurden, Iraner usw bin und dort was bestelle werde ich auch stets freundlich begrüßt.

Ich könnte es auch mal so sagen.
Wären wir hier alle in einer Glaubensrichtung tief verankert die unser Leben bestimmt, dann würden wir auch Aufschreien, wenn unsere Glaubensbrüder angegriffen werden und wir würden "hetzen" gegen die Angreifer.
Und das ist nunmal die Realität es gibt eine Glaubensrichtung die sehr sehr viele von uns vereint. Es ist der Glaube an die Freiheit und wenn die Freiheit verletzt wird wie in Frankreich, dann ist aber auch hier der Hass gegenüber dem Angreifer(Terrorismus) groß.

Antisemitismus ist nicht

Antisemitismus ist nicht gleich Antiisraelismus. Und selbst beim Antisemitismus muss man unterscheiden.
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Es gibt den christlichen Antisemitismus, der auf dem sog. "Jesusmord" beruht und der noch heute von Konservativen gepflegt wird. Wobei er momentan eine Auszeit nimmt, da man sich derzeit am Muslim abarbeitet. Wenn dieser aber als Feind ausgediehnt hat, dann wird man sich wieder den Juden zuwenden. Passen Sie also auf, mit wem Sie anbandeln, Herr Netayahu.
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Dann gibt es den Antisemitismus in der muslimischen Welt. Dieser widerspricht eigentlich dem Koran. Er beruht vielmehr auf dem (pan-)arabischen Nationalismus und wurde durch willige Rechtsgelehrte mit merkwürdigen Interpretationen der heiligen Schriften begründet.
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Der Antiisraelismus bei den Palestinensern basiert zum Teil auf Antisemitismus aber wohl zum allergrößten Teil auf der persönlichen sozialen Situation jedes Einzelnen. Und der Staat Israel hat durch sein Verhalten einen immer größeren Anteil an den Ursachen dafür.

@ Nachfragerin

Ihr Versuch, dem Koran auch Positives abzugewinnen, möchte ich nicht widersprechen. Es gibt wirklich auch Vieles, was nachahmenswert und wünschenswert wäre.

Aber alleine schon die Darstellung der Erlöserfiguren, an denen sich nunmal viele Gläubige orientieren, unterscheiden sich kolossal: Der nachsichtige, barmherzige Jesus, der sogar entgegen seiner Zeits herrschende Tabus handelte und zu dessen allerhöchster Gewalttat es gehörte, die Tische der jüdischen Geldleiher im Tempel umzuwerfen, und auf der anderen Seite Mohammed, der sich durch ein Meer aus Blut an die Macht kämpft und seine Gegner reihenweise köpft. Jesus spricht zwar auch vom Schwert, aber er wendet es nie an.

Bereits damit ist ein grundlegender Unterschied in der Wesenheit des Christentums und Islams belegt.

@14:37 von alphasigma

"Leider sei die deutsche Bevölkerung so sozialisiert, dass nach einem Schlag auf die rechte auch noch die linke Wange hingehalten werde. Trockener Reschke-Kommentar: "Das ist Christentum.""
Hart aber Fair von gestern.
Sonst gibt es bei Ihrem Toleranzspiel keine Teilnehmer und ich möchte nicht erleben, das meine Enkel genötigt werden, dem Christentum abzuschwören!

@Die Verwischung .. politisch so unterschiedlicher 13:20 Izmi

"Die Verwischung der gerade in der Frage der politischen Einstellung so unterschiedlichen Richtungen führt.."

zu dem was wir gerade erleben: beginnende Massenhysterie
Was die schon einmal bewirkte, muss ich nicht betonen.

Und das sagt ein Weltbürger und Kulturfreund,
meinetwegen auch Linker, der leider unsere Kültür
am Scheideweg sieht:
Wer nicht mehr Schein und Sein auseinandehält,
schlimmer noch: nicht mal mehr will,
der bereitet den Boden dafür, dass sich Geschichte wiederholt.

Und zwar nicht als Farce...

@ 14:31 von Koelle_am_Rhing

Auch Sie vermengen zwei völlig unterschiedliche Sachverhalte.

Zum einen gibt es "das Judentum" als eine Glaubensgemeinschaft. Zum anderen ist da der Staat Israel, ein in erster Linie politisches Konstrukt wie jeder Staat auf dieser Welt!

Das eine hat mit dem anderen genauso viel zu tun wie die amerikanische Politik mit dem Christentum!!!

Wenn Sie aber schon den Konflikt zwischen dem Staat Israel und den Palästinensern thematisieren wollen, dann müssen Sie auch die gesamte Problematik analysieren! Das führt zurück bis in die Zeit vor der Gründung des Staates Israel. Auch hier gibt es nicht nur schwarz und weiß, sondern jede Menge Grautöne, deren Darlegung allerdings diese Kommentarfunktion leider sprengen würde!!!

@hammer

11:32 von hammer:
"Tatsache ist dass wir unmengen an muslimen ins Land lassen die keinerlei Werte haben die unseren ähnlich sind."

>Viele Kommentare überzeugen mich, dass das wohl nicht der Fall ist. Was dem besorgten Moslem der Jude ist, ist dem besorgen Bürger der Flüchtling.

"Natürlich haben wir selber schon Probleme, aber deshalb kann ich neue Probleme nicht ignorieren sondern muss mit 'harter' Hand handeln"

> Welche neuen Probleme? Kein Flüchtling hat in Deutschland irgendetwas getan, das nicht ein Deutscher bereits vor ihm getan hätte. Warum also sollten die altbekannten Probleme nun auf einmal anders geregelt werden als bisher?

@ 14:37 von alphasigma

"Ohne Toleranz gegenüber Andersgläubigen ist ein friedliches Zusammenleben schwierig..."

Mit diesem einen Satz haben Sie das Grundproblem eigendlich auf den Punkt gebracht!!!

Danke dafür

Hass hat viele Gesichter

"Juden in Deutschland: "Wir sind nicht mehr sicher hier!"

Wenn jüdische Menschen Deutschland so empfinden, ist das schlimm und man sollte hierzulande schnell versuchen, diese Ängste ernst nehmen und möglichst bekämpfen.

Dazu genügt es jedoch nicht, nur pauschal das Erstarken von Rechtsradikalismus zu beklagen, sondern viel mehr zu prüfen, wo liegen die Ursachen - z. B. in Israel selbst.

"Wer Hass und Gewalt sät, wird auch Hass und Gewalt ernten." ist keine neue Weisheit. Wenn man in Tel Aviv glaubt, mit Gewalt und Terror Gaza in eine Mondlandschaft verwandeln zu müssen, tausende tote Zivilisten in Sippenhaft nehmen zu müssen um "angemessen" auf Hamas-Terroristen zu reagieren; in Berlin bei der hiesigen Politik dieses Verhalten der israelischen Regierung auf "Verständnis" stößt und mit Lieferungen von U-Booten letztendlich belohnt wird - dann braucht man sich nicht zu wundern, dass die Unzufriedenheit vieler Deutscher mit Berlin wächst, sie anfällig wird für rechtsradikale Parolen.

Jaqhrzehnten sind versäumt....

Antisemitismus gibt es in ganz Europa und in manchen Ländern dieser Welt. Ausser in Deutschland und Frankreich kann ich mich nicht erinnern das viel dagegen getan worden ist. Die EU hat geglänzt durch Abwesenheit, so wie immer. Jahrzehnten sind versäumt worden. Ich wohne in der Niederlanden, da darf öffentlich auf Veranstaltungen gesungen werden "Juden ins Gas". Starken Aufschwung hat diese Entwicklung bekommen durch Zuwanderer aus den arabischen Ländern. Und man hat es gewähren lassen. Leider hat es nie eine klare Trennung zwischen Antisemitismus und Anti-Israel gegeben.

14:38, DD1962

"Gerade wir als Deutsche
....müssen uns unserer Verantwortung für die Sicherheit unserer jüdischen Mitbürger sehr bewußt sei und dürfen nicht zulassen, dass diese durch die Flüchtlinge bedroht wird."

Der deutsche Staat hat dafür zu sorgen, dass die Sicherheit sämtlicher auf seinem Staatsgebiet anwesenden Menschen, egal ob jüdisch, christlich, islamisch, schwul oder was auch immer, nicht durch egal wen bedroht wird.

Auch Flüchtlinge werden vielfältig bedroht.

Es gibt auch homosexuelle islamische Flüchtlinge. Über deren Bedrohungslage in den Massenunterkünften habe ich hier noch nichts gelesen.

In der Lokalpresse schon.

Das Problem ist kein kleines.

@Müller100

11:32 von Müller100:
"Immer auf die deutsche Geschichte zu verweisen, kann und wird nicht helfen, da die wahren 'Intoleranten' nicht deutsch sind."

Welch ein Glück, dass es die Moslems gibt! Da kann man schön mit dem Finger drauf zeigen, während der urdeutsche Antisemit auch weiter sein Gedankengut ausbreiten kann.

PS: Können Sie mir den Unterschied zwischen "wahren Intoleranten" und den falschen/anderen Intoleranten erklären?

@Lenni1979

Ach und Christentum in Deutschland hat nichts mit Volk, Kultur , Nation zu tun? Oder Christentum in anderen Ländern wie Spanien, Portugal etc. oder Italien? Das ist nur bei unseren jüdischen Mitbürgern so? Also doch besser als andere? Und da fragt ihr euch noch wo das herkommt.....

@ 09:51 von Stefan T

'Schön, dass diejenigen Deutschen, die man heute nicht mehr "rechts" nennen darf, ihr Herz für Israel und die jüdische Kultur entdecken. Warum will ich das bloß nicht glauben?'

- 'Deutschland, deine Ängste: Kommst du mir mit Kritik an grenzenloser Zuwanderung, komm ich dir mit der Nazikeule. Der Umgang mit der Flüchtlingskrise wird von der deutschen Vergangenheit bestimmt.'
http://www.welt.de/151133521/

14:39, Demokratie-Jetzt

"Ich habe mir nach dem 11. September 2001 einen Koran gekauft und diesen auch gelesen.

Sollten Sie auch mal machen."

Welche Übersetzung denn?

Es gibt über zwanzig deutsche Übersetzungen, die sich teilweise widersprechen.

Führende Islamwissenschaftler halten den Koran für unübersetzbar.

Jede Übersetzung, die ich bisher in der Hand hatte, ist überaus rätselhaft und schwer zu lesen.

Wie Sie da auf jeder Seite antisemitische Hetze entdecken konnten, ist mir ein Rätsel.

14:41, Chili58

"Wenn sich jüdische Mitbürger in D nicht mehr sicher fühlen, muss ich sagen, dass es mir genauso geht, wobei ich zugeben muss, dass im Falle der Juden zur Bedrohung durch Muslime noch die nicht zu leugnende Gefahr durch rechtsextreme Schläger kommt."

Die rechten Schläger bedrohen Sie ganz genau so.

Das machen Sie sich wahrscheinlich gar nicht klar, weil Sie selten dahin gehen, wo die sind.

Da, wo die Moslems sind, droht Ihnen normalerweise wenig. Auch wenn der Eindruck, der durch die Berichterstattung entsteht, ein anderer ist.

Ich kann nur von meiner eigenen Erfahrung als schwuler Mann, der seit über zwanzig Jahren in Neukölln lebt, ausgehen.

Wenn ich mit meinem Freund in, sagen wir, Vechta oder Görlitz leben würde, würde ich mich wesentlich unsicherer fühlen.

Fakten zum importierten Antisemitismus

'Eine Studie der Bielefelder Soziologen Jürgen Mansel und Viktoria Spaiser von 2010 zeigt, dass jeder fünfte Jugendliche mit arabischem Migrationshintergrund der Aussage zustimmt: „In meiner Religion sind es die Juden, die die Welt ins Unheil treiben“. Der Aussage: „Juden haben in der Welt zu viel Einfluss“, stimmten 35,8 Prozent der Jugendlichen mit arabischem Migrationshintergrund zu. Unter Jugendlichen ohne Migrationshintergrund lag der Wert bei 2,1 Prozent.'

'http://www.cicero.de/weltbuehne/fluechtlinge-und-antisemitismus-gemisch…

@um 14:31 von Koelle_am_Rhing

Sie wünschen sich also eine objektive Berichterstattung in Ihrer subjektiven Sichtweise?

@ 14:41 von Casawowa2014

'Pardon..aber wann hat die judische Gemeinde in Deutschland Israels Politik kritisiert oder verurteilt eher das Gegenteil war immer der Fall auch nach dem Massaker in Gaza durch Israel.'

- Es gab niemals ein "Massaker in Gaza": "Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) haben im Gaza-Krieg des vorigen Jahres die kriegsvölkerrechtlichen Massgaben nicht nur eingehalten, sondern die diesbezüglichen Anforderungen sogar übertroffen und deutlich mehr als jede andere Armee unternommen, um Opfer in der Zivilbevölkerung zu vermeiden. Zu diesem Ergebnis kommt die High Level Military Group (HLMG) in ihrem 80-seitigen Bericht über den Waffengang im Sommer 2014 [...] Die High Level Military Group fand unter anderem heraus, dass die Vereinten Nationen die Angaben der Hamas zu den Opferzahlen auf palästinensischer Seite einfach übernommen hatten."

http://www.audiatur-online.ch/2015/12/17/was-die-uno-nicht-sehen-wollte/

re casawowa2014

"In vielen Ländern demonstrieren Juden und Muslime gemeinsam für Frieden und für das Ende der Besatzung also wieso tut es die judische Gemeinde in Deutschland nicht?"

Es ist schon schwierig für die jüdische Gemeinde: Stimmt sie in Israelkritik mit ein wird sie leicht zum anti-israelischen Kronzeugen erhoben, was sie bestimmt nicht sein will. Nichtsdestoweniger ist es ja kein Sakrileg, wenn Israel auch von Juden kritisiert wird. Viele tun es, und dagegen wirkt das völlige Schweigen der Juden in Deutschland schon mal befremdlich.

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