Kommentare - Deutscher Außenhandel: Exportüberschuss auf Rekordhoch

08. November 2013 - 09:05 Uhr

Der Differenz zwischen deutschen Ein- und Ausfuhren war im September so groß wie noch nie. Der Exportüberschuss betrug 20,4 Milliarden Euro, teilte das Statistische Bundesamt mit. Die deutsche Außenhandelsstärke steht jedoch immer wieder in der Kritik.

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Kommentare

Würden wir weniger diesem

Würden wir weniger diesem Exportwahn nachlaufen, könnten wir bei uns eine 3Tage Arbeitswoche einführen.

Exportüberschuss ist nicht nur positiv

Importe sind nicht nur Erdöl oder Spielzeug aus China, sondern auch Investitionen in Deutschland ausländischer Firma. Dass es daran mangelt, liegt immer noch daran, dass Deutschland als Investitionsstandort besser ist als sein Ruf.

"Inmitten der Diskussion um

"Inmitten der Diskussion um seine Exportstärke meldet Deutschland einen Rekordüberschuss im Außenhandel."
.
Das liegt bestimmt an der Förderung der Unternehmen durch die Befreiung von der EEG-Umlage ! Die Unternehmen gewinnen, die Bürger zahlen dafür die Rechnung.

kritik der anderen.....

....ficht doch madame teflon nicht an......

ich fürchte nur, dass uns diese extreme fixierung auf den export noch ganz fürchterlich auf die eigenen füße fallen wird. bald haben unsere exportempfänger nämlich kein geld mehr um uns waren abzukaufen wenn das so weiter geht.

die vernachlässigung der binnenkonjunktur mittels lohndiktat der arbeitgeber und ausmerkelung der sozialtransfers bzw der kleinrentner wird deutschland komplett im strudel aus immer weniger binnennachfrage weil immer weniger einkommen für die massen kaputt sparen.

und wofür?

damit die banken zocken können und eine selbsternannte elite in deutschland adel des neuen jahrtausends spielen kann!

Das ist ja toll !!

Und was hat die Mehrheit der deutschen arbeitenden Bevölkerung davon ?

Der industrielle Energiebedarf und die einhergehende CO2-Emission ist noch höher, die höheren Steuereinnahmen halten sich in Grenzen durch die holding-Strukturen und deren Verflechtungen mit den Caymans und co.
Selbst die Lufthansa und VW zahlen nicht die Steuern an Deutschland, die sie zahlen sollten.
Für diesen Auftragsschub können die vorhandenen Arbeitnehmer mit Überstunden rechnen, die sie effektiv mit höheren Steuersätzen belohnt bekommen.

Den großen Reibach machen die Industriellen, die uns suggerieren, die Sicherung der Arbeitsplätze wäre dadurch gewährleistet. Dies stimmt aber nur solange, bis sie wieder eine neue steuerliche Abschreibungsmöglichkeit ge- oder erfunden haben, um Arbeitsplätze ins osteuropäische Ausland zu verlagern.

Bisher hatten wir vom Status des Exportweltmeisters nicht viel profitiert. Im Gegenteil, der Mittelstand in der Gesellschaft schrumpfte eher noch schneller.
Vorteil für wen ?

Wenn eine Volkswirtschaft

Wenn eine Volkswirtschaft dauerhaft deutlich mehr exportiert als importiert, dann leben die Menschen dieses Landes massiv unter ihren möglichen Verhältnissen. Wir exportieren unseren Wohlstand ins Ausland, anstatt unsere Wirtschaftskraft im Binnenmarkt zu nutzen.
Niedrige Löhne, kaum Konsum und niedrige Investitionsraten sind die Konsequenz. Können wir ja auch real beobachten.
Also: Diese ewige Propaganda von der ach so starken deutschen Wirtschaft, die ja so super ist, weil sie viel exportiert, ist ein Mythos. "Export-Weltmeister" zu sein, ist nichts gutes.

Die Griechische Marine

Diese sog. Lösung der Griechischen Banken- und Staatsschuldenkrise sieht so aus, dass eine total überdimensionierte Marine der Griechen bei wissentlicher Überschuldung von den Deutschen Werften verkauft wurden. Das Risiko und die Geldgeber waren einhergehend die Deutschen Banken und wir alle haben deren Risiken nun übernommen.

Das heisst im Umkehrschluss, dass wir selbst mit unseren Steuern diesen Exportüberschuss bzw. Seifenblase finanzieren.

Im falle von GR war das so und in wie vielen Ländern wird es auch so sein, ohne dass wir es (noch) nicht wissen ?

Der EZB sei Dank, ...

... denn durch die Politik der EZB wird sich der Exportüberschuss noch weiter steigern. Der Effekt war klar, die Zinsen sinken, dadurch verbilligt sich der EURO und damit die Exporte und gleichzeitig verteuern sich die Importe. Bei gleichzeitig gesunkenen Realeinkommen in D und damit verbundenem Kaufkraftverlust sinkt damit auch die Nachfrage nach importierten Waren. Ergo - der Exportüberschuss wird noch weiter steigen. ;-P

@ 09:24 von Seacow

Wenn ich Sie richtig verstehe dann investieren ausländische Firmen deshalb nicht in Deutschland weil Deutschland so ein toller Investitionsstandort ist?!?!?

Geht es den Deutschen dadurch besser ?

Nein, nur dem Staat, der mehr Steuern ausschliesslich durch die Überstunden und die höhere Mehrwert- und Energiesteuern erhält, sowie den industriellen Eigentümern, die über ihre holding-Strukturen ihre Einnahmen in deutschland nicht versteuern.

Weniger Freizeit, höhere Steuersätze, also noch niedrigeres Nettoreallohneinkommen und noch weniger Zeit, um etwas gegen die Demographieentwicklung zu tun.

Die volkswirtschaftliche Entwicklung läuft reziprok zur der Betriebswirtschaftlichen.

Oder haben Sie scho mal eine Statistik gesehen, dass mit höherer Aushandelsquote die Kaufkraft und damit der Binnenmarkt anstieg ? Wohl eher nicht, wenn es auch theoretisch so sein sollte.

Freiwillig

Keinem Deutschen ist es verboten, ausländische Waren zu kaufen, kein Mensch im Ausland wird gezwungen, deutsche Erzeugniss zu erwerben.
Alles wegen der ach so niedrigen Preise, weil ja die Löhne so tief sind? Unsinn! Deutsche Waren sind im In- und Ausland eher teuer, aber scheinen zumeist auch besser zu sein (die Ausländer kaufen nichts aus Patriotismus zu D.,klar, die Deutschen schon).
Nebenbeibemerkt liegt das Durchschnittseinkommen des abhängig Beschäftigten in D. bei ca. 45.000 €, immerhin! Die Sozialleistungen gehören zudem zu den höchsten in der Welt (wenn auch nach Skandinavien (!), oder vielleicht Griechenland (?))

@ 09:17 von gast

Und würden wir die Exporte ganz einstellen kämen wir sogar bei der 0 Tage Arbeitswoche an - allerdings ohne Lohnausgleich :-P

@HamburgerHumanist

Ich sehe das ähnlich wie Sie.
Allein die festangestellte Stammbelegschaft der Exportfirmen profitieren durch ihre guten Gehälter von dem Export.
Der übrigen Arbeitnehmer und ganz besonders die Dienstleistungsbranche haben rein gar nichts davon.
Mich würde mal interessieren wie hoch die Summe der Exporte in die EU-Länder sind, die nicht bezahlt sind (target 2-Salden).
Mal ganz davon abgesehen, dass Deutschland mit seinem Exportwahn die Volkswirtschaften der übrigen EU-Länder schädigt. Klar, Deutschland war schon immer eine Exportnation, aber mit ihrer eigenen Währung konnten die restlichen Länder mittels Abwertung gegensteuern.

Selbst bezahlter Exportüberschuss

Ich rate dazu, mal beliebige Wirtschaftsvorlesungen oder -reportagen zu schauen. Sehr viele Wissenschaftler belegen, dass Deutschland diese Exportüberschüsse selber bezahlt, mit Target2-Salden, Subventionen oder Neuverschuldung.
Dabei könnten die Bürger in diesem Wert mehr Waren konsumieren, höhere Löhne haben oder weniger arbeiten. Die Chancen stehen hoch, dass ein Teil dieser Exportüberschüsse ins Ausland verschenkt wurden, weil die Forderungen, die dabei entstehen, uneinbringlich sind.
Kluge Wirtschaftspolitik sorgt für eine ausgeglichene Handelsbilanz, das würde dem Volk zugute kommen und ein Erfolg der Politik darstellen, mit dem man sich brüsten könnte.

@ 09:49 von Vivala Revolution

>>Weniger Freizeit, höhere Steuersätze, also noch niedrigeres Nettoreallohneinkommen und noch weniger Zeit, um etwas gegen die Demographieentwicklung zu tun.<<

Die Demographieentwicklung könnte spielend leicht mit einem 48 stündigen, flächendeckenden Stromausfall umgekehrt werden (wie entsprechende Beispiele aus anderen Industrienationen zeigen) ;-)

Und genau darum ...

... ist meines Erachtens ein wirtschaftlich vereinigtes Europa als Handelszone unumgänglich. Mit diesem Nationalgedöns schießen wir uns doch ins eigene Knie. Es kann doch nicht sein, dass wir sehenden Auges unsere unmittelbaren Nachbarn ruinieren und sie alle zu unseren Schuldnern machen. Denn das ist ja zur Zeit der Fall. Nicht mehr lange, und uns fliegt der ganze Laden um die Ohren. Und Geld gibt es dann auch keins mehr. Schöne Aussichten.

09:41 von hups-1960

denn durch die Politik der EZB wird sich der Exportüberschuss noch weiter steigern. Der Effekt war klar, die Zinsen sinken, dadurch verbilligt sich der EURO und damit die Exporte und gleichzeitig verteuern sich die Importe.

Kurzfristig mag das so sein. Die niedrig bleibende Inflation an der Schwelle zur Deflation wird aber schon bald für weitere Aufwertungen sorgen.
Daher geht auch die Merkel Politik, die ganz Europa wettbewerbsfähiger machen soll, erwartungsgemäß in die Hose.

@ 09:51 von Kramer

Das ist nur zum Teil richtig. Man muss einfach sehen welche Wahren denn für diesen Exportüberschuss verantwortlich sind. Ich vermute das es sich hierbei primär um den Maschinenbau handelt. Dort kann man allerdings nur dann höhere Preise erzielen wenn man tatsächlich einen erheblichen technischen Vorsprung besitzt. Allein das Label "Made in Germany" zieht da schon lange nicht mehr. Um so mehr als bei den "Kunden" inzwischen auch mehr die "Kaufleute" das Sagen haben und die "Techniker" schon wirklich sehr gute ökonomische Gründe für einen höheren Einkaufspreis bei einer Maschine nachweisen müssen ;-)

von gast

Und wer sollte die Bezahlen?

Koloniales Beispiel von Exportüberschuss

Um es mal anschaulicher zu machen, wie pervers ein Exportüberschuss für eine Volkswirtschaft ist:
Den perfekten Exportüberschuss hat man in einer Kolonie, in der viele billige Rohstoffe und Sklaven existieren, die für ein Mittagessen und Übernachtung arbeiten. Diese armen Menschen können gar nichts konsumieren und importieren, weil sie kein Geld haben. Die wenigen Kolonialherren haben schnell ihre Bedürfnisse gestillt. Die Güter und Rohstoffe werden in Übermengen sehr billig exportiert. Damit wird das Land und deren Bevölkerung ausgelaugt, Ressourcen abgebaut und die restliche Welt mit extrem billigen Waren versorgt, so dass andere Länder nicht mit diesen Preisen mithalten können und ebenfalls verarmen, bis sie dann konkurrenzfähig werden oder Zollschranken aufbauen.
Lassen wir also solch einen weltweiten Export-Wettbewerb zu, ist dieses Szenario das Endszenario für den "Gewinner" dieses Exportüberschuss-Wettkampfes.
Wollen wir das?

Exportüberschuss auf Rekordhoch

Tolle Nachricht! Da fühl ich mich doch gleich viel reicher, danke, danke, danke...

@von gast

Welch ein logischer Blödsinn.

Sehr interessant...

alle vorrangegangenen Beiträge sind sich sehr ähnlich. Und auch ich Stimme den zu.
Zu niedrige Löhne, zu hohe Steuern für den
Mittelstand der immer mehr ausdünnt.Und die jammerden Großindustrie mit ihren weit verzweigten Netzen im Ausland Zahlen kaum noch Steuern, dazu die EEG Umlage die auch die Normal bis kleinverdiener Bezahlen. Interessant auch Aktuell das die Steuereinnahmen höher Steigen als Erwartet
aber wir dürfen nichts Ausgeben da wir unsere Schulden Bezahlen müssen. Wesen Schulden ?!....der der Banken mit ihren Zins
und Zinses Zins ! Ich möchte einmal Wissen welche Schulden und an wem wir Bezahlen müssen ?
Export Überschuß, und viele Menschen müssen Hartz 4 Aufstocken weil sie von ihren Einkommen nicht Leben können.
Was für ein Armutszeugnis für dieses Reiche Land.

Unterschuss

Interessant wäre allerdings auch eine Analyse zum Importminus gewesen. Wer kauft hier weniger ein im Ausland? Kann man daraus schließen, dass neben dem privaten Konsum auch der Rohstoffeinkauf nachlässt? Die Konsequenz wäre eine verringerte Produktion für die nächsten Exportpläne. Oder wie oder was? Zahlen dazu wären interessant.
Mal ganz abgesehen von der Frage, wo die Milliarden der Überschüsse nun eigentlich bleiben...!

Mondfee und Trecker haben es auf den Punkt

gebracht. Werden all diese Exporte den jemals bezahlt?
Dazu schreibt Mondfee: Die Dienstleistungsbranche hat gar nichts davon.
Richtig. In meiner Stadt werden dringend händeringend Restaurantfachkräfte benötigt.

Ein Bekannter von mir,mit gutem Berufsabschluss in der Branche (29J) wurden alledings nur Stellen angeboten max 7,50 €
die Stunde. da bleibt er dann doch lieber zu Hause.

Wir arbeiten für andere

Sagt es doch so einfach wie es ist. Wir arbeiten für Länder wie die USA die uns im Gegenzug für unsere Produkte mit kleinen grünen Baumwollfetzen bezahlen. Wir leben UNTER unseren Verhältnissen. Das ist die Aussage einer solchen Bilanz. Wir produzieren mehr als wir konsumieren. Andere machen es auf unsere kosten grade andersherum!

Der deutsche Arbeitnehmer hat nichts davon!

Seitdem die Arbeitnehmer in Deutschland über viele Jahre hinweg auf Reallohnzuwächse verzichten, verdient man sich in den Chefetagen des "Exportweltmeister" goldene Nasen. Und Merkel/ Gabriel wird dafür sorgen, dass es so bleibt.
Für den deutschen Arbeitnehmer gilt wieder mal, dass er sich seine Schlächter stets selbst gewählt hat.
Wehe, wenn ich auf das Ende sehe!

Die EU hat auch die mangelnde Kaufkraft angemahnt

Das heisst, dass das Nettoreallohneinkommen zu den Exportüberschüssen keineswegs passt.

Die EU mahnte daher wiederholt eine ausbleibende Anhebung der Löhne und einen schrumpfenden Binnenmarkt in Deutschland an.

Eine schallendere volkswirtsche Ohrfeige kann man einer sog. Volkspartei doch nicht geben !

Das heißt ganz klar, gebt dem Volk endlich mehr Geld zum Konsumieren in die Tasche, anstatt es den Reichen durch Billiglöhne in den Rachen zu werfen.

Jetzt wissen wir es amtlich von höchster Stelle:

Die regierungsarbeit von Merkel und Gabriel sind Gift für´s Volk.

Nur durch die Definition von 8,50 € Mindestlohn ist das Problem noch lange nicht beseitigt. Lasst Euch nichts vormachen. Wir werden in diesem Land über den Tisch gezogen und um unsere Leistungen betrogen.

Aber das wusste man auch vor der Wahl schon, wenn man einigermaßen bei politischem Verstand war, gell ?

09:49Vivala Revolutionn-Geht es den Deutschen dadurch besser ?

Wenn Sie von Überstunden sprechen,ist es doch nachvollziehbar, dass unbedingt an der Hinzuverdienstgrenze "geschraubt" werden muss.
-
Wäre doch schön, wenn die Hinzuverdienstgrenze ganz fallen würde!
-
Elite Hans bekäme dann sehr schnell für 10 oder noch weniger Freizeitstunden 1000€, wärend Hänschen-Michel bei 8,50€ Mindestlohn und Knochenarbeit, mal soeben über 120 Std. ans Bein binden müsste!
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Der Staat hätte auf Grund gesamter Besteuerung, einen gewaltigen Steuerzufluss und könnte darauf verweisen, wie gut es doch "den Deutschen" geht.
-
Wer fragt da noch, bei dieser "guten Politik", nach den Umständen für den Exportüberschuss im Aussenhandel!
-
Sie scheinen jemand mit einem sozialen Gewissen zu sein oder ein Linker!
Oder beides.
Eine andere Kombination wäre schwerlich vorstellbar!

@ Kramer

"Nebenbeibemerkt liegt das Durchschnittseinkommen des abhängig Beschäftigten in D. bei ca. 45.000 €, immerhin! "

Eine schöne Zahl 45.000€, nach dem Motto im Fahrstuhl sind drei Frauen eine davon ist im neunten Monat schwanger, im Durchschnitt sind alle im dritten Monat schwanger.
Halbieren Sie diese 45.000€ dann kommen wir zur richtigen Zahl die die Meisten Menschen haben.

Ist doch SUPER !

Die Industrie verkauft sich dumm und dusselig und das Volk kann sich nichts leisten!

Also zeigt das wieder einmal wie gut unsere Politik funktioniert. Dort wo Geld ist muss es sich auch mehren.
Egal ob mit Subventionen oder Sonderermäßigungen. Hauptsache das Volk zahlt drauf udn die Großen verdienen.

Haben wir das nicht schon vor den Wahlen gewußt? Doch jetzt den paar Große Ihr Geld madig machen wollen.

Sie haben es sich verdient ! (Mit Hungerlöhnen und staatlichen Subventionen) Und Sie haben reichlich dafür gespendet ! Also nur keinen Neid !

@ 09:55 von mondfee

>>Allein die festangestellte Stammbelegschaft der Exportfirmen profitieren durch ihre guten Gehälter von dem Export.
Der übrigen Arbeitnehmer und ganz besonders die Dienstleistungsbranche haben rein gar nichts davon.<<
Wie sähe es denn aber aus wenn die Stammbelegschaften der Exportfirmen sich keine Dienstleistungen mehr leisten könnten??? ;-P
>>Mich würde mal interessieren wie hoch die Summe der Exporte in die EU-Länder sind, die nicht bezahlt sind (target 2-Salden).<<
Meines Wissens kann dies nur auf EURO Länder zutreffen, da Target2 salden aller anderen Teilnehmer am gleichen Tag ausgeglichen werden müssen!!!

Der Dank der Nation

Wir, die breite Masse "Murre nicht, arbeite hart und zahl alles", fühlen uns hochgeehrt, dass dank unseres unermüdlichen Einsatzes für unsere Republik wir unserer Kanzlerin und unserem deutschen Volke wieder einen weiteren glorreichen Sieg bescheren konnten.
.
Die ausdrückliche Erwähnung unseres Einsatzes durch die Kanzlerin ist uns Lob und Ansporn zugleich! Denn was heute gut ist, reicht morgen schon nicht mehr für die vorderen Plätze aus. Und so sind wir ständig auf der Suche, was wir in noch kürzerer Zeit noch mehr erledigen (Krankenhausreinigungspersonal z.B.) und welch weitere Entlastungszahlungen für unsere arme Industrie wir übernehmen können.

FEHLSTEUERRUNG

alles für die Wirtschaft, und dann eine, die Exportüberschüsse tätigt.
>>>
Dass die CDU typischerweise eine Art Flatrate als MAUT haben will, zeigt, dass die Mächtigen da oben vor allem eines im Sinne haben: Kommunismus der Reichen nach unten hin, das heissst wir zahlen für den Überfluss (die Vielfahrer), und die Überschüsse der Wirtschaft gehen auch zu den Konzernen.
>>>
Die paar Milliarden an Steuern für den Bundeshaushalt, sind nur ein dünnes Argument für eine grundsätzliche FEHLSTEUERUNG.

10:22 von Kenner

"...Wir produzieren mehr als wir konsumieren. Andere machen es auf unsere kosten grade andersherum!"...

Wie sich bei uns die Frage stellt, wo die "überschüssigen" Milliarden bleiben, so ist es in den belieferten Ländern gerade umgekehrt: Wer kauft eigentlich was? Denn wenn wir die übrige Welt betrachten, so ist es doch überall (in Europa, aber auch z.B. in den USA) ähnlich, dass die unteren Schichten immer weniger kaufen - kaufen können, weil die Verdienste fehlen! Wer also lebt und kauft auf "unsere Kosten" in den Exportländern? Lassen wir uns nicht als Bürger gegeneinander ausspielen! Auch in den anderen Ländern werden die Reichen reicher und die Armen ärmer!

Rechnet doch mal richtig

Die ganzen Waren die von deutschen Firmen im Ausland produziert, und dann nach Deutschland gebracht werden um ein Label drauf zu kleben (Manchmal gibts auch noch eine Endmontage) um danach, unter anderem, exportiert zu werden, fallen in den Topf: Export -- Dadurch haben wir unseren Exportüberschuss. Wenn man fair rechnen würde, würde als Export nur die Waren gelten, die in Deutschland produziert wurden, sagen wir zu mindestens 51%. Danach hätten wir keinen Exportüberschuss mehr!
Man könnte natürlich auch nur die Waren in die Rechnung mit reinnehmen deren Produktion in Deutschland versteuert wurde.

Selbstaufklärer- Stimmt genau !

Ein Linker kann nur ein soziales Gewissen haben, also beides.

Als Anti-Kommunist und stockkonservativer Mann der Mitte, der als Ingenieur mit drei Kindern alles mögliche getan hat, um seinen volkswirtschaftlichen Beitrag zu leisten, bleibt mir bei logischem Menschenverstand hier in Deutschland nichts anderes übrig, als die Linke zu wählen.

Alles andere wäre Dummheit.

@ Kenner

Exporte waren schon immer der Wirtschaftsmotor von Deutschland. Was hat das bitte mit leben unter unseren Verhältnissen zu tun, wenn Exportgüter in das Ausland verkauft werden? Ergibt für mich wenig Sinn.
Weiterhin war die Kaufkraft im Binnenmarkt von Deutschland so stark, dass es während der Eurokrise im deutschen Raum nicht zu den Wirtschaftseinbrüchen kam wie in den Nachbarländern.

Verstehe hier das linkslastige Gejammer nicht. Ich freue mich über die starken Exportzahlen für Deutschland, weil es meiner Meinung nach für eine gesunde Wirtschaft steht.

Wer bezahlt eigentlich den Exportüberschuss???

Die Griechen ,die Spanier,die Portugiesen nein sie alle profitieren von den Waren Deutschlands,die sie mehr oder weniger geschenkt bekommen. Bezahlt werden die Exportüberschüsse mit den Ersparnissen der privaten Bevölkerung.Hier wird der zurückgelegte Teil für die Rente verfrühstückt.
Ein Exporthandel ist immer nur dann gut,wenn ich dafür einen Import gegen-überstellen kann. Der Import muss dabei auch nicht zeitgleich erfolgen,aber er muss erfolgen ,ansonsten verschenken wir Werte gegen unsere Ersparnisse. Wie sagte doch Prof.Sinn : Das Geld ist weg.

10:44 von Schalk01

"...Die ganzen Waren die von deutschen Firmen im Ausland produziert, und dann nach Deutschland gebracht werden um ein Label drauf zu kleben (Manchmal gibts auch noch eine Endmontage) um danach, unter anderem, exportiert zu werden, fallen in den Topf: Export -- Dadurch haben wir unseren Exportüberschuss. "...

Müssen die nicht vorher importiert werden?

@hups-1960

Natürlich betreffen die target 2 Salden nur die Euro-Länder. Das ist logisch - auch wenn ich zuvor EU-Länder geschrieben habe.

Alles logische Beiträge hier im Forum !

Aber warum wird diese überwiegende meinung nicht bei den Wahlergebnissen abgebildet ? Warum nur darf Parteien von Unternehmen Geld gespendet werden ? Und warum dürfen Politiker nach ihrer Amtszeit sofort in die Wirtschaft ? Und warum werden Kontakte, Inhalte und Ergebnisse von Lobbyisten zur Politik nicht veröffentlicht ? Und warum geht es der Deutschen Bevölkerung im Durchschnitt trotz seiner boomenden Wirtschaft trotzdem so schlecht, wenn auch etwas anderes in den Medien behauptet wird ?

Wahl- und Stimmauszähl-Manipulationen kann ich da nicht mehr zur Gänze ausschliessen.

Herr Gabriel hat ja schnell, mutig und siegessicher proklamiert, seine Basis befragen zu wollen.

Kennt er etwa schon das Ergebnis ?

man kann es nicht oft genug sagen

... Exportüberschuss erwirtschaftet auf dem Rücken der den Exportüberschuss Erarbeitenden. Die wahre Bilanz: eine wirtschaftlich und moralisch zerfallende Gesellschaft. Das wird nicht gut ausgehen.

Da der Handelsbilanzüberschuss des einen das Defizit des anderen ist, führt eine Diskussion nur um die dt. Überschüsse zu nichts. Frankreich, z.B., importiert monatlich für über 5 Mrd. € mehr Waren als es exportiert. Am Jahresende wird sich das Defizit auf deutlich über 50 Mrd. € belaufen.

Das Problem liegt also in den sich verstärkenden Handelsbilanzungleichgewichten und nicht in einem einzelnen Überschuss bzw. Defizit.

Wenn diese Erkenntnis Platz gegriffen hat, sollte man diese Unlgleichgewichte in Europa analysieren. Und hier kommt man am "€" erneut nicht vorbei.

Seit dessen Einführung eilt Deutschland zu immer neuen Rekordüberschüssen während gleichzeitig Länder der südlichen Peripherie zu immer größeren Defiziten taumeln. Grund für diesen, sich verstärkenden Trend: fehlende Auf-/Abwertung. Die BRD schwächt hierdurch die Binnenwirtschaft zugunsten der Subvention seiner Exportwirtschaft, während in den "Krisenländern" die Importnachfrage steigt und der Export abgewürgt wird.

Ich freu mich

wenn andere unseren Mist kaufen, den wir offensichtlich im Überlfuss produzieren.
Auch wenn man natürlich die Kommentare der USA ignorieren sollte, unrecht haben sie nicht.
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Es ist ja nicht nur die Abhängigkeit der Deutschen Wirtschaft von ausländischen Märkten - nein ... und auch das hat die Wirtschaftskrise 2008 offenbart ... zu viel Import schadet anderen Volkswirtschaften.
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Sprich: Jedes Deutsche Auto, das ein Amerikaner kauft ... muss nicht mehr vor Ort gebaut werden. Der "Gewinn" geht raus aus dem eigenen Land und nützt irgendwem anderen, in diesem Fall ... einem deutschen Autokonzern.
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Unterm Strich unlogisch: Offenbar sind die Deutschen Arbeitnehmer nicht teuer genug ... ansonsten würden die Produkte ja nicht derart nachgefragt werden, das sollte einem zu denken geben!

10:46 von Vivala Revolution

"...Als Anti-Kommunist und stockkonservativer Mann der Mitte, der als Ingenieur mit drei Kindern alles mögliche getan hat, um seinen volkswirtschaftlichen Beitrag zu leisten, bleibt mir bei logischem Menschenverstand hier in Deutschland nichts anderes übrig, als die Linke zu wählen."...
Der logische Menschenverstand wird leider nicht gefördert in unserem Land. Seit langem schon warte ich auf Berichte in den großen Medien, wo denn die Milliardenüberschüsse eigentlich bleiben! Also mal eine Aufschlüsselung der erzielten Exportergebnisse nach Firmen, nach Eigentümern und möglichst sogar nach den Konten vorher und nachher! Denn dieses Geld ist von "Deutschen" (Arbeitern, Angestellten, Unternehmern usw.) verdient worden, sollte also doch auch hier irgendwo ankommen! Neben der allgemeinen "Moral" verfällt auch die Infrastruktur. Wo also bleiben die Milliarden? Sie sind schließlich von uns allen verdient!!!

Wachsende Verweigerung der Weihnachtauskäufe

Nach 151 Mrd. in 2012 nun schon 20 Mrd. mehr Forderungen in nur einem Monat! V.a. in die EU und Eurozone. Nochmal 20 Mrd. Kredit und Zins. Bei stagnierenden Importen, so dass die Schuldnerländer nicht runter kommen durch Exporte.

Der Wohlstand auf Pump geht weiter. Trotz Griechenlands etc. Erfahrungen, Troika und Austeritätsfloskeln. Und wenn die ausfallen, haben wir kostenlos Wohlstand exportiert und erhöhen die Steuern. So solidarisch sind wir.

Also gebt ihnen immer neue Bürgschaften und Kredite und nennt es Sparprogramm. +2.600 Mrd. ab 2007. "Europa hat kein strukturelles Problem, sondern ein konjunkturelles, dass mit Krediten mal eben überbrückt werden kann." Der Irrsinn der kleingeistigen schwäbischen Hausfrau hat Methode.

Seit 1990 läuft die Überschuss-Kredit-Maschine auf Hochtouren und generiert das Geld für das Kasino, dessen Minuschips wir auch noch bezahlen.

Wir retten alle, uns kein höhers Wesen?

Von der Schweiz lernen !

Die Schweiz hat z.Z. einen starken Franken, der den Export sehr beeinträchtigt, aber der Binnenmarkt gleicht dies ein stückweit aus.

Was passiert eigentlich, wenn unser Exportüberschuss zurückgeht. Wer gleicht uns dies dann aus.

Ich denke nicht, dass Frau Merkel sich die ganzen Geschenke von der Hochfinanz dann wieder zurückholt. Dann, mit Snowdens Befragung stürzt sie.

Sie wird dann wohl in den Aufsichtsrat eines Energiekonzerns gehen. Vielleicht nach Schweden, da soll es auch schöne Seenlandschaften geben. In Deutschland wird sie ja schlecht bleiben können, wenn die Menschen dann meistens auf den Strassen zu finden sein werden. Entweder werden sie dort dauernd leben oder dort dauernd demonstrieren, oder beides.

Das wird hier noch richtig spannend !

Viva la Evolution !!

Gute Nachrichten

Ich kann viele Kommentare ehrlich gesagt nicht verstehen. Das hat alles etwas von "ich hasse gute Nachrichten" und einem leicht paranoiden "die da oben machen sich die Taschen voll". Sicher, eine zu hohe Exportrate ist nicht zwingend positiv, gerade auch für andere Staaten, aber grundsätzlich ist das für Deutschland sehr erstrebenswert.

Außerdem betreiben wir ja keinen strengen, ideologisch geführten Merkantilismus, unsere Waren werden als qualitativ hochwertig angesehen und lassen sich in aller Welt zu vernünftigen Preisen verkaufen. Wir stehen als Wirtschaftsnation ziemlich gut da, aber Einige, verstärkt Linke, können und wollen das eben nicht wahrhaben - kapitalistisches Teufelswerk und so.

Genau!

Immer schön drauf auf die Exporte! Vielleicht aber auch mal nachdenken. Ohne Exporte gibt es bei uns kein Geld und eine Exportorientierte Wirtschaft mit Sklaverei zu vergleichen ist ja die Höhe. Meines Wissens wird man in Deutschland bezahlt, von Sklaverei kann keine Rede sein. Deutschland exportiert Qualitätswaren (Autos, Technik etc.). Damit hat der Dumpinglohn vom Pizzabäcker nebenan nichts zu tun. Der exportiert seine Pizza nämlich nicht.
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Exporte heißt: Wir liefern Waren ins Ausland und bekommen Geld dafür. Ist das schlecht? Ist doch egal, ob die Waren ins Ausland oder ins Inland gehen. Hauptsache für die Ware gibt es Geld.
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Außerdem zwingt niemand die Bürger anderer Länder unsere Waren zu kaufen. Und da wir hauptsächlich teure Qualitätswaren exportieren (siehe etliche Statistiken) heißt das: unsere Qualität überzeugt.
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Ein Eingriff in das System heißt ein Eingriff in den Markt und das ist bis jetzt immer schlecht gewesen. Für Kommunismus ist in dieser Welt kein Platz mehr.

@Trecker: Sehr schönes Beispiel

Genau das fordert ja Merkel von unseren Nachbarn. Die Arbeitnehmer sind zu teuer - daher müssen die Löhne runter. Halt wie in Deutschland ... in den letzten Jahren. Nicht umsonst hat sicher der Niedriglohnsektor entsprechend entwickelt.
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Und es deutet sich an, dass die anderen Euro-Länder der deutschen Forderung folgen werden. Die Folge ... die Löhne sinken europaweit. Dabei müßten sie es natürlich nicht.
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Denkt man das zu Ende ... werden die Löhne weiter sinken ... für alle, denn dieser Logik folgend .. können nur die billigsten erfolgreich sein.
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Diejenigen, die davon profitieren, sind natürlich die - die ihren Mehrwert erhöhen, also in der Regel die Industriellen und Konzerne.
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All das ist feststellbar... das Modell "Deutscher Niedriglohnsektor" soll das Konzept für das Europa im 21 Jahrhundert sein. Wenn das mal gut geht. Denn klar ist auch ... irgendwer muss den ganzen Mist auch kaufen können.

10:49 von Docmurdock

"Exporte waren schon immer der Wirtschaftsmotor von Deutschland. Was hat das bitte mit leben unter unseren Verhältnissen zu tun, wenn Exportgüter in das Ausland verkauft werden? Ergibt für mich wenig Sinn."...
Ist es eigentlich so schwer zu verstehen, dass das Problem nicht im wirtschaftlichen Produktionsprozess liegt, sondern in der anschließenden Verteilung der Ergebnisse?
Es ist doch mittlerweile anerkannte Tatsache (auch von der Regierung) dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht, dass also die Verteilung des erwirtschafteten Reichtums absolut unsozial gestaltet wird! Dazu kommt, dass die verdienten Gelder nicht im Inland produktiv angelegt werden, sondern spekulativ Vermögenssummen vermehren und so das ganze Gefüge ins Wanken bringen. Selbst wenn man nicht "linkslastig" geprägt ist, müsste dieser Umstand jedem Menschen Sorge bereiten!

@Docmurdock : Dummheit stirbt zuletzt

Nunja - hier wurden ja nun zig sehr gute Beispiele skizziert, dass die Orientierung auf den Export langfristig problematisch ist.
Abgsehen davon kann man es auch anders sehen - die "starke" Deutsche Wirtschaft zerstört jedwede Erholung in anderen Ländern.
Das rächt sich irgendwenn - denn wenn es im Ausland immer weniger Menschen und Unternehmen gibt, die die deutschen Exportschlager ... Maschinen und Autos brauchen oder sich leisten können ... was dann?
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Tatsache ist doch, dass EZB und die USA nicht umsonst warnen.
In Japan gab es ähnliche Entwicklungen - das war einst der Exportweltmeister. Seit über 1o Jahren herrscht dort Deflation und die Staatsverschuldung nimmt wahnwitzige Dimensionen an.
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Also Export ist eine gute Sache ... Ziel jeder Volkswirtschaft sollte aber ein ausgeglichener Außenhandelsüberschuss sein. Nur das stabilisiert!
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Das "magische Viereck" in der Volkswirtschaft sollte Ihnen darüber mehr Aufschluss geben. Momentan ist es alles andere als stabil.

@00Schneider: "kann viele Kommentare nicht verstehen"

Das geht mir auch so!

Dass z.B. die USA lieber uns ihre Autos verkaufen würden als wir unsere ihnen ist doch wohl klar. Denn dann würden sie daran verdienen, so verdienen wir daran. Davon hat letztlich nicht nur der Autokonzern etwas, sondern auch der Azubi des Kochs der Imbissbude neben dem Zulieferer.

Wer das nicht gut findet, kann ja sein Geld den USA spenden! Tut komischerweise keiner, findet Geld verdienen aber trotzdem unmoralisch...

Heisst natürlich nicht, dass man Pseudonachfrage durch windige Kredite erzeugen sollte. Wenn ein Kunde, nennen wir ihn mal anonym "GR", am Ende nicht zahlen kann, zahlt der Steuerzahler - das ist nicht der Sinn der Sache.

@vanPaten

Zustimmung zu Ihrem Kommentar!

Dank der erneuten Zinssenkung durch die EZB können jetzt erneut Schulden mit noch mehr Schulden bekämpft werden.
Die Exporte sprudeln nur so fröhlich vor sich hin. Die Steuereinnahmen sind so hoch wie nie und die Binnennachfrage wird mit zinslosen Krediten der Firmen befeuert. Ich frage mich dann, warum unsere Straßen marode, die städtischen Gebäude teilweise Bauruinen gleichen und die Schulen verrotten?
Evtl. sollte mal die tollen unbezahlten Exportüberschüsse in die Euroländer, die sich in den target 2 Salden niederschlagen, auf die jeweiligen Exportfirmen, die den Gewinn ja gemacht haben, umlegen.
Gestern sah ich im Fernsehen die Werbung eines großen Elektronikriesen die Werbung
Weihnachtsfinanzierung - 33 Monate zinsfrei. Konsum auf Pump, früher haben die Leute Weihnachtsgeld bekommen und konnten so Weihnachtsgeschenke kaufen.
Meine Familie hat beschlossen, dass dieses Jahr gar keine Weihnachtsgeschenke für die Erwachsenen gekauft werden.

@ Docmurdock Güter vs. Geldkreislauf

Denken Sie doch mal über den Güterkreislauf nach, nicht über Papiergeld. Es hat etwas mit unter den Verhältnissen leben zu tun wenn man viel mehr exportiert als importiert. Es heisst man produziert mehr als das man konsumiert. Ganz konkret stellen Sie sich vor Ihr Boss verkauft eine sehr wertvolle Maschine ins Ausland für die Sie lange arbeiten mussten. Dann bekommen er dafür zwar jede Menge Geld aber von all dem Geld, egal wo es auch landet und wie es verteilt wird (anderes Thema), wird vom Ausland nichts als einen Kugelschreiber zurück gekauft.
Das ist 1. ein Minusgeschäft für Sie weil sie für Ihre Arbeit viel zu wenig (reale) Gegenleistung erhalten, sie leben unter Ihren Verhältnissen.
2. Stürzt es die Länder die Ihre Exporte kaufen aber selber viel weniger exportieren (Welche also über Ihre Verhälltnisse leben) in eine Schuldenkrise (Südliche EUROZONE) falls sie nicht zufällig grade eine Notenpresse rumstehen haben (USA).

@gast: 3-Tage-Woche

Was hindert Sie daran, nur drei Tage die Woche zu arbeiten? Der Exportüberschuss?!?

11:14 von Lederstiefel

"...Ein Eingriff in das System heißt ein Eingriff in den Markt und das ist bis jetzt immer schlecht gewesen. Für Kommunismus ist in dieser Welt kein Platz mehr."...

Ich übe mich mal in Prophetie: Sollte es in den nächsten 5-10 Jahren keinen massiven (!) Eingriff in den "Markt" geben, fliegt den Epigonen dieser "Marktwirtschaft" ihr (Ihr?) System um die Ohren! Und wir alle können nur hoffen, dass es danach einen wesentlich sozialeren ("kommunistischen"?) Neuaufbau geben wird. Denn sonst droht eine Diktatur, die alles, was nicht "Reich" ist, brutalst unterdrücken wird. Um den Reichtum der Reichen zu erhalten...

@Lederstiefel: "Hauptsache für die Ware gibt es Geld"

Diese Einstellung hat in den letzten 50 Jahren zu nicht viel Gutem geführt ... und das wird sie auch nicht in den 25!
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Im Zweifel werden strauchelnde Gesellschaften immer einen aggressiven Weg finden und damit zig tausende in den Abgrund reißen. 2008 war es fast soweit ... denn da gab es eben kein Geld mehr und es mußte noch nicht existierendes her. Und dann ist schnell der Ofen aus.
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Unser sog. Wohlstand wird derzeit von anderen bezahlt... letztlich hat sich das immer gerächt ... warum sollte das in diesem Fall anders sein? Dauerwachstum gibt es nicht - der Wachstum der Deutschen Wirtschaft geht zu Lasten unserer Partner ... das wird zu Problemen führen, die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien und Frankreich sind solche Indikatoren.
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Hauptsache Geld für Ware - ist eine egomane Einstellung, die in einer vernetzten Weltwirtschaft eigentlich niemanden mehr nützt.

11:10 von 00Schneider

"...Außerdem betreiben wir ja keinen strengen, ideologisch geführten Merkantilismus, unsere Waren werden als qualitativ hochwertig angesehen und lassen sich in aller Welt zu vernünftigen Preisen verkaufen. Wir stehen als Wirtschaftsnation ziemlich gut da..."

WIR? Wer ist WIR?

Lederstiefel- Sehr kurzsichtig, Ihre Sichtweise

Es ist sicherlich gut, wenn unsere Produkte im Ausland gefragt sind und unser Export boomt.

So haben wir es gelernt, und so ist die Deutsche Bevölkerung, ich sage bewusst nicht "Deutschland", nach dem Krieg auch wieder zu Wohlstand gelangt.

Allerdings ist dieser Export der Wirtschaftswunderzeit mit dem heutigen nicht zu vergleichen, weil die Steuern der Unternehmen über holdings ins Ausland fliessen, wo auch die Großaktionäre wohnen. Die Steuerlast trägt einzig der Bürger und im Nettoreallohneinkommen, geschweide denn in dessen Wachstum sind wir wahrlich kein Weltmeister. Dies war zu Zeiten der Wirtschaftwunderzeiten nämlich der Kreis, der sich schloss. Durch den starken Binnenmarkt konnte die Löhne wieder an den Mittelstand zurückfliessen.

Die EU hat mit ihrer Anmahnung der zu starken deutschen Exporte ebenfalls die zu niedrigen Löhne und den daraus resultierenden schwachen Binnenmarkt zur Regulierung des Aussenhandels erwähnt.

Also, warum sich noch über Exporte freuen ?

@11:14 von Lederstiefel

Außerdem zwingt niemand die Bürger anderer Länder unsere Waren zu kaufen. Und da wir hauptsächlich teure Qualitätswaren exportieren (siehe etliche Statistiken) heißt das: unsere Qualität überzeugt.

Das ist falsch. Denn der Saldo der Leistungsbilanz reflektiert für Deutschland hohe Ersparnisse und sehr niedrige Investitionen.
Die Produktqualität spielt für die Identität keine Rolle.

@Lederstiefel

"Exporte heißt: Wir liefern Waren ins Ausland und bekommen Geld dafür. Ist das schlecht? Ist doch egal. ob die Waren ins Ausland oder ins Inland gehen. Hauptsache für die Ware gibt es Geld."
Tut mir leid, aber dies ist Kindergartenlogik.
Gerade die Exporte in die Euro-Länder werden eben nicht bezahlt, sondern spiegeln sich in den target 2 Salden nieder.
Es ist auch unwirtschaftlich, den Euroländern Hilfskredite zu geben, damit diese unsere Waren kaufen können. Nein, zumindest die Exporte in die Euroländer tut Deutschland mehr oder weniger verschenken. Bezahlen tun dies aber nicht die Exportfirmen, die die Gewinne gemacht haben sondern die Allgemeinheit.
Die Eurozone kann ohne Transferleistungen nicht existieren, wenn ein Staat auf Kosten der anderen exportiert bis zum Erbrechen. Ausgewogene Handelsbilanz wäre das Ziel. Mit Kommunismus hat das nichts zu tun.

@10:57 von Vivala Revolution

Schon mal darüber nachgedacht, daß die Überwiegende Mehrheit der Industriearbeiter (und auch Aldi-Kassiererinnen) morgens um kurz vor elf in Deutschland etwas anderes zu tun hat, als hier im Forum zu kommentieren?

Warum nur darf Parteien von Unternehmen Geld gespendet werden ? Weil Politiker auch Politik für Unternehmen machen sollen?

Und warum dürfen Politiker nach ihrer Amtszeit sofort in die Wirtschaft ? Weil keiner bereit ist, denen jahrelang ein Übergangsgeld für's NichtmehrPolitikersein zu bezahlen und die vielleicht auch ihre Brötchen bezahlen müssen?

Und warum geht es der Deutschen Bevölkerung im Durchschnitt trotz seiner boomenden Wirtschaft trotzdem so schlecht, wenn auch etwas anderes in den Medien behauptet wird ? Vielleicht weil die Medien mit ihrer Behauptung doch recht haben und es der Mehrheit der Bevölkerung doch nicht so schlecht geht. Sie können dies nur im Moment hier in diesem Forum nicht kundtun, weil: siehe oben.

@ 11:16 von MrEnigma

>>Denkt man das zu Ende ... werden die Löhne weiter sinken ... für alle, denn dieser Logik folgend .. können nur die billigsten erfolgreich sein.<<
Als Folge der Reallohnsenkungen wird sich dann allerdings auch die für die Wirtschaft erforderliche Inflation in eine Deflation umkehren (denn die Preise müssen sinken damit überhaupt noch ein Markt existieren kann) und damit schießen sich dann unsere "Elite Ökonomen" in Politik und Wirtschaft endgültig ins eigene Knie ;-)

@MrEnigma

Sorry, aber gleich mehrere Fehlinformationen in einem Kommentar.

1) Merkel hat von niemandem gefordert, die Löhne zu senken, sondern die Lohnstückkosten. Das ist volkswirtschaftlich leider etwas anderes.

2) In den letzten Jahren sind die Löhne mitnichten gesunken, es ist einfach falsch. Selbst inflationsbereinigt sind die Reallöhne in den letzten 10 Jahren gestiegen.

3) Sie prangern den Niedriglohnsektor an, haben aber selbst keine Alternative aufzubieten außer Luftschlösser wie einen staatlich verordneten Mindestlohn (der kein Problem löst). Der Niedriglohnsektor ist vorrangig als Chance für Langzeitarbeitslose und Unvermittelbare gedacht, nicht als Dauerlösung. Natürlich gibt es leider Missbrauch, den man im Detail bekämpfen muss. Aber das Ganze in Frage zu stellen, ist wahrhaftig unsozial. Die Alternative heisst nämlich 5 Mio. Arbeitslose und dann weinen erst recht alle rum.

Sagenhafte Meckerei

4 Monate in Folge gefallen. Aber USA und EU regen sich auf (war schon vor aktuellen Zahlen). Zudem: Wenn D nicht brummt kann es die schwachen EU Staaten nicht stützen. Der dt. Normalverdiener hat nix davon? Nonsens. Sichereren Arbeitsplatz, bessere Soz.-Leistungen z.B.? Eine sagenhafte Meckerei, von verschiedensten Seiten!

@ von Lederstiefel

"Ist doch egal, ob die Waren ins Ausland oder ins Inland gehen. Hauptsache für die Ware gibt es Geld."

Oh je... bitte bitte denken sie doch noch einen Schritt weiter und fragen sich wo das Geld herkommt!!

Antwort1: Für unsere Exporte in die Eurozone ist es unser Geld -> Target 2 Salden. Südeuropa hat die BMW die es bei uns gekauft hat zu einem grossen Teil auf Pump gezahlt. Das Geld kommt von Deutschen Banken, da steckt Ihr und mein Erspartes drin.

Antwort2: Exporte nach Amerika werden von den USA zum grossen Teil mit der Notenpresse finanziert.

Verstehen sie doch es geht eben nicht ums Geld. In der ganzen Welt ging es noch nie ums Geld es geht um reale Werte! Dieses System mit unausgeglichenen Aussenhandelsbilanzen kann nicht endlos funktionieren. Es kommt irgendwann zum Zusammenbruch und dann freut sich der mit den realen Werten. Am Ende wird die Schuldenkrise zu einer Gläubigerkrise. Raten sie mal wer der Gläubiger ist...

10:49 Docmurdock-Verstehe hier das linkslastige Gejammer

Meine "Freude" hält sich stark in Grenzen!
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Die Festsellung,daß Exporte schon immer der Wirtschaftsmotor von Deutschland war,ist nicht neu.
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Aber die Bedingungen der Umstände,zur Erzielung dieser Stellung, haben sich drastisch zum Nachteil derer verändert, die man jetzt mit einem Lohn unter 8,50€ und in der Zukunft mit einem ebenso billigen Mindestlohn von 8,50€ abspeisen will.
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Für diese "stärkt" man dann die Hinzuverdienstgrenze und Wunder, D wird noch leistungsfähiger,auch in der Außenwirtschaft,verstärkt auf den Knochen dieser Menschen.
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Die arbeiten dann 300 Stunden im Knochenjob,um eigenverantwortlich die Sozialkassen der Politik zu entlasten und die des Kapitals noch mehr zu füllen.
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Soziale Vernunft mit linkem Gejammer gleichzustellen ist genauso billig,wie auf Sozialneid bei ungerechtfertigten,überproportioniertem Verdienst zu schließen.
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wer arbeiten will,gebt anständigen Lohn und den anderen gebt sanktionsfrei Grundeinkommen!
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Das stärkt Unternehmen u. Gesellschaft

Das Wirtschaftsmodell menschenferner Eliten

Da werden die ArbeitnehmerInnen hierzulande seit Beginn der Eurozone auf Lohnverzicht getrimmt (kumuliert mittlerweile über 1000 Mrd. €,gemessen an einer gesamtwirtschaftlichen produktivitätsgekoppelten Lohnentwicklung), und wozu das Ganze? Um andere Volkswirtschaften in einem hirnlosen Wettbewerb der Nationen ins Aus zu konkurrieren. Das ist schon ein verrücktes Wirtschaftsmodell (da die eigenen Kunden hierdurch zahlungsunfähig werden). Diese absurde Situation, obwohl genügend Nachfrage im Inland gewesen wäre, hätte man das Geld nur jenen gegeben, die es erarbeitet haben. Dann hätten die kumulierten Mittel (seit 1999 über 1200 Mrd. € Leistungsbilanzüberschuss) dafür in Pflege, Infrastruktur, Bildung und soziale Teilhabe fließen können (z.B. durch mehr Importe). Aber nein, stattdessen ließ man Gewinne explodieren und hat Exportunternehmer Forderungen in ihr Büchlein eintragen lassen, die nun (über Umwege, zugegeben) per ESFS/ESM aus der Gemeinschaftskasse heraus gestützt werden.

@ 10:57 von Vivala Revolution

>>...Aber warum wird diese überwiegende meinung nicht bei den Wahlergebnissen abgebildet ?<<
Schon mal der Gedanke gekommen das es sich bei den hier postenden Personen nicht um einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung handelt ;-)
>>Warum nur darf Parteien von Unternehmen Geld gespendet werden ?<<
Weil es offensichtlich der Mehrheit der Bevölkerung leider egal ist - sonst würde anders gewählt ;-P
>>Und warum dürfen Politiker nach ihrer Amtszeit sofort in die Wirtschaft ?<<
Da existiert meines Erachtens ein direkter Zusammenhang zu Ihrer nächsten Feststellung:
>>Und warum werden Kontakte, Inhalte und Ergebnisse von Lobbyisten zur Politik nicht veröffentlicht ?<<
Weil man sonst den Politikern den Weg in die Wirtschaft verbauen würde wenn bekannt würde was da vorher u.U. gemauschelt wurde?!?

Und zur letzten Frage nach dem Wohlergehen der Bevölkerung:
Die Mehrheit glaubt halt "Mutti"?!?!?

Unter unseren Verhältnissen

An alle, die sich fragen, wieso dauerhafter Exportüberschuss etwas Schlechtes ist:

Was für die Hausfrau erstrebenswert ist (viel Geld auf dem Konto), ist es für ein ganzes Land falsch.

Wir arbeiten, produzieren Waren, und liefern diese an das Ausland. Aus dem Ausland bekommen wir aber weniger Waren zurück. Für die Differenz erhalten wir Bankguthaben, d.h.l Schuldscheine bzw. Versprechen auf Warenlieferungen in der Zukunft.

Die stapeln wir immer höher auf und lösen sie bisher nicht ein. Wir konsumieren also weniger als wir erarbeiten, deswegen "unter unseren Verhältnissen".

Wir können den Konsum zwar eines Tages nachholen, wenn wir die Schuldscheine dann doch mal einlösen. Nur was nützt es uns heutigen, wenn das mal in 30 Jahren passiert? Wir leben ja jetzt. Außerdem besteht das Risiko, dass die Schuldscheine ihren Wert verlieren, ehe wir sie einlösen.

Der Arbeitnehmer kann nicht viel tun, da die Schuldscheine nicht in seine Taschen fließen, sondern in die der Reichen.

Griechische Löhne senken wie in Deutschland ?????

"Genau das fordert ja Merkel von unseren Nachbarn. Die Arbeitnehmer sind zu teuer - daher müssen die Löhne runter. Halt wie in Deutschland ... in den letzten Jahren."
Na hallo geht's noch ????

In Griechenland sind die Löhne vor der Krise völlig unverhältnismäßig gestiegen und haben damit den Produktionsstandort vollständig ruiniert. Dort werden am Ende der Entwicklung die Löhne wahrscheinlich 10 - 30 % gesunken sein, wollen die wieder wettbewerbsfähig sein. Genau wie in Deutschland??? Wir kämpfen allenfalls mit einer Stagnation der Löhne. Diese Entwicklungen haben nichts miteinander gemein.

Aber was fordert man von D jetzt? Macht es doch bitte genauso, wie die Griechen bis vor einigen Jahren: Löhne rauf, Staatsaufgaben rauf - hat bei denen ja prima geklappt!

Der Exportüberschuss ist in erster Linie das Ergebnis hausgemachter Probleme bei unseren Nachbarn! Und unser "schlechter werden" führt nicht dazu, dass die besser werden. Wenn wir die Handbremse anziehen, hilft das GR nicht!

@Vivale Revolution

Sie sagen es!
Gewinner sind die Großkonzerne mit ihren Managern und Aktionären. Diese flüchten in Steueroasen und schaden der ganzen Gesellschaft. Die Politik muss diese Steuertrickserein endlich beenden.
Außerdem sind die Exportwaren nicht alle bezahlt, siehe Target-2-Salden.

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