Wladimir Putin trägt einen Laborkittel.

Ihre Meinung zu Wer noch mit Russland forscht

Seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine liegen viele internationale Forschungskooperationen mit Russland auf Eis. Wer arbeitet noch mit Russland zusammen, wer nicht und vor allem: Warum? Von F. Ehrenfeld.

...mehr ...weniger
Dieser Artikel auf tagesschau.de
Kommentieren beendet
174 Kommentare

Kommentare

Mendeleev

Glücklicherweise ist die Situation so, dass russische Studenten - auch die die schon länger hier sind, durchaus weiter gefördert werden. 

 

Ich finde ohnehin die Vermischung von Politik und Wissenschaft falsch. Auch im Zweiten Weltkrieg gab es Forschungskooperation und Kommunikation der Wissenschaftler auch zwischen Kriegsgegnern, über die Fronten hinweg. 

 

Russland ist eine grosse Forschungsnation. Russland in diesem Bereich zu isolieren, schadet der ganzen Menschheit. 

2 Antworten einblenden 2 Antworten ausblenden
political robot

Ist halt wie immer eine Abwägungssache, hier besonders. Russland schadet auch so der Menschheit, in ganz anderen Bereichen.

Grundsätzlich halte ich Forschung für wichtig - solange Wissenschaft noch überhaupt einen Stellenwert hat (im Gegensatz zum Beispiel zur AfD, die das irgendwo zwischen Klimawandel und Rechtsstaatlichkeit verloren haben), besteht noch Hoffnung. Es ist nur so, dass Forschung ohne Reisemöglichkeiten, ohne gemeinsame Geldgeber etc. unnötig kompliziert wird, zumal die Hälfte der potentiellen Forscher in Russland eher das Halten einer Waffe üben muss ...

schabernack

➢  Russland ist eine grosse Forschungsnation. Russland in diesem Bereich zu isolieren, schadet der ganzen Menschheit.

Die Sowjetunion war eine große Forschungsnation, und auch vor deren Zeit gab es weltweit bedeutende Forscher wie Ihren Uropa Dimitri Mendeleev, der das Periodensystem der Elemente begründete.

Wladimirs Russland ist ein Forschungsversager bei allem, was der Menschheit im zivilen Bereich für die Zukunft Nutzen bringen kann. Geforscht wird in Russland dazu, wie man das Fossil aus der Erde buddelt, und wie man Waffen konstruiert.

Für «Windkraft» und für «Solaranlage» gibt es im Putin-Russisch nicht mal Wörter. Bei Kommunikationselektronik kann Russland außer militärische Störsender gar nix. Moderne Ziviltechnik, aus Russischer Forschung entstanden, ist seltener als Bären, die in Deutschland in freier Wildbahn leben.

silgrueblerxyz

//Ein Mitglied hinauszuwerfen, sehe das ITER-Abkommen gar nicht vor//

Die Ueberlegung, Ein Mitglied hinauszuwerfen gehört standardmäßig zur Vertragsvorsorge in Kooperationen. Schließlich kann niemand voraussehen, wie sich ein Kooprationspartner entwickeln wird

1 Antwort einblenden 1 Antwort ausblenden
melancholeriker

Bedauerlicherweise war diese Weisheit nicht vor Ort als UN und EU gegründet wurden. 

Ein Vertrag heißt ja deshalb Vertrag weil man weiß, daß man sich vielleicht irgendwann und unumkehrbar nicht mehr verträgt und das aus Gründen. 

silgrueblerxyz

Ab heute ist es wieder wohltuend, Kommentare im TS Forum zu lesen, da wir nicht zu jeder Meinungsäußerung "gelassen bleiben" sollen.

Tschüss Deutschland

Gemeinsame Forschung wurde bereits im kalten Krieg praktiziert.
Solange es sich um Forschung handelt, die nicht so einfach in Kriegstechnologie gewandelt werden kann ist das alles ok.
Beispiele wie die ISS oder das Fusionskraftwerk in Frankreich ermöglichen zusammenarbeit und halten auf einer sehr niedrigen Ebene Gesprächs- und Informationskanäle offen.
Davon abgesehen sind den allermeisten forschenden Wissenschaftlern politische Motive fremd.
Manch einer ignoriert, wozu seine Forschung dient (von Braun, Oppenheimer), aber der Antrieb zum forschen hat nur gerade soviel mit Politik zu tun, als das man Gelder für Projekte aufteiben muß.

Moderation

Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion

Liebe Nutzerinnen und liebe Nutzer,

die Kommentarfunktion für diese Meldung wird vorübergehend um 12:20 Uhr geschlossen.

Bitte haben Sie einen Moment Geduld, es geht bald weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation

DeRus

"Damit steht die russische Forschung zunehmend isoliert da."

Ja sicher. Genauso wie politisch Russland isoliert ist, russische Wirtschaft steht kurz vor einem Kollaps, die Russen werden bald keine Raketen mehr haben (  weil fast alle Waschmaschinen in Russland ausgeschlachtet sind) usw. Diese Durchhalteparolen hören wir schon seit drei Jahren. In Wirklichkeit sieht es mehr danach aus dass Europa sich selbst isoliert hat. 

4 Antworten einblenden 4 Antworten ausblenden
Carlos12

Die Hochburgen in der Forschung sind USA, Europa und China. Insofern ist Russland nicht völlig isoliert, sondern hat ja noch die BRICS-Staaten und die Dritte Welt. Großes Aber, in Russland hatten und haben prestigeträchtige Felder Priorität, z.B. Militär, Raumfahrt oder Nuklear- und Teilchenforschung. Im Vergleich zu Europa hat Russland weniger Geld, insbesondere jetzt. Man erinnere sich an das triumphierende Auftrumpfen beim Impfstoff Sputnik V, "Erster!". Hinterher stelle sich heraus, dass sie noch in Phase 2 waren und die Zulassung in Europa mit gefälschten Daten erreichen wollten. Alles nur Propaganda. Kurzum Russland wird allmählich zurückfallen.

Europa arbeitet dagegen in Sachen Forschung mit der ganzen Welt zusammen, auch mit China.

ich1961

Danke!

political robot

Der Handel mit den USA, China und Südamerika "floriert" im Rahmen seiner Möglichkeiten nach wie vor, und die russische Wirtschaft lebt derzeit nur vom Krieg. Das sorgt zwar kurzfristig für gute Zahlen, ist aber in keinem Sinne "nachhaltig" oder sonst irgendwie hilfreich für eine Volkswirtschaft.

gelassenbleiben

In Wirklichkeit sieht es mehr danach aus dass Europa sich selbst isoliert hat

Europa ist einer der größten Binnenmärkte mit sehr guter Forschungslandschaft. Demnächst kommen noch weitere Spitzenforscher aus den USA dazu

Malefiz

Soll doch mit Russland forschen, handeln oder politisieren wer möchte. Glaubt hier ernsthaft Putin sucht sich sowieso nur diejenigen heraus die ihm nützen, der läßt sicherlich nicht mehr alle ins Land. Und wie man liest haben sich sowieso schon viele mit der Zusammenarbeit in jedwedem Bereich von Russland getrennt. Und diejenigen die mit Russland noch können, glaubt hier jemand ernsthaft die Politik oder die Kommentarschreiber hier könnten da was dran ändern? Ich sage Nein dazu, da können wir uns aufregen, diskutieren, fachsimpeln und besser wissen wir wollen, wir werden sowieso aktiv so oder so nichts daran ändern! 

Mauersegler

Es ist die russische Regierung, die der ganzen Menschheit schadet.

das ding

Stellung zu beziehen und Statements zu politischen Situationen zu machen ist zuerst einmal Menschenrecht eines jeden Individuums und daher nicht weisungsbindbar. Zweitens ist  es allgemeine ine Pflicht aus der Sicht von fortschrittlichen progressiven, demokratischen (inzwischen duckt man sich innerlich schon, wenn das Wort waehlt. Zu Unrecht natuerlich, aber bezeichnend fuer die miese Situation in der die Demokratie gekommen ist, vorallem nach all den Wahlergebnissen in letzer Zeit hier und da). Daher darf man nicht abfaellig oder abstrafend von "Vermischung" von Politik und Wissenschaft (oder Sport, Kunst etc) reden. Es geht um mehr als um "Funktionen". Es geht - und das sollte man wohl erkennen - ums Ganze. 

Arthur K.

Putin  braucht  keine   Forscher  aus  dem  Ausland,   von  denen  Rußland  bereits  43  Leute  als  Agenten  und  Spione  enttarnt  und  zu  langjährigen  Haftstrafen  verurteilt  hat.   7  davon  wurden  sogar  hingerichtet,  weil  sie  mit  ihrer  Forschungsspionage  Rußland  schweren  Schaden  zugefügt  und  das  Leben  von  Millionen  Menschen  gefährdet  haben.

Questia

Lernen - 

"Für Forschende in Russland ist die Lage nicht nur politisch schwierig. In der Wissenschaft werden weniger Daten ausgetauscht, Sanktionen verhindern den Zugang zu neuen Geräten und die Teilnahme an internationalen Konferenzen und Projekten ist erschwert. Damit steht die russische Forschung zunehmend isoliert da."

Daraus könnten Lehren gezogen werden. Das ist etwas, das den USA bevorsteht, wenn sie aus der WHO austreten. Denn der Effekt ist gleich, egal von welcher Seite aus die Zusammenarbeit beendet wird.

Russland ist dort nicht ausgetreten und hat damit zusammen mit China weiterhin teil am Austausch mit anderen Mitgliedern, soweit es möglich ist. Denn auch sie profitieren davon.

Hartmut der Lästige

Das ist Ihre persönliche Sichtweise, die von der Mehrheit der 8 Milliarden Menschen auf der Welt sicherlich nicht geteilt wird. Die BRICS-Staaten (ca.3,8 Milliarden Menschen) dürften wohl mehrheitlich anderer Meinung sein.

1 Antwort einblenden 1 Antwort ausblenden
das ding

Es duerfte Ihnen vielleicht auch mal der Gedanke kommen, dass Gehirnwaesche auch unter der (von ihnen hebeigedichteten Mehrheit) der  8 Milliarden vorkommt? Zudem 3,8 eh nicht die Mehrheit sind. Und die dann nur mehrheitlich. Sie werden sich wohl damit (nicht) auseinandersetzen muessen dass die Mehrheit eher so denkt wie der Forist, dem sie bloss eine persoenliche Meinung lassen anstelle zuzugeben, dass er Recht hat.

Ein Zitat eines Russen am Anfag des Angriffskrieges, weclhes zum Glueck ein Journalist hat einfangen koennen: "Jetzt wird uns alle Welt hassen."

Auch nur eine persoenliche Meinung? 

Tom.Orrow

Der Bericht beschreibt Lage und Situation ziemlich eindeutig: Die Forschungsthemen und Sachgebiete, bei denen sich der Westen Vorteile verspricht (ITER) oder wo er auf Kooperation angewiesen ist (Weltraum), da macht man keine Probleme. Dort, wo man hofft, Russland mehr zu schaden als sich selbst, wird zugedreht. Hat natürlich auch irgendwo ein moralisches Geschmäckle. Aber wer gibt- hier wie dort - für Moral noch irgendeinen cent aus?

Ich bleibe bei meiner These: Wenn man Frieden, wenn man Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil, wenn man Kooperation und friedliche Koexistenz will, dann sollte  man wieder anfangen, miteinander zu reden und einander zuzuhören. Haben wir komplett verlernt. Es wird Zeit, wieder zu den basics zurück zu kommen. Aber hier überwiegen Hass und Borniertheit.

1 Antwort einblenden 1 Antwort ausblenden
Opa Klaus

Klare Zustimmung. Aber steter Tropfen höhlt bekanntlich das Gehirn.... äh den Stein. 

Nachfragerin

Diskriminierung fördert Konflikte

Der Ukrainekrieg ist seit drei Jahren unser wichtigstes Politikum. Wer sich nicht öffentlich gegen Putin positioniert, der wird automatisch der Gegenseite zugeordnet.

Um die Verbrechen des Krieges geht es dabei überhaupt nicht. Andernfalls würden wir auch die Kooperation mit Israel einstellen, um mal nur ein Beispiel zu nennen.

Wissenschaftler haben keine Nationalität. Sie dienen der gesamten Menschheit.

1 Antwort einblenden 1 Antwort ausblenden
Questia

@fragerin 13:43

| "Um die Verbrechen des Krieges geht es dabei überhaupt nicht. Andernfalls würden wir auch die Kooperation mit Israel einstellen, um mal nur ein Beispiel zu nennen." |

Bzgl. Israel plant Merz ja sogar noch mehr, als nur die Kooperation nicht einzustellen. Er will Netanjahu nach Deutschland einladen.

Ich bin gespannt, wie er das Verhältnis zu Trump und Putin gestalten wird - in jeder Hinsicht.

Moderation

Die Kommentarfunktion wird bald geschlossen

Liebe User,

wir werden die Kommentarfunktion um 14:00 Uhr schließen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation

Bernd Kevesligeti

In dem Artikel wird eingeschätzt, für Forschende in Russland die Lage schwierig ist, Sanktionen in der Wissenschaft verhindern Zugang zu neuen Geräten und Teilnahme an Konferenzen etc.

Zunächst ist das ja das Ziel der europäischen Länder. Aber ob das so ist ? Sie stehen ja mit den Sanktionen ziemlich allein in der Welt.

Etwa 1000 russische Wissenschaftler arbeiteten seit dem kalten Krieg am Cern.

Die Maßnahmen hinterlassen Lücken, die zum Teil schwer zu schließen sind, sagt Beate Heinemann, Direktorin für den Bereich Teilchenphysik am Deutschen Elektronen-Desy in Hamburg. Der MDR titelte am 5. 11. 2024 "Ende für Russland am Cern könnte Forschung verzögern".

Moderation

Schließung der Kommentarfunktion

Liebe Community,

die Kommentarfunktion für dieses Thema wird nun geschlossen.

Danke für Ihre rege Diskussion.

Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation