Delegierte stimmen beim CDU-Bundesparteitag ab

Ihre Meinung zu CDU stimmt für schrittweise Rückkehr zur Wehrpflicht

Die Wehrpflicht wurde 2011 von einer unionsgeführten Regierung ausgesetzt. 13 Jahre später fordert die CDU jetzt eine Kehrtwende. Grund dafür sind der Personalmangel bei der Bundeswehr und die Sorge vor Russland.

...mehr ...weniger
Dieser Artikel auf tagesschau.de
Kommentieren beendet
186 Kommentare

Kommentare

heribix

Find ich gut, hoffe die gilt dann im Rahmen der Gleichbehandlung auch für alle in Deutschland lebenden Menschen.

4 Antworten einblenden 4 Antworten ausblenden
Gerd Hansen

Für deutsche Staatsbürger meinen Sie hoffentlich.

Egal, ob männlich, weiblich oder sonstetwas.

Schneeflocke ❄️

Es sollte (wenn schon denn schon) auch kein Unterschied zwischen Männern und Frauen gemacht werden. Dennoch bin ich grundsätzlich dagegen (Verpflichtung). Ich weiß, dass Sie es anders gemeint haben, allerdings halte ich das Thema Flüchtlinge in die Bundeswehr zwangszuverpflichten für unangemessen, wenn man bedenkt, dass diese Menschen möglicherweise gerade aus einem Kriegsgebiet geflohen sind, in die Bundeswehr umzuleiten. Allerdings finde ich, dass auch Flüchtlingen ein Angebot gemacht werden könnte, wenn sie es selber WÜNSCHEN, sich bei der Bundeswehr anzumelden. Also Prinzip Freiwilligkeit, wie für alle anderen auch. Ich bin kein Freund von Zwangsverpflichtungen jeglicher Art.

falsa demonstratio

"Find ich gut, hoffe die gilt dann im Rahmen der Gleichbehandlung auch für alle in Deutschland lebenden Menschen."

Soviel ich weiß, gilt die Wehrpflicht nur für Staatsbürger.

Anna-Elisabeth

"Find ich gut, hoffe die gilt dann im Rahmen der Gleichbehandlung auch für alle in Deutschland lebenden Menschen."

Auch für Babys und Rentner😉?

Sorry, manchmal bin ich etwas albern.

Schneeflocke ❄️

"Wir dürfen die Verteidigung unserer Demokratie nicht weiter dem Prinzip Hoffnung überlassen"

 

Auch das (Prinzip Hoffnung) wäre aber auch "Demokratie". Jeder der will, kann sich aktuell dafür entscheiden, sich bei der Bundeswehr anzumelden. Heißt in Umkehrung, jeder der es nicht will, muss es auch nicht. Wenn jetzt zu wenige wollen, soll die Demokratie beschnitten werden und durch Diktat ersetzt werden? 

18 Antworten einblenden 18 Antworten ausblenden
PeterK

Naja, vlt. ist ein Arbeitgeber, der den Arbeitnehmer im Zweifel in einen Krieg schickt, trotzt aller Hochglanzprospekte doch per se ein unattraktiver Arbeitgeber?

Schneeflocke ❄️

Vor allen Dingen ist KRIEG eine ganz unattraktive Angelegenheit.

Gerd Hansen

„…Wenn jetzt zu wenige wollen, soll die Demokratie beschnitten werden und durch Diktat ersetzt werden? …“


Wenn zu wenige hinwollen könnte uns jemand anderes diktieren, was wir zu tun oder zu lassen haben.

Wer RECHTE in Anspruch nehmen möchte vergißt häufig ( insbesondere die jüngere Generation), daß damit auch immer PFLICHTEN einhergehen.

Ach ja, zur Schule muß man auch…

Schneeflocke ❄️

"...Ach ja, zur Schule muß man auch…"

 

Klarer Punkt an Sie😉!

ich1961

Stimmt!

PeterK

"Ach ja, zur Schule muß man auch…"

Sie wollen jetzt nicht ernsthaft die Schulpflicht mit einer Dienstpflicht oder gar Wehrpflicht vergleichen?

Warum entscheiden sich ca. 80.000-100.000 junge Menschen jedes Jahr für ein FSJ oder FÖJ (Quelle:https://www.daten.bmfsfj.de/daten/daten/freiwilliges-soziales-jahr--137…). Es braucht für die sozialen/ökologischen Belange keine "Dienstpflicht". 

Dass es diese Pflicht für die "Kriegstüchtigkeit" dann doch braucht gibt mir die Hoffnung, dass junge Menschen noch vernünftige Prioritäten setzen können.

De Paelzer

Bei der Feuerwehr kann man auch dienstverpflichtet werden. Voraussetzung, es gibt zu wenige freiwillige.

Die Städter haben da Glück, dort gibt es eine Berufsfeuerwehr.

Nachfragerin

"Wenn zu wenige hinwollen könnte uns jemand anderes diktieren, was wir zu tun oder zu lassen haben."
> Wer sollte das sein? Mir will da nur eine zukünftige Groko aus AfD und CDU als halbwegs realistische Möglichkeit einfallen.

"Ach ja, zur Schule muß man auch…"
> Richtig. Da lernt man was fürs eigene Leben. Bei der Bundeswehr lernt man, wie man das von anderen Menschen beendet.

Egleichhmalf

Genau das. Und das ist völlig rechtens und hat mit Diktat oder gar Diktatur rein gar nichts zu tun. 

ich1961

Was ist an der Wiedereinsetzung der Wehrpflicht - sie wurde ja nie abgeschafft - nicht demokratisch?

PeterK

Natürlich wäre die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht mit entsprechender Mehrheit im Bundestag demokratisch.

 Ich hatte jedoch gehofft in einem Land zu leben, indem sich für verpflichtenden Dienst an der Waffe/mit der Waffe keine Mehrheiten mehr finden lassen, befürchte jedoch, dass die "Kriegsertüchtigung" unserer Gesellschaft leider ihre Spuren hinterlässt. 

proehi

„Natürlich wäre die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht mit entsprechender Mehrheit im Bundestag demokratisch.…“

+

Da hab ich meine Zweifel. Keine noch so demokratisch legitimierte Mehrheit, kann mir mein Recht auf Leben und Unversehrtheit streitig machen.

werner1955

So ändern sich die Zeiten. 
Sie könen ja AFD wähen. Der sicherste Schutz gegen die Wehrpflicht ist Putin Freunde zu wählen. Die werden das bestimmt noch aus dem Wahlprogramm streichen oder wegen alternativloser Faken nicht eingführen.

Nachfragerin

Die fehlende Wahlmöglichkeit.

werner1955

fehlende Wahlmöglichkeit?
Wieso? 
Bei der EU Wahle stehn 35 Partein und 26 Länder zm Auswandern zur Verfügung. Bei der letzten BT Wahl hatten Sie 53 persönliche möglichkeiten. 

Schneeflocke ❄️

"Was ist an der Wiedereinsetzung der Wehrpflicht - sie wurde ja nie abgeschafft - nicht demokratisch?"

 

Jeder Bürger hat einen freien Willen und kann sich bei der Bundeswehr anmelden, wenn es mit seinen Ansichten kompatibel ist. Eine Pflicht daraus zu machen, wäre eine Beschneidung der Meinungsfreiheit des einzelnen Bürgers. Allerdings kann die CDU die Wehrpflicht erst dann wieder aktivieren, sollte sie die nächste Wahl gewinnen. Das hingegen wäre natürlich demokratisch.

proehi

Eine Zwangsverpflichtung bei der man Lebenszeit opfert, einem temporär die bürgerlichen Freiheiten genommen werden und man zudem Gefahr läuft, verletzt oder getötet zu werden, widerspricht - als Zwang - grundsätzlich einer demokratischen Gesellschaft, weil es so gar nichts mit der uns zugestandenen Freiheit zu tun hat.

Zum besseren Verständnis, was ist überhaupt an so einem Zwangsdienst für den Verpflichteten demokratisch?

Vaddern

Das Prinzip Demokratie fußt darauf, dass sich jedes Mitglied der Gemeinschaft einbringt und dazu muss es auch klare Regeln geben, auch Verpflichtungen genannt. Im Moment leben wir in einer immer weiter auseinanderdriftenden Gesellschaft, die aus Egoismen besteht. Es wird Zeit, dass die Mitglieder unseres Gemeinwesens wieder verstehen, woraus eine Gemeinschaft ent- und besteht und dass die Äpfel nicht vom Himmel fallen, jemand muss die Bäume erst pflanzen und pflegen, bevor geerntet wird. Daher bin ich endlich einmal so weit, die CDU zu loben. 

Karl Klammer

Die CDU sollte mal zuerst zu ihren Altlasten stehen , bevor sie was einfordert

wie sollen denn die Wehrplichtigen und das Gerät zum einsatz kommen, wenn ihr

Wunderbare Parteihaltestelle in Stuttgart nie in Betrieb gehen wird 

2 Antworten einblenden 2 Antworten ausblenden
Adeo60

Die Zeiten haben sich  geändert. 

Auch ich war davon überzeugt, dass Russland mit Deutschland und mit der EU - zum beidseitigen Nutzen - friedlich zusammenleben  und wirtschaftlich verbunden sein würde. Ein fataler Irrtum. Deutschland sollte die Wehrpflicht  wieder einsetzen, auch um ein Signal der Entschlossenheit zu setzen. 

Wolf1905

Was wollen Sie eigentlich sagen? „Parteihaltestelle“ Stuttgart? Was hat ein Bahnhofprojekt mit der Wehrpflicht zu tun? Wenn man allen „Alt“Parteien gegenüber sagen würde, „erst mal um Altlasten kümmern“, wo kommt man denn da hin? Man muss in die Zukunft schauen und diese gestalten, aber vielleicht sehen Sie das ja ganz anders?

Opensuse Linuxer

Es muss ja keine Wehrpflicht sein sondern man könnte über eine Dienstpflicht nachdenken.

Pflegedienst, THW, Feuerwehr, ...

Es gibt viele Möglichkeiten. 12 Monate tun keinem weh. 

10 Antworten einblenden 10 Antworten ausblenden
Bauer Tom

"Es muss ja keine Wehrpflicht sein sondern man könnte über eine Dienstpflicht nachdenken."

 

Meinen Sie "Arbeitsdienst"?

Hatten wir schon mal. 

Passt nicht in eine freie demokratische Gesellschaft.

Vaddern

Doch, das passt exakt in eine demokratische Gesellschaft, denn es handelt sich um Arbeit am Gemeinwesen, für alle. Da können Sie noch so viele Spaltpilze hier aussenden. Ihr Motiv ist uns aus genügend Kommentaren von Ihnen bekannt. 

Zufriedener Optimist

Ich denke ein Zivildienst im sozialen Bereich täte Vielen gut - auch den Anhängern Ihrer Partei. Das relativiert Vieles und Sie würden erkennen, das z.B. in Kliniken ohne zugewanderte Fachkräfte vom Hol- und Bringedienst bis zum Chefarzt nichts mehr ginge! 

Kaneel

Stimme Ihnen sehr zu. Grundsätzlich bin ich dafür, dass ein akzeptabel honoriertes, freiwilliges Dienstjahr, in einem selbst ausgesuchten Bereich, jedem Menschen, unabhängig des Alters ermöglicht wird.

Bauer Tom

"auch den Anhängern Ihrer Partei."

Ich habe keine Partei

De Paelzer

Zu Zeiten der Wehrpflicht, konnte man auch den Dienst beim THW oder Feuerwehr ableisten. Ersatzdienst im Pflegedienst war auch möglich. Es hat manchem geholfen, sich füe einen Beruf zu entscheiden.

Wenn Putin in Deutschland steht passt das auch nicht wirklich in eine freiheitliche demokratische Gesellschaft.

Das ist doch auch eine Überlegung wert.

 

Bauer Tom

"konnte man auch den Dienst beim THW oder Feuerwehr ableisten. Ersatzdienst im Pflegedienst war auch möglich"

 

Das nimmt viele Jobs weg.

AuroRa

Na dann fangen wir doch mal bei den 40jährigen an! 

Zufriedener Optimist

Wer fordert dies bei 40Jährigen?!? 

Kröterich

Ach so, jetzt sollen junge Leute für weniger als Mindestlohn "einen Dienst" für die Gesellschaft leisten. Reicht das nicht, wenn diese in ihrem Beruf arbeiten und Steuren zahlen? Leisten Krankenpfleger, Ärzte, Ingenieure, KFZ-Mechaniker, Landwirte und etc. keinen Beitrag für die Gesellschaft? Nur mit der Ausnahme, dass der auch entsprechen entlohnt wird! Vielleicht sollte man bei den Beziehern von Sozialleistungen nachdenken, einen Tag einzuführen, an dem diese allgemeinnützliche Tätigkeiten verrichten, als Dank an die Gesellschaft. 

PeterK

werden.

"Wir werden die Aussetzung der Wehrpflicht schrittweise zurücknehmen und die Wehrpflicht in ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr überführen", heißt es in einem Beschluss des CDU-Parteitags für das geplante neue Grundsatzprogramm.

Wenn ich Gründe brauchen würde, diese Partei nicht zu wählen, dies wäre einer.

Ich hoffe, dass das die Generation meiner Tochter genauso sieht und in künftigen Wahlentscheidungen berücksichtigt.

Im Falle einer Koalition aus CDU/CSU und einer SPD mit Verteidigungsminister Pistorius ahne ich nichts Gutes nach der nächsten BT Wahl. Immerhin reicht eine einfache Mehrheit im Bundestag, um die Aussetzung der Wehrpflicht zurück zu nehmen.

6 Antworten einblenden 6 Antworten ausblenden
rolato

Ich hoffe, dass das die Generation meiner Tochter genauso sieht und in künftigen Wahlentscheidungen berücksichtigt.

Die künftigen Generationen haben andere Vorstellungen, Ihre müssen ja nicht richtig sein., oder man hat in Zukunft keine Wahl.

Claus

Was würden Sie den der Generation Ihrer Tochter raten? Russisch lernen? Demokratie- und Landesverteidigung scheinen ja keine Option zu sein.

PeterK

Ich rate meiner Tochter, dass sie sich für ihre Zukunft ein Land zu leben sucht, in dem es gerechter zugeht, als hier. Wenn es in so einem Land, z.B. Schweden, dann eine Dienstpflicht für alle dort lebenden Menschen gibt, wäre das ok. Die Prioritäten, die hier gesetzt werden sind meines Erachtens die Falschen und sollten nicht noch durch eine "Dienstpflicht" gestärk  werden.

proehi

Vermutlich zeigen Sie da in die richtige Richtung.

Zufriedener Optimist

Wo sind Ihre Argumente gegen Wehrpflicht? - das verankert die Armee in der Gesellschaft und verhindert einen Staat im Staate. Siehe der ein oder andere Abgrund bei den KSK…

Natürlich mit Alternative Zivildienst o.ä.

werner1955

reicht eine einfache Mehrheit im Bundestag?
Das ist leider so. 2/3 hätten wir schon bei vielen anden Gesetzten in den letzen Jahren haben müssen.

Nettie

„CDU stimmt für schrittweise Rückkehr zur Wehrpflicht“

Hoffentlich hat sich deren Notwendigkeit erübrigt, bevor der letzte Schritt davon getan ist. Mangels Gegnern ‚staatlicher‘ Art, die es abzuwehren gilt.

Was nicht heißen soll, dass es dann keine sinnvollen Einsatzgebiete für gut trainierte und aufeinander eingespielte Mannschaften mehr gäbe. Natürlich ‚m/w/d’. Aber egal welcher ‚Staatsangehörigkeit‘.

2 Antworten einblenden 2 Antworten ausblenden
Zufriedener Optimist

Sie glauben Russland, China, Iran, Nordkorea werden bald Demokratien und verfolgen nicht mehr Ihre imperialistische Politik? Sie sind ein großer Optimist!

Nettie

„Sie glauben Russland, China, Iran, Nordkorea werden bald Demokratien und verfolgen nicht mehr Ihre imperialistische Politik?“

Putin, Xi, die Mullahs und Kim Jong-un sind nicht Russland, China, Iran und Nordkorea.

Schneeflocke ❄️

"Der Dienst eines verpflichtenden Gesellschaftsjahres soll dann sowohl bei der Bundeswehr als auch bei sozialen Einrichtungen abgeleistet werden können."

 

Hier soll durch die Hintertür wieder der Zivildienst eingeschlichen werden. Der Zivildienst der Vergangenheit war Missbrauch an den jungen Männern, die für Nothing in soziale Einrichtungen zwangsverpflichtet wurden, wodurch die Gesellschaft kostensparend den Betrieb am Laufen halten konnte. Wenn die Wehrpflicht wieder eingeführt werden sollte, sollten die Männer, die den Dienst an der Waffe ablehnen, ebenfalls an der Grundausbildung teilnehmen und anschließend innerhalb der Bundeswehr "tötungsfreie" Aufgaben zugewiesen bekommen. Es gibt auch dort jede Menge andere Tätigkeiten, die ebenfalls erledigt werden müssen. Von Verwaltung, über Wartungsarbeiten, Kantinendienst, Reinigung, Schneiderei usw. Mich verärgert es, dass auf diesem geplanten Wege nur wieder geknausert werden soll, Pflegekräften anständiges Gehalt zu zahlen.

5 Antworten einblenden 5 Antworten ausblenden
sebo5000

Ich war mal Zivi und fand's gut. Hab mich nicht ausgebeutet gefühlt....

Nachfragerin

Es ist schön, wenn sich die Ausbeutung bei Ihnen nicht so angefühlt hat. Sei es, weil sich ihr Taschengeld-Einkommen auf weniger als Mindestlohn vervielfacht hat oder weil die Arbeit tatsächlich erfüllend war.

Dennoch bleibt die Wehrpflicht und der damit verbundene Ersatzdienst eine hochbequeme Möglichkeit, um den Personalmangel in sozialen Bereichen so billig wie nur möglich und rein symptomatisch zu entschärfen.

Zufriedener Optimist

Oder die Möglichkeit diese Berufe kennen zu lernen und für Nachwuchs zu sorgen - die meisten Zivis haben Ihren Job gern gemacht!

Sie kennen keinen ehemaligen Zivi?

schabernack

➢ Der Zivildienst der Vergangenheit war Missbrauch an den jungen Männern, die für Nothing in soziale Einrichtungen zwangsverpflichtet wurden …

Der Ex-Zivi in mir war weder ausgebeutet noch zwangsverpflichtet. Er war beim DRK Köln, hatte sich die Stelle selbst ausgesucht, und ist mit einem Taxi for the Handicapped durch Köln und Umland gefahren.

Eine Erfahrung fürs Leben, von der ich bis heute profitiere, in einem entspannten und unverkrampften Umgang mit Handicapped People.

Das Zerrbild, alle Zivis waren geknechtete Träger von Bettpfannen im Krankenhaus herrscht bei denen vor, die gar keine Ahnung haben, wie der Zivildienst damals war. Auch Männer lassen sich ungerne rein quatschen, und irgendwas aufschwatzen von Frauen, die selbst nie eine Sekunde lang Zivi waren.

De Paelzer

Zivildienstleisende durften nur zusätzlich zum Dienst eingeteilt werden. Es war ein segen für z.B. Menschen in Heimen, dass es mal jemanden gab der Zeit für sie hatte. Außerdem dauerte er länger als der Wehrdienst. Ganz billig war er für die Einrichtungen auch nicht. Sie mussten Unterkunft stellen und Verpflegung und eine Sold gab es auch. 

Giselbert

"Wir werden die Aussetzung der Wehrpflicht schrittweise zurücknehmen und die Wehrpflicht in ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr überführen"

Ich finde es Unsinn, jegliche Arbeit, sei es als Wehrdienstleistender oder im sozialen Bereich muss anständig bezahlt werden. Gerade junge Leute wollen sich eine finanzielle Zukunft aufbauen und da ist so ein Hungerjahr recht hinderlich. Dies erweckt bei mir den Anschein, dass man so nur billige Arbeitskraft generieren möchte.

7 Antworten einblenden 7 Antworten ausblenden
Grossinquisitor

Im Beitrag steht ja nicht, dass es nur junge Leute trifft. Eine Wehrpflicht unmittelbar vor dem Rentenalter wäre sowieso die beste Lösung. Man stelle sich vor, die Chefs wüssten, dass sie nochmal dienen müssen. Das würde demütig machen ;-) 

nie wieder spd

Wenn das nicht zukünftige Kriege verhindert, verhindert es vielleicht bis zu 1000 Pflegefälle täglich. 

Zufriedener Optimist

wohl kaum - und die Idee die qualifiziertesten Fachkräfte aus Ihrem Beruf zu reißen wäre sicher gut für die Konjunktur - was ein Unsinn!

Giselbert

Und die Politiker sollte man da nicht auslassen, alleine schon der Vorbildfunktion wegen ;-)

Vector-cal.45

Die „billige Arbeitskraft“ ist sicherlich (insgeheim) ein Kriterium.


 

Claus

Schon mal etwas von Putin gehört? Ukrainekrieg? Hybrieden Krieg Putins gegen Deutschland? Atomdrohung Putins? Ach ja, alles nur am Bildschirm. Da wäre der Dienst für`s Land schon wirklich unangenehm. Nicht mehr die ganze Zeit aufs Smartphone glotzen, mal mit weniger Geld auskommen, richtig ärgerlich und hinderlich.

So günstig schien die Wehrpflicht nicht gewesen zu sein, sonst hätte man sie nicht abgeschafft. 

werner1955

in ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr überführen.

Dann aber für alle die bisher kein "Gesellschaftsjahr" geleiset haben und noch kein 70 jahre alt sind. 

PeterK

"Das Kontingentmodell sieht vor, dass die Bundeswehr selbst ihren Personalbedarf nennt."

Na klar und was nicht freiwillg "kriegstüchtig" werden will, wird im Rahmen einer "Dienstpflicht" zwangsrekrutiert.

4 Antworten einblenden 4 Antworten ausblenden
Questia

Wer plant denn sowas?

PeterK

"Das Kontingentmodell sieht vor, dass die Bundeswehr selbst ihren Personalbedarf nennt. Nach der Musterung eines Jahrgangs werde dann nur ein Kontingent in der gewünschten Größenordnung eingezogen."

Ähm, die CDU... siehe Zitat, dass dann "nur" in der gewünschten Größenordnung eingezogen wird bedutet für diejenigen die es trifft dann wohl nicht "freiwillig", sondern "gezwungen". Wenn Ihnen das Wort "gezungen" nicht gefällt ersetze ich es durch "verpflichtet".

 

Nachfragerin

Die CDU.

Vector-cal.45

Und besonders: Wo bleibt der der Grundsatz der Gleichheit? Anhand welcher Kriterien soll da entschieden werden, wer eingezogen wird und wer nicht? Lostopf?


Ich glaube kaum, dass sich das mit unserem GG vereinbaren lässt.

rainer4528

Die CDU ist gegen die Schuldenbremse! Ist aber für eine schrittweise Einführung der Wehrpflicht. Die CDU weiß sicher was dass kostet? Oder vielleicht doch nicht? Ich lasse das mal für mich persönlich sacken. 

2 Antworten einblenden 2 Antworten ausblenden
Wolf1905

Die CDU ist gegen die Schuldenbremse? Dann wäre diese mit 2/3 Mehrheit im Bundestag und -rat schon längst vom Tisch. Ob sie weiß, was die Wiedereinführung der Wehrpflicht kostet, weiß ich nicht, und Sie vermutlich auch nicht; aber wenn wir uns gegen einen Aggressor wie Russland nicht verteidigen können, wird das viel viel teurer werden für die Menschen!

werner1955

Die CDU weiß sicher was dass kostet?
Wir haben 2 Billonen € Schulden. Und die kommendne Generationen wollen dei Schuldenbremse doch weg haben. Alles wir gut.  150 DM Wehrsold wars bei mir für 15 Monate. 

odiug

Sehr gute Entscheidung, Wehrpflicht und Ersatzdienst hatten nie und niemandem geschadet.

4 Antworten einblenden 4 Antworten ausblenden
PeterK

Mag sein, dass sie das so sehen. Ich sehe es aus eigener Erfahrung anders. Die Zeit meines Lebens hätte ich sinnvoller verbringen können und mir wäre weniger Dummheit begegnet. Wenn Sie mit "nicht geschadet" meinen, es ohne physische oder psychische Schäden überstanden zu haben stimmt es auch in meinem Fall. Klar war irgendwie eine "Lebenserfahrung", auf die hätte ich aber gut verzichten können.

Zufriedener Optimist

Lassen Sie mich raten: Die waren bei der Bundeswehr? Oder NVA?

Nachfragerin

Sie nimmt jungen Menschen fast ein ganzes ein Lebensjahr.

Wenn das "gut" wäre, könnte man die Pflicht ja auf fünf Jahre ausweiten... mehr Erfahrung = mehr Nutzen.

Kröterich

"Wenn das "gut" wäre, könnte man die Pflicht ja auf fünf Jahre ausweiten... mehr Erfahrung = mehr Nutzen."

Am besten lebenslang. USA haben doch vom Modell doch bis 1865 partizipiert.