Kommentare - China verhängt Sanktionen gegen Pelosi wegen Taiwan-Besuch

05. August 2022 - 14:10 Uhr

Wegen ihrer Taiwan-Reise steht US-Politikerin Pelosi nun auf der chinesischen Sanktionsliste. Sie habe sich in innere Angelegenheiten eingemischt und die Ein-China-Politik mit Füßen getreten. Die chinesischen Militärmanöver dauern indes an.

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Kommentare

@15:51 Uhr von proehi

Und inwiefern tangiert der private Besuch Pelosis diese Ein-China-Politik? Wenn Pelosi jetzt Verträge mit der taiwanesischen Regierung geschlossen hätte, würde ich die Erregung in der VR komplett verstehen. Aber so ist das doch wirklich total albern.

Fakt: Die VR-chinesische Regierung eskaliert einseitig in einen Modus, in dem ihr der militärische Angriff auf Taiwan als die noch einzig legitime Lösung erscheint. Sie manövriert sich ohne Not selbst in diese Sackgasse, aus der sie sich nicht ohne vehementen Gesichtsverlust vor der eigenen Bevölkerung zurückziehen kann, außer durch eine militärische Aktion. Die VR China ist hierbei der Hauptakteur. Klar sind die USA auch kein Unschuldslamm. Aber an die Dimension der Provokationen, wie es sich die VR mittlerweile im Asia-Pazifik-Raum erlaubt, reichen die USA noch lange nicht heran.

Angst vor Demokratie

Die VR China hat Angst vor der Demokratie in der Republik China (Taiwan). Freiheit ist nämlich ansteckender als Corona. Aus diesem Grund auch die martialischen und vollkommen überzogenen militärischen Turnübungen. Angst vor Demokratie ist es, genau wie bei Putins Überfall auf die Ukraine.

@16:12 Uhr von Tremiro

denn sollten  die Chinesen ihre gehorteten US Dollar auf den Markt werfen, geht Amerika und der Dollar baden !

 

Unsinn, dann wären diese Dollars nicht mehr viel wert.

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...und die USA Pleite!

@16:11 Uhr von Möbius

Ich habe da mal eine Nachfrage:

Hat sich Taiwan inzwischen von ihrer eigenen Ein-China-Politik DAUERHAFT verabschiedet?

Letztere war ja der Grund warum sie ihren eigenen Sitz in der UN verloren haben!

...

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axo - auch die BRD hatte gegenüber der DDR viele Jahre den Alleinvertretungsanspruch - siehe u.a. "Hallstein-Doktrin"...

..was bis Mitte der 1970er Jahre ja die UN hinderte die BRD als Mitglied aufzunehmen

 

Ja, allerdings. Sogar Einberufungsbescheide wurden aus der BRD an junge DDR Bürger geschickt - als bloße Provokation. Die Hallstein-Doktrin brach zusammen, nachdem Frankreich diplomatische Beziehungen zur DDR aufnahm. Andernfalls hätte Bonn die Beziehungen zu Paris abbrechen müssen...

 

 

Taiwan saß sogar im Weltsicherheitsrat bis 1971 auf Chinas Platz! Deshalb konnten die USA im Koreakrieg behaupten, im Auftrag der UN zu handeln ...

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Was für ein Schwachsinn.

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@16:13 Uhr von Denkerist

Hoffentlich verhängen die Anständigen und demokratischen Bürger ihre persönlichen Sanktionen gegen alle Produkte aus und nach China.

Wir wissen seit 180 Tagen wozu Aggressor bereit sind.

Ich nehme an, Sie meinen mit Ihrem Artikel, dass sog. anständige Bürger keine chinesischen Artikel mehr kaufen sollen. Wenn wir alles Chinesische aus dem Markt nehmen - gibt es den in vielen Bereichen gar nicht mehr.

Wie mit den Artikeln des russischen Marktes wird es Alternativen geben, wenn auch nicht mehr zu den unverschämt billigen Preisen, zu denen China schon allein aufgrund seiner Masse und seiner fehlenden arbeitsmarktrechtlichen Strukturen in der Lage ist. Und dann wird sich zeigen müssen, was uns wichtiger ist: das Fressen oder die Moral. 

@ Olivia59

Wenn man wirklich am richtigen Ergebnis interessiert wäre müsste man China die Frage stellen unter welchen Voraussetzungen die längerfristige Unabhängigkeit Taiwans garantiert wäre.

 

Nein, die Freiheit Taiwans ist ohne Bedingung und ohne Voraussetzung zu garantieren. China hat keinerlei Anspruch auf die Unfreiheit Taiwans.

Ich empfinde es immer als

riesigen Spass, wenn die Kommunisten in alter Manier posaunen: aber keine Einmischung in innere Angelegenheiten. Sie die nichtgewählte KP mischt sich überall ein, aber nie, absolut nie, zum Vorteil der Länder. Überall hinterlässt China verbrannte Erde, in Afrika, Asien, überall werden Knebelveträge, Erpresser Verträge geschlossen, möglichst ohne Einsicht der Bevölkerung. Überall werden Patente geklaut, Unternehmen erpresst. Pelosi fängt an, dass diese Bande aufgeschreckt wird. Übrigens sind Chinesen in Asien weniger als unbeliebt. Für mich selber bedeutet das, ich suche beim Kauf keine China Produkte zu kaufen, geht nicht immer, aber vielleicht immer öfter.

@15:02 Uhr von Kopfschuetteln

Seit 25 Jahren hat kein ranghoher US-Politiker Taiwan besucht. Es war immer klar, dass dies ein sehr sensibler Punkt Chinas ist. Genauso klar ist es, dass Taiwan militärisch China wenig entgegenzusetzen hat.

Warum also der Besuch gerade jetzt? Um China zu provozieren oder gar unabsichtlich oder absichtlich zu zündeln und China einen Vorwand für weitere Eskalationen zu geben?

Wenn wir nicht schleunigst behutsamer mit den Spannungen in dieser Welt umgehen, dann stehen wir womöglich bald vor einem Flächenbrand. Darunter leiden oder  sterben wird für diese politischen Machtdemonstrationen und -spiele die normale Bevölkerung, die einfach nur mit ihren Familien in Frieden leben möchte.

Taiwan in seiner Unabhängigkeit unterstützen, tun wir durch Handel und Beziehungen, nicht aber dadurch, dass wir in eine Eskalationsspirale eintreten und diese befeuern, die letztlich vielleicht einen weiteren Krieg zur Folge hat.

Da kann ich auch nur zustimmen. Warum erst jetzt?

@16:09 Uhr von proehi

Übrigens, welche ständigen verbalen Drohungen, ausser das Betonen des Status quo? Welche ständigen Kriegsdrohungen? ... und das Militärmanöver hätte sich leicht verhindern lassen... und Taiwan gehört zu China, das ist mit der ein China Politik gemeint.

Die VR China droht doch schon seit Jahrzehnten dem taiwanesischen Volk, heizt unermüdlich den Konflikt an. Dabei hat Taiwan noch nie zu China gehört.

Ausländische Kontakte zu Taiwan werden aus Sicht Chinas "bestraft", war früher schon so, jetzt Pelosi.

Und ja, das militörmanöver hätte "verhindert" werden können, wenn man daran glaubt, dass der Besuch Pelosis der Auslöser gewesen sein soll. Nur dass der Auslöser tatsächlich die Dünnhäutigkeit Chinas ist und jetzt China selbst für die größte Aufmerksamkeit aller Zeiten für Taiwan gesorgt hat.

Insofern darf man da schon davon sprechen, dass sich China hat provozieren lassen; vielleicht ist "hinreißen" ja die bessere Vokabel, die den klugen Besuch Pelosis besser beschreibt.

 

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@16:09 Uhr von Owe der Nervier

Diese Sanktionen waren zu erwarten. Trotzdem richtig, dass sich Frau Pelosi nach Taiwan begab. Ein Signal der Verbundenheit und eine Warnung an China.

Die USA können stolz sein auf diese Frau, die mit ihrer Klarheit der  Gegenentwurf zu Olaf Scholz ist, denn der wäre an ihrer Stelle bestimmt nicht gefahren. Aus Angst vorm dritten Weltkrieg, oder weil der Flieger kaputt gegangen wäre, oder wegen irgend etwas anderem. 

Den wir im Grunde schon lange haben! Nur in einer etwas anderen Form als alle die davor geführt wurden!

 

Illustrieren Sie diese Ihre These und Sie werden nachträglich als Ehrenmitglied in die Neue Frankfurter Schule aufgenommen... 

@ 16:23 Uhr von Möbius

Rein völkerrechtlich gesehen haben die Chinesen sogar das Recht auf ihrer Seite.

 

Quatsch. China hat auf Taiwan so viel Anrecht wie einst Europa auf seine Kolonien.

@16:13 Uhr von -Der Golem-Nicht vergleichbar

"Deutschland sollte anfangen, den Handel mit China zurückzuführen und sich auf demokratische Handelspartner zu konzentrieren" .....

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ja, das wär wünschenswert aber ich fürchte da würde Handel und Wandel in D stark einbrechen.....

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Moral und Wirtschaft - 2 Welten prallen aufeinander.  Bisher war die Moral immer die Unterlegene. Gaaaanz langsam gewinnt die Moral aber Oberhand - siehe Ukraine.

 

Der Stopp der russischen Rohstoffe bringt die EU schon hart an die Grenze zur tiefen, langjährigen Rezession mit verdammt vielen Arbeitslosen und eine seit 1946 nicht mehr gekannte Armut und Mangelwirtschaft (im Osten seit 1989).

Bei China kann sich die EU direkt den Kopfschuss setzen - da reichen beide Knie nicht mehr. So ziemlich jedwede Halbleitertechnik wird in China gefertigt weil so ziemlich alle  "westlichen Hersteller" wegen der billigen Preise in China fertigen lassen.

re @16:13 Opa Klaus: Kurzschlüsse

Tut China das? Vor drei Tagen war alles friedlich in und um Taiwan. Eine Anexion Taiwans durch China wäre der 3.WK. China weiß das. 

 

Na, offensichtlich wissen Sie da mehr als Herr Xi. Der macht nämlich gar keinen Hehl daraus, dass er Taiwan annektieren will.

Es sei denn - natürlich - , dass sich Taiwan so ganz freiwillig ins „eine“ chinesische Reich begibt. 

Irgendwie kommt mir die Kurzschließerei sehr bekannt vor...

 

@16:23 Uhr von Olivia59

"Werte Olivia, Ihr Misstrauen ist hier mal wieder völlig unbegründet.

Wenn der Besuch keine Dynamik in Gang gesetzt hätte, hätten alle Seiten zufrieden sein können. Weil es schlichte Normalität bedeutet hätte."

 

Sie kennen diese Dynamiken doch selbst viel zu gut. Wenn China garnicht reagieren würde kündigt sich als nächstens Biden persönlich in Taiwan an. Es ist ein Austesten und an der Eskalationsschraube drehen. Wie in anderen Beiträgen angemerkt hatte die USA eine solch weitreichende Reaktion Chinas bereits einkalkuliert.

Und was wäre nun so schlimm an einem Besuch Bidens in Taiwan? Mal abgesehen davon, dass China tatsächlich früher oder später die Souveränität des Staates Taiwan anerkennen müsste, da es das Land sowieso nur mit Gewalt zurückzwingen könnte? 

@15:06 Uhr von weingasi1

>>“Sollten Sie damit DEU gemeint haben, so frage ich mich, ob DEU nicht schon an den Sanktionen gegen RUS genug zu knabbern hat. Eine SPD Ministerin fordert ausdrücklich, die Sanktionen zu überdenken, da sie DEU“<<

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Also ich spreche den SPD-Ministerinnen in Summe so ziemlich jede Kompetenz zu diesem Thema ab. Die bekommen doch Ihre eigenen Ressorts nicht auf die Kette. Insofern ist das ein schwaches Argument Ihrerseits, aber auch ein anderes Thema. Ich denke man darf da nicht beide Fälle in einen Topf werfen und muss aufpassen das sich China nicht mit Putin verbündet. Die Sanktionen Russland gegenüber sollten aufrecht erhalten und verstärkt werden und die Situation mit China ist in der Tat sehr schwierig. Nicht verprellen, aber auch nicht deren Handlungsweise bezüglich Taiwan gutheißen. Ein sehr schwieriges diplomatisches Unterfangen. Mit vor den Kopf stoßen erreicht man nichts, im Gegenteil. Hustet China, haben wir eine Lungenentzündung (wirtschaftlich gesehen).

 

 

re @16:23 Olivia59: Besuchsverbote

Sie kennen diese Dynamiken doch selbst viel zu gut. Wenn China garnicht reagieren würde kündigt sich als nächstens Biden persönlich in Taiwan an.

 

Und den dürfte Taiwan nicht empfangen? Wegen der Deeskalationsschraube?

 

Da stimmt doch wohl was nicht...

@16:03 Uhr von RoyalTramp

Angenommen die US-Administration wäre eingeknickt und Pelosi nicht nach TW gegangen. Die Folge wäre, dass sich in Zukunft angesichts dieses Erfolges die VR dazu ermuntert gesehen hätte, es jeglichem US-Diplomaten zu untersagen, TW jemals zu besuchen. .............

Dazu fehlt China jede Handhabe um bestimmen zu können wer Taiwan besuchen darf und wer nicht!

@16:23 Uhr von Möbius

Außerdem habe ich auch den Verdacht dass das Interesse an der Taiwanesischen Demokratie zT dem Fakt geschuldet ist, dass dort 2/3 aller Mikrochips produziert werden.

Ersetze "Interesse an der taiwanesischen Demokratie" durch " Interesse an der Einverleibung Taiwans", dann stimmt es sogar noch ein bißchen mehr, denn die Chinesen würden ja schon ganz gerne das absolute Monopol auf produzierte Mikrochips beanspruchen wollen.

Noch eine dumme Abhängigkeit.

 

re @16:19 Nachfragerin: Hoffnung

 @15:44 Uhr von teachers voice:

"So zeigt China, dass es an der Normalität gegenüber Taiwan nicht nur kein Interesse hat, sondern eine weitere Isolierung und damit Unterwerfung fordert.
Anders: An weiterer Eskalation und damit Annexion ein unmittelbares Interesse zeigt. Und dagegen aufzustehen bedeutet ,deeskalieren'."

Dann hoffen wir mal, dass hier kein weiterer Krieg herbeideeskaliert wird...

 

An dem natürlich wieder der „Deeskalierende“ schuld wäre. Und so weiter und so weiter...

Es hilft nichts, man kann einen Konflikt nicht lösen, den man gar nicht erst sehen will. 

 

@16:29 Uhr von Olivia59

 

 

 

Dieser Begriff scheint eine beliebte Allzweckwaffe zu sein doch ist meine politische Kritik jederzeit fundiert und ich führe bei konkreten Rückfragen auch gern weiter aus.

Die schwindende wirtschaftliche Vormachtstellung der USA im Verhältnis zu China bedarf aber glaube ich keiner weiteren Erklärung.

Im Übrigen hält der amerikanische Teil meiner Familie, der halbjährlich in Europa wie dort lebt, die USA in ihren Strukturen und Politikstil ebenso für vergleichsweise Zitat "barbarisch".

Die drei Großmächte haben in ihrem Verhalten noch Luft nach oben. Ich zähle Russland noch als Großmacht. Die arbeiten aber dran.

Das Fundament ihrer Kritik lass ich jetzt mal offen.

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@16:33 Uhr von junge Welt

>>“Warum macht China (VR) nur jetzt militärisch so viel Wind im chinesischen Meer? Jeder weiß, dass sie zu mehr als Theaterdonner gar nicht in der Lage sind.“<<
.

Wenn Sie sich da nicht mal irren? China stellt als Militärmacht, zumindest momentan, so ziemlich alles in den Schatten was da kreucht und fleucht inclusive unserer NATO.

 

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