Kommentare - Triell der Kanzlerkandidaten: Laschet sucht Streit

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Wahlkampf Triell !

Nun Herr Laschet suchte bewusst Streit. Nur waren weder er noch Herr Scholz wirklich ehrlich. Laschet hat anscheinend nicht mitbekommen, dass die Untersuchung gegen die FIU läuft, und nicht gegen Scholz oder das Finanzministerium. Auch ist es schon seltsam, dass schon einen Monat zuvor, der Durchsuchungsbefehl da war, aber erst jetzt kurz vor der Wahl wenige Beamte auftauchten. Man könnte denken, dass dies bewusst so geschehen ist.
Leider hat Herr Laschet auch in anderen Punkten nicht wirklich ehrlich geantwortet, war anscheinend nicht informiert, oder wollte die Wähler täuschen.
Ich fand Frau Bearbock noch am ehrlichsten von denen drei, die klar zu einem Aufbruch steht, und nicht für ein "Weiter So" !
Insgesamt gesehen, wäre es aber sinnvoller gewesen, mehr über Inhalte und klare Konzepte zu reden, als sich gegenseitig Vorwürfe zu machen, irgend welche Lügen zu erzählen, und nur so tun, als wisse Mann alles besser !

Unglaublich

Ich finde es einigermaßen unglaublich, wie Laschet nun versucht sich als moralische Instanz aufzubauen. Scholz hat schon recht, wenn er darauf hinweist, dass Laschet da in weiten Teilen einfach unehrlich ist. Inhaltlich kam vom Würfel-Armin doch recht wenig; erschreckend fand ich dabei, wie er zu der Frage nach den Konsequenzen zur Corona-Krise erstmal überhaupt keine Antwort fand, um dann seine Maske aus der Tasche zu holen und über die Unabhängigkeit von medizinischen Gütern schwadroniert. Sein Vorwurf des Weiter-So und Alles-In-Ordnung an Scholz ist da einfach nur heuchlerisch.

Laschet kann nur nach vone fliehen

Laschets einzige Chance war die Flucht nach vorne, um aus dem Umfragenkeller zu entkommen. Er hat sich redlich bemüht, mit mehr Angriff und Engagement auf die Debatte einzuwirken.

Überzeugende Sachpolitik kam dabei nicht zum Vorschein, aber ob die in einem solchen Format überhaupt genug Diskussionsplatz hätte, ist die offene Frage. Laschet hat sich gut geschlagen, aber mitgerissen hat er nicht.

Wahlkampf !

Wenn Herr Laschet davon spricht, die Firmen machen zu lassen, dann ist dies nicht gerade der beste Weg, denn gerade die Großen von den wichtigsten Branchen müssen klare und verbindliche Vorgaben kriegen, damit die Ziele auch erreicht werden können.
Es muss etliches wesentlich schneller vonstatten gehen, ob beim Bau von Wohnungen, Windrädern, Solaranlagen, Schienen- und Straßennetz, wie auch dem Mobilfunknetz. Es müssen Stromleitungen gebaut werden, auch wenn dies nicht allen gefällt.
Mir gefällt Nord Stream 2 auch nicht, nur es wurde und wird einfach durch gezogen, weil die Politik dies so wollte. Gleiche gilt nun alles für den Klimaschutz, da müssen jetzt alle Kräfte gebündelt werden, und nicht allen Fehlentwicklungen der vielen letzten Jahren weiter freien Lauf lassen. Es geht nicht darum, dass wir "Weltmeister" in neuen Technologien werden, sondern dass alles alles unternehmen, gemeinsam für den Schutz der Natur und der Umwelt zu tun.

Pfeifen im Walde

Die Panik bei CDU/CSU kann man fast durch den Bildschirm riechen. Sie haben schlicht und ergreifend keinen adäquaten Ersatz für ihre Langzeitkanzlerin gefunden. Und mit der Perspektive Merz und einigen ach so glänzenden bayerischen Amigo-Nachfahren wird sich daran auch nichts ändern. Oder darf dann etwa der gute Andy nicht mehr?
Der Kampf um möglichst steuerfreie Privilegien geht hoffentlich auch nicht auf. Mal sehen.

Es geht um Zukunft, nicht um Vergangenheitsbewältigung

„Als er [Scholz] sich mit Laschet in die Haare kommt, wer denn nun wann was blockiert habe in der Großen Koalition ist wieder so ein Baerbock-Moment. Die beiden mögen doch bitte ihre Vergangenheitsbewältigung und Schuldzuweisungen lassen. Hier gehe es schließlich um die Zukunft. Wie teuer der Klimaschutz für die Bürgerinnen und Bürger wird - Stichwort: Benzin- und Strompreis - wird übrigens nicht geklärt, trotz mehrmaliger Nachfragen der Moderatoren“

Wie auch? Die Zukunft und was in ihr passiert ist schließlich nicht „kalkulierbar“. Sicher ist nur: Sie kommt, und wenn nicht jetzt die Weichen richtig gestellt werden und alle und jeder unabhängig von der „finanziellen Ausstattung“ die reelle Chance bekommen, sie ohne bürokratische Hemmnisse mitzugestalten, wird sie nicht nur „teuer“, sondern für viele unbezahlbar. Letztlich alles eine Frage der persönlichen „Wert“-Maßstäbe.

Die Umfragen werden sich aufeinander zubewegen

Die letzten zwei Wochen werden die Zuspitzung der Auseinandersetzung noch fördern. Das ist auch richtig und wichtig, solange es trotzdem sachbezogen bleibt.

Ich schätze, die Umfragenwerte von SPD und Union werden sich aufeinander zubewegen. Die SPD behält aber die Chance zum ersten Mal seit Jahrzehnten die stärkste Partei zu werden und den Kanzler zu stellen.

Es ist das Verdienst von Olaf Scholz, dass er die Kanzlerwahl aus dem Zustand des Dauer-Abos der Union heraus holt und zu einer Wahl mit offenem Ausgang macht.

Gestern in geselliger Runde

Gestern in geselliger Runde Unterhalten bezüglich Wahlen dieses Jahr, da kam der Ausspruch "Das ist dieses Jahr wie Schrottwichteln" Zwar echt Krass aber irgendwie Wahr!

Laschet hat längst

Laschet hat längst aufgegeben, deshalb schimpfte er wie ein Rohrspatz. Und am Ende redete er vom Vertrauen, das er braucht, wohlweislich dass er genau das bei der überwiegenden Mehrheit nicht hat.
Scholz war für seine Verhältnisse außergewöhnlich defensiv emotional, wohlweislich dass seine Kurve sinkt aufgrund der vielen Ungereimtheiten.
Baerbock hat die beiden gockeln lassen, wohlweislich dass sie mit den Grünen die richtigen Prioritäten und Zukunftskonzepte hat. Zentral war ihr Satz: Die nächste Bundesregierung ist die letzte, die aktiv den nenschengemachten Klimawandel bekämpfen kann.
Noch sind 14 Tage Zeit, aus dem Triell die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Wahlkampf !

Es gibt sicher Firmen und Bereiche, die erkannt haben, wie es besser geht, oder forschen daran. Nur zu oft werden genau die durch zu viel Bürokratie ausgebremst, was endlich behoben werden muss.
Was den Wohnungsmarkt angeht, bin ich für die Enteignung der großen Konzerne, wo Wohnungen nur noch Spekulationsobjekte sind, und nur noch auf Rendite getrimmt werden. Jeder Mensch hat das Recht auf eine Bleibe, die noch bezahlbar ist, aber die Politik hat es zugelassen, dass sich jeder bedienen kann, wie er/sie gerade wollen. Im Grunde sind solche Konzerne genauso rücksichtslos und skrupellos wie Versicherungen, die alles unternehmen, extrem hohe Gewinne einzufahren, auf Kosten der Kunden !
Da nützt das ganze Bauen von vielen neuen Wohnungen nichts, wenn sie nicht bezahlbar sind, und viel zu viele Sozialwohnungen fehlen. Da lügen Herr Laschet und Scholz den Bürgern nur was vor, weil sie gewählt werden wollen. auch sollten die Reichen sich viel mehr am Staat beteiligen, und nicht weg ducken !!!

Die „Erwartungen“ wurden erfüllt

Laschet im Angriffsmodus, ergreift jetzt jeden Strohhalm - sei er noch so zerbrechlich - um das aufkommende Desaster abzumildern.
Scholz war klar, dass der Abend so laufen würde - war ja auf dem CSU Parteitag schon sehr hochgespielt wurden, dieser Sonntagabend.
Baerbock konnte irgendwie - wenn auch eher Scholz zugeneigt - sich fast zurücklehnen: für sie geht es um die Vizekanzlerschaft, die sie nicht mehr verlieren wird.

Inhaltlich? Ich habe nichts neues gehört. Die Siegerin bei Beliebtheit klar Baerbock, in der Kompetenz Scholz - war auch erwartbar.
Die große Frage bleibt: wer hat das Sagen in der SPD, wenn Scholz die Wahl gewinnen sollte - kommen dann Esken, Walter-Bojans, Künert …
Und: es wird eine Partei mit ihrer programmatischen Ausrichtung gewählt wird, nicht der Kanzler bzw. Kanzlerin. In zwei Wochen weiß der Bürger Bescheid.

Scholz verkörpert den 'dosierten Wechsel'

Viele Wähler sehnen sich nach 16 Jahren Kanzlerschaft der CDU/CSU nun einen Wechsel an der Spitze herbei.
Aber der soll 'dosiert' sein. Kein revolutionärer Umbruch mit riskantem Ausgang.

Genau das ist es was Scholz verkörpert: Erfahrung als Hamburger Regierungschef und als Bundesfinanzminister , mit Kompetenz im Amt und Verlässlichkeit als Person.

Das ist die Erklärung, wie es die SPD in Umfragen aus dem Keller von 15 % auf jetzt etwa 25 % geschafft hat.

Naja....

Der Fairplay Pokal geht eindeutig an....
Annalena Baerbock. Hat darauf hingewiesen das die Uhr von Olaf Scholz in der Pause weiter lief... selbstlos, staats*lich....

Ansonsten, wie zu erwarten, Armin als Kindergarten Bully provozierend, immer darauf hoffend das Ihn seine historisch grosse träge Parteilinie raushaut. Olaf, solide, trotz der Skandale die unter seinem Amt auftauchten, schwebt er auf dem Teppich unter er es immer wieder schafft alles zu verstecken.
Annalena, eigentlich die klare Gewinnerin, aber wir hatten schon die letzten 16 Jahre eine Kanzlerin, das reichte dem Land, da kann eine neue Frau noch so gut sein...das Land ist eben nicht mehr bereit.

Klimawandel, angeblich der Hauptpunkt der Wähler....naja, Wirtschaft ist halt wichtiger, da ist egal welche Gesetze man erlassen hat, oder welche Verträge unterschrieben hat.
Keine Angst, Greta wird uns wieder erinnern das die nächste Generation erwartet, das man sich an Versprechen und Vertrage hält, ...wie naiv.

Kompetenz?

Ich habe bei Herrn Laschet keine Kompetenz feststellen können, eher hilflose Angriffe auf den wesentlich besser vorbereiteten Scholz! Auch war Baerbock sehr gut vorbereitet und kompetent, sie ist eine gute Kandidatin, die Angriffe von allen Seiten auf sie sind unverständlich und grundlos!

Till Eulenspiegel?

Wenn ich ihn, den Armin, so in die Tiefe hinein beobachte, siehe ich ihn als den Till Eulenspiegel aus Hagen, mit einer Flöte in den Händen und die Mäuse laufen hinter ihm, her.

Laschet streitet ohne eigene Konzepte

Laschets Konzepte zur Bekämpfug der Steuerhinterziehung: 2018 stoppt den Ankauf der erfolgreichen "Steuer-CDs" ... ansonsten kein Konzept.

Jetzt schickt eine CDU-Staatsanwältin wegen eines bekannten Vorgangs von 2018 die Polizei ins Finanzministerium. Wegen eines Vorgangs in der 2017 von Schäuble/Spahn 2016 erfundenen fehlkonstruierte Behörde FIU ... aber vorher wurden monatelang keine Anfrage nach Akten oder Informationen gestellt.
Ein CDU-Justiz-Skandal!

Scholz hat das Personal der Behörde verdreifacht.
Typische CDU-Wahlkampfente, ... um von den fehlenden eigenen Ideen abzulenken ...

Triell - Und es ging noch peinlicher

Offenbar weiß ein möchete Kanzlerkanidat nicht,
dass sich die Finanzminister ihre Steuergesetze
nicht selbst machen können.

Zudem wenn es Haftungsgebundene Bundesministerien gäbe,
dann müsste der Stuhl schon längst im Verkehrsmisterium geräumt sein :-)

Ebenso alle in einen Topf werdende AFD & Linke

Farbige Socken haben übrigens einen Vorteil,
man sieht wenn sie dreckig sind

Re : Esel_85 !

Als die Pandemie begann, waren ja keine Masken da, also musste man teuer in China einkaufen. Dann wurde von der Politik angeregt und auch die Wirtschaft dazu aufgefordert, hier in D Kapazitäten und Produktionsstätten zu schaffen.
Nur hat die CDU dies nicht weiter verfolgt, sondern wieder einschlafen lassen, so dass diese Firmen nun keine Aufträge mehr erhalten, weil die Kliniken wieder in China billigen Mist kaufen. Da wurde eine riesige Chance vertan, die heimische Produktion zu erhalten, die um ein Vielfaches kürzere Wege hätte, Arbeitsplätze bedeuten, und sehr gute, geprüfte Qualität. Da hätte die Regierung klare Regeln für alle Kliniken und Heime erlassen müssen, damit nicht nur auf die Kosten geschaut wird, wie es bei den gierigen Konzernen üblich ist, die leider auch im Gesundheitsbereich existiert. Nur Gewinne zählen, auf Kosten von Menschen und Umweltschutz !

Auswahl von Personen

Das ist ein großes Kino.
Es werden hierbei Personen ausgewählt und nicht Parteien oder Parteiprogramme. Armes Deutschland.

Laschet hat nicht nur gegen

Laschet hat nicht nur gegen seine beiden Mitkonkurrenten, sondern auch gegen eine Stigmatisierung anzukämpfen. Gestern hat er sich durchaus kämpferisch und kompetent präsentiert, aber es fällt ihm schwer gegen den Trend und auch gegen den Frust im eigenen Lager anzukämpfen. Der Versuch, Scholz mit den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zu attackieren, wirkte von Beginn an aufgesetzt und wenig erfolgversprechende. Die noch immer unbeantwortete Frage nach einer möglichen Koalition mit der LINKE könnte ein letzter Rettungsanker sein. Es war schon bemerkenswert, dass Saskia Esken ihre Teilnahme bei Anne Will abgesagt hatte.

Trielle sind ungerecht

in unserer Mehrparteiengesellschaft. Denn so erhalten die größeren Parteien und ihre Spitzenkandidaten die Chance sicher länger der Bevölkerung zu präsentieren.
Die kleineren Parteien werden benachteiligt. Auch die Fragetechnik gefällt mir nicht. Wenn jedem Teilnehmer die genau gleiche Frage gestellt wird und dann jeder zur gleichen Frage seine Antwort geben muss, enstünde ein besseres Vergleichsbild für den Wähler.

Man riecht schon die Niederlage

So wie es sich entwickelt, wird CDU/CSU aus diesen Wahlen als der Verlierer rausgehen und werden nun in der Opposition landen. Ohne Merkel ist diese Partei verloren.

unglaublich

wie Leicht es Armin Laschet einem macht ihn nicht wählen zu wollen.
Erst sein Dreckwerferei gegen Baerbock, nur um dann zugeben zu müssen, dass er mehr oder weniger das was er ihr vorwirft selbst getan zu haben.
Dann kommt seine lustige RWE-Hambacher Forst-Amigoaffäre raus und bekommt sogar das "Gütesiegel" illegal vom Bundesverwaltungsgericht.

Jetzt lässt er noch den über-aggressiven Unsympathen raushängen...

Und Herr Scholz glänzt schon fas alleine dadurch, dass er nicht Laschet ist

Warum Frau Baerbock, immerhin die einzige der 3 die aktuell keine Querelen mit der Justiz hat, dies nicht besser für sich zu nutzen weis, ist mir ein völliges Rätsel.

Re : sonnenbogen !

Es war die Uhr von Laschet, die einfach weiter lief !
Ansonsten ein Gezanke, das nicht wirklich ehrlich, sondern provozierend aufgebauscht war, ohne wirkliche Substanz !
Leider vergessen vor allem die CDU/CSU, dass jeder Wachstum Folgen auf das Klima hat, das erst einmal wichtiger sein sollte, wie irgend welche Versäumnisse. Ja man sollte aus denen lernen, und es deutlich besser und effektiver gestalten, es muss innovativer und kreativer werden, und dafür muss die neue Regierung die richtigen Weichen stellen.
Mit all den Angriffen Hat Laschet sich selbst mehr geschadet, als gepunktet, und das Programm der CDU/CSU gehört in die Tonne, denn da bleibt alles beim Alten.
Aber auch Scholz sollte sich genauer informieren, welche Auswirkungen seine so gepriesene globale Steuer tatsächlich hat, und was sie wirklich einbringt ! Das kann nur funktionieren, wenn alle an einem Strang ziehen, und alle den gleichen Vorteil darin sehen und wollen, für alle !

Bisherige Eindrücke wurden bestätigt

Laschet wurde sicher gebrieft aggressiver zu sein, er wurde bissiger, was ihn noch weniger überzeugend macht.
Scholz war zumeist sachlich und aufgeräumt, nicht immer konkret, also wohl das, was man heute unter souverän versteht.
Baerbock hat sicher die konkretesten Aussagen gebracht und hat sich Anerkennung verdient und doch konnte sie mich nicht überzeugen, ihr die Geschicke dieses Landes in die Hand zu geben.
Rein programmatisch wäre eine rot/grün/rote Koalition für mich die überzeugendste. Bei der ersten Regierungsbeteiligung der Grünen hat die CDU auch vom Weltuntergang gefaselt, auch die Linke wird sich vernünftigen Kompromissen nicht verschließen.
Eine Ampel würde der ewig gestrigen FDP zur Fortschrittsbremse verhelfen, die zum kurzfristigen Wohl ihrer Kapitalklientel schlimmere Folgen hätte als sie die Links-Partei je produzieren könnte.
Laschet hat weder das Format, noch die Konzepte zum Bundeskanzler und mit der Lindner FDP an der Seite würde es noch sehr viel schlimmer.

Schon erstaunlich

Umfragewerte und Meinungen hin und her:

Laschet bleibt das Thema Nr. 1.

Schon erstaunlich.

Erkenntnisgewinn?

Ich frage mich, ob unentschlossene Wählende bei so einem Triell einen Erkenntnisgewinn haben. Es lief im Rahmen des Erwartbaren. Die persönliche Performance der Kandidierenden war, finde ich, besser als erwartet. Scholz nicht so langweilig wie sonst, Baerbock kompetenter als ihr Image und Laschet weniger "lasch". Aber ist das jeweils ein Grund, sie zu wählen.

Am Ende geht es darum, ob man eher der These zuneigt, wenn es den Wohlhabenden gut geht, fällt auch was für die anderen ab oder ob man glaubt, es wäre Zeit aktiv etwas gegen die oft zitierte "Schere zwischen arm und reich" zu tun. Oder wie schnell man beim Klimaschutz sein will. Und dann ist man entweder für Union/FDP oder für Rot/Grün. Interessant wird es lediglich, dass Koalitionszwänge dieses starre Klischee aufweichen könnten - "Ampel" oder "Jamaika".

RRG halte ich für unwahrscheinlich, "Deutschland" für das Ende des SPD-Aufschwungs und wenn die Linke unter 5% bleibt droht eine neue GroKo.

"Armin der Cherusker?"

Nein, von dem ist "Armin der Kleine" meilenweit entfernt! Alle beide, Olaf & Armin spiegeln den Zeitzustand in der BRD, sie sind zu klein, politisch teilgebildet, Auslandserfahrung unzureichend, globale Bildung und Lebenserfahrung gerade noch ausreichend. Sie, beide sind nicht in der Lgae den Istziustand der BRD mit dem Sollzuistand der BRD für die Zukunft unserer Kinder, Enkel und so weiter...
zu definieren und festzulegen! Stattdessen streiten sie sich, ob Loriot angefangen hat mit "Dudeldadeldie" oder "Dideldadeldu"! Ich denke immer an meinen lieben Adenauer, Heuss, Brandt, Schmidt, Genscher usw. Ich bin ein alter Mann und weine bereits öfter über diese Tragödie, die sich in meinem Deutschland ausbreitet!

08:31 von Werdaswissenwill

"Das ist dieses Jahr wie Schrottwichteln"

Über diesen Spruch habe ich mich gestern auch köstlich amüsiert. Trifft den Nagel auf den Kopf. Das Traurige ist bloß, dass sich der Wahlsieger am Ende trotzdem als legitimer Kanzler des deutschen Volkes fühlen wird, obwohl er in diesem kaum Rückhalt hat.

Dieser Wahlkampf ist kein Triell, sondern vielmehr...

eine Tristesse. Farbloser als Laschet kann ein Kandidat kaum sein und niemand verkörpert ein "weiter so" so wie er. Baerbock kommt persönlich am sympathischsten von den Kandidaten rüber, aber ob Bundeskanzlerin der perfekte Job für Quereinsteiger ohne jedwede Regierungs-/Amtserfahrung? Und Scholz? Sorry, aber der geht gar nicht. Er steht eigentlich für alles, was die Bürger an Politikern stört (Pattex-Mentalität [G20, Cum-Ex, Wirecard, Warburg-Bank], Abgehobenheit ("nein, meine Frau und ich mit einem Monatseinkommen von über 30.000€ sind nicht reich..."), "Erinnerungslücken" größer als früher das Ozonloch. Und jetzt liegt er in Umfragen vorn, weil er einfach _nichts_ gemacht hat, während die anderen Fehler machten.

Interessante Ausrichtung der ARD

Laschet sucht Streit, eine Aussage, die einer seriösen Berichterstattung unwürdig ist. Laschet hat Kernprobleme auf den Punkt gebracht, weniger erfreuliche Realitäten angesprochen, nämlich, dass Scholz einige male versagt hat. Die ARD könnte gleich titeln: wählt Scholz.

@08:39 von sonnenbogen

"Annalena, eigentlich die klare Gewinnerin, aber wir hatten schon die letzten 16 Jahre eine Kanzlerin, das reichte dem Land, da kann eine neue Frau noch so gut sein...das Land ist eben nicht mehr bereit."

Das halte ich für groben Unsinn, dem sie mit ihrer persönlichen Einstellung ja auch nicht entsprechen wenn ich ihren Text richtig interpretiere.
Bei dieser Kandidaten-Auswahl sehnen sich meiner Meinung nach bereits viele Frau Merkel zurück obwohl ich persönlich einfach keine Stimme für die CDU abgeben kann.

Befragung der Zuschauer kein Spiegelbild der Meinung

Die Meinung der Fernsehzuschauer ist natürlich kein Spiegelbild der gesamt Deutsche Meinung. Es fehlt die grosse Mehrheit die kein Politik mehr sehen möchte, die keine Meinung mehr abgeben möchte, die niemals auf einer Enquete antworten. Aber eins ist deutlich, es sieht so aus als hätte die CDU/CSU sich verkalkuliert, sie hat ihren Einfluss als ehemalige Volkspartei überschätzt. Sie scheint das Ruder nicht mehr umwerfen zu können. Und sogar wenn sie den Kanzler stellen würde, benötigt sie die FDP und die Grünen. Nach fast 2 Generationen Stillstand in der Technologie-Entwicklung, in der Bildungspolitik und Schulbau, im Wohnungsbau und Umweltpolitik kann Deutschland endlich das Ruder umwerfen. Die Wähler sollte übrigens bei der Abgabe des Stimmzettels bewusst sein, die SPD hat hieran fleissig mitgewirkt.

Wahlkampf !

Leider haben die beiden großen Parteien viele unehrliche und unlautere Gesellen und Gesellinnen in ihren Reihen, die nicht wirklich für das Volk arbeiten, sondern für sich selbst, oder den vielen unlauteren Lobbyisten, die nur die Interessen der großen Konzerne gerecht werden wollen. Heraus kommt ein Gemauschel bei etlichen Gesetzen und Regelungen, die immer nur bestimmte dienen, und nicht allen.
Gestern hat sich auch wieder gezeigt, dass die Herren dieser Runde nicht ehrlich waren, mit Unwahrheiten versuchten zu punkten, statt mit verlässlichen Argumenten, die klar machen, was passieren muss, und wofür die Politik sich einsetzen will. Noch am ehrlichsten sah ich Frau Baerbock, die klar für einen Aufbruch steht, und dies auch klar fordert, ohne Umschweife !

Was könnte man erreichen...

...wenn Politik von Menschen gemacht würde, die sich vor allem auf die Umsetzung eigener Ideen konzentrieren statt immer nur den Gegner zu attackieren...

Aber wenn ich den Artikel lese, habe ich auch dieses mal nicht den Eindruck, dass sich etwas ändern wird.

Same procedure as every year, James.

@Traumfahrer, 08:44

Re : Esel_85 !
"Als die Pandemie begann, waren ja keine Masken da, also musste man teuer in China einkaufen."

Ist richtig, darum ging es mir aber nicht, sondern darum, dass Würfel-Armin auf die Frage nach Konsequenzen aus der Corona-Krise erstmal gar nicht zu antworten wusste und die Idee der Masken nur kam, weil er seine Maske in der Tasche ertastet hat...das ist sehr unüberzeugend und zeigt, dass nicht wirklich ein Bewusstsein für Fehler in der Pandemie vorhanden ist. Daher mein Vorwurf der Heuchelei.

Re : Träumerhabenverloren !

Laschet hat den Konflikt gesucht, nur haben beide nicht wirklich die Wahrheit gepachtet.
Dazu meine ich, dass beide nicht wirklich immer erfolgreich waren, und Fehler machten, sich nicht wirklich den Problemen so annahmen, wie es notwendig gewesen wäre.
Was aber jetzt zählt sind klare Ansagen und Vorgaben, die die neue Regierung machen muss, um den Anforderungen der nächsten Jahre gerecht werden, damit alle wissen, was geschehen muss, und dies ohne Umschweife und irgend welchen Lügen.
Das hat aber nichts damit zu tun, wen die ARD bevorzugt, sondern der Wähler entscheidet, anhand von den Wahlprogrammen der Parteien, den Kandidaten, was sie von sich geben, und was zwischen den Zeilen steht.

Ich hatte das Gefühl, dass

Ich hatte das Gefühl, dass Laschet z.T. nicht versteht was Baerbock sagt und dass er - ohne wirklich viel eigene Inhalte zu bringen - versucht Scholz schlecht zu machen.

Wie wäre es mit erinnern?

Es wäre doch sooo einfach für die cdu zu punkten. Warum machen sie es nicht?
Einfach mal den dummen otto normalwähler an "die großen erfolge" der letzten spd/grünen regierung zu erinnern!?
Wie z.b. den atom ausstiegsplan, der vorsah das, das erste atomkraftwerk im jahr 2044 und das letzte irgendwann 3000nochwas abgeschaltet werden sollte!
Oder die zerstörung der rente! Das einführen von hartz4! Die legalisierung des menschenhandels!

Warum....warum erinnert ihr die dummen wähler nicht einfach mal daran? Was ist der grund dies nicht zu tun?

Streit gesucht, nicht gegen Baerbock

aber dafür schön gegen den Prellbock gelaufen,
mit Blick in den Rückspiegel.
Wenn das die letzte Chance war, dann war es das wohl.

Armin "von Münchhausen" Laschet

überzeugte wieder einmal als Getriebener, der versucht durch Halbwahrheiten über den politischen Gegner von der eigenen Inkompetenz und Ideenlosigkeit abzulenken.
Olaf Scholz rechne ich hoch an, das er die Bereicherung von Unionspolitikern, in die auch der Sohn des Unionskandidaten verwickelt war, nicht aufs Tableau gebracht hat. Er überzeugte durch sachlich Fundierte Aussagen. Frau Baerbock hatte sich an dem Kohleausstieg 2030 festgebissen, obwohl sie weiß, das es aufgrund z. Zt. fehelender Speicher- und Transportmöglichkeiten für grünen Strom illusorisch ist. Das die Erzeugung von Strom durch wetterunabhängige Biogasanlagen mit der Verseuchung des Grundwassers einhergeht, übergeht sie wohlweislich.
Dieses Eisen haben die beiden anderen auch nicht angefasst.

um 08:49 von Orfee

"So wie es sich entwickelt, wird CDU/CSU aus diesen Wahlen als der Verlierer rausgehen und werden nun in der Opposition landen"

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Und genau da bin ich mir nicht so sicher.
Wenn die Umfragewerte auch nur annähernd ihre Richtigkeit hätten, wäre Rot-Schwarz gar nicht so abwegig - natürlich ein Albtraum (für mich), aber eben gar nicht so abwegig.
Dieses würde sogar noch wahrscheinlicher, wenn es beispielsweise die Linke nicht mehr in den Bundestag schaffen würde.
Scholz Kanzler, Laschet Aussenminister...auweia

08:46 von Orfee

«Es werden hierbei Personen ausgewählt und nicht Parteien oder Parteiprogramme. Armes Deutschland.»

Eine Person wird Kanzler oder Kanzlerin. Und nicht eine Partei.
Es ist auch eine Frage von Repräsentanz und Vertrauen.

Positiv-negativ

Ich habe die Dreier-Diskussion nicht vollständig verfolgt.

Mir hetzten die Moderatoren auch zu sehr durch die Themen. Wie immer fehlte ein sachkundiger Faktencheck (warum eigentlich?).

Negativ aufgefallen ist mir, wie Scholz ob der gegen ihn erhobenen Vorwürfe ausweichend antwortete.

Besonders negativ ist mir aufgefallen, dass Laschet sich nicht klarer von Maaßen distanzierte, der durch unterschiedliche Äußerungen, von vorsätzlichen Falschaussagen wie etwa bei Lanz (Flüchtlingsbegriff) bis hin zu an den rechten Narrensaum anknüpfenden Chiffren ("Familien"), längst christdemokratischen oder konservativen Boden verlassen hat. (Und unfassbar, dass Spahn dann bei "Anne-Will" Maaßens Entgleisung noch verharmloste).

Positiv aufgefallen ist mir, dass Laschet eindeutig feststellte, dass das Asylrecht keine Obergrenze kennt. Dies ist zwar trivial, aber leider gelangen bei all den Wortmeldungen von ganz rechts manche trivialen Fakten nicht mehr durch den rechtsverstopften Meinungskorridor.

Re : Esel_85 !

haben sie von dem verlogenen Haufen der CDU/CSU und SPD was anderes erwartet ???
Das ist eines der großen Probleme, die Unehrlichkeit, die Vergessenheit, und kein Gefühl für das Übernehmen von Verantwortung, wenn was schief gelaufen ist. Da gibt es ja einige Beispiele, wo dann keiner schuld sein wollte, und zusätzlich eine unglaubliche Amnesie über die Protagonisten fiel !
Das ist pure Heuchelei, da gebe ich ihnen recht.

@Tagesschau

Gibt es denn für eventuelle nächste Trielle mal vorbereitete Moderatoren, die die Kontrahenten detailliert zur Umsetzung der jeweiligen Parteiprogramme befragen und diskutieren lassen?
Gerade bezüglich jüngerer Wähler hätten zB die Videos von Rezzo zur Sprache kommen müssen, in denen ja ganz klare Verfehlungen von Politikern der Regierungsparteien, mit gesicherten Quellenangaben, benannt wurden. Und zwar über Jahre bis Jahrzehnte hinweg, was ja auch eine gewisse Kontinuität des vorsätzlichen bis organisierten Verfehlens und Versagens gerade der Politiker zeigt, die eben seit Jahrzehnten Entscheidungen treffen dürfen und durften, die nur selten zum Nutze der Bürger und des Landes ausgefallen sind.
Oft aber zum persönlichen und finanziellen Vorteil dieser Politiker.
Der gestrige Abend hat wieder mal gezeigt, dass zumindest die beiden größeren Parteien zur Zukunft nichts beizutragen haben als genau die Rezepte, die uns über eine lange Zeit hinweg erst in die Klimamisere ua geführt haben.

Am 13. September 2021 um 08:58 von dr.bashir

"RRG halte ich für unwahrscheinlich, "Deutschland" für das Ende des SPD-Aufschwungs und wenn die Linke unter 5% bleibt droht eine neue GroKo."

RRG, da kommt zuerst die Frage auf, wie flexibel (machtgeil) ist die FDP, damit das nicht passiert.

Falls die Linke unter 5% kommt, droht die Bahamas Koalition.

Beeindruckend

Hätte Scholz eine Putzfrau „schwarz“ beschäftigt, wäre er vermutlich längst zurückgetreten.
So hat er aber „nur“ verhindert, dass die cum-ex Geschäfte hartnäckig verfolgt werden konnten… mit Milliarden Schaden für den Steuerzahler .. und nix passiert.
Oder doch. Der Mann wird Kanzler.

Personenwahl ?

Wenn man das Kreuzchen nur wegen der Person auf dem Wahlzettel mache , hat man nicht verstanden worum es geht. Es ist keine Personenwahl sondern eine Parteienwahl mit Programmen für die Zukunft. Und da vermisse ich wirklich Perspektiven. Was jetzt auf der Agenda steht ist nur das dringendste , was man nicht mehr aufschieben kann in den nächsten vier Jahren.

um 09:02 von RenamedUser

"eine Tristesse. Farbloser als Laschet kann ein Kandidat kaum sein und niemand verkörpert ein "weiter so" so wie er. Baerbock kommt persönlich am sympathischsten von den Kandidaten rüber, aber ob Bundeskanzlerin der perfekte Job für Quereinsteiger ohne jedwede Regierungs-/Amtserfahrung? Und Scholz? Sorry, aber der geht gar nicht. Er steht eigentlich für alles, was die Bürger an Politikern stört (Pattex-Mentalität [G20, Cum-Ex, Wirecard, Warburg-Bank], Abgehobenheit ("nein, meine Frau und ich mit einem Monatseinkommen von über 30.000€ sind nicht reich..."), "Erinnerungslücken" größer als früher das Ozonloch. Und jetzt liegt er in Umfragen vorn, weil er einfach _nichts_ gemacht hat, während die anderen Fehler machten."

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Sie beschreiben das sehr schön und vorallem sehr treffend, aber leider leider gibt es in diesem Land zur Zeit keinerlei Alternativen - zumindest keine, die ich kennen würde.

Re : mab72 !

Weil fast alle irgend wann mal Mist gebaut haben, die wenigen zu viel Reichtum brachten, und zu vielen Schaden zufügte !
Zuletzt das Desaster in Afghanistan, wo gleich mehrere Ministerien sich bis auf die Socken blamierten, und noch nicht abzusehen ist, wie schlimm die Folgen sind !

Für mich gibt es da keinen Sieger oder gar ...

.. Kandidaten für eine Kanzlerschaft. Denn die wichtigste aller Fragen, wer denn die ganzen hübschen Programme und Vorhaben finanzieren soll ... und wie, womit, wurde bis jetzt von keinem Kandidaten auch nur annähernd beantwortet.
Und das beantwortet die Frage durch die Hintertür: Schulden, Schulden und noch mal Schulden. Das zieht Steuererhöhungen, Inflation und Preiserhöhungen nach sich. Neben deutlichem Rückgang des Wohlstandes, der Renten.
Große Teile der Binnenkonjunktur werden auf denm Altar der Globalisierung geopfert. Logisch, wenn man dem eigenen Bürger die Kaufkraft entzieht. Damit werden wir noch abhängiger von ausländischen Märkten.
Deutsche Politik wird zukünftig wie der Unionswahlkampf sein: Man wird ohne auf die Stimmung im Volk zu achten alles auf eine Karte setzen ... und wie die Union, zu unser aller Schaden, eine extrem harte Bruchlandung hinlegen.

Vertrauen

Die Wähler sollen Laschet vertrauen, so sein Schlusswort.
Ausgerechnet ihm - die Werte für seine Glaubwürdigkeit zeigen deutlich, dass er in der Runde der letzte ist, der dieses verdient:
Wegen mangelhafter Bekämpfung von Steuerhinterziehung gegen Scholz "argumentieren", aber selber bei Regierungsübernahme in NRW als erstes die Stelle zum Steuerbetrug auflösen und die erfolgreichen Steuerfahnder vergraulen.
Sich als Rechtsstaatsbewahrer darstellen, aber mit seiner Landesregierung eine 50-Millionen-Polizeiaktion (eindeutig wegen Wunsch von RWE) im Hambacher Forst mit extra konstruierten Verordnungen vom Zaun brechen, wofür seine Regierung wegen offensichtlicher Rechtsbeugung gerade verurteilt wurde.
Umweltschutz durch weniger Bürokratie ? Aber selber den Windradbau verbürokratisieren und praktisch zum Erliegen bringen, dafür mit dem "Entfesselungsgesetz" die Versiegelung von NRW erleichtern - wirkt sehr gut bei Hochwasser.
Wie soll man so jemanden vertrauen?

2021 um 08:46 von Orfee | Nicht so dramatisch

'Es werden hierbei Personen ausgewählt und nicht Parteien oder Parteiprogramme. Armes Deutschland.'

Deutschland geht es im Vergleich ziemlich gut, also kein Grund für's Drama.

Die Personalisierung von Wahlen ist in anderen Ländern wie Amerika oder GB viel ausgeprägter. Für die Wähler haben politische Konzepte auch ihren Einfluss.

Beispiel FDP: Lindner ist absolut kein Sympathieträger, aber die FDP bekommt trotzdem ihre Stimmen von Wählern, die ihre Steuern im Auge behalten und das Programm der FDP gut finden.

@ um 09:16 von mab72

„Warum....warum erinnert ihr die dummen wähler nicht einfach mal daran? Was ist der grund dies nicht zu tun?“
Möglicherweise rechnen sich einige Moderatoren Chancen darauf aus, in die Fußstapfen des Herrn Seibert zu treten.
Und der wird bestimmt bald Intendant einer Sendeanstalt.
Da fällt die Rente dann schon etwas üppiger aus als bei „otto normalbürger“, Otto Normalpolitker oder gar der Otto Normalkanzlerinnen.

Leere Worte!

Ich sah mir diese "Showveranstaltung" gestern auch an, musste dann aber abschalten, weil es kaum noch zu ertragen war.
Wann begreifen diese "Politiker" endlich, daß sie für die Bürger zu arbeiten haben, statt sich mit irgendwelchen kleinlichen Eitelkeiten zu befassen?
Wen interessiert, was jemand tut oder nicht tut, solange er nur seine Arbeit ordentlich macht? Letztlich war es wieder mal das übliche, ewige Herumgeeier, ohne sich konkret festzulegen, wie genau man was erreichen will. Bloß keine verbindliche Stellung beziehen! Man könnte ja in die Pflicht genommen werden. Auch wenn Hr. Scholz bei diesem Trauerspiel wohl die beste Figur machte, wohl auch nur, weil unter den Blinden bekanntlich der Einäugige König ist, fällt mir zur anstehenden Wahl nur das Zitat von Heine ein: "Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht..."
Bisher war das alles nix, was unsere "Kanzler in spe" da ablieferten und es scheint nicht besser zu werden. Sehr schade!

@ 08:37 von MRomTRom

Scholz verkörpert buchstäblich Merkel2.0 und damit genau das 'weiter so' einer Regierung, der er jahrelang als Minister angehört, und die nichts substantiell voranbringt.
Laschet verkörpert den Niedergang der Union, die einen Kanzlerkandidaten aufstellt, der an der RWTH Aachen nicht einmal sorgsam mit 30 Klausuren umgehen konnte und Phantasienoten selbst an Studierende vergab, die gar nicht mitgeschrieben hatten, und der sich billigst amüsiert, während 10 Meter vor ihm der Bundespräsident über die Katastrophe und Tragödie der Flutopfer spricht.
Baerbock ist die Kandidatin, die inhaltlich und vom Politikstil her weiß, worauf es ankommt.
In dem Sinne steht Deutschland wirklich vor einer Richtungswahl.

Es ist schon erstaunlich

wie hier der Wahlkampf geführt wird. Falsche Anschuldigungen, gegenseitige historische Aufarbeitung zwischen Scholz und Laschet und ein einigermaßen überfordertes Moderatorenteam, wo ein Konter von Frau Baerbock gegen die Illner saß. AFd und Linke zu vergleichen ist tatsächlich brandgefährlich.
Aber insgesamt fehlte mir richtungsweisendes. Mir fehlten Aussagen zur Rente. Da interessiert mich derzeit mehr als alles andere. Mich würde interessieren, wer wirklich mal die Deutsche Rentenversicherung die letzten 10 - 20 Jahre durchleuchtet und die gesamten Einnahmen und vor allem Ausgaben genau prüft. es wird immer mehr eingezahlt aber die Ansprüche sinken und ich muss mehr Steuern zahlen. Und haben die Ausgaben auch die richtigen Kontierungen.....

Träume

Ja, ich weiß, viele gruseln sich richtig, wenn sie an eine links-links-grüne Alternative denken. Krampft sich auch richtig zusammen aus Sicht schwarz-gelb. Wäre es nicht aber richtig gruselig, wenn die Gelben im Verein mit den Schwarzen oder auch mit rot-grün dafür kämpfen dürften und wohl auch Erfolg hätten, die Zweiteilung der Gesellschaft weiter zu vertiefen, Wohnungskonzerne machen zu lassen was sie wollen, unterschiedliche Steuern für richtig gute und eben weniger wichtige zu zementieren usw. usf.
Richtig: Ein etwas linkeres Bündnis würde kaum in angeordnete Kriege ziehen, würde sich vielleicht sogar an "Wandel durch Annäherung" erinnern und sich auf ehemalige deutsche Stärken wie Innovation und Handel stützen. Schlimm?

Triell der Kanzlerkandidaten: Laschet sucht Streit....

Dann soll der RWE-Mann doch Streit suchen. Falls er nicht Kanzler wird, winken wahrscheinlich dort die Anschlußverwendungen.
Und mit Vorwürfen gegen die SPD, die völlig absurd sind. Stand die doch in der Geschichte der letzten Jahrzehnte in Treue fest zur Warburg-Bank, zur Bankenrettung, zum Militäreinsätzen und Nato. Und zu Schröder/Fischer Agenda mit der Arbeit rechtloser, billiger gemacht wurde....

Ich hab mir

nur wenige Minuten angetan, und wenn die Dame dran war, hab ich immer ein Problem mit der Stimme.
Vom auftreten her, wäre Scholz eindeutig mein Favorit, von dem was er vorhat, ist mir echt Angst.
Grün kommt nicht in den Topf für mich, schon alleine bei dem Gedanken an die Bürgerversicherung, die Grün und Rot will, wird mir als Rentner schlecht, wer soll das bezahlen.
Und alles aushebeln um überall Schredder hinzusetzen, ist das was ich nicht will, nur mal 2 Punkte raus gegriffen.
Als Rentner und Ländlich bin auf das Fahrzeug angewiesen, bin Lebensmittel abhängig, im Prinzip muss man schon zufrieden sein, nicht mehr die größte Strecke vor sich zu haben, was eigentlich traurig ist.
Was oder wen man wählen soll, ist völlig unklar, hätte nicht gedacht das das Leben im Alter so schwierig wird.
Ich werde mich nicht schuldig machen, wie die nächste Regierung aussieht, wir wohl eher eine die den oberen 50 Prozent angehört, dazu zähle ich aber nicht.

@09:18 von Alles für die Katz

"Positiv aufgefallen ist mir, dass Laschet eindeutig feststellte, dass das Asylrecht keine Obergrenze kennt. Dies ist zwar trivial, aber leider gelangen bei all den Wortmeldungen von ganz rechts manche trivialen Fakten nicht mehr durch den rechtsverstopften Meinungskorridor."

Wenn Sie das unbedingt als "rechts" einordnen wollen wäre die halbe Republik rechts, inkl. Ex-Bundespräsident Gauck mit seinem Debattenbeitrag "Unser Herz ist weit. Doch unsere Möglichkeiten sind endlich."
Viel wichtiger wäre doch herauszuarbeiten, dass wir um hierzulande die Rechtsstaatlichkeit aufrecht zu erhalten, sprich die theoretisch unbegrenzte Aufnahme nach Asylgesetz beizubehalten uns auf die Eindämmung der Flüchtlingsströme konzentrieren und dies so ausgewiesenen Menschenrechtsexperten wie Erdogan und nordafrikanischen Regimen überantworten.

@ Werdaswissenwill

"da kam der Ausspruch "Das ist dieses Jahr wie Schrottwichteln" Zwar echt Krass aber irgendwie Wahr!" Am 13. September 2021 um 08:31 von Werdaswissenwill

*

:-D

Man muss aber zugeben, dass Laschet das Zeug dazu hat Menschen für Politik zu interessieren.

Millionen von Menschen würden alleine wegen seiner Versprecher jede einzelne seiner Reden verfolgen. ;-)

Schauen Sie bitte die Kommentare hier an. Hauptsächlich geht es um Laschet.

Triell

Man kann solche Sendung vor allem denen empfehlen, die sich noch garnicht um die Parteien und Themen gekümmert haben. Ob die Streitereien aber zum Umschwenken oder Umdenken bei den schwankenden oder Wechselwählern reichen werden, sehe ich eher erfolglos. Dürftig finde ich manche "Argumente", die eher auf tönernen Füßen stehen, da sie alte banale Geschichten aufwärmen, die keine stichhaltigen Begründungen bringen. Ich finde bei allen Wahlkampfveranstaltungen greifbare und nachvollziehbare, sachliche Punkte überzeugender als moralisch oder emotional aufgesetzte Tiraden. Und ich finde auch, dass die Werbeslogans in diesem Jahr zum großen Teil aus der Universalkiste für Sprüche und Schnacks stammen, die nur Papier füllen. "Wir bringen Inhalte", ist bei den Grünen hoffentlich selbstverständlich, ohne dass man das betonen muss. Wie auch "Respekt" gegenüber den anderen (SPD) oder "weil es um Menschen geht, wenn es um Deutschland geht" als Beispiele. Da liegt was im Argen, muss man es betonen.

was soll das?

Wen interessiert eigentlich diese Veranstaltung? Warum muss auf x Kanälen gleichzeitig diese unsägliche Posse gesendet werden?
Wir wählen unseren Kanzler nicht direkt, also käme es vermutlich sehr viel mehr darauf an, die Parteiprogramme (wenn sich die Parteien denn dann auch daran hielten) zu untersuchen, als sich darüber zu entzweien, wer denn nun besser als Kanzler:in geeignet ist. Für geeignet halte ich keinen der drei Kandidierenden ... und warum der Herr Scholz jetzt vorne liegt, ist mir völlig schleierhaft.
Das ist aber wohl inzwischen das Problem von Politik - es geht mehr um "glauben", als um "wissen", mehr darum "einen guten Eindruck zu machen", als um reale Ergebnisse. Das erleben wir doch nun schon viele Jahre ... trotzdem hofft immer noch ein großer Teil der Bevölkerung, dass "sein" Kandidierender richten wird. Ich halte das für einen Trugschluss, vermutlich brauchen wir völlig neue Ideen/Konzepte für unsere politische Landschaft.

@ um 09:21 von Dr. Cat

„Es ist keine Personenwahl sondern eine Parteienwahl mit Programmen für die Zukunft. Und da vermisse ich wirklich Perspektiven. Was jetzt auf der Agenda steht ist nur das dringendste , was man nicht mehr aufschieben kann in den nächsten vier Jahren.“
Das hätten dann aber auch die Moderatoren begriffen haben müssen.
Wenn man sich all die Politshows ansieht und anhört, die TV - und Radiosender wöchentlich zum besten geben, scheint das bei keinem dieser Menschen der Fall zu sein.
Oft lenken ja schon deren Fragestellungen oder ihr Dazwischenreden von den eigentlichen Problemen ab.
Ein Typ wie Rezo wäre die Alternative zu bisher jedem Moderator politischer Sendungen dieser Art.

@09:14 von Gedanke_dazu

Da hat Sie Ihr Gefühl nicht getrügt. Selbst in seinem Schlusswort hatte Laschet nicht mehr zu bieten als "Vertraut mir doch! Ich lasse Euch dann auch alles machen, was Ihr wollt. Ich störe euch nicht."
Eine einzige Offenbarung der eigenen Armseligkeit und Inhaltslosigkeit.

Der Glaube einiger Wähler

Der Glaube einiger Wähler,
dass das politische Programme (Versprechungen) von Parteien in einer Koalition eins zu eins umsetzbar wäre, geht Lichtjahre an der Realität vorbei!
In 14 Tagen wird sich herausstellen, wer die Wahl gewonnen hat und dann beginnen die Koalitionsverhandlungen!
Ich glaube nicht, dass Laschet die Niederlage der Union noch abwenden kann.
Die nächste Regierung wird aus SPD, Grünen und falls notwendig, einer dritten Partei bestehen, mit ausgehandeltem Koalitions-Programm, einer Mischung aus zwei oder drei Parteiprogrammen (Versprechungen)!
Ich kann nur hoffen, die Union versteigt sich nicht und holt sich trotz ihrer wortreichen, ablehnenden Bekundungen, die AfD doch noch ins Haus!

Rot-grün

oder sogar rot-rot-grün wird vieles, was in diesem Land bereits im Argen liegt, noch schlimmer machen.
Und das Bittere daran ist: es ist die Arroganz der Merkel-gläubigen Gremien gewesen, geführt durch Leute wie Bouffier und Schäuble, die der CDU und vor allem unserem Land das angetan haben - durch die Auswahl eines völlig ungeeigneten Kanzlerkandiaten. Jetzt werden Leute wie Esken und Baerbock Ministerämter besetzen, was einem politischen GAU gleichkommt. Und wir werden in ideologische Fahrwasser kommen, aus deren Folgen fast nicht mehr herauszukommen sein wird. Dadurch werden noch viel mehr Menschen politisch in die innere Emigration getrieben - dafür werden aber immer mehr Uninformierte, ihre infantilen Parolen schreien. Alles sehr unerfreulich.

Am 13. September 2021 um 08:44 von Traumfahrer

Als die Pandemie begann, waren ja keine Masken da, also musste man teuer in China einkaufen. Dann wurde von der Politik angeregt und auch die Wirtschaft dazu aufgefordert, hier in D Kapazitäten und Produktionsstätten zu schaffen.
Nur hat die CDU dies nicht weiter verfolgt, sondern wieder einschlafen lassen, so dass diese Firmen nun keine Aufträge mehr erhalten, weil die Kliniken wieder in China billigen Mist kaufen. Da wurde eine riesige Chance vertan, die heimische Produktion zu erhalten, die um ein Vielfaches kürzere Wege hätte, Arbeitsplätze bedeuten, und sehr gute, geprüfte Qualität.
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Es war noch schlimmer. Masken wurden bestellt aber nicht bezahlt.
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Bonner Urteil zu FFP2-Maskenbestellungen: Bund soll 26 Millionen Euro zahlen
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"https://www.berliner-zeitung.de/news/bonner-urteil-zu-ffp2-maskenbestel…"

Der feste Glaube ans Perpetuum mobile

Bei all den ständig gebetsmühlenhaft wiederholten Beteuerungen, wir bräuchten nur mehr Windräder, das wäre dann die endgültige Lösung unserer Energieprobleme - fühlt man sich fast schon ans Mittelalter erinnert, wo der feste Glaube an den Stein der Weisen oder das Perpetuum mobile die damalige Wissenschaft dominierte. Keine einzige kritische Nachfrage, auch bezeichnenderweise von keinem Journalisten - ja was machen wir denn bloß, wenn wir tatsächlich die gesamte Republik mit Windmühlen zupflastern und dann hinterher ernüchtert feststellen müssen, daß gar nicht genügend Wind weht und die Dinger die meiste Zeit nur herumstehen, anstatt sich zu drehen? Streiten wir uns dann politisch vielleicht darum, wie wir künftig das Wetter beeinflussen wollen, um unseren post-mittelalterlichen Traum von der unerschöpflichen erneuerbaren Windenergie tatsächlich ausleben zu können?

um 08:39 von sonnenbogen

,,Klimawandel, angeblich der Hauptpunkt der Wähler....naja, Wirtschaft ist halt wichtiger, da ist egal welche Gesetze man erlassen hat, oder welche Verträge unterschrieben hat.
Keine Angst, Greta wird uns wieder erinnern das die nächste Generation erwartet, das man sich an Versprechen und Vertrage hält, ...wie naiv."

Hätte ich die Wahl, einen respektlosen oder einen naiven Menschen zB nach dem richtigen Weg fragen zu können, würde ich den naiven nehmen. Das wird interessante Umwege und Erkenntnisse bringen. Der Respektlose, der größere Menschen als er selbst es ist, am Vornamen wie ein Spielzeug über die Bühne zieht, tut nur so, als kenne er einen Weg. Dazu müßte er aber erstmal runter von der Couch. In den meisten, oft spontanen Zeugnissen von Klarheit, universeller Intelligenz und gesunder Skepsis gegenüber Leuten, die sich als ,,Profis" feiern, finde ich mehr Gehalt i. S. von Verantwortungsethik und vernetztem, nicht nur linearem, selbstgerechtem Denken.

Naiv ist auf der Couch.

Annalena Baerbock hat in der

Annalena Baerbock hat in der repräsentativen Befragung vor und nach dem Triell am deutlichsten zugelegt um 6 Prozentpunkte. Das gibt Anlass zur Hoffnung, dass viele Wählerinnen und Wähler verstehen, worum es in der Politik der nächsten Jahre geht. Ohne engagierten Klimaschutz in allen Bereichen ist alles nichts.

um 09:29 von SinnUndVerstand

Naja ob es nun Klausuren sind oder "optimierte" Lebensläufe und Bücher darüber kann man sicherlich diskutieren .....

Laschet auf Schlinger Kurs

Er scheint mit der Ehrlichkeit es nicht so genau zu nehmen.Darum suchte er Streit mit Scholz.Mir hat Frau Baerbock noch am Besten gefallen wie sie zwischen de beiden Männern versuchte ruhig und sachlich zu bleiben.

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