Kommentare - Katar: Wie sich die Taliban in Doha präsentieren

29. August 2021 - 09:02 Uhr

Wie rigide die Taliban regieren werden, darüber rätselt die Welt auch zwei Wochen nach dem Fall von Kabul. In Katar, wo sich eine Taliban-Delegation seit Monaten zu Verhandlungen aufhält, geben sie sich moderat. Ute Brucker hat sie getroffen.

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Kommentare

Taliban !

Ich sehe auf dem Bild nur bärtige Steinzeitmenschen, die versuchen, sich ein moderates Erscheinungsbild zu verschaffen. Wenn sie wirklich es ehrlich meinen würden, dann bräuchten sie nur klar benennen und auch in Taten zeigen, dass sich niemand fürchten braucht.
Sicher sie haben dazu gelernt, aber trotzdem ist dies ein Haufen von uralten Ansichten, religiösem Wahn, Selbstherrlichkeit, und Machtlust, die sie sicher noch viel deutlicher zeigen werden.
da sind sie nicht besser wie andere Diktatoren !

Entscheidend ist die Umsetzung vor Ort.

Herr Shaheen ist Politiker genug, um seine Meinung den Umständen entsprechend anzupassen. Insofern können die Absichten der Talibanführung durchaus ernst gemeint sein.

Wer aber nicht im Fokus der Weltöffentlichkeit steht, wird seine Ansichten und Meinungen nicht so leicht ändern. Gerade in den abgelegenen Regionen werden die lokalen Kommandeure nach eigenem Ermessen handeln.

Danke an Frau Bruckner für

Danke an Frau Bruckner für dieses Interview. Es bleibt wohl wirklich nur abzuwarten, wie sich die Lage weiter entwickeln wird. 40 Millionen Afghanen sollten eigentlich gegenüber sehr viel weniger Taliban ein deutliches Übergewicht darstellen.

„Wie sich die Taliban in Doha präsentieren“

Sind Politiker ehrlich? Hier ein Hinweis zur Auflösung des „Rätsels“: Die Antwort der Taliban zur Frage: „Warum so viele Afghanen aus dem Land fliehen wollten?“:
"Die meisten fliehen gar nicht aus Angst, sondern sind Wirtschaftsflüchtlinge, die in den Westen wollen“

@ Traumfahrer

Taliban ! Ich sehe auf dem Bild nur bärtige Steinzeitmenschen ...

Woran machen Sie die Steinzeit denn fest? In der Steinzeit hatten die Menschen doch z.B. keine gewebten Stoffe.

Wie sich die Taliban in Doha präsentieren

Trau, schau, wem!
Nach dem kompletten Abzug der US-Truppen wird sich recht schnell herausstellen, was von den "Versprechen" der Taliban zu halten ist.

@Traumfahrer Zitat: "Ich sehe

@Traumfahrer
Zitat:
"Ich sehe auf dem Bild nur bärtige Steinzeitmenschen, die versuchen, sich ein moderates Erscheinungsbild zu verschaffen. Wenn sie wirklich es ehrlich meinen würden, dann bräuchten sie nur klar benennen und auch in Taten zeigen, dass sich niemand fürchten braucht."

Nun - schaut man sich die Bilder der Regierungsmitglieder von SaudiArabien oder den VAE an - so sind die auch alle bärtig und mit Turban bekleidet.

Also auch alles nur Steinzeitmenschen - da in SA die Scharia in ähnlich extrem konservativer Auslegung existiert.
Hält "uns Westler" aber nicht davon ab mit beiden prächtige Geschäfte zu machen - in den VEA wird seit Jahrzehnten noch kräftig Urlaub gemacht
und
hier kräftig beworben wird mit zig hundert TV-Beiträgen.

Am Islam als Religion oder der Bekleidung der dortigen Bewohner kann man rein gar nix festmacht!!

Regierungsübernahme

Ich hoffe, dass sich die Taliban vor der Übernahme der Macht einer freien Wahl stellen und dass andere, vielleicht eher gemäßigte Kräfte dabei auch eine faire Chance erhalten. Es kann ja nicht sein, dass man sich die Macht mit der Kalaschnikow in der Hand nimmt.

Frau Brücker hat sich

Frau Brücker hat sich verhüllt um den Propagandasprecher der Taliban eine Bühne zu geben. Diese Bilder werden jetzt in Afghanistan gezeigt welche Macht die Taliban haben wenn sich sogar westliche Frauen in Demuth vor Ihnen zeigen.
Das Sie bei dem Interview angelogen wurde, sollte jedem klar sein.
Welches Nutzen hatte also das Gespräch mit diesem Verbrecher?

Re : Werner 40 !

In den Städten wird es wahrscheinlich etwas moderater sein, nur auf dem Land, da haben sich noch nicht wirklich viele weiter entwickelt, und leben noch wie vor hundertfünfzig Jahren mit den uralten Regeln.
Da wird der Widerstand gegen die Taliban nicht wirklich groß sein. Leider !

09:15 von Traumfahrer

da sind sie nicht besser wie andere Diktatoren !
-------------------
.
eben !

wobei "bärtige Steinzeitmenschen", liegt es nur am Outfit ?
(fehlende Krawatte) Menschen zu beurteilen
Lukaschenko trägt Anzug, gebügeltes Hemd/Krawatte
trotzden glaube ich bei dem Wahn, Selbstherrlichkeit, und Größenwahn zu erkennen

Das wäre der beste Moment,

Das wäre der beste Moment, Katar auf eine Rote Liste zu packen.
Da hilft nur Stubenarest und viel Zeit, um nachzudenken. Katar ist so winzig und unbedeutend, wir müssen von dort kein Öl kaufen. Der Iran wird auch isoliert. Da muss man konsequent bleiben.

@0_Ahnung Zitat: "@

@0_Ahnung
Zitat:
"@ Traumfahrer
Taliban ! Ich sehe auf dem Bild nur bärtige Steinzeitmenschen ...
>Woran machen Sie die Steinzeit denn fest? In der Steinzeit hatten die Menschen doch z.B. keine gewebten Stoffe.<"

Nun - in der Steinzeit waren Mann und Frau faktisch gleichberechtigt - da gab es weder eine Männer- noch eine Frauen-"Herrschaft"
Man überlebte nur wenn man GEMEINSAM aggierte.
Das "historische" Bild vom "jagenden" Mann und der "Beeren sammelnden" Frau stammt aus dem späten 19. Jahrhundert als die Ehefrau das Mündel ihres Wissenschaft betreibenden Ehemannes war
und
defacto bis in die 1970 Jahre blieb.

>>Einen Tag später - eine

>>Einen Tag später - eine Begegnung mit einer Frau, die aus Afghanistan geflohen ist. Sie ist nervös, ihre wahre Identität soll unter keinen Umständen verraten werden; eine kluge, warmherzige Frau.
Den Aussagen von Sprecher Shaheen glaubt sie kein Wort. Alles sei nur Rhetorik, um der internationalen Gemeinschaft etwas vorzugaukeln.<<

Sehe ich genauso wie die die afghanische Frau.

>>Die Taliban halten nichts von Demokratie, sie sind gegen Wahlen.<<

Die von Allah gesandten Verse, der Koran, die Scharia, das ist das Gesetz!

Demokratie: das sind Gesetze von Menschen gemacht. Die gelten nichts- steht übrigens auch im Koran.

>>Wer die Schuld trage an diesem Desaster? Ja, neben den Amerikanern, die nun das Land den Taliban überlassen hätten, seien es natürlich auch die Afghanen selbst <<

Die Amerikaner haben völkerrechtswidrig in Afghanistan ein Scherbenhaufen geschaffen und denselben verlassen. Das ist das Markenzeichen der Amerikaner.

Hauptschuld den Afghanen zu geben ist richtig.

@ 0_Ahnung, um 09:52

“Freie Wahl“ - und das meinen Sie ernst?

Die Taliban haben längst gewählt, und sie haben bereits die Macht, daran gibt es leider nichts zu deuteln.

Es gibt mindestens 3

Es gibt mindestens 3 unterschiedliche Richtungen der Taliban, die miteinander im Konflikt stehen; die Gruppe in und um Kabul gilt dabei als radikalste, so dass zu befürchten steht, dass viele der moderaten Töne eine geringe Halbwertszeit haben und das Talibanregime schnell zu brutalem Vorgehen gegen Frauen, Mädchen und alle in der Zivilgesellschaft, die für Menschenrechte, Bildung und Kultur eintreten, zurückkehren wird. Übrigens gibt es durchaus ernstzunehmende Hinweise, dass der Anschlag am Kabuler Flughafen ein Taliban-Anschlag sein könnte im Kampf um die Vorherrschaft, wie u.a. der gebürtige afghanische Journalist und Kulturhistoriker Samad Sharif berichtet.

Die Welt muss nicht rätseln,

denn die Welt hat ausreichend bewiesen, dass sie die Zustände/Entwicklungen in Afghanistan nicht voraussagen kann. Der Ansatz kann nur sein,
die realpolitischen Entwicklungen zu beobachten und bei ausreichend sicher erkannten Chancen/Risiken adäquat minimal invasiv zu
reagieren.

09:29, Nachfragerin

>>Herr Shaheen ist Politiker genug, um seine Meinung den Umständen entsprechend anzupassen. Insofern können die Absichten der Talibanführung durchaus ernst gemeint sein.<<

Ich glaube dieser Bande kein Wort.

10:00 von Miauzi

Nun - in der Steinzeit waren Mann und Frau faktisch gleichberechtigt - da gab es weder eine Männer- noch eine Frauen-"Herrschaft"
-----------

weiß man´s
also schriftlich überliefert ist wenig :-)
bestenfalls kann man vermuten

Das wird geglaubt werden!

Am Ende werden (ausser den USA) so einige Regierungen den Schoenfaebereien der Taliban glauben schenken, denn damit ist man aus dem Schneider und kann weiter schlafen und was Schoenes traeumen. Das erinnert an die Selbstverpflichtungen in Bezug auf z.B. Umwelt- oder Tierschutz, den Deutschland seiner Wirtschaft und Industrie "auferlegt" hat, bzw. im gleichem Atemzug dran "glaubte". Damit man weiter schlafen kann.

@Traumfahrer

"
Am 29. August 2021 um 09:15 von Traumfahrer
Taliban !

Ich sehe auf dem Bild nur bärtige Steinzeitmenschen, die versuchen, sich ein moderates Erscheinungsbild zu verschaffen. [...]"

Sie können sich ja Metaphern ausdenken wie Sie wollen, um die Taliban zu beschreiben. Aber bitte, dann aber auch eine Metapher, die paßt.

Wenn Sie sie als Steinzeitmenschen bezeichnen offenbart das lediglich Ihre Ahnungslosigkeit über die Menschen in der Steinzeit.

Die wußten zwar weniger als wir (logisch), waren aber nicht dümmer. Außerdem pflegten sie ein komplexe Familienstrukturen, was auf Empathie beruhte und hatten auch schon die Globalisierung, die einzelnen Gruppen waren über 1000de Kilometer untereinander vernetzt durch Handelsbeziehungen, dem Internet der damaligen Zeit, war nur etwas langsamer.

Wenn sie das nicht gehabt hätten, wäre der Mensch einfach ausgestorben, so wie der Neandertaler. Alles belegt durch zahlreiche Funde.

Am 29. August 2021 um 09:52 von 0_Ahnung

Ich hoffe, dass sich die Taliban vor der Übernahme der Macht einer freien Wahl stellen und dass andere, vielleicht eher gemäßigte Kräfte dabei auch eine faire Chance erhalten. Es kann ja nicht sein, dass man sich die Macht mit der Kalaschnikow in der Hand nimmt.
___
Sie machen Ihrem nick-name wahrlich alle Ehre.
Die Bürger Afghanistans, die man jetzt ausgeflogen hat, können Briefwahl machen.
Genau wie bei uns ohne Porto zu bezahlen.
Hinsichtlich Ihres letzten Satzes beneide ich Sie allerdings ein wenig ob Ihrer Naivität.

Es könnte ein Anflug von Ironie vorhanden sein.

"Ich hoffe, dass sich die

"Ich hoffe, dass sich die Taliban vor der Übernahme der Macht einer freien Wahl stellen und dass andere, vielleicht eher gemäßigte Kräfte dabei auch eine faire Chance erhalten. Es kann ja nicht sein, dass man sich die Macht mit der in der Hand nimmt."

Die Hoffnung, dass sich die Taliban einer freien Wahl stellen, erscheint mir völlig unrealistisch.
Es ist auch sehr zu bezweifeln, dass sie auf Dauer tragfähige Strukturen aufbauen können und dann bleibt ihnen nur die Kalaschnikow.

Und es ist zu fürchten, dass ihnen trotzdem vom
Westen unter die Arme gegriffen wird, wie es jetzt auch bei Belarus erfolgt.

Diplomatie

Offenbar sind doch die Taliban und der IS verfeindet und auch Talibankämpfer sind bei den Bombenanschlägen gestorben. Ließe sich daraus nicht Kapital schlagen?

@Nachfragerin, 9:29h

"Wer aber nicht im Fokus der Weltöffentlichkeit steht, wird seine Ansichten und Meinungen nicht so leicht ändern. Gerade in den abgelegenen Regionen werden die lokalen Kommandeure nach eigenem Ermessen handeln."

Die ländlichen Gegenden, und das ist in Afghanistan über 90% des Landes, wurde auch in den letzten 20 Jahren von unserer Politik und unserer Presse nicht besonders in den Fokus genommen.
Dort regierten auch während unserer angeblich demokratiefördernden Besatzung die "Provinzfürsten" nach ihrem Gusto.

Mit welchem Recht wollen wir jetzt also den Taliban vorwerfen, dass im Hinterland nach wie vor nach uralten Bräuchen regiert wird?
Uns hat es doch anscheinend auch nicht gestört.

Es würde mich aber nicht wundern, wenn der Westen jetzt plötzlich, nachdem er selbst 20 Jahre lang bei jedem Mohnfeld beide Augen fest zugedrückt hat, auf einmal den Drogenhandel kritisieren und den Taliban anlasten würde, während er doch unter unserer Besatzung immer neue Exportrekorde gebrochen hat.

Die Taliban lachen sich tot...

und wenn das Ganze nicht derart grausam wäre, wäre es auch zum Totlachen. Die Taliban nutzen jetzt unsere Kriegausrüstungen weiter, besser konnten sie es gar nicht bekommen. Aber darauf sind wir ja spezialisiert.
Und die ganze Welt hat es noch dazu gewusst, dass es so kommt.
Mit dem Abzug der US-und internationalen Truppen ist die ganze Situation wieder um über zwanzig Jahre zurück versetzt. Es beginnt quasi von vorn mit Vergeltung und Vergeltungen der Vergeltungen.

09:52, Miauzi

>>Nun - schaut man sich die Bilder der Regierungsmitglieder von SaudiArabien oder den VAE an - so sind die auch alle bärtig und mit Turban bekleidet.

Also auch alles nur Steinzeitmenschen - da in SA die Scharia in ähnlich extrem konservativer Auslegung existiert.
Hält "uns Westler" aber nicht davon ab mit beiden prächtige Geschäfte zu machen<<

Steinzeit ganz gewiss nicht. Eher Hollywood-Kostümstück.

Natürlich machte man mit Saudi-Arabien Geschäfte. Nicht nur die Westler. Saudi-Arabien verkauft nämlich Öl. Und das war und ist immer noch für industrialisierte Länder, was für den Junkie das Heroin ist.

Dieser Vergleich stammt nicht von mir. Er ist von Kurt Vonnegut. Aus seinem Buch „Mann ohne Land“. Sehr zu empfehlen, auch und gerade im vorliegenden Zusammenhang.

Was die Scharia angeht, so kann man jede Schweinerei dadurch rechtfertigen, daß man Aussagen aus Koran und Hadithen zu ihrer Rechtfertigung aus dem Zusammenhang reißt. Die Scharia selbst ist ja nirgendwo aufgeschrieben.

10:05, morgentau19

>>Die von Allah gesandten Verse, der Koran, die Scharia, das ist das Gesetz!

Demokratie: das sind Gesetze von Menschen gemacht. Die gelten nichts- steht übrigens auch im Koran.<<

Ihre Auslegung des Korans ist aber wirklich eine extremst konservativ-fundamentalistische. Es hört sich fast an, als hätten Sie an der Dar ul-‘Ulum in Deoband studiert.

09:15 von Traumfahrer

>>>Ich sehe auf dem Bild nur bärtige Steinzeitmenschen, die versuchen, sich ein moderates Erscheinungsbild zu verschaffen. <<<

Da ist sie wieder - die Steinzeit.
Wenn man Bilder der Königsfamilie in Saudi-Arabien oder Bilder des Emirs von Qatar oder ... anschaue, was sieht man? Bärtige Männer mit Turban oder Kufiya, etwas mehr BlingBling, ein moderates (modernes?) Erscheinungsbild. Sie geben sich nach außen gemäßigt, im Inneren wüten sie. Frauen dürfen! Auto fahren und ins Kino - wie fortschrittlich. Die Eingesperrten, Gefolterten, Hingerichteten und Vergewaltigten verschwinden im Dunkeln. Die Rechtssprechung in diesen Königreichen gleicht der des IS. Bei denen aber offenbar nicht so schlimm, denn mit denen können wir Geschäfte machen. Sie werden sogar Stabilitätsanker genannt, obwohl sie alles niederbomben.
Was ich sehe? Doppelmoral westlicher Regierungen.
Ausdrücklich füge ich hinzu, dass ich weder IS-, noch AlQaida-, noch Taliban-, noch sonstigen Terror unterstütze.

@Sisyphos3

"
Am 29. August 2021 um 10:10 von Sisyphos3
10:00 von Miauzi

Nun - in der Steinzeit waren Mann und Frau faktisch gleichberechtigt - da gab es weder eine Männer- noch eine Frauen-"Herrschaft"
-----------

weiß man´s
also schriftlich überliefert ist wenig :-)
bestenfalls kann man vermuten"

Ja, weiß man. Belegt durch zahlreiche Funde. Man weiß inzwischen sehr viel über das Leben in der Steinzeit.

Auch die Taliban wissen noch nicht,

ob sie nicht einen Pyrrhussieg errungen haben. Sie waren viel zu unvorbereitet schnell schon in Kabul. Einen echten Zusammenhalt zwischen Regierungsmitgliedern, vergangenen Regierungsmitgliedern, Volksgruppen gibt es nicht, sonst könnte es nicht sein, daß die einen vorgeben, von den anderen nichts zu wissen. - Die Taliban haben die Chance, einer Hälfte der Bevölkerung nicht eine Lebensweise überzustülpen, die sie nicht will. - Die Lehren aus der Vergangenheit lassen nichts Gutes erahnen; die Taliban haben die Chance, diese Erfahrungen nicht zu bestätigen. Sie mögen diese Chance wahren. -

Wie rigide die Taliban regieren werden?

Werden wir nurt feststellen wenn wir mit Ihne verhandeln.

So wie wir das mit allen andern terrorgruppen der Welt gemacht haben Von der PLO, Fatach, IRA, RTA, Iran, Gadafie usw.

Selbst mit der Hamas die mehr als 5000 Raketen auf friedliche Bürger abfeuert zahlen wir Hilfgelder und Unterstützung.

Alles kann nur besser werden als 40 jahre Krieg und Besatzung.

@09:15 von Traumfahrer

>> Ich sehe auf dem Bild nur bärtige
>> Steinzeitmenschen

Echt??? Ich sehe auf dem Bild nur Menschen in der ortsüblichen Tracht. oO

vor der Übernahme der Macht

von 0_Ahnung @

Sie haben doch schon die macht. Die Millonen Bürger und die Armee haben den paar Taliban doch freiwillig überlassen.

Wer will den jetzt noch Wählen und was?

10:07 von SinnUndVerstand

Es gibt mindestens 3 unterschiedliche Richtungen der Taliban, die miteinander im Konflikt stehen
-------
wenn die sich nicht mal grün sind
dann kommen noch der IS dazu, und was weiß ich wieviel andere islamistische Gruppen

im übrigen wurde der Anschlag vom IS verübt ......

@09:54 von tagesschlau2012

"Frau Brücker hat sich verhüllt um den Propagandasprecher der Taliban eine Bühne zu geben. Diese Bilder werden jetzt in Afghanistan gezeigt welche Macht die Taliban haben wenn sich sogar westliche Frauen in Demuth vor Ihnen zeigen.
Das Sie bei dem Interview angelogen wurde, sollte jedem klar sein.
Welches Nutzen hatte also das Gespräch mit diesem Verbrecher?"

Sie sehen doch, dass der Sprecher sich allerlei Versprechungen abringen lassen musste, an denen die Taliban in Zukunft gemessen werden.
WIe ein anderer user hier sagte... wenn diese nicht unter Beobachtung der Weltöffentlichkeit stehen können sie wirklich machen was sie wollen und das was sie wollen ist vergleichsweise unschön.

@morgenthau19

"[...] Die von Allah gesandten Verse, der Koran, die Scharia, das ist das Gesetz!

Demokratie: das sind Gesetze von Menschen gemacht. Die gelten nichts- steht übrigens auch im Koran.[...]"

Die Sharia ist die Gesamtheit der Glaubensregeln im Islam. Entspricht etwa dem, was für die Christen der Katechismus ist.

Das Gesetz - ich nehme mal an, Sie werden das Strafrecht meinen - basiert auf der Sunna (Sammlung von Bräuchen, Werten und Normen), der Fiqh (Rechtsvorschriften) und den Hadithen (Überlieferungen Mohameds).

Und nein. Daß von Menschen gemachte Gesetze nichts gelten, steht nicht im Koran. Das ist Unfug.

Wenn man schon meint, über den Islam herziehen zu müssen, nur weil zufälligerweise solche rückwärtsgewandten Menschen wie die Taliban Muslime sind, dann sollte man wenigstens wissen, wovon man redet.

Gibt es DIE Taliban?

Ich halte es für möglich, dass bei den Taliban es Radikale und Gemäßigte gibt und es daher Uneinigkeit gibt.
Was nutzt es einer afghanischen Frau, wenn die Taliban in Kabul sich gemäßigt geben und auf dem flachen Land ein paar radikale Taliban Gewalt gegenüber Frauen ausüben?
Aber vielleicht gibt es mittelfristige Veränderungen, so dass dann hoffentlich alle Taliban sehr gemäßigt sind?

Die Taliban haben rhetorisch

Die Taliban haben rhetorisch wohl in der Tat eine gewisse Eloquenz erreicht. Aber wie andere hier schon geschrieben haben, es zählen die Taten. Da allerdings gibt es nach berichten unabhängiger Beobachter wie Human Right watch wenig Grund zur Hoffnung. Es wird von Massenexekutionen afghanischer Sicherheitskräfte ebenso berichtet wie von Misshandlungen von Frauen. Zwar scheint man noch direkt in Kabul die Füße still zu halten aber ich fürchte auch dort wird bald das große Schlachten beginnen

@fathaland slim

"
Am 29. August 2021 um 10:25 von fathaland slim
10:05, morgentau19

>>Die von Allah gesandten Verse, der Koran, die Scharia, das ist das Gesetz!

Demokratie: das sind Gesetze von Menschen gemacht. Die gelten nichts- steht übrigens auch im Koran.<<

Ihre Auslegung des Korans ist aber wirklich eine extremst konservativ-fundamentalistische. Es hört sich fast an, als hätten Sie an der Dar ul-‘Ulum in Deoband studiert."

Angesichts dessen, was die Userin über den Islam schreibt, bezweifle ich sehr stark, daß ihr Dar ul-'Ulum in Deoband irgendetwas sagt.

Bauchgefühl kann man nicht studieren, nirgendwo.

"Occupation is occupation"?

"Occupation is occupation"? So einfach ist das nun wirklich nicht. Die USA waren keine Besatzer, und sie wurden von der Afghanischen Regierung unterstützt.

Was die Taliban jetzt machen -- das ist indeed eine "Occupation".

Es ist schrecklich, sich das ganze mit ansehen zu müssen. Grobe Fehler wurden gemacht, aber diese Situation wäre nie aufgekommen, wenn man durchgehalten hätte.

10:19, Zweitaktmotor

>>Diplomatie
Offenbar sind doch die Taliban und der IS verfeindet und auch Talibankämpfer sind bei den Bombenanschlägen gestorben. Ließe sich daraus nicht Kapital schlagen?<<

Sie verwechseln Diplomatie mit der Büchse der Pandora.

@MargaretaK., 10:26

„Die Rechtssprechung in diesen Königreichen [Saudi-Arabien, Qatar) gleicht der des IS. Bei denen aber offenbar nicht so schlimm, denn mit denen können wir Geschäfte machen. Sie werden sogar Stabilitätsanker genannt, obwohl sie alles niederbomben.
Was ich sehe? Doppelmoral westlicher Regierungen.
>> Ausdrücklich füge ich hinzu, dass ich weder IS-, noch AlQaida-, noch Taliban-, noch sonstigen Terror unterstütze“

Natürlich nicht. Das dürfte für jeden, der Ihre Kommentare hier kennt auch eine absurde Vorstellung sein. Aber es ist schon bemerkenswert, dass Sie das offenbar (aus Erfahrung?) für nötig halten, wenn Sie die offensichtliche Doppelmoral westlicher Regierungen kritisieren.

10:11 von das ding

>>>Am Ende werden (ausser den USA) so einige Regierungen den Schoenfaebereien der Taliban glauben schenken...<<<

Die Regierung Trump war es, die den Schönfärbereien Glauben geschenkt haben. Meines Wissens nach war das eine US-Regierung.

@ um 10:30 von Mene mene tekel...

"Auch die Taliban wissen noch nicht, ob sie nicht einen Pyrrhussieg errungen haben. Sie waren viel zu unvorbereitet schnell schon in Kabul."

Meiner Ansicht nach haben sich die Taliban 20 Jahre lang auf den Moment vorbereitet, an dem die ausländischen Truppen das Land verlassen haben, schon lange vorher "Schläfer" in alle Bereiche des Landes entsandt und diese auch z.T. mit der afghanischen Armee ausbilden lassen.
Wie auch ich waren die meisten meiner Bekannten der Meinung, dass die Machtübernahme durch die Taliban sehr schnell erfolgen wird. Dass alle Geheimdienste das Tempo der Taliban unterschätzt haben sollen, kann ich nicht glauben.

@10:20 von AlterSimpel

>> Es würde mich aber nicht wundern, wenn
>> der Westen jetzt plötzlich, nachdem er
>> selbst 20 Jahre lang bei jedem Mohnfeld
>> beide Augen fest zugedrückt hat, auf
>> einmal den Drogenhandel kritisieren und
>> den Taliban anlasten würde, während er
>> doch unter unserer Besatzung immer neue
>> Exportrekorde gebrochen hat.

Es würde mich aber nicht wundern, wenn die Taliban jetzt plötzlich, wie bei der letzten Machtübernahme, erstmal alle Mohnfelder zerstören würden. -.-

Am 29. August 2021 um 10:38 von Olivia59

Sie sehen doch, dass der Sprecher sich allerlei Versprechungen abringen lassen musste, an denen die Taliban in Zukunft gemessen werden.
WIe ein anderer user hier sagte... wenn diese nicht unter Beobachtung der Weltöffentlichkeit stehen können sie wirklich machen was sie wollen und das was sie wollen ist vergleichsweise unschön.
_
Es wird vermutlich ohnehin "vergleichsweise unschön". Wie schon des öfteren berichtet wurde, waren die Taliban nie wirklich weg "vom Fenster" und haben im ländlichen Raum weiterhin ihr Unwesen getrieben; und da war die NATO IM Land.
Ob und wie sich die Situation dort gestaltet, werden wir vermutlich erst in einigen Monaten erfahren. Es wird sich, wie so vieles, in erster Linie mit Geld noch am ehesten etwas erreichen lassen aber auch damit kann man nicht alles erreichen, wie der Sprecher der Taleban bereits sagte. Was man macht, wenn die Zusagen nicht eingehalten werden, keine Ahnung. Wieder Streitkräfte entsenden ? Wozu, bringt nix

@ Zweitaktmotor, um 10:19

Taliban und IS haben sich in der Vergangenheit schon immer gegenseitig umgebracht.

Wer sollte also jetzt angesichts der Selbstmordattentate daraus “Kapital schlagen“, und wie?

09:29 von Nachfragerin

>>>Wer aber nicht im Fokus der Weltöffentlichkeit steht, wird seine Ansichten und Meinungen nicht so leicht ändern. Gerade in den abgelegenen Regionen werden die lokalen Kommandeure nach eigenem Ermessen handeln.<<<

Welche abgelegene Region war in den letzten 20 Jahren im Fokus der Politik? Auch der Westlichen? Und was wurde dort verbessert, so dass sich in der Bevölkerung eine Meinungsänderung einstellen konnte?
In den letzten Tagen gab es (mehrfach) eine Doku im Fernsehen
"Ghosts of Afghanistan - Die Macht der Taliban".
Einblicke aus verschiedenen Blickwinkeln, u.a. eines US-Kriegsreporters und einer afghanischen Aktivisten. Diese Reportage versucht ziemlich gut zu erklären, warum es so ist, wie es ist.

@MargaretaK., 10:26

„Die Rechtssprechung in diesen Königreichen [Saudi-Arabien, Qatar) gleicht der des IS. Bei denen aber offenbar nicht so schlimm, denn mit denen können wir Geschäfte machen. Sie werden sogar Stabilitätsanker genannt, obwohl sie alles niederbomben.
Was ich sehe? Doppelmoral westlicher Regierungen.
>> Ausdrücklich füge ich hinzu, dass ich weder IS-, noch AlQaida-, noch Taliban-, noch sonstigen Terror unterstütze“

Natürlich nicht. Das dürfte für jeden, der Ihre Kommentare hier kennt auch eine absurde Vorstellung sein. Aber es ist schon bemerkenswert, dass Sie diesen ausdrücklichen Hinweis (aus Erfahrung?) für nötig halten, wenn Sie die offensichtliche Doppelmoral westlicher Regierungen kritisieren.

von werner1955 um 10:36

" Millonen Bürger und die Armee haben den paar Taliban doch freiwillig überlassen."

Ich gehe davon aus, das diese Sichtweise sich nicht durchseten wird und nur dazu dient, sich von der Verantwortung für das Desaster frei zu sprechen.

@sikgrueblerxyz

"Die Welt muss nicht rätseln, denn die Welt hat ausreichend bewiesen, dass sie die Zustände/Entwicklungen in Afghanistan nicht voraussagen kann"

Ich würde die "Welt" nicht so leicht aus der Verantwortung nehmen.

Man weiß und wusste über Afghanistan relativ viel, man hat es schlicht nur ignoriert, weil es nicht zum westlichen Narrativ einer erfolgreichen Besatzung / Demokratisierung passte.
Auf allen Indizes, wie zB Pressefreiheit, Korruption, Akzeptanz der Demokratie, gesellschaftl. Freiheit, etc. rangierte und rangiert Afghanistan während unserer Besatzung auf den hinteren Plätzen.
Es gab nur minimale Verbesserungen. Die Korruption in Kabul war jedem Politiker im Westen bekannt, der sich nicht Augen und Ohren zugehalten hat.

Was heute dort passiert, war absehbar. Und zwar nicht nur die Bedrohung der Ortskräfte, die jetzt zu recht den aktuellen Regierungen vorgeworfen wird, sondern auch das Umschwenken der Loyalität der Stammesführer.

Am 29. August 2021 um 10:39 von Anderes1961

Wenn man schon meint, über den Islam herziehen zu müssen, nur weil zufälligerweise solche rückwärtsgewandten Menschen wie die Taliban Muslime sind, dann sollte man wenigstens wissen, wovon man redet.
__
Ob da Zufall der richtige Ausdruck ist, wage ich sehr zu bezweifeln angesichts der Tatsache, dass auch so unsympathische Strukturen wie der IS, Al qaida oder der "Gottesstaat" im Iran, Boko haram in Nigeria usw. alle Organisationen, die dem Islam als Leitbild anhängen und in seiner Rückwärtsgewandheit auslegen.
Wie ich schon einmal schrieb, ist beileibe nicht jeder Moslem ein Terrorist dagegen sind jedoch die überwiegenden Terroranschläge auf der Welt, islamistisch begründet. Ich empfehle hierzu mal eine Liste bei Wikipedia. Da kann von ZUFALL wahrlich keine Rede sein.

um 10:21 von fathaland slim

"Steinzeit ganz gewiss nicht. Eher Hollywood-Kostümstück."

Wir sollten schon in der Lage sein, uns fremd erscheiende Kleidungssitten zu akzeptieren und nicht als Hollywood-Kostümstück, zu veralbern.

10:20 von AlterSimpel

>>>Es würde mich aber nicht wundern, wenn der Westen jetzt plötzlich, nachdem er selbst 20 Jahre lang bei jedem Mohnfeld beide Augen fest zugedrückt hat, auf einmal den Drogenhandel kritisieren und den Taliban anlasten würde, während er doch unter unserer Besatzung immer neue Exportrekorde gebrochen hat.<<<

Hinzuzufügen ist, dass der Mohnanbau bei den Taliban im Jahr 2000 verboten war. Der Anbau ging praktisch auf 0 zurück.
Nach der Invasion stieg der Anbau kontinuierlich wieder an. Neben der korrupten Regierung Ghani (Wunschpräsident der USA) haben die Taliban diesen als sehr gute Geldquelle entdeckt.

Am 29. August 2021 um 10:26 von MargaretaK.

Die Rechtssprechung in diesen Königreichen gleicht der des IS. Bei denen aber offenbar nicht so schlimm, denn mit denen können wir Geschäfte machen. Sie werden sogar Stabilitätsanker genannt, obwohl sie alles niederbomben.
Was ich sehe? Doppelmoral westlicher Regierungen.
___
Würden Sie es als sinnvoller ansehen, wenn wir als nächste Aufgabe vllt die NATO-Truppen nach Saudi Arabien, Quatar oder VAE entsenden, damit dort ein anderer Wind weht? Ich freue mich über jeden Krisenherd, den es NICHT gibt.

@fathaland slim - Versprechen, wollen, tun.

10:09 von fathaland slim:
"Ich glaube dieser Bande kein Wort."

So ist das mit der Politik. Zwischen Versprechungen, dem ehrlichen Willen und der tatsächlichen Umsetzung liegen oftmals Welten.

Ich vermute, dass der Machtwechsel außerhalb Kabuls kaum zu spüren ist.

@10:36 von Sisyphos3

Die Splittergruppe des IS hat die Verantwortung übernommen; wer den Anschlag tatsächlich in Auftrag gegeben hat, steht längst nicht fest. Hören Sie dazu mal auf BR 24 das Interview mit Samad Sharif, Journalist und Kulturhistoriker.

@saschamaus75

"Es würde mich aber nicht wundern, wenn die Taliban jetzt plötzlich, wie bei der letzten Machtübernahme, erstmal alle Mohnfelder zerstören würden. -.-"

Ich glaube, das ist eine spannende Frage.
Denn die Taliban haben sicher ein Geldproblem, weil der Westen die bisherigen Quellen versiegen lässt bzw. afgh. Gelder eingefroren hat.
Ohne Geld kann sich aber kein neuer Herrscher lange halten, auch in einer Demokratie nicht.

Vielleicht bekommen ja die Taliban das hin, was die Nato nicht konnte oder wollte: den Drogenhandel zu beenden.
Aber solange die Drogen v.a. Russland und den Iran destabilisieren, wird es manchen ganz recht so sein.

@BuriedBumper

Am 29. August 2021 um 10:42 von BuriedBumper
Die Taliban haben rhetorisch

Die Taliban haben rhetorisch wohl in der Tat eine gewisse Eloquenz erreicht. Aber wie andere hier schon geschrieben haben, es zählen die Taten. Da allerdings gibt es nach berichten unabhängiger Beobachter wie Human Right watch wenig Grund zur Hoffnung. "

Ja, stimmt, merkt man schon daran, daß die Taliban genau das erzählen, was manche im Westen gerne hören wollen, die schon kräftig dabei sind, gegen afghanische Flüchtlinge zu hetzen. Zitat aus dem Artikel: "

"Warum so viele Afghanen aus dem Land fliehen wollten? "Die meisten fliehen gar nicht aus Angst, sondern sind Wirtschaftsflüchtlinge, die in den Westen wollen. Ich kenne die afghanische Gesellschaft. Viele nutzen jetzt einfach nur die Gelegenheit und wollen Asyl, obwohl sie in Wahrheit gar nicht für die Amerikaner gearbeitet haben."

11:19 von AlterSimpel Verantwortung bleibt

"Ich würde die "Welt" nicht so leicht aus der Verantwortung nehmen."
Das tue ich nicht, "die Welt aus der Verantwortung zu nehmen".
"Man weiß und wusste über Afghanistan relativ viel, man hat es schlicht nur ignoriert,"
Eben, man muss seine Ziele/Zielgrößen nach seinem Wissen und nicht nach seinen Wunschvorstellungen gestalten.

@weingasi

Am 29. August 2021 um 11:20 von weingasi1
Am 29. August 2021 um 10:39 von Anderes1961

Wenn man schon meint, über den Islam herziehen zu müssen, nur weil zufälligerweise solche rückwärtsgewandten Menschen [...]
__
Ob da Zufall der richtige Ausdruck ist, wage ich sehr zu bezweifeln angesichts der Tatsache, dass auch so unsympathische Strukturen wie der IS, Al qaida oder der "Gottesstaat" im Iran, Boko haram in Nigeria usw. alle Organisationen, die dem Islam als Leitbild anhängen und in seiner Rückwärtsgewandheit auslegen.
[...]"

Bei der ganzen Bomberei geht es nicht um Religion, sondern um Macht und Geld. Rückwärtsgewandte Menschen egal welchen Glaubens sind immer ein Problem für eine Gesellschaft.

Es ist leider so, daß in muslimisch geprägten Ländern gerade sehr viele Rückwärtsgewandte gibt. Aber die Ursache dafür ist nicht Religion im allgemeinen und Islam im besonderen, sondern hat was mit Geld, Macht und Gesellschaft zu tun. Religion ist nur Vehikel.

Zitat: "Was die Scharia

Zitat:
"Was die Scharia angeht, so kann man jede Schweinerei dadurch rechtfertigen, daß man Aussagen aus Koran und Hadithen zu ihrer Rechtfertigung aus dem Zusammenhang reißt. Die Scharia selbst ist ja nirgendwo aufgeschrieben."

selbst wenn es aufgeschrieben ist wie z.B. bei der Bibel - hält das andere (unsere) Radikalen auch nicht ab - alles und jedes Verbrechen mit "Gott zu rechtfertigen"
Gerade Buch-Religionen neigen ja dazu voll von antagonistischen Widersprüchen in den Aussagen zu sein
man kann ja keine "ultimative" Wahrheit korrigieren wenn man afu solche Widersprüche trifft - das setzt ja das grundlegende Axiom dier betreffenden Weltanschauung ausser Kraft
und so ist die Aussage von der "absoluten göttlichen Weissheit" die man als Sterblicher per Definition nicht hat - ein wunderbares Schutzschild um dahinter alle Verbrechen zu verstecken bzw. diese als gute Taten umzudeuten
wie z.B das Verbrennen auf dem Scheiterhaufen - der ja die unsterbliche Seele von der irdischen Hülle...

09:15 von Traumfahrer

"Taliban !

Ich sehe auf dem Bild nur bärtige Steinzeitmenschen"

,.,.,

Sorry - das ist aber eines der billigen nachgeplapperten Propaganda-Schlagwörter der sehr-rechten Szene.

Was natürlich nicht heißt, dass Schreiber tatsächlich auf der Basis einer Kleidung dessen Charakter zu erkennen meint.

Ich vermute, dass dann auch die Menschen bei uns charakterlich verurteilt werden, auf der Basis ihrer Kleidung oder ihres Bartes.

@0_Ahnung

"Ich hoffe, dass sich die Taliban vor der Übernahme der Macht einer freien Wahl stellen und dass andere, vielleicht eher gemäßigte Kräfte dabei auch eine faire Chance erhalten."

Lesen Sie doch mal die Berichterstattung zu den Wahlen dort in den letzten 20 Jahren.
Auf dem Demokratieindex rangierte Afgh. 2020 auf Platz 139 von 167.

Ich denke, die Taliban werden sich von einer Großen Ratsversammlung legitimieren lassen, indem sie den Provinzfürsten Zugeständnisse machen (müssen, ggfs. auch beim Drogenhandel).
Kommt es dazu, würde sich der Westen schwer tun, die Taliban nicht anzuerkennen, denn diese Ratversammlung hat ja oft auch unser Vorgehen dort legitimiert. Wir könnten das jetzt nicht einfach ignorieren.

@ Joe70

Zitat: "Die Taliban nutzen jetzt unsere Kriegausrüstungen weiter, besser konnten sie es gar nicht bekommen."
#
Sie haben bestenfalls Restbestände bekommen, der Überwiegende Teil wurde zurückgeführt. Das was geblieben ist sind Fahrzeuge die mangels Wartung und Ersatzteile dann die Wüsten zieren werden.
Die Ausrüstung der regulären Afghanistanischen "Streitkräfte" umfasste keine Systemwaffen wie eine moderne Flug- oder Panzerabwehr ec. ... diese Waffen besaßen/besitzen weder Taliban noch der IS.
Die Lieblingswaffen werden auf absehbare Zeit die Kalaschnikow und ähnlich einfache sein.
Ich kann mir nämlich nicht vortstellen, dass China, Russland, Pakistan oder anderen an einem waffenstarrenden Afghanistan gelegen ist ...

@weingasi1

"[...] Ob da Zufall der richtige Ausdruck ist, wage ich sehr zu bezweifeln angesichts der Tatsache, dass auch so unsympathische Strukturen wie der IS, Al qaida oder der "Gottesstaat" im Iran, Boko haram in Nigeria usw. alle Organisationen, die dem Islam als Leitbild anhängen und in seiner Rückwärtsgewandheit auslegen. [...]"

Daß diese Rückwärtsgewandtheit nicht der Religion zu tun hat, sondern mit den Menschen können Sie schon erkennen, wenn Sie sich mal mit der Geschichte Arabiens und des Islam beschäftigen.

Es gab eine Zeit, die nennt sich goldenes Zeitalter des Islam (Wiki fragen), etwa 750 bis 1260 n. Chr. In der sprach die Wissenschaftswelt arabisch (außer bei kirchlichen Schriften). Arabische Wissenschaftler waren führend in der damaligen Welt, Astronomie, Mathematik, Medizin (die arabische Medizin war der europäischen um Lichtjahre voraus). Astronomische Tabellen arabischer Wissenschaftler werden heute noch verwendet. Rückwärtsgewandtheit hat nichts mit Religion zu tun.

Werner40 (09:33)

40 Millionen Afghanen sollten eigentlich gegenüber sehr viel weniger Taliban ein deutliches Übergewicht darstellen.
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10 Millionen Weißrussen sollten eigentlich auch gegenüber Lukaschenko ein deutliches Übergewicht darstellen. Das Problem ist, dass die Machthaber für ihre Brutalität bekannt sind, mit der sie ihre Macht durchsetzen, und das schürt Angst. Erst wenn die Wut der Angst so weit überwiegt, dass die Leute keine Angst mehr um ihr eigenes Leben haben, kommt es zur Revolution. Und die kommt dann, je nachdem, wie lange sich der Volkszorn angestaut hat, im Dominoeffekt. Einige wenige fangen an, und mehr schließen sich an, schneller als die Staatsmacht agieren kann. Und nach der Revolution merken die Revolutionäre dann, dass sie sich doch gar nicht so einig sind, nur dass der alte Machthaber wegmusste. Und so kommt es dann zum Machtvakuum, in dem sich einer durchsetzen und der neue Diktator wird. Eine Revolution besteht selten aus nur einer Welle.

Am 29. August 2021 um 11:07 von saschamaus75

Es würde mich aber nicht wundern, wenn die Taliban jetzt plötzlich, wie bei der letzten Machtübernahme, erstmal alle Mohnfelder zerstören würden. -.-
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Sie schrieben kürzlich bereits Ähnliches. Dort wurde Ihnen das bereits widerlegt. Das mit der Zerstörung der Mohnfelder war vllt vor 20 Jahren mal so, mittlerweile hat man längst entdeckt, welche Gelder sich dadurch generieren lassen und nutzt das natürlich auch. Auch Terroristen benötigen viel Geld für die Korruption, um Waffen zu kaufen, um Ausbildungsstätten und (Koran-)Schulen zu unterhalten usw.. Da werden sie sich diese riesige Einnahmequelle doch nicht entgehen lassen. Und die Warlords/Gouverneure in den entsprechenden Gebieten werden das auch nicht zulassen und die bzw. deren Akzeptanz brauchen die Taliban, sonst gibt das nix.

Warum so viele Afghanen aus dem Land fliehen wollten, fragt Ute

Bruckner den Taliban-Pressesprecher S. Shaheen, "Die meisten fliehen gar nicht aus Angst, sondern sind Wirtschaftsflüchtlinge, die in den Westen wollen. Ich kenne die afghanische Gesellschaft. Viele nutzen jetzt einfach die Gelegenheit und wollen Asyl, obwohl sie in Wahrheit gar nicht für die Amerikaner gearbeitet haben."

Dr. Sarholz, Oberst a. D zur Evakuierung von Ortskräften. Was die Ortskräften angeht, so habe ich einen anderen Zugang als der in den Medien verbreitet wird. Als Kommandant von Camp Warehouse hatte ich einige Ortskräfte. Diese jungen Männer (bei Radio Andernach gab es auch Afghaninnen) kannten haargenau die Situation in der sie umgebenden Gesellschaft.

Selbstlosigkeit war das Letzte, was diese Leute angetrieben hat, um für uns zu arbeiten. Diese romantisch-idealisierenden Vorstellungen sind dort unbekannt und stoßen auf völliges Unverständnis.

Das Leben ist viel zu hart, um sich mit Wohlstandsgefasel zu beschäftigen. Es lohnte sich einfach, für uns zu arbeiten.

@weingasi1 um 11:20

>Wie ich schon einmal schrieb, ist beileibe nicht jeder Moslem ein Terrorist dagegen sind jedoch die überwiegenden Terroranschläge auf der Welt, islamistisch begründet.<

Also die Mehrzahl der Terroranschläge hierzulande geht auf einheimische rechtsradikale zurück.
Das ist in den meisten Ländern so.

In Ländern in denen die einheimischen Rechtsradikalen Islamisten sind sind das dann eben die Islamisten die sie begehen.

0_Ahnung (09:52)

Ich hoffe, dass sich die Taliban vor der Übernahme der Macht einer freien Wahl stellen und dass andere, vielleicht eher gemäßigte Kräfte dabei auch eine faire Chance erhalten. Es kann ja nicht sein, dass man sich die Macht mit der Kalaschnikow in der Hand nimmt.
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Freie Wahl? Wovon träumen Sie? Die Taliban haben nicht die Macht im Land übernommen, um sich einer Wahl zu stellen, sondern um zu herrschen und dem Volk die eigenen Wertvorstellungen aufzudrücken. Demokratie und Menschenrechte sind für sie eine Erfindung der verweichlichten westlichen Welt und nicht in Einklang zu bringen mit dem Recht Gottes.

Am 29. August 2021 um 10:38 von Olivia59

Sie sehen doch, dass der Sprecher sich allerlei Versprechungen abringen lassen musste, an denen die Taliban in Zukunft gemessen werden.
WIe ein anderer user hier sagte... wenn diese nicht unter Beobachtung der Weltöffentlichkeit stehen können sie wirklich machen was sie wollen und das was sie wollen ist vergleichsweise unschön.
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Glauben Sie selbst was Sie im ersten Satz geschrieben haben?
Den Terroristen ist es egal was die Weltöffentlichkeit über Sie denkt.
Die Gräueltaten dieser Idioten werden nur in teilen an die Öffentlichkeit kommen und werden dann von diesen geleugnet.
Herr Biden hat den Taliban Militärausrüstung im Wert von über 80 Milliarden Dollar überlassen, darunter über 600.000 Schusswaffen.
Die Bodenschätze die Sie jetzt besitzen ist nicht zu verachten und wird die Bande zu einem "verlässlichen" Handelspartner für jede Nation machen.

Am 29. August 2021 um 11:49 von Anderes1961

Es ist leider so, daß in muslimisch geprägten Ländern gerade sehr viele Rückwärtsgewandte gibt. Aber die Ursache dafür ist nicht Religion im allgemeinen und Islam im besonderen, sondern hat was mit Geld, Macht und Gesellschaft zu tun. Religion ist nur Vehikel.
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Nö. Ihre Aussage widerspricht vollkommen der Tatsache, dass es auch andernorts Strukturen gibt, hinsichtlich Geld, Macht und Gesellschaft. Z.B. in Süd- und Mittelamerika, auf den Philippinen, in vielen Ländern Afrikas.
Dabei handelt es sich auch ausnahmslos um arme bis sehr arme Länder und somit auch sehr viele arme Menschen. Keines von diesen Ländern (in Afrika gibt es ja auch einige christlich geprägte Länder ) hat im Zusammenhang mit Terrorismus von sich reden gemacht. Auch wenn es Ihnen nicht behagt, so ist dennoch der intern. Terrorismus nicht gänzlich aber zum überwiegenden Teil islamistisch geprägt.
Das ist doch unstrittig, oder ?

@AlterSimpel um 11:56

>Kommt es dazu, würde sich der Westen schwer tun, die Taliban nicht anzuerkennen, denn diese Ratversammlung hat ja oft auch unser Vorgehen dort legitimiert. Wir könnten das jetzt nicht einfach ignorieren.<

Ach, Problemlos.
Schließlich kamen wir als verbündete der Nordallianz in der immerhin die Letzten Repräsentanten der letzten International anerkannten Afghanischen Regierung (Aka die Warlords) saßen (Die Talibanregierung war ja nur von USA, Pakistan und ein paar anderen Spaßvögeln anerkannt worden, aber nie von der UN-Mehrheit).

Die Versammlung des Stammesadels hinterher war ja nix als showbiz

Aber ja, das die Taliban das Stück wegen dem großen Erfolg neu inszenieren könnte passieren.
Oder sie setzen, wie beim Letzten mal, auf Zentralisierung ; das passt eher zur Struktur der Organisation.

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