Kommentare

Taliban !

Ich sehe auf dem Bild nur bärtige Steinzeitmenschen, die versuchen, sich ein moderates Erscheinungsbild zu verschaffen. Wenn sie wirklich es ehrlich meinen würden, dann bräuchten sie nur klar benennen und auch in Taten zeigen, dass sich niemand fürchten braucht.
Sicher sie haben dazu gelernt, aber trotzdem ist dies ein Haufen von uralten Ansichten, religiösem Wahn, Selbstherrlichkeit, und Machtlust, die sie sicher noch viel deutlicher zeigen werden.
da sind sie nicht besser wie andere Diktatoren !

Entscheidend ist die Umsetzung vor Ort.

Herr Shaheen ist Politiker genug, um seine Meinung den Umständen entsprechend anzupassen. Insofern können die Absichten der Talibanführung durchaus ernst gemeint sein.

Wer aber nicht im Fokus der Weltöffentlichkeit steht, wird seine Ansichten und Meinungen nicht so leicht ändern. Gerade in den abgelegenen Regionen werden die lokalen Kommandeure nach eigenem Ermessen handeln.

Danke an Frau Bruckner für

Danke an Frau Bruckner für dieses Interview. Es bleibt wohl wirklich nur abzuwarten, wie sich die Lage weiter entwickeln wird. 40 Millionen Afghanen sollten eigentlich gegenüber sehr viel weniger Taliban ein deutliches Übergewicht darstellen.

„Wie sich die Taliban in Doha präsentieren“

Sind Politiker ehrlich? Hier ein Hinweis zur Auflösung des „Rätsels“: Die Antwort der Taliban zur Frage: „Warum so viele Afghanen aus dem Land fliehen wollten?“:
"Die meisten fliehen gar nicht aus Angst, sondern sind Wirtschaftsflüchtlinge, die in den Westen wollen“

@ Traumfahrer

Taliban ! Ich sehe auf dem Bild nur bärtige Steinzeitmenschen ...

Woran machen Sie die Steinzeit denn fest? In der Steinzeit hatten die Menschen doch z.B. keine gewebten Stoffe.

Wie sich die Taliban in Doha präsentieren

Trau, schau, wem!
Nach dem kompletten Abzug der US-Truppen wird sich recht schnell herausstellen, was von den "Versprechen" der Taliban zu halten ist.

@Traumfahrer Zitat: "Ich sehe

@Traumfahrer
Zitat:
"Ich sehe auf dem Bild nur bärtige Steinzeitmenschen, die versuchen, sich ein moderates Erscheinungsbild zu verschaffen. Wenn sie wirklich es ehrlich meinen würden, dann bräuchten sie nur klar benennen und auch in Taten zeigen, dass sich niemand fürchten braucht."

Nun - schaut man sich die Bilder der Regierungsmitglieder von SaudiArabien oder den VAE an - so sind die auch alle bärtig und mit Turban bekleidet.

Also auch alles nur Steinzeitmenschen - da in SA die Scharia in ähnlich extrem konservativer Auslegung existiert.
Hält "uns Westler" aber nicht davon ab mit beiden prächtige Geschäfte zu machen - in den VEA wird seit Jahrzehnten noch kräftig Urlaub gemacht
und
hier kräftig beworben wird mit zig hundert TV-Beiträgen.

Am Islam als Religion oder der Bekleidung der dortigen Bewohner kann man rein gar nix festmacht!!

Regierungsübernahme

Ich hoffe, dass sich die Taliban vor der Übernahme der Macht einer freien Wahl stellen und dass andere, vielleicht eher gemäßigte Kräfte dabei auch eine faire Chance erhalten. Es kann ja nicht sein, dass man sich die Macht mit der Kalaschnikow in der Hand nimmt.

Frau Brücker hat sich

Frau Brücker hat sich verhüllt um den Propagandasprecher der Taliban eine Bühne zu geben. Diese Bilder werden jetzt in Afghanistan gezeigt welche Macht die Taliban haben wenn sich sogar westliche Frauen in Demuth vor Ihnen zeigen.
Das Sie bei dem Interview angelogen wurde, sollte jedem klar sein.
Welches Nutzen hatte also das Gespräch mit diesem Verbrecher?

Re : Werner 40 !

In den Städten wird es wahrscheinlich etwas moderater sein, nur auf dem Land, da haben sich noch nicht wirklich viele weiter entwickelt, und leben noch wie vor hundertfünfzig Jahren mit den uralten Regeln.
Da wird der Widerstand gegen die Taliban nicht wirklich groß sein. Leider !

09:15 von Traumfahrer

da sind sie nicht besser wie andere Diktatoren !
-------------------
.
eben !

wobei "bärtige Steinzeitmenschen", liegt es nur am Outfit ?
(fehlende Krawatte) Menschen zu beurteilen
Lukaschenko trägt Anzug, gebügeltes Hemd/Krawatte
trotzden glaube ich bei dem Wahn, Selbstherrlichkeit, und Größenwahn zu erkennen

Das wäre der beste Moment,

Das wäre der beste Moment, Katar auf eine Rote Liste zu packen.
Da hilft nur Stubenarest und viel Zeit, um nachzudenken. Katar ist so winzig und unbedeutend, wir müssen von dort kein Öl kaufen. Der Iran wird auch isoliert. Da muss man konsequent bleiben.

@0_Ahnung Zitat: "@

@0_Ahnung
Zitat:
"@ Traumfahrer
Taliban ! Ich sehe auf dem Bild nur bärtige Steinzeitmenschen ...
>Woran machen Sie die Steinzeit denn fest? In der Steinzeit hatten die Menschen doch z.B. keine gewebten Stoffe.<"

Nun - in der Steinzeit waren Mann und Frau faktisch gleichberechtigt - da gab es weder eine Männer- noch eine Frauen-"Herrschaft"
Man überlebte nur wenn man GEMEINSAM aggierte.
Das "historische" Bild vom "jagenden" Mann und der "Beeren sammelnden" Frau stammt aus dem späten 19. Jahrhundert als die Ehefrau das Mündel ihres Wissenschaft betreibenden Ehemannes war
und
defacto bis in die 1970 Jahre blieb.

>>Einen Tag später - eine

>>Einen Tag später - eine Begegnung mit einer Frau, die aus Afghanistan geflohen ist. Sie ist nervös, ihre wahre Identität soll unter keinen Umständen verraten werden; eine kluge, warmherzige Frau.
Den Aussagen von Sprecher Shaheen glaubt sie kein Wort. Alles sei nur Rhetorik, um der internationalen Gemeinschaft etwas vorzugaukeln.<<

Sehe ich genauso wie die die afghanische Frau.

>>Die Taliban halten nichts von Demokratie, sie sind gegen Wahlen.<<

Die von Allah gesandten Verse, der Koran, die Scharia, das ist das Gesetz!

Demokratie: das sind Gesetze von Menschen gemacht. Die gelten nichts- steht übrigens auch im Koran.

>>Wer die Schuld trage an diesem Desaster? Ja, neben den Amerikanern, die nun das Land den Taliban überlassen hätten, seien es natürlich auch die Afghanen selbst <<

Die Amerikaner haben völkerrechtswidrig in Afghanistan ein Scherbenhaufen geschaffen und denselben verlassen. Das ist das Markenzeichen der Amerikaner.

Hauptschuld den Afghanen zu geben ist richtig.

@ 0_Ahnung, um 09:52

“Freie Wahl“ - und das meinen Sie ernst?

Die Taliban haben längst gewählt, und sie haben bereits die Macht, daran gibt es leider nichts zu deuteln.

Es gibt mindestens 3

Es gibt mindestens 3 unterschiedliche Richtungen der Taliban, die miteinander im Konflikt stehen; die Gruppe in und um Kabul gilt dabei als radikalste, so dass zu befürchten steht, dass viele der moderaten Töne eine geringe Halbwertszeit haben und das Talibanregime schnell zu brutalem Vorgehen gegen Frauen, Mädchen und alle in der Zivilgesellschaft, die für Menschenrechte, Bildung und Kultur eintreten, zurückkehren wird. Übrigens gibt es durchaus ernstzunehmende Hinweise, dass der Anschlag am Kabuler Flughafen ein Taliban-Anschlag sein könnte im Kampf um die Vorherrschaft, wie u.a. der gebürtige afghanische Journalist und Kulturhistoriker Samad Sharif berichtet.

Die Welt muss nicht rätseln,

denn die Welt hat ausreichend bewiesen, dass sie die Zustände/Entwicklungen in Afghanistan nicht voraussagen kann. Der Ansatz kann nur sein,
die realpolitischen Entwicklungen zu beobachten und bei ausreichend sicher erkannten Chancen/Risiken adäquat minimal invasiv zu
reagieren.

09:29, Nachfragerin

>>Herr Shaheen ist Politiker genug, um seine Meinung den Umständen entsprechend anzupassen. Insofern können die Absichten der Talibanführung durchaus ernst gemeint sein.<<

Ich glaube dieser Bande kein Wort.

10:00 von Miauzi

Nun - in der Steinzeit waren Mann und Frau faktisch gleichberechtigt - da gab es weder eine Männer- noch eine Frauen-"Herrschaft"
-----------

weiß man´s
also schriftlich überliefert ist wenig :-)
bestenfalls kann man vermuten

Das wird geglaubt werden!

Am Ende werden (ausser den USA) so einige Regierungen den Schoenfaebereien der Taliban glauben schenken, denn damit ist man aus dem Schneider und kann weiter schlafen und was Schoenes traeumen. Das erinnert an die Selbstverpflichtungen in Bezug auf z.B. Umwelt- oder Tierschutz, den Deutschland seiner Wirtschaft und Industrie "auferlegt" hat, bzw. im gleichem Atemzug dran "glaubte". Damit man weiter schlafen kann.

@Traumfahrer

"
Am 29. August 2021 um 09:15 von Traumfahrer
Taliban !

Ich sehe auf dem Bild nur bärtige Steinzeitmenschen, die versuchen, sich ein moderates Erscheinungsbild zu verschaffen. [...]"

Sie können sich ja Metaphern ausdenken wie Sie wollen, um die Taliban zu beschreiben. Aber bitte, dann aber auch eine Metapher, die paßt.

Wenn Sie sie als Steinzeitmenschen bezeichnen offenbart das lediglich Ihre Ahnungslosigkeit über die Menschen in der Steinzeit.

Die wußten zwar weniger als wir (logisch), waren aber nicht dümmer. Außerdem pflegten sie ein komplexe Familienstrukturen, was auf Empathie beruhte und hatten auch schon die Globalisierung, die einzelnen Gruppen waren über 1000de Kilometer untereinander vernetzt durch Handelsbeziehungen, dem Internet der damaligen Zeit, war nur etwas langsamer.

Wenn sie das nicht gehabt hätten, wäre der Mensch einfach ausgestorben, so wie der Neandertaler. Alles belegt durch zahlreiche Funde.

Am 29. August 2021 um 09:52 von 0_Ahnung

Ich hoffe, dass sich die Taliban vor der Übernahme der Macht einer freien Wahl stellen und dass andere, vielleicht eher gemäßigte Kräfte dabei auch eine faire Chance erhalten. Es kann ja nicht sein, dass man sich die Macht mit der Kalaschnikow in der Hand nimmt.
___
Sie machen Ihrem nick-name wahrlich alle Ehre.
Die Bürger Afghanistans, die man jetzt ausgeflogen hat, können Briefwahl machen.
Genau wie bei uns ohne Porto zu bezahlen.
Hinsichtlich Ihres letzten Satzes beneide ich Sie allerdings ein wenig ob Ihrer Naivität.

Es könnte ein Anflug von Ironie vorhanden sein.

"Ich hoffe, dass sich die

"Ich hoffe, dass sich die Taliban vor der Übernahme der Macht einer freien Wahl stellen und dass andere, vielleicht eher gemäßigte Kräfte dabei auch eine faire Chance erhalten. Es kann ja nicht sein, dass man sich die Macht mit der in der Hand nimmt."

Die Hoffnung, dass sich die Taliban einer freien Wahl stellen, erscheint mir völlig unrealistisch.
Es ist auch sehr zu bezweifeln, dass sie auf Dauer tragfähige Strukturen aufbauen können und dann bleibt ihnen nur die Kalaschnikow.

Und es ist zu fürchten, dass ihnen trotzdem vom
Westen unter die Arme gegriffen wird, wie es jetzt auch bei Belarus erfolgt.

Diplomatie

Offenbar sind doch die Taliban und der IS verfeindet und auch Talibankämpfer sind bei den Bombenanschlägen gestorben. Ließe sich daraus nicht Kapital schlagen?

@Nachfragerin, 9:29h

"Wer aber nicht im Fokus der Weltöffentlichkeit steht, wird seine Ansichten und Meinungen nicht so leicht ändern. Gerade in den abgelegenen Regionen werden die lokalen Kommandeure nach eigenem Ermessen handeln."

Die ländlichen Gegenden, und das ist in Afghanistan über 90% des Landes, wurde auch in den letzten 20 Jahren von unserer Politik und unserer Presse nicht besonders in den Fokus genommen.
Dort regierten auch während unserer angeblich demokratiefördernden Besatzung die "Provinzfürsten" nach ihrem Gusto.

Mit welchem Recht wollen wir jetzt also den Taliban vorwerfen, dass im Hinterland nach wie vor nach uralten Bräuchen regiert wird?
Uns hat es doch anscheinend auch nicht gestört.

Es würde mich aber nicht wundern, wenn der Westen jetzt plötzlich, nachdem er selbst 20 Jahre lang bei jedem Mohnfeld beide Augen fest zugedrückt hat, auf einmal den Drogenhandel kritisieren und den Taliban anlasten würde, während er doch unter unserer Besatzung immer neue Exportrekorde gebrochen hat.

Die Taliban lachen sich tot...

und wenn das Ganze nicht derart grausam wäre, wäre es auch zum Totlachen. Die Taliban nutzen jetzt unsere Kriegausrüstungen weiter, besser konnten sie es gar nicht bekommen. Aber darauf sind wir ja spezialisiert.
Und die ganze Welt hat es noch dazu gewusst, dass es so kommt.
Mit dem Abzug der US-und internationalen Truppen ist die ganze Situation wieder um über zwanzig Jahre zurück versetzt. Es beginnt quasi von vorn mit Vergeltung und Vergeltungen der Vergeltungen.

09:52, Miauzi

>>Nun - schaut man sich die Bilder der Regierungsmitglieder von SaudiArabien oder den VAE an - so sind die auch alle bärtig und mit Turban bekleidet.

Also auch alles nur Steinzeitmenschen - da in SA die Scharia in ähnlich extrem konservativer Auslegung existiert.
Hält "uns Westler" aber nicht davon ab mit beiden prächtige Geschäfte zu machen<<

Steinzeit ganz gewiss nicht. Eher Hollywood-Kostümstück.

Natürlich machte man mit Saudi-Arabien Geschäfte. Nicht nur die Westler. Saudi-Arabien verkauft nämlich Öl. Und das war und ist immer noch für industrialisierte Länder, was für den Junkie das Heroin ist.

Dieser Vergleich stammt nicht von mir. Er ist von Kurt Vonnegut. Aus seinem Buch „Mann ohne Land“. Sehr zu empfehlen, auch und gerade im vorliegenden Zusammenhang.

Was die Scharia angeht, so kann man jede Schweinerei dadurch rechtfertigen, daß man Aussagen aus Koran und Hadithen zu ihrer Rechtfertigung aus dem Zusammenhang reißt. Die Scharia selbst ist ja nirgendwo aufgeschrieben.

10:05, morgentau19

>>Die von Allah gesandten Verse, der Koran, die Scharia, das ist das Gesetz!

Demokratie: das sind Gesetze von Menschen gemacht. Die gelten nichts- steht übrigens auch im Koran.<<

Ihre Auslegung des Korans ist aber wirklich eine extremst konservativ-fundamentalistische. Es hört sich fast an, als hätten Sie an der Dar ul-‘Ulum in Deoband studiert.

09:15 von Traumfahrer

>>>Ich sehe auf dem Bild nur bärtige Steinzeitmenschen, die versuchen, sich ein moderates Erscheinungsbild zu verschaffen. <<<

Da ist sie wieder - die Steinzeit.
Wenn man Bilder der Königsfamilie in Saudi-Arabien oder Bilder des Emirs von Qatar oder ... anschaue, was sieht man? Bärtige Männer mit Turban oder Kufiya, etwas mehr BlingBling, ein moderates (modernes?) Erscheinungsbild. Sie geben sich nach außen gemäßigt, im Inneren wüten sie. Frauen dürfen! Auto fahren und ins Kino - wie fortschrittlich. Die Eingesperrten, Gefolterten, Hingerichteten und Vergewaltigten verschwinden im Dunkeln. Die Rechtssprechung in diesen Königreichen gleicht der des IS. Bei denen aber offenbar nicht so schlimm, denn mit denen können wir Geschäfte machen. Sie werden sogar Stabilitätsanker genannt, obwohl sie alles niederbomben.
Was ich sehe? Doppelmoral westlicher Regierungen.
Ausdrücklich füge ich hinzu, dass ich weder IS-, noch AlQaida-, noch Taliban-, noch sonstigen Terror unterstütze.

@Sisyphos3

"
Am 29. August 2021 um 10:10 von Sisyphos3
10:00 von Miauzi

Nun - in der Steinzeit waren Mann und Frau faktisch gleichberechtigt - da gab es weder eine Männer- noch eine Frauen-"Herrschaft"
-----------

weiß man´s
also schriftlich überliefert ist wenig :-)
bestenfalls kann man vermuten"

Ja, weiß man. Belegt durch zahlreiche Funde. Man weiß inzwischen sehr viel über das Leben in der Steinzeit.

Auch die Taliban wissen noch nicht,

ob sie nicht einen Pyrrhussieg errungen haben. Sie waren viel zu unvorbereitet schnell schon in Kabul. Einen echten Zusammenhalt zwischen Regierungsmitgliedern, vergangenen Regierungsmitgliedern, Volksgruppen gibt es nicht, sonst könnte es nicht sein, daß die einen vorgeben, von den anderen nichts zu wissen. - Die Taliban haben die Chance, einer Hälfte der Bevölkerung nicht eine Lebensweise überzustülpen, die sie nicht will. - Die Lehren aus der Vergangenheit lassen nichts Gutes erahnen; die Taliban haben die Chance, diese Erfahrungen nicht zu bestätigen. Sie mögen diese Chance wahren. -

Wie rigide die Taliban regieren werden?

Werden wir nurt feststellen wenn wir mit Ihne verhandeln.

So wie wir das mit allen andern terrorgruppen der Welt gemacht haben Von der PLO, Fatach, IRA, RTA, Iran, Gadafie usw.

Selbst mit der Hamas die mehr als 5000 Raketen auf friedliche Bürger abfeuert zahlen wir Hilfgelder und Unterstützung.

Alles kann nur besser werden als 40 jahre Krieg und Besatzung.

@09:15 von Traumfahrer

>> Ich sehe auf dem Bild nur bärtige
>> Steinzeitmenschen

Echt??? Ich sehe auf dem Bild nur Menschen in der ortsüblichen Tracht. oO

vor der Übernahme der Macht

von 0_Ahnung @

Sie haben doch schon die macht. Die Millonen Bürger und die Armee haben den paar Taliban doch freiwillig überlassen.

Wer will den jetzt noch Wählen und was?

10:07 von SinnUndVerstand

Es gibt mindestens 3 unterschiedliche Richtungen der Taliban, die miteinander im Konflikt stehen
-------
wenn die sich nicht mal grün sind
dann kommen noch der IS dazu, und was weiß ich wieviel andere islamistische Gruppen

im übrigen wurde der Anschlag vom IS verübt ......

@09:54 von tagesschlau2012

"Frau Brücker hat sich verhüllt um den Propagandasprecher der Taliban eine Bühne zu geben. Diese Bilder werden jetzt in Afghanistan gezeigt welche Macht die Taliban haben wenn sich sogar westliche Frauen in Demuth vor Ihnen zeigen.
Das Sie bei dem Interview angelogen wurde, sollte jedem klar sein.
Welches Nutzen hatte also das Gespräch mit diesem Verbrecher?"

Sie sehen doch, dass der Sprecher sich allerlei Versprechungen abringen lassen musste, an denen die Taliban in Zukunft gemessen werden.
WIe ein anderer user hier sagte... wenn diese nicht unter Beobachtung der Weltöffentlichkeit stehen können sie wirklich machen was sie wollen und das was sie wollen ist vergleichsweise unschön.

@morgenthau19

"[...] Die von Allah gesandten Verse, der Koran, die Scharia, das ist das Gesetz!

Demokratie: das sind Gesetze von Menschen gemacht. Die gelten nichts- steht übrigens auch im Koran.[...]"

Die Sharia ist die Gesamtheit der Glaubensregeln im Islam. Entspricht etwa dem, was für die Christen der Katechismus ist.

Das Gesetz - ich nehme mal an, Sie werden das Strafrecht meinen - basiert auf der Sunna (Sammlung von Bräuchen, Werten und Normen), der Fiqh (Rechtsvorschriften) und den Hadithen (Überlieferungen Mohameds).

Und nein. Daß von Menschen gemachte Gesetze nichts gelten, steht nicht im Koran. Das ist Unfug.

Wenn man schon meint, über den Islam herziehen zu müssen, nur weil zufälligerweise solche rückwärtsgewandten Menschen wie die Taliban Muslime sind, dann sollte man wenigstens wissen, wovon man redet.

Gibt es DIE Taliban?

Ich halte es für möglich, dass bei den Taliban es Radikale und Gemäßigte gibt und es daher Uneinigkeit gibt.
Was nutzt es einer afghanischen Frau, wenn die Taliban in Kabul sich gemäßigt geben und auf dem flachen Land ein paar radikale Taliban Gewalt gegenüber Frauen ausüben?
Aber vielleicht gibt es mittelfristige Veränderungen, so dass dann hoffentlich alle Taliban sehr gemäßigt sind?

Die Taliban haben rhetorisch

Die Taliban haben rhetorisch wohl in der Tat eine gewisse Eloquenz erreicht. Aber wie andere hier schon geschrieben haben, es zählen die Taten. Da allerdings gibt es nach berichten unabhängiger Beobachter wie Human Right watch wenig Grund zur Hoffnung. Es wird von Massenexekutionen afghanischer Sicherheitskräfte ebenso berichtet wie von Misshandlungen von Frauen. Zwar scheint man noch direkt in Kabul die Füße still zu halten aber ich fürchte auch dort wird bald das große Schlachten beginnen

@fathaland slim

"
Am 29. August 2021 um 10:25 von fathaland slim
10:05, morgentau19

>>Die von Allah gesandten Verse, der Koran, die Scharia, das ist das Gesetz!

Demokratie: das sind Gesetze von Menschen gemacht. Die gelten nichts- steht übrigens auch im Koran.<<

Ihre Auslegung des Korans ist aber wirklich eine extremst konservativ-fundamentalistische. Es hört sich fast an, als hätten Sie an der Dar ul-‘Ulum in Deoband studiert."

Angesichts dessen, was die Userin über den Islam schreibt, bezweifle ich sehr stark, daß ihr Dar ul-'Ulum in Deoband irgendetwas sagt.

Bauchgefühl kann man nicht studieren, nirgendwo.

"Occupation is occupation"?

"Occupation is occupation"? So einfach ist das nun wirklich nicht. Die USA waren keine Besatzer, und sie wurden von der Afghanischen Regierung unterstützt.

Was die Taliban jetzt machen -- das ist indeed eine "Occupation".

Es ist schrecklich, sich das ganze mit ansehen zu müssen. Grobe Fehler wurden gemacht, aber diese Situation wäre nie aufgekommen, wenn man durchgehalten hätte.

10:19, Zweitaktmotor

>>Diplomatie
Offenbar sind doch die Taliban und der IS verfeindet und auch Talibankämpfer sind bei den Bombenanschlägen gestorben. Ließe sich daraus nicht Kapital schlagen?<<

Sie verwechseln Diplomatie mit der Büchse der Pandora.

@MargaretaK., 10:26

„Die Rechtssprechung in diesen Königreichen [Saudi-Arabien, Qatar) gleicht der des IS. Bei denen aber offenbar nicht so schlimm, denn mit denen können wir Geschäfte machen. Sie werden sogar Stabilitätsanker genannt, obwohl sie alles niederbomben.
Was ich sehe? Doppelmoral westlicher Regierungen.
>> Ausdrücklich füge ich hinzu, dass ich weder IS-, noch AlQaida-, noch Taliban-, noch sonstigen Terror unterstütze“

Natürlich nicht. Das dürfte für jeden, der Ihre Kommentare hier kennt auch eine absurde Vorstellung sein. Aber es ist schon bemerkenswert, dass Sie das offenbar (aus Erfahrung?) für nötig halten, wenn Sie die offensichtliche Doppelmoral westlicher Regierungen kritisieren.

10:11 von das ding

>>>Am Ende werden (ausser den USA) so einige Regierungen den Schoenfaebereien der Taliban glauben schenken...<<<

Die Regierung Trump war es, die den Schönfärbereien Glauben geschenkt haben. Meines Wissens nach war das eine US-Regierung.

@ um 10:30 von Mene mene tekel...

"Auch die Taliban wissen noch nicht, ob sie nicht einen Pyrrhussieg errungen haben. Sie waren viel zu unvorbereitet schnell schon in Kabul."

Meiner Ansicht nach haben sich die Taliban 20 Jahre lang auf den Moment vorbereitet, an dem die ausländischen Truppen das Land verlassen haben, schon lange vorher "Schläfer" in alle Bereiche des Landes entsandt und diese auch z.T. mit der afghanischen Armee ausbilden lassen.
Wie auch ich waren die meisten meiner Bekannten der Meinung, dass die Machtübernahme durch die Taliban sehr schnell erfolgen wird. Dass alle Geheimdienste das Tempo der Taliban unterschätzt haben sollen, kann ich nicht glauben.

@10:20 von AlterSimpel

>> Es würde mich aber nicht wundern, wenn
>> der Westen jetzt plötzlich, nachdem er
>> selbst 20 Jahre lang bei jedem Mohnfeld
>> beide Augen fest zugedrückt hat, auf
>> einmal den Drogenhandel kritisieren und
>> den Taliban anlasten würde, während er
>> doch unter unserer Besatzung immer neue
>> Exportrekorde gebrochen hat.

Es würde mich aber nicht wundern, wenn die Taliban jetzt plötzlich, wie bei der letzten Machtübernahme, erstmal alle Mohnfelder zerstören würden. -.-

Am 29. August 2021 um 10:38 von Olivia59

Sie sehen doch, dass der Sprecher sich allerlei Versprechungen abringen lassen musste, an denen die Taliban in Zukunft gemessen werden.
WIe ein anderer user hier sagte... wenn diese nicht unter Beobachtung der Weltöffentlichkeit stehen können sie wirklich machen was sie wollen und das was sie wollen ist vergleichsweise unschön.
_
Es wird vermutlich ohnehin "vergleichsweise unschön". Wie schon des öfteren berichtet wurde, waren die Taliban nie wirklich weg "vom Fenster" und haben im ländlichen Raum weiterhin ihr Unwesen getrieben; und da war die NATO IM Land.
Ob und wie sich die Situation dort gestaltet, werden wir vermutlich erst in einigen Monaten erfahren. Es wird sich, wie so vieles, in erster Linie mit Geld noch am ehesten etwas erreichen lassen aber auch damit kann man nicht alles erreichen, wie der Sprecher der Taleban bereits sagte. Was man macht, wenn die Zusagen nicht eingehalten werden, keine Ahnung. Wieder Streitkräfte entsenden ? Wozu, bringt nix

@ Zweitaktmotor, um 10:19

Taliban und IS haben sich in der Vergangenheit schon immer gegenseitig umgebracht.

Wer sollte also jetzt angesichts der Selbstmordattentate daraus “Kapital schlagen“, und wie?

09:29 von Nachfragerin

>>>Wer aber nicht im Fokus der Weltöffentlichkeit steht, wird seine Ansichten und Meinungen nicht so leicht ändern. Gerade in den abgelegenen Regionen werden die lokalen Kommandeure nach eigenem Ermessen handeln.<<<

Welche abgelegene Region war in den letzten 20 Jahren im Fokus der Politik? Auch der Westlichen? Und was wurde dort verbessert, so dass sich in der Bevölkerung eine Meinungsänderung einstellen konnte?
In den letzten Tagen gab es (mehrfach) eine Doku im Fernsehen
"Ghosts of Afghanistan - Die Macht der Taliban".
Einblicke aus verschiedenen Blickwinkeln, u.a. eines US-Kriegsreporters und einer afghanischen Aktivisten. Diese Reportage versucht ziemlich gut zu erklären, warum es so ist, wie es ist.

@MargaretaK., 10:26

„Die Rechtssprechung in diesen Königreichen [Saudi-Arabien, Qatar) gleicht der des IS. Bei denen aber offenbar nicht so schlimm, denn mit denen können wir Geschäfte machen. Sie werden sogar Stabilitätsanker genannt, obwohl sie alles niederbomben.
Was ich sehe? Doppelmoral westlicher Regierungen.
>> Ausdrücklich füge ich hinzu, dass ich weder IS-, noch AlQaida-, noch Taliban-, noch sonstigen Terror unterstütze“

Natürlich nicht. Das dürfte für jeden, der Ihre Kommentare hier kennt auch eine absurde Vorstellung sein. Aber es ist schon bemerkenswert, dass Sie diesen ausdrücklichen Hinweis (aus Erfahrung?) für nötig halten, wenn Sie die offensichtliche Doppelmoral westlicher Regierungen kritisieren.

von werner1955 um 10:36

" Millonen Bürger und die Armee haben den paar Taliban doch freiwillig überlassen."

Ich gehe davon aus, das diese Sichtweise sich nicht durchseten wird und nur dazu dient, sich von der Verantwortung für das Desaster frei zu sprechen.

@sikgrueblerxyz

"Die Welt muss nicht rätseln, denn die Welt hat ausreichend bewiesen, dass sie die Zustände/Entwicklungen in Afghanistan nicht voraussagen kann"

Ich würde die "Welt" nicht so leicht aus der Verantwortung nehmen.

Man weiß und wusste über Afghanistan relativ viel, man hat es schlicht nur ignoriert, weil es nicht zum westlichen Narrativ einer erfolgreichen Besatzung / Demokratisierung passte.
Auf allen Indizes, wie zB Pressefreiheit, Korruption, Akzeptanz der Demokratie, gesellschaftl. Freiheit, etc. rangierte und rangiert Afghanistan während unserer Besatzung auf den hinteren Plätzen.
Es gab nur minimale Verbesserungen. Die Korruption in Kabul war jedem Politiker im Westen bekannt, der sich nicht Augen und Ohren zugehalten hat.

Was heute dort passiert, war absehbar. Und zwar nicht nur die Bedrohung der Ortskräfte, die jetzt zu recht den aktuellen Regierungen vorgeworfen wird, sondern auch das Umschwenken der Loyalität der Stammesführer.

Am 29. August 2021 um 10:39 von Anderes1961

Wenn man schon meint, über den Islam herziehen zu müssen, nur weil zufälligerweise solche rückwärtsgewandten Menschen wie die Taliban Muslime sind, dann sollte man wenigstens wissen, wovon man redet.
__
Ob da Zufall der richtige Ausdruck ist, wage ich sehr zu bezweifeln angesichts der Tatsache, dass auch so unsympathische Strukturen wie der IS, Al qaida oder der "Gottesstaat" im Iran, Boko haram in Nigeria usw. alle Organisationen, die dem Islam als Leitbild anhängen und in seiner Rückwärtsgewandheit auslegen.
Wie ich schon einmal schrieb, ist beileibe nicht jeder Moslem ein Terrorist dagegen sind jedoch die überwiegenden Terroranschläge auf der Welt, islamistisch begründet. Ich empfehle hierzu mal eine Liste bei Wikipedia. Da kann von ZUFALL wahrlich keine Rede sein.

um 10:21 von fathaland slim

"Steinzeit ganz gewiss nicht. Eher Hollywood-Kostümstück."

Wir sollten schon in der Lage sein, uns fremd erscheiende Kleidungssitten zu akzeptieren und nicht als Hollywood-Kostümstück, zu veralbern.

10:20 von AlterSimpel

>>>Es würde mich aber nicht wundern, wenn der Westen jetzt plötzlich, nachdem er selbst 20 Jahre lang bei jedem Mohnfeld beide Augen fest zugedrückt hat, auf einmal den Drogenhandel kritisieren und den Taliban anlasten würde, während er doch unter unserer Besatzung immer neue Exportrekorde gebrochen hat.<<<

Hinzuzufügen ist, dass der Mohnanbau bei den Taliban im Jahr 2000 verboten war. Der Anbau ging praktisch auf 0 zurück.
Nach der Invasion stieg der Anbau kontinuierlich wieder an. Neben der korrupten Regierung Ghani (Wunschpräsident der USA) haben die Taliban diesen als sehr gute Geldquelle entdeckt.

Am 29. August 2021 um 10:26 von MargaretaK.

Die Rechtssprechung in diesen Königreichen gleicht der des IS. Bei denen aber offenbar nicht so schlimm, denn mit denen können wir Geschäfte machen. Sie werden sogar Stabilitätsanker genannt, obwohl sie alles niederbomben.
Was ich sehe? Doppelmoral westlicher Regierungen.
___
Würden Sie es als sinnvoller ansehen, wenn wir als nächste Aufgabe vllt die NATO-Truppen nach Saudi Arabien, Quatar oder VAE entsenden, damit dort ein anderer Wind weht? Ich freue mich über jeden Krisenherd, den es NICHT gibt.

@fathaland slim - Versprechen, wollen, tun.

10:09 von fathaland slim:
"Ich glaube dieser Bande kein Wort."

So ist das mit der Politik. Zwischen Versprechungen, dem ehrlichen Willen und der tatsächlichen Umsetzung liegen oftmals Welten.

Ich vermute, dass der Machtwechsel außerhalb Kabuls kaum zu spüren ist.

@10:36 von Sisyphos3

Die Splittergruppe des IS hat die Verantwortung übernommen; wer den Anschlag tatsächlich in Auftrag gegeben hat, steht längst nicht fest. Hören Sie dazu mal auf BR 24 das Interview mit Samad Sharif, Journalist und Kulturhistoriker.

@saschamaus75

"Es würde mich aber nicht wundern, wenn die Taliban jetzt plötzlich, wie bei der letzten Machtübernahme, erstmal alle Mohnfelder zerstören würden. -.-"

Ich glaube, das ist eine spannende Frage.
Denn die Taliban haben sicher ein Geldproblem, weil der Westen die bisherigen Quellen versiegen lässt bzw. afgh. Gelder eingefroren hat.
Ohne Geld kann sich aber kein neuer Herrscher lange halten, auch in einer Demokratie nicht.

Vielleicht bekommen ja die Taliban das hin, was die Nato nicht konnte oder wollte: den Drogenhandel zu beenden.
Aber solange die Drogen v.a. Russland und den Iran destabilisieren, wird es manchen ganz recht so sein.

@BuriedBumper

Am 29. August 2021 um 10:42 von BuriedBumper
Die Taliban haben rhetorisch

Die Taliban haben rhetorisch wohl in der Tat eine gewisse Eloquenz erreicht. Aber wie andere hier schon geschrieben haben, es zählen die Taten. Da allerdings gibt es nach berichten unabhängiger Beobachter wie Human Right watch wenig Grund zur Hoffnung. "

Ja, stimmt, merkt man schon daran, daß die Taliban genau das erzählen, was manche im Westen gerne hören wollen, die schon kräftig dabei sind, gegen afghanische Flüchtlinge zu hetzen. Zitat aus dem Artikel: "

"Warum so viele Afghanen aus dem Land fliehen wollten? "Die meisten fliehen gar nicht aus Angst, sondern sind Wirtschaftsflüchtlinge, die in den Westen wollen. Ich kenne die afghanische Gesellschaft. Viele nutzen jetzt einfach nur die Gelegenheit und wollen Asyl, obwohl sie in Wahrheit gar nicht für die Amerikaner gearbeitet haben."

11:19 von AlterSimpel Verantwortung bleibt

"Ich würde die "Welt" nicht so leicht aus der Verantwortung nehmen."
Das tue ich nicht, "die Welt aus der Verantwortung zu nehmen".
"Man weiß und wusste über Afghanistan relativ viel, man hat es schlicht nur ignoriert,"
Eben, man muss seine Ziele/Zielgrößen nach seinem Wissen und nicht nach seinen Wunschvorstellungen gestalten.

@weingasi

Am 29. August 2021 um 11:20 von weingasi1
Am 29. August 2021 um 10:39 von Anderes1961

Wenn man schon meint, über den Islam herziehen zu müssen, nur weil zufälligerweise solche rückwärtsgewandten Menschen [...]
__
Ob da Zufall der richtige Ausdruck ist, wage ich sehr zu bezweifeln angesichts der Tatsache, dass auch so unsympathische Strukturen wie der IS, Al qaida oder der "Gottesstaat" im Iran, Boko haram in Nigeria usw. alle Organisationen, die dem Islam als Leitbild anhängen und in seiner Rückwärtsgewandheit auslegen.
[...]"

Bei der ganzen Bomberei geht es nicht um Religion, sondern um Macht und Geld. Rückwärtsgewandte Menschen egal welchen Glaubens sind immer ein Problem für eine Gesellschaft.

Es ist leider so, daß in muslimisch geprägten Ländern gerade sehr viele Rückwärtsgewandte gibt. Aber die Ursache dafür ist nicht Religion im allgemeinen und Islam im besonderen, sondern hat was mit Geld, Macht und Gesellschaft zu tun. Religion ist nur Vehikel.

Zitat: "Was die Scharia

Zitat:
"Was die Scharia angeht, so kann man jede Schweinerei dadurch rechtfertigen, daß man Aussagen aus Koran und Hadithen zu ihrer Rechtfertigung aus dem Zusammenhang reißt. Die Scharia selbst ist ja nirgendwo aufgeschrieben."

selbst wenn es aufgeschrieben ist wie z.B. bei der Bibel - hält das andere (unsere) Radikalen auch nicht ab - alles und jedes Verbrechen mit "Gott zu rechtfertigen"
Gerade Buch-Religionen neigen ja dazu voll von antagonistischen Widersprüchen in den Aussagen zu sein
man kann ja keine "ultimative" Wahrheit korrigieren wenn man afu solche Widersprüche trifft - das setzt ja das grundlegende Axiom dier betreffenden Weltanschauung ausser Kraft
und so ist die Aussage von der "absoluten göttlichen Weissheit" die man als Sterblicher per Definition nicht hat - ein wunderbares Schutzschild um dahinter alle Verbrechen zu verstecken bzw. diese als gute Taten umzudeuten
wie z.B das Verbrennen auf dem Scheiterhaufen - der ja die unsterbliche Seele von der irdischen Hülle...

09:15 von Traumfahrer

"Taliban !

Ich sehe auf dem Bild nur bärtige Steinzeitmenschen"

,.,.,

Sorry - das ist aber eines der billigen nachgeplapperten Propaganda-Schlagwörter der sehr-rechten Szene.

Was natürlich nicht heißt, dass Schreiber tatsächlich auf der Basis einer Kleidung dessen Charakter zu erkennen meint.

Ich vermute, dass dann auch die Menschen bei uns charakterlich verurteilt werden, auf der Basis ihrer Kleidung oder ihres Bartes.

@0_Ahnung

"Ich hoffe, dass sich die Taliban vor der Übernahme der Macht einer freien Wahl stellen und dass andere, vielleicht eher gemäßigte Kräfte dabei auch eine faire Chance erhalten."

Lesen Sie doch mal die Berichterstattung zu den Wahlen dort in den letzten 20 Jahren.
Auf dem Demokratieindex rangierte Afgh. 2020 auf Platz 139 von 167.

Ich denke, die Taliban werden sich von einer Großen Ratsversammlung legitimieren lassen, indem sie den Provinzfürsten Zugeständnisse machen (müssen, ggfs. auch beim Drogenhandel).
Kommt es dazu, würde sich der Westen schwer tun, die Taliban nicht anzuerkennen, denn diese Ratversammlung hat ja oft auch unser Vorgehen dort legitimiert. Wir könnten das jetzt nicht einfach ignorieren.

@ Joe70

Zitat: "Die Taliban nutzen jetzt unsere Kriegausrüstungen weiter, besser konnten sie es gar nicht bekommen."
#
Sie haben bestenfalls Restbestände bekommen, der Überwiegende Teil wurde zurückgeführt. Das was geblieben ist sind Fahrzeuge die mangels Wartung und Ersatzteile dann die Wüsten zieren werden.
Die Ausrüstung der regulären Afghanistanischen "Streitkräfte" umfasste keine Systemwaffen wie eine moderne Flug- oder Panzerabwehr ec. ... diese Waffen besaßen/besitzen weder Taliban noch der IS.
Die Lieblingswaffen werden auf absehbare Zeit die Kalaschnikow und ähnlich einfache sein.
Ich kann mir nämlich nicht vortstellen, dass China, Russland, Pakistan oder anderen an einem waffenstarrenden Afghanistan gelegen ist ...

@weingasi1

"[...] Ob da Zufall der richtige Ausdruck ist, wage ich sehr zu bezweifeln angesichts der Tatsache, dass auch so unsympathische Strukturen wie der IS, Al qaida oder der "Gottesstaat" im Iran, Boko haram in Nigeria usw. alle Organisationen, die dem Islam als Leitbild anhängen und in seiner Rückwärtsgewandheit auslegen. [...]"

Daß diese Rückwärtsgewandtheit nicht der Religion zu tun hat, sondern mit den Menschen können Sie schon erkennen, wenn Sie sich mal mit der Geschichte Arabiens und des Islam beschäftigen.

Es gab eine Zeit, die nennt sich goldenes Zeitalter des Islam (Wiki fragen), etwa 750 bis 1260 n. Chr. In der sprach die Wissenschaftswelt arabisch (außer bei kirchlichen Schriften). Arabische Wissenschaftler waren führend in der damaligen Welt, Astronomie, Mathematik, Medizin (die arabische Medizin war der europäischen um Lichtjahre voraus). Astronomische Tabellen arabischer Wissenschaftler werden heute noch verwendet. Rückwärtsgewandtheit hat nichts mit Religion zu tun.

Werner40 (09:33)

40 Millionen Afghanen sollten eigentlich gegenüber sehr viel weniger Taliban ein deutliches Übergewicht darstellen.
___

10 Millionen Weißrussen sollten eigentlich auch gegenüber Lukaschenko ein deutliches Übergewicht darstellen. Das Problem ist, dass die Machthaber für ihre Brutalität bekannt sind, mit der sie ihre Macht durchsetzen, und das schürt Angst. Erst wenn die Wut der Angst so weit überwiegt, dass die Leute keine Angst mehr um ihr eigenes Leben haben, kommt es zur Revolution. Und die kommt dann, je nachdem, wie lange sich der Volkszorn angestaut hat, im Dominoeffekt. Einige wenige fangen an, und mehr schließen sich an, schneller als die Staatsmacht agieren kann. Und nach der Revolution merken die Revolutionäre dann, dass sie sich doch gar nicht so einig sind, nur dass der alte Machthaber wegmusste. Und so kommt es dann zum Machtvakuum, in dem sich einer durchsetzen und der neue Diktator wird. Eine Revolution besteht selten aus nur einer Welle.

Am 29. August 2021 um 11:07 von saschamaus75

Es würde mich aber nicht wundern, wenn die Taliban jetzt plötzlich, wie bei der letzten Machtübernahme, erstmal alle Mohnfelder zerstören würden. -.-
__
Sie schrieben kürzlich bereits Ähnliches. Dort wurde Ihnen das bereits widerlegt. Das mit der Zerstörung der Mohnfelder war vllt vor 20 Jahren mal so, mittlerweile hat man längst entdeckt, welche Gelder sich dadurch generieren lassen und nutzt das natürlich auch. Auch Terroristen benötigen viel Geld für die Korruption, um Waffen zu kaufen, um Ausbildungsstätten und (Koran-)Schulen zu unterhalten usw.. Da werden sie sich diese riesige Einnahmequelle doch nicht entgehen lassen. Und die Warlords/Gouverneure in den entsprechenden Gebieten werden das auch nicht zulassen und die bzw. deren Akzeptanz brauchen die Taliban, sonst gibt das nix.

Warum so viele Afghanen aus dem Land fliehen wollten, fragt Ute

Bruckner den Taliban-Pressesprecher S. Shaheen, "Die meisten fliehen gar nicht aus Angst, sondern sind Wirtschaftsflüchtlinge, die in den Westen wollen. Ich kenne die afghanische Gesellschaft. Viele nutzen jetzt einfach die Gelegenheit und wollen Asyl, obwohl sie in Wahrheit gar nicht für die Amerikaner gearbeitet haben."

Dr. Sarholz, Oberst a. D zur Evakuierung von Ortskräften. Was die Ortskräften angeht, so habe ich einen anderen Zugang als der in den Medien verbreitet wird. Als Kommandant von Camp Warehouse hatte ich einige Ortskräfte. Diese jungen Männer (bei Radio Andernach gab es auch Afghaninnen) kannten haargenau die Situation in der sie umgebenden Gesellschaft.

Selbstlosigkeit war das Letzte, was diese Leute angetrieben hat, um für uns zu arbeiten. Diese romantisch-idealisierenden Vorstellungen sind dort unbekannt und stoßen auf völliges Unverständnis.

Das Leben ist viel zu hart, um sich mit Wohlstandsgefasel zu beschäftigen. Es lohnte sich einfach, für uns zu arbeiten.

@weingasi1 um 11:20

>Wie ich schon einmal schrieb, ist beileibe nicht jeder Moslem ein Terrorist dagegen sind jedoch die überwiegenden Terroranschläge auf der Welt, islamistisch begründet.<

Also die Mehrzahl der Terroranschläge hierzulande geht auf einheimische rechtsradikale zurück.
Das ist in den meisten Ländern so.

In Ländern in denen die einheimischen Rechtsradikalen Islamisten sind sind das dann eben die Islamisten die sie begehen.

0_Ahnung (09:52)

Ich hoffe, dass sich die Taliban vor der Übernahme der Macht einer freien Wahl stellen und dass andere, vielleicht eher gemäßigte Kräfte dabei auch eine faire Chance erhalten. Es kann ja nicht sein, dass man sich die Macht mit der Kalaschnikow in der Hand nimmt.
____

Freie Wahl? Wovon träumen Sie? Die Taliban haben nicht die Macht im Land übernommen, um sich einer Wahl zu stellen, sondern um zu herrschen und dem Volk die eigenen Wertvorstellungen aufzudrücken. Demokratie und Menschenrechte sind für sie eine Erfindung der verweichlichten westlichen Welt und nicht in Einklang zu bringen mit dem Recht Gottes.

Am 29. August 2021 um 10:38 von Olivia59

Sie sehen doch, dass der Sprecher sich allerlei Versprechungen abringen lassen musste, an denen die Taliban in Zukunft gemessen werden.
WIe ein anderer user hier sagte... wenn diese nicht unter Beobachtung der Weltöffentlichkeit stehen können sie wirklich machen was sie wollen und das was sie wollen ist vergleichsweise unschön.
#
#
Glauben Sie selbst was Sie im ersten Satz geschrieben haben?
Den Terroristen ist es egal was die Weltöffentlichkeit über Sie denkt.
Die Gräueltaten dieser Idioten werden nur in teilen an die Öffentlichkeit kommen und werden dann von diesen geleugnet.
Herr Biden hat den Taliban Militärausrüstung im Wert von über 80 Milliarden Dollar überlassen, darunter über 600.000 Schusswaffen.
Die Bodenschätze die Sie jetzt besitzen ist nicht zu verachten und wird die Bande zu einem "verlässlichen" Handelspartner für jede Nation machen.

Am 29. August 2021 um 11:49 von Anderes1961

Es ist leider so, daß in muslimisch geprägten Ländern gerade sehr viele Rückwärtsgewandte gibt. Aber die Ursache dafür ist nicht Religion im allgemeinen und Islam im besonderen, sondern hat was mit Geld, Macht und Gesellschaft zu tun. Religion ist nur Vehikel.
__
Nö. Ihre Aussage widerspricht vollkommen der Tatsache, dass es auch andernorts Strukturen gibt, hinsichtlich Geld, Macht und Gesellschaft. Z.B. in Süd- und Mittelamerika, auf den Philippinen, in vielen Ländern Afrikas.
Dabei handelt es sich auch ausnahmslos um arme bis sehr arme Länder und somit auch sehr viele arme Menschen. Keines von diesen Ländern (in Afrika gibt es ja auch einige christlich geprägte Länder ) hat im Zusammenhang mit Terrorismus von sich reden gemacht. Auch wenn es Ihnen nicht behagt, so ist dennoch der intern. Terrorismus nicht gänzlich aber zum überwiegenden Teil islamistisch geprägt.
Das ist doch unstrittig, oder ?

@AlterSimpel um 11:56

>Kommt es dazu, würde sich der Westen schwer tun, die Taliban nicht anzuerkennen, denn diese Ratversammlung hat ja oft auch unser Vorgehen dort legitimiert. Wir könnten das jetzt nicht einfach ignorieren.<

Ach, Problemlos.
Schließlich kamen wir als verbündete der Nordallianz in der immerhin die Letzten Repräsentanten der letzten International anerkannten Afghanischen Regierung (Aka die Warlords) saßen (Die Talibanregierung war ja nur von USA, Pakistan und ein paar anderen Spaßvögeln anerkannt worden, aber nie von der UN-Mehrheit).

Die Versammlung des Stammesadels hinterher war ja nix als showbiz

Aber ja, das die Taliban das Stück wegen dem großen Erfolg neu inszenieren könnte passieren.
Oder sie setzen, wie beim Letzten mal, auf Zentralisierung ; das passt eher zur Struktur der Organisation.

@Nachfragerin 11:29

"Ich vermute, dass der Machtwechsel außerhalb Kabuls kaum zu spüren ist."

Ach ja?

Dann unterhalten Sie sich doch mal mit den in den letzten Wochen Hingerichteten, wie die das sehen.
Ach so, das geht ja nicht. Die können nicht mehr widersprechen ...

@ 10:05 von morgentau19

Ihr Verständnis von religiösen Schriften lässt doch zu wünschen übrig, wenn Sie es fundamental und wortwörtlich nehmen. Darin ähneln Sie dann durchaus denen, von denen Sie sich heftig unterscheiden möchten.
Wohin kämen Sie denn, wenn Sie alles in der Bibel wörtlich nehmen? Danach würden "die Kaninchen wiederkäuen ..." (Lev11,4-6), um mal eine humoristische Variante an den Anfang zu stellen. Oder befolgen Sie etwa Mt 5,30: "wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, so hack sie ab ..."
Vielleicht sollten Sie doch den Umgang mit sog. Heiligen Schriften nochmal überdenken, so wie es die überwältigende Mehrheit der Christen, Juden, Muslime und anderer großer Religionen tut. Denn "der Buchstabe tötet, der Geist macht lebendig", wie Paulus schreibt (2 Kor3,6).

Am 29. August 2021 um 12:02 von H. Hummel

Sie haben bestenfalls Restbestände bekommen, der Überwiegende Teil wurde zurückgeführt. Das was geblieben ist sind Fahrzeuge die mangels Wartung und Ersatzteile dann die Wüsten zieren werden.
Die Ausrüstung der regulären Afghanistanischen "Streitkräfte" umfasste keine Systemwaffen wie eine moderne Flug- oder Panzerabwehr ec. ... diese Waffen besaßen/besitzen weder Taliban noch der IS.
#
#
Mehrere amerikanische Flugzeuge, Militärhubschrauber und Panzerabwehrraketen wurden von Taliban-Terroristen* erbeutet.
Es gab vor wenigen Tagen eine Pressekonferenz, einfach mal danach suchen und Sie werden feststellen welche enorme Kriegswaffen jetzt im Besitz dieser Verbrecher ist.
Ob Sie damit umgehen können ist eine andere Frage.

@morgentau19

"
Am 29. August 2021 um 10:05 von morgentau19
>>Einen Tag später - eine

>>Einen Tag später - eine Begegnung mit einer Frau, die aus Afghanistan geflohen ist. Sie ist nervös,[...]<<

Sehe ich genauso wie die die afghanische Frau.

>>Die Taliban halten nichts von Demokratie, sie sind gegen Wahlen.<<

Die von Allah gesandten Verse, der Koran, die Scharia, das ist das Gesetz!

Demokratie: das sind Gesetze von Menschen gemacht. Die gelten nichts- steht übrigens auch im Koran."

Wie ich bereits schrieb, ist Ihre Behauptung Unfug. Ergänzend möchte ich sagen, daß im Koran klar und eindeutig die Trennung von Kirche und Staat steht (Sure 3 Vers 79), basierend auf dem Jesuswort: "So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!" ((Mt 22,15–22).

Im übrigen basiert der Koran nicht nur auf diesem einen Satz, sondern 75 % des Koran finden Sie auch in der Bibel.

11:27 von weingasi1

>>>Würden Sie es als sinnvoller ansehen, wenn wir als nächste Aufgabe vllt die NATO-Truppe ...<<<

Sie wollen mich (absichtlich) nicht verstehen. Was ich verabscheue ist Doppelmoral.
Ich hätte die NATO- Truppen schon gar nicht nach Afghanistan geschickt. Ich hätte bei den Geldgebern und Waffenhändlern angefangen. Ich hätte (ganz "linksgrünversifft") versucht, etwas an der wirtschaftlichen Situation der Menschen zu verändern. Lesen Sie den Beitrag zu Mali. Es ist Armut und wenig Bildung, was diese Menschenfänger nutzen.
Wenn (westliche) Politik nur einen Nutzen ziehen kann, sind Despoten, fehlende Menschenrechte, Demokratiedefizite, kein Problem.
Wurde saudische Politik sanktioniert? Wie ist der Umgang mit Qatar? Guantanamo, es sitzen immer noch Menschen ohne Anklage ein. Eine endlose Liste.
Wieso die einen kritisieren und sanktionieren, bei den anderen die Augen verschließen. Hauptsache es springt "für uns" was raus?
Das finden Sie in Ordnung?

11:03, pemiku

>> Dass alle Geheimdienste das Tempo der Taliban unterschätzt haben sollen, kann ich nicht glauben.<<

Ich eigentlich auch nicht. Den Anschlag des IS haben sie ja sehr präzise vorausgesehen. Ich verstehe das alles nicht.

@ 12:16 von GamWalter

Ist es nicht interessant und höchst aufschlussreich, welche Phalanx sich da zeigt: Talibansprecher verwenden das gleiche Sprachmuster der angeblichen "Wirtschaftsflüchtlinge". Und die Taliban wissen ganz genau, welche Ressentiments sie in anderen Ländern damit schüren wollen, um die kritischen aufgeschlossenen Frauen und Männer zu desavourieren, die sich für Bildung, Menschenrechte und Kultur engagiert haben.

Diese Verunglimpfung ist nicht die einzige Ähnlichkeit zwischen unseren Rechtsaußen und den afghanischen Taliban.

@ 29. August 2021 um 10:50

@ 29. August 2021 um 10:50 von fathaland slim
10:19, Zweitaktmotor
>>Diplomatie
Offenbar sind doch die Taliban und der IS verfeindet und auch Talibankämpfer sind bei den Bombenanschlägen gestorben. Ließe sich daraus nicht Kapital schlagen?<<

„Sie verwechseln Diplomatie mit der Büchse der Pandora.“

Sehe ich nicht so. In Afghanistan gibt es keine „Guten“. Man sollte sich also entscheiden. Die Taliban sind das geringere Übel , da sie im Gegensatz zum IS keinen Ehrgeiz haben den Rest der Welt mit ihren Islam zu beglücken.

@11:41 von AlterSimpel

>> Aber solange die Drogen v.a. Russland und
>> den Iran destabilisieren

Ähh, Sie heben in Ihrer Aufzählung die EU vergessen. -.-

11:25, logig

>>um 10:21 von fathaland slim
"Steinzeit ganz gewiss nicht. Eher Hollywood-Kostümstück."

Wir sollten schon in der Lage sein, uns fremd erscheiende Kleidungssitten zu akzeptieren und nicht als Hollywood-Kostümstück, zu veralbern.<<

Diese Bekleidungssitten sind im vorliegenden Fall mehr als das. Sie sind ein bewusstes politisches Statement. Eigentlich sind sie eine Travestie auf die traditionelle Art sich zu kleiden. Vergleichbar mit dem Trachtentragen beim Bund der Vertriebenen. Uniformartig. Oft ziehen sich solche Menschen im zivilen Leben ganz anders an.

Es wäre toll...

...wenn endlich mal diese permanente Kritik an "dem Islam" aufhören würde. Die Leute, die sich da besonders hervortun, sollten mal darüber nachdenken, dass sich z.B. Anders Breivik auf einer christlichen Mission sah. Trotzdem zetert keiner über das steinzeitliche Christentum. Dabei kann man mit Kreuzzügen, Religionskriegen und Missions-Kolonisierung schon mehr Verbrechen im Namen der Bibel finden als der Koran jemals geschafft hat.

um 09:52 von 0_Ahnung: " Ich

um 09:52 von 0_Ahnung:
"
Ich hoffe, dass sich die Taliban vor der Übernahme der Macht einer freien Wahl stellen und dass andere, vielleicht eher gemäßigte Kräfte dabei auch eine faire Chance erhalten. Es kann ja nicht sein, dass man sich die Macht mit der Kalaschnikow in der Hand nimmt.
"

->
Die nehmen sich die Macht mit M4s & M16.

Von denen, die mit M4s & M16 in Afghanistan einfielen & damit die Macht an sich rissen bzw. von deren korrupten, politischen Ortskräften.

Die Taliban übernehmen nun genauso demokratisch & mit den gleichen Waffen wie die NATO-Truppen vor 20 Jahren die Macht.

@ 11:29 von Nachfragerin

Worauf stützen Sie Ihre Vermutung? Es scheint nach allem, was die Hintergrundberichte und Dokumentationen der letzten Tage zeigen, eher umgekehrt zu sein: Noch zeigt sich nicht so viel Veränderung auf Kabuls Straßen, aber aus etlichen Provinzen gibt es Berichte von Exekutionen, massiven Übergriffen und Gewalt gegen Frauen und auch überMassaker an Minderheiten wie den Hazara.
Außerdem gibt es längst Fenstnahmelisten nicht nur von Ortskräften sondern auch von kritischen Frauen und Männern in unterschiedlichen Positionen. Deren Leben ist massivst bedroht. Und es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, wann die chaotische Lage mit den zusätzlichen inneren Konflikten zwischen den verschiedenen Taliban-Gruppierungen eskaliert und zu größeren Massaker und Gräueltaten führt.

11:20, weingasi1

>>Wie ich schon einmal schrieb, ist beileibe nicht jeder Moslem ein Terrorist dagegen sind jedoch die überwiegenden Terroranschläge auf der Welt, islamistisch begründet. Ich empfehle hierzu mal eine Liste bei Wikipedia. Da kann von ZUFALL wahrlich keine Rede sein.<<

Der Islamismus ist eine reaktionäre antikolonialistische Bewegung. Für jeden Linken ist das eigentlich ein Widerspruch in sich, es ist aber so. Nach Kräften gefördert von den USA, um den linken Befreiungsbewegungen, die vorher sozusagen das Terrorismusmonopol hatten, den Wind aus den Segeln zu nehmen. Denn die waren ja mit der UdSSR im Bunde, und es war kalter Krieg.

Im Prinzip handelt es sich um eine Perversion des Guerillakampfes. Religion ist nur Mittel zum Zweck.

@weingasi

"Nö. Ihre Aussage widerspricht vollkommen der Tatsache, dass es auch andernorts Strukturen gibt, hinsichtlich Geld, Macht und Gesellschaft. Z.B. in Süd- und Mittelamerika, auf den Philippinen, in vielen Ländern Afrikas.
Dabei handelt es sich auch ausnahmslos um arme bis sehr arme Länder und somit auch sehr viele arme Menschen. Keines von diesen Ländern (in Afrika gibt es ja auch einige christlich geprägte Länder ) hat im Zusammenhang mit Terrorismus von sich reden gemacht. Auch wenn es Ihnen nicht behagt, so ist dennoch der intern. Terrorismus nicht gänzlich aber zum überwiegenden Teil islamistisch geprägt.
Das ist doch unstrittig, oder ?"

Jetzt trägt es Sie aus der Kurve. Ich kann und will Ihnen jetzt keinen Geschichtsunterricht erteilen, aber was Sie da schreiben ist Unfug. In allen Regionen der Erde gibt es Terrorismus, der nichts mit Religion zu tun hat. Nur zwei Beispiele Tupamaros in Uruguay, Sendero Luminoso (leuchtender Pfad) in Peru und sehr viele mehr (Suchmaschine fragen).

@ 12:16 von GamWalter

Kommt es Ihnen nicht in den Sinn, dass in Afghanistan viele der sog. Ortskräfte dort jahrelang u.a. für die Bundeswehr gearbeitet haben, weil sie die Schreckensbilder, Gräueltaten und Willkür des Talibanrfegimes von 1996 bis 2001 noch buchstäblich in den Knochen hatten? Können Sie sich nicht vorstellen, dass all diese afghanischen Ortskräfte für die Rechte auf Bildung und Kultur, körperliche Unversehrtheit und Menschenrechte gearbeitet haben? Natürlich haben Sie mit ihrer Arbeit auch Geld verdient. Wie sollte das auch anders gehen?

Einfach mal abwarten

Wir sollten alle jetzt mal abwarten wie sich das ganze entwickelt.
Das ist ein eigenständiges Land mit Menschen die mit den Veränderungen im grossen und ganzen einverstanden sind. Mir ist nur nicht klar weshalb der Westen, und hier allem voran Deutschland sich hier so reinhängt. Was hat man sich die letzten zwanzig Jahr eigentlich erhofft?
Handelswege oder Rohstoffe aus dieser Region abzuziehen. Das machen jetzt die Chinesen und Rußland, die das ganze ein wenig entspannter sehen und auf Diplomatie setzen.
Wir werden uns in Deutschland daran gewöhnen müssen das es Teile der Welt gibt die anders ticken.
Würde uns gut tun das endlich auch zu sehen.

@ Tinkotis

Es wäre toll...wenn endlich mal diese permanente Kritik an "dem Islam" aufhören würde. Die Leute, die sich da besonders hervortun, sollten mal darüber nachdenken, dass sich z.B. Anders Breivik auf einer christlichen Mission sah.

Mit Ihrer ersten Bemerkung zum Islam haben Sie natürlich vollkommen recht. Aber es ist schade, dass Sie dann kein positives Beispiel zum Islam bringen, sondern ein so grausames zu einer konkurrierenden Religion.

@0_Ahnung

Am 29. August 2021 um 13:05 von 0_Ahnung
@ Tinkotis

Es wäre toll...wenn endlich mal diese permanente Kritik an "dem Islam" aufhören würde. Die Leute, die sich da besonders hervortun, sollten mal darüber nachdenken, dass sich z.B. Anders Breivik auf einer christlichen Mission sah.

Mit Ihrer ersten Bemerkung zum Islam haben Sie natürlich vollkommen recht. Aber es ist schade, dass Sie dann kein positives Beispiel zum Islam bringen, sondern ein so grausames zu einer konkurrierenden Religion.

Lesen Sie einfach mal meinen Beitrag von 12:03 Uhr.

@SinnUndVerstand

12:56 von SinnUndVerstand:
"Worauf stützen Sie Ihre Vermutung? Es scheint nach allem, was die Hintergrundberichte und Dokumentationen der letzten Tage zeigen, eher umgekehrt zu sein [...]"

Diese Dokumentationen und Hintergrundberichte kenne ich nicht. Wenn es sie gibt, ist meine Annahme natürlich falsch.

Am 29. August 2021 um 09:15 von Traumfahrer

Zitat:
"...Sicher sie haben dazu gelernt, aber trotzdem ist dies ein Haufen von uralten Ansichten, religiösem Wahn, Selbstherrlichkeit, und Machtlust...."

...aber die Bildung eines von den USA gesponserten Übergangsregimes sollte keine Überraschung sein. Der Rückzug der USA aus Afghanistan war Gegenstand umfangreicher Verhandlungen zwischen Washington und den Taliban. Ein früherer Deal wurde Ende Februar 2020
während der Trump-Administration in Doha unterzeichnet .

Der Übergangszeitplan einschließlich der Ernennung von Prof. Ali Ahmad Jalali (ein ehemaliger Innenminister, 2003-2005) war lange im Voraus vereinbart worden. Am 09. August 2021 traf der US-Sondergesandte Zalmay Khalilzad mit einem US-Verhandlungsteam in Doha ein, um drei Tage lang hochrangige Gespräche mit Vertretern der Taliban und der untergegangenen Regierung von Ashraf Ghani zu
führen.
Nach dem Doha-Treffen am 13. August wurde den Taliban-Truppen „grünes Licht“ gegeben, das Land zu befrieden.

Die Taliban 2.0 sind in Ordnung!

Die Aussagen hören sich doch toll an. Die deutsche Regierung sollte die Taliban als offizielle Vertretung Afghanistans anerkennen und die Entwicklungsgelder weiter fließen lassen. Vorher sind viele unserer Gelder in korrupten Kanälen verschwunden. Schlechter kann es also nicht werden. Entscheidend ist aber, dass Afghanistan nicht im Chaos versinkt. Wir brauchen vor Ort Stabilität um den Menschen eine Perspektive, also vor allem Arbeitsplätze zu bieten. Wäre ich der deutsche Außenminister, würde ich sofort mit den Taliban Kontakt aufnehmen und über den Aufbau der afghanischen Industrie und Infrastruktur sprechen. Ohne Perspektive wird es in Afghanistan keinen Frieden geben und viele werden sich auf den Weg nach Europa machen.

12:41 von MargaretaK.

«Wurde saudische Politik sanktioniert? Wie ist der Umgang mit Qatar? Guantanamo, es sitzen immer noch Menschen ohne Anklage ein. Eine endlose Liste.»

Und einige derer, die jahrelang in Guantanamo einsaßen, sitzen nun in Doha als Verhandlungsführer der Taliban am Verhandlugstisch. Langfristig logisch durchdacht ist gegen die Taliban und gegen den IS so gut wie gar nichts.

@DrBeyer - Hinrichtungen

12:33 von DrBeyer:
"Ach ja? Dann unterhalten Sie sich doch mal mit den in den letzten Wochen Hingerichteten, wie die das sehen."

Ich spreche leider kein Paschtunisch.

Im Bericht heißt es, dass die Taliban mit irgendwelchen "Provinzfürsten" (warlords?) verhandelt hätten. Ich vermute daher, dass diese Personen nach wie vor an der Macht sind und von den Veränderungen in Kabul in den Provinzen wenig zu spüren ist. Wenn es dort irgendwelche Hinrichtungen gibt, gab es diese sicherlich auch zuvor.

Schon sehr naiv

@ Heißer Schnee:
Die Taliban 2.0 sind in Ordnung!

Ihre Hoffnung in Ehren. Aber mehr steckt dann auch wirklich nicht dahinter.

Am 29. August 2021 um 12:41 von MargaretaK.

Sie wollen mich (absichtlich) nicht verstehen. Was ich verabscheue ist Doppelmoral.
Ich hätte die NATO- Truppen schon gar nicht nach Afghanistan geschickt. Ich hätte bei den Geldgebern und Waffenhändlern angefangen. Ich hätte (ganz "linksgrünversifft") versucht.
__
1. dieser Ausdruck gehört nicht zu meinem Vokabular, auch wenn ich diese Politik nicht vertrete.
2. mit hätte, hätte usw. ist niemandem geholfen.
3. mit WAS hätten Sie denn bei den Geldgebern und Waffenhändlern angefangen?
4. wen kritisieren bzw. wen sanktionieren wir denn ? M.W. gab es Sanktionen gegen Russland, den Iran, Belarus, Nordkorea u.a.
__
Hauptsache es springt "für uns" was raus?
Das finden Sie in Ordnung?
__
Wer ist "uns" ?
Der Westen, die EU, die Nato, De ?
Ihre Ansichten mögenja ethisch und moralisch begrüssenswert sein. Was sie aber vor allem sind, ist unrealistisch, wie so vieles, was insbesondere die Linke Politik auszeic

13:23, Heißer Schnee

>>Die Taliban 2.0 sind in Ordnung!
Die Aussagen hören sich doch toll an. Die deutsche Regierung sollte die Taliban als offizielle Vertretung Afghanistans anerkennen und die Entwicklungsgelder weiter fließen lassen. Vorher sind viele unserer Gelder in korrupten Kanälen verschwunden. Schlechter kann es also nicht werden. Entscheidend ist aber, dass Afghanistan nicht im Chaos versinkt. Wir brauchen vor Ort Stabilität um den Menschen eine Perspektive, also vor allem Arbeitsplätze zu bieten. Wäre ich der deutsche Außenminister, würde ich sofort mit den Taliban Kontakt aufnehmen und über den Aufbau der afghanischen Industrie und Infrastruktur sprechen. Ohne Perspektive wird es in Afghanistan keinen Frieden geben und viele werden sich auf den Weg nach Europa machen.<<

Ihr letzter Halbsatz ist der Schlüsselsatz zum Verständnis Ihres ersten Satzes.

Hauptsache niemand kommt.

@Heißer Schnee

Einer der wenigen Kommentare die mal nach vorne schauen.
Alles andere bringt den Menschen vor Ort nichts.

12:30 von weingasi1

>>>Auch wenn es Ihnen nicht behagt, so ist dennoch der intern. Terrorismus nicht gänzlich aber zum ?<<<

Wenn Sie etwas nicht sehen (wollen oder können) gibt es das nicht?
Selbstverständlich ist es nicht überwiegend! islamistischer Terrorismus. Die Welt ist schon ein bisschen größer. Und nur weil etwas nicht regelmäßig, wenn überhaupt, in unseren Medien thematisiert wird, ist/war es dennoch da. Lord Résistance Army, National Liberation Army of Colombia, Allied Democratic Forces, ETA, IRA usw

...>>>überwiegenden Teil islamistisch geprägt.
Das ist doch unstrittig, oder?<<<

Sie sehen, ihre Aussage passt nicht

12:48, saschamaus75

>>@11:41 von AlterSimpel
>> Aber solange die Drogen v.a. Russland und
>> den Iran destabilisieren

Ähh, Sie heben in Ihrer Aufzählung die EU vergessen. -.-<<

Und nicht zu vergessen die USA, die ein immenses Heroinproblem haben.

Warum

trifft sich überhaupt jemand mit den Schergen?
Wer glaubt, dass der IS und die Taliban Feinde sind, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.
Hunderte Millionen (600 Mio jährlich?) deutsche Steuergelder sind nach Afghanistan geflossen. Danke liebe Bundesregierung. Ca. 300 000 afghanische Soldaten haben sich kampflos ergeben und die Afghanen in Stich gelassen.
Hat sich wirklich gelohnt, dafür zu sterben.

13:24 von schabernack

>>>Langfristig logisch durchdacht ist gegen die Taliban und gegen den IS so gut wie gar nichts.<<<

Sie sagen es. Ob am Afghanistan-Einsatz und auch anderen (Irak, auch Mali) überhaupt langfristig ge- und durchdacht wird? Ich weiss nicht so recht.

13:37, weingasi1 @12:41 von MargaretaK.

>>Ihre Ansichten mögenja ethisch und moralisch begrüssenswert sein. Was sie aber vor allem sind, ist unrealistisch, wie so vieles, was insbesondere die Linke Politik auszeic (hnet)<<

Vor dem Hintergrund, daß die Foristin, der Sie antworten, die Region, um die es hier geht, persönlich und auch aus familiären Gründen sehr gut kennt, mutet Ihre ideologisch geprägte Äußerung doch ein wenig merkwürdig an.

11.41 AlterSimpel - Drogenhandel

Die Taliban wird selbstverständlich nicht die Mohnfelder vernichten. Mohn ist ein Milliardengeschäft. Darum finden ja die Kriege statt. Auch und gerade in Afghanistan. Bereits vor der russische Besatzung. Im übrigen wurde auch während der amerikanische Zeit darüber berichtet wie die Drogen in den Westen transportiert wurden. Oft war dies der Luftweg. Über die Korruption hat eine sehr hoher amerikanischer Offizier einmalig ausführlich berichtet incl. Drogen. Bekanntlich wurde das meiste Geld IN den westlichen Ländern daran verdient, nicht in Afghanistan. Das dürfte sich jetzt wohl ändern.

Der Wahrheitssgehalt...

...der Äußerungen des Taliban-Sprechers wird sich erst in einiger Zeit herausstellen, wenn die Taliban faktisch auch die politische Macht übernommen haben. Dann wird man feststellen, in welche Richtung sich dieses geschundene Land entwickelt. Fällt es zurück in eine Ära der ultrakonservativen islamistischen Gewaltherrschaft oder in eine Zeit einer halbwegs gemäßigten, den Fortschritt nicht total ablehnenden politischen Ausrichtung. Von freien Wahlen oder auch nur einem Hauch von Demokratie will ich hier nicht sprechen, da es auch unter den Taliban verschiedenste Interessen und Auslegungen des Korans gibt. Entscheidend wird sein, wie es die Taliban mit den Menschenrechten und hier insbesondere mit denen der Frauen und Mädchen sowie mit der Meinungsfreiheit und der Freiheit von Forschung und Lehre halten. Leider bin ich in dieser Beziehung nicht besonders optimistisch. Aber auch mit diesen Leuten wird man sich irgendwann an einen Tisch setzen und sprechen müssen.

@fathaland slim - Terrorprävention

12:46 von fathaland slim:
"Den Anschlag des IS haben sie [die Geheimdienste] ja sehr präzise vorausgesehen. Ich verstehe das alles nicht."

Die Aufspürung und Exekutierung der angeblichen Drahtzieher war eine Sache von Stunden. Gesetzt den Fall, dass diese Angaben stimmen, muss man sich schon fragen, warum der Anschlag nicht verhindert wurde.

Eine mögliche Antwort: Er wird als Mittel genutzt, um aus der Sache kostengünstig (d.h. ohne die vielen Ausreisewilligen) aus Afghanistan herauszukommen. Der Preis von 13 toten US-Soldaten erscheint mir dafür allerdings zu hoch.

Am 29. August 2021 um 13:24 von schabernack

Und einige derer, die jahrelang in Guantanamo einsaßen, sitzen nun in Doha als Verhandlungsführer der Taliban am Verhandlugstisch. Langfristig logisch durchdacht ist gegen die Taliban und gegen den IS so gut wie gar nichts.
__
Wahrscheinlich erschliess sich uns deren "Denke" einfach nicht. Insofern ist denen mit Logik auch nicht beizukommen. Vielmehr muss man versuchen, in Form von learning by doing, von Situation zu Situation zu agieren und schauen, wie man vllt weiterkommt. Ich bin bei diesem Themenkomplex einschliesslich den Konflikten im nahen Osten quasi überfordert. Mir fällt es auch schwer mich da hinein zu versetzen, die Beweggründe zu begreifen, geschweige denn, wie man das alles aufdröseln könnte. Da haben sich schon qualifiziertere Leute die Zähne dran ausgebissen, als wir Foristen hier, obwohl einige ja immer glauben, alles besser zu wissen und vor allem, es sinnvoller angegangen zu haben. Im Nachhinein wohlgemerkt. Das ist natürlich easy.

13:46, Kermit70

>>Wer glaubt, dass der IS und die Taliban Feinde sind, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.<<

Sie sollten sich doch vielleicht einmal etwas näher mit den unterschiedlichen, ich betone unterschiedlichen, islamistischen Organisationen beschäftigen.

Es gibt ein sehr gutes Buch von dem Spiegel-Journalisten Christoph Reuter über den IS. Es heißt "Die schwarze Macht" und ist sehr aufschlussreich, auch wenn es schon ein paar Jahre alt ist.

Der IS und die Taliban werden sich nicht zusammenraufen, denn der IS wird es darauf anlegen, die Taliban zu unterwandern und zu übernehmen, mit geheimdienstlicher Vorgehensweise. Der IS ist, grob gesagt, aus Saddam Husseins Geheimdienst hervorgegangen und träumt von einem weltweiten Kalifat unter seiner Führung. Da können andere Fundamentalistengruppen nur Mittel zum Zweck sein.

13:37 von weingasi1

>>>Ihre Ansichten mögenja ethisch und moralisch begrüssenswert sein. Was sie aber vor allem sind, ist unrealistisch, wie so vieles, was insbesondere die Linke Politik auszeic<<<

Unrealistisch ist, was man gar nicht erst versucht. Hab ich in meinem Leben gelernt. Könnte viele Beispiele nennen. Manches hat geklappt, anderes eben nicht. Weiss ich aber eben erst hinterher.
Wenn ich immer nur sage - geht nicht, unrealistisch, später - geht es nicht vorwärts. Wenn mit den einen Despoten geredet wird, wieso sich den anderen grundsätzlich verweigern? Ich spreche nicht vom IS. Da besteht u.a. auf Grund der Struktur diese Möglichkeit nicht.

Wie gut die Politik der CDU/CSU funktioniert, zeigt der aktuelle Höhenflug. Sogar Bäumeumarmer Söder und seine CSU sind im Moment deutlich unter dem Ergebnis von 2017. Schlafwagenpolitik - Stillstand.
Immer mehr Menschen wollen das nicht.

Mit "uns" meine ich die, die sich die (auch ein User schrieb das heute) "freie Welt" nennen.
Sanktionen - SaudiA?

@MargaretaK. - experimentelle Politik

13:50 von MargaretaK.:
"Sie sagen es. Ob am Afghanistan-Einsatz und auch anderen (Irak, auch Mali) überhaupt langfristig ge- und durchdacht wird? Ich weiss nicht so recht."

Mir geht es genauso.
Das einzige erkennbare Denkmuster scheint äußerst experimentell zu sein: Einfach mal militärisch herumprobieren und schauen, was passiert. Wenn es nicht läuft, zieht man sich halt zurück und überlässt das Problem den Menschen vor Ort.

13:46, Kermit70

>>Hunderte Millionen (600 Mio jährlich?) deutsche Steuergelder sind nach Afghanistan geflossen. Danke liebe Bundesregierung. Ca. 300 000 afghanische Soldaten haben sich kampflos ergeben und die Afghanen in Stich gelassen.
Hat sich wirklich gelohnt, dafür zu sterben.<<

Über 60.000 afghanische Soldaten sind im Kampf gegen die Taliban in den letzten Jahren gefallen.

@weingasi1 (13:37)

Ich denke, es bedarf einer realistischen Politik, um Probleme zu lösen. Aber es ist auch unrealistische Politik nötig, denn die kann die Probleme verhindern.

Es gab mal eine Zeit, da war es unrealistisch, in Deutschland demokratische Verhältnisse zu fordern. Trotzdem haben wir sie jetzt und das hält uns einigen Ärger vom Hals.

13:37 von weingasi1

@MargaretaK

«Ihre Ansichten mögenja ethisch und moralisch begrüssenswert sein. Was sie aber vor allem sind, ist unrealistisch, wie so vieles, was insbesondere die Linke Politik auszeichnet.»

Sie spricht nicht als "Linke Politik", sondern als die beste Lokalkennerin der Weltregion um Afghanistan herum, die in diesem Forum was schreibt. Man sammelt bei denen, die auch was zu persönlichen Lebensumständen schreiben, dann auch ein Gesamtbild zusammen.

Bei ihr sind es die familiären Umstände der Ehe mit einem inzw. verstorbenen Pakistani. Wer hier war schon mal in Pakistan, dem Nachbarland zu Afghanistan?

Ich nicht.

14:05, Nachfragerin

>>@fathaland slim - Terrorprävention
12:46 von fathaland slim:
"Den Anschlag des IS haben sie [die Geheimdienste] ja sehr präzise vorausgesehen. Ich verstehe das alles nicht."

Die Aufspürung und Exekutierung der angeblichen Drahtzieher war eine Sache von Stunden. Gesetzt den Fall, dass diese Angaben stimmen, muss man sich schon fragen, warum der Anschlag nicht verhindert wurde.

Eine mögliche Antwort: Er wird als Mittel genutzt, um aus der Sache kostengünstig (d.h. ohne die vielen Ausreisewilligen) aus Afghanistan herauszukommen. Der Preis von 13 toten US-Soldaten erscheint mir dafür allerdings zu hoch.<<

Einen bevorstehenden Anschlag mittels geheimdienstlichen Mitteln zu erkennen und ihn zu verhindern sind zwei komplett unterschiedliche Paar Schuhe.

Ihre Spekulationen sind nah an der Verschwörungsideologie.

Am 29. August 2021 um 13:50 von fathaland slim

Vor dem Hintergrund, daß die Foristin, der Sie antworten, die Region, um die es hier geht, persönlich und auch aus familiären Gründen sehr gut kennt, mutet Ihre ideologisch geprägte Äußerung doch ein wenig merkwürdig an.
__
Die Foristin "MargaretaK." redete von sich selbst als "linksgrün versifft". Das sind nicht meine Worte. Vor dem Hintergrund, dass die Foristin den Themenkomplex, wie Sie sagen, gut kennt, mutet es noch unrealistischer an, was sie vorschlägt, bzw. was sie tun würde/getan hätte.

13:46 von Kermit70

Sie sollten inzwischen auch mitbekommen haben, dass diese 300.000 Soldaten nur auf dem Papier bestanden. Realistische Zahlen sind (auch lt. Herrn Petraeus) zwischen 70.000 und 90.000 Soldaten.
Mir dem überschüssigen Geld wurde die korrupte Ghani-Regierung (gewünschter Regierungschef der USA, nicht der Afghanen) gefüttert.

@fathaland slim um 12:58

Neuabsendung des bereits einmal zugelassenen Kommentars nach Korrektur von sinnverstellenden Autokorekt-korrekturen

>Im Prinzip handelt es sich um eine Perversion des Guerillakampfes. Religion ist nur Mittel zum Zweck.<
Puh. Eigentlich nicht.
Guerilla als Begriff und Anti-Besatzertaktik stammt ja aus den Napoleonischen Kriegen.
Und auch wenn Napoleon, der Mörder der Republik, trotz aller Weisswaschungspropaganda ein Reaktionär sondergleichen war, war doch die Masse des Antinapoleonischen Wiederstandes genau so Reaktionär; ob die Tiroler Katholiban oder die von der Preussischen Verwaltung inszenierte, propagierte und Finanzierte "Deutsche Nationalbewegung".
Damit sage ich nicht das die Besatzung nicht ein Grund zum Aufstand war;
Aber die Linke hatte schon oft das Problem der überromantisierung "Nationaler Befreiung"sbewegungen, die halt niemanden befreien, ausser den neuen (oder wiedereingesetzten alten) lokalen Tyrannen.

Am 29. August 2021 um 09:43 von 0_Ahnung

"Woran machen Sie die Steinzeit denn fest? In der Steinzeit hatten die Menschen doch z.B. keine gewebten Stoffe."

Aus dem Spätneolithikum (Jungsteinzeit) sind bereits Gewebereste aus Flachs und Leinen bekannt.

@Nachfragerin 13:26

"Im Bericht heißt es, dass die Taliban mit irgendwelchen "Provinzfürsten" (warlords?) verhandelt hätten. Ich vermute daher, dass diese Personen nach wie vor an der Macht sind und von den Veränderungen in Kabul in den Provinzen wenig zu spüren ist. Wenn es dort irgendwelche Hinrichtungen gibt, gab es diese sicherlich auch zuvor."

Naja, jedenfalls haben die Taliban nicht nur in Kabul die Macht übernommen. In einigen anderen Gegenden auch noch, sagen Gerüchte ...

Es gibt eine Menge glaubwürdiger Berichte über Misshandlungen und Hinrichtungen in von den Taliban übernommenen Gegenden.

Der Netikette und den Forumsregeln müsste dieser Beitrag eigentlich entsprochen haben. Entsprechend hoffe ich jetzt einfach mal auf seine Veröffentlichung.

14:07 von weingasi1

>>>... obwohl einige ja immer glauben, alles besser zu wissen und vor allem, es sinnvoller angegangen zu haben.<<<

Ich nehme an, dass Sie unter anderen auch mich meinen. Es werden Entscheidungen am "grünen Tisch" getroffen. Politiker machen sich, wenn überhaupt, nur selten Gedanken über örtliche Gegebenheiten (gerade in Afghanistan), über die Mentalität der Bevölkerung und deren Zusammensetzung. Das ist ein großes Problem.
Ich kann behaupten, dass ich viele Probleme schon lange kommen sah. Auch schon, als der Nato-Einsatz noch vermeintlich gut lief. Es wurde z.B. das komplette afghanische "Hinterland" vergessen.
Übrigens, ich kenne mich in der Region Pakistan und ansatzweise Afghanistan ziemlich gut aus. Ich denke, dass ich sehr wohl weiss, wovon ich schreibe. In Pakistan treibt die Armut die Kinder in die Madāris. Da gibt es nämlich drei warme Mahlzeiten und (leider) "Bildung". Kriegsgelder wären besser hier.
Nein, ich weiss nicht alles! besser. Und gar nichts easy.

14:10 Nachfragerin

"Ob am Afghanistan Einsatz und auch andere (Mali, Irak) langfristig ge- und durchdacht wird?...."

Und was machen wir dann mit den jeweiligen Ortskräften aus diesen Ländern? Wenn wir uns zurückziehen.

Es ist wirklich zum

Es ist wirklich zum Verzweifeln: Wie viele andere auch hätte ich mir gewünscht, dass man ohne militärische Absicherung die afghanische Zivilgesellschaft in ihrem Bestreben nach Frauenrechten, Bildung, Kultur und Entwicklung hätte unterstützen können. Dem war nicht so.
Oder um es mit dem alten Konflikt bei den Grünen mit Joschka Fischer zu benennen: Es gilt "Nie wieder Krieg!", aber es gilt auch "Nie wieder Völkermord und systematische Unterdrückung und Tötung" - aus diesem Zwiespalt gibt es keinen einfachen Ausweg, wenn man nicht wegschauen oder politische Verantwortung leugnen will. Und damit bezweifle ich nicht, dass die Begründungen für ein militärisches Engagement oft von anderen als den offiziellen Motiven gesteuert werden. Das wissen wir nicht erst seit Bush und dem Irak-Krieg.
Und genauso ist es mit dem Misstrauen gegen die Art, wie sich die Taliban in Doha präsentieren: Ich traue Ihnen aufgrund der Erfahrungen 1996-2001 und seit 2017 in mancher Provinz nicht über den Weg.

Am 29. August 2021 um 13:23 von Heißer Schnee

Die Taliban 2.0 sind in Ordnung!
__
Ja, man sollte sie bei der Vergabe des Friedensnobelpreises zusammen mit Donald Trump auf jeden Fall berücksichtigen. Nicht.

14:07 von weingasi1 / @schabernack

«Und einige derer, die jahrelang in Guantanamo einsaßen, sitzen nun in Doha als Verhandlungsführer der Taliban am Verhandlugstisch. Langfristig logisch durchdacht ist gegen die Taliban und gegen den IS so gut wie gar nichts.
__
Wahrscheinlich erschliess sich uns deren "Denke" einfach nicht.
Insofern ist denen mit Logik auch nicht beizukommen.»

Mir erschließt sich nicht, zu was Guatanamo als Beitrag zur Bekämpfung von Internationalen Terror Positives beitragen soll, wenn man dort wen jahrelang interniert. Den / die dann aber ohne Anklage und Prozess wieder entlässt. Weil man nichts Anklagewürdiges fand, oder keinen Prozess in den USA führen wollte.

Was der Entlassene dann genau denkt, weiß ich nicht.
Aber sich reinversetzen in seine Gedankenwelt ist nicht so schwierig.

Viele Afghanen (Männer & Frauen) waren stolz auf ihren "Tintenfinger" als Zeichen, dass sie trotz hoher Anschlagsgefahr vor Wahllokalen wählen waren.

AFG-US-Präsident wurde dann der Drittplatzierte Ashraf Ghani.

@ weingasi1

"Das mit der Zerstörung der Mohnfelder war vllt vor 20 Jahren mal so, mittlerweile hat man längst entdeckt, welche Gelder sich dadurch generieren lassen und nutzt das natürlich auch."

Auch Taliban können lesen, zum Beispiel Alfred McCoy - Die CIA und das Heroin.
Da lernt man wie man Geld verdient, Einfluss gewinnt und Wasser predigen und Wein trinken, also ein Lehrbuch für westliche Werte.

14:20, Der Lenz

Ich hätte vielleicht schreiben sollen:

„Eine Perversion der Idee des antikolonialistischen Guerillakampfes.“

auch die Taliban

gehören zum afghanischen Volk.

Die Afghanen werden sich entscheiden müssen, wie sie leben wollen und dann dafür eintreten.

Wollen sie einen islamisch geführten Staat mit Scharia-Vollzug?
Für uns unvorstellbar, aber es sind Moslem. Für die wiederum sind unsere westlichen Freiheiten, egal ob Frauenrechte, freie Sexualität, Clubs und Nachtleben unvorstellbar, "Sodom und Gomorrha" sozusagen

14:38, schabernack

>>Viele Afghanen (Männer & Frauen) waren stolz auf ihren "Tintenfinger" als Zeichen, dass sie trotz hoher Anschlagsgefahr vor Wahllokalen wählen waren.

AFG-US-Präsident wurde dann der Drittplatzierte Ashraf Ghani.<<

Ja, der Begeisterung für die Demokratie war das gewiss immens förderlich.

14:50, Shuusui

>>Auch Taliban können lesen, zum Beispiel Alfred McCoy - Die CIA und das Heroin.
Da lernt man wie man Geld verdient, Einfluss gewinnt und Wasser predigen und Wein trinken, also ein Lehrbuch für westliche Werte.<<

Diese Art „Werte“ sind nun wirklich weltweit verbreitet. Dazu braucht es kein Lehrbuch.

14:59, Susi1960

>>Die Afghanen werden sich entscheiden müssen, wie sie leben wollen und dann dafür eintreten.

Wollen sie einen islamisch geführten Staat mit Scharia-Vollzug?<<

Das kann nun wirklich alles und nichts bedeuten.

@Susi1960

"
Am 29. August 2021 um 14:59 von Susi1960
auch die Taliban

gehören zum afghanischen Volk.

Die Afghanen werden sich entscheiden müssen, wie sie leben wollen und dann dafür eintreten.

Wollen sie einen islamisch geführten Staat mit Scharia-Vollzug?
Für uns unvorstellbar, aber es sind Moslem. Für die wiederum sind unsere westlichen Freiheiten, egal ob Frauenrechte, freie Sexualität, Clubs und Nachtleben unvorstellbar, "Sodom und Gomorrha" sozusagen"

Ich habe das hier im Forum schon Wenn Sie das Strafrecht dort kritisieren wollen (was ich selbsterständlich auch tue), dann reden Sie nicht von Sharia. Verwenden Sie lieber den Begriff "Islamisches Strafrecht" oder noch besser: "Religiös begründetes Strafrecht", sowas gab es nämlich in Europa auch mal, ist kein Alleinstellungsmerkmal des Islam.

Sharia ist das, was für Christen der Katechismus ist, eine Sammlung von religiösen Bräuchen und Riten (siehe meinen Beitrag von 10:39 Uhr). Das Strafrecht hat damit nichts zu tun.

14:59, Susi1960

>>Für uns unvorstellbar, aber es sind Moslem. Für die wiederum sind unsere westlichen Freiheiten, egal ob Frauenrechte, freie Sexualität, Clubs und Nachtleben unvorstellbar, "Sodom und Gomorrha" sozusagen.<<

Die arabische Welt war bei uns bis vor gar nicht langer Zeit als Hort lockerer Sitten, als Sündenbabel, als Sinnbild schwüler Erotik verschrieen. Homosexuelle Männer reisten bis vor wenigen Jahrzehnten gern dort hin, auch um sexuelle Abenteuer zu erleben.

@Susi1960

"Wollen sie einen islamisch geführten Staat mit Scharia-Vollzug?
Für uns unvorstellbar, aber es sind Moslem. Für die wiederum sind unsere westlichen Freiheiten, egal ob Frauenrechte, freie Sexualität, Clubs und Nachtleben unvorstellbar, "Sodom und Gomorrha" sozusagen"

Es gibt auch bei uns Menschen, für die Frauenrechte, freie Sexualität, Clubs und Nachtleben "Sodom und Gomorrha" sind. Teile davon sind sogar im Bundestag vertreten.

15:02 von fathaland slim 14:38, schabernack

>>Viele Afghanen (Männer & Frauen) waren stolz auf ihren "Tintenfinger" als Zeichen, dass sie trotz hoher Anschlagsgefahr vor Wahllokalen wählen waren.
AFG-US-Präsident wurde dann der Drittplatzierte Ashraf Ghani.<<

Ja, der Begeisterung für die Demokratie war das gewiss immens förderlich.

Diesen Eingriff kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Wollte man keine tragfähige Regierung und Stabilität im Land?

@ SinUndVerstand

"Oder um es mit dem alten Konflikt bei den Grünen mit Joschka Fischer zu benennen: Es gilt "Nie wieder Krieg!", aber es gilt auch "Nie wieder Völkermord und systematische Unterdrückung und Tötung" - aus diesem Zwiespalt gibt es keinen einfachen Ausweg"

Es heißt nicht "Nie wieder Krieg", das wäre hegemonialer Größenwahn.
Es heißt: "Nie wieder soll Krieg von deutschem Boden ausgehen".
Und auch das ist bloß eine dämliche Floskel, denn natürlich haben vor Fischers Völkerrechtsbruch 1999 bereits die USA von deutschem Boden aus Krieg geführt.

einfach herrlich hier wieder

wie sich die hiesigen dauerschreiber nun alle als arabien und schariawissende inszeug legen und tippen, was die tastatur hergibt.

15:12, Anderes1961

>>Sharia ist das, was für Christen der Katechismus ist, eine Sammlung von religiösen Bräuchen und Riten (siehe meinen Beitrag von 10:39 Uhr). Das Strafrecht hat damit nichts zu tun.<<

In diesem Zusammenhang möchte ich ein Buch des Islamwissenschaftlers Thomas Bauer empfehlen:

„Die Kultur der Ambiguität. Eine andere Geschichte des Islam“

Vielleicht kennen Sie es.

@ Shuusi1960

Die Afghanen werden sich entscheiden müssen, wie sie leben wollen und dann dafür eintreten.

Auch Afghanen möchten nicht, dass religiöse Eiferer ihnen die Art zu leben vorschreiben.

Wollen sie einen islamisch geführten Staat mit Scharia-Vollzug?

Was soll an der Scharia vollzogen werden? Wissen Sie überhaupt, was die Scharia ist?

@ Heißer Schnee

Wäre ich der deutsche Außenminister, würde ich sofort mit den Taliban Kontakt aufnehmen und über den Aufbau der afghanischen Industrie und Infrastruktur sprechen.

Es deutet eigentlich nichts darauf hin, dass sich die Taliban für Industrie und Infrastruktur interessieren.

Karl Maria Jose...

Das haben Sie schön gesagt, so schön hätte ich es nicht ausdrücken können.

@ Heißer Schnee

Ohne Perspektive wird es in Afghanistan keinen Frieden geben und viele werden sich auf den Weg nach Europa machen.

Daher weht der Wind. Um Afganistan geht es Ihnen jedenfalls offensichtlich nicht.

@fathaland slim

"
Am 29. August 2021 um 15:29 von fathaland slim
15:12, Anderes1961

>>Sharia ist das, was für Christen der Katechismus ist, eine Sammlung von religiösen Bräuchen und Riten (siehe meinen Beitrag von 10:39 Uhr). Das Strafrecht hat damit nichts zu tun.<<

In diesem Zusammenhang möchte ich ein Buch des Islamwissenschaftlers Thomas Bauer empfehlen:

„Die Kultur der Ambiguität. Eine andere Geschichte des Islam“

Vielleicht kennen Sie es."

Nein, kenne ich leider noch nicht. Aber wird sich bald ändern. :-) Danke für den Tipp.

@ Shuusui

Da lernt man wie man Geld verdient, Einfluss gewinnt und Wasser predigen und Wein trinken, also ein Lehrbuch für westliche Werte.

Wenn Sie das Wort "westliche" weglassen wird es ehrlicher und nicht so gewollt einseitig.

@fathaland slim

"
Am 29. August 2021 um 15:12 von fathaland slim
14:59, Susi1960

>>Für uns unvorstellbar, aber es sind Moslem. Für die wiederum sind unsere westlichen Freiheiten, egal ob Frauenrechte, freie Sexualität, Clubs und Nachtleben unvorstellbar, "Sodom und Gomorrha" sozusagen.<<

Die arabische Welt war bei uns bis vor gar nicht langer Zeit als Hort lockerer Sitten, als Sündenbabel, als Sinnbild schwüler Erotik verschrieen. Homosexuelle Männer reisten bis vor wenigen Jahrzehnten gern dort hin, auch um sexuelle Abenteuer zu erleben."

Die "Geschichten aus 1001 Nacht" sind mitnichten nur eine Sammlung von Märchen. Im unzesensierten Original gibt es jede Menge hocherotischer Erzählungen. Und eigentlich ist der Islam auch eine Religion, die der Erotik sehr offen gegenüber steht. Selbst im Koran finden Sie hocherotische Stellen. In der Bibel übrigens auch, das "Hohe Lied Salomos."

14:14 von schabernack

>>>Sie spricht nicht als "Linke Politik", sondern als die beste Lokalkennerin der Weltregion um Afghanistan herum...<<<

Danke für die Blumen. Als Beste würde ich mich sicher nicht bezeichnen. Es gibt hier etliche User, von denen ich (auch bezüglich des Koran) immer wieder dazulerne.
Dafür möchte ich mich bedanken.

@Karl Maria Jose...

"
Am 29. August 2021 um 15:29 von Karl Maria Jose...
einfach herrlich hier wieder

wie sich die hiesigen dauerschreiber nun alle als arabien und schariawissende inszeug legen und tippen, was die tastatur hergibt."

Noch viel schlimmer: die tippen nicht nur, die lesen sogar. Oder was glauben Sie, woher alle "arabien und schariawissende" ihr Wissen her haben?

15:25 von Kaneel

«>>Viele Afghanen (Männer & Frauen) waren stolz auf ihren "Tintenfinger" als Zeichen, dass sie trotz hoher Anschlagsgefahr vor Wahllokalen wählen waren.
AFG-US-Präsident wurde dann der Drittplatzierte Ashraf Ghani.<<

«Ja, der Begeisterung für die Demokratie war das gewiss immens förderlich.»

«Diesen Eingriff kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Wollte man keine tragfähige Regierung und Stabilität im Land?»

Ashraf Ghani spricht mit weitem Abstand am besten Englisch von allen Kandidaten, die zur Wahl standen. Er hat ja auch viele lange (x) Jahre in den USA gelebt, bevor er nach Afghanistan zurückkehrte.

Das wird nicht der einzige Grund gewesen sein, den die USA da hatten.
Aber US-Amerikaner haben es grundsätzlich gar nicht so mit Kundigen in Fremdsprachen. Schon gar nicht bei recht exotischen Fremdsprachen wie Paschtu oder Urdu oder Hazara. Oder was man in Afghanistan noch so an anderen Sprachen spricht.

Auf jeden Fall extremistischer Dilettantismus der USA.

29. August 2021 um 09:15 von Traumfahrer

>> Taliban !
Ich sehe auf dem Bild nur bärtige Steinzeitmenschen, die versuchen, sich ein moderates Erscheinungsbild zu verschaffen. Wenn sie wirklich es ehrlich meinen würden, dann bräuchten sie nur klar benennen und auch in Taten zeigen, dass sich niemand fürchten braucht.
Sicher sie haben dazu gelernt, aber trotzdem ist dies ein Haufen von uralten Ansichten, religiösem Wahn, Selbstherrlichkeit, und Machtlust, die sie sicher noch viel deutlicher zeigen werden.
da sind sie nicht besser wie andere Diktatoren ! <<
.
.
Die Taliban sind fortschrittlicher als Sie, meine Meinung.

29. August 2021 um 09:49 von pemiku

>> Wie sich die Taliban in Doha präsentieren
Trau, schau, wem!
Nach dem kompletten Abzug der US-Truppen wird sich recht schnell herausstellen, was von den "Versprechen" der Taliban zu halten ist. <<
.
.
Richtig. Was von Versprechungen der USA zu
halten ist weiß man schon seit längerer Zeit.

@ Karl Maria Jose..., um 15:29

“einfach herrlich wieder
wie sich die hiesigen Dauerschreiber nun alle als arabien und schariawissende ins zeug legen und tippen,,was die Tastatur hergibt.“

Jo, und wenn man, wie Sie, nichts dazu zu schreiben weiß, soll's wenigstens einer der abgenutschten “...man schlägt sich vor lachen auf die schenkel“-Zweizeiler sein.

14:15 von weingasi1

>>>...dass die Foristin den Themenkomplex, wie Sie sagen, gut kennt, mutet es noch unrealistischer an, was sie vorschlägt, bzw. was sie tun würde/getan hätte.<<<

Ich bin nicht grosse Weltpolitik. Ich beschreibe, was wir (mein Mann und ich, zum Teil auch unsere Söhne) im "Kleinen" dort in Dörfern bewirken könnten. Mit einfachen Mitteln und wenig Geld. Wir waren uns nicht zu schade, dort Klinken zu putzen. Über meinen Schwiegervater, der in der Lokalpolitik im Distrikt Faisalabad, hatten wir das Glück, dass sich manche Tür geöffnet hat.
Von "unseren" Kindern und Jugendlichen fiel kein einziges in die Hände dieser Menschenfänger. Sie hatten die Chance auf Bildung. Eine Einkommensquelle (Wasserbüffel, Ziegen, ein kleines Stück Land ...).

Randnotiz zu Frau Bruckers Kopfbedeckung : bei meinen Aufenthalten habe ich mich immer in Shalwar Kameez und Dupatta (Kopftuch) gekleidet. Aus Respekt gegenüber der Kultur und der Menschen.

15:29, Karl Maria Jose...

>>einfach herrlich hier wieder
wie sich die hiesigen dauerschreiber nun alle als arabien und schariawissende inszeug legen und tippen, was die tastatur hergibt.<<

Toll, nicht wahr?

Da kann man echt noch was lernen.

@Anderes1961

" Es gibt auch bei uns Menschen, für die Frauenrechte, freie Sexualität, Clubs und Nachtleben "Sodom und Gomorrha" sind. Teile davon sind sogar im Bundestag vertreten. "

Ja, aber von diesen Menschen hat sich bisher noch keiner in selbstmörderischer Absicht in die Luft gesprengt .
Es gab von diesen Menschen auch noch keine Ehrenmorde oder Steinigungen oder Ähnliches .
Von daher hinkt Ihr Vergleich - wie so oft - gewaltig .
Außerdem würde mich die Passage im Wahlprogramm der AFD - die Sie ja sicherlich meinten - interessieren die Frauenrechte, freie Sexualität, Clubs und Nachtleben kritisieren bzw. verbieten will .

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