Kommentare - Seehofer vor Ausschusssitzung: Katastrophenschutz soll bei Ländern bleiben

26. Juli 2021 - 14:22 Uhr

Auch nach der Unwetterkatastrophe soll der Katastrophenschutz nach Ansicht von Bundesinnenminister Seehofer in der Verantwortung der Länder bleiben. Jedoch werde der Bund künftig eine stärkere koordinierende Rolle übernehmen.

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Kommentare

Katastrophenschutz?

Unser Regierungen und MP haben das Klima, Banken, Euro, EU, Schuldenländer, Corona und viele Flüchtlinge gerrettet.

Mehr geht halt nicht.

Jetzt müssen wir mal genau überlegen ob wir immer das viele Geld sinnvoll und an der notwendigen richtigen Stelle ausgegeben haben (ungarn/Polen usw.) und jetzt erstmal die eignen Bürger ordentlich unterstützt werden.

In einer Nacht sind Milliarden für Banken und EU freigegebn worden das muss jetzt auch zeitnah passieren.

Zb. durch verzicht von 5 Jahren auf Lohnsteuer in den betroffen Regionen.

Eine Illusion

Ein paar hundert Menschen in den Ländern haben nicht die richtigen Entscheidungen getroffen. Jetzt will man im Bund noch ein dutzend Menschen mehr einstellen, in der Hoffnung, diese treffen dann die richtigen Entscheidungen.

Reiner Aktionismus, damit man den Wählern gegenüber etwas vorweisen kann.

Wenn die Länder für den

Wenn die Länder für den Katastrophenschutz zuständig sind, ist der Bund wohl der falsche Ansprechpartner.
Die Länder- und Kommunalpolitiker sollten befragt werden, was sie für den Schutz der Menschen getan haben. Bisher ist die Berichterstattung dazu sehr Lückenhaft.

Sollte der Bund mehr Kompetenzen bekommen, sollte dementsprechend auf Länderebene Personal gestrichen werden, um Doppelstrukturen zu vermeiden.

Katastrophenschutz

Verwaltung, Leitstellen, System der Kommunikation auch bei Netzausfall und v.m. sind nötig, wenn man den Schutz im Notfall aufziehen, vorhalten und gewährleisten will. Da sind noch viele brach liegende Felder zu beackern. Kompetenz und Zuständigkeit gehört auch geregelt, aber das ist eine Binsenweisheit und Selbstverständlichkeit. Absicherung gegen Katastrophen ist finanziell für den einzelnen begrenzt, wenn man schon sieht, dass Versicherungen manchmal nichts anbieten. Unser Staatshaushalt kann aber nicht selbstverständlich alle Ausfälle und Notlagen dauerhaft finanzieren. Besser ist, das Geld in die entsprechenden Stellen und Wächter zu stecken. Das ist Staatsaufgabe. Jeder Eigentümer und Betreiber von Geschäften ist aber zuerst selbst für die eigene Sicherheit und Absicherung verantwortlich. Da kann man nicht nur allein nach dem Staat rufen. Seehofer sollte auch das klar machen und die Länder auch entsprechend finanziell besser mit Warnsystem aufstellen.

Den Staat verschleißen zum Wohle der Wirtschaft

Das Gesundheitssystem vor die Wand gefahren, das Rentensystem, das Bildungssystem, die Migrations - und Integrationspolitik und die Pandemiepolitik sowieso und nun offenbart sich, dass auch der Katastrophenschutz mit Anlauf gegen die Wand gefahren wurde.
So sieht die Quittung aus, die man der Union, der SPD, den Grünen und der FDP nach 30 Jahren neoliberaler Verschleißpolitik präsentieren muss.
Deutschland, früher dafür gerühmt, dass wenigstens die Organisation und die Infrastruktur auf hohem Niveau funktionierten, wurde gerade von den rechten und halbrechten Politikern aus den genannten Parteien zu Grunde gerichtet, die aus vollem Hals geradezu herausgeschrien haben, wieviel ihnen die sogenannten deutschen Tugenden bedeuten.
Ordnung, Disziplin, Pünktlichkeit und Arbeitswilligkeit, alles nur ein Hohn, wenn man sich die „Bemühungen“ unserer Politik und Politiker vor Augen führt. Nicht, dass es in anderen Ländern besser wäre.
Aber konnten das schonmal besser.

Au weia.

Artikel: «Gegen lokale Warnungen der Bevölkerung durch den Mobilfunkdienst Cell Broadcast gab es in der Bundesregierung vor der Unwetterkatastrophe im Westen Deutschlands offenbar Widerstand. Von der Idee seien "nicht immer alle begeistert gewesen in den letzten Monaten", sagte Seehofer.»

Auf so was Mega-Beklopptes wie hier dagegen sein, muss man erst mal kommen. "Cell Broadcast" alleine ist sebstverständlich nicht die Lösung aller Probleme. Aber ein Baustein in einer Mauer verschiedener Maßnahmen, die im Zusammenwirken schützen helfen.

Man kann sich nur die Haare raufen über so viel plumpen Unverstand welcher Regierungspolitiker auch immer. Die Gründe will man gar nicht wissen, sonst ist sofort Glatze ohne Haareraufen.

Ohne jeden Zweifel ist es der richtige Weg mit einem koordinierenden Bundesamt für Katastrophenschutz. Plus lokal verantwortliche Stellen, die Gegebenheiten vor Ort viel besser kennen, und in Einzelheiten beurteilen können, als nur eine Zentralstelle beim Bund.

Die verwaltungsrechtliche/verwaltungstechnische Verschiebung ...

... der Kompetenzen in Richtung Bund bringt gar nichts. Es wird so kein praktischer Katastrophenschutz betrieben.
Vielmehr bleibt es so wie es ist. Voll daneben.

Was die Länder und Gemeinden und Kreise benötigen ist viel Geld.

Geld für Überflutungsschutz (z.B. Sanierung der Dämme), Überflutungsflächen, weitere Dämme vor den "Stadtmauern", Geld für Einsatzkräfte des Landeskatastrophenschutzes und Geld für Ausrüstung / Material, und die Liste lässt sich sicherlich noch verlängern ...

Meine Eindrücke vor Ort

Ich war letzte Woche vier Tage als Helfer in Ahrweiler unterwegs und möchte deswegen aus meiner (nicht vollständigen!) Sicht eine Lagebeschreibung abgeben:

1. erst einmal ein ganz großes Lob und Dank allen privaten Bauunternehmern, Bauern, GaLas: diese haben den größten Unrat in den ersten Tagen von den Straßen entfernt und dabei Maschinen kaputt gefahren.

2. Ebenso nicht unerwähnt lassen möchte ich private Bürger wie Thomas Pütz von der Offroader Fluthilfe, der aus einer kleinen FB-Gruppe die größte Helferorga vor Ort auf die Beine gestellt hat (inkl. Shuttle, Unterkunft, Verpfl. für die Helfer etc.!)

3. Ich komme nicht umhin, der TS in der Berichterstattung über die "Querdenker" recht zu geben: der THW, BW und DRK kamen in der Tat zwar ein paar Tage später an und hatten Anlaufschwierigkeiten bei der Koordination der Hilfsarbeiten. Diese aber zu beschimpfen oder Nichtstun zu unterstellen, ist das Letzte.

Q:

"https://www.facebook.com/profile.php?id=100070962064663"

Differenzierte Berichterstattung

Bekanntlich habe ich als AfD-Wähler ggü. der Berichterstattung des ÖRR eine gehörige Portion Skepsis und sehe dich Sache oft differenzierter.

Während ein Chefredakteur des Monitors Helfer, die nicht auf grünlinker Linie sind, in der üblich niveaulosen und dümmlichen Weise als "Nazis" und "Rechtsextreme" diffamiert, muss ich der Berichterstattung der TS über die "Querdenker" vor Ort Recht geben: richtig ist, dass die meisten Rettungskräfte des THW, BW oder DRK nicht am ersten Tag vor Ort waren und der gröbste Unrat von privaten GaLa-, Bauunternehmern, Landwirten etc. - auf eigene Kosten - entfernt wurden (meinen RESPEKT!). Und richtig ist auch, dass Erstere aufgrund der hierarchischen Orga ein wenig schwerfälliger waren, da ein Krisenstab mit 4000 Helfern die Hilfsarbeiten erst einmal erfassen und koordinieren musste.

Diese Ehrenamtlichen (!) des THWs zu beschimpfen oder gar mit Müll zu bewerfen, ist das Letzte!

Q:

"https://www.tagesschau.de/inland/thw-angriffe-flutgebiete-101.html"

Die entscheidende Frage bleibt ...

Die entscheidende Frage bleibt ... wieso wurden die Bürger nicht vorgewarnt.

Ausreichend viele Metereologen bis hin zu solchen von der britischen BBC haben mehrere Tage davor gewarnt, dass es bis zu 250 L/qm an Niederschlägen geben wird.

Sonst hängt man doch auch an den Lippen von gottgleichen Metereologen.

Regional ist Absolut Richtig

Funktioniert ja schon seit Jahrzehnten so

Entweder es schlägt einer die Scheibe am
Feuerwehrhäuserl ein und stellt die Sirene an,
oder die Stützpunktwache schaltet den Alarm ein.

Besonders Samstags nachmittags läuft die Sirene öfters zur Übung am L(eichten)H(and)L(öscher)

„Die im Katastrophenfall notwendigen Entscheidungen müssten weiter vor Ort getroffen werden, ein Eingreifen in die Kompetenzen von Ländern und Kommunen wäre der falsche Weg, sagte [Innenminister Seehofer] vor einer Sondersitzung des Innenausschusses“

Da gebe ich ihm Recht: Die Leute vor Ort sind einfach „näher dran“ am Geschehen und können deshalb logischerweise auch besser sehen, was Sache ist.

„Jedoch werde der Bund künftig eine stärkere koordinierende Rolle übernehmen“

Solange sich diese „koordinierende Rolle“ sich tatsächlich auf „Zuarbeit“ - vor allem in Form der Versorgung mit aktuellen Informationen und deren "Aufbereitung" sowie der Suche nach und Koordinierung von Hilfeleistungen - beschränkt und nicht mit „Weisungsbefugnissen“ und daraus resultierender Zeitverschwendung durch zusätzliche "Dienstwege" bzw. Bürokratie und sonstiger Hindernisse für freie Informations- und Kommunikationskanäle (wie z.B. unzulänglicher technischer Ausrüstung) verbunden ist, ist das zu begrüßen.

Bund=>Länder=>Bund=>Länder ... und nichts ändert sich?

Es will im Grunde wohl keiner zuständig sein, wenn es darum geht, etwas anders und dann hoffentlich besser zu machen.
Man kennt dies ja inzwischen.
Wegducken ist eine Spezialität vieler Entscheidungsträger.

Bin gespannt, welche Lehren aus dem Unwetter/Hochwasser überhaupt gezogen werden und vor allem wann wird davon etwas umgesetzt?

14:54 von 0_Panik

«Geld für Überflutungsschutz (z.B. Sanierung der Dämme) …»

Im Ahrtal gab es keine Dämme, und dort wird es auch nie welche geben.
Also muss auch niemand dort Dämme sanieren.

An den großen Flüssen, die durch Dämme geschützt werden, aber niemals durch 2 Tage Starkregen so plötzlich verheerend über die Ufer treten können, wird das längst gemacht. Entlang der Oder ist der Hochwasserschutz als Lehre aus den Fluten von 2002 / 2013 heute besser als je zuvor.

Köln als die größte Stadt in Deutschland an einem großen Fluss hat seit zweimal Wehnachts- / Winterhochwasser 1993/94 + 1995/96 einen hoch modernen Flutschutz für die Altstadt. Keinen Damm, das geht in Köln nicht. Aber mobile Flutwände, mit denen die Mauern erhöht werden können. Die 2013 verheerend überflutete Stadt Grimma hat inzw. einen State of the Art weltweit Hochwasserschutz.

«Vielmehr bleibt es so wie es ist. Voll daneben.»

Noch mehr daneben als ständige planlose Bejammerei ist sogar theoretisch unmöglich. Au weia.

@YVH um 14:36

Ich würde nicht Aktionismus sagen. Als die SPD vor der letzten BT-Wahl damit rechnete, daß sie nicht mehr in die Regierung kommt, wurde die Anzahl der Planstellen in den SPD verwalteten Ministerien deutlich aufgestockt (über welches Parteibuch die neune Beamten verfügten?).
.
Könnte es dieses Mal eine andere Partei treffen?

@14:59 von Blitzgescheit

"Ausreichend viele Metereologen bis hin zu solchen von der britischen BBC haben mehrere Tage davor gewarnt, dass es bis zu 250 L/qm an Niederschlägen geben wird"

Da braucht man nicht die BBC, das kam auch in der Tagesschau. Aber wohl kaum jemand konnte sich vorstellen, was das lokal bedeutet. Am eindrücklichsten finde ich dabei Erftstadt. Wenn irgendwer damit gerechnet hätte, dass eine Kiesgrube hunderte Meter weit abbricht und einen Ortsteil verschlingt, hätte man wohl nicht so weit gebaggert.

Und wenn Sie in Schuld gewohnt hätten, was hätten Sie getan, wenn am Abend zuvor in den Nachricht gemeldet wird, es wird "lokal 200mm Regen geben". Hätten Sie Ihr Haus und den Ort verlassen? Sandsäcke gefüllt?

Ein Bürgermeister sagte im TV, die Vorhersagen für Jahrhunderthochwasser bei ihm seien 2,5m gewesen. Sie hätten für 3,5m geplant und gebaut. Diesmal waren es 8m. Da reicht genügend Schutt, der sich unter einer Brücke verklemmt und den Bach aufstaut. Hat das die BBC vorhergesagt?

m Grunde ist es doch völlig

m Grunde ist es doch völlig egal, ob man zentral oder föderal versagt. Föderalismus wurde uns von den Franzosen aufgezwungen.die damit nichts am Hut haben.

Wenn jeder seinen Job macht, muss und wird man nicht versagen.
Egal, wer da den Hut auf hat.

@15:17 von schabernack

Hätte es flächendeckenden Überflutungsschutz gegeben - so wie in den Niederlanden - dann wäre es nicht zu dieser Flutkatastrophe gekommen. In den Niederlanden läuft das anders ...

Es ist richtig, punktuell wurde in D Überflutungsschutz betrieben, mehr aber auch nicht.

Wäre es anders, gäbe es auch diese Überflutungsschäden nicht.

Seehofer bei Ausschusssitzung: Katastrophenschutz soll bei Lände

Damit der Bund Kosten spart ? Das Wort der Stunde kann nur Verantwortung heißen. Vielleicht durch den Wiederaufbau eines Flächendeckenden Sirenennetzes. Aber auf jeden Fall gehört zur Verantwortung, daß man auf Flussbegradigungen in Zukunft verzichtet. Das Wasser läuft schneller, das Grundwasser sinkt ab. Auch gehören Öltanks nicht in Flussgebiete.
Und gegen den Klimawandel. Da reicht es nicht, wenn RWE nur 21 Prozent der Energie aus Erneuerbaren Energiequellen(Wind,Solar,Biomasse,Hydro) gewinnt. Und laut Greenpeace der Zuwachs des operativen Gewinns aus Kohle und Kernenergie resultiert.

Paniker

Was hättest du denn eindeichen wollen?
Das gesamte einzugsgebiet? Wiesen und Felder?
Gegen sowas kann man nichts machen. Ausser riesige Flutgräben um die Dörfer zu legen, dass die Plörre aussen rum fließt.

@schabernack, 12:04 (Vorgängerthread zum Thema)

«Und diese Gründe liegen offenbar nicht selten in verkrusteten hierarchischen Strukturen in öffentlichen Institutionen.»

"Die Gründe liegen darin, dass Deutschland kein regelmäßig von Naturkatastrophen wie Taifun oder Erdbeben heimgesuchtes Land ist. In solchen Fällen wird Katastrophenschutz, -vorbeugung, und -warnung mehrmals jährlich "getestet" durch Naturgewalt, was das System im Land kann.
Deutschland ist Lehrling in diesem Aspekt. Was auch eher erfreulich ist, dass es solche Katastrophen nicht andauernd gibt. Erfreulich so weit, aber auch erschwerend für Staatliche Vorsorge"

Sie haben natürlich Recht, dass man vor allem aus Erfahrung lernt ("Aus Schaden wird man klug"). Aber man muss und darf es wirklich nicht erst "drauf ankommen" lassen. Vor allem dann nicht, wenn es mehr als genug Anhaltspunkte dafür gibt, dass ein Schaden droht, weil eine konkrete Bedrohungslage vorliegt. Die nicht genau zu verfolgen und rechtzeitig geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen ist verantwortungslos.

Früher konnten wir

das. Nach dem Kalten Krieg, machten es sich alle in den Behörden gemütlich. Es konnte ja nichts mehr passieren. Die Deutsche Kleinstaaterei tut einiges dazu. Kein Bezirksfürst will etwas von seiner "Macht" abgeben und viele arbeiten aus Egoismuß gegen die Anderen. Auf keinen Fall der anderen Seite etwas Info geben. Wenn der Schaden aufgearbeitet ist, was ein paar Jahre dauern wird, ist das alles vergessen und wir machen genauso weiter wie vorher. Wenn wir die Behördliche Machtlosigkeit bei Corona und bei der Flut uns ansehen, blicken wir auf Ahnungslose Würdenträger.

@ Bernd Kevesligeti

Aber auf jeden Fall gehört zur Verantwortung, daß man auf Flussbegradigungen in Zukunft verzichtet.

Die Forderung ist ja nicht neu. In diesem Jahrhundert wurden zumindest in Deutschland keine Flüsse begradigt. Im Gegenteil, in allen großen Flusssystemen wurden Flächen renaturiert.

"Cell Broadcast" alleine ist sebstverständlich nicht die Lösung

von schabernack @
Das ist überhaupt kein Lösung.

Wer liegt denn Nachts im Bett mit dem Handy? Jeder normal hat das nie im Schlafbereich liegen und nachts auf lautlos.

Nur Warnsirenen und viel mehr Personal bei Sicherheits und Rettungsdiensten ist hier ein gute Lösung. Die kann man dann immer zu helfen einsetzten, auch bei Fussballkrawallen, Demos, Falschparkern usw.

@ werner1955

Katastrophenschutz?
Unser Regierungen und MP haben das Klima, Banken, Euro, EU, Schuldenländer, Corona und viele Flüchtlinge gerrettet.

Ein ausländerfeindliches und pseudo-ökologisches Geschwätz der Rechten geht mir auf den Keks.

15:03 Karl Klammer

"Regional ist richtig......"

Sehe ich auch so.
Und ich weiß, dass bei wirklicher Gefahr die Menschen auf die gute alte Sirene am empfindlichsten und sofort reagieren.
Das zweite Warnsystem das sich bewährt hat (in der guten alten Zeit) ist ein Auto und warnhinweise mit dem Megafon um die Leute direkt und lautstark zu warnen.

@0_Panik um 15:28

re @ 15:17 von schabernack

Fahren Sie doch irgendwann in Kürze ins Ahrtal, schauen Sie sich diese Gegend mal leibhaftig an und dann vergleichen Sie die einmal mit den Niederlanden.
Spätestens dann müsste Ihnen einiges einleuchten.

Fordern Sie doch nicht andauernd solch einen Unsinn, der bar jeder Realität ist.
Hätte, wäre, wenn...

Im Nachhinein sind wir schlau

@ YVH:
Ein paar hundert Menschen in den Ländern haben nicht die richtigen Entscheidungen getroffen.

Solche Vorwürfe halte ich einfach nur für besserwisserischen Quatsch.

Klimawandel und Klimaschutz

Das Wort wird zwar gern benutzt, deckt aber nur einen Bruchteil dessen ab, was wir mit Unwettern und Katastrophen verbinden. Sachlich gesehen, haben wir dabei etliche Spielarten und Ursachen für naturbedingte Vorfälle und die Folgen daraus. Manche Ursachen sind trotz bester Berechnung bei Flussbegradigungen, dünnen Bächen und harmlos wirkenden, idyllischen Gebieten und Landschaften, die zum bewohnen einladen, eben ein Trugschluss. Erst wenn Mutter Natur die wahre Seite ihrer Gewalten zeigt, ist das Geschrei groß. Ich fahre nicht abseits der Piste und gerate in eine Lawine und wundere mich dann. Wer am Wasser baut, muss es von allen Seiten kennen und einschätzen. Kapriolen des Wetters sind aber mit Sicherheit nur ein Teilaspekt, denn man Ursachen hat der Mensch selbst in der Hand. Wer Wald abholzt und meint, mit Stützpfeiler den Boden vom Haus abhalten zu können, ist ein Tagträumer.

@ Many

Früher konnten wir das. Nach dem Kalten Krieg, machten es sich alle in den Behörden gemütlich. Es konnte ja nichts mehr passieren.

Ja, früher war alles besser.
Was für ein Quark!

14:29 von Sisyphos3

NIX, das hat man doch in den letzten 8 jahren gesehen. erst mit reul in nrw wurde die kriminellenfahngung erst besser

15:28 von 0_Panik / @schabernack

«Hätte es flächendeckenden Überflutungsschutz gegeben - so wie in den Niederlanden - dann wäre es nicht zu dieser Flutkatastrophe gekommen. In den Niederlanden läuft das anders ...»

Gibt es in den Niederlanden Mittelgebirge, die höher sind als die Dünen am Nordseestrand? Wenn ja … wo sollen die sein?

Mit Ausnahme der Region der Niederlande am Rand der Ardennen im Dreiländereck NL / BEL / DEU bei Aachen.

Niederländer sind seit vielen Jahrhunderten die besten Wasserbauer der Welt. Im eigenen Land bauen sie im Mega-Flachland gezielt Überflutungsflächen an den 3 Mündungsarmen vom Rhein. Am nördlichsten der 3 Arme (an der Ijssel) einen künstlichen Kanal als Ausweichfläche zum normalen Stromverlauf. Müsste der neue Kanal mal geflutet werden (wenn fertig), überschwemmt das Wasser Wiesen und Weiden. Zwischen den 2 Strömen bleibt dann eine Insel erhalten.

Niederländer können auch andere Art von Wasserbau. Die Annahme, man müsse NL nur auf die Ahr übertragen, ist topographisch planlos.

rechtzeitig geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen

von Nettie @
Und wie soll das aussehen.

Bei einer Gefahr ab Y müssen alle Ihre Häuser verlassen und bei X wird die Stromversorgung eingestellt?

Wir brauchen schon Stunden um bei einer akuten Bombenwarung 100 Wohnungen zu räumen?

Also wenn Gesundheitsschutz der Bürger Ihnen und unseren Politikern sehr wichtig ist müsste es die Impfpflicht schon seit einem Jahr geben. Mehr als 90.000 tote dürften wohl Grund genug sein oder ?

14:56 von Blitzgescheit

auch ich als NICHT afd wähler habe erhebl. schwierigkeiten mit der berichterstattung der ard. aber das ist sicher der unterschiedlichen gesinnung geschuldet

Ach so, um Köln vor dem

Ach so, um Köln vor dem Rheinhochwasser zu schützen, müsste man nur Basel, Straßburg, Mannheim, ludwigshafen, worms, groß gerau, Mainz Wiesbaden zu dem.machen, was dort mal war. Wenn man wissen will, wie das auszusehen hat, schaue man sich einfach den Kühkopf bei Stockstadt an.
Das ist was für Abenteurer.

@ 0_Panik - - - 1_Eindeichen

Hätte es flächendeckenden Überflutungsschutz gegeben - so wie in den Niederlanden - dann wäre es nicht zu dieser Flutkatastrophe gekommen. In den Niederlanden läuft das anders ...

Ja super, wir schicken mal ein paar niederländische Ingenieure in die deutschen Mittelgebirge, die sagen dann dort, wie man Deiche baut und das Meer im Zaum hält. Wird sicher lustig.

15:47 von werner1955 / @schabernack

«"Cell Broadcast" alleine ist sebstverständlich nicht die Lösung.»

«Das ist überhaupt kein Lösung.
Wer liegt denn Nachts im Bett mit dem Handy? Jeder normal hat das nie im Schlafbereich liegen und nachts auf lautlos.»

Kann und darf es dort, wo Sie wohnen, nur nachts regnen, oder sich eine andere Katastrophe anbahnen? Tagsüber ist dies allen Arten von Katastrophen aber verboten.

Wenn ja … warum gerade bei Ihnen vor der Haustür?
Wenn ja … wer hat das untersagt?
Wenn ja … welcher Held …?

@ Karl Maria ...

NIX, das hat man doch in den letzten 8 jahren gesehen. erst mit reul in nrw wurde die kriminellenfahngung erst besser

Nein. Früher war alles besser. Da hatten wir noch eine richtige Kriminellenfahndung.

von Ken Jepson 15:47

In diesem Jahrhundert protestierten Menschen gegen Flussbegradigungen/Ausbaggerungen von Elbe,Saale und Donau, www.saechsische Zeitung.de 29.1.2011.

und pseudo-ökologisches Geschwätz

Ken Jepson @
Was sollte an meinen Fakten denn pseudo-ökologisch sein?

Wenn das was wir gemacht haben gut war denn müssen doch auch jetzt die Bürger hilfen bekommen die die andern maßnahmen finaziert und mitgetragen haben .

@Ken Jepson um 15:51

Zitat: "Solche Vorwürfe halte ich einfach nur für besserwisserischen Quatsch."

Ihre Meinung sei ihnen ungenommen.

Ich habe bisher von Niemandem gehört, dass alles perfekt gelaufen ist und dehalb nichts verändert werden muss.
Gutes Krisenmanagement bedeutet auch, sein Handeln zu reflektieren und Abläufe zu verbessern.

15:49 von Ken Jepson @ werner1955

Katastrophenschutz?
Unser Regierungen und MP haben das Klima, Banken, Euro, EU, Schuldenländer, Corona und viele Flüchtlinge gerrettet.

Ein ausländerfeindliches und pseudo-ökologisches Geschwätz der Rechten geht mir auf den Keks.
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ruhig Blut

wir lösen die Flutkatastrophe
retten das Klima ..... dann die Welt
mit derlei großen Aufgaben und Herausforderungen
haben wir reichlich Erfahrungen

@Am 26. Juli 2021 um 15:21 von dr.bashir

Zitat: "Und wenn Sie in Schuld gewohnt hätten, was hätten Sie getan, wenn am Abend zuvor in den Nachricht gemeldet wird, es wird "lokal 200mm Regen geben". Hätten Sie Ihr Haus und den Ort verlassen? Sandsäcke gefüllt?"

Meine Lieben und meinen Porsche 911er in Sicherheit gebracht, deren ich im Ahrtal gleich Dutzende gesehen habe, die nun nicht einmal den Materialwert besitzen.

Vor Ort habe ich auch Kleinunternehmer wie einen Heizungsinstallateur getroffen, der einen Großteil seines Anlage- und Umlaufvermögens nun wegwerfen muss.

What about that?!

@ Bernd Kevesligeti

In diesem Jahrhundert protestierten Menschen gegen Flussbegradigungen/Ausbaggerungen von Elbe,Saale und Donau, ...

... und gegen die Windräder, die Maskenpflicht und das Wetter.

@ werner1955

Was sollte an meinen Fakten denn pseudo-ökologisch sein?

Jetzt werde ich Ihnen nicht noch die Pointe erklären.


Wenn das was wir gemacht haben gut war denn müssen doch auch jetzt die Bürger hilfen bekommen die die andern maßnahmen finaziert und mitgetragen haben .

Bekommen sie ja auch.
Wozu das Gemoser?

"Falsche Anschuldigungen"

Zitat: "Handfeste Folgen zeigten Anschuldigungen gegen Behörden und Hilfsorganisationen, die angeblich nicht schnell genug gehandelt hätten. So wurden THW-Helfer beleidigt und sogar attackiert."

Was sich der "faktenfinder" Gensing da mal wieder zusammenreimt ... tststs.

Es ist nun einmal FAKT, dass

1. zuerst die lokalen GaLa-, Bauunternehmer, Landwirte, Handwerker etc. mit ihren privaten Maschinen den größten Unrat von der Straße entfernt hatten.

2. der THW und die BW erst ein paar Tage später vor Ort waren und aufgrund ihrer hierarchischen Struktur nicht so flexibel bei der Koordination der Hilfsarbeiten waren wie die privaten Helfer.

Das alles ändert ja nichts daran, dass es völlig inakzeptabel ist, wenn Ehrenamtliche vom THW beschimpft oder gar attackiert werden, auch wenn die Story, die die TS hier zum Besten gibt, hinsichtlich der Info zu Hintergründen, Belegen etc. zu wünschen übrig lässt.

Artikel in einfacher Sprache

@ Karl Maria Jose:
auch ich als NICHT afd wähler habe erhebl. schwierigkeiten mit der berichterstattung der ard.

Da bin ich optimistisch, dass sich das noch ändert.

von Ken Jepson 16:14

Man kann natürlich zeigen, daß man mit Ökologie nicht viel zu tun hat.

Wer bekommz den schwarzen Peter?!

Das schöne in Deutschland ist, dass wir Standards haben, z.B. DIN Normen und was ganz wichtig ist, ist eine Vollkaskomentalität, und die Eigenschaft, einen Schuldigen zu suchen.
Was ist eigentlich passiert? Eine Extremwettersituation, wie sie in vielen Ländern dieser Welt vorkommt, hat uns heimgesucht. Es hat Opfer gegeben, und anstatt sachlich die Situation zu analysieren, suchen wir erst einmal einen Schuldigen, der irgendwo irgendeinen Fehler begangen hat.
Der Kern einer Naturkatastrophe ist nicht, dass einer den falschen Knopf gedrückt hat, sondern dass sich solche Ereignisse dynamisch entwickeln, deshalb werden Entscheidungen in solchen Situationen auch dynamisch gefällt, die können im Moment der Entscheidung richtig sein, in der Nachbetrachtung mit Abstand und ohne Stress vielleicht falsch.
Deshalb Fakten sammeln, um beim Nächsten Mal es besser es machen zu können.

Wozu das Gemoser?

von Ken Jepson @
Was ist an der Befreiung der Lohnsteuerpflicht für die betroffenen Gebiete und die Verhinderung ausufernde nicht ortsansässiger Klagen "Gemoser".

Für mich sind das schnelle, dringend notwenige, effektive und einfach umzusetzende Maßnahmen. Also fast "grüne" Politik zum Schutz und für die betroffenen Bürger.

@ YVH

Die Länder- und Kommunalpolitiker sollten befragt werden, was sie für den Schutz der Menschen getan haben. Bisher ist die Berichterstattung dazu sehr Lückenhaft.

Welche Rechenschaftsberichte haben Sie denn in den vergangenen 12 Monaten gelesen?

Zitat: "Und wenn Sie in

Zitat: "Und wenn Sie in Schuld gewohnt hätten, was hätten Sie getan, wenn am Abend zuvor in den Nachricht gemeldet wird, es wird "lokal 200mm Regen geben". Hätten Sie Ihr Haus und den Ort verlassen? Sandsäcke gefüllt?"

Zitat: Meine Lieben und meinen Porsche 911er in Sicherheit gebracht, deren ich im Ahrtal gleich Dutzende gesehen habe, die nun nicht einmal den Materialwert besitzen. Vor Ort habe ich auch Kleinunternehmer wie einen Heizungsinstallateur getroffen, der einen Großteil seines Anlage- und Umlaufvermögens nun wegwerfen muss.

Dann waren die Leute nicht so "vorsichtig", wie Sie es gewesen wären, was für mich allerdings kein Grund ist, warum sie mir nicht leid tun sollten.

@14:29 von Sisyphos3

//Katastrophenschutz soll bei Ländern bleiben
was ist an der Lösung schlecht, es heißt "nicht zeitgemäß"
was kann man in Berlin besser als vor Ort ?//

Das hier zum Beispiel:

>>Zwischen Mittwochmorgen und Samstagmittag seien 150 Warnmeldungen über das BBK-System geschickt worden. "Unser Warnsystem hat funktioniert in jedem einzelnen Fall", sagte Schuster. Er habe aber keinen Einfluss darauf, wie vor Ort mit den Warnungen seiner Behörde umgegangen werde. Durchgriffsrechte bis in die Kommunen habe er nicht.<<

Was nutzt eine Behörde, deren Anliegen man nicht beachten muss. Hören Sie sich einfach mal das Interview mit mit dem Präsidenten des BKK , Armin Schuster, an.

Und selbst innerhalb der Kommunen wird man sich wieder streiten, wer denn verantwortlich war, wenn mal wieder alles zu spät ist.

@Karl Maria Jose... - 15:58

"auch ich als NICHT afd wähler habe erhebl. schwierigkeiten mit der berichterstattung der ard. aber das ist sicher der unterschiedlichen gesinnung geschuldet"

Dabei wäre doch gerade die AfD für Sie interessant, weil die mit der vermeintlichen "Lügenpresse" und dem "Staatsfunk" aufräumen wollen.

Wir würden - wenn die AfD die Medien "ordnen" könnte - im Ranking der Pressefreiheit dann so auf Platz 98ff. abrutschen, aber so etwas stört deren Vorbilder aus Ungarn oder Malta ja eben so wenig.

@ Blitzgescheit

Es ist nun einmal FAKT, dass
1. zuerst die lokalen GaLa-, Bauunternehmer, Landwirte, Handwerker etc. mit ihren privaten Maschinen den größten Unrat von der Straße entfernt hatten.
2. der THW und die BW erst ein paar Tage später vor Ort waren und aufgrund ihrer hierarchischen Struktur nicht so flexibel bei der Koordination der Hilfsarbeiten waren wie die privaten Helfer.

Quark.
Unsere THW-Ortsgruppe (Mittelhessen) wurde noch in der Nacht alarmiert und war am Vormittag an der Aar mit schwerem Geät und einem eingespielten Team vor Ort. Da waren noch keine Bauunternehmer, Gartenbauer oder Gedöns in den Puschen.
Das ständige Gemoser ohne Sachkenntnis nervt langsam.

Das ist ja unerhört!

Zitat: "Die Schule war zwischenzeitlich zu einer Anlaufstelle für Aktivisten aus dem sogenannten Querdenken-Umfeld geworden. Recherchen zufolge hatten sich kurz nach der Flutkatastrophe Aktivisten aus diesem Umfeld unter die Helfer gemischt."

Das ist ja unerhört!

Was wird denn den " Aktivisten aus dem sogenannten Querdenken-Umfeld" konkret vorgeworfen, dass die Politik so generös darüber entscheidet, dass aus ideologischen Gründen den Menschen vor Ort diese Hilfe nicht zuteil werden soll?

Haben Sie die Menschen mit dem QD-talking points belämmert? Und wenn ja, worin besteht das "Verbrechen"?

Mal für eine Sekunde umgekehrt vorgestellt: was wäre los, wenn - im höchst unrealistischen Fall - linke "Aktivisten" der Antifa dieses Mal nicht Steine auf Menschen schmeißen würden, sondern Steine und Schlamm aus voll gelaufenen Keller schippen würden?

Wäre das Geschrei dann auch so groß?

@ werner1955

Was ist an der Befreiung der Lohnsteuerpflicht für die betroffenen Gebiete und die Verhinderung ausufernde nicht ortsansässiger Klagen "Gemoser".

Weil es völlig wirklichkeitsfremder Quatsch ist. Die Lohnsteuer ist definitiv keines der 37 drängendsten Probleme. Und ob jemnd klageberechtigt ist, legen algemeine Gesetze fest, das können Sie doch nicht beeinflussen.

@16:04 von schabernack

//«"Cell Broadcast" alleine ist sebstverständlich nicht die Lösung.»

«Das ist überhaupt kein Lösung.
Wer liegt denn Nachts im Bett mit dem Handy? Jeder normal hat das nie im Schlafbereich liegen und nachts auf lautlos.»

Kann und darf es dort, wo Sie wohnen, nur nachts regnen, oder sich eine andere Katastrophe anbahnen? Tagsüber ist dies allen Arten von Katastrophen aber verboten.

Wenn ja … warum gerade bei Ihnen vor der Haustür?
Wenn ja … wer hat das untersagt?
Wenn ja … welcher Held …?//

Ich würde den Einwand von "werner1955" nicht ins Lächerliche ziehen. Es gibt viele Situationen, wo ein Handy ausgeschaltet werden sollte oder muss. Schichtarbeiter schlafen auch am Tag. Ich selbst habe einen derart gesegneten Schlaf, dass ich eine Warnung per Smartphone - wenn ich denn eins haben wollte - überhaupt nicht hören würde. Ich kann selbst während schwerer Gewittern selig schlafen.
Dennoch sind Warnungen über Smartphone wichtig, aber man sollte eben mehrgleisig vorgehen.

@Am 26. Juli 2021 um 16:35 von Ken Jepson

Zitat: "Quark.
Unsere THW-Ortsgruppe (Mittelhessen) wurde noch in der Nacht alarmiert und war am Vormittag an der Aar mit schwerem Geät und einem eingespielten Team vor Ort. Da waren noch keine Bauunternehmer, Gartenbauer oder Gedöns in den Puschen.
Das ständige Gemoser ohne Sachkenntnis nervt langsam."

Wie gesagt, ich beziehe mich darauf, was ich aus eigener Erfahrung vor Ort (Gegend um Bad Neuenahr-Ahrweiler) erlebt habe und was mir auch einzelne THW-Kollegen erzählt haben.

Wenn das für Sie nicht stimmt, dann nehme ich das natürlich zur Kenntnis. Mein Kommentar war und ist nicht als "Herummosern" gedacht. Die Ehrenamtlichen vom THW machen einen super Job wie jeder andere, der freiwillig vor Ort ist.

Umgekehrt kann ich mir vorstellen, dass ein Krisenstab, der mehrere 1000 THW-Ehrenamtliche koordinieren muss, naturgemäß eben schwerfälliger ist, als Private, die einfach so loslegen können.

16:00 von Bender Rodriguez

«Ach so, um Köln vor dem Rheinhochwasser zu schützen, müsste man nur Basel, Straßburg, Mannheim, ludwigshafen, worms, groß gerau, Mainz Wiesbaden zu dem.machen, was dort mal war.»

Köln ist heute in 2021 besser gegen Hochwasser geschützt als jede andere größere Stadt in Deutschland an einem größeren Fluss.

Liegt an Erfahrungen aus der Vergangenheit, und man hat viel Geld investiert für Mobile Flutwände plus die Flutsperren für den "Rheinufertunnel". 1x pro Jahr im Sommer jedes Jahr werden Abläufe, Benachrichtigungswege & Co. geübt unter Koordination der Berufsfeuerwehr Köln. Die Sirenen auf Kölner Stadtgebiet funktionieren, und auch die lärmen regelmäßig probeweise.

Was man bei Sirenealarm machen soll, ist auch in Köln sehr unklar.
Für plötzliches Hochwasser nach Starkregen braucht man in Köln keine Sirenen. So was kann es am Unterlauf vom Rhein mit mehreren hundert Meter Breite gar nicht geben.

Mehr Polderfläche vor Köln wäre nicht verkehrt.
Andere Städte fluten muss man nicht.

@16:38 von Blitzgescheit

//Was wird denn den " Aktivisten aus dem sogenannten Querdenken-Umfeld" konkret vorgeworfen, dass die Politik so generös darüber entscheidet, dass aus ideologischen Gründen den Menschen vor Ort diese Hilfe nicht zuteil werden soll?//

Sie sollten nicht nur auf Ihre persönlichen Reizwörter anspringen, sondern ganze Artikel lesen und versuchen, die Zusammenhänge zu begreifen. Sollte einem Blitzgescheiten eigentlich nicht schwerfallen.

@Zweifeler der Entwässerung

Offensichtlich haben hier gewisse Leute keine Ahnung wie in bergischen Regionen das Gelände zu entwässern ist, oder mit Deichen zu schützen wäre, und zwar so, dass Wohngebiete nicht überschwämmt werden.

Aber mitreden wollen diese Voll-Theoretiker hier ...

Was die Entwässerung und Dammbau - an den richtigen Stellen angeht - können wir den Niederländern ruhig vertrauen.
Die Niederländer sind - Welt weit - unterwegs, um genau diese Probleme des Überschwemmens von Regionen mit Baumassnahmen zu regulieren.
Hier sind die Niederländer richtig gut.

In D sind die Verantwortlichen nicht mal annähernd Ansatz weise in der Lage das zu leisten, was die Niederländer - Welt weit - mit ihren Projekten vormachen.

14:59, Blitzgescheit

>>Die entscheidende Frage bleibt ... wieso wurden die Bürger nicht vorgewarnt.

Ausreichend viele Metereologen bis hin zu solchen von der britischen BBC haben mehrere Tage davor gewarnt, dass es bis zu 250 L/qm an Niederschlägen geben wird.

Sonst hängt man doch auch an den Lippen von gottgleichen Metereologen.<<

Ja, diese Warnungen gab es.

Sie waren aber nicht lokal eingrenzbar. für gottgleich hält man Meteorologen nur dann, wenn man diese Wissenschaft nicht ansatzweise versteht. Ansonsten weiß man, daß sich solche Starkregenereignisse geografisch nur sehr grob vorhersagen lassen. Im vorliegenden Fall war es ein Dreieck vom Saarland über das Sauerland zum Niederrhein, und in genau diesem Gebiet spielten sich dann die Ereignisse ab. Aber was hätten Sie im Vorfeld gemacht? Eine zweistellige Millionenzahl Menschen evakuiert?

Wenn innerhalb weniger Stunden mehr als 100L Wasser auf den Quadratmeter niederprasseln, dann lässt sich das nicht beherrschen. Jede Rückhaltemaßnahme versagt.

Es gibt doch Karten zur Risikoberechnung

die Versicherungen greifen zur Prämienberechnung auch gerne darauf zu.

Mal davon abgesehen, das Elementarschädenversicherung nur Schäden durch Oberflächenwasser ersetzt, nicht durch über die Ufer getretene Flüsse.

Was geschieht denn, wenn die lokalen Behörden diese Karten den Bewohnern publik machen?
Sie bemerken, wie riskant sie gebaut haben bzw leben. Preisverfall der Immobilien folgt.
Dann die Kosten der lokalen Schutzmassnahme wie Rückhaltebecken etc, von den Kommunen zu tragen. Gewerbesteuersätze müssen steigen, Umlagen an Anwohner folgen.
Das bißchen Sireneninstandhaltung wäre der kleinste Posten.

@Nettie - Was meinen Sie mit einer Bedrohungslage?

15:38 von Nettie:
"Aber man muss und darf es wirklich nicht erst 'drauf ankommen' lassen. Vor allem dann nicht, wenn es mehr als genug Anhaltspunkte dafür gibt, dass ein Schaden droht, weil eine konkrete Bedrohungslage vorliegt."

Einer konkreten Bedrohungslage liegt ja erst vor, wenn sehr viel Regen über Tälern ohne Hochwasserschutz fällt. Aber dann bleibt eh nur noch die Evakuierung.

Auf der anderen Seite wäre es sehr kostenintensiv und vielleicht sogar unnötig, jedes in Deutschland auffindbare Tal mit Rückhaltebecken auszustatten.

Meiner Meinung nach wäre es das beste, die zerstörten Orte nicht wieder aufzubauen, sofern diese nicht mit anderen Maßnahmen geschützt werden können.

15:28, 0_Panik

>>@15:17 von schabernack
Hätte es flächendeckenden Überflutungsschutz gegeben - so wie in den Niederlanden - dann wäre es nicht zu dieser Flutkatastrophe gekommen. In den Niederlanden läuft das anders ...

Es ist richtig, punktuell wurde in D Überflutungsschutz betrieben, mehr aber auch nicht.

Wäre es anders, gäbe es auch diese Überflutungsschäden nicht.<<

Sie wollen jetzt im Ernst die brettflachen Niederlande, wo die Bedrohung vom Meer ausgeht, mit deutschen Mittelgebirgen vergleichen?

Das kann doch wohl nicht wahr sein.

16:43 von Anna-Elisabeth

«Es gibt viele Situationen, wo ein Handy ausgeschaltet werden sollte oder muss. Schichtarbeiter schlafen auch am Tag. Ich selbst habe einen derart gesegneten Schlaf, dass ich eine Warnung per Smartphone - wenn ich denn eins haben wollte - überhaupt nicht hören würde. Ich kann selbst während schwerer Gewittern selig schlafen.»

Bei "Cell Broadcast" lärmt auch auf ein stumm geschaltetes Mobiltelefon.
Wie laut und mit welchem Ton genau … weiß ich ich nicht.

Wie es beim Sehen eine Optische Wellenlänge mit der höchsten Wahrnehmungsempfindlichket gibt (± 550 nm = "grüner Bereich des Lichts"). Gibt es eine solche Frequenz übertragen auch für das Ohr. Die kenne ich nicht … ich bin ja Augen- und nicht Ohr-Ingenieur. Ausschalten sollte man das Mobiltelfon nicht.

"Cell Broadcast" warnt über die SIM-Karte.
Die ist auch im Alten Knochen Mobile Phone drin.

Tiefschlaf kenne ich gut. Ich verschlief 1993 in Costa Rica ein Erdbeben in der Nacht. Meine Freundin veralbert mich noch heute deswegen …

@die Beschützer der Hochwassergeschädigten

Ihr solltet euch mal besser an die Bundesregierung und an die MPs wenden, und mal fragen, wieso sie keine Projekte zum Überflutungsschutz / Hochwasserschutz an die niederländischen Top-Unternehmen gegeben haben.

Wäre hier - europa weit - die Projekte ausgeschrieben worden, um in gesamt D den Hochwasserschutz / Überflutungsschutz zu bewerkstelligen.

Im Übrigen sind die gefährdeten Zonen längst bei den Behörden bekannt, und können dort in den Unterlagen eingesehen werden.
Fragt sich nur, ob zuständigen die Behörden es (jetzt) zulassen würden ...

Am 26. Juli 2021 um 16:25 von Gjallarhorn

Das schöne in Deutschland ist, dass wir Standards haben, z.B. DIN Normen und was ganz wichtig ist, ist eine Vollkaskomentalität, und die Eigenschaft, einen Schuldigen zu suchen.
Was ist eigentlich passiert? Eine Extremwettersituation, wie sie in vielen Ländern dieser Welt vorkommt, hat uns heimgesucht. Es hat Opfer gegeben, und anstatt sachlich die Situation zu analysieren, suchen wir erst einmal einen Schuldigen, der irgendwo irgendeinen Fehler begangen hat.
___
Der beste Beitrag, den ich zu diesem Thema gelesen habe. Vielen Dank. Leider beschränken sich die meisten Beiträge halt mit den Versäumnissen und der Schuldsuche, am liebsten natürlich bei der Regierung beheimatet, egal ob's passt oder nicht. Ein mantraartiges "hätte, hätte, müsste, sollte....usw." Den Leuten muss geholfen werden, es muss überlegt werden, was man besser machen kann. Dennoch wird es neue, ähnliche oder andere Katastrophen geben und wieder wird man die Schuld irgendwem in die Schuhe schieben wollen.

@16:59 von fathaland slim

//Ja, diese Warnungen gab es.

Sie waren aber nicht lokal eingrenzbar....//

Bleibt aber die Frage, wie man mit den Warnungen des BBK umgegangen ist:

>>Zwischen Mittwochmorgen und Samstagmittag seien 150 Warnmeldungen über das BBK-System geschickt worden. "Unser Warnsystem hat funktioniert in jedem einzelnen Fall", sagte Schuster. Er habe aber keinen Einfluss darauf, wie vor Ort mit den Warnungen seiner Behörde umgegangen werde. Durchgriffsrechte bis in die Kommunen habe er nicht.<<

Es kann ja auch nicht richtig sein, zu sagen: "Wir können sowieso nicht alle evakuieren, hoffen wir einfach darauf, dass es nicht so schlimm wird."

Man könnte sich vielleicht auf die Evakuierung von Menschen, die sich in keiner Weise selbst helfen können, einstellen.
Ich weiß, leicht gesagt und schwer zu regeln. Aber gar nichts tun, kann ja auch keine Lösung sein.

@17:03 von fathaland slim

Leider keine Ahnung von Überflutungsschutz / Überschwemmungsschutz ...

Einfach mal bei den niederländischen - Welt weit tätigen - Top-Unternehmen nachfragen, wie es geht.
Das hilft weiter.

16:58 von 0_Panik

«@Zweifeler der Entwässerung
Offensichtlich haben hier gewisse Leute keine Ahnung wie in bergischen Regionen das Gelände zu entwässern ist, oder mit Deichen zu schützen wäre, und zwar so, dass Wohngebiete nicht überschwämmt werden.»

Sie haben als @Zweifler von Beregnung nicht mal Ahnung davon, was viel zu viel Regen in einem engen Flusstal macht.

«Aber mitreden wollen diese Voll-Theoretiker hier ...»

Ganz groß mitreden wollen vor allem diese Voll-Verallgemeinerer immer.
Je mehr verallgemeinernd … desto lauter das Allgmeinplätzchen.
Und je lauter … desto weniger lecker das Schätzchen.

«Die Niederländer sind - Welt weit - unterwegs, um genau diese Probleme des Überschwemmens von Regionen mit Baumassnahmen zu regulieren. Hier sind die Niederländer richtig gut.»

Sie sind die Besten der Welt seit Jahrhunderten.
Die Niederländer haben im 17. und 18. Jahrhundert den Japanern beigebracht, "wie man Gebirgsflüsse zähmt".

Heute sind Japaner Kings of Wasserbau am Gebirgsfluss.

@17:05 von schabernack 16:43 von Anna-Elisabeth

//"Cell Broadcast" warnt über die SIM-Karte.
Die ist auch im Alten Knochen Mobile Phone drin.//

Heißt das, es würde auch auf meinem Museumsstück "Nokia" von 2003 funktionieren? (Liegt allerdings meistens ausgeschaltet auf dem Klavier.)

Am 26. Juli 2021 um 15:33 von Bernd Kevesligeti

Auch gehören Öltanks nicht in Flussgebiete.
Und gegen den Klimawandel. Da reicht es nicht, wenn RWE nur 21 Prozent der Energie aus Erneuerbaren Energiequellen(Wind,Solar,Biomasse,Hydro) gewinnt. Und laut Greenpeace der Zuwachs des operativen Gewinns aus Kohle und Kernenergie resultiert.
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Welche Energie z.B. zum Heizen sollen die Leute denn nutzen ? Gasleitungen haben m.W. dort jetzt auch zu grossen Problemen geführt.
Der Kohleausstieg ist bereits beschlossen. Es war die SPD, die eine so lange Restlaufzeit wollte. Sie wurde übrigens in Zusammenarbeit mit den Grünen festgelegt. Der Atomausstieg ist bereits in vollem Gange, obwohl rund um uns herum die viel unsichereren Meiler natürlich weiter in Betrieb sind und wir von dort natürlich auch Strom beziehen. Dass Unternehmen Gewinne generieren wollen und müssen, ist normal, auch wenn das Greenpeace nicht gefällt.

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