Ihre Meinung zu: Nach dem Corona-Lockdown: Wenn Normalität Angst macht

4. Juli 2021 - 6:57 Uhr

Biergarten, Kino, Schwimmbad - der Sommer ist da mit vielen zurückgewonnenen Freiheiten. Bei manchen Menschen sorgt aber genau das für Beklemmung und Angstzustände. Das ist aber kein Massenphänomen. Von Kim Ruoff.

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Kommentare

„Wenn jemand sage, er würde

„Wenn jemand sage, er würde gern wieder raus gehen, aber er könne nicht, weil die Angst zu groß sei, bestehe der Verdacht auf eine Angststörung.“

Das kann man im sozialen Umfeld vereinzelt bei (älteren) Menschen feststellen, die sich zuvor auch schon häufig zurückgezogen haben und nicht mehr ausgiebig am realen Leben teilgenommen haben.
Dieses deckt sich dann mit vielen Teilnehmern dieses Forums, die dann mehrheitlich dieser Gruppe zuzurechnen sein wird.
Daher ist dann auch das gefühlte prozentuale Übergewicht dieser Gruppe hier im Forum zu erklären, was wiederum nicht das Stimmungsbild im wahren Leben repräsentiert.
Dort macht man doch mehrheitlich die Erfahrung, dass die jungen Leute zum Glück wieder sehr angstfrei und motiviert die sich bietenden Freizeitmöglichkeiten ausgiebig nutzen und viele Orte des sozialen Zusammenkommens gut besucht sind

Zum Glück ist mir keiner in

Zum Glück ist mir keiner in meinem Umfeld bekannt, der an einer solchen Störung leidet und schon garnicht in dem jungen Alter von 26, wo die Wahrscheinlichkeit höher ist, im Straßenverkehr ums Leben zu kommen, als an Corona zu sterben. Ich beobachte seit Wochen fröhliche, junge Leute, die endlich wieder ausgehen, sich in Gruppen treffen können, ins fast ausgebuchte Freibad gehen. Die EM ist das andere Extrem, auch da sehe ich von Angst keine Spur. Trotzdem glaube ich, dass es junge Menschen mit dieser Angst gibt aber nur vereinzelt und die mit Sicherheit noch ein anderes Problem haben. Zu viel Zeit zum nachdenken zum Beispiel.

Es war so schön ruhig....

Warum sind eigentlich nur Biergärten, Kinos, Schwimmbad, Urlaub, Shoppen etc. Freiheiten? Also quasi alles, was man nur gegen oder mit Bezahlung unternehmen kann?
Was ist das für eine Freiheit, die Abhängigkeit erzeugt?
Ich habe jedenfalls ein Cave-Syndrom. Und das ist gut so.

Oder kommen am Ende gar zu wenig Freie, um die aufgezählten beklemmenden "Freiheiten" zu konsumieren?

Umso wichtiger finde ich,

Umso wichtiger finde ich, dass junge Menschen wieder zurück zur Uni gehen können, raus aus dem Homeoffice und Möglichkeiten bekommen, ihre Angst zu bewältigen, bevor sie sich manifestiert.

Warum gleich ein Syndrom in der Titelzeile?

Da steht im Text deutlich, dass ein Experte sagt, der Begriff Cave-„Syndrom“ sei ungeeignet weil im Grunde übertrieben und was macht die Tagesschau? Übernimmt ihn in die Titelzeile…
Die Effektheischerei und Panikmache jedweder Art (in allen Bereichen) in den Medien hat einen Teil der Ängste mit verursacht, denke ich.

@ Werner Musterfrau

Kultur kostet halt auch. Aber es ist nicht die Welt und im Endeffekt schränkt man die Anzahl der Besuche ein.
(Ich habe schon vor 25 Jahren gelernt nur einen bestimmten Betrag in Bar in den Biergarten mitzunehmen, damit ich gar nicht erst in Versuchung komme mehr auszugeben.)

Mir macht aktuell das Finanzielle allgemeinen mehr Sorgen als Corona, weil Vieles schon wieder teurer geworden ist.
Das ist aber nicht nur bei Kultur so. Das trifft mich mehr bei einem normalen Einkauf.

Die Grenzen zwischen

Die Grenzen zwischen Cave-Syndrom und vernünftiger Vorsicht mit Orientierung an den AHAL-Regeln dürften sehr fließend sein. Und Abstandhalter sind immer noch gesünder als Aluhutträger.

um 07:32 von Werner Musterfrau

Die Freiheit besteht darin, wieder viele Menschen auf einmal treffen zu können.

Wo viele Menschen sind, da gibt es auch Händler, die was verkaufen wollen.

Sie vertauschen hier Ursache und Wirkung.

@berelsbub, 7.12 Uhr -Wer draußen feiert, schreibt nicht im Netz

"Dieses deckt sich dann mit vielen Teilnehmern dieses Forums, die dann mehrheitlich dieser Gruppe zuzurechnen sein wird. Daher ist dann auch das gefühlte prozentuale Übergewicht dieser Gruppe hier im Forum zu erklären, was wiederum nicht das Stimmungsbild im wahren Leben repräsentiert."

Das deute ich ähnlich.

Die Sache scheint aber doch halbwegs verbreitet zu sein. Ich genieße es in den letzten drei, vier Wochen, wieder diverse Wirtschaften, Biergärten und Restaurants zu besuchen. Die Wirte kenne ich zum Teil persönlich, und alle stellen fest, dass es "erstaunlich ruhig" ist (alles O-Ton!). Aber immerhin: Der Tourismus läuft hier im Rheintal wieder ganz brauchbar an. Die Stimmung ist gut, das Wetter schön. Und hier in der Stadt gibt es seit über drei Wochen keinen einzigen Infektionsfall mehr. Prima!

Angst ist ein natürliches Grundgefühl

Angst bereitet seit Urzeiten alle Lebewesen in gefährlichen Situationen auf die lebensrettende Flucht vor.Wird die Angst zu stark hilft Bewegung.Die Delta-Variante dominiert bereits in Deutschland und ist auf dem Vormarsch.Weglaufen ist da ein absolut gesunder Reflex auf das Cave-Syndrom.

Momentan..

In meinem Umfeld beobachte ich, dass fast alle das alte Verhalten vor der Pandemie wieder aufnehmen allerdings mit Vorsicht und Rücksicht sich und Anderen gegenüber..

Für mich als Psychiatriekrankenpfleger ist bekannt, dass sich Menschen mit wenig sozialen Kontakten noch weiter zurückziehen.

Da setzt man an, wie wir gestern bei einer Besprechung zum Wiederbeginn unserer Gruppe für Menschen mit und ohne Behinderung feststellen konnten..
Langsamer Anfang, um unsere Leutchen wieder an die Gruppe heranzuführen.

Anpassung

AHA+L oder draußen ist während der Pandemie sicherlich weiterhin angebracht.
Leute sehen ist wichtig. Gibt ja den Mittelweg, volle Stadien oder volle Diskos sind ja nur ein Extrem. Was sich bei mir und in meiner Umgebung geändert hat, die Kreise derer die man trifft sind nachvollziehbar.

Fragfraudoktor

Die Effektheischerei und Panikmache jedweder Art (in allen Bereichen) in den Medien hat einen Teil der Ängste mit verursacht, denke ich.
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Dem kann ich nur zustimmen. Ich kenne Kinder, Teens mit Todesängsten. Um Corona zu verstehen, haben Sie im März 2020 Nachrichten gesehen, Kindernachrichten(!), welches unnötigerweise bei diesen Kindern zu Todesängsten geführt hat.

@ M. Höffling 08:13 Uhr

„Wer draußen feiert, schreibt nicht im Netz.
Die Sache scheint aber doch halbwegs verbreitet zu sein. Ich genieße es in den letzten drei, vier Wochen, wieder diverse Wirtschaften, Biergärten und Restaurants zu besuchen.“

Ist auch mein Eindruck. Einige Biergärten hier haben Programm mit Live-Musik. Diese Events sind in Minuten ausgebucht und ich kennen einen Betreiber persönlich, der sich vor Anfragen kaum retten kann.
Aktuell hört man hier auf dem Land auch Freitag und Samstag Abend wieder laute Musik mit viel Gelächter in den Gärten.
Viele nutzen die Möglichkeit, endlich wieder zusammen zu feiern. Viele Geburtstage / Anlässe werden nachgefeiert und man sieht, dass die große Masse wieder Lust auf feucht-fröhliche Abende in Gesellschaft haben.

Wird die Angst zu stark hilft

Wird die Angst zu stark hilft Bewegung.Die Delta-Variante dominiert bereits in Deutschland und ist auf dem Vormarsch.Weglaufen ist da ein absolut gesunder Reflex auf das Cave-Syndrom.
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Klasse! Hab ich bei monatelangen Schulschliessungen so gehandhabt. Ohne joggen hätte ich das nicht so gut durchgestanden. Das ist das einzige, wofür ich Angst habe, die Schulschliessungen. Und mein kompletter Bekanntenkreis ebenso.

Es ist verhaltene Freude

Freude, weil vieles wieder geht, soziale Kontakte, Leben in Schule und Beruf, Freizeit, Aktivitäten und Kulturelles. Auf der einen Seite Erleichterung, nach so langer Pause auch Aufatmen, nett statt gestresst. Doch gleichzeitig ist jedem wohl klar, es schwelt im Hintergrund ein Aufflammen der Varianten, es ist nicht das Ende, nur eine Erhohlungsphase, klar, es ist mehr Sensibilität da für Hygiene, für Viren, Übertragung usw.
Die Informationen der letzten Monate sind bei nahezu jedem im Hinterkopf.
Aufatmen sicher auch bezüglich des Impfens und des sichtbaren Vorankommens. Doch man weiß, es wird weiterhin aufgefrischt werden müssen.
Daher ist eine natürliche Vorsicht nachvollziehbar und instinktiv richtig. Schließlich hat man Monate Leben mit Maske und Abstand gelernt, da sollte man sich das sichere Verhalten nicht abgewöhnen.
Denn es ist nicht vorbei, bereits jetzt steigen wieder die Infektionen. In Indonesien, Tokio, Portugal, Russland, usw noch mehr..
Beibehalten ist guter Rat.

irrationale Ängste

"Der Begriff [Cave-Syndrom] suggeriere zudem, dass diese Ängste oder Sorgen irrational seien."

Ängste sind immer irrational.
Die einzigen, die sich bei den derzeitigen Inzidenzzahlen und dem typischen Krankheitsverlauf rational begründet vor einer Coronainfektion fürchten dürfen, sind die ungeimpften Mitglieder der Hochrisikogruppe.

Sobald es die Politik zulässt, wird Corona für die meisten von uns zu einem unbewussten Alltagsrisiko werden, das wir gar nicht mehr wahrnehmen. Im Ignorieren von latenten Gefahren sind wir nämlich ausgesprochen gut. Nur ein paar wenige, besonders ängstliche Menschen werden auch weiterhin Angst haben.

@ fraudoktor

Cave-Syndrom ist ein gängiger Begriff, den die Tagesschau hier verwendet und verwenden darf. Sie verharmlost nicht und sie betreibt dabei auch keine Panikmache, das kann jeder sehen. Ich halte nichts von inflationären Vorwürfen gegen die Medien.

habe die Begrenzung nicht nur negativ erlebt

>> In den USA wurde daraufhin der Begriff des "Cave-Syndroms" (Höhlen-Syndrom) geprägt. Es soll das Verhalten beschreiben, dass Menschen sich trotz Lockerungen und stark sinkender Infektionszahlen weiterhin zurückziehen, sich lieber zu Hause verkriechen.<<
Ich finde es falsch, dieses individuelle Verhalten einzelnen Menschen zuzuschreiben und sie mittels dieses "Syndroms" zu pathologisieren.
Ist es nicht normal, dass man sich nach einer Zeit der Ruhe im öffentlichen Raum an die größeren Menschenmengen, vermehrten Autoverkehr ... erst einmal wieder gewöhnen muss?
Ich habe die Möglichkeit zur Begrenzung meiner Sozialkontakte durchaus als Bereicherung empfunden: Spaziergänge und Gespräche mit ausgewählten FreundInnen waren intensiver. In der Familie hatten wir mehr Zeit füreinander, haben täglich zu Hause gekocht. Wir haben die Natur, Garten und Parks ... intensiver erlebt, Bettler, Drogisten und Zeitungsverkäufer haben Abstand gehalten, bzw waren gar nicht da, weniger Autoverkehr ...

Rolle rückwärts

"Das Cave-Syndrom. Es beschreibt das Verhalten, dass Menschen sich trotz Lockerungen und stark sinkender Infektionszahlen weiterhin zurückziehen, sich lieber zu Hause verkriechen." Aber ist das ein Wunder? Anderthalb Jahre wurde uns unter Strafandrohung (!) eingetrichtert, zu anderen Menschen Abstand zu halten, Maske aufzusetzen, Hände zu waschen etc. Und jetzt sagen die Verantwortlichen: "Nun dürft ihr wieder." Für viele ist diese Rolle rückwärts schwer nachzuvollziehen.

Ängste

Wenn man sich einmal umhört, sind es nicht die wiedergewonnenen Freiheiten die den Menschen Angst, oder zumindest zu denken geben. Sondern die still und heimlich erhöhten Preise. Vergleicht doch einmal die Preise für Übernachtungen, für Restaurantbesuche, für Lebensmittel des täglichen Bedarfs von vor der Pandemie und jetzt.
Vieles ist (z.T. erheblich) teurer geworden. Als Begründung werden immer wieder gern die Kosten für die Umsetzung der Hygienevorschriften genannt. Welche Kosten? Die Urlauber, die Gäste müssen sich selbst um den Nachweis kümmern, ob ich ein Lokal betreten darf, oder meinen Urlaub beginnen kann (geimpft, negatives Testergebnis, genesen).
Es scheint einem so, als wenn es in der Natur des Menschen liegt, außergewöhnliche Umstände blitzartig in Profit umzuschlagen.
Und hier meine ich nicht nur den Handel, auch die Politik sollte sich angesprochen fühlen.

08:09 von SinnUndVerstand

"Abstandhalter sind immer noch gesünder als Aluhutträger."
*
So ist es!
Weiter mit Vernunft, Sinn und Verstand, statt leichtsinnig mit Delta Bruderschaft zu trinken!
Es gibt immer noch Menschen, Alt und Jung, die noch nicht ausreichend gegen die Viren geimpft wurden!

@Nachfragerin

"Nur ein paar wenige, besonders ängstliche Menschen werden auch weiterhin Angst haben" Am 04. Juli 2021 um 08:55 von Nachfragerin

*

Solche Leute gab es auch schon vor der Pandemie - Menschen, die nur durch ein Taschentuch Türklingel angefasst oder Knöpfe im Fahrstuhl gedrückt haben.

Allerdings solche Paranoia ist extrem ungesund und sollte nicht als Vorbild dienen.

@ Louis2013

Anderthalb Jahre wurde uns unter Strafandrohung (!) eingetrichtert, zu anderen Menschen Abstand zu halten, Maske aufzusetzen, Hände zu waschen etc.

Wenn Sie den Sinn dieser Maßnahmen nicht selbst verstanden haben, sondern darin nur einen äußeren Zwang sehen, dann tut's mit leid.


Und jetzt sagen die Verantwortlichen: "Nun dürft ihr wieder." Für viele ist diese Rolle rückwärts schwer nachzuvollziehen.

Man müsste schon mal selbständig denken.

Wilkommen im Bärenland ...

Die Anmaßung, eine natürliche Verhaltensweise als ein Krankheitsbild zu bezeichnen, den Menschen als ein Objekt zu sehen, dass sich seine ,,Freiheiten zurückgewinnt'' (und das in einem demokratischen Staat) zeigt, wie kalt der Wind bereits weht. Wer sollte es den Bären verdenken, eine Höhle aufzusuchen und auf den wieder erwachenden Frühling zu hoffen? Vermutlich fehlt so manchem Wagenlenker in Zeiten des ,,kalten'' Krieges gegen einen höllischen Erreger, die Orientierung, um das wahre Bärenland überhaupt zu finden.

Kommt ja darauf an

wie man vorher gelebt hat, das einige was sich für mich geändert hat, ist das umarmen wenn man sich trifft, das ist etwas aus der Mode gekommen.
Kontakt zu fremden Jungen Leuten unter 30, waren auch vorher sehr selten, meist trifft man sich in seiner Altersgruppe, plus minus 10 Jahre.
Außer Familie natürlich, die geht von klein bis oben offen, in den Biergarten müsste ich extra mit dem Auto fahren, wüsste jetzt nicht mal auf Anhieb wo einer ist.
Alle anderen Dinge sind in der Stadt, also auch nur mit fahren zu erreichen, es kommt also wirklich darauf an, wie man lebt und wo.
Ich hab also mehr oder weniger keine Einschränkungen gehabt, es ist alles wie immer, bis auf Maske beim einkaufen.
Bin auch noch nicht doppelt geimpft, aber auch dann wird sich nichts am üblichen Leben ändern.
Angst in dem Sinne hatte ich eher keine, das ist wohl alles stark von Lebensstil und Alter abhängig.
Auf dem Land ist alles etwas anders.

Hmmm....

Spazierengehen, Radfahren, Wandern, Joggen, usw..

War bis auf nächtlichen Sperren immer erlaubt.
Ich vermute da eher andere Probleme und Corona hat diese nur ans Tageslicht gebracht...

Angst ist ein schlechter Ratgeber

Schön, dass wir jetzt schon wieder ein neues Syndrom haben. Aus allem wird ein Problem gemacht und scheinbar haben es die Medien und gewisse Psychologen verlernt, positiv zu denken und mal zu schreiben: Wir haben die Pandemie im Prinzip besiegt, wir haben unsere gewohnten Freiheiten wieder. Freut Euch doch einfach mal. Deutschland, das Land der Probleme bzw. Problemfälle und der Kritiker und Miesmacher. Super. So kommt man vorwärts.

Angst & Freiheit.

Die Freiheit der Anderen... mittlerweile von vielen (nicht allen) - neuen - Distanz-Bürgern ein zentrales Problem.

Schon eine ganze Zeit ist in vielen Foren bemerkbar, mit welch Energie jedoch die "Ängstlichen" ihre teils radikalen Ansichten gegen freiheitliche (eigentlich normale) Lebensweisen manifestieren und aggresiv verteidigen mit Forderungen drakonischer Strafen gegen "Partygänger" oder "Impfkritiker".

Eine offensichtliche Sehnsucht zur dauerhaften Sozialkontrolle - gern auch jenseits von Corona - scheint bei immer mehr Mitbürgern gewünscht die "neue Normalität".

Der Ton ist scharf oder wird komplett eingestellt.
Ein "dazwischen" gibt es wenig.
Die Leute ziehen sich zurück und verlangen von anderen es auch zu tun.

Natürlich gilt das nicht für alle und ich wünsche nur jedem wieder die alte Freiheit.
...Vor allem im Herzen.

Eltern immer gefragt! @08:29 von Nelke785

>>>Ich kenne Kinder, Teens mit Todesängsten. Um Corona zu verstehen, haben Sie im März 2020 Nachrichten gesehen, Kindernachrichten(!), welches unnötigerweise bei diesen Kindern zu Todesängsten geführt hat.>>>

Wir Eltern sind immer gefragt, die Ängste unserer Kinder aufzufangen.
Schließlich sind Kinder auch "ohne Seuche" im Laufe ihrer Kindheit, mit erschütternden Ängsten konfrontiert!
Vom Monster unterm Bett, Verlust naher Menschen (Trennung, Tod....)
Vom Erfahren über Naturkatastrophen, Nachrichten über Terroranschlägen usw.
Alles beschäftigt und ängstigt Kinder manchmal unverhältnismäßig!

Ich habe nach Tschernobyl Angst vor Regen gehabt, Milchgetränken, Gemüse ect..... Damals hat Niemand, wirklich Niemand, nach den Ängsten von uns Kindern gefragt! Nicht Eltern, nicht Schule, nicht Medien ......

@ berelsbub, um 07:12

Sie könnten damit sehr Recht haben, wenn Sie vermuten, dass die hier im Forum häufig zu lesende Sorge um die eigene Gesundheit, aber auch die der Mitmenschen, nicht unbedingt den Durchschnitt der Bevölkerung repräsentiert.

Das mag vor allem auch daran liegen, dass das hiesige Lesen und Schreiben Zeit erfordert, über die jemand im Ruhestand eher verfügt als beruflich noch aktive, also jüngere Menschen.

Auch wandelt sich die Einstellung zum eigenen Körper und dessen Widerstandsfähigkeit im Lauf des Lebens, wohl wissend, dass man mit zunehmendem Alter an eben dieser Robustheit einbüßt.

09:09 von wenigfahrer Es kann

09:09 von wenigfahrer

Es kann schon stimmen, das " wir Landeier " es nicht so schlimm empfunden haben. Mir ging es auch so, ich hatte immer Respekt - und nie Angst - vor der unbekannten Krankheit und habe mich entsprechend verhalten. Der Garten und die Flora und Fauna sind so schön, da kann man gar keine Angst bekommen.
Aber die, die das " Cave Syndrom " betrifft sind zu bedauern.

Angst und Furcht

Es gibt den schönen Unterschied zwischen Angst und Furcht. Angst ist ein Gefühl das begründet sein kann, aber nicht muss. Das kann schnell zur Last werden und mehr schaden als nutzen.

Furcht ist da eher rational: Man erkennt eine Gefahr und wird vorsichtig, passt sein Handeln maßvoll an oder entscheidet, manche Sachen ganz sein zu lassen.

Ich hab's da eher mit der Furcht als mit der Angst. Für mich wäre Gruppenkuscheln im Stadion von St. Petersburg deshalb im Moment eher nichts, aber im halb besetzten Biergarten lasse ich's mir gerne gut gehen.

Was die Delta-Variante angeht: Da geht im erst halb geimpften GB inzidenztechnisch die Post ab. Wie sich das auf Krankenhauseinweisungen und spätere Todesfälle auswirkt, kann man noch nicht so recht erkennen, aber ich beobachte es hier mit Spannung:

https://coronavirus.jhu.edu/map.html
https://coronavirus.data.gov.uk/

Damit ich sehen kann, ob ich Furcht vor der Variante haben muss oder nur Angst davor haben soll.

Radikale @ 09:12 von JensKwass

>>>Eine offensichtliche Sehnsucht zur dauerhaften Sozialkontrolle - gern auch jenseits von Corona - scheint bei immer mehr Mitbürgern gewünscht die "neue Normalität".>>>

Wissen Sie was, das geballte Aufkommen von völlig durchgedrehten Rechtsradikalen, VerschwörungsGläubigen usw.
Beunruhigt mich mehr als es Corona insgesamt konnte!

Die Radikalität, die Irrationalität und teilweise Gewaltververrlichung dieser Fanatiker, kann in der Tat, auch "beängstigend" sein.

@ Nelke785

Um Corona zu verstehen, haben Sie im März 2020 Nachrichten gesehen, Kindernachrichten(!), welches unnötigerweise bei diesen Kindern zu Todesängsten geführt hat.

Kinder haben ein Recht darauf, die Wirklichkeit zu verstehen. Dazu gehören auch medizinische Tatsachen wie die Verbreitung und Wirkung eines Virus. Zu Todesängsten führt das nicht, wenn man die Bedrohung auf eine konkrete und verständliche Ebene bringt.
Verdrängung der Wirklichkeit ist keine Alternative.

09:19 von Carina F Volle

09:19 von Carina F

Volle Zustimmung, man kann Kinder doch nicht " allein lassen" !
Und zu Tschernobyl : unsere große war 2 und der Kleine noch nicht geboren ( erst 2 Monate später). Aber auch da - Angst hatte ich nicht, aber schon ein Unwohlsein, weil die Frage war, was kommt noch, sagen die uns die
Wahrheit .....

me too

Also ich muss sagen, ich habe das teilweise ebenfalls sehr genossen.

Weihnachten und der Jahreswechsel, zum Beispiel. Im kleinen Kreise und ganz unaufgeregt, nicht dieser anstrengende Tamtam, der sonst daraus gemacht wird. Ich habe in anderen Jahren auch schon versucht, davor zu flüchten, aber dazu muss man wahrscheinlich in die Wüste. Das werde ich wahrscheinlich so nicht mehr erleben.

Als Amateurastronom habe ich die wenigen Flugzeuge genossen. In 2020 zum Beispiel bei C/2020 F3 - ganze Aufnahmeserien ohne eine einzige Flugzeugspur. Und das bei nur 135mm Brennweite, sonst habe man bei 700mm häufig 2 Flugzeuge in einem Bild. Wird's so schnell auch nicht mehr geben.

Und nicht zuletzt das Mobile Arbeiten mit mehr selber Kochen. Der Lockdown war perfekt, um seine Ernährung umzustellen, oder um die Kontrolle darüber zurückzuerlangen was auf den Teller kommt. In der Kantine ist das garantiert weder bio noch lokal, sondern hauptsache billig. Wird versucht, beizubehalten!

@Tada - Überzogene Regeln schüren Ängste

09:07 von Tada:
"Solche Leute gab es auch schon vor der Pandemie - Menschen, die nur durch ein Taschentuch Türklingel angefasst oder Knöpfe im Fahrstuhl gedrückt haben. Allerdings solche Paranoia ist extrem ungesund und sollte nicht als Vorbild dienen."

Ich war gestern auf einer privaten Feier, die aus irgendwelchen Gründen als "öffentlich" deklariert werden musste. Trotz einer einstelligen Inzidenz gab es völlig übertriebene (Stühle mit 1,5m Abstand draußen) oder gänzlich sinnlose Auflagen (Einbahnstraße im Innenbereich) vom Ordnungsamt.

Vielleicht wurden so strenge Auflagen festgelegt, damit auch eine halbherzige Befolgung etwas bringt. Aber wer schon paranoide Tendenzen hat, hätte sich in diesem Umfeld bestärkt gefühlt.

Meiner Meinung nach sollte man alles unterlassen, was bei normalen Menschen unnötige Ängste schürt. Denn eine Angstgesellschaft ist das letzte, was wir gebrauchen können.

@ 08:55 von Nachfragerin

Ängste sind weder rational noch irrational. Aber es hilft, Fakten zu kennen, um Ängste mit steuern zu können. Und zu den Fakten gehört, dass gerade bei der Delta-Mutation auch doppelt geimpfte Menschen signifikant häufiger infiziert werden. Daher sind Umsicht und Vorsicht sinnvoll. Wenn man Entwicklungen und Fakten berücksichtigt, muss man auch keine Stilblüten produzieren wie: "Nur ein paar wenige, besonders ängstliche Menschen werden auch weiterhin Angst haben."

Das ganze Gedränge in überfüllten

Orten war mir schon vor Corona ein Gräuel.
Ebenso die Verpflichtung zu Begrüßungsumarmungen etc bei nicht nahestehenden Personen.

Ich habe gemerkt, wie gut es mir tut, wenn ich auf so etwas "verzichte" bzw es meide.

Auf die innere Stimme hören ist kein "Syndrom".

@ 09:12 von JensKwass - Angststörungen

„ Die Freiheit der Anderen... mittlerweile von vielen (nicht allen) - neuen - Distanz-Bürgern ein zentrales Problem.

..in vielen Foren bemerkbar, mit welch Energie jedoch die "Ängstlichen" ihre teils radikalen Ansichten gegen freiheitliche (eigentlich normale) Lebensweisen manifestieren und aggresiv verteidigen mit Forderungen drakonischer Strafen gegen "Partygänger" oder "Impfkritiker".

Eine offensichtliche Sehnsucht zur dauerhaften Sozialkontrolle - gern auch jenseits von Corona - scheint bei immer mehr Mitbürgern gewünscht die "neue Normalität".“

Ca. 12 Millionen Menschen allein in Deutschland leiden an Angststörungen. Viele ohne es selbst also solche zu erkennen.

Angst ist oft unbewusst und sucht sich Kristallisierungpunkte, auf die man dann die Ängst projiziert. Corona bietet vielen nun eine solche Projektionsfläche. Endlich gibt es einen Grund für die Angst, endlich war diese innere Unruhe und Unklarheit nicht unbegründet. Endlich ist es „gerechtfertigt“.

Fortsetzung folgt

@09:12 Jens Kwass

Ein sehr guter Beitrag, der die Motivation einiger weniger gut und passend darstellt.
Ist aber zum Glück die Ausnahme, zumindest kenne ich im realen Leben solche Menschen nicht persönlich

Am 04. Juli 2021 um 09:22 von ich1961

" Es kann schon stimmen, das " wir Landeier " es nicht so schlimm empfunden haben. Mir ging es auch so, ich hatte immer Respekt - und nie Angst - vor der unbekannten Krankheit und habe mich entsprechend verhalten. Der Garten und die Flora und Fauna sind so schön, da kann man gar keine Angst bekommen.
Aber die, die das " Cave Syndrom " betrifft sind zu bedauern. "

Jeder der irgend ein Syndrom hat, ist zu bedauern, es gab vorher welche, und wir auch nachher wieder welche geben.
Cave bedeutet eigentlich "Hüte dich!" und kommt aus dem Latein, aber wie auch immer.
Ich bin immer draußen unterwegs gewesen, und mach auch gleich wieder los, wie immer, in der Stadt und im Getümmel, ist eben alles etwas anders.
Heute ist schön, und das Wasser im Waldsee ist warm, und dort kann man schwimmen, ohne das es zu Ansammlungen kommt. Das war vorher so, und ist jetzt auch so, hat sich auch nichts geändert, und kosten tut es auch nichts ;-).
Landleben halt.

@09:10 von Jochen Peter

Haben Sie den Bericht gelesen? Dann wissen Sie ja, dass der Begriff "Cave-Syndrom" aus den USA stammt aufgrund von Studien und Untersuchungen dort. Oder lesen Sie den Bericht gar nicht erst, aus der Angst, Sie müssten möglicherweise Ihre Meinung ändern, wenn Sie sich mit Fakten befassen? So ließe sich auch Ihre Aussage verstehen, "Wir haben die Pandemie im Prinzip besiegt": Lieber bei Prinzipien bleiben als Fakten und Entwicklungen wahrnehmen. Echte Freude kommt da übrigens auch selten auf.

@ich1961, 9.22 Uhr - Garten, Flora und Fauna

"Mir ging es auch so, ich hatte immer Respekt - und nie Angst - vor der unbekannten Krankheit und habe mich entsprechend verhalten. Der Garten und die Flora und Fauna sind so schön, da kann man gar keine Angst bekommen."

Das haben Sie schön gesagt. Ich habe das große Glück, je nachdem wie es meine Zeit und Arbeit zulassen, mal in der Stadt und mal auf dem Land zu sein. Ich muss sagen: Der Lockdown in der Stadt war mega-ätzend. Auf dem Land hat nur eins gefehlt: Die Besuche der Nachbarn in der Scheune. Das allerdings hat schon sehr gefehlt. Aber die Blumen, der Gemüsegarten und die wenigen erlaubten Besucher in der Scheune, das hat die Sache erleichtert. Trotzdem bin ich heilfroh, dass jetzt auf dem Land die Runden in der Scheune größer werden und dass ich in der Stadt die Gastronomie wieder genießen kann. Mit etwas Glück und Impftempo sollte das auch so bleiben.

Sie haben Recht: Eine der wenigen Sachen, die ich positiv erlebt habe, ist der bessere Blick für die Schönheit der Natur.

Wir sind noch nicht durch - auch an die Jüngeren denken

Nur weil die Mehrheit der Älteren, Kranken und Behinderten jetzt geimpft sind, heißt das noch lange nicht, dass sich Eltern keine Sorgen um ihre ungeschützten Kinder zu machen brauchen.
Auch als GeschützteR kann man das Virus durch eine geringe Viruslast in den oberen Atmungsorganen übertragen, man selbst erkrankt nur nicht ernsthaft.
Eltern und Großeltern sollten auch weiterhin darauf achten, die junge Generation nicht zu infizieren. Und wie kriegt man das am besten hin? Indem man weiterhin zu enge Kontakte zu unsicheren KandidatInnen, ImpfgegnernInnen und zu ReiserückkehrerInnen vorübergehend einschränkt.
So mache ich das.

@ Oneiroi 9:00

Nehmen wir zum Beispiel Restaurantbesuche

Da ist es nicht damit getan dass sich der Gast einen Nachweis beschafft.

Im Laufe der Zeit mussten Gaststätten sehr wohl Maßnahmen umsetzen die Geld kosten

- Grössere Tischabstände: weniger.mögliche Gäste = höhere Fixkosten per Gast

- Aufwand für Gästeregistrierung und Kontrolle von Nachweisen (Personal, das in der Zeit nicht bewirten kann)

- Es muss alles noch gründlicher gereinigt werden

Es können sich organisatorisch auch noch andere Dinge geändert haben ohne dass man als Gast.viel davon mitbekommt.

@09:07 von leider geil

"Man müsste schon mal selbständig denken" - diese Bemerkung zum User @Louis2013 war unpassend ! Er hat nüchtern seine Erklärung dafür gegeben, daß Menschen sich schwer tun darin, ihr Verhalten umzukrempeln, warum dieses auch immer.

Nachdem ich jetzt mehrmals wieder...

...“unters Volk gegangen bin“, d. h. verschiedene Gartenrestaurants mit Freunden zusammen besucht habe, stelle ich fest, dass die Gäste völlig selbstverständlich die Maske anziehen, bevor sie sich zum Tisch begeben oder die Toilette aufsuchen.
Ausliegende Zettel werden ohne dumme Bemerkungen ausgefüllt, und ich denke, dass da kaum noch Donald Duck & Koll. dabei sind.
Die Restaurantbesitzer tun alles, um den Vorgaben gerecht zu werden und achten auch sehr konsequent auf deren Einhaltung.
Nun wohne ich eher ländlich, in die Stadt zieht und zog es mich nie.

Diejenigen, die im Artikel beschrieben werden sieht man hier vermutlich nicht, das ist schade für diese Leute; es werden vorwiegend Menschen sein, die bereits vor Corona, von Natur aus, ängstlich waren.

Meine Einstellung, mit der man sich in der Öffentlichkeit bewegen sollte - und kann, ist “respektvolle Gelassenheit.“

re 09:19 Carina F: Kinder

Am 04. Juli 2021
Eltern immer gefragt! @08:29 von Nelke785
>>>Ich habe nach Tschernobyl Angst vor Regen gehabt, Milchgetränken, Gemüse ect..... Damals hat Niemand, wirklich Niemand, nach den Ängsten von uns Kindern gefragt! Nicht Eltern, nicht Schule, nicht Medien ......<<

Ja, Sie haben sooo Recht!
Es ist so leicht, Kindern Angst zu „machen“. Aber es ist enorm schwer, diese Angst dann wieder zurück zu führen.

Eine verbreitete Strategie von Erwachsenen ist das „irrationale Rationalisieren“. Bei Kindern ist es eher andersherum: Sie rationalisieren die Irrationalität, in dem sie die - für uns - irrationale Angst vor „Monstern“ mit den ausschweifensten Erklärungen zu „rationalisieren“ versuchen. Alle Eltern wissen, dass eine Gegenargumentation dem nur noch die Angst vor dem Nichtverstandenwerden hinzufügt.

Und dieses „Monster“ war - und ist - für sehr viele Kinder eben „das Virus“ (Ausdruck meiner Patenkinder).

Gut täte uns allen mehr Gelassenheit UND Verständnis!

Zusätzlicher Aspekt

Es kommt noch etwas hinzu, was es manchen schwerer macht wieder zur "Normalität" zurück zu kehren, das sind die ganzen kleinen Hindernisse. Die nehmen zwar derzeit immer weiter ab, aber sie verunsichern. Dazu zähle ich die Frage ob man einen Test benötigt etwas zu unternehmen, ob man einen Slot buchen muss oder einfach hin gehen kann. Immer noch gibt es viele, vor allem ältere Menschen, die den Umgang mit Apps, Computern, Smartphones nicht als selbstverständlich empfinden, die für sie notwendigsten Dinge gerade so beherrschen. Aber da während der Pandemie vieles eben nur noch über digital gelaufen ist, Telefon eher die Ausnahme war um Dinge zu organisieren. Auch da hat man eben dann irgendwann keine Lust mehr etwas zu organisieren, weil man einfach nicht so recht weiterkommt.

@ Nelke785 um 8.29 Uhr, Kinder nicht allein damit lassen

"Ich kenne Kinder, Teens mit Todesängsten. Um Corona zu verstehen, haben Sie im März 2020 Nachrichten gesehen, Kindernachrichten(!), welches unnötigerweise bei diesen Kindern zu Todesängsten geführt hat."
Dafür hat man Vertrauenspersonen, Eltern, Großeltern und LehrerInnen, die den Mediumkonsum begleiten und solche Nachrichten im Gespräch relativieren können.

09:12, JensKwass

>>Eine offensichtliche Sehnsucht zur dauerhaften Sozialkontrolle - gern auch jenseits von Corona - scheint bei immer mehr Mitbürgern gewünscht die "neue Normalität".<<

Meinen Sie wirklich, es werden immer mehr? Nach meinen Beobachtungen ist der Prozentsatz an aggressiven Spießern über die Jahrzehnte ziemlich konstant geblieben. Leute, von denen ich mich nach Möglichkeit fernhalte. Was leider nicht immer geht.

@08:26 von 91541matthias

"Für mich als Psychiatriekrankenpfleger ist bekannt, dass sich Menschen mit wenig sozialen Kontakten noch weiter zurückziehen" - das ist sicher zutreffend. Hinzu kommen aber weitere Punkte:
Manche der "sozialen Kontakte" existieren nach 1 1/2 Jahren nicht mehr; kommt bei Älteren öfter vor. Da kommt dann kein Ersatz. Man kann denjenigen auch nicht einfach in eine Seniorengruppe setzen. Da ist er/sie zwischen Menschen, hat aber zu ihnen keine Verbindung.
Durch das "Homeoffice" reduzierte sich die körperliche Bewegung stark. Diese zu reaktivieren erfordert Überwindung des inneren Schweinehundes und es stellt sich die Frage, ob das überhaupt noch möglich ist.

08:55 von Nachfragerin

Ängste sind immer irrational.
.
da haben sie wohl recht
ist ja nichts schlimmes Ängste zu haben
macht einen ja auch vorsichtig
bloß bitte mit Maß und Ziel
aber wie will man das erreichen ?
nem an Depressionen leidendem
auf die Schulter klopfen
"nimm das Leben leichter"
so geht´s wohl kaum !

07:12 von berelsbub

<< „Wenn jemand sage, er würde

„Wenn jemand sage, er würde gern wieder raus gehen, aber er könne nicht, weil die Angst zu groß sei, bestehe der Verdacht auf eine Angststörung.“

Das kann man im sozialen Umfeld vereinzelt bei (älteren) Menschen feststellen, die sich zuvor auch schon häufig zurückgezogen haben und nicht mehr ausgiebig am realen Leben teilgenommen haben. <<

.-.-.

Und woher wissen Sie das?

Klingt sehr nach Phantasieprodukt, da Sie das ja gar nicht wissen KÖNNEN.

Oder kennen Sie eine - glaubwürdige - Statistik, in der das belegt ist?

xxx

"Dieses deckt sich dann mit vielen Teilnehmern dieses Forums, die dann mehrheitlich dieser Gruppe zuzurechnen sein wird."

,.,.,

Hier zeigt sich noch deutlicher, dass Sie sich das alles ausdenken.
Von den Forenteilnehmern wissen Sie nämlich erst recht nichts.

@ Nachfragerin

Die einzigen, die sich bei den derzeitigen Inzidenzzahlen und dem typischen Krankheitsverlauf rational begründet vor einer Coronainfektion fürchten dürfen, sind die ungeimpften Mitglieder der Hochrisikogruppe.

Nein, jeder darf sich vor den Folgen einer Infektion fürchten. Das wäre zumindest eine vernünftige Haltung.

@MamasLiebling

Dann tun Sie dies.

Es gab aber genügend Leute, gerade in den prekären Berufen, welche entweder den Job verloren haben, oder auf Grund von Maßnahmen ein wesentlich höheres Stress-Level hatten.
Und im Gegensatz zu Ihnen keine bis kaum Möglichkeiten hatten dieses Stress-Level zu reduzieren.

Man merkt klar, mit welchem Klientel man hier spricht.
Wohlsituiert, eventuell mit kleinen Garten und eigenem Haus.

Hier ist so gut wie keiner der von Hartz4 leben muss, welcher systemrelevant an der Kasse sitzen muss. Oder für Mindeslohn 200+ Kontakte als Paket-Lieferant hat, welcher erst Feierabend hat, wenn alle Pakete ausgeliefert sind.

Aber mit Solidarität schmückt man sich gerne. Mit wem war man denn solidarisch? Haben weniger Leute Waren im Internet bestellt? Nein!
Hat man den eigenen Garten denen zur Verfügung gestellt die keinem haben? Nur damit diese mal für einen Augenblick entspannen konnten? Auch nein.

Maske, Abstand und sonstiges war Solidarität! Grenzen und Mauern sind Solidarität!

@SinnUndVerstand, 09:33 (re @ 08:55 von Nachfragerin)

„Ängste sind weder rational noch irrational. Aber es hilft, Fakten zu kennen, um Ängste mit steuern zu können. Und zu den Fakten gehört, dass gerade bei der Delta-Mutation auch doppelt geimpfte Menschen signifikant häufiger infiziert werden. Daher sind Umsicht und Vorsicht sinnvoll. >> Wenn man Entwicklungen und Fakten berücksichtigt, muss man auch keine Stilblüten produzieren wie: (…)“

Und auch keine „irrationalen“ Ängste haben. Weil man mit Fakten und Entwicklungen, die man kennt rational umgehen kann.

um 09:34 von berelsbub

>>
Ein sehr guter Beitrag, der die Motivation einiger weniger gut und passend darstellt.
Ist aber zum Glück die Ausnahme, zumindest kenne ich im realen Leben solche Menschen nicht persönlich
<<

Ich habe eben nebenher den Philosophen Precht in 3Sat gesehen. Der sah das Problem anders, nämlich darin, dass es -zum Glück - eine Minderheit von Bürgern gibt, die gegenüber dem Staat eine Kundenmentalität haben und eine Bürgerpflicht negieren. Während früher das "rechte" Spektrum eher eine Law-and-Order hatte (in Europa), wird jetzt dort einer Art Cowboy-Recht das Wort geredet (dem amerikanischen Beispiel folgend), nachdem sich der Staat aus allem heraushalten möge. Gleichzeitig wirft man dem Staat aber dann immer wieder vor, er hätte versagt. Der sich so ergebende innere Widerspruch scheint mir unauflösbar zu sein.

Augenmaß

Ja, die letzten 15 Monate waren schwierig, es kam jedoch auch darauf an, was man selbst daraus gemacht hat. Die Kontakte waren seltener und in kleineren Gruppen, dafür wurde mehr telefoniert oder der Messenger benutzt und die Kaffeerunde halt vor dem Computer abgehalten. Wichtig war es eben, die sozialen Kontakte zu halten. In der heutigen computerisierten Welt ist das zudem viel einfacher, einige ältere Freunde haben sich ein neues Smartphone gekauft und ich habe gezeigt, wie der Messenger und die Sprachbedienung bis hin zum Diktat funktioniert. Niemand im großen Bekanntenkreis zeigt auch nur annähernd das Cave-Syndrom.

Ängste

Jeden Tag neue Vorordnung. Die Menschen gehen einen quasi aus dem Weg, wenn man einander vorbei läuft.
Jetzt haben wir genügend Impfstoff und die Menschen lassen einfach Ihre Termine sausen.
So kommen wir nie in die alte neue Realität.
Schämt Euch, denn andere Länder hätten gerne unsere Probleme!!!

@ Nachfragerin

Ängste sind im Grunde weder rational noch irrational. Es ist allerdings wichtig, sich ehrlich mit den Fakten auseinander zu setzen und die realen Gefahren der Infektion richtig einzuschätzen.

@SinnUndVerstand - Angst ist ein Gefühl

09:33 von SinnUndVerstand:
"Ängste sind weder rational noch irrational. Aber es hilft, Fakten zu kennen, um Ängste mit steuern zu können."
> Ein Angstgefühl entsteht meist unbewusst und ist damit irrational. Wenn man die Angst bekämpft, indem man sich mit Fakten auseinandersetzt, handelt man rational. So verstehe zumindest ich diese Begriffe.

"Und zu den Fakten gehört, dass gerade bei der Delta-Mutation auch doppelt geimpfte Menschen signifikant häufiger infiziert werden."
> Das ist kein Grund, in Angstzustände zu verfallen.

"Daher sind Umsicht und Vorsicht sinnvoll."
> Richtig. Das sollte so selbstverständlich sein wie die Einhaltung von Tempolimits im Straßenverkehr.

"Wenn man Entwicklungen und Fakten berücksichtigt, muss man auch keine Stilblüten produzieren wie: 'Nur ein paar wenige, besonders ängstliche Menschen werden auch weiterhin Angst haben.'"
> Angst ist ein Gefühl. Sie scheinen das mit einem Verhalten zu verwechseln.

09:43, Karussell

>>@09:07 von leider geil
"Man müsste schon mal selbständig denken" - diese Bemerkung zum User @Louis2013 war unpassend ! Er hat nüchtern seine Erklärung dafür gegeben, daß Menschen sich schwer tun darin, ihr Verhalten umzukrempeln, warum dieses auch immer.<<

Ich habe den User Louis2013 so verstanden, daß er den Eindruck hat, daß ihm ständig irgend etwas erzählt wird, was ihn auf eine passive Weise mißtrauisch macht.

Insofern fand ich die Aufforderung des Users, dem Sie antworten, durchaus berechtigt.

@ Oneiroi

Sondern die still und heimlich erhöhten Preise.

Die Lebensmittelpreise sind nach meiner Beobachtung höchstens unwesentlich gestiegen. Außerdem lösen Preissteigerungen normalerweise keine Ängste aus.

Wir haben ja noch ein bißchen

Wir haben ja noch ein bißchen Zeit bis Oktober, um die neuen Deklinationen von 'Freiheit' in jenem Raum zu testen, den die coolen und todesverachtenden Realisten ihre ,,Normalität" nennen, also die, die laut und dreckig ist und das Recht des Verbrauchers auf Verbrauch der Welt im Hier mit Bier wieder herstellt, wie es einem Steuerzahler zusteht.

Man könnte doch auf die abwegige Idee kommen, daß die wenigen detailiert beschriebenen Ängste die Normalität widerspiegeln bzw. eine gesunde Reaktion zusammenfassen auf den Druck der Tatsachen, nachdem sich sicher viele Menschen fragen, was das für ein Wahnsinn ist, der bislang die abgefeierte Normalität war und daß der ganze Zirkus um Wach$tum und Statussymbole, um geheuchelte Souveränität und Verdrängung von Nächstenliebe garnicht ihrer inneren Natur entspricht. Da könnte es doch geschehen, daß daraus ein Misstrauen wächst gegen die Automatismen, die den Motor dieser verrückten Normalität am Laufen halten und viele Menschen darunter leiden.

09:00 von Louis2013

"Nun dürft ihr wieder." Für viele ist diese Rolle rückwärts schwer nachzuvollziehen.
---
was erwarten sie für ne Antwort darauf ?
ist es schwer verständlich wenn man nach dem Winter wieder den Anorak ausziehen kann,
und die langen Unterhosen, weil es nicht mehr so kalt ist ?
Unterschiedliche Situation erfordern eben ein flexibles Verhalten

@ Karussell @ Louis2013

"Man müsste schon mal selbständig denken" - diese Bemerkung zum User @Louis2013 war unpassend !

Ich war wohl ein wenig harsch. Dabei ging es mir nur darum, bei geänderten Realitäten (einmal viele Ansteckungen und mittlerweile weniger Ansteckungen) der Politik auch einen Strategiewechsel zuzugestehen. Und das erfordert nun mal auch von uns geistige Flexibilität.

09:19 von Carina F

Sie sprechen was richtiges an. Es gibt Eltern, die sich wegen angeblicher Gefährdungen durch Masken Tests usw. riesige Sorgen machen, von vollen Jugendpsychiatrien faseln und so weiter. In dem Fall "stinkt der Fisch vom Kopf": man kann so über Corona und Maßnahmen aufklären, daß die Kinder ohne Angst die Situation so hinnehmen wie sie ist. Wenn die Eltern halbinformiert in Panik verfallen, oder desinformiert alles in Frage stellen, überträgt sich dies ebenso auf die Kinder. Das geht in Richtung beider Pandemie-Extreme. Heute frage ich mich mehr als sonst, inwieweit manche Eltern überhaupt ihre Kinder auf das Leben vorbereiten. Soll es ein Leben in Filterblasen sein? Zum Leben gehört verschiedene Situationen zu erkennen, sich zu informieren, zu bewerten, und eine ausgewogene Lösung zu finden. Panik, Hass, Wut und dergleichen mehr sind dabei immer schlechte Berater und werden kaum zu einem erfolgreichen Leben führen. Tschernobyl hatte ich keine Panik aber Respekt. Dank meiner Eltern.

08:03 von fragfraudoktor

"Die Effektheischerei und Panikmache jedweder Art (in allen Bereichen) in den Medien hat einen Teil der Ängste mit verursacht, denke ich."

.-.-.

Ich denke, es ist umgekehrt.

Die Darstellung von Fakten und Warnung zur Vorsicht - das konnte man hier im Forum vielfach feststellen - wurde bereits als Panikmache erLEBT.

re 09:33 vriegel: Angstprojektionen

>>Ca. 12 Millionen Menschen allein in Deutschland leiden an Angststörungen. Viele ohne es selbst also solche zu erkennen<<

Deshalb sollte man sich sehr zurückhalten, solche „Angststörungen“ bei „Anderen“ zu diagnostizieren. Auch das kann nämlich eine „Projektion“ sein...

@draufguckerin, 09:43 Uhr

Sie sprechen mir mit Ihrem Kommentar aus der Seele. Genauso verantwortungsbewusst werde auch ich mich, obwohl schon 2-fach geimpft, verhalten. Ich denke, dass die meisten Bürger ähnlich denken. Bleiben Sie gesund!

@09:33 von vriegel

Sie verwechseln etwas Wesentliches: es gibt gute Gründe, Prävention und Impfung voranzutreiben, wenn Sie sich die Entwicklung in Ländern ansehen, die mittlerweile stark von der Delta-Mutation dominiert sind; das hat mit Angst nichts zu tun, sondern mit Information, Umsicht und Verantwortungsübernahme.
Aber es gibt ja bei uns seit gut 6 Jahren eine zur Partei mutierte Gruppe, die mit Angstschüren auf Wählerfang geht; in deren Netzen verfängt sich dann schon mal jemand.

Dafür hat man

Dafür hat man Vertrauenspersonen, Eltern, Großeltern und LehrerInnen, die den Mediumkonsum begleiten und solche Nachrichten im Gespräch relativieren können.
—————————
Hat scheinbar nicht bei allem geklappt, zumal man Lehrer und Großeltern im Lockdown nicht angetroffen hat.
Vielleicht gelingt es jetzt den medienkompetenten Großeltern unterstützend auf die Kinder zu wirken.

Masken beibehalten

Ich habe jetzt schon mehrfach beobachtet, wie Menschen verängstigt werden, wenn andere unerlaubt einfach die Maske weg lassen.

Wir sollten konsequent die Maske tragen und viel disziplinierter darauf achten. Und die Zivilcourage haben, andere darauf anzusprechen.

Am 04. Juli 2021 um 09:00 von Oneiroi

Vieles ist (z.T. erheblich) teurer geworden. Als Begründung werden immer wieder gern die Kosten für die Umsetzung der Hygienevorschriften genannt. Welche Kosten? Die Urlauber, die Gäste müssen sich selbst um den Nachweis kümmern, ob ich ein Lokal betreten darf, oder meinen Urlaub beginnen kann (geimpft, negatives Testergebnis, genesen).
Es scheint einem so, als wenn es in der Natur des Menschen liegt, außergewöhnliche Umstände blitzartig in Profit umzuschlagen.
__
Vielleicht binden Sie mal in Ihre Überlegungen ein, dass Gastro, Friseure, EZH uvm nur ca. 50 % Auslastung betreiben dürfen. Miete, Pacht Versicherungen und alle anderen Fixkosten sind aber in der normalen Höhe zu zahlen. Das bischen Sterilium dürgte da kaum zu buche schlagen. Erst überlegen, dann schimpfen.

um 09:47 von Fuchs123

>>
Es kommt noch etwas hinzu, was es manchen schwerer macht wieder zur "Normalität" zurück zu kehren, das sind die ganzen kleinen Hindernisse.
<<

Das ist ein interessanter Punkt. Was ist schon normal ? Es ist nicht völlig von der Hand zu weisen, dass die angeblich zurück erlangten Freiheiten tatsächlich vielfach nur das Wiedererstarken von Konsumterror und Konkurrenzdruck sind. Die Betroffenen werden es natürlich abstreiten und ihre individuelle Entscheidung postulieren. Allerdings sind wir seit vielen Jahrzehnten konditioniert und es ist schwer bis unmöglich, die eigenen Beweggründe zu erforschen.

Es geht gar nicht um Sorge

Es geht um Lebenqualität. Früher war es so, das die Teilhabe am "sozialen Leben" quasi ein Bedürfnis war. Nur, was war das denn? Allzuoft sowas wie Kono, Kneipe, Konzerte, Urlaub - alle Dinge, die nur für Geld zu haben sind.

Nun, ich bin selbtständig und bekomme keinen Pauschallohn. Nur waren früher 700€ im Monat furchtbar wenig. Jetzt, nach der "Entzugstherapie" aus dem Kommerz ist es auf einmal ausreichend. Ich habe kein Bedürfnis mehr, nochmehr (für Geld) zu Arbeiten.

Die kommerzielle Normalität kann haben wer will, ich bin jedenfalls keine Melkkuh mehr.

Was hier zu vielem passen würde beschreibt ...

.. Wikipedia einleitend unter dem Begriff "German Angst" wie folgt:
"Der Begriff Angst, der sich ähnlich wie Weltschmerz in der englischen Sprache eingebürgert hat (Germanismus), bezeichnet hier entweder eine generalisierte Angststörung, eine unbegründete diffuse Furcht oder ein nur ostentativ vorgetragenes „Leiden an der Welt“. Das auf den deutschen und niederländischen Sprachraum beschränkte Substantiv „Angst“ wurde 1844 von Søren Kierkegaard in die philosophische Diskussion eingeführt, ist also nur über die etymologische Wurzel „typisch deutsch."
Ich denke, da ist schon viel gesagt ...
Viele Krankheiten bedürfen nicht den Haus- oder Facharzt, sondern Psychologen in geeigneten Einrichtungen. Ebenfalls ist das Singledasein, dass Fehlen emotionalen Austausches abseits der sozialen Medien ein Faktor moderner Daseinsform ein Faktor, auch coronabedingt. Stichwort "schlicht" Einsamkeit, ein Aufschaukeln der Gedanken ohne die Möglichkeit sie beenden zu können.

@vriegel, 09:33 Uhr

Angst ist eine lebensbejahende Reaktion auf eine Bedrohung und damit durchaus sinnvoll, wenn sie steuerbar ist und in Vorsicht mündet. In diesem Sinne habe und hatte auch ich Angst vor Corona, Allerdings verhalte ich mich entsprechend und spreche daher lieber von einer Verantwortung mir und meinen Mitmenschen gegenüber. Die Politik hat sehr zu diesem Abbau von Ängsten beigetragen, weil ich mich immer umfassend informiert fühlte und nie den Eindruck hatte, dass Wahrheiten verschleiert oder unterdrückt werden sollten. Ich bin zuversichtlich, auch mit Blick auf die deutsche Wirtschaft und die Arbeitsplätze. Wir werden, wie es scheint, vergleichsweise gestärkt aus der Krise hervorgehen. Die Daten sprechen dafür, freuen wir uns also, ohne übermütig zu werden.

Am 04. Juli 2021 um 09:09 von vweh

Hmmm....

Spazierengehen, Radfahren, Wandern, Joggen, usw..

War bis auf nächtlichen Sperren immer erlaubt.
Ich vermute da eher andere Probleme und Corona hat diese nur ans Tageslicht gebracht...
___
Das sehe ich zum einen auch so, andererseits haben sich auch viele in diesem Zustand "eingerichtet" und sind garnicht erpicht darauf das wieder zu ändern.

@ Sausevind

Das kann man im sozialen Umfeld vereinzelt bei (älteren) Menschen feststellen, die sich zuvor auch schon häufig zurückgezogen haben und nicht mehr ausgiebig am realen Leben teilgenommen haben. <<

.-.-.

„Und woher wissen Sie das?“

Steht oben. Erfahrungswerte aus meinem sozialen Umfeld inkl Gesprächen mit Verwandten und Bekannten und derem Umfeld

„Klingt sehr nach Phantasieprodukt, da Sie das ja gar nicht wissen KÖNNEN.“

Wenn ihr soziales Umfeld ein Phantasieprodukt ist...

„Oder kennen Sie eine - glaubwürdige - Statistik, in der das belegt ist?“

Eine Statistik haben wir diesbezüglich im engeren Bekanntenkreis noch nicht durchgeführt. Werden wir aber nächstes Wochenende beim Grillen direkt nachholen

Großveranstaltungen

Angst dorthin zu gehen habe ich keine.
Trotzdem sind mir die in den allermeisten Fällen ein Kräuel und ich meide solche Veranstaltungen so gut es geht.
Ausnahmen sind vielleicht bestimmte Ausstellungen und da dann nur die Stände,meide aber ein Festzelt.
Laufe da dann zwar mal schnell durch,halte mich aber nicht länger auf.Für mein Wohlbefinden gibt es bessere Aufenthaltsorte.
Viel lieber unternehme ich Fahrradtouren,genieße die schöne Umgebung und setze mich auch gelegentlich mal außen hin und trinke einen Kaffee unterwegs.Das war vielleicht das einzige was mir ein bisschen gefehlt hat,dass man das nicht mehr konnte.
Auch da habe ich mir beholfen in dem ich eine Thermoskanne mit nahm.
Will hier nichts verharmlosen und ich weiß auch wie schwer es für manche war.
Ich selbst bin gut durch die Pandemie gekommen und habe fast schon wieder mehr Angst vor der sog. "Normalität ".
Konnte auch zuhause bei der Grundstückspflege viele Dinge viel leichter erledigen,weil ich Zeit hatte.

@draufguckerin - Kinder brauchen Kontakt zu anderen Kindern!

09:43 von draufguckerin:
"Eltern und Großeltern sollten auch weiterhin darauf achten, die junge Generation nicht zu infizieren. Und wie kriegt man das am besten hin? Indem man weiterhin zu enge Kontakte zu unsicheren KandidatInnen, ImpfgegnernInnen und zu ReiserückkehrerInnen vorübergehend einschränkt."

Es wäre ein sehr großer Fehler, wenn Sie ihren Kindern oder Enkeln den Kontakt zu anderen Kindern verbieten.

Und zu dieser hartnäckigen Legende mit den Reiserückkehrenden kann ich nur erneut darauf hinweisen, dass die meisten Infektionen im Alltag und nicht auf einer Reise stattfinden.

@Jochen Peter: "Aus allem

@Jochen Peter:

"Aus allem wird ein Problem gemacht und scheinbar haben es die Medien und gewisse Psychologen verlernt, positiv zu denken und mal zu schreiben: Wir haben die Pandemie im Prinzip besiegt, wir haben unsere gewohnten Freiheiten wieder."

Weil das einfach FALSCH und gelogen wäre?!?

Weder haben wir die Pandemie zum jetzigen Zeitpunkt besiegt, noch haben wir die gewohnten Freiheiten wieder. Und sowas zu suggerieren würde im Gegenteil nur recht schnell zu wieder steigenden Infektionszahlen führen.

@08:29 von Nelke785

>> Ich kenne Kinder, Teens mit Todesängsten
Echt jetzt? Ich kenne "Kinder, Teens", die sich (berechtigte) Sorgen machen. ABER "Todesängste"??? oO

>> haben Sie im März 2020 Nachrichten
>> gesehen, Kindernachrichten(!),
Ähh, März 2020 hat (leider) noch niemand Corona richtig für voll genommen. Nur zur Erinnerung:
03/2020 wurde gerade mal die 'Diamond Princess' evakuiert, war Ischgl und die weltweite Todeszahl lag gerade mal bei 2.500. -.-

Das, was der Bericht als

Das, was der Bericht als Angststörung beschreibt, ist einfach nur vernünftiges Verhalten in einer Pandemiesituation.
Warum das gleich als Krankhaft beschrieben wird, ist unverständlich.
Tatsächlich krank ist das Verhalten derjenigen, die Corona immer noch verharmlosen und wahrscheinlich glauben, es wäre so wie eine natürliche Auslese der Alten und Schwachen.
Solches denken reicht schon in Gefilde, die wir 1945 ein für alle mal verlassen haben sollten.
Das dem leider nicht so ist, zeigen auch zahlreiche Beispiele, die allein im Laufe der Pandemie oft genug auch hier dokumentiert wurden.
Aus Polizei, Politik, Bundeswehr und Gesellschaft.

um 09:33 von vriegel

,,...Endlich gibt es einen Grund für die Angst, endlich war diese innere Unruhe und Unklarheit nicht unbegründet. Endlich ist es „gerechtfertigt“.

Fortsetzung folgt

Bitte nicht. Das macht mir Angst. Ich meine damit die Androhung von weiterer Expertise.

Wenn ich allein die Angst der Vielfältigen vor Armut, also vor einem Sinken des Lebensstandards von 290 auf 280% eines vernünftig geregelten Minimums an gerechter Teilhabe für ein Leben in Würde auf dieser Welt vor Augen halte, sind 12 Mio Angststörungen in diesem Land wohl eher zu niedrig gegriffen. Ich finde, daß auch Banalisieren und geistiges Ghettoisieren der ,,Vulnerablen" in der Form, wie sie hier im TS - Forum immer wieder propagiert wurde, eine besondere Art von Angst emittiert. Eine, die die Furcht, der Traum vom Leben ohne Verluste und Schmerzen könnte zerbersten und die Garantie auf ewiges Bedientwerden verfällt, obwohl das eigens erarbeitete Selbstwertsoll erfüllt ist und es statthaft sein muß, hohe Ansprüche zu stellen.

@09:52 von fathaland slim

>>>Nach meinen Beobachtungen ist der Prozentsatz an aggressiven Spießern über die Jahrzehnte ziemlich konstant geblieben.>>>

Finden Sie? Ich empfinde es eher so, als wären die Menschen welche Sie als "aggressive Spießer" bezeichnen, eher mehr geworden....
Aus Angst, Angst der "Spießer" vor Veränderung und somit eine bedenkliche "Sehnsucht" nach den "guten alten, spießigen Zeiten"...

@ Nachfragerin um 8.55 Uhr, Irrationale Ängste

"Ängste sind immer irrational." Ist das so?

Was dem einen Angst macht, ist dem anderen schnurz.

Angst ist ein Sammelbegriff. Dazu gibt es zahlreiche Abhandlungen und Definitionen. Angst ist nicht zwangsläufig irrational.

Angst kann begründet sein, und zwar sowohl aus dem individuellen Erleben, aus der persönlichen Erfahrung heraus, aber Angst kann sich auch gruppen-/ generations- /arten- ... spezifisch zeigen.
Angst hat immer einen Hintergrund, sei der nun objektiv aufgrund tatsächlicher Gegebenheiten oder im Erleben/ in der Persönlichkeit des Individuums begründet.

Ob und in welchem Maße das Meiden von Sozialkontakten rational oder irrational ist, darüber sollte man als Außenstehender nicht abwertend urteilen. Was für den einen zuviel Nähe ist, erlebt der andere fast wie soziale Isolation.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es bezüglich des Bedürfnisses nach Nähe sogar zwischen Nord- und Süddeutschen große Unterschiede gibt.

Am 04. Juli 2021 um 09:26 von Carina F

Wissen Sie was, das geballte Aufkommen von völlig durchgedrehten Rechtsradikalen, VerschwörungsGläubigen usw.
Beunruhigt mich mehr als es Corona insgesamt konnte!
#
#
Haben Sie diese Menschen vor den Sie Angst haben den schon einmal live gesehen, oder ist Ihre Angst durch Berichte entstanden die Sie in den Medien gesehen haben?
Ich habe diese Gruppen noch nie gesehen. Liegt wohl daran, das ich schon seit mehr als zwanzig Jahre zu keiner Demo gehe.

Am 04. Juli 2021 um 09:33 von SinnUndVerstand

Und zu den Fakten gehört, dass gerade bei der Delta-Mutation auch doppelt geimpfte Menschen signifikant häufiger infiziert werden. Daher sind Umsicht und Vorsicht sinnvoll.
__
Ich bin weder Corona-Leugner, Impfkritiker oder Verharmloser ABER es wusste doch jeder, dass die Impfung NICHT vor Infektion komplett schützt. Man sich als dopp. Geimpfter durchaus 1. infizieren und 2. erkranken in Form einer Erkältung oder eines grippalen Infektes, wie sie jedes Jahr zu hunderttausenden auftreten. In GB ist das Problem, zumindest wird das in den Medien in GB so erklärt, dass nur 50% komplett geimpft sind, viele ihren 2. Termin aus welchen Gründen ach immer geschwänzt haben und dass in GB die meisten mit AstraZ geimpft wurden, was nur eine Wirksamkeit von 70% gegenüber Delta hat. Insofern hat das Virus dort noch eine sehr grosse Angriffsfläche. Wer schlau ist, egal ob jung oder alt, sollte sich jetzt hier impfen lassen. Wer das nicht macht, ist am nächsten LD schuld.

Nicht die Normalität macht Angst

Nein, liebe Redaktion der Tagesschau, es ist nicht die Normalität die Angst macht. Angst wird aktiv und bewusst verbreitet von Politiker und Medien. Wie oft musste ich in den letzten Wochen lesen wie gefährlich doch dieses Fußball sei und dass eigentlich alle Hoffnung verloren ist, wenn mehr als 20 Fans im Stadion sind.
Und diese Delta-Variante. Unser Kanzleramtschef verordnet prophylaktisch eine Quarantäne auch für geimpfte Reisende, warum weiß man zwar nicht aber alles ist so schlimm.
Wenn ihr von der Presse euch wunder warum die Menschen Panik bekommen ist das wie ein Kind mit einem abgebrannten Streichholz in der Hand das sich wundert warum das Haus brennt.

re 09:12 JensKwass: Angst & Freiheit.

>>Die Freiheit der Anderen... mittlerweile von vielen (nicht allen) - neuen - Distanz-Bürgern ein zentrales Problem.<<

Mir scheint ein „zentrales Problem“ zu sein, dass viele der „Freiheitlichen“ nicht begreifen können und wollen, dass die Freiheit des Einzelnen in einer Pandemie die Einschränkung der Freiheit der Anderen bedeutet.

>>Schon eine ganze Zeit ist in vielen Foren bemerkbar, mit welch Energie jedoch die "Ängstlichen" ihre teils radikalen Ansichten gegen freiheitliche (eigentlich normale) Lebensweisen manifestieren und aggresiv verteidigen mit Forderungen drakonischer Strafen gegen "Partygänger" oder "Impfkritiker".<<

Pardon, aber als „aggressiv“ nehme ich auch hier eher die „Freiheitlichen“ wahr. Diese waren und sind gegen schlicht alle staatlichen Maßnahmen und die auch jetzt bei unserer niedrigen Inzidenz und vor allem Todesrate (gestern D 7; in Brasilien 1600) immer noch keine Zusammenhänge zwischen Maßnahmen und menschlichen Schicksalen erkennen wollen.

Das "Cave-Syndrom",

tritt besonders bei den Menschen auf die das Leid der Millionen infizierten oder den zusätzlich mehr als 90.000 Corona toten ertragen oder hautnah miterleben musten.

Die bisherige Erfahrung der Menschen zeigt klar das die nächste Welle wieder von Feier, Urlaubs und Eventfreunden verursacht wird wie schon im Sommer 2020.

@Sisyphos3 - Aufklärung hilft gegen Angst

10:05 von Sisyphos3:
"ist ja nichts schlimmes Ängste zu haben. macht einen ja auch vorsichtig. bloß bitte mit Maß und Ziel. aber wie will man das erreichen ?"

Meiner Meinung nach geht das nur durch Aufklärung.

Man sollte offen und ehrlich kommunizieren, von welchen Situationen praktisch keine Ansteckungsgefahr ausgeht (z.B. flüchtige Begegnungen im öffentlichen Raum) und welche hingegen riskanter sind (z.B. langer Aufenthalt im selben Raum).

Ich kenne inzwischen zwei junge Mütter, die seit Monaten jegliche soziale Kontakte vermeiden, weil Sie Angst vor einer Ansteckung haben. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das für die Psyche gesund ist.

Wir haben aber auch in den

Wir haben aber auch in den vergangenen 15 Monaten gesehen, wie viele Menschen sich über die Vorsichtsmaßnahmen gegen Corona hinweggesetzt haben. Als ich im Herbst 2020 öffentliche Verkehrsmittel nutzen musste, haben hier auf dem Lande die Hälfte der Fahrgäste die Maskenpflicht ignoriert, mit augenzwinkernder Duldung durch den Busfahrer, und auf den Parkplätzen am Supermarkt haben sich Grüppchen von Menschen über die Anordnungen lustig gemacht. Die zweite Welle war da gerade voll im Anrollen. Was an z.B. religiösen Zusammenkünften und nächtlichen Raves abgelaufen ist, konnten wir alle in den Nachrichten verfolgen.
Nun scheinen die Virologen die vierte Welle mit einem wesentlich ansteckenderen Virus zu erwarten. Ich weiß genau, welche Menschengruppen und Ereignisse ich nach wie vor meiden werde. Durch ihr Verhalten könnten sie nicht nur mich leichter anstecken, sondern sie selber sind ja um ein Vielfaches mehr gefährdet, sich zu infizieren. In meinem Bekanntenkreis ist man achtsamer.

@ Louis2013

"Nun dürft ihr wieder." Für viele ist diese Rolle rückwärts schwer nachzuvollziehen.

Naja, mitdenken muss man eben auch selber.
Die Lage hat sich seit März ja wohl unbestreitbar geändert. Wenn man darauf anders reagiert, muss man das doch nicht als "Rolle rückwärts" titulieren. Oder erwarten Sie ein starres Verhaltensrepertoire der Politik für alle denkbaren Fälle?

@um 09:43 von draufguckerin

"Nur weil die Mehrheit der Älteren, Kranken und Behinderten jetzt geimpft sind, heißt das noch lange nicht, dass sich Eltern keine Sorgen um ihre ungeschützten Kinder zu machen brauchen."

Alle offiziellen Zahlen sagen aus, das für Kinder so gut wie kein Gesundheitsrisiko besteht. Jedenfalls nicht mehr, als bei anderen vergleichbaren Infektionskrankheiten. Die Sorgen sind also unbegründet.

Als ob eine gereifte, vernünftige Haltung ...

... eine Krankheit sei: Unwissenschaftlicher daherkommend habe ich seltener einen tagesschau.de-Artikel und die in diesem beschriebenen Mediziner oder Psychologen erlebt! Und die von jenen betriebene Verteufelung der Sensibleren und Sozialeren als Spielverderber, Abnormale oder gar Asoziale ist geradezu Diskriminierung sowie Mobbing in Hochpotenz... Wollen wir dagegen hoffen, dass tatsächlich nichts mehr wird, wie es vorher einmal war – denn die gesellschaftlichen Zustände vor Corona waren am Ende doch annähernd unerträglich und im übrigen auch der entscheidende Faktor dafür, dass eine derartige Pandemie überhaupt ausbrechen konnte: mit anderen Worten ein wohltuend reinigendes Gewitter.......

Am 04. Juli 2021 um 10:38 von

Am 04. Juli 2021 um 10:38 von Eu-Schreck
09:19 von Carina F
Sie sprechen was richtiges an. Es gibt Eltern, die sich wegen angeblicher Gefährdungen durch Masken Tests usw. riesige Sorgen machen, von vollen Jugendpsychiatrien faseln
————————-
Es gibt aber auch Eltern, die gerade in solchen Abteilungen arbeiten und wissen wie „der Hase läuft“. Ebenso auf Kinder Intensivstationen, wo zum Glück keine an Corona schwererkrankten Kinder ( außer Krebs Endstadium) in den letzten 1,5 Jahren zu finden waren.

Nachrichten gesehen,

von Nelke785 @
und vom Million infizierten und alleine bei uns von mehr als 90.000 zusätzlichen Corona toten erfahren. Also Realität erfahren.

Ich würde das nicht als Todesängsten bezeichne sondern als Ausdruck von Empathie und Mitleid mit den Opfern, besonders wenn es auch Familienangehörige getroffen hat.

@ fragfraudoktor

Warum gleich ein Syndrom in der Titelzeile?

Warum nicht? Es heißt nun mal so.

10:30 von Nachfragerin

> Ein Angstgefühl entsteht meist unbewusst und ist damit irrational.<

,.,.,.,

So pauschal ist das falsch.
Wenn meine Bude brennt, entsteht Angst.
Einfach, weil ich weiß, dass Feuer tötet, wenn man sich nicht rechtzeitig rettet.

Es gibt sicher auch irrationale Ängste.
Aber die muss man streng von denen, die rational entstanden sind, unterscheiden.

Zum Beispiel kann man Angst vor Wasser haben, weil man einmal fast ertrunken ist.

Auch diese Angst kann man selber überwinden, ich kenne da jemanden, der das selber geschafft hat.

Die Angst vor Corona als pauschale Angst kann durch Corona selber nicht entstanden sein, weil der Virus nur zu einem geringen prozentualen Anteil zuschlägt.

Und weil man ausreichend Möglichkeiten hat, sich vor ihm zu schützen.

Im Übrigen ist interessant, dass eine BEGRÜNDETE Angst - z.B., wenn man ein akutes Feuer im Zimmer zu löschen sucht - verschwindet, sobald man dagegen handelt.

@franky10

"Schämt Euch, denn andere Länder hätten gerne unsere Probleme!!!" Am 04. Juli 2021 um 10:26 von franky10

*

Ja, das hat ja super geholfen. Trösten Sie Ihrer Freunde und Familie auch so?

Wir können nicht alle Probleme der Welt lösen, aber sehr wohl unsere. Dann haben wir auch mehr Zeit (oder überhaupt Zeit) für Probleme der anderen.

Syndrom oder gesunder Menschenverstand

Als Risikogruppenmitglied rechnet man genauer. Ein Impfschutz von 90% bedeutet, dass der eigene Risikofaktor um 90% gesenkt wird. Ein 80 jähriger hat damit aber immer noch ein viel höheres indiv. Risiko als ein Jugendlicher! (Irgendwo stand Faktor 5)

Die Wahrscheinlichkeit sich in der Öffentlichkeit anzustecken ist bei geimpften und ungeimpften btw. gleich groß. (Abhängig von Abstand, Variante, Anzahl Kranker usw.)

Das Risiko an Covid zu erkranken und ggf. zu versterben, hingegen hängt vom individiduellen Risikofaktor ab. (s.o.)

Wer nun meint, dass die mit hohem Risiko direkt ein "Syndrom" hat, hat einfach keine Ahnung und sollte als Lobbyvertreter für die Gastro, Verkauf und Veranstaltungsbranche angesehen werden.

Nur wenn die Dritte Impfung durch ist und ein Medikament da ist, kann jeder SICHER die Maske ablegen. Bis dahin hören Sie als tagessschau bitte auf, alle Risikopatienten als psychologisch "Krank" einordnen zu lassen und lassen sie solche unseriösen Meldungen.

@Shantuma 10.21 Uhr

"Man merkt klar, mit welchem Klientel man hier spricht.
Wohlsituiert, eventuell mit kleinen Garten und eigenem Haus."...

Ein hervorragender Beitrag, der mir voll aus der Seele spricht.
Seit Monaten kann man in diesem Forum eine selbstgefällige täglich schreibende "Elite" bestaunen, die anscheinend den ganzen Tag Zeit hat, den moralischen Finger zu erheben. Da wurden schon Höchststrafen gefordert, weil sich Lieschen Müller mit Max Mustermann getroffen haben, weil das ja verboten war. Das Lieschen Müller den nächsten Tag 100te Kontakte im Job hat, war ja völlig egal, irgend jemand musste den Job ja machen.
Geht mir in meinem Beruf genauso, deshalb waren die Kontaktbeschränkungen für mich von Anfang an obsolet.
Noch immer stechen die gleichen User hier täglich hervor und werden zum Teil ausfällig, man bestaune auch heute wieder die Beiträge des Users "Sausevind", der hier täglich dadurch glänzt, anderen zu erklären, wie doof sie doch sind.

Syndrom

Ich sage es einmal ehrlich und rundheraus: Ich leide selbst an diesem Cave-Syndrom. Ich fahre nach Möglichkeit nicht mit Bussen und Bahnen, weil ich nicht in einer Menschenmenge sein möchte. Ich buche mir einen Leihwagen oder fahre Fahrrad. Wenn irgendwo eine Menschenmenge jubelt oder johlt, gehe ich in die andere Richtung. Ich gehe nicht in volle Klamottenläden oder volle Fußgängerzonen. Ein Konzert werde ich so bald nicht besuchen und Urlaub mache ich höchstens weit ab vom Massentourismus.

Ausgelegt @10:39 von Sausevind

>>>Die Darstellung von Fakten und Warnung zur Vorsicht - das konnte man hier im Forum vielfach feststellen - wurde bereits als Panikmache erLEBT.>>>

Ich sehe es als "Panikmache ausgelegt" an. Eine Auslegung die verunsicherte Mitleser eventuell auch in andere Richtungen drängen sollte...... Richtung "alternative Informationen" die erst richtig Panik erzeugen können, jeh nach Sensibilität der LeserInnen.

@ Am 04. Juli 2021 um 10:46 von weingasi1

Oneirol liegt da schon richtig.

Ich habe vor Corona für Döschen Corned Beef keine 3,58 € gezahlt. (habe ich auch jetzt nicht, das sehe ich nicht ein)

Zugegeben, das ist die heftigste Teuerung, die mir aufgefallen ist.
Aber alle anderen Lebensmittel, die länger haltbar sind, haben im Preis angezogen.

Und was kann eine unschuldige Dose Ravioli für einen Mehraufwand erzeugen, der eine Preissteigerung von ca. 15% rechtfertigt?

Daß eine Kneipe, ein Friseur oder ein Kino jetzt mehr verlangen, weil sie den Laden nicht in der kalkulierten Auslastung betreiben können, ist mir klar, akzeptiere ich durchaus.

Aber ein Supermarkt, der außer Masken, Plexiglasscheiben, Desinfektionsspendern und ein paar Aufklebern und Schildern keine Mehrkosten hat?

Ängste sind immer irrational.

Nachfragerin @

Das stimmt bestimmt nicht.

Wenn mehr als 90.000 Menschen zusätzlich an Corona sterben ist das nicht irrational sonder erlebte und ertragenes leid in der Realität in unserem Land.

10:49 von Bioabfall Wenn man

10:49 von Bioabfall

Wenn man wollte, konnte man also auch positives aus der - nicht sehr angenehmen Situation - ziehen.
Das finde ich bemerkenswert. Es müssen ja nicht alle zu jeder Tages - und Nachtzeit
" gleich ticken ", aber die Vorsicht, das kümmern um die Gesundheit - auch der Anderen - der Zusammenhalt usw., all das sollte bleiben und verbessert werden.
Dann habaen doch alle " gewonnen ".

10:51 von H. Hummel

Was hier zu vielem passen würde beschreibt ...
<< .. Wikipedia einleitend unter dem Begriff "German Angst" wie folgt:
"Der Begriff Angst, der sich ähnlich wie Weltschmerz in der englischen Sprache eingebürgert hat (Germanismus), bezeichnet hier entweder eine generalisierte Angststörung, eine unbegründete diffuse Furcht oder ein nur ostentativ vorgetragenes „Leiden an der Welt“. Das auf den deutschen und niederländischen Sprachraum beschränkte Substantiv „Angst“ wurde 1844 von Søren Kierkegaard in die philosophische Diskussion eingeführt, ist also nur über die etymologische Wurzel „typisch deutsch."
Ich denke, da ist schon viel gesagt ... <<

,.,.

Tut mir leid, das läuft letztlich auf Rassismus hinaus.

Angst liegt weder in deutschen Genen, noch in der deutschen Kultur.

Angst versus angemessene Vorsicht

Ich muss zugeben, dass ich es ein wenig seltsam finde, gestern noch von Warnungen über Delta zu lesen und heute den Leuten, die das ernst genommen haben, einen pathologischen Stempel aufzudrücken. Ich bin überzeugt, dass die meisten Leute - zu gegebener Zeit - wieder in den Alltag und die Normalität zurückfinden werden. Dass das nach überstandener Seuche seine Zeit brauchen wird, finde ich wiederum auch völlig normal. Die Frage ist doch aber: ist die Pandemie tatsächlich schon vorbei? Ich finde es schön und gut, dass das Leben wieder in die Städte einzieht. Aber wenn ich die Bilder der vollen Fußballstadien sehe, muss ich mich doch fragen, ob Profitgier das Eingehen jeglicher Risiken rechtfertigt . Ich persönlich gehe niemandem aus dem Weg, trage dafür aber generell gegenüber Leuten aus anderen Haushalten eine Maske, denn ich halte das für eine angemessene Vorsichtsmaßnahme, solange die Zahlen nicht in allen Ländern sinken und man dennoch überall hin reisen darf.

@ Oneiroi

Es scheint einem so, als wenn es in der Natur des Menschen liegt, außergewöhnliche Umstände blitzartig in Profit umzuschlagen.

Es ist das gute Recht eines Gastronomen, seine Preise zu erhöhen, das muss nicht als Profitstreben denunziert werden. Wir leben ja in einem freien Markt, der am Ende für einen fairen Preis sorgt, denn die Kunden können ja frei wählen, ob sie diesen Preis akzeptieren.

Am 04. Juli 2021 um 09:43 von SiMonAu

damit getan dass sich der Gast einen Nachweis beschafft.

Im Laufe der Zeit mussten Gaststätten sehr wohl Maßnahmen umsetzen die Geld kosten

- Grössere Tischabstände: weniger.mögliche Gäste = höhere Fixkosten per Gast
__
So sehe ich das auch. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die meisten fast 6 Monate überhaupt kein Einkommen generierten, obwohl von wissenschaftl. Seite mehrfach berichtet wurde, dass von Restaurants oder kleinem EZH so gut wie keine Gefahr droht.
Wenn die Wirte nun hingehen und schlagen z.B. 10 cent aufs Bier auf oder 1,00 € auf ein Tellergericht, so finde ich das absolut ok. Wem das wehtut, der geht ohnehin kaum zum Essen in die Gastro. Ich freue mich, dass die Gastro wieder möglich ist, gönne den Betreibern den Umsatz von Herzen.
Da würde mich, wenn überhaupt, signifikante Preissteigerungen in den Supermärkten schon mehr ärgern, denn die haben eher profitiert.

schwer bis unmöglich, die eigenen Beweggründe zu erforschen?

Klärungsbedarf @
Das ist jedenfals für mich falsch.

Ich habe in meinem leben schon sehr viel Ängste gehabt und immer genau gewußt weshalb und erfolgreich dagegen gearbeitet.

Das fing beim laufen und den ersten Stürzen an und hat mit Corona nicht aufgehört.

@Eu-Schreck - Genau richtig: Respekt statt Angst

10:38 von Eu-Schreck:
"Tschernobyl hatte ich keine Panik aber Respekt. Dank meiner Eltern."

Respekt ist genau das richtige Wort!
Wir sollten den Gefahren des Lebens mit Respekt begegnen und uns dem jeweiligen Risiko entsprechend verhalten.

Nicht mehr und nicht weniger.

08:55 von Nachfragerin

irrationale Ängste
"Der Begriff [Cave-Syndrom] suggeriere zudem, dass diese Ängste oder Sorgen irrational seien."

Ängste sind immer irrational.

Ich genieße es sehr, dass Sie zu praktisch jedem Thema solche Weisheiten parat haben. Man lässt sich gerne von Ihnen die Welt erklären.

Plötzlich aber gibt es doch rationale Ängste, welche sie den ungeimpften Mitglieder der Hochrisikogruppe zugestehen.

Da fehlt mir jetzt so ein bisschen die Stringenz in der Argumentation. Aber ich bin sicher, Sie werden auch das erklären können.

10:51 H. Hummel - Psychologe statt Hausarzt

"Viele Krankheiten bedürfen nicht den Haus- oder Facharzt, sondern Psychologen in geeigneten Einrichtungen. Ebenfalls ist das Singledasein, dass Fehlen emotionalen Austausches abseits der sozialen Medien ein Faktor moderner Daseinsform ein Faktor, auch coronabedingt. Stichwort "schlicht" Einsamkeit, ein Aufschaukeln der Gedanken ohne die Möglichkeit sie beenden zu können."

Das kann man gar nicht oft genug erwähnen. Auch laut Wikipedia leiden rund 12 Millionen in Deutschland an der einen oder anderen Form einer Angststörung...

Nicht wenige ohne es zu wissen.

"Entzugstherapie"

von Bioabfall @ >>> ist es auf einmal ausreichend
Danke.

Das sehe ich auch so.

Und viel Untersuchungen haben das ja auch bestätigt.
https://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur
/nachrichten/corona-folgen-konsumstau-in-deutschland-
die-buerger-horten-milliarden/27048076.html?ticket=ST-
2181820-UMCXo20EkEKVgMeOTu0p-ap2

@leider geil, 10:32 (re @ Oneiroi)

„Sondern die still und heimlich erhöhten Preise“
—-
>> „Die Lebensmittelpreise sind nach meiner Beobachtung höchstens unwesentlich gestiegen“ <<

Auf die Situation hierzulande bezogen ist Ihre Aussage auch meiner Beobachtung nach durchaus zutreffend.

„Außerdem lösen Preissteigerungen normalerweise keine Ängste aus“

„Normalerweise“ ist allerdings relativ. Bei großen Teilen der Bevölkerung in anderen Ländern, für die das „täglich“ im Begriff „täglicher Überlebenskampf“ wortwörtlich zu verstehen ist - weil sie ohnehin schon am Rande ihrer Kräfte (oder besser gesagt: „finanziellen Möglichkeiten“) sind, leider allerdings schon.

Am 04. Juli 2021 um 10:21 von Shantuma

Man merkt klar, mit welchem Klientel man hier spricht.
Wohlsituiert, eventuell mit kleinen Garten und eigenem Haus.

Hier ist so gut wie keiner der von Hartz4 leben muss, welcher systemrelevant an der Kasse sitzen muss. Oder für Mindeslohn 200+ Kontakte als Paket-Lieferant hat, welcher erst Feierabend hat, wenn alle Pakete ausgeliefert sind.
__
Wenn weniger im Internet bestellt würde, hätten etliche dieser Paketboten überhaupt keinen Job ! Wenn jeder Bote täglich nur noch die Hälfte an Auslieferungen hätte, dann werden halt die Entbehrlichen entlassen. Logisch. Wollen Sie jetzt denjenigen, die weil es sonst kaum Möglichkeiten über Monate gab, im Internet gekauft haben, einen Vorwurf machen ? Viele Geschäfte haben u.a. nur überlebt, weil sie im Netz präsent waren.
Nochwas : woher wollen Sie wissen, dass es denen, die Haus/Garten haben finanziell immer gut geht ? Vllt haben die Schulden, nie Urlaub gemacht, gönnen sich sonst nichts. Wie immer, Neiddebatte.

>> haben Sie im März 2020

>> haben Sie im März 2020 Nachrichten
>> gesehen, Kindernachrichten(!),
Ähh, März 2020 hat (leider) noch niemand Corona richtig für voll genommen. Nur zur Erinnerung:
03/2020 wurde gerade mal die 'Diamond Princess' evakuiert, war Ischgl und die weltweite Todeszahl lag gerade mal bei 2.500. -.-
——————————
Wie bitte? Im März 2020 begann unser strengster und bester Lockdown den wir hatten. Und Sie behaupten allen Ernstes, dass im März 2020 die Tragweite der Gefährlichkeit noch nicht bekannt war?

07:37 von Nelke785

Umso wichtiger finde ich, dass junge Menschen wieder zurück zur Uni gehen können, raus aus dem Homeoffice und Möglichkeiten bekommen, ihre Angst zu bewältigen, bevor sie sich manifestiert.
#
Das sehe ich auch so,auch mein Enkel ist froh wieder die Uni besuchen zu dürfen.

09:12 von JensKwass, Angst & Freiheit.

""Eine offensichtliche Sehnsucht zur dauerhaften Sozialkontrolle - gern auch jenseits von Corona - scheint bei immer mehr Mitbürgern gewünscht die "neue Normalität""
Dieser Aussage würde ich mit einer Einschränkung zustimmen, erst bei Mitbürgern ab einem Alter von ca. 45-50 Jahren.
Nachts höre ich die Jungen feiern, viele der Alten haben am Tag die Panik.
Die Alten möchten noch in Ruhe und Lange ihren Lebensabend verbringen.
Sollen doch die Alten daheim bleiben, können die Jungen feiern, ist m.M.

Fananatiker @11:07 von tagesschlau2012

>>>Haben Sie diese Menschen vor den Sie Angst haben den schon einmal live gesehen, oder ist Ihre Angst durch Berichte entstanden die Sie in den Medien gesehen haben?>>>

Ich habe in meinem Posting dazu das Wort Angst absichtlich in "" gesetzt!
Ich finde die Radikalität und den Fanatismus besorgniserregend ggf beängstigend.... natürlich war ich auf keiner Coronademo, aber dann und wann spreche ich leider auch mit fanatisierten Menschen, und ehrlich gesagt ist deren Irrationalität, Wut u Fanatismus durchaus das Gegenteil von "beruhigend".....

@Shantuma: Ich zb lebe

@Shantuma:

Ich zb lebe momentan leider von ALG2 und muss sagen, auch ohne eigenen Garten und lebend in einer 2-Zimmer-Wohnung in einer Stadt habe ich mich in der ganzen bisherigen Pandemie-Zeit NIE eingesperrt oder Ähnliches gefühlt. Durch meine Hündin muss ich sowieso mehrfach täglich raus, und auch ohne Hund hätte ich dies getan. Maske auf, dichteres Gedränge vermeiden und Abstände generell einhalten, und gut ist. Da braucht man doch keinen eigenen Garten oder ein Eigenheim für? :-)

@Nachfragerin, 11:02 (re @draufguckerin)

„Und zu dieser hartnäckigen Legende mit den Reiserückkehrenden kann ich nur erneut darauf hinweisen, dass die meisten Infektionen im Alltag und nicht auf einer Reise stattfinden“

„Im Alltag NACH einer Reise“ wäre möglicherweise zutreffender.

Studie mit 20% geimpften 80% ungeimpft?

Schaut man genauer in die Studie, fällt auf, dass die Befragungsdaten alt sein müssen. Die USA sind im impfen schon viel weiter (47%).
Die älteren Altersgruppe waren auch noch nicht durchgeimpft. Mit diesen Ursprungsdaten hätte ich keine Statistik abgegeben bzw. eine Interpretation gewagt.

Hinweis an die nicht Statistiker: Variable n = Anzahl Personen

Received COVID-19 Vaccine: Yes (n=654); No (n=2,359)

Bei jüngeren Menschen

Bei jüngeren Menschen beobachte ich in den letzten Jahren irgendwie gefühlt generell eine Abnahme der sozialen Kompetenzen, mMn unter anderem durch die ganze Digitalisierung....es wird immer weniger "von Angesicht zu Angesicht" miteinander kommuniziert, sondern mehr "digital"...dadurch fallen Dinge wie Gestik, Mimik etc oftmals weg, und viele fühlen sich in Foren etc. auch "anonym".

Mag nur ein subjektives Empfinden sein, aber dadurch scheinen nromale soziale selbstverständliche Umgangsformen leider immer mehr zu verrohen.

Kann mir gut vorstellen, dass es soziale Ängste/Phobien dann auch leichter haben, zu entstehen, wenn es dann darum geht, sich außerhalb der eigenen "Höhle" zu bewegen, wenn nun seit 1,5 Jahren NOCH mehr der täglichen Kommunikation notgedrungen digital abläuft.

Am 04. Juli 2021 um 10:48 von Klärungsbedarf

Es ist nicht völlig von der Hand zu weisen, dass die angeblich zurück erlangten Freiheiten tatsächlich vielfach nur das Wiedererstarken von Konsumterror und Konkurrenzdruck sind.
___
Ich fühle mich weder vom Konsum terrorisiert, noch von der "Konkurrenz", was immer das sein soll erdrückt. Dass ich mir gerne etwas kaufe, hat doch wirklich nichts mit Terror zu tun !
Da finde ich den Psychterror, der teilweise in Form von Ernährungs- und/oder Verhaltensregularien viel nerviger.
__
es ist schwer bis unmöglich, die eigenen Beweggründe zu erforschen.
__
Was gibt es denn da zu erforschen ? Wenn man Lust auf Gesellschaft und keine Lust zum Kochen hat, geht man essen. Wenn man der Meinung ist, ein paar neue Sachen zu brauchen, dann kauft man sie, wenn möglich. Wir leben glücklicherweise nicht mehr so, wie früher, als es nur die Wahl gabm zwischen den Arbeitssachen und dem "Guten" Kleid zum Kirchgang.

11:13 von Kessl Es gibt in

11:13 von Kessl

Es gibt in einer Pandemie keine Normalität.
Da braucht niemand Angst verbreiten und tut das auch nicht. Es wird gewarnt - vor eine Variante, die noch ansteckender ist und jüngere Menschen gefährdet.
Und zur EM :

**In Schottland etwa lassen sich nach offiziellen Angaben knapp 2000 Corona-Fälle in Verbindung mit Spielen der EM bringen.**

**Auch Finnland berichtet von rund 300 Fans, die infiziert von der EM zurückgekehrt seien. Rund 800 Menschen seien zudem ohne Test eingereist, weil die Testkapazitäten an der Grenze nicht ausgereicht hätten. Aus Schweden kommen ähnliche Klagen. In Ungarn, wo in Budapest vor vollen Rängen gespielt wird, war nach dem Spiel der Franzosen gegen Ungarn der Fall einer positiv getesteten französischen Familie bekannt geworden.**
Quelle:
"https://www.rnd.de/gesundheit/corona-faelle-nach-em-spielen-pandemiebeschleuniger-europameisterschaft-XBDQ6SB4CFH33I3G6I2NXCET7A.html"

Wünsche allen einen schönen Nachmittag.

11:15 von teachers voice

Wenn Sie das derart radikal sehen, dann müßten Sie konsequenterweise die schwedische Regierung als "Regime" bezeichnen und über Disziplinierungsmaßnahmen (Sanktionen) nachdenken.
Freiheit ist für mich das höchste Gut in einer Demokratie und Freiheitseinschränkungen darf es nur wohlbegründet geben.
Was sind gegenwärtig eigentlich die Begründungen?
Zu Beginn, also vor gut einem Jahr, hieß es: ...dadurch die Vulnerablen schützen und so eine Überlastung der Krankenhäuser verhindern... und das finde ich nachvollziehbar, wenngleich bei jeder Maßnahme zuerst geprüft werden muß, in wie weit eine solche tatsächlich Fortschritte bringt.

re 11:02 Nachfragerin: Legenden

>>Und zu dieser hartnäckigen Legende mit den Reiserückkehrenden kann ich nur erneut darauf hinweisen, dass die meisten Infektionen im Alltag und nicht auf einer Reise stattfinden<<

Pardon, aber sind nicht gerade Sie es, die hier permanent die gleichen „hartnäckigen Legenden“ verbreitet?

Als es kaum Reisen gab, konnten dort auch kaum Infektionen stattfinden. Und logisch treten diese fast immer im „Alltag“ auf - weil man sich dort ja ständig befindet. Und natürlich gab es im Freien keine Infektionen, so lange man sich dort nicht stundenlang singend in den Armen lag. Ich erinnere nur an Ischgl usw. usw.

Im Augenblick ist die Situation aber hier eindeutig wieder so, dass die Infektionen besonders durch „ausgelassenes Feiern“ auf „Reisen“ neu eingeschleppt werden.

Natürlich in den „Alltag“ - wohin denn sonst?

@09:38 von SinnUndVerstand

Ich habe den Bericht gelesen. Da ich aus der Medizin komme und u.a. in den USA an HIV geforscht habe, habe ich unzählige Studien gelesen...im sozialen Bereich gibt es übrigens für alles irgendeine Studie und was aus den USA kommt, ist oft nicht gerade für uns in Europa relevant und die Menschen sind so vielfältig, dass es eben für jede Gruppe irgendeine Studie gibt. Ihre Argumentation zu meiner Aussage ist für mich jedenfalls nicht nachvollziehbar. Machen Sie, was Sie für richtig halten. Ich selber bin geimpft und nehme am öffentlichen Leben teil und bin froh, dass das Leben wieder zurückkommt; man merkt auch, wie sich die meisten Menschen darüber freuen....bis auf wenige eben.

11:13 von Kessl

"Nein, liebe Redaktion der Tagesschau, es ist nicht die Normalität die Angst macht. Angst wird aktiv und bewusst verbreitet von Politiker und Medien."

,.,.,

Das behaupten hier einige.

WARUM aber die Politiker dergleichen tun sollten, wird entweder überhaupt nicht begründet oder so, dass diese Politiker demnächst eine Diktatur errichten wollen und die deutschen Bürger schon mal hörig machen wollen.

Die letztgenannte Sicht ist eine ideologische.
Wer sich diese einreden lässt, sollte sich hinterfragen, ob er sich von der Hörigkeit nicht jetzt schon befreien muss.

Es sind diese EINFLÜSTERER, die die Bürger dumm machen wollen - nicht unsere Politiker.

Ein Zitat von Immanuel Kant:
"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen."

Werner1955

Ich würde das nicht als Todesängsten bezeichne sondern als Ausdruck von Empathie und Mitleid mit den Opfern, besonders wenn es auch Familienangehörige getroffen hat.
—————————-
Das ist eine andere Baustelle. Es ging um Kinder deren Todesängste auch mit aus den Medien verursacht wurden.

@ Jautaealis

„denn die gesellschaftlichen Zustände vor Corona waren am Ende doch annähernd unerträglich und im übrigen auch der entscheidende Faktor dafür, dass eine derartige Pandemie überhaupt ausbrechen konnte: mit anderen Worten ein wohltuend reinigendes Gewitter.......“

Ihre Glücksgefühle in Ehren, aber die Einschränkungen waren der Hochphase der Pandemie geschuldet.
Das aus ihrer Sicht reinigende Gewitter ist aber bald vorbei und jeder wird wieder nach seinen Vorstellungen raus in die Sonne gehen.
Und Angebot und Nachfrage zeigen, viele freuen sich auf ihr altes Leben vor Corona.

10:18 von Sausevind

«Von den Forenteilnehmern wissen Sie nämlich erst recht nichts.»

Manche (nicht all zu viele) schreiben auch hin und wieder etwas eher Privates zu ihren Lebensverhältnissen. Wie Alter, Berufstätigkeit, Hobbys & Co. Bei einigen Anderen kann man das Alter hin und wieder an einer Zahl im Pseudonym abzuleiten versuchen, so die Zahl tatsächlich das Geburtsjahr ist.

Ich mache das auch immer wieder mal so. Nicht selten kann man das in Verbindung mit dem jeweiligen Thema passend tun, ohne rum zu schwafeln. Ich finde, es hilft sehr, bei rein schriftlicher Kommunikation die Anderen etwas besser einordnen zu können. Persönlich kenne ich hier niemand, und nur einen einzigen zumindest von Fotos seiner selbst.

So auch besser ein Gefühl dafür zu entwickeln.
Warum wer so denkt und schreibt, wie wer schreibt.

Vermutlich sind die meisten hier mind. Ü-50. Ich ja auch.
Die meisten älteren Leute, die ich kenne, atmen geimpft sehr auf.
Und tun gerne wieder das, was ihnen vor Corona auch lieb war.

@11:13 von Kessl

>> wie gefährlich doch dieses Fußball sei

Erzählen Sie das doch bitte den infizierten 100 finnischen Fans. oO

@ 10:30 von Nachfragerin

Ihre Antwort lässt mich den Eindruck gewinnen, dass Sie meinen Kommentar nicht wirklich verstanden haben.

@11:25 von Wolfes74

>> Alle offiziellen Zahlen sagen aus, das für
>> Kinder so gut wie kein Gesundheitsrisiko
>> besteht. Jedenfalls nicht mehr, als bei
>> anderen vergleichbaren
>> Infektionskrankheiten

Sie merken selber, daß Sie mit Ihrem 2. Satz den 1. Satz ad absurdum führen? oO

@ 11:39

„Ich sage es einmal ehrlich und rundheraus: Ich leide selbst an diesem Cave-Syndrom. Ich fahre nach Möglichkeit nicht mit Bussen und Bahnen, weil ich nicht in einer Menschenmenge sein möchte. Ich buche mir einen Leihwagen oder fahre Fahrrad. Wenn irgendwo eine Menschenmenge jubelt oder johlt, gehe ich in die andere Richtung. Ich gehe nicht in volle Klamottenläden oder volle Fußgängerzonen. Ein Konzert werde ich so bald nicht besuchen und Urlaub mache ich höchstens weit ab vom Massentourismus.“

Respekt vor so viel Ehrlichkeit. Schränkt Sie diese Angst denn nicht so weit ein, dass sie das Gefühl haben, dagegen was machen zu müssen. Oder können Sie damit glücklich leben, ohne das Gefühl, das ein oder andere doch mal gerne machen zu wollen?

@ 10:41 von teachers voice

Natürlich soll man mit Diagnosen vorsichtig sein, und sie müssen gut begründet und an Kriterien orientiert sein.
Auf der anderen Seite ist es wichtig, dann auch klar und deutlich die Dinge zu benennen, denn das hilft Betroffenen, sich selbst besser einschätzen zu können und die richtigen Schritte einzuleiten. Als Beispiel sei hier aufgeführt, wie wichtig es war, für Traumata und Traumatisierung Begriffe und Kriterien zu finden, für Betroffene, für Behandlung und für die Gesellschaft insgesamt.

"Cave-Syndrom"

Das "Cave-Syndrom" ist eine, aber leider nur eine Folge von vielen der verordneten Maßnahmen. Von vornherein fehlte eine Abschätzung dieser Folgen und zwar nicht nur der wirtschaftlichen Folgen. Es war ein Fehler, dies unberücksichtigt zu lassen obwohl viele, und zwar auch namhafte Wissenschaftler warnten, man müsse das Gesamtbild betrachten und nicht einseitig auf die Infektionseindämmung fixiert sein und das bedeutete laut Aussagen aller politisch Verantwortlichen vor einem Jahr noch: "Schutz der Vulnerablen und dadurch Verhinderung einer Überlastung der Krankenhäuser" Es ging um die Katastrophe und Bilder wie in Bergamo waren allgegenwärtig. Es war die Rede von einer Sterblichkeit von 4% bei einer Infektion, obwohl schon damals klar war, das dies übertrieben ist.
Heute geht es um den "geordneten Rückzug". Die Menschen seien wohlmöglich überfordert, wenn man ihnen alle Freiheitsrechte unverzüglich zurückgäbe. Sie könnten zurückblickend fragen, welche Maßnahmen welchen Effekt hatten.

@ um 11:39 von Forengedöns

Ihr Verhalten ist aber eher Vernunft als Angst.
So, wie man sich auch im Straßenverkehr an die Regeln hält und eben nicht mit 100 durch eine geschlossene Ortschaft fährt. Darauf verzichte ich persönlich nicht aus Angst vor Strafe, sondern aus der Vernunft und dem Wissen heraus, dass meine Unvernunft Todesopfer zur Folge haben könnte.
Und unabhängig von Angst oder Vernunft möchte ich dafür nicht verantwortlich sein.

11:42 von Sausevind

Angst liegt weder in deutschen Genen, noch in der deutschen Kultur.
.
in den Genen wohl nicht !
in der Kultur ???
2 Weltkriege, womöglich noch Vertreibung in der Familie
oder Bekanntenkreis können eine Gesellschaft schon prägen

11:38 von bäuerchen

<< @Shantuma 10.21 Uhr

"Man merkt klar, mit welchem Klientel man hier spricht.
Wohlsituiert, eventuell mit kleinen Garten und eigenem Haus."...

Ein hervorragender Beitrag, der mir voll aus der Seele spricht. [...]
Noch immer stechen die gleichen User hier täglich hervor und werden zum Teil ausfällig, man bestaune auch heute wieder die Beiträge des Users "Sausevind", der hier täglich dadurch glänzt, anderen zu erklären, wie doof sie doch sind. <<

,.,.,

Tut mir Leid, wenn ich Sie gekränkt haben sollte.
Da Sie aber nicht sagen, womit, kann ich dazu auch keine Stellung beziehen.

Im Übrigen irren Sie sich in der Beurteilung meines Wohlstands.

Ich bin wirklich sehr arm, bleibe aber dennoch desbezüglich gleichmütig.

x

"Da wurden schon Höchststrafen gefordert, weil sich Lieschen Müller mit Max Mustermann getroffen haben, weil das ja verboten war."

,.

Wenn Sie wirklich mitlesen, wissen Sie auch, dass ich regelmäßig gegen diese Strafsucht anschreibe.

Sie verwechseln mich offenbar.

Am 04. Juli 2021 um 11:35 von Michael Meier72

Die Wahrscheinlichkeit sich in der Öffentlichkeit anzustecken ist bei geimpften und ungeimpften btw. gleich groß. (Abhängig von Abstand, Variante, Anzahl Kranker usw.)
--
Wer sagt das denn ? Würden Sie mir da bitte eine Quelle für diese, meines Wissens unzutreffenden Behauptung, geben ?

Das gute alte

Das gute alte populärwissenschaftlich geschriebene Standardwerk "Grundformen der Angst" von Fritz Riemann würde ich manchen empfehlen. Es gibt unterschiedliche Angstausrichtungen:
- vor Nähe
- vor Trennung/Distanz
- vor Veränderung
- vor Konstanz/Kontinuität.
Jeder Mensch hat sozusagen sein 'Angstprofil', das sich aus Lebenserfahrungen, Charakter etc zusammensetzt und natürlich auch verändert und entwickelt.
Am gesündesten ist, wer situationsadäquat alle vier Grundformen der Angst kennt.

um 11.02 von Nachfragerin, versteh ich nicht

"Es wäre ein sehr großer Fehler, wenn Sie ihren Kindern oder Enkeln den Kontakt zu anderen Kindern verbieten."
Wie kommen Sie auf die Idee, dass ich das vorhätte?

@ 11:08 von weingasi1

Mit Aussagen wie "ABER es wusste doch jeder, dass..." bin ich grundsätzlich vorsichtig, auch mit Blick auf unsere Geschichte der letzten 80, 90 Jahre.

@ franky10

So kommen wir nie in die alte neue Realität.

In die alte Realität will ich auch gar nicht zurück.

11:57 von vriegel

"Auch laut Wikipedia leiden rund 12 Millionen in Deutschland an der einen oder anderen Form einer Angststörung...

Nicht wenige ohne es zu wissen."

,.,.,

Genau da fängt es an:

man unterwirft sich kritiklos irgendwelchen selbsternannten Autoritäten und gibt seine eigene Urteilskraft an der Garderobe ab.

Wikipedia ist nicht der liebe Gott.

Am 04. Juli 2021 um 11:58 von Nettie

„Außerdem lösen Preissteigerungen normalerweise keine Ängste aus
__
Normalerweise“ ist allerdings relativ. Bei großen Teilen der Bevölkerung in anderen Ländern, für die das „täglich“ im Begriff „täglicher Überlebenskampf“ wortwörtlich zu verstehen ist - weil sie ohnehin schon am Rande ihrer Kräfte (oder besser gesagt: „finanziellen Möglichkeiten“) sind, leider allerdings schon.
__
Ich hatte allerdings den Eindruck, dass es in dem Bericht um DE ging.

@Rudolf238, 12:13

Sollen doch die Alten daheim bleiben, können die Jungen feiern, ist m.M.

Jaja, diesen "Vorschlag" habe ich schon oft gehört. Er ist einfach Rücksichtnahme pur, deshab so einleuchtend.
Sollen doch die Angsthasen daheim bleiben, dann können die Mutigen auf der Autobahn in der falschen Richtung fahren.

Jeder hat anders Angst

Der eine vor einer Krankheit.
Der andere vor der Einsamkeit.
Der dritte vor unsinnigen Einschränkungen.
Der nächste vor Menschenmengen.

Hier im Forum sind alle vertreten. Da gibts kein richtig oder falsch.
Es wäre hilfreich, wenn jeder die Ängste der anderen zumindest toleriert. Und seine eigenen Befindlichkeiten nicht in absolute Handlungsanweisungen und Verunglimpfungen verpackt.

Es gibt Partygänger.
Es gibt Cave-Syndrom-Belastete.
Dazwischen eine Menge Menschen, die einfach normal leben wollen.
Und es gibt ein Virus, was wir nicht mehr loswerden. Wir müssen damit leben. Jeder auf seine Weise.

um 11:27 von jautaealis

Danke für dieses deutliche und heimleuchtend klare Destillat. Pathologisieren oder Verteufeln von Maß, Vernunft oder Einkehr ist, wie es 'teachers voice' in einem Beitrag in diesem Thread bereits angedeutet hat, möglicherweise (oder für mich ganz sicher) das Signum einer Projektion eigener aggressiver Ängste vor Verlusten an Weltbild/ einem Selbstkonzept, in dem der Selbstwert nur noch am wirtschaftlichen Erfolgsnachweis festhängt wie eine Wespe im Gelee. Wenn ich lese, daß ich als
,,Verbraucher" neuerdings in aller Deutlichkeit einer Pflicht nachkommen muß, über den Bedarf hinaus zu konsumieren, damit diese träge Maschine bloß nicht zusammenbricht, ist mein Ehrgefühl mindestens so angerührt wie die Würde der Menschen in Kummer und Armut, die sich diesen stolzen Wahnsinn aus der Ferne oder direkt ansehen müssen. Daß an diesem die rasch explodierende Klimakatastrophe sehr einprägsam gekoppelt ist, wissen allein die, die der berechtigten Angst vor einer Irreparabilität nüchtern folgen.

Was für „Cave Syndrom“?

Ich kam gestern Abend am Hamburger Hauptbahnhof von 5 ruhigen Tagen an der Ostsee zurück. Der Unterschied war brutal.
Am hbf war es erwartungsgemäß laut. Alkohol floss in Mengen und in den 15 Minuten in denen ich da war, gab es zwei Schlägereien. Als ich dann in Eimsbüttel ankam war es fast identisch. Überall Menschen, alle gehetzt und gestresst und im schlimmsten Fall betrunken und vielleicht sogar aggressiv. Ich bin Mitte zwanzig und ich war sechs Jahre lang intensiv feiern. Aber ich merke wie die Ruheoasen immer kleiner werden.
Ich merke wie mich Menschenmassen unruhig werden lassen und ich merke dass ich sehr sehr wenig echte Zeit für mich finde.
Zeit in der ich allein mit mir bin, ohne etwas zu müssen oder zu sollen.
Also: nur weil man sich dem Mainstream nicht anschließen möchte und blind und feierwütig seine kostbare Energie verbrauchen möchte, hat man noch lange kein weirdes Syndrom.
Ich bin sehr glücklich darüber dass ich noch diese Verbindung zu Geist und Seele habe.

Darstellung: