Kommentare - Stabilisierung der Rentenkasse: Heil will Selbstständige einbeziehen

09. Juni 2021 - 10:32 Uhr

Wie kommt mehr Geld in die Rentenkasse? Arbeitsminister Heil will, dass auch Selbstständige künftig einzahlen. Das steht auch im Koalitionsvertrag - allerdings mit anderer Begründung. Auch die Debatte über die Rente mit 68 geht weiter.

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Kommentare

Nachdem....

manche Foristen, vermutlich in Unkenntnis, immer wieder auf Österreich verweisen, sollten sie sich genauer erkundigen. Erstaunlicherweise beklagen sich da auch die Rentner und die staatlichen ( aus den Steuereinnahmen) Zuschüsse werden immer höher.

11:12 von Kurt Meier

>>Damit das Rentensystem funktioniert, müssen alle (!) einbezahlen, auch die Selbstständigen, die Beamten, die Ärzte, die Juristen, ...<<

Das sehe ich auch so!

Doch dieses heiße Eisen wird partout nicht angefasst!

Will Heil und Co. es sich nicht mit ihrer Klientel anlegen....

Es ist schon interessant, auf was für Ideen die Politiker so kommen. "Beamte sollen auch einzahlen ...." kommt weder aus dem Mund von Heil noch aus dem von Altmaier. Die beiden sollten mal mit gutem Beispiel vorangehen und diesen Faden wieder aufnehmen. Würde man wirklich alle, auch Beamte - Pensionäre bekommen sogar Weihnachtsgeld - an diesem Solidaritätssystem beteiligen, was eigentlich keines ist und würden Politiker nicht immer mit dem Geld aus der Rentenkasse Fremdlöcher stopfen, hätten wir keinerlei Probleme. Das sich die Wiedervereinigung zumehmend deutlich in der Rentenkasse bemerkbar macht tut da sein übriges dazu.

Mehrwertsteuerbasierte Rente

Die Produktivität steigt, die Einkommen nicht im gleichen Maß. Damit kommt vom Wirtschaftswachstum nur ein Teil in den Rentenkassen an. Automatisierung, Effizienzsteigerung und höhere Produktivität sind gut und in unserem Wirtschaftssystem praktisch ein Muss. Es muss sich aber an der Rentenfinanzierung beteiligen, wenn nicht immer weniger Arbeitende immer mehr Rentner finanzieren sollen.

Wie das geht? Alles was produziert wird, wird verkauft. (Fast) alles, was verkauft wird, wird mit Mehrwertsteuer beaufschlagt. Also: Ein ordentlicher Teil der Mehrwertsteuer gehört in die Rentenkasse.

Hat außerdem den Charme, dass importierte Produkte aus Ländern, die durch Sozial- und Umweltdumping billig produzieren, hier ebenfalls für Rentenbeiträge sorgen.

um 11:29 von Louis2013

"Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will zur Stabilisierung der Rentenkassen die Selbstständigen mit einbeziehen. ("So steht es jedenfalls im Koalitionsvertrag")"

Erschreckend dabei ist vielmehr, dass Herr Heil erst nach 3,5 Jahren Koalition Heil auf die Idee gekommen ist, den Vertrag auch mal zu lesen und umzusetzen! Klingt verdammt nach Wahlkampfgetöse ohne viel Futter dahinter! Aber wer Heil überhaupt einmal näher betrachtet hat, der weiss, was dieser Mann kann und vor allem nicht kann. Als Generalsekretär war der ja schon ein Reinfall. Will er sich nun kurz vor seiner Ablösung nochmal ins Gedächtnis der Menschen bringen?

Moment

mal, Hubertus Heil, war das nicht der mit der Grundrente, möglichst ohne Bedürftigkeitsprüfung und schon nach 33 Jahren ? Auf deren Gegenginanzierung wir bis heute warten ?
Dessen Kern-Kompetenz ist Geld ausgeben, das er nicht hat.
Und jetzt will er an die Selbständigen ran, die vermutlich in der überwiegenden Mehrzahl bereits (teure) private Rentenverträge laufen haben und nun zusätzlich einzahlen sollen, und sich das vielleicht gar nicht leisten können.
Wieder so eine typische SPD-Idee, zu Lasten des freien Unternehmertums, das für Deutschland so wichtig ist.

11:19 von pro Diskussion

>>Wenn ich jetzt bis 68 arbeiten müsste, dann hätte ich 53 Jahre gearbeitet- geht`s noch ? Danke an die Politik, danke an Corona(Hilfen) mit Milliarden Ausgaben...danke für Nichts.<<

Ich hoffe/wünsche, dass sie dies mit ihrer Wählerstimme bei der kommenden Bundestagswahl berücksichtigen.

PS. Sie werden einer der wenigen Eckrenter sein (3-4%)

@11:24 von Mittelstandsunt.

>>Die Bevölkerungzahl in D. stagniert seit Jahren.<>

Das haben Sie nicht korrekt recherchiert.
Allein seit 2015 sind wir 1 Million mehr geworden.

150 Milliarden Euro an Steuerhinterziehungen.

150 Milliarden Euro pro Jahr an Steuerhinterziehungen. Jedes Jahr.
Genug Geld, um noch viel mehr Sozialstaat zu bezahlen.
Ohne auch nur eine Steuer zu erhöhen.
Ohne auch nur einen Sozialversicherungsbeitrag zu erhöhen.
Diese 150 Milliarden Euro muß man aber haben wollen.
Unsere Politiker wollen sie offensichtlich nicht und greifen viel lieber den ehrlichen Bürgern in die Taschen.
Wir sollten andere wählen.

@ 11:36 von Sdric

>> Das Rentenalter soweit hochzusetzen, dass die Menschen sterben bevor die Rente beziehen ist eine makabre "Lösung". <<

Nach dem Tod sollte das Vermächtnis in die Rentenkasse zwangseingezahlt werden :-)

Grüße, Kurt

11:14 von hessin65

«Wie machen es eigentlich andere Länder (z.B. Österreich, Skandinavien)- wann gehen die Leute hier in Rente?»

In Schweden kann man ab 60 Jahre Lebensalter in Rente gehen.
Ist das Minimum, ein festes Lebensalter als Zahl gibt es nicht.

Geht man mit 60, bekommt man dann weniger Rente, als wenn man erst mit 65 Rentner/in wird. Oder mit 68. Wie viele Schweden sich das mit 60 finanziell leisten können oder wollen, und das dann auch machen. Keine Ahnung. Möglich ist es schon.

Man kann dort als Rentner auch weiter arbeiten in Teilzeit, wenn man das mit dem Arbeitgeber abgestimmt bekommt. Die sehen es meist ungern, wenn viele Jahre Wissen, Berufs- und Lebenserfahrung gleich mit in Rente gehen, und aus dem Unternehmen auf Nimmerwiedersehen verschwinden.

Eine recht große Mehrheit der Schwede scheint mit diesem Modell auch zufrieden zu sein. Gerade wegen der hohen Flexibilität nach eigenen Wünschen und Möglichkeiten.

Geworden ist das so in kontinuierlicher Entwicklung.

Ein Krampf

Ich bin als selbstständiger nicht dazu bereit weiteres schwer verdientes Geld dem Staat zum verschwenden zuzusenden. Ich kümmere mich um meine Angestellten mit übertariflicher Bezahlung und zusätzlichen Rentenversicherungen.

Wenn das so kommt werde ich meine Mitarbeiter nach Tarif bezahlen und keine zusätzlichen Angebote unterbreiten.

Sollte der Staat erst mal bei seinen Beamten unnütze Stellen streichen und auf Sparkurs gehen.
Sprich auch einen Stop beim erweitern der Bundestagssitze einbringen.

Vernünftige und Intelligente Idee

Unternehmer sollten auch Sozialversicherung für Ihren Betrieb zahlen, was ohne eine Solche "Unternehmer -ALV-oder Rentenversicherung passiert hat man während der Covid-Pandemie bei den Kleinselbständigen (Kneipiers, Künstler, Freischaffende usw.) gesehen→ Pleite.
Unternehmer sollten 10% Mehr Abgaben Zahlen, sie haben die Löhne der Facharbeiter Gedrückt oder sogar "Billig Arbeiter" aus der halben Welt Ran gekarrt
Wann dies in Kraft tritt sollte mit allen Abgestimmt werden, sonst gibt es wiedermal Zoff von der Opposition, die werden auf jeden Fall Maulen!!

...ich würde behaupten....

Nie ging es vielen von uns so gut wie jetzt.
Doch irgendwann ist das halt vorbei.
Da müssen wir uns nichts vormachen.
NICHT nur, was die Rente betrifft...
Klima
Solidarität
WasserQuantität

whatever!

Noch etwas zu meinem Beitrag

Ich bin seit langem dafür, dass Selbstständige und Beamte in die Deutsche Rentenversicherung (DRV) einzalen müssen.
Es wäre ua. sozial!
Aber es dient auch zur eigenen Sicherheit.
Es gibt aber zu viel "verborgene Gesetze und Regeln" die kaum einer kennt, die dann im Falle einer Rentenerrechnung als Negativ-Überraschung
zu Tage kommen.
(Z.B.-in meinem Fall:
Geburts-Jahrgang, besonders ab 1960! aufwärts, oder DIE, die einen Mix aus Angestelter und Selbständiger * bestritten haben).

Diese Tricks gehören abgeschafft oder müssen dringend reformiert werden!
Auch hinsichtlich der Zahlungen als Rentner an die Krankenkassen ist einiges zu beachten!
Z.B.
....wer in der zweiten Hälfte des Arbeitslebens selbständig war, zahlt den doppelten (14,1%) KV-Beitrag.
Bei Nahtlosigkeit nur die Hälfte!
Aber wer war zur heutigen Zeit,in der zweiten Hälfte des Arbeitslebens, nicht einmal selbständig ???
Tricks über Tricks!
LG

Einnahmebasis oder Bundeszuschuss erhöhen

Deutschland gehört zu den leistungsfähigsten Volkwirtschaften. Es sollte möglich sein, eine angemessenen Rente auch bei längerer Lebenserwartung aus dem Bruttosozialprodukt zu finanzieren.
Das Grundproblem bei der gesellschaftlichen Umlage ist aber der alleinige Bezug auf Löhne/Gehälter, deren Anteil am Volkseinkommen zugunsten von Kapitaleinkommen eher zurückgeht. Also braucht man nicht reflexhaft das Eintrittsalter erhöhen, sondern entweder die Kapitalerträge in die Finanzierung einbeziehen, oder eben den jährl. Bundeszuschuss aus Steuermitteln (derzeit ca. 50Mrd reine Rentenstützung+ca.30Mrd für vers.fremde Leistungen) erhöhen. Letzteres wäre zwar immer noch besser als höheres Rentenalter, aber nicht so gerecht, wie die bloße Einbeziehung der Kapitalerträge, weil allgemeine EK-Steuern eben auch aus Arbeitseinkommen erhoben werden, für das bereits RV-Beiträge bezahlt wurden.

Ich habe während der 30 Jahre

Ich habe während der 30 Jahre meiner Selbstständigkeit eingezahlt. Als ich wegen Krankheit in Rente MUSSTE hat man mir dafür noch 10,8% abgezogen, dann hat man mir die Rente mit der Reform 2007 nochmals gekürzt und auch bei der Einführung der Rente nochmals die Hälfte gekürzt wie sich herausgestellt hat. Ich habe mehr an Beitrag gezahlt als ich je an Rente bekomme. Dafür werde ich nun wahrscheinlich (kann man ja nicht kontrollieren) bei der Grundrente nochmals bei den Verlierern sein so dass ich statt der erwarteten und auch dafür bezahlten Rente von 1800 Euro noch gerade mal 950 bekomme. Danke Deutschland!
Das allerschlimmste ist, dass andere EU-Länder die Versorgung ihrer Rentner hinbekommen, nur die Deutschen nicht. Welche Gründe hat das? Zu blöde kann ich mir ja nicht denken - und auch nicht wünschen. Es traut sich wohl keiner der beamteten Politiker an das Thema ran, sie sind ja auch gut versorgt!

Als erstens sollten ...

...die Beitragsbemessungsgrenzen abgeschafft werden.

Als zweitens sollten alle mit einem Arbeitseinkommen verpflichtet werden, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen.

Als drittens sollte der Verteidigungshaushalt und 30% zugunsten der Rentenkasse gekürzt werden.

Am 09. Juni 2021 um 11:10 von DB_EMD

Zitat: Oder glaubt der Herr Arbeitsminister etwa, all die Soloselbstständigen mit ihren Start-Ups zahlen ein? Wovon? Sollen die spärlichen Überschüsse der ersten Jahre gleich dafür aufgebraucht werden?

Ich bin selbstständig und zwangsreise rentenversichert.

Ich muss jährlich meinen ESt.-Bescheid oder meine GuV vorlegen. Danach werden die Beiträge berechnet. Bei wenig Gewinn sind die Beiträge niedrig, die spätere Rente aber auch.

Je mehr einbezogen werden, dosto besser! -richtig. Beamte auch?

Je mehr einbezogen werden, dosto besser! -richtig. Beamte auch?
Warum wird diese Frage nicht gestellt?
Ist Herrn Heil selbst seine Pension wichtiger und hätte er ggf. Sorge um seine persönliche Altersarmut, wenn auch er "nur" die gesetzliche Rente in Aussicht hätte?
Darf man das fragen?
LG

@11:47 von 2Steuerzahler

Aufgepasst! Die Beamten müssen von ihrer Pension weit überproportionale Krankenversicherungsbeiträge (PKV) entrichten!

Grüße, Kurt

Am 09. Juni 2021 um 11:12 von Kurt Meier

Zitat: Damit das Rentensystem funktioniert, müssen alle (!) einbezahlen, auch die Selbstständigen, die Beamten, die Ärzte, die Juristen, ...

Ärzte und Juristen sind nicht grundsätzlich von der Rentenversicherung befreit.

Neue Beitragszahler könnten das System stabilisieren

Mehr Beitragszahler wie z.B. Beamte und Selbständige könnten das System tatsächlich für die beiden nächsten Jahrzehnte etwas stabilisieren. Nach 2040 entspannt sich die Lage wieder, die Baby-Boomer Welle flacht dann nach und nach ab, und die Schieflage wäre überwunden.

Das Umlagesystem ist meiner Meinung auch für künftige Generationen ein wichtiger Baustein für die Altersvorsorge, das sollte man nicht unüberlegt schlechtreden.

Für diejenigen, die nach Österreich schielen: die Österreicher zahlen für höhere Renten auch deutlich höhere Beiträge, nämlich 22,8% vom Bruttolohn, und nicht nur 18,6% wie derzeit bei uns. Das Prinzip (Umlagesystem) ist dasselbe.

@sangsisu, 11.51 Uhr - Rente abhängig von Lebenserwartung

"Rente von Lebenserwartung abhängig machen"

Oh je oh je, ich höre jetzt schon den Sturm der Entrüstung: Frauen leben 5 Jahre länger als Männer...

Na, wie wär's? Man könnte ja einen fairen Kompromiss finden: Frauen arbeiten 2,5 Jahre länger als Männer. Dann haben sie trotzdem 2,5 Jahre mehr was von der Rente als Männer. Hmm.... der "Gender Gap" würde auch kleiner, wenn die Damen länger Zeit haben, Rentenpunkte zu ergattern...

Hey, Sie haben die Lösung gefunden!

- Satire aus - (Muss man für manche ja deutlich als Solches kennzeichnen)

Altertümliche Wegelagerei und unausgereifte Schnapsidee

Ok. Mal angenommen, alle Selbständige zahlen ein, können aber die Mindestbeitragsdauer von 40 Jahren, um ohne Kürzung Rente beziehen zu können, nicht mehr schaffen. Was dann?

Solange die Bezugsvoraussetzungen der staatlichen Rente abhängig von der Dauer der Einzahlung und nicht vom eingezahlten Betrag abhängig ist, ist die Idee schlicht Verfassungswidrig.

Die Autoren dieser Idee verdonnern selbständige Menschen zu Zahlungen (nehmen etwas) ohne sachlich belegbaren Gegenwert, im Volksmund auch bekannt als "Raub".

Die Mär, dass alle Selbständige Porsche fahren würde und sowieso viel Geld besäßen, also super reich wären, ist schlicht eine Mär. Wir müssen froh sein, dass diese Menschen keine Transferleistungen empfangen und für sich selbst sorgen.

Ich schlage mal vor, die EU Gelder zu kürzen bis Italien und Konsorten Ihre Renten reformiert haben, mit dem gesparten Geld könnte man prima arbeiten denn warum sollen Deutsche (ja; Ich bin hier mal national) die Renten anderer Bezahlen?

Beamte sollen mit einbezahlen.

Und nicht aufgepasst : Von der Pension muss der Beamte noch die privaten Krankenversicherungsbeiträge bezahlen. Warum ???? Die gesetzlichen Krankenversicherungen nehmen auch Beamte auf. Dann geht aber nix mehr mit Privat Patient , Chefarzt , Einzelzimmer etc...……….. !

Gleiches Recht für Alle

Als allererstes sollten alle Entscheider selbst von ihren Entscheidungen betroffen sein. Ich bin überzeugt, dass diverse Entscheidungen anders gefällt würden, wenn die Entscheider selbst betroffen wären. Warum Beamte nicht genau wie Arbeiter und Angestellte behandelt werden, ist mir völlig schleierhaft. Neben der Höhe der Pension sind auch die Regelungen bei Krankheit, Dienstunfähigkeit/Erwerbsunfähigkeit so unterschiedlich, dass ist einfach nicht zu erklären. Auch Selbstständige, Professoren, Landtags-&BundespolitikerVorstände von AGs( die sind völlig von allen Sozialversicherungen ausgenommen), Anwälte, Landwirte, also Berufsgruppen mit eigenen Pensionswerken, sollten einzahlen und nach gleichen Regeln auch Rente erhalten. Zusätzlich sollte man, wenn es das Gehalt hergibt, selbst vorsorgen. Dafür müssen aber die Löhne in vielen Niedriglohnberufen steigen. Aktuell wird einfach zu wenig Geld durch Arbeit und zu viel Geld durch Geld verdient.

Beamte sollen mit einbezahlen.

Und nicht aufgepasst : Von der Pension muss der Beamte noch die privaten Krankenversicherungsbeiträge bezahlen. Warum ???? Die gesetzlichen Krankenversicherungen nehmen auch Beamte auf. Dann geht aber nix mehr mit Privat Patient , Chefarzt , Einzelzimmer etc...……….. !

Selbstständige? Was ist mit den Besserverdienenden?

Wir leben in einer Solidargemeinschaft. Richtig, dass die Selbstständigen auch ins Rentensystem gehören, aber bitte auch die anderen, die sich im Laufe der letzten Jahre aus unserem Rentensystem ausgeklinkt haben. Und das sind ausgerechnet die Besserverdienenden. Beamt*innen, Richter*innen, Soldat*innen, Politiker*innen, Ärzt*innen, Apotheker*innen ... die Liste ist lang. Zudem ist es nicht verständlich, dass die Rente bei der Einzahlung gedeckelt ist. Die Beitragsbemessungsgrenze sollte überdacht werden. Und wenn alle wieder schön einzahlen können wir auch alle mit 62 steuerfrei in Rente gehen. Ist eigentlich nicht so schwer, wurde schon mehrfach berechnet. Bspw. von DIE LINKE. Sollte man, bevor man im September sein Kreuz macht vielleicht mal dran denken.

Linke-Chefin Susanne...

...Hennig-Wellsow etwa sprach von einem "asozialen Oberhammer". Wenn das schon ein asozialer Oberhammer ist, was ist dann bitteschön die Tatsache, dass sämtliche Beamtenpensionen mitfinanziert werden müssen, ohne das die Beamten wiederum auch nur einen Cent einzahlen? Bei Durchschnitts-Pensionen von 2600€. DAS kann nicht funktionieren.

10:53, Der freundliche...

>>Debatte über Rente ab 68...
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will zur Stabilisierung der Rentenkassen die Selbstständigen mit einbeziehen.

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Nur Selbständige ? Aus welchen Topf werden eigendlich Pensionen finanziert ?<<

Aus dem Steuertopf.

Also aus demselben Topf, aus dem auch die Gehälter bezahlt werden.

Sollten Beamte von ihrem Gehalt in die Rentenkasse einzahlen, dann würden sie automatisch auch einen Rentenanspruch aus eben dieser Kasse erwerben.

Ein Nullsummenspiel. So ändert man an dem Problem gar nichts.

Zu spät und nicht weit genug...

...greift Herrn Heils Vorschlag bezüglich der Einzahler. Warum nur Selbstständige und Angestellte, warum nicht auch unsere Beamten. Von den 107 Mrd. Euro die der Bund alleine in diesem Jahr zuschießen muss um die Renten zu finanzieren geht doch bestimmt fast die Hälfte an unsere Beamten im Ruhestand.
Doch diesen Gedanken aufzugreifen und in ein neues Rentenkonzept einzubinden traut sich weder CDU/CSU noch SPD weil es könnte ja Stimmen bei der nächsten Wahl kosten und der Großteil unserer Parlamentarier in Berlin wäre dann ja auch selbst betroffen. Ganz nach dem Motto: Nö, so lieber nicht, Solidargemeinschaft ja, aber ohne uns!

@Meier, 11:01 Uhr

Wenn sich das Lebensalter und damit die Bezugsdauer der Rente erhöht, muss dies zwangsläufig auch eine Erhöhung der Lebensalterszeit zur Folge haben. Dabei ist die rückläufige Zahl an Arbeitnehmer (demografischer Faktor) noch gar nicht berücksichtigt. Die wirtschaftliche Entwicklung in Ländern wie Frankreich zeigt, dass die dortigen Regierungen es versäumt haben, dringend notwendige Reformprozesse auf den Weg zu bringen. Deutschland hat die Weichen dafür gestellt. Leider hat man sich den Luxus der abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte geleistet. Die Kosten dafür waren dramatisch höher, als prognostiziert. Nicht nur der Dachdecker, auch der Bankdirektor kam in den Genuss dieser Wohltat. Rentner haben weniger Geld in der Tasche - kein Argument, die Inlandsnachfrage durch einen früheren Renteneintritt zu erhöhen. Machen wir uns nichts vor: Demografischer Faktor und höhere Lebenserwartung erfordern längere Lebensarbeitszeit. Leider!

Rente muss thematisiert werden

In wenigen Monaten gehe ich in Rente und erhalte dann ca. 54% Netto von meiner bisherigen Vergütung (100%) - nur duch die betriebl. Altersversorgung ergeben sich insgesamt ca 70% Netto.

Anstatt über die Erhöhung des Renteneintrittsalters zu diskurtieren sollte man über die Finanzierung nachdenken.

Wie sähe es aus wenn alle Zuschüsse zu Riester und Co in die gesetzl. Rentenversicherung einfließen würden? Alleine hierdurch würde wohl merklich mehr Geld einfließen, nur die Versicherungen hätten dann weniger Gewinn.
Das Bruttosozialprodukt steigt und steigt: Warum werden nicht Sozialversicherungsbeiträge von Gewinnen bei Unternehmen abgeführt, die für die Mitarbeiter geleisteten SV-Beiträge müssten dann verrechnet werden, damit Unternehmen mit vielen Mitarbeiter keine Nachteile gegenüber z.B. Amazon und Co. haben.
Vielleicht sollte man mal in anderen Ländern schauen.

Es ist eine Schande, dass das Thema Rente von den Parteien nicht angegangen wird.

11:57 von frosthorn

Vielen Dank! Wobei ich eigentlich hoffe, dass Sie kein "Exot" sind und noch mehr Menschen so denken wie Sie.

Am 09. Juni 2021 um 11:44 von kurtimwald

Zitat: Wenn Selbstständige pleite gehen oder berufsunfähig werden, bekommen sie Arbeitslosengeld, Krankenbehandlungen und Hilfe zum Lebensunterhalt genau aus den Sozialsystemen, die bislang nur von wenigen Arbeitnehmern gefüllt werden.

Mit Ausnahm von Hatz IV bekommen Selbstständige nur etwas aus Sozialsystemen, in die sie eingezahlt habe.

Ich bin als Selbstständiger freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse und zahle doppelte Beiträge. Deshalb habe ich auch Anspruch auf Krankenversicherungsleistungen. Würde ich nicht einzahlen, bekäme ich auch nichts.

Politik fordert Volkssolidarität ein Rente ein

Diesmal sollen die Selbstständigen zur Kasse gebeten werden.

Doch eine Kaste der Politiker & Beamten
sollen weiterhin keine Eigenvorsorge betreiben.

Wo das ganze hinführt sieht man bei der Bahn.
Lokführer Beamtet EVG und pensionslose
Angestellte mindest berentete Lokführer der GDL bei gleicher Tätigkeit.

@Meier, 11:10 Uhr

Nicht jedem ist es vergönnt, sein Geld mit einer Arbeit zu verdienen, die ihn fordert und die ihm Spaß macht. Ich weiß nicht, welche Art von Arbeit Sie verrichten. wenn Sie aber von "Maloche" sprechen, dann ist dies erschreckend. Arbeit kann idealerweise auch ein Stück Erfüllung sein, man knüpft soziale Kontakte und die geistigen Anlagen bleiben im Aktivmodus. Nicht weniger würden gerne länger arbeiten, weil ihnen die Arbeit tatsächlich auch Spaß macht. Schade, wenn man sich "malochend" durch sein Arbeitsleben quälen muss.

11:49 von karlheinzfaltermeier

«Wie immer wird gefordert, daß "alle" in die Rentenkasse einzahlen, aber es wird kein Wort darüber verloren, wer und wieviel Anspruch auf Rente erworben wird. Wieviel Rente wird dann ein Optiker oder Apotheker oder Arzt erhalten? Zählt Studium oder Ausbildung oder Mindestforderungen von schulischen Leistungen? Wie immer werden diese Fragen weder gestellt und auch nie beantwortet.»

Das ist die schwierigstge Frage aller schwierigen Fragen.

Nie im Leben wird der bspw. heute 40-jährige Selbständige eine Anwartschaft auf eine auskömmloche Rete aus der GRV erwerben, müsste er auch bspsw. ab dem 01.01.2022 Pflichtbeiträge einzahlen. So viel kann er gar nicht verdienen und einzahlen.

Ärzte + mehrere andere Berufsfelder haben ja "Standeskassen" ("Versorgungswerke"). Haben sie daraus schon mal Teilansprüche erworben. Dieses Geld wäre nicht verschütt, würden sie ab Tag (x) verflichtend in der GRV sein müssen.

Muss alles mit Jahrzehnten von Übergangszeit sein.
Heute zu morgen geht gar nix.

Ach übrigens...

... es ist ne Kürzung, den schon heute machen die wenigsten bis 65. Wie gesagt, wenn das ganze funktionieren soll, müssen alle einzahlen. Momentan zahlen Beamte, Ärzte etc. nichts ein und beziehen mehr als das doppelte wie der durchschnittsmalocher. Kann man sich um kopf und Kragen quatschen, es-geht-nicht-auf!

Es ist doch wohl...

... allgemein bekannt, daß die Rentenversicherer mit den eingezahlten Geldern sehr großzügig umgehen. Viele teure Maßnahmen wie z.B. "Kuren" sind zum großen Teil "rausgeschmissenes Geld", da sie mehr als Urlaub denn als Stärkung der Gesundheit von den Begünstigten (oft dieselben !) genossen werden. Selbstverständlich gibt es sehr viele Erwerbstätige, welche eine Kur dringend benötigen, doch die haben meist keine Zeit dafür, weil sie daheim nicht entbehrlich sind. Die Frühverrentungen kosten ebenfalls viel Geld - und ich habe den Eindruck gewonnen, daß konjunkturelle Gründe dabei oft wichtiger sind als gesundheitliche. Die "Pille" und eine Unzahl an Abtreibungen hat die Altersstruktur in unserem Land sehr zum Nachteil verändert - es wird seit Jahren krampfhaft und vergebens versucht, die Lücken mit Menschen aus fremden Ländern aufzufüllen, für die aber meist keine geeigneten Arbeitsplätze vorhanden sind. Ich bin 78 und arbeite immer noch - weil es mir meistens Freude macht.

Wie sieht das Problem in 25 Jahren aus?

Ja, die liebe Rente. Es gibt wirklich Reformbedarf, aber grundlegend, nicht nur ein bisschen Kosmetik hier und da. Da stimme ich anderen Kommentierenden hier zu: man muss über allereden, die nicht im jetzigen System sind, Selbstständige aber auch eben Beamte oder andere Gruppen.
Im Gegensatz zu einigen Kommentaren hier stimme ich allerdings nicht zwangsläufig der Kritik an Herrn Heils Vorschlag zu, dass der jetzige Einzahler ja künfig auch Leistungsbezieher ist und es von daher für die Kasse unterm Strich nichts bringt. Die Frage ist nämlich WANN ein- und ausgezahlt wird. Das jetzige Ungleichgewicht ist den geburtenstarken Jahrgängen "geschuldet". Aber wie sieht DE's Alterspyramide in 25 Jahren aus und das Verhältnis zwischen Einzahlenden und Beziehern? Also ich kann mir schon vorstellen, dass wenn man eine neue Generation von Selbstständigen jetzt einzahlen lässt, es dazu beiträgt heute eine Lücke zu schliessen ohne zwangsläufig morgen eine aufzureissen. Cashflow management eben.

Cool.das Schneeballsystem

Cool.das Schneeballsystem läuft sich mangels Arbeit tot.
Schwupps sucht man neue Einzahler. Und wenn die dann aus dem Topf was wollen? Wen kassieren wir dann ab? Freiberufler und Künstler? Transitreisende?

Es gibt nur eine Lösung. Wir müssen den Arbeitgeberanteil,gemäß der Produktivität, steigern.
So dass ein Arbeiter mit seiner Maschine wieder einen Rentner bezahlen kann. 7/1 bzw 3/1 war mal der Schlüssel. Jetzt ist gefühlt 1/5.

Hubertus Heil will viel, täglich mehr ...

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will zur Stabilisierung der Rentenkassen die Selbstständigen mit einbeziehen. "Je mehr einzahlen, desto besser für die Stabilität der Rentenkasse", sagte der SPD-Politiker im ARD-Morgenmagazin.

Und was ist mit den Pensionsanwärtern und Empfängern?
Den Unterschieden in der gesamten Versorgung zwischen Rentnern und Pensionsempfängern?
Alle Ansprüche, gerade auch die Pensionen müssen ja in Zukunft erwirtschaftet werden.

Das geht am Besten und nachhaltig mit einer prosperierenden Wirtschaft, mit motivierten gut ausgebildeten Menschen, mit Wissenschaft, Forschung, Technik, soliden Finanzen, Effektivität, Beachtung des ökonomischen Prinzips, und ganz sicher nicht mit grenzenlosen Schulden im Übermaß.

Aus Einzahlungen entstehen Ansprüche, was dadurch alleine stabiler werden soll sollte BM Heil noch vorrechnen.

Weniger Abgeordnete, weniger Bürokratie in Bund und Ländern wäre ein stabiler Anfang für eine gute Zukunft. Es gibt viel zu tun!

Ach,

man muss nur kreative Lösungen zwischen Ministerien herbeisuchen.
z.B Rentenkürzung um 20% für dieses Jahrzehnt, die Differenz wird in Sachmitteln staatlicher Wahl (z.B Schutzmasken zum Einkaufspreis von 9.9Euro, Besichtigung der Gorch Fock ab Oktober (Eintrittspreis 400 Euro) etc....) erstattet.

11:13, Bernd Kevesligeti

>>In dem Artikel meldet sich auch der Wirtschaftswissenschaftler Raffelhüschen zu Wort. Ehemaliges Mitglied der Rürup-Kommission (2002).
Laut Wikipedia hält er mit Genehmigung der Universität Freiburg
Aufsichtsratspositionen bei der ERGO-Versicherungsgruppe. Er sagt "in Deutschland gäbe es keine Altersarmut, daß sei irrelevant".
Er tritt für ein Kapitalbasiertes Rentensystem ein. Natürlich, die Versicherungswirtschaft würde davon profitieren (Ergänzungsprodukte<<

Herr Raffelhüschen ist auch Gründungsmitglied der sogenannten Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, einer Propagandaorganisation der Metallarbeitgeber aus der Hochzeit des Neoliberalismus. Er und Hans Werner Sinn waren in den 90ern und frühen 2000ern sehr prominent und bestimmten den Diskurs in der Bundesrepublik. Auch mithilfe des Spiegels, der sich damals vom Sturmgeschütz der Demokratie zum Sturmgeschütz des Großkapitals wandelte und mindestens eine Leser, nämlich mich, verlor. An denen kam kein Kanzler vorbei.

@Meier, 11:25 Uhr

Sie sind gerade mal 44 Jahre alt, bezeichnen sich als "kaputt" und Ihre Arbeit als "Maloche".
Es gibt Tätigkeiten, die hohen Verschleißtatbeständen unterliegen - an Körper und Geist. Vielleicht sollten Sie aber auch versuchen, Ihrer Arbeit -und damit einem wichtigen Teil Ihres Lebens - einen Sinn zu geben und sie eben nicht als qualvolle Zeitverschwendung abtun. Arbeit kann tatsächlich krank machen - ich hoffe nicht, dass Sie zu dieser Gruppe Mensch gehören.

Stabilisierung Rentenkassen

Die Einbeziehung der Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung wird im aktuellen Vorschlag von Arbeitsminister Heil und der Expertenkommission des Wirtschaftsministeriums leider nicht erwähnt. Dabei wäre ein solcher Schritt schon längst überfällig und würde die Finanzierung des Rentensystems entscheidend sichern.
Ein Normalbürger hat sicher keine Vorstellung über die Höhe der Beamtenpensionen, vor allem im gehobenen und höheren Dienst. Diese liegt weit über dem Niveau der gesetzlichen Rentenversicherung.
Es stellt sich die Frage, weshalb in einer Art stiller Übereinkunft zwischen Politik, Medien und "Experten" die Einbeziehung der Beamten in die gesetzliche Rente nicht thematistiert wird. Hierzu gibt es nur eine Antwort: Wenn der Teich trocken gelegt werden soll, darf mann die Frösche nicht fragen.

10:49 von Der freundliche... Debatte über Rente ab 68...

Das Thema Rente könnte eines der Wahlkampfthemen im Vorfeld der Bundestagswahl werden.

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Das hoffe ich doch sehr...
Und zwar nicht könnte, sondern muß !
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Da bin ich ganz bei Ihnen. Es wird mit Sicherheit ein Thema für Die Linke werden.

Warum wird denn nicht auch

Warum wird denn nicht auch ein großer Teil der Rente in D nur von der Steuer finanziert wie in den Niederlanden, anstatt für alles mögliche Geld auszugeben für die EU und auch für Länder außerhalb der EU, die uns eigentlich gar nichts angehen.
In den Niederlanden ist ja auf 3 Säulen die Rente gebaut, 1. großer Teil steuerfinanziert, 2. Teil Arbeitnehmer und Arbeitgeber bezahlen je die Hälfte der Beiträge,
3. Teil Betriebsrente die abgesichert ist bei einem Konkurs.

Wenn ein Arbeitnehmer ein normales Arbeitsleben absolviert, kann er mit ca. fast 75 Prozent Rente von seinem Einkommen rechnen.
Außerdem würden viele Kosten bei den Rentnern, die auch der Staat begleichen muß, wegfallen, wenn mal die Rente ähnlich dem niederländischen Modell auch bei uns geschaffen würde wie Wohngeld, Aufstockung zum Lebensunterhalt etc..

@ 11:50 von DB_EMD

Ja, ich bin einverstanden!

Grüße, Kurt

Kommentare zur Rente

Mal ehrlich, was nützt das was wir hier schreiben? Schreibe ich wir müssen die Gesellschaft wieder vom Kopf auf die Füße stellen, werde ich von 60% aller als Roter Unhold niedergeschrien, 30 % sagen sich naja hat nicht unrecht, und 10 % stimmen voll zu, sagen sich aber wir sind eh zu wenig. Und wir alle hängen doch an unseren kleinen und größeren Vorteilen und sagen uns wenn's die anderen trifft tut es mir nicht weh. Einfach gesagt, "Was stört das die neoliberale Eliteneiche, wenn das Volksschwein sich an der Rinde kratzt".
In diesem Sinne lasst uns den Frust herausschreien, hilft zwar nicht, aber erleichtert. MfG

Rentensystem muss fortgeschrieben werden

Wir brauchen zur Stabilisierung der Rentenkassen gut bezahlte und qualifizierte Arbeitskräfte, aber auch solche in den Niedriglohnbereichen, weshalb die (qualifizierte) Zuwanderung auch für den Arbeits- und damit Rentenmarkt von großer Bedeutung ist. Zugleich sollten auch Beitragszahler aus anderen Bereichen (Selbständige) in die Rentenkasse einzahlen. Wer freiwillig Zahlungen leistet erhält eine vergleichsweise hohe Verzinsung von ca. 2%. Ganz so schlecht, wie es dargestellt wird, scheint es um unsere Renten nicht bestellt. Kostspielige und kaum schwer zu begründende Sonderleistungen wie die abschlagsfreie Rente für besonders langjährige Versicherte, haben sich als teurer Flop erwiesen. Man hätte sich besser an die ursprüngliche Maßgabe gehalten, Berufszweige wie Dachdecker, Bauarbeiter u.ä. , die besonders hohem physischem/psychischem Verschleiß unterliegen, zu schützen.

Rentenzuschuss aus dem Bundeshaushalt

Viele Rentenleistumgen sind keine durch Beiträge erworbene Leistungen. Z.B die Mütterrente, die Grundrente, die Rentenansprüche für Rentner aus der ehemaligen DDR. Ich will diese Leistungen nicht wegdiskutieren. Sie sind oft richtig und wichtig. Auch sie zusammen mit der Rente auszuzahlen, ist bestimmt eine Vereinfachung. Aber den Bundeszuschuss, der zu einem sehr großen Teil solche Leistungen abdeckt, als "Zuschuss" zu "normalen" Rentenzahlungen hinzustellen ist falsch.
Zu allererst sollten die schlauen Professoren und Beamte, die die Rentenänderungen vorschlagen, selbst von den Änderungen betroffen sein. Das spart eine Menge Geld bei den Pensionen. Professoren, Beamte und Politiker sind zu den Bedingungen des normalen Rentensystems deutlich günstiger zu berenten. Die hohe Rate von Dienstunfähigkeiten und die Höhe solcher Bezüge würde schlagartig sinken, wenn die Bedingungen der Erwerbsunfähigkeit angewendet würden.

@ 11:51 von Sangsisu

Sie treffen den Punkt genau: Das Renteneintrittsalter kann nicht für Büroangestellte genauso hoch sein wie für Schwerstarbeiter! Das muss gestaffelt sein. Alle über einen Kamm scheren mit 68 Beitragsjahren ist eine Frechheit!

Grüße, Kurt

@Kurt Meier 11.12 Uhr

Selbstständige und Beamte belasten nicht das Rentensystem, da beide Gruppen keinen Anspruch aus der Rente haben.

Der Selbstständige muss selber vorsorgen und tut er das nicht ausreichend erhält er später ergänzend Grundsicherung.

Bei Beamten ist es so, dass diese ein niedrigeres Bruttogehalt haben und der Dienstherr den eingesparten Bruttolohn anlegen muss, um die Pensionen zu zahlen. So oder so sind es öffentliche Gelder (Gebühren/Steuern), aus denen Beamte finanziert werden.

Wenn Beamte Rente bekommen würden, müsste der Dienstherr entsprechend ein höheres Brutto zahlen, damit die Beiträge an die Rentenkasse gezahlt werden können. Diese Beiträge kämen damit ja auch überwiegend steuerfinanziert. Da Beamte sowieso rein vom Staat finanziert werden, ist es völlig welches Modell gewählt wird.

11:01 von Margitt.

Es wäre auch eine Möglichkeit die Beitragsbemessungsgrenzen deutlich anzuheben.

@ 11:53 von DB_EMD

Genau! Das hat auch R.D. Precht schon mehrmals in Interviews erklärt.

Grüße, Kurt

Entschuldigung

Denkt da auch jemand mal drüber nach, dass die Leute zwar älter werden, aber deswegen nicht automatisch fitter sind. Viele können in dem Alter schon nicht mehr all das machen, was sie gerne würden. Und nach vielen Jahren Arbeit, hat man doch auch mal ein Anrecht darauf die Füße hoch zu legen und die Prio von Arbeit auf Familie, Erholung und Lebensträume zu legen.
Wer sich dann noch im Alter was dazu verdienen will sollte das dürfen, aber nicht müssen.

Internationaler Vergleich!

Wo bleibt der Vergleich mit anderen Industrienationen, zumindest aber mit den anderen europäischen Ländern?
Nach wieviel Jahren der Arbeit gehen die Franzosen, Italiener, Griechen, Schweden... abzugsfrei in Rente?
Wieviel Prozent des Nettolohns bekommen die Rentner dann?
Es macht doch einfach keinen Sinn, in einem EU- Land immer länger und mehr für immer weniger Gehalt arbeiten zu lassen, während in anderen Ländern der Sozialstaat viel üppiger ausgebaut ist. Wer zahlt das am Ende?
Wir brauchen dringend einen Angleich der Steuer- Wirtschafts- und Sozialsysteme in Europa. Dem deutschen Arbeitnehmer soll es recht sein: Wie die französischen Eisenbahner mit 54 J. abzugsfrei in Rente gehen bei 75% des letzten Nettolohns.... Macron wollte es ändern und ist grandios gescheitert. Darüber wurde nicht berichtet.
Eigentlich hätte es eine solche Angleichung VOR der Einführung einer gemeinsamen Währung geben MÜSSEN, aber die Franzosen haben sich durchgesetzt.

@ 11:54 von nohau61

Was Sie schildern, ist eine Schweinerei! Bei mir ist es ähnlich...

Grüße, Kurt

@ 11:59 von Erleuchtung

Zum Glück haben wir ein umlagefinanziertes Rentensystem und keines, das nach dem Schneeballprinzip funktioniert.

Sicherlich unterliegt das Umlagesystem gewissen Schwankungen durch demographische Entwicklungen, aber diese lassen sich mittels Stellschrauben zumindest ausgleichen.

Sehr guter Vorschlag

Endlich mal ein guter Vorschlag von einem "sozialen" Politiker! Doch warum zählt er sich selbst nicht dazu? Sämtliche Politiker in Deutschland sind neben ihrer Parlamentarischen Tätigkeit noch "Selbst ständisch" tätig und sollten mit all ihren "Einnahmen aus allen Quellen" mit in die Rentenkasse einbezahlen! Sollten sie erwischt werden, dass sie ihre Einnahmen falsch angegeben oder gar nicht angegeben sollten sie mit dem dreifachen Steuersatz bestraft werden, werden der Rentenkasse und uns allen zu gute kommt. Das wäre doch ein echte soziale Idee oder nicht? Meine Frage gilt auch für alle Politikern des Bundestages!

Debatte über Rente ab 68

Dass Hr. Heil das krasse Missverhältnis zwischen Beitragszahlung und Pensionsansprüchen bei Beamten nicht erwähnt, entspricht der Logik eines Politikers, erst recht, wenn er ein SPD-Parteibuch hat.

SPD will über die Rente reden?

Scholz legt sein Geld fürs Alter auf einem Girokonto an.... Was für ein Vorbild für alle, die für ihr Alter vorsorgen möchten!! Es scheint ihm und der SPD nichts auszumachen, dass in den Schulen das Thema Finanzen, Steuern oder Rente nicht vorkommt (Wie auch, Beamte kennen sich da nicht aus)

Wieso kann die Regierung nicht mal den Blick nach Schweden schweifen lassen, wo es mehr Rente gibt und das Geld der Bevölkerung erfolgreich an der Börse angelegt wird!

Ich habe inzwischen ein Probedeopt und wurstel mich in die Materie ETF etc ein - auch um meinen Kindern das Thema näher zu bringen... ich hätte mir von einem Finanzminister mehr Durchblick gewünscht...

Ich bin Selbstständiger...

... & bezahle dennoch freiwillig in die gesetzlichen Versicherungen ein! Warum sollte ich mich auch aus dem Solidaritätsprinzip komplett verabschieden? Das leuchtet mir schlicht nicht ein, warum es bestimmten Personengruppen vorbehalten sein soll, Extrawürste braten zu dürfen. Das ist mit meinem Ideal von Fraternitè schlicht nicht zu vereinbaren.

Daher möchte ich ausdrücklich an dieser Stelle alle selbstständigen Kollegen und Kolleginnen dazu ermuntern, auch den Schritt in die gesetzlichen Versicherungen zu gehen.

Und wenn jemand auf seine/ihre "Extrawurst" beharren möchte, so kann er/sie über den Umfang der gesetzlichen Versicherungen hinaus sich auch noch privat zusätzlich versichern. Das machen wir doch in vielen anderen Bereichen auch so, dass wir uns "zusätzlich" versichern, siehe Haftpflicht, Hausrat, Unwetter, Reiserücktrittsversicherung u.v.m. Warum soll das Prinzip bei den gesetzlichen Versicherungen nicht auch funktionieren?

Und am besten auch die Beamten ins Boot holen!

09. Juni 2021 um 12:13 von Sparer

Allein seit 2015 sind wir 1 Million mehr geworden.
Wenn sie sich damit auf die Fluchtbewegung dieser Zeit beziehen, dann ist es schlichtweg gelogen. So oft wird in Deutschland nicht gezählt. Eingebürgert wurden die Menschen auch nicht (wenn dann nur ein Minimum). Und ob die Menschen Anrecht auf Rente haben wage ich zu bezweifeln. Wenn man dann Arbeitserlaubnisse geben würden, dann könnten die Menschen auch etwas in die Sozialkassen einzahlen statt sie finanzieren zu müssen.

@ihrefeld: Ganz einfach:

Beamte zahlen durch Vorwegabzug vom Gehalt (vor Versteuerung) in die Pensionskasse ein (seit des Alten Fritzens Zeiten), und der Arbeitgeber Staat seinen Anteil. - Reicht das, oder sollen Beamte (ich meine Berufsbeamte) doppelt zahlen? - Politische Beamte haben sich seit ein paar Jahren eigene Regeln dazu geschaffen. -

11:57 von frosthorn

«Ich weiß, mit dieser Einstellung bin ich ein Exot.
Ich musste das trotzdem mal loswerden.»

So sehr Exot sind Sie gar nicht.
So wenige sind es nicht, die so denken wie Sie.

Mit Ihren Betrachtungen zur Beitragsbemessungsgrenze sagen Sie nur das, was in anderen Ländern gar keine Diskussion mit sich bringt. Die BBG ist auch ungerecht zuungunsten der weniger gut Verdienenden. Warum man sich das mal so ausgedacht hat in Deutschland, und dann nie geändert. Keine Ahnung.

In der Schweiz gibt es die nicht. Und in Japan auch nicht.
Ist in beiden Ländern gesellschaftlicher Konsens.
Ohne dass die Reichen weg flüchten, weil sie sich ausgenommen fühlen wie die Weihnachtsgänse. Mehr Spurenelemente vom Sozialist im Schweizer und im Japaner als im Deutschen. Schon bemerkenswert …

Selbstverständlich kann man ein umlagefinanziertes Rentensystem am besten, und am gerechtesten, dadurch stabil erhalten, dass jeder Einzahler mit dem gleichen Prozentsatz zu seinem Brutto einzahlt.

Wie denn sonst …

Positivdenger

Am 09. Juni 2021 um 12:16 von naiver Positivdenker
Vorschlag meines bereits verstorbenen Vaters von vor 50 Jahren
Für jeden Arbeitsplatz, der durch eine "Maschine" wegfällt, zahlt das Unternehmen als Ausgleich dafür in das Rentensystem."

Dein Vater war ein weißer Mann. Denn nicht mehr Kinder ist die Lösung. Momentan wird auf Kinderlose geschimpft.
Aber was sollen die arbeiten?
Und wer bezahlt mehr kinder später, als noch mehr Kinder.
Dieses System ist Quatsch und funktioniert nur wenn es immense Sterblichkeit gibt, oder direkt nach einem Krieg kaum Rentner da sind.

von covid-strategie

Irgendwann kippt das aber, da Beamte und Selbständige im Schnitt höhere Ansprüche haben. Wäre also ein Taschenspielertrick.
Re


KIPPT NET ,da es abhängig vom Betrag wäre was sie einzahlen .
Wäre richtig sogar aber dann wären sie nicht mehr bessergestellt !!!
UPS schwach solche Argumente .

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