Kommentare

Zuerst einmal : so ein

Zuerst einmal : so ein Verhalten geht gar nicht. Die Flugzeug Crew konnte nicht verifizieren, ob an der Bombendrohung etwas dran ist und musste sich für die Sicherheit der Passagiere entscheiden.
Das der Kritiker Protasewitsch festgenommen und verschleppt wurde ist das nächste No Go ! Und selbstverständlich sollte es auf die Ungerechtigkeiten angemessene Reaktionen der restlichen Welt geben.

Dann zu dem Vorfall von 2013 :
Auch das war nicht richtig ! Aber:
die Maschine hatte " nur " Überflugverbot" und hätte durchaus über Umwegen weiterfliegen können - im Gegensatz zu der Ryan Air Maschine gestern ( Sicherheit der Passagiere s.o. )! Da wurde außerdem niemand aus dem Flugzeug gezerrt und verschleppt. Der Präsident wurde adäquat behandelt und untergebracht.
Quelle:
"https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/evo-morales-in-wien-unfreiwilliger-staatsbesuch-12269722.html"

Es lässt sich also " so ohne weiteres " überhaupt nicht vergleichen !

@Nachfragerin 13:00

"Was Sie als Widerspruch geplant haben, bestätigt meine Aussage: Die Entscheidung liegt letztendlich bei den Fluggesellschaften."

Nur pro forma, de facto nicht.

"Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein, dass diese "offiziellen EU-Stellen" einen außerhalb der EU liegenden Luftraum defacto sperren?"

Aktuell könnte diese Wahrscheinlichkeit sogar recht groß sein, da es sich dabei um ein aus EU-Sicht einfach zu installierendes, sehr gut begründbares und nicht zu teures Sanktionsmittel handeln dürfte.

"Ich glaube nicht, dass eine unplanmäßige Zwischenlandung bei den Fluggesellschaften ein großes Umdenken lostritt."

Die Fluggesellschaften müssen da überhaupt nicht nachdenken. Nachdenken muss lediglich die EU. Inwieweit nationale Luftaufsichtsbehörden nachdenken können, weiß ich nicht.

Falls die EU sich dafür entscheiden sollte, den belarusischen Luftraum als unsicher zu erklären, werden die Fluggesellschaften ganz automatisch drumherum fliegen. Da gibt es nichts nachzudenken.

Hoffentlich...

... Fliegt demnächst gar keine Passagiemaschine mehr im Luftraum von Belarus rum.

Dann passiert ein solcher Vorfall auch nicht so einfach.

Man.

Soll den Luftraum über Belarus nicht mehr überfliegen. Ebenso soll die Landerechte aller belarussiche Fluggesellschaften entzogen werden. Es soll nachgedacht werden die diplomatischen Beziehungen zu beenden. Mit solchen Schurkenstaaten kann man nicht reden. Auch das Einfrieren der Konten ist überlegenswert.

@fathaland slim - Es geht doch!

13:13 von fathaland slim:
"Im einen Fall handelte es sich um einen Linienflug, im anderen um das Flugzeug eines Staatspräsidenten."

Nun haben Sie die beiden "absolut nicht vergleichbaren" Fälle doch miteinander verglichen und den wesentlichsten Unterschied erkannt. Mir scheint, dass sich dieser Unterschied nicht in den Reaktionen widerspiegelt.

Leider weiß ich auch nicht, welche Strafen bei solchen Verstößen gegen internationales Recht möglich sind. Falls es entsprechende Möglichkeiten gibt, sollten diese natürlich ausgekostet werden.

Eckart Aretz’ Kommentar ist

Eckart Aretz’ Kommentar ist nichts hinzuzufügen. Es helfen nur wirksame Sanktionen, wie z.B. Abschneiden vom internationalen Zahlungsverkehr.

@ ich1961

Wegen der Überflugverbote anderer EU-Staaten musste Präsident Morales' Maschine aus Reichweitegründen in Wien zwischenlanden. Die Durchsuchung einer Diplomatenmaschine war unzulässig nach internationalem Recht. Es konnte auch gar niemand aus dem Flugzeug gezerrt und verschleppt werden, weil der Gesuchte nicht drin war.

Meinungsfreiheit verteidigen

Protasewitsch soll Hass und Hetze im Internet gemacht haben. Die Regierung wirft ihm Volksverhetzung vor. Seine Endgeräte wurden beschlagnahmt. Ihm drohen lange Gefängnisstrafen.

Protasewitsch hat in Wirklichkeit freie Meinungsäußerung gemacht. Er kritisiert die Herrschenden. Herrschaftskritik ist demokratisch. Opposition darf nicht verächtlich gemacht werden.

Alle Oppositionellen sollten weltweit gleiche Rechte besitzen. Zensur und Repression darf eine bunte Meinungsvielfalt nicht in einen grauen Einheitsbrei verwandeln. Demokratie braucht diverse Meinungsvielfalt.

Luftraum sperren,sämtliche

Luftraum sperren,sämtliche Flüge aus/ nach Belarus kommend abweisen bis Protasewitsch in seinem ursprünglichen Flugziel wohlbehalten ankommt.Das grenzt ja schon an Luftpiraterie!!

Russisches Dilemma

Das beredte Schweigen des Kreml zu diesem unsäglichen Operettengeneral zeigt das ganze Dilemma der russischen Politikorientierung.

Einerseits brüstet man sich jedesmal stolz damit, eine demokratische Revolution - in russischem Narrativ eine „Machtübernahme des Wertewestens“, auch „regime change“ genannt - dank seiner „geostrategischen Macht“ verhindert zu haben.
Andererseits möchte man sich als moderner Staat präsentieren. Und da passen die hinterwäldlerischen Stellvertreterregime so überhaupt nicht ins Bild.

Keine Raffinesse, keine Intelligenz, keine Perspektiven außer einem eigenen Pfauenpalast.

Kurz: die russischen „geopolitischen“ Erfolge entpuppen sich als peinliche Gesellschaft, mit der man international einfach keinen „Staat“ machen kann.

Was man aber unbedingt bräuchte. Um aller Welt zu zeigen, dass es nicht einer „dekadenten“ Demokratie bedarf, um als ein „Leuchtturm“ in der globalisierten Welt dazustehen.

@teachers voice- Der Typ in Minsk heißt Lukaschenko, nicht Putin

12:54 von teachers voice:
"Es ist ja richtig, dass Putin weder mit Assad noch mit Lukaschenko ,kann'. Darum geht es aber nicht: Sie dienen als Stellvertreter im Kampf gegen demokratische Öffnungen in diesen Staaten. Und für seine Stellvertreter muss man nun einmal die Verantwortung übernehmen. Wer sonst?"

Es ist immer derjenige verantwortlich, der die Tat begangen oder angeordnet hat. Wenn Weißrussland gegen internationales Recht verstößt, um einen Regierungskritiker zu entführen, dann hat das genauso wenig mit Putin zu tun, wie der geopolitische Interessenkonflikt zwischen Russland und den USA mit Demokratie.

Hoffentlich...

Hoffentlich reagiert die schwerfällige EU Gemeinschaft einmal richtig, ohne langwierige Diskussionen in den Parlamenten. Eine ernst zu nehmende europäische Streitmacht die auch alle Optionen von Kampfhandlungen gewährleisten könnte wäre hier auch von großem Vorteil.

14:12, MSCHM1972

>>Man.
Soll den Luftraum über Belarus nicht mehr überfliegen. Ebenso soll die Landerechte aller belarussiche Fluggesellschaften entzogen werden.<<

Es gibt wohl nur eine:

https://de.wikipedia.org/wiki/Belavia_Belarusian_Airlines

>> Es soll nachgedacht werden die diplomatischen Beziehungen zu beenden.<<

So etwas ist immer der letzte Schritt vor einem Krieg und führt meist auch genau da hin.

>>Mit solchen Schurkenstaaten kann man nicht reden.<<

Mit einem Staat kann man sowieso nicht reden, sondern nur mit Menschen. Und die heißen in Belarus nicht alle Lukaschenko.

>>Auch das Einfrieren der Konten ist überlegenswert.<<

Immer wieder gern gemacht.

Aus dem Untergang der Sowjetunion nichts gelernt.

Wie jämmerlich muss eine Regierung sein, dass sie so viel Angst vor einem 26 Jährigen Blogger hat?

Es ist zwar Teil der rückständig kontinentaleuropäischen Polit-Tradition Oppositionelle als "Terroristen" oder "Hassverbreiter" zu sehen, aber dass im 21 Jh. ein europäischer Staat so extrem rückständig-mittelalterlich agiert wie Belarus...

Der Untergang der Sowjetunion zeigt wohin eine solche Politik langfristig führt.

Hier ist die Staatengemeinschaft gefragt...

.. denn das Abfangen von Flugzeugen für eigennützige Zwecke geht gar nicht. Für die Fluggesellschaften geht die Sicherheit der Passagiere zunächst vor (und ihre Flugzeuge müssen auf Bombendrohungen reagieren). Aber es kann nicht sein, als Passagier über irgendeinem Land einfach "abgefangen" zu werden. Das grenzt an Menschen-Piraterie.

@nikioko Vorgänger

@nikioko Vorgänger Post
"Entschuldigung, dass ich ein wichtiges Detail nicht mitbekommen habe, aber wer wurde damals eigentlich verschleppt?"
Vieleicht hab ich ja was verpasst, aber auch diesmal wurde niemand verschleppt sonder verhaftet. Einen gewaltigen Unterschied gibt es allerdings in den beiden Fällen. Der Belarussische Geheimdienst scheint besser gearbeitet zu haben als der damalige. Immerhin war der Gesuchte wenigstens an Bord.

Ein paar Begrifflichkeiten..

..."man" kann den Luftraum eines anderes Staates nicht "sperren", das obliegt einzig und allein dem entsprechendem Staat.

Natürlich kann jede Fluggesellschaft für sich aber entscheiden, ob sie den Luftraum eines bestimmten Landes durchfliegt oder nicht.

Bei grenznahen Flughäfen kann es da allerdings manchmal Probleme geben, nämlich dann, wenn die An- / Abflugrouten ( aus verfahrenstechnischen Gründen ) durch das Nachbarland führen.
Wenn ich mich recht entsinne ( bin 2008 und 2010 dort an-/abgeflogen), hat Vilnius die 09/27, also dürfte da EIGENTLICH nix über BelaRus gehen...

Ach ja, "die litauische Luftwaffe" hätte übrigens nichts ausrichten können : Die haben schlichtweg keine, die flugfähige Jets hat.
Das ist ja der Grund, warum "wir" ( NATO ) seit ewigen Zeiten die QRA in den baltischen Staaten stellen. Früher in Litauen ( Shiaulai ), jetzt in Estland ( Aemari ):

Bis die Jäger von Aemari aus auch nur in der Nähe des Jets gewesen wären, war der schon unten.

um 14:12 von MSCHM1972

,,Man.
Soll den Luftraum über Belarus nicht mehr überfliegen. Ebenso soll die Landerechte aller belarussiche Fluggesellschaften entzogen werden. Es soll nachgedacht werden die diplomatischen Beziehungen zu beenden. Mit solchen Schurkenstaaten kann man nicht reden. Auch das Einfrieren der Konten ist überlegenswert."

Mit Staaten zu reden ist nicht so einfach, obwohl Millionen belarussischer Staatsbürger alles tun, um mit den Bürgern in vielen die Menschenrechte und das Leben respektierenden Staaten im Gespräch und in Kontakt zu bleiben. Die wollen Sie jetzt im Stich lassen, nachdem sie seit Monaten die Knochen für die Absetzung von Herrn Lügaschenko hingehalten haben mit Geduld, Mut und Phantasie?

Mit Schurken zu reden ist allerdings wirklich sinnlos. Schurkereien passieren in der Regel aber nur, wenn man nur zuschaut.

13:45 ich 1961

"dann zu Vorfall 2013....."
das war auch nicht richtig die Maschine hatte nur Überflugverbot..
Nein das läßt sich nicht vergleichen das war ein diplomatischer Affront erster Güte der seiensgleichen sucht und hat es bis dato noch nie gegeben.
Die Präsidentenmaschine hatte die Erlaubnis zum Überflug und es war alles korrekt angemeldet und freigegeben. (Nicht auszudenken ein Staat würde, obwohl alles geklärt ist einschließlich der Freigabe, beim Überflug plötzlich der US Präsidentenmaschine die Überflugsrechte verweigern und zur Landung zwingen aus fadenscheinigen Gründen aber hallo).

Der Kritiker Protasewitsch wurde festgenommen und verschleppt das ist das nächste no go.
Na was glauben sie wie es dem Kritiker ergangen wäre wegen dessen die Präsidentenmaschine zur Landung gezwungen wurde, wäre er denn in der Präsidentemaschine gewesen.

Na, ich will doch hoffen...

Na, ich will doch hoffen, dass er zurück ins Flugzeug gesetzt wurde und sicher in Vilnius gelandet ist. Alles andere wäre nämlich schwerer Menschenraub in Tateinheit mit gefährlichem Eingriff in den Luftverkehr sowie Piraterie. Also Verbrechen, auf die lange Haftstrafen für die Verantwortlichen stehen. Von den politischen Konsequenzen mal ganz zu schweigen.
Aber zum Glück war die Notlandung ja wegen einer Bombendrohung, die glücklicherweise entkräftet wurde, so dass alle Passagiere, die in Athen an Bord gestiegen sind, ihre Reise fortsetzen konnten, oder?

14:21, rudibee

>>@ ich1961
Wegen der Überflugverbote anderer EU-Staaten musste Präsident Morales' Maschine aus Reichweitegründen in Wien zwischenlanden.<<

Zurück nach Moskau wäre die Maschine aber gekommen.

>>Die Durchsuchung einer Diplomatenmaschine war unzulässig nach internationalem Recht.<<

Weswegen ja auch immer wieder betont wurde, daß Morales eingewilligt hätte.

>>Es konnte auch gar niemand aus dem Flugzeug gezerrt und verschleppt werden, weil der Gesuchte nicht drin war.<<

Und wäre er drin gewesen, dann hätte man ihn trotzdem nicht mal eben verhaften können. Rechtlich gesehen war das Flugzeug wohl bolivianisches Hoheitsgebiet.

@ich1961 - Entführung

13:45 von ich1961:
"die Maschine hatte ' nur ' Überflugverbot' und hätte durchaus über Umwegen weiterfliegen können [...]"
> Der bereits genehmigte Überflug und mögliche Ausweichrouten wurde spontan verboten, als die Maschine bereits in der Nähe war. Die Zwischenlandung war nicht freiwillig, sondern wurde mit den dafür nötigen Mitteln erzwungen.

"Da wurde außerdem niemand aus dem Flugzeug gezerrt und verschleppt."
> Stimmt. Der Entführungsversuch scheiterte, weil der Gesuchte nicht in der Maschine war.

"Es lässt sich also ' so ohne weiteres ' überhaupt nicht vergleichen !"
> Sie haben es gerade verglichen.

Wir haben es mit zwei Entführungsversuchen zu tun. Der eine scheiterte und richtete erhebliche diplomatische Schäden an. Der andere war erfolgreich.

Scheinheilig

Ich will nur mal daran erinnern, dass 2013 das Flugzeug des bolivianischen Präsidenten Morales in Wien zur Landung gezwungen wurde, weil der Verdacht bestand, Edward Snowden soll sich im Flugzeug befinden. Finde die internationale Reaktion auf den Vorfall in Belarus daher leicht überzogen, wenn man bedenkt, dass es damals scheinbar legitim war, Morales Flugzeug zu durchsuchen, um Snowden zu verhaften, wäre er denn an Bord gewesen!

Sanktionen sind unabdingbar!

1. Sämtliche Flüge von Fluggesellschaften aus der EU durch belarusischen Luftraum sind ab sofort zu einzustellen und entsprechend umzuleiten.

2. Sämtliche Flüge belarusischer Flugzeuge in oder durch den Luftraum der EU sind ab sofort zu unterbinden.

3. Sämtliche wirtschaftlichen und finanziellen Beziehungen sämtlicher EU-Staaten zu Belarus sind ab sofort einzustellen, Guthaben einzufrieren, Einreisesperren gegen die gesamte politische Führung von Belarus zu verhängen.

4. Gegen sämtliche Verantwortlichen für die terroristische Flugzeugkaperung sind internationale Haftbefehle zu erwirken. Dies erstreckt sich auch auf die politische Führung von Belarus, die für diesen Akt des Terrorismus verantwortlich ist.

@Werdaswissenwill (14:29)

Luftraum sperren,sämtliche Flüge aus/ nach Belarus kommend abweisen bis Protasewitsch in seinem ursprünglichen Flugziel wohlbehalten ankommt.Das grenzt ja schon an Luftpiraterie!!
___

Das grenzt nicht an Luftpiraterie, das IST Luftpiraterie.

@Nachfragerin 14:31

"Es ist immer derjenige verantwortlich, der die Tat begangen oder angeordnet hat. Wenn Weißrussland gegen internationales Recht verstößt, um einen Regierungskritiker zu entführen, dann hat das genauso wenig mit Putin zu tun, wie der geopolitische Interessenkonflikt zwischen Russland und den USA mit Demokratie."

Also, ich finde, dass teachers voice eigentlich sehr schön erklärt hat, warum Sie unrecht haben.
Wenn der Chef alle wichtigen Handlungen absegnet, ist er eben genauso verantwortlich wie der Stellvertreter, der die Tat ausgeführt hat.

Wenn Belarus einen Flug entführt, um einen Regimekritiker zu entführen, dann hat das in diesem konkreten Fall sehr wohl mit Putin zu tun, weil Lukaschenko eben ein Herrscher von Putins Gnaden ist.

Was Sie hoffentlich nicht abstreiten wollen.

14:21 von rudibee

Es konnte auch gar niemand aus dem Flugzeug gezerrt und verschleppt werden, weil der Gesuchte nicht drin war.
.
und wäre er drin gewesen ??
ich weiß Mutmaßungen

@MSCHM1972 um 14:12 Uhr

"... Luftraum über Belarus nicht mehr überfliegen ... Landerechte aller belarussiche Fluggesellschaften entzogen werden ... diplomatischen Beziehungen zu beenden ... nicht reden ... Einfrieren der Konten"

Alles Punkte, die zwar "überlegenswert" sind, jedoch nur Staaten und Gesellschaften, die ausserhalb und unabhängig von Belarus aggieren können, etwas nützen. Schaden würde all das eher der Opposition und dem ganzen belorussischen Volk selber, nicht nur den wenigen regime-treuen (korrupten, unmoralischen) Personen dort.

@Nachfragerin (14:31)

Es ist immer derjenige verantwortlich, der die Tat begangen oder angeordnet hat. Wenn Weißrussland gegen internationales Recht verstößt, um einen Regierungskritiker zu entführen, dann hat das genauso wenig mit Putin zu tun, wie der geopolitische Interessenkonflikt zwischen Russland und den USA mit Demokratie.
____

Glauben Sie allen Ernstes, dass Putin Lukaschenko zu solchen Maßen nicht zumindest ermutigt und ihm Rückendeckung zugesichert hat, falls es zu Sanktionsmaßnahmen seitens des Westens kommt? Eine solche Annahme wäre äußerst naiv. Putin weiß exakt wie weit er gehen kann und führt den Westen vor. Siehe Annexion der Krim oder Krieg im Donbass. Da behauptet er auch frech, nichts damit zu tun zu haben und zeigt auch überdeutlich, wie egal es ihm ist, dass ihm keiner diese dreiste Lüge glaubt. Er hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, sich eine plausible Erklärung auszudenken. Und Lukaschenko folgt diesem Vorbild.

@Sinnprüfer 14:45

"Aber es kann nicht sein, als Passagier über irgendeinem Land einfach "abgefangen" zu werden. Das grenzt an Menschen-Piraterie."

Das grenzt nicht nur, das IST Menschen-Piraterie.

U.a. deshalb die große Aufregung.

@Rudibee 14:21

"Die Durchsuchung einer Diplomatenmaschine war unzulässig nach internationalem Recht."

Weshalb diese Durchsuchung in Absprache mit Herrn Morales geschehen ist und also nicht unzulässig war.
Ich gehe davon aus, dass diese Durchsuchung im Fall einer Weigerung von Herrn Morales auch nicht stattgefunden hätte.

re 14:31 Nachfragerin: Typen

>>@teachers voice- Der Typ in Minsk heißt Lukaschenko, nicht Putin<<

Sind Sie sicher? Ohne den „Typ“ Putin gäbe es doch diesen „Typ“ Lukaschenko - politisch gesehen - gar nicht mehr.

Und das sollte sich nicht auf die Verantwortlichkeit für den andauernden Irrsinns dieses Operettengenerals auswirken?

@DrBeyer - Sie überschätzen die Möglichkeiten der EU, oder?

13:53 von DrBeyer:
"Aktuell könnte diese Wahrscheinlichkeit sogar recht groß sein, da es sich dabei um ein aus EU-Sicht einfach zu installierendes, sehr gut begründbares und nicht zu teures Sanktionsmittel handeln dürfte."
> Sie wissen scheinbar gar nicht, ob es diese Möglichkeit überhaupt gibt.

"Falls die EU sich dafür entscheiden sollte, den belarusischen Luftraum als unsicher zu erklären, werden die Fluggesellschaften ganz automatisch drumherum fliegen."
> Über den weißrussischen Luftraum entscheidet nicht die EU, sondern Weißrussland. Nur dieses kann ihn sperren. Und auch wenn irgendwelche EU-Stellen irgendwelche Empfehlungen für fremden Luftraum herausgeben, werden internationale Airlines selbst entscheiden, ob sie diesen Empfehlungen nachkommen.

@13:45 von ich1961

>> Da [2013] wurde außerdem niemand aus
>> dem Flugzeug gezerrt und verschleppt

Ähh, ABER auch nur, weil der Gesuchte nicht an Bord war? oO

Belarus !

Herr Protasewitsch wird sicher in irgend einem Gefängnis jetzt verhört, wie auch seine Freundin, und dies bestimmt nicht auf die freundliche Art.
Ich will ihm nichts unterstellen, nur denke ich, hätte er ein Stück vorsichtiger sein sollen, und lieber gleich über Umwege zurück fliegen müssen.
Der EU bleibt jetzt nur eine knallharte Reaktion übrig, sonst verliert sie jegliches Ansehen, und viel Rückhalt. Nur eine harte, echt treffende Reaktion, die auch ziemlich klar und deutlich macht, dass dies nie geduldet wird, könnte auf Dauer wirken.
Aber so recht daran glauben will ich nicht, weil zu oft wirtschaftliche Interessen immer wichtiger waren und sind, als betroffenen Menschen wirklich zu helfen und für sie ein zu treten.

@14:21 von rudibee

„Wegen der Überflugverbote anderer EU-Staaten musste Präsident Morales' Maschine aus Reichweitegründen in Wien zwischenlanden.“

Keineswegs: Der Flieger hätte problemlos nach Moskau zurückkehren können, hierfür war ausreichend Treibstoff an Bord. Man hatte nur die Überflugrechte entzogen - und das kann jeder Staat handhaben, wie er will.
Herr Morales hatte aber entschieden, in Wien zu landen. Und es war auch keine ‚Diplomatenmaschine‘: ein solcher Status setzt eine entsprechende Akkreditierung voraus - in diesem Fall durch Wien - die aber nicht erfolgt ist. War also alles rechtens und nicht einmal ungefähr vergleichbar mit dem hier diskutierten Fall.
Eine solche Vergleichbarkeit wird nur die ganze Zeit versucht herbeizureden von Personen, die das verbrecherische Verhalten eines schlimmen Diktators merkwürdigerweise entschuldigen wollen.

@heribix (14:48)

Vieleicht hab ich ja was verpasst, aber auch diesmal wurde niemand verschleppt sonder verhaftet. Einen gewaltigen Unterschied gibt es allerdings in den beiden Fällen. Der Belarussische Geheimdienst scheint besser gearbeitet zu haben als der damalige. Immerhin war der Gesuchte wenigstens an Bord.
____

Da haben Sie in der Tat etwas verpasst, denn die angebliche Verhaftung ist eine Verschleppung. Jemanden aus seinem Exil in ein Land zu entführen, in dem er politisch verfolgt wird, ist nämlich genau das. Selbst wenn an der Bombendrohung was dran gewesen wäre, ist der Verschleppte nicht in Weißrussland eingereist, sondern befand sich auf einem internationalen Flug im Transit. Und allein damit war die sogenannte "Verhaftung" bereits illegal. Und möglich wurde sie nur durch einen Akt der Piraterie. Die sogenannte "Notlandung" war übrigens ein Umweg zum regulären Flugziel, auf das man sich bereits im Landeanflug befand.

@14:23 von Initiative Neue...

Protasewitsch hat in Wirklichkeit freie Meinungsäußerung gemacht. Er kritisiert die Herrschenden. Herrschaftskritik ist demokratisch.

100% Zustimmung.

Viele europäische Staaten tun sich aber noch schwer damit. Erkennen nicht, dass Demokratie ohne
regierungskritische Opposition nicht funktionieren kann.
Oppositionelle werden als "Hasser und Hetzer" oder noch schlimmer, wie in Belarus, als "Terroristen" verfolgt.

In Realität ist dies natürlich Staatsterrorismus seitens des Diktators Lukaschenko.

15:01 von nikioko

Das grenzt nicht an Luftpiraterie, das IST Luftpiraterie.
.
der Eindruck drängt sich einem tatsächlich auf :-)

Ich habe Fragen

Bin mir sicher, daß es um den Blogger ging und ich finde das Vorgehen von BRUS absolut nicht ok.
Aber-wo ging die Bombendrohung ein,bei welchen Behörden?
Wurde sie auch direkt der Besatzung mitgeteilt?
Was wäre wenn der Pilot gesagt hätte, das er nicht in Minsk landet-von da aus ist es „nicht mehr weit „bis Vilnius.
Glaubt hier jemand das BRUS die Maschine abgeschossen hätte?
Also warum ist die Kiste da gelandet?

15:07 von nikioko

Putin weiß exakt wie weit er gehen kann und führt den Westen vor.
.
denke beim Thema vorführen ist Putin nicht alleine
wenn ich mich recht erinnere sprach der US Außenminister beim Gorbatschow
auch bei einer Wiedervereinigung, die Nato nicht nach Osten auszudehnen

@teachers voice - Es geht um einen weißrussischen Blogger.

14:30 von teachers voice:
"Das beredte Schweigen des Kreml zu diesem unsäglichen Operettengeneral zeigt das ganze Dilemma der russischen Politikorientierung."
> Da gibt es kein Dilemma. Russland wir einem Verbündeten nicht an den Karren fahren. Das ist alles.

"Keine Raffinesse, keine Intelligenz, keine Perspektiven außer einem eigenen Pfauenpalast."
> Überheblichkeit kann auch ein Zeichen von fehlender Intelligenz sein.

"Kurz: die russischen ,geopolitischen' Erfolge entpuppen sich als peinliche Gesellschaft, mit der man international einfach keinen ,Staat' machen kann."
> Weißrussland ist bereits ein Staat und so wie es derzeit aussieht, wird der noch eine Weile fortbestehen.

"Um aller Welt zu zeigen, dass es nicht einer ,dekadenten' Demokratie bedarf, um als ein ,Leuchtturm' in der globalisierten Welt dazustehen."
> Geht's noch um den Blogger oder sind Sie gedanklich schon nach China abgedriftet?

@teachers voice um 14:30 Uhr

"Das beredte Schweigen des Kreml zu diesem unsäglichen Operettengeneral zeigt das ganze Dilemma der russischen Politikorientierung.
. . . Was man aber unbedingt bräuchte [gute Geopolitik]. Um aller Welt zu zeigen, dass es nicht einer „dekadenten“ Demokratie bedarf, um als ein „Leuchtturm“ in der globalisierten Welt dazustehen."

Ich stimme zu, aber eine kleine Antwort zu diesem Russland-Dilemma... wollen ja nicht von Belarus abschweifen (?)
Solch edle globale Ziele - als Vorbild für zukunftsträchtige Geopolitik zu wirken - verfolgt Russland schon lange nicht mehr, nur kurz mittels des Ereignisses der Oktoberrevolution und Enstehung der Sowjetunion. Der sogleich folgende Stalinismus war dann schon wieder eher ein Vorbild, wie die Hölle auf Erden erbaut werden kann.... die heutigen Oligarchen und Machthaber Russlands unterscheiden sich in ihren engstirnigen und selbstgerechten Ansichten allerdings nicht von denen mit dekadenten westlichen Werten und der ständigen Regime-Change-Strategie

@14:56 von Nachfragerin

Die Zwischenlandung war nicht freiwillig, sondern wurde mit den dafür nötigen Mitteln erzwungen.

Falsch. Es war freiwillig. Der hätte auch nach Russland zurückkehren können. Keiner hätte ihn daran gehindert.

Völlig andere Situation als jetzt in Belarus.

@15:14 von saschamaus75

Ähh, ABER auch nur, weil der Gesuchte nicht an Bord war? oO

Nein, nicht nur. Wäre der Gesuchte an Bord gewesen, wäre man nach Russland zurückkehrt, statt in Wien zu landen.

Viele Menschen übersehen immer wieder diesen großen Unterschied:

Die Piloten hatten damals die Wahl. Die Piloten diesmal in Belarus nicht.

Tim_Mueller76 (10:25)

Doppelmoral
Ich finde dieses Vorgehen ebenfalls verwerflich und es sollte Konsequenzen haben. Allerdings finde ich diese Aufregung zeugt von einer ausgeprägten Doppelmoral: Wenn die USA einen Edward Snowden oder anderen Personen abfangen möchte, dann sind alle Mittel gerechtfertigt, nur andere Länder dürfen so nicht agieren. Das ist ähnlich wie die Aussage: "Abhören unter Freunden gehört sich nicht", aber selber besitzt man Anteile an einer Verschlüsselungsfirma um über Hintertüren andere Staaten abzuhören.

____

Wie kommen Sie denn auf den Unfug? Solche Mittel sind in keinem Fall gerechtfertigt, weder durch die USA noch durch Weißrussland. Es handelt sich um einen Akt der Piraterie und bei der Verschleppung einer unliebsamen Person um ein Verbrechen. Wo wie aber bei Whataboutismen sind: Bei der Verschleppung Eichmanns hielt sich das Mitleid für das Opfer zwar sehr in Grenzen, aber das war damals selbstverständlich auch nicht gerechtfertigt.

@14:54 von Nikioko

...mit Ironie und Verdrehung der Tatsachen sollten sie die Kaperung eines Linienflugzeugs und die Gefangennahme des Bloggers Potasewitsch nicht kommentieren...wenn internationale Verträge in der Luftfahrt mit fadenscheinigen Begründungen gebrochen werden, um mißliebige Passagiere zu kidnappen, dann sind die Konsequenzen verheerend...also keine Ablenkung und Relativierung mehr. Selbst die härtesten Sanktionen sind für diesen Diktatur noch zu milde...

15:13 von Nachfragerin

natürlich kann die EU nicht über den belarussischen Flugraum verfügen
aber ein kleiner Hinweis seitens von Brüssel,
dass man nen "kleinen Schwenker macht" den nicht benutzt , könnte vielleicht schon helfen !
letztlich verlieren die in Belarus Einnahmen, wenn sie die Flugzeuge "verlieren"

Am 24. Mai 2021 um 13:45 von ich1961

Das der Kritiker Protasewitsch festgenommen und verschleppt wurde ist das nächste No Go ! Und selbstverständlich sollte es auf die Ungerechtigkeiten angemessene Reaktionen der restlichen Welt geben.
die Maschine hatte " nur " Überflugverbot" und hätte durchaus über Umwegen weiterfliegen können - im Gegensatz zu der Ryan Air Maschine gestern ( Sicherheit der Passagiere s.o. )! Da wurde außerdem niemand aus dem Flugzeug gezerrt und verschleppt
__
Grundsätzlich ist das Verhalten natürlich mit nichts zu entschuldigen, dennoch ist m.M. eine kleine Differenzierung zu Ihrem Beitrag angebracht. Denn :
Wenn sich der Dissident NICHT an Bord befunden hätte, hätte man natürlich auch niemanden verschleppt ;)

Re : Vielfalt !

Ja dies war und ist eindeutig Staatsterrorismus. Leider ist aber auch fest zu stellen, dass da einige Behörden im Urlaubsland des Journalisten echt gepennt haben, wenn ihnen die Agenten nicht auffielen.
Und es ist auch zu sehen, dass Länder der EU auch so ihre ureigenen Vorstellungen von Demokratie haben, die mit einer wirklichen Demokratie nichts mehr gemein haben. Man denke nur an Ungarn und Polen, wo die Presse immer mehr gleich geschaltet wird, Richter abgesetzt und bei Kritik bestraft werden, um nur kleine Beispiele zu nennen. Und Ungarn nützt ja sehr gerne das Vetorecht, um die EU zu erpressen.
Solche Länder haben in einer demokratischen Gemeinschaft nichts verloren, wenn immer nur erpresst und gefordert wird.
Nun muss die EU echt gemeinsam einen Weg finden, sonst kann sie die ganze EU vergessen, dann wäre es nur noch ein Haufen von Papiertigern, über die alle lachen, vor allem die Diktatoren dieser Welt !

15:16 von Egleichhmalf

Überflugrechte entziehen
das kommt gelegentlich vor
auch bei der Frau Merkel als sie mit ihrem Regierungsflieger nach Indien unterwegs war
und die Iraner ihren Frust an ihr ausließen
sie ein paar Stunden kreisen ließen, bis der Flugraum/Überflug für sie freigegeben war

@saschamaus75 (15:14)

>> Da [2013] wurde außerdem niemand aus
>> dem Flugzeug gezerrt und verschleppt
Ähh, ABER auch nur, weil der Gesuchte nicht an Bord war? oO

____

Ist das für den aktuellen Fall wichtig? Ich denke nicht. Nur ein Whataboutism der Apologeten des Herrn Lukaschenko.

@DrBeyer - erzwungene Landung

15:12 von DrBeyer:
"Ich gehe davon aus, dass diese Durchsuchung im Fall einer Weigerung von Herrn Morales auch nicht stattgefunden hätte."

Sie gehen also davon aus, dass man eine Präsidentenmaschine zur Landung zwingt, um sie im Falle einer abgelehnten Durchsuchung einfach weiterfliegen zu lassen.

Der Gedanke ist so unschuldig, dass ich ihn einfach stehenlassen will. :)

@Nachfragerin 15:13

"@DrBeyer - Sie überschätzen die Möglichkeiten der EU, oder?"

Nein.

"13:53 von DrBeyer:
>>Aktuell könnte diese Wahrscheinlichkeit sogar recht groß sein, da es sich dabei um ein aus EU-Sicht einfach zu installierendes, sehr gut begründbares und nicht zu teures Sanktionsmittel handeln dürfte.<<

Sie wissen scheinbar gar nicht, ob es diese Möglichkeit überhaupt gibt."

Doch, seit dem russischen Abschuss des Flugzeuges über der Ukraine weiß ich das.

"Über den weißrussischen Luftraum entscheidet nicht die EU, sondern Weißrussland. Nur dieses kann ihn sperren."

Deshalb habe ich niemals von "Sperren" geredet.

"Und auch wenn irgendwelche EU-Stellen irgendwelche Empfehlungen für fremden Luftraum herausgeben, werden internationale Airlines selbst entscheiden, ob sie diesen Empfehlungen nachkommen."

Habe ich jetzt bereits 2x beantwortet. Wollen Sie es wirklich noch ein 3.x hören?
Nein, das werden diese Airlines nicht entscheiden.

Da vermuten besorgte

Da vermuten besorgte Verwaltungsbeamte - sicher durch gut unterrichtete Kreise aufmerksam geworden - eine Bombe in einem Flugzeug, das zufällig über den eigenen Luftraum fliegt.
So wird flugs zur Sicherheit der internationalen Fluggäste die Landung im sicheren Schoß der Hauptstadt unseres friedliebenden Staatswesens veranlasst.
Und Gott sei Dank bewahrheitete sich die Ahnung nicht und so konnten die besorgten Verwaltungsbeamte die Passagiere und Besatzungsmitglieder sogleich wieder weiterreisen lassen.
Die internationale Gemeinschaft dankt den besorgten Regierungsbeamten unserer friedliebenden und so besorgten Nation.
Als Lohn blieben zwei Personen gleich in dieser friedliebenden Nation, da es dort so schön war. Und weil es dort so schön ist, möchten sie nicht gestört oder gefunden werden.

Und einige Unverbesserliche hier im Forum wollen uns das auch noch als ihre Wahrheit verkaufen.

Warum schreibt Frau Engelhard

Warum schreibt Frau Engelhard von einer "erzwungenen Flugzeuglandung".
Sämtliche Gespräche der Piloten sind aufgezeichnet und sind sogar im Internet zu finden.
Daraus ist zu entnehmen dass die Entscheidung die Maschine in Minsk zu landen die Piloten selbst und ohne Druck getroffen haben.

@Treualp1 - Ist das Größenwahn?

14:37 von Treualp1:
"Eine ernst zu nehmende europäische Streitmacht die auch alle Optionen von Kampfhandlungen gewährleisten könnte wäre hier auch von großem Vorteil."

Und mit der wollen Sie dann in Weißrussland einmarschieren, um einen Blogger zu befreien?

@skydiver-sr 15:24

"Was wäre wenn der Pilot gesagt hätte, das er nicht in Minsk landet-von da aus ist es „nicht mehr weit „bis Vilnius."

Hat jemand weiter oben schon beantwortet.
Wenn der Pilot nicht macht, was die Flugsicherung ihm sagt, ist der ganz schnell seine Lizenz los.

"Glaubt hier jemand das BRUS die Maschine abgeschossen hätte?"

Zu dem Thema hätte ich noch eine Gegenfrage an Leute hier, die sich damit auskennen.
Es heißt doch immer, dass ein Flugzeug ein anderes zur Landung gezwungen habe. Wie geht das eigentlich flugtechnisch?
Was für ein Manöver muss ich fliegen, um ein anderes Flugzeug wodurch zur Landung zu zwingen?

Staatliche Luftpiraterie

Dieser Vorgang ist nichts anderes als staatliche Luftpiraterie, wie er nicht mal von sonstigen Schurkenstaaten praktiziert wird.

Der Hintergrund ist, dass sich eine der finstersten Diktaturen in Europa gegen die demokratische Opposition nur noch mit Verstößen gegen internationale Normen und mit kriminellen Mitteln auseinandersetzen kann. Lukaschenko hat in der internationalen Staatengemeinschaft nichts mehr zu suchen.

Opposition

Von terroristischen Angriffen in Belarus habe ich bisher noch nichts gehört.
Von friedlichen Massenprotesten, Verhaftungen von Oppositionspolitikern, Verschleppung und Tötung von Demonstranten sehr wohl.
Es ist beschämend, wie hier einige Foristen das Vorgehen der belarusischen Diktatur verharmlosen, sehr oft die gleichen, die bei uns eine Corona-Diktatur und das Ende aller Freiheiten sehen.
Und whataboutism darf dann auf keinen Fall fehlen: " der da hat aber auch "

@skydiver-sr um 15:24 Uhr

"Was wäre wenn der Pilot gesagt hätte, das er nicht in Minsk landet-von da aus ist es „nicht mehr weit „bis Vilnius.
Glaubt hier jemand das BRUS die Maschine abgeschossen hätte?
Also warum ist die Kiste da gelandet?"

Eine interessante Frage, - die der Entfernungen!
Da die Maschine ("Kiste") so kurz vor Eintritt in den litauischen Luftraum, kurz vor der Staatsgrenze zu Litauen, war, stellt sich wirklich die Frage, warum der Pilot bzw. die Crew nicht wie geplant einfach nach Vilnius weiter flog. Wenn man die geplante - fast geradlinige - Fluglinie mit der umgeleiteten krummen, schlangenlinienförmigen nach Minsk vergleicht, ist die geflogene Strecke eher länger, als die planmässige, ursprünglich beabsichtigte.
Es stellt sich also u.a. die Frage, ob Crew und Pilot nicht evtl. schon vom belorus. Geheimdienst waren und in Athen zugestiegen sind. Aber ich will hier keinen Spekulationen oder gar Verschwörungen das Wort reden, ehrlich nicht.

@Vielfalt. - Meinungsdiktatur

14:42 von Vielfalt.:
"Wie jämmerlich muss eine Regierung sein, dass sie so viel Angst vor einem 26 Jährigen Blogger hat?"
> Das ist eine sehr berechtigte Frage. Womöglich geht es mehr um die Symbolwirkung seiner Festnahme als um den Blogger selbst.

"Der Untergang der Sowjetunion zeigt wohin eine solche Politik langfristig führt."
> Das hatte wirtschaftliche Gründe. Letztendlich liegt es im Interesse jeder Regierung, die öffentlichen Meinung zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Nur die Mittel sind verschieden.

EU ist schockiert?! Wieso denn?

EU ist schockirt? Wieso denn?! EU und besonders die USA lebt schon seit zig Jahren nach Prinzip "quod licet Iovi, non licet bovi". Wenn das für die USA und Europa kein Problem ist, worum dürfen so was die andere länder nicht? schon wieder Doppelstandard?

14:51 von jukep Hätte, wäre,

14:51 von jukep

Hätte, wäre, wenn und aber ....
Hauptsache verharmlosen, verdrängen usw.

Mr. Snowdon war nicht in der Maschine !
Und trotzdem war es " nur " ein Überflugverbot und nicht die Kaperung einer Linienmaschine und die Entführung eines Journalisten und Systemkritikers. Die Präsidentenmaschine konnte weiterfliegen, wenn sie gewollt hätten !

Alles keine Gründe - für mich - nur vorgeschoben !

Ist jemand......

wirklich überrascht? Ich bin von der Festnahme und dem Verschwinden des Protasewitsch nicht überrascht, aber von der Dummheit der Minsker Regierung! Eine erzwungene Landung wegen einer angeblichen Bombendrohung! Die hat seltsamerweise nicht RyanAir erhalten sondern vermutlich jemand aus Belarus und dort ist sie spurlos verschwunden. Ich glaube eher, daß das ganze Verhalten ein mit russischer Genehmigung gestarteter Versuchsballon war, um die Reaktionen Bidens zu testen. Die Reaktionen der EU sind vorhersehbar und ignorierbar, weil bedeutungslos. Was sollen z.B. Sanktionen oder Kontensperrungen? Den westlichen Regierungen und den Managern wird leider eine Überfluggenehmigung oder Geschäfte immer wichtiger sein. Entsprechend ist das laute Kläffen zu werten, denn wie heißt es so treffend: bellende Hunde beissen nicht.

...ttestEineMeinung @24. Mai 2021 um 15:21 von Vielfalt

Ihr Problem ist, dass sie hiesige "Hasser und Hetzer" für verfolgte Oppositionelle halten, wie etliche ihrer Posts hier zeigen. Hierzulande werden allerdings - und zu Recht! - nur Äusserungen verfolgt, die beleidigend sind, persönlich diffamierend oder zu Hass und Gewalt aufrufen.

Diese dreisterweise mit Menschen zu vergleichen, die unter den Einschränkungen einer Diktatur Nischen suchen, oder schaffen, um auch nur ansatzweise frei ihre Meinung sagen zu können, passt zwar zu ihren üblichen Posts, ist aber schlicht falsch.

re 15:27 Nachfragerin: Peinlich

>>@teachers voice - Es geht um einen weißrussischen Blogger.
14:30 von teachers voice:
"Das beredte Schweigen des Kreml zu diesem unsäglichen Operettengeneral zeigt das ganze Dilemma der russischen Politikorientierung."
> Da gibt es kein Dilemma. Russland wird einem Verbündeten nicht an den Karren fahren. Das ist alles.<<

Tja, da haben Sie gleich Ihre eigene Frage. mitbeantwortet, ob es „noch um den Blogger“ ginge!

Im Übrigen: Fänden Sie es wirklich nicht „peinlich“, einen Lukaschenko als „Verbündeten“ zu haben? Und dem „nicht an den Karren fahren“ zu können?

15:29 Vielfalt

"Falsches war freiwillig. Er hätte ja auch nach Russland zurückkehrn können, keiner hätte ihn daran gehindert......"

Natürlich wurde die Maschine daran gehindert, sie hatte doch keine Überflugsrechte mehr über EU Gebiet. Die Maschine war in der Luft egal ob sie umkehrt oder einen Umweg flieg zwangsläufig musste die Maschine über EU Gebiet fliegen. Also musste die Maschine irgendwo landen. (Für das Verhalten der EU in dieser Sache schäme ich mich heute noch).

15:27 von Sisyphos3

"wenn ich mich recht erinnere sprach der US Außenminister beim Gorbatschow
auch bei einer Wiedervereinigung, die Nato nicht nach Osten auszudehnen"

Ihre Erinnerung trügt. Niemand hat dergleichen versprochen. Dieses Märchen hat nicht einmal mehr Unterhaltungswert.

re 15:27 Nachfragerin: Überheblichkeit

>>"Keine Raffinesse, keine Intelligenz, keine Perspektiven außer einem eigenen Pfauenpalast."
> Überheblichkeit kann auch ein Zeichen von fehlender Intelligenz sein.<<

Darin sind wir uns auch wieder einig! Und genau deshalb hatte ich bei Lukaschenko und Co. auf die fehlende Intelligenz geschlossen.

Wir könnten auch noch andere „Herrschaften“ heranziehen, ganz sicher aber nicht den „belarusischen Blogger“, mit dem im Moment niemand auf der Welt tauschen möchte. Und genau deshalb geht es hier um genau den: Den „belarusischen Blogger“, wie Sie Protasovich nennen.

...ttestEineMeinung @24. Mai 2021 um 15:27 von Sisyphos3

Die angeblich feste Zusage, die Nato nicht nach Osten auszudehnen, ist wohl eher Mythos als geschichtlich belegt.

Es ist mir unerfindlich wie irgendjemand annehmen kann, dass, vorausgesetzt es gäbe sie, eine Vereinbarung von solcher Tragweite wäre rein mündlich zwischen einem US-Aussenminister und dem Präsidenten der UDSSR verabredet worden. Dazu hätte es mit Sicherheit internationale Verträge gegeben.

Davon abgesehen ist die Aufnahme der osteuropäischen Staaten auf den ausdrücklichen Wunsch eben dieser Staaten geschehen.

@Nachfragerin 15:46

"Der Gedanke ist so unschuldig, dass ich ihn einfach stehenlassen will. :)"

Der Gedanke ist nicht nur unschuldig, er ist sogar richtig!

Ich finde wirklich ausgesprochen bemerkenswert, dass Sie Putin selbst dort, wo die Wahrscheinlichkeit bei 99,99999% liegt, nichts Unmoralisches und schon gar nicht Ungesetzliches zutrauen, dem Westen dagegen alles mögliche ...

Selbstverständlich hätte Morales die Durchsuchung verweigern können und daraufhin über den Ländern, die den Überflug nicht verweigert haben, weiterfliegen können. Wie realistisch das war bzw. welche Länder den Überflug tatsächlich verweigert hatten, weiß ich jetzt nicht.

Sisyphos3 (15:27)

15:07 von nikioko
Putin weiß exakt wie weit er gehen kann und führt den Westen vor.
.
denke beim Thema vorführen ist Putin nicht alleine
wenn ich mich recht erinnere sprach der US Außenminister beim Gorbatschow
auch bei einer Wiedervereinigung, die Nato nicht nach Osten auszudehnen

____

Die NATO wurde aber auch nicht von den USA nach Osten ausgedehnt. Die entsprechenden souveränen Staaten haben sich für den Beitritt entschieden, und wie man am Beispiel Ukraine sieht, völlig zu Recht. Den USA steht es nicht zu, für diese Staaten zu sprechen und damit deren Souveränität zu unterhöhlen - etwas, was Russland übrigens unverhohlen versucht und im Falle von Georgien und der Ukraine auch geschafft hat.

@Nachfragerin (15:13)

"Falls die EU sich dafür entscheiden sollte, den belarusischen Luftraum als unsicher zu erklären, werden die Fluggesellschaften ganz automatisch drumherum fliegen."
> Über den weißrussischen Luftraum entscheidet nicht die EU, sondern Weißrussland. Nur dieses kann ihn sperren. Und auch wenn irgendwelche EU-Stellen irgendwelche Empfehlungen für fremden Luftraum herausgeben, werden internationale Airlines selbst entscheiden, ob sie diesen Empfehlungen nachkommen.
___

Das ist richtig, aber zu kurz gedacht. Selbstverständlich können Polen und Litauen wiederum entscheiden, dass kein Flugzeug von Weißrussland kommend in ihren Luftraum eindringen darf. Und eine Landung in Vilnius ohne Benutzung des litauischen Luftraums stelle ich mir schwierig vor.

rer Truman Welt

Belarus jetzt sanktionieren, von der EU isolieren, sämtliche Regierungs- und Parteimitglieder sowie alle namentlich bekannten Militär- und Polizeiangehörige mit einem befristungslosen EU Einreiseverbot belegen und EU Überflugverbot für die belarussische Airline und alle weiteren in Belarus stationierten Flugzeuge inkl. verhängen.

16:14 von _Beobachter

"EU und besonders die USA lebt schon seit zig Jahren nach Prinzip 'quod licet Iovi, non licet bovi'. Wenn das für die USA und Europa kein Problem ist, worum dürfen so was die andere länder nicht? schon wieder Doppelstandard?"

An Ihren Bemerkungen ist nur eins wichtig: Sie erkennen implizit an, dass die Entführung der Ryanair-Maschine und die Festnahme von Protasewitsch ein offenkundiger Rechtsbruch sind. In diesem Punkt bin ich ganz auf Ihrer Seite.

Was Sie sonst über die EU und die USA denken, ist mir ziemlich egal.

Am 24. Mai 2021 um 15:46 von Nachfragerin

15:12 von DrBeyer: "Ich gehe davon aus, dass diese Durchsuchung im Fall einer Weigerung von Herrn Morales auch nicht stattgefunden hätte."

Zitat: Sie gehen also davon aus, dass man eine Präsidentenmaschine zur Landung zwingt, um sie im Falle einer abgelehnten Durchsuchung einfach weiterfliegen zu lassen.

Morales Machine wurde nicht zur Landung gezwungen. Er ist freiwilig in Wien gelandet. Es hätte Alternativen gegeben, zumindest die Umkehr nach und Landung in Moskau.

Das bolivianische Verteidigungsministerium hat damals übrigens nach einem Spiegel-Bericht bestritten, dass die Maschiene durchsucht worden war. Das at auch das österreichische Außenministerium. Spanien wollte eine freiwillige Durchsuchung erreichen, was jedoch von Bolivien abgelehnt wurde.

re 16:09 Nachfragerin: Symbolisch?

>>14:42 von Vielfalt.:
"Wie jämmerlich muss eine Regierung sein, dass sie so viel Angst vor einem 26 Jährigen Blogger hat?"
> Das ist eine sehr berechtigte Frage. Womöglich geht es mehr um die Symbolwirkung seiner Festnahme als um den Blogger selbst.<<

Symbolisch? Eine „symbolische“ Festnahme? Und jetzt wird wohl auch noch „nur“ symbolisch gefoltert? Wie zehntausende andere „symbolische“ Opfer?

Das ist wirklich Auch nicht mehr mit Humor zu ertragen! Und ich bemühe mich wirklich!

Am 24. Mai 2021 um 16:31 von jukep

Zitat: Natürlich wurde die Maschine daran gehindert, sie hatte doch keine Überflugsrechte mehr über EU Gebiet. Die Maschine war in der Luft egal ob sie umkehrt oder einen Umweg flieg zwangsläufig musste die Maschine über EU Gebiet fliegen. Also musste die Maschine irgendwo landen. (Für das Verhalten der EU in dieser Sache schäme ich mich heute noch).

Sie schämen sich umsonst.

Die EU war nicht Inhaberin der Überflugrechte. Einzig Portugal, Italien, Frankreich und Spanien hatten den Überflug verweiger.

14:42 von Vielfalt. | Behauptung ohne Basis

'Es ist zwar Teil der rückständig kontinentaleuropäischen Polit-Tradition Oppositionelle als "Terroristen" oder "Hassverbreiter" zu sehen, '

Eine solche 'Tradition' existiert nicht in Europa. Das ist eine unsinnige Behauptung, die in Wirklichkeit ja auch nicht auf die Verhältnisse in Belarus zielt ;-).

Belarus ist eine finstere Diktatur, Ungarn unter Orban ist eine entgleiste Demokratie und Polen unter Jarosław Kaczyński schickt sich an, Orban zu folgen. Das sind landesspezifische Fälle, begründen aber keine europäische Tradition. Oder haben Sie Belege dafür ? Richtige Belege, nicht einfach wieder eine unbelegte Folgebehauptung.

@nikioko um 15.35 Uhr

Si tacuisses philosophus mansisses.
Das gilt insbesondere für Ihren Vergleich mit Adolf Eichmann.
Da bleibt einem nur die Spucke weg.

Sie haben es in Ihrem Eingangsstatement selbst auf den Punkt gebracht:
„Wie kommen Sie denn auf den Unfug?“

...ttestEineMeinung #Glaubwürdigkeit

Ich verstehe sehr gut die Notwendigkeit den Kontakt mit der Bevölkerung von Diktaturen nicht zu verlieren.

Andernfalls wird es viel leichter für Diktatoren wie z.B. Lukaschenko, Putin oder Xi Jinping, die Frustration der Menschen auf Feindbilder von ausserhalb zu lenken.

Es gibt Gründe warum NGOs so gerne als ausländische oder gar feindliche "Agenten" gebrandmarkt werden.
Diese Machthaber möchten nicht, dass ihr Volk mehr von der Welt kennen lernt als unbedingt nötig.

Umso wichtiger ist es dass Sanktionen möglichst gezielt bei denen ankommen, die es betrifft:

Einreiseverbote für die Machteliten, Einfrieren von Geldern die diese ins Ausland transferieren, internationale Haftbefehle für Beteiligte von Regierungen die Menschen unterdrücken, auf sie schiessen lassen, sie entführen, sie foltern.

Oder die richtig grossen Keulen auspacken - als Russland die Krim annektierte hätte die Regierung Merkel ein oder zwei neue Erdgasterminals an der Nordsee bauen lassen sollen statt Northstream.

Immer das gleiche!

Wer erinnert nicht den Fall Karshoggi, der in der saudischen Botschaft in Istanbul ermordet, zerstückelt und in Diplomatenmaschinen wohlabgepackt ausgeflogen wurde? Was ist darauf erfolgt? Eigentlich nix.
.
Und so werden auch in diesem haarsträubenden Fall starke Sprüche losgelassen, ohne dass wirklich beherzt durchgegriffen wird.
.
Belarus gehört zur SU, und da muss man ja den Ball flach halten.

Zu viel des "Guten"

14:37 von Treualp1:
"Eine ernst zu nehmende europäische Streitmacht die auch alle Optionen von Kampfhandlungen gewährleisten könnte wäre hier auch von großem Vorteil."

Nachfragerin 15:51:
"Und mit der wollen Sie dann in Weißrussland einmarschieren, um einen Blogger zu befreien?"

Das habe ich mich auch gefragt.

'Ihr Problem ist, dass sie hiesige "Hasser und Hetzer" für verfolgte Oppositionelle halten, wie etliche ihrer Posts hier zeigen. Hierzulande werden allerdings - und zu Recht! - nur Äusserungen verfolgt, die beleidigend sind, persönlich diffamierend oder zu Hass und Gewalt aufrufen.
Diese dreisterweise mit Menschen zu vergleichen, die unter den Einschränkungen einer Diktatur Nischen suchen... '

Sie treffen mit ihrem Post den Nagel auf den Kopf. Es geht in den von ihnen kritisierten Kommentarzeilen nicht um Belarus, sondern um ein anderes, sich beständig wiederholendes Thema.

@ rudibee

Wegen der Überflugverbote anderer EU-Staaten musste Präsident Morales' Maschine ...

Was soll damit relativiert werden?
Ist das Verhalten der belarusischen Seite etwa jetzt gerechtfertigt?

...ttestEineMeinung @24. Mai 2021 um 10:14&14:02 von 0_Panik

Sie behaupten also, wenn Ryan Air nicht da langgeflogen wäre wo sie entsprechend internationaler Verträge fliegen dürfen, sondern ein noch nie dagewesenes Verhalten eines Überflugstaats vorausgesetzt hätte, dann wäre nichts passiert?

Ihnen ist auch kein Argument zu sehr an den Haaren herbeigezogen, oder?

16:31 von Poliós

Niemand hat dergleichen versprochen.
.
darf ich sie auf meinen Text verweisen
da steht es wurde darüber gesprochen !
" Versprochen" haben sie behauptet

ansonsten Horst Teltschik Zitat :
"Ich habe 1989/90 an allen Gesprächen von Bundeskanzler Kohl mit [Präsident George H.W.] Bush,
[Außenminister James] Baker, [Präsident François] Mitterand, [Premierministerin Margaret] Thatcher
und Gorbatschow sowie an den diversen NATO-, EU- und G7-Gipfeln teilgenommen.
Zu keinem Zeitpunkt war die Rede über eine Erweiterung der NATO über Deutschland hinaus"
so bei https://www.baks.bund.de/de/arbeitspapiere/2018/nato-osterweiterung-gab-... nachzulesen
also eine offizielle Seite der Bundesregierung und keine Pressemitteilung

16:31 Polios

"Niemand hat dergleichen versprochen....."

doch es gab diese Zusage allerdings nur mündlich (davon existieren sogar Aufzeichnungen) wurden nur nicht vertraglich festgehalten.

@ rudibee

Es konnte auch gar niemand aus dem Flugzeug gezerrt und verschleppt werden, weil der Gesuchte nicht drin war.

Er war drin und er wurde verhaftet. Und dass er jetzt von der Bildfläche verschwunden ist, bedeutet nicht, dass es ihn nicht gibt.
Warum rechtfertigen Sie ein autoritäres Regime?

USA: Nato wird sich keinen Inch nach Osten ausdehnen.

@16:31 von Poliós
Das National Security Archive (NSA) der George Washington University hat Dokumente veröffentlicht, die das bezeugen.
"So hatte der US-Außenminister James Baker bei einem Treffen mit Gorbatschow am 9. Februar 1990 versprochen, die Nato werde sich "keinen Inch weiter nach Osten" erweitern. Die bekannte Äußerung sei "Teil einer Kaskade von Versicherungen", die Gorbatschow und anderen Vertretern der Sowjet-Regierung gemacht wurden. Verwiesen wird auf den ehemaligen CIA-Direktor Robert Gates, der den "Druck" kritisierte, "die Nato nach Osten zu erweitern, nachdem Gorbatschow und andere im Glauben gelassen wurden, dass dies nicht geschehen wird". (heise)

"Die US-Botschaft in Bonn schickte nach einer Rede des deutschen Außenministers Hans-Dietrich Genscher am 31. Januar im Tutzing ein Dokument nach Washington, dass die Nato eine Osterweiterung und ein Näherrücken an sowjetische Grenzen ausschließen sollte."
US-Außenminister Baker versicherte das noch einmal am 9. Februar.

@ Sisyphos3

... denke beim Thema vorführen ist Putin nicht alleine
wenn ich mich recht erinnere sprach der US Außenminister beim Gorbatschow
auch bei einer Wiedervereinigung, die Nato nicht nach Osten auszudehnen.

Das ist eine Legende. Gorbatschow hat zu verstehen gegeben, dass es gegen eine Ausdehnung der Nato nach Osten keine Einwände gibt, falls sie auf freiwilliger Basis erfolgt. Nachzulesen in seinen Erinnerungen.

@ Nachfragerin

@teachers voice- Der Typ in Minsk heißt Lukaschenko, nicht Putin

Auch nicht. Lukaschenka.

@ DrBeyer

"Das grenzt nicht nur, das IST Menschen-Piraterie.
U.a. deshalb die große Aufregung."
Ja und, der Westen zwang 2013 eine diplomatische Maschine zur Landung - auf der Suche nach Snowden. Das störte damals hier keinen - warum also jetzt die Aufregung?

Snowden hat damals keine Verbrechen begangen! Er hat viele Staatsverbrechen der USA enthüllt!

@ melancholeriker

"Mit Schurken zu reden ist allerdings wirklich sinnlos. Schurkereien passieren in der Regel aber nur, wenn man nur zuschaut."
Warum Schurke? War doch das gleiche wie 2013 in Wien! Nur andersrum! Damals wurde doch auch niemand als Schurke bezeichnet!

Sanktionen im Luftverkehr

Es gäbe relativ leicht umzusetzende Sanktionen im Luftverkehr, die Lukaschenka wirklich weh tun würden. Man könnte alle Verbindungen von der EU nach Belarus streichen und man könnte sogar ohne ernsthafte Probleme mit dem Völkerrecht den Luftraum der EU für alle Maschinen von und nach Minsk sperren.

@ 16:31 von jukep

"""Natürlich wurde die Maschine daran gehindert, sie hatte doch keine Überflugsrechte mehr über EU Gebiet. """

Falsch. Sie verwechseln einige Länder der EU mit der ganzen EU. Zwischen Wien und Russland wurde der Luftraum nicht gesperrt.

"""Für das Verhalten der EU in dieser Sache schäme ich mich heute noch)."""

Sie brauchen sich nicht zu schämen, da die EU als solche gar nicht daran beteiligt war.

@ nikioko

"Wie kommen Sie denn auf den Unfug? Solche Mittel sind in keinem Fall gerechtfertigt, weder durch die USA noch durch Weißrussland. Es handelt sich um einen Akt der Piraterie und bei der Verschleppung einer unliebsamen Person um ein Verbrechen."
Da bin ich ganz bei Ihnen! Welche Sanktionen wurden seinerzeit gegen die USA verhängt?

Sanktionen im Kapitalverkehr

Mit Einschränkungen im SWIFT-System könnte man die Fähigkeiten des belarusischen Regimes, ausländische Rechnungen zu bezahlen, empfindlich treffen. Schon die Androhung würde eine Vielzahl von Verträgen im Dienstleistungsbereich zum Platzen oder Stornieren bringen. Und die Währung könnte in die Knie gehen. Das geht sehr tief in viele Bereiche der Wirtschaft von Belarus hinein und könnte die Führung ernsthaft destabilisieren.

Wenn Europa wollte, könnte es den Preis für diesen Akt der Piraterie mit anschließender Verhaftung eines unliebsamen Journalisten sehr, sehr schmerzhaft in die Höhe treiben. Mit relativ wenig Aufwand.

@petermeffert, 15:56

Seit wann dürfen Staaten fremde Flugzeuge unter fadenscheinigen Vorwänden zum Landen zwingen, die dort gar nicht landen wollten...

Schon immer. Überflugrechte sind Hoheitsrechte des überflogenen Staates. Werden diese nicht erteilt oder kurzfristig entzogen, muss der Flieger eben landen. Muss nicht einmal begründet werden. Alles vollkommen im Rahmen des Völkerrechts.

... und dann noch "rein zufällig" zwei Passagiere festnehmen, die ohne diese erzwungene Landung das Land gar nicht betreten hätten?

Anscheinend lag etwas gegen diese Personen vor. Hätte man sie nach der Landung weiterfliegen lassen sollen?

Seltsames Rechtsverständnis haben hier manche wieder...

um 14:30 von teachers voice

> Das beredte Schweigen des Kreml zu diesem unsäglichen Operettengeneral zeigt das ganze Dilemma der russischen Politikorientierung. <
- Werter Forist, wenn Sie sich in Ihrem Kommentar doch mal auf ein konkretes, aktuelles, diskutiertes Ereignis beziehen würden. Lukaschenko ein "unsäglicher Operettengeneral", entspringt diese Bezeichnung Ihrer eigenern künstlerischen Fantasie oder den politischen Reden, aus denen Sie anscheinend oft zitieren?
Der aktuelle Vorfall hat tatsächlich einen Seltenheitswert, wirft viele Fragen auf. Auf die Klärung bin ich sehr gespannt.

Nachfragerin

Herzlichen Dank für Ihre Feststellung ! Da kann ich meine Diagnose zurückhalten. Dieses "Airnapping" sollte nach den Vorstellungen von Treualp1 vermutlich in einen "Kampf um Troja 2." ausarten. Es ist - falls dieses Beispiel Schule macht - mit einem geringeren Passagieraufkommen im Luftverkehr zu rechnen - die Grünen werden begeistert sein.

Thematische Ausrichtung

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

bitte achten Sie bei der Erstellung Ihrer Kommentare auf die thematische Ausrichtung.

Kommentare, die zu sehr vom Thema abweichen, können nicht freigeschaltet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation meta.tagesschau.de

P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

@Denkerist

Es wurde hier im Thread inzwischen oft genug sehr plausibel dargelegt, warum der gestrige Vorfall keinesfalls mit der Morales-Landung gleichzusetzen ist.

Falls Sie irgendwelche neuen Erkenntnisse beitragen können - gerne her damit.
Anderenfalls kann das endlich beiseitegelegt werden.

@falsa demonstratio - Freiwillige Landung?

16:50 von falsa demonstratio:
"Morales Machine wurde nicht zur Landung gezwungen. Er ist freiwilig in Wien gelandet. Es hätte Alternativen gegeben, zumindest die Umkehr nach und Landung in Moskau."
> Der damalige Vorfall wurde in unseren Medien mit den Worten "unfreiwilliger Staatsbesuch" betitelt. Aber wenn Sie so bereitwillig Tatsachen umdrehen, werden Sie die von einem Abfangjäger begleitete Landung in Weißrussland sicherlich auch als freiwillige Entscheidung des Piloten beurteilen. Schließlich bestand die rein hypothetische Alternative, einfach weiterzufliegen.

"Das bolivianische Verteidigungsministerium hat damals übrigens nach einem Spiegel-Bericht bestritten, dass die Maschiene durchsucht worden war."
> Richtig. Da ein Mensch und keine Bombe gesucht wurde, hat man nur die Insassen kontrolliert und nicht den Frachtraum. In Minsk wird es ähnlich gewesen sein. (Außer man hat die Lüge mit der Bombe noch aufrecht erhalten wollen.)

@Am 24. Mai 2021 um 15:53 von DrBeyer

"Es heißt doch immer, dass ein Flugzeug ein anderes zur Landung gezwungen habe. Wie geht das eigentlich flugtechnisch?
Was für ein Manöver muss ich fliegen, um ein anderes Flugzeug wodurch zur Landung zu zwingen?"

Man signalisiert dem Piloten einer Zivilmaschine per Sprechfunk über offene Frequenzen und durch Wackeln mit den Tragflächen ("Flügeln"), dass sie landen sollen. Als Zeichen, dass er verstanden hat, wird der Zivilpilot ebenfalls mit den Tragflächen wackeln und den Militärflugzeugen folgen. Seit 1983 (Abschuss einer zivilen Maschine der Korean Airlines über dem Ochotskisches Meer, weil sich der Flieger innerhalb sowjetischen Luftraums befand und wohl nicht auf die Landeaufforderung der sowjetischen Luftwaffe reagierte) wird sich wohl kein ziviler Pilot, der seine fünf Sinne beisammen hat, einer militärischen Landeaufforderung widersetzen oder sie ignorieren.

Am 24. Mai 2021 um 14:42 von fathaland slim

"...>> Es soll nachgedacht werden die diplomatischen Beziehungen zu beenden.<<

So etwas ist immer der letzte Schritt vor einem Krieg und führt meist auch genau da hin..."

Dem kann ich nur zu stimmen.

um 15:29 von

um 15:29 von Vielfalt.
"
@14:56 von Nachfragerin
Die Zwischenlandung war nicht freiwillig, sondern wurde mit den dafür nötigen Mitteln erzwungen.

Falsch. Es war freiwillig. Der hätte auch nach Russland zurückkehren können. Keiner hätte ihn daran gehindert.

Völlig andere Situation als jetzt in Belarus.
"

Wenn Sie glauben, dass das alles freiwillig war und weder rechtlich noch moralisch verwerflich, dann können sie auch glauben, dass der Pilot freiwillig in Belarus landete.

Außerdem, dass alle (Behörden & Flugzeuginsassen) froh sein können, dass die Bombendrohung sich als falsch herausstellte.

Wenn Polizisten bei Identitätsüberprüfung feststellen, dass vor ihnen jemand steht, der zur Fahndung ausgeschrieben ist, dann wird der festgenommen. Nicht nur in DE, auch in Belarus.

Wenn belarusische Behörden von einer Bombe an Bord ausgehen, während das Flugzeug in belarusischen Luftraum ist, wer ist dann zuständig? Belarus oder irgend ein Nachbarland?

@CaptainGreybeard 18:03

Vielen Dank soweit!

Das, was Sie beschrieben haben, ist ja weniger ein Zwang zur Landung als eher die Aufforderung zur Landung mit der Drohung eines möglichen Abschusses.

Gibt es auch physikalische Zwänge, mittels derer man ein Flugzeug "zwingen" kann?
Seit Tom Cruise und "Top Gun" frage ich mich bspw., wie das mit dem Abgasstrahl ist, und seit man hin und wieder von russischen Flugzeugannäherungen an NATO-Gebiet hört, frage ich mich, wie ein Abdrängen in der Luft in der Praxis funktioniert.
Der Abdrängende will ja schließlich auch heil wieder landen ...

Am 24. Mai 2021 um 14:14 von Werner40

Eckart Aretz’ Kommentar ist nichts hinzuzufügen. Es helfen nur wirksame Sanktionen, wie z.B. Abschneiden vom internationalen Zahlungsverkehr.
__
Das müsste dann schon international, nicht nur EU-weit passieren. Ob da alle mitmachen, wage ich zu bezweifeln. Ob man Unwillige dazu zwingen kann, erst recht. Und ob es dazu überhaupt eine rechtliche Handhabe gibt, da bin ich auch nicht sicher.
Aber den BLR-Luftraum zu meiden und der nationalen Fluglinie Überflug u. Landeerlaubnisse zu verbieten, sollte auf jeden Fall möglich sein.
Allerdings finde ich auch, dass man die beiden "Vorfälle", den in Wien UND den in Kiew schon ein wenig vergleichen kann. Wäre Snowdon damals an Bord gewesen, hätte man ihn auch einkassiert. Beide Vorfälle sind gleichermaßen zu verurteilen, auch wenn der erste in Wien nicht "erfolgreich" im Sinne der Nötigung war.

@teachers voice - Was ist eine Symbolwirkung?

16:52 von teachers voice:
"Symbolisch? Eine ,symbolische' Festnahme? [...] "Das ist wirklich Auch nicht mehr mit Humor zu ertragen! Und ich bemühe mich wirklich!""

Ihre Bemühungen wirken eher so, als wollten Sie mich unbedingt falsch verstehen.

Wenn es Ihrem Verständnis hilft, lassen Sie das "Symbol" in meinem Satz weg. Dann wird daraus "Womöglich geht es mehr um die [...]wirkung seiner Festnahme als um den Blogger selbst."

Oder anders ausgedrückt: Die Regierung Weißrusslands möchte mit dieser Festnahme wahrscheinlich nicht nur den Blogger persönlich treffen, sondern vielmehr die anderen Regierungskritiker einschüchtern. Das ist die Symbolwirkung, von der ich schrieb.

Treualp 1 .... wenn ich Ihren

Treualp 1
.... wenn ich Ihren Kommentar lese, dann kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln. Soll die Eu mit einer Streitmacht wegen diesem Vorfall einen Krieg mit Belorussland beginnen? Glauben Sie etwa, dass Putin da ruhig zuschauen würde, wenn eine europäische Streitmacht in Belorussland militärisch intervenieren würde? Dies würde den 3. WK bedeuten.Sie scheinen nicht beim Militär gedient zu haben, sonst würden Sie hier nicht so einen Unsinn von sich geben.Die Eu wäre viel zu schwach ohne die Amerikaner, um hier was ausrichten zu können.Kein Land der EU würde deshalb auch nur einen Soldaten dafür opfern.Sie sollten doch mal etwas überlegen, bevor Sie Ihre Tastatur benutzen.

Am 24. Mai 2021 um 15:04 von WM-Kasparov-Fan

Alles Punkte, die zwar "überlegenswert" sind, jedoch nur Staaten und Gesellschaften, die ausserhalb und unabhängig von Belarus aggieren können, etwas nützen. Schaden würde all das eher der Opposition und dem ganzen belorussischen Volk selber, nicht nur den wenigen regime-treuen (korrupten, unmoralischen) Personen dort.
___
Einige Staaten, wie die Baltischen, aber auch GB haben schon Fakten geschaffen, in dem sie Überflugverbote erteilt haben u.a.
DE hat wenigstens, wie andere Mitgliedsstaaten auch, den jeweiligen Botschafter einbestellt. Bin mal gespannt, was letzten Endes von den markigen Worten übrig bleibt. Vermutlich, wie immer, nicht viel.

Am 24. Mai 2021 um 15:48 von DrBeyer

"Und auch wenn irgendwelche EU-Stellen irgendwelche Empfehlungen für fremden Luftraum herausgeben, werden internationale Airlines selbst entscheiden, ob sie diesen Empfehlungen nachkommen."
__
Lt. dem Bericht in der TS haben bereits einige Airlines entschieden, den Belarus' Luftraum b.a.w. zu meiden. Die Ukraine hat den Flugverkehr komplett abgebrochen. Insofern wird es schwieriger von Minsk nach Moskau zu reisen. Da überflog man bis dato die Ukraine.

@nikioko - Sanktionen für das gute Gefühl?

16:44 von nikioko:
"Das ist richtig, aber zu kurz gedacht."
> Ich schreibe nicht alles auf, was ich denke.

"Selbstverständlich können Polen und Litauen wiederum entscheiden, dass kein Flugzeug von Weißrussland kommend in ihren Luftraum eindringen darf."
> So ist es. Mit diesem "workaround" kommt man an das Ziel. Den weißrussischen Luftraums kann die EU aber trotzdem nicht sperren.

Letztendlich bleibt die Frage, ob die Airlines und angrenzenden Länder überhaupt Lust auf kostspielige Sanktionen haben. Die weißrussischen Regierung wird so etwas einkalkuliert haben. Die erreicht man damit nicht.

Es wird leider nichts darüber

Es wird leider nichts darüber berichtet, woher, von wem und auf welchem Wege die Nachricht/Warnung über eine Bombe am Bord kam. Das soll doch sehr wichtig sein. Üblicherweise, wie gewohnt, wie auf Kommando kommen Verurteile, Anschuldigungen und Drohungen aus der westlichen Allianz. Worum geht es denn jedes mal bei den Verbündeten? In der Antwort bitte nicht das Wort "Demokratie" benutzen. In der Aussenpolitik ist dieses Wort ein nichts, in der Aussenpolitik gelten andere Absichten, eine andere Ethik.

Dr. Beyer

Wenn der der abdrängt Waffen hat und schräg hinten versetzt fliegt, dann beantwortet sich diese Frage von selbst glaube ich.

Am 24. Mai 2021 um 15:39 von Traumfahrer

Nun muss die EU echt gemeinsam einen Weg finden, sonst kann sie die ganze EU vergessen, dann wäre es nur noch ein Haufen von Papiertigern, über die alle lachen, vor allem die Diktatoren dieser Welt !
__
Dass tatsächlich unangenehme Sanktionen vonseiten der EU beschlossen werden, wage ich zu bezweifeln. Meist werden markige Worte gefunden, denen man aber meist keine grossen Taten folgen lässt. Wie man so schön sagt "als Tiger gestartet, als Bettvorleger gelandet "

Am 24. Mai 2021 um 18:00 von Nachfragerin

16:50 von falsa demonstratio: "Morales Machine wurde nicht zur Landung gezwungen. Er ist freiwilig in Wien gelandet. Es hätte Alternativen gegeben, zumindest die Umkehr nach und Landung in Moskau."

Zitat: Der damalige Vorfall wurde in unseren Medien mit den Worten "unfreiwilliger Staatsbesuch" betitelt. Aber wenn Sie so bereitwillig Tatsachen umdrehen, werden Sie die von einem Abfangjäger begleitete Landung in Weißrussland sicherlich auch als freiwillige Entscheidung des Piloten beurteilen. Schließlich bestand die rein hypothetische Alternative, einfach weiterzufliegen.

Die Userin hat sich verrannt: Morales Maschiene kam aus Russland. Die hatte also bereits mehrere Überflugerlaubnisse; auch von Österreich. Als bekannt wurde, dass andere Staaten die Überflugerlaubnis nicht gewährten, bat Bolivien um Landererlaubnis für Wien, die auch gewährt wurde. Kein Zwang, schon gar keine Abfangjäger seitens Österreichs.

Am 24. Mai 2021 um 18:00 von Nachfragerin

"Das bolivianische Verteidigungsministerium hat damals übrigens nach einem Spiegel-Bericht bestritten, dass die Maschiene durchsucht worden war."

Zitat: > Richtig. Da ein Mensch und keine Bombe gesucht wurde, hat man nur die Insassen kontrolliert und nicht den Frachtraum. In Minsk wird es ähnlich gewesen sein. (Außer man hat die Lüge mit der Bombe noch aufrecht erhalten wollen.)

Die Userin verkennt: Nach damaligen Presseberichten hat das bolivianische Außenministerium verlautbaren lassen, die österreichischen Offziellen seien nur bis zu Flugzeugtür gekommen. Es seien lediglich die Papiere überprüft worden. Kein Vergleich mit Minsk (wobei die Rechtslage bei einem Privatflugzeug eine andere sein mag,als bei einem Regierungsflugzeug).

17:38 von rossundreiter

Zitat:"Anscheinend lag etwas gegen diese Personen vor. Hätte man sie nach der Landung weiterfliegen lassen sollen?
Seltsames Rechtsverständnis haben hier manche wieder..."

Da kann ich Ihnen nur zustimmen! Die Maschine hatte ein vertaglich gesichertes Überflugrecht für diese Linie, die Bombendrohung war offensichtlich gefakt, die Verhaftung des Bloggers nur aufgrund dieser gefakten Drohung möglich und Belarus ist natürlich ein lupenreiner Rechtsstaat mit einer unabhängigen Justiz und einer funktionierenden Demokratie...Ich verstehe wirklich nicht, warum Leute, die hier unserer Regierung ständig irgendwelche selbst diagnostizierten Rechtsbrüche vorwerfen, so nachsichtig werden, wenn es um Putin, Lukaschenko oder andere Typen der Art geht. Die haben offensichtlich noch nie irgendwas Rechtswidriges gemacht, nur der böse "Wertewesten" ist immer an allem schuld.

@DrBeyer - Der Über-Putin war's!

16:36 von DrBeyer:
"Ich finde wirklich ausgesprochen bemerkenswert, dass Sie Putin selbst dort, wo die Wahrscheinlichkeit bei 99,99999% liegt, nichts Unmoralisches und schon gar nicht Ungesetzliches zutrauen, dem Westen dagegen alles mögliche ..."
> Ich finde es irgendwie verwunderlich, dass die größten Gegner Putins ihm die übermenschliche Fähigkeit andichten, nicht nur ganz Russland zu kontrollieren, sondern auch noch jedes andere Ereignis auf dieser Welt zu steuern, das nicht den westlichen Interessen entspricht. Der Mann hat auch nur 24 Stunden pro Tag Zeit. Außerdem ist es schlichtweg absurd anzunehmen, dass mit Russland verbündete Regierungen keine eigenen Entscheidungen treffen würden.

"Wie realistisch das war bzw. welche Länder den Überflug tatsächlich verweigert hatten, weiß ich jetzt nicht."
> Italien, Spanien und Frankreich. Bei Umkehr des Flugzeug wären sicherlich weitere hinzugekommen.

@ Peter Meffert

"In Belarus ist jeder ein Terrorist, der den H. Lukaschenko einen Wahlbetrüger nennt."
Dann ist das eben so, daran hat man sich dort zu halten. Das ist geltendes Weißrussisches Recht! Geht uns nichts an! Ob wir das richtig finden, steht auf einem anderen Blatt. Wir dürfen gerne bei uns im Land für Meinungsfreiheit kämpfen, aber nicht in einem anderen!

Mir geht die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einfach zu weit.
Es verstößt auch gegen das Völkerrecht, anderen Ländern zu drohen. Ich glaube das ist mittlerweile absolut abhanden gekommen.

18:00 von Nachfragerin

Zitat:" (Außer man hat die Lüge mit der Bombe noch aufrecht erhalten wollen.)"

Wie man auf den Fotos sehen kann, wurde diese Inszenierung tatsächlich bis zu Ende gespielt. Oder glauben Sie, die Koffer auf dem Flugfeld lagen da zum Lüften?

@ jukep

Natürlich wurde die Maschine daran gehindert, sie hatte doch keine Überflugsrechte mehr über EU Gebiet.

Das stimmt nicht, die Überflugrechte über Polen, Deutschland, die Tschechinsche Republik, Dänemark, Großbritannien oder Österreich waren erteilt.

 18:38 von weingasi1

"... schwieriger von Minsk nach Moskau zu reisen. Da überflog man bis dato die Ukraine. "

Können Sie mal erklären, warum man von Minsk nach Moskau die Ukraine überfliegen muss?

Ergibt geographisch überhaupt keinen
Sinn,
wäre nämlich ein (riesiger) Umweg.

Die Aktion Lukaschenkos ...

... ist Piraterie, lässt mich fassungslos zurück.

Da wird der Blogger Roman Protassewitsch offenbar auf Schritt und Tritt vom belarusischen KGB überwacht, dann wird eine Passagiermaschine zur Landung gezwungrn, nur um diesen jungen Mann und dessen Freundin festzunehmen und die KGB-Leute haben plötzlich auch kein Interesse mehr, nach Vilnius zu kommen.

Der Blogger und seine Freundin werden zu den vielen Oppositionellen gehören, die spurlos verschwunden sind.

Vor einigen Tagen wurde laut Sueddeutscher Zeitung, 19.05. die belarusische Nachrichtenseite TUT.BY gesperrt. Sie ist nicht mehr erreichbar, ich habe sie im vergangenen Jahr oft aufgerufen, um über die Proteste und Demonstrationen aus erster Hand zu lesen.

Lukaschenko und sein Machtapparat müssen sakrioniert, isoliert werden.

@Paco 18:42

"Wenn der der abdrängt Waffen hat und schräg hinten versetzt fliegt, dann beantwortet sich diese Frage von selbst glaube ich."

Ich dachte, es durch Verwendung des Wortes "physikalisch" deutlich gemacht zu haben, war aber anscheinend nicht deutlich genug.

Also nochmal anders.
Mir geht es um die Frage, ob es Möglichkeiten (und wenn ja, welche) des Zwanges zur Landung oder einer bestimmten Flugrichtung gibt, ohne mit Waffen zu drohen oder sie gar einzusetzen.

@falsa demonstratio - Die Userin und der User

18:53 von falsa demonstratio:
"Die Userin verkennt: Nach damaligen Presseberichten hat das bolivianische Außenministerium verlautbaren lassen, die österreichischen Offziellen seien nur bis zu Flugzeugtür gekommen."
> Die Userin hat sich beim österreichischen Rundfunk (ORF) informiert und folgenden Satz gefunden: "Allerdings seien die Pässe aller Insassen der Maschine kontrolliert worden." Eine Bestätigung für die Behauptung des Users konnte sie nicht finden.

"Kein Vergleich mit Minsk (wobei die Rechtslage bei einem Privatflugzeug eine andere sein mag,als bei einem Regierungsflugzeug)."
> Die Userin weißt den User auf die diplomatische Brisanz beim ersten Fall hin.

Letztendlich zeigen beide Fälle, wie bereitwillig sich manche Nationen über internationales Recht hinwegsetzen, um Regierungskritiker ruhigzustellen.

@ 18:53 von Peter Meffert

Wer 1 und 1 zusammenzählt, kommt schnell drauf: unsere Rechtsaußen verstehen sich blendend mit Putin, Laschenka und co, es zahlt sich für sie aus, das gleiche derangierte Rechtsverständnis zu haben und unabhängige kritische Medien zu verdächtigen und zu bekämpfen. Es sind dabei zwar nicht alle so blöd, sich einer russischen Oligarchin auf Ibiza zu offenbaren, aber wer die politischen Linien im Kreml und in Minsk bis zu Assads Machtzentrale in Damaskus mit der Zentrale in der Berliner Schillstraße vergleicht und die entsprechenden blaubraunen Lobhudeleien analysiert, sieht den Zusammenhang.

diplomatische Wattebäuschchen

Was kommt?
• Ein Überflugverbot für die Ukraine
• Einreisesperren für 60 Ukrainer
• EU-Sperre für die ukrainische Flugbehörde

na toll, das wird helfen, als ob die Oligarchen um Lukatschenko noch in die EU reisen wollten. Das tut Niemandem richtig weh.

Protasewitsch und seine Freundin werden wohl schon längst in irgendeinem Keller gefoltert, wenn sie nicht schon (daran) gestorben sind. Die russischen Spezialisten dafür sind ja gleich mit ausgestiegen

Das klingt jetzt zwar ziemlich sarkastisch, dürfte aber leider der Realität entsprechen.

Und falls die beiden noch eine Gerichtsverhandlung erleben, dürfte die eine Farce werden, wie im großen-Bruder-Land gegen Nawalny

Gibt es vielleicht noch schärfere Maßnahmen?

Hamas

Soso, es liegt also eine Bombendrohung der Hamas gegen das Flugzrug vor?
Noch unglaubwürdiger geht es nicht.
Hält Lukaschenko den Rest der Welt für geistig minderbemittelt?

@19:04 von Gesellschaftskrise

"""Russland hat so viele Atomraketen um die ganze Erde ins Nirvana zu schicken. """

Welche alle schön brav auf dem Boden bleiben werden. Schon mal was von Abschreckung gehört?

"""Aufrüstung führt zum Krieg und nicht zum Frieden."""

Doch, dank Abschreckung. Hat gegen die Sowjetunion super funktioniert.

@DrBeyer - Weißrussland, Weißrussland, Weißrussland.

15:02 von DrBeyer:
"Wenn der Chef alle wichtigen Handlungen absegnet, ist er eben genauso verantwortlich wie der Stellvertreter, der die Tat ausgeführt hat."
> Das ist völlig richtig.
Und nun die Frage: Wer könnte die Festnahme eines weißrussischen Bloggers in Weißrussland angeordnet haben, weil dessen Tätigkeit der weißrussischen Regierung ein Dorn im Auge ist?

"Wenn Belarus einen Flug entführt, um einen Regimekritiker zu entführen, dann hat das in diesem konkreten Fall sehr wohl mit Putin zu tun [...]"
> In meiner Frage steht 3x Weißrussland und Sie sehen trotzdem überall Putin. Bitte erklären Sie mir, was Ihre These von einer Verschwörungstheorie unterscheidet.

@Denkerist

" "In Belarus ist jeder ein Terrorist, der den H. Lukaschenko einen Wahlbetrüger nennt."
Dann ist das eben so, daran hat man sich dort zu halten. Das ist geltendes Weißrussisches Recht! Geht uns nichts an! Ob wir das richtig finden, steht auf einem anderen Blatt. Wir dürfen gerne bei uns im Land für Meinungsfreiheit kämpfen, aber nicht in einem anderen!

Mir geht die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einfach zu weit.
Es verstößt auch gegen das Völkerrecht, anderen Ländern zu drohen. Ich glaube das ist mittlerweile absolut abhanden gekommen."

Doch das geht uns sehr wohl etwas an!
"Recht" existiert nicht in einer Diktatur, egal wo und egal wer der Diktator ist, jede Opposition wird zu Kriminellen oder Terroristen gemacht.
Das wollen Sie hinnehmen?
Seit zig Jahren nervt mich das Totschlagargument "Einmischung in die inneren Angelegenheiten", das immer nur von Vertretern und Verteidigern von Unrechtsregimen kommt.

Laut Tadeusz Giczan ...

..., dem Chefredakteur von Nexta,
und Aussagen der Mutter des Bloggers vor einer Stunde auf Twitter befindet sich der Blogger im Krankenhaus in einem sehr kritischen Zustand - wegen 'Herzkrankheit'.

Aus gleicher Quelle, vor 3 Tagen starb der politische Gefangene
Witold Ashurok an einer angeblichen „Herzkrankheit“ .
Übersetzung
"... Seine Familie hörte zuletzt am 30. April von ihm, obwohl sie zuvor alle 10 Tage Briefe von ihm erhalten hatten. Gefängnisbeamte weigern sich immer noch, seinen Körper der Familie zu übergeben. ..."

Die „Eliten“ in Russland u Belarus

gehören für diesen Rechtsbruch international geächtet u bestraft!
Ausschluss von allen internationalen Veranstaltungen, ob Sport oder Wirtschaft, Messen, Treffen.Damit sie sehen u spüren, mit welchen Machern die sich einlassen!
Da wo es am wehsten tut muß man sie treffen u sanktionieren!
Das sind wir den Menschen schuldig, die sich nach Freiheit, Demokratie u ein menschenwürdiges Leben sehnen!

@19:36 von SinnUndVerstand

Viele Regierungen werten Oppositionelle in anderen Ländern auf, während man für inländische Oppositionelle nur Verachtung übrig hat und/oder behauptet es seien keine "echten Oppositionellen", sondern nur "radikale Randerscheinungen" und die "echten Oppositionellen" seien, welch Zufall, (der Regierung gut angepasste) andere.

Es führt dazu, dass einigen Oppositionellen nicht viel anderes übrig bleibt, als sich an Regierungen dieser anderen Staaten zu orientieren. Dies wiederum ermöglicht es den Regierungen zu behaupten: "guck mal, die werden vom Ausland gesteuert!" Es ist ein Teufelskreis für die Demokratie und diese Machtkonzentrationstendenzen sind ein in Eurasien/Kontinentaleuropa weit verbreitetes Problem.

@Nachfragerin 18:54

"Ich finde es irgendwie verwunderlich, dass die größten Gegner Putins ihm die übermenschliche Fähigkeit andichten, nicht nur ganz Russland zu kontrollieren, sondern auch noch jedes andere Ereignis auf dieser Welt zu steuern, das nicht den westlichen Interessen entspricht."

Sorry, aber das wird langsam albern.

Wirklich NIEMAND behauptet so etwas.

Und ich hoffe doch sehr, dass Ihnen die relative Nähe von Belarus zu Russland bekannt ist.
Ebenso sollte Ihnen bekannt sein, dass Lukaschenko nur ein Herrscher von Putins Gnaden ist.
Und dann ist es wirklich weltfremd anzunehmen, dass eine solche Sache nicht auch im voraus mal kurz bei Putins Ohren vorbeigekommen wäre.

Es geht hier um einen gravierenden internationalen Zwischenfall direkt in Putins Vorhof, auf den er erklärtermaßen einflussmäßig direkten Anspruch erhebt!

So nennt man das also heutzutage. ...

...Da wird ein Flugzeug von einem Kampfjet begleitet, um dann mit Zwang zur Landung gezwungen wird,
und die Verantwortlichen nennen dies eine Notlandung.

---

Wenn es nicht so traurig wäre, müßte man lachen.
-
Bleibt zu hoffen, daß er das überleben wird.
-
Große Hoffnung habe ich aber nicht.
-
Es wird Zeit, daß die EU und auch andere westl. Staaten dem weißrussischen Diktator
und dem Zaren vom Kreml mal erklären, daß das so nicht mehr weiter gehen kann.

Am 24. Mai 2021 um 18:39 von Werneranerin

Sie haben Recht.

17:16 Uhr,

„Gegen das zur Landung in Minsk gezwungene Ryanair-Flugzeug lag nach Angaben der belarusischen Regierung ein Drohschreiben der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas vor.“

Artem Sikorski, Chef der Luftfahrt-Abteilung im belarusischen Transportministerium.
„Zum Beleg las er eine russische Übersetzung der angeblich auf englisch abgefassten E-Mail vor.“

Im Artikel steht ja „angeblich“.

19:28 von Nachfragerin

«Letztendlich zeigen beide Fälle, wie bereitwillig sich manche Nationen über internationales Recht hinwegsetzen, um Regierungskritiker ruhigzustellen.»

Was für ein Glück, dass es damals die Vorgänge um die Präsidentemaschine von Evo Morales gab. Sonst müsste sich die Despoten-Verteidigungs-Front nun noch was anderes ausgucken, um die Vorgänge in Minsk gestern klein zu schwafeln.

Noch was anderes, was noch mehr untauglich wäre als das sowieso schon an den Haaren herbei gezerrte und gequälte Vergleichsobjekt Morales-Flieger.

Keine erfundene Bombe, keine Abfangjäger, kein Passagierflugzeug damals. Aber dennoch kann man das ja in Slapstickmanier gleich setzen breit tratschen wie beim Wettstreit der Befreiungsfront von Belarus vs. die Belarusische Befreiungsfront.

Werft den Purchen zu Poden. Natürlich nicht Lukaschenko, sondern den Schlimmen Finger im Flieger, dem die Guten Gerechten das Miese Handwerk legen mussten.

Selbst Schuld … was fliegt der auch über das Land von Meister L.

Am 24. Mai 2021 um 19:25 von Leipzigerin59

" Lukaschenko und sein Machtapparat müssen sakrioniert, isoliert werden. "

So weit so gut, aber was oder wie sollen die Sanktionen aussehen, mit jetzt nicht mal was ein, was wir mit dem Land für Handel treiben, oder welche Beziehungen überhaupt laufen.

Putin wird sich diese Aktion

Putin wird sich diese Aktion ja nicht spontan überlegt haben. Wie kann es eigentlich sein, dass sämtliche westlichen Geheimdienste nichts davon mitbekommen haben ? Das ist ja schon dezent peinlich.
Sanktionen müssten jedenfalls Russland treffen und nicht Putins Teddybären Lukaschenko. Aber andererseits, wenn man Belarus sanktioniert, kann man behaupten, man habe was getan, ohne den ach so wichtigen Dialog mit Russland zu gefährden. Der eigentlich ein Monolog ist. Und bleiben wird. Bis zu den Wahlen in Russland im Herbst wird es vermutlich noch so manche kleine Überraschung von Putin geben.

@ Denkerist

In Belarus ist jeder ein Terrorist, der den H. Lukaschenko einen Wahlbetrüger nennt."
Dann ist das eben so, daran hat man sich dort zu halten. Das ist geltendes Weißrussisches Recht! Geht uns nichts an!

Gut, dass die Welt diese satte Gleichgültigkeit nicht an den Tag gelegt hat, als in Deutschland eine verbrecherische Diktatur herrschte.
Und außerdem: nein, es ist nicht weißrussisches Recht. Auch in der belarusischen Verfassung steht das Recht auf Meinungsfreiheit und das Recht auf körperliche Unversehrtheit drin. Aber Lukaschenka verletzt es.

@Dr Beyer

Im "Normalfall" fliegen 2 Maschinen auf das Luftfahrzeug zu.

Eine setzt sich daneben ( in Cockpithöhe ), eine zweite bleibt mit Abstand dahinter ( um "bei Bedarf" zu feuern... ).

Die Maschine neben dem Cockpit ruft den Airliner auf der zivilen, Guard-Frequenz die JEDER Airliner mithört.
Sollte das z.B. aus technischen Gründen nicht möglich sein:
Die gute alte "Schreibtafel" wir auch noch mitgeführt, dort wird drauf geschrieben, was der Airliner tun soll. Handzeichen tun ein übriges.

Ein von den (NATO) Alarmrotten nahezu täglich geübtes Verfahren...

Das mit dem "Abgasstrahl" würde im Zweifelsfall den Airliner sofort abstürzen lassen ( wenn der Kampfjet ein paar Meter davor z.B. mal kurz auf "Reheat" geht... ) bzw. das Cockpit zerstören.

Nachtrag zu Dr Beyer, 19:28

"...Mir geht es um die Frage, ob es Möglichkeiten (und wenn ja, welche) des Zwanges zur Landung oder einer bestimmten Flugrichtung gibt, ohne mit Waffen zu drohen oder sie gar einzusetzen..."

NEIN, gibt es nicht !

Sicher ist Putin wieder der Verantwortliche.

Die Nawalny-Posse ist ausgelutscht um gegen Putin damit weiter hetzen zu können.

Da ja Putin nach Meinung vieler Foristen auch für Zwangs-Landung des Bloggers Protasewitsch mitverantwortlich ist, weil er ein Freund des belarusischen Präsidenten Lukaschenko ist, kann die mediale Verurteilung weitergehen.

Sollten wir nicht einmal abwarten, welche Vergehen oder Verbrechen dem Blogger vorgeworfen werden, bevor wir den Stab brechen?

Zu Werneranerin 18.39

Doch. Eine angebliche Drohmail der Hamas, die zudem noch an die falsche Adresse, nach Minsk, geschickt wurde. Eine hanebuechene Erklaerung der Minsker Regierung.

@Peter Meffert - Danke!

18:56 von Peter Meffert:
"Wie man auf den Fotos sehen kann, wurde diese Inszenierung tatsächlich bis zu Ende gespielt. Oder glauben Sie, die Koffer auf dem Flugfeld lagen da zum Lüften?"

Nein. Ich kenne die Fotos nicht und danke Ihnen für die Info.

Der normale Weg wäre gewesen ...

... dass die Passagiermaschine in Litauen landet und die belarusische Regierung dann um Amtshilfe beim Suchen der Bombe bittet. Das Aufsteigen eines Abfangjägers war gegen das Völkerrecht.

@ Nachfragerin

In meiner Frage steht 3x Weißrussland und Sie sehen trotzdem überall Putin. Bitte erklären Sie mir, was Ihre These von einer Verschwörungstheorie unterscheidet.

Nur dank Putins schützender Hand, ist das belarusische Regime trotz Wahlfälschung noch im Amt.

@ 15:59 von MRomTRom

"Dieser Vorgang ist nichts anderes als staatliche Luftpiraterie, wie er nicht mal von sonstigen Schurkenstaaten praktiziert wird."

Direkte Worte, die Sie da gebrauchen. Geschehnisse wie die in Minsk provozieren auch immer wieder Vergleiche mit der Geschichte. Über den skandalösen Umgang mit Evo Morales 2013 in Wien will ich gar nicht weiter eingehen, das wurde hier schon zur Genüge getan - aber wie war das mit dem Abschuss einer iranischen Airbusses durch ein US-amerikanisches Kriegsschiff 1988 über dem Persischen Golf mit 290 Toten? Der damalige US-Präsident rechtfertigte das auch noch. Seltsam - dass so etwas nicht als Luftpiraterie eingestuft wurde und wird bis heute durch unsere Moralapostel in der EU.
Es kommt eben doch darauf an, WER etwas macht, nicht die Tat an sich.
Was den oppositionellen Blogger angeht: Auch hier glänzen die selbsternannten Weltpolizisten mit ihrer Einäugigkeit, wenn man an Julian Assange denkt, der im Gefängnis sitzt, weil er sich mit den Falschen anlegte

Am 24. Mai 2021 um 19:28 von Nachfragerin

18:53 von falsa demonstratio: "Die Userin verkennt: Nach damaligen Presseberichten hat das bolivianische Außenministerium verlautbaren lassen, die österreichischen Offziellen seien nur bis zu Flugzeugtür gekommen."

Zitat: Die Userin hat sich beim österreichischen Rundfunk (ORF) informiert und folgenden Satz gefunden: "Allerdings seien die Pässe aller Insassen der Maschine kontrolliert worden." Eine Bestätigung für die Behauptung des Users konnte sie nicht finden.

Wer suchet, der findet: Der bolivianische Verteidigungsminister hingegen widersprach dieser Version am Dienstagabend: Ruben Saavedra sagte, niemand habe die Maschine des Präsidenten betreten, um nach Edward Snowden zu suchen. Morales selbst habe dies untersagt. Dennoch seien Vertreter der Behörden "bis zu den Türen des Flugzeugs gegangen. (Der Spiegel - 03.07.2013, 12.20 Uhr)

@Denkerist

Mir geht die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einfach zu weit.

Menschenrechte sind unteilbar. Es sind keine "inneren Angelegenheiten", wenn sie mit Füßen getreten werden. Auch wenn die Diktatoren hundertmal auf diese "innere Angelegenheiten" pochen. Und Sie pochen leider mit.

19:40 von Jan Petersen

Protasewitsch und seine Freundin werden wohl schon längst in irgendeinem Keller gefoltert,
wenn sie nicht schon (daran) gestorben sind.
Die russischen Spezialisten dafür sind ja gleich mit ausgestiegen
.
muß man eigentlich immer gleich so so maßlos übertreiben ?
Dass es dort nicht rechtstaatlich zugeht, wer bezweifelt das
aber gleich zu unterstellen "(daran) gestorben sind. "
dann, haben sie Beweise für "russischen Spezialisten"

Was in Guantanamo geschah ist aktenkundig (weil vor Gericht) ...
von daher
ich weiß relativieren, die Keule wenn man keine Argumente hat
könnte man jetzt bringen

Am 24. Mai 2021 um 19:28 von Nachfragerin

"Kein Vergleich mit Minsk (wobei die Rechtslage bei einem Privatflugzeug eine andere sein mag,als bei einem Regierungsflugzeug)."

Zitat: > Die Userin weißt den User auf die diplomatische Brisanz beim ersten Fall hin.

Da wurde mein Posting wohl nicht verstanden.

Zitat: Letztendlich zeigen beide Fälle, wie bereitwillig sich manche Nationen über internationales Recht hinwegsetzen, um Regierungskritiker ruhigzustellen.

Ich bin im Zweifel, ob die Verweigerung des Überfluges im Fall Morales internationalem Recht widersprach. Es ist allerdings schon einge Jahrzehnte her, dass ich mich intensiv mit Erupa- und Völkerrecht befasst habe.

@ Gesellschaftskrise

Russland hat so viele Atomraketen um die ganze Erde ins Nirvana zu schicken.

Das mag sein. Es berechtigt aber noch lange nicht dazu, Oppositionelle in einem Akt der Luftpiraterie zu verhaften oder Oppositionelle in anderen Staaten zu vergiften.
Und wir sind im Angesicht der Atomraketen keineswegs zum Schweigen über diese Menschenrechtsverletzungen verurteilt. Hier darf man offen reden.

20:10 von Biocreature

Es wird Zeit, daß die EU und auch andere westl. Staaten dem weißrussischen Diktator
und dem Zaren vom Kreml mal erklären, daß das so nicht mehr weiter gehen kann.
.
wenn die jetzt nicht parieren ?
was dann ?
einmarschieren ?
klar muß was geschehen
aber doch bitte nicht wie am Stammtisch !

@ krittkritt

Das National Security Archive (NSA) der George Washington University hat Dokumente veröffentlicht, die das bezeugen.

Sorry, auf der Webseite der George Washington University kann ich dazu nichts finden, nicht mal einen Hinweis.

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