Kommentare - Klinikpersonal in Corona-Hotspots am Limit

25. April 2021 - 08:06 Uhr

Mehr als 5000 Covid-19-Patienten kämpfen derzeit auf deutschen Intensivstationen um ihr Leben. Ärzte und Pflegekräfte kommen an ihre körperlichen und seelischen Belastungsgrenzen. Von Klaus Weidmann.

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Kommentare

Verfehlte Maßnahmen führen zu hohe Fallzahlen.

"Klinikpersonal in Corona-Hotspots am Limit"
> Das wird auch so weitergehen, solange unsere Bundesregierung das Problem mit derselben Inkompetenz angeht, wie es zuvor die Länder getan haben. Nach so vielen Monaten Freizeit- und Privatleben-Lockdown sollte doch auch der letzte merken, dass diese Maßnahmen ihr Ziel verfehlen.

Kitas und Schulen schließen, Eltern zuhause lassen. Das hat vor einem Jahr geholfen und würde es wieder tun.

"Das ist sehr belastend, vor allem, weil es über die Hälfte der Schwerstkranken nicht schaffen."
> Das war vor einem Jahr auch schon so. Es zählt zum traurigen Alltag auf einer Intensivstation, dass viele Patienten sterben. Bei den beatmeten Patienten lag die Sterblichkeit auch schon vor Corona bei einem Drittel.

Natürlich sind die Pfleger

Natürlich sind die Pfleger und Ärzte an der Belastungsgrenze, das waren sie aber auch schon vor der Pandemie, Ich habe im näheren Bekanntenkreis eine Ärzte und Pfleger mit denen man sich natürlich auch mal über die Arbeit unterhält. Die erzählen mir dann das sie nach 12 Stunden Schicht nochmal Bereitschaft schieben nur um dann wieder eine Schicht anzuhängen. Das Sie Nachts oft allein als Pfleger auf der Station sind und oft nicht wissen wo sie zuerst anfangen sollten. Und das alles von Montag bis Sonntag im Schichtdienst für einen Lohn für den viele von uns nicht arbeiten gehen würden. Nicht Corona ist an den Problemen schuld, Corona hat die Probleme nur deutlicher gemacht und in den Focus gerückt. Die Politik hat hat Schuld, die hat die Krankenhäuser privatisiert und so Finanz Haien wie Black Rock zum fraß vorgeworfen. Mir klingen noch die Versprechen der Politiker im Ohr den Pflegern und Ärzten zu helfen sie besser zu bezahlen und Personal aufzustocken, aber ein Klatschen vom Balkon

Klinikpersonal in Corona-Hotspots am Limit

Ich befürchte das wir Pflegepersonal und auch Ärzte mehr in den Kliniken verlieren werden durch das Versagen der Regierung. Was nützen mir tausende Intensivbetten mit Technik, wenn niemand da ist der sie bedient? Ich erinnere mich an das Gespräch zur Wahl, wo eine junger Pfleger (Azubi) mit Merkel redete und was versprochen wurde. Da geht einem die Galle hoch und Spahn will uns Glauben schenken, das wir die beste Versorgung hätten. Sicher, Menschen machen Fehler aber bitte nicht 16 Jahre immer den gleichen. Die CDU muß mal von der Regierung weg damit sie endlich lernt, dass die Industrie nicht alles ist, denn es bedarf auch deren Arbeiter. Na ja, meine Partei war das noch nie und wird es auch nie sein. Die CDU hat nur verwaltet aber nichts geschaffen, aber doch Halt, da war doch was mit Spendenaffähre usw.. Da hat Merkel Recht mit"wir schaffen das". Nur noch traurig.

Wenn eine Person die Arbeit von vorher 4 Personen macht...

... wundert mich überhaupt nicht.
Das war zumindest die Aussage einer Fachkraft in einer ARD-Sendung.
Auf eine parlamentarische Anfrage der Linkspartei wurde zugegeben, dass erheblich Plätze abgebaut wurden - auch während der Pandemie.

Hotspots

So, man kann ja viele unterschiedliche Meinungen dazu haben welche Maßnahmen denn nun passen. Aber welches unbegleitetes Maß an Renitenz, am Verleugnung und Ignoranz manche Mitbürger in den Hotspotregionen an den Tag legen ist garnicht nachvollziehbar. Thüringen, Sachsen. Verwandte von dort erzählen wie lax, wie ignorierend sich manche ihrer Kunden verhalten. Da zieht für mich nicht „Kritik an der Obrigkeit“. Das ist unverantwortlich.

Klinikpersonal am Ende

Genau diese Menschen arbeiten zum Teil für wenig Entgelt seit fast Jahren am limit und darüber. Sie sorgen dafür, dass Menschen nach Unfällen, bei schweren Erkrankungen und auch bei covid behandelt werden können. Und ja, sie sind geimpft! Und genau von diesen Menschen fordern die Neider, die im Homeoffice sitzen und keiner Gefahr für ihre Gesundheit ausgesetzt sind, weiter Solidarität bei der Versagung von Grundrechten? Was ist aus diesem Land geworden!

Ärzteschaft und

Ärzteschaft und Pflegepersonal kommen nicht an die Belastungsgrenzen, sie sind längst drüber: in den Kliniken haben sie zwischen den Wellen die Patienten behandelt und versorgt, deren OPs zum Beispiel verschoben worden sind in der ersten und zweiten Welle, und so wird es nach der dritten Welle auch sein. Und die Arztpraxen impfen in den Mittagspausen und telefonieren sich abends die Finger wund für die kommenden Impfkandidaten, von denen etliche auf der Liste standen, die schon in den Zentren geimpft wurden, aber ihre Praxis darüber nicht informiert haben. Und das sind nur zwei von vielen situationsverschärfenden Faktoren.

Nun ja

Peru verhängt doppelte Maskenpflicht beim Einkaufen
Gleich zwei Masken zum Schutz vor dem Coronavirus müssen die Menschen in Peru ab Montag bei ihren Einkäufen tragen. Die doppelte Maskenpflicht kommt zu der Pflicht hinzu auch ein durchsichtiges Visier zu tragen. Diese Verfügung der Regierung war vergangenen Montag ergangen.
So geht das!

Leider ist diese Belastung ...

Standard in deutschen Krankenhäusern und zwar schon seit Jahren.

Es ist gut, dass dies auch mal angesprochen wird und wir (die Bevölkerung) hoffen dass die kommende Regierung (diese scheint ja dieses Problem zu ignorieren) positive Änderungen in einleiten wird.

Wie mehr Lohn für die Angestellten um so auch Anreize für diesen Beruf zu schaffen.
Verbesserung der Arbeitsbedingungen um die dort tätigen Arbeitskräfte auch langfristig halten zu können.

D.h. Deprivatisierung des Gesundheitssektors. Krankenhäuser müssen zurück in die öffentliche Hand und die Schuldenbremse gehört aufgehoben.

Wie genau sehen denn die

Wie genau sehen denn die großen Veränderungen aus, die wir allen erwarten müssen?
Nachdem fast alle Politiker im Laufe der Pandemie beteuert haben, dass „nach Corona nichts wieder so sein wird, wie vor Corona“, müßten sich kommende Veränderungen bzw. dramatische Verbesserungen langsam abzeichnen.
Nicht nur auf den Intensivstationen, auch im Pflegebereich allgemein, in Kindergärten und Schulen.
Was haben sich die einzelnen Parteien dazu ausgedacht?
Welche Vorschläge für Verbesserungen haben die jeweiligen Fachpolitiker?
So kurz vor der Bundestagswahl sollten wir uns vor solchen Vorschläge doch kaum noch retten können. Schon allein um der Verstorbenen durch praktische Politik zu gedenken und nicht durch alberne Alibiveranstaltungen mit Ansprachen derer, die Schuld an dem Massaker tragen, welches die Pandemie angerichtet hat und die niemandem helfen.
Hören und sehen kann man bisher allerdings nichts dazu!
Obwohl alle Probleme schon viel älter sind als die meisten Regierungsmitglieder.

Klinikpersonal vor Corona bereits überlastet

Das Klinikpersonal war durch die Sparpolitik und Gewinnoptimierung im Gesundheitswesen bereits vor Corona überlastet. Beim Personalbedarf wird mittlerweile ja mit einem viertelten Menschen gerechnet, der gebraucht wird, nicht mit einem ganzen. Jetzt kommt Corona und die Intensivbetten sind seit letztem Frühjahr nicht mehr, sondern im Gegenteil weniger geworden. Auch das Personal ist weniger geworden, was zu Schließungen ganzer Stationen führt. Gleichzeitig lamentiert die Politik über Lockerungen für geimpfte und Genesene, obwohl man weiß, dass man sich mehrmals infizieren kann, auch Geimpfte mit impfresistenten Varianten wie der südafrikanischen. Eine Lockerung für diesen Personenkreis würde nur zu einem weiteren vorhersehbaren Desaster werden.

@Eu-Schreck Natürlich ist es

@Eu-Schreck Natürlich ist es am einfachsten immer alles auf die Unvernünftigkeit der Bürger zu schieben. Die hat aber nichts mit der Überbelastung des Pflegepersonals in Krankenhäusern oder Altenheimen zu tun. Das Problem sind Maßnahmen die nichts bringen weil sie Inkonsequent sind wie die Ausgangssperre. Die für mich als Schichtarbeiter natürlich nur am We. gilt. Kann ich nur hoffen das der Virus das weis wenn ich morgens im überfüllten Bus zur Arbeit fahre. Das Museen mit mehreren 10 000 qm Fläche geschlossen sind weil es für die 100 Besucher die da in der Stunde hinkommen zu gefährlich ist während sich in viel kleineren Fabrikhallen bis zu 900 Menschen an den Bändern drängeln. Maßnahmen ja aber konsequent verbindlich und sinnvoll für alle.

@nie wieder spd "Wie genau

@nie wieder spd "Wie genau sehen denn die großen Veränderungen aus, die wir allen erwarten müssen?" Die Frage können Sie sich doch sicher selbst beantworten. In etwa so wie die Veränderungen nach der Bankenkriese 2009, außer Versprechungen während der Krise ist da nicht viel gekommen.

Warteliste

Betten und Geräte stehen bereit, „nur“ der Faktor Mensch ist im Hintertreffen.
Ein Sinnbild für unsere Gesellschaft, wo ihre Priorität liegt und lag und Zeit für Umkehr und Ausgleich.
Auffällig, wie am Faktor Mensch gespart wurde. Dass das nun auffällt sollte zur Gegensteuerung veranlassen.
Es wird Zeit, dass wir die Prioritäten überdenken und verbessern.
Der Blick nach Österreich und Skandinavien kann helfen, dort scheint es in diesem Bereich besser zuzugehen. Mehr Fachpersonal mit guter Ausbildung ist der Königsweg.

@ 08:48 von Profi2020

„ Und genau von diesen Menschen fordern die Neider, die im Homeoffice sitzen und keiner Gefahr für ihre Gesundheit ausgesetzt sind, weiter Solidarität bei der Versagung von Grundrechten? Was ist aus diesem Land geworden!“

Kann ihnen nur zustimmen. Es wird sich sogar noch beklagt, dass man auf dem falschen Stuhl Rückenschmerzen bekommt... für das Homeoffice werden noch Homeofficepauschalen diskutiert, wegen Stromverbrauchs etc. Dafür braucht man im Homeoffice weder Auto, Benzin oder Bahnticket, muss nicht den ganzen Tag unter einer FFP Maske schwitzen (ja, der nächste Sommer kommt) und sich am Kundenschalter hundert mal am Tag die Hände desinfizieren. Vom extrem hohen Ansteckungs- und Erkrankungsrisiko mal ganz abgesehen...

Hamm

Hamm, eine Stadt mit 180.000 Einwohner ist auf einem Allzeithoch bezüglich Corona Infizierten. 6 Patienten liegen auf der Intensivstation. Hamm ist in der Lage Patienten von außerhalb aufzunehmen. Die Lage, so Chefarzt Dr. Unnewehr für Pneumologie und Infektionologie wäre vollkommen entspannt. Dazu wurde am Freitag ein großer Artikel bei Westfälischen Anzeiger veröffentlicht. Liegt es daran wie die Krankenhäuser mit den Patienten umgehen? Liegt es am Gesundheitssystem dass man mit Patienten auf der Intensivstation mehr Gewinn macht? Ich muss dass vermuten bei so widersprüchlichen Informationen.

warum mussten denn vorher

die jüngeren (ü50) Coronaerkrankten nicht bzw nicht so lange auf Intensiv bzw invasiv beatmet werden?

Der Virus sucht sich doch nicht aus Rache die Ungeimpften aus?

Zum Personalmangel:
Eine Katastrophenschutzplanung stellt doch nicht nur mehr Betten auf, sondern sie berücksichtigt auch die notwendige Personalplanung!
Was ist da schiefgelaufen?

@ 09:03 von heribix

„ Das Museen mit mehreren 10 000 qm Fläche geschlossen sind weil es für die 100 Besucher die da in der Stunde hinkommen zu gefährlich ist während sich in viel kleineren Fabrikhallen bis zu 900 Menschen an den Bändern drängeln. Maßnahmen ja aber konsequent verbindlich und sinnvoll für alle.“

Treffender kann man es nicht formulieren. Dazu kommt, dass in großen Fabriken die Arbeiter in einer Halle mit dem Bus stundenlang von den entlegensten Orten kommen. Arbeiter aus dem bayrischen Wald, Passau, Dingolfing, Straubing, Landshut usw. treffen sich nach stundenlanger Busfahrt (2 Stunden einfach ist keine Seltenheit) in einer Fabrikhalle wieder.

Ursache

An dieser Situation sind wir alle - unabhängig was die Politik vorschreibt - selber Schuld. Wenn wir die Grundregeln konsequent umgesetzt hätten, wäre es zur Zeit viel besser. Dem Virus interessieren nur Kontakte ganz egal was die Politik oder andere sagen.

@Sternenkind, 8:53

Was hat das nun mit der Situation des Personals in Hotspots zu tun?!

Sie lenken vom Thema ab.

Wer sich damit beschäftigen möchte, kann Einblicke bekommen. Die rbb-Doku ‚Charité intensiv’ würde ich weiterhin empfehlen.
Mit welchem Einsatz und (unter Umständen) welchen privaten Fragen und Folgen Menschen in den Intensivmedizin arbeiten, beschreibt immer wieder auch der Twitter-Account ‚lam3th‘.

Danach kommen mir immer mehr Zweifel, ob die politischen Entscheider_innen das ernst nehmen. Herrn Hans im Saarland oder Herrn Weil aus Niedersachsen mit für mich schwer verständlichen Aussagen und Entscheidungen würde ich sowas mal sehr ans Herz legen.

War alles bekannt -

und tausendmal vorher gesagt. Aber die Versuche, "Modelle" einzuführen, gegen den Rat aller Fachleute und das dummdreiste Gefasel von Leerdenkern führten genau dazu. Einem Virus sind Befindlichkeiten von 50 Schauspielern herzlich egal. Es ist dem Virus auch egal, ob die Pfleger, Helfer, Ärzte, Familienangehörigen am Limit sind. Wir bekämpfen es nur, mit KURZEM und harten Lockdown. Wie es Irland, Portugal, UK vorgemacht haben. Zeitglich Impfen und Hygieneregeln. Das ist tausendmal durchgekaut. Und tausendmal nach Laschet-Kubici Manier wieder zertreut worden. Vielleicht ja ein Ansatz Herrn Liefers, sich die Realitäten vor Ort mal anzuschauen. Vielleicht schwadroniert der dann auch nicht mehr von "Lügenpresse"-Jargon, sondern kommt in der Realität an.

@ 09:14 von DerOstbayer

„ Wenn wir die Grundregeln konsequent umgesetzt hätten, wäre es zur Zeit viel besser.“

Wenn man die leider etwas widersprüchlichen Aussagen vielleicht mal überdenken würde, wäre es bestimmt jetzt besser. Auf der einen Seite wird von den Aerosolen in Innenräumen geredet. Auf der anderen Seite von 1,5 Meter Abstand zwischen Schreibtischen, an denen man ohne Masken sitzt. Gibt es jetzt keine Aerosole, wenn man an seinem Schreibtisch sitzt? Und Niesen oder mal hüsteln muss heutzutage anscheinend auch keiner mehr...

zu "08:53 von Sternenkind"

Es wäre schön sehr viel gewonnen, wenn die einfache Maskenpflicht und Abstand eingehalten werden würden. Aber viele machen sich eine Art Sport daraus, weil sie irrig glauben, sie wischen der Politik damit eins aus. Aber nein, sie schaden uns alle und damit auch am Ende sich selbst.

@ um 09:07 von heribix

Seit 20 Jahren arbeite ich im Pflegebereich.
Ich erwarte aus Erfahrung von der Politik nicht eine einzige Verbesserung.
Wahrscheinlich werden ein paar Gesetze oder Verordnungen dahingehend geändert, dass die Möglichkeiten für korruptive und Lobbytätigkeiten von Politikern erweitert und die nächsten Bereicherungen auf Staatskosten durch Politiker noch besser verschleiert werden.
Aber weder in unserem Gesundheitssystem noch im Schulsystem wird sich irgendetwas verbessern.
Davon bin ich fest überzeugt.
Wenn sich das Pflegepersonal nicht endlich wehrt und streikt.
Ebenso wie Eltern, Kinder und Lehrpersonal für eine bessere Schule.

Meiner Meinung nach..

..sollte es eher so sein, dass pro Tagschicht 1 MA mehr vorhanden ist...

Was nützt mehr Gehalt, wenn die Arbeit auf immer weniger Schultern verteilt ist?

@09:12 von Susi1960

>> Was ist da schiefgelaufen?

Als der Plan aufgestellt wurde, war es nur noch ein halbes Jahr bis zur Bundestagswahl.

Und ein gewisser Dr. Daniel Bahr (FDP), der wußte, daß er nicht wiedergewählt wird, hatte einfach keine Lust.

Ich finde es ist ziemlich

Ich finde es ist ziemlich einseitig. Es wird nicht nah den besten Maßnahmen gesucht. Es gibt nur eine Maßnahme, die immer bischen verändert als "die Lösung" wird versucht zu verkaufen, die schon zu Weihnachten nicht funktioniert hat. Egal ob man sie "Ruhetag" oder "Brückenlockdown" nennt, es ist immer das Selbe.

08:52 von

08:52 von SinnUndVerstand

Zuerst mal volle Zustimmung zu Ihrem Kommentar.

Jetzt habe ich auch noch gelesen, das Belgien um " Hilfe schreit ". D. soll Patienten von dort behandeln.
Ja, es gibt Regionen, in denen das noch geht. Aber nicht mehr viele. Und was ist mit
" unseren eigenen " Patienten, die auch schon durch die Gegend geflogen/ gefahren werden müssen ?
Was soll das bloß noch werden ?

Quelle:
"https://www.n-tv.de/panorama/Deutschland-nimmt-belgische-Patienten-auf-…"

Verlegung,Triage

Die im Beitrag angesprochenen Verlegungen innerhalb Deutschlands sollten so schnell wie möglich durchgeführt werden. Denn scheinbar gibt es in einem Bundesland noch genügend davon. Sonst könnten keine Patienten aus einem Nachbarstaat aufgenommen werden!

Daß Herz-, Kerbs- und Sonstige OPs auf eine Warteliste verschoben werden ist doch bereits eine Triage durch die Hintertür!
Aber nein....es wird keine Triage geben......bei den Covid-Patienten zumindest.
Da fragt man sich doch, was noch alles hinter einer solchen Scheinheiligkeit verbirgt.
Man kann nur hoffen, daß man in dieser Zeit nicht ernsthaft erkrankt.
Außer an Covid19, dann bekommt man einen Platz auf Intensiv!
Jeden Tag bekommen wir Zahlen von Verstorbenen präsentiert, aber wieviele Menschen durch diese "Hintertürtriage" ihr Leben verlieren, das werden wir nie erfahren!
Ein großes Lob und ein dickes Danke an das medizinische Personal, das sich bis zum Letzten aufopfert!

Solange Kliniken Überschüsse erwirtschaften

MÜSSEN, um die Renditen der Investoren zu sichern - und damit Rentenzahlungen anderwärts -, solange werden über kranke Menschen Geschäfte gemacht; es muß sich ja lohnen, fragt sich nur, für wen. - Seit Jahren wird das Pflegepersonal systematisch ausgebeutet (sind ja auch überwiegend "nur" Frauen); jetzt erwischt es auch die Ärzteschaft - aber, auf politischer Gesundheitsebene geht die Klärung der Frage nach Spendengeldern und Privatgeschäften absolut vor. Oder hat schon jemand davon gehört, daß außer lieben Worten über Systemrelevanz schon mehr geschehen ist? -

re 9:03 heribix: Konsequenzen

>>Das Problem sind Maßnahmen die nichts bringen weil sie Inkonsequent sind wie die Ausgangssperre.<<

Bei der Beurteilung einer „Konsequenz“ muss man immer sämtliche Wirkungen und damit auch Wechsel- und Rückwirkungen mit einbeziehen. Und dann ist „Konsequenz“ bei weitem nicht mehr so simpel, wie sie einem am Anfang gerne erscheinen mag.

Genau dies macht unser Leben so schwierig. Zum Glück könnte man manchmal wenigstens klar erkennen, was „falsch“ ist. Aber richtig?

>>Das Museen mit mehreren 10 000 qm Fläche geschlossen sind weil es für die 100 Besucher die da in der Stunde hinkommen zu gefährlich ist während sich in viel kleineren Fabrikhallen bis zu 900 Menschen an den Bändern drängeln.<<

Wirklich treffendes Argument. Aber was, wenn die „900“ dann ins Museum gingen, weil ja sonst alles zu wäre?

Wie vielschichtig wären die sich hieraus ergebenden Konsequenzen?

Konkret: Hören wir auf, permanent Massnahmen gegeneinander aufzurechnen. Das löst keines und schafft nur neue Probleme.

@Brisant, 9:11

Vielleicht ist es auch nur eine Frage der regional vorhandenen Kapazität? Wissen Sie etwas darüber für Hamm und Umgebung?

Wenn man es sich jetzt...

...einfach macht und die Probleme hauptsächlich auf Corona schiebt (und dann vielleicht noch auf die Unvernunft von Teilen der Bevölkerung), dann wird sich nach einem eventuellen Ende dieser Pandemie exakt NICHTS ändern.

Die Situation der Beschäftigten, die Lage in den Krankenhäusern und auch in der Pflege ist nicht so katastrophal, weil wir einige tausend zusätzliche Schwerkranke haben, sondern weil seit Jahren das Gesundheitssystem nach witschaftlichen Aspekten zu funktionieren hat, sprich: Gewinne erwirtschaften soll. Das hat schon vor Corona Leben gekostet, und die Leute, die dort arbeiten, immer mehr unter Druck gesetzt.

Und die einzige "Lösung", die sich gefunden hat, war "günstigeres" Personal aus Osteuropa zu rekrutieren. Was bestimmt die Situation in den Krankenhäusern dort auch nicht verbessert hat.

09:00 von Shantuma Ich finde

09:00 von Shantuma

Ich finde es toll und wichtig, wenn sich die Menschen Gedanken um das Krankenhauspersonal und die Bezahlung machen. Ja, es müssen bessere Gehälter und Arbeitsbedingungen her !
Aber jeder, der schnelle Hilfe erwartet, sollte bedenken : die Ärzte und Pflegekräfte " fallen nicht von den Bäumen oder vom Himmel ".
Und das muss alles bezahlt werden, und das von den Krankenkassenbeiträgen !
Ich hoffe, wenn wir da bei 25 % oder 30 % angelangt sind, meinen Sie das immer noch.

@DerOstbayer

"Aber viele machen sich eine Art Sport daraus, weil sie irrig glauben, sie wischen der Politik damit eins aus. Aber nein, sie schaden uns alle und damit auch am Ende sich selbst."

Dies ist eine wilde Verschwörungstheorie.

Klinikpersonal in Corona-Hotspots am Limit.....

Die Gefahr besteht, daß die Intensivstationen voll laufen.
Allerdings ist dem aerzteblatt.de zu entnehmen, daß es im Jahre 2018 498.000 Betten in 1925 Kliniken gegeben hat, gegenüber 666.000 Betten in 2411 Kliniken im Jahre 1991.
Auch während der Corona-Pandemie wurden und werden Kliniken geschlossen.
Das ist auch eine Folge des Krankenhausfinanzierungsgesetz (Fallpauschalen). Es ist ein Feld für Private Equity-Fonds. Auch die Umwandlung von Krankenhäusern in Pflegeheime wird dadurch begünstigt.

Das sollten wir nicht blind glauben

Die Gesamtbelastung der Intensivstationen hat sich ja nicht wirklich erhöht - gesteuert wird über verschiebbare Operationen. Ein Krankenhaus ist ein Unternehmen der freien Wirtschaft - keine soziale Einrichtung.
Ist die Intensivstation nicht hinreichend belegt, dann macht das Krankenhaus Verluste und Kurzarbeit und Schließung drohen.
Wir sollten also das Gejammer nicht überbewerten und den Ball flach halten.

@91541matthias

"Was nützt mehr Gehalt, wenn die Arbeit auf immer weniger Schultern verteilt ist?"

Mehr Gehalt ist wichtig, da man dadurch erst einmal Anreize schafft, dass Leute überhaupt den Beruf ausüben.

Zu dem ist Lohn/Gehalt auch ein Zeichen der Anerkennung.

Mehr Lohn/Gehalt ist genauso notwendig wie mehr Personal, aber das eine geht nicht ohne das andere.

Ist dies so schwer zu begreifen, oder müssen wir darüber wieder Jahrzehnte lamentieren?

Klinikpersonal am Limit

Unser Gesundheitssystem wurde in den letzten Jahrzehnten totgespart.
In der Zwischenzeit gibt es nicht einmal mehr Applaus; von einer angemessenen Bezahlung der Pflegekräfte sind wir mindestens so weit entfernt wie vor der Pandemie. Und dies führt zu einer weiteren Verknappung des Personals und macht uns abhängiger von ausländischen Kräften, was in deren Heimatländer ebenfalls zu Missständen führt.
In die momentan kritische Lage aber haben uns die vielen "Lockdownchen" manövriert, da die vielen "Weichspüler" die Hardliner immer wieder zu Kompromissen gezwungen haben.
Und dass immer mehr "Unbelehrbare" gegen die Corona-Regeln verstoßen, verstehe ich überhaupt nicht.

@Sternenkind um 08.53 Uhr

„Peru verhängt doppelte Maskenpflicht beim Einkaufen. ... So geht das.“

Peru ist bei der Impfquote viel weiter als wir und auf wundersame Weise gingen die positiven Fallzahlen trotzdem durch die Decke. Die Verordnung „doppelte Maskenpflicht“ ist also nur eine Reaktion auf die Situation, die keiner erklären kann, irgendeine Reaktion.
Wäre das von unserer Regierung gekommen, hätten Sie dagegen gewettert.
Und zum eigentlichen Thema schreibe ich gerne im nächsten Kommentar auch noch etwas.

09:02 von Minka04 // Jetzt

09:02 von Minka04

// Jetzt kommt Corona und die Intensivbetten sind seit letztem Frühjahr nicht mehr, sondern im Gegenteil weniger geworden. Auch das Personal ist weniger geworden, was zu Schließungen ganzer Stationen führt. //

Darf ich mal fragen, wo Sie die Info her
haben ?
Meine Info lautet u.a. :
Faktencheck d
**Doch bei den Daten zur Auslastung der Intensivstationen gibt es einiges zu beachten. «Niemand baut Betten ab, aber wir haben einfach nicht das Personal, um sie zu betreiben», sagte eine Divi-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Ein freies Bett könne im Intensivregister nur dann als frei gemeldet werden, wenn eine Klinik genügend Ärzte und Pfleger habe, um einen Patienten oder eine Patientin darin zu versorgen.
Wie viele Pflegekräfte nötig sind, hat sich im Verlauf der Pandemie mehrmals geändert. Hinzu kommen Ausfälle durch erkranktes Klinikpersonal, die etwa in der zweiten Welle laut einer Divi-Sprecherin
zunahmen .**
Zitat aus " Freie Presse " vom 19.04.202

@DerOstbayer, 9:14

„An dieser Situation sind wir alle - unabhängig was die Politik vorschreibt - selber Schuld. Wenn wir die Grundregeln konsequent umgesetzt hätten, wäre es zur Zeit viel besser. Dem Virus interessieren nur Kontakte ganz egal was die Politik oder andere sagen.“

Auch wenn wir eine Gesellschaft sind, befürchte ich, dass es dieses eine ‚Wir‘ nicht gibt.
Es hat Teile, die mehr tun als vorgegeben, und andere, die es nicht verstehen können oder z.T. nicht (mehr) verstehen wollen.

Wenn ich an eine Studie denke, über die neulich berichtet wurde, nach der Menschen ihre Einhaltung der Maßnahmen regelmäßig überschätzen, würde ich Ihnen allerdings insofern Recht geben, dass jede_r von uns sich da immer wieder mal hinterfragen sollte, auch wenn es zunehmend schwer fällt und mühsam ist.
Ich hoffe, dass das dann nicht mehr allzu lange für uns alle nötig ist - und uns üble Überraschungen durch neue Mutationen erst einmal erspart bleiben.

Jetzt merken wir...

"das wir Geld nicht essen können".
Die folgen des Sozialabbaus der letzten 20 Jahren, mit dem Mantra der Markt regelt alles hat sich als Irrtum erwiesen.
Parallel Gesellschaften zwischen Arm und Reich in der die Schere der sozialen Sicherung
weiter aufgeht sind nicht mehr hinzunehmen.
Die Politik muss den Tiger endlich an die Kette legen.

@ Während seiner Amtszeit wurde am 03.01.2013 in der Drucksache

Völlig Richtig.
Daniel Bahr, ehemals Bundesgesundheitsminister. Bei Wikipedia kann man das erfahren: „Während seiner Amtszeit wurde am 03.01.2013 in der Drucksache 17/12051 des Deutschen Bundestag der "Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012" veröffentlicht. Bestandteil des Berichts der Bundesregierung war auch die "Risikoanalyse 'Pandemie durch Virus Modi-SARS'", in welcher ausgeführt wurde, dass "bei einem Auftreten einer derartigen Pandemie über einen Zeitraum von drei Jahren mit drei voneinander getrennten Wellen mit immens hohen Opferzahlen und gravierenden Auswirkungen auf unterschiedliche Schutzgutbereiche zu rechnen wäre." Seitens Herrn Bahr als Bundesminister und Mitglied der Regierung wurden daraus keine Konsequenzen gezogen.“
Aber Herr Bahr ist nur 1 von vielen Politikern, die daraus keinerlei Konsequenzen zogen. Andere tun es bis heute.

@heribix um 08.34 Uhr

Meine uneingeschränkte Zustimmung, dass die Verschlechterung der Gesundheitsversorgung und der Angestellten in der Gesundheitsversorgung mit der Privatisierung derselben einherging.
Was nutzen uns Spezialkliniken für orthopädische Eingriffe, mit denen man eben viel Geld machen kann, in Pandemiezeiten?

Das Pflegepersonal war auch vor der Pandemie über der Schmerzgrenze, physisch und psychisch.
Schon allein deshalb sollten wir die Regeln endlich einhalten, um Menschenleben und Pflegepersonal zu retten.

@Jimi58, 08.35h

Natürlich liegt vieles im Argen und ist dringend verbessersungsbedürftig.
Aber wer soll es den richten?

Die Kompetenzteams der Grünen und Linken?
Dann gute Nacht.

Künstliche Beatmung

Es heißt zunehmend, die Menschen sterben nicht an, sondern mit Corona. Sterben die Menschen auf der Intensivstation nicht an Corona sondern an der künstlichen Beatmung?

Vor einer Triage sollte man ...

... diejenigen, die sich mutwillig und absichtlich infiziert haben, nachrangig auf den Intensivstationen behandeln und diejenigen, die sich unschuldig infiziert haben, immer vorziehen.
Ich denke bei den "sich mutwillig oder absichtlich Infizierten" an all diejenigen, die ohne Abstandhalten und Maskentragen sich "Corona"-Demos versammeln wie Querdenker, andere Verschwörungstheoretiker, etc., aber auch an diejenigen, die in Bussen, Bahnen oder anderswo wegen Verstoß gegen die Corona-Regeln ein Bußgeld bekamen.

Das setzt eine Datei voraus, in der alle erfasst werden, bei denen diese Voraussetzungen vorliegen.
Die Datei wird immer unvollständig sein, weil es unmöglich ist, alle Verstöße zu erfassen.

Malen mit Zahlen

Leider sind die Zahlen des Divi nicht valide:
Das Intensivregister zählt nur Betten, nicht Patienten und nicht deren Zustand. Bei Verlegungen wie im Artikel werden die neu belegten Betten deshalb als neuer Fall registriert. Laut einem Bericht im Ärzteblatt passiert dies bei unbeatmeten Patienten in knapp elf, bei beatmeten sogar in über dreißig Prozent der Fälle.

Weiter wird die Zahl der freien Betten stark von - sagen wir mal: "kreativen" - Meldungen aus vielen Krankenhäusern verfälscht. Laut dem im November beschlossenen Krankenhausfinanzierungsgesetz bekommen sie nämlich nur Geld, wenn die Intensiv-Belegung über 75% liegt. Folglich wird die Zahl der Betten bei Unterschreitung so angepasst, dass es wieder passt. Auch durch die von Spahn wiedereingesetzte "Personaluntergrenze" fliegen vorhandene Betten aus der Statistik.

Es gibt seit Vorgestern einen etwa viertelstündigen investigativen Bericht zum Thema:
youtube.com/watch?v=tnUjQu-sNP8&t=231s (bis 17:42)
Sehr zu empfehlen.

Werter Herr Weidmann,

Werter Herr Weidmann, berichten Sie doch bitte -täglich- über die mitarbeiterverachtenden Arbeitsbedingungen in den deutschen Kliniken, über Privatisierung und Klinikschließungen, Bettenabbau in Coronazeiten, über das Verschwinden von so großzügig gemeldeten ITS-Betten der Kliniken letztes Jahr und über die katastrophale Impfpolitik, anstatt durch tägliches Berichten über Sterbefälle und überlastete Intensivstationen Angst aufrechtzuerhalten, besonders wenn die Regierungsentscheidungen so fragwürdig sind wie gerade jetzt. Es wird immer unglaubwürdiger und gibt niemanden Hoffnung.
Sicherlich ist die Lage in den Kliniken angespannt und wir müssen die Situation ernst nehmen, Ihr Weg trägt sicherlich nicht dazu bei.
Zur Info: Helios Stand 24.04.21 - Gesamtdeutschland: es sind ca. 1/3 der IMC/ITS-Betten mit Covid-Patienten belegt.

@Krid01, 9:38

„Das sollten wir nicht blind glauben
Die Gesamtbelastung der Intensivstationen hat sich ja nicht wirklich erhöht - gesteuert wird über verschiebbare Operationen. Ein Krankenhaus ist ein Unternehmen der freien Wirtschaft - keine soziale Einrichtung.
Ist die Intensivstation nicht hinreichend belegt, dann macht das Krankenhaus Verluste und Kurzarbeit und Schließung drohen.
Wir sollten also das Gejammer nicht überbewerten und den Ball flach halten.“

Ich kann Ihre Vorsicht ja nachvollziehen. Gleichzeitig muss ja mit Fachkenntnis die Frage beantwortet werden, welche OPs und Behandlungen sich verschieben lassen und für wie lange?
Unfall, Schlaganfall, Darmverschluss, zu hoher Druck im Gehirn durch Tumor etc. dulden in der Regel schnell keinerlei Aufschub mehr ohne Schaden für die Betroffenen.
Können Sie das so realistisch einschätzen, dass sie fundiert von ‚Gejammer‘ reden können?

@ich1961

"Aber jeder, der schnelle Hilfe erwartet, sollte bedenken : die Ärzte und Pflegekräfte " fallen nicht von den Bäumen oder vom Himmel "."

Hätten Sie meinen Beitrag genau gelesen, hätten Sie gewusst dass dieses Problem schon seit Jahren besteht.
Aber es wurde halt nichts gemacht!

Ganz im Gegenteil, man war vor der Pandemie sogar überzeugt, Deutschland bräuchte weniger Krankenhäuser. Ein gewisser Karl Lauterbach hat sich dafür sogar stark gemacht.

Daher ist Ihr Argument zwar inhaltlich richtig, aber nicht zutreffend.

"Und das muss alles bezahlt werden, und das von den Krankenkassenbeiträgen !
Ich hoffe, wenn wir da bei 25 % oder 30 % angelangt sind, meinen Sie das immer noch."

Zum einem braucht Deutschland keine 300 Krankenkassen.
Desweiteren sollte man die Bemessunggrenze aufheben, als auch die private Versicherung.

Gesundheit ist nunmal ein öffentliches Anliegen!

Guter Artikel

...und ich kann das bestätigen, daß es so ist.
Aber wer ist daran Schuld?
Warum werden in der jetzigen Zeit bei uns im Land Krankenhäuser geschlossen?
Und was ist aus der Ausbildungsoffensive im Pflegebereich geworden von der man vor 4Jahren sprach?
Dürfen unsere Medien darüber berichten?
Und wenn ja, warum tun sie es nicht?

09:37 von Bernd Kevesligeti - Alles schön und gut

hilft uns aber hier und jetzt und HEUTE nicht weiter. Der Blick zurück und die Fehlersuche in der Vergangenheit ist wichtig und richtig. Und obwohl wir immer noch eines der belastbarsten und besten Gesundheitssysteme weltweit haben, gibt es immer berechtigte Kritik an den altbackenen, aus der Zeit gefallenen, neoliberalen Privatisierungsideen der 1990er und 2000er Jahre. Das hilft uns aber jetzt in der Pandemie nicht. Jetzt müssen wir die Zahlen runter bringen. Sofort.

um 09:50 von Brisant

"Sterben die Menschen auf der Intensivstation nicht an Corona sondern an der künstlichen Beatmung?"

Das sollte nach über einem Jahr eigentlich bekannt sein:
Wenn ich einen Patienten habe, der über 80 Jahre alt ist und der beatmet werden muss, ist das oft eine ausweglose Situation. In dem Alter hält der Körper eine tagelange Beatmung meist nicht mehr aus.

@teachers voice "Wirklich

@teachers voice "Wirklich treffendes Argument. Aber was, wenn die „900“ dann ins Museum gingen, weil ja sonst alles zu wäre?" Die Wahrscheinlichkeit das alle 900 dann zur gleichen Zeit ins Museum gehen und sich da auch 8 Stunden aufhalten ist gleich Null. Aber selbst wenn wäre das Risiko sich anzustecken immer noch um vieles geringer da zB. Das Überseemuseum in Bremen die ca die 10 fache Fläche einer Fabrikhalle bei Daimler hat. Aber behalten sie ruhig Ihren unerschütterlichen Glauben, die zeit wird zeigen was richtig und was falsch war.

Zustimmung

Das sehe ich genauso. Es gab doch letztens noch Berichte, dass Kliniken für die Investoren Personal entlassen, damit Gewinne höher ausfallen. Dort sind die Patienten schlicht egal, es zählt die Rendite.

Und das wird es auch nach Corona geben, wenn es hier nicht schnell Veränderungen gibt.

09:31 von Viper64: Sie sagen es, Triage durch Hintertür

Sie sprechen zu Recht an, dass man die Intensivbetten für die Covid-Patienten zulasten der anderen Kranken freihält.
Operationen werden verschoben, damit die Intensivbetten frei bleiben.
Auch bei mir besteht ein Tumorverdacht.

Doch auch das Risiko sich im Krankenhaus oder beim Arzt anzustecken ist hoch. Es ist auch schon passiert, dass sich Menschen beim med. Personal angesteckt haben und dann an Corona verstorben sind.
Da darf man sich nichts vormachen.

Was also bleibt den schwer chronisch Kranken übrig? Sie können zur Vermeidung einer Ansteckung nicht mehr zum Arzt oder ins Krankenhaus. Können also auch nicht operiert werden, weil danach ein Bett auf Intensiv nötig wäre, das es dann nicht gibt.

Ich denke oft darüber nach, ob das gerecht ist?
Vor allem ist es nicht in Ordnung, wenn es Menschen gibt, die sich infizieren, weil sie die Regeln nicht einhalten, also weder Abstand halten noch Masken tragen.

Nein, an dieser Situation ist

Nein, an dieser Situation ist Corona nicht ursächlich schuld, sondern die schlechten Arbeitsbedingungen gab es schon vorher, Corona hat die Situation "nur" verschärft. Ein Freund aus Ost-D hat eine Freundin, die seit mehreren Jahren als ambulante Pflegekraft bei einem privaten Pflegedienst arbeitet, für Minilohn und Maximalausbeutung. Wie oft hat er mir erzählt, dass wieder ein Zusammensein wg. Extraschicht geplatzt ist. Urlaub hat sie max. 2 Wochen am Stück und selbst das kann noch platzen. Streik oder Kündigung kommt für sie nicht infrage, zu große Verbundenheit mit ihren Patienten. Diese an sich ehrbare Haltung wird von den Diensten skrupellos ausgenutzt, und jetzt in Pandemiezeit noch viel mehr.
Und die Politik macht nicht ein Mal den Versuch, was zu verbessern, ein Jahr war Zeit zum Weichenstellen. Die Privatisierung muss rückgängig gemacht werden, Arbeitszeit runter Löhne rauf, dafür bezahle ich gerne mehr Beiträge und Steuern, für die Subvention gepamperter Autokonzerne nicht.

@09:38 von Krid01

>> Ein Krankenhaus ist ein Unternehmen der
>> freien Wirtschaft - keine soziale
>> Einrichtung.

Muß es aber nicht sein. Wenn Sie Sich erinnern, Krankenhäuser WAREN mal "soziale Einrichtungen". -.-

09:37 von Shantuma

<< @DerOstbayer

"Aber viele machen sich eine Art Sport daraus, weil sie irrig glauben, sie wischen der Politik damit eins aus. Aber nein, sie schaden uns alle und damit auch am Ende sich selbst."

Dies ist eine wilde Verschwörungstheorie. <<

,.,.,

Falls Sie hier im Forum regelmäßig mitlesen, wissen Sie genau, dass das KEINE Verschwörungstheorie ist.

Diese User outen sich hier doch als solche, die jetzt extra die Schutzmaßnahmen NICHT mitmachen.

Und das sind nur Foristen. Die Dunkelziffer außerhalb dieses Forums könnte ziemlich hoch sein.

Denn woher sonst kommen die hohen Ansteckungszahlen?
Die können doch nur von den Bürgern kommen, die andere anstecken.

Dass dies teilweise ganz bewusst geschieht, ist unser Drama. Aber ein reales.

Ist wirklich „die Regierung“ immer an allem schuld?

Ich fasse mal die meisten Kommentare zusammen:
Die Regierung hat Schuld daran, dass die Krankenpfleger schlecht bezahlt sind und Kliniken geschlossen worden sind. Jetzt mal Hand aufs Herz, wer hätte einer Partei seine Stimme gegeben, die sich dafür eingesetzt hätte den Krankenversicherungsbeitrag drastisch zu erhöhen um Kliniken zu erhalten, die Fallpauschale abzuschaffen und das Personal besser zu bezahlen? Wir meckern doch schon rum, wenn wir 10 EUR pro Tag im Krankenhaus zahlen müssen.

Und die Regierung ist auch schuld, dass sie keine härteren Maßnahmen ergreift. Wer hindert denn einem daran mehr Maßnahmen zu ergreifen. Niemand wird etwas dagegen haben, wenn man auch der Arbeit einen MNS trägt, oder sich selbst öfters testet.

Was fehlt ist die Solidarität mit den Ärzten und Pflegern und das gilt vor allem auch für unsere ( bestimmt nicht verarmten) Schauspieler. Wir alle können unseren Teil dazu beitragen, dass die Krankenhäuser entlastet werden, wir müssen es nur machen.

@Nachfragerin, 08:32 Uhr - Es geht voran

Kanzlerin Merkel hat, wie Sie sicherlich wissen, immer und immer wieder vor einer 2. und 3. Pandemiewelle gewarnt. Leider sind die MPs ihrem Rat nicht gefolgt. Nun hat der Bund die Handlungskompetenzen an sich gezogen. Sie sollten Ihre Kritik doch eher gegen diejenigen richten, die Corona stets verleugnet oder verharmlost haben. AFD und FDP haben in der Pandemie völlig versagt. Wenn die AFD noch immer Corona mit einem Grippe-ähnlichen Virus vergleicht und Schutzmaßnahmen wie den Maskenschutz ablehnt, zu Demos (ohne Einhaltung der AHAL-Regeln) aufruft,zugleich aber die Bundesregierung für deren Krisenmanagement kritisiert, so ist dies heuchlerisch und dreist. Die Politik hat nicht alles, aber sehr vieles richtig gemacht. Vor allem hat sie den Bürgern bittere Wahrheiten verkauft. Damit lassen sich zwar keine Wählerstimmen, aber eine Menge Vertrauen gewinnen. Die Impfungen nehmen deutlich zu, ebenso die Testungen. Bleiben Sie gesund!

@ 09:43 von ich1961

Eine genaue Angabe der KHBetten ist hier nur bis 2019 zu sehen:https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Kranke…

Ich kann nur von unserer Region sprechen. Hier wurden erst 2 Stationen wegen Personalmangel geschlossen. Vor kurzem war ein sehr interessanter Bericht darüber beim br. Leider weiß ich hier den Namen der Sendung nicht mehr. Wenn er mir wieder einfällt, schreib ich ihn in den nächsten Kommentar mit hinein.

zu "09:37 von Shantuma"

Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern dass was man im Alltag ... im Supermarkt, im Bus, ... feststellen kann.
Es ist ganz einfach u.a. ... Abstand ist Abstand und die Maske ist kein Kinnschutz sondern ein Mund-Nasen-Schutz ... nur so ein paar Beispiele.

@Margitt.

"Ich denke bei den "sich mutwillig oder absichtlich Infizierten" an all diejenigen, die ohne Abstandhalten und Maskentragen sich "Corona"-Demos versammeln wie Querdenker, andere Verschwörungstheoretiker, etc., aber auch an diejenigen, die in Bussen, Bahnen oder anderswo wegen Verstoß gegen die Corona-Regeln ein Bußgeld bekamen."

Die Solidaritätsfraktion scheint nicht solidarisch zusein.

Ich kann bei solcher Unmenschlichkeit nur noch den Kopf schütteln. Sie wissen schon, dass Sie sich mit solchen Äußerungen auf die gleiche Stufe stellen, wie jene die Sie kritisieren?
Desweiteren gehen Sie von einem Generalverdacht aus und somit ist Ihnen die Idee von einem Polizeistaat sogar recht lieb.

Ich fürchte um unsere Demokratie und freiheitliche Gesellschaft, wenn ich sowas lesen muss.

@ um 09:50 von Margitt

"Vor einer Triage sollte man diejenigen, die sich mutwillig und absichtlich infiziert haben, nachrangig auf den Intensivstationen behandeln und diejenigen, die sich unschuldig infiziert haben, immer vorziehen."

Art. 3 GG:
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

Komischerweise

hatten die "Kompetenzteams" anderer Parteien jahrelang die Chance dazu. Was ist passiert? Nix.
Gute Nacht!

re 09:41 pemiku: Totgespart?

>>Unser Gesundheitssystem wurde in den letzten Jahrzehnten totgespart.<<

Wozu führen denn die hier ständig zu lesenden und draußen zu hörenden Übertreibungen? Ins Gespräch kommen kann man mit solchen Verabsolutierungen nicht und zuhören tun immer nur die, die das Gleiche „auch immer schon mal sagen wollten“.

„Totgespart“ wurde bei „uns“ gar nichts und ohne unser real existierendes Gesundheitssystem hätten wir die Katastrophe bereits vor einem Jahr gehabt. Wir sind doch alle - ja, ALLE - froh, dass wir ein solches „Gesundheitssystem“ haben.

Aber natürlich haben Sie Recht, dass in den letzten Jahren auch viele falsche Entscheidungen getroffen und vielfach die falschen Anreize gesetzt wurden. Aber all dies hatte aber auch Gründe, die eben nicht nur mit „mehr Profit“ erklärbar sind.

Ein Gesundheitssystem ist eben ein „System“. Das heisst ein kompliziertes Gebilde, das ständig in Bewegung gehalten werden muss um zu bleiben wie es ist.

Und jetzt hat es wieder einen neuen Stellenwert!

@ DerVaihinger 9:50

Natürlich liegt vieles im Argen und ist dringend verbessersungsbedürftig.
Aber wer soll es den richten?
Die die es zu Verantworten haben, ganz einfach, da diese aber längst "korrumpiert" sind braucht es neue Leute.
Die Rückkehr zur sozialen Marktwirtschaft ist Möglich, es war ja auch Möglich zu einer Neo liberalen MW zu kommen.
Mit den Spitzen von CDU/CSU/SPD/FDP sehe ich keinen sozialen Fortschritt, ganz im Gegenteil da wird die heilige Kuh nicht angerührt.

@von Vaddern Ich versuche die

@von Vaddern Ich versuche die Regeln einzuhalten wo immer es mir möglich ist. Da ich aber mit den ÖPNV zur Arbeit fahre, um dann in einer Fabrikhalle Autos zusammen schrauben darf ist es mir die meiste Zeit nicht möglich, wenn ich die Zeit des Schlafens abziehe. Sie sehen also nicht jeder der gegen die Regeln verstößt und damit das geschehen womöglich anheizt kann etwas dafür. Glauben sie mir ich lebe nicht gern mit dem täglichen Risiko mich selbst oder andere anzustecken, weil außer Beteuerungen der Politiker uns Menschen zu schützen nichts echtes kommt. Übrigens ich bin auf Grund meiner Vorerkrankungen Risikopatient. Ein Impfangebot habe ich bis heute nicht erhalten , bin ja erst 59.

Was wollen wir

Unabhängig davon, ob wir in D 1.000 oder 10.000 oder 100.000 Intensivbetten haben, bedeutet jede Belegung Leid für den Patienten selbst und die Angehörigen und oft den Tod oder Langzeitfolgen. Es gilt eigentlich jede Einweisung in das Krankenhaus zu vermeiden. Alles andere ist zynisch.

Klinikpersonal am Limit

Ich weiß nicht , ob das hier der richtige Ort ist. Ich habe nur eine kleine Idee, aber keine Lobby um das zu verbreiten. Statt zu klatschen für das Personal, eine große Aktion machen um dem Personal, was derzeit diese Belastungen aushält, etwas die Arbeit zu erleichtern mit zB eine Runde Pizza , ein Masseur, der in der Schicht die gestreßten Rücken massiert, eine Geigerin , die gute Atmosphäre verbreitet ....... Das würde ich gerne anstoßen nur wo und wie. Vielleicht sollte man bei den 50 Künstlern (# .... ) anfangen , die haben ja scheinbar Energie und das Potential !
Wenn das hier Journalisten lesen , wäre ich dankbar für die Weitergabe der Idee.
Gruß aus dem Mittelstandswohnzimmer

Gesundheitssystem gut, aber dringend überarbeitungsbedürftig

Wir können froh sein, gesundheitlich doch relativ gut versorgt zu werden. Nichts desto trotz ist dringend eine Überarbeitung notwendig. Geldausgaben für Gesundheitsleistungen bedürfen eines Controllings, weg von Pauschalen hin zu detaillierter Abrechnung, die der Patient als erbracht abzeichnet, so wie es die private Krankenkasse auch macht, nur dass eben die Zahlung dann gleich durch die gesetzliche Krankenkasse erfolgt und der Patient nicht in Vorleistung gehen muss. Hier kann meines Erachtens Geld gespart werden und dies kann/muss dann für die Ärzte und Pflegekräfte investiert werden, damit Personalmangel/Arbeitsüberlastung ... - sparen um jeden Preis, koste es was es wolle - ein Ende hat und der Beruf auch wieder attraktiver wird. Die Pandemie zeigt auf, was schon lange im Argen liegt. Und dass die Unbelehrbaren in der Pandemie keine Rücksicht auf andere nehmen - Mitmenschen, Ärzte, Pflegepersonal - ist mir unbegreiflich.

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