Annegret Kramp-Karrenbauer, Verteidigungsministerin (CDU) bei deutschen Soldaten der Bundeswehr in Masar-i-Sharif.

Ihre Meinung zu Afghanistan-Einsatz: Kramp-Karrenbauer rechnet mit Truppenabzug

Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer rechnet damit, dass sich die NATO heute auf einen Truppenabzug aus Afghanistan einigt. Zuvor hatten die USA angekündigt, ihre Truppen bis zum 11. September vom Hindukusch abzuziehen.

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167 Kommentare

Kommentare

Meinung zu unserer Truman Welt
rer Truman Welt

Ich finde es perfide, den Tag des Abzugs auf den "9/11" zu datieren.
Was wurde in 20 Jahren durch diesen Rachefeldzug der Amerikaner begonnen im Oktober 2001 erreicht und verursacht?

Ist der Terror aus der Welt geschafft?
Sind die Taliban besiegt?
Ist Afghanistan befriedet?
Ist die Demokratie in den Arabischen Staaten erreicht?
Lebt die Welt in einem stabileren Frieden?

Krieg ist die Faust des Rüpels, der sich besser beim Schlagen fühlt als beim Denken, selbst wenn er am Ende fast jede Schlägerei verliert!

wolf 666
Frau KKB ..

... rechnet damit, dass sich die NATO heute auf einen Truppenabzug aus Afghanistan einigt. Zuvor hatten die USA angekündigt, ihre Truppen bis zum 11. September vom Hindukusch abzuziehen."
Nachdem die USA angekündigt haben, rechnet Frau KKB für die NATO hoch.
Welch Superleistung an Vorhersage von Frau KKB, dass die NATO insgesamt der USA folgen wird.

Nachfragerin
Söldner der USA

Die USA haben ihre Ziele in der Region erreicht oder aufgegeben und ziehen ihre Truppen ab. Nun können sich die NATO-Söldner auch zurückziehen. Dass Deutschland am Hindukusch verteidigt werden könnte, war schon immer eine Lüge.

Barbarossa 2
12:26 von Meinung zu unse...

So einen tiefgreifenden Kommentar hab ich schon lange nicht gelesen. Dank dafür.

paganus65
Es ist ein harter Schluß

Ich erinnere mich gut an den 11.09.2001. Auch an die Eröffnung des Krieges in Afghanistan.
Rückblickend: Was hat es gebracht? Wieviel Leid? Wieviel Leidminderung? Wem brachte es Leid, wem Verbesserung, wem beides?
Ich kann es nicht sagen. Ich habe eine MEINUNG dazu, aber die ist nur ein Bauchgefühl.
Was haben unsere Soldaten dort erreicht? Was hat es die Steuerzahler in den beteiligten Nationen gekostet?

Ich glaube, es ist Zeit, daß auch das mal zusammengetragen wird, analysiert und der Öffentlichkeit vorgestellt. Inklusive der verschiedenen Bewertungen, die zu den einzelnen Punkten sicher auftreten werden.

Ich bin zwiegespalten in der Sache und würde mir mehr Informationen zu den o.g. Fragen wünschen. Von den Volksvertretern wie von der Presse.

Deckenleuchte
Afghanistan-Einsatz

Den Truppenabzug hätte man schon weit früher durchführen sollen, oder besser noch, den Krieg nie geführt.
Die ganzen Bush Jr. Kriege brachten nur Tod, Zerstörung, Flüchtlinge und noch mehr Terror.

Bemerkenswert an diesem Krieg bleibt, wie willfährig wir da rein und raus gehen, wie schlecht wir dabei abgeschnitten haben und wie sinnbefreit die ganze Aktion war.

Aber immerhin, es hat ein ENDE.

Bender Rodriguez

Abzug wäre gar nicht nötig, hätte man die Amis ihren Rachefeldzug gegen Afghanistan alleine machen lassen. Schröder hat wenigstens zum Irakangriff NEIN gesagt.
Das sind amerikanische Probleme.. wir müssen den Imperialismus nicht unterschätzen.

fathaland slim
Man überlässt Afghanistan

also den Taliban, stuft das Land dann aber natürlich als sicheres Herkunftsland ein, wenn es um Flüchtlinge geht.

Und einige Pseudopazifisten werden dies wohl auch noch begrüßen. Hauptsache die Leute kommen nicht zu uns.

Das werden sie aber trotzdem.

Nein, so wird das mit der friedlicheren Welt nichts.

jukep
Eine Frage

War dieser Krieg gegen Afghanistan ein Nato-Einsatz oder der Kriegseinsatz einer Koaltion der Willigen?
So viel ich mitbekommen habe war das kein Nato-Einsatz warum muss dann der Truppenabzug mit der Nato besprochen werden?
Kann man nicht selber entscheiden was zu tun ist oder nicht zu tun ist.

IBELIN
Nach dem Abzug

sollte man sich fragen was es gebracht hat?

Die Wandlung Afghanistans muss von innen heraus kommen und nicht von aussen aufgesetzt. Ich denke man hat den Afghanen, die was aendern wollten eher einen Baerendienst erwiesen. Jede Veraenderung hat jetzt ein Stigma . Das Stigma, dass Sie von aussen gebracht wurde und deswegen nicht afghanisch ist.

Deswegen gehe ich davon aus, dass nach dem Abzug die Uhren wieder gewaltig zurueckgestellt werden.

Das was uns bleiben wird sind Migranten und Fluechtlinge, die moeglicherweise wegen Kooperation mit westlichem Gedankengut dort nicht mehr leben koennen.

fathaland slim
12:33, Nachfragerin, Söldner der USA

>>Nun können sich die NATO-Söldner auch zurückziehen.<<

Da muss ich meinen jungen Musikerkollegen Philipp, der als Zeitsoldat in Afghanistan war, mal fragen, ob er sich als Söldner betrachtet.

falsa demonstratio
perfide - NATO-Söldner

Ich war noch nie ein Freund des Afghanistaneinsatzes.

Das von den Amerikanern ins Auge gefasste Datum als perfide (niederträchtig, hinterhältig) zu bezeichnen (am 14. April 2021 um 12:26 von Meinung zu unse... ) oder gar unsere Soldaten als NATO-Söldner (am 14. April 2021 um 12:33 von Nachfragerin) halte ich für unverschämt.

saschamaus75

Soll das heißen. die NATO zieht endlich ihr Terror-Regime aus Afghanistan ab?

Bender Rodriguez
Fathi

Wem willst du das Land denn sonst überlassen?
Du könntest ja auch versuchen, Russland dem bösen Putin wegzunehmen. Die Taliban werden die nur alleine los. Befrieden hat noch nie geklappt, wenn das zu befreiende Land das nicht wollte. Wir sind das beste Beispiel dafür.

Werner40

Ich begrüße den Abzug aller NATO-Truppen aus Afghanistan. Die in den vergangenen Jahren verfolgte Strategie war nicht erfolgreich, wurde aber auch nicht angepasst. Daher wäre ein früherer Abzug bereits sinnvoll gewesen.

paganus65
um 12:26 von Meinung zu unse...

Sie fragen bezgl. des Volkes, auf dessen Boden hier gefochten wurde:
"Sind die Taliban besiegt?
Ist Afghanistan befriedet?
Ist die Demokratie in den Arabischen Staaten erreicht?"

Ich glaube, so sehr wir unsere Staatsform lieben, das geht uns nichts an.
Ich glaube, die Frage bzgl. der Afghanen muss lauten:
"Leben die Afghanen heute in ihrem eigenen Sinne besser als zuvor?"

Uns geht an, wie Sie es schreiben, ob die Welt, ob die Länder, die in diesem Kriege fochten, heute in einem stabileren Frieden leben.

Und: Wenn ich stereotyp von "den Afghanen" schreibe, dann der Einfachheit halber. Eigentlich müßte man das für jede einzelne Sippe dort hinterfragen.
Nein, unser Denken passt sicher nicht zu deren Kultur, sowenig wie unsere Lösungen zu deren Problemen passen.

Wolf1905
@Meinung zu unserer Truman Welt um 12:26

Sie stellen ein paar Fragen, die Sie wohl mit Ihrem letzten Satz beantworten möchten.
Dass die US-Amerikaner nach dem 9/11-Anschlag Bin Laden exekutieren wollten, ist nachvollziehbar. Da sich dieser Terrorist vorzugsweise in Afghanistan aufhielt und Unterstützung von den Taliban hatte, veranlasste nun mal die Amerikaner, dort Militäraktionen durchzuführen.
Mir wäre es auch viel lieber, wenn die Menschen ohne Militär auf der Welt leben könnten - aber es ist eine Illusion; schon seit Menschengedenken gibt es Auseinandersetzungen, die im Laufe der Geschichte mit immer technisch weiterentwickelten Waffen durchgeführt werden - ein Ende ist nicht in Sicht (bzw. dann, wenn es auf dieser Erde keine Menschheit mehr gibt).

Bender Rodriguez
Fatahland

Da muss ich meinen jungen Musikerkollegen Philipp, der als Zeitsoldat in Afghanistan war, mal fragen, ob er sich als Söldner betrachtet.

Naja, er wird sich Befreier nennen, die Afghanen nennen ihn Söldner, die Taliban ungläubiger terrorist. Tucholsky nannte ihn Mörder.
Wir können uns also getrost die schönste Bezeichnung aussuchen. Es kommt nur auf die Blickrichtung an.

free Nawalny
@ Nachfragerin

Möglicherweise waren auch Söldner in Afghanistan im Einsatz, das weiß ich nicht. Aber die ganz normalen Soldaten so zu titulieren, grenzt schon an Unverschämtheit.

falsa demonstratio
Am 14. April 2021 um 12:38 von jukep

Zitat: War dieser Krieg gegen Afghanistan ein Nato-Einsatz oder der Kriegseinsatz einer Koaltion der Willigen? So viel ich mitbekommen habe war das kein Nato-Einsatz warum muss dann der Truppenabzug mit der Nato besprochen werden?

Sie irren sich. Es handelt sich um die NATO-Mission "Resolute Support".

fathaland slim
12:35, Deckenleuchte

>>Bemerkenswert an diesem Krieg bleibt, wie willfährig wir da rein und raus gehen, wie schlecht wir dabei abgeschnitten haben und wie sinnbefreit die ganze Aktion war.

Aber immerhin, es hat ein ENDE.<<

Ja, für „uns“ hat dieser Krieg ein Ende, für die Afghanen geht er wohl jetzt richtig los.

Frauen nicht mehr in die Schule, selbstständig denkende Menschen an Lastwagenkränen aufgehängt, so wie es früher war, unter dem Regime der Taliban, das es ohne den Einsatz der USA (Operation Cyclone) gar nicht gegeben hätte. Nachdem man den Schlamassel erst angerichtet und dann halbherzig bekämpft hat, überlässt man die Menschen jetzt einfach ihrem Schicksal, also den Taliban.

Und unsere Kritiker des Westens, die selbst alle Annehmlichkeiten desselben genießen, klatschen Beifall.

Die Menschen in Afghanistan?

Egal.

Account gelöscht
@ fathaland slim

">>Nun können sich die NATO-Söldner auch zurückziehen.<<

Da muss ich meinen jungen Musikerkollegen Philipp, der als Zeitsoldat in Afghanistan war, mal fragen, ob er sich als Söldner betrachtet."

Netter Versuch so zu tun, als wären nur reguläre Soldaten in Afghanistan, aber vergeblich.
Auch Sie können nicht leugnen, dass NATO-Staaten in Afghanistan genau wie im Irak vielfach militärische Sicherheitsdienstleister, kurz: Söldner, eingesetzt haben.

free Nawalny
@ Meinung zu unse

Ist die Demokratie in den Arabischen Staaten erreicht?

Liegt Afghanistan Ihrer Meinung nach in Arabien?

Nettie
Beschlüsse und ihre Auswirkungen

"Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer geht davon aus, dass die NATO-Staaten den gemeinsamen Abzug aus Afghanistan zum 11. September beschließen werden. "Wir haben immer gesagt, wir gehen gemeinsam rein, wir gehen gemeinsam raus"

Mir ist es völlig egal, wer mit wem welche Beschlüsse fasst bzw. sich worauf "einigt". Mich interessiert nur, welche Auswirkungen diese Beschlüsse ganz konkret für die jeweils davon unmittelbar betroffenen Zivilbevölkerungen (hier: die afghanische) allen Regeln der Wahrscheinlichkeit nach haben werden.

fathaland slim
12:39, IBELIN

>>Deswegen gehe ich davon aus, dass nach dem Abzug die Uhren wieder gewaltig zurueckgestellt werden.<<

Nein, nicht gewaltig, sondern nur etwa zwei Jahrzehnte. Würden die Uhren sechs Jahrzehnte zurückgestellt, dann wäre alles gut. Werden sie aber nicht.

>>Das was uns bleiben wird sind Migranten und Fluechtlinge, die moeglicherweise wegen Kooperation mit westlichem Gedankengut dort nicht mehr leben koennen.<<

Was soll ich mir unter „Kooperation mit westlichem Gedankengut“ vorstellen?

Mädchen, die lesen und schreiben lernen wollen?

Musiker, die gern traditionelle afghanische Musik spielen möchten, was die Taliban verbieten?

Boxtrolls
Peter Struck ...

Ja er war es doch mit dem Verteidigungsspruch damals ..2002 .....
Der politisch interessierte Mitstreiter musste damals zweimal hinhören ; ..bitte ?
Ja wenn man in Abhängigkeit zum militärischen Bündnispartner USA sich seiner Sache sicher ist , ..haut man diesen Hindukusch-Spruch mal eben raus !
Und Geld wurde verschleudert, obwohl schon der russische Einmarsch 1979 innerhalb eines Jahrzehnts zeigte, ..alles umsonst ; höchstens noch paar Rohstoffe ausgegraben und dann nichts wie weg , ..militärisch eine Niederlage .
Aber du musst mitheulen..mit den Wölfen ...

Account gelöscht
@ fathaland slim

"Man überlässt Afghanistan also den Taliban, stuft das Land dann aber natürlich als sicheres Herkunftsland ein, wenn es um Flüchtlinge geht."

Die Taliban sind auch nur Islamisten wie die Wahabiten in Saudi-Arabien und Saudi-Arabien ist auch ein sicheres Land.

dr.bashir
Abzug aus Afghanistan

Natürlich muss die Bundeswehr dort auch abziehen, wenn die USA gehen. Alleine kann die BW sich dort weder verteidigen noch versorgen. Da braucht man gar keinen Beschluss, es geht schlichtweg nicht anders.

Über den Sinn des ganzen Einsatzes braucht man nicht lange diskutieren. Was in 20 Jahren nicht geschafft wurde, klappt auch in den nächsten 20 Jahren nicht.

Mir war auch nie klar, was Afghanistan mit den Anschlägen von 9/11 zu tun hatte. War AlQuaida eine afghanische Organisation, Osama bin Laden oder die Piloten der Maschinen Afghanen? Aber Fakten spielten bei Bush ja nie eine Rolle, wenn er Krieg führen wollte.

skydiver-sr
Das wars

....und wo für?Es hat nur Geld gekostet, nicht wurde erreicht.
Und es wird in diesem Land-was mir nichts bedeutet- genau so sein wie es vorher war

morgentau19

Wurde auch an der Zeit!

Grundgesetzwidrig war der Einsatz sowieso....

Aber zwischen "rechnet" und dem wirklichen Abzug liegen bekanntlich Welten...

Warten wir es ab....

Tremiro
12:44 von saschamaus75

>>Soll das heißen. die NATO zieht endlich ihr Terror-Regime aus Afghanistan ab?<<

Sie wissen vermutlich nicht was vor dem NATO-Terror-Regime dort war? Und was auf das NATO-Terror-Regime dort vermutlich wieder folgt.

Account gelöscht
@ jukep

"War dieser Krieg gegen Afghanistan ein Nato-Einsatz oder der Kriegseinsatz einer Koaltion der Willigen?
So viel ich mitbekommen habe war das kein Nato-Einsatz warum muss dann der Truppenabzug mit der Nato besprochen werden?"

Tatsächlich wurde nach dem 11.09.2001 zum bisher einzigen Mal der NATO-Bündnisfall ausgerufen, nachdem die USA einen Saudi und Geschäftspartner der Familie Bush namens Osama Bin Laden für den Einsturz von 3 Hochhäusern in New York verantwortlich machten.

Ob die Ausrufung des Bündnisfalls rechtmäßig war, wurde nie geklärt, interessiert halt keinen, gegen das US-Imperium will sich ja keiner stellen.

berelsbub

Nachdem 59 junge deutsche Soldaten völlig sinnlos bei der Invasion von Afghanistan ihr Leben ließen, um das gekränkte Ego der USA zu heilen, ist der Abzug folgerichtig. Milliarden Euro später, mit vielen traumatisierten Soldaten für die Gesellschaft, kommt man bei der Endabrechnung zu dem Schluss:
Der Einsatz war ein ganz ganz großer Schuss in den Ofen, um es mal möglichst positiv zu umschreiben

fathaland slim
12:48, Bender Rodriguez

>>Fatahland
„Da muss ich meinen jungen Musikerkollegen Philipp, der als Zeitsoldat in Afghanistan war, mal fragen, ob er sich als Söldner betrachtet.“

Naja, er wird sich Befreier nennen, die Afghanen nennen ihn Söldner, die Taliban ungläubiger terrorist. Tucholsky nannte ihn Mörder.
Wir können uns also getrost die schönste Bezeichnung aussuchen. Es kommt nur auf die Blickrichtung an.<<

Nein, Philipp wird sich nicht „Befreier“ nennen. Solcherart hohles Pathos ist ihm fremd.

Die Afghanen nennen ihn jedenfalls nicht „Söldner“. Das ist das Privileg der „Kritiker des Westens“. Ich weiß gar nicht, ob es in der paschtunischen Sprache eine adäquate Übersetzung für diesen Begriff gibt. Sie werden ihn also wohl als Soldaten bezeichnen.

Und Tucholsky?

Als klarsichtiger Mensch würde er im vorliegenden Zusammenhang ganz gewiss die Taliban als das bezeichnen, was sie sind. Nämlich Mörder, die Angst und Schrecken, also Terror, verbreiten.

Einfach Unglaublich
Wie Frau Käßmann sagte ...

"Nichts ist gut in Afghanistan. "

draufguckerin
Die Taliban werden die Herrschaft übernehmen

Wieso ist eigentlich die Sowjet-Union 1979 in Afghanisten einmarschiert? Ging es um einsickernde Islamisten? Ging es um Bodenschätze?
Die Mudschaheddin haben dagegen gekämpft und haben mit Hilfe/Finanzierung der USA-Saudi-Allianz die Sowjets besiegt. Danach gab es dauerhafte innere Unruhen und Machtkämpfe zwischen islamistischen Fundamentalisten/Taliban und westlich/wirtschaftlich orientierten Gruppen samt Milizen. Gesiegt haben die Taliban. Seither hat ein Großteil des afghanischen Volkes sehr gelitten: Unter der Scharia, unter der Willkür der Milizen, unter der Kriegsführung der USA u. Nato ... KeineR meiner FreundInnen mit afghanistanischer Abstammung würde zurückgehen, alle haben Angst. Mittlerweile leben ihre Familien auf der ganzen Welt verstreut. Schlimm wird es werden für die, die bisher für die Nato gearbeitet haben, die Entwicklungsprojekte und Mädchenschulen gegründet und betrieben haben, ... alle, die zurückbleiben müssen, sind gefährdet an Leib und Leben.

Jacko08
12:34 von paganus65

>>Rückblickend: Was hat es gebracht? Wieviel Leid? Wieviel Leidminderung? Wem brachte es Leid, wem Verbesserung, wem beides?
Ich kann es nicht sagen. Ich habe eine MEINUNG dazu, aber die ist nur ein Bauchgefühl.
Was haben unsere Soldaten dort erreicht? Was hat es die Steuerzahler in den beteiligten Nationen gekostet?
Ich glaube, es ist Zeit, daß auch das mal zusammengetragen wird, analysiert und der Öffentlichkeit vorgestellt.
<<

Durchaus wichtige Überlegungs-Punkte mit Sinn, die Sie da ansprechen. Denn auch ich bin zwiegespalten diesbezüglich. Obwohl ich einen Abzug an sich durchaus begrüßen würde...

harry_up
@ wolf 666, um 12:29

Was meckern Sie eigentlich an dem herum, was AKK (so ist gemeinhin deren Kürzel) bzgl. der NATO-Entscheidung über den Truppenabzug aus Afghanistan sagt?

Sie haben wahrscheinlich Insiderwissen, das ihr unzugänglich ist.

Oder - nein...

David Séchard
Am 14. April 2021 um 13:01 von Shuusu

>>Am 14. April 2021 um 13:01 von Shuusui
@ fathaland slim

"Man überlässt Afghanistan also den Taliban, stuft das Land dann aber natürlich als sicheres Herkunftsland ein, wenn es um Flüchtlinge geht."

Die Taliban sind auch nur Islamisten wie die Wahabiten in Saudi-Arabien und Saudi-Arabien ist auch ein sicheres Land.<<

Mit Verlaub - das ist die infantilste Kürzung auf einen Nenner, die ich seit langen gelesen habe.

dr.bashir
@12:51 von fathaland slim

"Die Menschen in Afghanistan?"

Sie haben recht, für die "normalen" Afghanen, die nicht fanatisch irgendeiner Taliban-Gruppe anhängen, wird es vermutlich bitter werden. Wenn ich eine Lösung wüsste, wie man dieses Problem beheben könnte, würde ich diese sofort unterstützen. Aber ein internationaler Militäreinsatz bis zum Ende aller Tage kann auch irgendwie nicht die Lösung sein.

Wenn man wüsste, wie man diesen religiösen Fanatismus, der ja auch andere Regionen der Welt terrorisiert und destabilisiert los werden könnte, möglichst auch noch friedlich, wäre man ein geeigneter Kandidat für den Nobelpreis.

Selbst die Sowjetunion hat es nun wirklich hartnäckig versucht, in Afghanistan ein, wie auch immer, stabiles System aufzubauen und ist trotz massivem Militäreinsatz krachend gescheitert.

Die Welt wäre ein besserer Platz ohne den fanatischen Islamismus (nicht zu verwechseln mit dem Islam).

falsa demonstratio
Am 14. April 2021 um 13:01 von Shuusui

Zitat: Die Taliban sind auch nur Islamisten wie die Wahabiten in Saudi-Arabien und Saudi-Arabien ist auch ein sicheres Land.

Sie sollten sich einmal mit den Zuständen im Herrschaftsbereich der Taliban, z.B. im islamischen Emirat Afghanistan, beschäftigen. Fangen Sie einmal mit den Massakern gegen die Zivilbevölkerung an.

Einfach Unglaublich
Ein zweites Vietnam für die USA

Leider nichts aus der Geschichte gelernt.

Schon die Sovietunion hatte eingesehen, dass ein militärischer Einsatz gar nichts bringt und sich nach vielen Jahren aus Afghanistan zurückgezogen.

fathaland slim
13:03, skydiver-sr

>>Das wars
....und wo für?Es hat nur Geld gekostet, nicht wurde erreicht.
Und es wird in diesem Land-was mir nichts bedeutet- genau so sein wie es vorher war<<

Wenn Sie mit „vorher“ die Zeit vor den Taliban und am besten noch vor der sowjetischen Besetzung meinen, dann wäre das mehr als wünschenswert.

Leider wird es aber auf eine erneute Machtergreifung der Taliban hinauslaufen, die es, ich schrieb es schon, ohne die Aktionen der CIA gar nicht geben würde.

IBELIN
12:57 von fathaland slim

"12:39, IBELIN
>>Das was uns bleiben wird sind Migranten und Fluechtlinge, die moeglicherweise wegen Kooperation mit westlichem Gedankengut dort nicht mehr leben koennen.<<

Was soll ich mir unter „Kooperation mit westlichem Gedankengut“ vorstellen?

Mädchen, die lesen und schreiben lernen wollen?

Musiker, die gern traditionelle afghanische Musik spielen möchten, was die Taliban verbieten?"

Ja genau, jede Form von Emanzipation vom talibanischen Gedankengut wird als westlich eingestuft. Boko haram. Ich denke Sie wissen was ich meine.

Da kann die Veraenderung nur von innen heraus kommen.

MIT den Uhren zurueckstellen stimme ich Ihnen zu. Die Demokratische Republik Afghanistan war anders. Gabs allerdings nur ein paar Jahre.

Einfach Unglaublich
"Nation-Building" verbieten

Militärische Einsätze in fremden Ländern sollten nicht nur verboten sein - die Politiker sollten auch die Finger davon lassen.

Ja, auch und insbesondere unsere deutschen Politiker wie der Grüne Fischer oder der SPD Struck. Unsere Freiheit wird und wurde eben NICHT am Hindukusch verteidigt.

Vielfalt.
@ 12:51 von fathaland slim

so wie es früher war, unter dem Regime der Taliban, das es ohne den Einsatz der USA (Operation Cyclone) gar nicht gegeben hätte.

Die schon unter Präsident Carter begonnene Operation Cyclone war an sich richtig und wichtig, um die Menschheitsbedrohung des Kommunismus zu bändigen.
Die gravierenden Fehler wurden erst nach dem Sieg über die Sowjetunion gemacht. Es gibt einen sehr guten Film
("Der Krieg des Charlie Wilson") zum Thema USA und Afghanistan zu der Zeit.

Grossfamilienberater
Zu dr. bashir um 13.01

Die Zusammenarbeit zwischen den Taliban und AlQuaida insbesondere bei der Einnahmenbeschaffung war im Gegensatz zur diesbezueglichen Rolle von Sadam Hussein ein offenes Geheimnis und wurde von den Taliban auch nicht ernsthaft bestritten. Dies unabhaengig von der Frage, wie klug und erfolgreich das Danach (nach der Vertreibung der Taliban in den Untergrund) war. Im uebrigen bin ich mit dem Foristen fathaland slim hier einer Meinung, insbesondere, was den Schutz der Frauen im Land anbelangt.

jukep
falsa demonstratio

"Es handelt sich um die Nato-Mission "Resolute Support"

Danke für den Hinweis.

Und warum wurde die Nato aktiviert?
Wegen eines in den Augen der USA saudischen Terroristen oder wegen der Talibandie man vorher noch gezüchtet hat?
Denn wegen Demokratie, Menschenrechte, Freiheit, Gleicberechtigung usw. kann es ja nicht gewesen sein.

Nettie
@fathaland slim, 12:38

"Man überlässt Afghanistan
also den Taliban, stuft das Land dann aber natürlich als sicheres Herkunftsland ein, wenn es um Flüchtlinge geht"

Darauf wird es wohl hinauslaufen, denn es passt menschenverachtenden, dafür aber umso machtbewussteren Politikern bestens ins Konzept.

Für mich ist nur eines klar: Wer mit erwiesenen Schwerstverbrechern wie den Taliban „Kompromisse“ schließt und versucht, das als „Realpolitik“ zu verkaufen, macht sich mit ihnen gemein.

Deckenleuchte
12:51 von fathaland slim

"Und unsere Kritiker des Westens, die selbst alle Annehmlichkeiten desselben genießen, klatschen Beifall.

Die Menschen in Afghanistan?

Egal."
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Bleib mal locker, egal sind die mir auch nicht, aber mir ist auch klar, dass wenn wir dort helfen wollen, dürfen wir nicht mit Waffen anrücken.
Ich bin mir sicher, dass unsere Hilfe willkommen sein wird, solange keine Uniformen dabei sind.
Das ist immer so, wenn man keine Invasoren im Land haben will.

Tremiro
13:06 von morgentau19

>>Grundgesetzwidrig war der Einsatz sowieso....<<

Woher haben Sie diese information? Ich habe nie gehört dass das Verfassungsgericht entsprechend geurteilt hat.

Jacko08
12:44 von saschamaus75

>>Soll das heißen. die NATO zieht endlich ihr Terror-Regime aus Afghanistan ab?
<<

Ne, das Terror-Regime könnte höchstens nach dem Abzug der NATO-Truppen wieder stärker Einzug halten...

Tremiro
13:07 von Shuusui

>> für den Einsturz von 3 Hochhäusern in New York verantwortlich machten.<<

Eine "schöne" Umschreibung für einen Massenmord.
Sarkasmus aus.

Tremiro
13:10 von Einfach Unglaublich

Interessant dass Sie beim Thema Afghanistan Frau Käßmann zitieren. Beim Thema Flüchtlinge aus Afghanistan haben sie das vermieden.

fathaland slim
13:12, dr.bashir @12:51 von fathaland slim

>>Sie haben recht, für die "normalen" Afghanen, die nicht fanatisch irgendeiner Taliban-Gruppe anhängen, wird es vermutlich bitter werden. Wenn ich eine Lösung wüsste, wie man dieses Problem beheben könnte, würde ich diese sofort unterstützen. Aber ein internationaler Militäreinsatz bis zum Ende aller Tage kann auch irgendwie nicht die Lösung sein.<<

Ich halte es da nach wie vor mit der berühmten Pazifistin Bertha von Suttner, die in ihrer Friedensnobelpreisrede, 1905, unter anderem eine Friedensunion aller Staaten, die jeden Angriff eines Staates gegen einen anderen mit gemeinschaftlicher Kraft zurückweisen müsse, forderte. Sozusagen die Umwandlung der Armeen dieser Welt in eine internationale Polizeitruppe. Sie würde das, auf heutige Verhältnisse bezogen, gewiss auch auf Terrorgruppen, die ein Land versklaven, angewendet wissen wollen.

Aber vor einer solchen Weltfriedensordnung stehen die Vetomächte des Weltsicherheitsrates.

Was die Utopie Bertha von Suttners nicht entwertet.

fathaland slim
13:01, Shuusui

>>@ fathaland slim
"Man überlässt Afghanistan also den Taliban, stuft das Land dann aber natürlich als sicheres Herkunftsland ein, wenn es um Flüchtlinge geht."

Die Taliban sind auch nur Islamisten wie die Wahabiten in Saudi-Arabien und Saudi-Arabien ist auch ein sicheres Land.<<

Das mit dem sicheren Land, das erzählen Sie doch bitte mal Raif Badawi.

Nur mal so als Beispiel.

offene Diskussion
@ fathaland slim Am 14. April

@ fathaland slim
Am 14. April 2021 um 12:38 von fathaland slim
Hauptsache die Leute kommen nicht zu uns.

Das werden sie aber trotzdem.

Nein, so wird das mit der friedlicheren Welt nichts.

Genau Sie haben den Kern des Problems richtig erkannt! Hilfsleistungen müssen zukünftig Hilfe zur Selbsthilfe sein. Konsequenz muss daher sein, diese unnatürlichen, gesellschaftsverändernden, schlimmer noch gesellschaftszerstreitenden Zuströme zu unterbinden. Denn nur mit einer einigermaßen sich untereinander einigen Gesellschaft, können dann auch weiterhin effektive, gut funktionierende zukünftige Hilfsleistungen geleistet werden. Eine zunehmende Spaltung in der Gesellschaft wird alle diesbezüglichen Bemühungen immer mehr einbremsen und zuletzt zum Stillstand bringen.

eine_anmerkung.
um 12:26 von Meinung zu unse...

>>"Ist der Terror aus der Welt geschafft?"<<

Leider nein.

>>"Sind die Taliban besiegt?"<<

Ich denke nicht und mit Abzug der NATO-Truppen die in Afghanistan von den Taliban als Besatzer empfunden werden wird dieses Land sicherlich über kurz oder lang zu einem radikalislamischen "Gottesstaat" wie im Mittelalter zurückkehren.

>>"Ist Afghanistan befriedet?"<<

Sicherlich nicht, aber die Auseinandersetzungen finden hauptsächlich dort statt wo die westlichen Mächte Ihre Stützpunkte haben die von vielen Einheimischen als Besatzer wahrgenommen werden. Übrigens war Afghanistan in der Historie so gut wie nie befriedet.

>>"Ist die Demokratie in den Arabischen Staaten erreicht?"<<

Nennen Sie mir einen, nur einen arabischen Staat wo eine Demokratie nach unseren westlichen Vorstellungen implementiert ist? Das macht die Sache beispielsweise auch in Syrien so schwierig.

>>"Lebt die Welt in einem stabileren Frieden?"<<

Sicherlich nicht.

krittkritt
Rechtswidriger Einsatz. Nach früheren Bekundungen.

@12:38 von fathaland slim
So wurde uns das früher bei der Bundeswehr erklärt. Eine unmittelbare Bedrohung bestand nicht.
Im Gegenteil. Die Bedrohung in Afghanistan wurde mit 6 Milliarden DM - so damals der Bayerische Rundfunk in einem Feature - erst geschaffen.
Präsidentenberater Brzezinski war stolz darauf, dass er durch die aus islamischen Ländern geholten Dschihaddisten die Sowjetunion zu ihrem desaströsen Eingreifen in Afghanistan "gezwungen" hatte.
Jetzt ernten auch die USA und die Verbündeten die bitteren Früchte ihres Eingreifens - nach vielen unschuldigen Opfern.

eine_anmerkung.
um 12:29 von wolf 666

>>"...Nachdem die USA angekündigt haben, rechnet Frau KKB für die NATO hoch.
Welch Superleistung an Vorhersage von Frau KKB, dass die NATO insgesamt der USA folgen wird."<<

Ich verstehe ehrlich gesagt Ihre Aussage nicht ("Superleistung")? Was Frau AKK sagte ist eine analytisch logische Schlussfolgerung der Ausgangslage und damit hat die gute Frau Recht.

Nachfragerin
@fathaland slim - Afghanistan war nie unser Krieg.

12:42 von fathaland slim:
"Da muss ich meinen jungen Musikerkollegen Philipp, der als Zeitsoldat in Afghanistan war, mal fragen, ob er sich als Söldner betrachtet."

Tun Sie das mal. Und wenn Sie schon dabei sind, fragen Sie ihn bitte auch, inwiefern der Afghanistaneinsatz dem Leitspruch der Bundeswehr gerecht wird.

Afghanistan war nie unser Krieg, sondern ein geopolitischer Schachzug der USA, um die Militärpräsenz auf den Ölfeldern des Nahen Osten verstärken zu können.

tagesschlau2012
Am 14. April 2021 um 12:42 von fathaland slim

Da muss ich meinen jungen Musikerkollegen Philipp, der als Zeitsoldat in Afghanistan war, mal fragen, ob er sich als Söldner betrachtet.
#
#
Da brauchen Sie Ihn nicht zu fragen.
Ein Zeitsoldat erhält seinen Sold damit er für Deutschland dient. Also ist er ein Söldner.
Und DE ist Mitglied in der NATO, ergo darf man Ihn auch NATO-Söldner nennen.

eine_anmerkung.
um 12:33 von Nachfragerin

>>"Die USA haben ihre Ziele in der Region erreicht oder aufgegeben und ziehen ihre Truppen ab. Nun können sich die NATO-Söldner auch zurückziehen. Dass Deutschland am Hindukusch verteidigt werden könnte, war schon immer eine Lüge"<<

Ich glaube nicht das die USA Ihre Ziele in Afghanistan erreicht haben wie übrigens die Russen zuvor auch nicht. Afghanistan war in der Historie so gut wie nie befriedet und vielleicht reift die Einsicht das dies (Befriedung) ohne eine stringente Besatzung nicht möglich ist welche viele Ressourcen und Opfer kostet. Will man das?

rareri
14:05 von eine_anmerkung.

>>"Ist der Terror aus der Welt geschafft?"<<
.
Leider nein.

Doch, Trump ist weg!

Nachfragerin
@falsa demonstratio - Der einfache Soldat hat (fast) keine Wahl.

12:43 von falsa demonstratio:
"[...] oder gar unsere Soldaten als NATO-Söldner [zu bezeichnen,] halte ich für unverschämt."

Mit NATO-Söldnern meinte ich die mitziehenden Länder bzw. deren Regierungen und nicht die Soldaten. Letztere hatten keine Wahl, sofern sie ihren Job behalten wollten.

David Séchard

Am 14. April 2021 um 12:57 von fathaland slim
12:39, IBELIN

>>(...)
Mädchen, die lesen und schreiben lernen wollen?

Musiker, die gern traditionelle afghanische Musik spielen möchten, was die Taliban verbieten?<<

Ich meine mich erinnern zu können, das hier vor einiger Zeit ein Artikel über das Zugeständnis der afghanischen Regierung an die Taliban veröffentlicht wurde, bei dem Frauen & Mädchen das öffentliche Musizieren wieder verboten wurde.

Sehr schade wenn man mit Fundamentalismus Freude bekämpft.

eine_anmerkung.
um 14:01 von offene Diskussion

>>"Genau Sie haben den Kern des Problems richtig erkannt! Hilfsleistungen müssen zukünftig Hilfe zur Selbsthilfe sein. Konsequenz muss daher sein, diese unnatürlichen, gesellschaftsverändernden, schlimmer noch gesellschaftszerstreitenden Zuströme zu unterbinden. Denn nur mit einer einigermaßen sich untereinander einigen Gesellschaft, können dann auch weiterhin effektive, gut funktionierende zukünftige Hilfsleistungen geleistet werden. Eine zunehmende Spaltung in der Gesellschaft wird alle diesbezüglichen Bemühungen immer mehr einbremsen und zuletzt zum Stillstand bringen."<<

Ich gebe Ihnen da vollumfänglich Recht.

Traumfahrer
Re : fathaland slim !

Trotz vielen Jahren eines brutalen und blutigen Kampfes haben die westlichen Truppen keine Verbesserung erreicht, weil diese Soldaten nie auf die Kampfesweise der Taliban eingestellt wurden. Und weil immer zu viel Einzelinteressen im Vordergrund standen, nie wirklich eine tatsächliche Verbindung zur Bevölkerung entstand, die so manches hätte erleichtern können.
Nun diktieren die Taliban das Geschehen, werfen das ganze Land wieder in die Steinzeit zurück und werden wieder ihre verworrene Ideologie dem Volk aufdrücken.
Solch ein Land als sichere Wohnstätte zu deklarieren, kann nur Politikern einfallen, die entweder noch nie dort waren, oder sich nur in dick gepanzerten Wagen hin trauen, und dies noch leise still und heimlich.
In meinen Augen ist eine solche Einstufung als sicheres Land ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Menschenrechte, was aber viele unsere Politiker rein aus taktischen Gründen so beschließen !

Naturfreund 064
12:45 von paganus65

"Nein,unserer Denken passt sicher nicht zu deren Kultur,sowenig unsere Lösungen zu deren Problemen passen."
Damit mögen Sie in sofern Recht haben,als dass diejenigen,Welche vom derzeitigen Zustand profitieren,Ihnen zustimmen werden.
Ich wage aber zu behaupten,der allergrößte Teil der einfachen Bevölkerung möchte schon humanitäre,bessere Verhältnisse.

fathaland slim
14:10, Nachfragerin @fathaland slim

>>Afghanistan war nie unser Krieg, sondern ein geopolitischer Schachzug der USA, um die Militärpräsenz auf den Ölfeldern des Nahen Osten verstärken zu können.<<

Was genau hat Afghanistan mit den Ölfeldern des Nahen Ostens zu tun?

eine_anmerkung.
um 14:18 von Traumfahrer

>>"In meinen Augen ist eine solche Einstufung als sicheres Land ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Menschenrechte, was aber viele unsere Politiker rein aus taktischen Gründen so beschließen !"<<

Wenn Sie Ihre Argumentation stringent weiterführen müssten Sie diese auf alle islamisch geprägten Staaten ausdehnen.

Traumfahrer
Re : fathaland slim !

Ob Taliban oder die Wahabiten in Saudi Arabien, es sind alles Testosteron gestörte Männer, die an ihre Allmacht glauben und sie auch so leben, sonst kämen sie mal auf die Idee, Frauen als gleich berechtigte Menschen zu achten und respektieren, und nicht wie ein Möbelstück zu behandeln.
Der gleiche total gestörte Prozess läuft auch schon viele Jahre im Iran, wo ein durch geknallter ideologischer Verblendeter sich extra seine eigene Armee aufbaute, um sein Reich zu bewahren, und seine Regeln brutal, rücksichtslos und erpresserisch durch zu setzen.
Auch in der Türkei und Ägypten sind solche Figuren am Werk, was aber unsere Politiker nicht davon abhält, mit ihnen Geschäfte zu machen. Also ist auch in der westlichen Welt noch viel zu tun, um die Menschenrechte wirklich all so zu etablieren, dass sie jeder auch als solche versteht ! Leider geht es doch in vielen Dingen nur um viel Geld, und nicht um die Menschen, die sind immer zweit- oder drittrangig !

werner1955
wieder folgt?

von Tremiro @
Es gibt Kulturen die unsere westlichen Wertmaßstäbe grundsätzlich nicht annemen wollen.

und wie bei andern Bürgerkriegen auch können wir dort nichts erreichen.

Egal ob dort, In Afrika, Nahen osten oder Süd Amerika.
Wir sollten besser das geld besser zum schutz unserer Grenzen und Bürger einsetzen.

fathaland slim
14:27, eine_anmerkung.

>>um 14:18 von Traumfahrer
>>"In meinen Augen ist eine solche Einstufung als sicheres Land ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Menschenrechte, was aber viele unsere Politiker rein aus taktischen Gründen so beschließen !"<<

Wenn Sie Ihre Argumentation stringent weiterführen müssten Sie diese auf alle islamisch geprägten Staaten ausdehnen.<<

Für jemanden, der zwischen der Religion Islam und der Ideologie des Islamismus keinen Unterschied sieht, mag das stringent erscheinen.

Für alle anderen nicht.

falsa demonstratio

Am 14. April 2021 um 13:23 von jukep
falsa demonstratio: "Es handelt sich um die Nato-Mission "Resolute Support"

Danke für den Hinweis.

Zitat: Und warum wurde die Nato aktiviert? Wegen eines in den Augen der USA saudischen Terroristen oder wegen der Talibandie man vorher noch gezüchtet hat? Denn wegen Demokratie, Menschenrechte, Freiheit, Gleicberechtigung usw. kann es ja nicht gewesen

Das war nicht mein Thema. Fragen Sie doch lieber jemand anderes.