Kommentare - Afghanistan-Einsatz: Kramp-Karrenbauer rechnet mit Truppenabzug

14. April 2021 - 12:16 Uhr

Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer rechnet damit, dass sich die NATO heute auf einen Truppenabzug aus Afghanistan einigt. Zuvor hatten die USA angekündigt, ihre Truppen bis zum 11. September vom Hindukusch abzuziehen.

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Kommentare

rer Truman Welt

Ich finde es perfide, den Tag des Abzugs auf den "9/11" zu datieren.
Was wurde in 20 Jahren durch diesen Rachefeldzug der Amerikaner begonnen im Oktober 2001 erreicht und verursacht?

Ist der Terror aus der Welt geschafft?
Sind die Taliban besiegt?
Ist Afghanistan befriedet?
Ist die Demokratie in den Arabischen Staaten erreicht?
Lebt die Welt in einem stabileren Frieden?

Krieg ist die Faust des Rüpels, der sich besser beim Schlagen fühlt als beim Denken, selbst wenn er am Ende fast jede Schlägerei verliert!

Frau KKB ..

... rechnet damit, dass sich die NATO heute auf einen Truppenabzug aus Afghanistan einigt. Zuvor hatten die USA angekündigt, ihre Truppen bis zum 11. September vom Hindukusch abzuziehen."
Nachdem die USA angekündigt haben, rechnet Frau KKB für die NATO hoch.
Welch Superleistung an Vorhersage von Frau KKB, dass die NATO insgesamt der USA folgen wird.

Söldner der USA

Die USA haben ihre Ziele in der Region erreicht oder aufgegeben und ziehen ihre Truppen ab. Nun können sich die NATO-Söldner auch zurückziehen. Dass Deutschland am Hindukusch verteidigt werden könnte, war schon immer eine Lüge.

12:26 von Meinung zu unse...

So einen tiefgreifenden Kommentar hab ich schon lange nicht gelesen. Dank dafür.

Es ist ein harter Schluß

Ich erinnere mich gut an den 11.09.2001. Auch an die Eröffnung des Krieges in Afghanistan.
Rückblickend: Was hat es gebracht? Wieviel Leid? Wieviel Leidminderung? Wem brachte es Leid, wem Verbesserung, wem beides?
Ich kann es nicht sagen. Ich habe eine MEINUNG dazu, aber die ist nur ein Bauchgefühl.
Was haben unsere Soldaten dort erreicht? Was hat es die Steuerzahler in den beteiligten Nationen gekostet?

Ich glaube, es ist Zeit, daß auch das mal zusammengetragen wird, analysiert und der Öffentlichkeit vorgestellt. Inklusive der verschiedenen Bewertungen, die zu den einzelnen Punkten sicher auftreten werden.

Ich bin zwiegespalten in der Sache und würde mir mehr Informationen zu den o.g. Fragen wünschen. Von den Volksvertretern wie von der Presse.

Afghanistan-Einsatz

Den Truppenabzug hätte man schon weit früher durchführen sollen, oder besser noch, den Krieg nie geführt.
Die ganzen Bush Jr. Kriege brachten nur Tod, Zerstörung, Flüchtlinge und noch mehr Terror.

Bemerkenswert an diesem Krieg bleibt, wie willfährig wir da rein und raus gehen, wie schlecht wir dabei abgeschnitten haben und wie sinnbefreit die ganze Aktion war.

Aber immerhin, es hat ein ENDE.

Abzug wäre gar nicht nötig,

Abzug wäre gar nicht nötig, hätte man die Amis ihren Rachefeldzug gegen Afghanistan alleine machen lassen. Schröder hat wenigstens zum Irakangriff NEIN gesagt.
Das sind amerikanische Probleme.. wir müssen den Imperialismus nicht unterschätzen.

Man überlässt Afghanistan

also den Taliban, stuft das Land dann aber natürlich als sicheres Herkunftsland ein, wenn es um Flüchtlinge geht.

Und einige Pseudopazifisten werden dies wohl auch noch begrüßen. Hauptsache die Leute kommen nicht zu uns.

Das werden sie aber trotzdem.

Nein, so wird das mit der friedlicheren Welt nichts.

Eine Frage

War dieser Krieg gegen Afghanistan ein Nato-Einsatz oder der Kriegseinsatz einer Koaltion der Willigen?
So viel ich mitbekommen habe war das kein Nato-Einsatz warum muss dann der Truppenabzug mit der Nato besprochen werden?
Kann man nicht selber entscheiden was zu tun ist oder nicht zu tun ist.

Nach dem Abzug

sollte man sich fragen was es gebracht hat?

Die Wandlung Afghanistans muss von innen heraus kommen und nicht von aussen aufgesetzt. Ich denke man hat den Afghanen, die was aendern wollten eher einen Baerendienst erwiesen. Jede Veraenderung hat jetzt ein Stigma . Das Stigma, dass Sie von aussen gebracht wurde und deswegen nicht afghanisch ist.

Deswegen gehe ich davon aus, dass nach dem Abzug die Uhren wieder gewaltig zurueckgestellt werden.

Das was uns bleiben wird sind Migranten und Fluechtlinge, die moeglicherweise wegen Kooperation mit westlichem Gedankengut dort nicht mehr leben koennen.

12:33, Nachfragerin, Söldner der USA

>>Nun können sich die NATO-Söldner auch zurückziehen.<<

Da muss ich meinen jungen Musikerkollegen Philipp, der als Zeitsoldat in Afghanistan war, mal fragen, ob er sich als Söldner betrachtet.

perfide - NATO-Söldner

Ich war noch nie ein Freund des Afghanistaneinsatzes.

Das von den Amerikanern ins Auge gefasste Datum als perfide (niederträchtig, hinterhältig) zu bezeichnen (am 14. April 2021 um 12:26 von Meinung zu unse... ) oder gar unsere Soldaten als NATO-Söldner (am 14. April 2021 um 12:33 von Nachfragerin) halte ich für unverschämt.

omg

Soll das heißen. die NATO zieht endlich ihr Terror-Regime aus Afghanistan ab?

Fathi

Wem willst du das Land denn sonst überlassen?
Du könntest ja auch versuchen, Russland dem bösen Putin wegzunehmen. Die Taliban werden die nur alleine los. Befrieden hat noch nie geklappt, wenn das zu befreiende Land das nicht wollte. Wir sind das beste Beispiel dafür.

Ich begrüße den Abzug aller

Ich begrüße den Abzug aller NATO-Truppen aus Afghanistan. Die in den vergangenen Jahren verfolgte Strategie war nicht erfolgreich, wurde aber auch nicht angepasst. Daher wäre ein früherer Abzug bereits sinnvoll gewesen.

um 12:26 von Meinung zu unse...

Sie fragen bezgl. des Volkes, auf dessen Boden hier gefochten wurde:
"Sind die Taliban besiegt?
Ist Afghanistan befriedet?
Ist die Demokratie in den Arabischen Staaten erreicht?"

Ich glaube, so sehr wir unsere Staatsform lieben, das geht uns nichts an.
Ich glaube, die Frage bzgl. der Afghanen muss lauten:
"Leben die Afghanen heute in ihrem eigenen Sinne besser als zuvor?"

Uns geht an, wie Sie es schreiben, ob die Welt, ob die Länder, die in diesem Kriege fochten, heute in einem stabileren Frieden leben.

Und: Wenn ich stereotyp von "den Afghanen" schreibe, dann der Einfachheit halber. Eigentlich müßte man das für jede einzelne Sippe dort hinterfragen.
Nein, unser Denken passt sicher nicht zu deren Kultur, sowenig wie unsere Lösungen zu deren Problemen passen.

@Meinung zu unserer Truman Welt um 12:26

Sie stellen ein paar Fragen, die Sie wohl mit Ihrem letzten Satz beantworten möchten.
Dass die US-Amerikaner nach dem 9/11-Anschlag Bin Laden exekutieren wollten, ist nachvollziehbar. Da sich dieser Terrorist vorzugsweise in Afghanistan aufhielt und Unterstützung von den Taliban hatte, veranlasste nun mal die Amerikaner, dort Militäraktionen durchzuführen.
Mir wäre es auch viel lieber, wenn die Menschen ohne Militär auf der Welt leben könnten - aber es ist eine Illusion; schon seit Menschengedenken gibt es Auseinandersetzungen, die im Laufe der Geschichte mit immer technisch weiterentwickelten Waffen durchgeführt werden - ein Ende ist nicht in Sicht (bzw. dann, wenn es auf dieser Erde keine Menschheit mehr gibt).

Fatahland

Da muss ich meinen jungen Musikerkollegen Philipp, der als Zeitsoldat in Afghanistan war, mal fragen, ob er sich als Söldner betrachtet.

Naja, er wird sich Befreier nennen, die Afghanen nennen ihn Söldner, die Taliban ungläubiger terrorist. Tucholsky nannte ihn Mörder.
Wir können uns also getrost die schönste Bezeichnung aussuchen. Es kommt nur auf die Blickrichtung an.

@ Nachfragerin

Möglicherweise waren auch Söldner in Afghanistan im Einsatz, das weiß ich nicht. Aber die ganz normalen Soldaten so zu titulieren, grenzt schon an Unverschämtheit.

Am 14. April 2021 um 12:38 von jukep

Zitat: War dieser Krieg gegen Afghanistan ein Nato-Einsatz oder der Kriegseinsatz einer Koaltion der Willigen? So viel ich mitbekommen habe war das kein Nato-Einsatz warum muss dann der Truppenabzug mit der Nato besprochen werden?

Sie irren sich. Es handelt sich um die NATO-Mission "Resolute Support".

12:35, Deckenleuchte

>>Bemerkenswert an diesem Krieg bleibt, wie willfährig wir da rein und raus gehen, wie schlecht wir dabei abgeschnitten haben und wie sinnbefreit die ganze Aktion war.

Aber immerhin, es hat ein ENDE.<<

Ja, für „uns“ hat dieser Krieg ein Ende, für die Afghanen geht er wohl jetzt richtig los.

Frauen nicht mehr in die Schule, selbstständig denkende Menschen an Lastwagenkränen aufgehängt, so wie es früher war, unter dem Regime der Taliban, das es ohne den Einsatz der USA (Operation Cyclone) gar nicht gegeben hätte. Nachdem man den Schlamassel erst angerichtet und dann halbherzig bekämpft hat, überlässt man die Menschen jetzt einfach ihrem Schicksal, also den Taliban.

Und unsere Kritiker des Westens, die selbst alle Annehmlichkeiten desselben genießen, klatschen Beifall.

Die Menschen in Afghanistan?

Egal.

@ fathaland slim

">>Nun können sich die NATO-Söldner auch zurückziehen.<<

Da muss ich meinen jungen Musikerkollegen Philipp, der als Zeitsoldat in Afghanistan war, mal fragen, ob er sich als Söldner betrachtet."

Netter Versuch so zu tun, als wären nur reguläre Soldaten in Afghanistan, aber vergeblich.
Auch Sie können nicht leugnen, dass NATO-Staaten in Afghanistan genau wie im Irak vielfach militärische Sicherheitsdienstleister, kurz: Söldner, eingesetzt haben.

@ Meinung zu unse

Ist die Demokratie in den Arabischen Staaten erreicht?

Liegt Afghanistan Ihrer Meinung nach in Arabien?

Beschlüsse und ihre Auswirkungen

"Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer geht davon aus, dass die NATO-Staaten den gemeinsamen Abzug aus Afghanistan zum 11. September beschließen werden. "Wir haben immer gesagt, wir gehen gemeinsam rein, wir gehen gemeinsam raus"

Mir ist es völlig egal, wer mit wem welche Beschlüsse fasst bzw. sich worauf "einigt". Mich interessiert nur, welche Auswirkungen diese Beschlüsse ganz konkret für die jeweils davon unmittelbar betroffenen Zivilbevölkerungen (hier: die afghanische) allen Regeln der Wahrscheinlichkeit nach haben werden.

12:39, IBELIN

>>Deswegen gehe ich davon aus, dass nach dem Abzug die Uhren wieder gewaltig zurueckgestellt werden.<<

Nein, nicht gewaltig, sondern nur etwa zwei Jahrzehnte. Würden die Uhren sechs Jahrzehnte zurückgestellt, dann wäre alles gut. Werden sie aber nicht.

>>Das was uns bleiben wird sind Migranten und Fluechtlinge, die moeglicherweise wegen Kooperation mit westlichem Gedankengut dort nicht mehr leben koennen.<<

Was soll ich mir unter „Kooperation mit westlichem Gedankengut“ vorstellen?

Mädchen, die lesen und schreiben lernen wollen?

Musiker, die gern traditionelle afghanische Musik spielen möchten, was die Taliban verbieten?

Peter Struck ...

Ja er war es doch mit dem Verteidigungsspruch damals ..2002 .....
Der politisch interessierte Mitstreiter musste damals zweimal hinhören ; ..bitte ?
Ja wenn man in Abhängigkeit zum militärischen Bündnispartner USA sich seiner Sache sicher ist , ..haut man diesen Hindukusch-Spruch mal eben raus !
Und Geld wurde verschleudert, obwohl schon der russische Einmarsch 1979 innerhalb eines Jahrzehnts zeigte, ..alles umsonst ; höchstens noch paar Rohstoffe ausgegraben und dann nichts wie weg , ..militärisch eine Niederlage .
Aber du musst mitheulen..mit den Wölfen ...

@ fathaland slim

"Man überlässt Afghanistan also den Taliban, stuft das Land dann aber natürlich als sicheres Herkunftsland ein, wenn es um Flüchtlinge geht."

Die Taliban sind auch nur Islamisten wie die Wahabiten in Saudi-Arabien und Saudi-Arabien ist auch ein sicheres Land.

Abzug aus Afghanistan

Natürlich muss die Bundeswehr dort auch abziehen, wenn die USA gehen. Alleine kann die BW sich dort weder verteidigen noch versorgen. Da braucht man gar keinen Beschluss, es geht schlichtweg nicht anders.

Über den Sinn des ganzen Einsatzes braucht man nicht lange diskutieren. Was in 20 Jahren nicht geschafft wurde, klappt auch in den nächsten 20 Jahren nicht.

Mir war auch nie klar, was Afghanistan mit den Anschlägen von 9/11 zu tun hatte. War AlQuaida eine afghanische Organisation, Osama bin Laden oder die Piloten der Maschinen Afghanen? Aber Fakten spielten bei Bush ja nie eine Rolle, wenn er Krieg führen wollte.

Das wars

....und wo für?Es hat nur Geld gekostet, nicht wurde erreicht.
Und es wird in diesem Land-was mir nichts bedeutet- genau so sein wie es vorher war

Wurde auch an der

Wurde auch an der Zeit!

Grundgesetzwidrig war der Einsatz sowieso....

Aber zwischen "rechnet" und dem wirklichen Abzug liegen bekanntlich Welten...

Warten wir es ab....

12:44 von saschamaus75

>>Soll das heißen. die NATO zieht endlich ihr Terror-Regime aus Afghanistan ab?<<

Sie wissen vermutlich nicht was vor dem NATO-Terror-Regime dort war? Und was auf das NATO-Terror-Regime dort vermutlich wieder folgt.

@ jukep

"War dieser Krieg gegen Afghanistan ein Nato-Einsatz oder der Kriegseinsatz einer Koaltion der Willigen?
So viel ich mitbekommen habe war das kein Nato-Einsatz warum muss dann der Truppenabzug mit der Nato besprochen werden?"

Tatsächlich wurde nach dem 11.09.2001 zum bisher einzigen Mal der NATO-Bündnisfall ausgerufen, nachdem die USA einen Saudi und Geschäftspartner der Familie Bush namens Osama Bin Laden für den Einsturz von 3 Hochhäusern in New York verantwortlich machten.

Ob die Ausrufung des Bündnisfalls rechtmäßig war, wurde nie geklärt, interessiert halt keinen, gegen das US-Imperium will sich ja keiner stellen.

Nachdem 59 junge deutsche

Nachdem 59 junge deutsche Soldaten völlig sinnlos bei der Invasion von Afghanistan ihr Leben ließen, um das gekränkte Ego der USA zu heilen, ist der Abzug folgerichtig. Milliarden Euro später, mit vielen traumatisierten Soldaten für die Gesellschaft, kommt man bei der Endabrechnung zu dem Schluss:
Der Einsatz war ein ganz ganz großer Schuss in den Ofen, um es mal möglichst positiv zu umschreiben

12:48, Bender Rodriguez

>>Fatahland
„Da muss ich meinen jungen Musikerkollegen Philipp, der als Zeitsoldat in Afghanistan war, mal fragen, ob er sich als Söldner betrachtet.“

Naja, er wird sich Befreier nennen, die Afghanen nennen ihn Söldner, die Taliban ungläubiger terrorist. Tucholsky nannte ihn Mörder.
Wir können uns also getrost die schönste Bezeichnung aussuchen. Es kommt nur auf die Blickrichtung an.<<

Nein, Philipp wird sich nicht „Befreier“ nennen. Solcherart hohles Pathos ist ihm fremd.

Die Afghanen nennen ihn jedenfalls nicht „Söldner“. Das ist das Privileg der „Kritiker des Westens“. Ich weiß gar nicht, ob es in der paschtunischen Sprache eine adäquate Übersetzung für diesen Begriff gibt. Sie werden ihn also wohl als Soldaten bezeichnen.

Und Tucholsky?

Als klarsichtiger Mensch würde er im vorliegenden Zusammenhang ganz gewiss die Taliban als das bezeichnen, was sie sind. Nämlich Mörder, die Angst und Schrecken, also Terror, verbreiten.

Die Taliban werden die Herrschaft übernehmen

Wieso ist eigentlich die Sowjet-Union 1979 in Afghanisten einmarschiert? Ging es um einsickernde Islamisten? Ging es um Bodenschätze?
Die Mudschaheddin haben dagegen gekämpft und haben mit Hilfe/Finanzierung der USA-Saudi-Allianz die Sowjets besiegt. Danach gab es dauerhafte innere Unruhen und Machtkämpfe zwischen islamistischen Fundamentalisten/Taliban und westlich/wirtschaftlich orientierten Gruppen samt Milizen. Gesiegt haben die Taliban. Seither hat ein Großteil des afghanischen Volkes sehr gelitten: Unter der Scharia, unter der Willkür der Milizen, unter der Kriegsführung der USA u. Nato ... KeineR meiner FreundInnen mit afghanistanischer Abstammung würde zurückgehen, alle haben Angst. Mittlerweile leben ihre Familien auf der ganzen Welt verstreut. Schlimm wird es werden für die, die bisher für die Nato gearbeitet haben, die Entwicklungsprojekte und Mädchenschulen gegründet und betrieben haben, ... alle, die zurückbleiben müssen, sind gefährdet an Leib und Leben.

12:34 von paganus65

>>Rückblickend: Was hat es gebracht? Wieviel Leid? Wieviel Leidminderung? Wem brachte es Leid, wem Verbesserung, wem beides?
Ich kann es nicht sagen. Ich habe eine MEINUNG dazu, aber die ist nur ein Bauchgefühl.
Was haben unsere Soldaten dort erreicht? Was hat es die Steuerzahler in den beteiligten Nationen gekostet?
Ich glaube, es ist Zeit, daß auch das mal zusammengetragen wird, analysiert und der Öffentlichkeit vorgestellt.
<<

Durchaus wichtige Überlegungs-Punkte mit Sinn, die Sie da ansprechen. Denn auch ich bin zwiegespalten diesbezüglich. Obwohl ich einen Abzug an sich durchaus begrüßen würde...

@ wolf 666, um 12:29

Was meckern Sie eigentlich an dem herum, was AKK (so ist gemeinhin deren Kürzel) bzgl. der NATO-Entscheidung über den Truppenabzug aus Afghanistan sagt?

Sie haben wahrscheinlich Insiderwissen, das ihr unzugänglich ist.

Oder - nein...

Am 14. April 2021 um 13:01 von Shuusu

>>Am 14. April 2021 um 13:01 von Shuusui
@ fathaland slim

"Man überlässt Afghanistan also den Taliban, stuft das Land dann aber natürlich als sicheres Herkunftsland ein, wenn es um Flüchtlinge geht."

Die Taliban sind auch nur Islamisten wie die Wahabiten in Saudi-Arabien und Saudi-Arabien ist auch ein sicheres Land.<<

Mit Verlaub - das ist die infantilste Kürzung auf einen Nenner, die ich seit langen gelesen habe.

@12:51 von fathaland slim

"Die Menschen in Afghanistan?"

Sie haben recht, für die "normalen" Afghanen, die nicht fanatisch irgendeiner Taliban-Gruppe anhängen, wird es vermutlich bitter werden. Wenn ich eine Lösung wüsste, wie man dieses Problem beheben könnte, würde ich diese sofort unterstützen. Aber ein internationaler Militäreinsatz bis zum Ende aller Tage kann auch irgendwie nicht die Lösung sein.

Wenn man wüsste, wie man diesen religiösen Fanatismus, der ja auch andere Regionen der Welt terrorisiert und destabilisiert los werden könnte, möglichst auch noch friedlich, wäre man ein geeigneter Kandidat für den Nobelpreis.

Selbst die Sowjetunion hat es nun wirklich hartnäckig versucht, in Afghanistan ein, wie auch immer, stabiles System aufzubauen und ist trotz massivem Militäreinsatz krachend gescheitert.

Die Welt wäre ein besserer Platz ohne den fanatischen Islamismus (nicht zu verwechseln mit dem Islam).

Am 14. April 2021 um 13:01 von Shuusui

Zitat: Die Taliban sind auch nur Islamisten wie die Wahabiten in Saudi-Arabien und Saudi-Arabien ist auch ein sicheres Land.

Sie sollten sich einmal mit den Zuständen im Herrschaftsbereich der Taliban, z.B. im islamischen Emirat Afghanistan, beschäftigen. Fangen Sie einmal mit den Massakern gegen die Zivilbevölkerung an.

Ein zweites Vietnam für die USA

Leider nichts aus der Geschichte gelernt.

Schon die Sovietunion hatte eingesehen, dass ein militärischer Einsatz gar nichts bringt und sich nach vielen Jahren aus Afghanistan zurückgezogen.

13:03, skydiver-sr

>>Das wars
....und wo für?Es hat nur Geld gekostet, nicht wurde erreicht.
Und es wird in diesem Land-was mir nichts bedeutet- genau so sein wie es vorher war<<

Wenn Sie mit „vorher“ die Zeit vor den Taliban und am besten noch vor der sowjetischen Besetzung meinen, dann wäre das mehr als wünschenswert.

Leider wird es aber auf eine erneute Machtergreifung der Taliban hinauslaufen, die es, ich schrieb es schon, ohne die Aktionen der CIA gar nicht geben würde.

12:57 von fathaland slim

"12:39, IBELIN
>>Das was uns bleiben wird sind Migranten und Fluechtlinge, die moeglicherweise wegen Kooperation mit westlichem Gedankengut dort nicht mehr leben koennen.<<

Was soll ich mir unter „Kooperation mit westlichem Gedankengut“ vorstellen?

Mädchen, die lesen und schreiben lernen wollen?

Musiker, die gern traditionelle afghanische Musik spielen möchten, was die Taliban verbieten?"

Ja genau, jede Form von Emanzipation vom talibanischen Gedankengut wird als westlich eingestuft. Boko haram. Ich denke Sie wissen was ich meine.

Da kann die Veraenderung nur von innen heraus kommen.

MIT den Uhren zurueckstellen stimme ich Ihnen zu. Die Demokratische Republik Afghanistan war anders. Gabs allerdings nur ein paar Jahre.

"Nation-Building" verbieten

Militärische Einsätze in fremden Ländern sollten nicht nur verboten sein - die Politiker sollten auch die Finger davon lassen.

Ja, auch und insbesondere unsere deutschen Politiker wie der Grüne Fischer oder der SPD Struck. Unsere Freiheit wird und wurde eben NICHT am Hindukusch verteidigt.

@ 12:51 von fathaland slim

so wie es früher war, unter dem Regime der Taliban, das es ohne den Einsatz der USA (Operation Cyclone) gar nicht gegeben hätte.

Die schon unter Präsident Carter begonnene Operation Cyclone war an sich richtig und wichtig, um die Menschheitsbedrohung des Kommunismus zu bändigen.
Die gravierenden Fehler wurden erst nach dem Sieg über die Sowjetunion gemacht. Es gibt einen sehr guten Film
("Der Krieg des Charlie Wilson") zum Thema USA und Afghanistan zu der Zeit.

Zu dr. bashir um 13.01

Die Zusammenarbeit zwischen den Taliban und AlQuaida insbesondere bei der Einnahmenbeschaffung war im Gegensatz zur diesbezueglichen Rolle von Sadam Hussein ein offenes Geheimnis und wurde von den Taliban auch nicht ernsthaft bestritten. Dies unabhaengig von der Frage, wie klug und erfolgreich das Danach (nach der Vertreibung der Taliban in den Untergrund) war. Im uebrigen bin ich mit dem Foristen fathaland slim hier einer Meinung, insbesondere, was den Schutz der Frauen im Land anbelangt.

Und was ...

... ist jetzt der Unterschied zwischen dem gebashten Trump und dem gehypten Biden?

Biden macht Trump-Politik, nur etwas langsamer?

@Shuusui 13:07

Auf "Einsturz dreier Hochhäuser" muss man erstmal kommen...liest sich wie "Pfusch am Bau"...

13:01, dr.bashir

>>Mir war auch nie klar, was Afghanistan mit den Anschlägen von 9/11 zu tun hatte. War AlQuaida eine afghanische Organisation, Osama bin Laden oder die Piloten der Maschinen Afghanen? Aber Fakten spielten bei Bush ja nie eine Rolle, wenn er Krieg führen wollte.<<

Die Taliban gaben bin Laden Gastrecht und beschützten ihn.

Denselben Osama bin Laden, der in seiner Zeit im Sudan intensive Beziehungen zur CIA pflegte.

Der Afghanistanfeldzug der USA war ein hilfloser Versuch, das aufzuräumen, was man vorher angerichtet hatte.

Hat nicht geklappt.

@ Bender

Das war auch das einzige wozu Schröder und Fischer nein gesagt haben.

Beim völkerrechtswidrigen Kosovo Krieg waren sie ganz vorne mit dabei und in Afghanistan haben sie von "Freiheit am Hindukusch verteidigen" schwadroniert. (Zitat Verteidigungsminister Struck).

Die Freiheit und der Hindukusch

Wie war das einmal, meine Freiheit wird am Hindukusch verteidigt?

Und jetzt, nach 20 Jahren all der Opfer auf beiden Seiten, wird das Kapitel leise geschlossen.

Möglicherweise sollte eine Regierung in Berlin einmal darüber nachdenken warum sie sich 20 Jahre lang, als williger und eifriger Unterstützer angebiedert hat.

Einmal darüber nachdenken, für was die Bundeswehr steht, für die Landesverteidigung, und nicht für Stellvertreterkriege!

falsa demonstratio

"Es handelt sich um die Nato-Mission "Resolute Support"

Danke für den Hinweis.

Und warum wurde die Nato aktiviert?
Wegen eines in den Augen der USA saudischen Terroristen oder wegen der Talibandie man vorher noch gezüchtet hat?
Denn wegen Demokratie, Menschenrechte, Freiheit, Gleicberechtigung usw. kann es ja nicht gewesen sein.

13:16, Vielfalt. @ 12:51 von fathaland slim

>>Die schon unter Präsident Carter begonnene Operation Cyclone war an sich richtig und wichtig, um die Menschheitsbedrohung des Kommunismus zu bändigen<<

Die intensive Förderung fundamentalistisch-islamistischer Bestrebungen war also richtig und wichtig. Wegen dem bösen Kommunismus.

Da bin ich dann sprachlos und habe keine Argumente mehr.

@ fat slim

Ihre Sorge, dass nun halb Afghanistan in Deutschland Asyl beantragt, halte ich für realistisch. Nur dass unsere Regierung asylbegrenzende Maßnahmen ergreift, diese Hoffnung ist vergebens.

Am 14. April 2021 um 13:18 von Einfach Unglaublich

>>m 14. April 2021 um 13:18 von Einfach Unglaublich
Und was ...

... ist jetzt der Unterschied zwischen dem gebashten Trump und dem gehypten Biden?

Biden macht Trump-Politik, nur etwas langsamer?<<

Erwarten Sie jetzt eine ernsthafte Antwort?

M

Zeit wird’s, dass die fremden Truppen vollständig aus Afghanistan abziehen. Sie können dort eh nichts erreichen, außer verletzt oder getötet zu werden; dem Land ist nicht zu helfen, solange die Taliban dort existieren. Diese werden mittelfristig wieder die Macht übernehmen, das lässt sich nicht vermeiden.
Wir sollten uns auf einen neuen Ansturm afghanischer Flüchtlinge in D. vorbereiten.

@fathaland slim, 12:38

"Man überlässt Afghanistan
also den Taliban, stuft das Land dann aber natürlich als sicheres Herkunftsland ein, wenn es um Flüchtlinge geht"

Darauf wird es wohl hinauslaufen, denn es passt menschenverachtenden, dafür aber umso machtbewussteren Politikern bestens ins Konzept.

Für mich ist nur eines klar: Wer mit erwiesenen Schwerstverbrechern wie den Taliban „Kompromisse“ schließt und versucht, das als „Realpolitik“ zu verkaufen, macht sich mit ihnen gemein.

@ fat slim

Wie sich jemand selbst bezeichnet ist meist irrelevant.

Oder wie war das mir dem "König von Mallorca "?

Alte Feindschaften werden (hoffentlich nicht) ausagiert werden

Was soll man hoffen? Dass die Taliban und ihre konkurrierenden Gruppen sich ohne einen äußeren Feind weniger radikal und menschenfeidlich verhalten?
Äußere Feindschaften schweißen nach innen zusammen. Ich fürchte, wenn dieser Zusammenhalt wegfällt, wird es im inneren Machtkämpfe geben. Die Menschen, die einfach nur in Frieden leben wollen, werden wieder die Leidtragenden sein.
Ich glaube nicht, dass Afghanistan ohne "Beistand", d.h. ohne "Unterstützung" / Ausbeutung durch angrenzende Staaten, klarkommen wird. Auf dem Weg zur Macht werden sicherlich Hilfen von außen angeboten und angenommen, vielleicht von Iran, vielleicht von China ... Auf jeden Fall wird die "Hilfe" ihren Preis haben..
Wir können dagegen nichts machen, wir können nicht helfen, wir werden zuschauen müssen, wie ab September Rachefeldzüge aufgrund von alten Feindschften stattfinden werden.
Hoffentlich sehe ich das zu schwarz. Mir graut davor.

12:51 von fathaland slim

"Und unsere Kritiker des Westens, die selbst alle Annehmlichkeiten desselben genießen, klatschen Beifall.

Die Menschen in Afghanistan?

Egal."
--------------------------------------

Bleib mal locker, egal sind die mir auch nicht, aber mir ist auch klar, dass wenn wir dort helfen wollen, dürfen wir nicht mit Waffen anrücken.
Ich bin mir sicher, dass unsere Hilfe willkommen sein wird, solange keine Uniformen dabei sind.
Das ist immer so, wenn man keine Invasoren im Land haben will.

@ Bender

"Fatah"land ist auch gut.

Ja, unser Forist hat ja Sympathien für die Palästinenser.

13:25, Einfach Unglaublich

>>@ fat slim
Ihre Sorge, dass nun halb Afghanistan in Deutschland Asyl beantragt, halte ich für realistisch. Nur dass unsere Regierung asylbegrenzende Maßnahmen ergreift, diese Hoffnung ist vergebens.<<

Ihr Wunsch, die Afghanen dem Schlamassel, den die USA angerichtet haben, zu überlassen, teile ich nicht.

Daß Sie diesen Wunsch haben, überrascht mich nicht.

Seien Sie dankbar, daß Sie in Deutschland geboren wurden.

13:06 von morgentau19

>>Grundgesetzwidrig war der Einsatz sowieso....<<

Woher haben Sie diese information? Ich habe nie gehört dass das Verfassungsgericht entsprechend geurteilt hat.

12:44 von saschamaus75

>>Soll das heißen. die NATO zieht endlich ihr Terror-Regime aus Afghanistan ab?
<<

Ne, das Terror-Regime könnte höchstens nach dem Abzug der NATO-Truppen wieder stärker Einzug halten...

@einfach unglaublich

...nicht ganz so.
Die Russen hatten schon gewonnen-erst nachdem die USA sich reinhängten, gingen die Probleme los

13:07 von Shuusui

>> für den Einsturz von 3 Hochhäusern in New York verantwortlich machten.<<

Eine "schöne" Umschreibung für einen Massenmord.
Sarkasmus aus.

@13:23 von fathaland slim

Die intensive Förderung fundamentalistisch-islamistischer Bestrebungen war also richtig und wichtig. Wegen dem bösen Kommunismus.

Carter und Reagan handelten damals in Afghanistan nach genau demselben Prinzip, wie Roosevelt im 2. WK.
Man muss sich manchmal mit Verbrechern verbünden, um gegen eine noch größere Gefahr zu bestehen.

Truppenabzug? Und was hat

Truppenabzug?
Und was hat diese ganze Ochsentour jetzt gebracht, außer dass durch diesen völlig unnötigen Krieg, der weder von der ja eigentlich geschützt werden sollenden Bevölkerung nie richtig verstanden wurde, dafür aber den dortigen Kriegstreibern den Selbstbeweis geliefert hat, gegen alle die Ungläubigen, wie eh und je wieder bestanden zu haben. Genau daraus haben sie, zu unserer aller Schaden, ihre weltweiten Rache- Horroraktionen gezeigt und aufgebaut. Die einzigen, die da wieder profitiert haben, sind die Waffenfirmen der Amis und ein paar der europäischen Knallerbsenproduzenten. Uns, dem Westen bleibt das einzige, was wir uns in unserer Blödheit und dem vielen Unverständnis für diese archaischen Gesellschaften selbst erarbeitet haben, die hier immer wieder zunehmende Gewalt, der so über Jahre und mit viel Steuergeld selbstsicher gemachten Horden. Toll!

@Vielfalt

Nein, Cyclone war einer der vor vor..... letzten Dominosteinchen der verkorksten gleichnamigen Theorie, die in Korea begann und mit anderen Widersachern (jetzt "Kampf dem Terror") nun in Afghanistan vorerst endet.

@13:28 von Deckenleuchte

"Ich bin mir sicher, dass unsere Hilfe willkommen sein wird, solange keine Uniformen dabei sind.
Das ist immer so, wenn man keine Invasoren im Land haben will."

Ausländische Soldaten sind nicht automatisch "Invasoren". Manchmal befinden die sich auch mit Einverständnis einer legitimen Regierung im Land. Das ist natürlich in Ländern, in denen die Regierung um ihre "innere Legitimität" ringt, schwierig zu definieren. Oder wo das Bewusstsein von "Nation" schon schwierig zu erreichen ist, wenn man eher in Clan- oder Stammeskategorien denkt.

Und ob die Hilfe von westlichen Organisationen ohne (militärische) Uniform unter einem Talibanregime so willkommen wäre, glaube ich nicht. Für die sind vermutlich schon Regierungen von gemäßigten islamischen Länder "Ungläubige".

13:10 von Einfach Unglaublich

Interessant dass Sie beim Thema Afghanistan Frau Käßmann zitieren. Beim Thema Flüchtlinge aus Afghanistan haben sie das vermieden.

Erstaunlich

Anscheinend sind die Taliban nicht mehr so gefährlich, andererseit hörte man doch andauernd von Anschlägen, die müssen dann wohl andere Typen durchgeführt haben. Und Binladen haben die dann wohl auch nicht geholfen. Dafür ist die Chance groß, daß weibliche Kinder ihre Schulbildung verlieren, und die älteren Frauen alle ihre Rechte. Wofür der demokratische gute Westen nicht alles steht.

13:12, dr.bashir @12:51 von fathaland slim

>>Sie haben recht, für die "normalen" Afghanen, die nicht fanatisch irgendeiner Taliban-Gruppe anhängen, wird es vermutlich bitter werden. Wenn ich eine Lösung wüsste, wie man dieses Problem beheben könnte, würde ich diese sofort unterstützen. Aber ein internationaler Militäreinsatz bis zum Ende aller Tage kann auch irgendwie nicht die Lösung sein.<<

Ich halte es da nach wie vor mit der berühmten Pazifistin Bertha von Suttner, die in ihrer Friedensnobelpreisrede, 1905, unter anderem eine Friedensunion aller Staaten, die jeden Angriff eines Staates gegen einen anderen mit gemeinschaftlicher Kraft zurückweisen müsse, forderte. Sozusagen die Umwandlung der Armeen dieser Welt in eine internationale Polizeitruppe. Sie würde das, auf heutige Verhältnisse bezogen, gewiss auch auf Terrorgruppen, die ein Land versklaven, angewendet wissen wollen.

Aber vor einer solchen Weltfriedensordnung stehen die Vetomächte des Weltsicherheitsrates.

Was die Utopie Bertha von Suttners nicht entwertet.

12:38 von fathaland slim

>>Man überlässt Afghanistan also den Taliban, stuft das Land dann aber natürlich als sicheres Herkunftsland ein, wenn es um Flüchtlinge geht.
Und einige Pseudopazifisten werden dies wohl auch noch begrüßen. Hauptsache die Leute kommen nicht zu uns.
Das werden sie aber trotzdem.
Nein, so wird das mit der friedlicheren Welt nichts.<<

Geschätzter fathaland slim, ich nehme an, dass Sie allerdings auch keine Alternative zu einem Truppenabzug anzubieten haben. Nach 20 Jahren Erfolglosigkeit würden die kommenden 20 Jahre Militäreinsatz nicht erfolgreicher sein.

Die Taliban haben gewonnen. Für ein auskömmliches Miteinander sind ausschließlich politische Wege zu begehen. Das habe nicht nur ich schon vor 20 Jahren gewußt. 20 Jahre Militäreinsatz sind 20 verlorene Jahre für eine Entwicklung der Zivilgesellschaft. Das bedarf keiner Verlängerung. Man muß da anfangen, wo man vor 20 Jahren statt des unsinnigen Militäreinsatzes schon hätte anfangen sollen.

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