Kommentare

rer Truman Welt

Ich finde es perfide, den Tag des Abzugs auf den "9/11" zu datieren.
Was wurde in 20 Jahren durch diesen Rachefeldzug der Amerikaner begonnen im Oktober 2001 erreicht und verursacht?

Ist der Terror aus der Welt geschafft?
Sind die Taliban besiegt?
Ist Afghanistan befriedet?
Ist die Demokratie in den Arabischen Staaten erreicht?
Lebt die Welt in einem stabileren Frieden?

Krieg ist die Faust des Rüpels, der sich besser beim Schlagen fühlt als beim Denken, selbst wenn er am Ende fast jede Schlägerei verliert!

Frau KKB ..

... rechnet damit, dass sich die NATO heute auf einen Truppenabzug aus Afghanistan einigt. Zuvor hatten die USA angekündigt, ihre Truppen bis zum 11. September vom Hindukusch abzuziehen."
Nachdem die USA angekündigt haben, rechnet Frau KKB für die NATO hoch.
Welch Superleistung an Vorhersage von Frau KKB, dass die NATO insgesamt der USA folgen wird.

Söldner der USA

Die USA haben ihre Ziele in der Region erreicht oder aufgegeben und ziehen ihre Truppen ab. Nun können sich die NATO-Söldner auch zurückziehen. Dass Deutschland am Hindukusch verteidigt werden könnte, war schon immer eine Lüge.

12:26 von Meinung zu unse...

So einen tiefgreifenden Kommentar hab ich schon lange nicht gelesen. Dank dafür.

Es ist ein harter Schluß

Ich erinnere mich gut an den 11.09.2001. Auch an die Eröffnung des Krieges in Afghanistan.
Rückblickend: Was hat es gebracht? Wieviel Leid? Wieviel Leidminderung? Wem brachte es Leid, wem Verbesserung, wem beides?
Ich kann es nicht sagen. Ich habe eine MEINUNG dazu, aber die ist nur ein Bauchgefühl.
Was haben unsere Soldaten dort erreicht? Was hat es die Steuerzahler in den beteiligten Nationen gekostet?

Ich glaube, es ist Zeit, daß auch das mal zusammengetragen wird, analysiert und der Öffentlichkeit vorgestellt. Inklusive der verschiedenen Bewertungen, die zu den einzelnen Punkten sicher auftreten werden.

Ich bin zwiegespalten in der Sache und würde mir mehr Informationen zu den o.g. Fragen wünschen. Von den Volksvertretern wie von der Presse.

Afghanistan-Einsatz

Den Truppenabzug hätte man schon weit früher durchführen sollen, oder besser noch, den Krieg nie geführt.
Die ganzen Bush Jr. Kriege brachten nur Tod, Zerstörung, Flüchtlinge und noch mehr Terror.

Bemerkenswert an diesem Krieg bleibt, wie willfährig wir da rein und raus gehen, wie schlecht wir dabei abgeschnitten haben und wie sinnbefreit die ganze Aktion war.

Aber immerhin, es hat ein ENDE.

Abzug wäre gar nicht nötig,

Abzug wäre gar nicht nötig, hätte man die Amis ihren Rachefeldzug gegen Afghanistan alleine machen lassen. Schröder hat wenigstens zum Irakangriff NEIN gesagt.
Das sind amerikanische Probleme.. wir müssen den Imperialismus nicht unterschätzen.

Man überlässt Afghanistan

also den Taliban, stuft das Land dann aber natürlich als sicheres Herkunftsland ein, wenn es um Flüchtlinge geht.

Und einige Pseudopazifisten werden dies wohl auch noch begrüßen. Hauptsache die Leute kommen nicht zu uns.

Das werden sie aber trotzdem.

Nein, so wird das mit der friedlicheren Welt nichts.

Eine Frage

War dieser Krieg gegen Afghanistan ein Nato-Einsatz oder der Kriegseinsatz einer Koaltion der Willigen?
So viel ich mitbekommen habe war das kein Nato-Einsatz warum muss dann der Truppenabzug mit der Nato besprochen werden?
Kann man nicht selber entscheiden was zu tun ist oder nicht zu tun ist.

Nach dem Abzug

sollte man sich fragen was es gebracht hat?

Die Wandlung Afghanistans muss von innen heraus kommen und nicht von aussen aufgesetzt. Ich denke man hat den Afghanen, die was aendern wollten eher einen Baerendienst erwiesen. Jede Veraenderung hat jetzt ein Stigma . Das Stigma, dass Sie von aussen gebracht wurde und deswegen nicht afghanisch ist.

Deswegen gehe ich davon aus, dass nach dem Abzug die Uhren wieder gewaltig zurueckgestellt werden.

Das was uns bleiben wird sind Migranten und Fluechtlinge, die moeglicherweise wegen Kooperation mit westlichem Gedankengut dort nicht mehr leben koennen.

12:33, Nachfragerin, Söldner der USA

>>Nun können sich die NATO-Söldner auch zurückziehen.<<

Da muss ich meinen jungen Musikerkollegen Philipp, der als Zeitsoldat in Afghanistan war, mal fragen, ob er sich als Söldner betrachtet.

perfide - NATO-Söldner

Ich war noch nie ein Freund des Afghanistaneinsatzes.

Das von den Amerikanern ins Auge gefasste Datum als perfide (niederträchtig, hinterhältig) zu bezeichnen (am 14. April 2021 um 12:26 von Meinung zu unse... ) oder gar unsere Soldaten als NATO-Söldner (am 14. April 2021 um 12:33 von Nachfragerin) halte ich für unverschämt.

omg

Soll das heißen. die NATO zieht endlich ihr Terror-Regime aus Afghanistan ab?

Fathi

Wem willst du das Land denn sonst überlassen?
Du könntest ja auch versuchen, Russland dem bösen Putin wegzunehmen. Die Taliban werden die nur alleine los. Befrieden hat noch nie geklappt, wenn das zu befreiende Land das nicht wollte. Wir sind das beste Beispiel dafür.

Ich begrüße den Abzug aller

Ich begrüße den Abzug aller NATO-Truppen aus Afghanistan. Die in den vergangenen Jahren verfolgte Strategie war nicht erfolgreich, wurde aber auch nicht angepasst. Daher wäre ein früherer Abzug bereits sinnvoll gewesen.

um 12:26 von Meinung zu unse...

Sie fragen bezgl. des Volkes, auf dessen Boden hier gefochten wurde:
"Sind die Taliban besiegt?
Ist Afghanistan befriedet?
Ist die Demokratie in den Arabischen Staaten erreicht?"

Ich glaube, so sehr wir unsere Staatsform lieben, das geht uns nichts an.
Ich glaube, die Frage bzgl. der Afghanen muss lauten:
"Leben die Afghanen heute in ihrem eigenen Sinne besser als zuvor?"

Uns geht an, wie Sie es schreiben, ob die Welt, ob die Länder, die in diesem Kriege fochten, heute in einem stabileren Frieden leben.

Und: Wenn ich stereotyp von "den Afghanen" schreibe, dann der Einfachheit halber. Eigentlich müßte man das für jede einzelne Sippe dort hinterfragen.
Nein, unser Denken passt sicher nicht zu deren Kultur, sowenig wie unsere Lösungen zu deren Problemen passen.

@Meinung zu unserer Truman Welt um 12:26

Sie stellen ein paar Fragen, die Sie wohl mit Ihrem letzten Satz beantworten möchten.
Dass die US-Amerikaner nach dem 9/11-Anschlag Bin Laden exekutieren wollten, ist nachvollziehbar. Da sich dieser Terrorist vorzugsweise in Afghanistan aufhielt und Unterstützung von den Taliban hatte, veranlasste nun mal die Amerikaner, dort Militäraktionen durchzuführen.
Mir wäre es auch viel lieber, wenn die Menschen ohne Militär auf der Welt leben könnten - aber es ist eine Illusion; schon seit Menschengedenken gibt es Auseinandersetzungen, die im Laufe der Geschichte mit immer technisch weiterentwickelten Waffen durchgeführt werden - ein Ende ist nicht in Sicht (bzw. dann, wenn es auf dieser Erde keine Menschheit mehr gibt).

Fatahland

Da muss ich meinen jungen Musikerkollegen Philipp, der als Zeitsoldat in Afghanistan war, mal fragen, ob er sich als Söldner betrachtet.

Naja, er wird sich Befreier nennen, die Afghanen nennen ihn Söldner, die Taliban ungläubiger terrorist. Tucholsky nannte ihn Mörder.
Wir können uns also getrost die schönste Bezeichnung aussuchen. Es kommt nur auf die Blickrichtung an.

@ Nachfragerin

Möglicherweise waren auch Söldner in Afghanistan im Einsatz, das weiß ich nicht. Aber die ganz normalen Soldaten so zu titulieren, grenzt schon an Unverschämtheit.

Am 14. April 2021 um 12:38 von jukep

Zitat: War dieser Krieg gegen Afghanistan ein Nato-Einsatz oder der Kriegseinsatz einer Koaltion der Willigen? So viel ich mitbekommen habe war das kein Nato-Einsatz warum muss dann der Truppenabzug mit der Nato besprochen werden?

Sie irren sich. Es handelt sich um die NATO-Mission "Resolute Support".

12:35, Deckenleuchte

>>Bemerkenswert an diesem Krieg bleibt, wie willfährig wir da rein und raus gehen, wie schlecht wir dabei abgeschnitten haben und wie sinnbefreit die ganze Aktion war.

Aber immerhin, es hat ein ENDE.<<

Ja, für „uns“ hat dieser Krieg ein Ende, für die Afghanen geht er wohl jetzt richtig los.

Frauen nicht mehr in die Schule, selbstständig denkende Menschen an Lastwagenkränen aufgehängt, so wie es früher war, unter dem Regime der Taliban, das es ohne den Einsatz der USA (Operation Cyclone) gar nicht gegeben hätte. Nachdem man den Schlamassel erst angerichtet und dann halbherzig bekämpft hat, überlässt man die Menschen jetzt einfach ihrem Schicksal, also den Taliban.

Und unsere Kritiker des Westens, die selbst alle Annehmlichkeiten desselben genießen, klatschen Beifall.

Die Menschen in Afghanistan?

Egal.

@ fathaland slim

">>Nun können sich die NATO-Söldner auch zurückziehen.<<

Da muss ich meinen jungen Musikerkollegen Philipp, der als Zeitsoldat in Afghanistan war, mal fragen, ob er sich als Söldner betrachtet."

Netter Versuch so zu tun, als wären nur reguläre Soldaten in Afghanistan, aber vergeblich.
Auch Sie können nicht leugnen, dass NATO-Staaten in Afghanistan genau wie im Irak vielfach militärische Sicherheitsdienstleister, kurz: Söldner, eingesetzt haben.

@ Meinung zu unse

Ist die Demokratie in den Arabischen Staaten erreicht?

Liegt Afghanistan Ihrer Meinung nach in Arabien?

Beschlüsse und ihre Auswirkungen

"Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer geht davon aus, dass die NATO-Staaten den gemeinsamen Abzug aus Afghanistan zum 11. September beschließen werden. "Wir haben immer gesagt, wir gehen gemeinsam rein, wir gehen gemeinsam raus"

Mir ist es völlig egal, wer mit wem welche Beschlüsse fasst bzw. sich worauf "einigt". Mich interessiert nur, welche Auswirkungen diese Beschlüsse ganz konkret für die jeweils davon unmittelbar betroffenen Zivilbevölkerungen (hier: die afghanische) allen Regeln der Wahrscheinlichkeit nach haben werden.

12:39, IBELIN

>>Deswegen gehe ich davon aus, dass nach dem Abzug die Uhren wieder gewaltig zurueckgestellt werden.<<

Nein, nicht gewaltig, sondern nur etwa zwei Jahrzehnte. Würden die Uhren sechs Jahrzehnte zurückgestellt, dann wäre alles gut. Werden sie aber nicht.

>>Das was uns bleiben wird sind Migranten und Fluechtlinge, die moeglicherweise wegen Kooperation mit westlichem Gedankengut dort nicht mehr leben koennen.<<

Was soll ich mir unter „Kooperation mit westlichem Gedankengut“ vorstellen?

Mädchen, die lesen und schreiben lernen wollen?

Musiker, die gern traditionelle afghanische Musik spielen möchten, was die Taliban verbieten?

Peter Struck ...

Ja er war es doch mit dem Verteidigungsspruch damals ..2002 .....
Der politisch interessierte Mitstreiter musste damals zweimal hinhören ; ..bitte ?
Ja wenn man in Abhängigkeit zum militärischen Bündnispartner USA sich seiner Sache sicher ist , ..haut man diesen Hindukusch-Spruch mal eben raus !
Und Geld wurde verschleudert, obwohl schon der russische Einmarsch 1979 innerhalb eines Jahrzehnts zeigte, ..alles umsonst ; höchstens noch paar Rohstoffe ausgegraben und dann nichts wie weg , ..militärisch eine Niederlage .
Aber du musst mitheulen..mit den Wölfen ...

@ fathaland slim

"Man überlässt Afghanistan also den Taliban, stuft das Land dann aber natürlich als sicheres Herkunftsland ein, wenn es um Flüchtlinge geht."

Die Taliban sind auch nur Islamisten wie die Wahabiten in Saudi-Arabien und Saudi-Arabien ist auch ein sicheres Land.

Abzug aus Afghanistan

Natürlich muss die Bundeswehr dort auch abziehen, wenn die USA gehen. Alleine kann die BW sich dort weder verteidigen noch versorgen. Da braucht man gar keinen Beschluss, es geht schlichtweg nicht anders.

Über den Sinn des ganzen Einsatzes braucht man nicht lange diskutieren. Was in 20 Jahren nicht geschafft wurde, klappt auch in den nächsten 20 Jahren nicht.

Mir war auch nie klar, was Afghanistan mit den Anschlägen von 9/11 zu tun hatte. War AlQuaida eine afghanische Organisation, Osama bin Laden oder die Piloten der Maschinen Afghanen? Aber Fakten spielten bei Bush ja nie eine Rolle, wenn er Krieg führen wollte.

Das wars

....und wo für?Es hat nur Geld gekostet, nicht wurde erreicht.
Und es wird in diesem Land-was mir nichts bedeutet- genau so sein wie es vorher war

Wurde auch an der

Wurde auch an der Zeit!

Grundgesetzwidrig war der Einsatz sowieso....

Aber zwischen "rechnet" und dem wirklichen Abzug liegen bekanntlich Welten...

Warten wir es ab....

12:44 von saschamaus75

>>Soll das heißen. die NATO zieht endlich ihr Terror-Regime aus Afghanistan ab?<<

Sie wissen vermutlich nicht was vor dem NATO-Terror-Regime dort war? Und was auf das NATO-Terror-Regime dort vermutlich wieder folgt.

@ jukep

"War dieser Krieg gegen Afghanistan ein Nato-Einsatz oder der Kriegseinsatz einer Koaltion der Willigen?
So viel ich mitbekommen habe war das kein Nato-Einsatz warum muss dann der Truppenabzug mit der Nato besprochen werden?"

Tatsächlich wurde nach dem 11.09.2001 zum bisher einzigen Mal der NATO-Bündnisfall ausgerufen, nachdem die USA einen Saudi und Geschäftspartner der Familie Bush namens Osama Bin Laden für den Einsturz von 3 Hochhäusern in New York verantwortlich machten.

Ob die Ausrufung des Bündnisfalls rechtmäßig war, wurde nie geklärt, interessiert halt keinen, gegen das US-Imperium will sich ja keiner stellen.

Nachdem 59 junge deutsche

Nachdem 59 junge deutsche Soldaten völlig sinnlos bei der Invasion von Afghanistan ihr Leben ließen, um das gekränkte Ego der USA zu heilen, ist der Abzug folgerichtig. Milliarden Euro später, mit vielen traumatisierten Soldaten für die Gesellschaft, kommt man bei der Endabrechnung zu dem Schluss:
Der Einsatz war ein ganz ganz großer Schuss in den Ofen, um es mal möglichst positiv zu umschreiben

12:48, Bender Rodriguez

>>Fatahland
„Da muss ich meinen jungen Musikerkollegen Philipp, der als Zeitsoldat in Afghanistan war, mal fragen, ob er sich als Söldner betrachtet.“

Naja, er wird sich Befreier nennen, die Afghanen nennen ihn Söldner, die Taliban ungläubiger terrorist. Tucholsky nannte ihn Mörder.
Wir können uns also getrost die schönste Bezeichnung aussuchen. Es kommt nur auf die Blickrichtung an.<<

Nein, Philipp wird sich nicht „Befreier“ nennen. Solcherart hohles Pathos ist ihm fremd.

Die Afghanen nennen ihn jedenfalls nicht „Söldner“. Das ist das Privileg der „Kritiker des Westens“. Ich weiß gar nicht, ob es in der paschtunischen Sprache eine adäquate Übersetzung für diesen Begriff gibt. Sie werden ihn also wohl als Soldaten bezeichnen.

Und Tucholsky?

Als klarsichtiger Mensch würde er im vorliegenden Zusammenhang ganz gewiss die Taliban als das bezeichnen, was sie sind. Nämlich Mörder, die Angst und Schrecken, also Terror, verbreiten.

Wie Frau Käßmann sagte ...

"Nichts ist gut in Afghanistan. "

Die Taliban werden die Herrschaft übernehmen

Wieso ist eigentlich die Sowjet-Union 1979 in Afghanisten einmarschiert? Ging es um einsickernde Islamisten? Ging es um Bodenschätze?
Die Mudschaheddin haben dagegen gekämpft und haben mit Hilfe/Finanzierung der USA-Saudi-Allianz die Sowjets besiegt. Danach gab es dauerhafte innere Unruhen und Machtkämpfe zwischen islamistischen Fundamentalisten/Taliban und westlich/wirtschaftlich orientierten Gruppen samt Milizen. Gesiegt haben die Taliban. Seither hat ein Großteil des afghanischen Volkes sehr gelitten: Unter der Scharia, unter der Willkür der Milizen, unter der Kriegsführung der USA u. Nato ... KeineR meiner FreundInnen mit afghanistanischer Abstammung würde zurückgehen, alle haben Angst. Mittlerweile leben ihre Familien auf der ganzen Welt verstreut. Schlimm wird es werden für die, die bisher für die Nato gearbeitet haben, die Entwicklungsprojekte und Mädchenschulen gegründet und betrieben haben, ... alle, die zurückbleiben müssen, sind gefährdet an Leib und Leben.

12:34 von paganus65

>>Rückblickend: Was hat es gebracht? Wieviel Leid? Wieviel Leidminderung? Wem brachte es Leid, wem Verbesserung, wem beides?
Ich kann es nicht sagen. Ich habe eine MEINUNG dazu, aber die ist nur ein Bauchgefühl.
Was haben unsere Soldaten dort erreicht? Was hat es die Steuerzahler in den beteiligten Nationen gekostet?
Ich glaube, es ist Zeit, daß auch das mal zusammengetragen wird, analysiert und der Öffentlichkeit vorgestellt.
<<

Durchaus wichtige Überlegungs-Punkte mit Sinn, die Sie da ansprechen. Denn auch ich bin zwiegespalten diesbezüglich. Obwohl ich einen Abzug an sich durchaus begrüßen würde...

@ wolf 666, um 12:29

Was meckern Sie eigentlich an dem herum, was AKK (so ist gemeinhin deren Kürzel) bzgl. der NATO-Entscheidung über den Truppenabzug aus Afghanistan sagt?

Sie haben wahrscheinlich Insiderwissen, das ihr unzugänglich ist.

Oder - nein...

Am 14. April 2021 um 13:01 von Shuusu

>>Am 14. April 2021 um 13:01 von Shuusui
@ fathaland slim

"Man überlässt Afghanistan also den Taliban, stuft das Land dann aber natürlich als sicheres Herkunftsland ein, wenn es um Flüchtlinge geht."

Die Taliban sind auch nur Islamisten wie die Wahabiten in Saudi-Arabien und Saudi-Arabien ist auch ein sicheres Land.<<

Mit Verlaub - das ist die infantilste Kürzung auf einen Nenner, die ich seit langen gelesen habe.

@12:51 von fathaland slim

"Die Menschen in Afghanistan?"

Sie haben recht, für die "normalen" Afghanen, die nicht fanatisch irgendeiner Taliban-Gruppe anhängen, wird es vermutlich bitter werden. Wenn ich eine Lösung wüsste, wie man dieses Problem beheben könnte, würde ich diese sofort unterstützen. Aber ein internationaler Militäreinsatz bis zum Ende aller Tage kann auch irgendwie nicht die Lösung sein.

Wenn man wüsste, wie man diesen religiösen Fanatismus, der ja auch andere Regionen der Welt terrorisiert und destabilisiert los werden könnte, möglichst auch noch friedlich, wäre man ein geeigneter Kandidat für den Nobelpreis.

Selbst die Sowjetunion hat es nun wirklich hartnäckig versucht, in Afghanistan ein, wie auch immer, stabiles System aufzubauen und ist trotz massivem Militäreinsatz krachend gescheitert.

Die Welt wäre ein besserer Platz ohne den fanatischen Islamismus (nicht zu verwechseln mit dem Islam).

Am 14. April 2021 um 13:01 von Shuusui

Zitat: Die Taliban sind auch nur Islamisten wie die Wahabiten in Saudi-Arabien und Saudi-Arabien ist auch ein sicheres Land.

Sie sollten sich einmal mit den Zuständen im Herrschaftsbereich der Taliban, z.B. im islamischen Emirat Afghanistan, beschäftigen. Fangen Sie einmal mit den Massakern gegen die Zivilbevölkerung an.

Ein zweites Vietnam für die USA

Leider nichts aus der Geschichte gelernt.

Schon die Sovietunion hatte eingesehen, dass ein militärischer Einsatz gar nichts bringt und sich nach vielen Jahren aus Afghanistan zurückgezogen.

13:03, skydiver-sr

>>Das wars
....und wo für?Es hat nur Geld gekostet, nicht wurde erreicht.
Und es wird in diesem Land-was mir nichts bedeutet- genau so sein wie es vorher war<<

Wenn Sie mit „vorher“ die Zeit vor den Taliban und am besten noch vor der sowjetischen Besetzung meinen, dann wäre das mehr als wünschenswert.

Leider wird es aber auf eine erneute Machtergreifung der Taliban hinauslaufen, die es, ich schrieb es schon, ohne die Aktionen der CIA gar nicht geben würde.

12:57 von fathaland slim

"12:39, IBELIN
>>Das was uns bleiben wird sind Migranten und Fluechtlinge, die moeglicherweise wegen Kooperation mit westlichem Gedankengut dort nicht mehr leben koennen.<<

Was soll ich mir unter „Kooperation mit westlichem Gedankengut“ vorstellen?

Mädchen, die lesen und schreiben lernen wollen?

Musiker, die gern traditionelle afghanische Musik spielen möchten, was die Taliban verbieten?"

Ja genau, jede Form von Emanzipation vom talibanischen Gedankengut wird als westlich eingestuft. Boko haram. Ich denke Sie wissen was ich meine.

Da kann die Veraenderung nur von innen heraus kommen.

MIT den Uhren zurueckstellen stimme ich Ihnen zu. Die Demokratische Republik Afghanistan war anders. Gabs allerdings nur ein paar Jahre.

"Nation-Building" verbieten

Militärische Einsätze in fremden Ländern sollten nicht nur verboten sein - die Politiker sollten auch die Finger davon lassen.

Ja, auch und insbesondere unsere deutschen Politiker wie der Grüne Fischer oder der SPD Struck. Unsere Freiheit wird und wurde eben NICHT am Hindukusch verteidigt.

@ 12:51 von fathaland slim

so wie es früher war, unter dem Regime der Taliban, das es ohne den Einsatz der USA (Operation Cyclone) gar nicht gegeben hätte.

Die schon unter Präsident Carter begonnene Operation Cyclone war an sich richtig und wichtig, um die Menschheitsbedrohung des Kommunismus zu bändigen.
Die gravierenden Fehler wurden erst nach dem Sieg über die Sowjetunion gemacht. Es gibt einen sehr guten Film
("Der Krieg des Charlie Wilson") zum Thema USA und Afghanistan zu der Zeit.

Zu dr. bashir um 13.01

Die Zusammenarbeit zwischen den Taliban und AlQuaida insbesondere bei der Einnahmenbeschaffung war im Gegensatz zur diesbezueglichen Rolle von Sadam Hussein ein offenes Geheimnis und wurde von den Taliban auch nicht ernsthaft bestritten. Dies unabhaengig von der Frage, wie klug und erfolgreich das Danach (nach der Vertreibung der Taliban in den Untergrund) war. Im uebrigen bin ich mit dem Foristen fathaland slim hier einer Meinung, insbesondere, was den Schutz der Frauen im Land anbelangt.

Und was ...

... ist jetzt der Unterschied zwischen dem gebashten Trump und dem gehypten Biden?

Biden macht Trump-Politik, nur etwas langsamer?

@Shuusui 13:07

Auf "Einsturz dreier Hochhäuser" muss man erstmal kommen...liest sich wie "Pfusch am Bau"...

13:01, dr.bashir

>>Mir war auch nie klar, was Afghanistan mit den Anschlägen von 9/11 zu tun hatte. War AlQuaida eine afghanische Organisation, Osama bin Laden oder die Piloten der Maschinen Afghanen? Aber Fakten spielten bei Bush ja nie eine Rolle, wenn er Krieg führen wollte.<<

Die Taliban gaben bin Laden Gastrecht und beschützten ihn.

Denselben Osama bin Laden, der in seiner Zeit im Sudan intensive Beziehungen zur CIA pflegte.

Der Afghanistanfeldzug der USA war ein hilfloser Versuch, das aufzuräumen, was man vorher angerichtet hatte.

Hat nicht geklappt.

@ Bender

Das war auch das einzige wozu Schröder und Fischer nein gesagt haben.

Beim völkerrechtswidrigen Kosovo Krieg waren sie ganz vorne mit dabei und in Afghanistan haben sie von "Freiheit am Hindukusch verteidigen" schwadroniert. (Zitat Verteidigungsminister Struck).

Die Freiheit und der Hindukusch

Wie war das einmal, meine Freiheit wird am Hindukusch verteidigt?

Und jetzt, nach 20 Jahren all der Opfer auf beiden Seiten, wird das Kapitel leise geschlossen.

Möglicherweise sollte eine Regierung in Berlin einmal darüber nachdenken warum sie sich 20 Jahre lang, als williger und eifriger Unterstützer angebiedert hat.

Einmal darüber nachdenken, für was die Bundeswehr steht, für die Landesverteidigung, und nicht für Stellvertreterkriege!

falsa demonstratio

"Es handelt sich um die Nato-Mission "Resolute Support"

Danke für den Hinweis.

Und warum wurde die Nato aktiviert?
Wegen eines in den Augen der USA saudischen Terroristen oder wegen der Talibandie man vorher noch gezüchtet hat?
Denn wegen Demokratie, Menschenrechte, Freiheit, Gleicberechtigung usw. kann es ja nicht gewesen sein.

13:16, Vielfalt. @ 12:51 von fathaland slim

>>Die schon unter Präsident Carter begonnene Operation Cyclone war an sich richtig und wichtig, um die Menschheitsbedrohung des Kommunismus zu bändigen<<

Die intensive Förderung fundamentalistisch-islamistischer Bestrebungen war also richtig und wichtig. Wegen dem bösen Kommunismus.

Da bin ich dann sprachlos und habe keine Argumente mehr.

@ fat slim

Ihre Sorge, dass nun halb Afghanistan in Deutschland Asyl beantragt, halte ich für realistisch. Nur dass unsere Regierung asylbegrenzende Maßnahmen ergreift, diese Hoffnung ist vergebens.

Am 14. April 2021 um 13:18 von Einfach Unglaublich

>>m 14. April 2021 um 13:18 von Einfach Unglaublich
Und was ...

... ist jetzt der Unterschied zwischen dem gebashten Trump und dem gehypten Biden?

Biden macht Trump-Politik, nur etwas langsamer?<<

Erwarten Sie jetzt eine ernsthafte Antwort?

M

Zeit wird’s, dass die fremden Truppen vollständig aus Afghanistan abziehen. Sie können dort eh nichts erreichen, außer verletzt oder getötet zu werden; dem Land ist nicht zu helfen, solange die Taliban dort existieren. Diese werden mittelfristig wieder die Macht übernehmen, das lässt sich nicht vermeiden.
Wir sollten uns auf einen neuen Ansturm afghanischer Flüchtlinge in D. vorbereiten.

@fathaland slim, 12:38

"Man überlässt Afghanistan
also den Taliban, stuft das Land dann aber natürlich als sicheres Herkunftsland ein, wenn es um Flüchtlinge geht"

Darauf wird es wohl hinauslaufen, denn es passt menschenverachtenden, dafür aber umso machtbewussteren Politikern bestens ins Konzept.

Für mich ist nur eines klar: Wer mit erwiesenen Schwerstverbrechern wie den Taliban „Kompromisse“ schließt und versucht, das als „Realpolitik“ zu verkaufen, macht sich mit ihnen gemein.

@ fat slim

Wie sich jemand selbst bezeichnet ist meist irrelevant.

Oder wie war das mir dem "König von Mallorca "?

Alte Feindschaften werden (hoffentlich nicht) ausagiert werden

Was soll man hoffen? Dass die Taliban und ihre konkurrierenden Gruppen sich ohne einen äußeren Feind weniger radikal und menschenfeidlich verhalten?
Äußere Feindschaften schweißen nach innen zusammen. Ich fürchte, wenn dieser Zusammenhalt wegfällt, wird es im inneren Machtkämpfe geben. Die Menschen, die einfach nur in Frieden leben wollen, werden wieder die Leidtragenden sein.
Ich glaube nicht, dass Afghanistan ohne "Beistand", d.h. ohne "Unterstützung" / Ausbeutung durch angrenzende Staaten, klarkommen wird. Auf dem Weg zur Macht werden sicherlich Hilfen von außen angeboten und angenommen, vielleicht von Iran, vielleicht von China ... Auf jeden Fall wird die "Hilfe" ihren Preis haben..
Wir können dagegen nichts machen, wir können nicht helfen, wir werden zuschauen müssen, wie ab September Rachefeldzüge aufgrund von alten Feindschften stattfinden werden.
Hoffentlich sehe ich das zu schwarz. Mir graut davor.

12:51 von fathaland slim

"Und unsere Kritiker des Westens, die selbst alle Annehmlichkeiten desselben genießen, klatschen Beifall.

Die Menschen in Afghanistan?

Egal."
--------------------------------------

Bleib mal locker, egal sind die mir auch nicht, aber mir ist auch klar, dass wenn wir dort helfen wollen, dürfen wir nicht mit Waffen anrücken.
Ich bin mir sicher, dass unsere Hilfe willkommen sein wird, solange keine Uniformen dabei sind.
Das ist immer so, wenn man keine Invasoren im Land haben will.

@ Bender

"Fatah"land ist auch gut.

Ja, unser Forist hat ja Sympathien für die Palästinenser.

13:25, Einfach Unglaublich

>>@ fat slim
Ihre Sorge, dass nun halb Afghanistan in Deutschland Asyl beantragt, halte ich für realistisch. Nur dass unsere Regierung asylbegrenzende Maßnahmen ergreift, diese Hoffnung ist vergebens.<<

Ihr Wunsch, die Afghanen dem Schlamassel, den die USA angerichtet haben, zu überlassen, teile ich nicht.

Daß Sie diesen Wunsch haben, überrascht mich nicht.

Seien Sie dankbar, daß Sie in Deutschland geboren wurden.

13:06 von morgentau19

>>Grundgesetzwidrig war der Einsatz sowieso....<<

Woher haben Sie diese information? Ich habe nie gehört dass das Verfassungsgericht entsprechend geurteilt hat.

12:44 von saschamaus75

>>Soll das heißen. die NATO zieht endlich ihr Terror-Regime aus Afghanistan ab?
<<

Ne, das Terror-Regime könnte höchstens nach dem Abzug der NATO-Truppen wieder stärker Einzug halten...

@einfach unglaublich

...nicht ganz so.
Die Russen hatten schon gewonnen-erst nachdem die USA sich reinhängten, gingen die Probleme los

13:07 von Shuusui

>> für den Einsturz von 3 Hochhäusern in New York verantwortlich machten.<<

Eine "schöne" Umschreibung für einen Massenmord.
Sarkasmus aus.

@13:23 von fathaland slim

Die intensive Förderung fundamentalistisch-islamistischer Bestrebungen war also richtig und wichtig. Wegen dem bösen Kommunismus.

Carter und Reagan handelten damals in Afghanistan nach genau demselben Prinzip, wie Roosevelt im 2. WK.
Man muss sich manchmal mit Verbrechern verbünden, um gegen eine noch größere Gefahr zu bestehen.

Truppenabzug? Und was hat

Truppenabzug?
Und was hat diese ganze Ochsentour jetzt gebracht, außer dass durch diesen völlig unnötigen Krieg, der weder von der ja eigentlich geschützt werden sollenden Bevölkerung nie richtig verstanden wurde, dafür aber den dortigen Kriegstreibern den Selbstbeweis geliefert hat, gegen alle die Ungläubigen, wie eh und je wieder bestanden zu haben. Genau daraus haben sie, zu unserer aller Schaden, ihre weltweiten Rache- Horroraktionen gezeigt und aufgebaut. Die einzigen, die da wieder profitiert haben, sind die Waffenfirmen der Amis und ein paar der europäischen Knallerbsenproduzenten. Uns, dem Westen bleibt das einzige, was wir uns in unserer Blödheit und dem vielen Unverständnis für diese archaischen Gesellschaften selbst erarbeitet haben, die hier immer wieder zunehmende Gewalt, der so über Jahre und mit viel Steuergeld selbstsicher gemachten Horden. Toll!

@Vielfalt

Nein, Cyclone war einer der vor vor..... letzten Dominosteinchen der verkorksten gleichnamigen Theorie, die in Korea begann und mit anderen Widersachern (jetzt "Kampf dem Terror") nun in Afghanistan vorerst endet.

@13:28 von Deckenleuchte

"Ich bin mir sicher, dass unsere Hilfe willkommen sein wird, solange keine Uniformen dabei sind.
Das ist immer so, wenn man keine Invasoren im Land haben will."

Ausländische Soldaten sind nicht automatisch "Invasoren". Manchmal befinden die sich auch mit Einverständnis einer legitimen Regierung im Land. Das ist natürlich in Ländern, in denen die Regierung um ihre "innere Legitimität" ringt, schwierig zu definieren. Oder wo das Bewusstsein von "Nation" schon schwierig zu erreichen ist, wenn man eher in Clan- oder Stammeskategorien denkt.

Und ob die Hilfe von westlichen Organisationen ohne (militärische) Uniform unter einem Talibanregime so willkommen wäre, glaube ich nicht. Für die sind vermutlich schon Regierungen von gemäßigten islamischen Länder "Ungläubige".

13:10 von Einfach Unglaublich

Interessant dass Sie beim Thema Afghanistan Frau Käßmann zitieren. Beim Thema Flüchtlinge aus Afghanistan haben sie das vermieden.

Erstaunlich

Anscheinend sind die Taliban nicht mehr so gefährlich, andererseit hörte man doch andauernd von Anschlägen, die müssen dann wohl andere Typen durchgeführt haben. Und Binladen haben die dann wohl auch nicht geholfen. Dafür ist die Chance groß, daß weibliche Kinder ihre Schulbildung verlieren, und die älteren Frauen alle ihre Rechte. Wofür der demokratische gute Westen nicht alles steht.

13:12, dr.bashir @12:51 von fathaland slim

>>Sie haben recht, für die "normalen" Afghanen, die nicht fanatisch irgendeiner Taliban-Gruppe anhängen, wird es vermutlich bitter werden. Wenn ich eine Lösung wüsste, wie man dieses Problem beheben könnte, würde ich diese sofort unterstützen. Aber ein internationaler Militäreinsatz bis zum Ende aller Tage kann auch irgendwie nicht die Lösung sein.<<

Ich halte es da nach wie vor mit der berühmten Pazifistin Bertha von Suttner, die in ihrer Friedensnobelpreisrede, 1905, unter anderem eine Friedensunion aller Staaten, die jeden Angriff eines Staates gegen einen anderen mit gemeinschaftlicher Kraft zurückweisen müsse, forderte. Sozusagen die Umwandlung der Armeen dieser Welt in eine internationale Polizeitruppe. Sie würde das, auf heutige Verhältnisse bezogen, gewiss auch auf Terrorgruppen, die ein Land versklaven, angewendet wissen wollen.

Aber vor einer solchen Weltfriedensordnung stehen die Vetomächte des Weltsicherheitsrates.

Was die Utopie Bertha von Suttners nicht entwertet.

12:38 von fathaland slim

>>Man überlässt Afghanistan also den Taliban, stuft das Land dann aber natürlich als sicheres Herkunftsland ein, wenn es um Flüchtlinge geht.
Und einige Pseudopazifisten werden dies wohl auch noch begrüßen. Hauptsache die Leute kommen nicht zu uns.
Das werden sie aber trotzdem.
Nein, so wird das mit der friedlicheren Welt nichts.<<

Geschätzter fathaland slim, ich nehme an, dass Sie allerdings auch keine Alternative zu einem Truppenabzug anzubieten haben. Nach 20 Jahren Erfolglosigkeit würden die kommenden 20 Jahre Militäreinsatz nicht erfolgreicher sein.

Die Taliban haben gewonnen. Für ein auskömmliches Miteinander sind ausschließlich politische Wege zu begehen. Das habe nicht nur ich schon vor 20 Jahren gewußt. 20 Jahre Militäreinsatz sind 20 verlorene Jahre für eine Entwicklung der Zivilgesellschaft. Das bedarf keiner Verlängerung. Man muß da anfangen, wo man vor 20 Jahren statt des unsinnigen Militäreinsatzes schon hätte anfangen sollen.

13:30 von fathaland slim

"Ihr Wunsch, die Afghanen dem Schlamassel, den die USA angerichtet haben, zu überlassen, teile ich nicht."

Ich auch nicht. Die Frage ist, was man tun kann. Die Auswanderung vieler junger Leute ist meiner Meinung nach keine Option. Gerade nicht fuer das Land selbst.

Was mich wundert ist auch, dass demokratische Gepflogenkeiten und Liberalitaet nicht immer positiv aufgenommen werden, gerade auch nicht von den Ausreisewilligen.

13:34, Vielfalt.

>>@13:23 von fathaland slim
"Die intensive Förderung fundamentalistisch-islamistischer Bestrebungen war also richtig und wichtig. Wegen dem bösen Kommunismus."

Carter und Reagan handelten damals in Afghanistan nach genau demselben Prinzip, wie Roosevelt im 2. WK.
Man muss sich manchmal mit Verbrechern verbünden, um gegen eine noch größere Gefahr zu bestehen.<<

Sie halten es für sinnvoll, den Teufel mit Beelzebub auszutreiben?

Die momentan größte Gefahr unserer Erde ist jedenfalls der fundamentalistische Islamismus.

13:18 Grossfamilienberater

"insbesondere was den Schutz der Frauen anbelangt......."

Ich versichere ihnen, dass viele afghanische Frauen die noch die "Sowjetherrschaft" erlebt haben betonen, dass das die beste Zeit für die Frauen war. Da aber die USA Islamisten die später genannten Taliban oder auch Mudschahedin fleißig mit Waffen und Logistik unterstützten um den "Kommunismus" zu bekämpfen war es mit den Frauenrechten auch bald wieder vorbei wie so vieles andere.

@12:35 von Deckenleuchte

Ja, was haben die Einsätze der USA und der anderen Staaten gebracht? Schon die Sowjetunion hat am Hindukusch ein verwüstetes Afghanistan hinterlassen...die westliche Allianz hat viel unternommen, um das Land wieder aufzubauen. Doch gegen den permanenten Terror der Taliban und AlQuaida, aber auch der Unfähigkeit der afghanischen Politiker hat man jetzt wohl eingesehen, daß das Land sich auf Dauer selbst helfen muß. Die Frage ist interessant...wie reagieren die Nachbarländer u.a. Pakistan, China, Iran und Tadschikistan? Bis jetzt hat man an Unterstützung aus diesen Ländern nicht viel gehört...

Afghanistan-Einsatz: Kramp-Karrenbauer rechnet mit Truppenabzug.

Die USA wollen also ihre Truppen bis zum 11. September abziehen.
Das bedeutet dann doch wohl auch den Abzug der anderen Truppen ?

Aber für Kramp-Karrenbauer heißt das doch dann "auf zu neuen Ufern" (neue Militäreinsätze) .

Hätte ja niemand ahnen

Hätte ja niemand ahnen können, dass ausländische Aggressoren in Afghanistan nicht mit offenen Armen empfangen werden.....

@fathaland slim

Natürlich sind Taliban Mörder. Steht außer Frage. Aber was macht man gegen Mörder? Töten? Was passiert dann? Die getöteten haben vielleicht Kinder. Die Kinder werden die, in ihren Augen, Mörder hassen. Für mich ein Kreislauf ohne Ende.
Für mich ist Bildung, der Ausweg. Wie bekommt man Bildung nach Afghanistan?
Lassen Sie mich träumen. 1 oder 100 Millionen Handys abwerfen. Egal. Dazu die Internetsperre durchbrechen. Das muss uns doch möglich sein. Wenn nur 10 Handys übrig bleiben bekommen 10 Kinder mit, dass man auch anders Leben kann. Diese 10 Kinder werden weitertragen, dass sie den Islam auch friedlich Leben können. Sie können mir gerne Widersprechen.

13:18 von Einfach Unglaublich

>>Und was ist jetzt der Unterschied zwischen dem gebashten Trump und dem gehypten Biden?<<

Von jedem vernünftigen Menschen wurde weder Trump gebasht, noch Biden gehypt. Beide wurden nach ihren Aussagen und Taten beurteilt.
Das mit dem Hypen bzw. Bashen wird lediglich von Menschen des äußerst rechten politischen Randes immer wieder behauptet.

um 13:25 von Einfach Unglaubwürdich @ fathaland slim

,,Ihre Sorge, dass nun halb Afghanistan in Deutschland Asyl beantragt, halte ich für realistisch. Nur dass unsere Regierung asylbegrenzende Maßnahmen ergreift, diese Hoffnung ist vergebens."

Tja, anderer Leute Sorgen sind Ihre Freude und auch die der QfD. Wenn alleine das noch nicht schrecklich genug wäre, könnte man sich, wie abendländischen Christen es gut zu Gesicht und der dahinterliegenden Region stehen würde, das Schicksal von Millionen an Nichtfanatikern, Mädchen und Frauen und alle, die nicht nationalistisch oder chauvinistisch wie unsere Taliban hier denken, mit in die Gedanken einbeziehen und vor allem ein bißchen demütiger sein, wenn man das aus der Wohlstandswüste heraus darf.

Am 14. April 2021 um 13:34 von offene Diskussion

>>(...) Uns, dem Westen bleibt das einzige, was wir uns in unserer Blödheit und dem vielen Unverständnis für diese archaischen Gesellschaften selbst erarbeitet haben, die hier immer wieder zunehmende Gewalt, der so über Jahre und mit viel Steuergeld selbstsicher gemachten Horden. Toll!<<

Kommen Sie jetzt bitte nicht mit "immer wieder zunehmende Gewalt der selbstsicher gemachten Horden."

Also ich wohne in einer mittelgroßen Stadt im Südwesten Deutschlands. Auch Wir haben zugezogene Afghanen.
Und seit Jahren machen sich weder bei uns in der Stadt noch in unserem Bundesland & auch deutschlandweit nicht die "Horden" mit zunehmender Gewalt über Deutschland her. Das ist schlichtweg Unsinn.
Zudem ist es nicht das Thema.

@ David Sechard

Nein, von Ihnen erwarte ich keine ernsthafte Antwort.

Aber es ist doch seltsam, wie alle meinten, es wäre unverantwortlich von Trump, die Soldaten aus Afghanistan abzuziehen.

Und wenn Biden das gleiche macht, nur 5 Monate später, dann ist alles gut in Politik und Presse?

13:29, Einfach Unglaublich

>>@ Bender
"Fatah"land ist auch gut.

Ja, unser Forist hat ja Sympathien für die Palästinenser.<<

Ja. Ich habe Sympathien für sämtliche unterdrückten Menschen auf dieser Erde.

"Kehrt niemals der Not und dem Elend den Rücken, seid achtsam auf euch selbst."

Diese Aufforderung bekommt jeder Freimaurer am Ende einer so genannten Tempelarbeit mit auf den Weg.

@13:37 von spax-plywood

Nein, Cyclone war einer der vor vor..... letzten Dominosteinchen der verkorksten gleichnamigen Theorie, die in Korea begann und mit anderen Widersachern (jetzt "Kampf dem Terror") nun in Afghanistan vorerst endet.

Sie haben Recht, dass die (Domino-)Theorie verkorkst war. Führte zum sinnlosen und furchtbaren Vietnamkrieg.

Korea (1950er) und Afghanistan (1980er) waren anders und notwendig. Sie fanden an den Grenzen der Sowjetunion statt, wo es dringend nötig war Stärke zu zeigen. Klar hätten die USA beide anders und besser machen können, jedoch war das Gesamtergebnis weitaus besser als nichts zu unternehmen.

13:29 von Einfach Unglaublich

>>"Fatah"land ist auch gut.<<

Warum verunstalten Sie ständig den Namen eines Foristen, der eine andere Meinung hat als Sie?

13:41, IBELIN

>>Was mich wundert ist auch, dass demokratische Gepflogenkeiten und Liberalitaet nicht immer positiv aufgenommen werden, gerade auch nicht von den Ausreisewilligen.<<

Bei den "Ausreisewilligen" ist das wohl nicht anders als bei unseren Mitforisten.

@13:37 von dr.bashir

"Ausländische Soldaten sind nicht automatisch "Invasoren". "

Stimmt, aber in diesem Fall waren wir (Nato) das definitiv.
-------------------------------------

"Und ob die Hilfe von westlichen Organisationen ohne (militärische) Uniform unter einem Talibanregime so willkommen wäre, glaube ich nicht. Für die sind vermutlich schon Regierungen von gemäßigten islamischen Länder "Ungläubige"."

Da stellst du mir die Talibs zu stereotypisch dar, das kommt ganz drauf an, mit wem du redest, oder anders gesagt, was an einem Ort in Afghanistan funktioniert, funktioniert im nächsten nicht mehr.

um 13:23 von fathaland

um 13:23 von fathaland slim
13:16, Vielfalt. @ 12:51 von fathaland slim
>>Die schon unter Präsident Carter begonnene Operation Cyclone war an sich richtig und wichtig, um die Menschheitsbedrohung des Kommunismus zu bändigen<<

Die intensive Förderung fundamentalistisch-islamistischer Bestrebungen war also richtig und wichtig. Wegen dem bösen Kommunismus.
Da bin ich dann sprachlos und habe keine Argumente mehr.
______
Schon 1943 bezeichnete Thomas Mann den "Antikommunismus als die Grundtorheit unserer Epoche".
Und siehe da - er ist heuer genauso aktuell wie vor fast 80 Jahren.

Gruß, Wolfgang

@13:43 von fathaland slim

Sie halten es für sinnvoll, den Teufel mit Beelzebub auszutreiben?

Ja, und das sahen die Westalliierten im 2. WK genauso.

Die momentan größte Gefahr unserer Erde ist jedenfalls der fundamentalistische Islamismus.

Das stimmt. Das war aber in den 1980ern noch anders. Deswegen agierten die USA damals so in Afghanistan.

13:01, Shuusui

>>@ fathaland slim
"Man überlässt Afghanistan also den Taliban, stuft das Land dann aber natürlich als sicheres Herkunftsland ein, wenn es um Flüchtlinge geht."

Die Taliban sind auch nur Islamisten wie die Wahabiten in Saudi-Arabien und Saudi-Arabien ist auch ein sicheres Land.<<

Das mit dem sicheren Land, das erzählen Sie doch bitte mal Raif Badawi.

Nur mal so als Beispiel.

@ skydiver

Ist bekannt. Hab auch "Der Krieg des Charlie Wilson" gesehen. Der Feind meines Feindes ist halt doch nicht immer mein Freund.

Und die Sovietunion hatte in Afghanistan natürlich auch nichts zu suchen. Jeder sollte einfach in seinem Land bleiben und gut ist.

Afghanistan war von Anfang

Afghanistan war von Anfang an, ein Fass ohne Boden. Hätte man Russland seiner Zeit gewähren lassen, anstatt die Muschadjedin von Seiten der USA zu unterstützen, wäre Afghanistan kein unrühmliches Kapitel in der westlichen Militärgeschichte. Und zu allerletzt wurden von Herrn Trump islamistische Terroristen zu Friedensverhandlungen gebeten. Seit wann verhandelt man mit Terroristen, die trotz der Verhandlungen das Land weiterhin rumbomben.

13:46 von Schwarzseher

Hätte ja niemand ahnen können, dass ausländische Aggressoren in Afghanistan nicht mit offenen Armen empfangen werden.....

Ich verstehe Ihren Tweet nicht. Welche ausländische Aggressoren meinen Sie? Etwa deutsche Soldaten, die Aufbauhilfe in Afghanistan leisten?!

13:51, Tremiro

>>13:29 von Einfach Unglaublich
>"Fatah"land ist auch gut.<

Warum verunstalten Sie ständig den Namen eines Foristen, der eine andere Meinung hat als Sie?<<

Ich nehme an, weil der Forist gern zeigen möchte, auf was für einem Niveau er sich wohlfühlt.

@ fathaland slim Am 14. April

@ fathaland slim
Am 14. April 2021 um 12:38 von fathaland slim
Hauptsache die Leute kommen nicht zu uns.

Das werden sie aber trotzdem.

Nein, so wird das mit der friedlicheren Welt nichts.

Genau Sie haben den Kern des Problems richtig erkannt! Hilfsleistungen müssen zukünftig Hilfe zur Selbsthilfe sein. Konsequenz muss daher sein, diese unnatürlichen, gesellschaftsverändernden, schlimmer noch gesellschaftszerstreitenden Zuströme zu unterbinden. Denn nur mit einer einigermaßen sich untereinander einigen Gesellschaft, können dann auch weiterhin effektive, gut funktionierende zukünftige Hilfsleistungen geleistet werden. Eine zunehmende Spaltung in der Gesellschaft wird alle diesbezüglichen Bemühungen immer mehr einbremsen und zuletzt zum Stillstand bringen.

@ Tremiro

Das Lob gebührt dem Foristen "Bender Rodriguez".

Bitte genauer lesen, bevor Sie hier Leute anpflaumen.

Ich kürze lange Foristennamen der Praktikabilität halber. Dürfen Sie bei meinem Nick gerne auch machen, z.B EU, Ein Un, Einfa Un oder Ei Ungla etc. pp

Darf ich etwas Humor reinbringen?

Die Welt war noch in Ordnung, als Rambo, eingriff. Da kam am Fernseher noch Freude auf.

@ Proehi

„Geschätzter fathaland slim, ich nehme an, dass Sie allerdings auch keine Alternative zu einem Truppenabzug anzubieten haben. Nach 20 Jahren Erfolglosigkeit würden die kommenden 20 Jahre Militäreinsatz nicht erfolgreicher sein.

Die Taliban haben gewonnen. Für ein auskömmliches Miteinander sind ausschließlich politische Wege zu begehen. Das habe nicht nur ich schon vor 20 Jahren gewußt. 20 Jahre Militäreinsatz sind 20 verlorene Jahre für eine Entwicklung der Zivilgesellschaft. Das bedarf keiner Verlängerung. Man muß da anfangen, wo man vor 20 Jahren statt des unsinnigen Militäreinsatzes schon hätte anfangen sollen.“

Wie wahr, wie wahr. Diese 20 Jahre haben nur weiteres Leid geschaffen, Milliarden verschwendet und die Infrastruktur in einem Land komplett zerstört und es sind Kinder groß geworden, die nur Waffen, Besatzer Krieg und Gewalt kennen

13:43 von fathaland slim

Die momentan größte Gefahr unserer Erde ist jedenfalls der fundamentalistische Islamismus.

Ich glaube, Sie hinken den Nachrichten eineinhalb Jahre hinterher. Die momentan größte Gefahr auf unserer Erde ist die Corona-Pandemie, und dann kommt der Klimawandel.

um 12:26 von Meinung zu unse...

>>"Ist der Terror aus der Welt geschafft?"<<

Leider nein.

>>"Sind die Taliban besiegt?"<<

Ich denke nicht und mit Abzug der NATO-Truppen die in Afghanistan von den Taliban als Besatzer empfunden werden wird dieses Land sicherlich über kurz oder lang zu einem radikalislamischen "Gottesstaat" wie im Mittelalter zurückkehren.

>>"Ist Afghanistan befriedet?"<<

Sicherlich nicht, aber die Auseinandersetzungen finden hauptsächlich dort statt wo die westlichen Mächte Ihre Stützpunkte haben die von vielen Einheimischen als Besatzer wahrgenommen werden. Übrigens war Afghanistan in der Historie so gut wie nie befriedet.

>>"Ist die Demokratie in den Arabischen Staaten erreicht?"<<

Nennen Sie mir einen, nur einen arabischen Staat wo eine Demokratie nach unseren westlichen Vorstellungen implementiert ist? Das macht die Sache beispielsweise auch in Syrien so schwierig.

>>"Lebt die Welt in einem stabileren Frieden?"<<

Sicherlich nicht.

@ fat slim

Ich setze ja auch keine Unwahrheiten über Sie in die Welt. Aber ...

Freimaurer is er auch noch! (kopfschüttel, lol)

Um 13.43 von jukep

Unbestritten. Das macht es ja gerade jetzt um so schlimmer. Ich bin an sich im Rahmen von notwendiger Realpolitik, die haeufig von Bruechen begleitet wird, kein Freund
von pathetischen Verlautbarungen. Hier kann man mE jedoch durchaus von einem "zweiten Verrat" an den Frauen sprechen, unabhaengig davon, dass die USA und ihre Verbuendeten keine Alleinschuld an den patriarchischen Stammesverhaeltnissen im Land trifft.

Rechtswidriger Einsatz. Nach früheren Bekundungen.

@12:38 von fathaland slim
So wurde uns das früher bei der Bundeswehr erklärt. Eine unmittelbare Bedrohung bestand nicht.
Im Gegenteil. Die Bedrohung in Afghanistan wurde mit 6 Milliarden DM - so damals der Bayerische Rundfunk in einem Feature - erst geschaffen.
Präsidentenberater Brzezinski war stolz darauf, dass er durch die aus islamischen Ländern geholten Dschihaddisten die Sowjetunion zu ihrem desaströsen Eingreifen in Afghanistan "gezwungen" hatte.
Jetzt ernten auch die USA und die Verbündeten die bitteren Früchte ihres Eingreifens - nach vielen unschuldigen Opfern.

Ich finde es gut vieleicht

Ich finde es gut vieleicht kommt das Land ja jetzt endlich mal zur Ruhe. Oh ich kann mich noch gut an die Berichterstattung erinnern als Trump die Truppen abziehen wollte, kein gutes Haar hat man am Plan gelassen. Was hat sich seitdem in Afghanistan geändert das es auf einmal ein toller Plan ist?

um 12:29 von wolf 666

>>"...Nachdem die USA angekündigt haben, rechnet Frau KKB für die NATO hoch.
Welch Superleistung an Vorhersage von Frau KKB, dass die NATO insgesamt der USA folgen wird."<<

Ich verstehe ehrlich gesagt Ihre Aussage nicht ("Superleistung")? Was Frau AKK sagte ist eine analytisch logische Schlussfolgerung der Ausgangslage und damit hat die gute Frau Recht.

Wieder eine Afghanistan-Invasion gescheitert

Die USA mit den NATO-Staaten reihen sich "würdig" in die Reihe der Invasoren ein, die in Afghanistan ihre Kriegsziele nicht erreichten.
Gleiches Resultat wie die Sowjetunion und Jahrzehnte vorher Großbritannien.

Afghanistan war und ist ein "beliebter Spielplatz" für Hegemonialmächte. Die nächste Runde im "Great Game" geht zu Ende.

Wer waren immer die Notleidenden der "Befriedungsaktionen"? Die Menschen in Afghanistan. Hat das die "Großen" jemals interessiert? Nein, nie!

Die USA übergeben also jetzt ihrer missratenen (?) Kreatur Taliban das Land - zum Schaden der Menschen dort.

Ich bin auf den politischen und rhetorischen Spagat unserer Regierung gespannt, wenn Afghanen, die mit der Bundeswehr zusammengearbeitet haben, Schutz in D suchen.
Negative Beispiele dazu gibt es ja schon.

Gruß, Wolfgang

Der Einsatz in Afghanistan war richtig

Afghanistan war im 20. Jahrhundert ein Land auf dem Weg zur Modernisierung. Langsam aber stetig. Frauen hatten mehr und mehr Rechte, konnten sich modern kleiden, sich bilden und studieren.

Als die afghanischen Kommunisten gegen die Monarchie geputscht haben, begann die Destabilisierung des Landes. Mit dem Einmarsch der sowjetischen Waffenbrüder wurden die islamistischen Fundamentalisten erst so richtig stark, weil auch viele nichtkommunistischen patriotischen Afghanen deren Kampf gegen die sowjetischen Besatzer unterstützten.

Danach war der islamistische Geist aus der Flasche und hat nach dem Abzug der Sowjets das Land selbst unter sein Joch gezwungen. Alles eine Konsequenz der kommunistischen Putsches.

14:01, offene Diskussion @12:38, fathaland slim

>>Hauptsache die Leute kommen nicht zu uns.

Das werden sie aber trotzdem.

Nein, so wird das mit der friedlicheren Welt nichts.<<

Genau Sie haben den Kern des Problems richtig erkannt! Hilfsleistungen müssen zukünftig Hilfe zur Selbsthilfe sein. Konsequenz muss daher sein, diese unnatürlichen, gesellschaftsverändernden, schlimmer noch gesellschaftszerstreitenden Zuströme zu unterbinden. Denn nur mit einer einigermaßen sich untereinander einigen Gesellschaft, können dann auch weiterhin effektive, gut funktionierende zukünftige Hilfsleistungen geleistet werden. Eine zunehmende Spaltung in der Gesellschaft wird alle diesbezüglichen Bemühungen immer mehr einbremsen und zuletzt zum Stillstand bringen.<<

Mit Ihrer Feststellung, daß ich den Kern des Problems erkannt hätte, beweisen Sie, daß Sie meinen Kommentar nicht ansatzweise verstanden haben. Mit fremdenfeindlichen, rassistischen Positionen ist er nämlich nicht ansatzweise in Übereinstimmung zu bringen.

Unnatürliche Zuströme...

Am 14. April 2021 um 13:49 von Einfach Unglaublich

>>
Am 14. April 2021 um 13:49 von Einfach Unglaublich
@ David Sechard

Nein, von Ihnen erwarte ich keine ernsthafte Antwort.

Aber es ist doch seltsam, wie alle meinten, es wäre unverantwortlich von Trump, die Soldaten aus Afghanistan abzuziehen.

Und wenn Biden das gleiche macht, nur 5 Monate später, dann ist alles gut in Politik und Presse?<<

Das war mir natürlich schon bei der Fragestellung klar, das Sie von mir kein Antwort erwarten. Aber egal...

Wer sind denn "alle" die meinten...
Und freut sich jetzt "die Presse" oder die Politik" darüber das Biden das Datum ändert, jedoch den Abzug nicht abbläst?

@fathaland slim - Afghanistan war nie unser Krieg.

12:42 von fathaland slim:
"Da muss ich meinen jungen Musikerkollegen Philipp, der als Zeitsoldat in Afghanistan war, mal fragen, ob er sich als Söldner betrachtet."

Tun Sie das mal. Und wenn Sie schon dabei sind, fragen Sie ihn bitte auch, inwiefern der Afghanistaneinsatz dem Leitspruch der Bundeswehr gerecht wird.

Afghanistan war nie unser Krieg, sondern ein geopolitischer Schachzug der USA, um die Militärpräsenz auf den Ölfeldern des Nahen Osten verstärken zu können.

Am 14. April 2021 um 12:42 von fathaland slim

Da muss ich meinen jungen Musikerkollegen Philipp, der als Zeitsoldat in Afghanistan war, mal fragen, ob er sich als Söldner betrachtet.
#
#
Da brauchen Sie Ihn nicht zu fragen.
Ein Zeitsoldat erhält seinen Sold damit er für Deutschland dient. Also ist er ein Söldner.
Und DE ist Mitglied in der NATO, ergo darf man Ihn auch NATO-Söldner nennen.

14:05, Einfach Unglaublich

>>@ fat slim
Ich setze ja auch keine Unwahrheiten über Sie in die Welt. Aber ...

Freimaurer is er auch noch! (kopfschüttel, lol)<<

Ja, bekennender.

Loge zum goldenen Rade im Orient Osnabrück.

Das finden Sie lustig?

14:00 von fathaland slim

Ich nehme an, weil der Forist gern zeigen möchte, auf was für einem Niveau er sich wohlfühlt.

Es gibt etliche Foristen, die andere als doof hinstellen, wenn sie nicht seiner Auffassung sind.

Jede Person hat das Recht, eine Auffassung haben zu dürfen. Ob Sie falsch ist oder richtig, sei dahin gestellt.

Einen anderen wegen seiner Auffassung als blöd hinzustellen, verbirgt einen Hauch von Diktatur.

Afghanistan verteidigen

Es gehört zu den Besonderheiten US-amerikanischer Außenpolitik, dass man aus eigenen Interessen heraus, die Interessen fremder Länder „verteidigt“. Das ist schon in Vietnam schiefgegangen, und dann auch im Irak. In Afghanistan wollte man Bin Laden töten und hat dabei vergessen, die Taliban aus dem Land zu treiben. Schwerwiegender war, dass parallel in Irak und der umliegenden Region, die Voraussetzungen geschaffen wurden, nach denen der IS sich organisieren konnte (und die, die beim Kampf gegen den IS wirksam geholfen haben, vor allem die Kurden, haben die USA dann allein gelassen und den türkischen Interessen überlassen). Wie kann man solch eine Politik unterstützen? Mit einem Wahnsinnsspruch, dass auch unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt wird. Und in der Ostägais wird die europäische Grenze von der Türkei verteidigt!! Ich glaub’s nicht.

um 12:33 von Nachfragerin

>>"Die USA haben ihre Ziele in der Region erreicht oder aufgegeben und ziehen ihre Truppen ab. Nun können sich die NATO-Söldner auch zurückziehen. Dass Deutschland am Hindukusch verteidigt werden könnte, war schon immer eine Lüge"<<

Ich glaube nicht das die USA Ihre Ziele in Afghanistan erreicht haben wie übrigens die Russen zuvor auch nicht. Afghanistan war in der Historie so gut wie nie befriedet und vielleicht reift die Einsicht das dies (Befriedung) ohne eine stringente Besatzung nicht möglich ist welche viele Ressourcen und Opfer kostet. Will man das?

um 13:49 von Einfach Unglaublich

,,Aber es ist doch seltsam, wie alle meinten, es wäre unverantwortlich von Trump, die Soldaten aus Afghanistan abzuziehen.

Und wenn Biden das gleiche macht, nur 5 Monate später, dann ist alles gut in Politik und Presse?"

Es ist schon ein ziemlicher Unterschied, wenn einer wie Trump einen seiner
,,Deals" inszeniert zulasten der Zivilbevölkerung und sich als tough boy aufführt zum großen Amusement der Taliban, die ihm hinter dem Rücken noch die Hose angezündet haben und auf der anderen Seite um Lösungen gerungen wird, weil eine ausweglose Lage ohne noch so unpopuläre bis blöde Entscheidungen noch auswegloser werden kann.

@13:58 von Einfach Unglaublich

"Jeder sollte einfach in seinem Land bleiben und gut ist."
---------------------------------------

Dazu müssen die Amis erst mal lernen, was Frieden ist, bedeutet und funktioniert.
Es gäbe noch andere Länder zu nennen, aber die USA sind Hauptkriegstreiber und dass wir uns in einer Rüstungsspirale befinden, gefällt mir ganz und gar nicht.

14:05 von eine_anmerkung.

>>"Ist der Terror aus der Welt geschafft?"<<
.
Leider nein.

Doch, Trump ist weg!

@ David Séchard, um 13:25

re @ 13:18 von Einfach Unglaublich

" Erwarten Sie jetzt eine ernsthafte Antwort?"

Sicher deshalb nicht, weil das auch keine ernstzunehmende Frage war.
Wären da nicht die eindeutigen Adjektive gewesen...

13:49 Einfach Unglaublich

Sie wissen doch "wenn zwei das Gleiche tun ist es noch lange nicht das selbe".

wir machen schon einen Unterschied wer ein Land zusammenbombt.

@falsa demonstratio - Der einfache Soldat hat (fast) keine Wahl.

12:43 von falsa demonstratio:
"[...] oder gar unsere Soldaten als NATO-Söldner [zu bezeichnen,] halte ich für unverschämt."

Mit NATO-Söldnern meinte ich die mitziehenden Länder bzw. deren Regierungen und nicht die Soldaten. Letztere hatten keine Wahl, sofern sie ihren Job behalten wollten.

14:05, rareri

>>13:43 von fathaland slim
"Die momentan größte Gefahr unserer Erde ist jedenfalls der fundamentalistische Islamismus."

Ich glaube, Sie hinken den Nachrichten eineinhalb Jahre hinterher. Die momentan größte Gefahr auf unserer Erde ist die Corona-Pandemie, und dann kommt der Klimawandel.<<

Ich glaube, daß Sie schon verstehen, was ich meine.

Nämlich die größte politische Gefahr. Die größte Gefahr für Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Humanität und Toleranz.

Am 14. April 2021 um 12:57 von fathaland slim

Am 14. April 2021 um 12:57 von fathaland slim
12:39, IBELIN

>>(...)
Mädchen, die lesen und schreiben lernen wollen?

Musiker, die gern traditionelle afghanische Musik spielen möchten, was die Taliban verbieten?<<

Ich meine mich erinnern zu können, das hier vor einiger Zeit ein Artikel über das Zugeständnis der afghanischen Regierung an die Taliban veröffentlicht wurde, bei dem Frauen & Mädchen das öffentliche Musizieren wieder verboten wurde.

Sehr schade wenn man mit Fundamentalismus Freude bekämpft.

um 14:01 von offene Diskussion

>>"Genau Sie haben den Kern des Problems richtig erkannt! Hilfsleistungen müssen zukünftig Hilfe zur Selbsthilfe sein. Konsequenz muss daher sein, diese unnatürlichen, gesellschaftsverändernden, schlimmer noch gesellschaftszerstreitenden Zuströme zu unterbinden. Denn nur mit einer einigermaßen sich untereinander einigen Gesellschaft, können dann auch weiterhin effektive, gut funktionierende zukünftige Hilfsleistungen geleistet werden. Eine zunehmende Spaltung in der Gesellschaft wird alle diesbezüglichen Bemühungen immer mehr einbremsen und zuletzt zum Stillstand bringen."<<

Ich gebe Ihnen da vollumfänglich Recht.

Re : fathaland slim !

Trotz vielen Jahren eines brutalen und blutigen Kampfes haben die westlichen Truppen keine Verbesserung erreicht, weil diese Soldaten nie auf die Kampfesweise der Taliban eingestellt wurden. Und weil immer zu viel Einzelinteressen im Vordergrund standen, nie wirklich eine tatsächliche Verbindung zur Bevölkerung entstand, die so manches hätte erleichtern können.
Nun diktieren die Taliban das Geschehen, werfen das ganze Land wieder in die Steinzeit zurück und werden wieder ihre verworrene Ideologie dem Volk aufdrücken.
Solch ein Land als sichere Wohnstätte zu deklarieren, kann nur Politikern einfallen, die entweder noch nie dort waren, oder sich nur in dick gepanzerten Wagen hin trauen, und dies noch leise still und heimlich.
In meinen Augen ist eine solche Einstufung als sicheres Land ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Menschenrechte, was aber viele unsere Politiker rein aus taktischen Gründen so beschließen !

14:11, tagesschlau2012

>>Am 14. April 2021 um 12:42 von fathaland slim
Da muss ich meinen jungen Musikerkollegen Philipp, der als Zeitsoldat in Afghanistan war, mal fragen, ob er sich als Söldner betrachtet.
#
#
Da brauchen Sie Ihn nicht zu fragen.
Ein Zeitsoldat erhält seinen Sold damit er für Deutschland dient. Also ist er ein Söldner.
Und DE ist Mitglied in der NATO, ergo darf man Ihn auch NATO-Söldner nennen.<<

Zeitsoldaten der Bundeswehr werden nicht als Söldner bezeichnet. Der Begriff ist anders definiert. Schlagen Sie ihn nach.

@ 13:29 Einfach Unglaublich & Bender...

Was macht es Ihnen eigentlich so schwer, hier bei einer argumentativen Diskussion zu bleiben und diese persönlichen Seitenhiebe und vor allem auch Verballhornungen von User-Namen zu unterlassen? Ich hab heut schon mal geschrieben, dass mir hier mehr und mehr die Lust vergeht, die inhaltlich orientierten Kommentare aus den persönlichen Scharmützeln herauszusuchen. Auch der Hinweis der Moderation, auf persönliche Beleidigungen zu verzichten, scheint da bei manchen wenig zu bewirken.
Was den Verfall der Kommunikationssitten auf rechtspopulistischer Seite prägt, muss doch nicht auch hier zur Normalität werden. Wobei ich manchmal vermute, diese "Normalisierungsstrategie" gehört für manche hier systematisch dazu.
Wenn das zunimmt, bin ich dann mal weg.

@ jukep

Eine Frage. War dieser Krieg gegen Afghanistan ein Nato-Einsatz oder der Kriegseinsatz einer Koaltion der Willigen?

Krieg gegen Afghanistan? Die einzige Seit, die vielleicht Krieg gegen Afghanistan führt, sind die Tadliban. Aber sicher nicht die NATO.

14:12, rareri

>>14:00 von fathaland slim
"Ich nehme an, weil der Forist gern zeigen möchte, auf was für einem Niveau er sich wohlfühlt."

Es gibt etliche Foristen, die andere als doof hinstellen, wenn sie nicht seiner Auffassung sind.

Jede Person hat das Recht, eine Auffassung haben zu dürfen. Ob Sie falsch ist oder richtig, sei dahin gestellt.

Einen anderen wegen seiner Auffassung als blöd hinzustellen, verbirgt einen Hauch von Diktatur.<<

Was hat das mit dem zu tun, was ich schrieb?

Ich möchte darauf hinweisen, daß es darum geht, daß der angesprochene Forist beharrlich meinen Nick verunstaltet.

um 14:03 von Einfach Unglaubwürdich

@ Tremiro
Das Lob gebührt dem Foristen "Bender Rodriguez".

Bitte genauer lesen, bevor Sie hier Leute anpflaumen.

Ich kürze lange Foristennamen der Praktikabilität halber. Dürfen Sie bei meinem Nick gerne auch machen, z.B EU, Ein Un, Einfa Un oder Ei Ungla etc. pp"

Sehr Unglaubwürdich . Es ist viel umständlicher, Namen zu verändern als sie einfach zu kopieren. Ich habe es selbst probiert.

... ich habe es noch nie verstanden?

Ich habe es noch nie verstanden warum unsere Mitbürger (Soldaten) in Afghanistan Ihren Ars... für dieses Land hinhalten mussten und im Umkehrschluss viele junge Afghanen im wehrfähigen Alter hier bei uns Asyl bekamen? Noch dazu dass diese Menschen durch circa. 11 Länder, die allesamt befriedet sind, gereist sind. Doch das ist dann ein anderes Thema.

Am 14. April 2021 um 14:12 von rareri

>>Am 14. April 2021 um 14:12 von rareri
14:00 von fathaland slim

Ich nehme an, weil der Forist gern zeigen möchte, auf was für einem Niveau er sich wohlfühlt.

Es gibt etliche Foristen, die andere als doof hinstellen, wenn sie nicht seiner Auffassung sind.

Jede Person hat das Recht, eine Auffassung haben zu dürfen. Ob Sie falsch ist oder richtig, sei dahin gestellt.

Einen anderen wegen seiner Auffassung als blöd hinzustellen, verbirgt einen Hauch von Diktatur.<<

Nun kommen Sie mal runter vom Roß. Ein Hauch von Diktatur ist in diesem Zusammenhang ganz sicher nicht zu erkennen. Nur wenn sich Jemand durch die Entstellung eines Namens bewusst lustig über andere macht, dann muss er auch damit rechnen, dass das nicht Alle toll finden und man dessen Niveau dahingehend in Frage stellt.
Das hat auch nichts mit der thematischen Auffassung zu tun. Denn diese hat der Forist fathaland slim nicht als niveaulos beschrieben.

13:09 von berelsbub

“Nachdem 59 junge deutsche Soldaten völlig sinnlos bei der Invasion von Afghanistan ihr Leben ließen, um das gekränkte Ego der USA zu heilen, ist der Abzug folgerichtig. Milliarden Euro später, mit vielen traumatisierten Soldaten für die Gesellschaft, kommt man bei der Endabrechnung zu dem Schluss:...“

Sehr bezeichnend. Kein Wort zum Leid der afghanischen Bevölkerung. Nicht nur 59 (junge) Tote. Bomben- und Drohnenterror, ein zerstörtes Land, traumatisierte Menschen, und die US-Regierung hat sich abgesichert: keine Anklage bei Kriegsverbrechen, keine Gerichtsverfahren in Afghanistan.

Nichts Neues, es wird so weiter gehen. Ohne wenn und aber: der nächste Einsatz für“unsere Freiheit“ wird nicht lange auf sich warten lassen. Das ist meine Befürchtung.
Egal wo, der Blumentopf konnte nicht geerntet werden, man macht sich aus dem Staub, die Menschen werden einfach sich selbst überlassen.

12:45 von paganus65

"Nein,unserer Denken passt sicher nicht zu deren Kultur,sowenig unsere Lösungen zu deren Problemen passen."
Damit mögen Sie in sofern Recht haben,als dass diejenigen,Welche vom derzeitigen Zustand profitieren,Ihnen zustimmen werden.
Ich wage aber zu behaupten,der allergrößte Teil der einfachen Bevölkerung möchte schon humanitäre,bessere Verhältnisse.

14:16, jukep

>>13:49 Einfach Unglaublich
Sie wissen doch "wenn zwei das Gleiche tun ist es noch lange nicht das selbe".

wir machen schon einen Unterschied wer ein Land zusammenbombt.<<

Wer ist "wir"?

Ich jedenfalls nicht.

Taliban machten Afghanistan zur Terrorbasis gegen die Welt

Die Taliban haben Afghanistan zum sicheren Hafen und Unterschlupf für Terroristen von Al Qaida gemacht. Der Terrorfürst Osama bin Laden und sein Nachfolger Abu Muhsin al-Masri hatten dort ihre Operationsbasis.

Mit dem Angriff auf das WTC war das Maß voll und das Terrornest musste ausgehoben werden. Als Gefahrenabwehr und um den Terroristen auf der Welt eine klare Botschaft zu schicken.

>>Ihr seid nirgendwo sicher <<

Gut dass Deutschland und die NATO an der Seite ihres Verbündeten in diesem Kampf standen.

Die versammelte Internationale der Anti-Amerikaner habe ich noch nie auch nur ein Wort gegen die Untaten der Terrroristen schreiben sehen. Aber wenn es um das Abfeiern aller Vorurteile gegen die größte Demokratie der Welt geht, will keiner von ihnen fehlen.

@MehrheitsBürger - Operation Cyclone

14:09 von MehrheitsBürger:
"Mit dem Einmarsch der sowjetischen Waffenbrüder wurden die islamistischen Fundamentalisten erst so richtig stark, weil auch viele nichtkommunistischen patriotischen Afghanen deren Kampf gegen die sowjetischen Besatzer unterstützten."
> Ernsthaft? Wollen Sie hier Geschichtsfälschung betreiben oder wissen Sie einfach nichts von der CIA-Operation "Cyclone"? Die USA haben die Taliban stark gemacht und nicht irgendwelche patriotischen Bauern und Hirten.

"Alles eine Konsequenz der kommunistischen Putsches."
> Falsch. Das ist alles eine Konsequenz des kalten Krieges.

14:10, Nachfragerin @fathaland slim

>>Afghanistan war nie unser Krieg, sondern ein geopolitischer Schachzug der USA, um die Militärpräsenz auf den Ölfeldern des Nahen Osten verstärken zu können.<<

Was genau hat Afghanistan mit den Ölfeldern des Nahen Ostens zu tun?

um 14:18 von Traumfahrer

>>"In meinen Augen ist eine solche Einstufung als sicheres Land ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Menschenrechte, was aber viele unsere Politiker rein aus taktischen Gründen so beschließen !"<<

Wenn Sie Ihre Argumentation stringent weiterführen müssten Sie diese auf alle islamisch geprägten Staaten ausdehnen.

Zu 13.43 von jukep

Ergaenzung. Die Anfuehrungszeichen bei der Sowjetherrschaft koennen Sie bitte ruhig weglassen. Sie sind in diesem Zusammenhang unangebracht.

rechnet mit Truppenabzug ?

Hoffentlich wird dieser "Kriegseinsatz" den den SPD und Grünen begonnen haben jetzt endlich beendet.

Wir haben da nichts erreicht und auch nicht zu suchen.

@ Jukep

„Sie wissen doch "wenn zwei das Gleiche tun ist es noch lange nicht das selbe".

wir machen schon einen Unterschied wer ein Land zusammenbombt“

Absolut richtig. Und die Einteilung in „gute“ und „schlechte“ Kriege kristallisiert sich immer klarer dort heraus, um so weiter sie die politische Mitte verlassen.

Re : fathaland slim !

Ob Taliban oder die Wahabiten in Saudi Arabien, es sind alles Testosteron gestörte Männer, die an ihre Allmacht glauben und sie auch so leben, sonst kämen sie mal auf die Idee, Frauen als gleich berechtigte Menschen zu achten und respektieren, und nicht wie ein Möbelstück zu behandeln.
Der gleiche total gestörte Prozess läuft auch schon viele Jahre im Iran, wo ein durch geknallter ideologischer Verblendeter sich extra seine eigene Armee aufbaute, um sein Reich zu bewahren, und seine Regeln brutal, rücksichtslos und erpresserisch durch zu setzen.
Auch in der Türkei und Ägypten sind solche Figuren am Werk, was aber unsere Politiker nicht davon abhält, mit ihnen Geschäfte zu machen. Also ist auch in der westlichen Welt noch viel zu tun, um die Menschenrechte wirklich all so zu etablieren, dass sie jeder auch als solche versteht ! Leider geht es doch in vielen Dingen nur um viel Geld, und nicht um die Menschen, die sind immer zweit- oder drittrangig !

um 14:19 von fathaland slim

>>"Zeitsoldaten der Bundeswehr werden nicht als Söldner bezeichnet. Der Begriff ist anders definiert. Schlagen Sie ihn nach."<<

Ich würde mich äußerst schwer damit tun unsere Soldaten als Söldner zu bezeichnen und mag diesen Begriff in diesem Zusammenhang nicht. Unsere Soldaten machen (meiner Meinung nach) einen sehr guten Job.

wieder folgt?

von Tremiro @
Es gibt Kulturen die unsere westlichen Wertmaßstäbe grundsätzlich nicht annemen wollen.

und wie bei andern Bürgerkriegen auch können wir dort nichts erreichen.

Egal ob dort, In Afrika, Nahen osten oder Süd Amerika.
Wir sollten besser das geld besser zum schutz unserer Grenzen und Bürger einsetzen.

@ krittkritt

Rechtswidriger Einsatz. Nach früheren Bekundungen.

Ich bin kein Jurist, sondern nur politisch interessierter Naturwissenschaftler. Der deutsche Einsatz war definitiv nicht rechtswidrig, denn er hat immer auf einer rechtmäßig zustande gekommenen Mehrheit im Bundestag gegründet. Und es gab mehrere Normenkontrollklagen vor dem Verfassungsgericht, die jedoch alle abgewiesen wurden. Also war der Einsatz definitiv nicht rechtswidrig und der Vorwurf an die Bundesrepublik ist nicht fair.
Soweit die Fakten.

Ich habe aber kein Problem damit, wenn der Einsatz Ihrem persönlichem Rechtsempfinden entgegen steht. Es wäre aber angebracht, das dann korrekt auszudrücken, ohne Vorwurf an den deutschen Staat.

um 14:22 von fathaland slim

I>>"ch möchte darauf hinweisen, daß es darum geht, daß der angesprochene Forist beharrlich meinen Nick verunstaltet."<<

Genug Kindergarten; kommen Sie bitte wieder zum Thema zurück. Thanks in advance.

14:08, heribix

>>Ich finde es gut vieleicht kommt das Land ja jetzt endlich mal zur Ruhe. Oh ich kann mich noch gut an die Berichterstattung erinnern als Trump die Truppen abziehen wollte, kein gutes Haar hat man am Plan gelassen. Was hat sich seitdem in Afghanistan geändert das es auf einmal ein toller Plan ist?<<

Die einzigen, die schreiben, daß dies ein toller Plan wäre, sind diejenigen, die das auch schon bei Trump schrieben.

@14:23 von eine_anmerkung.

Ich habe es noch nie verstanden warum unsere Mitbürger (Soldaten) in Afghanistan Ihren Ars... für dieses Land hinhalten mussten und im Umkehrschluss viele junge Afghanen im wehrfähigen Alter hier bei uns Asyl bekamen?

Ich denke das liegt an unserem politischen System. Wir liegen eben nicht nur geographisch etwa halbwegs zwischen USA und Afghanistan.

@ 14:05 Einfach Unglaublich

Eine Frage: Was ist daran lustig oder zum Kopfschütteln, wenn ein User hier Freimaurer ist? Und warum verunstalten Sie dann zusätzlich noch den Usernamen?
Sie machen Ihrem Usernamen "Einfach Unglaublich" damit unrühmlich alle Ehre. Anders gesagt: Lassen Sie das doch bitte. Danke.

Ansonsten hab ich inhaltlich eine Frage: Gibt es hier jemanden, der nicht in der Spannung steht, Sorge um die Zukunft Afghanistans und seiner Landsleute, vor allem der Frauen und der freiheitlich orientierten zu haben, und gleichzeitig einem Truppenabzug auch positive Seiten abgewinnen zu können?

nsere Soldaten als Söldner zu bezeichnen

von eine_anmerkung. @
Auch wenn es Ihnen schwer fällt nichts anders sind und waren Sie.

Zita:
Ein Söldner ist eine gegen Bezahlung (Sold) angeworbene, zumeist zeitlich befristet dienende und durch Vertrag gebundene kämpfende Person.

Sold: duch den deutschen Steuerzahler
angeworbene: durch USA und Nato
zeitlich befristet: duch den Bundestag

14:27, eine_anmerkung.

>>um 14:18 von Traumfahrer
>>"In meinen Augen ist eine solche Einstufung als sicheres Land ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Menschenrechte, was aber viele unsere Politiker rein aus taktischen Gründen so beschließen !"<<

Wenn Sie Ihre Argumentation stringent weiterführen müssten Sie diese auf alle islamisch geprägten Staaten ausdehnen.<<

Für jemanden, der zwischen der Religion Islam und der Ideologie des Islamismus keinen Unterschied sieht, mag das stringent erscheinen.

Für alle anderen nicht.

@ 14:34 eine_anmerkung.

Eine Frage: Mit "Genug Kindergarten" ist eher derjenige gemeint, der Usernamen verunstaltet als der, der darum bittet, das zu unterlassen, oder?

@ Boxtrolls

... obwohl schon der russische Einmarsch 1979 innerhalb eines Jahrzehnts zeigte, ..alles umsonst ...

Ich tue mir schwer damit, einen Eroberungskrieg zu Sowjetzeiten, der einen Satellitenstaat an die Kandarre nehmen sollte, mit einem militärischen Hilfseinsatz zu vergleichen, der sich gegen den Terror richtet.

@ Margareta K.

„Bomben- und Drohnenterror, ein zerstörtes Land, traumatisierte Menschen, und die US-Regierung hat sich abgesichert: keine Anklage bei Kriegsverbrechen, keine Gerichtsverfahren in Afghanistan.

Nichts Neues, es wird so weiter gehen. Ohne wenn und aber: der nächste Einsatz für“unsere Freiheit“ wird nicht lange auf sich warten lassen. Das ist meine Befürchtung.“

Die USA hatten schon immer das außergewöhnliche Talent, ohne die betroffenen Menschen zu fragen, ganze Länder in Schutt und Asche zu legen.
Die Motivation dafür war zumeist immer geopolitisch und diente dem Machterhalt.
Fatal ist dabei nur, dass sich die NATO und einzelne Länder immer in peinlicher Hörigkeit mit in die kriegerischen Handlungen haben ziehen lassen. Das es da nur Verlierer und keine Gewinner gibt, war schon immer ab dem ersten Tag klar. Die betreffenden Länder sind trotzdem den USA treu gefolgt. Lerneffekte bleiben leider aus und wird es auch in naher Zukunft nicht geben. Auf, auf ins nächste Land...

@fathaland slim - Wo Krieg ist, ist auch Extremismus.

13:43 von fathaland slim:
"Die momentan größte Gefahr unserer Erde ist jedenfalls der fundamentalistische Islamismus."

Sie enttäuschen mich sehr.

Blicken Sie doch mal ein paar Jahre zurück. Sie werden feststellen, dass islamistische Gruppierungen überall dort entstanden sind, wo unsere Verbündeten für das Gute (= Einfluss, Rohstoffe, Absatzmärkte) kämpfen. Als Biologe wissen Sie, dass sich das Leben den äußeren Bedingungen anpasst.

Wo Krieg ist, ist auch Extremismus. Die größte Gefahr geht also von allen politischen Entscheidung aus, die perspektivlose Menschen hinterlässt. Was wir als Terrorismus bezeichnen, ist eine bis in den Wahn gesteigerte Verzweiflung.

Am 14. April 2021 um 13:23

Am 14. April 2021 um 13:23 von jukep
falsa demonstratio: "Es handelt sich um die Nato-Mission "Resolute Support"

Danke für den Hinweis.

Zitat: Und warum wurde die Nato aktiviert? Wegen eines in den Augen der USA saudischen Terroristen oder wegen der Talibandie man vorher noch gezüchtet hat? Denn wegen Demokratie, Menschenrechte, Freiheit, Gleicberechtigung usw. kann es ja nicht gewesen

Das war nicht mein Thema. Fragen Sie doch lieber jemand anderes.

14:34, eine_anmerkung.

>>um 14:22 von fathaland slim
I"ch möchte darauf hinweisen, daß es darum geht, daß der angesprochene Forist beharrlich meinen Nick verunstaltet."

Genug Kindergarten; kommen Sie bitte wieder zum Thema zurück. Thanks in advance.<<

Wurden Sie von der Moderation beauftragt, oder maßen Sie sich forumspolizeiliche Aufgaben in eigener Regie an?

@ melancholiker

Was soll daran schwierig sein, die ersten drei und die letzten vier Buchstaben zu verwenden?

???

14:28 berelsbub

"Gut und Schlecht kristallisiert sich immer klarer dort heraus, um so weiter sie die politische Mitte verlassen....."

Mag sein das ist so, aber Kriege wurden bis jetzt immer von der politischen Mitte aus geführt die "Ränder" können nur beurteilen ob sie dafür oder dagegen sind.

um 14:05 von Einfach Unverdaulich

,,@ fathaland slim
Ich setze ja auch keine Unwahrheiten über Sie in die Welt. Aber ...

Freimaurer is er auch noch! (kopfschüttel, lol)"

Ist eigentlich nie wirklich zum Lachen, wenn man in Sphären umherirrt, die in Realität das Gegenteil von dem sind, was Vox Populi darunter verstehen kann. Das Kompositum, vor dem Sie sich auslachen, spricht - aber nicht mit Ihnen. Ein kleiner Tip. Frei & Mauern, klingt doch paradox, oder?

14:24 von Margareta K.

>>... der Blumentopf konnte nicht geerntet werden, man macht sich aus dem Staub, die Menschen werden einfach sich selbst überlassen.<<

Sehen Sie eine Alternative zum Abzug der NATO-Truppen?

Ich jedenfalls nicht und bin trotzdem der Meinung, man sollte das Land nicht einfach der Willkür der Taliban überlassen. International isoliert werden diese nicht dauerhaft bestehen können und die ursprüngliche Hilfe, die Ihnen durch die USA zuteil wurde, dürfte auch entfallen.

Der Weg der Politik und Diplomatie ist anstrengender, langwieriger aber der einzig erfolgversprechende. Vorausgesetzt, man will auch eine Entwicklung des Landes und geht nicht nur der Wahrung eigener Interessen nach, wie sie zu diesem failed state geführt haben.

14:37, Epilog

>> Gibt es hier jemanden, der nicht in der Spannung steht, Sorge um die Zukunft Afghanistans und seiner Landsleute, vor allem der Frauen und der freiheitlich orientierten zu haben, und gleichzeitig einem Truppenabzug auch positive Seiten abgewinnen zu können?<<

Ja.

Hier gibt es sehr viele, denen die Menschen in Afghanistan völlig egal sind, oder die sogar behaupten, die terroristische Unterdrückung durch die Taliban entspreche ihrer Kultur.

Es gibt Menschen, die Truppenabzüge begrüßen, ohne auch nur ansatzweise Humanisten und Pazifisten zu sein.

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