Kommentare - Daimler erhöht Dividende trotz Kurzarbeitergeldes

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"Das erzürnt manche" ist

"Das erzürnt manche" ist schon sehr milde formuliert; ich hielte "Das empört sehr viele" für adäquater...

"Moralisch verwerflich"

wie so vieles in unserer Gesellschaft ...

Wir könnten ja mal damit beginnen,
das "Ungerechte" zu verändern

Daimler will Dividendenerhöhung trotz Kurzarbeitergeld....

Und nicht nur Daimler allein. Faktisch wird die Dividendenerhöhung mittels Staatsgeld bezahlt . Und das, obwohl die Autoindustrie mit hohen Gewinnrückstellungen in die Corona-Krise ging. Staatsgeld für Unternehmen (VW, Daimler, BMW), die im Jahre 2019 25 Milliarden Euro Profit machten.

Ein ergänzender Faktor für die steigenden Dividenden, ist auch die zurückhaltende Tarifpolitik der IG-Metall. Der neueste Abschluss bedeutet 2,3 Prozent Erhöhung. Es ist eben nicht so, wie Jörg Hofmann sagte, daß die Krisenfolgen verteilt werden.

Es scheint mir......

....als hätten die wenigen Grossaktionäre sehr - seeeehr viel Macht in Deutschland.
Ach ja, Moral spielt in den obersten Etagen sicher KEINE Rolle.....

Ja klar

Gewinne machen dank Staatsknete und diese dann großzügig verteilen.

Große Aktionäre von Daimler sitzen in China und am Golf. Die unterstützt man doch gerne aus Steuermitteln, die sonst gerne fehlen, um Pflegekräfte besser zu bezahlen

Aber was soll's? So ist das System

...ich vergass:

Vor rund 80 Jahren durften zahllose Zwangsarbeiter für Daimler u.a. Kriegsfahrzeuge herstellen....ohne Dividende.
Ich schäme mich für solch einen deutschen Konzern....

Gewinne privat, Kosten auf alle abwälzen

So steht es auch im Gesetz.

Empört das irgendwen? Ja, es empört mich und alle andere, die das bezahlen sollen.

Was heisst das?

Die Gesetze müssen geändert werden, dass so etwas nicht mehr möglich ist.

Ja, und wer macht jetzt solche Gesetze?

Garantiert nicht die, die derzeit an der Regierung oder noch weiter rechts sitzen.

Gewinne sind auch dann Gewinne

wenn sie mit der Sozialisierung von Verlusten erzielt werden, bei der sogar noch ein Profit bleibt. Und Gewinne werden nun mal privatisiert. Der Aufschrei ist also verständlich und naiv zugleich.
Überhaupt sind Gewinne der Mehrwert, den Menschen erwirtschaften, denen dieser Mehrwert vorenthalten wird. Warum soll das nur die eigene Belegschaft betreffen? Daimler-Aktionären steht natürlich auch etwas von dem Mehrwert zu, den wir alle schaffen. Schon allein, weil es sich bei ihnen um Leistungsträger handelt.
Also nur keine Neiddebatte, bitte.

Organisierte Verantwortungslosigkeit

Vielleicht hätte der Staat den Antrag auf Kurzarbeit mit dem Verbot von Dividendenzahlungen koppeln sollen.
Denn wenn's um Geld geht, hilft meist kein Bitten.
Klar ist: wer Dividenden zahlt, ist bei Aktionären beliebt.

Viel schlimmer aber: der Besitzer von Aktien bleibt im Regelfall mit seiner Entscheidung völlig anonym, in vielen Fällen weiß der Geldgeber aber auch gar nicht, welche Entscheidungen in seinem Namen gefällt werden.
Im Extremfall: ein Daimler-Leiharbeiter schließt eine Riesterrente ab. Der Verwalter dieser Rentenversicherung investiert u.U. auch in Daimler und ist gleichzeitig verpflichtet, die Anlage zu vermehren und sorgt so für niedrige Löhne oder gar für die "Einsparung" genau desjenigen, dessen Geld er verwaltet.

Es sind soviele Personen involviert, dass niemand ein schlechtes Gewissen haben muss, denn alle folgen nur der Mechanik der Geldvermehrung, und dort hat noch nie irgendeine Moral gegolten.

Der DaimlerChef meint sie

Der DaimlerChef meint sie hätten schließlich jahrelang viel in die Arbeitslosenkasse eingezahlt, also könner er ja auch mal was ausgezahlt bekommen .... Das ist die erbärmliche Selbstüberzeugung der Superreichen und Einflussreichen.

"Seine" Daimlers Einzahlungen sorgen heute dafür, dass die Mitarbeiter in großen Mengen über lange Zeit Kurzarbeitergeld erhalten können! Aber ganz sicher nicht, dass die Aktionäre mehr Geld bekommen.

Dividendenerhöhung trotz Kurzarbeitergeld

"Mehrere Organisationen kündigten für Mittwochvormittag Protestkundgebungen an - sowohl in Stuttgart als auch in Berlin."
-----------------------------------

In Deutschland musst du Grossaktionär sein, dann wird dir geholfen, macht sich selbst eine SPD für dich stark, um Kapitalerträge geringer zu besteuern, als reale Arbeit.
Deine Lobbyisten sind bestens im Parlament vertreten und es läuft, besser als nur gut.
Bestandsaufnahme: Bananenrepublik

"Verluste sozialisieren, Gewinne privatisieren" at it's best:

"Das Kurzarbeitergeld brachte Daimler im vergangenen Jahr Einsparungen in Höhe von 700 Millionen Euro. Trotzdem will der Konzernchef auf der heutigen digitalen Hauptversammlung in Stuttgart eine Dividendenerhöhung beschließen lassen"

Die Pandemie ist für die Klasse der "Besitzenden" schließlich noch lange kein Grund, mit "bewährten Traditionen" zu brechen oder sie auch nur in Frage zu stellen. Die derzeitige Situation dürfte das Festhalten daran für viele von deren Vertretern möglicherweise kurzfristig etwas "unangenehmer" machen, aber hier gilt wohl für die meisten: "Augen zu und durch". Und danach auf den in der Bevölkerung weitverbreiteten Hang zur Gewohnheit und deren schnelles Vergessen zu setzen.
Und bei all denjenigen, die sich mit diesem unausgesprochenen "Gesetz" partout nicht abfinden wollen, setzt man auf Diffamierung und Diskreditierung, indem man man ihnen entweder Neid oder intellektuelle bzw. kognitive Defizite (mangelnde "Wirtschaftskompetenz") oder beides unterstellt.

@ Am 31. März 2021 um 15:28 von xeniosson

["Gewinne privat, Kosten auf alle abwälzen, So steht es auch im Gesetz ... Die Gesetze müssen geändert werden, dass so etwas nicht mehr möglich ist ... Ja, und wer macht jetzt solche Gesetze? ... Garantiert nicht die, die derzeit an der Regierung oder noch weiter rechts sitzen."]

Wenn Sie glauben eine Grüne oder eine noch linkere Regierung würde das tun, dann sind sie voll auf dem Holzweg. Die Industrie hat mehr Macht als die Parteien.

@ 15:34 von Nettie

Sie haben völlig recht. Und meines Erachtens wäre es längst an der Zeit, die konkreten Bedingungen der Auszahlung von Kurzarbeitergeld anzupassen, so dass man diese dreiste Selbstbedienermentalität wie die Dividendenerhöhung bei Daimler unterbinden kann.

das "Ungerechte" zu verändern?

von Sisyphos3 @
Die möglichkeit haben wir im ja im September. Ich werde versuchen mit einer andern partei Politik für alle Bürger zu machen und diese wählen?

Richtig, keine RRGs.

Systemfrage

Markteingriffe und Sozialismus als staatlich organisierte Umverteilung vom Steuersäckel in die Investorentasche sind halt doch ne feine Sache.
Sind die Executives in den Chefetagen eigentlich noch Proletarier oder werden die auch mit Anteilen vergütet?

rer Truman Welt

Das Kurzarbeitergeld ist wirtschafsstrategisch ein intelligentes Instrument, um kurzfristig Arbeitsplätze zu sichern. Die Frage ist deshalb, ob unter Umständen entweder ein Fehler bei der Konstruktion oder des Einsatzes dieses Instrumentes gemacht wurde. Es ist ein lediglich nur kurzfristig einzusetzendes Instrument. 12 Monate sind das Limit. Die Verlängerung auf bis Ende 2021 halte ich deshalb für den ersten Fehler. Den zweiten Fehler halte ich für die ordentliche Zeitüberbrückung von 12 Monaten im Konstrukt. 6 Monate wäre wesentlich effektiver mit der Vorgabe, die Kosten dem Staat zu ersetzen, wenn im Anschluss nicht mindestens 50% der Kurzarbeiter mindestens 1 Jahr weiterbeschäftigt werden. Dann wäre sowas wie bei Daimler nicht passiert. Arbeitslosigkeit ist für den Staat nicht teurer, im Gegenteil. Nur politisch ist eine höhere Arbeitslosenquote unerwünscht, weshalb die Regierung hier primär in der Verantwortung für solche Fehlergebnisse ist!

Wenn die GroKo es zulässt werden halt weiter

Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert!

Die Fa. macht nur das was ihre Lobbyvertreter mit den Abgeordneten vereinbar haben.
Ist doch in den Medien wie das geht.

Arbeitszeitverkürzung

Von Freunden, die bei Daimler arbeiten, hatte ich gehört, dass der Konzern den Weg der Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich gegangen war und zwar seit Mitte letzten Jahres. Das waren zuerst zwei Stunden pro Woche, dann fünf. Mag sein, dass zuvor Kurzarbeit war, aber eben nicht lange.

Wer sich aufplustert und Skandal schreit, zeigt nur, dass er/sie die Fakten nicht kennt.

es ist eigentlich wie immer

in jeder Krise gewinnt der Große

Im Handel gehen wahrscheinlich über 80.000 Kleine Händler Pleite

Aber die Großen haben immer größere Taschen

was agt die regierung dazu?!

erst hilft der bund daimler, die verluste auszugleichen und dann werden die auschüttungen an die aktionäre hochgesetzt? hallo?
den schuss nicht gehört?
wo ist da eine stellungnahme der regierung bzw des bundes?

wer SO handelt, braucht dann auch zukünftig keine hilfen mehr oder zahlungen vom bund wenn kurzarbeit angesetzt wird.

und WENN der bund nochmal hilft, dann nur in form von anteilen am unternehmen um dann mehr mitspracherecht zu erhalten um solche sachen zu unterbinden bzw es in den verträgen und leistungen klar mit rein zu schreiben das solche sachen von vornherein ausgeschlossen sind, weil man sonst die leistungen in voller höhe +50% strafe zurückzahlen muss.
dann dürfter sowas in zukunft nichtmehr vorkommen.

Wahrnehmung

Die Wahrnehmung unseres Wirtschafts-, Finanz- und Arbeitsministerium irritiert schon gewaltig.
Unternehmen die im Corona Jahr 2020 satte Gewinne einfuhren und trotzdem am 'Tropf' der Kurzarbeitsubvention hängen verteilen das Geld an ihre Aktionäre sehr großzügig.
Kleinunternehmer, Restaurants und Künstler die im Corona Jahr KEINE Einnahmen hatten (weil so angeordnet) stehen vor der Pleite.
Nach welchen Maßstäben handelt die Regierung faktisch und/oder moralisch?

15:41 von werner1955

sollten sie ne gescheite Alternative für den September gefunden zu haben
bitte mitteilen - ich bin noch unentschlossen/finde keine

um 15:39 von Garden.of.Eden

> ["Gewinne privat, Kosten auf alle abwälzen, So steht es auch im Gesetz ... Die Gesetze müssen geändert werden, dass so etwas nicht mehr möglich ist ... Ja, und wer macht jetzt solche Gesetze? ... Garantiert nicht die, die derzeit an der Regierung oder noch weiter rechts sitzen."]

Wenn Sie glauben eine Grüne oder eine noch linkere Regierung würde das tun, dann sind sie voll auf dem Holzweg. Die Industrie hat mehr Macht als die Parteien.<

Erstens habe ich keine Partei genannt und zweitens stelle ich die Frage, warum die Industrie mehr Macht haben soll als der Souverän, das Volk. Oder was steht im Grundgesetz? Wenn das in der Praxis nicht stimmt, dann stimmt etwas mit dieser Praxis nicht. Oder?

Daimler hat in die

Daimler hat in die Arbeitslosenkasse eingezahlt ?
Ja - für die Arbeitnehmer !

Und die wollen was " ausgezahlt haben " ?

Soweit ich das weiß, ist das Arbeitslosengeld eine Leistung für Arbeiter/ Angestellte im Falle einer Arbeitslosigkeit . Was hat Daimler damit zu tun - die sind Arbeitgeber.
Und eigentlich sollten diese - statt Dividenden zu zahlen - erstmal " für schlechte Zeiten vorsorgen ". So hieß es jedenfalls früher ( lange her ? ich erinnere mich dunkel ).
Ich wäre auch dafür, das künftige Zahlungen an a l l e Firmen - mit dem Vermerk " keine Dividendenzahlungen erlaubt o. ä. " getätigt werden.
Aber die Firmen sind eben auch ein Abbild unserer Gesellschaft : kaum ein Gewissen, kaum Empathie, kaum Respekt usw.

15:39 von andererseits

das wirft verschiedene andere Problem auf

wenn man die Zahlung des Kurzarbeitergeldes an der wirtschaftlichen Situation des Betriebes festmacht
müssten sie womöglich auch das Kurzarbeitergeld des Beschäftigten an dessen wirtschaftlicher Situation festmachen
also "Gerechtigkeit" kann kompliziert werden

Daimler der goldene Esel

Kurzarbeitergeld ist eine Absicherung der Arbeitnehmer und soll den Arbeitgebern in Krisenzeiten die finanziellen Leistungen stärken helfen, damit sie nicht ins Trudeln geraten. Wenn ich nun lese, es soll Rendite ausgeschüttet werden, ist das ein Schlag ins Kontor der Steuerzahler, die schließlich hier mit Abgaben solidarisch stärken, wo Schwache Unterstützung brauchen. Dass das nun als moralisch fragwürdig angesehen wird, wenn Daimler üppige Renditen ausschüttet, ist wohl zu erwarten. Daimler profitiert von der sozialen Absicherung und sieht offensichtlich im Steuergeld einen Sparstrumpf, den man nun verteilen kann. Profitiert also ein Unternehmen und leitet das eingesparte Geld an die Anleger weiter. Prima. Wer kommt als nächstes?

Mißbraauch verhindern...

Verwundern kann das Unternehmensgebaren von Daimler nicht, hier zählt das "Recht" des Stärkeren... Zwar kenne ich einschlägige Gesetze und Verordnungen nicht auswendig, und will mich auch nicht extra einlesen... bin mir aber sicher, daß Daimler sich auf der - zumindest rechtlich - sicheren Seite befindet.

Die Möglichkeiten zur Arbeitgeberentlastung durch Kurzarbeitergeld, bei gleichzeitiger finanzieller Absicherung von betroffenen Arbeitnehmern wurde mal geschaffen als zeitbegrenzte, beschäftigungspolitische Sozialmaßnahme für konjunkturell begründete Sonderfälle. Zwar gab/gibt es auch periodische Dauerfälle zB. für die Baubranche (Winter-Kurzarbeit) oder bei industriellen Strukturumwälzungen (Werften, Stahl, Kohle)... doch zur Gewinnsicherung (Dividenden) ist KAG nicht gedacht.

Wer also mithelfen will, unternehmerischen Mißbrauch zu verhindern, der muß konsequent eine Politikveränderung wählen...

15:31 von frosthorn

>>Daimler-Aktionären steht natürlich auch etwas von dem Mehrwert zu, den wir alle schaffen.<<

Klingt aber schon etwas zynisch das ein Teil der Ausschüttung mit Steuergeldern gedeckelt wird, so Wahr und Richtig ihre Ausführung auch ist.
Leider gibt es für Moral und Ethik (Steuerhinterzieher kennen sich damit aus) keine Hemmschwelle.
Es hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack, obwohl ..... vielleicht würde ich als Aktionär (der ich nicht bin) anders Denken. (Verdirbt Geld den Charakter?)

@15:06 andererseits

Frage: Setzen Sie Ihre Empörung auch in die Tat um, und evtl. wie...?

Daimler

Daimler hat während der Pandemie vom Staat keine Hilfen oder Kredite erhalten. Das Kurzarbeitergeld ist eine Leistung an die Beschäftigten, nicht an den Konzern. Der Konzern hat diese Zahlungen zudem hälftig finanziert. Dass die Anteilseigner*innen von den guten wirtschaftlichen Ergebnissen ihren Anteil erhalten, ist daher völlig in Ordnung. Übrigens: Von den Dividenden erhält der Staat ein gutes Viertel über die Steuern. Die moralisch Empörten sollten sich mal kundig machen.

Pervers!

Und wieder ein Spiegel der grenzenlosen Gier!
Statt Dividenden auszuzahlen, auf das Kurzarbeitergeld zu verzichten hätte Größe dargestellt. Mit dem jetzigen Verhalten outen sich die Unternehmen und viele Aktionäre einmal mehr als reine Gierschlünde, denen die Moral vollkommen abhanden gekommen ist. Zukünftig sollten solchen Unternehmen, die natürlich postwendend mit Entlassungen drohen werden - das muss und kann man aber aushalten, schließlich wollen sie ja produzieren und dafür braucht man auch Arbeiter, staatliche Unterstützungen nur noch dann zur Verfügung gestellt werden, wenn die Aktieneinlagen nachweislich verbraucht sind. Das war doch eigentlich mal der Sinn von Aktien, Firmen zu unterstützen und zu fördern. Die Gier hat das ganze System dann anscheinend dazu pervertiert, das Dividenden auf Teufel komm raus ausgeschüttet werden müssen...
Betreffende Unternehmensleitungen und Aktionäre sollten sich was schämen!

Am 31. März 2021 um 15:33 von Deckenleuchte

„In Deutschland musst du Grossaktionär sein, dann wird dir geholfen, macht sich selbst eine SPD für dich stark, um Kapitalerträge geringer zu besteuern, als reale Arbeit.
Deine Lobbyisten sind bestens im Parlament vertreten und es läuft, besser als nur gut.
Bestandsaufnahme: Bananenrepublik“

Sie haben Recht,

wer in Deutschland Großaktionär ist, zahlt doppelt Steuern. Darum macht sich selbst eine schlaue SPD für eine Dividendenzahlung stark.
Ohne Dividende keine Steuereinnahmen.

Also freuen wir uns doch über die Großaktionäre, die in Deutschland doppelt zur Kasse gebeten werden, denn sie könnten ihr Geld ja auch woanders anlegen.

Zu „Bestandsaufnahme: Bananenrepublik“
Sehr treffend, jedem seine tägliche Banane.

15:50 von Dr.Hans // Wer sich

15:50 von Dr.Hans

// Wer sich aufplustert und Skandal schreit, zeigt nur, dass er/sie die Fakten nicht kennt.//

Das kann ich Ihnen auch nur raten !

**So schlägt allein das Kurzarbeitergeld, das Daimler voriges Jahr für seine Beschäftigten aufgrund der Coronakrise in Anspruch genommen hat, Schätzungen der IG Metall zufolge mit 500 bis 700 Millionen Euro zu Buche. Dabei ist Kurzarbeitergeld eigentlich ein staatliches Fördermittel, das Unternehmen durch existenzielle Krisen helfen soll statt hohe Gewinne weiter zu mehren.**

Quelle:
"https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/daimler-milliarde…"

Hat erstmal nichts miteinander zu tun

Kurzarbeit wird zunächst mit der Arbeitslosenversicherungsabgabe bezahlt; damit tragen sich die Angestellten, die in Kurzarbeit gehen finanziell erstmal selbst (im Kern stimmt das so). Da gab es vor der Krise große Rücklagen, wieviel anderes Steuergeld da noch reinging, weiß ich nicht. Es dient zumindest primär dem Arbeitnehmer und nicht dem Arbeitgeber, so die Idee. Dividenden werden andererseits an Unternehmensgewinne gekoppelt und auch darüber wird solidarisch entschieden, nämlich durch die Aktionäre. Es steht hier jedem frei selbst Aktionär zu werden. Wo ist also das Problem?

15:50 von Dr.Hans

Wer sich aufplustert und Skandal schreit, zeigt nur, dass er/sie die Fakten nicht kennt.
.
Neid und Mißgunstgeschrei
gesetzt den Fall (gesetzt !!) der Daimler hätte durch kluges Management die Verluste durch Corona klein gehalten
im Gegensatz zu vielen seiner Mitbewerbern
warum soll das nicht über eine Dividende honoriert werden ?
Kurzarbeitergeld kriegt jeder Betrieb wenn er kurz arbeitet

Wozu dann Arbeitslosenverischerung

Mein Arbeitgeber die Daimler AG und ich haben in den letzten 20 Jahren im Schnitt gut 100€ je Monat eingezahlt.
Warum ist es dann auf einmal so verwerflich diese Versicherung auch einmal in Anspruch zu nehmen.
Und es war bei weiten nicht so viel was die ARGE dazuzahlen musste!

Vergleichen sei es doch mal mit einer privaten Versicherung, sie zahlen da ja auch ein um in Schadensfall abgesichert zu sein. Wer von ihnen Zahlt denn dann der Versicherung 6 Monate später on top wieder das Geld zurück? Keiner von Ihnen.

Zudem sind etliche Privat Anleger, wie auch Kommunen, Pensionskassen usw an der Daimler AG beeidigt, die sich alle über die Dividende Freuen und diese auch nötig haben! Noch schöner wenn es dann mal wieder 3,75€ oder mehr werden.

Frohes Schaffen wer denn darf!

Widerlich!

Daimler schüttet hohe Dividenden aus, obwohl er kräftig Kurzarbeit-Subventionen vom Staat erhalten hat.
Das geht gar nicht.
Die Lösung wäre:
der Staat sollte das jeweils gezahlte Kurzarbeitergeld von Daimler, VW und BMW zurück fordern.

Aber die Autobauer haben so etwas nicht zu befürchten, denn Kretschmann, Söder und Weil würden wie im letzten Sommer als politische Handelsvertreter der Autokonzern agieren.
Damals forderten sie Kaufprämien für PKWs dieser Marken.
Traurig.

andererseits

Ich finde das zutiefst korrupt .
Was dies sich erlauben . Ich habe diesen vollkommen entfesselten Kapitalismus, der in der deutschen Geschichte der letzten 70 Jahre seines gleichen sucht, schon mehrfach benannt . meine Befürchtung ,das es den Oberen 10 Tausend völlig scheiß egal ist was Otto Normalbürger denkt , ist schon länger Realität . Aber das Mercedes das Kurzarbeitergeld ,dazu Missbraucht um die Dividenden auch noch zu erhöhen ist schon ein Schlag ins Gesicht all derer die durch Corona immer tiefer in die Armut völlig schuldlos abgleiten . Ich würde mir keinen Mercedes kaufen ,für mich war das sowieso nie eine Option . Autobauer die auch Fahrzeuge für das Militär herstellen ,sind für mich als Pazifist Keine Option . Jeder der auch nur einen Funken Gerechtigkeitssinn besitzt sollte genauso handeln wie ich . Meine Meinung.

@15:06 von andererseits

//"Das erzürnt manche" ist schon sehr milde formuliert; ich hielte "Das empört sehr viele" für adäquater...//

Über dieses "manche" bin ich sofort gestolpert. Es sind wohl eher manche Aktienbesitzer, die das nicht empört.

Wenn mehr Dividende dann auch mehr CORONA Testen

Der Vorstand und der. Aufsichtsrat müssen jetzt schnell den gesamtheitlichen CORONA-Beschluss fassen dass die gesamte Belegschaft und auch das externe Personal (Personal von Fremdfirmen) und auch gg. die Grenzgängerinnen/er mit. 2x/Woche zum Schnell-Test müssen.
Die Zeche zahlt der Konzern.
Alle positiv Getesteten werden als Verdachtsfall den zuständigen Gesundheitsämter gemeldet. Das Betreten des Konzern - Geländes wird allen Betroffenen untersagt je nach Fall ggf. unter Androhung der fristlosen Kündigung.
Der Konzern stellt auf eigne Rechnung hin Quarantäne Unterbringungsmöglichkeiten allen Betroffenen zur Verfügung. Der Werkschutz ist für die Überwachung zuständig. Ein PCR-Test wird auf Kosten des Konzerns bei den Betroffenen durchgeführt.

@15:19 Bernd Kevesligeti

Zur Beachtung sozialer Gesamtverantwortung - auch in Krisenzeiten - wäre so etwas wie unternehmerischer Anstand nötig. Sehen Sie den, und falls ja, wo..?

16:06 von ich1961

Dabei ist Kurzarbeitergeld eigentlich ein staatliches Fördermittel, das Unternehmen durch existenzielle Krisen helfen soll statt hohe Gewinne weiter zu mehren.**
.
vernünftige Einstellung !
nur wie sieht es aus, wenn durch unternehmerisches Unvermögen Kurzarbeit angesagt ist ?

16:10 von Sparpaket

der Staat sollte das jeweils gezahlte Kurzarbeitergeld von Daimler, VW und BMW zurück fordern.
.
und gleichzeitig prüfen ob bei Firmen die Kurzarbeitergeld kriegten
das nur aufgrund der Corona Sache geschah oder es durch unternehmerischen "Weitblick"
nicht auch so geklappt hätte

@ dr.bashir

>> Aber was solls?... so ist das System...<<
_
Bedauerlich, wenn man sich auch als Normalbürger damit zufrieden gibt...

16:12 von Anna-Elisabeth

also kann nur für mich sprechen
ich habe keine Aktien ...

16:10 von VictorJara

Jeder der auch nur einen Funken Gerechtigkeitssinn besitzt sollte genauso handeln wie ich . Meine Meinung.
--
an meinem Wesen soll die Welt genesen
:-)

Es sollte doch viel eher so sein ...

Es sollte doch viel eher so sein, dass Firmen, die trotz Krise Gewinn gemacht haben, das Geld, was sie vom Staat zur Unterstützung in der Krisenzeit bekommen haben, wieder zurückzahlen müssen.
Und zwar ganz selbstverständlich, ohne dass der Staat nachfragen muß.

@16:01 von Sisyphos3 15:39 von andererseits

//...wenn man die Zahlung des Kurzarbeitergeldes an der wirtschaftlichen Situation des Betriebes festmacht
müssten sie womöglich auch das Kurzarbeitergeld des Beschäftigten an dessen wirtschaftlicher Situation festmachen//

Das wäre dann typisch deutsche Kleinkrämerei.

Besonders unverschämt ist folgendes:

***Daimler-Chef Källenius verweist zudem darauf, dass der Autobauer für die Leistungen aus der Arbeitslosenkasse schließlich auch viele Jahre lang viel Geld in die Sozialversicherung eingezahlt habe.***

Was zum Kuckuck hat die Sozialversicherung mit der Dividende zu tun? Wie verkommen muss man sein?
Auch andere Arbeitgeber zahlen in die Sozialversicherung
ein.

Nicht die Einzigen,

aber wohl die Ersten wo es auffällt.
Ich hab so einige Unternehmen mitbekommen, die trotz voller Auftragsbücher in der Pandemie aus verschiedensten Gründen auf einmal Kurzarbeit fahren mussten. Das sind größtenteils Börsenunternehmen von denen ich schreibe.
Der Verweis auf die Sozialabgaben ist zynisch. Solidarität ist bei Daimler wohl nicht erwünscht wenn man trotz Gewinne noch zusätzliche Steuererleichterungen, die für Krisenzeiten gedacht sind, in Anspruch nimmt.
Dafür durfte man zu Anfangszeiten der Pandemie Frau Klatten in Gartenarbeitsklamotten sehen wie sie eine Forke bedient und sich über die schlechte Lage beschwert und um Hilfen wirbt.
Ach ja, unsere armen Familienunternehmen.

von Zwicke 16:17

Unternehmerischer Anstand und soziale Gesamtverantwortung ? Tatsächlich Fremdwörter für die Vorstände.

Aber keine Fremdwörter für die Gewerkschaften. Die das aber mit Zurückhaltung und Komanagement übersetzen. Obwohl in den letzten Wochen mehr als 800.000 Metaller an Warnstreiks beteiligten, also auch eine andere Herangehensweise möglich wäre.

16:26 von Anna-Elisabeth

soll ich den Källenius, den ich absolut nicht leiden kann, in Schutz nehmen ?
Vielleicht hat der Daimler auch besser den Laden gemanagt ?
dann täte es keine Dividende geben aber trotzdem Kurarbeitergeld und womöglich ne sonstige Hilfe wie bei LH

16:06 von Stern2100

glauben sie ihr Argument greift
die Leute wollen Blut sehen ....
erstaunlicherweise sind bankrotte Betriebe die keine Steuern zahlen eben populärer als steuerzahlende

@Anna-Elisabeth

"Was zum Kuckuck hat die Sozialversicherung mit der Dividende zu tun. Wie verkommen muss man sein"
Das Kurzarbeitergeld wird aus Mitteln der Arbeitslosenversicherung gezahlt. Von daher sind die Ausführungen des Daimler-Chefs korrekt und verständlich.

16:06 von Werner Krausss Am 31. März 2021 um 15:33 von Deckenleu

//Also freuen wir uns doch über die Großaktionäre, die in Deutschland doppelt zur Kasse gebeten werden, denn sie könnten ihr Geld ja auch woanders anlegen.//

Erschreckend, wie tief sich diese Argumentation schon in viele Hirne gefressen hat. Die hat etwa den gleichen Stellenwert, wie die Aussage, man habe schließlich Sozialversicherung gezahlt.
Die armen Großaktionäre.

@16:36 von Sisyphos3 16:26 von Anna-Elisabeth

//soll ich den Källenius, den ich absolut nicht leiden kann, in Schutz nehmen ?//

Können Sie gerne versuchen, nutzt aber wenig, wenn ich einmal richtig sauer bin. Und ich bin sauer.

@von andererseits

"Die konkreten Bedingungen der Auszahlung von Kurzarbeitergeld anzupassen."
Da freuen sich dann die Daimlerbeschäftigten, wenn sie sich deshalb arbeitslos melden müssen.

15:41 von werner1955

>>Ich werde versuchen mit einer andern partei Politik für alle Bürger zu machen und diese wählen?<<

Falls Sie dabei an die Partei vom rechten Rand denken, werden Sie aber bitterlich enttäuscht werden. Die ist noch neoliberaler als die FDP.

@16:41 von Stern2100 @Anna-Elisabeth

//"Was zum Kuckuck hat die Sozialversicherung mit der Dividende zu tun. Wie verkommen muss man sein"
--
Das Kurzarbeitergeld wird aus Mitteln der
Arbeitslosenversicherung gezahlt.//

Das ist bekannt!

//Von daher sind die Ausführungen des Daimler-Chefs korrekt und verständlich.//

Nein. Sie haben die Frage nicht beantwortet. Wo ist der Zusammenhang mit Dividen?

16:45 von Anna-Elisabeth

ach Anne Elisabeth
das Wetter, wenn man rausschaut wunderschön, Sonne lacht Ostern steht bevor,
was sich die Laune verderben lassen,
dazu noch wegen Geld , das letzte Hemd hat keine Taschen
und die Schulden (wegen Corona ohnehin) mach ich mir keinen Kopf mehr

@ 16:01 von Sisyphos3

Gerechtigkeit kann nicht nur kompliziert sein, sie ist es. Die Frage ist aber bei diesem Thema, ob man das Ziel klar hat, und das lautet: "Kurzarbeitergeld darf nicht indirekt verwendet werden, damit Unternehmen Dividenden auszahlen". Und da bin ich sicher, gibt es gesetzliche Lösungen und Regelungen, wenn man will. Will aber nicht jede Partei...

Kein Schamgefühl in den Führungsetagen.

Es sind unverschämte Absichten des Daimlerkonzerns.
Aber das Schamgefühl ist in den Führungsetagen ohnehin ein Fremdwort. Wer Millionen an Bonis und Abfindungen kassiert kennt dieses Gefühl, das ein Verlust an Anstand signalisiert, nicht mehr. Sonst würde er/sie sich schämen. Wobei sich der Kreis schließen würde.

@ 16:47 von Stern2100

Leider verdrehen Sie meinen Kommentar oder haben ihn nicht verstanden.

wen wundert`s

Dank der Vetternwirtschaft der hörigen Abgeordneten werden solche Konzerne noch mit Staatsmitteln verwöhnt.

Endlich wieder ein Entrüstungsthema für

die elitäre Linke Elite, anders lässt sich das für mich nicht bezeichnen.

Das KA-Geld ist eine sozialversicherungspflichtige Leistung mit je 50% Anteil von AG und AN.
Kurzum, es zahlen beide in guten bzw. normalen Zeiten ein um dann in einer solchen Krisensituation die Arbeitsplätze durch KA zu halten.

Genau dies hat die gesamte Wirtschaft u.a. die Automobilindr. gemacht. Die Alternative wären Massenentlassungen wie in anderen Industriestaaten gewesen. So einfach ist das.

Auch mein Unternehmen hat in D und A das KA Geld in Anspruch genommen um die Ar. Pl. zu halten. An unserem Standort in USA haben wir dagegen 75% der Mitarbeiter in den unbez. Urlaub schicken müssen.
Wer dies von den Kommentatoren auch bei uns möchte, der muss nur das KA abschaffen.

P.S.: Auch bei uns war 2020 im Gewinnergebnis ein sehr positives Jahr, auch aufgrund des KA Geldes.
Dieser Gewinn wird selbstverständlich an die Gesellschafter im vorgegebenen %Satz ausgezahlt.
Der große Rest wird investiert!

Daimler ganz groß dabei

War schon in 2008/2009 so. Auch hier hat D. ein gutes Ergebnis trotz großer Hilfen in die Aktionäre umgeleitet. In Kassel hat man flugs eine 3. Schicht konstruiert, die man dann "kurz arbeiten" ließ. Geld eingestrichen ohne Aufwand. Und jetzt hocken die Shareholder-Geier wieder auf der Stange! Naja, die Partei mit dem C "kann halt Wirtschaft", gell?

@15:13 von Sisyphos3

//"Moralisch verwerflich"
wie so vieles in unserer Gesellschaft ...

Wir könnten ja mal damit beginnen,
das "Ungerechte" zu verändern//

Ok, fangen wir bei den Dividenden an. Denn für die ist kein Geld in der Sozialversicherung.

Eine unüberschaubare Anzahl von Menschen verliert dank Corona die Existenzgrundlage und gleichzeitig stopfen sich Aktionäre die Taschen voll.

@ 16:40 von Sisyphos3

Wo bitte sind denn "bankrotte Betriebe die keine Steuern zahlen eben populärer als steuerzahlende"? Das Problem ist eher, wie wenig Steuern manche bestverdienende Unternehmen zahlen. Die im GG ARt. 14 beschriebene Sozialverpflichtung des Eigentums hat sich aus der Besteuerung von Konzernen längst verabschiedet.

Beruhigt euch doch

Beruhigt euch doch mal.
Verbockt hat doch alles Altmaier. Er hat doch groß getönt das jeder Arbeitsplatz erhalten bleibt und das Firmen bis zur Bundestagswahl im Herbst 2021 problemlos Kurzarbeitergeld beantragen kann. Jetzt ist das Geschrei groß, das die Konzerne das ausnutzen, wie billig.
Der Kursgewinn von Daimler und sonstige Konzernen kommt durch die Milliarden die auch die EU in den Finanzmarkt gepumpt haben. Das Ansteigen der Börsen Weltweit war doch zu erwarten. Wer bei dem Tiefstand nicht aktiv wurde und gekauft hat, hat halt mal wieder gepennt.

16:06 von Werner Krausss@

//Also freuen wir uns doch über die Großaktionäre, die in Deutschland doppelt zur Kasse gebeten werden, denn sie könnten ihr Geld ja auch woanders anlegen.//

Könnten Sie sich vielleicht mit folgender Aussage von Prof. Christian Rieck anfreunden?

***Ist die Erhöung der #Dividende​ bei #Daimer​ unmoralisch? Keineswegs, aber die Dividendenerhöung ist trotzdem ein völlig falsches Signal. Und dass die Geschäfte im letzten Jahr so gut liefen, liegt an einer anhaltenden Umverteilungspolitik vom Mittelstand zu Großunternehmen.//

Von wegen "schlaue SPD".

der Konzern hat genau Null in die Sozialversicherung einbezahlt

und die Aktionäre persönlich schon mal Nullkommanull. Jeder Beschäftigte erwirtschaftet mit seiner Arbeitskraft alle mit ihm zusammenhängenden Kosten. Auch den "Arbeitgeberanteil" zur Sozialversicherung. Der wird eben nicht erst auf dem Lohnstreifen vom Brutto abgezogen, sondern schon vorher.
Es gäbe bei Daimler keinen einzigen Arbeitsplatz, wenn die AG-Anteile zur Sozialversicherung nicht schon in der Gehaltskalkulation enthalten wären und von den AN erarbeitet würden.

Es wäre an Daimler, ein Zeichen zu setzen.

Man könnte zum Beispiel einfach 700 Millionen an Hilfsfonds spenden und die Dividende entsprechend kürzen. Dann bekämen die Aktionäre immer noch so viel leistungsloses Einkommen wie letztes Jahr und man könnte dennoch zeigen, dass man eben nicht durch Staatshilfen profitiert, wenn man es aus eigener Leistung schafft.

@Sisyphos 3

"glauben sie ihr Argument greift........ die Leute wollen Blut sehen erstaunlicherweise sind bankrotte Betriebe die keine Steuern zahlen eben populärer als steuerzahlende"
Vielleicht haben Sie recht. Das Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge ist hier im Forum leider nicht besonders groß. Aber vielleicht gerät doch mancher ins Grübeln.

Am 31. März 2021 um 16:42 von Anna-Elisabeth

„Erschreckend, wie tief sich diese Argumentation schon in viele Hirne gefressen hat. Die hat etwa den gleichen Stellenwert, wie die Aussage, man habe schließlich Sozialversicherung gezahlt.
Die armen Großaktionäre.“

Sie haben Recht,

„Die armen Großaktionäre“,
und auch Kleinaktionäre, Rentensparer, Pensionskassen…

Erträge der AG werden sofort versteuert, und anschließend die Dividende individuell nochmal, also Doppelbesteuerung.

Sie erinnern sich sicher noch an den VW Skandal
("Ganz ohne Bescheißen werden wir es nicht schaffen." TS 30. September 2020 - 18:20 Uhr)

Trotzdem wurde vom Land Niedersachsen (SPD Ministerpräsident) als Aufsichtsrat und Großaktionär, eine Dividende gefordert, weil diese schon im Haushalt eingeplant war.

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