Kommentare

Nachhilfe? Von wem?

Wer soll die Nachhilfe erteilen? Wir haben viel zu wenig Lehrer, die ihr Fach auch verstehen.

Die Lernrückstände zu

Die Lernrückstände zu kompensieren und richtig Geld für die Aufarbeitung in die Hand zu nehmen, ist zweifelsohne richtig und sinnvoll. Allerdings glaube ich, dass die sozialen und psychischen Folgen der Pandemie mindestens so gravierend sein werden, und die lassen sich ungleich schwerer aufarbeiten. Das ist in meinen Augen eines der Dilemmata der derzeitigen Situation: Wir wissen, dass es zu Kontaktminimierung und Teil-Lockdown keine (im wahrsten Sinne des Wortes) wirkliche Alternative gibt, weil dann die Infektionszahlen exponentiell in die Höhe schießen würden und nur härtere Einschränkungen zur Folge hätten. Die Aufarbeitung sozialer und psychischer Folgen der Corona-Pandemie werden neben den ökonomischen Folgen über Jahre immense Aufmerksamkeit brauchen, und dazu bräuchte es jetzt schon mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ein Aspekt bei der Bewältigung wird auch sein, die Vakzine für die Impfung von Kindern und Jugendlichen voranzutreiben - und massiv Geld in die Hand zu nehmen.

Der Gipfel des Lernens

Den größten Bedarf an Nachhilfe gibt es vermutlich im anspruchsvollsten und schwierigsten Schulfach, der Mathematik. Dem für viele unerreichbaren Gipfel moderner Wissenschaft, der Königin des Denkens.

Viel Geld zu verdienen

Das wird ja ein riesen Geschäft für die Schülerhilfen und Nachhilfeinstitute. Mathestudenten werden nicht mehr kellnern müssen. Es gibt ja auch keine Restaurants im Augenblick.

Zu wenig Mathematik

In Deutschland wird in den Schulen zu wenig Mathematik gelernt. Mein Vater musste in Russland da viel mehr machen. Topologische Räume, nichtlineare Differentialgleichungen, Differentialgeometrie. Welcher deutsche Schüler kennt heute noch das Theorema Egregium von Gauß?
Viele Erwachsene könnten vermutlich nicht mal den Satz des Thales aus dem Stegreif beweisen.

Nachhilfe

Ursachen sind doch vor allem in der enormen Kluft zwischen Arm und Reich zu suchen , Letztlich nimmt diese immer weiter zu . Der Staat hat es nicht einmal für nötig gehalten ,allen Kindern einen Computer zu stellen ,oder dafür zu sorgen das alle einen Zugang zum Internet bekommen . Wer zahlt die Zeche, mal wieder die Ärmsten der Armen . Hartz4 ect. . Und jetzt sollen genau die ,die sowieso schon in beengten Verhältnissen leben, noch einen Preis für die Folgen der Pandemie zahlen . Indem sie wieder Konform-gerecht , auf den neuesten Wissensstand gebracht werden sollen . Mit Lernüberstunden .Na toll . Vielleicht sollten wir mal lieber dafür sorgen das die Freiheit dieser Kinder im Vordergrund gestellt wird ,und das geht nur ,wenn der Staat endlich anfängt für mehr soziale Gerechtigkeit zu sorgen .Dies würde dann von ganz allein den Wissensstand durch die Verbesserung der so entstehenden Umstände fördern , aber dies ist ja nicht im geringsten das Thema oder doch .

@ 08:26 von free Nawalny

Die einen befürworten, das Geld für die intellektuelle, soziale und emotionale Bildung der Kinder und Jugendlichen in die Hand genommen wird, die anderen wittern und mokieren ein "Riesengeschäft" - statt ihrer Kritik auf Gewinne aus Börsenzockerei, Nahrungsmittelspekulationen oder Waffengeschäfte (um nur mal 3 Bereiche zu nennen) zu fokussieren.
Ich sag es ganz deutlich: Wenn Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen mit der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, dann soll mir das sehr recht sein; das nennt man Win-Win-Situation. Und - bevor auch das dann kommt: Ja, dafür zahle ich auch gern meine Steuern.

Und viel Geld für Schulpsychologen und anderes Personal

Gerade die Schüler, die die meisten Schwierigkeiten haben, sind sicherlich nicht begeistert über die Aussicht, noch mehr Zeit mit Schule und Lernen zu verbringen, deren hiesiges System schon grundsätzlich stark Verbesserungsbedürftig ist. Da bin ich mal gespannt auf die Motivationsmöglichkeiten, die Frau Karliczek anbieten wird.
Denn derer wird es bedürfen.
Außerdem sollte unseren Kindern nach der Pandemie erst einmal Zeit und eventuell Hilfestellung gegeben werden, die persönlichen und privaten Defizite aufzuarbeiten, die sich während der und durch die quälende Dauer der Pandemie ergeben haben.
Für Lernerfolge wäre ein freiwilliges Sitzenbleiben sinnvoll.
Aber da reichen dann die Räume kaum aus.
Und so wie sich die Pandemie entwickelt, sollte vielleicht auch in zusätzliche Schulräume für geteilte Klassen und in einen weiteren Ausbau der digitalen Möglichkeiten von Schulen investiert werden.
Auf keinen Fall darf es zu noch mehr Ansprüchen und Erwartungen gegenüber den Kindern kommen.

Mathematik für die Schule

Gute Mathematikerinnen und Mathematiker gehen wahrscheinlich eher nicht in die Schule, weil ihnen ein Gehalt als Studienrat zu wenig ist.

@ 08:34 von free Nawalny

"Welcher deutsche Schüler kennt heute noch das Theorema Egregium von Gauß?"

Ich :-)

Grüße, Kurt

Nachhilfe ?

Wäre es nicht besser für alle Schulkinder,das komplette Jahr zu wieder holen?Aber nein das geht ja nun garnicht.Man würde ja dann eingestehen was so alles schief gelaufen ist.

Lehrpläne entrümpeln

Durch Nachhilfe schwache Schüler zu unterstützen ist sicherlich eine gute Idee. Aber wäre es nicht sehr viel effektiver und zukunftsgewandter, die aktuelle Situation ENDLICH zum Anlass zu nehmen, längst veraltete Lehrpläne endlich zu entrümpeln und zu verschlanken. Fokus auf die wirklich wichtigen Themen, auf die großen Zusammenhänge und auf ganzheitliche Bildung. Klasse statt Masse - das hilft den Kindern und macht sie fit für die Zukunft!

Corona-Schuljahr

Ich bin dafür, das aktuelle Schuljahr komplett ausfallen zu lassen. Dann sind die Schüler alle ein Jahr älter, wenn sie von der Schule abgehen. Das ist doch nicht schlimm.

Grüße, Kurt

Ich wäre dafür, dieses Schuljahr ...

.. in Gänze zu annullieren. Einmal einen vernünftigen Reset statt des üblichen Chaos. An den Unis sieht es doch ähnlich aus.
Wer heute mit Studium oder Schule fertig ist, kommt in Betrieben und Unis doch vom Regen in die Traufe. Durch Homeoffice, Abstandsregeln, gänzlich geschlossene Abteilungen oder Betriebe läuft doch auch da nichts halbes und nichts ganzes.
Manche werden von einem verlorenen Jahr sprechen, ich würde es als Angleichung der Chancen beschreiben wollen.
Ich denke, jetzt ist die Zeit, wo es den Schülern am wenigsten weh tun würde.
Benotungen mit "Coronabonus" hielte ich hingegen für unsinnig ... Halbwissen bringt keinen weiter.

@ andererseits

Die Lernrückstände zu kompensieren und richtig Geld für die Aufarbeitung in die Hand zu nehmen, ist zweifelsohne richtig

Geld allein erklärt noch nicht einmal eine quadratische Gleichung. Sie müssen Leute finden, die den Job machen wollen - und können. Kunst kommt von können, nicht von wollen.

@ andererseits

statt ihrer Kritik auf Gewinne aus Börsenzockerei, Nahrungsmittelspekulationen oder Waffengeschäfte (um nur mal 3 Bereiche zu nennen) zu fokussieren.

Ich weiß gar nicht, mit welchem Recht Sie mich dreist in die Nähe der Spekulation oder des Waffen Handels rücken.

@ um 08:41 von wega

Ich schließe mich Ihnen an!

Grüße, Kurt

@08:34 von free Nawalny

Mathe war mein Leistungskurs-Abifach (nebenbei bemerkt: einer der größten Fehler meiner schulischen Laufbahn: Ich hatte es gewählt, weil ich gut drin war, nicht weil ich es interessant oder nützlich fand), ich habe mir die Arbeit ein Jahr später kopieren lassen (weil ich die Sekretärin der Schule bestens kannte...) und einerseits voll Schrecken und andererseits süffisant festgelegt, dass ich nicht mehr 1/4 des Geschreibsel verstanden hab.
Wir brauchen Mathe als Uni-Studiengang; die Bedeutung für die schulische Bildung wird spätestens ab den sog. "Kurvendiskussionen" überschätzt: bringt Soziologie, Philosophie, Psychologie, neuere Geschichte, Ethik, Musik, Kultur und Kunst stärker in die Schulen!
Welcher deutsche Schüler kennt heute noch den Kantschen kategorischen Imperativ?
Viele Erwachsene könnten vermutlich nicht mal die Allgemeingültigkeit der Menschenrechte herleiten.

@ Victoria

Ursachen sind doch vor allem in der enormen Kluft zwischen Arm und Reich zu suchen , Letztlich nimmt diese immer weiter zu .

Können Sie das belegen?


Der Staat hat es nicht einmal für nötig gehalten ,allen Kindern einen Computer zu stellen

Dann besser ein Fahrrad.

Sehe ich auch so @08:41 von wega

>>>Wäre es nicht besser für alle Schulkinder,das komplette Jahr zu wieder holen?>>>

Klar wäre das besser, für alle Schüler (ausser hochbegabte Überflieger!) Aber das dürfte Meuterei seitens der Eltern "Hilfe mein Kind macht ein Jahr später Abitur, dann kann es auch erst ein Jahr später studieren!" und seitens diverser älterer Schüler hervorufen "Noch ein Jahr sch*** Schule!"

@free Nawalny

"Welcher deutsche Schüler kennt heute noch das Theorema Egregium von Gauß?
Viele Erwachsene könnten vermutlich nicht mal den Satz des Thales aus dem Stegreif beweisen."

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Sowas müssen die meisten Erwachsenen auch garnicht wissen, weil diese Beweisführungen eher Thema für die Sekundarstufe 2 sind und diese Themen in den Klassen 1 bis 10 garnicht vorkommt.

Wenn überhaupt wird in Sek I der Satz des Thales mal erklärt. Aber die Beweisführung ist dann wohl eher was für den Mathe LK der gymnasialen Oberstufe.

Genauso wie ihr Theorema egregium wohl kaum in den Bereich Allgemeinbildung fällt (und auch noch nie fiel).

@ 08:46 von free Nawalny

In diese Nähe können Sie sich nur selbst rücken. Ich habe kritisiert, dass Sie bei diesen wichtigen und sinnvollen Investitionen in unsere Schüler*innen mäkeln, das gäbe ja "Riesengewinne" für bestimmte Leute - und mal nur ein paar Bereiche genannt, wo es wirklich Riesengewinne zu kritisieren gäbe.
Fühlen Sie sich angesprochen? Na dann...

@ andererseits

Mathe war mein Leistungskurs-Abifach (nebenbei bemerkt: einer der größten Fehler meiner schulischen Laufbahn ...

Mathematik ist der Kern der höheren Bildung, das Fach an dem sich die Geister scheiden, die Spreu vom Weizen trennt. Wer die Mathematik nicht versteht, versucht sich am Geplänkel, um nicht ganz mit leeren Händen da zu stehen, bildungsmäßig.

@wega

"Wäre es nicht besser für alle Schulkinder,das komplette Jahr zu wieder holen?" Am 27. März 2021 um 08:41 von wega

*

Wie soll das praktisch bei so vielen Kindern und Jugendlichen umgesetzt werden?

Und jetzt bitte nicht "macht Mal einfach" sagen. Das hat die Politik schon gemacht, als es darum ging mit Schulausfall, Homeschooling, Wechselunterricht, fehlenden Internetverbindungen usw. klarzukommen. Es gibt Regionen in Deutschland, da mussten noch Kopien aus der Schule geholt werden.

Lehrer zerbrechen sich derzeit sehr wohl den Kopf darüber, wie sie benoten sollen und wie sie das mit der Versetzung handhaben sollen, um dem allen gerecht zu werden.
Ich saß letzte Woche erst als Elternvertretung in einer Video-Fachkonferenz. Viele Schüler, die sonst mehr konnten haben abgebaut, die Stimmung ist auch nicht die beste.

Die sozialen Kontakte in der Schule fördern auch das Lernklima. Das fehlte fast komplett.
Man hat Schülern 1 Jahr lang sehr viel abverlangt.

Schule machen

Nun, da das Kind in den Brunnen gefallen ist, wird versucht Versäumtes nachzuholen.
Nur wird es wieder richtig bürokratisch durchdacht und aufwändig, nicht unbedingt effektiv.

Kinder, die nun Aufholbedarf haben, sollten parallel im Alltag Förderunterricht erhalten, der Lehrer weiß am besten, wer betroffen ist.
Das Thema zeigt, wie wichtig offene Schulen sind. Sie sollten auch offen bleiben, Minimum wäre Wechselunterricht.

Auch hier wieder : die Mühlen mahlen langsam. Erst jetzt wurden Lehrer und Erzieher teilweise geimpft. Erst nach Ostern soll mal ein Schnelltestprogramm in einigen Schulen starten. Alles lange besprochen, zu spät umgesetzt. Folgen kommen und werden wieder zu spät erkannt und zu komplex zu spät angegangen.

Fördern und unterstützen ja, doch besser von Beginn an.

Jetzt mal im Ernst gefragt

Wer soll denn die Nachhilfe erteilen? Haben wir denn genügend Leute, die den Schulstoff erst mal selbst verstehen? Sind die für kleines Geld zu ködern? Kümmern die sich nicht lieber um ihr eigenes Studium, ihren eigenen Job?

andererseits

Der soziale Aspekt , die Herkunft dieser Probleme bleibt bei ihnen außen vor. Und noch eins , wenn sie glauben das ein Abschluss heute noch zu sozialen Gerechtigkeit beiträgt der irrt.
Wenn wir nicht anfangen die Gesellschaft endlich anders zu denken werden die Verhältnisse sich noch ungerechter darstellen . Die 4 Revolution hat längst begonnen . Dies können wir nur auffangen wenn wir endlich aufhören der Arbeit einen überhöhten Wert zu geben . Arbeit und damit soziale Gerechtigkeit muss neu verteilt und gedacht werden . Wir sollten unsere nachkommen auch darauf vorbereiten das auch ein leben ohne Arbeit im üblichen Sinne erstrebenswert ist . Auch dies gilt es zu lehren ,den Kindern und damit der Bevölkerung ein solidarisches Miteinander zu ermöglichen . Ich fordere dazu auf endlich anzufangen in dieser Gesellschaft weiter zu denken ,damit sich neue Wege öffnen . Dazu gehört ein breites Wissen in allen Fächern mit überkommenen Ideen werden wir Kindern nicht Gerecht.

08:34 von free Nawalny

«Viele Erwachsene könnten vermutlich nicht mal den Satz des Thales aus dem Stegreif beweisen.»

Das kann ich als Dipl.-Ing. auch nicht, und es interessiert mich nicht.
Ohne nachzuschauen, weiß ich nicht mal, was der Satz des Thales ist.

«In Deutschland wird in den Schulen zu wenig Mathematik gelernt.»

Falsch und wenig schüler-gerecht wird Mathe gelehrt. Zu theoretisch, mit viel zu wenig Bezug dazu, den Kindern schon in der Grundschule zu vermitteln, wozu Mathe überhaupt gut ist, und wozu man das gebrauchen kann im Leben später mal.

Niemand lernt gerne was, worin kein Sinn zu sein scheint. Kinder kann man zum Lehren immer spielerisch einfangen mit was aus Bezug zum Leben. Ist bei Physik das gleiche, und kleine Experimente machen Staunen, Begeisterung, und Nachfragen von ganz alleine. Wer was wissen will, der lernt leicht und spielerisch.

Das muss das Ziel sein, und nicht Mathe-Beweisführung für alle, nur weil Thales das auch konnte. Damit reißt man im realen Leben gar nix.

@ Mika D

Kinder, die nun Aufholbedarf haben, sollten parallel im Alltag Förderunterricht erhalten

In ihrer Freizeit?

Wußte gar nicht, ...

... dass es Frau Karliczek überhaupt noch gibt?

@ wega

Wäre es nicht besser für alle Schulkinder,das komplette Jahr zu wieder holen?

Dann fällt ja ein kompletter Ausbildungsjahrgang in den Betrieben aus. Wir haben eh schon einen hoffnungslosen Fachkräftemangel. Und wir kriegen einen riesen Stau in der Schule. Oder wollen Sie die Einschulung von 6 auf 7 Jahre verlegen?

08:34 von free Nawalny

Erzählen Die mir keine Märchen. Das Schulsystem ist anders.

In Polen, wo ich als Kind lebte, wurde auch viel mehr unterrichtet.
Es gab die Volksschule, die bis zu 8. Klasse ging.

Aber es gab auch eben die Schüler, die durchgeschleift wurden und die, die 2 oder 3 Mal sitzen geblieben sind.

Wir hatten Schüler bei uns in der Klasse, die 1, 2 oder 3 Jahre älter war, als wir. Bei solchen Schülern wurde einfach ein bestimmtes Alter abgewartet und dann wurden sie in eine Berufsschule gesteckt.
Das heißt diese Schüler wurden teilweise schon nach der 5. Klasse aus der Schule entlassen und sind dann zum "Säcke schleppen" geschickt worden.

Das der übriggebliebener Rest der Schüler besser lernte ist keine Leistung von mehr Matheunterricht.

@ "frische Unterhose"um 8.19 Uhr, Lehrer, die ihr Fach verstehen

"Wer soll die Nachhilfe erteilen? Wir haben viel zu wenig Lehrer, die ihr Fach auch verstehen."
Es mag sein, dass das Ihre traurige Erfahrung ist, aber für den Nachhilfeunterricht werden sich hoffentlich nur LehrerInnen melden, die wirklich Freude an Ihrer Arbeit haben und die Inhalte beherrschen.
Das kann man am besten dadurch lenken, dass man die Konditionen eng definiert und nicht zu viel an die NachhilfelehrerInnen bezahlt, sonst melden sich zu viele AbzockerInnen.
Aber was bleibt, ist immer noch die Gefahr der Ansteckung. Das wird der eigentliche Hinderungsgrund sein.

@ um 09:01 von Desinteresse 21

Mit dem Rückstau haben Sie völlig recht. Darauf ist das Schulsystem nicht vorbereitet und entsprechend fehlen auch noch die personellen Kapazitäten.
Aber warum die Ferien verkürzen? Wollen Sie es den Schülern noch schwerer machen als es ohnehin schon ist?
Jedes einzelne Problem das mit Schule zusammenhängt ist ausschließlich von Erwachsenen verursacht.
Die pandemiebedingten Probleme erst recht.
Nun wäre es an der Zeit endlich über bessere Möglichkeiten der Beschulung nachzudenken. Mit längerer Schulzeit und G15 statt G8 oder G9. Mit mehr Lehrern, Psychologen, Sozialarbeitern und besser ausgestatteten Gebäuden und dem besten Equipment, das es für Geld zu kaufen gibt.
1 Milliarde wird dazu nicht ausreichen. Aber es könnte ein Anfang sein.

@ 08:44 von free Nawalny

Jetzt droht es, lächerlich zu werden, denn "Geld allein" erklärt gar nichts. Natürlich braucht es Menschen, die den Job machen wollen und können. Wer wollte das bestreiten?
Und "Kunst kommt von können" erklärt auch leider noch gar nichts, denn "Kunst" ist eben nicht das Synonym für "Können"; unter den verschiedenen Wortbedeutungen des Begriffes "Kunst" ist die Betonung schöpferischer intuitiver kreativer Fähigkeiten und Möglichkeiten des Menschen mit dem Fach "Kunst" gemeint und umschrieben: Ohne diese Kunst veröden Mensch und Gesellschaft.

Da wird der Amtsschimmel wieder wiehern

Eine ganze Menge Nachhilfe kann von älteren Schülern geleistet werden, die im jeweiligen Fach gut sind. Zu Hause bei einem der Schüler.

Aber für diese Art Nachhilfe wird sicher kein Cent fließen. Stattdessen müssen es garantiert zertifizierte (kostet) Institutionen sein mit gemieteten Räumen (kostet) und Fachpersonal mit Abschluss (kostet und ist nicht beliebig verfügbar). Sauteuer, kaum effektiver.

An solchem Formalgedöns krankt der Westen generell und im Fall Corona stirbt er daran auch zum Teil.

Kurt

Was ist das denn für sie für die Zukunft fit zu sein ?
Was wir brauchen sind kreative Menschen die Willens sind, die Gemeinschaft zu unterstützen, und dafür auch einen gerechten Lohn bekommen . Wir brauchen doch endlich eine Abkehr von der Doktrin Konkurrenz belebt das Geschäft . Wir brauchen eine Hinwendung zur Solidarität in der Gesellschaft damit nicht immer mehr und vor allem auch Kinder auf der Strecke bleiben . Sie haben aber Recht . Dazu braucht es neue unverbrauchte Geister die sich dem Humanismus und der gegenseitigen Toleranz verpflichtet fühlen, und nicht der Gier nach immer mehr als höchstes Gut in einer Gesellschaft ansehen , sondern sich endlich einem solidarischen Geist verpflichtet fühlen der im vollen Umfang in der Gesellschaft seine soziale wie auch finanzielle Anerkennung findet . Das sollte in Zukunft auch und vor allem Lehrstoff in den Schulklassen sein .

@ 08:58 von frische Unterhose

Mathematik hat sogar mit Philosophie viel zu tun, ohne Zweifel. Aber die Vergötterung der Mathematik (nicht des Rechnens, wohlgemerkt) im Kanon der Unterrichtsfächer halte ich für ein bildungsbürgerliches Relikt vergangener Zeiten. Scharf und zugespitzt formuliert, ich weiß.

Das Schuljahr annulieren

Das Schuljahr annulieren klappt nicht, wir haben nicht die Kapazität: Grundschulen müssten die nächsten Jahre 5 statt vier Jahrgängen beschulen, da fehlt es an Räumen und Personal...

@ um 09:02 von Mika D

Offene Schulen sind nicht wichtig. Ohne Corona könnten die Kinder ihre sozialen Kontakte auch außerhalb von zu Hause haben. Schule ist dazu nicht nötig.
Schulen sind, wie wir im Laufe der Pandemie alle mitbekommen haben, eine mittlerweile auf eine Verwahrmöglichkeit für Eltern reduziert, die aus finanziellen oder persönlichen Gründen keine Möglichkeit sehen, sich mit ihren Kindern zu beschäftigen.
Und wenn Eltern sich für die Schulen ihrer Kinder tatsächlich interessieren würden, sähen doch Schulen ganz anders aus.
Hätten wohl möglich saubere und funktionierende Toiletten.
Anständiges Mittagessen würde überall vor Ort gekocht und es gäbe an Schulen 3 oder 4 x soviel Personal für die Schüler.
Und vor allem anderen: Sowohl Schüler als auch Lehrer hätten Spaß
Von all dem sind wir noch Lichtjahre entfernt.
Aber nun könnte man Änderungen herbeiführen.
Die Gelegenheit ist günstig

08:58 von frische Unterhose

«Mathematik ist der Kern der höheren Bildung, das Fach an dem sich die Geister scheiden, die Spreu vom Weizen trennt. Wer die Mathematik nicht versteht, versucht sich am Geplänkel, um nicht ganz mit leeren Händen da zu stehen, bildungsmäßig.»

Unsinn.

Mathe-Grundverständnis aus der Welt der Zahlen ist wichtig für alle im Leben. Allerbestens kann man zurecht kommen, versteht man bis zu Prozentrechnung, Grundlagen von Geometrie, aus der Physik die Grundlagen von Kräften, Massen, und Geschwindigkeit. Zusätzlich Verständnis von Statistik ist gut. Mehr braucht man in einem beruflichen Leben ohne Mathe oder Ingenieur sowieso auch als Erwachsener nicht.

Gar nichts anderes ist "Geplänkel" nur deswegen, weil es nicht Mathe ist. Soziales kommt in der Schule als Lehrfach viel zu kurz.

Mathe sei Begeisterung und Hobby für alle, die das mögen. Bei mir als Ing. muss Götze Mathe das ganze Jahr hinter der Hundehütte im Garten schlafen. Grundverständnis wohnt mit im Haus in einem eigenen Zimmer.

@ free Nawalny um 8.34 Uhr, betr. Mathe

"In Deutschland wird in den Schulen zu wenig Mathematik gelernt. Mein Vater musste in Russland da viel mehr machen. "
Da mögen Sie Recht haben, aber ebenso wichtig ist es, die gelernten Dinge im Alltag und im Berufsleben auch anwenden zu können. In meiner Schulzeit konnte ich mit abstraktem Wissen gar nichts anfangen, ich konnte mir die Dinge besser merken, wenn ich einen Bezug zu meinem Leben herstellen konnnte.
Meine Lehrerin ( zum Glück nur für ein Jahr) hat täglich mit winziger Schrift die Tafel mit Formeln vollgeschrieben - für die meisten Kinder und Jugendlichen völlig unverständlich.
Ein Chemie-Lehrer, bei dem wir Hautcremes, Backzutaten und Knaller untersucht haben, war unser Star. Da haben wir viel und gerne gelernt.

Ich habe es so verstanden, dass es in dem TS-Artikel um lernschwache SchülerInnen geht. Das Lesen, Schreiben und Rechnen sind fundamentale Kulturtechniken, die man beherrschen muss, um ein unabhängiges Leben meistern zu können.

9.06 frische Unterhose. Aufholen im Alltag

Der Aufholbedarf sollte m.M.n. eher im Alltag stattfinden, in der regulären Schulzeit, Minimum 1 Std zusätzlich, alternativ in der Hausaufgabenzeit, keineswegs in den Ferien.

Es gibt bereits jetzt unterschiedliche Schulen mit mehr oder weniger Stunden und intensiverem oder weniger intensivem Lernen. Luft nach oben gibt es in den Schulen, die nur das Minimum betreiben.
Schule sollte bei aller Pflicht noch Spaß machen.

In der Freizeit und den Ferien sollten Kinder sich austoben, Spielen, Sport betreiben können oder anderen Hobbies nachgehen können.

@09:06 von VictorJara

Danke für Ihren Hinweis. Der soziale Aspekt bleibt bei mir keineswegs außen vor. Die Chancengleichheit im Bereich der Bildung (wie übrigens auch in anderen Feldern von Teilhabe und Zugehörigkeit) ist bei uns nach wie vor schlecht, und die überwinden wir auch nicht mit Mathe-Nachhilfe, sondern mit einer anderen Schul- und Bildungspolitik. Da rennen Sie bei mir offene Türen ein.
In diesem Bericht geht es um die Karliczek-Initiative, und da war mein Ausgangspunkt, dass es neben der Nachhilfe von Unterichtsstoff v.a. auch um die sozialen und psychischen Folgen der Pandemie gehen sollte.
Und die Frage, wie wir Wirtschaften neu denken und wie wir z.B. Grundeinkommen diskutieren, ist primär eine politische und nicht schulische Frage.

@Victor Jara

" Arbeit und damit soziale Gerechtigkeit muss neu verteilt und gedacht werden . Wir sollten unsere nachkommen auch darauf vorbereiten das auch ein leben ohne Arbeit im üblichen Sinne erstrebenswert ist . "

Und wie sieht bei Ihnen dann die Wertschöpfung aus die zur Finanzierung eines erstrebenswerten Lebens ohne Arbeit gebraucht wird ?
Sollen diejenigen die 70 Stunden pro Woche arbeiten und ein hohes Einkommen haben dann einfach mehr zur Kasse gebeten werden , so ganz im solidarischen Sinne ?
Sie können ja die Ergebnisse sämtlicher sozialistischen Experimente der letzten 100 Jahre studieren , ob Sie da Ihre Ideen bestätigt sehen ......

@08:39 von free Nawalny

Einerseits beklagen Sie, dass nun "Riesegewinne" für Nachhilfe-Einrichtungen anstehen, und andererseits sagen Sie, dass nun Mathematiker sich da nicht beteiligen, weil Ihnen ein Studienrat-Gehalt zu wenig sei. Aha. Was wollen Sie denn nun eigentlich sagen? Was sollte man machen?

@ Tada

Das polnische Schulsystem gilt bei Polen als bürokratisch und ineffizient.

sie Schlaumeier

@free Nawalny
Ich weiß noch nicht mal, was der Satz des Thales ist und habe mich trotzdem bisher ganz gut durchs Leben manövriert.
Menschen mit ihrer Einstellung haben mir die Lust auf Mathe immer gründlich vermiest.

@ 09:27 von andererseits

Das mit der Philosophie ist richtig. Manche Universitäten verleihen sogar den Dr. phil. statt des Dr. rer. nat. als Doktortitel in der Mathematik.
Im Philosophiestudium gibt auch die theoretische Philosophie, in der u.a. Logik und die Unvollständigkeitssätze von Gödel unterrichtet werden.

Grüße, Kurt

Auf Kommentar antworten...

Am 27. März 2021 um 08:41 von wega

Nachhilfe ?

Wäre es nicht besser für alle Schulkinder,das komplette Jahr zu wieder holen?

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Das wäre allerdings besser ! Nachhilfe sollte bestenfalls als Ergänzende Maßnahmen in Betracht gezogen werden.

Schule - endlich kann man da mitreden,...

...denn es hat ja jeder zumindest irgendwann einmal die Schule besucht; da fühlt sich manch einer automatisch prädestiniert, Substantielles dazu zu sagen, vor allem, wenn es um Lehrer und deren Job geht oder um die universelle Bedeutung bestimmter Fächer...

Bisschen mehr Zurückhaltung hier und da wäre gut, aber vor allem wäre es angebracht, nicht schon wieder reflexartig nach dem Negativen zu suchen.

Es ist nunmal wie es ist, also:
Nicht um vergossene Milch klagen, sondern nach vorn schauen!

@ nie wieder bildung

Mit mehr Lehrern, Psychologen, Sozialarbeitern und besser ausgestatteten Gebäuden und dem besten Equipment, das es für Geld zu kaufen gibt.
1 Milliarde wird dazu nicht ausreichen. Aber es könnte ein Anfang sein.

Im Gesundheitssystem sparen wir, was das Zeug hält und im Bildungssystem hauen wir die Kohle raus? Natürlich auf Pump.

Keine Ahnung...

Warum nur erinnert mich das an den Typ, der jemanden ins Wasser stößt, ihm dann aber anbietet, seine Kleidung bei ihm zu trocknen?

@8:34 von free Nawalny

„Räume, nichtlineare Differentialgleichungen, Differentialgeometrie. Welcher deutsche Schüler kennt heute noch das Theorema Egregium von Gauß?“

Um Ihre letzte Frage zu beantworten: ich. Auch weil ich diese Teilgebiete der Mathematik an einer großen deutschen Universität lehre. Obgleich schon immer sehr mathematikaffin kenne ich diese Dinge aber nicht vom Gymnasium, weil sie dort nicht gelehrt werden und auch nie wurden - und es im Übrigen auch völlig unsinnig wäre, dieses sehr spezielle Wissen dort zu vermitteln. Mir ist eher gerade der Eindruck entstanden, dass Sie die Gelegenheit nutzen, um allen deutlich zu machen, was für komplizierte Dinge Sie können oder zumindest, was für komplizierte Schlagworte Sie beherrschen. Ansonsten stimme ich mit Ihnen aber überein, dass die mathematischen Kenntnisse der Abiturienten immer mehr abnehmen und oft nur noch maximal aus Schlagworten bestehen - was aber mit Corona nichts zu tun hat.

Was die Nachhilfe angeht

@ ARD: Wie lief es denn mit dem speziellen Pandemie - Angebot des Schulfernsehens?
Gibt es demnächst ein paar Zahlen dazu, wie oft es genutzt wurde und wie sinnvoll es war? Hat es den Schülern vielleicht überhaupt nicht geholfen und deshalb haben nun so viele Schüler mehr Defizite als nötig?
In welchen Fächern des Schulfernsehangebotes gab es die meisten Teilnehmer? Gibt es Rückmeldungen von Schülern?
Für die meisten Fächer gibt es allerdings bei YouTube Videos, die allen „schlechten“ Lehrern die Schamesröte ins Gesicht treiben müßte.
Dazu braucht es aber vernünftigen Internetzugang und entsprechendes Equipment für alle Schüler. Und alles könnte auch in der Schule genutzt werden.

Wissen ist Macht

Alle reden hier vom Nachholbedarf bezüglich des Wissens.
Wo aber bleibt der soziale Aspekt?
Wer macht sich Gedanken über erhöhte psychische Belastungen, denen unsere Kinder und Jugendlichen während der wiederholten Lockdowns ausgesetzt waren?
Wir stehen wohl vor größeren Problemen als nur Lernrückstände aufholen zu müssen.

Keine Lehrerschelte

Gleich vorweg, nein, die Lehrer sind nicht schuld an der Misere.
Jedoch Frage ich mich, ob bei nur 36 Unterrichtswochen pro Schuljahr nicht auch (bereits durch die Besoldung bezahlte) "Ferienarbeit" durch unsere verbeamteten Lehrer*innen erwartet werden darf.
Das Kalenderjahr hat 52 Wochen, abzüglich 36 Unterrichtswochen sowie 6 Wochen Urlaubsanspruch sind 10 Wochen für Organisationstätigkeiten sicherlich sehr, sehr hoch angesetzt.
Zwei Wochen Nachhilfedienst pro Vollzeitstelle halte ich für durchaus leistbar.

re 09:06 schabernack: Begeisterung!

>>Falsch und wenig schüler-gerecht wird Mathe gelehrt. Zu theoretisch, mit viel zu wenig Bezug dazu, den Kindern schon in der Grundschule zu vermitteln, wozu Mathe überhaupt gut ist, und wozu man das gebrauchen kann im Leben später mal.<<

Das ist sooo richtig, dass es schon wieder weh tun muss, so etwas sagen zu müssen.

>>Niemand lernt gerne was, worin kein Sinn zu sein scheint. Kinder kann man zum Lehren immer spielerisch einfangen mit was aus Bezug zum Leben. ... kleine Experimente machen Staunen, Begeisterung, und Nachfragen von ganz alleine. Wer was wissen will, der lernt leicht und spielerisch.<<

Und genau das gilt eben nicht nur für Kinder - es gilt für uns alle! Bildung vermitteln heisst Begeisterung an der Welt vermitteln.

Und das ist gar nicht so schwer wie es scheinen mag - wenn man sich selber begeistern kann! Und diese „Begeisterung“ ist kein Zustand, sie ist für uns alle ein sich fortwährend erneuernder Prozess!

Jedenfalls kein „Schabernack“!!!

Danke!

09:19 von M. Höffling

«Eine ganze Menge Nachhilfe kann von älteren Schülern geleistet werden, die im jeweiligen Fach gut sind. Zu Hause bei einem der Schüler.»

Ich weiß es schon jetzt von mir selbst, und aus dem Bekannten- und Freundeskreis, dass längst im privaten Rahmen viel mehr Nachhilfe geleistet wird, als dies auch öffentlich bekannt ist. Für lau als wie ehrenamtliches Engagement, oder hin und wieder für kleine Aufmerksamkeiten wie etwa leckere selbst gebackene Kuchen, oder für mit einkaufen gehen.

«Stattdessen müssen es garantiert zertifizierte (kostet) Institutionen sein mit gemieteten Räumen (kostet) und Fachpersonal mit Abschluss (kostet und ist nicht beliebig verfügbar). Sauteuer, kaum effektiver.»

Es ist ohne jeden Sinn, nun wieder was anderes mies zu schreiben, bevor das überhaupt begann. Fast jeder kennt im persönlichen Umfeld Familien mit Kindern, die Unterstützung sehr gebrauchen können. Außerdem gibt es viele Menschen, die sich auch ohne Lehramtsstudium mit Nachhilfe betätigen.

Hier sind viele schlechte Schulerfahrungen versammelt

Einige der hier aktiven Foristen scheinen sehr schlechte Schulerfahrungen gemacht zu haben. Schade, das muss besser werden.

Aber haben Sie sich schon einmal überlegt, wie es Kindern geht, deren Eltern zu Hause ständig über "die Lehrer" herziehen?
Für Kinder kann das ein Konflikt sein: Kann/darf ich in der Schule gut und gerne mitarbeiten, wenn meine Eltern den Lehrer verachten? Wenn ich als Kind gerne lerne und gute Leistungen habe, stelle ich mich dann gegen meine Eltern?

Wenn das Kind keine guten Leistungen in der Schule zeigt, wenn es sich gegen die Schule stellt, bestätigt es damit die Einstellung seiner Eltern. Die haben es ja schon immer gewusst: Schule ist sch ...

Leidtragende sind Kinder, die mit zu wenigen Kompetenzen im Leben zurecht kommen müssen. Das Leben ist unübersichtlich und hart, wenn man nicht lesen, schreiben rechnen kann.

rer Truman Welt

Bei allem Verständnis, aber diese Regierung kann nicht ihr totales Versagen durch immer höheren Schulden zu kompensieren versuchen!

@free Nawalny - Bitte keine erneuten Alleingänge.

08:26 von free Nawalny:
"Das wird ja ein riesen Geschäft für die Schülerhilfen und Nachhilfeinstitute."
> Das wird es nur, wenn den Einrichtungen in spahnschem Stil ein Vielfaches der tatsächlich anfallenden Kosten gezahlt werden. Ich hoffe, dass sich diese Steuergeldverschwendung nicht wiederholt.

"Viele Erwachsene könnten vermutlich nicht mal den Satz des Thales aus dem Stegreif beweisen."
> Das ist durchaus beruhigend.

die Bürokratie lässt grüßen-warum nicht sofort?

Erst Erhebung zu Ende des Schuljahres?
Jeder Lehrer kennt die schwächen seiner Schüler und kann gezielt sagen wer wie gefördert werden kann. Das können dann Lehramtsstudenten oder auch Lehrer sofort übernehmen. Jede Schule sollte ein Budget erhalten. Brennpunktschulen natürlich mehr.
Wir dürfen nicht alles weiter verkomplizieren.
Wir regulieren uns im Schlafwagentempo zu Tode.

Eine Milliarde für Corona Nachhilfe...

Damit Schüler durch die Corona-Pandemie nicht den Anschluss verlieren, will Bildungsministerin Anja Karliczek eine Milliarde Euro für ein bundesweites Nachhilfeprogramm ausgeben. 

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Nichts als eine weitere Flickschusterei...
Zwei zerbröckelte Schuljahre kann man nicht eben mal so mit Nachhilfe wieder aufholen. Frau Karliczek, verabschieden sie sich von den Gedanken mit Geld Bildungsdefizite erkaufen zu können. Da müssen sie schon mit anderen Lösungen kommen !

Re : andererseits !

Sicher, es mag sein, dass durch die sehr notwendigen Hilfen für die Kinder einige ordentlich Geld verdienen. Das ist auch so in Ordnung, denn durch zu viele und mehr als klare Fehler der Regierenden ist es ja erst zu dieser Situation und der totalen Vernachlässigung der Kinder gekommen.
Da werden Lock Downs über Monate verhängt, die den Namen nicht mal im Ansatz verdienen, immer nur die gleichen Bereiche geschlossen, und der private Bereich, die Bewegungsfreiheit vor allem der Kinder massiv eingeschränkt, das Lernen durch fehlende Laptops und Netz extrem erschwert, bzw. verhindert. Aber dagegen stehen Milliarden Gewinne der großen Player in D, die Vorstände derer kriegen Millionen Boni, an den Börsen wird gezockt, als gäbe es kein Morgen, es werden Beschlüsse gefasst, die am nächsten Tag an Acta kommen, weil nicht machbar. Vergessen werden aber sehr viele, vor allem die Kinder.
Was für eine Schande für ein so reiches Land und die großkotzigen Politiker !

@ frische Unterhose

Ihre Kommentare zeigen Ihre Überzeugung, dass ein Leben ohne Mathe fast gar nicht sein kann. (Wie war das noch gleich mit dem Mops...)

Woher diese Hybris?
Was geht an einem Menschen vorbei, der ohne höhere mathematische Weihen seinen Beruf zur Zufriedenheit aller ausübt?
Die Bäckereifachverkäuferin, die ohne ihre Kasse zwar nicht imstande ist, die Preise von 4 Kuchenstückchen im Kopf addieren geschweige einen Dreisatz zu rechnen, die aber haargenau zu erklären vermag, woraus der Teig besteht und wie er hergestellt wird.

Nicht jeder muss eine Brücke berechnen können.

@09:27 von andererseite

Mathematik (nicht ...Rechnen...)...halte ich für ein bildungsbürgerliches Relikt vergangener Zeiten.
Wenn ich mich daran erinnere, welch Häme über Frau Merkel im vergangenen Jahr ausgegossen wurde, als sie die zweite Welle mit einer kleinen Überschlagsrechnung vorhersagte, denke ich, dass die Mathematik doch nicht so ein überflüssiges Relikt ist. Ich führe das Desaster unserer Pandemiepolitik auch darauf zurück, dass sich denjenigen, die zu entscheiden haben, grundlegende Zusammenhänge nicht erschließen.
Eine andere Frage ist, ob im Mathematikunterricht die richtigen Inhalte vermittelt werden. Da liegt sicherlich einiges im argen.

Gleichmacherei

Bildungsgerechtigkeit gibt es nicht, soziale Gerechtigkeit gibt es nicht, Gerechtigkeit bei der Verteilung von Intelligenz gibt es nicht.

Wenn wir endlich aufhören würden durch sinnlose Versuche der Gleichmacherei alles zu verschlimmern, wäre schon viel gewonnen.

Da die Rahmenbedingungen der Kinder aber so unterschiedlich sind, wird es eine sinnvolle allgemeingültige Vorgehensweise nicht geben können.

Differenzierung ist angesagt! Und das bedeutet auch Ungleichbehandlung mit Bevorzugung und Benachteiligung.

Leider gibt es aber nur wenige, die das mal ehrlich zugeben wollen.

Also entwickelt sich unsere Gesellschaft lieber zurück.

@ free Nawalny

Mathematik ist zweifelsohne ein sehr wichtiges Fach, aber man muss es damit auch nicht übertreiben. Ich benötige in meinem aktuellen beruflichen Umfeld nichts, was über die Grundrechenarten und Prozentrechnung oder Dreisatz hinausginge. Und wozu soll es gut sein, den Satz des Thales aus dem Stegreif beweisen zu können? Ihn zu kennen, reicht völlig.

Und ihre implizite Kritik, dass es jetzt ein "Riesengeschäft" für private Bildungsanbieter wäre, klingt sehr neidbehaftet. De facto ist jeder Steuercent, den die Regierung in unsere Kinder investiert, besser als in jedes Aktienportfolio angelegt. Was es darüber zu diskutieren gäbe, erschließt sich mir nicht.

Apropos: Aktien. Ich vermisse ihre Kritik an den Umtrieben der Finanzmärkte, die selbst in extremen Krisenzeiten wie diesen ziemliche Umstände feiern.

re 09:48 nie wieder spd: Schamesröte

>>Was die Für die meisten Fächer gibt es allerdings bei YouTube Videos, die allen „schlechten“ Lehrern die Schamesröte ins Gesicht treiben müßte.<<

Nicht nur den „schlechten Lehrern“, nein, uns allen! Weil diese „Videos“ zeigen können, wie vielfältig und faszinierend „Lernen“ sein kann.

>>Dazu braucht es aber vernünftigen Internetzugang und entsprechendes Equipment für alle Schüler. Und alles könnte auch in der Schule genutzt werden.<<

Könnte - müsste aber nicht! Es geht nicht um die Technik - es geht um die Begeisterung, wie schon geschrieben wurde. Und Sie glauben doch nicht, dass man als Lehrer „begeistern“ könnte, in dem man Videos zeigt. Nein, dazu gehört sowohl viel mehr als auch viel weniger: Eben „Begeisterung“! Ein Begriff, der mich immer wieder selbst mitreißt und begeistert.

Konkret: Lassen Sie sich nicht auf ein „besser“ oder „schlechter“ ein - es kommt immer auf die Kombination von allem an. Patentrezepte taugen nie!

Das gesamte (Schul-)System ist doch krank

Es ist sicherlich zu begrüßen, wenn ein Teil unserer Steuergelder für die jetzt aufgefallenen Defizite im Bildungswesen eingesetzt werden. Sinnvoll wäre es sicherlich, dieses Geld dafür einzusetzen, dass alle Schulen technisch so ausgestattet werden, dass jedem Schüler mindestens ein aktuelles Tablet zur Verfügung gestellt werden kann, damit Homeschooling nicht mit dem Smartphone des Vaters stattfinden muss. Aber sind wir doch mal ehrlich: Schulen und Kitas werden derzeit doch nur deswegen mit aller Gewalt offen gehalten, da sie heutzutage hauptsächlich Kinderverwahr- und Erziehungsanstalten sind/sein sollen, weil die Eltern meistens auf beide Einkommen angewiesen sind. DAS ist die Krankheit des Systems. Hätte man von staatlicher Seite das Virus bereits im letzten Herbst mit einem richtigen Shutdown - der nun, auch "dank" steigender Infektionen bei Kindern und Jugendlichen, sicher sehr bald umgesetzt werden muss - mutig bekämpft, wäre bestimmt viel Leid und Sorge erspart geblieben...

@VictorJara, 08:35

„Ursachen sind doch vor allem in der enormen Kluft zwischen Arm und Reich zu suchen , Letztlich nimmt diese immer weiter zu . Der Staat hat es nicht einmal für nötig gehalten ,allen Kindern einen Computer zu stellen ,oder dafür zu sorgen das alle einen Zugang zum Internet bekommen“

Da haben Sie Recht. Freier Zugang zum Internet und zu Informationen müsste heute ein Menschenrecht sein. Man kann schon von Glück im Unglück reden, dass diese Pandemie ins digitale Zeitalter fällt. Sonst wären die Kinder und Jugendlichen (die ja allesamt „Digital Natives“ sind) noch übler dran als ohnehin schon.

Sie brauchen allerdings dringend auch ihnen zugewandte, für ihre Interessen (der der Kinder und Jugendlichen) kämpfende persönliche (und fachkundige) Anleitung, damit sie sich nicht in den unzähligen „Fallstricken“ des WWW verheddern.

@frische Unterhose

Schon mal dran gedacht, dass ihr Kern der höheren Bildung nicht gerade die Schüler betrifft, die die geplante Nachhilfe benötigen. Es wird dabei nicht darum gehen verkannten Genies ihr verlorenes Jahr an Bildung zurückzugeben, sondern eher die Kids zu fördern, die vorher schon Probleme hatten. Da ist es für viele wichtiger einen Dreisatz perfekt zu beherrschen und die Rechtschreibung/ Grammatik der deutschen Sprache- Kurvendiskussionen und Naturlyrik sind nicht für jeden überlebenswichtig.
Viele Kinder haben aber zuhause nicht mal jemanden, der ihnen Bruchrechnen und Rationale Zahlen erklären kann und da gibt es den Förderbedarf um diese Lücken zu schließen.
Sie möchten in 10 Jahren bestimmt auch nicht von einer Krankenschwester geimpft werden, die nicht weiß wieviel 1/6 Impfstoff+ 2/3 Kochsalzlösung ist und die, die den Kern der höheren Bildung haben, werden sie nicht impfen oder ihnen das Wechselgeld an der Kasse rausgeben- dennoch sind sie für uns unersätzlich.

andererseits

Ihnen ist doch auch klar das unser Schulsystem mitverantwortlich für die sozialen Verwerfungen in unserer Gesellschaft ist . Da gibt es viele Fragen die zu bearbeiten wären . z.b. Die Bewertungen die Schüler schon ab der fünften Klasse einteilt . Letztlich beruht meine Argumentation auf der Tatsache ,das Heute wieder die soziale Herkunft entscheidet ,welche Möglichkeiten für unsere Kinder offen stehen . Dies belegen die Zahlen eindeutig . Gerade in der Corona -Zeit wurden wieder Möglichkeiten versäumt für mehr Lerngerechtigkeit zu sorgen . Computer sind da nur ein Merkmal , die der Staat versäumt hat den Kindern zukommen zu lassen, die keine besitzen .

Gerade die Abschlussklassen

Gerade die Abschlussklassen haben sehr viele Wochenstunden Unterricht konzentriert auf 5 Tage, Freizeitaktivitäten wie Sport, Musik oder einfach mal chillen finden kaum Platz. Wo sollen da noch 4 zusätzliche Stunden Nachhilfe untergebracht werden?
Auch in der Schule ist das Motto "viel hilft viel"
fehl am Platze.
Berlin will den Schülern ermöglichen, freiwillig ein Schuljahr zu wiederholen. Mal schauen, wie viele das Angebot annehmen werden, mal schauen, ob das angesichts des Lehrermangels zu bewältigen ist.

Es ist viel Geld

vorhanden, und spielt anscheinend keine Rolle mehr. Ich bin ja sehr verbunden mit der Schule, weil ich lange an einer gearbeitet habe bis zur Rente.
Die Vorstellung über Schule, ist bei einigen hier, sehr eigenartig, haben wahrscheinlich lange keine mehr gesehen.
Welche Gruppe von Schülern hängt den hinterher, das müsste erst mal geprüft werden, die Aussage ist zu pauschal, und kann ich im privaten Umfeld auch nicht feststellen.
Wenn es 1,5 Milliarden gibt, wird auch jemand geben der das Geld haben will, entsteht ganz schnell was neues, da brauch sich niemand Gedanken darüber machen, über den Nutzen dann schon eher.

Und eine Diskussion über die innere Geometrie von Flächen und Satz des Thales, ist auch nicht Zielführend, die wenigsten Menschen brauch das zum arbeiten oder sonst im späteren Leben.
Bis auf auf paar Spezialisten wo es zum Arbeitsumfang gehört.
Einige Menschen werden auch noch zum Arbeiten benötigt, es werden nämlich Waren exportiert in alle Welt.

Ferien verkürzen? Schuljahr wiederholen?

Die Ferien zu verkürzen ist keine Option. Schülerinnen und Schüler brauchen diese Zeit, um ihre Akkus wieder aufzuladen. Was möglich gewesen wäre, wäre eine Verschiebung gewesen: man hätte die Sommerferien vorziehen können, meinetwegen 1. März bis 15. April, um dann im Sommer, wenn wieder normaler Schulbetrieb möglich ist, nur zwei Wochen Ferien vor dem nächsten Schuljahr zu geben.
Aber das kollidiert dann mit außerschulischen Aspekten.

Das Schuljahr zu wiederholen ist keine Option. Zum einen wäre es rein rechnerisch Unsinn, ein komplettes Jahr zu wiederholen, weil ein Drittel des Schuljahres per Fernunterricht erteilt werden musste. Und zum anderen würde man die SuS bestrafen, die das homeschooling zwischen Weihnachten und Ostern ernstgenommen haben und sich Mühe gegeben haben - und das sind die allermeisten.
_

@09:10 von Tinus

Da sehen Sie mal, dass die Tagesschau auch für Nachhilfe sorgt.

@ baroso59

Ich weiß noch nicht mal, was der Satz des Thales ist und habe mich trotzdem bisher ganz gut durchs Leben manövriert.

Sie zeichnen im Garten eine gerade Linie und markieren einen Punkt M auf Ihr. Jetzt zeichnen Sie (mit einen Pflock und einem Seil) einen Halbkreis um M, der die Linie in den beiden Punkten A und B schneidet.
Mit jedem Punkt C auf der Halbkreislinie erhalten Sie dann ein rechtwinkliges Dreieck ABC mit rechtem Winkel bei C.
Nicht schwer und mindestens 2500 Jahre alt.
Und den Beweis kapieren Kinder in der 7. Klasse auch sofort.

@ wega

Das geht alleine schon deshalb nicht, weil die Schulen dann eine Jahrgangsstufe zusätzlich versorgen müssten. Weder verfügen die Schulen dafür über ausreichend Räumlichkeiten noch Lehrpersonal, um das irgendwie bewerkstelligen zu können.

Und ja: die Regierung könnte müsste hätte entsprechend die Kapazitäten ausbauen müssen. Problem ist: Die Regierung könnte hätte müsste im Bildungsbereich schon seit 20... 30 ... ach was, machen wir 40 Jahren daraus! ...mal was machen müssen, angefangen bei der Instandhaltung der maroden Bausubstanz bis hin zur Digitalisierung. Aber weil sich nunmal Bildung nicht unmittelbar in bare Münze umsetzen lässt, sondern eine langfristige Strategie wäre, hat man stattdessen lieber Geschenke an die Industrie und Wirtschaft verteilt und unsere Kinder im internationalen Vergleich dadurch zu "Bildungsverlierern" werden lassen.

um 09:56 von draufguckerin

Sie haben damit die Hauptursache angesprochen, warum Kinder aus den sogenannten "bildungsfernen Schichten" in der Schule dann auch selbst im statistischen Mittel schlechter abschneiden. Wenn ich meinem Kind vermittle, dass man dieses Thema oder jenes Fach "sowieso nie wieder braucht", dann kommen beim Kind natürlich entsprechende Noten raus.
_

08:35 von VictorJara

>> Der Staat hat es nicht einmal für nötig gehalten ,allen Kindern einen Computer zu stellen ,oder dafür zu sorgen das alle einen Zugang zum Internet bekommen
<<

Für die Bildung sind einzig und allein die jeweiligen Länder zuständig. Der Staat kann nicht mehr tun, als die Gelder dafür bereitzustellen. Das ist m.W. für Tablets und/oder Laptops geschehen. Die Länder müssen es nur abheben und dafür Sorge leisten, dass die Dinger auch überall funktionieren. Wir haben kein einheitliches, sondern ein föderales Bildungssystem, in denen noch nicht mal ein einheitliches Lernprogramm vorliegt. (Was an den jährl. PISA-Noten der einzelnen Länder gut sichtbar ist.) Es ist also nicht alles Sache des Staates, wie Sie gern schreiben.

Re : VictorJara !

Grundsätzlich ist gegen ein soziales, friedliches und emphatischem Miteinander nichts ein zu wenden. Nur zeigt doch schon die Erfahrung, dass selbst nach dem zweiten Weltkrieg beim Wiederaufbau der BRD etliche rücksichtslose Egoisten ihre Geschäfte auf dem Rücken der Allgemeinheit tätigten, und diese Tendenz sich immer mehr verschlimmerte. Es wurde immer mehr zum Volkssport, wer ist egoistischer, rücksichtsloser, grausamer, wer ist stärker, und wer der Loser. Auch haben viele verlernt, sich auf Neues ein zu lassen, kriegen schon Panik, die oft in Wut und Hass umschlägt, wenn ein "Fremder" gesehen wird. Und es haben sich spezielle Blasen gebildet, in denen nur bestimmte Personen ihre Welt der Gier und Habsucht ausleben, oder vielen Menschen immer mehr vorlügen, versprechen und nichts halten. Ein Miteinander sollte für Ehrlichkeit, Offenheit, Mitgefühl und Füreinander stehen, nicht jeder gegen jeden, wie es immer mehr üblich ist. Leider aber geht es bei vielen nur noch um den Protz !

Für viele Eltern eine Erleichterung

Was spricht dagegen, die Schulen in diesen Sommerferien offen zu lassen?
Viele Eltern haben über das Homeschooling geklagt, mussten ihr Arbeitspensum reduzieren, um ihre Kinder zu beaufsichtigen und zu unterstützen. Gemeinsame Sommerferien fallen sowieso bei vielen Familien flach, nicht nur in diesem Jahr.
Wie soll man das machen: Mit zwei Personen hat man gerade mal 2x4 Wochen Urlaub. Wenn man noch in Partnerschaft lebt und einen kooperativen Arbeitgeber hat, kann man damit insgesamt 8 Wochen überbrücken. Die Gesamtzeit an Schulferien sind aber ca 12 Wochen. Wohin mit den Kindern in den verbleibenden 4 Wochen?
Da bleiben für einige Oma und Opa, die anderen müssen unbezahlten Urlaub nehmen, Überstunden abfeiern oder haben tierischen Stress.

Viele Eltern wären sicherlich froh, wenn ihre Kinder auch in den Ferien ihr Wissen vertiefen könnten und spielerisch in der Schule lernen dürften, d.h. Sport- , Schwimm-, Koch-, Werk- und Kunstunterricht bekämen.

re 09:56 draufguckerin: Vorbilder

>>Aber haben Sie sich schon einmal überlegt, wie es Kindern geht, deren Eltern zu Hause ständig über "die Lehrer" herziehen?<<

Heute finde ich wieder besonders schade, dass dieser Kommentarbereich nun noch tiefer „versteckt“ wurde. Ihrem Kommentar würde ich jedenfalls eine erheblich größere Reichweite wünschen!

Wirklich hervorragend auf den - wunden - Punkt gebracht und gleichzeitig einen - eigentlich - so leichten Ausweg aus dem Schlamassel geboten!

Unbedingt weiternachen!

Nachhilfe

Während der Schulschließung habe ich einem zehnjährigen Kind Nachhilfe in Chemie und Physik gegeben. Was die Lehrer hier ablieferten hat mich doch sehr erschrocken. 14-tägig ging eine E-Mail mit Angabe der Seiten im Lehrbuch oder mit Seiten eines Buches als pdf-Datei an die Eltern, begleitet mit Aufgaben.
Eine Aufgabe in Chemie bestand darin eine Grafik im Lehrbuch abzumalen.
Die gestellten Aufgaben in Physik konnten aus den begleitenden PDF – Dateien nicht beantwortet werden und waren so schwierig, dass Eltern ohne profunde naturwissenschaftliche Kenntnisse hier auch nicht helfen konnten. Nochmal zur Wiederholung: das Kind ist zehn Jahre alt. Noch Fragen?

08:43 von Kurt Meier

>>Ich bin dafür, das aktuelle Schuljahr komplett ausfallen zu lassen. Dann sind die Schüler alle ein Jahr älter, wenn sie von der Schule abgehen. Das ist doch nicht schlimm.
<<

Das Gebrüll der Eltern wäre dann sehr, sehr laut zu hören...

um 09:48 von Egleichhmalf

" @8:34 von free Nawalny
„Räume, nichtlineare Differentialgleichungen, Differentialgeometrie. Welcher deutsche Schüler kennt heute noch das Theorema Egregium von Gauß?“

Um Ihre letzte Frage zu beantworten: ich. Auch weil ich diese Teilgebiete der Mathematik an einer großen deutschen Universität lehre. ... Mir ist eher gerade der Eindruck entstanden, dass Sie die Gelegenheit nutzen, um allen deutlich zu machen, was für komplizierte Dinge Sie können oder zumindest, was für komplizierte Schlagworte Sie beherrschen... "

so wirkte es auf mich auch ...

... aber, da Sie, @ Egleichhmalf, Ihren Hintergrund kurz einfließen lassen - ich muß mich entschuldigen - ich hatte Ihren Namen immer als "Leger -sprech" interpretiert, so im Sinne - ehh - (was ) gleich mal (p)hfffh - da lag ich völlig daneben - so sorry :-)

09:56 von draufguckerin

«Aber haben Sie sich schon einmal überlegt, wie es Kindern geht, deren Eltern zu Hause ständig über "die Lehrer" herziehen?
Für Kinder kann das ein Konflikt sein: Kann/darf ich in der Schule gut und gerne mitarbeiten, wenn meine Eltern den Lehrer verachten? Wenn ich als Kind gerne lerne und gute Leistungen habe, stelle ich mich dann gegen meine Eltern?»

Nur ganz besonders ignorante und dumme Eltern werden die Lehrer ihrer Kinder "verachten", wenn die Kinder gerne lernen, und dazu noch solche Schulnoten "mit nach Hause bringen", die für Eltern (weit) jenseits von Besorgnis sind.

Happy child … happy family life.

Keine Sorgen ums Lernen, und für Eltern sich dann zusätzlich drum kümmern zu müssen. Wirkt äußerst theoretisch konstruiert mit Kindern, die gerne lernen, und Eltern, die das nicht wollen würden, weil Eltern Lehrer doof finden. Corona ändert daran nur durch dessen Existenz auch nichts.

Zum Erwachsensein gehört, eigene miese Erfahrungen von evtl. mit Lehrern zu beerdigen.

@ 09:48 von nie wieder spd

Lernen ist ein dialogischer Prozess und ein kommunikatives Geschehen. Vor der Glotze sitzen kann eine nette kleine Ergänzung sein, den Bildungsauftrag von Schule - und Gesellschaft - kann das nicht mal im Ansatz ersetzen.

Koenig

Erstens sollte niemand gezwungen werden soviel arbeiten zu müssen ,
Zweitens ist es ungerecht wenn die einen sich anmaßen, soviel arbeiten zu dürfen, währenddessen die anderen gar keine Arbeit haben. Das gibt dem der viel Arbeitet noch lange nicht das Recht denen die diese Möglichkeit nicht haben in die Armut zu schicken . Ich bin fest davon überzeugt das wir um den sozialen wie auch intellektuellen Frieden wieder herzustellen an eine neu Orientierung in der Gesellschaft nicht vorbei kommen , anders ist Solidarität nicht zu denken . Noch nie war dies so deutlich wie in diese Pandemie . Ein Festhalten am Gestern wird zu immer mehr Ungerechtigkeit führen . Nicht um sonst fordere ich endlich eine angemessene Anerkennung die die Solidarität stärkt . Natürlich bedingt dies eine Neubewertung der Umstände ,die sich permanent und auch durchaus radikal z. b. Pandemie und Klimawandel mehr als deutlich abbilden . Ich fordere nicht mehr als eine solidarische Evolution für unsere Kinder

@Egleichhmalf - systemisches Problem

09:48 von Egleichhmalf:
"Ansonsten stimme ich mit Ihnen aber überein, dass die mathematischen Kenntnisse der Abiturienten immer mehr abnehmen und oft nur noch maximal aus Schlagworten bestehen - was aber mit Corona nichts zu tun hat."

Das kann ich nur bestätigen. Ob Bruchrechnung, Variablen oder Gleichungen - solche Grundlagen fehlen vielen Schülern. Selbst 1 mal 10 wird in den Taschenrechner eingegeben. Diese Probleme bestehen seit Jahren. Durch Corona werden sie weiter verschärft, aber die Ursache liegt woanders.

Ich vermute, dass Kinder das kreative Spielen verlernt haben und vom jederzeit verfügbaren Smartphone auf stumpfen Konsum getrimmt werden. Wer in der Freizeit keine Gelegenheit zum Denken bekommt, kann es auch nicht in der Schule.

@Schabernack, 9.55 Uhr

Ich stimme Ihnen voll und ganz zu. Scheint, ich habe den Kern meiner Kritik nicht gut ausgedrückt.

Es gibt sehr, sehr viele, die gut Nachhilfe geben können, viele tun es, viele könnten es. Unbürokratisch und effektiv.

Nur erwarte ich, dass gerade diejenigen nichts von der Milliarde sehen werden. Formalismus und Bürokratie werden große Teile der Milliarde verbrennen, und das finde ich mehr als schade.

Dieser bürokratische Formalismus verbrennt generell seit Jahren immer mehr Geld, auf Kosten von Wohlstand, Flexibilität und Tempo. Im allgemeinen Wirtschaftsleben kann man das noch als nervig bezeichnen. Bei Corona kostet es Menschenleben, verlängert Lockdownzeiten und sorgt für bleibende Schäden.

@ frische Unterhose

"Können Sie das [Anm.: Die Kluft zwischen arm und reich] belegen? "

Meinen Sie das jetzt im Ernst???

www.der-paritaetische.de
www.armuts-und-reichtumsbericht.de
www.wikipedia.de
www.tagesschau.de
www.sueddeutsche.de
www.paritaet-bw.de
www.muenchen.de
www.sozialpolitik-aktuell.de
www.evangelisch.de
www.brot-fuer-die-Welt.de
www.save-society.org
www.landkreis-peine.de (kein Scherz!)
www.zeit.de
www.welt.de

Ach, egal!

Ich vergaß: sie akzeptieren nur einen Armutsbericht, der von PricewaterhouseCooper oder McKinsey authentifiziert worden ist.

@free Nawalny : Russland und Deutschland nicht vergleichbar

Selbst Bundesländer können Sie in Bezug auf Ziele und Inhalte des Mathe Unterrichts kaum vergleichen (Bayern und NRW zB).

In Russland gibt es eine Einheitsschule, in Deutschland spielt dagegen Selektion der Schüler nach Leistungen eine große Rolle. Überhaupt gibt es in Russland die „Leistungsschule“ deutscher Prägung nicht.

Ihr Vater ist offenbar auf eine Spezialschule für Mathematik gegangen. So etwas gibt es wiederum in Deutschland nicht.

In NRW ist die Uni Bonn, mit den wohl aktuell besten deutschen Mathematikern, manche davon in NRW zur Schule gegangen. Aber in NRW kann man Mathe in der Oberstufe abwählen!

Wer aber kann und will kann im Gymnasium in NRW Mathe auf hohem Niveau genießen. Anders als in Bayern, wo man andernfalls befürchtet die Mittel- und Realschulen zumachen zu müssen (wie zT bereits in NRW), versucht man in NRW „bedarfsgerecht“ zu unterrichten: ein Arzt braucht keine Kurvendiskussion, ein Ingenieur kein Gedicht zu analysieren.

09:56 von draufguckerin

Ihrem Kommentar möchte ich mich anschließen. Gruß

Re : Orgamix !

Sicher gibt es keine soziale Gerechtigkeit, und nicht jedes Kind ist so intelligent und begabt, in sehr hohe Sphären zu kommen. Trotzdem sollte sehr wohl versucht werden, die Chancen für alle zu erhöhen. Jedes einzelne Kind sollte sehr wohl so gefördert werden, wie es bei diesem möglich ist, dann ist schon eine gewisse Gleichbehandlung da.
Nur genau da ist ein großes Defizit, weil so manche Kinder eben diese Chancen nicht erhalten, da die Eltern in den meisten Fällen nicht das Geld dazu haben, oder sich nicht so um die Kinder kümmern, wie es sein sollte. Dazu sind die Menschen einfach unterschiedlich. Das sollte aber in den Schulen kein Hindernis sein, auch nicht der Politik, trotzdem alles zu unternehmen, die Chancen allen zu geben und ermöglichen.
Solange aber in etlichen BL jeder seine eigene Suppe kocht, aber nicht für gleiche Rahmenbedingungen sorgt, das Ganze zu einem Wettbewerb verkommt, werden viele Chancen schamlos vertan, aus purem Egoismus und Eitelkeit !

um 10:06 von teachers voice

>>
Könnte - müsste aber nicht! Es geht nicht um die Technik - es geht um die Begeisterung, wie schon geschrieben wurde. Und Sie glauben doch nicht, dass man als Lehrer „begeistern“ könnte, in dem man Videos zeigt.
<<

Ich weiß nicht genau, wie man heute lehrt. Aber meinen kompletten Geschichtsunterricht hätte man heute durch phoenix-Dokus ersetzen können: Spannender, begeisternder und viel nachhaltiger im Lerneffekt. Und da werden dann sogar Dinge vermittelt, die aus neuen Entdeckungen und Erkennnissen enstehen.

@rr2015, 09:58

„Erst Erhebung zu Ende des Schuljahres?
Jeder Lehrer kennt die schwächen seiner Schüler und kann gezielt sagen wer wie gefördert werden kann“

Dazu Ihre Frage im Betreff „Warum nicht sofort?“

Wahrscheinlich, weil in den Institutionen der staatlichen „Verwaltungsstrukturen“ sehr viele Arbeitnehmer „beschäftigt“ sind, die also einen erheblichen Beitrag zum „Bruttosozialprodukt“ leisten. Und weil diese Strukturen (gemeinhin „Behörden“ genannt) der wichtigste Stützpfeiler der Staatsmacht sind.

@ schabernack um 9.55 Uhr, Zustimmung

"Es ist ohne jeden Sinn, nun wieder was anderes mies zu schreiben, bevor das überhaupt begann. Fast jeder kennt im persönlichen Umfeld Familien mit Kindern, die Unterstützung sehr gebrauchen können. Außerdem gibt es viele Menschen, die sich auch ohne Lehramtsstudium mit Nachhilfe betätigen."
Richtig. Einer meiner Verwandten, ein Ingenieur in Rente, gibt z.B. Nachhilfe in Mathe und Physik für ältere SchülerInnen und Studierende. Er ist sehr gefragt, also vermutlich erfolgreich. Andere arbeiten ehrenamtlich als Lesehelfer, sie lesen vor, aber meistens hören sie nur geduldig zu. Das allein hilft schon.

Zudem könnten engagierte LehrerInnen auch als Multiplikatoren ihre pädagogische Kompetenz und ihr Fachwissen an interessierte NachhilfelehrerInnen, LehramtsstudentInnen und SchülerInnen vermitteln. Dadurch könnten die Behörden die Qualität verbessern und hätten zugleich eine gewisse Aufsicht über das Geschehen.

08:51 von frische Unterhose

>> "Ursachen sind doch vor allem in der enormen Kluft zwischen Arm und Reich zu suchen , Letztlich nimmt diese immer weiter zu ."

Können Sie das belegen?
<<

Das ist noch nicht bei Ihnen angekommen? Ein Thema, das seit Jahren schon die Öffentlichkeit, Eltern und Medien beschäftigt. Wenn Sie sich regelmäßig umhören, (eigene Kinder schließe ich in diesem Fall mal aus), wüssten Sie von der Misere.

Seit vielen Jahren wurde das

Seit vielen Jahren wurde das Bildungssystem nivelliert, um jeden mitnehmen zu können; das Prüfungsniveau wurde herabgesenkt, die Zahl der Einserabiturienten stieg.

Betriebe müssen Eignungstests vornehmen, um die geistige, sittliche und soziale Reife zu prüfen. Schnellkurse müssen den Auszubildenden die Grundrechenarten oder Tugenden beibringen, was in 9 oder mehr Jahren Schule versäumt wurde, um überhaupt Ausbildungsreife zu erhalten

Und jetzt spendiert Frau Karliczek gönnerhaft eine Milliarde für die Versäumnisse, die sie und ihre Bildungsminister-Vorgänger eingebrockt haben mit dem Grund Corona!

Zweifelsohne ist dies ein Grund, aber nicht die Hauptursache der gesamten Misere.

09:06 von schabernack

Wunderbarer und richtiger Kommentar von ihnen. Vielen Dank!

PS. Spielerisch lernen war auch ein Schwerpunkt von Frau Vera Birkenbihl. (auf yt zu sehen)

Davon ist das deutsche Bildungssystem sehr weit entfernt.

@free Nawalny 08:39: Studienräte

Also, dass nur schlechte Mathematiker in den Schuldienst gehen würden , dass stimmt nicht. Allgemein ist es heute aber selten geworden (in allen Fächern), dass Lehrer promoviert sind.

Ein Studienrat verdient übrigens sehr gut. Das gilt für viele verbeamtete Berufe. Es ist ein verbreiteter Irrtum in Deutschland, dass man nur in der Wirtschaft richtig gut verdient.

Mathematiker haben auch oft das Problem das sie nicht die große Auswahl haben, was sie in der Wirtschaft machen können.

Meistens arbeiten Mathematiker in der Finanzbranche. Entweder in Versicherungen, aber auch sehr viel in Banken und spezialisierten Unternehmensberatungen wo mathematische Verfahren des Risikocontrollings oder des Asset Managements zur Anwendung kommen.

Wer das nicht mag und nicht an der Uni bleiben kann, muss umsatteln, zB als Programmierer etc.

@ VictorJara

"Letztlich beruht meine Argumentation auf der Tatsache ,das Heute wieder die soziale Herkunft entscheidet..."

Das ist falsch: Es wird bereits seit über 40 Jahren darüber diskutiert, dass das deutsche Bildungssystem mit für die Misere verantwortlich ist, dass sich die Schere zwischen soziale Benachteiligten und Priviligierten unaufhaltsam öffnet. Es ist also kein "neues" Phänomen, noch ist es "wieder" aktuell. Es war schon immer aktuell und da!

Indes: Eine Lösung wurde seit Anbeginn dieser Diskussion von den traditionalistischen C-Parteien und der FDP bis heute blockiert, die gerade im Bildungssystem bedingt unseren Erfolg als Exportnation zementiert sehen und daher fürchten, dass jedwede Veränderung im Bildungssystem diesen Status gefährden würde. ...und nehmen bewusst die Kollateralschäden in Kauf, die damit einhergehen.

@ nie wieder YouTube

Was die Für die meisten Fächer gibt es allerdings bei YouTube Videos, die allen „schlechten“ Lehrern die Schamesröte ins Gesicht treiben müßte.

Meist treibt es einem aber die Zornesröte ins Gesicht, wenn man sich etwas auskennt. Und Schüler haben kaum eine Chance, Qualität von Quatsch zu unterscheiden, die dort seelenruhig nebeneinander stehen.

Computer an die Macht

Nur als Einwurf: Wenn Mathematik die mit Abstand wichtigste aller Wissenschaften wäre, können wir das Denken doch beruhigt den Computern überlassen.

Mathematik ist eine Logikwissenschaft und eine universelle Sprache, in der z.B. die Physik ausgedrückt werden kann. Aber den schlechten Ruf dieses Faches haben Mathematiker und Mathelehrer selbst verursacht - auch, indem sie sich gerne für wichtiger und besser halten als alle anderen. Stattdessen sollten sie ihre Begeisterung und Faszination für das Fach zeigen und vermitteln, aber das gelingt auch den matheeaffinen Foristen nicht. Stattdessen Arroganz und Empathielosigkeit, beides nicht für eine gelungene Bildung sprechend.
Aber dies muss sich nicht ausschließen, scheint aber bei viel zu vielen Matheeaffinen der Fall zu sein. Diese können oft sehr abstrakt denken, haben aber oft deutliche Probleme mit der Multikausalität und Komplexität.

@Mike65 - Die Probleme der Eltern färben ab.

10:06 von Mike65:
"Aber sind wir doch mal ehrlich: Schulen und Kitas werden derzeit doch nur deswegen mit aller Gewalt offen gehalten, da sie heutzutage hauptsächlich Kinderverwahr- und Erziehungsanstalten sind/sein sollen, weil die Eltern meistens auf beide Einkommen angewiesen sind. DAS ist die Krankheit des Systems."

In der DDR waren Kinder ganztägig in der Betreuung, weil beide Elternteile voll arbeiten gingen. Das Bildungssystem war unserem trotzdem überlegen. Die Ursache muss also woanders liegen.

Heute machen ungeregelten Arbeitszeiten oder soziale Probleme den Eltern das Leben schwer. Solche Probleme färben auf die Kinder ab und sind weder vom Lehrer, noch von den Eltern zu lösen. Sozialarbeiter werden leider erst dann aktiv, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Für die eigentlich viel sinnvollere Prävention fehlen die Kapazitäten.

Re : VictorJara !

Solange es dem Staat grundsätzlich egal ist, dass Milliarden an Steuern von einigen gestohlen, verschleiert, versteckt und in Steuerparadiese geschleust werden, wird es keine Gerechtigkeit geben. Es wäre genügend Geld für Laptops für alle Kinder da, nur bis jede Hanswurst seinen Segen in den einzelnen Behörden gibt, vergehen Jahre. Dann kommt noch der unsägliche Umgang mit den Ärmsten im Land, da sind 25 Euro im Monat mehr für die Hartz4`ler schon ein Zankapfel in der Politik. Da fängt schon eine unverschämte Würdelosigkeit an, die sich immer weiter fortsetzt, in dem man die jetzigen Hilfen für die Schließungen ins Unerträgliche verzögert, bis noch mehr pleite sind, aber vielen Betrügern freien Lauf lässt. Und leider haben die meist uralten Damen und Herren total vergessen, wie ein Kind sich fühlt, wenn es nicht mehr spielen und lernen kann, wie es dieses so kann und braucht. Das ist eine grassierende Amnesie der Alten geschuldet, die nicht mal mehr eine Ahnung haben !

@free Nawalny, 08:44 Uhr

Da wird immer beklagt, dass Deutschland zu bürökratisch und unflexibel sei. Und nun wird ein vernünftiger Vorschlag entwickelt und schon melden sich die Bedenkenträger. Ich finde, dass dies zu einen eine gute idee ist, die zum anderen aber auch umsetzbar sein könnte. Es gibt genügend pensionierte Lehrer oder Studenten, auch private Internate könnten ggf. die vereinzelte, temporäre Aufnahme von Schülern prüfen. Wir brauchen ein klein wenig Mut und Pioniergeist, dann klappt das auch...!

Nettie

Natürlich haben sie Recht .Das Internet ist ja auch nur in Pandemiezeiten von so großer Bedeutung . Letztlich ist Lernen im spontanen Denken durch das Internet nicht zu ersetzen . Wir brauchen Kluge Frauen und kluge Männer deren Sinnhaftigkeit im Leben dadurch geprägt ist , mehr zu wollen als Geld und Macht . Diese braucht aber auch Anerkennung , und das sollte unseren Kindern verstärkt vermittelt werden . Machen wir uns doch nichts vor ohne ein solidarisches Miteinander wird diese Welt nicht zu retten sein .Gerade das haben die Kinder begriffen FFF zeigt dies mehr als deutlich wir müssen sie Lassen ,sie müssen das Recht haben ins tun zu kommen . Es ist ihre Zukunft unsere ist bald vorbei ,zumindest meine . Wir haben nicht das Recht ihnen diese Möglichkeit zu nehmen . Für mich ist gerade das FFF ein Zeichen von enormer Kreativität , das sind unsere Kinder , sie zeigen uns doch was sie wollen . Wir sollten ihnen helfen . Meine Hoffnung

Schuldige

..., ja aber die Lehrerinnen und Lehrer sind doch an allem Schuld.

"Faul und arbeitsscheu, unfähig und ständig nur im Urlaub."

Beschimpfen wir eigentlich auch die Rettungssanitäterinnen und -sanitäter und Notärztinnen und -ärzte, von denen wir in gesundheitlichen Krisensituationen Hilfe erwarten?

Respekt und Wertschätzung wären hier mal angebracht.

@ free Nawalny, um 08:39

Um ein guter Mathelehrer zu sein, muss dieser kein verkappter Einstein sein.

Er muss in der Lage sein, die Lernhürden und Verständnisprobleme seiner Schüler während des Unterrichtens zu erkennen, auf fachgerechte Weise zu beheben und dabei die Motivation der Schüler zu fördern .
Das ist nicht einfach.

Und da er erfolgreich ein Mathestudium und seine Referendarausbildung absolviert hat, kann er sicher auch Mathe...

Es ist der falsche Weg

Anstatt zu versuchen, die im Home-Schooling etwas abgehängten Schüler auf das Leistungsniveau der Klassenbesten zu „hieven“, wäre es besser, die Lehrpläne zu straffen, Leistungskontrollen zu streichen (anstatt, wie hier angedacht, weitere einzuführen).

Es geht so gut wie nichts verloren, wenn die Schüler in ihrer jetzigen Jahrgangsstufe nicht mehr „alles“ das wissen und können, was ihnen üblicherweise heute abverlangt wird.

In manchen Fächern müssen Schüler heutzutage bereits Lerninhalte verstehen, die man vor 40 Jahren noch ein bis zwei Jahrgangsstufen höher erst gefordert hat. Große Ausnahme: Mathematik.

Das Tempo und Arbeitspensum hat massiv angezogen.
International ist das keineswegs so!

Die bayerischen Absolventen sind auch weder intelligenter, noch besser bezahlt oder erfolgreicher im Beruf als Absolventen aus NRW.

Bayern sind auch nicht die besseren Wissenschaftler oder Ingenieure.
Führungskräfte kommen dort sogar nicht selten aus dem Ausland!

Zum eigentlichen Thema:

Zum eigentlichen Thema: Leider ist unser Bildungssystem zu starr, so dass Bildungslücken i.d.R. nur schuljahresweise aufgeholt werden können, obwohl sie vielleicht nur ein halbes Jahr betragen. An den hochdifferenzierenden Gesamtschulen geht dies eher als im dreigliedrigen Schulsystem, dass als Allheilmittel nur Quer- und Nichtversetzung kennt. Andere Länder (z.B. Kanada) sind dort viel weiter, indem verpasste Kenntnisse auch im folgenden Schuljahr nachgeholt werden können, ohne sitzenbleiben zu müssen. Die vorgeschlagenen Zusatzstunden könnten i.d.S. durchaus hilfreich sein.

1.000.000.000 €? Wow!

Ich schmeiße mich trotzdem gleich weg vor Lachen!
Die Antworten auf die deutsche Bildungsmisere wären schon lange vor Corona mehr LehrerInnen, bessere und modernere Ausstattung der Schulen gewesen.
Hat die Politik aber nicht gemacht.
Wenn Frau Karliczek jetzt denkt, diese Bildungsmisere anlässlich Corona mit einer Milliarde Euro übertünchen zu können, dann ist das frech.
Mit dieser lächerlichen Summe kommen wir aus der Schulmisere nie heraus.

@ teachers voice um 10.20 Uhr, danke

Ich nehme Ihren Kommentar als Kompliment und danke Ihnen dafür.
Ergänzend möchte ich noch anfügen: Die Probleme beim Homeschooling waren sicherlich zum Teil u.a. auf Zeitmangel und beengte Wohnverhältnisse der Eltern zurückzuführen. Wenn man aber weiß, womit erwachsene Menschen sonst ihre Zeit verbringen: Das kann nicht alles sein.

Ich vermute, bei vielen Eltern hat das Homeschooling schlechte Schulerfahrungen aufleben lassen und alte Ängste erweckt.
Eltern fühlten sich plötzlich wieder in der Situation des Schülers, sollten Leistungen bringen, die sie evtl. schon früher nicht beherrschten. Das löst natürlich Versagensängste, Stress und vielleicht auch Wut aus.

Was macht man? Man schiebt es auf andere: LehrerInnen, Schulbehörde, PolitikerInnen und wenn es ganz schlimm kommt auf seine Kinder.
Stress pur, Krach vorprogrammiert.
Nachhilfestunden in den Ferien sind die bessere Lösung.

@frische Unterhose

"@ Tada Das polnische Schulsystem gilt bei Polen als bürokratisch und ineffizient." Am 27. März 2021 um 09:41 von frische Unterhose

*

User "free Nawalny" hat von seinem Vater geschrieben, bei mir ist das auch schon Jahrzehnte her.

Was heute ist hat damit nichts zu tun.

Re : draufguckerin !

Sie haben es schon richtig geschrieben, wo es die größten Probleme gibt. Natürlich will jede(r arbeiten und Geld verdienen, um ein sicheres Auskommen zu haben. Nur hat sich alles zu einer für mich zu extremen Leistungsgesellschaft entwickelt, in der Kinder in etlichen Bereichen und Etagen nur als Ballast angesehen werden, irgend wie nebenher laufen sollen, am Besten sich unsichtbar machen um ja nicht Mama und Papa zu stören. Aber es sind nicht nur die Eltern, sondern auch extrem viele Chefs, die kein oder kaum Verständnis für Kinder haben, und auch kaum Möglichkeiten schaffen, dass beides unter einen Hut gebracht werden kann, Arbeit und Kinder, die für ihre Entwicklung die volle Aufmerksamkeit und Unterstützung benötigen. Da sollte ein großes Stück weit angesetzt werden, und man sollte von dem in vielen Bereichen zu kurzsichtigem Denken und Handeln weg kommen, nicht immer nur den "heutigen" riesen Gewinn sehen, sondern viel weiter denken in die Zukunft, für unsere Kinder.

@VictorJara 8:35

Danke!
Die strukturelle Problematik des gesellschaftlichen Ungleichgewichts und der grundsätzlichen jahrzehntelangen Vernachlässigung der Chancengleichheit im deutschen Schulwesen wird sich wahrscheinlich wieder in diesen Nachhilfestunden erschöpfen. Eine Maßnahme an der Oberfläche, die dann die betroffenen Schüler „obendrauf“ ableisten sollen.
Ein ganzheitlicher Ansatz ist das nicht.

Sabbatjahr

1945 gab es kaum Schulen und Lehrpersonal und ein großer Teil der Schüler und Schülerinnen waren völlig raus dem Regelvollzug der Bildung für einen tüchtig durchorganisierten, bis in die Faszien der Ökonomie rationalisierten Korpus der Wettbewerbsgesellschaft. Die brauchten kein Corona als Ausrede für sichtbaren Mangel an Strategien zur Überwindung von Krisen. Die waren einfach froh, bei Null anfangen zu können und nicht mehr in einem System gefangen zu sein, das durch Verwerten und Entwerten von Menschen
,,erfolgreich" war. Da gibt es Parallelen.

Was passiert denn, wenn auf der ganzen Welt die Luft angehalten werden muß und konstatiert, daß jetzt ein ganzes Jahr ,,ausfällt"? Compared to what? Außer China haben alle anderen Industrienationen ja wohl die gleichen Probleme. So kompliziert kann das also nicht sein und Sabbatjahre sollen gesund sein.

10:17 von draufguckerin

Was spricht dagegen, die Schulen in diesen Sommerferien offen zu lassen?
.
Nichts !
andererseits Kinder zu haben ist in unserer heutigen Zeit mit erheblichem Streß verbunden.
Nicht jedes Lebenskonzept eignet sich gleich gut dafür.
Wer hat heute schon noch ne Oma zu haus, wo die Kleinfamilie favorisiert wird.
Vater, Mutter, Kind, ist ja schon ein "Glücksfall"
Dann sollte man abklären, in wie weit Lehrer bereit sind in "ihren" Ferien zu arbeiten.
Also wenn ich mich zurück erinnere, da war so gut wie kein Lehrer krank
entweder waren die alle so zäh, oder die hatten eine andere Einstellung
Allein wenn ich die Klasse meiner Tochter so betrachte,
aktuell ist die 3. Physik Lehrerin wegen Schwangerschaft ausgefallen
Auch ein Kind hat Anspruch auf einen geordneten Unterricht
Wenn natürlich eine andere Priorisierung besteht , einer bleibt immer auf der Strecke

Mathe wird in allen Bundesländern im Abitur verlangt.

@10:26 von Möbius
Oder hat sich da gerade etwas geändert?
Sogar ein Aufgaben-Pool wird von allen Ländern erstellt. In Bayern gab es dann sogar eine Petition gegen die Mathe-Aufgaben. Das Kultusministerium hatte offensichtlich zwar Aufgaben aus dem Pool genommen, aber durch die "Verpackung" im Text zusätzlich versehentlich (?) erschwert.

@ schabernack, um 10:23

re @ 09:56 von Draufguckerin

Ich kann Ihrer beiden Kommentare nur unterstreichen.

Mit dem "Ansehen des Lehrers" ist das nicht viel anders wie bei vielen anderen Berufen.
Weil mich ein Polizist geblitzt hat, hat "die Polizei" nichts Wichtigeres zu tun...
Weil Spahn falsche Entscheidungen traf, "muss die Regierung weg" usw.

Die eigene Erfahrung ist kein allgemein gültiger Maßstab, wird aber gerne angelegt...

Bildungsideal ist schief geworden

Heute spielt die Kontrolle und staatsbürgerliche Erziehung zur Konformität eine übergroße Rolle in deutschen Schulen.

Dazu kommt die irrige Annahme, Schüler müssten bereits ab der Grundschule mit dem „wissenschaftlichen Fortschritt“ und dem hohen Spezialisierungsniveau der deutschen arbeitsteiligen Wirtschaft mithalten.

So gibt es zB Bestrebungen etwa zugunsten der „Software Entwicklung“ auf das Erlernen der Schreibschrift zu verzichten.

Dahinter steht der Irrglaube, dass die Menschen immer intelligenter würden. Es gibt unter Intelligenzforschern aber eine wachsende Gemeinde, die das in Zweifel ziehen, vor allem aufgrund des Verlusts manueller und anschaulicher Fertigkeiten.

Ein IQ von 100 (also Durchschnitt) heute war vor 100 Jahren etwa nur 95 „wert“ gewesen.

Am 27. März 2021 um 08:35 von VictorJara

Ursachen sind doch vor allem in der enormen Kluft zwischen Arm und Reich zu suchen , Letztlich nimmt diese immer weiter zu . Der Staat hat es nicht einmal für nötig gehalten ,allen Kindern einen Computer zu stellen ,oder dafür zu sorgen das alle einen Zugang zum Internet bekommen .
_______
"Der Staat" hat Tablets zur Verfügung gestellt bzw. das Geld bereitgestellt. Die Länder brauchten es nur abrufen. Wenn selbst das zuviel ist, naja. Sie kommen hier mit Forderungen um die Ecke, was der Staat alles können und machen bzw. lassen muss. Eine linke Gesinnung und Geisteshaltung kann man ja haben, mich würde dann immer nur allzu gerne mal Beispiele genannt bekommen, wo es SO oder wenigsten SO ÄHNLICH läuft und funktioniert und zwar real nicht anhand irgendwelcher ideologischer Meinungen und Studien. Einfach Forderungen und Wünsche in den Raum zu stellen, ist nicht schwer.

@free Nawalny:

Viel eher fehlt diesen guten Mathematikerinnen und Mathematikern ganz einfach die Lehrbefähigung. -

10:26 von Möbius

ein Arzt braucht keine Kurvendiskussion, ein Ingenieur kein Gedicht zu analysieren.
.
aber auch keine Fachidioten !
Ein Abitur ist eben die Voraussetzung für ein Studium
Für nen Chemiker, Juristen, Volkswirtschaftler oder ... Theologen
Wollen sie also ein spezielles Abitur haben ?

@ 10:26 von RoyalTramp

... und man könnte ergänzen:
www.misereor.de
www.taz.de
www.faz.net (ja, auch die berichten über die "Armutsschere")
...
Es liegt nicht daran, dass es keine Informationen dazu gäbe, die leicht zur Verfügung stehen: Es ist eine Frage der Weigerung, das wahrnehmen zu wollen.

09:10 von Tinus

>>Wußte gar nicht, ...
... dass es Frau Karliczek überhaupt noch gibt?
<<

Und ich weiß gar nicht, wozu es diese Person eigentlich noch gibt. Da sind die Bildungsminister*innen der Länder, die eigentlich das Heft in der Hand halten, und dann gibt es die Kulturminister*innen, die den Ablauf deichseln (so wie in diesem Jahr: Schule auf oder Schule zu?) Die Gelder für Bildung und Forschung bereit stellen kann auch ein Finanzminister... viel zu sehen oder zu hören ist Frau Karliczek ja nun wirklich nicht.

@10:21 von Ritchi

Während der Schulschließung habe ich einem zehnjährigen Kind Nachhilfe in Chemie und Physik gegeben.
Noch Fragen?

Ja, wo hat ein 10jähriges Kind die beiden Fächer Physik und Chemie als Schulfächer?

10:25 von M. Höffling / @schabernack

«Es gibt sehr, sehr viele, die gut Nachhilfe geben können, viele tun es, viele könnten es. Unbürokratisch und effektiv.

Nur erwarte ich, dass gerade diejenigen nichts von der Milliarde sehen werden. Formalismus und Bürokratie werden große Teile der Milliarde verbrennen, und das finde ich mehr als schade.»

Das wird wohl so sein. Was mich persönlich betrifft, will ich auch gar nichts von den Millarden. Mit Kindern was machen, ist mein liebstes Hobby. Das mit der persönlichen Nachhilfe nahm seinen Ausgang bei der 1. Schulschließung in 2020 mit meinen beiden Nichten (damals 8 / 11 J. alt).

Es hat sich elektronisch per Video-Chat entwickelt auch mit einigen ihrer Freundinnen + 2 Nachbarskindern. Wir sind inzw. "Addicts", und werden das auch weiter machen (1x / Woche).

Staatlicherseits ist das immer schwieriger zu realisieren. Und ja leider … besonders effektiv werden Mittel für "Kultuskram" in DEU nicht eingesetzt bisher. Schülern ohne privat sei Maximum gut sehr zu wünschen !

Re : VictorJara !

Wie solidarisch und human so manche Menschen sind, haben ja die letzten Wochen mehr als deutlich gezeigt in den Masken- Affären, in dem jetzigen Ansturm auf die Balearen, in den Millionen Boni für die Vorstände der großen Player in D, in den riesen Gewinnen, für Firmen und Aktionären, die nicht mal einen Funken an Solidarität bei den Mieten zeigen, eher noch erhöhen, statt zu senken oder stunden.
Sicher es sollte neue Geister kommen, die sich der Solidarität und Humanität mit extrem viel Empathie verschrieben haben, aber ich denke, die müssen erst noch gebacken werden, bei so viel rücksichtslosem Egoismus, Gier und Habsucht ohne Ende. Und viele Eltern bringen ihren Kindern genau diese Werte auch nicht wirklich bei, sondern nur das Recht des Stärkeren. Frei nach dem Motto, nur wer sich durchsetzt, kommt weiter, höher und wird schneller. Eine in sich verkommene Gesellschaft, wo ein zweiter Platz schon ein Verlierer ist und eben nicht der zweite Sieger, und Fairness ein Fremdwort ist !

Ich habe den Eindruck,

daß vor allem das Ministerium Nachhilfe braucht. - Das Schuljahr ist verkorkst; alles auf Null und von vorn, statt vor allem sowieso schon Benachteiligte mit Zusatzunterricht zu stressen. - Gleichzeitig würden die Unis entlastet; Lehrstellennachfrage ginge zurück - aber vor allem: ein ganzer Jahrgang könnte in aller Ruhe und ein Jahr reifer noch einmal auf Start stehen. - Die gesparte Milliarde wäre bestens im Schulbereich investiert; da wird sie gebraucht für Ausrüstung wie für Lehrkräfte. -

Thematische Ausrichtung

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

bitte achten Sie bei der Erstellung Ihrer Kommentare auf die thematische Ausrichtung.

Kommentare, die zu sehr vom Thema abweichen, können nicht freigeschaltet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation meta.tagesschau.de

P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

Unterstützung lernschwacher Schüler

Warum akzeptiert man nicht dass es Schüler gibt
die eben nicht die "hellsten" sind.
Dafür können sie eben "zupacken", handwerkliche Berufe erlernen
Vielleicht gibt es auch welche die haben "Null Bock" der 2. Bildungsweg eröffnet Wege auch noch später.
Muß man Menschen nach ihrer Bildung bewerten ?
Klar ist ein Konzept die Hauptschule abzuschaffen auch ne Variante
nur zu was ?
Mit dieser Überlegung kann man auch Realschulen abschaffen
nur noch Gymnasien, dann haben wir nur noch Nobelpreisverdächtige im Land ... und psychisch Kranke

@wega 8:41

Natürlich wäre eine Annullierung dieses Schuljahres sinnvoll, wie ich hier schon vor Wochen angeregt habe. Diese Überlegung hatte ich damit verbunden, dieses „löcherige“ Schuljahr für sonst vernachlässigte Inhalte zu nutzen, von Kleingruppenprojekten über Empathieförderung, Aneignung von Arbeitstechniken ....
Es gäbe vielerlei, was in den Lernfabriken sonst unter den Tisch fällt.
Als ob ein 70+jähriges Leben nicht mal ein Jahr Fachwissenserwerb zugunsten einer ganzheitlichen Menschwerdung verkraften könnte.

Trump

Dennoch sprechen die Zahlen für sich , es gibt immer weniger Kinder aus armen Familien die studieren . Natürlich gibt es das Problem schon ewig , aber jetzt ist es noch mal aktueller geworden . Ich habe Gestern mit einem Physiker gesprochen 37 Jahre alt , er weis nicht ob er Mitte April noch Arbeit hat . Ein Mann mit Diplomabschluss . Dies beschreibt vielleicht am besten die Lage . Also die Lüge vom Fachkräftemangel hat er mir mehr als bestätigt . Deshalb auch mein Argument der Neubewertung der Wirklichkeit .

@schabernack 09:06 Uhr: volle Zustimmung!

Kommt nicht oft vor, dass ich das was Sie schreiben voll „unterschreiben“ könnte ...

Der Unterricht in Deutschland ist zu theoretisch und „verkopft“. Es fehlt die Anschauung.

Anstatt Begeisterung für Lerninhalte zu wecken, wird versucht so viel und so schnell wie möglich Wissen in die Schüler hineinzustopfen.

Was soll das bringen? Bildungspolitiker sagen oft, das „fordere“ die Wirtschaft.

Die Realität sieht aber so aus, dass Spitzenpositionen in der Forschung oft mit Leuten besetzt werden die diese deutsche Ochsentour (zB in Bayern) nicht über sich ergehen lassen mussten und trotzdem - oder gerade deswegen - brillieren!

Endlich mal ein guter Vorschlag um unser Geld

in der Corona-Zeit unterzubringen. Nicht gleich wieder über die unmögliche oder mögliche Durchführbarkeit meckern! Die Mädels oder Jungs aus der 12ten verdienen sich sicher gern ein paar Euro dazu

10:40 von Nachfragerin

In der DDR waren Kinder ganztägig in der Betreuung, weil beide Elternteile voll arbeiten gingen.///
Immer diese Pauschalisierungen. Ich bin 1960 in Dresden geboren. Meine Mutter ging erst arbeiten, als ich in die Lehre ging. Ich habe keinen Kindergarten oder Hort von innen gesehen. Ich kenne einige, wo es ähnlich war.

So sieht es aus Danke @ 10:53 von schneegans

>>>Die strukturelle Problematik des gesellschaftlichen Ungleichgewichts und der grundsätzlichen jahrzehntelangen Vernachlässigung der Chancengleichheit im deutschen Schulwesen wird sich wahrscheinlich wieder in diesen Nachhilfestunden erschöpfen. Eine Maßnahme an der Oberfläche, die dann die betroffenen Schüler „obendrauf“ ableisten sollen.
Ein ganzheitlicher Ansatz ist das nicht.>>>

Ja letztendlich sieht das so aus! KEINE Lösung sondern ein "Flicken". Halbgar undurchdacht und unfair.
Haben Sie trefflich zusammengefasst!

um 10:53 von schneegans

"grundsätzliche jahrzehntelange Vernachlässigung der Chancengleichheit im deutschen Schulwesen" gibt es nicht. Von Seiten der Schulen herrscht Chancengleichheit. Aber leider haben manche Schülerinnen und Schüler Eltern, die ihnen erzählen, Schule brauche man nicht wirklich.

Karliczek ist kein gutes Vorbild

Von einer Bundesbildungsministerin erwarte ich zukunftsweisende Visionen, wie einst von Bulmahn, unter die die „Juniorprofessur“ gegen den Widerstand der „Habilitierten“ eingeführt wurde.

Leider haben allerdings schlussendlich auch hier die Beharrungskräfte des „Systems“ gewonnen.

Ein bisschen mehr erwarte ich mir schon, als nur den Status Quo zu verteidigen, wie Karliczek das macht.

Vereinheitlichung des Abiturs ? Vereinheitlichung der Ferientermine?

Davon redet keiner mehr.

Das Lehrer hier im Forum ihre Berufswahl und die Art in der sie diesen Beruf ausüben, vehement verteidigen, überrascht mich nicht.

Auch Lehrer sind ja ein Teil des Systems und haben sich strikt an Vorgaben zu halten die wiederum in den jeweiligen Landeskultusministerien erdacht werden. Mit Idealismus hat das nur mittelbar zu tun.

Schneegans

Flickwerk so hält sich das Schulsystem über Wasser ,ich glaube nicht das diese Maßnahmen wirklich helfen. Wir sollten die Kinder im Sommer spielen lassen das wäre besser , vielleicht draußen im Wald ,mit anderen Kindern . Das macht den Kopf frei für neues.

@10:48 von Möbius

In manchen Fächern müssen Schüler heutzutage bereits Lerninhalte verstehen, die man vor 40 Jahren noch ein bis zwei Jahrgangsstufen höher erst gefordert hat. Große Ausnahme: Mathematik.
Stimmt leider nicht, die Differentialrechnung ist an Berliner Gymnasien in die Klasse 10 vorgezogen worden, die Denkschule Geometrie wird jetzt von Grundschullehrern unterrichtet, die in der Regel keine Fachausbildung haben. Physik ist noch schlimmer, Stromkreise mit allen Gesetzmäßigkeiten in Klasse 7.

@schabernack 9:06

„... Falsch und wenig schüler-gerecht wird Mathe gelehrt. Zu theoretisch, mit viel zu wenig Bezug dazu, den Kindern schon in der Grundschule zu vermitteln, wozu Mathe überhaupt gut ist, und wozu man das gebrauchen kann im Leben später mal. ...“

Da sprechen Sie ein wahres Wort! Gerade als jemand, dem man die Mathematik „ziemlich verschleiert“ hatte, nutzte ich die kleine Anzahl von Positiv-Erinnerungen zu meiner eigenen „Interpretation der Herangehensweise“. Der Spaß beim Lernen bei den Kindern war gewaltig. (Die Jahre vom 3. bis zum 10. Lebensjahr sind entscheidend, nicht die höhere Mathematik in der gymnasialen Oberstufe).

Also ich sehe kein Problem

Also ich sehe kein Problem darin wenn nun mehr Real und Hauptschüler entstehen. Alle reden vom Fachkräftemangel, dass wir Ausländer brauchen um die Jobs abzudecken.
Nun haben wir dann mal ein paar Jahrgänge die die Lücke etwas schließen könnte.
Handwerk, Pflege usw. würde es gut tun.

Wie schon letztens erwähnt -

Wie schon letztens erwähnt - lasst die 20% das Jahr wiederholen, damit ist allen geholfen oder anstatt die Nachhilfe übers Jahr zu verteilen, wo eh die Lehrer fehlen werden, macht eine Summer school nach US Vorbild. 20h die Woche in den Sommerferien um den Stoff der Hauptfächer nachzuholen.

@frische Unterhose:

Diesen "Riesen"stau gibt es nur in der ersten Klasse: doppelt. Dafür kein Nachwuchs in weiterführenden Schulen, an Unis, auf dem Lehrstellenmarkt - vor allem aber für sowieso schon schwache Schüler und Schülerinnen keinen weiteren Streß mit noch weniger Freizeit. - Was in der Nachkriegszeit für alle machbar war, kann auch heute geregelt werden - wenn man will und auch lernschwachen Kindern ihre Erholung und ihre Freizeit gönnt. - Da aber "Schule" ganze sechzehn Länderfürsten und -fürstinnen hat, frage ich mich sowieso, wie Frau Karliczek hier Vorgaben machen will. Ich sehe das als Wahlkampfpropagandabonbon, der ziemlich ungenießbar ist. -

Eine Milliarde Euro ?

Geld kann die fehlenden Möglichkeiten der Eltern, Kinder zu eigenverantwortlichen selbstbestimmten Bürgen anzuleiten nicht ersetzten.

Nur das Setzen von Leistungszielen könnten das ändern.

Da viele aber auf Gleichmacherei, Alimntierung und Grundsicherung setzen wird das nicht viel bringen.

Schule, das sollten

Schule, das sollten mittlerweile alle wissen, dient nicht allein der Wissensvermittlung. Wenn dem so wäre, so wäre sie heutzutage überflüssig. Abfragbares Wissen, mit dem man bei Jauch Millionär werden kann, kann man sich auch auf anderem Wege aneignen.
Nein, Schule soll außer Wissen auch Fähigkeiten, Fertigkeiten und Einstellungen/ Werthaltungen vermitteln. Deshalb ist es auch gesamtgesellschaftlich so wichtig, Schule evtl. sogar "koste es was es wolle" den Vorrang zu geben. Die Folgen einer Schulschließung zeigen sich nicht sofort, sondern erst zuküftig und diese sind eben nicht nur fehlendes Wissen, sondern psychischer und sozialer Natur und natürlich trifft es die Sozialschwachen am stärksten.
Nein, keine noch so gute Ausstattung mit EDV kann Schule ersetzen, denn neben den intendierten Zielen (s.o.) bietet Schule ein Feld zum sozialen Lernen von Gleichaltrigen.

10:47 von harry_up

«Um ein guter Mathelehrer zu sein, muss dieser kein verkappter Einstein sein … Und da er erfolgreich ein Mathestudium und seine Referendarausbildung absolviert hat, kann er sicher auch Mathe …»

In meiner eigenen Schulzeit ist mir nie ein Lehrer begegnet, der von seinen / ihren Unterrichsfächern wenig oder gar keine Ahnung hatte. Sogar der seltsam-unbeliebte Sportlehrer mit der grünen Badehose aus Frottee konnte gut schwimmen wie der wilde Bär.

Mit weniger engem Kontakt zu den Lehrern und Lehrfrauen meiner Nichten haben die alle Plan davon, was sie lehren. Auch bei denen ist es wie immer … manche können besser vermitteln als andere. Manche sind mehr beliebt bei den Kindern wegen ihrer Art zu lehren, zu motivieren, Schwierigkeiten der Kinder zu erkennen. Kann bei Menschen auch gar nicht anders sein.

Muss man wohl Glück haben mit der Schule der Wahl.
Hier gut … da weniger … dort schlecht.
Meine ältere der kleinen Nichten geht jedenfalls zur gleichen Schule wie ich einst. Lustig …

Vorschlag zur Diskussion: Im

Vorschlag zur Diskussion: Im kommenden Schuljahr haben alle Kinder zwei Wochenstunden in kleinen Gruppen mehr, und zwar samstags.
Die mit Defiziten in Mathe oder Deutsch werden in ihren Fächern gefördert. Auch ohne große Vergleichsarbeiten wissen die Lehrer sicherlich, wer da Bedarf hat.
Alle anderen bekommen ein Zusatzangebot, Sport für die, die zu viel vorm Bildschirm hingen in der Pandemie, Musik und Kunst für die Zappelphilippe und spezielle Kurse für die Hochbegabten, deren Eltern immer die schlechte Qualität der Schule beklagen.

Ok., thematische Ausrichtung...

Die Milliarde, die Frau Karliczek da "in die Hand nehmen" will, erscheint einem mittlerweile überhaupt nicht mehr groß nennenswert, geschweige happig.

Nur:
Damit ist natürlich erstmal noch gar nichts gewonnen, und es ist schon verständlich, wenn in manchem Kommentar die Augenbrauen angehoben werden.

Allzu oft erlebten wir alle in letzter Zeit, dass mit Riesensummen hantiert wurde und wird, ohne dass diejenigen, denen Sie zugute kommen sollten, davon nennenswert oder hinreichend profitiert hätten.

So habe zumindest ich noch eine gewisse Skepsis, ob die Milliarde letztlich auch dafür eingesetzt wird, wozu sie gedacht ist:

Lern- und Wissenslücken möglichst vieler Schüler von fast einem Schuljahr wenigstens einigermaßen zu beheben.

@ um 10:49 von Sparpaket

Sie haben vollkommen recht!
Aber mit 1 Mrd könnten wenigstens schonmal für 1 Jahr die notwendigen Systemadministratorinnen eingekauft werden, die die Pc‘s und Wlan’s in den Schulen betreuen und damit an den Schulen die bestbezahlten Arbeitskräfte sein werden.
Irgendwo muss man ja anfangen :)
Und ansonsten hielte ich e s für vernünftig, den Verteidigungshaushalt entsprechend umzuwidmen. Oder wenigstens eine ähnliche Summe allein für unser Schulsystem zur Verfügung zu stellen. Jährlich natürlich immer wiederkehrend.

Home-Schooling Pensum oft höher als Normalbetrieb

Die Aufgaben, die Schüler hier erledigen müssen, umfassen das was in den Schulübungen im Idealfall durchgenommen wird plus das was zur Vertiefung dieser Inhalte als Hausaufgaben aufgegeben wird.

M.a.W.: im Home-Schooling müssen Schüler deutlich mehr arbeiten als im regulären Unterricht !

Deshalb sind Forderungen nach Ferienverkürzung völlig fehlgeleitet.

Jeder Lehrplan enthält Pflichtinhalte und „nice to haves“.

Viele (nicht alle) Lehrer kippen einfach „alles“ was möglich ist, in die Home-Schooling Wochenpläne.
Das da dann nicht mehr alle mitkommen, ist nicht überraschend.

Um das zu vermeiden braucht es kein milliardenschweres „Nachhilfeprogramm“ sondern das „Entschlacken“ der Lehrpläne mit Augenmaß.
Das will man aber nicht, weil es Arbeit macht und man so viel nachdenken muss dafür. Denn wenn man in einer Jahrgangsstufe zB nur noch Hauptfächer oder nur noch die Pflichtinhalte unterrichtet, dann müssten im nachfolgenden Jahrgangsstufen auch die Lehrpläne angepasst werden.

10:51 von draufguckerin

Nachhilfe
könnte man nicht mal die Option in Erwägung ziehen,
wer Nachhilfe braucht (auch aktuell) besucht den falschen Schultyp

@VictorJara, 10:43

„Wir brauchen Kluge Frauen und kluge Männer deren Sinnhaftigkeit im Leben dadurch geprägt ist , mehr zu wollen als Geld und Macht . Diese braucht aber auch Anerkennung , und das sollte unseren Kindern verstärkt vermittelt werden“

Genau darum geht es: Anerkennung bzw. Respekt. Es ist kein Zufall, dass das zentrale gemeinsame Merkmal aller menschenverachtenden Despotien seit jeher das genaue Gegenteil davon ist: nämlich das „Kleinhalten“, Gegeneinanderauspielen und Degradieren der Bürger zu Befehlsempfängern.

re 10:30 Klärungsbedarf: Schule versus Dokus

>>Ich weiß nicht genau, wie man heute lehrt. Aber meinen kompletten Geschichtsunterricht hätte man heute durch phoenix-Dokus ersetzen können: Spannender, begeisternder und viel nachhaltiger im Lerneffekt. Und da werden dann sogar Dinge vermittelt, die aus neuen Entdeckungen und Erkennnissen enstehen.<<

Wie „man“ heute lehrt, weiß ich auch nicht. Ehrlich!
Ich weiß nur, dass ich mich immer bemühe, Begeisterung an, mit und über den „Lernstoff“ zu vermitteln. Und ich weiß nie, ob es gelingt.

Ihre positiven „Doku-Erfahrungen“ setzen voraus, dass es öffentlich-rechtliche Doku-Sender als Herausgeber gibt. Denn wie soll jemand ohne historische und methodische Vorkenntnisse die Qualität einer „Doku“ beurteilen können.

Und was Dokus auf Staatssendern verbreiten, können Sie in allen autoritären Staaten studieren!

Das wird nicht klappen.

Wir haben in Deutschland zwar sehr viele fachlich gute, pädagogisch fähige und unterstützungswillige (Nachhilfe)lehrer.

Aber da man in diesem Land fünf Zertifikate, sieben Nachweise und drei Paar trockene Socken benötigt, bevor man überhaupt in Erwägung ziehen darf, seine Hilfe für so etwas anzubieten, ohne Gefahr zu laufen, ausgelacht zu werden, wird das wohl nichts werden.

10:14 von MartinBlank

es fehlt bei einigen am grundsätzlichen
sich über fehlendes Equipment zu beschweren, allgemein kein Geld
dabei Kostet hierzulande doch kein Geld,
ist doch eigentlich billig
Wenn man nicht mal in der Lage ist, seine Kinder dazu zu bringen in die Schule gehen

@ Nachfragerin

In der DDR waren Kinder ganztägig in der Betreuung, weil beide Elternteile voll arbeiten gingen. Das Bildungssystem war unserem trotzdem überlegen.

In Konformität und Drill auf jeden Fall. In puncto Kreativität und sozialem Lernen wart ihr im Westen deutlich vorne.

10:49 von Sparpaket

Genauso sieht es aus, Sparpaket!

Ein ganzheitlicher Ansatz ist das nicht?

von schneegans @
Richtig, weil Geld niemals verantwortungsvolle leistungsbereite Eltern und deren täglich gute Erziehung ihrer Kinder zu Leistungsbereiten, demokratischen, eigenverantwortlichem und selbstbestimmten Menschen anzuleiten ersetzen kann.

@martinblank, 10:09

Die Ferien zu verkürzen ist keine Option.

Natürlich nicht. Viele Familien fahren in dieser Zeit ja in den Urlaub und haben diesen (was die Sommerferien betrifft) möglicherweise sogar schon bezahlt.

Wir sind hier ja nicht auf einer missourischen Baumwollplantage.

Schuljahr "stornieren"

und wiederholen erscheint mit die sinnvollste Lösung anstatt Flickschusterei.
Inzwischen kann man tatsächlich Nachhilfe in kleinen Gruppen organisieren.
Außerdem den Stundenplan bzw. Lehrstoff "entrümpeln" und dafür das logische Denken trainieren und das Lernen lehren, mit Visualisierungen arbeiten, Herleitungen üben , statt Formeln einzupauken, ...
Es ist völlig irrelevant, was (an Mathematik) irgendwann in Russland gelehrt wurde, behaupten kann man da viel.
Die genannten Gebiete werden im Studium gelehrt, wenn sie denn relevant sind.
In Mathematik und Naturwissenschaften sollte praxisrelevant gelehrt werden, alles andere kann man sich aneignen, wenn man es braucht.
Ich hatte Elektrotechnik-Studenten, die konnten (von der Schule her) auch die Berechnung von Widerständen in Parallel- oder Reihenschaltung nicht berechnen, das konnte ich aus dem ff.

Typisch deutsche Politik - mit Geld Fehler überdecken

Das funktioniert unter normalen Bedingungen gut. Menschen sind alle bestechlich.

Aber in einer Pandemie ist das keine gute Lösung.

Da müssen andere Ansätze her.

Nämlich Schulen auflassen und gut ist...

Wieso hat das in Schweden ein Jahr lang gut funktioniert? Die Rahmenbedingungen sind absolut vergleichbar.

Man akzeptiert dort höhere Inzidenzen und kann damit besser leben als wir hier...

@Nachfragerin 10:40

„... In der DDR waren Kinder ganztägig in der Betreuung, weil beide Elternteile voll arbeiten gingen. Das Bildungssystem war unserem trotzdem überlegen. Die Ursache muss also woanders liegen. ...“

Ach du lieber Himmel, wo haben Sie denn das her?
Die Anwesenheit von Ganztagsbetreung kann ein zusätzlicher Faktor zur besseren Bildung sein. Die äußere Form sagt aber nichts über das Innenleben aus und das war (meist) gruselig.

Bidungspolitik der CDU/CSU mit der FDP

Seit 1982 H. Kohl wurden damals
systematisch Bildungsförderung total
herunter gefahren! Über Nürnberg ,na klar
CSU Vorsitz Stingl etc.! Was sollte damals die
über 16jährige Kanzlerschaft von Kohl und
der der CDU / CSU in der Koalition mit der
der FDP bewirken! Wie jeder weis hat
H. Kohl seine Dissertation ( Doktorarbeit)
über die Geschichte der CDU in Rheinland-Pfalz geschrieben. Doktorgrad rite( ausreichend im normalen Schulsystem)!
Nein , Bildung unerwünscht!
Das ist auch mit Schröeder weiter gegangen!
Fortsetzung mit Merkel! Alternativlos!
Ich weis das hier von den ,,üblichen Verdächtigen ) in diesem Forum ein Shitstorm kommen wird! Ich bin dem Recht
verflichtet und darauf auch vereidigt!
Das Menschen unter Nickname ihre Meinung vertreten finde ich selbst als
Verteidiger des GG seltsam!
Die Meinungsfreiheit im GG schützt jeden
auch mit ehrlichen Namen!
Ich tue das, andere verstecken sich!
Ich bin für eine Regierung ohne CSU!
Alles ist das Recht des Souveräns!

10:53 von melancholeriker

«Was passiert denn, wenn auf der ganzen Welt die Luft angehalten werden muß und konstatiert, daß jetzt ein ganzes Jahr ,,ausfällt"? Compared to what? Außer China haben alle anderen Industrienationen ja wohl die gleichen Probleme. So kompliziert kann das also nicht sein und Sabbatjahre sollen gesund sein.»

Prinzipiell sind überall auf der Welt die gleichen Probleme wegen Corona. Rein schulisch gesehen sind aber große Unterschiede. Nicht nur in China, aber in fast ganz Südostasien.

Dort sind in den Industriestaaten die Wohnungen klein. Für europäisches Verständnis irgendwie beklemmend bis "klaustrophobisch" klein. In einer Privatwohnung war ich mal in Tokyo als Gast. Ca. 50 qm für Eltern + erwachsener Sohn.

Schulen waren im Frühahr 2020 zu. In JAP für ± 3 Monate durchgehend.
Bzgl. Home Schooling ist JAP Land der 3. Welt.
Mega-Last für die Familien war das.

Aber 3 Monate waren 1.001x besser als auf zu … auf zu Paternoster.
Schulstrategie in DEU war bisher gar nicht gut zu Corona.

Warum preiswert, wenn´s auch möglichst teuer geht ?

Jedem Schüler aus armen Elternhaus ein Notebook und Internetzugang zu finanzieren, wäre gescheiter gewesen und hätte den Steuerzahler nur einen Bruchteil dieser Milliarden gekostet. Stattdessen wandern alljährlich Millionen Computer mangels Kaufkraft unverkäuflich auf den Elektroschrott und werden nach Afrika zur Müllverbrennung verschifft. Wer so eine Wirtschaft betreibt und politisch forciert, der braucht auch keine Schule mehr.

09:44 von Kurt Meier

>>Im Philosophiestudium gibt auch die theoretische Philosophie, in der u.a. Logik und die Unvollständigkeitssätze von Gödel unterrichtet werden.
<<

Ich weiß nicht, was Sie uns damit beweisen wollen: Ihre philosophische Fachkenntnis? Ich stelle mich an den Pranger, habe von Thales und Gödel noch nie gehört, bin aber trotzdem gut durchs Leben gekommen, habe Haus und Familie (der Hund fehlt noch). Soll heißen, braucht man das fürs Leben? Eigentlich nicht wirklich...

Rene

Wie von einigen schon vorgeschlagen ist es vielleicht am besten für die Schüler dieses Schuljahr komplett zu streichen. Ich gehe sogar soweit zu sagen dies gilt für alle Schüler/ Studenten/ Auszubildende für alle Schulformen unabhängig von der Leistungsfähigkeit von der 1. Klasse an. Das Problem ist nur was machen wir mit der "nächsten Generation" von Schülern, die "müssten" 1 Jahr auf ihre Einschulung warten. Die Kosten sollten hierbei unser kleinstes Problem sein. Immerhin sind die heutigen und zukünftigen Schüler die Steuerzahler und Schuldenabbezahler der Nation.

@schabernack, 11:06 (re @ 10:25 von M. Höffling)

„«Es gibt sehr, sehr viele, die gut Nachhilfe geben können, viele tun es, viele könnten es. Unbürokratisch und effektiv.

Nur erwarte ich, dass gerade diejenigen nichts von der Milliarde sehen werden. Formalismus und Bürokratie werden große Teile der Milliarde verbrennen, und das finde ich mehr als schade.»

—-
>> „Das wird wohl so sein. Was mich persönlich betrifft, will ich auch gar nichts von den Millarden. Mit Kindern was machen, ist mein liebstes Hobby“ <<

Genau solche Leute wie Sie brauchen die Kinder auch. Wenn Sie zusammenkommen (können), wäre das also eine klassische „Win-win-Konstellation“.

So sieht also die Fischerei

So sieht also die Fischerei nach Wählerstimmen dieses Jahr wieder aus. Ohne Konzepte wird das Beste für Alle gefordert.

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