Ihre Meinung zu: Regierungsausgaben für externe Berater 2020 stark gestiegen

12. März 2021 - 10:30 Uhr

Mehr als 430 Millionen Euro hat die Bundesregierung im vergangenen Jahr für Unternehmensberater ausgegeben - 46 Prozent mehr als im Vorjahr. Fast die Hälfte der Kosten entstand im CSU-geführten Innenministerium.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3
Durchschnitt: 3 (4 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Da zahlt sich Lobbyarbeit

Da zahlt sich Lobbyarbeit doch gleich doppelt aus. Wie wär´s stattdessen mal mit sachkundigen Politikern, die sich derlei unternehmensinteressengesteuerte "Berater" ersparen könnten ?

Dann sollen sie Mal was hierher überweisen

Das ganze Forum ist voll mit Beratern. Und wir sind garantiert billiger.

Inzidenz

Die vom Rki veröffentlichten Zahlen sind meiner Meinung nach teilweise Fantasie.
Wenn zum Beispiel mehr getestet wird ist doch klar das die Zahlen höher gehen.
Es muss ein anderer Maßstab herbei wo die Zahl der Getesteten und die der Infizierten ins Verhältnis gesetzt werden.
Ausserdem habe ich den Verdacht das die RKI Daten mit den schönen Diagrammen je nach Lage "ANGEPASST" werden.
Es sollte ein Gremium geben das die "Zahlen"
des RKI kontrolliert werden.
Gruß Andreas

Regierungsausgaben???

Das ist doch schon seit Jahren so, unsere Minister, Politiker können es einfach nicht.
Während die Unternehmensberater allesamt eine goldene Nase sich verdienen, sehen unsere Politker aller Coleur schwach aus.
Keine Erfahrung, keinen Schimmer haben, aber immer klug und gescheiht mitreden.
Das kommt bei der Bevölkerung immer gut an. Aber irgendwann rächt es sich, spätestens bei der nächsten Bundestagswahl.

Regierungsausgaben für externe Berater 2020 stark gestiegen

Regierungsausgaben für externe Berater 2020 stark gestiegen heißt für mich wir haben unqualifizierte Minister und Staatssekretäre. Dann macht doch die Berater zu Minister auch wenn Diese höhere Besoldungen verlangen vielleicht klappt es dann besser mit der Beschaffung des Impfstoffes oder der Ausrüstung der Bundewehr oder, oder, oder.

rer Truman Welt

Daraus ergibt sich für mich die Frage, wer eigentlich von der Materie des jeweiligen Ressort überhaupt noch eine Ahnung hat.
Dass Politiker nicht tief in den Themen stecken und schon gar keine Experten sind, lässt sich daran erkennen, wie die Ressorts mal so einfach untereinander getauscht werden. Aber wenn die Struktur darunter in den Ministerien auch überwiegend bis ausschließlich nach Parteiproporz und nicht nach einer entsprechenden Qualifikation besetzt werden, dann entsteht genau eine solche Entwicklung. Wie hat sich diese Zahl seit dem Millennium entwickelt?
Ich prophezeie dass dieser Posten sich zukünftig weiter signifikant erhöhen wird. Mit der Zunahme an Komplexität hat das nur marginal zutun.

Nüßlein & Löbel sind da nur die Spitze des korrupten Eisbergs

Bei all dem Berater-Gequassel geht dann völlig unter, ob Masken überhaupt einen Sinn machen und die Coronafallzahlen senken, was man nach wie vor in der RKI-Statistik weder signifikant noch mit der Lupe auch nur ansatzweise erkennen kann. Stattdessen sind die Provisionstarife für den ganzen Maskenschacher viel wichtiger.

Regierungsausgaben für externe Berater 2020 stark gestiegen.....

Und die verdienen sich eine goldene Nase.
Da scheint sich ja nichts geändert zu haben.
Trotz der Kritik, die vor einigen Jahren schon auf kam, als von der Leyen Verteidigungsministerin war. 155 Millionen Euro für Beratungstätigkeiten. Dabei Katrin Suder von Mc Kinsey.
Interessant wären auch mal die Auswahlkriterien zu erfahren. Wer, wo und warum engagiert wird.

@Treualp1

das Dumme bei den Beratern ist, dass sie die Verantwortung für ihre Konzepte nie übernehmen/ übernehmen dürfen und diese dann meist dadurch scheitern, dass sie am Ende von den Auftraggebern nur halb oder gar nicht umgesetzt werden. Also in der Regel reine Geldverschwendung

430 Mio. Euro ???

Wenn Politiker Nachhilfe und Weiterbildung benötigen, sollten sie das aus der eigenen Tasche bezahlen, anstatt mit ihrer Inkompetenz den Steuerzahler zu belasten.

Am 12. März 2021 um 09:42 von andreas.stein.n...

" Inzidenz

Die vom Rki veröffentlichten Zahlen sind meiner Meinung nach teilweise Fantasie.
Wenn zum Beispiel mehr getestet wird ist doch klar das die Zahlen höher gehen. "

Wo wird denn mehr getestet, ich war gestern unterwegs, hab nirgends eine Stelle oder in der Apotheke etwas gesehen.
Auch im großen Einkaufszentrum gab es nichts, weiß nicht wo Mär vom vielen Testen herkommt, und ich bin gestern extra in die Großstadt gefahren.
Das ist wie mit dem Impfen, das Impfzentrum war auch nur dünn besetzt.

09:40 von Tada

"Dann sollen sie Mal was hierher überweisen

Das ganze Forum ist voll mit Beratern. Und wir sind garantiert billiger."

Richtig. Sogenannte "Universalberater".
Egal zu welchem Thema.

Ironie aus.

Sumpf trocken legen

Wer bei Korruption an Drittweltländer denkt, sollte wohl langsam beginnen, umzudenken.

wen wundert`s

Unsere Minister in Berlin sind Berufspolitiker, d.h. Leute, die noch nie etwas Produktives geleistet haben.
Die Ministerien, egal welche, sind von Leuten besetzt, die keinerlei Wissen von dem Amt haben, das besetzt halten, also sind sie auf Berater angewiesen.
Deren Ergebnisse tragen dann die Minister als ihr Fachwissen vor, d.h. sie erzählen etwas, von dem sie keinerlei Ahnung haben, Hauptsache es hört sich gut an.

Üppig honorierte Vetternwirtschaft

Würde die Bundesregierung mal all die seit Jahrzehnten vorliegenden und kostenlos erstellten Gutachten und Petitionen zu allerlei Themen bis hin zu Pandemie-Szenarien bearbeiten und beachten, dann könnte sich die Bundesregierung all das kostenaufgedunsene Berater-Gequassel ersparen.

Berichte darüber

sind ja nicht neu, man muss sich mal die Verbindungen zwischen Beratern und dem der die Beratung benötigt ansehen.
Da gibt es interessante Dinge.
Im Ministerium wird gut bezahlt, dort sollten eigentlich Menschen sitzen, die Sachverstand haben, und keine Berater benötigen.
Das scheint aber nicht mehr der Fall zu sein, haben sich einige Blasen gebildet, wo mal die Luft raus gelassen werden muss.
Aber das sind ja nur Steuergelder, bei eigenen handeln die auch anders.

430 Mio. Euro ???

Da wundert es einen überhaupt nicht mehr, wie es um diese Pleiten, Pech & Pannen Bundesregierung bestellt ist.

Wenn es wenigstens ...

... die richtigen Berater wären. Aber man nimmt sich ja meist Beraterfirmen, die ihr (vieles) Geld nur mit „klug reden“ verdienen, ohne je die „Praxis des Problems“ gesehen zu haben, so wie Politiker zum großen Teil willkürlich durch die Sparten kurven, weit genug entfernt von Fachkompetenz.
Genauso drückt man ja auch oft den „Dritte Welt Ländern“ abgehoben die „Industrie-Welt-Denkweise“ auf, ohne die Hilfe auf die örtlichen Gegebenheiten angemessen einzugehen oder ohne die Hilfe zur Selbsthilfe zu favorisieren.
Es ist fast überall so: Menschen, die Diplome ohne Praxis erwerben, verdienen ihr Geld, indem sie Praktikern „kluge Ratschläge“ erteilen. Das ist dann Geld verdienen mit Worten.

Was wäre eine logische Folge in der realen Welt?

Wenn die Beamten nicht selbst die Kompetenz besitzen um Ihre Aufgaben zu erfüllen, müsste man Sie umsetzen oder frühpensionieren....
Übrigens kriegen Externe auch keine Pension oder Beihilfe etc.

In D insbesondere in der Bundes und den Landesregierungen läuft es ganz anders:
maximale Personalkosten + externe Beraterkosten....

Immerhin hat die eine oder andere Leitung erkannt, dass es mit der Kompetenz der Beamten zu problematisch ist, dass man deshalb, da es lichterloh brennt, ohne externe Berater nicht mehr weiterkommt.

Der 2. Schritt, wie oben beschrieben wird jedoch nicht gemacht (nirgendwo in Verwaltungs-Deutschland)... wer agiert schon gegen den Apparat?
Die Folgen sind doch nicht schlimm, o doch!
Auch der grösste Ignorant kann Sie zumindest durch die Coronakrise (Tote, Wirtschaftskrise..) erkennen.

Eigentlich sind Politiker ja gewählte Vertreter des Volkes ...
Minister - ministrare - dienen....
Eins der vielen Story-Helferchen, die uns das Leben erträglich machen...

Einfach herrlich...

Als Arbeitnehmer gibt es nichts schöneres, als die hohen Gehälter in der freien Wirtschaft zu kassieren und dabei Arbeit mit den Anforderungen in öffentlichen Dienst abzuleisten. Win-Win-Situation für den eigenen Geldbeutel und das persönliche Stresslevel. Wobei zweiteres zum Teil auch zur Geduldsprobe für die eigenen Nerven werden kann...

„Das Engagement von Unternehmensberatern und anderen Experten von außen durch die Bundesregierung ist hoch umstritten. Kritiker meinen, dass der Einkauf von Sachverstand zu teuer und angesichts der Tausenden Mitarbeiter in den Ministerien auch nicht zwingend notwendig sei“

Ist er wirklich nicht. „Sachverstand“ gibt es auch außerhalb von teuren Unternehmensberatungen, bei denen die Arbeit von deren Beratern zudem eher auf „theoretischen Modellen“ beruht mehr als genug.

„Zudem wird zu großer Einfluss auf die Regierungsarbeit befürchtet. Befürworter versprechen sich dagegen in ganz unterschiedlichen Bereichen einen Mehrwert durch den Blick von außen“

Diesen „Blick von außen“ muss man nicht „einkaufen“. Diesen Sachverstand hat nämlich jeder ganz normale Bürger oder Unternehmer, der seinen beruflichen oder schulischen Erfolg ebendiesem verdankt längst bewiesen. Man sollte ihnen einfach mal zuhören. Vor allem ihre auf der Erfahrung ihrer alltäglichen Praxis beruhenden Tipps ernst nehmen.

430 Mio. Euro ???

Auch dieses Überangebot an Unternehmensberatern, die nun irgendwie beschäftigt werden müssen, gehört zu den Folgen der Akademikerschwemme, die bereits hätte durch kompetente Berater vermieden werden können. Und so warten Unternehmensberater wie auch Bundesregierung nun bis zu 6 Monaten auf einen raren Handwerker, wenn mal ein Lichtschalter oder sonst was kaputt geht.

Sorry,

aber wesentlich mehr als tiefsitzenden Hass auf "die Politiker" erkenne ich in den Kommentaren hier nicht.

Schade.

Aus 430 Mio. Euro Miesen 860 Mio. Euro Gewinn machen

Am meisten würde eine gute Haftpflichtversicherung für all diese Beraterei bringen. Dann wäre auch Scheurers teures PKW-Mautdesaster nur noch ein Skandälchen.

@ 10:04 Willi Graf @ 09:40 von Tada

Eine Frage: Können Sie "Beratung" nicht von "Meinungsaustausch" unterscheiden? Mir jedenfalls gefällt die lebhafte Diskussion hier, abgesehen von einigen inhaltsarmen Provokateuren, und ich freue mich auf Beiträge einiger Foristen meist ganz besonders. Klasse Einrichtung, dieses meta.tagesschau.

Eine unendliche Geschichte

Vorweg: ich habe seit Jahrzehnten eine Beratungsgesellschaft. Spezialisiert auf zwei Staaten, Schwerpunkt Außenwirtschaft, nur Mitarbeiter mit Länder- und Sprachkenntnisse und weiterer fachlicher Qualifikation. Arbeit nur in diesen beiden Ländern - nein es gibt keine "Universalberater", nur solche die es vorgeben - meistens Juristen, z.B. EY u.a.

Wir beraten mittelständische Unternehmen - in unserem Verständnis nicht nur mit "klugen" Ideen, sondern gemeinsamer Umsetzung mit den beauftragenden Unternehmen. Am Erfolg misst sich auch Honorar.
Bei unseren Auslandsaufträgen arbeiten wir nicht mit offiziellen Stellen aus D oder EU zusammen - wir brauchen sie nicht.

2x Beratung hochrangiger ausländischer Regierungsstellen - allerdings UNENTGELTLICH!
Mein Motto: bist Du gut, spricht es sich rum -> Aufträge aus deutscher Wirtschaft folgen.

2x Angebote erhalten für deutsche Institutionen zu arbeiten. Nach Prüfung Aufgaben und Verfahrensweise habe ich abgelehnt.

Gruß, Wolfgang

Weit gereist scheinen diese

Weit gereist scheinen diese Berater jawohl nicht zu sein. Sonst wäre die Bundesregierung nicht im März 2020 von der Corona-Pandemie überrascht worden.

@ 09:40 von Tada

Das wär ja mal eine neue Konzeptidee, sich die meta-Beiträge versilbern zu lassen... (Ironie aus)
Die Arbeit unabhängiger Berater*innen muss man m.E. differenziert bewerten.
Einerseits bin ich froh, wenn Minister und ihre Häuser nicht mit der Haltung arbeiten, die Weisheit immer schon mit Löffeln gefressen zu haben, und auch die Begrenztheit der eigenen Ressourcen klug und kompetent einschätzen und auf der Grundlage auch externe Beratung und Fachexpertise einholen.
Andererseits scheint es Minister*innen zu geben, die dem eigenen Haus und seinen Fachleuten und Arbeitsgremien und -prozessen nicht viel zutrauen, oder die aus Sorge, die eigene Inkompetenz könnte zu sehr auffallen, Beratungsverträge in völlig überzogenem Maße abschließen. Das haben viele Frau von der Leyen vorgeworfen, das weiß man von den letzten Verkehrsministern, die immer noch im Amt sind, und das wirft jetzt auch ein bezeichnendes Licht auf Innenminister Seehofer kurz vor seiner politischen Pensionierung.

10:25 von fathaland slim

"Sorry,

aber wesentlich mehr als tiefsitzenden Hass auf "die Politiker" erkenne ich in den Kommentaren hier nicht.

Schade."

... und macht damit eine sachliche Diskussion unmöglich und auch unnötig.
Ich hatte hier in diesem Forum eigentlich etwas mehr erwartet

Gestern in "Monitor"

Das Magazin "Monitor" in der ARD zeigt ein Interview mit 2 Unternehmern, die der Regierung letztes Jahr Masken liefern wollten. Laut deren Aussagen war es ohne eine Kette von Beratern nicht möglich, dies zu tun. Da jeder verdienen will, erhöhte das den Preis der Masken erheblich.

Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass das z.B. bei der Beschaffung von Gütern für die Bundeswehr genauso läuft, wundert mich nicht, dass wir Milliarden für die Beschaffung ausgeben, aber nichts Funktionierendes dafür bekommen.

"Berater" ist kein geschützter Begriff. So kann sich jeder nennen und eine Firma aufmachen und dann versuchen, einen Teil der öffentlichen Geldflüsse in die eigene Tasche zu leiten. Hat der MdB Löbel nicht auch eine "Beratungsfirma"?

Kein US-Präsident ohne Astrologen

Astrologen würden die Bundesregierung nur einen Bruchteil kosten und hätten auch Corona-Pandemie, Scheuer´s PKW-Mautdesaster und den VW-Abgasbetrugsskandal rechtzeitig vorhergesagt und hätten so den Steuerzahlern viele Milliarden Euros Schaden erspart.

@ Sunshine24, um 09:35

“Wie wär's stattdessen mal sich mit sachkundigen Politikern, die sich derlei unternehmensinteressengesteuerte “Berater“ ersparen könnten?“

So schön der Gedanke ist, in einer Regierung ausschließlich nobelpreisverdächtige Alleswisser und -könner zu haben:
Nein, kein Mensch in einer Regierungsverantwortung könnte auch nur ansatzweise alles das im Kopf haben, was für eine sach- und fachgerechte Arbeit notwendig ist.

Würden Sie fordern, dass ein größeres Augenmerk auf die Vereinbarung der Honorarhöhe und die Auswahl der Beraterunternehmen gelegt werden soll, wäre das realistischer.

Aber es scheint sich da i. L. d. Zeit eine Beratercrew-Ehe etabliert zu haben, man kennt sich, weiß, was der andere will...

Wie der Bayer sagt: “Passt scho!“

Es so machen wie Biden in den USA: Experten-Kabinett!

Über Bidens Regierungsbildung wurde berichtet, dass er ein "Experten-Kabinett" berufen habe.
Wenn wir das hier endlich auch tun würden und nicht Bankkaufmänner zum Gesundheitsminister machen, sondern einen Arzt wie z. B. Karl Lauterbach, würde hier manches -viel- besser laufen.
Wenigstens das Justizministerium ist mit einem Juristen/in besetzt.
Aber sonst?
Kramp-Karrenbauer ... hat sie in der Bundeswehr einen Grundwehrdienst abgeleistet? Ich vermute nicht.
Dass man gerade Seehofer zum Innenminister machte, wo doch seine Abneigung gegenüber Migranten bekannt ist, finde ich auch merkwürdig.
Ja, es gibt bei der Auswahl der Politiker genug "Änderungspotential".

Berater

Die populistische Aufregung von Herrn Höhn und auch hier im Forum verstehe ich nicht. Bezogen auf die Gesamtausgaben im Bundeshaushalt ist der Betrag von 430 Millionen doch recht überschaubar und da Unternehmensberater in der Regel gut verdienen, fließt rund die Hälfte des Betrages wieder über Steuern in die Haushalte von Bund und Ländern zurück. Im übrigen ist es doch vernünftig, Fachwissen, das in den Ministerien nicht vorhanden ist, einzukaufen. Dass machen gerade im IT-Bereich alle Unternehmen.

Beratung II

Damit ich nicht falsch verstanden werde, in meinem vorherigen Post. Nicht "Beratung" an sich ist schlecht. Es ist sicher in vielen Fällen sinnvoll, externen Sachverstand zu Rate zu ziehen, anstatt immer nur "im eigenen Saft zu kochen". Die immer gleichen Leute haben auch die immer gleichen Ideen.

Ich sehe nur keinen Grund, warum das Berater(un)wesen anscheinend so ausufert. Da könnte man natürlich einwenden, die Welt würde immer komplexer usw. Dann ist aber die Frage, warum die interne Kompetenz der Ministerien damit nicht Schritt hält.

Dauerberatung statt Bedingungslosem Grundeinkommen

In all dieser Beraterei liegen offenbar die Gründe für die Verkomplizierung vieler Angelegenheiten von Hartz 4 bis Coronahilfen. Und weil man sich mit einer Beratung alsbald den nächsten Beratungsgrund verschaffen will.

09:45 von Hansemann52

>>Das ist doch schon seit Jahren so, unsere Minister, Politiker können es einfach nicht.<<

Pauschale Vorwürfe sind unsinnig und nerven (zumindest mich) nur.

>>Keine Erfahrung, keinen Schimmer haben, aber immer klug und gescheiht mitreden.<<

Aber ist das bei uns Foristen nicht genauso?

um 10:25 von fathaland

um 10:25 von fathaland slim
>>Sorry,
aber wesentlich mehr als tiefsitzenden Hass auf "die Politiker" erkenne ich in den Kommentaren hier nicht.
Schade.<<
_______
Ich muss Ihnen hier zustimmen.

Hinter jedem Politiker steht auch ein Apparat, mitunter sehr verästelt. Kompetenz in diesen Apparaten sehr durchwachsen. Leider aber Fähigkeiten für Intrigen recht ausgeprägt.

Gruß, Wolfgang

10:24 von Nettie

>>Diesen „Blick von außen“ muss man nicht „einkaufen“. Diesen Sachverstand hat nämlich jeder ganz normale Bürger oder Unternehmer,<<

Herr Löbel ist Unternehmer. Und solche Leute möchten Sie in den Parlamenten?
Ich bin da anderer Meinung.

Experten

Ein Bundestagsabgeordneter erhält eine Grundvergütung von EUR 10.083,47 pro Monat (Quelle 1); ein Bundesminister geht mit einem Grundgehalt i.H. von 16.426,00 pro Monat nach Hause (Quelle 2). Bei einem Salaire in solcher Höhe erwarte ich ein Mindestmaß an fachlicher Kompetenz sowie volles zeitliches Engagement für die Umsetzung der gestellten Aufgaben.

Quelle 1: https://www.bundestag.de/abgeordnete/mdb_diaeten);

Quelle 2: https://steuerzahler.de/aktion-position/politikfinanzierung/bundesminist....)

10:34 von Epilog

100 % Zustimmung.

Deshalb habe ich auch "Ironie aus" geschrieben.

Trotzdem gibt es Themen, zu denen ich keine Meinung habe, weil ich mich vielleicht nicht so auskenne oder dafür interessiere. Und dann tippe ich lieber keinen Kommentar.

Dürfte Ihnen, aber eigentlich genauso gehen.

Oder?

Ohne die Summen der in den genannten Ministerien...

...ausgegebenen Beratergelder addiert zu haben - ich vermisse die Berater-Ausgaben des Verteidigungsministeriums, über die bis zur Weihe von Frau v.d.Leyen als EU-Chefin doch so rege diskutiert worden war.

Sollte Annegret K.-K. ganz anders...?
Nein, so ganz mag man das nicht glauben.

10:25 von Sunshine24

>>Auch dieses Überangebot an Unternehmensberatern, die nun irgendwie beschäftigt werden müssen, gehört zu den Folgen der Akademikerschwemme, die bereits hätte durch kompetente Berater vermieden werden können.
...warten Unternehmensberater wie auch Bundesregierung nun bis zu 6 Monaten auf einen raren Handwerker<<

Die Berater hätten durch Berater vermieden werden können? Sehr sinnvoll.
Und weil es so viele Berater gibt fehlen Handwerker?

Berater

Das
Problem ist, das sie mühelos für jede Positon einen Berater oder Experten finden, der die ihnen genehme Position vertritt. Außerdem könne sie so auch ihre Verantwortlichkeit verschleiern.
Andererseits fehlt auf allen Ebenen anscheinend die Fähigkeit, Experisen einzuschätzen. Selbst im Nachhinein verlangt man von Bürgern, dass sie Experten trauen, die im Anfang die Gefahr der Pandemie kleingeredet haben.
Sie tragen Mitschuld für den Beschluss zu zögern und wirtschaftliche Erwägungen über den Schutz von Leben und Unversehrtheit zu stellen. Dieser Beschluß ist verantwortlich für den Tod von Zehntausenden von Toten und den unerträglich langen Lockdown light.

Es gibt genug Länder, die zeigen, dass schnelles Handeln, das zuerst den Gesundheitschutz sieht, in jeder Hinsicht besser gefahren sind, als die westlichen Demokratien. Sie sind den richtigen Beratern gefolgt.

Bei den 430 Mio. Euros bleibt es nicht

Wo stehen heute mit all der Beratertätigkeit rund um die Coronapandemie z.B. all die staatlich fehl gelenkten Kliniken ?: Vor dem wirtschaftlichen Ruin mit noch mehr Subventionskostenforderungen an den Staat als je zuvor.

Hätte man stattdessen sachkundige Patienten mit jahrzehntelanger Erfahrung und Studium in Medizin und Pharmazie als Berater genutzt, statt konzerne-interessengesteuerter Lobbyistenberater, dann stünden heute viele Kliniken nicht in völliger Überlastung und vor der Pleite.

Expertenkabinett?

Der Vorschlag, Minister nach fachlicher Vorbildung auszusuchen klingt natürlich verlockend. Aber nehmen wir mal das Innenministerium. Das ist u.a. für innere Sicherheit und für Sport zuständig. Wenn man also einen Ex-Polizisten zum Minister macht, dann braucht der Beratung zum Thema Sport.

Und es kann sich mal jeder fragen, inwieweit er oder sie glaubt, dass ein Arzt wie Phillipp Rösler oder eine Ärztin wie Ursula v.d. Leyen das Gesundheitsministerium erfolgreicher durch die Krise geführt hätten.

Ich warne wie meist vor dem Glauben an einfache Rezepte. Minister ist eine Managementaufgabe. Ein ehemaliger Oberst des Heeres (Bsp.) bestellt nicht automatisch die besten Schiffe oder Flugzeuge.

Natürlich ist es sinnvoll...

sich Beraten zu lassen, wenn Detailwissen fehlt.
Aber wie im Bericht erwähnt, fragt sich der Bürger, welche Aufgaben dann die Mitarbeiter in den Ministerien haben und warum die jeweiligen Minister Unsummen für die externen Berater ausgeben. Wirtschaftlich und unabhängig geht anders.
Wie soll der Wähler vertrauen zu einer Regierung haben, die offensichtlich ihr Metier nicht versteht? Es wäre wirklich schön, wenn mal wieder Fachleute als Minister fungieren und unabhängig, sinnvolle Entscheidungen fällen.

fathaland slim

Sehr geehrter User. Ich schätze Ihre Kommentare immer. Ich kann aber aus zeitlichen Gründen nicht alles lesen. Allerdings kann ich aus den heutigen Kommentaren einen, wie Sie schreiben tiefsitzenden Hass nicht erkennen. Es ist tatsächlich so, dass viele Kommentatoren sich mit Recht über diese Beratungskosten aufregen. Das sehe ich genau so und finde es unerträglich, das so "einfach" mit unseren Steuergeldern umgegangen wird.

Beste Grüße

@ 10:44 von Margitt.

Das klingt aufs erste so verlockend: Die Expert*innen machen alles richtig! Dabei übersieht man geflissentlich, dass Fachexpertise keine Prozesskompetenz ersetzt und auch keine politischen Priorisierungen und Konzepte: Fachleute bindet man ein, selbstverständlich, aber wir haben aus guten Gründen eine Demokratie und keine Expertokratie. Um den Unterschied und die Wichtigkeit zu betonen muss man nicht einmal auf die schlimmsten Entwicklungen unserer eigenen Geschichte eingehen, wo von sog. "Experten" eine Menge Unheil angerichtet wurde, das u.a. als "medizinische Experimente zum Wohle des Volkes" etikettiert wurde.
Also: Wir brauchen Politiker*innen mit politischem Profil in den Ministerien an der Spitze, die einerseits ein Know-how haben, Fachexpertisen und -analysen einzuholen und einzubinden, die andererseits aber auch wissen, dass sie Politik zu gestalten haben und nicht nur ausführende Handlanger von (vermeintlichen) Expert*innen sind. Und die müssen dann auch mit Kritik umgehen.

Armutzszeugnis

Die enorm steigenden Ausgaben für Berater steig entweder proportional mit der Unfähigkeit der Regierung oder ist es einfach nur die Bequemlichkeit der Regierungspolitiker, die sich nicht mehr selbst gewissenhaft in Themen einarbeiten wollen, für was sie eigentlich bezahlt werden?

Auf jeden Fall entstehen dadurch Doppelausgaben, die zu Lasten des Volkes gehen, denn die ausgegebenen Mittel stehen nicht mehr für nützliche Dinge zur Verfügung.

Hier muss unbedingt die Ursache gefunden und beseitigt werden. Vielleicht ist es das beste, solche Parteien nicht mehr zu wählen. Um zu signalisieren, dass es so nicht weiter gehen kann. Diese Option wähle ich, da ich nicht mehr an Aufarbeitung glaube, zu oft kehrte man Berateraffären in der Vergangenheit unter den Teppich.

@ 10:42 von Willi Graf & 10:25 von fathaland slim

Aber aber... nicht so schnell die sprichwörtliche Flinte ins Korn werfen. Da geht noch was an sachlicher Diskussion und Argumentation - jenseits des hatespeech, der sich hier trotz Netiquette wohl nie ganz vermeiden lässt.

Beratungskompetenz einzukaufen ist per se ...

... kein Sakrileg, sondern eine vernunftbasierte Strategie.

Die Erfolgsfaktoren dafür sind

• durch Referenzen ausgewiesene Sachkompetenz der Berater
• eine klare Festlegung der Ziele der Beratung
• Interaktive Einbeziehung der Mitarbeiter des Kunden/Beratenen
• erfolgsorientierte Begleitung bei der Umsetzung des Beratungsergebnises.

Fazit: Investition in Expertise ist vernünftig, sei es bei privaten Unternehmen oder bei Behörden, wenn sie gezielt und auf Erfolg kontrollierbar erfolgt.

Abhängig von der Anzahl der Tests: 0 Test - keine Meldung.

@10:00 von wenigfahrer
Das Problem ist, dass es keine statistisch abgesicherte Test-Strategie gibt.
(Den "Rat", Statistiker heranzuziehen und Verfahren wie bei Wahlumfragen zu verwenden, habe ich übrigens kostenlos schon vor 1 Jahr hier im Forum erteilt - für alle, die Foristen das Urteilsvermögen abstreiten).
Mittlerweile haben sich Statistikprofessoren auch entsprechend öffentlich geäußert, wie Prof. Dr. Göran Kauermann, Statistiker an der LMU München.
Oder: Kritik an Inzidenzwerten: „Die Datenlage zu den Mutationen ist viel zu dünn“ Der Statistik-Professor Gerd Bosbach fordert repräsentative Stichproben sowie mehr Tests bei Mutanten und kritisiert das Robert-Koch-Institut.

Am 12. März 2021 um 10:44 von harry_up

" o schön der Gedanke ist, in einer Regierung ausschließlich nobelpreisverdächtige Alleswisser und -könner zu haben:
Nein, kein Mensch in einer Regierungsverantwortung könnte auch nur ansatzweise alles das im Kopf haben, was für eine sach- und fachgerechte Arbeit notwendig ist. "

Das stimmt so aber nicht, in einem Ministerium sind sehr viele Beschäftigte, die nichts mit Regierungsarbeit zu tun haben.
Sondern für Fachliche Aufgaben dort sind, niemand hat je verlangt das ein Minister ( meist Fach fremd ) alles weiß.
Eigentlich sitzen die Fachleute ja im Ministerium, für sollen die dann Berater benötigen, weil keiner die Verantwortung übernehmen möchte.
Oder wie darf man das verstehen.
Oder ist doch eher der Freund vom Freund hat eine Firma, so wie etwas eigenwillig rund um das Gesundheitsministerium, wo dann 51 Prozent gehalten werden.

In manchen Etagen stimmt einfach etwas nicht mehr.

09:53 von Sunshine24 Jeder

09:53 von Sunshine24

Jeder kann - wenn er denn will - sich Infos dazu im Netz suchen und finden !
z.B.

"https://www.dghm.org/4319-2/"

oder

"https://www.mdr.de/ratgeber/gesundheit/video-455640.html"

Zitat: "Hinter jedem

Zitat:
"Hinter jedem Politiker steht auch ein Apparat, mitunter sehr verästelt. Kompetenz in diesen Apparaten sehr durchwachsen. Leider aber Fähigkeiten für Intrigen recht ausgeprägt.
Gruß, Wolfgang"

wie so etwas aufgebaut ist hatte schon Emile Zola in seiner 20 Bände umfassenden Familien-Geschichte "Die Rougon-Macquart" thematisiert - besonders tiefe Einblicke gibt der Band "Seine Exzellenz Eugène Rougon"

aus meiner Sicht immer noch die perfekte Darstellung eines solchen Systems...
..zumal ich nicht wenig davon selbst in meiner eigenen "politischen Zeit" (Wende-Jahre) erleben konnte

re: Berater

um 11:04 von logig
>>Das Problem ist, das sie mühelos für jede Position einen Berater oder Experten finden, der die ihnen genehme Position vertritt. Außerdem könne sie so auch ihre Verantwortlichkeit verschleiern. ...<<

Einen guten Berater zeichnet eben aus, dass er NICHT bedingungslos der Meinung des Auftraggebers folgt. Auch, wenn es dann nicht zum Auftrag kommt. Wer sich als Berater "verbiegt" handelt unehrlich.

Gruß, Wolfgang

@ um 11:02 von harry_up

Vielleicht hat Frau VdL alle „ihre“ Berater mitgenommen nach Brüssel?
Und so wie der Einkauf von Impfstoffen erfolgte, ist das wohl das Naheliegendste.
Oder aber diese Beratungsfirmen haben Pleite gemacht weil sie Frau VdL und die Bundeswehr so toll beraten und sie danach keine Aufträge mehr bekommen haben.
Vielleicht sollte man mal überprüfen, ob die Berater, die Herrn Scheuer bei der Maut beraten haben, noch als Berater arbeiten dürfen? Oder was machen die heute ansonsten?
Beratungstätigkeiten dürften es eigentlich nicht mehr sein.

Entscheidungen sind immer eine Mischnung aus Beratung ...

... eigener Sachkompetenz und Mut zur unternehmerischen Initiative. Sollte auch bei staatlichen Stellen gelten.

Meine Mitgesellschafter und Mitarbeiter begleiten - mit unterschiedlicher regionaler Verantwortung - Kunden beim Aufbau und der Optmierung von Geschäftsprozessen, Supply Chains, Sourcing-Optionen, IoT-Szenarien und implementierung von IT-Landschaften über den Globus. Nicht so sehr die Fortune 500 sondern oft Mittelstand aus der Hidden-Champion Klasse.

Wirklich gute Berater mit Hintergründen aus Business Consulting, Informationstechnologie, Software-Entwicklung, Betriebswirtschaft, Mathematik/Statistik und weiteren Disziplinen sind auf einem weltweiten leergefegten Arbeitsmarkt knappe Human-Ressourcen und jeden Euro/Dollar wert.

Qualität bei Beratung und Implementierung ist allerdings nicht nur beim Dienstleister, sondern vor allem auch beim Kunden/Auftraggeber gefragt.

Regierungsausgaben für externe Berater 2020 stark gestiegen....

Der Tagesspiegel schrieb am 22.9. 2019 schon von 456 Millionen Euro Beratungskosten "der öffentlichen Hand" für PriceWaterHousecoopers.

Man ist offenbar resistent gegenüber Kritik.

Soviel Beratung, so wenig vernünftige Ergebnisse

Mit soviel Beratung von außerhalb stellt sich ja erst recht die dringende Frage, warum die Pandemiebekämpfung ein solches Desaster werden konnte?
Andererseits stellt sich die Frage, welche Beratungsunternehmen eingekauft wurden?
Ausländische Beratungsunternehmen zB sollte schon aus Gründen der zwingend zu unterstellenden Spionage überhaupt nicht erlaubt werden, irgendwelche Ministerien beraten.
ZB im Falle der Bundeswehr und derer zahllosen Berater unter Frau VdL. Dafür hätte Frau VdL eigentlich im Knast landen müssen und nicht in Brüssel.
Gab es da eigentlich Anschlussverpflichtungen, die jetzt von anderen Ministerien bedient werden müssen?
Und wenn die eigene Expertise beim vorhandenen Personal nicht ausreicht, muß vielleicht nochmal die Ausbildung dieser Mitarbeiter überdacht werden und natürlich die Bezahlung der eigenen Fachleute.
Allerdings sollten die Diäten der beteiligten Politiker überprüft werden.
Leistungslose Diäten sind nämlich auch nicht richtig

Bezeichnend!

Zitat: "Mehr als 430 Millionen Euro hat die Bundesregierung im vergangenen Jahr für Unternehmensberater ausgegeben - 46 Prozent mehr als im Vorjahr. "

Das ist schon sehr bezeichnend, insbesondere angesichts der Tatsache, dass wir das weltweit zweitgrößte Parlament haben und uns jede Menge hochbezahlter Staatssekretäre, Beauftragte für Dingsbums etc. leisten.

Wie wäre es einmal damit, echte Experten ran zu lassen, die wissen, wovon sie sprechen und nicht Parteifunktionäre, die außerhalb der Politik nie gearbeitet haben, oft ein abgebrochenes "Studium" der Theologie oder Theaterwissenschaften vorweisen und in dem Bereich, wo sie Minister werden wollen, sich nicht auskennen?

10:47, dr.bashir

>>Ich sehe nur keinen Grund, warum das Berater(un)wesen anscheinend so ausufert. Da könnte man natürlich einwenden, die Welt würde immer komplexer usw. Dann ist aber die Frage, warum die interne Kompetenz der Ministerien damit nicht Schritt hält.<<

Es müssten dann wohl noch mehr Leute eingestellt werden. Begriffe wie "Bürokratiemonster" oder "Wasserkopf" würden dann aber die Runde machen.

Ich könnte mir vorstellen, daß externe Berater letztendlich billiger kommen als eine Vergrößerung des Beamtenapparates.

Viele werden jetzt sagen "Die Beamten tun ja sowieso nix, da können sie doch ohne Schwierigkeiten weitere Aufgaben übernehmen. Dann kommen sie wenigstens mal ans Arbeiten."
Konfrontiert mit solcherart Argumenten werde ich allerdings schwer melancholisch und denke über den Begriff "Vergeblichkeit" nach...

Gute Berater

zeichnen sich eben auch dadurch aus, dass sie nicht jeden Auftrag annehmen, weil sie nur die $-Zeichen in den Augen haben.

In Vorgesprächen muss geklärt werden,
> ob der Berater überhaupt die fachliche Kompetenz hat; ein ehrlicher Berater sagt auch klar: nein, hier liegt nicht unsere Kompetenz. z.B. Berater ist spezialisiert auf Investitionsgüterindustrie - dann ist er wohl kaum für das Lebensmittelgeschäft geeignet;

> hat das Unternehmen überhaupt die Voraussetzung z.B. beim Gang ins Ausland. Nach unserer Erfahrung raten wir 3 von 5 vor einem solchen Schritt ab, begründet!

> die persönliche Chemie zwischen Berater und Auftraggeber muss stimmen!
usw.

Gruß, Wolfgang

Politiker haben es nicht leicht.

Wenn Politiker so eine Expertise hätten wie Berater, würden sie wahrscheinlich nicht Politiker werden sondern Berater.
Auch Politiker wollen Erfolg haben und die Karriereleiter hoch steigen. So wie alle auf diesen Planeten auch. Von daher verstehe ich hier Einige nicht wenn sie so dermaßen auf die Politiker drauf hauen. Ist das etwa Neid?!
Das Einzige was mich etwas stört ist, dass man die Ministerien an Politikern verteilt die wenigsten ein bisschen Ahnung von der Materie haben.

11:06 von re al ist

Es wäre wirklich schön, wenn mal wieder Fachleute als Minister fungieren und unabhängig,
sinnvolle Entscheidungen fällen.
.
als Justizminister ... klar Jura
aber was muß man dann als Innenminister können,
als Verteidigungsminister - F 16 fliegen oder schießen können
.... oder als Bundeskanzler ?

10:52, Wolfgang GA @10:25 um fathaland slim

>>Hinter jedem Politiker steht auch ein Apparat, mitunter sehr verästelt. Kompetenz in diesen Apparaten sehr durchwachsen. Leider aber Fähigkeiten für Intrigen recht ausgeprägt.<<

Das kann man wohl sagen.

Aber wehe, ein Politiker legt sich mit dem Verwaltungsapparat an. Dann sind alle internen Intrigen rasch vergessen, die Bürokratie steht wie eine Eins und lässt den Politiker auflaufen. Denn alle wissen genau: Politiker kommen und gehen, die Verwaltung, die bleibt bestehen.

Beraterverträge ...

Worüber soll man sich aufregen , ..da greift doch in den meisten Fällen der Höchststeuersatz , ..und schon holt sich der Staat ein großes Stück Kuchen wieder zurück ...
Die Zahlen die da im Raum stehen sind für uns sowieso nicht nachvollziehbar .
Kontrollgremien gibt es , Rechenschaft wofür ..muss bei jedem Mitarbeiter im Außendienst z.B. auch durch Contolling permanent überwacht werden .
Schön ist doch immer die Aufdeckung wenn es der politische Wille will ; siehe zur Zeit das CDU/CSU Desaster ...

430 Millionen für externe Berater

Das heißt dann : Wissen ist Macht aber nichts Wissen macht auch nichts ! Na dann .....

Es wird zwar erklärt

wofür das Geld gebraucht wird, nicht aber warum der Betrag in 2 Jahren von 180 auf 450 Mio gestiegen ist.

Kann das einer plausibel darlegen?

Generell leuchtet mir schon ein, dass Berater hier und da sinnvoll sein können und nicht alles innerhalb eines Ministeriums abgedeckt wird.
Aber hier ist halt Vertrauen verspielt worden.

Wir leben in einer immer komplexer werdenden Welt

und welcher Spitzenfachmann wird Beamter? Der Staat ist (vermeintlich) nicht in der Lage, die Gehälter zu zahlen, die wirklich gute Leute zu Recht verlangen, selbst wenn sie bereit sind, für einen Beamtenjob deutlich weniger zu verlangen, als sie in der freien Wirtschaft bekämen. Hier spart der Staat. Vielleicht am falschen Ende? Um in unserer komplexen Welt zurecht zu kommen, bedarf es daher dann stundenweise bezahlter und entsprechend teurer Berater. Ich habe z.B. 20 Jahre lang für meinen Arbeitgeber Grundlagenforschung betrieben und erst jetzt zahlt sich das aus - klar, dass meine Beratungsstunde heute sehr teuer ist. Meine Kollegen in den Behörden hatten niemals eine Chance, hier entsprechend gründlich sich einzuarbeiten. Man hätte das Schulchaos des letzten Jahres vielleicht vermeiden können, wenn man ein paar Berater beauftragt hätte, statt online-Unterricht von Leuten gestalten zu lassen, für die eine Email das 13. Weltwunder ist.

@ 11:26 von Cosmopolitan_Citizen

"Beratungskompetenz einzukaufen ist per se
... kein Sakrileg, sondern eine vernunftbasierte Strategie."

Hier geht es nicht darum dies per se zu verurteilen, hier geht es um das Ausmaß, was letztlich berechtigte Zweifel an der Kompetenz der eigentlich dafür Zuständigen aufkommen lässt.

11:04, logig

>>Das
Problem ist, das sie mühelos für jede Positon einen Berater oder Experten finden, der die ihnen genehme Position vertritt. Außerdem könne sie so auch ihre Verantwortlichkeit verschleiern.<<

Inwiefern kann man mithilfe von Beratern politische Verantwortlichkeit verschleiern? iGanz egal wie eine Entscheidung zustande gekommen ist, verantwortlich ist und bleibt der zuständige Minister/die Ministerin.

>>Es gibt genug Länder, die zeigen, dass schnelles Handeln, das zuerst den Gesundheitschutz sieht, in jeder Hinsicht besser gefahren sind, als die westlichen Demokratien. Sie sind den richtigen Beratern gefolgt.<<

Genug Länder?

Welche meinen Sie denn?

11:12 von andererseits: Politiker und Experten

Selbst wenn man kein Experten-Kabinett bildet, sollte man m. E. bei der Ministerauswahl solche Politiker nehmen, die die maximal möglichen Vorkenntnisse haben.
Beim Gesundheitsministerium wäre daher ein Arzt immer einem Bankkaufmann vorzuziehen.
Beispiel: Die Virologen haben in 2019 Minister Spahn auf die fehlenden Sequenzierungen bei den PCR-Tests hingewiesen und wohl diese für nötig gehalten. Sie haben keine Antwort erhalten ... Vielleicht deshalb, weil Spahn von der Materie zu wenig Ahnung hat?
Jedenfalls hat diese fehlende Sequenzierung dazu geführt, dass wir in D nicht mal wußten, welche Mutationen es vom C-Virus bei uns gibt. GB hatte da schon einen sehr guten Überblick über die Häufigkeit der dortigen Mutationen.
Ich bin sicher, dass dies und vieles andere bei Lauterbach als Gesundheitsminister VIEL besser gelaufen wäre.

11:49, Blitzgescheit

>>Bezeichnend!
Zitat: "Mehr als 430 Millionen Euro hat die Bundesregierung im vergangenen Jahr für Unternehmensberater ausgegeben - 46 Prozent mehr als im Vorjahr. "

Das ist schon sehr bezeichnend, insbesondere angesichts der Tatsache, dass wir das weltweit zweitgrößte Parlament haben und uns jede Menge hochbezahlter Staatssekretäre, Beauftragte für Dingsbums etc. leisten.

Wie wäre es einmal damit, echte Experten ran zu lassen, die wissen, wovon sie sprechen und nicht Parteifunktionäre, die außerhalb der Politik nie gearbeitet haben, oft ein abgebrochenes "Studium" der Theologie oder Theaterwissenschaften vorweisen und in dem Bereich, wo sie Minister werden wollen, sich nicht auskennen?<<

Haben Sie eigentlich schon einmal daran gedacht, in die Politik zu gehen?

Sie wissen ja:

Demokratie ist kein Buffet, Demokratie ist eine Küche.

Deswegen ist die Motzerei über die angebliche Unfähigkeit der politischen Akteure ziemlich wohlfeil. Bewerben Sie sich um ein Mandat!

Man traut wohl den eigene Mitarbeitern nichts zu

Ich habe selbst einige Zeit für eine Unternehmensberatung im Back-Office gearbeitet, daher kenne ich das Geschäft ein wenig.

Ein gutes Beratungsprojekt sollte zielgerichtet und schnell ein Problem lösen, für das es im zu beratenden Unternehmen keine Fachleute gibt. Es gibt aber auch Berater, die sich in Unternehmen unentbehrlich machen (wollen).

In den Ministerien gib es hunderte oder gar tausende Beamte, deren Job es eigentlich sein sollte für die Minister und deren Stab im Hintergrund die Arbeit zu machen, so dass der Minister auf fundierte Informationen zugreifen kann und z.B. in einer Konferenz oder vor der Presse keinen Blödsinn erzählt oder sachlich falsche Entscheidungen trifft.

Wenn man ständig einen ganze Stab von Beratern braucht, heißt das, dass die eigenen Mitarbeiter entweder unfähig sind oder dass man zu wenige Mitarbeiter hat, um die Arbeit zu bewältigen.
Auf jeden Fall scheint hier ein grundsätzliches Problem in der Personalplanung vorzuliegen.

Viel beeindruckender

ist der Anstieg innerhalb von 2 Jahren.

11:49 von Blitzgescheit

oft ein abgebrochenes "Studium" der Theologie oder Theaterwissenschaften vorweisen
.
aber die sind populär werden gewählt
wer ist also Schuld ?

Natürlich braucht man Experten, wenn man selbst keiner ist

Es ist m. E. nötig, dass man Experten bei bestimmten und wichtigen Themen zu Rate zieht.
Merkel wird von verschiedenen med. Experten beraten.
Nicht gut war dabei aber, dass sie nicht immer auf diese hörte.
Drosten hatte (wie auch Lauterbach) im Frühsommer 2020 eine starke 2. Welle vorausgesagt. Doch der Sommer wurde verschlafen, weil man an die 2. Welle nicht glaubte, nachdem die 1. Welle noch relativ glimpflich verlaufen war.
Man glaubte dann auch, dass man die Impfstoffbeschaffung der bekannt langsamen EU übertragen kann, weil man dachte, dass diese Beschaffung nicht dringlich ist.
Lauterbach hatte im Sommer 2020 auch zu flächendeckenden Schnelltests geraten.
Diese hätten vermutlich die 2. Welle ganz oder teilweise verhindert.
Doch die Politik hat auch diesen Rat ignoriert.

Natürlich braucht man Experten, wenn man selbst keiner ist

Es ist m. E. nötig, dass man Experten bei bestimmten und wichtigen Themen zu Rate zieht.
Merkel wird von verschiedenen med. Experten beraten.
Nicht gut war dabei aber, dass sie nicht immer auf diese hörte.
Drosten hatte (wie auch Lauterbach) im Frühsommer 2020 eine starke 2. Welle vorausgesagt. Doch der Sommer wurde verschlafen, weil man an die 2. Welle nicht glaubte, nachdem die 1. Welle noch relativ glimpflich verlaufen war.
Man glaubte dann auch, dass man die Impfstoffbeschaffung der bekannt langsamen EU übertragen kann, weil man dachte, dass diese Beschaffung nicht dringlich ist.
Lauterbach hatte im Sommer 2020 auch zu flächendeckenden Schnelltests geraten.
Diese hätten vermutlich die 2. Welle ganz oder teilweise verhindert.
Doch die Politik hat auch diesen Rat ignoriert.

@Am 12. März 2021 um 11:44 von Cosmopolitan_Citizen

Zitat: "Wirklich gute Berater mit Hintergründen aus Business Consulting, Informationstechnologie, Software-Entwicklung, Betriebswirtschaft, Mathematik/Statistik und weiteren Disziplinen sind auf einem weltweiten leergefegten Arbeitsmarkt knappe Human-Ressourcen und jeden Euro/Dollar wert."

Das ist richtig. Das sehe ich genauso.

Eine Lösung bzw. die Verbesserung könnte darin bestehen, dass man die Durchlässigkeit Politik und Wirtschaft erhöht und ermöglicht, dass Experten in die Politik und Politiker in die Wirtschaft wechseln können. Dass Berufspolitiker ohne konkrete Fachexpertise dann häufiger auf externe Berater zugreifen "müssen", liegt in der Natur der Sache.

re: Soviel Beratung, so wenig vernünftige Ergebnisse

um 11:49 von nie wieder spd

>>Mit soviel Beratung von außerhalb stellt sich ja erst recht die dringende Frage, warum die Pandemiebekämpfung ein solches Desaster werden konnte? ...<<
_________

Das Beispiel der zwei Unternehmen gestern im TV - für mich nicht überraschend.
Wir haben es leider auch so erlebt.

Gruß, Wolfgang

@ Epilog

"@ 10:04 Willi Graf @ 09:40 von Tada
Eine Frage: Können Sie "Beratung" nicht von "Meinungsaustausch" unterscheiden?" Am 12. März 2021 um 10:34 von Epilog

*

Wenn Sie, Epilog, hier nur die Meinung austauschen, dann kriegen Sie natürlich nichts.

So lange

Politiker gewählt werden die den Bezug zur Bevölkerung verloren haben und es Politiker gibt die meinen der Kobold sitzt in Batterien braucht es offenbar externe Beratung. Bei den Wahlen zählt wer am besten rüber kommt und nicht ob man was kann.

10:40 von andererseits

Mir ist das mit Beratern zu unübersichtlich.

Kompetente Leute mir Vorwisssen, die alle Aspekte - ja.

Aber wer bestimmt die Honorarhöhe und wer, ob jemand kompetent und neutral ist?
Gibt es nicht genug Institute (Unis zum Beispiel), die sich eh mit den Themen beschäftigen?

Da riecht mir aktuell zu sehr nach Vetternwirtschaft und Lobbyismus.
ABM für Freunde und Familie.

Wer Alles 1000%-tig machen will ...

... und so gut wie keine Verantwortung übernehmen will, und zudem Angst vor dem Bundesrechnungshof hat, braucht halt viele Studien und Berater und Expertisen.

Das kostet viel Geld.

Aber das ist nicht wirklich die Frage.

Sondern:
Brauchen wir solche Politiker/innen als Bundesministerinnen/er und deren Staatssekretärinnen/re, wie sie derzeit in der Groko-Deutschland in 2019/2020/2021 regierieren ?

Wenn die Berater

im Finanzministerium dafür sorgen würden, dass es keine Cum-Ex-Geschäfte oder Steuersenkung durch Briefkastenfirmen in Panama gibt, hätten sich die Ausgaben gelohnt.
Der Totalausfall der BAFIN bei der Verhinderung der Subprime-Krise 2008 kam den Steuerzahler auch teuer.
Über das wirken des Kraftfahrbundesamtes decke ich lieber den Mantel des Schweigens

11:46, Bernd Kevesligeti

>>Regierungsausgaben für externe Berater 2020 stark gestiegen....
Der Tagesspiegel schrieb am 22.9. 2019 schon von 456 Millionen Euro Beratungskosten "der öffentlichen Hand" für PriceWaterHousecoopers.

Man ist offenbar resistent gegenüber Kritik.<<

PricewaterhouseCoopers (so schreiben die sich) ist ein Wirtschaftsprüfungskonzern.

Ich kann daran jetzt erst mal nichts anrüchiges erkennen. Wirtschaftsprüfung spart mehr Geld als sie kostet. Das ist das Geschäftsmodell dieser Branche.

Sorry aber habe was falsch

Sorry aber habe was falsch geschrieben in meinem 1. Kommentar.
Es sollte heissen: was mich etwas stört ist, dass wenn schon Politiker Ministerposten bekommen, die wenigsten ein bisschen Ahnung von der Materie haben sollten.
Wie z.B. Ursula v.d.L. wie kann diese Frau Verteidigungsministerin werden. Oder die Jetztige. Die haben m.M.n. null Ahnung von der Materie.
Aber anscheinend will diese Posten niemand haben und von daher müssen halt Leute ran die eigentlich nicht geeignet dafür sind. Das sollte in Zukunft anderst gestaltet werden. Dann hätten wir nicht so viele Millionen an Berater Honorare die leider dann einfach nötig sind.

@ wenigfahrer, um 11:27

re 10:44 von harry_up

Da missverstehen wir uns wohl etwas.

Meinen Kommentar schrieb ich als Antwort auf die (nach wie vor, wie ich finde, unsachlichen und sich mehrenden) Kommentare des Users Sunshine24, der sich die Bundesminister so heftig als Alleswisser und -könner vorstellt.

Obwohl ich die Berechtigung für die happig gestiegenen Ausgaben für Beratungstätigkeiten nicht beurteilen kann, aber von der Notwendigkeit gleichwohl überzeugt bin, wäre für mich ein Untersuchungsausschuss (haha, der besteht natürlich auch aus politisch aktiven Mitgliedern) infrage - falls ein solcher eingerichtet werden kann.

@09:45 von Hansemann52

>> Während die Unternehmensberater

Besonders, da Unternehmensberater kein IHK-Beruf mit irgendwie gearteter Prüfung wäre. oO

@Der_Europäer - Ein paar Monate Minister wären okay.

11:52 von Der_Europäer:
"Von daher verstehe ich hier Einige nicht wenn sie so dermaßen auf die Politiker drauf hauen. Ist das etwa Neid?!"
> Wer schlechter bezahlt wird, seine Aufgaben ohne zugekaufte Berater bewerkstelligen und dann auch noch für seine Fehler geradestehen muss, der darf auch mal neidisch sein.

"Das Einzige was mich etwas stört ist, dass man die Ministerien an Politikern verteilt die wenigsten ein bisschen Ahnung von der Materie haben."
> Na ein Glück, dass so etwas nur selten vorkommt. :)

Soweit ich mich erinnere

Soweit ich mich erinnere hatte Frau von de Leyen alleine schon Beraterausgaben in ähnlicher Höhe.

Die Frage ist wie wir damit umgehen bzw. dies einzuordnen haben.

Ich stelle für mich das Parteiensystem in Frage, und würde lieber konkrete Themen wählen.

Der zunehmende Wasserkopf der Administration ist sehr kostspielig, und Zeitintensiv.

Jedoch muss man sich dann noch überlegen wem man die Verantwortung für Strategien überträgt.

Trotz meiner Kritik bin ich für bedächtiges Vorgehen, denn die Stabilität muss alles in allem immer Priorität haben.

Geht diese verloren, werden sich so einige hier sehr wundern wie schlecht es noch werden kann.

Das Scheurer noch im Amt ist,

Das Scheurer noch im Amt ist, ist der Skandal schlechthin.

@Cosmopolitan_Citizen - Beratung zum Selbstzweck?

11:26 von Cosmopolitan_Citizen:
"Fazit: Investition in Expertise ist vernünftig, sei es bei privaten Unternehmen oder bei Behörden, wenn sie gezielt und auf Erfolg kontrollierbar erfolgt."

Das ist völlig richtig.
Leider ist das nicht immer gegeben. Ich erinnere an Frau von der Leyen, Herrn Scheuer und nun Herrn Spahn. Die Beratungskosten spiegeln sich in den erbrachten Leistungen nicht wider.

11:11, Marcelino

>>fathaland slim
Sehr geehrter User. Ich schätze Ihre Kommentare immer. Ich kann aber aus zeitlichen Gründen nicht alles lesen. Allerdings kann ich aus den heutigen Kommentaren einen, wie Sie schreiben tiefsitzenden Hass nicht erkennen. Es ist tatsächlich so, dass viele Kommentatoren sich mit Recht über diese Beratungskosten aufregen. Das sehe ich genau so und finde es unerträglich, das so "einfach" mit unseren Steuergeldern umgegangen wird.

Beste Grüße<<

Gute Berater, die ihr Geld wert sind, sparen mehr Kosten als sie kosten.

Ob es sich bei den Beratern, um die es hier geht, mehrheitlich um gute oder um schlechte handelt, geht aus dem Artikel, den wir hier diskutieren, nicht hervor. Weswegen viele Leser sofort glauben, es handele sich um schlechte. Denn dies entspricht ihrer generellen Einstellung der Politik gegenüber.

Insofern trägt so ein Artikel nicht unbedingt zum Abbau von Vorurteilen bei. Was guter Journalismus eigentlich immer sollte.

@ um 10:45 von Stern2100

""Im übrigen ist es doch vernünftig, Fachwissen, das in den Ministerien nicht vorhanden ist, einzukaufen. ""

Fachwissen sollte in den Ministerien genügend vorhanden sein.
Sonst erübrigt sich die Notwendigkeit des Ministeriums mit den vielen Beamten.

Berater sollten Punktgenau für eine Sonderaufgabe wo
es an Kompetenz oder ähnlichem fehlt hinzu gezogen werden.

"Dass machen gerade im IT-Bereich alle Unternehmen."
Nein, das macht nur der, der aufgrund seiner Betriebsstruktur keine eigene IT Abteilung unterhalten kann.
Dann ist es sinnvoll kurzfristig Berater für gewisse Projekte anzuheuern.
Eine eigene IT ist bei einer gewissen Betriebsgröße unumgänglich.

@Giselbert 11:59 - Marginale Größe

"Hier geht es nicht darum dies per se zu verurteilen, hier geht es um das Ausmaß, was letztlich berechtigte Zweifel an der Kompetenz der eigentlich dafür Zuständigen aufkommen lässt.

Das Ausmaß ist vertretbar. Beim Volumen des Bundeshaushalts von 500 Mrd. in 2021 sind 430 Millionen Beratungsausgaben eine sehr überschaubare Größe, um es milde zu sagen.

Zweifel an der Kompetenz der Zuständigen begründet das alleine nicht. Wichtiger ist, dass diese Zuständigen die Voraussetzungen für eine gute Analyse von Zusammenhängen und Prozessen schaffen und vor allem die Vorbereitung für eine effektive Implementierung von (neuen) Prozessen, Netzwerken und Systemen sicherstellen.

Das ist die Kompetenz, die beim Beratenen gefordert wird.

re: Vorkenntnisse

um 12:03 von Margitt.
>>Politiker und Experten
Selbst wenn man kein Experten-Kabinett bildet, sollte man m. E. bei der Ministerauswahl solche Politiker nehmen, die die maximal möglichen Vorkenntnisse haben ...<<
_______
Natürlich haben Sie recht. Allein es scheint mir schwer, so eine Vorstellung umzusetzen.

Mir fällt aus dem Steggreif kein Land ein, wo nach Wahlen oder Regierungsum- oder -neubildung so entschieden wird.

"Verdienstvolle Parteisoldaten" sehen es als natürlich an, dass sie für ihr Engagement für die Partei auch ordentlich mit Posten belohnt werden.
In anderen Ländern sind es die Großspender, die dann mit hohen Regierungs- oder Botschafterposten belohnt werden.

Regierung Biden ist bisher eine positive Ausnahme.

Gruß, Wolfgang

12:07, Sisyphos3

>>11:49 von Blitzgescheit
oft ein abgebrochenes "Studium" der Theologie oder Theaterwissenschaften vorweisen
.
aber die sind populär werden gewählt
wer ist also Schuld ?<<

Das sind alles Legenden.

Der einzige Politiker, der mir einfällt, der derzeit Verantwortung trägt und auf keinerlei abgeschlossenes Studium oder Berufserfahrung zurückblicken kann, ist Sebastian Kurz.

@ um 10:05 von Rybnika

""Unsere Minister in Berlin sind Berufspolitiker.....

Antwort:
Was sollte ihrer Meinung nach ein Verkehrsminister von Beruf sein?
Vielleicht Verkehrspolizist?
Oder muss er aus dem Tiefbau kommen um Autobahnen zu bauen?
Oder Pilot um bei Flughäfen mitreden zu können?

Ein Minister muss ein guter Manager sein, der seine Abteilungsleiter, Staatssekretäre etc. koordiniert.
Die Fachkompetenz ist weiter unten angesiedelt.
Das ist auch in fast allen größeren Firmen so.

Auch der Chef von z. Bsp. Airbus kann keine Flugzeuge bauen!
Und der Chef von der NASA ist auch kein Astronaut.

@ 12:03 von Margitt.

Da kann ich Ihnen immer noch nicht zustimmen: die Kompetenzen, die man im Ministeramt braucht, gehen weit über fachliche Kompetenzen hinaus. Das können auch Sie leicht erkennen, wenn Sie das Beispiel "Lauterbach" weiterdenken: Glauben Sie nicht, dass der Gesundheitsminister die Fachkompetenzen eines Herrn Lauterbach genauso in die Überlegungen und Entscheidungen einbeziehen könnte (und wahrscheinlich de facto auch tut) wie die namhafter Virolog*innen, Mathematiker*innen und Szenario-Entwickler*innen - zumal Herr Lauterbach als Experte der gleichen Regierung angehört wie Herr Spahn? Es ist ein beliebter und weitverbreiteter Trugschluss, dass Fachexpertise das entscheidende Kriterium für die Besetzung eines Minister*innen-Amtes ist; entscheidender ist es, die Fachexpertise zu organisieren und in Prozesse einzubinden. Noch anders formuliert: Fachexpertise gehört ins Ressort, meinetwegen als Stabsstelle, aber nicht notwendigerweise an die Spitze des Ministeriums.

Struktur Beraterfirmen wäre interessant

Leider kenne ich sie nicht, ich gehe aber jede Wette ein, dass mehr als 90% der Berateraufträge für die deutsche Regierung von folgenden 5 Firmen abgefasst wurden:

> EY
> PWC
> Deloitte
> Accenture
> McKinsey

Gruß, Wolfgang

PS.: Muss mich leider ausklinken, habe noch Telefonverpflichtungen mit zwei bösen und einem sehr guten Land :-)

Interessant...

Die beiden CSU amigos Seehofer und Scheuer vorne weg bei den Beraterverträgen. Und wenn sich Verkehrsminister Scheuer schon für viel Geld hat beraten lassen, warum hat er den ganzen Maut-Quatsch dann dermaßen in den Sand gesetzt?

@ 12:17 von Tada

Eine Frage: Kriegt man was, wenn man die richtigen Fragen stellt? Und kriegt man eine Zulage, wenn man Sie rhetorisch gut zuspitzt?
;-)

12:08, Margitt.

>>Man glaubte dann auch, dass man die Impfstoffbeschaffung der bekannt langsamen EU übertragen kann, weil man dachte, dass diese Beschaffung nicht dringlich ist.<<

nein, nicht deswegen.

Sondern weil die EU ein Staatenbund ist, innerhalb dessen man die Konkurrenz der einzelnen Mitglieder untereinander vermeiden möchte. Die Bundesstaaten der USA sind bei der Impfstoffbeschaffung ebenfalls nicht auf sich allein gestellt, ebensowenig wie die deutschen Bundesländer.

Impfstoff ist knapp. Wenn sich einzelne von diesem knappen Gut einen großen Anteil sichern, so wie etwa Israel oder Großbritannien, dann ist das gut für diese beiden Länder, die im übrigen überdurchschnittlich schwer von der Pandemie gebeutelt wurden. Wenn aber jeder versucht hätte, es so zu machen, dann hätte es ein Hauen und Stechen gegeben und trotzdem nicht mehr Impfstoff.

zustimmung von Arthor 2008

ich stimme Ihrem kommentar zu, mindestmaß ist das wort, es gibt schon fachkompetenz bei den mitarbeiterInnen (habe selbst ü. 25 jahre in einer behörde in berlin gearbeitet), aber leider sind oft die strukturen so verkrustet und das ego der leiterInnen so gestrickt, daß geäußerte ideen/gedanken von mitarbeiterInnen hinsichtlich effektiverer verfahrensabläufe etc. in der behörde von ihnen als persönlicher affront betrachtet wird, schade, natürlich ist es auch hilfreich, von außen sich beraten zu lassen, aber die gezahlten summen und die steigende tendenz sollte kritisch nachgefragt und überdacht werden, wie sagt man: weniger ist mehr und mehr vertrauen in die eigenen mitarbeiterInnen,

12:08, Blitzgescheit

>>Eine Lösung bzw. die Verbesserung könnte darin bestehen, dass man die Durchlässigkeit Politik und Wirtschaft erhöht und ermöglicht, dass Experten in die Politik und Politiker in die Wirtschaft wechseln können.<<

So wie Matthias Wissmann zum Lobbyverband der Autoindustrie? Gerhard Schröder zu Gazprom? Joschka Fischer zu RWE und OMV?

Ich könnte Ihnen den ganzen Tag solche Beispiele aufzählen. Sie rennen also offene Türen ein. Machen sich mit solcherart Vorschlägen hier aber wohl wenig Freunde.

Man braucht halt ..

.. Beratung, bis das Ergebnis passt. Das ist nicht billig.

Ausgehend

von den Erfahrungen meines Arbeitslebens in der Privatwirtschaft würde ich sagen, Berater holt man sich vor allem dann ins Haus, wenn Projekte anstehen, die die „normale“ Belegschaft nicht in der für das Projekt vorgesehenen Zeit stemmen kann, entweder wegen fehlender Expertise oder fehlender Arbeitszeit (weil ja auch und vor allem die „Tagesarbeit“ zu erledigen ist).
Für die auftraggebende Firma haben Berater den Vorteil, dass sie zur Not Tag und Nacht arbeiten (müssen), um die Termine zu halten, abgegolten durch die hohen Beratergehälter. Das kann man von der „normalen“ Belegschaft nicht verlangen.
Auch für Ministerien können also Berater durchaus sinnvoll sein, aber sicher nicht in jedem Fall.

Berater sitzen überall

Es gibt bei SIEMENS ganze Abteilungen, die zu zwei Drittel aus Externen bestehen. In vielen Banken, Versicherungen etc. sieht es ähnlich aus.

Was tun diese Leute?
Wer sind sie ?

Die erste Frage lässt sich leichter beantworten.

„Berater“ werden für bestimmte Projekte, zB neue Produktentwicklungen oder ein „Redesign“ engagiert. Reine Managementberatung ist eher die Ausnahme (Gegenbeispiel: Bundeswehr Beschaffungsamt). Oft werden die Berater nach einem Projekt „übernommen“, also fest eingestellt, auch in Ministerien und sogar verbeamtet!

Es gibt große Beratungshäuser, die überall ihre Leute sitzen haben und wie Nomaden von einer Firma zur nächsten ziehen. Und es gibt Freelancer die oft wieder Subunternehmer von Beratungsfirmen sind.

Früher gab es das nicht. Es entspricht heute den Arbeitsmodellen der deutschen Wirtschaft, und mit zeitlicher Verzögerung ist das auch auf die öffentliche Verwaltung übergeschwappt.

Das Nachsehen hat oft die Stammbelegschaft und Berufseinsteiger.

Berater sind ja auch sinnvoll

Es ist ja grundsätzlich auch sinnvoll, dass externe Berater hinzu gezogen werden. Es sollte in einem vernünftigen Rahmen bleiben. Da muss das Parlament kontrollieren. Aber die Pauschalverurteilung, die bringt gar nichts. Das kostet der Linkspartei nur Ansehen. Und das sieht man ja auch bei den Wahlen.

Berater

Ich denke, das Problem sitzt viel tiefer. Es gibt wirklich sehr sinnvolle Beraterfirmen (Wolfgang GA). Wir haben aber zu viele Juristen und BWLer ohne praktische Erfahrung. Die brauchen auch einen Job. Vor etlichen Jahren habe ich einen Lehrgang zur Einführung der ISO 9000 im Produktionsprozess gemacht. Unser Dozent war an der Entwicklung der Norm beteiligt. Zitat „Die ISO 9000 ist geschaffen worden um Zukünftigen BWL Absolventen einen Arbeitsplatz zu schaffen „. Schaffen wir nicht immer mehr Regularien, auch wir als Bürger, dass wir nachher einfach die Übersicht verlieren? Kleine Literaturempfehlung „David Graeber Bullshitjobs“ Hier hinterfragen Angestellte den Sinn ihrer Tätigkeit.

11:01 von Athor2008 Wie bitte?

Fachliche Kompetenz?
Sorry aber das sind Politiker...

Das seit 10-20 JAhren in der Öffentlichkeit der Begriff Experte auch für diese und viele andere unpassende Berufsgruppen verwendet wird, ist der Entwicklung unserer Sprache geschuldet nicht der Entwicklung von Kompetenz.

Meines Wissens gibt es auch noch keinen Studiengang "Expertologie"

Ich fühle mich manchmal bei soviel Experten immer an die Kompetenz von Howie Manson erinnert, der hatte zumindest mal ein halbes Semester Expertologie studiert.

@Am 12. März 2021 um 12:05 von fathaland slim

Zitat: "Sie wissen ja:

Demokratie ist kein Buffet, Demokratie ist eine Küche.

Deswegen ist die Motzerei über die angebliche Unfähigkeit der politischen Akteure ziemlich wohlfeil. Bewerben Sie sich um ein Mandat!"

Guter Punkt!

Ich motze ja nicht nur: ich wähle bekanntlich seit 2013 die AfD.

Aber ich gebe Ihnen recht: immer nur den Finger in die Wunde regeln reicht nicht, auch wenn man wie ich die einzige Partei wählt, die in diesem Land noch für Kompetenz, Rechtsstaat, Demokratie, Marktwirtschaft und Freiheit steht.
Man muss selber aktiv werden.

12:45, Klaus1963

>>Fachwissen sollte in den Ministerien genügend vorhanden sein.
Sonst erübrigt sich die Notwendigkeit des Ministeriums mit den vielen Beamten.

Berater sollten Punktgenau für eine Sonderaufgabe wo
es an Kompetenz oder ähnlichem fehlt hinzu gezogen werden.<<

Ist Ihnen schon einmal die Idee gekommen, daß man den Beamtenapparat eines Ministeriums nicht unnötig aufblähen möchte und deswegen punktgenau, wie Sie es formulieren, Berater beschäftigt?

Im Prinzip handelt es sich um nichts anderes als Werksverträge. Die sind oft kostengünstiger als fest angestellte Mitarbeiter.

430 Millionen Euro klingt erst einmal nach sehr viel Geld, wenn man diese Zahl einfach beziehungslos im Raum stehen lässt. Das sollte man aber nicht tun, sondern ein wenig tiefer blicken. Wozu der hier diskutierte Artikel allerdings wenig hergibt.

Beraterhonorare

Fragt man sich doch wozu die tausende von Mitarbeitern in den Ministerien denn noch gebraucht werden, wenn die eigenen Beamten scheinbar keine Ahnung haben?

Lobbyarbeit hat ja auch Sinn

Ich bin ganz froh, dass praxisorientierte Industrievertreter bei den eher bürokratisch geschulten Beamten in den Ministerien Lobbyarbeit machen. Unsere Firma engagiert sich über einen Unternehmerverband da auch und das finde ich gut.

12:58, Wolfgang GA

>>PS.: Muss mich leider ausklinken, habe noch Telefonverpflichtungen mit zwei bösen und einem sehr guten Land :-)<<

Ich kenne keine bösen und keine guten Länder. Sondern nur mehr oder weniger kritikwürdige Politiker und Regierungen.

Ich wäre sehr froh, wenn man Politik nicht auf "gut" und "böse" reduzieren würde.

Beratung bedeutet Wegdelegieren von Kompetenz

Externe Berater haben in großen Firmen oder Ministerien auch eine psychologische Funktion: sie sind Mädchen für alles und gleichzeitig Puffer und Prügelknaben.

Das läuft dann so: eine Führungskraft hat „einen Bock geschossen“. Verantwortung wird nicht übernommen, den internen MA will oder kann man (Betriebsrat! Beamtenrecht!) nicht ans Schienbein treten. Dann waren’s halt die Berater. Nicht das man die jetzt rauswirft, das wäre ja kontraproduktiv. Man drückt die Tagessätze oder lässt die Köpfe ersetzen.

Wenn ein Beratungshaus zB in einem Ministerium mit 100 Leuten anfängt, sind nach 2 Jahren davon noch 60 da, aber dafür 40 neue gekommen. Ein Nullsummenspiel.

Folgen: Interne werden weniger oder garnicht mehr geschult, Personalentwicklung vernachlässigt, offene Stellen nicht mehr ausgeschrieben.

Stattdessen werden Berater eingestellt, oft für Gehälter die gut das doppelte dessen betragen können was ein Interner in gleicher Position erhält (soviel zum „Gender Pay Gap“....)!

Wozu braucht es dann eigentlich noch...

...die Bundesregierung, wenn die doch eh nur das abnickt, was ihnen die Berater aufschwatzen? Dann braucht es doch die Regierung nicht mehr? Da könnte man dann richtig viel Steuergeld sparen!

Ab morgen mache ich das genauso, wie die Regierung. Statt mir selbst Gedanken zu machen, stelle ich ab morgen einen Berater ein, der mir vorgibt, wie ich zu tanzen habe. Dann kassiere ich zwar weiterhin meinen Lohn und der Berater bekommt dafür ein paar Hundert Euros, aber ich kann dann öfter zu Hause bleiben, ausschlafen, spazieren gehen und sonst ganz viele Dinge machen, die ich nicht machen könnte, wenn ich selbst arbeiten würde!

Tolle Welt!

Und weil das so praktisch ist, bewerbe ich mich jetzt gleich auch noch um 10 andere Stellen, die ich alle parallel machen kann, weil ich ja jetzt Zeit habe, stelle für jede der 10 Stellen einen Berater ein (vielleicht macht der ein oder andere Berater auch 2 oder 3 Jobs gleichzeitig), kassiere 10 Mal Gehalt & muss mein Lebtag keine Armut mehr fürchten.

woher kommen all diese Berater?

Wenn sich schon die Hälfte der Kosten auf ein CSU geführtes Ministerium bezieht - gibt es auch eine Aufschlüsselung, wie viele dieser Berater für Bayrische Unternehmen arbeiten?
...oder selbst aus Bayern sind?

Amigo 2020?

@Am 12. März 2021 um 13:06 von fathaland slim

Zitat: "So wie Matthias Wissmann zum Lobbyverband der Autoindustrie? Gerhard Schröder zu Gazprom? Joschka Fischer zu RWE und OMV?

Ich könnte Ihnen den ganzen Tag solche Beispiele aufzählen. Sie rennen also offene Türen ein. Machen sich mit solcherart Vorschlägen hier aber wohl wenig Freunde."

Die Beispiele, die Sie hier anführen, sehe ich ebenso kritisch.

Derartige Probleme existieren in Ländern mit einer hohen Überschneidung zwischen dem Staat und der Wirtschaft.

Wäre der Staat und die Wirtschaft nach den Prinzipien des Ordoliberalismus aufgebaut, gäbe es diese Sphäre der Kollusion zwischen Politik und Wirtschaft nicht.

Aber Sie stehen ordoliberalen Ideen wie die meisten Linken hier ebenso ablehnend gegenüber, wie ich annehmen darf?

10:52 Wolfgang GA

"Hinter jedem Politiker steht auch einApparat......"

ich glaube das ist der Punkt wieso sich so viele aufregen.
Jedes Ministerium hat eine Anzahl Beamter mit Sachverstand für das jeweilige Ressort zur Verfügung die ja nicht bei jeder Wahlperiode wechseln. Also stellt sich die Frage, trauen die Politiker, Minister usw. ihren eigenen Beamten nicht oder halten sie diese für unfähig oder man hat durch eine Gesetzgebung aus was für auch Gründen alles so verkompliziert, dass nicht einmal die Gesetzgeber bei ihren Gesetzen durchblicken und daher vorsichtshalber noch externe Berater brauchen um all die Winkelzüge und Ausnahmen von der Ausnahme usw. zu verstehen.

@12:54 von andererseits

>>Fachexpertise gehört ins Ressort, meinetwegen als Stabsstelle, aber nicht notwendigerweise an die Spitze des Ministeriums.<<

Da bin ich bei Ihnen. Wir hoffen ja auch, dass ZB Herr Habeck dereinst als Finanzminister sein Wirken nicht nach rein philosophischen Maßstäben gestaltet.

Klar werden Experten gebraucht

In den großen Firmen sind das die SPOCS (Single Point of contact), oft Interne die als Ansprechpartner für Spezialthemen fungieren.

Auch in der Coronakrise hat es Sinn gemacht, bis zu einem gewissen Grad Virologen, Epidemiologen und Physiker zu Wort kommen zu lassen.

Dabei hat man es allerdings übertrieben. Zuerst mal ist Beratung ja immer eindimensional. Probleme sind aber oft vielschichtig. Zum anderen wird versucht, Verantwortung wegzuschieben.

Der Klassiker „Er wurde schlecht beraten!“.

In den letzten 20 Jahren konnte ich beobachten das Expertenberatung zT zu einem Ritual verkommen ist: die Experten sagen nicht selten wenig bis nichts neues, legen sich nicht fest oder erschöpfen sich in Banalitäten. Und: ohne „Experten“ geht anscheinend nichts mehr in Deutschland, sogar das was vorher auch ohne „Beratung“ klappte.

Beispiel: in d. Coronakrise hat man von Virologen nur wenig über das Virus selbst erfahren, aber sehr viel darüber, wie man sich richtig die Hände wäscht :-)

@ andreas.stein.n...

"Es sollte ein Gremium geben das die "Zahlen"
des RKI kontrolliert werden."

An sich spräche nichts dagegen. Aber dann kommt der nächste um die Ecke, sagt, dass er den Kontrolleuren nicht vertraue und eine weitere "unabhängige" Kontrolle verlange. Daraufhin kommt wieder ein anderer und sagt, dass er den Kontrolleuren der Kontrolleure nicht vertraue und so weiter. Was man da für einen Rattenschwanz produziert... kaum auszudenken!

Man darf das RKI gerne kritisieren und insbesondere Wieler kann ich seit seinem "Geschwurbel" um die Masken oder Grenzschließungen zu Beginn der Pandemie einfach nicht mehr Ernst nehmen ("Nein... Vielleicht... Ja... Ne, doch nicht... Oder?"). Aber irgendwo muss dann die "Kontrollisitis" auch mal ein Ende finden! Denn sonst hat man die Quadratur des Kreises und kommt zu überhaupt gar keinen Entscheidungen mehr. Und dann geht definitiv alles den Bach runter!

13:15, Blitzgescheit @fathaland slim

>>Ich motze ja nicht nur: ich wähle bekanntlich seit 2013 die AfD.

Aber ich gebe Ihnen recht: immer nur den Finger in die Wunde regeln reicht nicht, auch wenn man wie ich die einzige Partei wählt, die in diesem Land noch für Kompetenz, Rechtsstaat, Demokratie, Marktwirtschaft und Freiheit steht.
Man muss selber aktiv werden.<<

Dann werden Sie es.

Sie können dann vielleicht auch nach Moskau fahren und sich dort, was Rechtsstaat, Demokratie, Marktwirtschaft und Freiheit betrifft, inspirieren lassen.

@ Blitzgescheit

... auch wenn man wie ich die einzige Partei wählt, die in diesem Land noch für Kompetenz, Rechtsstaat, Demokratie, Marktwirtschaft und Freiheit steht.

... die einzige Partei wählt, die in diesem Land nicht für Kompetenz ... steht.

von fathaland slim 12:32

Erst mal sind diese Ausgaben exorbitant gestiegen. Schon allein für das Arbeitsministerium unter von der Leyen 2,7 Millionen Euro bis 9,6 Millionen Euro jährlich.
Katrin Suder von Mc Kinsey wurde übrigens später Staatssekretärin im Verteidigungsministerium.
Price water house Coopers wurde zum Dauerberater der Europäischen Kommission bei der Privatisierung des Wassers und der kommunalen Infrastruktur. PwC berät die Kommission bei Freihandelsabkommen und für EU-geförderte Privatisierungen in Drittstaaten.

Re : ach du scheiße !

Ein großes Problem haben die BR und auch die Länder. Da sind auf den Posten der Minister/innen und Staatssekretären in der Regel zwar studierte Menschen mit wahrscheinlich guten Abschlüssen, aber sicher keine Fachleute.
Würden all diese Personen tatsächlich Fachkompetenz haben, dann bräuchte es keine Lobbyarbeit mehr. Und es ist auch klar, dass die jeweiligen Lobbyisten sicher immer nur das Beste für ihre Firma oder Verband wollen, und mit Sicherheit nicht für alle Menschen.
Grundsätzlich sollte aber jedes Gespräch mit einem Abgeordneten öffentlich und transparent erfasst, wie lange und über was gesprochen wurde, damit jeder Otto- Normalo dies lesen könnte. Genauso müsste jede Spende oder Zuwendung, möge sie noch so klein sein, ebenfalls transparent erfasst werden. Dann würde man für mehr Ehrlichkeit, Anstand und Aufrichtigkeit sorgen und gegen jegliche Korruption.
Auch sollte kein Lobbyist sich an der Gesetzgebung irgendwie beteiligen.

@ fathaland slim

"430 Millionen Euro klingt erst einmal nach sehr viel Geld, wenn man diese Zahl einfach beziehungslos im Raum stehen lässt."

Dann setzen wir die Zahl mal in einen Zusammenhang: 430 Millionen Euro sind 43 mal das Einkommen eines Friseurs in etwa 40 Jahren Arbeitsleben, also 43x40=1720 Jahre Arbeit.
Wieviele Jahre Arbeit hat die Bundesregierung mit den 430 Millionen Euro bezahlt?

12:52 Klaus1963

"sollte ein Verkehrsminister von Beruf Verkehrsminister sein......"

Ich bin ganz bei ihnen.
Minister müssen nicht unbedingt vom Fach sein und ich füge noch dazu sie müssen,auch nicht studiert haben (weil einige meinen nur Studierte hätte das Zeug zu Höherem).
Aber sie sollten auf jeden Fall eine Vorstellung davon haben was von ihrem Ressort verlangt wird und was sie selber in dem Ressort gerne einbringen und umsetzen wollen dafür haben sie einen Beraterstab und persönliche Vertraute zur Seite. Externe Berater sollten erst dann zum Zuge kommen wenn man innerhalb sich nicht ganz einig ist wie man ein bestimmtes Vorhaben sattelfest umsetzen will oder kann.

Auf Kommentar antworten...

Am 12. März 2021 um 11:01 von Athor2008

Bei einem Salaire in solcher Höhe erwarte ich ein Mindestmaß an fachlicher Kompetenz sowie volles zeitliches Engagement für die Umsetzung der gestellten Aufgaben.

###

Das sollte man meinen...
Nur ist es aber leider so, das Parteien nicht die Kompetenz für wichtig halten, sondern das es ihnen eher um das wichtige Amt geht was sie für sich beanspruchen können. Bestes Beispiel ist doch das Verteidigungsministerium. Viele verschiedene Minister ohne fachliche Kompetenz, aber umso mehr Berater... Und so ist es in vielen Ministerien des Bundes.

Berater aus Berufung

Jeder weiß, dass wir früher, als der Beruf Berater noch nicht erfunden war und die Ministerien und Verwaltungen noch sehr viel kleiner als heute waren, sehr viel schlechter als jetzt regiert wurden. Deshalb können wir annehmen, dass - von Ausnahmen vielleicht abgesehen - Berater ihr Geld wert sind, weil ansonsten alles deutlich schlechter funktionieren würde.

Deshalb kam mir bei der Wahrnehmung so mancher Unzulänglichkeiten der Verwaltungen bei der Pandemiebekämpfung, dass wir uns vielleicht noch sehr viel mehr Berater - nicht nur im Bund - gönnen sollten. Und das Beste, die könnten im Wesentlichen aus dem Homeoffice beraten und machen und tun.

Wenn dem nicht so ist ... ich weiß, die Welt wird ständig komplexer, schneller ... die Demokratie hat halt auch Schwachstellen ... aber sollten die von privatwirtschaftlichen Beratungsunternehmen ohne demokratische Legitimation ausgeputzt werden?

@fathaland slim - Beratungsschäden

13:16 von fathaland slim:
"430 Millionen Euro klingt erst einmal nach sehr viel Geld, wenn man diese Zahl einfach beziehungslos im Raum stehen lässt."

Das stimmt. Zu den 430 Millionen kommen noch die Kosten für Fehlinvestitionen bzw. Schadensersatzansprüche hinzu, die mit diesen Beratungen im Zusammenhang stehen.

Bei Herrn Scheuers Maut waren das 560 Millionen und bei Herrn Spahn sogar 2,5 Milliarden für die Verteilung von Masken.

@13:15 von Blitzgescheit

Sie meinen die Kompetenz der afd, die sich ausdrückt in Expertenaussagen wie die der Abgeordneten B.vonStorch, die die Sonne verklagen will, damit sie nicht mehr so heftig scheint, und das für einen Beitrag zur Klimadebatte hält? Oder die innerparteiliche Zerfetzerei, die dazu führt, dass außer den nationalistischen Tönen des Faschisten Höcke keine substantiellen Beiträge zu einem Rentenkonzept vorliegen? Oder die komplette Verweigerung, sich mit Verkehrs- oder Energiekonzepten zu befassen, indem man stur den Blick nach rückwärts wendet? Oder die unsinnigen Äußerungen zum angeblichen Merkel-Projekt des Bevölkerungsaustausches, das sogar Gauland zu seinem Wortschatz zählt?
Da haben Sie doch sehr zweifelhafte Vorstellungen von Kompetenz und Expertentum. Aber nur zu: die Partei scheint zu Ihren Vorstellungen zu passen.

Re : ach du scheiße !

Leider haben sie vergessen, es gibt auch viele Menschen, die absolut keine Lobby haben und gerade in dieser Pandemie mehr als vergessen werden.
Kinder, Jugendliche, Frauen in Not, Wohnungssuchende, Arbeitslose, Obdachlose, um nur einige zu nennen !!
Haben sie mal daran gedacht ???????

um 13:16 von fathaland slim

„430 Millionen Euro klingt erst einmal nach sehr viel Geld, wenn man diese Zahl einfach beziehungslos im Raum stehen lässt. Das sollte man aber nicht tun, sondern ein wenig tiefer blicken. Wozu der hier diskutierte Artikel allerdings wenig hergibt.„ .

Unterschiedliche Interessengruppen verlangen immer mehr Regulierungen. Ein Problem dabei ist der Punkt, dass immer mehr draufgesetzt wird. Daraus resultiert der Zwang nach Beratung von außen zu suchen. Ich gehe davon aus, zeigt sich ja auch, dass in diesem Forum genügend Fachkompetenz aus verschiedenen Bereichen versammelt ist um diese Diskussion breiter Öffentlich zu machen und zwar von Bürgern . „Wir Bürokratisieren uns zu Tode „ D. Graeber 2016 M.Illner (Makaber in der jetzigen Zeit, aber leider auch zum Teil war) Viele Grüße

13:01 von fathaland slim

Wenn sich einzelne von diesem knappen Gut einen großen Anteil sichern,
so wie etwa Israel oder Großbritannien, dann ist das gut für diese beiden Länder, ...
Wenn aber jeder versucht hätte, es so zu machen, dann hätte es ein Hauen und Stechen gegeben und trotzdem nicht mehr Impfstoff.
.
könnten sie sich da etwas genauer positionieren ?

Akzeptieren sie jetzt, dass einige sich überproportional große Anteile sichern
oder finden sie das generell schlecht wie im 2ten Teil ihrer Ausführung formuliert
... oder gilt das nur für manche Staaten wenn es auf Kosten anderer geht ?
immerhin Belgien sah auch nicht gut aus oder Italien in der Pandemie

@ harry_up

Das tut doch keiner! Was aber - zurecht - verlangt wird, ist, bei der Besetzung der Ministerien vorallem auf die Quali zu achten. Nur als Bsp. & ohne Spahn nahe treten zu wollen: ein Bankkaufmann ist nunmal als Gesundheitsminister einfach nicht vermittelbar! Welche Kompetenz soll der denn bitteschön haben? Es braucht hier jdn., der eine grundständige mediz. Ausbildung durchlaufen hat & der sich mit internen Prozessen z.B. im KH-Wesen auskennt, statt jdn., der gut im Zinsrechnen ist.

Kein Wunder also, dass bei solchen der Qualifikation nicht entsprechenden Ämterbesetzungen das Beratungswesen ausufern & die damit verbundenen Kosten explodieren, während dadurch begünstigt eine bestimmte Klientel - ohne ein polit. Mandat dafür zu haben (!) - ihre Interessen im Stillen durch das Parlament drückt! Und zwar voll zu Lasten der Gruppen, für die es keine Berater gibt, weil die sich ein extensives Beratungswesen nicht leisten können.

Das untergräbt die Akzeptanz für demokrat. Prozessen massivst

12:59 von FalkoBahia

>>Interessant...
Die beiden CSU amigos Seehofer und Scheuer vorne weg bei den Beraterverträgen. Und wenn sich Verkehrsminister Scheuer schon für viel Geld hat beraten lassen, warum hat er den ganzen Maut-Quatsch dann dermaßen in den Sand gesetzt?<<

Im Artikel geht es um die gestiegenen Beraterverträge aus dem letzten Jahr. So könnte es sein, dass die betreffenden Minister dazugelernt haben. Weil Hr. Scheuer mit seinem Ministerium so unendlich viel verdaddelt hat, hat er sich jetzt Fachberater engagiert und siehe da ... in 2020 gab's kein Mautdesaster mehr. Alles vonwegen der Berater oder so.

Bleibt die Frage, warum das die Berater nicht gleich selber machen?

Umsetzung

Das eine 'Beratung' nötig werden kann ist unumstritten. Es reicht aber nicht sich wegen jeder 'Kleinigkeit' beraten lässt, wohl wissend das sich ein Teil der Vorschläge aus Verfahrens- oder Gesetzesgründen nicht umsetzen lässt.
Was nützt die beste Beratung wenn es in unserer trägen Bürokratie nicht umgesetzt werden kann?
Die Bundesregierung wurde auch mal in Sachen CumEx 'beraten' und gewarnt. Ergebnis? Keines.
Aber ... eine externe Sicht soll und muss sein, nur wer sie 'intern' beurteilt und/oder umsetzt, das ist das Problem.

@Möbius 13:34

"Beispiel: in d. Coronakrise hat man von Virologen nur wenig über das Virus selbst erfahren, aber sehr viel darüber, wie man sich richtig die Hände wäscht :-)"

Der Podcast Corona-Update mit Drosten ist international bemerkt und wird zum Beispiel immer wieder von The Economist zitiert. Falls man sich mal die Mühe machen würde da reinzuhören (alternativ: zu lesen), dann würden viele hier mit den Ohren schlackern. Bestes Beispiel ist die Folge "Eine Empfehlung für den Herbst". Die Überlegungen zum Thema Perkolation und Schwelleneffekte ist grade für B117 wieder hoch aktuell.

Beraterkosten

nach meiner persönlichen Meinung nach zeigt dieser Artikel doch klar auf was für unfähige Politiker Posten bekommen nur weil Sie das entsprechende Parteibuch haben. auf die Posten gehören nach meinen Meinung nach fachkundiges Personal. es kann doch nicht sein das die Kosten für externe Berater Jahr für Jahr steigen und dann doch nicht alles richtig läuft.

Die Privatisierung des Staates

Sehr mutig fachfremde Firmen als kompetenter, dem gelernten Personal vorzuziehen.
Wie teuer das dem Steuerzahler kommen wird, zum Beispiel Gorch Fok.?
Zum glück für die Ministerin, wurde Sie Demokratisch nach Brüssel gebracht, und darf dort die geballte Kompetenz aller Unternehmensberater für die EU nutzen, zum Wohle der Steuerzahler, die sich einen Steuerberater leisten.
Ich wäre sehr vorsichtig wem ich als (Unternehmer, oder als Minister) meine Firmendaten anvertraue.
Die Konkurrenz, vor allem die aus Übersee, schläft nicht.

11:54 von Sisyphos3

Zitat:
Als Verteidigungsminister -F 16 fliegen.
Manfred Wörner konnte Strahlflugzeuge fliegen und war auch noch Jurist.
Aber gut,das Verteidigungsministerium ist ein gutes Beispiel es zu erklären.
Politische Führung über der militärischen.Über der militärischen Führung steht die Ministerin und ihr gegenüber werden auch die Meldungen gemacht,wenn sie anwesend ist.Verteidigungspolitik ist mehr als nur der reine militärische Bereich.
Ich persönlich würde mir entgegen dem Trend wünschen,dass man international den militärischen Bereich mehr und mehr zurückfahren würde.Militär ist auch viel sinnlose Ressourcen Verschwendung.

13:31, Blitzgescheit @13:06 von fathaland slim

>>Wäre der Staat und die Wirtschaft nach den Prinzipien des Ordoliberalismus aufgebaut, gäbe es diese Sphäre der Kollusion zwischen Politik und Wirtschaft nicht.

Aber Sie stehen ordoliberalen Ideen wie die meisten Linken hier ebenso ablehnend gegenüber, wie ich annehmen darf?<<

Ja.

Ich halte die angestaubte Ideologie des Ordoliberalismus für einen Irrweg. Schlagwort "Nachtwächterstaat".

Für Bewerber, die sich hier

Für Bewerber, die sich hier immer mal wieder mit Copy&paste, einfachen Lösungen im Sinne von Schuldzuschreibung mit prokativ-eksalierender Sprache hervortun, bleibt letztlich nur eine Partei, bei der man sich um ein Mandat bewerben kann. Und das ist nach eigenem Bekunden eh die Partei seiner Wahl, wie der Forist ja heute nochmals eigens betont. Dort findet er wahrscheinlich andere, die ebenso diese Vorstellung von "Expertentum" vertreten.

13:52, Shuusui

>>@ fathaland slim
"430 Millionen Euro klingt erst einmal nach sehr viel Geld, wenn man diese Zahl einfach beziehungslos im Raum stehen lässt."

Dann setzen wir die Zahl mal in einen Zusammenhang: 430 Millionen Euro sind 43 mal das Einkommen eines Friseurs in etwa 40 Jahren Arbeitsleben, also 43x40=1720 Jahre Arbeit.
Wieviele Jahre Arbeit hat die Bundesregierung mit den 430 Millionen Euro bezahlt?<<

Fiseure zählen neben den Buchhändlern zu den schlechtestbezahlten Lehrberufen in unserem Land.

Für Berater gilt das nicht. Die werden oft erfolgsorientiert bezahlt, also daran gemessen, wieviel Geld ihre Tätigkeit einspart.

Ob man das jetzt gut finden mag oder nicht, ist eine andere Baustelle. Da geht es dann sehr ins Grundsätzliche. Also Kapitalismus, Lohnstrukturen etc.

14:02, Sisyphos3

>>13:01 von fathaland slim
Wenn sich einzelne von diesem knappen Gut einen großen Anteil sichern,
so wie etwa Israel oder Großbritannien, dann ist das gut für diese beiden Länder, ...
Wenn aber jeder versucht hätte, es so zu machen, dann hätte es ein Hauen und Stechen gegeben und trotzdem nicht mehr Impfstoff.
.
könnten sie sich da etwas genauer positionieren ?

Akzeptieren sie jetzt, dass einige sich überproportional große Anteile sichern
oder finden sie das generell schlecht wie im 2ten Teil ihrer Ausführung formuliert
... oder gilt das nur für manche Staaten wenn es auf Kosten anderer geht ?
immerhin Belgien sah auch nicht gut aus oder Italien in der Pandemie<<

Ungerechtigkeit geht einfach, Gerechtigkeit nur kompliziert.

Zu Israel und GB möchte ich nichts mehr sagen. Da wurde schon alles gesagt.

13:57, Nachfragerin

>>@fathaland slim - Beratungsschäden
13:16 von fathaland slim:
"430 Millionen Euro klingt erst einmal nach sehr viel Geld, wenn man diese Zahl einfach beziehungslos im Raum stehen lässt."

Das stimmt. Zu den 430 Millionen kommen noch die Kosten für Fehlinvestitionen bzw. Schadensersatzansprüche hinzu, die mit diesen Beratungen im Zusammenhang stehen.

Bei Herrn Scheuers Maut waren das 560 Millionen und bei Herrn Spahn sogar 2,5 Milliarden für die Verteilung von Masken.<<

Sie meinen, beide Fälle wären der Tätigkeit externer Berater geschuldet gewesen?

Was verleitet Sie zu dieser Annahme?

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen, die Kommentarfunktion zu schließen.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

Darstellung: