Kommentare - Gipfel zu Corona-Hilfen: Frischer Wind durch neuen Vorschlag

18. Juli 2020 - 12:22 Uhr

Weniger Zuschuss, mehr Kredit: Mit einem Kompromissvorschlag will EU-Ratspräsident Michel Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen bringen. Bei dem EU-Gipfel geht es um milliardenschwere Corona-Hilfen. Von Stephan Ueberbach.

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Kommentare

Am 18. Juli 2020 um 13:58 von Werner40

Na, dann lassen Sie uns doch mal eine Koalition der Willigen bilden.

Alle, welche gerne diese Schulden bezahlen wollen, können dieses machen. Die anderen Bürger, die das nicht wollen, lassen es sein.

"Na das können Sie doch locker aufbringen und ich bin auch dabei. Investitionen in die Zukunft sind zunächst immer erstmal teuer. Im übrigen ist das rein rechnerisch. Es wird ja niemandem, auch Ihnen nicht, etwas weggenommen."

Dann machen Sie mal - ich kann und will mir dieses Geld nicht leisten. Ich bin in keiner Weise an einer Bezahlung dieses Schuldenpaketes interessiert.
Das Sie das wirklich als eine Investition in diese Zukunft sehen, finde ich lustig. Leider verfüge ich nicht über ein solches Level an Phantasie. Die Kausalität dieses Geldpaketes zu dem Ausdruck "Investition in die Zukunft" offenbart sich mir nicht.
Wie sieht denn nach Ihrer Meinung die Rendite dieser Investition aus? Bin gespannt.

14:03 von Werner40

Das ist falsch. Selbstverständlich geht es auch darum, wofür das Geld verwendet wird.
.
ach ja ?
die Italiener lassen sich reinreden dass sie ihre Kohle die wir (oder andere "reiche" Länder) zahlen
für nen LKW benutzen müssen - wenn die sich jetzt nen Ferrari kaufen ?
die PS Zahl wäre ja in etwa die selbe

13.38 @ von Sisyphos3

Sie schreiben: Die Gelder fließen grundsätzlich auch nicht (direkt) in Konsumausgaben, sondern in Investitionsprojekte.
So ist es geplant... so wird uns die größte Geldumverteilungsaktion, die die EU bisher erlebt hat, erklärt/ schmackhaft gemacht. Warum nur fehlt mir der Glauben, dass es wirklich so kommt und nicht wieder "verfrühstückt" bzw. für soziale Wohltaten/ Wahlgeschenke verteilt wird?

Schauen Sie sich an

wie in Italien Spanien Frankreich etc die Renteneintrittsalter aussehen.
UND: Wieviele Wochenstunden dort gearbeitet wird.
In Frankreich wird ca 6 Wochenstunden weniger gearbeite und die Leute gehen nicht mit 67 in Rente sondern eher mit 57. Man mag mich korrigieren ;)

13:55 @ Pandemieschue... Wir zahlen Milliarden

... auch in die Rüstung / NATO.

Ich bin dafür, diese Ausgaben massiv zu kürzen.

Auf welchen Kommentar antworten Sie hier?
》13:46 @Pandemieschue...
@ Wuhan hat und gef*ckt《

Kreditschenkungen

Kredite taugen nur, wenn sie auch zurückgezahlt werden. Und wir alle wissen doch, wie das läuft...

An das No-Bailout-Versprechen glaube ich schon lange nicht mehr.

@Felina2, 13.56 Uhr - Solidarität ist das Gebot der Stunde

"Die Bundesregierung hat NICHT das Recht, meine Steuergelder unter die Staaten zu schleudern die die Pandemie erstaunlich schlecht und unvorbereitet gemanagt haben".
Woher nehmen Sie die Erkenntnis, dass z.B. ITA und ESP die Corona-Krise schlecht gemanagt haben...? Es war gut, dass die Italiener und Spanier die Krise dann letztlich einigermaßen in den Griff bekommen haben. Corona ist ein globales, vor allem ein europäisches Problem. Deshalb müssen die Mitgliedsstaaten auch Zusammenhalt pflegen und nach gemeinsamen Lösungen suchen. Dies liegt auch im Deutschen Interesse. Im übrigen entscheiden nicht Sie über die Mittelverwendung, sondern letztlich der Bundestag, so wie das in einer parlamantarischen Demokratie usus ist. Das Europa. insbesondere den Südländern geholfen werden muss, findet auch in der Bevölkerung breite Zustimmung.

Da mindestens Italien

Kredite am Ende vermutlich sowieso nicht bedienen kann, ist es völlig egal was es am Ende wird.
Wer etwas Plan von der Materie hat, weiß das Italien schon die 517 Milliarden bei der EZB im Leben nicht zurückzahlen kann.
Da wird irgendwann ein Schuldenschnitt folgen.

Sind 1.800.000.000.000€ zuviel?

1.800.000.000.000€ ist eine große Summe. Verteilt auf 450.000.000 Einwohner in der EU bedeutet im Schnitt 1,57€ pro Kopf pro Tag. Das klappt wenn alle wollen! Sollte E, NL und I nicht mitziehen wären es 2,17 €. Immer noch darstellbar...

von YinYangFish

Sie mögen ja in den meisten Punkten recht haben. Aber dass sich die Länder solidarisch zeigen, können Sie getrost vergessen. Ich denke da an Paris oder Madrid, deren Steuergeld an EU Regierungen fließt, die offen gegen Minderheiten hetzen ? oder wenn Orban oder Babis, die nur die Interessen ihrer Familien, Parteifreunde und Unternehmen vertreten. Ich denke, das es sich hier möglicheweise um persönliche Bereicherung handelt. Denen muß klargemacht werden, das die EU nicht nur eine Gelddruckmaschine ist, die einfach bedient werden kann. So viel zur Solidarität.

Beste Grüße

@ Felina 14:13

Es stimmt schon, dass das Renteneintrittsalter in Frankreich niedriger ist als bei uns und die Wochenarbeitszeit auch. Dafür haben wir deutlich mehr Jahresurlaub als die Franzosen.

Leistung - Gegenleistung.... Wo denn ?

Was schon erwartet war. Es geht nur ums Geld. Und um minimales Entgegenkommen. Statt 500 jetzt 450 Euro Zuschüsse, dafür mehr Kredite. Laufzeit bis Sankt Nimmerlein, bis zu 30 Jahre. Und das in den kommenden Jahren bei steigende Inflation.

Und wenn es um die Festlegung von wirkliche Leistungen geht für 750 Milliarden, geht dann wird geblockt. Also wird weiter gemacht wie bisher. In Polen und Ungarn kommt der Rechtsstaat zum erliegen, in Rumänien, Bulgarien und dem ehem. Jugoslawien knallen schon die Champagnerkorken auf die kommende Geldschwemme. Und in Südeuropa freuen sich die Banken und ihre Kunden, vielfach die Mafia.
Und die sparsamen Länder dürfen sich den Bauchriemen für die kommenden Jahren wesentlich stärker anschnallen. Der Anfang macht die Staatsverschuldung .

Re : Wolf1905 !

Tja, die Polen, sowie auch Ungarn und Tschechien, die möchten gerne viel Geld, um ihre ureigenen Interessen zu verfolgen, ohne Auflagen der EU.
Da sollte die EU aber knallhart bleiben, und nicht nur die Rechtsstaatlichkeit als Grundbedingung festlegen, sondern auch generell die Bekämpfung von Korruption, freie Meinungsäußerung, Pressefreiheit, Menschenrechte und die freie Entfaltung jeder einzelnen Person, was ja in diesen drei Ländern gerade nicht wirklich gewährleistet ist. Genauso darf die Arbeit der Justiz nicht von der Politik eingeschränkt, behindert oder gar verhindert werden.
Aber auch andere Länder, die immer wieder Probleme mit ihren Haushalten haben, müssen bestimmte Kriterien für die jetzigen Hilfen akzeptieren und erfüllen. Und dies muss unabhängig und korrekt kontrolliert werden.

@Sisyphos 3, 14.00 Uhr

In vorliegendem Beitrag geht es aber um Europa! Selbstverständlich ist es vor allem der arbeitenden Bevölkerung, den Arbeitgebern und Gewerkschaftern, dem sozialen Sicherungsnetz, auch unserem Bildungs- und Gesundheitssystem sowie der gesellschaftlichen Geschlossenheit, den wenigen Streik u.a. zu verdanken, dass wir Jahrzehntelang in relativem Wohlstand leben konnten. Dabei will ich nicht verkennen, dass es auch bei uns Baustellen, d.h. insbesondere Armutsfälle gibt. Richtig ist aber auch, dass der europäische Binnenmarkt einen Anteil an diesem Wohlstand hatte. Deshalb sprach ich auch davon, dass die EU mit dazu beigetragen hat, dass sich Deutschland so gut entwickeln konnte.

14:06 von Sisyphos3 / @schabernack, 13:57

«wie auch immer
es sind Schulden
und meine schwäbische Krämerseele sagt mir
Schulden = zurückzahlen»

"Ihre Krämerseele" ist gar keine Krämerseele, wenn es um private Schulden von Einzelpersonen geht. Diese sind zurück zu zahlen. Bei Banken mit Zinsen. Wenn von Familie / Freunden geliehenes Geld, u.U. auch ohne jede Zinszahlung.

Verschuldung von Staaten bei der eigenen Zentralbank ist aber prinzipiell "ein anderes System des Geldleihens" als private Verschuldung. Kein Bürger der EU muss diese (mögl.) erstmaligen Gemeinschaftsschulden mit mehr Steuern / Abstrichen bei Leistungen bezahlen. Die 750 Mrd. Euro wären "neues frisches Geld", das es vorher gar nicht gab.

Der Unterschied von Staaten zu Privatpersonen.
Staaten haben Zentralbanken, "die Geld machen können".
Privatpersonen haben das nicht.

«Zitat : "In der EU ist es das 1. Mal, dass dies so ist."
das ist der Einstieg - das wird Schule machen.»

In der EU eher nicht zu vermuten.
In den USA + JAP wird es weiter so sein !

@ Sisyphos3, um 14:11

“...ach ja?
die Italiener lassen sich da reinreden...wenn die sich jetzt einen Ferrari kaufen ?“

Da derartige Befürchtungen auch bei den “Hauptsponsoren“ gehegt werden, sitzen die Herrschaften sicher noch längere Zeit als ursprünglich vorgesehen zusammen und werden um Kontrollmöglichkeiten und Investitionspläne “ringen“ (so heißt das doch wohl).

Und sicher ist die Zeit dafür nicht verschwendet.

EU-Gipfel

Am 18. Juli 2020 um 13:48 von Zwicke
Sollte es jedoch am Wochenende tatsächlich zu einer "politischen" Lösung kommen, so ist m.E. vorprogrammiert, daß es sich nur um einen "faulen Kompromiß" handeln würde, mit anschließendem Freiraum für übliche Tricksereien.
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Das Sehe ich genauso ! Sollte es am Sonntag zu einen Kompromiss kommen, sollte man diesen nur unter vollgene Voraussetzungen zustimmen ! Das heißt zweckgebunden und kontrollierbar damit die Hilfsgelder nicht in Sand versinken. Und vor allen muß man endlich Reformen bei Steuer, Renten, Arbeit und Wirtschaft angehen ! Das sollte das mindeste Ergebnis bei einen Kompromiss sein.
Das sind alles zu viele Voraussetzungen ? Nein ! Durchaus nicht. Denn diese Hilfsgelder werden zum großen Teil von den Bürgern der Länder finanziert, die alle schon Reformen in ihren Ländern durchgesetzt haben und die zu drastischen Veränderungen in ihren Leben geführt haben aber notwendig waren ! Wo also ist denn die Solidarität der Südeuropäer ?

13:55 von Sisyphos3

13:46 von Adeo60
"Deutschland hatte Glück
.
Glück

wenn einer sein ganzes Leben lang gearbeitet hat"

,.,.,

Die Art, wie Sie Texte der User verfälschen, überschreitet meine Schmerzgrenze.

Adeo60 hatte geschrieben:

<< Deutschland hatte Glück, dass die Epidemie zunächst Italien mit voller Wucht befallen hat.<<

@14:04 Berios V

Sie fragen nach dem Sinn der Union.
Die Union wurde nach dem zweiten Weltkrieg als Wirtschafts – und Wertegemeinschaft gegründet. Und in diesem Sinne nach dem Fall des kommunistischen Ostblocks noch einmal deutlich ausgebaut.

Natürlich darf man sich immer fragen: braucht man sowas noch?
Aber dann muss man sich auch fragen: was passiert, wenn sich diese Gemeinschaft auflöst?

Meine Antwort darauf ist: Dann werden die europäischen Nationalstaaten zum Spielmaterial der Großen: China, USA, und mit Abstrichen Russland. Ich halte das nicht für erstrebenswert.

13:10 von Sisyphos3

Der einfache Bürger in G ist auf der Seite des Vorschlags die "reichen" Griechen ordentlich zu besteuern.
Dann würde G kein zusätzliches Geld unter EU-Auflagen benötigen.
Wird aber von den zu Besteuernden mit allen Mittel verhindert und unterlaufen.
Nur ist das in D so anders?

Kompromiss

dieser angebliche Kompromiss ist auch nur ein Vorschlag womit die Verträge von Lissabon und Maastricht gebrochen werden sollen. somit wird die Rechtsstaatlichkeit untergraben bzw. abgeschafft. da stellt sich die Frage warum wurden überhaupt die Verträge abgeschlossen, wenn diese laufend gebrochen werden. so leid es mir tut aber das hat nichts mehr mit Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu tun.

@12:32 von morgentau19

>> PS. Was war ich bei der europäischen Währungsunion (1.1.2002) so begeistert von der EU. Wirklich! Aber die ganzen Versprechungen, die seinerzeit abgegeben wurden, haben sich alle als heiße Luft erwiesen. Heute bin ich Gegnerin und würde mich freuen, wenn die EU-Länder gut miteinander wirtschaften, aber jedes Land seine eigenen für sich am besten wirkenden Entscheidungen treffen kann ohne Brüssel/Straßburg! <<
_
Ihre Enttäuschung ist nachvollziehbar, wurde aber genau so zur Euro-Einführung zB. vom AfD-Gründer Prof. Lucke und anderen namhaften Kritiker bereits vorausgesagt. Und bis heute sind alle Negativismen nahezu 1:1 eingetroffen... inklusive aller ungestraften EU-Vertragsverletzungen. Daß auch die EU-Bürger veräppelt wurden, versteht sich von selbst. Die ach so gelobte Reisevereinfachung kann eh nur nutzen, wer genügend Euros hat, und nahezu alle Verbraucher zahlen heute für Waren aller Art in Euro das Doppelte im Vergleich zur früheren Landeswährung... Toll...!

Re : nie wieder spd !

Da gebe ich ihnen vollkommen recht. Nu leider ist aus irgend welchen Gründen, auch die BR nicht ist es bereit, diesem Treiben wirklich ein Ende zu setzen.
Leider ist keine Regierung zu diesen Schritten bereit, die Steuerhinterziehungen und Vermeidungen so an zu gehen, dass diese auf ein Minimum beschränkt werden. Zum einen sind zu viele Lobbyisten am Werk, zum anderen profitiert bestimmt ein großer Teil der Politiker/innen auch davon und bringen so ihre Schäfchen ins Trockene.
Auch sieht man es immer wieder, wie etliche Politiker mit schwarzen Schafen der Wirtschaft "zärtlich und fürsorglich" umgehen. Zudem sitzen zu viele Politiker in Vorständen und Aufsichtsräten, sind als Berater tätig, und kassieren kräftig ab. Frei nach dem Motto : "Wieso soll ich meine Kuh schlachten, die doch so gut Milch gibt" ??????

unfassbar

Statt 500 Milliarden "nur" 450 Milliarden EUR als Geschenk.
Das ist kein Kompromiss sondern Erpressung.
Unser Bundeskanzler Kurz hat völlig recht und wird uns Deutsche vor dieser Merkel retten.
Fürchterlich diese EU der Coronagewinnler!.

Dieser Kompromisvorschlag

Dieser Kompromisvorschlag kommt nicht überraschend: Natürlich wird man den "knausrigen" 4 entgegenkommen müssen, denn alle wollen ihr Gesicht bewahren. Auf dieser Kompromislinie wird noch verhandelt werden. Hoffentlich kommt eine Entscheidung noch bei diesem Treffen zustande: Sie dient letztlich allen in der EU - und denen, die durch die "sparsamen" 4 deutsche Interessen besser vertreten sehen, sei gesagt, dass Deutschland als Exportnation Nr. 1 ein gesteigertes Interesse an einem starken EU-Binnenmarkt hat.
Im übrigen finde ich es sonderbar, dass etliche derer, die hier sonst gerne gegen die Entscheidungsmacht Brüssels wettern, ohne mit der Wimper zu zucken jetzt Brüsseler Entscheidungen für nationale Wirtschafts- und Finanzpolitik v.a. in den südlichen Ländern im Sinne von "Durchsetzen" fordern: Da ist das Motiv doch arg durchsichtig.
Und zu guter letzt: Man darf Ungarn u.a. nicht durchgehen lassen, dass sie Pressefreiheit und unabhängige Rechtsstaatlichkeit weiter aushebeln.

Der grosse Unterschied ?

Statt 500 Mrd. nur 450 Mrd. "geschenkt"? Diese 50 Mrd. machen doch nicht wirklich den Unterschied aus!
.
Es ist eher die Frage, wie das Geld verwendet wuerde und wie und von wem das kontrolliert wird. Bisher hat die EU sich in der Frage des Sicherstellens von Geldverwendung sich nicht als "Master " erwiesen. Der Europaeische Rechnungshof hat das schon mehrfach geruegt. Warum sollte das ausgerechnet jetzt funktionieren?
.
"Solidaritaet" - das wird immer dann eingefordert, wenn Geld gebraucht und verteilt wird. Italien ist Gruendungsmitglied der EU und steht so schlecht da, wie kaum ein anderes Land. Fehlte da die Zeit oder der Wille, sich zu verbessern?
.
Die "sparsamen Vier" haben ganz recht mit ihrer Skepsis - kreditfinanzierte Geschenke, fuer die die Steuerzahler haften sollen. Das ist nicht so einfach mit "Solidaritaet" oder "europaeische Werte" zu erklaeren. Da gehoeren Zahlen und Fakten auf den Tisch.
Ich stimme NL, A, DK und S uneingeschraenkt zu. Deutschland darf ja zahlen!

12:26 von Bender Rodriguez

Es geht ausschließlich um Abbau der Altschulden. Und das ist so nicht vereinbart worden. Wer das nicht möchte, sollte bitte den Briten folgen und alleine besser zurecht kommen.

RE sehr gut erkannt und jetzt brauchen genau diese Länder wieder Wahlgeschenke ,Frankreich Marcon begann gestern damit .Reform zur Rente ist aufgeschoben bis nimmerlein .Also genau weiter Rente mit 52 bis 55 und über 80 % .Kommen aber keine Gelder müssen dort Steuern erhöht werden ,enorm erhöht auf vlt 50 % des DE Steuersatz, geschätzt und dann ist Conte Marcon und und weg .Erkenne die Hindergründe .

@Felina2 14,13Uhr

Da korrigiere ich Sie im Falle von Spanien gerne: Renteneintrittsalter wird zunehmend aufgestockt. Man befindet sich bei 65 und einigen Monaten mehr, bis das offizielle Eintrittsalter zukünftig mit 67 greift. 48 Wochenstunden sind es in der Regel für fast alle Berufe. Dienstleistungen, die sowohl in einem touristisch hochentwickelten Spanien zuhauf existieren, als auch z.B. Arbeitnehmer in Kleinbetrieben und im Einzelhandel arbeiten oftmals weit über die tariflich festgelegte Zeit und deren Löhne und Gehälter liegen auf unterdurchschnittlichem Wert. Gruss aus Madrid

@12:38 von Adeo60

>> Hoffnung auf eine gemeinsame Lösung > Ich hatte bereits gestern im Forum die Prognose gewagt, dass es wohl eine Kompromisslösung geben wird, die eine anteilige Verschiebung von Zuschussleistung und Kredit vorsieht. Natürlich gibt es noch weitere Nüsse zu knacken, aber damit wäre zumindest einmal der Weg für eine ganzheitliche Lösung vorgezeichnet. Man kann nur hoffen und wünschen, dass dies gelingt. Europa muss ein starkes Signal der wirtschaftlichen und politischen Geschlossenheit senden, um eine Zukunft zu haben. <<
_
FRAGE: Hätten Sie bitte die Freundlichkeit, näher zu erläutern, was Sie unter einer "ganzheitlichen Lösung" verstehen... was ein "Starkes Signal der Geschlossenheit" sein soll... und welche "Zukunft" so entstehen soll..?
_
Bitte nicht vergessen: Die EU ist angeblich ein "Bürgerprojekt". Bei wem aber sind welche Vorteile bisher angekommen..?

Re : Zwicke !

Sie wissen doch bestimmt, der deutsche Michel ist tatenlos, zahnlos und lahm, geduldig, und schaut höchsten vor die eigene Tür.
Soweit weg in andere Richtungen schauen, ist nicht das Ding eines deutschen Michels !
Was die einzelnen Behörden, ihre Strukturen und überblähten "Säle" angeht, da hängen zu viele an ihren teils gut bezahlten Jobs, als dass sie einer Straffung und Neuausrichtung in bessere Zeiten zustimmen würden.
Und man darf all die nationalistischen Züge einzelner Staaten nicht vergessen, die nur ihre eigene Suppe nach ihren Vorstellungen und Prinzipien kochen wollen.
Außerdem habe ich es noch nie wirklich erlebt, dass die Politiker wirklich auf den Willen des Volkes gehört hätte.
Sie wurden zwar vom Volk gewählt, aber danach brät jeder seine eigene Wurst.............. !

Verhandlung

Hoffentlich knicken die 4 nicht ein. Meine ganze Hoffnung ruht auf ihnen.
Die deutschen Kanzlerin geht es nicht schnell genug 100 erte Millarden zu verschenke.
Ist das in unserem Interesse oder nur im Eigeninteresse der Krönumg ihrer Karriere?

frischer Wind?

Ich befürchte persönlich eher das für die steuerzahler ein schwere Sturm aufzieht und Ihnen noch mehr wegbläßt.

Investitionen

Was ist mit der Investition in unsere Zakunft. Was das Internet und andere Zukunftsbranchen nicht zuletzt die Infrastruktur angeht sind wir weit hinten.
Kennen wir schon den Preis den uns die Pandemie kosten wird?

So ist es

Ja, da kann ich auch nur zustimmen!

Wenn Herr Conte jetzt sagt, das seinen eben die Fehler der vergangenen Regierungen gewesen, dann hat er natuerlich recht.
.
Aber : Diese Regierungen wurden vom Volk gewaehlt und die Regierungen nach Conte werden es auch werden.
.
Wenn in drei Jahren wieder ein paar Mrd. fehlen, wird auch wieder "Solidaritaet" gerfordert werden - und dann koennte man auf 2020 verweisen ...... - die Vergeimenschaftung von Schulden aus den nationalen Haushalten ist nicht mehr aufzuhalten. Die naechste Krise ist doch nur eine Frage der Zeit!

Und die "Nettozahler" der EU werden immer weniger werden. Glueckliches Grossbritannien - die haben zwar auch rihre Probleme, koennen aber das Geld wenigstens dafuer verwenden und muessen es nicht zu die EU verteilen lassen.

@Felina2, 14:13 Uhr

Ihr Vergleich passt mit Sicherheit nicht. Aktuell gehen die Deutschen noch vor dem 67. Lebensjahr abschlagsfrei in Rente, wenn sie die Mindestbeitragsjahre nicht erfüllt haben (dann 63 plus x). Sie gehen - was die Franzosen betrifft, von dem Idealfall aus, dass ein Arbeitnehmer sehr früh die Arbeit aufgenommen hat. Eine Rente mit 57 dürfte in Frankreich die absolute Ausnahme sein. Meines Wissens ist der früheste Zeitpunkt in der Regel das 62. Lebensjahr. Beide Systeme dürften Vor- und Nachteile haben. In Frankreich gibt es unterschiedliche Varianten, z.B. für Eisenbahner, was zu Ungerechtigkeiten führt. Zudem sind die Rentensysteme in Frankreich defizitär.
Ich bin kein Fachmann, aber man muss schon sehr differenzieren, wenn man Vergleiche anstellen wollte.

14:11 von Sisyphos3

«… die Italiener lassen sich reinreden dass sie ihre Kohle die wir (oder andere "reiche" Länder) zahlen
für nen LKW benutzen müssen - wenn die sich jetzt nen Ferrari kaufen ?
die PS Zahl wäre ja in etwa die selbe.»

Nun lassen Sie diese absurden Vergleiche doch mal in der Kiste.

Kein einziger Italiener erhält direkt Geld.
Um sich 'nen LkW, 'nen Ferrari, oder 'nen lahmen Gaul mit 0,5 PS zu kaufen.

Verhandlungen dauern an. Selbstverständlich ist es sinnvoll, gerade "Zuschüsse" (die nicht zurück gezahlt werden müssen) mit bestimmten Bedingungen zu verknüpfen, wofür sie verwendet werden sollen.

Man wird aber keinen einzigen Staat der EU "knebeln & fesseln" können, dass jeder einzelne Euro nur mit einstimmiger Zustimmung aller anderen 26 Staaten für Dieses oder Jenes ausgegeben werden dürfe.

Sollte eine Kombination aus Darlehen + Zuschüssen als Ergebnis verhandelt werden. Erhält auch DEU Zuschüsse in anteilsmäßiger Summe.
Da kriegen auch Sie nix von, um sich ein Pferd zu kaufen …!

neuen Vorschlag?

ich habe noch keine Info darüber das diese Gelder nur für E-Autos, abbau der AKWs, unterstützung von Veganern und andern guten idiologischen Umweltprojekten ausgeben werden dürfen.

Ich möchte mit unseren Steuergeldern kein Tierleid oder Diesel PKWs finazieren weil ich das ja bei uns auch nicht gefördert bekomme.

14:11 von Adeo60

jeder ist seines Glückes Schmid

ich will hier nicht die Italiener in ein negatives Licht rücken
oder uns auf nen Marmorsockel stellen
jeder muß seinen Weg zu seinem persönlichen Glück finden
Hauptsache 13 Jahre gut gelebt ... sagte auch mal einer hierzulande
oder wie man auf den Philippinen sagt "einmal Millionär"

@12:56 von wachtflug

>> Ich halte die Hilfen auch in der vorgeschlagenen Größenordnung für sachgerecht und erforderlich, würde aber folgende Vorgehensweise vorschlagen: die ganzen 750 Milliarden werden zunächst als langfristige Kredite vergeben... <<
_
Ihr Vorschlag klingt vernünftig, scheitert aber am - ich nenne es mal: "politisch-menschlichen Faktor"... Denn nach der Devise "...irgendwas ist ja immer..." würden in zb. 10 Jahren wohl Empfängerländer nicht nur über Stundungen, sondern gar über Schuldenerlass diskutieren wollen - oder müssen. Und bei Nichterfüllung vielleicht auch mit einem EU-Austritt spielen...?

Re : Werner40 !

Dem kann ich so nicht ganz zustimmen. Natürlich haben viele Menschen hier in einem ordentlich Wohlstand und einer gewissen Sicherheit gelebt.
Aber durch so manche gesetzliche Maßnahme ist dieses Gefüge gewaltig unter die Räder gekommen. In D arbeiten die meisten Menschen mit einem Billiglohn, in Werksverträgen, in Leiharbeit zu teils prekären Bedingungen in ganz Europa. Viele Firmen sind aus den Flächentarifveträgen aus gestiegen und bieten die weniger attraktiven Haustarifverträge an. Alles von der Politik so zu gelassen und teils sogar so gewollt.
Dann wurde ja auch die Exportwirtschaft extrem forciert und die deutsche Wirtschaft wie auch Politik hat sich in Abhängigkeiten begeben, die nun äußerst schwer wiegen, und auch gerade in der Pandemie zum Tragen kamen.
Das hat die Politik und die Wirtschaftsbosse zu verantworten, die in ihrer unendlichen Gier einfach zuweit gegangen sind und nie an die Folgen dachten !!!!!!

14:34 von Sausevind

«Die Art, wie Sie Texte der User verfälschen, überschreitet meine Schmerzgrenze.»

Eine ganz grauenhafte Unsitte, beim Zitieren einzelne Häppchen Text rauszupicken, die gemachte Aussagen entstellen.

Gerade in schriftlicher Form der Diskussion ist sorgfältiges Zitieren ohne Sinnverfälschung noch viel wichtiger als akribisch korrekte Rechtschreibung mit jedem einzelnen Buchstaben.

Eigentlich lernt man die Regeln für korrekte schriftliche Zitate ja auch in der Schule. Eigentlich …

@12:59 von idee

>> Sozialsysteme gegenüberstellen > Ich fände es sehr informativ, wenn wir mal die Sozialsysteme der EU-Länder vergleichen könnten. Also wann darf man mit voller Rente in den Ruhestand gehen ? Wie hoch ist das Rentenniveau ? Der Mindestlohn im Vergleich zum Durchschnittseinkommen ? Wie lange bekommt man Arbeitslosengeld ? Was danach ? Kindergeld ? u.ä. Ich habe schon das Gefühl, dass wir Deutschen viel länger arbeiten müssen, mehr
Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor haben und dann noch mit unseren zu hohen Steuern andere EU-Länder unterstützen. <<
_
Ein guter Vorschlag ... obwohl im ts-Forum schon öfter erörtert, und auch im www kann man sich schlau machen. Das gilt übrigens auch für Ihren Schlußsatz: >> Wie wäre es, wenn Italien ordentlich seine Steuern eintreibt ? Insbesondere bei den Wohlhabenden ? <<
_
PS: Das funktioniert nicht mal in so ordnungsliebenden Deutschland...

Eine Frage der Grundrechte

Wer bestimmt, welche oder besser wessen Grundrechte in der EU gelten müssen? Geht es überhaupt noch um Grundrechte in Ungarn oder Polen oder geht es ums Prinzip - dass niemand es wagen darf, den großen Westnationen zu widersprechen. Sollte nicht auf nationale Besonderheiten Rücksicht genommen werden?
Was würde das für Ungarn bedeuten, wenn Subventionen der EU geringer werden würden? Erstens eine Stärkung von Orban und des ganz rechten Flügels und zweitens weniger Geld (Agrarsubventinen, Wirtschaftshilfen) für deutsche Unternehmen, die in Ungarn unzählige Unternehmen besitzen, keine Gelder mehr für Aldi, LIdl, Penny, Mediamarkt, Obi und Co in Ungarn.
Erpressung, Drohung mit Geldentzug im Gegenzug für Westeuropagenehme Reformen - das ist nichts anderes als eine neue Form des Neokolonialismus. Früher hat man geschossen - heute kürzt man Gelder, um sein Ziel zu erreichen. Aber es kommen ja eh bald neue EU-Staaten dazu, dann geht es wieder weiter ostwärts zu neuen Gewinnen.

Re 12:41 von Aufmerksamleser

Die Ungarn und die Polen haben demokratische Wahlen abgehalten und Volkes Wille umgesetzt. Die Polen haben das letztens erst wieder ausdrücklich in einem Votum bestätigt. So läuft Demokratie,ob es UNS paßt oder nicht.
Das den Italiener,Spanier und den von Ihnen vergessenen Franzosen unser Sozialsystem vollkommen schnuppe ist weiß man seit Jahrzehnten. Sind die rechtsstaatlicher als Polen oder Ungarn? Nein die wollen das wir ihre Schulden bezahlen und ihre sozialen Wohltaten. Haben das die Ungarn oder Polen je gefordert? Was rechstaatlich ist entscheiden gewählte Parlamente. Wollen Sie denen das Recht streitig machen? Ganz gefährlich Ihr Weg.

Erst Unterschiede beseitigen!

Es gibt innerhalb der EU große Unterschiede bei Renteneintritt und Privatbesitz.
Solange diese Ungleichheiten nicht beseitigt sind, sehe ich nicht ein, das der deutsche Steuerzahler für z.B. Italiener, die über ein höheres durchschnittliches Privatvermögen verfügen und früher in Rente gehen können, zahlen soll.

13:10, lenamarie

>>EU ist überschuldet
längst überholt von China usw.<<

Ja, die Staatsverschuldung Chinas steigt rasant. Von etwa 34% des BIP vor acht Jahren auf nunmehr über 60%.

Wenn man berücksichtigt, daß sich das Bruttoinlandsprodukt in diesem Zeitraum mehr als verdreifacht hat, dann ist dieser Anstieg noch schwindelerregender.

Noch hat China die EU, was die Staatsverschuldung betrifft, nicht überholt, ist aber auf dem besten Wege.

14:50 von Traumfahrer

"Re : Zwicke !

Sie wissen doch bestimmt, der deutsche Michel ist tatenlos, zahnlos und lahm, geduldig, und schaut höchsten vor die eigene Tür.
Soweit weg in andere Richtungen schauen, ist nicht das Ding eines deutschen Michels !"

,.,.,

O weh. Diese platten Volksmentalitäten, an die Sie glauben und die immer nicht passen:
die erklären jetzt was?

.....

"Außerdem habe ich es noch nie wirklich erlebt, dass die Politiker wirklich auf den Willen des Volkes gehört hätte."

,.,.,

Ja, der Wille des Volkes.
Das kommt mir doch bekannt vor.

@ 14:50 von sosprach

Es gibt ein Kriterium, nach dem man viele Kommentare hier ziemlich treffsicher zuordnen kann, nämlich ob man die EU als Schauplatz nationaler Interessensvertretung sieht oder als eigenständiges notwendiges und sinnvolles Projekt.
Es ist ziemlich eindeutig, zu welcher Gruppe Sie gehören.

13:10, Sisyphos3

>>12:59 von idee
Wie wäre es, wenn Italien ordentlich seine Steuern eintreibt ? Insbesondere bei den Wohlhabenden ?
.
diese Vorschläge wurden schon in Griechenland gemacht
aber es ist eben geschickter die eigenen Bürger (und seien es Reiche)
zu schonen wenn man von anderen das Geld auch kriegen kann<<

Wollen Sie denn die Vermögen besteuern? Oder wie stellen Sie es sich vor, das Geld bei den Reichen zu holen?

Wollen Sie dann auch in Deutschland eine Vermögenssteuer einführen?

Falls nicht, wie wollen Sie eine Kapitalflucht nach Deutschland verhindern?

Ihr quasisozialistischer Ansatz ist ja schön und gut, aber IMHO nicht so recht durchdacht.

15:03, Traumfahrer

>>In D arbeiten die meisten Menschen mit einem Billiglohn, in Werksverträgen, in Leiharbeit zu teils prekären Bedingungen in ganz Europa<<

Diese Aussage ist definitiv unrichtig.

Und nächstes Jahr die nächste Pandemie?

Was ist, wenn im nächsten Jahr die nächste Pandemie durch Europa zieht? Wird dann nicht langsam das Papier knapp, um weitere Milliarden zu drucken?
Nachfolgende Generationen müssen dieses Desaster ausbaden.
Täglich sterben in Deutschland 2500 bis 3000 Menschen. Das sind in den 6 Monaten der Pandemie ca 500.000. Da ist doch der Anteil der mit und durch Corona gestorbenen von 10.000 nun wirklich nicht so dramatisch wie dargestellt. Und das Italien und Spanien so hohe Todeszahlen hatten, liegt in erster Linie auch an einem total maroden Gesundheitssystem.

@Zwicke, 14.50 Uhr

Gerne antworte ich auf Ihre Fragen:
Bei den Meinungsverschiedenheiten geht es nicht nur um die Frage Zuschüsse oder Kredite, sondern auch um die Nachhaltigkeit der Mittelverwendung (für Digitalisierung/Umweltschutz etc.) und wie all das kontrolliert werden kann. Das war unter dem Begriff "ganzheitlich" zu verstehen.
Mit "Geschlossenheit" ist gemeint, dass alle 27 Mitgliedsstaaten die gefundene Lösung, wenn es denn zu einer solchen kommt, nicht nur formal, sondern auch inhaltlich mittragen und umsetzen. Eurpopa muss nach innen und nach außen Geschlossenheit, also die Bereitschaft zu solidarischen Handeln zeigen. Dies wiederum bedeutet insbesondere für Deutschland eine wirtschaftliche Zukunft. d.h. eine Konkurrenzfähigkeit zu den USA und China (Stichwort "Neue Seidenstrasse") im globalen Wettbewerb. Die Globalisierung ist nicht wegzudenken, deren Spielregeln müssen beachtet und effizient genutzt werden, sonst werden wir nichts mehr vom großen Kuchen abbekommen.

14:49, Willi Vegas

>>@Felina2 14,13Uhr
Da korrigiere ich Sie im Falle von Spanien gerne: Renteneintrittsalter wird zunehmend aufgestockt. Man befindet sich bei 65 und einigen Monaten mehr, bis das offizielle Eintrittsalter zukünftig mit 67 greift. 48 Wochenstunden sind es in der Regel für fast alle Berufe. Dienstleistungen, die sowohl in einem touristisch hochentwickelten Spanien zuhauf existieren, als auch z.B. Arbeitnehmer in Kleinbetrieben und im Einzelhandel arbeiten oftmals weit über die tariflich festgelegte Zeit und deren Löhne und Gehälter liegen auf unterdurchschnittlichem Wert. Gruss aus Madrid<<

Nun zerstören Sie doch bitte nicht mit solchart unangenehmen Tatsachen die nationalistisch-rassistische Opferlegende. Wie können Sie denn den Fans der hellhäutigen Vier derart in die Parade fahren.

Am 18. Juli 2020 um 15:10 von schabernack

>>14:34 von Sausevind

«Die Art, wie Sie Texte der User verfälschen, überschreitet meine Schmerzgrenze.»

Eine ganz grauenhafte Unsitte, beim Zitieren einzelne Häppchen Text rauszupicken, die gemachte Aussagen entstellen.

Gerade in schriftlicher Form der Diskussion ist sorgfältiges Zitieren ohne Sinnverfälschung noch viel wichtiger als akribisch korrekte Rechtschreibung mit jedem einzelnen Buchstaben.

Eigentlich lernt man die Regeln für korrekte schriftliche Zitate ja auch in der Schule. Eigentlich …<<

Dem schließe ich mich an.

@15:03 Traumfahrer

Die Exportwirtschaft selbst ist nicht das Problem, Deutschland war schon immer ein exportabhängiges Land.
Sie sagen am Schluss Ihres Posts, Politik und Wirtschaftsbosse seien in ihrer unendlichen Gier zu weit gegangen und hätten nie an die Folgen gedacht. Da sprechen Sie in der Tat ein Problem an, dass unserem System inhärent ist: Es ist nicht auf Nachhaltigkeit gepolt, sondern auf den kurzfristigen Vorteil/Gewinn. Ich habe neulich einen interessanten Beitrag eines Wirtschaftswissenschaftlers gelesen, der vorschlägt, Aktiengesellschaften zu verbieten, weil die hier genau die treibenden Kräfte sind. Finde ich interessant. Aber so etwas würde sich nur auf internationaler Ebene durchsetzen lassen… und da sind wir wieder beim Wert internationaler Zusammenarbeit, die ohne internationale Solidarität nicht funktioniert.

Ihr Gefühl in Ehren - da

Ihr Gefühl in Ehren - da hilft Information: In Italien z.B. müssen Sie für die gesetzliche Altersrente neben einer Beitragszeit von mindestens 20 Jahren das Rentenalter von 67 Jahren erreicht haben. Anspruch auf eine Sozialhilfe-basierte Vorruhestandsbeihilfe zur Überbrückung der Zeit bis zum Bezug der Altersrente haben Sie in Italien, wenn Sie 63 Jahre oder älter sind, mind. 30 Jahre effektiver Arbeitslosenversicherung angesammelt haben (spezielle Regelungen für Erziehungszeiten) oder 36 Jahre Beiträge geleistet haben in einem sog. "beschwerlichen" Beruf.
Italien lockte in den letzten Jahren Europäer*innen mit Vorteilen für die sog. "Superreichen": Wer seinen Wohnsitz dorthin verlegte, zahlt einen Steuerbetrag von maximal 100.000 Euro pro Jahr - das gilt für Deutsche, Öasterreicher, Schweden, Dänen, Niederländer etc, die ihren Wohnsitz nach Italien verlegten. Europas Finanzminister sollten endlich das gegenseitige Steuerdumping beenden, ganz unabhängig von den jetzigen Verhandlungen.

@ 15:16 von Hallelujah

Und wieder einmal muss man hier den Unterschied markieren, den eigentlich jede*r kennen könnte und sollte:
Demokratisch abgehaltene Wahlen garantieren nicht per se demokratische Politik, die die Grundsätze von unabhängiger Rechtsstaatlichkeit, Pressefreiheit etc. beachten und garantieren.
Dafür sind Polen und Ungarn jüngste Beispiele.

15:16, Hallelujah

>>Das den Italiener,Spanier und den von Ihnen vergessenen Franzosen unser Sozialsystem vollkommen schnuppe ist weiß man seit Jahrzehnten. Sind die rechtsstaatlicher als Polen oder Ungarn? Nein die wollen das wir ihre Schulden bezahlen und ihre sozialen Wohltaten. Haben das die Ungarn oder Polen je gefordert?<<

Polen und Ungarn sind die größten Nettoempfänger der EU.

Die sogenannten Südländer sind dagegen Waisenknaben. Italien ist sogar Nettozahler, und zwar der drittgrößte. Der zweitgrößte ist Frankreich.

15:10 von schabernack

"Eigentlich lernt man die Regeln für korrekte schriftliche Zitate ja auch in der Schule. Eigentlich …"

.-.-.

Allerdings erst in der Oberstufe des Gymnasiums, sozusagen als Vorbereitung für das Studium.

Ich glaube aber, dass jemand mit geistiger Reife automatisch daran interessiert ist, erst mal dem Kontrahenten richtig zuzuhören, bevor man lospoltert.

Nun ja

Die Kommission will die Hilfen weitgehend abhängig von der Höhe der Arbeitslosenquote der Jahre 2015 bis 2019 verteilen. Daran gab es aus zwei Gründen Kritik: Erstens fehlt ein Krisenbezug und zweitens wird das bisher gering von der Krise getroffene Polen damit nach Italien und Spanien zum drittgrößten Empfänger.
Deutschland will vor allem eine schnelle Einigung auf „etwas Wuchtiges“ (Merkel)

@ 14:44 von andererseits

"Sie dient letztlich allen in der EU - und denen, die durch die "sparsamen" 4 deutsche Interessen besser vertreten sehen, sei gesagt, dass Deutschland als Exportnation Nr. 1 ein gesteigertes Interesse an einem starken EU-Binnenmarkt hat."
.
Erstmal ist Deutschland nicht die Nr. 1.
Jetzt erklären sie als Fachmann mir mal folgendes.
Wir gehen hier länger arbeiten, was Rentenalter und Arbeitszeit betrifft. Wir zahlen mit die höchsten Steuern und bekommen prozentual die wenigste Rente.
Sie als Verfechter der "Klima-Hüpfer" sollten mit erklären können, warum das so ist.
Ich kenne Ihren Werdegang nicht, aber haben Sie schon mal einem Franzosen erklärt, dass der Überstunden machen soll?
Wissen Sie was der macht? Richtig, der zeigt Ihnen einen Vogel.
Wie schaffen das Länder in Europa, wie die Schweiz?
Wie schaffen es andere Länder, mit 60 in Rente zu gehen, eine 35-Stunden-Woche, und trotzdem ein positives BIP zu erwirtschaften?
Und wir Idioten zahlen jetzt wieder?
Gehen Sie eigentlich arbeite

Bitte schaut euch die

Bitte schaut euch die Aufstellung über den Privatbesitz in Europa an und fragt euch dann, wer wen helfen müßte.
Das Medianvermögen pro Person Deutschlands liegt im hinteren Viertel. Italien 91.889, Spanien 95.360 und Deutschland 35.313 US-Dollar.
Der Medianwert bezieht die Vermögensungleichheit innerhalb eines Landes mit ein und hat deshalb eine höhere Aussagekraft, über welche Vermögenswerte die gewöhnliche Person eines Landes tatsächlich verfügt.

15:13 von Kritikunerwünscht

"Wer bestimmt, welche oder besser wessen Grundrechte in der EU gelten müssen? Geht es überhaupt noch um Grundrechte in Ungarn oder Polen oder geht es ums Prinzip - dass niemand es wagen darf, den großen Westnationen zu widersprechen."

,.,.,

Sie stellen eine Frage und bieten direkt danach eine Unterstellung.

Die Frage wird hier täglich - und meist suggestiv - gestellt, und fast immer mit dem gleichen tendenziösen Unterton, den Sie benutzen.

Was Grundrechte sind, wurde oft hier beantwortet und die Antwort auch oft verlinkt.
Geben Sie einfach "Grundrechte" in einer Suchmaschine ein.

Das nicht ich sondern der Bundestag entscheidet

ist mir nun wirklich nicht neu, aber ich darf mir doch etwas wünschen und auch meine Meinung sagen oder lieber doch nicht?
Ich darf auch bei der nächsten Bundestagswahl wählen und das werde ich wie immer auch tun. Sie dürfen raten wen ;)
Ich bin weiterhin dagegen das Geld in die Botanik zu schmeißen.
Dass einige Länder schlecht gemanagt worden sind kann man an den um ein Vielfaches höheren Todeszahlen erkennen, im Vergleich zur Zahl der Infizierten.

@neutraleWelt

100% Zustimmung, da gibt es nix weiter zu sagen! Die gleichen Fragen stelle ich auch!

@15:29 Karl der Kühne

Es ist unwahrscheinlich, aber in der Tat nicht auszuschließen, dass nächstes Jahr „die nächste Pandemie durchs Land zieht“, wie Sie schreiben. Daran kann wieder Frau Merkel, noch irgendein anderer Politiker, auch nicht Trump oder Herr Bolsonaro etwas ändern. Man kann nur versuchen, die Folgen in den Griff zu bekommen.
Umso mehr liegt es im Interesse des schon immer exportabhängigen Deutschlands, dass um uns herum Wirtschaft und Zivilisation nicht zusammenbrechen.

Ihre Behauptung, Spanien und Italien seien deswegen so hart getroffen, weil ihr Gesundheitssystem marode sei, entbehrt jeder sachlichen Grundlage. Es wäre schön, wenn sie auf dem Boden der Tatsachen blieben. Es ist einfach ärgerlich, wie verantwortungslos in die Welt gesetzte Narrative hier permanent wiederholt werden.

Am 18. Juli 2020 um 15:29 von KarlderKühne

Was ist, wenn im nächsten Jahr die nächste Pandemie durch Europa zieht?

Das wird wohl so sein wenn das Virus sich nicht Silvester verabschiedet. Einfach mal abwarten wie es nächstes Jahr den stark betroffenen Branchen (Kultur,Musik, Reisen,Gastro usw.) geht.

Vermögen pro Kopf

Selbst wenn die Deutschen hinter Italien oder Frankreich stehen und ich nicht weiß, wer meinen Anteil hat - das Gejammer ist nur schwer zu ertragen.

Die Probleme in DEU haben wir einem immer stärker werdenden Raubtierkapitalismus zu verdanken.

Wiki:
"https://kurzelinks.de/u9hc"
..

Es geht um Investitionen in die Zukunft,
die Wirtschaft ist bei allen stark betroffenen Ländern eingeknickt.

Angesichts der vielen Toten in einigen
EU-Ländern, die vor DEU betroffen wurden,
ist diese Diskussion eine Schande.

DEU hat ein riesiges Paket geschnürt, auch für Projekte, die in DEU versäumt wurden.

Ob die Italiener oder Spanier oder ...
auch vorwerfen?

Immer wieder mal wird gefordert, vor der eigenen Türe zu kehren, nur hier wird mit dem Finger auf andere gezeigt - schon seit Jahren.

Die f..... Südländer, machen nur Siesta, ...
nur wir Deutschen sind fleißig.

15:54, NeutraleWelt

>>Jetzt erklären sie als Fachmann mir mal folgendes.
Wir gehen hier länger arbeiten, was Rentenalter und Arbeitszeit betrifft<<

Diese oft wiederholte Behauptung wurde hier im Thread bereits mehrfach mittels harter Zahlen widerlegt.

Denen sollte man sich nicht verschließen, auch wenn das der eigenen ideologischen Agenda nicht unbedingt dienlich ist.

>>Ich kenne Ihren Werdegang nicht, aber haben Sie schon mal einem Franzosen erklärt, dass der Überstunden machen soll?
Wissen Sie was der macht? Richtig, der zeigt Ihnen einen Vogel.<<

Franzosen machen keine Überstunden?

Nun machen Sie aber doch bitte mal halblang.

@15:32 von Adeo60

Ihre idealistischen Vorstellungen in Ehren ... aber wo bitte sind die greifbar realistischen Ansätze zu einer (idealistischen) Umsetzung..? Nicht nur m.E. besteht die derzeitige (viel zu aufgeblähte) EU aus einem Konglomerat einiger Nettozahler, aber etlicher Nettoempfänger. Und immer wieder werden vormals hofierte Politiker der Korruption überführt. Wobei angeblich alles immer nur unter dem Etikett der Arbeitsplatzschaffung bzw. Arbeitsplätzesicherung geschieht... Dazu nur mal ein Beispiel: Warum hat zb. Rumänien (mit genug Arbeitslosen) nicht längst die EU-Fleischverarbeitung ins eigene Land geholt..? Antwort: Weil es für ROM lukrativer ist, Arbeitslose als Lohnsklaven nach DE zu schicken... und nebenbei in DE den Arbeitsmarkt zu ruinieren. DAS - werter User - ist die heutige EU..!

@ 13:46 von Adeo60

"....... "dieses" Europa, trotz all seiner Schwächen, in hohem Maße mit dazu beigetragen, dass die deutschen Bürger die letzen Jahrzehnte in Wohlstand und sozialer Sicherheit leben konnten."
.
Sagen Sie mal, wo leben Sie eigentlich?
Das es Deutschland so "gut" geht haben wir Schröder und den Hartz-Reformen zu verdanken. Billiglohn, Leiharbeit.
Arbeiten bis mindestens 67, 40 Stunden.
Dazu sind andere Länder nicht bereit.
Sie als pensionierter Beamter haben da gut reden. Fragen Sie mal zahlreiche hier in der Bevölkerung, was los ist, wenn die ihren Job verlieren. Oder Rentner. Wie da die "soziale Sicherheit" aussieht.
Haben Sie sich den Geburtstag von Frau Dr. Bundeskanzlerin jetzt gemerkt?
Wird ein wichtiges Datum.

@ neutrale Welt 15:54

Hat Ihnen schon mal jemand gesagt, dass wir Deutschen viele Länder meilenweit abhängen, was unseren Jahresurlaub angeht?
Was Sie in Ihrem Beitrag gemacht haben war ein Herauspicken von Punkten, in denen Sie deutsche Arbeitgeber international benachteiligt sehen. Den Rest blenden Sie einfach aus. Würden Sie denn gerne in England, in Griechenland, in Rumänien, in den USA, In Ungarn, in Polen als einfacher Arbeiter leben wollen, zu den dortigen Bedingungen? Man kann hier zu Lande mit Recht vieles kritisieren, aber man muss auch immer den Vergleich zu den anderen Ländern sehen.

Geht doch, dennoch aufpassen auf Zielrichtung

Es ist ein Fortschritt, dass die Eu jetzt noch mehr auf Kredite als auf Zuschüsse setzt. Dennoch muss man auf die Zielrichtung der Kredite, die Bedingungen für die Vergabe und natürlich die Kontrolle der Einhaltung der Bedingungen achten. Wenn ein Land unverschuldet tatsächlich kausal durch die Corona-Krise besonders leidet ist das ein Grund für Unterstützung. Einige EuLänder wie Italien haben allerdings seit Jahrzehnten ihre Hausaufgaben nicht erledigt, sondern Schulden angehäuft. Da sollten Corona-Kredite nicht solche selbstgemachten Unterlassungen zukleistern und belohnen Ein positives Beispiel ist dagegen Spanien, hier hat man mit Reformen sehr wohl alte Probleme angegangen und ist nun eben doch von Corona besonders betroffen, da scheinen mir Kredite, auch Zuschüsse schon eher angebracht.

um 14:04 von BeriosV

>>
2.) Was denken Sie denn eigentlich, woher das Geld am Ende kommt? Natürlich wird das alle deutschen Steuerzahler belasten. Entweder durch höhere Abgaben oder durch geringere Ausgleichzahlungen in Bezug auf die Lebenshaltung (also ein indirekter Wertverlust).
<<

Wenn wir es mal akademisch betrachten: "deutschen Steuerzahler belasten" ist ein nichtssagender Kampfbegriff. Schon, dass Sie nicht zwischen absolut und relativ unterscheiden. Einfacher gesagt: Viele würden sich freuen, wenn sie 1.000,- € mehr Einnahmen hätten und darauf 5,- € zusätzlich Steuer zahlen müssen. Die jetzt diskutierten Maßnahmen zielen genau darauf ab: Ein Einbrechen der Produktion zu verhindern oder zu heilen. Dann sind die gemeinschaftsbezogenen (D und EU) Belastungen relativ eher am geringsten. Der wahre Konflikt besteht nicht zwischen Arbeitslosen in I und D oder zwischen Rentnern.

14:50 von Traumfahrer

«Sie wissen doch bestimmt, der deutsche Michel ist tatenlos, zahnlos und lahm, geduldig, und schaut höchsten vor die eigene Tür.
Soweit weg in andere Richtungen schauen, ist nicht das Ding eines deutschen Michels !»

Wat'n verdammtes Glück, dass der Deutsche Vorname "Michel" seit 1969 nie über Platz ± 70 in der Rangfolge der Beliebtheitsskala männlicher Vornamen hinauskam. 2015 war er gar nur noch auf Platz ± 140. Dümpelt weit unten … kennen Sie jemand, der "Michel" heißt? Ich nicht …

"Frankreich ist da viel schlimmer". Dort hat der "Michelin" sogar einen eigenen Autoreifen. Mit dem er sich aber scheut, weiter als bis zum Bäcker zum Baguette-Kaufen zu fahren. Und raus in andere Länder will der Michelin schon mal gar nicht. Da er immer Englisch mit einem ganz schlimmen Akzent sprechen muss. Versteht ihn dann auch niemand … aber alle Zuhörer müssen laut lachen.

Es geht doch gar nichts über platte Platitüden.
Mit welchem Charakter doch Michels und Micheline seien.

Herrlich & Co …

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