Kommentare - Kritik an Trumps Twitter-Feldzug gegen soziale Medien

Kommentare

Twitter sollte am besten...

Trumps Nutzerkonto sperren oder löschen, mit der Begründung, er verstoße gegen die Nutzungsbedingungen. Und das hat er eigentlich schon so oft getan, dass eine Sperre längst überfällig wäre.

Twitter hat seinen einen Beitrag über Briefwahlen nicht zensiert, also verändert oder gelöscht. Es hat lediglich einen Hinweis dazu gegeben, dass die von Trump aufgestellten Behauptungen wie eigentlich fast immer mit den Fakten nichts zu tun haben und die Widerlegung verlinkt.

Dass Trump schnell in Rage gerät, ist nichts Neues. Anders als schäumend vor Wut und geifernd vor Hass kennt man diesen Menschen ohnehin kaum. Dass er mit der Realität auf Kriegsfuß steht, ist ebenfalls bekannt; kein auch nur halbwegs bekannter Politiker hat in seinem ganzen Leben so viel gelogen wie Trump seit 2016.

Wenn Twitter zumindest ab und zu diskret darauf hinweist, dass Trump lügt wie gedruckt, ist das eigentlich nicht mehr als ein Beitrag zur sozialen und politischen Hygiene.

@Ritschi

Danke für die Info,

Frage: mit 'dieser Artikel' meinen Sie doch sicherlich den verlinkten Artikel aus der Los Angeles Times und nicht den obigen Tagesschau Artikel ?

unter dem Link kann ich nur die Überschrift des Artikels einsehen.

Unter wiki und section 230 finde ich zwar einen englischen Beitrag, aber nicht den von Ihnen zitierten Satz. Können Sie den von Ihnen gefundenen Wiki Eintrag etwas genauer eingrenzen ?

Die Angst vor den Fact Checks sitzt tief ...

... in der Welt von Donald J Trump und der Szene, die ihn publizistisch unterstützt.

Trump hat in so vielen Fällen

• wissentlich oder unwissentlich unwahre Aussagen gemacht

• platte Lügen verbreitet

• eine öffentlich dokumentierte Aussage geleugnet

• sich innerhalb weniger Stunden widersprochen in dem er das Gegenteil des vorher Gesagten behauptete

Alles mit einfachen Mitteln bei seriösen Medien recherchierbar.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, warum Trump mit dieser entlarvenden Wut reagiert, wenn ihm Fakten gegenübergestellt werden.

09:23 von Adeo60

Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Wer aber bewusst und permanent Lügen verbreitet, den politischen Gegner diffamiert, Menschen beleidigt oder gar des Mordes bezichtigt sowie Hass- und Hetzbotschaften ins Netz stellt, der missbraucht das Grundrecht.

Da wird sehr viel in einen Topf geworfen.

Es gibt in den USA keine Wahrheitsministeriums-Kultur. Wer möchte, kann Lügen mit faktenbasierten Argumenten entgegenwirken, aber nicht das was mal als Lüge betrachtet staatlich verbieten lassen. Das Verbreiten von Lügen über Personen kann in bestimmten Fällen zivilrechtlich unter Diffamierung belangt werden. "Hass- und Hetzbotschaften" sowie Beleidigungen sind in freiheitlichen Demokratien wie die USA nicht strafbar.

wiedersprüchlich

Hat Trump nicht noch vor kurzem Frankreich bedroht, als sie eine Internetsteuer erheben wollten? Jetzt sind Amazon und Co Schmarotzer, weil sie den US-Paketdienst nutzen und dafür bezahlen? Natürlich ist das alles nur Ablenkung, allerdings muss man bei Trump immer damit rechnen, dass er irgendeinen Blödsinn durchzieht, denn für die Wahrung seines Gesichtes geht der über Leichen.

um 08:44 von ralf123

Wieso behaupten nun Twitter 'Zukunft der Meinungsfreiheit bedroht' und Facebook ', dass die Netzwerke alles zensieren würden, was irgendjemanden beleidigen könnte.' das Gegenteil ?

Weil die Verpflichtung bestehen bleibt, gegen illegale Inhalte vorzugehen. Wenn jedoch keine Richtigstellung mehr erlaubt ist, bleibt als einzige Möglichkeit alles zu löschen, das irgendwie problematisch sein könnte.

08:49 von mikethecat

>>Bei privatwirtschaftlichen Unternehmen ist ein objektives Handeln nie gegeben, ...<<

Nach allgemeinen Verständnis ist "objektives Handeln" auch im WH nicht (mehr) gegeben.
Es ist wohl sehr schwer einen "richtigen" Weg zu beschreiten ohne das ein Gericht bemüht wird.
Jede Äußerung die unter dem Deckel der Meinungsfreiheit verbreitet wird durch ein Gericht beurteilen zu lassen ist Nonsens. Die Klageflut würde die Justiz lahmlegen.

Meinungsfreiheit

endlich jemand, der sich für die Meinungsfreiheit einsetzt

Was ist Meinungsfreiheit?

Was ist Meinungsfreiheit denn eigentlich? Das Recht alles sagen und behaupten zu können was man meint, sofern es andere nicht beleidigt? Zugegeben, wenn ich das mache hat das eine Andere Auswirkung als wenn Trump das macht ;-)
Ein guter Faktencheck widerspricht ja nicht einfach der Aussage, sondern zeigt unter Angabe der Quellen auf, dass es andere Meinungen gibt. Wenn eine Aussage einer wissenschaftlichen Erkenntnis widerspricht, darf man darauf hinweisen.

Mutation

Dieser Präsident ist geradewegs auf dem Weg zum Diktator. Meinungsfreiheit Ja, aber nur für diejenigen die seine Lügen teilen.

Leere Drohung

Aber spannend. Wenn Trump den Artikel schwächt oder kippt kann man endlich auch gegen den Publisher klagen (nichts anderes sind "soziale Netzwerke") und das vermutlich sogar international!
Aber im Endeffekt ist es Trumps übliche Show. Heftige Streitdiskussionen auslösen, damit er vorrangig in den Medien präsent ist. Sollte sein Herausforderer sinnvolle Zukunftpolitik anstreben geht das in der Angst der Menschen um die Freiheit des Sprechens unter ("Freedom of Speech" und "Meinungsfreiheit" sind unterschiedliche Dinge). Sollte der Herausforderer in das Thema einsteigen und auf Konfliktkurs mit Trump gehen, so wird Trump nicht das Thema aufgreifen, sondern seinen Herausforderer direkt angreifen mit vorab schon gestreuten Themen wie Korruption, Demenz und Pädophilie. Von dieser Position aus hat Trump wieder ein breites Feld an Möglichkeiten sich vor seinen Wählern gut darzustellen.
Es geht hier gar nicht um Twitter. Es geht um Wahlkampf.

Kenne die amerikanischen Gesetze nicht.

Bei uns zumindest werden Kommentare, und nichts anderes sind die Post`s der User als Kommentare gekennzeichnet und die verbreitende Plattformen, z.B. Zeitungen distanzieren sich damit vom Inhalt. Im redaktionellen Teil der Zeitung kann das genaue Gegenteil des Kommentars stehen.

@Mut-zum-Leben

Das scheint mir bei allem Trump-bashing ein durchaus nachzuvollziehendes Vorgehen zu sein und schafft Klarheit.

Das scheint nur so. Tatsächlich wird das Problem potenziert, denn die Faktenchecks wurden als abgemildertes Mittel eingeführt, um entsprechende Beiträge nicht direkt löschen zu müssen. Das heißt in Zukunft müssen Twitter und co. einfach nur direkt löschen - was Trump mit Sicherheit noch weniger schmecken dürfte, sich aber nicht einfach per Dekret ändern lässt, da die Auswirkungen eines Löschverbots katastrophal wären.

@Orfee

"
Am 29. Mai 2020 um 09:37 von Orfee
@Adeo60

"Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Wer aber bewusst und permanent Lügen verbreitet, den politischen Gegner diffamiert, Menschen beleidigt oder gar des Mordes bezichtigt sowie Hass- und Hetzbotschaften ins Netz stellt, der missbraucht das Grundrecht. I"

Klar dafür muss er ja auch bestraft werden.
Aber ganz sicher nicht von Twitter.
Ein Räuber wird auch nicht von einem Polizisten oder von seinem Nachbarn bestraft. Dafür gibt es Gerichte und Richter."

Ihr Vergleich hinkt. Wenn der Räuber auf Twitter den Überfall auf den Nachbarn ankündigen würde, dürfte Twitter den Nachbarn darüber nicht informieren. Denn das wäre ja Zensur. Der Nachbar soll gefälligst warten, bis er überfallen wird und sich danach vertrauensvoll an die Polizei und Gerichte wenden.

Narzismus

Das klinische Krankheitsbild eines Narzisten beinhaltet auch, dass der Narzist selbst zutiefst von der Wahrheit seiner aktuellen Vorstellungen überzeugt ist. Fakten spielen hier keine Rolle. Ein Narzist, der mit seinen eigenen Vorstellungen widersprechenden Fakten konfrontiert wird, ist damit völlig überfordert. Er kann es nicht verstehen. Je nach seiner Machtposition, die bei Trump leider recht hoch ist, wird er alles tun, um seinen Vorstellungen widersprechende Fakten nicht an sich heranzulassen. Was bei Pippi Langstrumpf kindliche Unbekümmertheit ist (ich mach mir meine Welt, wie sie mir gefällt), ist bei einem Narzisten für eine stabile psychische Verfassung unverzichtbar. Trump kann gar nicht anders handeln, ohne sich selbst in eine schwere psychische Extremlage zu bringen. Er benötigt ununterbrochen die Bestätigung, dass er selbst perfekt ist, sonst bricht seine Denkwelt zusammen.

Anwort auf den Kommentar

>>Diktatur oder Egomanie pur<<

Wer die USA mit einer Diktatur bzw. einer Egomanie pur vergleicht, der weiss noch nicht, wobei es sich handelt, wenn man in Russland von 20 Jahre Putin mit einer Tendenz nach noch mehr Jahren spricht oder wenn in China Xi Jinping auf Maos Spuren wandelt, der ohne Wahlen von 1949 bis 1976 an der Macht war.
Trump kann wie jeder bisherige Präsident aus dem Amt gewählt werden. Es scheint vielen in Deutschland nicht bewusst zu sein, wo auf der Welt die echten Diktaturen bzw. Egomanien sich befinden.

Löschen von Hassnachrichten

Ich fände es grossartig, wenn Hassbotschaften aufhören würden, wenn man um die Veröffnetlichung klagen müsste und der Wahrheitsgehalt dabei die entscheidende Rolle spielt, was wäre es toll, wenn ein Straftatbestand der vorsätzlichen Verleugnung, Beleidigung und Bedrohung neben den Sozialen Netzwerken auch die Bestrafung des Urhebers der Nachricht treffen kann. Und das in schweren Fällen hart. Und wenn die Sozialen Medien gesetzlich verpflichtet werden, offensichtliche Falschnachrichten und offensichtliche Lügen immer zu kennzeichnen. Dann entstehen auch Arbeitsplätze. Dann würde im Netz endlich dasselbe Recht gelten, dass anderen Kommunikationsformen, etwa in der persönlichen Rede, herrscht.

@ um 09:52 von ralf123

"@Ritschi
Danke für die Info,

Frage: mit 'dieser Artikel' meinen Sie doch sicherlich den verlinkten Artikel aus der Los Angeles Times und nicht den obigen Tagesschau Artikel ?

unter dem Link kann ich nur die Überschrift des Artikels einsehen."
.
Der Link führt zum gesamten Artikel. Die Anführungszeichen bitte nicht mit kopieren, die dienen nur dem Erhalt des Links im Post.
"https://www.latimes.com/business/technology/story/2020-05-28/the-facts-…"
Sie können auch einen Teil meines Zitats in Anführungszeichen setzen und mit Google suchen. Durch die Anführungszeichen finden Sie dann genau dieses Zitat.
In dem Artikel ist auch die gesamte Verfügung verlinkt. Leicht zu lesen.

Dummer Vergleich

um 09:32 von Orfee
@draufguckerin
"Ich meine, dass dass die sozialen Medien durchaus eine Mitverantwortung für widerwärtige Beiträge und Social-Media-Kampagnen haben."
>>Mit welcher Erklärung?
Das ist genauso wie wenn ein Mann dem Anderen den Kopf einschlägt und die Person, die das gesehen hat auch dafür verantwortlich gemacht wird. Was kann die Person dafür, die das sieht, wenn Einer dem Anderen den Kopf einschlägt? Was für eine Logik?
Die Beiträge kommen von Personen und sie haften für ihre Beiträge nicht die Plattform, die dies ermöglicht.<<

Dummer Vergleich. Richtig wäre: Wenn ein Mann droht, jemanden den Kopf einzuschlagen hat eine zufällig anwesende Person, ohne sein eigenes Leben zu gefährden die Pflicht, einzugreifen. Alles andere wäre unterlassene Hilfeleistung.

@ orfee um 9.32 Uhr, Nein

"Das ist genauso, wie wenn ein Mann dem Anderen den Kopf einschlägt und die Person, die das gesehen hat, auch verantwortlich gemacht wird."
Nein, um bei Ihrem Beispiel zu bleiben: Das ist genauso, als wenn jemand die Waffe reicht bzw. zur Verfügung stellt, um dem anderen den Kopf einzuschlagen.

29. Mai 2020 um 08:10 von Lannister Cat

"
...
Vllt ist ihm auch klar, dass diese Art der Gesetzgebung nicht vom Präsidenten erlassen werden kann und vom Kongress ohnehin kassiert wird: dann sind immerhin *die anderen* Schuld.
"
Da er nicht so dumm ist wie er sich selbst präsentiert, ist das sogar wahrscheinlich.

um 08:54 von draufguckerin

Ihre Hoffnung ist unbegründet. Erst einmal sind "falsche und verlogene Behauptungen" kein Straftatbestand und Trumps Dekret bewirkt genau das Gegenteil, nämlich dass "falsche und verlogene Behauptungen" nicht mehr richtig gestellt werden dürfen.

Ist es nicht vielmehr so, dass Sie die Initiative begrüßen, weil Sie von Trump kommt und nicht, weil sie vernünftig oder sinnvoll wäre?

Ablenken hat hohe Priorotät........

Ablenken hat hohe Priorität bei Donald Trump.
Natürlich darf er sich selbst vieles erlauben, schließlich ist er der Präsident. Außerdem haben die anderen immer Schuld.
Er schlägt wieder einmal nach bekanntem Muster wild um sich und klopft sich anschließend genüsslich auf seine Schulter, mit entsprechender Mimik und Körpersprache.

Es ist schon fast kindisch, aber einfallsreich, wie sich der Mann in diesem hohen Amt verhält.

Alles ziemlich überflüssig

Die Menschheit braucht weder "Twitter" noch die zahlreichen politisch tätigen Egomanen mit Verhaltensauffälligkeiten; Herr Trump gesellt sich da in dieselbe Reihe mit zahlreichen anderen Politikern auf der Welt. Wir brauchen vielmehr einen neutralen Journalismus, der diese Auffälligkeiten angemessen darstellt, sinnvolle Alternativen aufzeigt und meinetwegen auch ab und zu kommentiert. Und natürlich mutige Politiker der Mitte, die sich klar von Psychopaten distanzieren und eine mutige Politik mit sinnvollen Perspektiven macht. - Leider fehlen solche Leute auch in Deutschland. Und dass "Twitter" hier eine solche Aufmerksamkeit gewidmet wird, sollte auch den hier tätigen Journalisten einmal den Spiegel vors Gesicht halten, um selbstkritisch zu hinterfragen, ob sich guter Journalismus und "Twitter" vertragen. Qualitätsjournalismus benötigt nämlich kein "Twitter". Personen aus meinem Umfeld, die "twittern", sind mir bislang immer als merkwürdige Zeitgenossen aufgefallen - ohne Ausnahme!

@ um 09:21 von hans_im_glueck

Ich habe die Order
"https://www.whitehouse.gov/presidential-actions/executive-order-prevent…"
gelesen. Der entscheidende Satz ist wohl der:
'When an interactive computer service provider removes or restricts access to content and its actions do not meet the criteria of subparagraph (c)(2)(A), it is engaged in editorial conduct. It is the policy of the United States that such a provider should properly lose the limited liability shield of subparagraph (c)(2)(A) and be exposed to liability like any traditional editor and publisher that is not an online provider.'
Hieraus geht nicht klar hervor, ob durch eine solche Bearbeitungen sämtlicher Schutz verloren geht, oder nur bei den bearbeiteten Teilen. Konsequent ist es jedoch, wenn sämtlicher Schutz verloren geht, denn das selektive Bearbeiten einzelner Teile generiert auch eine Meinung zu den nicht bearbeiteten Teilen.
"Kurz: wenn die Plattform einen Inhalt bearbeitet kann sie verklagt werden."

@ Walter Mo.

Zitat: "Jetzt sind Amazon und Co Schmarotzer, weil sie den US-Paketdienst nutzen und dafür bezahlen? Natürlich ist das alles nur Ablenkung, allerdings muss man bei Trump immer damit rechnen, dass er irgendeinen Blödsinn durchzieht, denn für die Wahrung seines Gesichtes geht der über Leichen."

Ist doch gut für den Rest der Welt: Immer mehr Unternehmen gehen oder verschieben Teile ihrer Produktion ins Ausland ... Harley, Tesla ... Amazon und Co werden folgen. Mal sehen was FB auf Dauer macht ... und Google, ob die sich einer auf Dauer geschäftsschädigenden US- Zensur unterwerfen wollen. Rd. 320 Mio. Ametikaner gegen über 7 Mrd. ... wo da wohl mehr zu verdienen ist ...
Die Folgen werden im ganzen Ausmaß erst nach seiner Amtszeit zum tragen kommen ... wenn die Auswirkungen des Außen- und Innenpolitischen Suizits richtig deutlich werden.

@IckeDette

"
Am 29. Mai 2020 um 10:18 von IckeDette
29. Mai 2020 um 08:10 von Lannister Cat

"
...
Vllt ist ihm auch klar, dass diese Art der Gesetzgebung nicht vom Präsidenten erlassen werden kann und vom Kongress ohnehin kassiert wird: dann sind immerhin *die anderen* Schuld.
"
Da er nicht so dumm ist wie er sich selbst präsentiert, ist das sogar wahrscheinlich."

Ehrlich gesagt, da wäre ich mir nicht zu sicher. Möglicherweise glaubt er tatsächlich, er dürfe das. Zur Erinnerung "You can grap them by...." den Rest des unapetitlichen Trump-Zitats erspare ich mir jetzt.

Sollte Trump mit Hilfe dieser

Sollte Trump mit Hilfe dieser politischen, persönlichen und machtstrategischen Mitteln noch ein Mal Präsident werden, wird weltweit das Vertrauen in die Demokratie bei aufgeklärten Menschen erschüttert werden. Das ist eine Riesengefahr, deren Ausmaß wir heute nicht einschätzen können. Trump ist das populärste Beispiel dafür, wie die Freiheit, für die viele aufrichtige Menschen gekämpft haben, in persönliche Freiheit für Machthaber umgedeutet wird.

Am 29. Mai 2020 um 08:22 von

Am 29. Mai 2020 um 08:22 von draufguckerin
Das wollten wir doch schon lange

Ja,der Unterschied ist aber - da geht es nicht um " Fake News " - wie im Fall D.T. ( Lügen verbreiten usw. )

Am 29. Mai 2020 um 08:54 von draufguckerin
auch bei uns genauer gucken

Nein, in den USA wird genau das Gegenteil passieren - zumindest wenn ich das richtig verstanden habe.

09:07 von draufguckerin

|@ mikethecat um 8.49 Uhr , 230|
>>"Ich bin für uneingeschränkte Meinungsfreiheit, die ihre Grenzen in bestehenden Gesetzen findet."<<

Das ist bei einem globalen Unternehmen (oder Plattform) sehr schwierig. Welches Gesetz aus welchem Land soll geltend gemacht werden?

um 09:12 von Orfee

Das können sie eben demnächst nicht mehr. Die Immunität der strafrechtlichen Verfolgung wird mit diesem Dekret aufgehoben.

Das stimmt so nicht. Was sie nicht mehr dürfen, ist mit Faktenchecks richtig stellen. Löschen dürfen sie weiterhin. Was Trump abschafft ist das mildere Mittel. Natürlich wird er das erst merken, wenn seine eingen Tweets gelöscht werden und dann wird er erst recht toben, aber gegen eine Wand laufen, denn dann werden die Dienste als Sicherheit einfordern, dass sie von sich aus nichts löschen müssen, was bedeutet, dass dann auch eindeutig strafbare Inhalte stehen blieben.

@Autograf 10:14 - Das sind die Kriterien, die Trump "lesbar" ...

... machen.

Der Mann wird nicht von Ideologie getrieben, sondern von einen Narzissmus befeuert, der die Weltbild-Stabilität voraussetzt.

In der Auseinandersetzung mit der Politik von Trump - speziell in diesem Fall des Zensurversuchs über Section 230 - wird jeder immer wieder an die Grenzen des Verständnisses stoßen, der dessen Handlungsweise erfassen will und das von Ihnen angesprochene Thema nicht einbezieht.

Auch für einen Nicht-Psychologen offensichtlich. Guter Kommentar.

Nachdem....

ich ein Dino bin, der nur ein altes Klapphandy hat und nicht an irgendeiner form der sogenannten "social media" teilnimmt kann ich die Aufregung um Trump nicht verstehen. Mir ist nämlich egal was er twittert oder 80 Millionen "follower" hat. Die Zahl ist dahingehend erbärmlich, als sie zeigt, wie ein großer Teil der amerikanischen Gesellschaft denkt. Was soll man überhaupt von einer Gesellschaft halten, in der Wahlen vom handy oder der Anzahl der TV-Werbespots abhängen. Es wäre scön, wenn sich wenigstens in Deutschland Bürger und Politiker Gedanken darüber machen, ob sie wirklich bei facebook oder twitter usw. teilnehmen müssen. Ich bezweifle sehr, daß das, was gesendet wird, wirklich einigermaßen von Bedeutung ist. Ist wenigstens die Werbung gut? Wenn man sich überlegt, warum facebook z.B. erfunden wurde und was heute daraus geworden ist, kommt einem das blanke Grausen.

09:37 von Orfee

<< @Adeo60
"Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Wer aber bewusst und permanent Lügen verbreitet, den politischen Gegner diffamiert, Menschen beleidigt oder gar des Mordes bezichtigt sowie Hass- und Hetzbotschaften ins Netz stellt, der missbraucht das Grundrecht. I"

Klar dafür muss er ja auch bestraft werden.
Aber ganz sicher nicht von Twitter.
Ein Räuber wird auch nicht von einem Polizisten oder von seinem Nachbarn bestraft. Dafür gibt es Gerichte und Richter.>>

.,.,.,

Ich begreife Ihre Logik nicht.
Twitter hat bei einer bewussten Lüge das Faktum dagegengestellt.

Das ist keine "Bestrafung", sondern das Hausrecht einer Plattform. Sogar die Hauspflicht.

Twitter....

… hat es eben wieder getan.
Sie haben einen Tweet von Trump, wegen Gewaltverherrlichung gerügt.
Bitte zurücklehnen!

Soziale Medien sind private Unternehmen.

Sie unterliegen den Gesetzen des Landes, in dem sie tätig sind. Anders als Zeitungen haben sie zunächst keinen Einfluss auf den Inhalt der verbreiteten Meinungen. Aber, da sie nun einmal private Unternehmen sind, haben sie die Freiheit, Regeln für den Umgang mit dem Medium zu erlassen. Jeder Nutzer hat die Regeln zu akzeptieren. Sonst kann er das Medium nicht benutzen.

08:02 von RealistT

Sie können bitte selbst googlen oder wenn Sie meinen, der Text muss wiedergegeben werden, dies hier tun. Oder den Wunsch etwas höflicher äußern bitte.

29. Mai 2020 um 08:36 von hans_im_glueck

"
...
Einen "Krieg" gegen Twitter kann er ebenso wenig gewinnen, wie Christian Wulff gegen die Bild-"Zeitung" bestehen konnte.
"
Wenn Twitter ihm die Platform entzieht und seit Trump ist Twitter ja auch täglich in den Medien vertreten, ja schlimmer noch, es werden ganz Nachrichtenartikel über Twittertexte geschrieben, dann wird er Twitter mitnehmen. Twitter wurde durch Trump zu einem bedeutenden Onlinenetzwerk. Twitter kann inzwischen ohne Trump weitermachen, da 4 Jahre massive Werbung sich gut einprägt. Deswegen kann er Twitter nur mit Gesetzesänderungen entgegentreten und Twitter wird sich ganz genau überlegen was es daraus macht.

Geschäftsmodelle...

Das eigentliche Problem - und damit eine mögliche Lösung - ist die User-Anonymisierung auf sog. "Social-Media"-Plattformen. Zugegeben, ich nutze das auch, würde aber sofort bedenkenlos unter meinem Klarnamen posten, wenn dies allgemein zur Pflicht würde.
_
Vermutlich aber würde dann das Geschäftsmodell einschlägiger Plattformen leiden (Einnahmen durch Dritt-Werbung) , wegen wohl stark zurückgehender User-Zahlen.
_
Der Seriösität und einem wirklich offenen Info- u. Kommunikationsaustausch könnte das nur dienlich sein. Vermutlich gäbe es dann auch viel weniger Beckmesser und Hobby-Moderatoren, stattdessen aber mehr sachlich-konkreten Austausch ohne Unflätigkeiten.

Wichtig ist, dass es hierbei

Wichtig ist, dass es hierbei weder um Meinungsfreiheit noch um Beleidigung geht. Wer annimmt Trump werde in seiner Meinungsfreiheit beschnitten, sollte einmal kurz innehalten und darüber nachdenken, welchen Posten er gerade besetzt. Es handelt sich bei Trumps Äußerungen nicht um die Ausübung von Meinungsfreiheit, sondern um gezielte Desinformation zum Zwecke des Machterhalts. Der Vergleich von Trump mit einem Blogger oder User hinkt maßlos.

Blase

Das Problem sind doch nicht die Dienste an sich, sondern dass die Nutzer alle (nicht nur Trump) in einer selbst geschaffenen Blase leben und nur noch das wahrnehmen, was sie ohnehin schon wissen.

Wer sind denn die 80 Mio. "Follower"? 50 Mio., die ihn toll finden und 30 Mio. Journalisten, die ihn von Berufs wegen beobachten?

Wie wäre es, wenn sich noch weitere 60 Mio. anmeldeten, die ihn öffentlich auslachten?

Der Präsident der USA trägt Verantwortung ....

... für seine Worte und Aussagen.

Sie können

• Bürger zu bestimmtem Verhalten anleiten
• Gewalt und Unruhen auslösen
• im Extremfall zu Kriegen führen

Er ist Amtsinhaber und nicht Privatperson. Seine Aussagen können nur der Wahrheit verpflichtet sein. Wenn sich Trump zur Briefwahl äußert, kann er das Vertrauen der Bürger in diese lang gübte Praxis - zumindest bei Teilen der Bürger - erschüttern.

Wenn er Argumente in diesem oder anderen Sachverhalten hat, muss er sie faktisch belegen.

Wenn er Aussagen als Wahlkämpfer von sich gibt, dann muss das als solche kennzeichnen.

Er kann sich nicht selbst aus der Verantwortung des Amtes des US-Präsidenten entlassen.

29. Mai 2020 um 10:25 von Anderes1961

"
...
"
Da er nicht so dumm ist wie er sich selbst präsentiert, ist das sogar wahrscheinlich."

Ehrlich gesagt, da wäre ich mir nicht zu sicher. Möglicherweise glaubt er tatsächlich, er dürfe das. Zur Erinnerung "You can grap them by...." den Rest des unapetitlichen Trump-Zitats erspare ich mir jetzt.
"
Ich kenne das Zitat sowie diverse andere Vorfälle auch und bei genauerem Hinschauen merkt man dass da eine Taktik vorliegt. Dumm stellen hilft dabei, dass man vom Gegner unterschätzt wird. Ich halte ihn nicht für besonders schlau, aber schlauer als dargestellt/wahrgenommen. Würde mich nicht wundern, wenn der eine oder andere Leak auf die Anordnung von Trump zurück geht damit er daraus für sich eine Bühne konstruiert.

Die Erläuterung im gestrigen. ..

... Haben mich auch eher verwirrt.
Status quo ist Section 230, die Trump nun
aushebeln will.
Aus dem gestrigen Beitrag,
"... Würden die Plattformbetreiber künftig, wie offenbar von Trump geplant, als redaktionelle Dienstleister angesehen, könnten sie für alle Inhalte, die von ihren Nutzern gepostet werden, verantwortlich gemacht werden. Wenn sie diese Verantwortung nicht übernehmen wollen, dürfen sie keine inhaltlichen Anmerkungen wie Hinweise auf Faktenchecks mehr machen...."

Die Dienste sind doch jetzt auch schon verantwortlich.
Daher ja die Faktenchecks-Anmerkungen.

Oder hab ich das falsch verstanden ?

Dafür sollen Klagen möglich werden.

Glaubt nun Trump, dass er der Einzige wäre, der dann klagen kann?

Fast schon genial

Trump beweist hier großes politisches Geschick, indem er den erfolgverwöhnten und gehätschelten Twitter-Konzern gekonnt vorführt. Die sind voll in seine Falle getappt. Zuckerbergs Facebook scheint da schlauer zu sein und den Braten gerochen zu haben. Ist ja auch schwer zu vermitteln, dass ein Medienkonzern gern den rechtlichen Schutz für neutrale Plattformanbieter in Anspruch nehmen will, seine Rolle als neutraler Plattformanbieter aber ständig mit Füßen tritt.

Man muss doch einfach mal anschauen....

wie die Plattformen agieren.

1. Die EInträge werden geprüft, kommentiert oder einem "Faktencheck" unterzogen. Dann ist es eher ein redaktioneller Ansatz mit Verantwortung beim Betreiber.

2. Die Plattform kümmert sich primär nicht um die Einträge. Lediglich bei Einträgen die eine Straftat darstellen werden diese gelöscht (auf richterliche Anordnung). Dann ist es lediglich eine Technikplattform die für Inhalte nicht verantwortlich ist.

Ich kenne jetzt die Verfügung von Trump nicht genau. Sollte aber der 1. Fall zutreffen (und so hat es aktuell den Anschein) dann muss der Betreiber auch für den Inhalt haftbar gemacht werden können, denn er selektiert (ich will nicht sagen zensiert) ja nach eigenem Gutdünken, legt die Regeln fest und bestimmt somit auch die Richtung der Beiträge.

Ich würde eher begrüßen, wenn die Freiheit der Plattformen und ihrer Nutzer erhalten bleiben würde und lediglich richterlich angeordnete Maßnahmen greifen.

@Zwicke

"
Am 29. Mai 2020 um 10:45 von Zwicke
Geschäftsmodelle...

Das eigentliche Problem - und damit eine mögliche Lösung - ist die User-Anonymisierung auf sog. "Social-Media"-Plattformen. Zugegeben, ich nutze das auch, würde aber sofort bedenkenlos unter meinem Klarnamen posten, wenn dies allgemein zur Pflicht würde...."

Schon der erste Satz Ihres Posts ist falsch. Zahlreiche Hassposts, Lügen, Drohungen und so weiter, werden in sozialen Medien nachweislich ganz offen unter dem - sogar echten - Klarnamen veröffentlicht. Eine De-Anonymisierung würde im Gegenteil zum Beispiel in Ländern, die nicht so demokratisch aufgestellt sind wie die Bundesrepublik, oder die USA dazu führen, daß Menschen noch mehr Angst davor haben müßten, Kritik zu äußern. Fragen Sie mal z.B. einen Nordkoreaner, ob er sich trauen würde, eine Kritik am Präsidenten offen unter seinem Klarnamen zu veröffentlichen.

Die olle Kamelle "Klarnamenpflicht" wurde hier auch schon oft durchgekaut. Muß man nicht wieder aufwärmen.

@IckeDette

Da er nicht so dumm ist wie er sich selbst präsentiert, ist das sogar wahrscheinlich."

Ehrlich gesagt, da wäre ich mir nicht zu sicher. Möglicherweise glaubt er tatsächlich, er dürfe das. Zur Erinnerung "You can grap them by...." den Rest des unapetitlichen Trump-Zitats erspare ich mir jetzt.
"
Ich kenne das Zitat sowie diverse andere Vorfälle auch und bei genauerem Hinschauen merkt man dass da eine Taktik vorliegt. Dumm stellen hilft dabei, dass man vom Gegner unterschätzt wird. Ich halte ihn nicht für besonders schlau, aber schlauer als dargestellt/wahrgenommen. Würde mich nicht wundern, wenn der eine oder andere Leak auf die Anordnung von Trump zurück geht damit er daraus für sich eine Bühne konstruiert."

Ihr Argument überzeugt mich, das wäre tatsächlich eine nicht auszuschließende Möglichkeit. An eine ähnliche Möglichkeit habe ich zwar auch schon gedacht, mir erschien das aber zu weit hergeholt. Ich ändere meine Meinung.

Mehr info über das Dekret notwendig

RE: hans_im_Glück und andere:
Soweit ich das verstanden habe besagt das Dekret, dass die sozialen Netzwerke haftbar sind und wenn sie nicht der vollen Kontrolle nachkommen können (was ja angesichts der Massen an Nachrichten unmöglich ist), dann dürfen sie niemanden mehr "zensieren". Das heisst, alles, was vorher gelöscht wurde, müsste dann stehenbleiben. @Tagesschau: es wäre in der Tat gut, wenn Sie deutlicher erläutern würden, was in dem Dekret steht und warum es zu mehr (anstatt wie man intuitiv annimmt: zu weniger) Hasspostings und Falschnachrichten führen könnte. Ich nehme an, dass es stimmt, aber es wird einem nicht klar, warum dem so sein sollte.

08:29, suomalainen

>>wie oft hab ich hier schon nen roten balken kassiert für meine beiträge? und viele andere nutzer teilen mein schicksal.<<

Trump hat ja nicht einmal einen roten Balken kassiert. All seine Tweets werden veröffentlicht. Es wird lediglich ab und zu darauf hingewiesen, daß das, was er in die Gegend zwitschert, nicht ganz der Wahrheit entsprechen könnte.

Aber da teilt der die Definition von "Meinungsfreiheit" unserer rechten Mitforisten: Meinungsfreiheit bedeutet, daß ich meine Meinung unwidersprochen äußern darf.

>>laufen wir deswegen los und verbieten die tagesschau oder legen die redaktion in schutt und asche?<<

Zumindest einige der Lügenpressler (die, die das Volk sind) würden das wohl gerne...

Twitter hat sich die Suppe selbst eingebrockt...

Nicht falsch verstehen: ich finde es gut, wenn ein Medium die Aufgabe übernimmt z.B. eine Meldung auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen und gegebenenfalls auf Fehler oder Unwahrheiten hinweist. Sowas Ähnliches gibt es z.B. auf Tagesschau mit dem "Faktencheck" ebenfalls. ABER ich sehe es sehr kritisch, wenn sich dieses - nennen wir es "inoffizielles Wahrheitskomitee" - mit einer gewissen politischen Einseitigkeit bei der Auswahl der Beiträge vorgeht, die man auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft. Denn damit ist man dann kein "neutrales Medium" mehr, insofern ist Trumps Anwurf gegenüber Twitter berechtigt.

Twitter hätte es geschickter anstellen sollen: a) immer auch parallel dazu Beiträge prominenter demokratischer Abgeordneter hinsichtlich ihres Wahrheitsgehaltes kennzeichnen und/oder b) den Warnhinweis nicht als offizielles Twitterstatement verlautbaren lassen, sondern einen oder mehrere Mitarbeiter damit beauftragen, die dann als Privatpersonen auf Twitter solche Hinweise tätigen.

Am 29. Mai 2020 um 09:52 von ralf123

"unter dem Link kann ich nur die Überschrift des Artikels einsehen. "
Den Effekt hatte ich mit Firefox ebenfalls. Mit Internet Explorer geht es.

Es ist ein Irrglaube, soziale Medien müssten sich ...

... als Lügenschleudern missbrauchen lassen.

Die US-Rechtssprechung hat eine ganze Sammlung von Urteilen des SCOTUS und von Fällen mit Präzedenzrecht, die den Umgang mit dem First Amendment, in dem "Free Speech" garantiert wird, regeln. Dort wird definiert, welche Kategorien von Aussagen nicht durch das 1st Amendment geschützt werden.

Über den US-Rahmen hinaus gesehen:
auch das Thema Verleumdungen, Beleidigung, üble Nachrede, die durch lokale Gesetze geregelt sind, können nicht einfach über den Umweg von sozialen Medien ausgehebelt werden. Wenn sie justitiabel sind, sind sie Sache der Gerichte. Aber die "Verbraucherrechte" eines Users müssen von den Plattformen selbst geregelt werden.

Sie haben nicht verstanden, was Trump möchte.

Ich stimme Ihnen eigentlich im Grundsatz zu, aber: Zum verantwortlichen Umgang mit den Beiträgen der User gehören eben auch die Klarstellung, der Verweis auf Faktenchecks und ggf. die Sperrung der User.

Genau das möchte Trump aber nicht. Er will seinen Hass, seine Lügen, seine Parolen und seine Sicht der Dinge weiterhin ungefiltert raushauen können, gleichzeitig aber einen Hebel haben, alle Kritiker, Andersdenkenden und vor allem die Wahrheit in Schach halten zu können. Am besten in guter alter amerikanischer Tradition, indem man sie zu Tode klagt (wenn man sie nicht schon vorher erschießen kann).

@Pingu

"... @Tagesschau: es wäre in der Tat gut, wenn Sie deutlicher erläutern würden, was in dem Dekret steht und warum es zu mehr (anstatt wie man intuitiv annimmt: zu weniger) Hasspostings und Falschnachrichten führen könnte. Ich nehme an, dass es stimmt, aber es wird einem nicht klar, warum dem so sein sollte."

Noch mal: das hat die Tagesschau bereits getan. Den Link dazu finden Sie auch selbst am Ende dieses Artikels direkt oberhalb von "Ihre Meinung". Im Artikel "Trump unterzeichnet Erlass zu Sozialen Medien" wird ausführlich erläutert, worum es geht. Also hier (nochmal) der Link zu diesem Artikel:

"https://www.tagesschau.de/ausland/trump-twitter-151.html"

RE 08:53 von FritzF

...Und wer könnte ausschließen, dass Regierungen keinen Missbrauch mit ihrer Datenmacht betreiben? Sollen wir jetzt alle Behörden deswegen schließen?
Nein, hier geht es um einen durchsichtigen wie plumpen Versuch, ein persönliches "Beleidigtsein" zu rächen. Der gute Mann verhält sich wie ein kleines verwöhntes Kind. Leider eines mit sehr viel Macht. Und große Teile des Volkes jubeln ihm noch immer zu. Weil er die Welt so schön einfach schwarz-weiß malt. Er steht den großen Diktatoren der Welt in seinem Verhalten in nichts nach. Ja, er ist demokratisch legitimiert an die Macht gekommen. Aber das sind andere vor ihm auch schon und haben dann ihre Macht missbraucht. Menschen wie er spalten die Gesellschaft - und auch wenn er hehre Ziele verfolgen sollte, so ist Hass schüren, fehlende Kompromisslosigkeit, Respektlosigkeit gegenüber ganzen Bevölkerungsgruppen oder politischen Meinungen und Ausgrenzung ("wir gegen sie") nie zielführend und auf lange Frist extrem gefährlich.

@ Draufguckerin

"Diese Initiative ist notwendig, egal von wem sie kommt. Trump ist hier Vorreiter. Auch bei uns werden Menschen bedroht, beschimpft, angegriffen - die "sozialen Medien" tragen ihren Teil dazu bei."

Darum geht es hier aber nicht. Es geht Trump um etwas ganz anderes, daher ist es eben nicht egal, von wem die Initiative kommt.

Ansonsten bin ich gerne bei Ihnen: starten Sie eine Onlinepetition und machen Sie eine Eingabe im Bundestag. Ich würde Ihre Petition, z.B. 2 x 1 Woche im Jahr ein staatlich verordneter Twitter- & Facebookentzug für die gesamte kranke Gesellschaft vollumfänglich unterstützen.

Sie haben nämlich Recht: Der Diskurs verroht, auch gerade weil die unkontrollierten Kommunikationsformen im Internet zunehmend ihren Einzug in den Alltag aller halten.
Dass was BILD & Co. in 70 Jahren nicht geschafft haben, schaffen Twitter und Facebook in nur wenigen Jahren. Da hilft nur: Abschalten... wenigstens temporär ab und zu...

Scotch Bingeington 10:49

"Ist ja auch schwer zu vermitteln, dass ein Medienkonzern gern den rechtlichen Schutz für neutrale Plattformanbieter in Anspruch nehmen will, seine Rolle als neutraler Plattformanbieter aber ständig mit Füßen tritt."

Klingt wie die Forderung faktische Lügen unkommentiert, unwidersprochen stehen zu lassen. Und genau das ist es, was DT braucht. Unwidersprochen und unkommentiert Draht zu sein treuen Anhängern. Nur so kann er seine selbstherrlichkeit trotz faktischer Widerlegung propagieren

@Orfee, 09.37 Uhr - Meinungsfreiheit, nicht Meinungsdiktatur

Ist es eine "Strafe", wenn Twitter einen Annex zu einem Kommentar veröffentlicht, der sich offensichtlich bewusst einer Lüge bedient...? Ein solcher Hinweis torpediert in keinester Weise die Meinungsfreiheit, sondern fördert die Meinungsvielfalt. Trump dagegen fordert eine Meinungsdiktatur, indem er darauf beharrt, dass sein Wort Gesetz sein soll.

@Gelenkte-Dem-BRD, 09:58 Uhr

Trump werden seine Lügen nicht verboten. Es wäre auch mitunter schwierig, ja unmöglich zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden, noch dazu im Sinne eines Vorsatzes. Meinung wird durch Twitter nicht unterdrückt, sondern Meinungsvielfalt gefördert, indem - bei offenkundiger Lüge - auf anderslautende Quellen verwiesen wird. Dies muss das GrundR der Meinungsfreiheit aushalten - vor allem in Abwägung mit der Gefahr der Manipulation.

Die Lösung vom / im ...

... "Postillion" wäre wirklich gut.
Trump bekommt einen eigenen Kanal,
der im Internet-Nirvana landet.

@RoyalTramp

"...Denn damit ist man dann kein "neutrales Medium" mehr, insofern ist Trumps Anwurf gegenüber Twitter berechtigt. ..."

Wie oft muß man das eigentlich noch erklären: Medien waren niemals neutral und werden es nie sein. Und das ist gut so. Denn von Medien zu verlangen "neutral" zu sein, würde gegen das Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung verstoßen. Dieses Recht gilt nämlich auch für Medienschaffende. Medien dürfen sich die Themen aussuchen über das sie berichten. Sie dürfen einordnen, bewerten, kritisieren oder was auch immer. Und ich hoffe, daß das auch so bleibt.

Wenn jemand etwas "neutrales" lesen möchte, dann empfehle ich immer das Bundesgesetzblatt. Das ist sowas von neutral. Viel Spaß beim Lesen.

Am 29. Mai 2020 um 10:50 von

Am 29. Mai 2020 um 10:50 von Cosmopolitan_Citizen
Der Präsident der USA trägt Verantwortung ....

Zustimmung von mir, als Privatperson sieht das anders aus aber als Präsident der USA hat er eben eine andere Verantwortung.

@Adeo60

"Ist es eine "Strafe", wenn Twitter einen Annex zu einem Kommentar veröffentlicht, der sich offensichtlich bewusst einer Lüge bedient...? "

Sorry ich darf euch nicht antworten, weil ich ständig zensiert werde. Wenn wir einen Trump in Deutschland hätten, dann wäre diese Aktion der Tagesschau eben strafbar. Aber so darf man mich beliebig zensieren.

Am 29. Mai 2020 um 10:06 von

Am 29. Mai 2020 um 10:06 von Walter Mo.
Was ist Meinungsfreiheit?

Wenn eine Aussage einer wissenschaftlichen Erkenntnis widerspricht, darf man darauf hinweisen.

Nicht darf sondern muss !!!

09:58, Gelenkte-Dem-BRD

>>Es gibt in den USA keine Wahrheitsministeriums-Kultur. Wer möchte, kann Lügen mit faktenbasierten Argumenten entgegenwirken, aber nicht das was mal als Lüge betrachtet staatlich verbieten lassen.<<

Genau das hat Twitter ja gemacht, nämlich auf faktenbasierte Argumente verwiesen, die Trumps Behauptungen widersprechen, und genau das betrachtet Trump als Einschränkung seiner Meinungsfreiheit.

@Leipzigerin59

"
Am 29. Mai 2020 um 11:26 von Leipzigerin59
Die Lösung vom / im ...

... "Postillion" wäre wirklich gut.
Trump bekommt einen eigenen Kanal,
der im Internet-Nirvana landet."

Ich schließe mich Ihrer Meinung vollumfänglich an. Ich kann es nur nicht in so schöne Worte kleiden.

Für Märchen sind andere zuständig

Trump kann, bei dem was er so verbreitet, den Gebrüdern Grimm ordentlich Konkurenz machen. Märchenbuchverlage sind für diese Geschichten zuständig, nicht die sozialen Medien.
Aber es ist halt auch wichtig, die Aufmerksamkeit auf andere zu legen, um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken. Da wird halt allem und jedem, der einem nicht passt, der Krieg erklärt. So ist das halt mit Gockeln... wenig Hirn, viel Show....

29. Mai 2020 um 10:24 von Ritchi

"
...
"Kurz: wenn die Plattform einen Inhalt bearbeitet kann sie verklagt werden."
"
Genau genommen dürfte Twitter dann gar keine Beiträge mehr löschen, da diese eine Veränderung des Beitrages darstellen.
Das wirkt sich dann auch auf unsere Gesetze aus (NetzDG).
Und wirft spannende Fragen auf wie zum Beispiel: Was, wenn jemand kritische Staatsgeheimnisse auf Twitter veröffentlicht? Ein internationaler Konflikt ist da dann schon vorprogrammiert.

Twitter sollte ?

von semillas @

Nur eine funktionierende Justiz schützt die Bürger und nicht Twittwer darf entscheiden was richtig oder falsch.

Würde?

Wo bleibt die Souveränität und Würde eines US-Präsidenten? Man hat sich daran gewöhnt, aber wenn man einen Schritt zurücktritt und das Ganze in historischem Kontext betrachtet, so fiele mir kein bedeutender Staatslenker ein, der jemals kleinkarierter gehandelt hat. Ich hoffe, er ist wieder weg, wenn die USA in kommender Zeit weltpolitisch wirklich wichtige oder gar grobe militärische Entscheidungen treffen müssen. Aktuell schaden sie sich überwiegend selbst.

08:41, Orfee

>>Das geht auch nicht, dass die Medien beliebig alles zensieren können. Auch die Medien müssen für falsche Zensur oder Einschränkung der Meinungsfreiheit haftbar sein.<<

Sie betrachten Widerspruch als Zensur und als Einschränkung der Meinungsfreiheit?

Es wurde ja kein einziger von Trumps Tweets gelöscht.

Naja, was würde

Trump eigentlich ohne Twitter machen? Liveübertragungen jederzeit, wenn er einen Gedankenblitz raushauen möchte?
Eine eigene Donald-Trump app, wo jeder nur Ihm folgen kann?

Twitter sollte den Account einfach mal eine Woche auf Eis legen, einfach nur wegen eines drohenden Rechtsstreites. Dann würde vielleicht mal wohltuende Stille einkehren, die der liebe Donald zum Nachdenken nutzen könnte....

11:28, Orfee

>>@Adeo60
"Ist es eine "Strafe", wenn Twitter einen Annex zu einem Kommentar veröffentlicht, der sich offensichtlich bewusst einer Lüge bedient...? "

Sorry ich darf euch nicht antworten, weil ich ständig zensiert werde. Wenn wir einen Trump in Deutschland hätten, dann wäre diese Aktion der Tagesschau eben strafbar. Aber so darf man mich beliebig zensieren.<<

Keiner von Trumps Tweets wurde dem unterzogen, was Sie zensieren nennen, also nicht veröffentlicht.

Und wenn Sie sich umfassend über Trumps Vorhaben informieren, dann erkennen Sie, daß Twitter, sollte er damit durchkommen, in Zukunft nichts anderes übrig bleiben wird, als viele Tweets nicht zu veröffentlichen. Er möchte ja gesetzlich festschreiben, daß die Plattformen für die auf ihnen geposteten Inhalte rechtlich verantwortlich sind.

Trump vs. Twitter

Kann hier eigentlich niemand lesen? Es geht überhaupt nicht darum, dass Twitter und Co. für die Meinungen der User haftbar gemacht werden soll. Es geht darum, dass die Meinungen der User nicht mehr zensiert werden! Es geht also im positiven Sinne um Meinungsfreiheit. Wenn mehrfach nachgewiesene, leicht recherchierbare und in diesem Falle sogar tagesakuelle Fakten von Twitters "Faktenchecker" CNN als Fake News bezeichnet werden, ist dass schon mehr als fragwürdig. Bitte mal Betrug bei Briefwahl (nicht nur) in den USA recherchieren.
Aber das Recherchieren hat man in Deutschland ja nicht nötig. Man bekommt ja aus erster Hand serviert, was man zu denken hat. Man wird ja von unseren Qualitätsmedien ja quasi gezwungen zum "Verschwörungstheoretiker" zu mutieren, nur weil man das Geschehen in der Welt vor Ort mit unseren Nachrichten vergleicht. Wer alles ungefragt übernimmt, muss nicht automatisch Recht haben...

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