Kommentare - Athen: Parlament billigt Reformauflagen - Tsipras unter Druck

16. Juli 2015 - 07:26 Uhr

Abstimmung gewonnen, Rückhalt verloren. So lassen sich die Ereignisse in Athen aus Sicht von Regierungschef Tsipras zusammenfassen. Nach dem "Ja" des Parlaments zu den Sparauflagen wird Tsipras wohl noch heute sein Kabinett umbilden, so ARD-Korrespondent Lingenfelser.

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Kommentare

Frage an Kritiker der Eurogruppe

Die 'unmenschliche' Behandlung Griechenlands seitens der 13 Finanzminister der Euro-Gruppe (also ohne Italien, Spanien, Zypern und Griechenland) ist von vielen Bloggern heftig kritisiert worden. Ich lebe seit Jahrzehnten in Italien und möchte eine Frage stellen: Als Deutsche und Kritiker der aufgezwungenen Reform- und Sparmassnahmen, würden Sie akzeptieren, wenn in Deutschland die Regierungsgeschäfte von Hollande oder Renzi, oder gar Tsipras, übernommen würden?

ist doch eh wurscht

regieren wird in Griechenland auf unabsehbare Zeit niemand mehr. Dort zappelt jetzt eine Marionettenregierung an den Fäden und hat zu exekutieren, was die Gläubiger befehlen.

An Tsipras' Thron wird schon gesägt!

Der ist politisch schon erledigt, er wird es schon gemerkt haben, die Frage ist nur, wann man ihm den politischen Todesstoß verpassen wird. Tsipras ist mit dubiosen Wahlversprechen an die Macht gelangt, was hat er den Griechen nicht alles versprochen! Der Linke Tsipras ist nur ein weiteres Bauernopfer im Griechenland-Drama. Egal wer Griechenland regiert, es gibt keine Alternative zur harten Sanierung des Landes.

@CE

Ach jetzt sind die deutschen Wähler daran Schuld, dass die griechischen Regierungen nicht in der Lage sind die Auflagen zu erfüllen, die Reformen durchzusetzen um deren Finanzen in Ordnung zu bringen? Auch ein Ansatz ....

Immer dagegen geht nicht.

Tsypras hat sein Reformpaket durchbekommen. Dabei haben ihm zahlreiche Parteileute die Ja-Stimme verweigert. Normal müsste er zurücktreten, aber die Opposition half ihn zur Mehrheit für den EURO. Weitere Abstimmungen werden wohl ähnlich erfolgen.

LINKS-RECHTS-Regierung musste sich der Realität stellen und finden keine eigene Mehrheit für ihr eigenes Reformpaket. Das sollte eine Mahnung für alle Wähler in EUROPA sein. Später muss es Neuwahlen geben, weil die Griechen eine richtige Regierung verdient haben.

Grexit ist besser für die Demokratie

Griechenland ist bereits bankrott. Die Schuldentragfähigkeit ist nicht gegeben. Weiter Kredite bedienen Zins und Zinseszins. Nochmals 80 Mrd. obendrauf, bedeutet Transferunion. Es werden amerikanische Hedgefonds gerettet und die Schuldenknechtschaft festgeschrieben. Das Geld bekämpft nicht die humanitäre Krise.

Der Grexit ist der Ausstieg aus der Verschuldungsspirale.

Alle Umsturz, alle Aufstands, alle Revolutionen sind Produkte einer Verschuldungsökonomie. Bei allen Umstürzen wurden zunächst die Schuldscheine vernichtet.

Der Ausstieg aus der Schuldenknechtschaft ist besser für die Demokratie und nachhaltiger. Die EU zahlt am Ende sowieso.

Grexit ist die billigere Variante und ermöglicht einen Haircut.

Tsipras hat den Griechen alles Versprochen ...

und kann deshalb nichts halten. Das Nein der Griechen verbietet eigentlich den Weg, den Tsipras einschlägt. Er hat den Griechen aber auch den Euro versprochen. Der Euro ist jedoch reines Gift für Griechenland. So lehnt Tsipras denn die für Griechenland beste Lösung ab: einen Schuldenschnitt mit Rückkehr zur Drachme. Und die übrigen Euro-Länder sind verrückt genug, ihn auf diesem Weg zu unterstützen, anstatt den Griechen zu erklären, dass eine geordnete Insolvenz einer andauernden Insolvenverschleppung angesichts ihrer politischen und staatlichen Leistungsträger die beste Lösung für sie ist. Die Euro Staaten handeln also ähnlich unverantwortlich wie Tsipras. Das europäische politische Niveau ist sehr niedrig. Es gibt keine Führungspersönlichkeiten in dieser Krise.

Was keine weiteren Geldgeschenke ohne Reformen?

Frechheit! Der arme Herr Tsipras kann seine Wahlversprechen nicht auf Kosten fremder Steuerzahler realisieren? Wo gibts denn sowas? Die Griechen sehen sich als Opfer der Geldgeber und die Geldgeber haben schon jetzt Milliarde um Milliarde ihrer Steuerzahler verbrannt, indem sie es einem uneinsichtigen Patienten schenkten. Das Geld kommt nicht zurück, wie die 86Mrd dt Bürgschaften im Haushalt auftauchen, scheint nicht wichtig zu sein und niemand ist glücklich. Außer evtl Frankreich und Italien, wenn die an die nordeuropäischen Steuergelder kommen sollten und im Moment sieht alles danach aus, dass sie dies werden. Alle Parteien, die im Bundestag vertreten sind, sind unwählbar geworden. Alternativen?

In was für einer Welt leben wir ...

Da will eine Partei für ihr Volk, das zu einem großen Teil in schwierigsten Umständen lebt, Änderungen herbeiführen und befindet sich nun in der unhaltbaren Situation, Entscheidungen aus Verzweiflung treffen zu müssen. Was soll dabei Gutes herauskommen?
Das ist ein Ergebnis der letzten fünf Jahre verfehlter finanzpolitischer Entscheidungen auf Kosten der Menschen und es wird nicht mehr allzu lange dauern, bis wir das auch in Deutschland sehr klar und deutlich präsentiert bekommen.
Aber uns geht es ja so gut, wir haben ja eine so tolle Regierung und Fehler haben nur die anderen gemacht, vor allem die linke Partei Syriza, die gerade mal 5 Monate im Amt ist. Wie verachtenswert!

@07:37 von CE

"Warum habt ihr denn dann bei der letzten Wahl CDU/CSU und SPD gewählt? Die haben doch die griechischen Schulden von privater in die öffentliche Hand verschoben ..."

Als durchaus gemäßigter Demokrat finde ich die Volksparteien aufgrund ihrer rechtsbeugenden und zunehmend asozialen Politik mitlerweile unwählbar. Ich denke das wird sich über kurz oder lang in einer Zersplitterung der Parteienlandschaft niederschlagen. Die SPD hat es vorgemacht, wie man eine Volkspartei zugrunde richtet. Irgendwann würde so die große Koalition (ohnehin einer der schlechtesten demokratischen Lösungen) keine absolute Mehrheit mehr haben. Und Deutschland steht gerade erst am Anfang der riesigen Herausforderungen, die der demografische Wandel und die Verschiebung der Wirtschaftsmacht nach Asien bereithält.

Politischer Schaden, Verletzung von Grundwerten

Ein Grexit wäre die Möglichkeit gewesen, den Griechen die Souveränität zu lassen, die sie erst wenige Jahrzehnte hatten. Nun werden sie schon wider fremdbestimmt.

Das ist aber eigentlich nicht im Sinne der europäischen Grundwerte.

Es darf wohl zu Recht bezweifelt werden, ob mit diesem Szenario Nachhaltigkeit geschaffen wird. Denn niemand in Griechenland ist wirklich überzeugt, das sich im Land etwas ändern muss. Es wird nur zugestimmt, weil man keine Wahl hat.

Ohne Überzeugung haben aber Taten keinen Bestand und Bauten werden schnell eingerissen.
Die Euro-Region kommt damit an den Rand der Glaubwürdigkeit, und die EU verprellt die Menschen, die sie selbst gestalten. Druck von außen lässt Menschen zusammenhalten und über sich hinauswachsen. Druck von innen zerlegt mit der Zeit jedes System.

Woher glauben denn die Abweichler

soll das Geld kommen? Jeder, der Kredite vergibt, möchte doch auch, dass diese wieder getilgt werden.
Die Griechen wollen sich weiter durchschlängeln, aber das geht nun nicht mehr. Jeder normale Grieche hätte doch merken müssen, dass Tsipras seine Versprechungen niemals einhalten wird können.
Das Land braucht Einnahmen und diese erreicht es nur durch eine geordnete Steuerpolitik. Wann akzeptieren das die Leute endlich mal.

Kasperletheater, eigentlich

Kasperletheater, eigentlich könnte Griechenland auch bei den Gehältern der Abgeordneten sparen. Alle ablösen, denn in nächster Zeit "regiert" wieder die Troika. Und deren Mitglieder werden ja nicht von den Griechen direkt bezahlt. Warum geben wir nicht die schwarze Null auf, nehmen mal einen ordentlichen Kredit bei wem auch immer auf, und jeder Bundesbürger bekommt mal so 5000 Euro geschenkt. Aber nur wenn nachher ordentlich auf die Regierung geschimpft wird.....

Schäubles Coup

könnte immer noch gelingen.
Denn Tsipras hat eine Menge Kröten schlucken müssen, um das Chaos einer Zahlungsunfähigkeit und einer Bankenpleite zu verhindern.

Jede Parlamentsabstimmung und jede Kabinettsumbildung schwächt Syriza. Das ist jetzt noch unwichtig, da man ohnehin nur Gesetze beschliesst, die von der Troika gefordert werden und die Opposition mitspielt, aber irgendwann im späteren "normalen politischen Geschäft" kann dieser innerparteiliche Streit Tsipras den Kopf kosten.

Neben den Entscheidungen in den EU-Parlamenten dürfte Tsipras größte Sorge aber die Notkredite sein, die das Land dringend braucht, damit die Wirtschaft nicht ganz zusammenbricht.
Das liegt aber nicht in seiner Hand.

All das ist ein hoher Preis, um endlich nach 5 Jahren doch noch ein paar Milliarden als Investitionen zu erhalten, diesmal aus dem Juncker-Fonds.
Hätte die Troika früher eingesehen, daß Wachstum Geld kostet, wäre v.a. den Griechen, aber auch Europa viel erspart geblieben.

Ich verwahre mich dagegen,

dass einige Foristen immer wieder Deutschland die Schuld geben, dass es mit GR so gelaufen ist.
Bitte erinnern Sie sich daran, dass sich GR durch Mauscheleien in die Eurozone geschmuggelt hat. Dies hat eine Regierung gemacht, die vom griechischen Volk gewählt wurde.
Bitte erinnern Sie sich daran, dass das griechische Volk jahrelang von den laschen Gesetzen in Bezug auf Steuer-
abgaben profitiert hat. Da hat niemand aufgemuckt und gesagt: wir sollten Steuern zahlen. Da hat jeder Grieche dankend die Steuergeschenke angenommen.
Denken Sie daran, dass man gerne die viel zu hohen Gehälter und Renten kassiert hat, wohl wissend, dass alles auf Pump bezahlt wird.
Also: das "arme griechische Volk" hat einen grossen Anteil am Niedergang ihres eigenen Landes.
Da bin ich doch froh, dass unsere Regierung dafür sorgt, dass unsere Steuergelder nicht einfach so den Griechen geschenkt werden. Ein jeder von uns bezahlt für das Versagen eines ganzen Landes, sei es auch nur ein Kleines.

Propheten

Nun tritt zu Tage, die Griechen sind zum Schluss noch falschen Propheten auf den leim gegangen.
Mit Tsipras wird, wegen seinen Gestrigen Äusserungen, keiner mehr in der EU verhandeln.
Tsipras haben fertig, Flasche leer würde Trapatoni sagen.
Der Dirigent dirigiert und die Musiker spielen was sie wollen.
Ein tolles Orchester.

Solange Steuerhinterziehung,

Solange Steuerhinterziehung, Korruption und "über die Verhältnisse leben" in Griechenland ein Volkssport sind - gepaart mit Lügen und vertuschen der Politiker - wird es keine Lösung auf Dauer geben.

"An alle die immer um die

"An alle die immer um die deutschen Steuergelder jammern:

Warum habt ihr denn dann bei der letzten Wahl CDU/CSU und SPD gewählt? Die haben doch die griechischen Schulden von privater in die öffentliche Hand verschoben ..."

Bin mir sicher, dass ich nicht der einzige bin, der diese Parteien eben nicht gewählt hat.

So sehr ich Schäuble&Co nicht leiden kann, kann ich aber immer noch nicht verstehen, dass man von Erpressung spricht, wenn man bei einem Kredit Auflagen zustimmen muss.

Dann nehme ich den Kredit halt nicht, oder von woanders. Oder schaue mir an, ob die Auflagen vielleicht doch nicht so verkehrt sind. Peter Zwegat lässt grüßen.

Das Ende

Griechenlands , nein der griechischen Bevölkerung, ist also besiegelt.
Jetzt kommen die Leichenfledderer und nehmen sich was sie wollen.
1970 wurden landw. Betriebe regelmässig durch kriminelle Machenschaften zwischen Gemeinden und Banken enteignet, heute hat dieses Prinzip EIngang gefunden in die Weltpolitik und ganze Länder werden durch eben diese Machenschaften enteignet.
Die Tagesschau täte gut daran, Spendenaufrufe für Medikamente und Verbandsmaterial zu tätigen, um wenigstens ein paar Unfallopfern eine Versorgung zu bieten. Denn mit dem Offshore-Ölverkauf in der Ägäis kann Hellas ja nun kein Geld mehr verdienen. Afrikanische Verhältnisse im Zentrum Europas- Gratuliere!

Verrat

Das ist nun Demokratie?

Der gewählte Regierungschef regiert nur noch mit den Stimmen der abgewählten Opposition, der Regierungskurs entspricht dem der Minderheit eines durchgeführten Referendums.

Ein Wunder, dass es in Griechenland so ruhig geblieben ist....

Armes Griechenland....

Tsipras hat bei den Verhandlungen hoch gepokert, ist aber als der eindeutig Schwächere hervorgegangen und konnte seine Interessen nicht gegenüber der mächtigen EU durchsetzen.

Man möchte nicht in seiner Haut stecken. Im Prinzip muss er seinem Volk jetzt das Gegenteil aufdrücken, was er eigentlich versprochen hat.

Für die Gläubiger ist das bequem und theoretisch haben Sie auch zurecht gewonnen, denn Sie fordern ja auch nur ihr Geld zurück, das sie GR geliehen haben. Allerdings glaube ich nicht, dass diese Extra-Plus-Sparmaßnahmen langfrisitig greifen.

Die EU muss sich vielmehr darum bemühen, gemeinsam mit GR eine zumindest halbwegs wettbewerbsfähige Wirtschaft auszubauen. Ich glaube auch, dass man GR bei der Bekämpfung der Steuerschlupflöcher zu wenig auf die Finger schaut und zusätzliche Probleme in diesem Land (z.B. Flüchtlingsproblematik) werden von außen auch eher halbherzig statt mit Konzept angegangen. Betroffen sind jetzt eher wieder die einfachen Leute.

Tsipras

Angesichts der Ablehnung der Reformen durch Herrn Tsipras ( er bekennt öffentlich er ist dagegen und stimmt nur dafür um an das Geld der anderen Europäer zu kommen) wäre es besser erst gar keine Verhandlungen über ein drittes Hilfspaket aufzunehmen. Die Schulden sind gemacht und das Geld ist verkonsumiert, an Rückzahlung ist nicht zu denken. Griechenland ist Pleite und reformunwillig seit 5 Jahren. Es ist bitter aber es bleibt wohl nur der Grexit jetzt oder in 3 Jahren.

"Es werden amerikanische

"Es werden amerikanische Hedgefonds gerettet und die Schuldenknechtschaft festgeschrieben. Das Geld bekämpft nicht die humanitäre Krise.

Der Grexit ist der Ausstieg aus der Verschuldungsspirale. "

Genau so sehe ich das aus. Vor allem die Hedgefonds sollten bluten.

Das Volk belogen

" "Wir hatten eine sehr spezifische Wahl: Ein Deal, mit dem wir weitgehend nicht übereinstimmten, oder eine chaotische Zahlungsunfähigkeit", hatte Tsipras vor dem Votum gesagt."

Und wieso wusste er das nicht bevor er seinem Volk ein Referendum vorlegte und es damit veraeppelte? Er mag gekaempft haben, aber sehr unklug. Seinem Land hat er sehr geschadet mit dem Zeitverlust und den vielen Haken die er geschlagen hat, sowie mit dem Referendum das die Leute faelschlich glauben machte, sie koennten mit ihrer Wahlstimme die Glaeubiger beeinflussen.

@Sosiehtsaus News

"Tsypras hat sein Reformpaket durchbekommen"
"LINKS-RECHTS-Regierung musste sich der Realität stellen und finden keine eigene Mehrheit für ihr eigenes Reformpaket."

Das liegt wohl daran, daß die aktuellen Reformen eben keine "eigenen" Reformen von Syriza sind, sondern allesamt als Voraussetzung für weitere Verhandlungen von der Troika gefordert wurden.

Tsipras hat "seine" ursprünglichen Reformen nicht durchbekommen, denn die enthielten zB auch einen Schuldenschnitt.
Was er durchbekommen hat waren die Reformen der Troika, die diese als "vertrauensbildende Maßnahmen" gefordert hat.

Natürlich kann man jetzt einen Rücktritt fordern, das ist es wohl, worauf Schäuble spekuliert, aber das würde nichts an der gr. Situation ändern.
Eine politische Krise ist das letzte, was Gr. jetzt braucht.
Und wozu auch, wenn das gr. Parlament nur noch die Rolle eines Abnickers hat?

zu Kritiker der Eurogruppe

Dieser Beitrag ist doch total daneben. Der Ex Finanzminister Varovakis hat selbst gesagt, dass er nicht in der Lage ist ausstehende Steuer von 76 Milliarden einzutreiben. Wenn die Eigene Regierung unfähig ist muss eben von außen die entsprechende "Hilfestellung" gegeben werden.

Bauernopfer Tsipras er konnte nicht anderst.

Das griechische Parlament hat Gesetze beschlossen, die ihm von außen aufgezwungen wurden.
Über den Inhalt der Gesetze wurde nicht einmal im Ansatz diskutiert.
Der Inhalt der Gesetze wurde von der Troika bestimmt.
Die Banken bleiben noch mindestens drei Monate geschlossen.
Auch darüber wurde nicht diskutiert.
Wir erleben die Abschaffung der Demokratie. Dieses Virus wird sich über ganz Europa ausbreiten.

Regierungen müssen nun keinen Schaden mehr von ihrem Volk abwenden. Sie müssen auch fremde Gesetze nicht mehr diskutieren, nur noch vollziehen. Um überhaupt an einem Verhandlungstisch sitzen zu dürfen, um notfalls noch Schlimmeres zu tun. die Banken bleiben noch lange zu, der Geldkreislauf erstirbt, dann der Warenkreislauf, dann die Staatseinahmen, dann die Staatausgaben. Die Gegenbewegung heißt Schwarzmarkt, Schwarzarbeit, Steuerstopp für alle, Repression, Links- und Rechtruck der Extreme.

Bald gibt es nichts mehr zu verhandeln, weil die Kosten täglich steigen. Nicht genesen, verwesen am deutschen Wesen?

Bleiben noch Verhandlungen. Volksvertreter sind dabei nicht mehr anwesend. Wer stoppt die oder ändert die Konditionen? Spanien per Plebiszit? Österreich? IWF? Draghi?

Grexitus statt Grexit vor dem Grexit ist die Roadmap to Eurohell.

Zwangskredite?

Hat irgendjemand noch auf dem Schirm, wie es zu dieser "Schuldenknechtschaft" überhaupt kam? Wurde Griechenland das Geld aufgedrängt, wurde eine florierende Wirtschaft mit geringer Staatsquote gezielt in die Abhängigkeit getrieben? Sind wieder mal die Banken die Bösen?

so wie ich es verstehe

@CE :

so wie ich es verstehe, arbeiten Hedgefonds mit Geldern von privatanlegern.Was sind Privatanleger ? Es sind Menschen , wie du und ich, die für Altersvorsorge oder Studiengeld und was auch immer, ihr Geld ihrer Bank anvertrauten, die mit diesem Geld möglichst viel für dich und mich verdienen wollten.
Und natürlich (Kapital)Versicherungen ,z.Bspl. Rentenversicherungsträger (nicht nur deutsche ) Berufsgenossenschaften usw. aus ganz Europa.
Um diese systemwichtigen Privatanleger, aber auch Institute wie o.g. zu retten mussten die Schulden sozialisiert (verstaatlicht werden).
Hätte man es nicht getan, hätten Rententräger aus ganz Europa wohlmöglich vor der Pleite gestanden mindestens aber soviel Geld verloren, dass in ganzen Staaten, die Renten gefährdet gewesen wären.
(Ausser natürlich Griechenland, dort hat man es verstanden , das alles so in die Länge zu ziehen, dass die Renten aber auch die Barabhebungen noch ein halbes Jahr funktionierten.

erledigt

So der erste Teil des Plans wäre somit umgesetzt. Diese Links Regierung bricht auseinander.
Wer wirklich glaubt, dass tsipras aus freien Stücken den Forderungen der Geldgeber gefolgt ist, obwohl er zuvor diese deutlich abgelehnt hat, ist naiv!!

Mich würde es nicht wundern, wenn nach der privatisierungswelle Bodenschätze zufällig gefunden werden!!

Eine Schande was hier auf europäischen Boden passiert!!

Wir sollten genau hinschauen, da uns diese Entwicklung noch bevorsteht!!

@ CE 07:37 - Griechische Schulden verschoben

Wirklich ein Treppenwitz:
Im Zusammenhang mit "griechischen Schulden" den Begriff "verschoben" auf die deutschen Regierungsparteien zu münzen.

180°-Umkehrung des Verursacherprinzips.

@Sosiehtsaus News um 07:50

finden keine eigene Mehrheit für ihr eigenes Reformpaket

Wo bitte ist das deren eigenes Reformpaket gewesen? Das wurde vom ersten bis zum letzten Zeichen von der Europruppe vorgegeben, so siehts doch wohl eher aus.
Und was die Mahnung/Warnung an die Wähler in Europa angeht: Was dürfte denn wohl passieren, wenn auch weiterhin unmenschliche Spardiktate gefordert werden, die Menschen aber vollkommen dagegen sind, es aber auf parlamentarischen Weg keine Möglichkeiten mehr der Abschwächung gibt?? Kann es Ziel in der EU sein, total überschuldete Länder in bürgerkriegsähnliche Zustände rutschen zu lassen, nachdem sie restlos ausgequetscht wurden?

Derzeit dürfte Gr. im Schock verharren, wenn es den Menschen dort dann aber klar wird, was genau auf sie zukommt, dann knallt es dort gewaltig...

Verrat!

Wozu diente eigentlich das Referendum, wenn die Regierung es jetzt sofort ganz brüsk bricht? Und wozu Parlamentswahlen, wenn das Wahlprogramm vollständig gebrochen wird? Das Parlament und der Regierungssitz stehen offenbar unter EU-Diktatur, wenn dort nur EU-Marionettentheater läuft, gegen das Volk und gegen die eigentlich regierungstragenden Parteien. Da bleibt wohl jetzt nur noch Revolution.

Investitionen Investitionen Investitionen

Griechenland braucht Investitionen in Produktionsmittel. Es darf nicht alles Geld in den Konsum gehen. Ein guter Teil des Geldes muss auch in Investitionen in Produktionsmittel gehen. Nur so kommt ein Land zu Exportüberschüssen. Und wenn dann ein Investor diese Bilder aus Athen sieht. Ob das einen Investor anlockt? Investoren wollen vor allem eines: Stabilität nochmals Stabilität und Sicherheit. Wieder kommt der gleiche Punkt heraus: Lieber Tsipras. Du hast deinem Land geschadet. Investoren wollen nicht den halben Sozialismus vorgeführt bekommen. Oxi Oxi Oxi. Hättest du geschwiegen und ein paar kleine Einsparungen gemacht und vor allem dafür gesorgt dass das Geld der EU in Produktionsmittel investiert wird, dann hättest du Griechenland mehr gedient. Zu meiner Zeit vor über 40 Jahren hat man das in der Schule schon gelernt: Man muss sich das Geld vom Mund absparen um Geld für Investitionen zu haben. Nur durch Investitionen in Produktionsmittel kommt ein Land vorwärts!

Demokratie und Reformen

Langsam beginnt der "Deutsche Michel" zu begreifen dass auch bei uns die Demokratie nur eine frei gewählte DIKTATUR ist.

Der Wille des Volkes wird immer und immer wieder, mit fadenscheinigen Begründungen, (alles Alternativlos) mit den Füßen getreten. Leider ohne Konsequenz.

Wacht endlich auf und gebt den Abgeordneten die euren Willen nicht mehr vertreten den Laufpass.

Abwarten und weitergruseln

...die entscheidenden Parlamentsabstimmungen stehen noch bevor - in jenen der Geberländer.
Es ist längst nicht ausgemacht, dass alle Parlamente (deren Zustimmung durch die jew. Verfassung erforderlich ist) dem ESM-Programm zustimmen werden.

Dann ginge auch dieser Prozess in die Verlängerung - die jeweiligen Regierungen würden in Einzelgesprächen/-verhandlungen (möglicherweise kommt noch die eine oder andere Gegenleistung dabei heraus....) bearbeitet.

Und für die Zwischenzeit gäbe es ja die Überbrückungskredite, die - wie gestern zu hören war - unter anderem aus dem europäischen Katastrophenhilfsfonds gespeist werden sollen.

Gespenstisch.....

@ 07:47 von marciaroni: Warum so negativ?

Die Regierung muss nicht an den angeblichen Marionettenfäden zappeln, sie kann es doch lassen! Sich einfach kein Geld leihen und selbst aus eigenen Kräftchen durchwurschteln.

Zum Beispiel endlich die STeuern eintreiben (90 Milliarden - das wäre ein echter Schluck aus der Pulle - was sag ich - ein Schluck? Da könnte man drinn Baden!)
Und damit endlich eine Sozialhilfe für die Ärmeren und vor allem für diejenigen einrichten, die die überflüssigen Beamtenposten inne haben...

@jabberwocky

"wie es zu dieser "Schuldenknechtschaft" überhaupt kam"
Ja- habe ich noch zu hundert Prozent....
Und erinnert werden muss noch daran: Es war die Korruptionsregierung VOR Tsipras, die damals 800 Mio Euro an Goldmann sachs bezahlte um das Land als kreditwürdig auszuweisen....
EIGENTLICH müsste diese linkere Regierung GAR nichts erfüllen, da die Verträge vom Vorgänger stammen.

re Hopmusch

Wenn Deutschland sich bei den anderen Ländern derart verschuldet hätte wie Griechenland, müssten auch wir einen Teil der Souveränität abgeben und uns vorschreiben lassen wie wir künftig zu wirtschaften hätten. Übrigens wird genau das Land in dem Sie z.Zt. Leben der nächste Pleitestaat nach Griechenland sein, Italien.

@jabberwocky... Natürlich

Es waren Goldman & Sachs, die durch faule Tricks und Swap-Geschäfte der damaligen Regierung von Griechenland in den Euro geholfen haben und es war ein geplatzter Swap-Deal, der Griechenland zum Einstieg in die Schuldenspirale brachte... Schon vergessen?

Die Griechenlandspirale

Sind erst einmal die Euros geflossen und in den Taschen verschwunden, wird es neue Mehrheiten geben, die die falschen Entscheidungen der Vorgänger rückgängig machen. Mit diesen werden wir neu verhandeln, erneut zahlen und sind dann erst einmal die Euros geflossen und in den Taschen verschwunden, wird es neue Mehrheiten geben, die die falschen Entscheidungen der Vorgänger rückgängig machen. Mit diesen werden wir neu verhandeln, dann erneut zahlen und sind erst einmal die Euros geflossen und in den Taschen verschwunden ...

Irgendwann sollte man doch aus dem Verhalten der Vergangenheit lernen. Griechenland geht es darum, frisches Geld zu bekommen. Wieder und immer wieder. Man ist vom eigenen Reformvorhaben nicht überzeugt und empfindet Steuergerechtigkeit und ein angemessenes Umgehen mit der Altersrente als Demütigung der Geldgeber.

Jeder ist seines Glückes Schmied. Soll Griechenland doch seine eigene Politik machen - ja in Ordnung. Aber warum zahlen wir die Rechnung?

07:56 von Snowcat

"...Da will eine Partei für ihr Volk, das zu einem großen Teil in schwierigsten Umständen lebt, Änderungen herbeiführen und befindet sich nun in der unhaltbaren Situation, Entscheidungen aus Verzweiflung treffen zu müssen. Was soll dabei Gutes herauskommen? ..."

Nicht nur Menschen, auch ganze Völker können lernen. Ich glaube, es wird jetzt ein Diskussionsprozess in Griechenland ausgelöst, der unter Umständen zu Ergebnissen führen wird, die wir heute noch nicht absehen können. Denn andere Völker lernen auch mit! So ist diese klare Erpressung der Griechen - denn mit keiner Sparauflage, ja, nicht einmal mit den zu erwartenden Milliarden ist ihnen geholfen - möglicherweise Auslöser für neue politische "Experimente", denen die Verwalter der EU am Ende machtlos gegenüber stehen.
Und wer mich heute wieder als "blauäugig" oder als verblendet kritisieren möchte: nur zu. In spätestens zwei Jahren werden wir sehen, wie der Hase weiter gelaufen ist...

@ 08:20 von vanPaten: Unsinn

> Sie müssen auch fremde Gesetze nicht mehr diskutieren, nur noch vollziehen <
Sie können eigene Gesetze jederzeit erlassen und vollziehen: Zum Beispiel die Reichen besteuern, eine Verfassungsänderung betreffs der Reder endlich anstoßen, Steuern eintreiben - mit den offenen Steuereinnahmen, die fehlen, + einige Strukturreformen, die den Staat aus der osmanischen Zeit in die Moderne bringen: dann bräuchten sie keine fremde Hilfe.

Fakt ist aber

dass Syriza ihre Wählerschaft doppelt betrogen haben. Syriza war mit dem Ziel angetreten die Austerität zu beenden. Deswegen wurden sie gewählt und dieser Kurs wurde Sonntag mit dem Referendum nochmals bestätigt und nun stimmen weite Teile von Syriza einem Programm zu, dass man genauso gut von den Altparteien Neo D und Pasok hätte bekommen können.

Zum Schluss siegt immer die Vernunft !

Wenn sogar bei den Griechen zum Schuss die Vernunft siegt dann besteht auch Hoffnung dass die griechische Regierung die Reformen verwirklicht.

Das ist auch eine gutes Signal an alle linksradikalen Parteinen z.Bsp. in Spanien und sonstwo die bei den nächsten Wahlen von den Wählern höchstwahrscheinlich zurechtgestutzt werden.

@ vanPaten 08:20

"Nicht genesen, verwesen am deutschen Wesen?"

Wenn die Einseitigkeit nur konsequent genug ist, kann man sich wirklich alles zurechtbiegen.

Trotzdem in Kürze:
Griechenland und seine Bevölkerung haben sich selbst in die ökonomische Bredouille gebracht.
Keine der vergangenen GRE-Regierungen hat etwas unternommen, um Reformen aus eigenem Antrieb anzugehen, gutgemeinte Hilfe anderer Länder wurde ausgeschlagen: 200 dt. Finanzbeamte, die bei der Strukturierung der Verwaltung beratend unterstützen wollten; das bedingungslose Angebot der Schweiz, Steuerflüchtlinge in CH mit ausfindig zu machen etc.

GRE hätte eigene Gesetze machen können, tat das aber nicht.
GRE hat ausschliesslich auf Sponsoring gesetzt.

Das rächt sich jetzt.

Nach gewonnener Abstimmung ist Syriza-Regierung ohne Mehrheit

Will Tsipras an der Macht bleiben, genügt kein Austausch abtrünniger Minister. Damit würde der MP keine eigene Mehrheit im Parlament erlangen können. So ist der Regierungschef auf die Mitwirkung der Opposition bei Abstimmungen über die Spar- und Reformmaßnahmen angewiesen. Am besten bindet Tsipras die Opposition auch in die Kabinettsdisziplin ein, um sich eine Mehrheit im Parlament bis zu einer bald unumgänglichen Neuwahl zu sichern.

Darüber hinaus braucht Tsipras infolge der weitgehenden Syritas-Ablehnung der mit der Euro-Gruppe vereinbarten Reformen auch Mitstreiter bei der Umsetzung der Reformmaßnahmen und der Investitionen in ein Wachstums- und Beschäftigungsprogramm. Andernfalls würden das Rettungsprogramm zwar beschlossen, aber nicht durchgeführt. Auch ohne innere Überzeugung von Tsipras in die vereinbarten Maßnahmen werden die Gläubiger frisches Geld nur nachschießen und das Hilfsprogramm aktivieren, wenn es in GR umgesetzt wird. Das gilt auch für die Brückenfinanzierung.

@07:49 von KritikerXXL

"Ach jetzt sind die deutschen Wähler daran Schuld, dass die griechischen Regierungen nicht in der Lage sind die Auflagen zu erfüllen, die Reformen durchzusetzen um deren Finanzen in Ordnung zu bringen? Auch ein Ansatz ...."
Dass die Deutschen schuld sein sollen das Griechenland seine Schulden nicht zahlen kann wurde da nicht geschrieben, nur dass die Schulden Griechenlands von den Banken auf die Bürger (unter anderem Deutschlands) übertragen wurden.
Wer lesen kann……
Allerdings passt das in das Medienkonzept, die Deutschen, Die Griechen…. Aber die Schulden gemacht oder die Schulden von den Banken auf die Schultern der deutschen Bürger verlagert, das waren alles Politiker und keine Bürger Deutschlands oder Griechenlands.
Nut gleichgesinnte Parteien.

Schwarze Stunde für die Demokratie

in Griechenland und auch in Europa.
Das war keine Demokratie im griechischen Parlament gestern.
Ja, es wurde gewählt aber die Abgeordneten die mit Ja gestimmt haben sind nicht überzeugt von dem Inhalt dem sie zugestimmt haben.

Sie tun es nur aus einem Grund, die Eurogruppe hat es ihnen befohlen.
"Wenn ihr bis Mittwoch nicht den befohlenen Gesetzen des Schäuble und Deisjleblom zustimmt dann werdet ihr in die Katastrophe des zusammenbruches geschickt."

Deshalb wurde auch nicht über Inhalte diskutiert. Deshalb will die Opposition auch kein Misstrauensantrag stellen und die Regierung nicht die Vertrauensfrage.
Das Parlament hat sich abgeschafft, die Regierung auch.
Es gab noch die, die nach Überzeugung gestimmt haben und die haben 'Nein' gestimmt, auch im wissen dass es keine Rolle spielen wird.

Auch andere Länder wurden...

...mit rosigen Aussichten in die EU gelockt. Es war ja so einfach, an umfangreiche Kredite zu kommen. An Rückzahlung dachte damals wohl keiner bzw. welche Abhängigkeiten damit vom internationalen Kapital geschaffen werden. Jetzt regiert der harte amerikanisch geprägte - meiner Meinung nach auch unmenschliche - Kapitalismus und fordert seinen Tribut. Den anderen "Kandidaten" und irgendwann auch uns in Deutschland kann ähnliches passieren. Selbstbestimmung und eigenständig geschaffene Lebensqualität sieht anders aus. Aber das "Volk" will es ja offensichtlich so.

08:00 von nemesis77

"...Warum geben wir nicht die schwarze Null auf, nehmen mal einen ordentlichen Kredit bei wem auch immer auf, und jeder Bundesbürger bekommt mal so 5000 Euro geschenkt. ..."

Das kommt! Das kommt! Warten Sie es nur ab! Aber ohne, dass uns Bürgern 5000 Euro geschenkt werden! Nein, wir werden dann wie die Griechen für unsere Schulden zahlen müssen. Bezahlen. Weil wir nicht sehen wollen, was zur Zeit in Griechenland geschieht. Ihr Nick wird dann zum Programm...

08:14 von LastGunman

"Es werden amerikanische
"Es werden amerikanische Hedgefonds gerettet und die Schuldenknechtschaft festgeschrieben. Das Geld bekämpft nicht die humanitäre Krise.

Der Grexit ist der Ausstieg aus der Verschuldungsspirale. "

Genau so sehe ich das aus. Vor allem die Hedgefonds sollten bluten.
////
*
*
Sind denn die Berichte nicht korrekt, das diese Hedgefonds bereits bei der letzten Sanierung ausgestiegen sind?
*
"Das jetzt nur Steuergelder der Werktätigen der EU verschleudert werden?"
*
Haften sollten der eiserne Hans Eichel, Schröder und Fischer, ohne die hätte das ganze Spielchen nicht stattfinden können!

Schöne Aussichten?!?

Griechenland wurde durch die im Land herrschende Korruption und Wirtschaftskriminalität in den letzten Jahrzehnten zu einem fragilen Staat.

Durch die von der Troika" jetzt Griechenland verordnete Wirtschafts- und Finanzpolitik (die allen Regeln der Vernunft widerspricht - selbst der IWF hat dies inzwischen erkannt!) wird Griechenland endgültig in sich zerfallen. Dem 3. Akt des Euro-Dramas werden binnen kurzer Zeit der 4. und 5. Akt folgen.

Der Euro wird ebenfalls zerbröseln - und damit auch die "Europäische Union".

@Old Lästervogel

"Bitte erinnern Sie sich daran, dass sich GR durch Mauscheleien in die Eurozone geschmuggelt hat." Zitat ende.

Und wer bitte schön beim Schmuggel "geholfen" und damit richtig verdient hat ??? GOLDMAN SACHS.

Die "Abweichler" haben allesamt Millionen im Ausland

Die zurückgetretene stellvertretende gr. Finanzministerin Valvani hat eigenen Angaben aus 2011 zufolge ca. 1 Mio. Euro auf ausländischen Konten. Was sagt uns das über die linken Ideale, deren Volksnähe und deren Interessen?

@07:53 von Saubär

Die Griechen sehen sich als Opfer der Geldgeber und die Geldgeber haben schon jetzt Milliarde um Milliarde ihrer Steuerzahler verbrannt, indem sie es einem uneinsichtigen Patienten schenkten

Von geschenkt kann ebenso wenig die Rede sein wie von uneinsichtigem Patienten! Griechenland IST Opfer der Geldgeber, wie sonst erklären Sie sich, dass man dem Land erneut Gelder aufdrücken will, um wieder Schulden zu machen und diese dann wieder abstottern soll und nicht kann ...

@ 07:57 von L.-Ludwig

Ihre Anführungen halte ich für richtig, nur wer sagt uns denn dass die neue Generation wenn sie sich denn mal anfängt für Politik zu interessieren, sich überhaupt noch an die Abkommen der momentanen Regierung halten wird?
Denn diese verstößt doch schon lange gegen alle fairen Vorstellungen von Recht.
Wie kann es den eine Regierungen wagen die Bevölkerung für Banken einstehen zu lassen, nur weil diese Rednerhonorare zahlen und Aufsichtsratsposten an Politiker vergeben?
Ich kann mir gut vorstellen dass dies eines Tages vor Gerichten landet und für nichtig erklärt wird.
Dazu kommen noch die Verträge wo die Deutschen Gerichte ausgehebelt werden und sogenannte Schiedsgerichte zuständig sind, also deutsches Recht verhindern zu Ungunsten der Bevölkerung.
Da kommt noch einiges auf uns zu.

betrachten wir es doch als das,

was es ist: eine lüge!

zum einen eine lüge von Tsipras an seine wähler. der wollte zwar, aber wusste genau, dass er seine wahlversprechen nicht einlösen konnte. auch dank der erpressung seitens der anderen finanzminister/gremien der EU (da hat er also gar nicht mal so unrecht).

was dem fass allerdings den boden ins gesicht schlägt (oder so ähnlich) ist die BEWUSSTE lüge unserer regierung, die vor etwas mehr als einem jahr, als es um einen weiteren kredit für die griechen ging, vollmundig verkündete, dass es das nun gewesen sei und GR von jetzt an auf einem weg der gesundung sei. dabei wussten Merkel/Schäuble/Gabriel u. co. HAARGENAU, was da noch auf die anderen staaten der EU zukommt. nicht umsonst haben die einen ausgezeichneten beraterstab aus experten. was die aber nicht auf dem schirm hatten, war eine linke regierung in GR. eine konservative hätte noch ein paar jahre weitergewurschtelt, bevor uns das ganze konstrukt um die ohren geflogen wäre, mit noch bittereren konsequenzen.

Das Geld kann fließen.

Jetzt können endlich die Milliarden fließen.
Neuwahlen in Griechenland, das Volk kann bestimmen und alle Gesetze können zurück genommen werden und für das Geld können wir ja Schuldscheine bekommen.

Die Regierung Tsipras hatte über 5 Monate Zeit soziale Reformen oder zumindest eine Vision vom zukünftigen Griechenland zu zeigen. Von einer linken Regierung sollte man doch zumindest erwarten, dass sie verstärkt die Reichsten im Lande in die Verpflichtung nimmt, da war aber nichts. Die Transfermilliarden von Europa sind selbstverständlich.

Da dem griechischen Volk keine Zukunftsperspektive aufgezeigt wird sind die Reformen zum Scheitern verurteilt, denn noch glaubt jeder ein aufgeblähter Staatsapparat und Bestechungen sind zum persönlichen Vorteil, tatsächlich nutzt dies dem kleinen Mann am wenigsten.

Ich befürchte, der Grexit (auf Zeit) wird spätestens in 3 Jahren kommen, denn niemand in Europa wird gerne weiter Beschimpfungen gegen Geld geben wollen, das doch nur die Falschen erreicht.

@08:16 von kalldall

Da haben Sie vollkommen recht. Vor wenigen Tagen sah ich im Fernsehen einen Beitrag über die Steueerverwaltung. Es wurde die fehlenden Hilfsmittel beklagt. So haben die Finanzämter nicht einmal Internetzugang. Wie das die Steuerhinterziehung bekämpft werden soll, sollten einmal die Kritiker der Hilfen erklären. Zum rummeckern und kritisieren bedarf es wenig Intelligenz.

@L.-Ludwig

"So lehnt Tsipras denn die für Griechenland beste Lösung ab: einen Schuldenschnitt mit Rückkehr zur Drachme."

Ein Schuldenschnitt wurde gerade von deutscher Seite vehement abgelehnt.

Sie können Tsipras kaum vorwerfen, etwas abgelehnt zu haben, das nie zur Auswahl stand.

"Die Euro Staaten handeln also ähnlich unverantwortlich wie Tsipras."

Ich denke nicht, daß das vergleichbar ist.
Die Euro-Staaten geben ca. 60 Mrd, damit Griechenland v.a. ihre eigenen Schulden begleichen kann.
Die restlichen 25 Mrd sind für die Banken, wovon die Hälfte mit dem gr. Privatisierungfonds refinanziert werden soll.

Die von Ihnen kritisierte Insolvenzverschleppung kommt also hauptsächlich den EU-, IWF- und EZB-Töpfen zugute.

Der Weg zur Drachme stand nie ernsthaft zur Diskussion, denn das hätte Zeit zur Vorbereitung gebraucht.
Gerade der Schäuble-Vorschlag hat diese Zeit aber nicht erlaubt.
Er war, so wie er gemacht wurde immer eine Drohkulisse, niemals eine Alternative.

@BraSuTech

Es lebe die Demokratie

Aber natürlich.Die Griechen haben gegen die Reformen abgestimmt,können Sie und dürfen Sie.
Aber die anderen Länder in Europa können genauso Demokratisch abstimmen das Sie eben das so nicht wollen,und wenn ich mir die Stimmen im Netz so ansehe warder grossteil der Bevölkerung in den Europäischen Ländern auch dagegen den Griechen nochmals Geld zu geben.Auch in Frankreich oder Italien.
Es stand den Grieche ja frei Ihre Entscheidung durchzuziehen und aus dem Euro zu gehen,es hat Sie keiner gezwungen das Geld und die Verpflichtungen der Geldgeber anzunehmen,komischerweise aber hört sich es genauso bei vielen Kommentatoren so an.
Da wird von Erpressung geredet uswusw .Erpressung wäre es vielleicht gewesen wenn die Griechen keine Wahl gehabt hätten,die hatten Sie aber ,Sie haben auch in Ihrer Abstimmung so gestimmt aber Sie wollten halt nicht die Konsequenzen ziehen,und deshalb bekommen Sie das was Sie verdienen,ein Spardiktat und eine Insolvenzverwaltung

Die Polemik

ausländischer Medien gegen Schäuble ist heftig, aber es ist richtig, Schäuble kann nicht rechnen.
Es gibt keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass die Kredite der nunmehr wohl 3 "Hilfspakete" jemals zurückgezahlt werden, aber durchaus dafür, dass im Fall des "temporären Grexit" die ca 250 Mrd "Bombe" sofort platzt.
Das einzig Richtige ist ein "Marshal-Plan" der sicher nur funktionieren kann wenn sich der Staat Griechenland den Rechts- und Fiskalnormen der "ordentlichen" Eurozone-Staaten anschliesst.
Aber dazu gehört dann auch eine Perspektive. Die perspektivlose "temporäre Lösung" ist keine.
Deutschland wird im Ausland wieder mit "der ewige Nazi" gleichgesetzt.

Tsipras...

...hat einen großen Fehler gemacht. Er dachte, dass er in der Position ist, Forderungen zu stellen. Und die anderen haben ihm jetzt endgültig klar gemacht, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Hätte Tsipras von Anfang an mit mehr Demut die Verhandlungen geführt, dann wäre den Griechen so einiges erspart geblieben. Das gesamte erste Halbjahr wurde vollkommen verschenkt.
Noch immer gibt es Milliarden Steuerrückstände, noch immer zahlen Reedereien überhaupt keine Steuern usw. Wenn die Griechen an die großen nicht ran wollen, dann muss sich niemand wundern, dass es bei den kleinen knirscht. Man hatte ja die Hoffnung, dass mit Tsipras diese riesen Ungerechtigkeit beseitigt wird, aber nein, auch er traut sich da nicht ran. Im Gegenteil, da wird erst kurz vor Toreschluss der Geldtransfer überwacht. Das wäre normalerweise das erste gewesen, was man hätte tun müssen. Mir tun die kleinen leid, die wie immer für die großen bluten dürfen...

Am 16. Juli 2015 um 08:22 von jabberwocky

Ja , die Kredite wurden GR aufgezwungen.
Im Jahr 2010 wurde anstatt einem Schuldenschnitt, indem Spekulanten verloren hätten, dem Land Kreditteun Austerität aufgezwungen.

Der Teufelskreislauf begann, Kredite sind höhere Schulden, höhere Schulden führte zu härteren Massnahmen. Das scheitern.
2012 kamm dann Merkel auf die glorreiche Idee zwar einen Schuldenschnitt zu gewähren aber die Steuerzahler sollen weitere Kredite vergeben, die Austerität blieb.

Höhere Schulden, noch härtere Massnahmen.
2015, noch mehr Kredite, noch höhere Schulden, noch härtere Massnahmen.
Kein Ökonom versteht warum. Es sei denn es geht darum ein Land ohne Krieg auszunehmen und kaputtzumachen.

@07:45 von Hopmusch

Das würde voraussetzen, dass in Deutschland die gleichen chaotischen Verhältnisse wären. Dann allerdings wäre es gut, wenn die europäischen Freunde helfen würden - aber bitte nicht Tsipras!

@TSuser2014

"Mich würde es nicht wundern, wenn nach der privatisierungswelle Bodenschätze zufällig gefunden werden!! "
Schon passiert: zig Offshorequellen in der Ägäis sprudeln schon- allerding in die Taschen von u.a. Frau Clinton....
Merkle: Bodenschätze sind meistens da, wo die Öffentlichkeit in Europa nichts mitbekommt

Am griechischen Auto sind alle Reifen platt

Mit platten Reifen muss man von der Strasse runter & so lange vom Strassenverkehr wegbleiben bis man einen Reifenwechsel organisiert hat.
Leider hat sich Griechenland entschlossen mit platten Reifen weiterzufahren und so alle Felgen und die Radachsen auch noch zu ruinieren. So wird Griechenland nie ans Ziel kommen.
Und was tut die europäische Autobahnmeisterei?
Anstelle das griechische Autowrack in die Werkstatt schleppen zu lassen sperrt man lieber die Autobahn ab dass Griechenland seine Geisterfahrt weiter fortsetzen kann.

Ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode.

Fakt

Die Banken sind nachdem die Risiken zu groß wurden zu Risiken der EU-Bürger über Bürgschaften usw. herausgekauft worden!Griechenland ist pleite u. das nicht schon heute!
Das Geld ist weg auch wenn real über Bürgschaften erst in Jahrzehnten wenn wir nicht mehr leben fällig über Bürgschaften!Wachstum ist nur in Griechenland mögl. wenn woanders vom Kuchen=100% abgegeben wird.Das heißt auch wenn Griechenland wie andre Volkswirtschaften zum Steuer u. Arbeitgeberparadies würde müßte woanders Produktion;Dienstleistung usw. und somit Arbeitsplätze abgebaut werden da so schon in fast allen Bereichen Überproduktion herrscht es sei denn die Massen werden bei dieser für sie eigenen Abwärtsspirale mehr als bisher verdienen über Lohn ,Rente u. Soziales was kaum zu erwaten wäre. Daraus folgt das wenn griechische Linke sich durchgesetzt hätten u.das zum Erfolg der Bürger überall die Linken oder die Stimme der Vernunft sich für die bisherigen Verhältnisse der Lobbys als Bedrohung darstellt.Läuft doch?!

@Andreas2

"Griechenland ist Pleite und reformunwillig seit 5 Jahren. "

da mögen sie recht haben. aber genau deswegen darf man jetzt nicht auf Tsipras einprügeln, denn der ist gerade mal 5 monate im amt. die konservativen regierungen der viereinhalb jahre davor hat das ganze MIT DULDUNG der konservativen kräfte in der EU gemacht.

ich behaupte jetzt einfach mal ganz frei heraus, dass wir herrn Tsipras letztlich dankbar sein müssen, das es so kam, wie es jetzt ist. wären PASOK und co. weiterhin in der regierung verblieben, der schaden wäre in ein paar jahren um einiges grösser gewesen. wo waren denn Merkel oder Schäuble oder Juncker oder Schulz in den jahren davor, als es darum ging, den konservativen griechischen regierungen die daumenschrauben anzusetzen? die hat man erst rausgeholt, als eine linke regierung gewählt wurde, die sich auch mal gewehrt hat.

@08:05 von Old Lästervogel

Informieren Sie sich doch bitte, bevor Sie dieses typische "GR hat sich in den Euro geschlichen" verbreiten. Deutschland und Frankreich hatten damals selbst Tricks zur Haushaltkosmetik angewendet. Da die EU-Kommission auch von den Großen D und F mehr Haushaltsdisziplin forderten, diese das aber ablehnten, so kam es, dass seinerzeit Eichel und Sarkozy scharfe Kontrollen der Finanzen in Griechenland ablehnten, um nicht selbst ins Schussfeuer zu geraten.

@08:14 von LastGunman

Vor allem die Hedgefonds sollten bluten.

Warum? Wissen Sie überhaupt, was ein Hedgefonds genau ist?

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