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Beim Autobauer Daimler werden Menschen offenbar deutlich unter Tarif beschäftigt. Recherchen des SWR ergaben, dass Gehälter von monatlich 990 Euro netto gezahlt wurden. Die niedrigste Tarif-Lohnstufe liegt laut Betriebsräten dreimal so hoch.
In der Autobranche mehren sich die schlechten Vorzeichen: Immer mehr Konzerne haben Absatzsorgen, vor allem in Europa. Das liegt zwar in erster Linie an der Rezession im Süden des Kontinents, zeitgleich stellen Forscher aber fest: In Großstädten und bei jungen Menschen verliert das eigene Auto an Reiz.
Beim Autobauer Daimler ist der Gewinn seit Jahresbeginn massiv eingebrochen. Von Januar bis März verdiente der Konzern unterm Strich 564 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist das ein Rückgang um 60 Prozent. Fürs laufende Jahr kappte der Konzern daher seine Gewinnprognose.
Der frühere Großaktionär Daimler hat sich von seinen letzten Anteilen am Airbus-Mutterkonzern EADS getrennt. Der Autobauer kassierte für sein verbliebenes Aktienpaket 2,2 Milliarden Euro. Mehr als ein Viertel dieser Anteile kaufte EADS selbst und bezahlte dafür 600 Millionen Euro.
Schlechte Absatzzahlen, drohende Gewinnwarnung: Das waren nicht die Neuigkeiten, die die Daimler-Aktionäre hören wollten. Konzernchef Zetsche musste sich bei der Hauptversammlung bohrenden Fragen stellen. "Unzureichende Managerleistung" wurde ihm vorgeworfen. Doch es gab nicht nur Kritik.
Auf der Daimler-Hauptversammlung in Berlin wird heiß diskutiert. Der angezählte Konzernchef Zetsche muss sich kritischen Fragen der Aktionäre stellen - und deren Stimmung wird durch seine Ankündigungen nicht gerade besser: In den kommenden Monaten erwarte er für Daimler wenig "Rückenwind".
Martin Jäger wird neuer Botschafter in Afghanistan. Der bisherige Cheflobbyist des Autokonzerns Daimler und ehemalige Pressesprecher von Steinmeier soll in diesem Sommer nach Kabul wechseln. Jäger übernimmt damit einen der gefährlichsten Posten, den das Auswärtige Amt zu vergeben hat.
Überraschende Entscheidung des Daimler-Aufsichtsrats: Der Vertrag mit Konzernchef Dieter Zetsche wird statt der erwarteten fünf Jahre nur um drei Jahre verlängert. Zetsche leitet den Konzern seit 2006. Auch der neue Vertrag von Forschungsvorstand Weber läuft nur bis Ende 2016.
Daimler hat im vergangenen Jahr wie erwartet ein operatives Ergebnis von 8,1 Milliarden Euro eingefahren. Das dürfte dieses Jahr ähnlich aussehen. Deutlich weniger verdient hat die Kernmarke Mercedes. Wirkliche Besserung ist in diesem Jahr noch nicht in Sicht - vielleicht aber 2014.
Der Autobauer Daimler will sein zuletzt schwaches China-Geschäft durch eine tiefere Partnerschaft mit der Beijing Automotive (BAIC) stärken. Dazu beteiligen sich die Stuttgarter mit zwölf Prozent an der Pkw-Sparte des staatlichen Automobilkonzerns. Der Vertrag wurde jetzt in Stuttgart unterzeichnet.