Ihre Meinung zu: Daimler erhöht Dividende trotz Kurzarbeitergeldes

31. März 2021 - 14:04 Uhr

Auf der Hauptversammlung hat Daimler eine kräftige Dividendenerhöhung beschlossen - zum Ärger mehrerer Organisationen. Denn der Autobauer profitierte 2020 massiv vom Kurzarbeitergeld.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
2
Durchschnitt: 2 (4 votes)
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

"Das erzürnt manche" ist

"Das erzürnt manche" ist schon sehr milde formuliert; ich hielte "Das empört sehr viele" für adäquater...

"Moralisch verwerflich"

wie so vieles in unserer Gesellschaft ...

Wir könnten ja mal damit beginnen,
das "Ungerechte" zu verändern

Daimler will Dividendenerhöhung trotz Kurzarbeitergeld....

Und nicht nur Daimler allein. Faktisch wird die Dividendenerhöhung mittels Staatsgeld bezahlt . Und das, obwohl die Autoindustrie mit hohen Gewinnrückstellungen in die Corona-Krise ging. Staatsgeld für Unternehmen (VW, Daimler, BMW), die im Jahre 2019 25 Milliarden Euro Profit machten.

Ein ergänzender Faktor für die steigenden Dividenden, ist auch die zurückhaltende Tarifpolitik der IG-Metall. Der neueste Abschluss bedeutet 2,3 Prozent Erhöhung. Es ist eben nicht so, wie Jörg Hofmann sagte, daß die Krisenfolgen verteilt werden.

Es scheint mir......

....als hätten die wenigen Grossaktionäre sehr - seeeehr viel Macht in Deutschland.
Ach ja, Moral spielt in den obersten Etagen sicher KEINE Rolle.....

Ja klar

Gewinne machen dank Staatsknete und diese dann großzügig verteilen.

Große Aktionäre von Daimler sitzen in China und am Golf. Die unterstützt man doch gerne aus Steuermitteln, die sonst gerne fehlen, um Pflegekräfte besser zu bezahlen

Aber was soll's? So ist das System

...ich vergass:

Vor rund 80 Jahren durften zahllose Zwangsarbeiter für Daimler u.a. Kriegsfahrzeuge herstellen....ohne Dividende.
Ich schäme mich für solch einen deutschen Konzern....

Gewinne privat, Kosten auf alle abwälzen

So steht es auch im Gesetz.

Empört das irgendwen? Ja, es empört mich und alle andere, die das bezahlen sollen.

Was heisst das?

Die Gesetze müssen geändert werden, dass so etwas nicht mehr möglich ist.

Ja, und wer macht jetzt solche Gesetze?

Garantiert nicht die, die derzeit an der Regierung oder noch weiter rechts sitzen.

Gewinne sind auch dann Gewinne

wenn sie mit der Sozialisierung von Verlusten erzielt werden, bei der sogar noch ein Profit bleibt. Und Gewinne werden nun mal privatisiert. Der Aufschrei ist also verständlich und naiv zugleich.
Überhaupt sind Gewinne der Mehrwert, den Menschen erwirtschaften, denen dieser Mehrwert vorenthalten wird. Warum soll das nur die eigene Belegschaft betreffen? Daimler-Aktionären steht natürlich auch etwas von dem Mehrwert zu, den wir alle schaffen. Schon allein, weil es sich bei ihnen um Leistungsträger handelt.
Also nur keine Neiddebatte, bitte.

Organisierte Verantwortungslosigkeit

Vielleicht hätte der Staat den Antrag auf Kurzarbeit mit dem Verbot von Dividendenzahlungen koppeln sollen.
Denn wenn's um Geld geht, hilft meist kein Bitten.
Klar ist: wer Dividenden zahlt, ist bei Aktionären beliebt.

Viel schlimmer aber: der Besitzer von Aktien bleibt im Regelfall mit seiner Entscheidung völlig anonym, in vielen Fällen weiß der Geldgeber aber auch gar nicht, welche Entscheidungen in seinem Namen gefällt werden.
Im Extremfall: ein Daimler-Leiharbeiter schließt eine Riesterrente ab. Der Verwalter dieser Rentenversicherung investiert u.U. auch in Daimler und ist gleichzeitig verpflichtet, die Anlage zu vermehren und sorgt so für niedrige Löhne oder gar für die "Einsparung" genau desjenigen, dessen Geld er verwaltet.

Es sind soviele Personen involviert, dass niemand ein schlechtes Gewissen haben muss, denn alle folgen nur der Mechanik der Geldvermehrung, und dort hat noch nie irgendeine Moral gegolten.

Der DaimlerChef meint sie

Der DaimlerChef meint sie hätten schließlich jahrelang viel in die Arbeitslosenkasse eingezahlt, also könner er ja auch mal was ausgezahlt bekommen .... Das ist die erbärmliche Selbstüberzeugung der Superreichen und Einflussreichen.

"Seine" Daimlers Einzahlungen sorgen heute dafür, dass die Mitarbeiter in großen Mengen über lange Zeit Kurzarbeitergeld erhalten können! Aber ganz sicher nicht, dass die Aktionäre mehr Geld bekommen.

Dividendenerhöhung trotz Kurzarbeitergeld

"Mehrere Organisationen kündigten für Mittwochvormittag Protestkundgebungen an - sowohl in Stuttgart als auch in Berlin."
-----------------------------------

In Deutschland musst du Grossaktionär sein, dann wird dir geholfen, macht sich selbst eine SPD für dich stark, um Kapitalerträge geringer zu besteuern, als reale Arbeit.
Deine Lobbyisten sind bestens im Parlament vertreten und es läuft, besser als nur gut.
Bestandsaufnahme: Bananenrepublik

"Das Kurzarbeitergeld brachte Daimler im vergangenen Jahr Einsparungen in Höhe von 700 Millionen Euro. Trotzdem will der Konzernchef auf der heutigen digitalen Hauptversammlung in Stuttgart eine Dividendenerhöhung beschließen lassen"

Die Pandemie ist für die Klasse der "Besitzenden" schließlich noch lange kein Grund, mit "bewährten Traditionen" zu brechen oder sie auch nur in Frage zu stellen. Die derzeitige Situation dürfte das Festhalten daran für viele von deren Vertretern möglicherweise kurzfristig etwas "unangenehmer" machen, aber hier gilt wohl für die meisten: "Augen zu und durch". Und danach auf den in der Bevölkerung weitverbreiteten Hang zur Gewohnheit und deren schnelles Vergessen zu setzen.
Und bei all denjenigen, die sich mit diesem unausgesprochenen "Gesetz" partout nicht abfinden wollen, setzt man auf Diffamierung und Diskreditierung, indem man man ihnen entweder Neid oder intellektuelle bzw. kognitive Defizite (mangelnde "Wirtschaftskompetenz") oder beides unterstellt.

@ Am 31. März 2021 um 15:28 von xeniosson

["Gewinne privat, Kosten auf alle abwälzen, So steht es auch im Gesetz ... Die Gesetze müssen geändert werden, dass so etwas nicht mehr möglich ist ... Ja, und wer macht jetzt solche Gesetze? ... Garantiert nicht die, die derzeit an der Regierung oder noch weiter rechts sitzen."]

Wenn Sie glauben eine Grüne oder eine noch linkere Regierung würde das tun, dann sind sie voll auf dem Holzweg. Die Industrie hat mehr Macht als die Parteien.

@ 15:34 von Nettie

Sie haben völlig recht. Und meines Erachtens wäre es längst an der Zeit, die konkreten Bedingungen der Auszahlung von Kurzarbeitergeld anzupassen, so dass man diese dreiste Selbstbedienermentalität wie die Dividendenerhöhung bei Daimler unterbinden kann.

das "Ungerechte" zu verändern?

von Sisyphos3 @
Die möglichkeit haben wir im ja im September. Ich werde versuchen mit einer andern partei Politik für alle Bürger zu machen und diese wählen?

Richtig, keine RRGs.

Systemfrage

Markteingriffe und Sozialismus als staatlich organisierte Umverteilung vom Steuersäckel in die Investorentasche sind halt doch ne feine Sache.
Sind die Executives in den Chefetagen eigentlich noch Proletarier oder werden die auch mit Anteilen vergütet?

rer Truman Welt

Das Kurzarbeitergeld ist wirtschafsstrategisch ein intelligentes Instrument, um kurzfristig Arbeitsplätze zu sichern. Die Frage ist deshalb, ob unter Umständen entweder ein Fehler bei der Konstruktion oder des Einsatzes dieses Instrumentes gemacht wurde. Es ist ein lediglich nur kurzfristig einzusetzendes Instrument. 12 Monate sind das Limit. Die Verlängerung auf bis Ende 2021 halte ich deshalb für den ersten Fehler. Den zweiten Fehler halte ich für die ordentliche Zeitüberbrückung von 12 Monaten im Konstrukt. 6 Monate wäre wesentlich effektiver mit der Vorgabe, die Kosten dem Staat zu ersetzen, wenn im Anschluss nicht mindestens 50% der Kurzarbeiter mindestens 1 Jahr weiterbeschäftigt werden. Dann wäre sowas wie bei Daimler nicht passiert. Arbeitslosigkeit ist für den Staat nicht teurer, im Gegenteil. Nur politisch ist eine höhere Arbeitslosenquote unerwünscht, weshalb die Regierung hier primär in der Verantwortung für solche Fehlergebnisse ist!

gelegentlich gewinne ich den Eindruck

nur bankrotte Unternehmen sind gute Unternehmen

Wenn die GroKo es zulässt werden halt weiter

Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert!

Die Fa. macht nur das was ihre Lobbyvertreter mit den Abgeordneten vereinbar haben.
Ist doch in den Medien wie das geht.

Arbeitszeitverkürzung

Von Freunden, die bei Daimler arbeiten, hatte ich gehört, dass der Konzern den Weg der Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich gegangen war und zwar seit Mitte letzten Jahres. Das waren zuerst zwei Stunden pro Woche, dann fünf. Mag sein, dass zuvor Kurzarbeit war, aber eben nicht lange.

Wer sich aufplustert und Skandal schreit, zeigt nur, dass er/sie die Fakten nicht kennt.

es ist eigentlich wie immer

in jeder Krise gewinnt der Große

Im Handel gehen wahrscheinlich über 80.000 Kleine Händler Pleite

Aber die Großen haben immer größere Taschen

was agt die regierung dazu?!

erst hilft der bund daimler, die verluste auszugleichen und dann werden die auschüttungen an die aktionäre hochgesetzt? hallo?
den schuss nicht gehört?
wo ist da eine stellungnahme der regierung bzw des bundes?

wer SO handelt, braucht dann auch zukünftig keine hilfen mehr oder zahlungen vom bund wenn kurzarbeit angesetzt wird.

und WENN der bund nochmal hilft, dann nur in form von anteilen am unternehmen um dann mehr mitspracherecht zu erhalten um solche sachen zu unterbinden bzw es in den verträgen und leistungen klar mit rein zu schreiben das solche sachen von vornherein ausgeschlossen sind, weil man sonst die leistungen in voller höhe +50% strafe zurückzahlen muss.
dann dürfter sowas in zukunft nichtmehr vorkommen.

Wahrnehmung

Die Wahrnehmung unseres Wirtschafts-, Finanz- und Arbeitsministerium irritiert schon gewaltig.
Unternehmen die im Corona Jahr 2020 satte Gewinne einfuhren und trotzdem am 'Tropf' der Kurzarbeitsubvention hängen verteilen das Geld an ihre Aktionäre sehr großzügig.
Kleinunternehmer, Restaurants und Künstler die im Corona Jahr KEINE Einnahmen hatten (weil so angeordnet) stehen vor der Pleite.
Nach welchen Maßstäben handelt die Regierung faktisch und/oder moralisch?

15:41 von werner1955

sollten sie ne gescheite Alternative für den September gefunden zu haben
bitte mitteilen - ich bin noch unentschlossen/finde keine

um 15:39 von Garden.of.Eden

> ["Gewinne privat, Kosten auf alle abwälzen, So steht es auch im Gesetz ... Die Gesetze müssen geändert werden, dass so etwas nicht mehr möglich ist ... Ja, und wer macht jetzt solche Gesetze? ... Garantiert nicht die, die derzeit an der Regierung oder noch weiter rechts sitzen."]

Wenn Sie glauben eine Grüne oder eine noch linkere Regierung würde das tun, dann sind sie voll auf dem Holzweg. Die Industrie hat mehr Macht als die Parteien.<

Erstens habe ich keine Partei genannt und zweitens stelle ich die Frage, warum die Industrie mehr Macht haben soll als der Souverän, das Volk. Oder was steht im Grundgesetz? Wenn das in der Praxis nicht stimmt, dann stimmt etwas mit dieser Praxis nicht. Oder?

Daimler hat in die

Daimler hat in die Arbeitslosenkasse eingezahlt ?
Ja - für die Arbeitnehmer !

Und die wollen was " ausgezahlt haben " ?

Soweit ich das weiß, ist das Arbeitslosengeld eine Leistung für Arbeiter/ Angestellte im Falle einer Arbeitslosigkeit . Was hat Daimler damit zu tun - die sind Arbeitgeber.
Und eigentlich sollten diese - statt Dividenden zu zahlen - erstmal " für schlechte Zeiten vorsorgen ". So hieß es jedenfalls früher ( lange her ? ich erinnere mich dunkel ).
Ich wäre auch dafür, das künftige Zahlungen an a l l e Firmen - mit dem Vermerk " keine Dividendenzahlungen erlaubt o. ä. " getätigt werden.
Aber die Firmen sind eben auch ein Abbild unserer Gesellschaft : kaum ein Gewissen, kaum Empathie, kaum Respekt usw.

15:39 von andererseits

das wirft verschiedene andere Problem auf

wenn man die Zahlung des Kurzarbeitergeldes an der wirtschaftlichen Situation des Betriebes festmacht
müssten sie womöglich auch das Kurzarbeitergeld des Beschäftigten an dessen wirtschaftlicher Situation festmachen
also "Gerechtigkeit" kann kompliziert werden

Daimler der goldene Esel

Kurzarbeitergeld ist eine Absicherung der Arbeitnehmer und soll den Arbeitgebern in Krisenzeiten die finanziellen Leistungen stärken helfen, damit sie nicht ins Trudeln geraten. Wenn ich nun lese, es soll Rendite ausgeschüttet werden, ist das ein Schlag ins Kontor der Steuerzahler, die schließlich hier mit Abgaben solidarisch stärken, wo Schwache Unterstützung brauchen. Dass das nun als moralisch fragwürdig angesehen wird, wenn Daimler üppige Renditen ausschüttet, ist wohl zu erwarten. Daimler profitiert von der sozialen Absicherung und sieht offensichtlich im Steuergeld einen Sparstrumpf, den man nun verteilen kann. Profitiert also ein Unternehmen und leitet das eingesparte Geld an die Anleger weiter. Prima. Wer kommt als nächstes?

Mißbraauch verhindern...

Verwundern kann das Unternehmensgebaren von Daimler nicht, hier zählt das "Recht" des Stärkeren... Zwar kenne ich einschlägige Gesetze und Verordnungen nicht auswendig, und will mich auch nicht extra einlesen... bin mir aber sicher, daß Daimler sich auf der - zumindest rechtlich - sicheren Seite befindet.

Die Möglichkeiten zur Arbeitgeberentlastung durch Kurzarbeitergeld, bei gleichzeitiger finanzieller Absicherung von betroffenen Arbeitnehmern wurde mal geschaffen als zeitbegrenzte, beschäftigungspolitische Sozialmaßnahme für konjunkturell begründete Sonderfälle. Zwar gab/gibt es auch periodische Dauerfälle zB. für die Baubranche (Winter-Kurzarbeit) oder bei industriellen Strukturumwälzungen (Werften, Stahl, Kohle)... doch zur Gewinnsicherung (Dividenden) ist KAG nicht gedacht.

Wer also mithelfen will, unternehmerischen Mißbrauch zu verhindern, der muß konsequent eine Politikveränderung wählen...

15:31 von frosthorn

>>Daimler-Aktionären steht natürlich auch etwas von dem Mehrwert zu, den wir alle schaffen.<<

Klingt aber schon etwas zynisch das ein Teil der Ausschüttung mit Steuergeldern gedeckelt wird, so Wahr und Richtig ihre Ausführung auch ist.
Leider gibt es für Moral und Ethik (Steuerhinterzieher kennen sich damit aus) keine Hemmschwelle.
Es hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack, obwohl ..... vielleicht würde ich als Aktionär (der ich nicht bin) anders Denken. (Verdirbt Geld den Charakter?)

@15:06 andererseits

Frage: Setzen Sie Ihre Empörung auch in die Tat um, und evtl. wie...?

Daimler

Daimler hat während der Pandemie vom Staat keine Hilfen oder Kredite erhalten. Das Kurzarbeitergeld ist eine Leistung an die Beschäftigten, nicht an den Konzern. Der Konzern hat diese Zahlungen zudem hälftig finanziert. Dass die Anteilseigner*innen von den guten wirtschaftlichen Ergebnissen ihren Anteil erhalten, ist daher völlig in Ordnung. Übrigens: Von den Dividenden erhält der Staat ein gutes Viertel über die Steuern. Die moralisch Empörten sollten sich mal kundig machen.

Pervers!

Und wieder ein Spiegel der grenzenlosen Gier!
Statt Dividenden auszuzahlen, auf das Kurzarbeitergeld zu verzichten hätte Größe dargestellt. Mit dem jetzigen Verhalten outen sich die Unternehmen und viele Aktionäre einmal mehr als reine Gierschlünde, denen die Moral vollkommen abhanden gekommen ist. Zukünftig sollten solchen Unternehmen, die natürlich postwendend mit Entlassungen drohen werden - das muss und kann man aber aushalten, schließlich wollen sie ja produzieren und dafür braucht man auch Arbeiter, staatliche Unterstützungen nur noch dann zur Verfügung gestellt werden, wenn die Aktieneinlagen nachweislich verbraucht sind. Das war doch eigentlich mal der Sinn von Aktien, Firmen zu unterstützen und zu fördern. Die Gier hat das ganze System dann anscheinend dazu pervertiert, das Dividenden auf Teufel komm raus ausgeschüttet werden müssen...
Betreffende Unternehmensleitungen und Aktionäre sollten sich was schämen!

Am 31. März 2021 um 15:33 von Deckenleuchte

„In Deutschland musst du Grossaktionär sein, dann wird dir geholfen, macht sich selbst eine SPD für dich stark, um Kapitalerträge geringer zu besteuern, als reale Arbeit.
Deine Lobbyisten sind bestens im Parlament vertreten und es läuft, besser als nur gut.
Bestandsaufnahme: Bananenrepublik“

Sie haben Recht,

wer in Deutschland Großaktionär ist, zahlt doppelt Steuern. Darum macht sich selbst eine schlaue SPD für eine Dividendenzahlung stark.
Ohne Dividende keine Steuereinnahmen.

Also freuen wir uns doch über die Großaktionäre, die in Deutschland doppelt zur Kasse gebeten werden, denn sie könnten ihr Geld ja auch woanders anlegen.

Zu „Bestandsaufnahme: Bananenrepublik“
Sehr treffend, jedem seine tägliche Banane.

15:50 von Dr.Hans // Wer sich

15:50 von Dr.Hans

// Wer sich aufplustert und Skandal schreit, zeigt nur, dass er/sie die Fakten nicht kennt.//

Das kann ich Ihnen auch nur raten !

**So schlägt allein das Kurzarbeitergeld, das Daimler voriges Jahr für seine Beschäftigten aufgrund der Coronakrise in Anspruch genommen hat, Schätzungen der IG Metall zufolge mit 500 bis 700 Millionen Euro zu Buche. Dabei ist Kurzarbeitergeld eigentlich ein staatliches Fördermittel, das Unternehmen durch existenzielle Krisen helfen soll statt hohe Gewinne weiter zu mehren.**

Quelle:
"https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/daimler-milliarden-trotz-kurzarbeit-aerger-in-bremen-100.html"

Hat erstmal nichts miteinander zu tun

Kurzarbeit wird zunächst mit der Arbeitslosenversicherungsabgabe bezahlt; damit tragen sich die Angestellten, die in Kurzarbeit gehen finanziell erstmal selbst (im Kern stimmt das so). Da gab es vor der Krise große Rücklagen, wieviel anderes Steuergeld da noch reinging, weiß ich nicht. Es dient zumindest primär dem Arbeitnehmer und nicht dem Arbeitgeber, so die Idee. Dividenden werden andererseits an Unternehmensgewinne gekoppelt und auch darüber wird solidarisch entschieden, nämlich durch die Aktionäre. Es steht hier jedem frei selbst Aktionär zu werden. Wo ist also das Problem?

15:50 von Dr.Hans

Wer sich aufplustert und Skandal schreit, zeigt nur, dass er/sie die Fakten nicht kennt.
.
Neid und Mißgunstgeschrei
gesetzt den Fall (gesetzt !!) der Daimler hätte durch kluges Management die Verluste durch Corona klein gehalten
im Gegensatz zu vielen seiner Mitbewerbern
warum soll das nicht über eine Dividende honoriert werden ?
Kurzarbeitergeld kriegt jeder Betrieb wenn er kurz arbeitet

Wozu dann Arbeitslosenverischerung

Mein Arbeitgeber die Daimler AG und ich haben in den letzten 20 Jahren im Schnitt gut 100€ je Monat eingezahlt.
Warum ist es dann auf einmal so verwerflich diese Versicherung auch einmal in Anspruch zu nehmen.
Und es war bei weiten nicht so viel was die ARGE dazuzahlen musste!

Vergleichen sei es doch mal mit einer privaten Versicherung, sie zahlen da ja auch ein um in Schadensfall abgesichert zu sein. Wer von ihnen Zahlt denn dann der Versicherung 6 Monate später on top wieder das Geld zurück? Keiner von Ihnen.

Zudem sind etliche Privat Anleger, wie auch Kommunen, Pensionskassen usw an der Daimler AG beeidigt, die sich alle über die Dividende Freuen und diese auch nötig haben! Noch schöner wenn es dann mal wieder 3,75€ oder mehr werden.

Frohes Schaffen wer denn darf!

Widerlich!

Daimler schüttet hohe Dividenden aus, obwohl er kräftig Kurzarbeit-Subventionen vom Staat erhalten hat.
Das geht gar nicht.
Die Lösung wäre:
der Staat sollte das jeweils gezahlte Kurzarbeitergeld von Daimler, VW und BMW zurück fordern.

Aber die Autobauer haben so etwas nicht zu befürchten, denn Kretschmann, Söder und Weil würden wie im letzten Sommer als politische Handelsvertreter der Autokonzern agieren.
Damals forderten sie Kaufprämien für PKWs dieser Marken.
Traurig.

andererseits

Ich finde das zutiefst korrupt .
Was dies sich erlauben . Ich habe diesen vollkommen entfesselten Kapitalismus, der in der deutschen Geschichte der letzten 70 Jahre seines gleichen sucht, schon mehrfach benannt . meine Befürchtung ,das es den Oberen 10 Tausend völlig scheiß egal ist was Otto Normalbürger denkt , ist schon länger Realität . Aber das Mercedes das Kurzarbeitergeld ,dazu Missbraucht um die Dividenden auch noch zu erhöhen ist schon ein Schlag ins Gesicht all derer die durch Corona immer tiefer in die Armut völlig schuldlos abgleiten . Ich würde mir keinen Mercedes kaufen ,für mich war das sowieso nie eine Option . Autobauer die auch Fahrzeuge für das Militär herstellen ,sind für mich als Pazifist Keine Option . Jeder der auch nur einen Funken Gerechtigkeitssinn besitzt sollte genauso handeln wie ich . Meine Meinung.

@15:06 von andererseits

//"Das erzürnt manche" ist schon sehr milde formuliert; ich hielte "Das empört sehr viele" für adäquater...//

Über dieses "manche" bin ich sofort gestolpert. Es sind wohl eher manche Aktienbesitzer, die das nicht empört.

Wenn mehr Dividende dann auch mehr CORONA Testen

Der Vorstand und der. Aufsichtsrat müssen jetzt schnell den gesamtheitlichen CORONA-Beschluss fassen dass die gesamte Belegschaft und auch das externe Personal (Personal von Fremdfirmen) und auch gg. die Grenzgängerinnen/er mit. 2x/Woche zum Schnell-Test müssen.
Die Zeche zahlt der Konzern.
Alle positiv Getesteten werden als Verdachtsfall den zuständigen Gesundheitsämter gemeldet. Das Betreten des Konzern - Geländes wird allen Betroffenen untersagt je nach Fall ggf. unter Androhung der fristlosen Kündigung.
Der Konzern stellt auf eigne Rechnung hin Quarantäne Unterbringungsmöglichkeiten allen Betroffenen zur Verfügung. Der Werkschutz ist für die Überwachung zuständig. Ein PCR-Test wird auf Kosten des Konzerns bei den Betroffenen durchgeführt.

@15:19 Bernd Kevesligeti

Zur Beachtung sozialer Gesamtverantwortung - auch in Krisenzeiten - wäre so etwas wie unternehmerischer Anstand nötig. Sehen Sie den, und falls ja, wo..?

16:06 von ich1961

Dabei ist Kurzarbeitergeld eigentlich ein staatliches Fördermittel, das Unternehmen durch existenzielle Krisen helfen soll statt hohe Gewinne weiter zu mehren.**
.
vernünftige Einstellung !
nur wie sieht es aus, wenn durch unternehmerisches Unvermögen Kurzarbeit angesagt ist ?

16:10 von Sparpaket

der Staat sollte das jeweils gezahlte Kurzarbeitergeld von Daimler, VW und BMW zurück fordern.
.
und gleichzeitig prüfen ob bei Firmen die Kurzarbeitergeld kriegten
das nur aufgrund der Corona Sache geschah oder es durch unternehmerischen "Weitblick"
nicht auch so geklappt hätte

@ dr.bashir

>> Aber was solls?... so ist das System...<<
_
Bedauerlich, wenn man sich auch als Normalbürger damit zufrieden gibt...

16:12 von Anna-Elisabeth

also kann nur für mich sprechen
ich habe keine Aktien ...

16:10 von VictorJara

Jeder der auch nur einen Funken Gerechtigkeitssinn besitzt sollte genauso handeln wie ich . Meine Meinung.
--
an meinem Wesen soll die Welt genesen
:-)

Es sollte doch viel eher so sein ...

Es sollte doch viel eher so sein, dass Firmen, die trotz Krise Gewinn gemacht haben, das Geld, was sie vom Staat zur Unterstützung in der Krisenzeit bekommen haben, wieder zurückzahlen müssen.
Und zwar ganz selbstverständlich, ohne dass der Staat nachfragen muß.

@16:01 von Sisyphos3 15:39 von andererseits

//...wenn man die Zahlung des Kurzarbeitergeldes an der wirtschaftlichen Situation des Betriebes festmacht
müssten sie womöglich auch das Kurzarbeitergeld des Beschäftigten an dessen wirtschaftlicher Situation festmachen//

Das wäre dann typisch deutsche Kleinkrämerei.

Besonders unverschämt ist folgendes:

***Daimler-Chef Källenius verweist zudem darauf, dass der Autobauer für die Leistungen aus der Arbeitslosenkasse schließlich auch viele Jahre lang viel Geld in die Sozialversicherung eingezahlt habe.***

Was zum Kuckuck hat die Sozialversicherung mit der Dividende zu tun? Wie verkommen muss man sein?
Auch andere Arbeitgeber zahlen in die Sozialversicherung
ein.

Nicht die Einzigen,

aber wohl die Ersten wo es auffällt.
Ich hab so einige Unternehmen mitbekommen, die trotz voller Auftragsbücher in der Pandemie aus verschiedensten Gründen auf einmal Kurzarbeit fahren mussten. Das sind größtenteils Börsenunternehmen von denen ich schreibe.
Der Verweis auf die Sozialabgaben ist zynisch. Solidarität ist bei Daimler wohl nicht erwünscht wenn man trotz Gewinne noch zusätzliche Steuererleichterungen, die für Krisenzeiten gedacht sind, in Anspruch nimmt.
Dafür durfte man zu Anfangszeiten der Pandemie Frau Klatten in Gartenarbeitsklamotten sehen wie sie eine Forke bedient und sich über die schlechte Lage beschwert und um Hilfen wirbt.
Ach ja, unsere armen Familienunternehmen.

von Zwicke 16:17

Unternehmerischer Anstand und soziale Gesamtverantwortung ? Tatsächlich Fremdwörter für die Vorstände.

Aber keine Fremdwörter für die Gewerkschaften. Die das aber mit Zurückhaltung und Komanagement übersetzen. Obwohl in den letzten Wochen mehr als 800.000 Metaller an Warnstreiks beteiligten, also auch eine andere Herangehensweise möglich wäre.

16:26 von Anna-Elisabeth

soll ich den Källenius, den ich absolut nicht leiden kann, in Schutz nehmen ?
Vielleicht hat der Daimler auch besser den Laden gemanagt ?
dann täte es keine Dividende geben aber trotzdem Kurarbeitergeld und womöglich ne sonstige Hilfe wie bei LH

16:06 von Stern2100

glauben sie ihr Argument greift
die Leute wollen Blut sehen ....
erstaunlicherweise sind bankrotte Betriebe die keine Steuern zahlen eben populärer als steuerzahlende

@Anna-Elisabeth

"Was zum Kuckuck hat die Sozialversicherung mit der Dividende zu tun. Wie verkommen muss man sein"
Das Kurzarbeitergeld wird aus Mitteln der Arbeitslosenversicherung gezahlt. Von daher sind die Ausführungen des Daimler-Chefs korrekt und verständlich.

16:06 von Werner Krausss Am 31. März 2021 um 15:33 von Deckenleu

//Also freuen wir uns doch über die Großaktionäre, die in Deutschland doppelt zur Kasse gebeten werden, denn sie könnten ihr Geld ja auch woanders anlegen.//

Erschreckend, wie tief sich diese Argumentation schon in viele Hirne gefressen hat. Die hat etwa den gleichen Stellenwert, wie die Aussage, man habe schließlich Sozialversicherung gezahlt.
Die armen Großaktionäre.

@16:36 von Sisyphos3 16:26 von Anna-Elisabeth

//soll ich den Källenius, den ich absolut nicht leiden kann, in Schutz nehmen ?//

Können Sie gerne versuchen, nutzt aber wenig, wenn ich einmal richtig sauer bin. Und ich bin sauer.

@von andererseits

"Die konkreten Bedingungen der Auszahlung von Kurzarbeitergeld anzupassen."
Da freuen sich dann die Daimlerbeschäftigten, wenn sie sich deshalb arbeitslos melden müssen.

15:41 von werner1955

>>Ich werde versuchen mit einer andern partei Politik für alle Bürger zu machen und diese wählen?<<

Falls Sie dabei an die Partei vom rechten Rand denken, werden Sie aber bitterlich enttäuscht werden. Die ist noch neoliberaler als die FDP.

@16:41 von Stern2100 @Anna-Elisabeth

//"Was zum Kuckuck hat die Sozialversicherung mit der Dividende zu tun. Wie verkommen muss man sein"
--
Das Kurzarbeitergeld wird aus Mitteln der
Arbeitslosenversicherung gezahlt.//

Das ist bekannt!

//Von daher sind die Ausführungen des Daimler-Chefs korrekt und verständlich.//

Nein. Sie haben die Frage nicht beantwortet. Wo ist der Zusammenhang mit Dividen?

16:45 von Anna-Elisabeth

ach Anne Elisabeth
das Wetter, wenn man rausschaut wunderschön, Sonne lacht Ostern steht bevor,
was sich die Laune verderben lassen,
dazu noch wegen Geld , das letzte Hemd hat keine Taschen
und die Schulden (wegen Corona ohnehin) mach ich mir keinen Kopf mehr

@ 16:01 von Sisyphos3

Gerechtigkeit kann nicht nur kompliziert sein, sie ist es. Die Frage ist aber bei diesem Thema, ob man das Ziel klar hat, und das lautet: "Kurzarbeitergeld darf nicht indirekt verwendet werden, damit Unternehmen Dividenden auszahlen". Und da bin ich sicher, gibt es gesetzliche Lösungen und Regelungen, wenn man will. Will aber nicht jede Partei...

Kein Schamgefühl in den Führungsetagen.

Es sind unverschämte Absichten des Daimlerkonzerns.
Aber das Schamgefühl ist in den Führungsetagen ohnehin ein Fremdwort. Wer Millionen an Bonis und Abfindungen kassiert kennt dieses Gefühl, das ein Verlust an Anstand signalisiert, nicht mehr. Sonst würde er/sie sich schämen. Wobei sich der Kreis schließen würde.

@ 16:47 von Stern2100

Leider verdrehen Sie meinen Kommentar oder haben ihn nicht verstanden.

wen wundert`s

Dank der Vetternwirtschaft der hörigen Abgeordneten werden solche Konzerne noch mit Staatsmitteln verwöhnt.

Endlich wieder ein Entrüstungsthema für

die elitäre Linke Elite, anders lässt sich das für mich nicht bezeichnen.

Das KA-Geld ist eine sozialversicherungspflichtige Leistung mit je 50% Anteil von AG und AN.
Kurzum, es zahlen beide in guten bzw. normalen Zeiten ein um dann in einer solchen Krisensituation die Arbeitsplätze durch KA zu halten.

Genau dies hat die gesamte Wirtschaft u.a. die Automobilindr. gemacht. Die Alternative wären Massenentlassungen wie in anderen Industriestaaten gewesen. So einfach ist das.

Auch mein Unternehmen hat in D und A das KA Geld in Anspruch genommen um die Ar. Pl. zu halten. An unserem Standort in USA haben wir dagegen 75% der Mitarbeiter in den unbez. Urlaub schicken müssen.
Wer dies von den Kommentatoren auch bei uns möchte, der muss nur das KA abschaffen.

P.S.: Auch bei uns war 2020 im Gewinnergebnis ein sehr positives Jahr, auch aufgrund des KA Geldes.
Dieser Gewinn wird selbstverständlich an die Gesellschafter im vorgegebenen %Satz ausgezahlt.
Der große Rest wird investiert!

Daimler ganz groß dabei

War schon in 2008/2009 so. Auch hier hat D. ein gutes Ergebnis trotz großer Hilfen in die Aktionäre umgeleitet. In Kassel hat man flugs eine 3. Schicht konstruiert, die man dann "kurz arbeiten" ließ. Geld eingestrichen ohne Aufwand. Und jetzt hocken die Shareholder-Geier wieder auf der Stange! Naja, die Partei mit dem C "kann halt Wirtschaft", gell?

@15:13 von Sisyphos3

//"Moralisch verwerflich"
wie so vieles in unserer Gesellschaft ...

Wir könnten ja mal damit beginnen,
das "Ungerechte" zu verändern//

Ok, fangen wir bei den Dividenden an. Denn für die ist kein Geld in der Sozialversicherung.

Eine unüberschaubare Anzahl von Menschen verliert dank Corona die Existenzgrundlage und gleichzeitig stopfen sich Aktionäre die Taschen voll.

@ 16:40 von Sisyphos3

Wo bitte sind denn "bankrotte Betriebe die keine Steuern zahlen eben populärer als steuerzahlende"? Das Problem ist eher, wie wenig Steuern manche bestverdienende Unternehmen zahlen. Die im GG ARt. 14 beschriebene Sozialverpflichtung des Eigentums hat sich aus der Besteuerung von Konzernen längst verabschiedet.

Beruhigt euch doch

Beruhigt euch doch mal.
Verbockt hat doch alles Altmaier. Er hat doch groß getönt das jeder Arbeitsplatz erhalten bleibt und das Firmen bis zur Bundestagswahl im Herbst 2021 problemlos Kurzarbeitergeld beantragen kann. Jetzt ist das Geschrei groß, das die Konzerne das ausnutzen, wie billig.
Der Kursgewinn von Daimler und sonstige Konzernen kommt durch die Milliarden die auch die EU in den Finanzmarkt gepumpt haben. Das Ansteigen der Börsen Weltweit war doch zu erwarten. Wer bei dem Tiefstand nicht aktiv wurde und gekauft hat, hat halt mal wieder gepennt.

16:06 von Werner Krausss@

//Also freuen wir uns doch über die Großaktionäre, die in Deutschland doppelt zur Kasse gebeten werden, denn sie könnten ihr Geld ja auch woanders anlegen.//

Könnten Sie sich vielleicht mit folgender Aussage von Prof. Christian Rieck anfreunden?

***Ist die Erhöung der #Dividende​ bei #Daimer​ unmoralisch? Keineswegs, aber die Dividendenerhöung ist trotzdem ein völlig falsches Signal. Und dass die Geschäfte im letzten Jahr so gut liefen, liegt an einer anhaltenden Umverteilungspolitik vom Mittelstand zu Großunternehmen.//

Von wegen "schlaue SPD".

der Konzern hat genau Null in die Sozialversicherung einbezahlt

und die Aktionäre persönlich schon mal Nullkommanull. Jeder Beschäftigte erwirtschaftet mit seiner Arbeitskraft alle mit ihm zusammenhängenden Kosten. Auch den "Arbeitgeberanteil" zur Sozialversicherung. Der wird eben nicht erst auf dem Lohnstreifen vom Brutto abgezogen, sondern schon vorher.
Es gäbe bei Daimler keinen einzigen Arbeitsplatz, wenn die AG-Anteile zur Sozialversicherung nicht schon in der Gehaltskalkulation enthalten wären und von den AN erarbeitet würden.

Es wäre an Daimler, ein Zeichen zu setzen.

Man könnte zum Beispiel einfach 700 Millionen an Hilfsfonds spenden und die Dividende entsprechend kürzen. Dann bekämen die Aktionäre immer noch so viel leistungsloses Einkommen wie letztes Jahr und man könnte dennoch zeigen, dass man eben nicht durch Staatshilfen profitiert, wenn man es aus eigener Leistung schafft.

@Sisyphos 3

"glauben sie ihr Argument greift........ die Leute wollen Blut sehen erstaunlicherweise sind bankrotte Betriebe die keine Steuern zahlen eben populärer als steuerzahlende"
Vielleicht haben Sie recht. Das Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge ist hier im Forum leider nicht besonders groß. Aber vielleicht gerät doch mancher ins Grübeln.

Am 31. März 2021 um 16:42 von Anna-Elisabeth

„Erschreckend, wie tief sich diese Argumentation schon in viele Hirne gefressen hat. Die hat etwa den gleichen Stellenwert, wie die Aussage, man habe schließlich Sozialversicherung gezahlt.
Die armen Großaktionäre.“

Sie haben Recht,

„Die armen Großaktionäre“,
und auch Kleinaktionäre, Rentensparer, Pensionskassen…

Erträge der AG werden sofort versteuert, und anschließend die Dividende individuell nochmal, also Doppelbesteuerung.

Sie erinnern sich sicher noch an den VW Skandal
("Ganz ohne Bescheißen werden wir es nicht schaffen." TS 30. September 2020 - 18:20 Uhr)

Trotzdem wurde vom Land Niedersachsen (SPD Ministerpräsident) als Aufsichtsrat und Großaktionär, eine Dividende gefordert, weil diese schon im Haushalt eingeplant war.

@Sisyphos

"Jeder der auch nur einen Funken Gerechtigkeitssinn besitzt sollte genauso handeln wie ich . Meine Meinung."

Ich möchte Ihnen ihre noble Gesinnung nicht in Abrede stellen, aber wenn ich mir die Kommentare hier so durchlese, da merkt man schon, dass Finanzbildung bei den meisten null vorhanden ist. Passt aber eh ganz gut zur CoronaKrise: Wer die Exponentialfunktion verstanden hat ist klar im Vorteil. Einfach mal ein gutes Buch in die Hand nehmen, zum Beispiel von Dr. Kommer und dann wird das auch.

@16:54 von Sisyphos3 16:45 von Anna-Elisabeth

//ach Anne Elisabeth
das Wetter, wenn man rausschaut wunderschön, Sonne lacht Ostern steht bevor,
was sich die Laune verderben lassen,...//

Ach Sisyphos3, Sie haben sooo recht. Mit dem Genießen des göttlichen Frühlingswetters sollte ich mich dann wohl beeilen, denn Ostern wird es zumindest hier im Norden schon wieder kalt.

@Stern2100 und @Esel_85

Danke für Ihre Beiträge zum Thema Kurzarbeitergeld, wer dies bezahlt und wer davon profitiert.
Wenn eines DER Vorzeigeunternehmen in D mit weltweiter Bedeutung, hier Daimler (könnten aber auch VW, BMW oder Siemens sein, um nur ein paar zu nennen), ihre Anteilseigner - dazu gehören sicherlich auch viele Beschäftigte in diesem Unternehmen - am Unternehmenserfolg teilhaben lässt in Form der Dividendenzahlung, finde ich das völlig in Ordnung! Ich habe selbst leider keine Aktien von Daimler, aber von anderen Unternehmen (u. a. BASF und Siemens), und freue mich immer über diese Rendite, die es jährlich gibt. Diese Möglichkeit, so am Erfolg von Firmen teilzuhaben, haben die allermeisten Menschen, z. B. in einem monatlichen Sparplan auch mit geringem Betrag!

@frotshorn 15:31

"Überhaupt sind Gewinne der Mehrwert, den Menschen erwirtschaften, denen dieser Mehrwert vorenthalten wird."

Völliger Blödsinn. Jeder Arbeitnehmer hat einen rechtsgültigen Arbeitsvertrag unterschrieben, wird keiner zu gezwungen. Haben Sie eigentlich eine Vorstellung davon, in welches Risiko die Menschen gehen, die ein Unternehmen aufbauen? Fragen Sie mal aktuell die Selbstständigen...und bei Erfolg sollen diese dann schön auf ihren Gewinn verzichten? Wo ist dann der Anreiz, vorher in das Risiko zu gehen? Unfassbar, wie wenig Bildung auf diesem Gebiet existiert.

@16:56 von bürgerschreck

//...die elitäre Linke Elite, anders lässt sich das für mich nicht bezeichnen.//

Diese Bezeichnung ist tatsächlich nur eine von vielen (Stink-)Käsesorten.

//Das KA-Geld ist eine sozialversicherungspflichtige Leistung mit je 50% Anteil von AG und AN.
Kurzum, es zahlen beide in guten bzw. normalen Zeiten ein um dann in einer solchen Krisensituation die Arbeitsplätze durch KA zu halten.

Genau dies hat die gesamte Wirtschaft u.a. die Automobilindr. gemacht. Die Alternative wären Massenentlassungen wie in anderen Industriestaaten gewesen. So einfach ist das.//

Kein Mensch spricht sich hier gegen die Zahlung von KA-Geld aus. Haben Sie überhaupt mitbekommen, worum es hier geht?

um 15:22 von dr.bashir

Ja klar
Gewinne machen dank Staatsknete und diese dann großzügig verteilen.

Große Aktionäre von Daimler sitzen in China und am Golf. Die unterstützt man doch gerne aus Steuermitteln, die sonst gerne fehlen, um Pflegekräfte besser zu bezahlen

Aber was soll's? So ist das System
----------------------------
Einzahler in die Arbeitslosenversicherung sind Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Kurzarbeit ist in jeden Fall besser als Massenentlassungen.

Das sind nicht die einzigen.

Die „Gierlappen“ sind überall. Was will man solchen Vorständen von Moral erzählen, die kennen sie nicht. Menschen, die im Falle des Versagens ihren Sessel nur mit Riesenabfindungen räumen (von weiteren Winkelzügen noch gar nicht geredet) ...
Ein mittelständischer Unternehmer mit Verantwortungsgefühl trägt ständig ein Risiko, viele kämpfen zur Zeit ums Überleben.
Diese Daxvorstände kassieren ohne jedes Risiko. Und es sind nicht die Kleinaktionäre sondern die Großaktionäre, die den Reibach machen.

16:21 von Zwicke @ dr.bashir

//>> Aber was solls?... so ist das System...<<
_

Bedauerlich, wenn man sich auch als Normalbürger damit zufrieden gibt...//

Lieber Zwicke,

haben Sie evtl. konkrete Vorschläge parat? Besonders einen, wie man Resignation überwindet?

@andererseits

"Leider verdrehen Sie meinen Kommentar oder haben ihn nicht verstanden."
Die Zahlung von Kurzarbeitergeld an ein Verbot von Dividendenzahlungen zu knüpfen, ist realitätsfern und dürfte rechtlich auch nicht umzusetzen sein. Gäbe es gleichwohl so ein Gesetz, wäre Daimler in Pandemiezeiten gezwungen, Massenentlassungen zu beantragen.

um 15:53 von geist4711

Ich denke nicht das der Bund Verluste bei Daimler ausgeglichen hat, oder haben sie Belege dafür.

@Wolf1905,17:14

"Diese Möglichkeit, so am Erfolg von Firmen teilzuhaben, haben die allermeisten Menschen, z. B. in einem monatlichen Sparplan auch mit geringem Betrag!"

Ich finde es auch hochdemokratisch, dass sich jeder aber auch wirklich jeder an den aktiendotierten Unternehmen beteiligen kann. Inzwischen durch ETF's sogar global dermaßen gestreut und mit so geringen Kosten, da hätten die Menschen vor Jahrzehnten nur von geträumt. Heutzutage hat der Privatanlger so viele Möglichkeiten, aber die wenigsten nutzen sie, auch weil die Banken hier bei der Beratung in Interessenkonflikten stehen. Ein Bankberater darf in UK übrigens nicht Berater genannt werden, er ist Verkäufer.

@16:56 von bürgerschreck

"Der große Rest wird investiert!"

Und morgen, liebe Kinder, erzähle ich euch ein anderes schönes Märchen.

Klingt nach der Begründung für Steuersenkungen etc. Hat nur leider nie funktioniert.

@17:06 von frosthorn

//der Konzern hat genau Null in die Sozialversicherung einbezahlt
und die Aktionäre persönlich schon mal Nullkommanull. Jeder Beschäftigte erwirtschaftet mit seiner Arbeitskraft alle mit ihm zusammenhängenden Kosten. Auch den "Arbeitgeberanteil" zur Sozialversicherung. Der wird eben nicht erst auf dem Lohnstreifen vom Brutto abgezogen, sondern schon vorher.
Es gäbe bei Daimler keinen einzigen Arbeitsplatz, wenn die AG-Anteile zur Sozialversicherung nicht schon in der Gehaltskalkulation enthalten wären und von den AN erarbeitet würden.//

Danke frosthorn für Ihre Ausführungen.

@17:17 von Esel_85

//Unfassbar, wie wenig Bildung auf diesem Gebiet existiert.//

Ein Esel erklärt einem Ingenieur die Welt. Es wird immer grotesker.

Die Dividendenausschüttung ist absolut in Ordnung.

Es ist völlig in Ordnung, Anleger am Gewinn eines Unternehmens zu beteiligen. Das ist der Hauptgrund, in eine Firma zu investieren. Von daher ist an Daimlers Dividendenausschüttung nichts zu beanstanden.
Was allerdings nicht geht ist, wie die Lufthansa um staatliche Unterstützung zu betteln und gleichzeitig Dividenden auszuschütten. Entweder geht es einem Unternehmen gut, dann bettelt man nicht um Almosen vom Staat. Oder es geht ihm schlecht, dann schüttet man keine Dividenden aus.

Wenn nicht endlich jeder in D nach seinem Geldbeutel

wählt wird das noch schlimmer.

Die Mentalität vieler in D ist mir suspekt!
Viele die ich kenne wählen die die ihrer Meinung die besten Chancen haben zu gewinnen!!!
Getreu nach dem Motto ich bin für FC Bayern weil die ja meist gewinnen.

Am 31. März 2021 um 17:06 von Anna-Elisabeth

„16:06 von Werner Krausss@
Könnten Sie sich vielleicht mit folgender Aussage von Prof. Christian Rieck anfreunden?
***Ist die Erhöung der #Dividende bei #Daimer unmoralisch? Keineswegs, aber die Dividendenerhöung ist trotzdem ein völlig falsches Signal. Und dass die Geschäfte im letzten Jahr so gut liefen, liegt an einer anhaltenden Umverteilungspolitik vom Mittelstand zu Großunternehmen.//
Von wegen "schlaue SPD".

Ja Prof. Christian Rieck ist sehr bekannt.

„Der Passivinvestor parti-zipiert am größer werdenden Kuchen und nimmt niemandem etwas weg.“

Nichts anderes ist ein Aktionär.

@xeniosson 16:00

„... Erstens habe ich keine Partei genannt und zweitens stelle ich die Frage, warum die Industrie mehr Macht haben soll als der Souverän, das Volk. Oder was steht im Grundgesetz? Wenn das in der Praxis nicht stimmt, dann stimmt etwas mit dieser Praxis nicht. Oder?“

Es stimmte noch nie und es stimmt weniger denn je. Die Wirtschaft/Industriemagnaten haben die Politik längst in der Hand, denn sie haben das Kapital und die (abschreibungsfähigen) Produktionsmittel.
Der Bürger har nur seine Arbeitskraft. Neben den „krummen“ Wegen gibt es auch noch jede Menge „legale“ Erpressungsmöglichkeiten.

@17:18 von hesta15 um 15:22 von dr.bashir

//Einzahler in die Arbeitslosenversicherung sind Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Kurzarbeit ist in jeden Fall besser als Massenentlassungen.//

Auch für Sie noch einmal: Es geht hier nicht um das Kurzarbeitergeld, dessen Sinn niemand bestreitet.
Das taugt nicht als Ablenkungsmanöver.

@Alter Simpel 15:31

„... Vielleicht hätte der Staat den Antrag auf Kurzarbeit mit dem Verbot von Dividendenzahlungen koppeln sollen....“

Ich meine mich zu erinnern, dass manche Länder (z.B. Dänemark) bestimmte Hilfsgelder für Großkonzerne an Bedingungen geknüpft hat/haben.

Kassieren für Fehlentscheidungen ...

anders als Büros, die Homoffice machen konnten, waren die deutschen Produktionsstätten nicht von Corona betroffen.
Das keine Zulieferungen aus dem Ausland kamen lag an den Fehlentscheidungen des Management. Das wäre auch passiert wenn im Ausland andere Katastrophen oder Knappheiten entstanden wären.

Und wenn ich bedenke wie Mercedes bei den Abgasen und Verbrauchswerten betrügt und selbst heute noch schwere und überdimensionierte Fahrzeuge trotz Umweltbelastung herstellt, dann verstehe ich nicht wie man denen noch Stütze gegeben hat, nichts andres ist das Kurzarbeitergeld.

Widerlich

Widerlich. Die Firmen verweigern sich gegen eine Testpflicht und eine Homeofficepflicht (von Schließungen wie Gründonnerstag gar nicht zu reden) und zahlen gleichzeitig noch mehr Dividende aus. Unglaublich. Alle staatlichen Maßnahmen treffen selbstverständlich auch nur die Kleinen. Die Corona-Hilfen landen natürlich auch nur bei den dividende Unternehmen.

Daimler will Dividendenerhöhung trotz Kurzarbeitergeld....
Und nicht nur Daimler allein. Faktisch wird die Dividendenerhöhung mittels Staatsgeld bezahlt .[..]

Zur Zeit werden täglich Milliarden an Euros verteilt. Schulden sind künftige Steuern und Abgaben.
Staatsgeld? Von wem?

Wer Risikokapital für Investitionen zur Verfügung stellt darf eine angemessene Dividende erwarten.
Sparer werden mit Negativzinsen belegt. Die EZB verbietet Kreditinstuten Dividenden.
Die EZB fördert die Überschuldung von Eurostaaten. Verträge, Kriterien wurden von Beginn an und am laufenden Band gebrochen.
Mogeleien, €Staatsanleihen wurden Opfer von Schuldenschnitten. Zig Milliarden in grenzenloser Haftung-Rettungsschirmen & Co.
Schuldenmacher werden gefördert, wer für sich und seine Familie vorsorgt wird bestraft.
Da ist der Skandal.

Daimler zahlte in den letzten fünf Jahren zweistellige Milliarden an Steuern. Die Aktionäre werden nochmal vom Staat zur Kasse gebeten (Doppeltbesteuerung!)
Skandal!

Man nimmt was man kriegen kann

vor allem dann wenn der Staat mit Milliarden nur so um sich wirft. Diese Krise verschärft die soziale Schere noch mehr und wird weiter Geld von unten nach oben schieben. Die Sozialkasse ermöglicht einen extra Profit ohne selbst in die Verantwortung genommen zu werden. Es ist schon längst überfällig die Einnahmen aus Kapitalvermögen und Immobilien sozialversicherungspflichtig zu machen. Doch Mehrheiten sind für diesen Schritt leider nicht in Sicht, im Gegenteil.

Re : andererseits !

Was Daimler da treibt, ist weder moralisch noch ethisch vertretbar. Es ist aber auch ein Ausdruck, wie verkommen und skrupellos so manche in unserer Gesellschaft sind. Überhaupt finde dies mit all den Aktien für eine rein maßlose Gier und Habsucht, die viele erfasst hat.
Natürlich gibt es so genannte große Investoren, die ihr Geld ja nur in eine Firma stecken, um es möglichst deutlich zu vermehren, ohne nur einen Finger zu rühren. Es gibt nicht umsonst immer mehr Millionäre in D. Dagegen stehen all die wirklich Armen, die von vielen vergessen werden, vor allem von den Wohlhabenden und Reichen, die nur in ihrer Welt des wahnsinniges Verschwenden und Genießen leben.
Da sollte die Politik sich einmischen und all den Firmen, die Kurzarbeitergeld erhielten, Dividenden aus zu zahlen.

Nachdenken und klug wählen...

Es ist mE. sinnlos, sich als Normalbürger wegen der angekündigten Daimler-Entscheidung zu echauffieren. Es gehört zur Jobanforderung für (hochdotierte) Vorstandsvorsitzende (nicht nur bei Daimler), auch evtl. moralisch fragwürdige Unternehmensentscheidungen durchzusetzen... Punkt! Dabei entscheidend sind auch die Kräfte- und Machtverhältnisse im Staat... die sich freilich auch auf die (evtl. dehnbare) Gestaltung von Gesetzen und Verpflichtungen für Unternehmen auswirken.
_
Die stärkere Betonung von sozialer Mitverantwortung von Großunternehmen in DE ist längst überfällig, auch zur Vermeidung von Auswüchsen der Globalisierung. Es gibt in DE politische Kräfte, bei denen das zum Parteiprogramm gehört...

um 17:36 von schneegans

> Es stimmte noch nie und es stimmt weniger denn je. Die Wirtschaft/Industriemagnaten haben die Politik längst in der Hand, denn sie haben das Kapital und die (abschreibungsfähigen) Produktionsmittel.
Der Bürger har nur seine Arbeitskraft. Neben den „krummen“ Wegen gibt es auch noch jede Menge „legale“ Erpressungsmöglichkeiten. <

Man kann es hinnehmen oder fragen, ob der Mensch für das Geld da sein soll oder das Geld für die Menschen.

@17:36 von Werner Krausss

//„Der Passivinvestor parti-zipiert am größer werdenden Kuchen und nimmt niemandem etwas weg.“

Nichts anderes ist ein Aktionär.//

Was ein Aktionär ist, steht hier nicht zur Debatte,
sondern dieser Teil der Aussage von Prof. Rieck:

"... aber die Dividendenerhöung ist trotzdem ein völlig falsches Signal. Und dass die Geschäfte im letzten Jahr so gut liefen, liegt an einer anhaltenden Umverteilungspolitik vom Mittelstand zu Großunternehmen."

Wie bemerkte ein von mir hoch verehrter...

...Kabarettist völlig treffend: Das ist der Kern dieses "Schweinesystems".
Aber wenn es nicht am Individuum Aktionär A oder Aktionär B liegt sondern am System - dann müßte man doch konsequenterweise dieses System...
Da ist mir doch das Wort entfallen. Ich glaube "erhalten" oder "fördern" war es nicht!

@Esel_85, 17:17 (re @frosthorn 15:31)

"Haben Sie eigentlich eine Vorstellung davon, in welches Risiko die Menschen gehen, die ein Unternehmen aufbauen?"

Sie wollen hier ernsthaft die (angestellten) Vorstände globaler Konzerne mit selbstständigen Unternehmern und Existenzgründern gleichsetzen?

@Emil67 17:33

Der Bayern München Vergleich (die gleiche Selbstherrlichkeit) ist nicht schlecht, die sind ein absoluter Spiegel der Großindustrie (die ja auch in diesen Verein viel Geld steckt). Aber auch in anderen kapitalistischen Ländern ist das häufig so.

sisyphos

Von mir aus gerne .
Von einem bin ich überzeugt ,die Welt wäre mit Sicherheit humaner , basisdemokratisch und sozial gerechter und freier. Alles schöne Eigenschaften die die Erde retten und den Menschen gleich mit, aber natürlich Diskussion- offen eben Basisdemokrat. Wäre bestimmt nett.

Zu 17:06 von frosthorn -Nicht die ganze Wahrheit

der Konzern hat genau Null in die Sozialversicherung einbezahlt
und die Aktionäre persönlich schon mal Nullkommanull. Jeder Beschäftigte erwirtschaftet mit seiner Arbeitskraft alle mit ihm zusammenhängenden Kosten. Auch den "Arbeitgeberanteil" zur Sozialversicherung. Der wird eben nicht erst auf dem Lohnstreifen vom Brutto abgezogen, sondern schon vorher.
Es gäbe bei Daimler keinen einzigen Arbeitsplatz, wenn die AG-Anteile zur Sozialversicherung nicht schon in der Gehaltskalkulation enthalten wären und von den AN erarbeitet würden.

So ist das natürlich Nonsens. Es ist müßig bei dieser ideologischen Einseitigkeit darauf einzugehen. Nur soviel, um bei der Wortwahl zu bleiben und die andere Perspektive zu zeigen, ohne Risikokapital gäbe es bei Daimler keinen einzigen Arbeitsplatz.

Am 31. März 2021 um 17:11 von Anna-Elisabeth

"//ach Anne Elisabeth
das Wetter, wenn man rausschaut wunderschön, Sonne lacht Ostern steht bevor,
was sich die Laune verderben lassen,...//

Ach Sisyphos3, Sie haben sooo recht. Mit dem Genießen des göttlichen Frühlingswetters sollte ich mich dann wohl beeilen, denn Ostern wird es zumindest hier im Norden schon wieder kalt."

Ich möchte mich gerne Ihren Ausführungen anschließen, wenn ich darf.

Danke für diese Kommentare.

Re : andererseits !

Das wird die Politik eh nicht machen, ist doch ein großer Teil der Politik durch extreme Lobbyarbeit versaut und korrupt bis in die Haarspitzen. Ja selbst die SPD wird da nicht tätig, da ja der schöne Olaf selbst nicht sauber ist. Man denke nur an Hamburg zurück, wo einem Privatbanker half, und sich nun nicht mehr erinnern kann. Die berühmte Amnesie der Politik.
Und leider haben die großen Konzerne in D viel zu viel Macht und Einfluss, weil es überall nur ums Geld geht. Ist halt die menschliche Natur der schlechten Eigenschaften der Gier und Habsucht zu erliegen. Je höher jemand steigt, je schwieriger wird es, sich würdig, anständig und moralisch zu verhalten, der großen Respekt verdient.

@gman um 17:43

>Wer Risikokapital für Investitionen zur Verfügung stellt darf eine angemessene Dividende erwarten.<

Risikokapital wird dem Risiko entsprechend vergütet.
Das Risiko bei aufgrund Systhemrelevanz unter staatlicher Protektion stehender Betriebe ist gleich Null. Dem sollte die Dividende angepasst sein

>Daimler zahlte in den letzten fünf Jahren zweistellige Milliarden an Steuern<

Daimler zahlt Steuern? Und die Buchhaltung wurde noch nicht gefeuert?
Die Angestellten, Ja, aber der Konzern?
Wäre mir neu.

@17:45 von Traumfahrer

"Was Daimler da treibt, ist weder moralisch noch ethisch vertretbar. Es ist aber auch ein Ausdruck, wie verkommen und skrupellos so manche in unserer Gesellschaft sind. "

Die sind so verkommen und skrupellos wie es die Regierung erlaubt.
Die Regierung erlaubt das was sie mit den Lobbyvertretern ausgehandelt haben.
USW.
Die Regierenden bezeichnen die Bürger offen als unmündig und die Bürger schlucken es brav.
So läuft das.

@frosthorn 15:31

Ach dieses „Totschlag-Argument Neiddebatte“ nun wieder, wenn man die „Schiefgesichtigkeit“ der Gesellschaft diskutiert.

@17:49 von schneegans

"Aber auch in anderen kapitalistischen Ländern ist das häufig so."

Ups jetzt haben wir schon eine kapitalistische Regierung!!!
Ich war bis jetzt der Meinung wir hätten eine soziale Marktwirtschaft.
Aber ich lerne hier täglich dazu.

@Traumfahrer um 17:45

Haben Sie vielleicht mal daran gedacht, dass Menschen, die in Unternehmen arbeiten und mittels Aktien von diesem Unternehmen (sofern sie Aktienunternehmen sind) auch Anteilseigner sind? Vielleicht dass dadurch auch ein größeres Engagement für das Unternehmen da ist, weil man am Erfolg teilhaben kann?
Mit „maßloser Gier“ hat das gar nix zu tun. Man kann jungen Menschen, die für später mal ansparen wollen, nur empfehlen, mit monatlichen Raten langfristig in Investmentfonds zu investieren (da gibt es gute Möglichkeiten). Dass die Zinsen für Sparbücher mal wieder auf ein vernünftiges Niveau kommen, ist auf Jahre jedenfalls ausgeschlossen - leider!

@Nettie 17:48

Ja, da müsste man echt lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

17:50 von VictorJara

Von einem bin ich überzeugt ,die Welt wäre mit Sicherheit humaner ,
basisdemokratisch und sozial gerechter und freier.
.
also ich möchte ihnen ja nicht widersprechen, dass sie die tollste Idee gepachtet haben,
aber ist nicht jeder davon überzeugt, mit seiner Meinung die Ultima Ratio zu besitzen ?

@Nettie, 17:48

"Sie wollen hier ernsthaft die (angestellten) Vorstände globaler Konzerne mit selbstständigen Unternehmern und Existenzgründern gleichsetzen?"

Sicher will ich das. Es soll Menschen geben, die da doch tatsächlich generationsübergreifend denken und ihren Kindern und Enkeln etwas hinterlassen möchten.

von gman 17:43

In dem Tagesschau-Artikel steht, daß Daimler durch das Kurzarbeitergeld 700 Millionen Euro einsparte.

Aber ist es überhaupt das richtige Signal, die Dividende von 0,90 Euro für das Geschäftsjahr 2019 auf 1,35 Euro für 2020 zu erhöhen ? Der Tarifabschluss der IG-Metall liegt bei etwa 2,3 Prozent. Da stieg die Dividende ja nun erheblich stärker....

@17:24 Anna-Elisabeth

Hallo... Ja, ich habe einen Vorschlag parat auch gegen Resignation: Die Ausübung des Wahlrechts eines jeden Bürgers mit Schwerpunktsetzung auf Belange, die einem persönlich wichtig sind... Hier zB. die soziale Mitverantwortung von Großunternehmen. Darüberhinaus kann man sich evtl. auch außerparlamentarisch politisch engagieren je nach individueller Möglichkeit.

Kapital

Zu Zu 17:06 von frosthorn -Nicht die ganze Wahrheit

Das Argument „ ohne Risikokapital gäbe es bei Daimler keinen einzigen Arbeitsplatz“

ist absolut falsch, richtig ist ohne Arbeit(splätze) gibt es kein Kapital, weltweit!

Zu17:47 von Anna-Elisabeth - Irrtum - trotz Professur

[..] Aussage von Prof. Rieck:
"... aber die Dividendenerhöung ist trotzdem ein völlig falsches Signal. Und dass die Geschäfte im letzten Jahr so gut liefen, liegt an einer anhaltenden Umverteilungspolitik vom Mittelstand zu Großunternehmen."

Umverteilung(!), was für ein Nonsens! Viele mittelständische Unternehmen leben gut und gerne mit Daimler & Co.
Die Dividende ist angemessen und kein falsches Signal.
Das gilt auch für die Gehälter und sonstigen Vergütungen an die Mitarbeiter. Daimler bezahlt Spitzengehälter im Vergleich und keine Hungerlöhne. Einfach mal erst kundig machen bevor man unlogisch urteilt.

@Zwicke,17:45

"Sie wollen hier ernsthaft die (angestellten) Vorstände globaler Konzerne mit selbstständigen Unternehmern und Existenzgründern gleichsetzen?"

Und das ist völlig legitim und absolut unterstützendwert. Die Politik legt den gesetzlichen Rahmen fest, innerhalb dessen die Unternehmen ihre Gewinne maximieren sollen, dazu sind diese als aktiendotierte Unternehmen sogar verpflichtet. Die Politik ist es, die dieser Aufgabe nicht nachkommt und das liegt nicht zuletzt auch an der nicht vorhandenen Finanzbildung der Bürger, die so etwas natürlich einfordern müssen und nicht den Lobbyisten das Feld überlassen dürfen...aber doch bitte nicht so plump, sachlich falsch und ideologisch geführt wie hier oft angeführt.

@Gregory Bodendorfer 15:23

„... Ich schäme mich für solch einen deutschen Konzern....“

Nee, ich übernehme nicht die Scham für die Vergehen anderer, die diese nicht im geringsten empfinden.
So weit kommt es noch, dass die Bürger das auch noch tragen.

@schneegans um 17:49

Die erwähnen den FC Bayern München sozusagen als schlechtes Beispiel? Das ist ja völliger Nonsens! Der Verein hat seit Ende der Siebzigerjahre, als Uli Hoeneß Manager wurde, kontinuierlich seine „Performance“ verbessert! Andere haben da geschlafen oder schlechtes Management gehabt. Ich will klarstellen, das manches, was Uli Hoeneß in seinem Leben gemacht hat oder wie er sich geäußert hat, nicht meine Einstellung ist, und er ist auch zurecht für seine Steuerhinterziehung bestraft worden. Aber als Manager hat er den Verein auf absolutes weltweites Topniveau gehoben! Das ärgert natürlich manch andere Fußballvereine (Neid!) oder Fans, die die Leistung nicht anerkennen können.

um 17:51 von gman

>ohne Risikokapital gäbe es bei Daimler keinen einzigen Arbeitsplatz.<

Wer weis.
Möglicherweise wäre wie bei Siemens auch bei Daimler und Benz der Staat eingesprungen wenn die Banken den Goldesel nicht gewollt hätten..dann vielleicht eher Preussen als Württemberg aber heute, 140 Jahre Später wäre es wahrscheinlich trotzdem irgendwo im Süden.

@dr.bashir 15:22

Wenn es rundherum nicht so viel Kummer und Ungerechtigkeit gäbe, könnte man sich ja an dem eigenen Leben (dass sich zu akzeptablem Verlauf gefügt hat) ein bisschen mehr erfreuen. Aber es ist so schwierig, die Augen zu verschließen.

@Esel_85, 18:04

"Es soll Menschen geben, die da doch tatsächlich generationsübergreifend denken und ihren Kindern und Enkeln etwas hinterlassen möchten"

Was denn? Eine "abgewirtschaftete" Welt, die aufgrund fehlender ökologischer und klimatischer Voraussetzungen bzw. zerstörter Flora-Fauna-Habitate (wegen des fortgesetzten Raubbaus an ihren Naturressourcen), wenn so weiter "gewirtschaftet" wird wie bisher bald niemandem mehr als Grundlage für ein lebenswertes und menschenwürdiges Leben dienen kann?

Dividenden

Daimler wird in diesem Artikel genannt. Fragen Sie mal Herrn Ministerpräsident Kretschmann, wie er das findet - er ist stolz auf diese Firma im Schwabenländle.
Wenn VW mit der Dividende kommt, geht dann auch so ein sh...storm durch das Forum? Niedersachsen profitiert mit seinem ca. 25%-igen Aktienanteil enorm an den Ausschüttungen!
Für mich ist Möglichkeit, am Erfolg von Firmen so teilzunehmen, mit ein wichtiger Baustein für die Altersvorsorge!
Man muss nicht direkt in Einzelaktien investieren, ja das kann Verlust bedeuten; wie aber manche schon geschrieben haben, kann man mit ETFs oder auch Fonds breit streuen. Wer nur herkömmlich spart mit Sparbuch, verliert!

@gman

Ganz generell:

Risikokapital und Beteiligung an einem Aktienunternehmen sind zwei dinge die sehr sehr sehr wenig gemein haben

Das einzige was sie gemein haben ist das es Geldanlagen sind: Das ist ein Paar Rollschuhe auch.

zu 18:05 von Bernd Kevesligeti -hinkender Vergleich!

von gman 17:43
In dem Tagesschau-Artikel steht, daß Daimler durch das Kurzarbeitergeld 700 Millionen Euro einsparte.
Aber ist es überhaupt das richtige Signal, die Dividende von 0,90 Euro für das Geschäftsjahr 2019 auf 1,35 Euro für 2020 zu erhöhen ? Der Tarifabschluss der IG-Metall liegt bei etwa 2,3 Prozent. Da stieg die Dividende ja nun erheblich stärker.

Das ist ein gewaltig hinkender Vergleich. Falsch sowieso.
Die Dividende betrug 2017 3,65%,
2018 3,25%, dann wurde sie für 2019 auf 0,90% gekürzt.

Hätte man die Tarifabschlüsse der IG-Metall auch entsprechend kürzten sollen? 2019 nur noch ein Viertel für die Belegschaft?!

Es ist unglaublich was hier verbreitet wird. Wirtschaftlicher Sachverstand fehlt wo man hinsieht.
..und dieser Mangel wird von vielen wider besseren Wissens und von interessierten Seiten ideologisch manipuliert ausgenutzt. Manche können nichts dafür. Aber von seriösen Medien darf man mehr erwarten. Aufklärung allemal.
So geht das nicht!

@Emil67

„... Ich war bis jetzt der Meinung wir hätten eine soziale Marktwirtschaft.
Aber ich lerne hier täglich dazu.“

Wir haben eine kapitalistisch neoliberal geprägte Marktwirtschaft mit sozialer Garnierung.

tZu18:25 von Der Lenz "Aktien kein Risikokapital"

@gman
Ganz generell:
Risikokapital und Beteiligung an einem Aktienunternehmen sind zwei dinge die sehr sehr sehr wenig gemein haben
Das einzige was sie gemein haben ist das es Geldanlagen sind: Das ist ein Paar Rollschuhe auch.

Ganz generell, fragen Sie aktuell die Aktionäre der Wirecard AG.

Bei der Insolvenz einer Aktiengesellschaft erleben die Aktionäre oft einen Totalverlust ihres Kapitals. Oder die Aktienwerte fallen ins Bodenlose und sind so gut wie nichts mehr wert.
Als Aktionär sind Sie Gesellschafter des insolventen Unternehmens und tragen damit dessen Schicksal mit.
Das Aktienkapital steht immer im Risiko!

Machen Sie sich mal sachkundig!

@17:45 von Zwicke

//Dabei entscheidend sind auch die Kräfte- und Machtverhältnisse im Staat... die sich freilich auch auf die (evtl. dehnbare) Gestaltung von Gesetzen und Verpflichtungen für Unternehmen auswirken.//

Nicht umsonst haben sich eben diese Parteien so hartnäckig gegen ein Lobbyregister gesträubt.

//Die stärkere Betonung von sozialer Mitverantwortung von Großunternehmen in DE ist längst überfällig, auch zur Vermeidung von Auswüchsen der Globalisierung. Es gibt in DE politische Kräfte, bei denen das zum Parteiprogramm gehört...//

Wenn ich hier einige Kommentare lese, habe ich den Eindruck, dass sich auch bei manchen Zeitgenossen die soziale Mitverantwortung in Mitleid mit jenen, die ach so unfassbar hohe Steuern zahlen, erschöpft. Rein finanziell betrachtet würde ich mit denen gerne tauschen. Mit allem anderen eher nicht.

15:58 von Sisyphos3

geht mir genauso. ich tendiere zu hape kerkeling, aber der kandidiert leider nicht

um 17:56 von Der Lenz

Ich mag Ihre Kommentare, aber hier liegen Sie falsch:
"Daimler zahlt Steuern? Und die Buchhaltung wurde noch nicht gefeuert?
Die Angestellten, Ja, aber der Konzern?
Wäre mir neu."

Im Ergebnisbericht einer AG wird immer Ergebnis vor Steuer und Ergebnis nach Steuer ausgewiesen.
Für 2020 sind 2.33 Mrd Euro Steuer angefallen.

Das sagt allerdings noch nicht, in welchem Land die Steuern gezahlt wurden... also darf die Buchhaltung evtl. doch weiter arbeiten :-)

16:06 von Werner Krausss

richtig; und die zusammen mit dem freibier.

@Wolf1905 18:10

Es ging hier nicht um eine Fußballdiskussion, sondern um die Veranschaulichung des Hanges vieler Menschen „Fan des Gewinners“ zu sein, obwohl sie keinen Bezug zu ihm haben, ihn dieser Gewinner ständig verlädt und wenig an ihm interessiert ist.

16:10 von Sparpaket

sie haben den werten josef fischer vergessen. der ehemalige obergrüne werkelt als lobbyist für bmw

@18:38 von schneegans @Emil67

//Wir haben eine kapitalistisch neoliberal geprägte Marktwirtschaft mit sozialer Garnierung.//

Die soziale Garnierung ist längst abgeknabbert.

Ich hatte als Kind immer geglaubt, es fällt nicht auf, wenn ich die Garnierung auf der Torte "symetrisch" entferne. (Also etwa nur bei jedem zweiten Tortenstück.) Meine Mutter hat es aber bemerkt und dann immer gerufen: "Guck mal Vati, ob das wohl die Mäuse waren?" Meine Mutter hat den Schaden immer korrigiert, ohne mit den "Mäusen" zu schimpfen. Ich wünschte unsere Politiker wären so klug wie meine Mutter es war.

@gman um 18:42

>Das Aktienkapital steht immer im Risiko!<

.....ja, und wenn sie mit dem Auto einen Unfall bauen ist der Wertverlust ebenfalls enorm, trotzdem gilt der Kauf eines Autos nicht als Risikokapitalanlage.

Risikokapitalanlage ist eine eigene Form der Geldanlage.
Die Heist wirklich so um sie von anderen "konservativen" Anlageformen wie der Beteiligung an einer Aktiengesellschaft abzugrenzen.
Schlagen sie es einfach nach

Was denn? Eine "abgewirtschaftete" Welt, die aufgrund fehlender ökologischer und klimatischer Voraussetzungen bzw. zerstörter Flora-Fauna-Habitate (wegen des fortgesetzten Raubbaus an ihren Naturressourcen), wenn so weiter "gewirtschaftet" wird wie bisher bald niemandem mehr als Grundlage für ein lebenswertes und menschenwürdiges Leben dienen kann?

Ja, Klima, Umwelt, die Menschheit gilt es zu schützen und die Zukunft zu sichern. Aber wenn die Menschen der Nachkriegsgeneration 1948,1949,1950... so gedacht hätten, hätte die Generation von heute bescheidenere Verhältnisse. Diese Menschen haben bei Null angefangen bzw. mussten die Kriegslasten noch abtragen.
Anpacken, Bildung, Wissenschaft, Ingenieure, Wirtschaft, damit kann die Zukunft gestaltet werden. Ideologie hilft nicht, wie alle Erfahrungen zeigen.

@Nettie um 18:20

Was denken Sie denn? Ohne enorme Summen an Geld, die in ökologische und nachhaltige Unternehmen investiert werden, geht gar nichts!
Die Autoindustrie in D ist Schlüsselindustrie - wenn die den Bach runtergeht, dann ist hier „der Ofen aus“! Haben Sie gelesen, wie die Automobilindustrie in ökologische Zukunftstechnologien investieren?
Bei Ihren Kommentaren gewinne ich den Eindruck, dass Sie noch an den „Esel streck dich“ glauben, der die Golddukaten einfach... Nein, Olaf Scholz ist das nicht!

16:42 von Anna-Elisabeth

auch sie könnten dai,ler aktien besitzen. so teuer sind die garnicht. und sie hätten die viel preiswerter zu beginn der krise kaufen können. mir jedenfalls ist eine firmenbeteiligung mit div. zahlung lieber, als eine staatsanleihe, wo ich obendrein noch strafzinsen zahlen muss

von gman 18:33

Es ist tatsächlich unglaublich, was hier verbreitet wird. Sie haben da Prozent mit Euro verwechselt.

Ergänzend wäre noch der Abstand der Vorstandsgehälter zum einfachen Mitarbeiter zu nennen. Er beträgt im Durchschnitt der DAX-Unternehmen 71 zu 1.

Und die zurückhaltenden Tarifabschlüsse (die übrigens von den Unternehmen gelobt werden) tragen doch zu den Dividendenzahlungen bei.

@schneegans, 18:15

"Wenn es rundherum nicht so viel Kummer und Ungerechtigkeit gäbe, könnte man sich ja an dem eigenen Leben (dass sich zu akzeptablem Verlauf gefügt hat) ein bisschen mehr erfreuen"

Das (versuchen, sich trotz aller Widrigkeiten am Leben zu erfreuen) sollte man unbedingt. Schon weil Menschen, die sich Lebensfreude, Zuversicht und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Stärken bewahrt haben freundlicher gestimmt sind - und schon deshalb eine positive Wirkung auf ihr gesellschaftliches Umfeld haben.

"Aber es ist so schwierig, die Augen zu verschließen"

Das (die Augen zu verschließen) sollte man auch besser gar nicht erst versuchen. Weil Wegschauen letztlich alles nur noch schlimmer macht. Missstände lassen sich schließlich nur aus der Welt schaffen, wenn möglichst viele sie sehen - und den (gemeinsamen) Wunsch haben, dass sie abgestellt werden. Was wiederum voraussetzt, dass sie sich weitere Informationen beschaffen und eigene Gedanken dazu machen, wo die Ursachen der Probleme liegen.

@18:08 von gman Zu17:47 von Anna-Elisabeth

//Irrtum - trotz Professur

Aussage von Prof. Rieck:
"... aber die Dividendenerhöung ist trotzdem ein völlig falsches Signal. Und dass die Geschäfte im letzten Jahr so gut liefen, liegt an einer anhaltenden Umverteilungspolitik vom Mittelstand zu Großunternehmen."

//Umverteilung(!), was für ein Nonsens!//

Ja, schon erstaunlich, wieviele Akademiker, den Nonsens von Prof. Rieck teilen und ebenso wie er auch logisch begründen können.

//Einfach mal erst kundig machen bevor man unlogisch urteilt.//

Wer oder was hält Sie denn davon ab?

@Alter Simpel 15:31

Die Riesterrente ist doch ohne die Anlage in Aktien schon Abzocke genug.

Aber Sie haben insofern schon Recht, wenn man Alterssicherung mit Fonds oder Versicherungen versucht, hängt man in vielen „teils dubiosen“ Unternehmungen mit drin.
Aber den Reibach machen noch immer die Großaktionäre.

@Anna-Elisabeth 18:51

Danke für den Schmunzler des Tages.

17:32 von nikioko

nur nebenbei, falls mir im gegensatz zu anderen, auch mal eine aussage erlaubt wird. dividende wird vom gewinn gezahlt. LH hat mrd verluste gemacht und drohte als deutsche airline pleite zu gehen, obwohl sie gesund war im gegensatz zu al italia und viele andere

Frosthorn

Daimler-Aktionären steht natürlich auch etwas von dem Mehrwert zu, den wir alle schaffen. Schon allein, weil es sich bei ihnen um Leistungsträger handelt."

Usus, aber leider falsch. Gewinne, die durch massive Unterstützung möglich wurden, müssen zuerst mal an den Unterstützer zurückfließen. Dann an die Belegschaft. Und wenn noch etwas übrig bleibt an Aktionäre. Die keinesfalls irgendwie Leistungsträger sind, wie du sagst. Lediglich der erstkäufer spült Geld in die Kasse. Der Rest sind nur Luftbuchungen

Die Kommentarfunktion für diese Meldung wird bald geschlossen

Sehr geehrte User,

wir werden die Kommentarfunktion um 19:30 Uhr schließen. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare noch zuende.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

@17:54 von Werner Krausss

//Ich möchte mich gerne Ihren Ausführungen anschließen, wenn ich darf.

Danke für diese Kommentare.//

Danke für Ihre nette Antwort.

@Anna-Elisabeth, Steuern

Glauben Sie das ruhig, das mit den Milliarden Steuern, die der Daimler-Konzern bezahlt hat. Aber eins sollte man im Gegensatz zu denen, die das für einen Ausdruck sozialer Gerechtigkeit halten, nicht vergessen:
Auch diese Steuermilliarden wurden von den Beschäftigten erwirtschaftet. Und nicht etwa von den Aktionären ...

@gman, 18:55

"noch nie waren die Grundlagen besser!"

Tatsächlich? Kommt wohl ganz darauf an, was man unter "Grundlagen" versteht. Wenn Sie damit auch den Faktor "Boden" einbeziehen und nicht nur Arbeit und Kapital (wobei Erstere auch als "Humankapital" bezeichnet wird), legt diese Meldung (von heute) jedenfalls etwas ganz anderes nahe: aljazeera.com/news/2021/3/31/global-rainforest-loss-increased-sharply-in-2020-report

Zu18:59 von Bernd Kevesligeti Prozent

Es ist tatsächlich unglaublich, was hier verbreitet wird. Sie haben da Prozent mit Euro verwechselt.
Ergänzend wäre noch der Abstand der Vorstandsgehälter zum einfachen Mitarbeiter zu nennen. Er beträgt im Durchschnitt der DAX-Unternehmen 71 zu 1.
Und die zurückhaltenden Tarifabschlüsse (die übrigens von den Unternehmen gelobt werden) tragen doch zu den Dividendenzahlungen bei.

Ich habe nichts verwechselt. Wieviel hinkende Vergleiche denn noch?!

17:51 von andererseits

das begreifen unsere spd/grün/links-wähler/innen/divers garnicht. und von der gesinnung her wollen sie es auch nicht begreifen

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Kommentarfunktion für dieses Thema wird nun geschlossen. Danke für Ihre rege Diskussion.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

Darstellung: