Interview: Spionage unter Freunden - so what?

06. Mai 2014 - 08:52 Uhr

Richard Clarke gilt als führender Cyberwar-Experte der USA und hat bereits die Präsidenten Clinton und Bush beraten. Nun arbeitet er an der NSA-Reform von Präsident Obama mit. Im Interview mit Klaus Scherer verteidigt er die Aktivitäten der US-Geheimdienste.

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Kommentare

Arroganz kommt vor dem

Arroganz kommt vor dem Fall..... - und der kommt hoffentlich sehr bald.

Witzig

Wieso wird ein "führender Cyberwar-Experte der USA" gefragt was er von der NSA und anderen Geheimdiensten hält, die eben diesen Cyberwar betreiben?
Da kann man auch einen "Wackeldackel" befragen, der nickt auch die meiste Zeit.

Und noch witziger :
"..dass Präsident Barack Obama das System nun geändert hat. Die Fragen lauten jetzt anders: Was willst du über ein bestimmtes Land wissen, und wie willst du, dass wir die Informationen einsammeln? Es gibt also vorab einiges mehr, was unsere Politiker zunächst festlegen müssen. Wenn sie künftig gefragt werden, wollt ihr wissen, was die deutsche Führung vorhat, würden sie als nächstes auch gefragt, wie hättet ihr gerne, dass wir es herausfinden?

Es gibt EINIGES!!! mehr was Politiker festlegen müssen?
>Was willst du über ein Bestimmtes Land wissen?
>>Alles was Angie weiß.
>Und wie willst du, dass wir die Informationen einsammeln?
>>Wie immer.

Wirklich einen großartige Änderung des Systems.

keine differenzierung = kein problembewustsein

das unsere regierung belauscht wird...
geschenkt
das wirtschaftsspionage allgegenwärtig ist...
..im westen nix neues
nicht die spionage ist der skandal
die ist sowas wie tradition
was gar nicht geht ist die verdachtsunabhängige überwachung aller.
sie ist ein signum einer regierung gegen das volk, der angst vor dem eigenen volk, des willens dieses nicht zu vertreten sondern zu führen
des aufbaus absoluter herrschaft
und deshalb hierzulande, aus erfahrung, verboten.
das ist auch nicht anders wenn der hegemon so handelt - die daten ermöglichen immer das gleiche und da mögliches auch getan wird ist es derselbe, bekannte weg der mit der erhebung vorgegeben ist der gegangen werden wird
ein weg auf dem wir nicht mitwollen, und vor dem wir unsere freunde bewahren wollen, auch wenn die warnung schulmeisterlich klingt.

Unrechtsbewusstsein bei den Datenmessis

wenn ich etwas wissen will dann frage ich einfach mal direkt nach.
das ist aber wohl zu einfach und vertrauen zwischen zwei demokratischen Regierungen scheint es nicht zu geben.
.
Es mag ja sein das einige oder viele ihren Datenverkehr unverschlüsselt um die Welt schicken aber daraus abzuleiten das dieser ungefragt zu Überwachungszwecken genutzt werden darf ist doch hanebüchen.

@anti-gegen-alles

"Wieso wird ein "führender Cyberwar-Experte der USA" gefragt was er von der NSA und anderen Geheimdiensten hält, die eben diesen Cyberwar betreiben?
Da kann man auch einen "Wackeldackel" befragen, der nickt auch die meiste Zeit."

Wen würden Sie denn sonst befragen? Es ist ziemlich sinnvoll einen Experten für genau das zu befragen, was andere betreiben und was das Thema der Befragung ist.

Unkritische Interviewführung > sinnloses Interview

Clarke kommt bewusst oder unbewusst nicht auf den Punkt sondern referiert nur Banalitäten. ("Ich dachte, dass tatsächlich jeder wusste, dass unverschlüsselter, ungeschützter Datenverkehr auszuspionieren ist.") Und dann tut er so, als könnte man sich über die Empörten lustig machen. ("Und jetzt hören wir manche, die sagen: Großer Gott, das kann ja gehackt werden, ich sollte schleunigst alles verschlüsseln. Meine Güte, natürlich sollte man das.")

Dabei unterschlägt er, dass es nicht um unverschlüsselte Kommunikation geht, sondern gerade auch um bewusst verschlüsselte Kommunikation. Die interessanten Fragen für mich:

- Welchen Sinn macht es 'unter Freunden' einen Verschlüsselungs- und Abhörkrieg zu führen inkl. entsprechender Aufrüstung? Haben wir nicht drängendere Probleme?

- Wieso sollte es zwischen Staaten anders funktionieren als zwischen vernünftigen Privatpersonen? Wer verwanzt seinen Nachbarn?

Hier hätte ich mir kritischere Nachfragen durch Klaus Scherer gewünscht.

@skywalker

"Es ist ziemlich sinnvoll einen Experten für genau das zu befragen, was andere betreiben und was das Thema der Befragung ist."
Kann man machen, aber guter Journalismus macht das kritischer und bohrt auch mal nach. Keine Ahnung ob man ein Interview mit Herrn Clarke sonst nicht freigegeben bekommt, aber so kann man sich das meiner Meinung nach sparen.

@Der Lenz

"was gar nicht geht ist die verdachtsunabhängige überwachung aller"

Da bin ich völlig anderer Meinung. Ich finde, dass genau das völlig in Ordnung wäre. Voraussetzung ist, dass solche Daten nicht missbraucht werden, sondern alleine der Sicherheit dienen.

Völlig verdachtsunabhängig und flächendeckend ist sowieso absolut unmöglich. Ich bin selbst kaum in der Lage meine eigene Datenflut unter Kontrolle zu halten- und ich bin im Thema drin.

Realistische Einschätzung

Ich finde die Sichtweise von Herrn Clarke ziemlich realistisch. Entspricht im übrigen auch so ziemlich meiner Position.

Dass die NSA Wirtschaftsspionage betreibt würde ich auch bezweifeln- sollte die NSA es tun, dann zumindest in der Tat sehr ineffizient.

Wirtschaftsspionage ist auch ungleich aufwändiger: Ich kann nicht einfach großflächig "lauschen" und automatisch nach Stichwörtern filtern, sondern benötige absolute Experten für jedes Fachgebiet, sonst "spioniere" ich evtl. nur den bekannten Stand der Technik aus. Ich gelte in meinem Bereich auch als Experte und es fällt sogar mir nicht leicht in Diskussionen mit den Fachleuten und Entwicklern in der eigenen Firma (und ich bekomme alle Informationen) herauszuarbeiten, was jetzt die Neuheit (also die eigentliche Erfindung) ist.

Was Staaten untereinder machen

ist eine Sache. Was der gute Mr. Clark sagt, ist der HInsicht auch OK.

Worüber kein Wort verloren wird, ist das der Schutz der Bürger vor dem unberechtigtem Verfolgen durch Behörden quasi abgeschafft wurde. Es entscheidet kein öffentlich einsehbares Gericht bzw. Richter unabhängig mehr, wessen Privaträume durchsucht werden dürfen. Sondern Behörden, Politiker und Geheimgerichte können und dürfen unter dem Deckmantel der Terrorabwehr alles einsehen. Das ist der eigentliche Skandal, worauf Mr. Clark aber nicht eingeht.

Damit ist das Internet eigentlich ein Meilenstein auf dem Weg zurück in ein Feudalsystem wie im Mittelalter, wo Adel und Klerus sich jeweils als das Gesetz verstanden haben. Und das in den USA, die Ihren Unabhängigkeitstag als Zeichen der Loslösung vom feudalen System feiern wie kaum einen andenren Tag im Jahr.
Das Schicksal hat einen seltsamen Sinn für Humor

um 09:33 von Skywalker

" dass solche Daten nicht missbraucht werden, sondern alleine der Sicherheit dienen."
1. missbrauch
nun schlagen wir mal die geschichtsbücher auf und schauen nach wofür wir beispiele finden:
wir werden finden das der einsatz von datenerhebungen als machtmittel kein missbrauch ist,sondern der regelfall der bei nichtentmachtung der datenbesitzer eintritt.
die nutzung der daten als kontrollmittel ist deren einzig denkbarer zweck
man nennt die erzeugung von:
2.sicherheit
denn die frage ist doch wer hier vor wemm oder was sicher sein soll;
in der regel jener mit datenzugang vor dem ohne
meine stasiakte kann ich einsehen
mein polizeiliches führungszeugniss
meinen vs-auszug?
mein nsa-file?
der rest ist logik
was geht wird getan

Vertrauensproblem

Wieso sollte ich den USA glauben, dass sie mit ihren Möglichkeiten nicht auch Wirtschaftsspionage betreiben? Wo doch bis vor Snowden ebenso beteuert wurde, dass 'Freunde' nicht abgehört werden. Nur weil es aus heutiger Sicht Experten-KnowHow voraussetzt, von dem wir vermuten, dass es die NSA nicht hat?
Obwohl ich ebenfalls im Thema drin bin, war ich sehr überrascht, wie es die NSA (laut Snowden-Unterlagen) schafft große Teile des gigantischen Internetsverkehrs zu überwachen. Ich vertraue den Aussagen der USA hierzu nicht mehr. Und das ist auch im politischen Bereich das Hauptproblem.
Wo man sich gegenseitig auch auf höchster politischer Ebene überwacht (und da spielt es überhaupt keine Rolle, ob die Kanzlerin selbst oder nur ihre Berater überwacht werden), kann kein Vertrauen entstehen. Fehleinschätzungen der Geheimdienste führen dann zu ungewünschten politischen Handlungen. Am Ende sagen die Geheimdienste wo es lang geht, nicht mehr unsere abwählbaren Repräsentanten.

@bonmot

Jupp ... der Mann gehört zu denjenigen, die glauben alles was technisch machbar ist auch machen zu dürfen/müssen. Das haben wir davon, wenn wir Anstand und Zurückhaltung in unserer Gesellschaft opfern ... die Kinder werden es nicht mehr lernen.

Ich bin ein Fan von Jane Austen und was man in den Romanen erkennen kann ist die Tatsache, dass damals die Menschen ihre Gefühle sehr viel mehr unter Kontrolle halten und auch Kritik an anderen für sich behalten konnten. So etwas fehlt in der heutigen Gesellschaft, wo jeder dazu erzogen wird sich der Welt mitzuteilen und bloß nicht hinterm Berg zu halten mit einer Meinung. Solche Zurückhaltung bräuchten wir wieder ... sowohl für die "Facebook-kids" als auch für die "Datensammler-Überwacher".

Nicht alles was technisch geht muss man auch machen. Das gilt für die Datensammelei im Internet, aber auch für Kernkraft, Gentechnik und sonstige Versuche der Menschheit "Gott zu spielen".

Clarke

Sollte man nicht unter diesen Umständen
1.) das Personal von Botschaften verringern
und
2.)Snowden die deutsche Staatsangehörig-
keit verleihen ( er hat ja dann nur das ge-
macht,was Herr Clarke für normal hält )
Der Historiker Kennedy (nicht aus USA)hat
den Niedergang Amerikas vorausgesagt
(imperial overstretch)und die USA haben
mit Afghanistan und Irak grosse Schritte in
diese Richtung getan.NSA wird das auch
nicht mehr ändern

Es gibt bestimmte Dinge DIE MACHT MAN NICHT!

Am besten sollte man mal auf die Fenster der Häuser der Befürworter solcher Spionage/Überwachung Kameras richten und alles aufzeichnen und auswerten ... und sie dann noch beschatten und wiederum alles aufzeichnen. Sie hätten ja Vorhänge vorziehen können oder nicht in der Öffentlichkeit sprechen dürfen ...

Sanktionen

Wenn es so leicht ist, Sanktionen gegen russische Madatsträger durchzusetzen, fragt man sich, wann endlich Einreiseverbote, Kontensperrungen und Haftbefehle gegen die Mitarbeiter amerikanischer Geheimdienste verhångt werden. Bislang scheint es, die Bundesregierung erteile Ihnen einen Freibrief, geltende deutsche Gesetze auf dem Boden der Bundesregierung zu missachten.

@Der Lenz

Dem ist wenig hinzuzufügen. Umso erstaunlicher sind die schlechten Ergebnisse, welche die USA abliefern. 440 Milliarden $ Rüstungsausgaben p.a. schützen sie nicht davor, ein zahnloser Tiger zu sein, von Hegemonie weit entfernt. Das einzige, was ihnen bleibt, ist die atomare Option. Und die schützt uns hoffentlich vor dem "baby" und anderen Dummköpfen und Abenteurern
Sicher ist das auch nicht, aber wir dürfen zunächst dankbar sein.

Lachhaft

Dass die NSA Wirtschaftsspionage betrieben hat, ist gerichtlich belegt - siehe z.B. den Enercon-Fall.

Kann schon sein, dass die NSA seit Obamas Reform es nicht mehr tut - aber die USA haben ja noch 15 andere Geheimdienste!

Alle in einem Boot?

Daß der Mensch im Allgemeinen so unglaublich anpassungsfähig ist, ist in der Fläche nun seine Schwäche. - Wir werden alle überwacht? - Dran gewöhnt!
Ständig herrscht Krieg? - Dran gewöhnt.
Wir haben ein Feudalsystem, daß nur anders heißt? - Dran gewöhnt.
(Nur ein paar Beispiele.)
Und Leute wie Herr Clarke, die entweder philosophisch ungebildet sind, oder - was ich eher vermute - ignorant, verstärken diese unheilvollen Trends nur, anstatt öffentlich gegen sie zu votieren.
Das Märchen der Zivilgesellschaft ist - auch wenn es oberflächlich wie ein Widerspruch anmuten mag - alter Wein in nicht mehr ganz so neuen Schläuchen.
Wird Zeit, daß die Menschheit erwachsen wird.

Herrliche Argumentation...

Ich dachte, dass tatsächlich jeder wusste, dass unverschlüsselter, ungeschützter Datenverkehr auszuspionieren ist.
.
es gibt da einen großen Unterschied zwischen dem was geht und dem was in einem Rechtsstaat erlaubt ist. Man kann auch mit einer Waffe Menschen töten, trotzdem ist es eine Straftat. Vielleicht sollte jemand dem lieben Herrn Clark die Grundsätze eines Rechtsstaates erklären...
.
Ob nun von Regierungen oder von anderen Leuten.
.
und jetzt vergleicht der Mann auch noch die Regierung mit irgendwelchen Kriminellen...

@skywalker ...zu den "geschichtsbüchern"...

...ich werde nie vergessen, wie verzweifelt die us-regierung gegen ende der 90er jahre versuchte, den grad der verschlüsselung 'festzulegen' - da gabs dann ein gesetz, dass nur solchen code erlaubte, dessen entschlüsselung die regierungsstellen zu knacken imstande waren. leider hörte und las man später nix mehr darüber, wie diese farce ausgegangen iss...

@Skywalker

...sondern alleine der Sicherheit dienen.
.
was denn für Sicherheit? Wie viele Menschen sind in letzten sagen wir mal 10 Jahren in D. durch einen Terroristischen Anschlag gestorben? Vergleichen Sie diese Zahl mit der Anzahl der Menschen, die jährlich im Straßenverkehr sterben. Anschließend sagen Sie mir, ob die flächendeckende Überwachung in dieser Hinsicht verhältnismäßig "ok" ist.

Hahahaha

Zu Snowden hat man noch bei dem Interview in Russland "Propaganda" geschrien...

Ok, klar spioniert hier jeder jeden aus, und es gibt auch Wirtschaftsspionage.
Aber wenn jemand (egal ob In- oder Ausland) meine Privatchats durchforstet, meine E-Mails und sogar auf meinen Computer hackt, um meine höchstprivaten Daten zu lesen, dann ist das ein Eingreifen ins Persönlichkeitsrecht.
Habe schonmal bei jemand die IPs des Department of Defense oder dem FBI in der Firewall-Liste entdeckt. Die versuchens auch bei Privatpersonen, und Firmen wie Microsoft bieten die Schnittstelle dazu.

Die können noch nicht mal richtig abgucken

Bei der gigantischen Wirtschaftsspionage, welche die USA betreiben, sind ihre Ergebnisse mehr als dürftig. Sie sollten mal bei China in die Lehre gehen...

Das war ein völlig

Das war ein völlig überflüssiges Interview, passend zu den Aussagen unseres ebenfalls überflüssigen Herrn Friedrich.

@Skywalker

"was gar nicht geht ist die verdachtsunabhängige überwachung aller"
Da bin ich völlig anderer Meinung. Ich finde, dass genau das völlig in Ordnung wäre. Voraussetzung ist, dass solche Daten nicht missbraucht werden, sondern alleine der Sicherheit dienen.

.
wie damals in der DDR?

Also, die Arroganz der US-Amis

ist schon erschütternd und ekelhaft zugleich.
Dieser Mensch sagt doch eigentlich: "Wenn ihr zu blöde seid, eure Daten zu schützen, dann schöpfen wir sie eben ab. Was ist daran ungewöhnlich? Ihr seid doch selbst schuld, wenn ihr euch nicht schützt".
Und außerdem ist es doch der Wunsch unserer Regierenden und der ist uns selbstverständlich Befehl, egal was oder wie ihr darüber denkt, die Welt gehört doch sowieso und US-Amis".
Diese Schnüffler, unsere deutschen geheimdienste mit einbegriffen glauben, nur weil soetwas möglich ist, muss es auch durchgeführt werden.
Allerdings ebenso erschütternd und ekelhaft ist die hilflose und unwillige Reaktion der deutschen Merkel-Regierung, die sich das in devotester Manier bieten lässt, ja sogar noch daran mit tut, weil sie ja davon profitiert.
Der sog. Krieg gegen den Terror, ist dabei bekanntlich nur ein Nebenkriegsschauplatz.
Der wahre Krieg dieser Regierungen ist der, gegen das eigene "potenziell renitente" Volk, von dem man alles wissen will.

um 10:21 von klippsi

ich denke mal das das abhören der amerikanischen bevölkerung für den bnd eher uninterressant ist
es giebt keine möglichkeit die daten, die zu erheben geld kostet, zu nutzen
sie hätten höchstens wissenschaftlichen wert (soziologie etc), aber auf derlei wird eher wenig wert gelegt.
ansonsten sind geheimdienste von denen man nichts hört nicht zwingend schlecht, technisch betrachtet, im gegensatz zu diensten von denen man hört, denen also das geheim abhanden kahm.

@Henoch

"Lachhaft

Dass die NSA Wirtschaftsspionage betrieben hat, ist gerichtlich belegt - siehe z.B. den Enercon-Fall.

Kann schon sein, dass die NSA seit Obamas Reform es nicht mehr tut - aber die USA haben ja noch 15 andere Geheimdienste!
"
Ich habe Ihre Aussage zu einer kurzen Internetrecherche genutzt: Bitte belegen Sie Ihre Aussage, dass die Beteiligung der NSA gerichtlich belegt sei. Zweitens wurde die angebliche Spionageaktion 1994 durchgeführt, die angeblich bevorzugte amerikanische Windenergiefirma hat aber bereits 1991 die Erfindung zum Patent eingereicht. Enercon hat die Gültigkeit des Patentes nie angezweifelt. (Quellen u.a. Wikipedia "Enercon" und die dort zitierten Quellen)

Vor dem Hintergrund dieser Faktenlage finde ich Ihre Aussage "lachhaft" zweifelhaft.

@Johnny_aw

"was denn für Sicherheit? Wie viele Menschen sind in letzten sagen wir mal 10 Jahren in D. durch einen Terroristischen Anschlag gestorben? Vergleichen Sie diese Zahl mit der Anzahl der Menschen, die jährlich im Straßenverkehr sterben. Anschließend sagen Sie mir, ob die flächendeckende Überwachung in dieser Hinsicht verhältnismäßig "ok" ist."

Den Terrorismusvergleich ziehen Sie jetzt hervor, das war gar nicht meine Intention. (WTC 9-11 wurde aber auch u.a. aus Deutschland geplant)

Der Straßenverkehr wird in Deutschland übrigens ebenfalls flächendeckend überwacht, aber um Ihre Analogie statistisch aufzugreifen: 5.997.040 Straftaten wurden 2012 in Deutschland offiziell polizeilich registriert (ohne Verkehrsdelikte). Das rechtfertigt eine gewisse Überwachung aus meiner Sicht schon. Der Vergleich mit dem Verkehr im Zusammenhang mit Überwachung hinkt aber, da Verkehrsdelikte im Gegensatz zu anderen Straftaten eher nicht geplant oder organisiert begangen werden.

@Johnny_aw

"wie damals in der DDR?"

Nein, genau nicht, denn dort sind die Daten missbraucht worden!

@Thunder

"Habe schonmal bei jemand die IPs des Department of Defense oder dem FBI in der Firewall-Liste entdeckt. Die versuchens auch bei Privatpersonen, und Firmen wie Microsoft bieten die Schnittstelle dazu"

Sie glauben nicht ernsthaft, dass SIE eine "IP des FBI" in einer Firewall Liste entdecken wenn die auf einen Rechner mittels einer Microsoft Schnittstelle eindringen?

um 11:21 von Skywalker

"Nein, genau nicht, denn dort sind die Daten missbraucht worden!"
wie das?
sie sind doch genau für das genutzt worden wofür sie erhoben wurden
für das einzige wofür sie gut waren

@ Skywalker

Wirtschaftsspionage ist auch ungleich aufwändiger: Ich kann nicht einfach großflächig "lauschen" und automatisch nach Stichwörtern filtern, sondern benötige absolute Experten für jedes Fachgebiet, sonst "spioniere" ich evtl. nur den bekannten Stand der Technik aus. Ich gelte in meinem Bereich auch als Experte und es fällt sogar mir nicht leicht in Diskussionen mit den Fachleuten und Entwicklern in der eigenen Firma (und ich bekomme alle Informationen) herauszuarbeiten, was jetzt die Neuheit (also die eigentliche Erfindung) ist.

Wollen Sie uns jetzt verdummen? Bei Wirtschaftsspionage wird natürlich gezielt gesucht und ausgewertet.

Eigentlich nichts wirklich Neues.

... aber auf der anderen Seite merkt man so bei der NSA, das dieses Thema in Europa wohl doch noch nicht "durch ist". Immer diese Europäer...

@09:29 von Skywalker

<<< Wen würden Sie denn sonst befragen? Es ist ziemlich sinnvoll einen Experten für genau das zu befragen, was andere betreiben und was das Thema der Befragung ist. <<<
.
Clarke diesbezüglich zu befragen ist ähnlich sinnvoll wie Dr. Assad, inwieweit die Unterdrückung politischer Opposition statthaft ist.
Beide sind nicht nur "Experten" auf ihrem Gebiet, sondern Täter und dementsprechend immer auch Lobbyisten in eigener Sache.

@Skywalker

Den Terrorismusvergleich ziehen Sie jetzt hervor, das war gar nicht meine Intention
.
nun soweit ich weiß, ist die Terrorbekämpfung die Rechtfertigung für die flächendeckende Überwachung.
.
(WTC 9-11 wurde aber auch u.a. aus Deutschland geplant)
.
deswegen stehen jetzt alle Deutschen unter Terrorverdacht, ja ne ist klar...
.
Der Straßenverkehr wird in Deutschland übrigens ebenfalls flächendeckend überwacht
.
da haben Sie vollkommen Recht, helfen Sie mir aber zu verstehen, wie das die Anzahl der Unfälle reduzieren soll...
.
5.997.040 Straftaten wurden 2012 in Deutschland... Das rechtfertigt eine gewisse Überwachung aus meiner Sicht schon
.
1. sind da vermutlich Bagatellen ebenfalls dabei.
2. viel interessanter ist doch die Relation Straftäter zu Normalbürger. Die Frage, die sich daraus resultiert: warum sollen alle Bürger überwacht werden, wenn nur ein kleiner Bruchteil wirklich eine Straftat begeht?

Thema verfehlt

Mal wieder gekonnt am Kernproblem vorbeiinterviewt, indem der Geheimdienstmechanismus an der Oberflaeche durchaus plausibel hervorgehoben wird. Spionage unter Freunden, ja, das ist doch irgendwie normale Neugier. Meinetwegen ok, aber was ist nochmal das Kernproblem? Staatlich gesteuerte massenhafte Ueberwachung am besten aller Menschen, indem deren Daten gespeichert und analysiert werden, um sich langfristig ein Machtinstrument zu erschaffen, das politischer jeder Willkuer unterworfen werden kann! Dieses Interview verniedlicht die Buechse der Pandora, und der Mr Clarke ist auch nur wieder ein kleiner Bub, der damit spielt.

@um 11:26 von Der Lenz

"wie das?
sie sind doch genau für das genutzt worden wofür sie erhoben wurden
für das einzige wofür sie gut waren"

Ihre Nachfrage ist scheinheilig, da Sie meine Aussage aus dem Kontext reißen und eigentlich alles klar sein sollte.

Natürlich hat die DDR die Daten dafür genutzt wofür sie sie erhoben hat, aber ich habe die "Datenerhebung" für DIESE Zwecke nirgendwo gerechtfertigt.

@Skywalker

"wie damals in der DDR?"
Nein, genau nicht, denn dort sind die Daten missbraucht worden!

.
Wissen Sie was ich witzig finde? Der Herr Clark sagt doch, dass wir damit rechnen müssen, dass die Daten gesammelt werden, da es ja technisch möglich ist. Dem haben Sie oben bereits zugestimmt. Nun frage ich Sie, ob wir damit rechnen müssen, dass die Daten missbraucht werden, da es ja ebenfalls technisch möglich ist?

@Skywalker

und wer legt fest ab wann es sich um Missbrauch handelt, und wann es der Sicherheit dient? In der DDR war es die Partei, die für sich in Anspruch nahm immer Recht zu haben (die Nachfolgerin hat es immerhin öfter mal).
Hier ist es "der Markt" oder eher die Finanzwelt mit selbigem Anspruch. Die einzige Sicherheit die derzeit weltweit als relevant betrachtet und durchgesetzt wird, ist die der Finanzwelt. Rechtsstaatlichkeit und demokratische Legitimation werden in diesen Fragen momentan eindeutig hinten angestellt, was auch gerade zu nach Missbrauch dieses Überwachungsapparates schreit.

Realpolitik

Klar dürfen die amerikanischen Geheimdienste nicht alles. Das heißt aber nicht, dass sie sich daran halten. Wenn andere sich dieselben Rechte herausnehmen, gibt es zur Not dann halt Geheimdienstinformationen über Massenvernichtungswaffen oder Informationen mit ähnlichem Wahrheitsgehalt und schon gibt es Gründe, dagegen vorzugehen. Unter Hoover wurden Spione dann umgebracht, unter George Dabbeljuh auf Kuba interniert und wenn sie Snowden erwischen, geht der hinter Gitter bis er schwarz wird. Dass Geheimdienste so sind wie sie sind ist keine Überraschung, aber dass Obama seinem Vorgänger immer ähnlicher wird ist die eigentliche Enttäuschung - besonders für mich, der bis zu Bush immer ein Amerikafan war und wegen 9/11 den USA immer noch sehr vieles nachsieht.

@9:12 Der Lenz

Ihr Kommentar zeigt unverblümt die
große Gefahr auf, die hinter der ver-
dachtsunabhängigen Überwachung
lauert. Gerade wir Deutschen sollten
aus eigener Erfahrung äußerst sensi-
bel mit diesem Thema umgehen und
einen Staat verhindern, der sich in die
Lage versetzt, alles über seine Bürger
in Erfahrung zu bringen. Missbrauch
ist nicht auszuschließen.
Das vorliegende Interview ist eine Ver-
niedlichung der Probleme u. Gefahren
und stellt geradezu eine "Argumenta-
tionshilfe" der Vertreter der Vorrats-
datenspeicherung dar, die den UA zu
einer Märchenlesung verkommen
lässt.

Andererseits

... legt dieses Interview offen, wie herablassend die amerikanischen Verantwortlichen, hier am Beispiel mit Mr.Clarke, argumentieren. Kritik wird von vorneherein laecherlich gemacht, indem Naivitaet unterstellt wird. Das ganze im Tonfalls eines belehrenden Onkels, der sich ueber die besorgten Kinderchen amuesiert, locker vom Hocker, immer mit 'nem Lacher.

Selbst wenn Terrorismusabwehr

Selbst wenn Terrorismusabwehr für manche so wichtig ist, wie für mich eine Freiheit von Quecksilbervergiftungen, geht es auch und ganz besonders um das Maß der Überwachung.-

Jeder ist damit einverstanden, dass man verdächtige Gruppierungen (gewisse Kreise in der Gesellschaft) oder Länder (wie Pakistan, Jemen) usw. überwacht. Aber die Tätitgkeiten der NSA sind derart ausgeweitet worden, dass die NSA/USA nun die den Gewinn durch Spionage verteidigen will.

Es ist daher wenigstens zu verlangen, das Ü-Programm zurückzuschrauben.

Sehr erheiternd…..

…was der Herr Clark so an grundsätzlichen Aussagen zu seinem Verständnis von Spionage im Allgemeinen und Spionage unter Freunden im Besonderen so äußert..!

Aber, und das ist nun das Bedrückende, es geht hier nicht um Satire, sondern um die wahnwitzige Realität alles Abschöpfen zu müssen, denn "knowlege is power" und nur darum geht es der US-Administration.

Und genau deshalb wird auf nichts und niemanden Rücksicht genommen- vor allem nicht auf drittklassige Freunde, so wie wir es für die USA erklärtermaßen sind.

Auch das Bemühen von Rechtsgrundsätzen, die man vorgibt bei seiner Spionage einhalten zu wollen( die NSA betreibe keine Industriespionage) ist reine Spiegelfechterei, wie wir nunmehr alle wissen.

Spionage unter Freunden- was soll die Aufregung, so das Resümee von Clark, und da erfriert spätestens das Lachen, weil erkennbar wird, dass wir uns vor diesen "Freunden" in Acht nehmen müssen, weil sie uns überwachen, um uns überlegen zu sein und da ist Schluss mit lustig..!

@09:35 von Skywalker Ich

@09:35 von Skywalker
Ich glaube genügend Belege gesehen zu haben (!), dass Wirtschaftsspionage nicht nur betrieben wird, sondern es sich auch für die USA lohnt (sonst würden sie es nicht tun). Gigantische Speicherkapazitäten und kluge Ausleseprogramme, und natürlich gezielte Überwachungen. Kein Problem!

Abgehakt

Die verstehen es nicht. Ein Rechtsempfinden ist das....

Jeder hat doch gewusst dass unverschlüsselte Daten abzufangen sind. Ja. Klar wir wussten das alle.

Der Punkt: jede Wohnung die nicht abgeschlossen ist, ist auch aufzubrechen.

Nur weil es möglich ist, ist das doch noch lange nicht gerechtfertigt, wenn man es dann auch tut.

Die USA sind für mich einfach abgehakt.

Wirtschaftspionage? Interessiert mich nicht. Unternehmen, die empfindliche Daten haben, müssen sie selbst schützen und im Gegensatz zum Bürger, haben diese auch die Möglichkeiten dazu.

Politiker? Interessiert mich nicht. Wer sich in eine exponierte Stellung begibt muss damit rechnen dass von allen Seiten spioniert wird und es ist Aufgabe der entsprechenden Dienste die eigenen Leute zu schützen.

Aber Otto-Normal-Mensch zu überwachen, der dann auch noch von der Regierung, die zu seinem Schutz da, ist verraten und verkauft wird, nur weil es möglich ist, da kommt mir die Galle hoch!

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