Kommentare

WAS IST DENN DAS?

" Die Abgeordneten, die für das Sparpaket gestimmt haben, sind es nicht wert, zu dieser Gesellschaft zu gehören. "

- Wie können Sie soetwas abdrucken ?!

Im Grunde lässt sich alles,

Im Grunde lässt sich alles, was der Grieche zu seinen Landsleuten sagt, die sich Politiker nennen, auch zu Deutschlands Politikerklasse sagen.

Man will " Unterstützung für einen Systemwechsel."

Genau darum geht es, weltweit.

Es ist selten, dass diese (echt) revolutionären Stimmmen es in die öffentlichen Sender finden, aber ich bin sicher, wir denken doch alle so. Wenn wir es begriffen haben. Oder?

Wollt ihr das alles noch? Schuften für die Banken?
Aber die Politiker begreifen es nicht, weder für sich, noch dass das Volk einen Systemwechsel braucht (! nicht nur will).

Volkesarmut vs. Politikerunfähigkeit

Die Wut der Bürger in Griechenland ist verständlich. Sind es doch die unfähigen Politiker, die Jahrzehnte lang wie im Schlaraffenland mit Geld um sich warfen, obwohl sie zahlungsunfähig waren. Wer nicht haushalten kann, gehört aus dem Amt vertrieben. Die Bürger aller Länder benötigen fähige Politiker. Und deswegen wird sich die Wut der Bürger auch auf den Straßen gewalttätig wiederfinden in Zukunft. Und aufgepaßt: Dies passiert nicht nur in Griechenland. Ich kenne da ein Land, das systematisch seine Bürger ausbluten läßt. Bürgerswut wird auch durch diese Straßen fegen! Man treibt nämlich einen Hund nur solange in die Ecke, bis er zubeißt.

Ich weiss nicht mehr was und wem ich glauben soll

und das geht vielen meiner Freunde so. Dass was Herr Tsolakidis sagt spricht bei mir ein Bauchgefühl an, welches mir schon seit langer Zeit sagt, so wie die EU mit dem Problem Griechenland umgeht, kommt das Land nicht auf die Füße. Werden wieder einmal nur die relevanten Banken stabilisiert und die Wirtschaft geht vor die Hunde ? Besteht die Demokratie in Griechenland diese Krise unbeschadet oder stehen die Rechten bereits Gewehr bei Fuß ( im wahrsten Sinne des Wortes ) ? Und zu all diesen Fragen schweigt unsere Regierung und der deutsche Bundestag schweigt mit, stimmt aber regelmäßig ( alternativlos ) allem mehrheitlich zu.

Ein Interview, das unter die Haut geht!

Ein unglaublich intensives Interview, das unter die Haut geht, weil es m.E. die Realitäten bestens abbildet und beschreibt.

Das Abgeordnete nicht mehr wissen, was sie tun, dürfte nicht nur für Griechenland zu konstatieren sein!

In der Tat wird mit Ängsten seit Jahren Politik gemacht, eine Politik, die ausschließlich dazu dient, das marktkonforme System am Laufen zu halten. Es geht eben nicht darum, in Griechenland Tabula rasa zu machen, alles auf Null zu setzen und mit Hilfe und Solidarität den Griechen einen zukunftsfähigen Neuanfang zu ermöglichen, sondern nur darum, alte Seilschaften und verkrustete Strukturen zu bedienen.

Die Griechen werden es selbst in die Hand nehmen müssen und ihren Bankrott herbeiführen, um einen Neuanfang erzwingen zu können. Bleibt einzig die Hoffnung, dass dies alles ohne Blutvergießen und entsprechender Schnelligkeit von statten geht, damit die Agonie und die Ausplünderung des Staates beendet wird!

Sehr richtig!

"Griechenland wird ausgeplündert"

"Griechenland brauche kein Geld, sondern Unterstützung für einen Systemwechsel."

So sieht es aus. Weg mit dem Euro und der korrupten, elitenhörigen griechischen Regierung! Her mit einem (von außen und von oben) unabhängigen, komplett transparenten und kompromisslos demokratischen neuen politischen System, in dem es keine Chance mehr gibt, irgendwelche anderen Interessen zu vertreten als ausschließlich die der Bevölkerung! Her mit einem totalen Schuldenschnitt und einer angemessen bewerteten, zinsfrei per Monetative ausgegebenen neuen Währung!

Natürlich bedeutet das für uns, dass wir so langsam für die Fehler der Vergangenheit zu Kasse gebeten werden. Aber besser jetzt viel bezahlen als später extrem viel oder viel zu viel.

Und vielleicht könnte ein geheiltes Griechenland 2.0 Vorbildfunktion für viele andere europäische Länder haben. Dann könnten wir € und EU überwinden und anfangen, das wahre Europa aufzubauen!

ein Sportlehrer als Ökonomieprofessor?

tagesschau.de: Griechenland braucht wirklich kein Geld?
Tsolakidis: Nein.

"Deutschland war nach dem

"Deutschland war nach dem Zweiten Weltkrieg in einer ähnlichen Situation und hat seine Schulden erst dann begleichen müssen, als Geld übrig war."

Ich weiß nicht wie es in den anderen Besatzungszonen war aber in der sovietischen wurde fast alles mitgenommen.
Da wurden die Maschinen von Unternehmen abgebaut und in Russland wieder aufgebaut. Teilweise ganze Produktionsketten! Aber auch Privatbesitz (Autos, Lkw, Vieh,...) wurde beschlagnahmt...

Und überhaupt, die EU schießt 31,5 mio rein. Das das Sparpaket natürlich die falschen trifft steht außer frage. Trotzdem implizieren die Aussagen (besonders am Anfang) das Grichenland vom Ausland ausgeplündert wird. Das kann man meiner Meinung nach nicht so stehen lassen...

@Phonomatic

Ist doch super das mal jemand schreibt was ich über Politker denke!

Mehr gibts zu dem Thema ja auch eigentlich nicht zu sagen, solange die Verursacher der Krise die Probleme lösen sollen warten wir einfach auf den großen Knall

Ausplünderung

Natürlich werden die normalen griechischen Bürger ausgeplündert und diejenigen Griechen welche Kosten sozialisiert und Gewinne privatisiert hatten werden weiterhin geschützt.
Dieses, den normalen Menschen verachtende System wird aber global praktiziert.
Nun wurden also wieder Sparbeschlüsse verabschiedet. Die wievielten sind das wohl und lt. Berichte der Troika wurden alle Ergebnisse als unbefriedigend beanstandet.
Gezahlt wurde aber immer und wohl auch weiterhin.
Gezahlt wurde aber nicht für eine effektive Strukturverbesserung Griechenlands, sondern quasi als Risikoausfallgeld an Zocker, die vorher hohe Zinsen von den Griechen kassiert haben und sich nun von EU-Bürgern das Risiko der Zahlungsunfähigkeit gut bezahlen lassen, statt das Risiko selber zu tragen, wie das für jeden normalen Bürger -zu Recht- gelten würde.
Das ist der eigentliche Skandal.

Das Land wird nicht

Das Land wird nicht ausgeplündert. Das Gegenteil ist der Fall.
Es lebte jahrelang weit über seine Verhältnisse ( Produktivität )
und zahlt jetzt seine Schulden nur zum Teil zurück. Wer will da
noch frisches Geld nachschiessen ?

@Doktor_Fettleb

"So sieht es aus. Weg mit dem Euro und der korrupten, elitenhörigen griechischen Regierung! Her mit einem (von außen und von oben) unabhängigen, komplett transparenten und kompromisslos demokratischen neuen politischen System, in dem es keine Chance mehr gibt, irgendwelche anderen Interessen zu vertreten als ausschließlich die der Bevölkerung! Her mit einem totalen Schuldenschnitt und einer angemessen bewerteten, zinsfrei per Monetative ausgegebenen neuen Währung!"

Sie haben ein paar wichtige Details vergessen:
- Den Berg aus Kartoffelbrei durch den man sich essen muss um in das neue Griechenland zu kommen.
- rationale Menschen die kaum eigennützig denken, dafür aber einen IQ>200 haben und deshalb in dieses System passen - also vermutlich Vulkanier
- Eine riesige Betreuungsanstalt für die bisherigen Bewohner Griechenland, die leider zu menschlich sind und daher im Neuen System (tm) nicht mehr integrierbar sind.

Etwas wirr das ganze, oder sieht das hier jemand anders?

"Der griechische Staat ist fest in den Händen von 20 oder 30 Familien."

Im nächsten Absatz sagt er:

"Das waren 2.000 Namen. Das waren Informationen über Gelder im Ausland. Und das sind genau die Familien, von denen ich gesprochen habe."

Was denn nun 20, 30, 2000 oder 200.000 von wie vielen Familien spricht er denn nun?

"Deutschland könnte uns helfen, das Milchkartell zu zerschlagen."

Wieso muss man dafür ein anderes Land um Hilfe bitten?
Warum können die Griechen nicht einmal das alleine regeln?

"Die fanden in den Büros Rechner ohne Festplatten vor - ausgebaut von den Vorgängern, damit die Neuen bei Null anfangen. Mit dieser Art Politikern arbeitet Frau Merkel zusammen."

Und selbstverständlich ist auch daran Deutschland schuld.

Frau Merkel arbeitet genau mit denen zusammen, die das griechische Volk gewählt hat, mit wem denn sonst?
So, und nur so kann Demokratie funktionieren, ist das in Griechenland so schwer zu verstehen, wo sie doch die längste demokratische Geschichte haben?

Griechenland ist überall.

Ich bin überrascht und hege großen Respekt für den/diejenigen, die dieses Interwiew hier veröffentlichen. Normalerweise wird derlei ja bei uns eher totgeschwiegen.
Erweitern wir "Familien" als Nutznießer der griechischen Zustände um "Finanzinvestoren" und "Märkte" dann könnte das Interwiew im Kern auch von Otto Schmidt aus D. stammen. Die Meinung des Hr. Tsolakidis deckt sich jedenfalls zu 200% mit der von allen Leuten, die ich hier in D. kenne.
Die simple Wahrheit ist: Der alte Wachstumskapitalismus, der nur durch und von der Expansion existiert, ist am Ende. Er geht natürlich nicht freiwillig und schon gar nicht von allein. Es ist an uns, zu bestimmen, wie und unter welchen Bedingungen wir leben wollen. Doch dazu müssen wir erst all das loswerden, was dagegen steht. Vielleicht denkt der eine oder andere ja bei der nächsten Wahl oder anderer Gelegenheit daran? Ein Wandel beginnt schließlich immer erstmal im Kopf.

— Phonomatic

ZITAT" Die Abgeordneten, die für das Sparpaket gestimmt haben, sind es nicht wert, zu dieser Gesellschaft zu gehören. "

- Wie können Sie soetwas abdrucken ?!
Na ganz einfach lieber User Phonomatic.....weil es den Nagel auf den Kopf trifft......
Auch unsere Politiker sind ´größtenteils dermaßen abgehoben ,daß man es nicht mehr akzeptieren kann......

Oder wo leben Sie denn???????

....halt die Meinung eines Otto-Normalverbrauchers

.....nicht mehr und auch nicht weniger, wobei ich seinen Aussagen nicht in allen Punkten widersprechen möchte.

Was viele Griechen, welches den Aussagen des Sportlehrers entspricht (keine korrekte Darstellung des wirklichen Desasters im Land durch Presse und TV) einfach nicht wahrhaben wollen ist der Umstand, dass ihre ach so solidarisch agierenden Landsleute ca. 200 Milliarden Euro auf Schweizer Bankkonten gebunkert haben.
Nur ein Zehntel von dieser Summe, und die Griechen brauchten kein erneutes Sparpaket auflegen.

Dafür geht die ständige Deutschen-Hetze in Griechenland munter weiter und auch der nicht haltbare Satz des Sportlehrers "Deutschland war nach dem Zweiten Weltkrieg in einer ähnlichen Situation und hat seine Schulden erst dann begleichen müssen, als Geld übrig war", belegt dies eindeutig.

Es ist eine Schande für ganz Europa was da passiert!

Die griechische Bevölkerung verhungert im wahrsten Sinne des Wortes, damit die europäischen Banken gerettet werden. Trotzdem werden die Griechen als faul und undankbar beschimpft.
Schande schande schande!!!

GRIECHENLAND IST PLEITE!!!

Man muß jetzt endlich seitens der EU, des IWF und der EZB und im Sinne der griechischen Bevölkerung, die immer mehr verarmt, die katastrophale und zukunftsunfähige ökonomische Realität Griechenlands zur Kenntnis nehmen und danach HANDELN!

Fakt ist:
GRIECHENLAND IST PLEITE UND IST NICHT MEHR ZU RETTEN!!!

Wann begreifen auch Merkel, Schäuble, Seehofer, Westerwelle, Rösler und Co. endlich, daß das hochverschuldete Griechenland PLEITE und NICHT mehr zu retten ist?

Wer ist in unserem Land eigentlich immer noch so naiv und glaubt, daß man Griechenlands Bankrott mit immer neuen Milliarden aus Deutschland stoppen kann?

Fakt ist:
Griechenland ist schon lange ein Fass ohne Boden!!!
Griechenland muß raus aus dem teuren Euro!!!

Ohne den Austritt Pleite-Griechenlands aus dem Euro und der Rückkehr zur Drachme hat Griechenland KEINE Zukunft u. werden die Griechen immer weiter verarmen, weil sie sich den teuren Euro schon lange nicht mehr leisten können!

DAS IST DIE BITTERE WAHRHEIT!!!

Immer wieder dieser Unsinn

"Die EU-Hilfen kommen nicht den Griechen zugute. Das Geld dient dazu, das in der Vergangenheit geliehene Geld zurückzuzahlen."

Das lese ich immer und überall und es wird dadurch auch nicht richtiger. Die Griechen haben sich Geld geliehen und ausgegeben. Jetzt können sie die Kredite nicht mehr zurückzahlen. Die Partnerländer springen ein und zahlen die Kredite zurück. Dadurch verhindern sie, dass Griechenland komplett Pleite geht und aus dem Euro austreten muss inkl. des kompletten Zusammenbruchs des griechischen Bankensystems und der griechischen Wirtschaft verbunden mit einem Abfall der Lebensqualität gegen den alles bisher erlebte wie ein Kindergeburtstag wirkt. Und dann wird behauptet, die EU-Hilfen kommen den Griechen nicht zugute? Ich fass' es nicht!

Ähh Ja, nee, iss klar....Netter Kommentar

Die Griechen werden also "ausgeplündert"!!!???!!!
Ich würd mal sagen die Griechen haben über Jahre auf Kosten anderer gelebt und kriegen jetzt die Rechnung präsentiert. Und wenn Griechenland kein Geld braucht, sollten wir sofort den Rettungsschirm informieren. Bevor die 31 Milliarden freigegeben werden.
Wird hier eigentlich jeder gebeten unqualifizierte Kommentare abzugeben?

Vielen Dank für dieses Interview!

Es wird Zeit, dass die Dinge richtig gestellt werden. Ich ertrage es nicht länger, dass wir Menschen in Europa systematisch belogen, auseinanderdividiert und von seelenlosen Marionetten wie Mama Merkel eingelullt werden - alles im Dienste des wahren Zwecks sogenannter Rettungs- und Sparprogramme: den Großbanken und Großverdienern immer noch mehr Geld zuzuschustern. Und wer zahlt? Wie üblich die Solidargemeinschaft. Schluss mit dieser modernen Form der Ausbeutung im großen Stil - dagegen ging es in Zeiten von Leibeigenschaft noch vergleichsweise "ehrlich": die Menschen fühlten sich ebenfalls ohnmächtig, aber das Unrecht war - unabhängig vom Bildungsstand - offensichtlicher.

Liebe Griechen --> EU Mitgliedschaft JA [ ] Nein [ ] ? [ X ]

Sorry but next !

Zwei Optionen:

1.) Austritt aus der EU und Krise selber stemmen.
2.) Krisenbekämpfung von EU verwalten lassen und die Entscheidungen mitgestalten aber auch akzeptieren.

Alles andere ist nur bla bla bla... mit nem Körnchen Wahrheit bzw. vagen Aussagen, die letztendlich sehr wenig beeinflussen.

@Phonomatic

"Die Abgeordneten, die für das Sparpaket gestimmt haben, sind es nicht wert, zu dieser Gesellschaft zu gehören."

> Wie können Sie so etwas abdrucken ?!

Ganz einfach: Es ist eine Meinung, und diese ist in Relation zu anderen Meinungen noch recht moderat und harmlos.

Im Übrigen: In der Theorie darf man in unserem Land frei Meinungen äußern. Darauf sollten wir stolz sein. Und in der Praxis klappt es sogar manchmal. Darüber können wir froh sein.

Einziger Ausweg: eigene Währung

Es ist schlicht und ergreifend völliger Blödsinn, davon auszugehen, dass die Menschen in Griechenland ihre Löhne und ihre Lebenshaltungskosten dem Niveau ihrer Wirtschaftsleistung anpassen KÖNNTEN, um die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Wirtschaft auf nordeuropäisches Niveau zu hiefen!!! ES IST ABSOLUT NAIV daran zu glauben!

Entsprechend greifen selbstverständlich keine Sparmaßnahmen, keine Entlassungen, keine Steuererhöhungen, wenn das Ziel der Stabilisierung der Wirtschaft erreicht werden soll. Es wird KEINE NEUEN JOBS und nicht mehr Export geben, wenn die Steuern erhöht werden. Das ist ABSOLUT OFFENSICHTLICH!

Entsprechend eklatant ist das Versagen der gesamten politischen Klasse in Europa. Wenn due Dt. Bank sich verspekuliert hat - lasst sie gefälligst pleite gehen! Zurück zur Drachme und weg mit den Zockern. Und ja - damit ist dann auch das Geld der Anleger futsch - deren Problem. Schlicht und ergreifend. Wenn ich ins Casino geh, muss ich auch damit rechnen, dass ich verliere.

Und dann doch noch etwas Einsicht.

"Klar ist: Wir müssen mit weniger Geld auskommen. Wir haben Fehler gemacht. Dafür sind wir verantwortlich. Wir müssen bezahlen. Aber wie kann man eine Rechnung bezahlen, wenn man keine Arbeit hat und kein Geld verdient?"

Und dann kommt doch noch die große Einsicht, aber leider ohne Lösungsvorschlag.

"Aber meine Familie gibt im Jahr alleine 800 Euro für Milch aus."

Warum kaufen sie denn soviel teure Milch?
Weil man nur von Milch leben kann, in Griechenland?
Dann müssten die Veganer ja alle längst an Milchmangel erkrankt sein.
Wenn seine und andere Familien einfach mal die Milch für einen Monat im Regal stehen lassen würden, dann wäre das mit dem Milchkartell schnell zu Ende. Aber das setzt natürlich Initiative und Mitdenken voraus, vor allem aber Marktverständnis.

"Wir sind selber schuld! Wir haben zu lange vor dem Fernseher gesessen und und uns nicht um den Nachbarn gekümmert. Wir dachten, wir seien auf ewig im Paradies."

Das muss er jetzt nur noch den Herren von SYRIZA erklären.

²Phonomatic

Ja das Geld ist vorhanden nur steckt es in Banken und in den Reichen, die werden mit samtpfoten angefasst, während das "normale" Volk (Arbeitnehmer, Rentner, Kranke) nur noch 70% in der Tasche haben, was sie vor der Krise hatten, dazu kommt noch die Inflazion, sprich mehrkosten am alltäglichen Bedarf und vorallem die Gesundheitsversorgung die nicht mehr vorhanden ist.
Und jetzt sollen ausgerechnet diese Bevölkerungsgruppen noch mal 30% sparen. Während die Reichen ihr Geld wegschaffen und weiterhin in Saus und Braus leben. Dazu muss man kein Ökonomieprofessor sein um zu verstehen das es der falsche Weg ist, vorallem weil dieser Weg schon seit gut 2 Jahren verfolgt wird.

Wir können froh sein, dass wir noch nicht unter solchen Umständen "leben" müssen.

@Phonomatic 12:15

"ein Sportlehrer als Ökonomieprofessor?"

Aber einen abgebrochenen Facharzt als Wirtschaftsminister, einen ausgewiesenen Selbstdarseller als Aussenminister und einen in Spendenaffären verwickelten Finanzminister, das geht in Ordnung.

Abgesehen davon bekommen nicht die Griechen das Geld, sondern z.B. auch wir, für Kredite, die niemals hätten gegeben werden dürfen und für unsinnige Rüstungsgüter (U-Boote).

" Die Abgeordneten, die für das Sparpaket gestimmt haben, sind es nicht wert, zu dieser Gesellschaft zu gehören.

Wie können Sie soetwas abdrucken ?!"

Für diese in meinen Augen richtige Aussage muss man kein Ökonomieprofessor sein. Da genügt der gesunde Menschenverstand. Und das die Welt der Politiker sich immer mehr zu einem Paralleluniversum wandelt, sehen wir doch auch bei uns.

Systemwechsel

"Griechenland brauche kein Geld, sondern Unterstützung für einen Systemwechsel."

Sollten nach der Erfindung der Demokratie die Griechen nun Vorreiter für ein neues (faires) Wirtschaftssystem werden ? Ich dachte bisher immmer dafür auf die Realisierung der Nahrungsverteiler aus der StarTrek Serie warten zu müssen. Mal sehen mit was die Griechen die Welt diesmal beglücken werden.

— Phonomatic

Also bitte"Ein Sportlehrer als Ökonomieprofessor"

Na warum denn nicht.......

Also

Wir haben einen Juristen als Finanzminister...

Wir haben einen Augenarzt als Wirtschfatsminister...
(Der zuwor im Gesundheitsministerium kläglich versagte)

Wir haben einen Juristen ale Verteidigungsminister...

noch mehr???

einfach etwas informieren,dann reklamieren.....DANKE......

Warum dann Proteste gegen Merkel?

Wir wundern uns schon die ganze Zeit, warum nur gegen Deutschland und die EU protestiert wird und nicht gegen die griechischen Politiker. Genau dieses System wollen Merkel und Schäuble doch reformieren.
Was ist übrigens mit der Rente für Verstorbene? Die sollen doch ab Januar kein Geld mehr bekommen.

Also ganz ehrlich

einige Ossis haben schlimmere Einschnitte hingenommen. Allein der Tauschkurs der Vermögen war 1:10. Viele haben eine Rente die in keiner Relation zur geleisteten Lebensleistung steht.

Eine Revolution würde Griechenland auf das Niveau der DDR zurücksetzen. Wenn die das nicht kapieren wollen tut es mir leid.

Hier leben noch viele Menschen, die ganz genau wissen was es heißt, in einem Staat zu leben der NICHT WETTBWERBSFÄHIG ist.

Das ist nicht mehr Unwille, das ist einfach Sabotage am Volk!!!!

Die Politikerkaste und die Multimilionäre der Griechen gehören solange hinter Gitter, bis sie dem Volk das Geld zurückgeben, das sie ihm seit Jahrzehnten schulden …
Vor nicht einmal zwei Wochen wurde eine Liste griechischer Steuerschuldner veröffentlicht und noch immer schläft das Finanzamt?! Wo gibt es denn so etwas? Daher gehören alle griechischen Politiker ebenso zur Zellenforschung verurteilt wie die Steuerschuldner, die sie offenbar schützen wollen. Wie soll diese Untätigkeit sonst noch zu erklären sein????

Das obere Prozent plündert Griechenland aus, nicht Europa

Das obere Prozent plündert Griechenland aus, nicht Europa.

Gute Analyse

Herr Tsolakidis, auch ich bin mir bewusst , dass jeder Euro der nach Griechenland geht für uns für immer verloren ist und in Griechenland nichts bewirkt. Dass Problem ist nur, dass sich zu wenige Menschen in Griechenland artikulieren, die erkennbar wirkliche Strukturänderungen im System wollen. Ich glaube nicht, dass irgendjemand im Ausland ernsthaft die jetzige Regierung Griechenlands als glaubwürdig und reformwillig ansieht, aber sie ist nun mal von den Griechen gewählt. Die Bringschuld Ihr System wirklich verändern zu wolen hat schon die griechsiche Bevölkerung und dabei sollte Sie in der tat technische Unterstützung erfahren.

Spannend

Ich denke wir Deutschen wollen dem Griechischen Volk mehrheitlich helfen.

Das normale Volk kann nur bedingt etwas für die Situation.
Im Prinzip kann jeder einzelne so wenig dafür, wie wir selbst für unsere eigene Schuldensituation.

Wir wollen die Wahrheit in Deutschland ja auch nicht hören. Aber wir haben auch Schulden und wollen als Volk ja auch nicht wiklich sparen. Daher wird auch die PArtei gewählt, die irgendwas von Steuererleichterungen faselt.

Aber... solange es möglich ist, dass wohlhabene Griechen ihre Kohle in London in teure Immobilien stecken, nur damit man an den eigenen Staat weniger Steuern zahlen muss, solange hat die Hilfe einen Beigeschmack.

Denn - es profitieren die Reichen. Die normalen Arbeitnehmer leiden. Die Reichen sitzen an der Themse und lachen sich tot.

Die reichen Griechen werden zurück kommen, wenn das schlimmste vorbei ist und dann billig Land und Immobilen kaufen.

Die Hilfe Europas nützt im wesentlichen nur diesen reichen Griechen -- das nervt

Erstaunlich

Erstaunlich in der TS mal so einen kritischen Artikel zu lesen. Hut ab. Auch wenn manches vielleicht etwas einfach gesehen wird sind hier die Themen zu GR besser angesprochen als es sonst der Fall ist.
Ich erlebe das in GR ähnlich wie Tsolakidis, (bin alle paar Wochen berufl. dort und habe sogar ein Ferienhaus dort).
In GR hat es die letzten 3 Jahre deutliche Veränderungen gegeben, aber alles zu Lasten der Menschen und dem Land, die Schulden steigen, die Probleme nehmen zu, das Land wird ausgebeutet, z.B. Zyanid-Goldabbau in Nordgriechenland fast ohne Auflagen und die Unternehmenssteuer bleibt nicht mal im Land.
Was ist das für eine Hilfe und Politik?
Die strukturellen Hilfen der TROIKA bisher waren auch eher katastrophal (Entlassung von Feuerwehrleuten, Zusammenlegung Finanzämter, Wegnahme der Rücklagen der Unis, Zusammenlegung Krankenhäuser, Streichung Mensaessen für Bedürftige, Streichung Zulagen für Behinderte etc.) Das alles hilft nicht sondern beutet aus. Umdenken, aufstehen...

Das ist die traurige Wahrheit

Der Mann hat in fast allen Punkten Recht.
Ausser, dass das Land kein Geld braucht.
Zuerst muss die Regierung wechseln. was aber durch die Bankenrettungspolitik der EU gekonnt verhindert wird!
Eine Fortführung der Tot-Spar-Politik bringt den extrem Rechten viel Zulauf, da diese die "Hauptverantwortlichen" in den ca. 1 Million Immigranten sehen, die sich inzwischen, illegal, ohne Chance auf die Stellung eines Asylantrages, aufhalten. Dies wird bewusst von der grischischen Regierung unterdrückt, obwohl die EU jedes Jahr hunderte Millionen "Hilfsgelder" dafür schickt, die wie ein sehr grosser Teil der seit Jahren gezahlten EU-Fördergelder, auf Schweizer oder Caiman-Insel Konten verschwindet. Dank den Eliten-Familien, die das Land, in wechselndem Rythmus, regieren und von der Rest-EU als "Ansprechpartner", an Stelle echter Volksvertreter, genutzt werden. Was hier, ich bin Vor-Ort, passiert ist eine systematische Degradierung von weniger bemittelten Menschen zu "Bankenrettungarbeitssklaven"!

Endlich traut sich jemand Tacheles zu reden

und benennt die wahren Schuldigen. Diese sind nicht die Deutschen oder die Troika, sondern ihre Familieneliten mitsamt deren politischen Helfershelfern. Die Superreichen leben wie die Made im Speck und möchten natürlich, dass alles so bleibt wie es ist. Dass für die Normalbürger die Zustände dabei immer schlimmer werden, geht ihnen am Ärmel vorbei.
Dabei führt nur ein kompletter Neuanfang die Griechen aus der Krise. Das Volk muss gemeinsam mit aller Kraft gegen diese Ausbeuter vorgehen und die alten Politiker aus der Regierung jagen.

Et tu, Samaras?

Ein sehr aufschlußreiches Interview. Es zeigt, daß die Einschnitte, die die Griechen erdulden müssen, nicht einmal das schlimmste Problem ist. Die meisten wissen, daß es jahrelang eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung gab, die so nicht aufrecht zu erhalten ist. Viel schlimmer ist mittlerweile die tiefe Ohnmacht und Ablehnung mit der die Griechen ihrem politischen System gegenüber stehen.

Papandreou hat vor ziemlich genau 1 Jahr in gleicher Situation den vermeintlichen Befreiungsschlag versucht und das Sparpaket mit einem Referendum verknüpft. Dazu kam es nicht, weil die EU Griechenland mit dem Eurorauswurf erpresste. Dieser Konflikt könnte bald wieder aufleben, weil diese Regierung erneut droht die Mehrheit zu verlieren.

Es wird höchste Zeit, daß nach fast 3 Jahren Eurokrise endlich einmal die Bürger sprechen. Erst recht wenn, wie kürzlich von den Eurofinanzministern erwogen, Gesetze auch ohne Zustimmung des griechischen Parlaments in Kraft treten sollen.

@Diktator54

Auch GR wurde im 2. WK ziemlich übel ausgebeutet und erhielt später keine Reparationsgelder. Trotzdem wurde mit dem Marshall-Plan damals D stark gestützt, auch um der Sowjetunion zu zeigen wie gut man es im Westen hat. Das war ja nicht nur die Leistung der Deutschen, sondern auch die der westl. Allianz. Und GR fehlt nun genau diese Allianz, weil wir kleingeistig rufen: "Selbst schuld, euch helfen wir nicht" - Un schneiden uns ziemlich sicher ins eigene Fleisch.
Ich kenne etliche Griechen, die ganz normal arbeiten, nicht bestechen etc. und genau sehen, dass sie selber was ändern müssen.
Noch ein kleine Info zu den "bereitwillig" angenommenen Krediten. 50% EU-Geld plus 50% Eigenfinanzierung ist die Regel. Hier haben z.B. Siemens, Hoch-Tief etc. GR Gelder vorgestreckt, damit diese den Kredit erhalten, die Fa. haben einen fetten Auftrag und GR blieben die Schulden, nicht mal die Einnahmen von Brücke und Flughafen... Dies 50/50-Regelung kommt reicheren Ländern sehr zugute, arme erdrückt es.

Griechenland

Die Gelder der EU kommen fast ausschließlich den Banken und großen Kapitelgebern zugute, um ihre Investitionen abzusichern. Der normale Bürger erhält davon nichts. Bald werden die Banken, Fonds und Versicherungen ihre wertlosen Papiere bei der EZ-Bank abgeladen haben, dann braucht dieses Geld nicht mehr zur Zins- und Schuldentilgung verwendet werden. Die Verluste trägt über die EZ-Bank wiederum der Steuerzahler.
Wie kann man Griechenland helfen? Soll man Griechenland wirklich helfen? Man kann Griechenland nicht helfen. Das Land ist stärker verkrustet und schlechter organisiert wie die meisten anderen europäischen Länder. Die Oberschicht schaut nur auf sich selber und verschont Steuerbetrüger. Hilfen für Griechenland halte ich für aussichtslos. Man subventioniert nur dieses System. Nötig wäre ein Anfang von Null weg und Austritt aus dem Euro. Letztendlich müssen sich die Griechen selber helfen. Anders gehts nicht. Im Grunde genommen gilt das auch für andere europäische Staaten.
Ryder

Zitat: "Die EU-Hilfen kommen

Zitat: "Die EU-Hilfen kommen nicht den Griechen zugute. Das Geld dient dazu, das in der Vergangenheit geliehene Geld zurückzuzahlen."

Nein, wem dann? Immerhin werden damit griechische Schulden bezahlt. Ich habe auch ein Sparbuch und würde mein Ersparnisse gern wiedersehen.

Wer so agumentiert hat keinen Respekt vor der Arbeit anderer Menschen. Schulden nicht zurückzahlen ist Kreditbetrug. Und bei dieser Argumentation auch noch vorsätzlich.

Die Griechen habe das Geld bereits in der Vergangenheit bekommen und nun bezahlen andere ihre Schulden. Aber das reicht ja noch nicht. Grichenland will noch mehr Geld von außen. Und am besten noch weitere Kredite, die man natürlich auch nicht zurückzahlen will. Die Gewerkschaften spitzen das ganze dann noch weiter zu. Jahrelange Lohnerhöhungen obwohl die Wirtschaftsleistung setig gesunken ist.

Nicht Griechenland braucht Hilfe, sondern der Rest von Europa. Gestern war zu lesen, daß man Steuerhinterziehern an den Kragen will. 5 Jahre zu spät.

Eine andere Stimme, endlich

Endlich jemand, der das sagt, was die nackte Wahrheit ist. Es ist empfehlenswert, das Interview sachlich und ohne Emotionen zu lesen. Bravo Ilia!

@ bonaqa79

"Es ist eine Schande für ganz Europa was da passiert!

Die griechische Bevölkerung verhungert im wahrsten Sinne des Wortes, damit die europäischen Banken gerettet werden. Trotzdem werden die Griechen als faul und undankbar beschimpft.
Schande schande schande!!!"

Sie treffen den Nagel auf den Kopf! Herzlichen Dank für Ihren Beitrag!

sollte das stimmen

Also ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich von dem Artikel genau halten soll für mich gibt es da zwei Möglichkeiten.
Das was der Herr Tsolakidis meint, stimmt nicht, ok, dann wären Frau Merkel und Co auf dem richtigen Weg.
Das bleibt zu hoffen, aber ich bezweifele das.
Hat der Herr hier Recht, würde das für mich bedeuten, daß die Griechen diese Familien/Machthaber loswerden müssen, ansonsten bereichern die sich auf Kosten der Allgemeinheit weiter. Zweitens würde es auch unsere Regierung stark ins Zwielicht stellen, weil sie mit diesen Leuten sprechen.

Dann muss ich hier ein Wort stehen lassen, das diese Situation am besten beschreibt Korruption bei den Machthabern, in Griechenland, Deutschland und auch im Rest der EU.
Wir steuern hier stark auf so etwas wie eine gesellschaftliche Revolution zu, tippe ich mal und zwar in ganz Europa ob das gut oder schlecht ist ?

Sind wir mittlerweile zu bequem geworden, Bestehendes zu verbessern, weils uns "noch" zu gut geht ?

Na also

Endlich hat man erkannt, ich hoffe es, was das Problem und wie es abgestellt werden sollte. Griechenland kann nur seine Selbstachtung behalten oder gewinnen, wenn es seine Probleme selbst bearbeitet und abstellt. Sie müssen diese Machttroika von grichieschen Familien zerschlagen und zur Réchenschaft ziehen, dafür haben sie die Daten von Frankreich bekommen. Was ist bis dato geschehen, nichts. Eih Journalist hat sie veröffentlicht und musste sich dafür vor Gericht verantworten. Was soll ich von so einer Politikerklientel halten. Griechenland muss mit aller Macht die Korruption beseitigen, ohne Wenn oder Aber. Sie ist es, die Griechenland vernichtet, nicht Merkel. Sie ist halt resolut und das muss sie in diesem Fall Griechenland sein, sonst nimmt es keine Richtungsänderung vor und die von Innen, vom Volk kommen. Kein korrupter Beamter oder Mitbürger sägt den Ast ab, auf dem er sitzt. Wir haben Ihnen schon vor 2 Jahren Hilfe für die Umgestaltung der Finanzbehörde angeboten!!!?

12:59 — Phonomatic

"Eine Revolution würde Griechenland auf das Niveau der DDR zurücksetzen. Wenn die das nicht kapieren wollen tut es mir leid."

Nicht ganz richtig – die Rückkehr zur Drachme würde Griechenland mittelfristig auf das Niveau der Türkei anheben. Mehr Tourismus, mehr Export, mehr Jobs. Weniger Import-iPhones und weniger Sprit. Beides spielt weder in der Türkei noch in Griechenland eine übergeordnete Rolle!

Die DDR wurde nur deshalb als BRD-Ostdeutschland mehr oder weniger funktionsfähig, weil hunderte Milliarden West-DM/Euro in Form von Soli und anderen Konunkturmaßnahmen in den Osten flossen!!!

Trifft es voll auf den Punkt!

Leider gibt es selbst nach Lektüre solcher Interviews immer noch Kommentare die meinen, dass es doch irgendwie anders sei und das BWLer und andere "Spezialisten" besser das Problem lösen sollten.

Zünglein an der Waage

Wird GR das Zünglein an der Waage des globalen Finanzsystms und des westlichen Wirtschaftssystems? (was heißt eigenlich noch westlich, wenn alle wesentlichen Wirtschaftsnationen der Erde, prinzipiell das Gleiche haben!)

Hätte man das investierte Vermögen für GR abgeschrieben, hätte man die Disonanz des Finanzsystems offenbaren müssen. Dies hätte zum Aufschrei geführt, aber alles würde weitergelaufen wie bisher. Das wollten die Wirtschaftsverbände und die Politik aber nicht!
Warum nur?
Weíß man intuitiv, das das ein unausweichliche Ende dann schneller herbeigeführt werden würde?
Ist es ein Spiel auf Zeit, etwas für Wenige Nutznießer so lange wie möglich aufrecht zu erhalten?

Man bedneke, das das Thema Euro die europischen und globalen Schlagzeilen beherrscht! Klimawandel, Engergieproblematiken, kriegerische Auseinandersetzungen sind nur noch Randnotizen.

Man benimmt sich so, wie zwei die in der Wüste gemeinsam ums überleben kämpfen müssten, sich aber um die goldene Uhr schlagen!

Griechenland wird ausgeplündert, Fazit

Ich denke auch es liegt an den Griechen selber diese Regierung loszuwerden.
Wo ein Wille ist, ist ein Weg, ob es Sinn macht, ist was Anderes.

Die Verantwortung auf Andere zu schieben ist hier falsch, sie haben die Regierung selber gewählt.

Die Syrer, Ägypter bzw. Lybier "arbeit(et)en" ja auch daran, warum sollte Alles in Europa besser sein als in
Afrika.

Heute noch "nur" Demos, Morgen vielleicht eine Revolution, wer weiss ?

Ich wäre anstelle der griechischen Machthaber jedenfalls vorsichtiger.

Aber das sind eigentlich alles nur Spekulationen,
für mich ist Griechenland jedenfalls ein Pulverfass.

Die Menschen dort die fleissig waren und jetzt viel/alle ihr Geld verlieren, werden sehr wütend sein, auch auf ihre Regierung, wenn eine Inflation kommt.

Hab's im Radio gehört, ...

... dass das neueste griechische Sparpaket Steuererhöhungen und Rentenkürzungen beinhaltet. Seltsam ... von einer effizienteren Steuerverwaltung, die endlich mal ALLE Steuerpflichtigen erfasst und solchen Dingen habe ich nix gehört.

@ Kathgläubig:
Na .. wieder mal den Lieblings-Textbaustein ausgebuddelt ? :-)

@kathgläubig

###
...weil sie sich den teuren Euro schon lange nicht mehr leisten können!

DAS IST DIE BITTERE WAHRHEIT!!!
###

die bittere wahrheit ist, dass sie eine merkwürdige auffassung darüber haben, was geld eigentlich ist.

geld ist keine ware und man kann geld - als solches - nicht anfassen.
entsprechend kann ein euro auch nicht teuer sein, wenn man selbst damit bezahlt.

abgesehen davon, wenn ein land "pleite und nicht mehr zu retten" ist, was soll man dann tun??? vielleicht die griechen evakuieren, an der grenze einen zaun ziehen und der letzte schließt das tor ab?

ich unterstelle ihnen nach ihrem/n kommentar/en auch, dass sie darüber hinnaus auch nicht wissen, was staatsschulden eigentlich sind, und vor allem wer die gläubiger sind. das sind nämlich im erhöhten maße die bürger selbst.

es besteht in der euro-zone kein geldproblem, sondern lediglich ein geld-verteilungsproblem. wie übrigens auch hier in deutschland.

ein austritt griechenlands ändert da gar nichts.

@ 12:32 — rex3

faszinierend, nicht war? Wir sollen denen sogar die Revolution anschieben ...
"Griechenland brauche kein Geld, sondern Unterstützung für einen Systemwechsel."

darf man darüber lachen?

@ 13:23 — gierde zerstört

Bei allem Respekt, ich halte das für ein waghalsiges "gucken wer Recht hat" auf dem Rücken einer Nation (also Millionen Betroffener falls etwas "schiefgeht").

Das ist in meinen Augen ehr fahrlässig als vernünftig. Ich denke übrigens dass Sie Unrecht haben, aber das haben wir schonmal diskutiert.

Griechenland und die Türkei kann man ehr nicht vergleichen ... die Türkei ist eine wesentlich größere Volkswirtschaft.

Meine Hochachtung an die Tagesschau !

der erste der Wahrheitentsprechende Bericht seit Jahren, Bravo und Danke!!!

Vielleicht könnt ihr auch mal über die Ausplünderung Deutschlands durch die Finanzoligarchie berichten - das wäre dann wirklich Berichterstattung zum Wohle der Bevölkerung.

Weiter so. Herzlichen Dank.

Erst war die IT-Krise,

in die sind Private, Investoren und Banken gleichermaßen hineingestolpert.Die Finanzwelt zumindest wollte ihr Geld zurück un suchte ihr Heil in der Immobilienblase (USA, Spanien)und anderen verbrecherischen Spekulationen. Als die platzten, war es zappenduster, und die "relevanten" Banken mussten (vermeintlich) zu Lasten der Staatskassen retten. Als die "Rettung" durchgestanden war für die Banken, spekulierten diese gegen ihre Retter aus dem EURO-Raum, die durch die Rettung zusätzlich geschwächt waren. Die USA waren genauso schwach oder gar schwächer. Aber man hatte den Dollar (und Deutschland) als sicheren Hafen auserkoren.
Das arme Griechenland ist nun das schwächste Opfer, und wieder werden die Banken vor den Opfern gerettet.
Auch unser junger Held, Herr Obama, hat gegen dieses System nicht unternommen außer ein paar Milliarden Strafzahlungen, immerhin.
Wie langen liegt das eigentlich schon zurück, ohne dass die Politik zum Gegenschlag ausgeholt hat?

Guter Mann

Das ist ein sehr guter Kommentar von einem guten Mann, der sicher viel Erfahrung und Wissen hat, wenn er in beiden Ländern arbeitet.

Zudem gibt es auch ökonomisch zu denken: Die Schulden haben sich also um mehr als 50 Prozent erhöht durch diese "Rettungen", also noch mehr Zinszahlungen. Somit hilft geliehenes Geld einem Schuldner nicht, der seine Zinsen nicht mehr zahlen kann. Was für eine Neuigkeit, da könnte jeder mit ein bisschen Menschenverstand selbst drauf kommen!

Er hat Recht, wir sollten mit dem Unfug aufhören und dort damit anfangen, was in ganz Europa getan werden muss: Kartelle zerschlagen, Machtkonzentration verhindern, Landwirtschaft und reale Industrie vor Dienstleistungen bevorzugen und erkennen, was wirklich wichtig ist: Wirtschaft dient der Bedürfnisbefriedigung von Menschen und nicht der Wucherung von Fremdkapital. Wachstum ist dabei nur zweitrangig, wenn z.B. mit Weniger die gleichen Bedürfnisse befriedigt werden können. Obzoleszenz braucht niemand.

@Phonomatic

"faszinierend, nicht war? Wir sollen denen sogar die Revolution anschieben ...
"Griechenland brauche kein Geld, sondern Unterstützung für einen Systemwechsel.""

Hier wird auch ein klassisches Missverständnis aufgedeckt. Die ganzen Merkelkarikaturen waren keine geschmacklosen Beleidigungen, es waren stumme Hilfeschreie nach einer Intervention Deutschlands und dem Systemwechsel von außen...

... hui, so nett die das auch meinen, aber jetzt sind mir die Griechen noch ein bißchen unheimlicher

Rettung naht....

Es vermehren sich die Gerüchte, dass Griechenland zum Jahresende aus dem Euro austritt.

- 13:45 — Phonomatic

"Bei allem Respekt, ich halte das für ein waghalsiges "gucken wer Recht hat" auf dem Rücken einer Nation (also Millionen Betroffener falls etwas "schiefgeht"). "

Das Experiment hat bereits stattgefunden und es heißt "Euro". Aus dem Chaos wieder raus zu kommen ist die Herausforderung. Dass dies nicht einfach wird, wissen wir beide. Aber die eurogeschuldete Katastrophe, die sich bereits im Süden andeutet, wollen weder Sie noch ich erleben. Ich möchte Sie dazu ermuntern, über Auswege aus der Euro-Krise nachzudenken.

Sie wollen doch aber nicht bestreiten, dass es der Türkei, deren Lira auf einen Bruchteil im Wert sank, in Sachen Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit immens besser geht als Griechenland, Portugal und Spanien?!

AUch Sie werden irgendwann feststellen, dass der Euro zu "hart" ist für düe betreffenden Süd-EU-Wirtschaften. Er trocknet sie aus und zerstört millionenfach Existenzen.

@ 12:46 — Doktor_Fettleb - MENSCHENWERT

" sind es nicht wert, zu dieser Gesellschaft zu gehören. "

Äußerungen zum Wert von Menschen gehören m.E. nicht zur Meinungsfreiheit, und sollten auch von keinem deutschen Gesetz geschützt werden.

Jeder verantwortungsbewußte Deutsche sollte sich nicht an der Weiterverbreitung solchen Gedankengutes beteiligen, so nebensächlich eine solche Äußerung im ersten Moment auch scheint.

Ich bin persönlich zutiefst schockiert, betroffen und beschämt, dass eine solche Äußerung den Weg auf Tagesschau.de gefunden hat.

Das ist Gewalt mit Worten. Das ist der erste Schritt.

Eine journalistische Meisterleistung

Es ist schon sehr erstaunlich, wenn alleine die Tatsache, dass jemand griechischer Herkunft ist, ausreicht, um von tagesschau.de zur Einschätzung der aktuellen Lage in Griechenland interviewt zu werden.

Abgesehen davon merkt man, dass der Redakteur, der dieses Interview führte, wohl kaum das Land, die Hintergründe und Zusammenhänge kennt.

Ich bin gespannt, welche "Experten" mir demnächst auf tagesschau.de von komplexen politischen und wirtschaftlichen Zusammenhängen erzählen.

Griechenland mag einen

Griechenland mag einen Neuanfang brauchen, aber ein Schulden müssen erhalten bleiben.

Das mit der Kartoffelbewegung finde ich gut und auch das Zerschlagen von Kartellen kann ich nur unterstützen, aber willkürliche Umverteilung ist der falsche Weg.

Und für so Kommentar wie "last die Banken pleite gehen" habe ich überhaupt kein Verständnis. Den Banken tut das nicht weh, denn sie verleihen ja nur unsere Altersvorsorge und unsere Erspanisse. Wer so etwas fordert muß sehr verbittert sein. Treffen würde das in erster Linie den einfachen Bürger, der sich von seinem Arbeitslohn etwas angespart hat. Das ist ungefähr so, als ob sie sich ein Haus gebaut haben und sobald es fertig ist kommen andere daher und nehmen es ihnen Weg. Wäre das OK? Das wäre nämlich das gleiche wie "last die Banken pleite gehen".

@ 13:58 — gierde zerstört

danke. Ich denke. Auch ohne eine entsprechende Ermunterung.

Entgegen halbgaren Theorien zur Ökonomie setze ich auf eine politische Lösung der Krise. Was Sie vorschlagen wäre die tatsächliche Diktatur des Marktes. Dann würden unsere politischen Entscheidungen zur europäischen Einigkeit nämlich von Ökonomie getroffen.

@gierde zerstört

Die Türkische Wirtschaft brummt, das stimmt.

Wie es den Bürgern in der Türkei geht, sollten sie lieber selbst mal in Erfahrung bringen, statt Ungeprüftes in den Raum zu werfen.

Das Problem ist nicht der Euro. Die Probleme sind allseits bekannt. Sie sind in der völlig verschiedenen Gesetzeslage, was Arbeitsbedingungen, Entlohnung und Steuerwesen angeht, zu finden.

Es gibt keinen einheitlichen Tariflohn in Europa. Ein riesiges Problem, das immensen Schaden anrichtet.

Der Euro kam später als die EU. Man hat es schlicht versäumt, die EU auf den Euro vorzubereiten.

Das Hauptproblem sind die jeweiligen Oligarchien in Europa. Wie im Beispiel mit der Milch zu lesen ist, arbeiten sie Hand in Hand, wenn es darum geht, maximalen Gewinn schöpfen zu können.

Sie haben sich einen Freiraum geschaffen, der zerstört werden muss.

@kathgläuig und andere

@kathgläuig
sie haben mir immer noch gesagt auf welche wirtschaftliche (hochschul???-) bild-ung sie zurückgreifen können?

@andere
kann mir einer mal erklären wie die südeuropäischen staaten den spagat zwischen sparen und wirtschaftwachstum schaffen sollen? die schulden vergrößern sich bei allen sparanstrengungen bei einer rezession doch.

Begründung

Weil es richtig ist!?

Die USA hat weniger Staatsverschuldung als viele denken

Ein Vergleich (incl. Entwicklung von 2008 bis 2012, also in den Krisenjahren):

Deutschland 2008 66,7% – 2012 82,2%
Griechenland 2008 113,0% – 2012 160,6%
Spanien 2008 40,2% – 2012 80,9%
USA 2008 76,5% – 2012 108,9%
Japan 2008 175,2% – 2012 219,0%

(Quelle: Österreichische Handelskammer)

Interessant dabei: Das Wort "Schuldenkrise" lässt sich empirisch nicht halten – ein Land mit einer niedrigen Staatsverschuldung wie Spanien ist in der Krise, eines mit einer hohen wie Japan nicht.

Die Erklärung der Finanzkrise als "Schuldenkrise" ist somit objektiv falsch.

@giuliasenzanome

Ihre zweite Frage:

Wenn sich die Massen der Europäer darüber im Klaren sind, dass Sparen nicht die Lösung unser Probleme ist, wird es zu spät sein.

Was dann kommt, kann keiner sagen.

In anderen Medien wurde vor einem Bürgerkrieg in Griechenland gewarnt. Die Faschisten in GR sind sehr aktiv und im Parlament vertreten.

Kann sein, dass man einen Krieg gegen die Türkei vom Zaun bricht, kann sein, dass eine neue Junta in Griechenland entsteht.

Auf jeden Fall wird die Wirtschaft vollends zusammenbrechen.

@Mapache64

Ich stimme Ihnen zu, dass auch GR im 2. WK gelitten hat und auch, dass Deutschland im M-Plan stark gestütz wurde ist mir bewusst. Zu dieser Zeit ging es dem Volk aber schon "drekig", um mal eine sallope Ausducksweise anzuwenden. In jedemfall noch schlechter als den Grichen heute...
Jedoch hinkt der Vergleich meiner Meinung nach, schon dem grunde nach.
Deutschland hat quasi bei Null angefangen. Es wurde ein neues System installiert, welches mit hilfe des M-Plan zum laufen gebracht wurde. In GR ist das nicht so. Reformen hin oder her, es ist das alte System, welches mehr schlecht als recht am laufen gehalten wird. Wirksame Veränderungen aus diesem Systemheraus halte ich nicht für möglich.
Das GR-Volk muss sein System abschaffen und ein anderes installieren. Das wird Volk wird dabei natürlich noch mehr leiden und es wird wie immer im Leben Gewinner und Verlierer geben. Ich bin jedoch davon über zeugt, das es erst noch viel schlimmer wird, bevor es besser wird...

Wo geht das Geld hin?

Die Frage ist doch wer das Geld bekommt.
Da helfen doch die Statistiken. Wer wird reicher und Wer wird ärmer.

In der sowjetischen Besatzungszone ist es so gewesen.
Bei uns wurde aber mit Hilfe Amerikas alles schneller wieder aufgebaut.
Samt Schuldenschnitt und Streckung der Schulden

@rex 3 Bei uns ist alle 3

@rex 3

Bei uns ist alle 3 Jahre "Familientreffen".
Mein Uropa (geb.1877)hatte 17 !Kinder von insg. 3 Frauen.(2 sind gestorben,der Opa dann mit 96).

Ein grosser Teil dieser Kinder hatte ihrerseits wieder zw.5 und 12 Kindern.Erst in den 60ern wurdens dann weniger Kinder,aber auch nicht bei allen.

Bei diesen Familientreffen kommen regelmässig an die 300 Leute,man muss ne Halle mieten.Das ist aber nur ein zehntel von denen die tatsächlich vorhanden sind oder waren.

So gesehn ist die Familie von meinem Uropa innerhalb eines Jahrhunderts auf ca.2000 Köpfe angewachsen.Trotz mehrerer Gefallener in WK I+II.

So, jetzt das ganze mit 20 multiplizieren ,ups,da kommen ja weit mehr als 20000 raus.
Und wer jetzt noch weiss,das in Südländern der Familienzusammenhalt ein weit aus grösserer ist als bei uns:Ergebnis:Man sagt auch Vetterleswirtschaft im Schwäbischen.Für nicht Schwaben:ein Vetterle ist ein relativ naher Verwandter wie z.B.ein Cousin.

Wer ist das Land

und Wer hat es ausgeplündert?

Sind das dieselben welcher immer reicher wurden?

Unsere Elite?

Wo hat den Ihrer Meinung nach unsere Elite ihr nicht versteuertes Geld?

Wieder "die Griechen"

Wer hat sich den Geld geliehen und Wer hat damit Gewinn gemacht?

Hätten wir die Banken (welche den Ausfallverlust in ihren Zinsen kalkuliert haben) gleich am Anfang pleite gehen lassen wäre das für Griechenland sicherlich besser gewesen.

@ 14:18 — giuliasenzanome

Einige schaffen es ja offensichtlich. Das Wichtigste ist mit Sicherheit dass die Schwächen zügig angepackt werden.

Griechenland ist in dieser desaströsen Lage weil seit 2 Jahren fast nichts angepackt wurde. Stattdessen Wahlkampf, Proteste, Streiks - auf unsere Kosten allesamt.

Die Opposition blockiert die Politik, Die Streiks blockieren die Wirtschaft. In diesem Land geht es nicht vor noch zurück, und das ist nicht Zufall.

Das ist das Kalkül der Syriza die das zweite mal neuwahlen verschulden will, in der Hoffnung diemal zu gewinnen.

Insolvenz

Wenn Sie mit ihrem Haus spekulieren und verlieren gehen Sie pleite.

Wenn ein Bankenmanager mit dem Geld anderer Leute spekuliert und verliert zahlen das die Bürger und der Manager bekommt Boni und 3 Jahre weiterhin sein Gehalt. (nur als Beispiel)

@ 14:35 — Phonomatic

"Griechenland ist in dieser desaströsen Lage weil seit 2 Jahren fast nichts angepackt wurde. Stattdessen Wahlkampf, Proteste, Streiks - auf unsere Kosten allesamt. "

Dies ist unnötige, unreflektierte Scharfmacherei! Millionen Menschen, Familien verlieren unverschuldet ihre Existenzgrundlage. Ihre Sichtweise ist verkürzt und lenkt von den wirklichen Ursachen ab!

Wirtschaftspolitik ist nicht mein Feld

Jedoch spüre ich schon seit Monaten, wenn man so die Berichte liest, sieht und auch hört, dass mit dieser aufdiktierten griechischen Sparpolitik irgendwie so manches bis vieles nicht in Ordnung geht. Die breite Schicht der griechischen Bürger kann schlicht und ergreifend nichts für dieses Dilemma und lebt zunehmend in bitterer Armut und selbst das Gesundheitssystem funktioniert nicht mehr.

Es ist eine Schande was in Griechenland passiert und es ist meiner Meinung nach auch gefährlich. Vielleicht ist ja wirklich etwas dran, dass nur noch für das Geld Politik gemacht wird, für die oberen 10.000, in jedem Land Europas, und eben schon lange keine Politik mehr für uns Bürger.

Wann wird alles zusammen brechen, wann wird der Bürger den Rasen betreten, nicht nur in Griechenland?

@ b_m

Sie sind mit dem letzten Kommentar auf einem Weg zu dessen Ziel, sie niemals hinkommen wollten.
Nur weiter so, sie werden überrascht werden, das der Schein oft getrügt hat.
Was Sie aber noch von den letzten Schritten abhält, ist wohl der Glaube das alles bzw. vieles richtig war und noch ist.

Solch ein Glaube existiert auch in der Naturwissenschaft bei vielen Wissenschaftlern,über die Richtigkeit des Erkenntnisstandes.
Aber nichts ist so unbeständig wie Erkenntnis und Wissen.
Eins plus eins ist zwei, weil das so festgelegt wurde, versuchen sie das mal in die Quantenmechanik zu übertragen.

Wer regiert den bei uns?

Aus welchem Bereich kommen den unsere Politiker?
Wo arbeiten diese nach ihrem Mandat?
Wo arbeiten sie während ihres Mandates
Welche Lobbyisten beeinflussen sie?

Die Diktatur des Marktes, wie Sie es nennen, gibt es schon längst.

@gierde zerstört

"Dies ist unnötige, unreflektierte Scharfmacherei! Millionen Menschen, Familien verlieren unverschuldet ihre Existenzgrundlage. Ihre Sichtweise ist verkürzt und lenkt von den wirklichen Ursachen ab!"

Die wirklichen Ursachen?
- Politiker die jahrzehntelang der Meinung waren dass man sich die Stimmen mit Wahlgeschenken kaufen kann.

- Wähler die sich verhalten haben wie ein Kaufsüchtiger der feststellt dass er aus unbekannten Gründen sein ohnehin überzogenes Konto weiterhin belasten kann: Mitnehmen was geht und hoffen dass der Irrtum niemandem auffällt

Griechenland hat im Jahr der Euro-Einführung die Löhne durchschnittlich um 10-15% erhöht - das war ein einziges Geschenkefest für die von ihnen erwähnten unschuldigen Familien und die haben mitgemacht und sich kaufen lassen

Dass den Lohnerhöhungen keine Leistungssteigerung sondern ein "haha, wir haben jetzt Euro" zugrunde lag war jedem klar, aber interessiert hat es keinen. Und jetzt gibt es die Rechnung und Schuld ist natürlich Merkel

-jbb-

Dass das Hauptproblem der Griechen die 20 reichsten Familien mitsamt deren Politgehilfen sind, wissen viele User schon seit langem. Nun hat sich einmal ein Grieche getraut, das auszusprechen.
@ Manfred Korte
Die Goldmänner holen sich ein Opfer nach dem anderen, jetzt ist Griechenland an der Reihe. Es wäre das Notwendigste, diese Zockerbande an die Leine zu legen. Mr. Obama ist dahingehend auf dem richtigen Weg. Die Spekulanten sind über seine Wiederwahl enttäuscht und das ist für mich erfreulich. Er hatte es auch nicht nötig, sich den Wall-Street-Bankstern anzubiedern, damit sie seinen Wahlkampf finanzieren. Diese Zockerbande ist das Grundübel überhaupt.

@giuliasenzanome @Phonomatic - Wunschdenken!

Wer jetzt noch immer nicht begriffen hat, daß das bankrotte Griechenland PLEITE und NICHT mehr zu retten ist und man es mit den Millairden des deutschen Steuerzahlers "retten" kann, der glaubt vermutlich auch noch an den Weihnachtsmann!

Zum Glück handelt es sich bei Ihren Meinungen um EINZELMEINUNGEN, denn ca. 80 % der Deutschen unter ihnen zahlreiche renommierte Ökonomen (Prof. Sinn vom "Ifo"-Institut etc.) - sind mittlerweile für den Austritt Griechenlands aus dem Euro.

Zudem:
Allein schon aus humanitären und sozialpolitischen Gründen ist es zwingend notwendig, daß Pleite-Griechenland aus dem Euro austritt und zur Drachme zurückkehrt, denn die Griechen können sich mit dem teuren Euro schon heute fast NICHTS mehr leisten.

Nur mit dem Austritt Griechenlands aus dem Euro, der Rückkehr Griechenlands zur Drachme und mit einem sozialen Marshallplan hat das bankrotte Griechenland eine ökonomische Zukunft.

Außer Ihnen weiß dies jedoch - fast - jeder in unserem Land.....!

@ 14:42 — gierde zerstört

Millionen Menschen verlieren mitnichten Ihre Existenzgrundlage. Was soll diese Überrtreibung?

Reizthema

Das Thema heizt deswegen die Stimmung in Deutschland derart an, weil 1.) die Leute Angst haben für GR zahlen zu müssen und 2.) ein schlechtes Gewissen haben als nationales Kollektiv quasi erstmalig nach 1945 im europäischen Ausland wieder riesengroßen Mist zu veranstalten. Verwunderlich nur, dass diejenigen die am lautesten schreien letztlich dann doch wieder Merkel & Konsorten wählen.

@onetwo Da wo unsere

@onetwo

Da wo unsere "Eliten"ihres auch hingebracht haben.
Eine "CD"- ca.200 Millionen hinterzogene Steuern,beste Grüsse an die Schwyz.lol.
Von dem was die schweizer Banken an Tips den Hinterziehern gegeben haben z.B.Richtung Cayman etc. fange ich gar nicht erst an.

@ Questor

Na da haben sich hier ja offenbar die richtigen Herrschaften zusammengefunden ...

In praktisch allen Ländern ausser der BRD wurden die Löhne seit Euroeinführung erhöht. Und auch VOR Euroeinführung, also als alles noch okay war. Wahrscheinlich sind in allen vergleichbaren Volkswirtschaften weltweit in den letzten 10 Jahren die Löhne erhöht worden - aber die massiven Probleme gibts nur im Euroraum. Das Problem in Portugal, Spanien, Griechenland ist, dass der Euro zu hart ist.

Beantworten Sie sich diese Frage: Weshalb sollten unterschiedlich leistungsfähige Wirtschaftsräume in einem Währungskorsett funktionieren können, wenn NICHT unglaublich viel Geld von "stark" zu "schwach" transferiert werden?

Offener Dialog muss her!

Kein Produkt, was fehlerhaft ist, überlebt auf diesem Planeten. Nur eines, das Geldsystem.

Langsam zieht sich die Zinseszins Schlinge fester um unser aller Hals und wir merken am eigenen (griechischem) Leib wohin die Reise geht.

Ich bitte unsere Politiker sich endlich um einen Dialog mit den Menschen zu bemühen, die wichtigen Fragen wieder in den Mittelpunkt zu rücken und endlich dem perversem System lebewohl zu sagen.

Es ist einfach nicht fair unser aller Leben mit der Götzenanbetung des Wachstums und der Diktatur des Zinses zu verschwenden.

Die Märkte versagen auf ganzer Strecke und haben lange genug regiert. Das System funktioniert temporär, hat uns weit gebracht, aber bricht uns jetzt das Rückgrad.

Das können wir besser!

Bitte, lasst uns über etwas neues offen diskutieren. Es muss nicht so weit kommen!

LG

@ roman

"Das Problem ist nicht der Euro."

Doch, er ist der Nucleus dieser Krise. Wer das nicht erkennt, wird auch keine nachhaltige Lösung dieser Krise herbeiführen können. Und genau dies erleben wir seit knapp 3 Jahren, weshalb immer weitere Eskalationsstufen erreicht werden.

Ausnahmslos alle Staaten der südlichen Peripherie, die vor dem Euro traditionell eine ausgewiesene Schwachwährungspolitik verfolgten, haben seit der Euroeinführung größte Verschuldungsprobleme im staatlichen und/oder privaten Sektor: Auslöser war das niedrige "deutsche" Zinsniveau, das der Euro mit sich brachte und der die Länder förmlich dazu einlud sich auf Pump zu finanzieren.

Es gibt keinen einheitlichen Tariflohn in Europa. Ein riesiges Problem, das immensen Schaden anrichtet.

Richtig, da ja der Euro bekanntlich auf diesem Konstruktiuonsfehler beruht. Jeder wußte, daß eine Währung ohne einheitliche Sozial- und Steuerpolitik zu den Problemen führt, wie wir sie heute erleben.

Tatsächlich ist das keine Übertreibung

Millionen Menschen in Südeuropa verlieren gerade ihre Existenzgrundlage.

Spanien ist kein Sozialstaat – nach einem Jahr Arbeitslosengeld gibt es gar nichts mehr. Und die Arbeitslosigkeit hat die 25% inzwischen deutlich überstiegen und geht auf die 30% zu.

Griechenland war einmal ein Sozialstaat. Teil der Kürzungen ist nicht nur das Zusammenstreichen von Sozialleistungen, sondern insbesondere auch der Renten. Das aber ohne dass die Preise nach unten angepasst werden.

Millionen in Europa verlieren gerade ihre Existenzgrundlage oder haben sie schon verloren. Da kommen die Zehn- bis Hundertausende Demonstranten ja her. Die Leute gehen auf die Strasse, auch weil sie verzweifelt sind.

@Kathgläubig

Sie scheinen ja ein großer BWLer zu sein bei dem ökonomischen Unsinn den sie da von sich geben. Die Drachme bringt den Griechen wirtschaftlich gesehen nur Nachteile da sich Importe mächtig verteuern und der Handel mit dem europäischen Ausland verkompliziert wird. Außerdem wollen 90% der Griechen den Euro, der Euro ist auch eine sozial-politische Währung die für Stabilität und Zusammenhalt sorgt. Nicht umsonst sagen die meisten Politiker völlig zurecht: Wenn GR den Euro verliert zerfällt Europa!

Griechenland braucht einen Systemwechsel, wie der Mensch im Interview richtig sagt. Wenn das Geld nicht mehr in korrupten Strukturen versickert kommt es dort an wo es gebraucht wird und das Land würde effizient wirtschaften können. Leider korrumpieren Merkel & Co. mit der griechischen Klientelwirtschaft, sie sollten dafür vor ein interntationales Gericht kommen. Und da bei einem Systemwechsel die komplette Elite in GR ausgewechselt werden muss geht das nur über eine Revolution so wie 89 in D.

@ 15:06 — Matthias P. 'schuldigung

"Auslöser war das niedrige "deutsche" Zinsniveau, das der Euro mit sich brachte und der die Länder förmlich dazu einlud sich auf Pump zu finanzieren."

-> also das ist doch konstruiert "förmlich eingeladen" - das ist ja so als müsse man zugreifen sobald sich die Gelegeneheit ergibt. Das ist noch immer in der Verantwortung der einzelnen Staaten, nicht die der EU oder Deutschlands. Und ein "mildernder Umstand" kann das nun wohl auch kaum sein.

@Matthias P.: das ist faktisch falsch

Spanien hat keine übergrosse Verschuldung, ist aber ein klassisches "Schwachwährungsland" (lassen wir den Term mal so stehen).

Richig ist: für einen gemeinsamen Währungsraum benötigt man eine gemeinsame Entwicklung der Inflationsrate. Die EU hatte sich als Ziel 2% gesteckt.

Daran gehalten hat sich aber nur Frankreich. Die Inflation in Spanien, Griechenland, Italien, Portugal war viel höher. Die Inflation in Deutschland dagegen war viel zu niedrig (ein Ergebnis der Hartz-4-Politik).

So sind die Preisentwicklungen auseinander gelaufen.

Soll der Euro gehalten werden, müssen die Preisentwicklungen wieder zusammengeführt werden. Die Südländer müssen Lohnzurückhaltung üben. Und Deutschland muss kräftig die Löhne erhöhen, um das verfehlte Inflationsziel wieder auszugleichen.

Denn die zweite Möglichkeit will in Europa keiner, und wurde auch nicht vereinbart: es fehlt der horizontale Finanzausgleich im Euroland.

Wir zahlen aber nicht weniger: es bekommen nur die Banken statt die Staaten.

@Fridolin: BWL ist nicht VWL

Das ist übrigens einer der Hauptgründe der Missdeutungen der Krise: immer wird argumentiert, als ob Volkswirtschaften wie Unternehmen zu führen wären.

Das ist grundfalsch. Was in der BWL gilt, gilt in der VWL noch lange nicht, oft sogar das Gegenteil. Ein Beispiel:

In der BWL ist es sinnvoll für ein Unternehmen mit Geldproblemen zu sparen. Eine Volkswirtschaft dagegen kann durch brutale Ausgabenkürzungen gar nichts "sparen": sie verliert auf der Einnahmenseite (Steuern) in derselben Zeit mehr, als sie auf der Ausgabenseite "sparen" kann, und geht pleite.

Übrigens kann man das gerade in Spanien wie in Griechenland beobachten: die Staatsschulden steigen massiv an, nicht trotz, sondern wegen den "Sparprogrammen".

@ Questor

ich gebe Ihnen vollkommen Recht in der Diskussion mit gierde
aber auch Ihrem trefflichen Kommentar @13:54 :)

@ 15:06 — Matthias P. 'schuldigung

Danke für Ihren Beitrag. Alles super, abgesehen von:

"Auslöser war das niedrige "deutsche" Zinsniveau, das der Euro mit sich brachte und der die Länder förmlich dazu einlud sich auf Pump zu finanzieren."

Auslöser eines Bestandteils der Krise, der "Staatsschuldenkrise", die der eurogeschuldeten Konjunkturkrise geschuldet ist, waren sinkende Steuereinnahmen. Die Staaten haben nur deshalb ein Finanzierungsproblem, weil Investoren der Wirtschaftskraft in südlichen EU-Ländern seit Euroeinführung immer weniger Vertrauen entgegenbringen. Gäbe es eine florierende Wirtschaft, wären die Länder selbstverständlich auch weiterhin liquide!

Euro-Einführung -> schleichend zu harte Währung -> Rezession -> Vertrauensproblem aufgrund sinkender Steuereinnahmen -> Staatsschuldenkrise.

Kernproblem ist und bleibt die eurogeschuldete Rezession!!! Und die kommt vorrangig bei den Bürgern an, die ihre Jobs verlieren!

@ Fridolin

"Die Drachme bringt den Griechen wirtschaftlich gesehen nur Nachteile da sich Importe mächtig verteuern...

Indirekt geben Sie kathgläubig Recht, ohne sich dessen allerdings bewußt zu sein. Mit der Drachme würden die Importe teurer werden, das ist richtig. Jedoch muß man auch wissen, daß der Euro die Importe viel zu billig für die griechische Wirtschaft gemacht hat - nicht umsonst hat GRE seitdem ein riesiges Außenhandelsdefizit aufgebaut. Defacto führte der Euro dazu, daß es für GRE günstiger war Waren zu importieren als selbst zu produzieren. Viele Landwirtschaftliche Güter (z.B. Tomaten) fertigte es nicht mehr selbst, sondern bezog sie aus Frankreich und Spanien. Das ist ein ganz wesentlicher Grund, weshalb sich die griechische Wirtschaft nie wirklich entwickeln konnte. Übrigens muß man noch ergänzen, daß die Einführung der Drachme zwar die Importe verteuert, aber gleichzeitig die Exporte billiger macht. Hier liegt der Schlüssel für das "auf die Beine kommen" der Griechen.

@13:57 — Xpresso

"Es vermehren sich die Gerüchte, dass Griechenland zum Jahresende aus dem Euro austritt."

Totaler Quatsch. Dann könnte Griechenland auch seinen eigenen Schuldenschnitt beschließen, keine Schulden mehr bedienen und mit dem dann vorhandenen ausgeglichenen Haushalt einfach mit Euro weitermachen.

Wenn Griechenland aus dem Euro austritt, KANN es per sofort keine Schulden mehr bedienen, weil wer keine Euros einnimmt, kann auch keine Euros ausgeben.

Die Gläubiger hätte man so oder so geprellt. Nur dass man bei Austritt eben mit einer stark inflationären Drachme dasteht.

8. November 2012 - 14:35 — Phonomatic

sagen sie mir bitten ein land, dass diesen spagat erfolgreich geschafft hat? wie soll eine wirtschaft wachsen, wenn nichts in wachstum investiert wird?

ich glaube man kann dem großteil der griechen nicht vorwerfen, sie würden nicht anpacken!

auch wir in italien leisten breits enormste sparanstrengungen, kämpfen mit rezession etc., und die griechen sind von noch drastischeren maßnahmen betroffen.

es ist eine frechheit zu behaupten, die südeuropäer packen nichts an, immerhin können wir nicht einmal mehr auf das abwerten unserer währung zurückgreifen. wenn schon keine solidarität aus deutschland, könnte man uns zumindest etwas respekt entgegenbringen

RE: Photomatic

" ... sind es nicht wert, zu dieser Gesellschaft zu gehören. "

Dieser Satz hat meine vollste Zustimmung. Leute, die auf Kosten anderer leben, also korrupte Sozialschmarotzer, die nur an die Vergrößerung des eigenen Geldvermögens und der eigenen Macht auf Kosten anderer Menschen denken und handeln sind es nicht wert, zu irgend einer Gesellschaft zu gehören. Die sollte man alle auf den Mond schießen. Und leider sitzen so einige davon auch als "Volksvertreter" in den Parlamenten - und das nicht nur in Griechenland.

@kathgläuig

warum sagen sie nicht endlich, ob sie vwl oder bwl studiert haben oder auf welche ökonomische bildung sie zurückgreifen?

@ Phonomatic

Wenn Sie nicht erkennen, was im Süden los ist, sollten Sie sich mehr mit den Medienbeiträgen auseinandersetzen, als hier mit Kraft Ihre Positionen zu verteidigen. Und übrigens geht es bei bis zu 30% Arbeitslosigkeit im Schnitt bzw bis zu 50& Jugendarbeitslosigkeit im Süden unseres Kontinents sehrwohl um Millionen Existenzen! Wollen Sie diesen Menschen allen Ernstes vorwerfen, dass sie über ihre Verhältnisse leben?

Auch wir leben mit unserem Staatshaushalt über unsere Verhältnisse. Der einzige Unterschied ist, dass wir Vertrauen genießen und kreditwürdig sind. Grund hierfür ist, dass unsere Wirtschaft floriert. Weil der Euro für unsere Wirtschaft "komfortabel weich" ist. Aber das streiten Sie ab.

Rezessionsbedingt gibt es ein Staatshaushaltsproblem. Nicht umgekehrt. Man verleiht kein Geld dorthin, weil die Wirtschaft den Bach runter geht. Es ist denkbar einfach. Wegen zu geringer zu erwartender Steuereinnahmen. Auslöser: Euro, Folge Rezession und ausbleibende Steuereinnahmen.

@ 15:51 — Avedus

" ... sind es nicht wert, zu dieser Gesellschaft zu gehören. "

Dieser Satz hat meine vollste Zustimmung. Leute, die auf Kosten anderer leben, also korrupte Sozialschmarotzer, die nur an die Vergrößerung des eigenen Geldvermögens und der eigenen Macht auf Kosten anderer Menschen denken und handeln sind es nicht wert, zu irgend einer Gesellschaft zu gehören. Die sollte man alle auf den Mond schießen. Und leider sitzen so einige davon auch als "Volksvertreter" in den Parlamenten - und das nicht nur in Griechenland."

Danke! Ich stimme Ihnen uneingeschränkt zu!

Gläubiger geprellt?

Die Gläubiger wußten um des Risikos.
Wenn ich Geld verleihe und Zinsen dafür verlange ist immer ein Teil der Zinsen für das Ausfallrisiko.
Die Gläubiger sind das Risiko eingegangen, nun müssen sie dafür auch gerade stehen.

@Matthias P.

Ihr Beispiel mit den Tomaten stimmt nicht. Griechische Tomaten kosten auf dem Wochenmarkt 50 cent/Kilo, in den Supermärkten DÜRFEN sich nicht verkauft werden weil sie nicht der EU-norm entsprechen, so wie viele andere Produkte auch. Damit werden griechische Produzenten dazu gedrängt nur noch bestimmte Produkte nach Eu-Normen zu produzieren. Hinter all dem steckt wie so oft die Großindustrie, u.a. aus Deutschland. Z.B. versuchen Firmen wie BASF Patente für Kortoffelsorten u.a. zu sichern und gleichzeitig ausschliesslich diese Sorten auf den Märkten zuzulassen. So können dann griechische Bauern ihre Kartoffeln nur noch gegen "Lizenzgebühr" anbauen und bekommen aber praktischerweise auch gleich die passende Medizin dazu verkauft, kostet natürlich extra.

@giuliasenzanome

Bitte korriegieren Sie mich, falls ich falsch liege, aber Italien und Griechenland lassen sich wirtschaftlich nicht vergleichen.

Italien hat meines Wissens sehr starke und leistungsfähige Unternehmen in verschiedenen Wirtschaftszweigen, die auch noch gut geführt und gewinnbringend arbeiten. Griechenland kommt da nicht mal ansatzweise mit.

Leider bekommt man offiziell neben den Sparmaßnahmen nur zu hören, was Herr Berlusconi zu seinen Gerichtsverhandlungen zu sagen hat. Und nicht über politische Reformen, die die Wirtschaft zu Investitionen anreizen würde.

@Kathgläubig

Im Grunde sind Ihre Kommentare es nicht wert, dass man sich überhaupt damit auseinandersetzt, denn Sie veröffentlichen lediglich aus einer Auswahl von vielleicht 4-5 verschiedenen Kommentaren, jeden Tag immerwieder dasselbe.

Eigentlich bekommen Sie genug Feedback, um sich auch mal an der Diskussion zu beteiligen, Sie verwechseln leider jedoch Argumente mit Diffamierungen ("...glaubt vermutlich auch noch an den Weihnachtsmann!").

Dennoch:

"Zum Glück handelt es sich bei Ihren Meinungen um EINZELMEINUNGEN, denn ca. 80 % der Deutschen (...) sind mittlerweile für den Austritt Griechenlands aus dem Euro."

Das glaube ich Ihnen nicht. Gemäß ARD Deutschlandtrend sind regelmäßig >60% der Befragten mit der Arbeit von Frau Merkel, die Griechenland im Euro halten will, zufrieden. Da Frau Merkel seit Monaten in den Medien fast nur noch in Bezug auf ihre Europapolitik vorkommt, MUSS sich ein Großteil der Zufriedenheit der Bürger auf ihre Europapolitik beziehen.

8. November 2012 - 16:11 — Jadawin1974

die banken geben keine kredite mehr, es ist keine liquidität vorhanden, viele unternehmen schließen, wir stecken in einer tiefen rezession (2,5 % glaube ich), erhöhte steuern für unternehmen --> arbeitsplatzverluste; erhöhte steuern für privatleute --> keine kaufkraft; die lage in italien ist sehr prekär, auch wir leiden unter der fehlenden möglichkeit abzuwerten und unter der steigenden steuerlast. wenn nicht etwas passiert, ist italien der nächste kandidat.

zu berlusconi: der wird hier gottseidank nicht mehr ernst genommen, aber auch monti hast erst mal seine familienangehörige auf die lukrativsten posten gesetzt.

das land ist durch und durch korrupt und meienr meinung nach wäre italien und griechenland schon sehr geholfen, wenn seitens der eu druck zur korruptionsbekämpfung gemacht werden würde. in italien frisst die korruption - wenn ich mich richtig erinnere - järhlich ca. 60 milliarden auf.

@15:15 — Fridolin

"Die Drachme bringt den Griechen wirtschaftlich gesehen nur Nachteile da sich Importe mächtig verteuern und der Handel mit dem europäischen Ausland...."

Das haben Sie und andere schon gefühlte hundertmal erklärt. Als "Antwort" erntet man lediglich Diffamierungen. Man glaube vermutlich an den Weihnachtsmann, habe vermutlich keine Ahnung und stünde mit seiner unqualifizierten Meinung sowieso alleine da. Vergessen Sie's.

@cowboy8: stimmt, die Leute glauben Merkel…

… und das ist der Untergang der EU, zumindest aber des Euros, so wie es aussieht.

Denn Merkel ist (wie auch Steinbrück) eine hunderprozentige neoliberale Ideologin. Wer hätte das von unserer "Pragmatikerin" gedacht?

Man kann es leicht erkennen: wenn es um nicht wirtschaftliche Themen geht wie den Atomausstieg, hat sie kein Problem, sich plötzlich um 180° zu drehen.

Dagegen ist ihr Wirtschaftskurs glasklar: Steuern runter für Reiche, keine Vermögenssteuer, Steuern nur für den Mittelstand. Und Fortführung des Hartz-4-Programmes, möglichst Druck auf die Armen.

Sie fährt einen knallharten Austeritätskurs für die anderen Länder, während sie in Deutschland massvoll die Wirtschaft sogar fördert – das Ziel ist glasklar, Hegemonie in der EU, dadurch eine weltweite Machtposition.

Ergebnisse sind der Ruin des Euros, das vermutliche Zusammenkrachen der EU, und die Stärke der Reichen in Deutschland. Dem Mittelstand und den Armen wird es auch hier weiter schlecht gehen.

"Alternativlos."

16:17 — cowboy8

Solang es uns "verhältnismäßig gut geht", also es genügend Jobs gibt und Frau Merkel in den Medien einen glaubwürdigen Eindruck erweckt, werden Sie in unserem Land - leider - kaum jemanden finden, der sich intensiv mit der hochkomplexen Euro-Materie auseinandersetzt. Die üblichen Reflexe à la "Die nehmen uns was weg, die sind faul, leben über ihre Verhältnisse" sind einfach zu verlockend ...

Gäbe es bei uns 30% Arbeitslosigkeit, würden ihre substanzlosen, "mütterlichen" Gutelaunestatements nicht mehr ziehen. Die breite Masse der japanischen Bevölkerung war auch jahrzehntelang hochzufrieden mit Kernkraftwerken. Die Massen müssen nicht immer Recht haben. Hoffnung allein wird in den Süd-EU-Ländern nichts verbessern - und auch höhere Steuern nicht oder entlassene Beamte.

Der Euro muss weg. Überall. Zu unserem (Export-)Nachteil übrigens und für ein Überleben der Süd-EU-Volkswirtschaften.

@PO1TaylorJordan - Zustimmung!

Zitat:
"Die Griechen werden sich sowohl gegen Ungerechtigkeit wehren und sie werden außerdem begreifen (müssen) das sie nur durch eigene Kraft und vor allem durch eigenen Willen aus dieser Lage kommen."

Richtig! Die Griechen müssen "aus eigener Kraft und durch eigenen Willen aus dieser Lage kommen".

Dies bedeutet aber auch, daß wir NICHT weiterhin für Pleite-Griechenland zahlen bzw. bürgen, denn diese Blase wird eines Tages platzen und dann wird auch Deutschland, werden unsere Kinder und Enkel, zum Sozialfall Europas!

Nur dann, wenn Griechenland aus dem Euro austritt, hat es eine reelle Chance auf eine gute Zukunft, denn mit dem teuren Euro werden die Griechen immer weiter verarmen!

@OneTwo: Stimmt genau

Die Gläubiger haben Phantasiezinsen in Höhe von bis zu 20% pro Jahr genommen. Ihre Begründung war die schlechte Bonität, sprich: die Angst, die Forderungen könnten ausfallen.

Jetzt ist der Fall eingetreten. Und jetzt fallen sie eben nicht aus, sondern die "Retter" stellen diese Gläubiger risikofrei, auf Steuerzahler-Kosten.

Bezahlen sie jetzt die überhöhten Zinsen an Griechenland zurück? Ich kann nichts dergleichen erkennen.

@15:15 — Fridolin

"Die Drachme bringt den Griechen wirtschaftlich gesehen nur Nachteile da sich Importe mächtig verteuern und der Handel mit dem europäischen Ausland...."

FALSCH! Griechenland ist weitaus weniger importabhängig (Öl, Produktionsgüter) als unsere hochindustrialisierte Wirtschaft. Würde die Drachme auf den halben Wert abwerten, stieg der Spritpreis beispielsweise um 100%. Das wäre jedoch kein riesen Problem, da mit einem Schlag die Wirtschaft boomen würde, die Arbeitslosigkeit gegen Null ginge und die Binnenwirtschaft stabilisiert würde - mitunter weil weniger teure Güter importiert werden.

Zu importierende Produktionsgüter werden nur in äußerst geringem Umfang benötigt. Jedoch muss beispielsweise der Tourismus wieder angekurbelt werden. Und hier bewirkt die Abwertung Wunder.

@Cowboy8

Wenn das Volk darüber abstimmen sollte wird die Sache ganz anders aussehen. Bisher ist es so gewesen dass einfach gehandelt wurde ohne Volkes Meinung. Die paar Statistiken die aussagen dass die Bevölkerung überwiegend Merkels Meinung ist sind nicht relevant. Entscheidend wäre eine wirkliche Abstimmung (leider so nicht vorgesehen) die das Volk generell darüber abstimmen läßt ob es überhaupt den Euro will und nicht nur die Wirtschaftsbosse und auch ob Europa so groß sein muss. Die Staaten die dagegen waren mußten so lange abstimmen bis es geklappt hat. Nicht alles ist gut was die Regierung macht denn mit den ganzen Schirmen und Bankenrettungen ist die Bevölkerung nicht unbedingt einverstanden. Nur weil ein Historiker die Union wollte muss das Volk nicht unbedingt dafür sein.

@Phonomatic - Scham ist relativ

Ich zitiere Sie: "Ich bin persönlich zutiefst schockiert, betroffen und beschämt, dass eine solche Äußerung den Weg auf Tagesschau.de gefunden hat."

Und ich bin persönlich zutiefst schockiert, betroffen und beschämt, dass Sie ein menschenverachtendes Zahlen- und Rechenbeispiel betreiben, bei dem es darum geht, ob es nun wirklich Millionen, Hunderttausende oder "nur" ein paar hundert Menschen sind, denen ihre Existenz und- Lebensgrundlage, sowie die medizinische Grundversorgung entrissen wird.

Kinder werden in UNICEF-Kinderdörfer abgegeben und die Spenden für diese Institutionen auch noch besteuert, während die Milliardäre, welche mit EU-Politikern in ihren Jachten über die Ägäis schippern, unangetastet bleiben.

Mir fehlen zum Glück nur fast die Worte, doch wer solche Zahlenspielereien im Zsammenhang mit menschlichen Schicksalen anstellt, für den ist die Scham entweder gespielt oder wirklich nur relativ.

@gierde zerstört, fdik

Wie auch immer. Jedenfalls belegt es, dass nicht 80% der Deutschen gegen Frau Merkels Euro-Politik sind.

@fdik 15:18 - Theorie und Praxis

Sie beschreiben richtig wie der Euro konzipiert war und auch funktionieren sollte. Das Problem ist leider die Praxis. Der Euro fußte doch von Beginn auf der irrigen Annahme, man könne das bis dato über die nationale Zinspolitik gesteuerte Inflationsziel auch mit einem einheitlichen EZB-Zins erreichen - verbunden mit der Hoffnung, daß sich noch bestehende nationale Unterschiede im Preis- und Lohnniveau angleichen würden. Dazu kam es bekanntlich nicht. Ein Grund war Nichteinhaltung der Maastrichtkriterien. Entscheidender ist aber, daß es zugunsten einer Planwirtschafgar keine Möglichkeit gab/gibt Löhne staatlich zu diktieren - nicht in Deutschland und nicht in Griechenland (was wiederum zum Problem des Euro führt, nämlich das Fehlen einer einheitlichen Sozial- und Steuerpolitik). Freilich würden sich die Divergenz der Inflation in Europa vermindern, wenn Deutschland seine Löhne deutlich erhöht und Griechenland senkt. Wenn der Staat dies täte, verließe man allerdings die Marktwirtschaft

Versuchskaninchen in Europas Süden

Ich kann unmöglich glauben, dass deutsche Politiker in verantwortlicher Position für ein gerechtes Europa, wie Frau Merkel und Herr Rösler vielen voran, nur einen blassen Schimmer von den realen Verhältnissen in Griechenland haben.
Also ist es bestimmte Absicht, die große Mehrheit der Griechen als “Versuchskaninchen“ in echte Not zu bringen.
Und wo ist die Opposition, welche diesen europäischen Versuch stoppen könnte?
So wie sich in Griechenland mit der Zeit die Verhältnisse verbessern sollen, werden diese Politiker ihre Behinderungen nicht mehr lange durchsetzen können.

Richtiges und Falsches findet

Richtiges und Falsches findet sich da wohl beides in dem Kommentar. Richtig ist sicher die Erklaerung zu den 20 herrschenden Familien und die Sabotage innerhalb der Behoerden. Dahinter steht ja auch Grundsatzdenken, und das muesste veraendert werden. Behoerden koennen sehr "schlank" sein, mit wenig Personal und ohne Lebenszeitverbeamtung oder aehnlichen Ueberfluss (wie Weihnachstgeld oder Urlaubsgeld), so wie in vielen USA Bundesstaaten, und trotzdem effizient arbeiten wenn sie richtig strukturiert sind.

Unrecht hat der Mann aber, wenn er sagt dass die Banken deren Kredite mit europaeischem Geld abbezahlt werden gar keine neuen Kredite mehr geben, denn die Finanzierung des Staates ueber Kurzkredite laeuft ja auch ueber die Banken, d.h. deren Kredite werden sehr wohl noch gebraucht.

RTL Umfrage 80% für Griechenland Austritt

Herr Kathgläubig Sie müssen auch eine Quelle nennen.
Falls Sie sich erinnern, haben Sie in einem anderen Beitrag gesagt Sie hätten die Werte vom RTL Video Text!

Jetzt kann sich jeder selber eine Meinung bilden wie repräsentant diese Umfragewerte sind :D

WAS IST DENN DAS? 8. November

WAS IST DENN DAS?
8. November 2012 - 11:50 — Phonomatic
>>"" Die Abgeordneten, die für das Sparpaket gestimmt haben, sind es nicht wert, zu dieser Gesellschaft zu gehören. "
- Wie können Sie soetwas abdrucken ?!"<<

Merkwürdig, ich war auch vorerst sehr erschrocken dies gelesen zu haben. Danach suchte ich der "Diskussionsspur" Ihrer Aussage zu folgen und versuche weiterzuhelfen:

Die Demut vor Höherem ./. niederem Recht(z.B. Schmerzensgeld- ./. Verfassungsklage) und daraus folgenden Vertrauens/ Solidaritätszwängen z.B. im Parlament vor sehr komplexen Sachverhalten, ohne denen wirkliche Demokratie nicht realisiert werden kann(siehe die oft unterschiedlichen, oft teilbaren Kommentare)durch Vertrauen in "Zuarbeitsekretäre" ist nicht jedermann erschließbar: Wut über "Unrecht", "Tiefste Verletztheit über Menschlichkeits-Ausschluss(./. Achtung vor JEDER Minderheit)" erzeugen wechselseitig Irritationen wie hier.

Keiner wollte diese "Sensibilität" verletzen, wollte sie verteidigen, glaub' ich

16:48 — Reinhard Jacob

Das Experiment "Euro" wird hoffentlich dazu führen, dass Millionen Menschen in ganz Europa solidarisch auf die Straße gehen und gemeinsam gegen die Politik demonstrieren. Wir alle dürften bezeugen, welche 180 Grad-Wende die Demos nach Fukushima bzw. die Proteste in Deutschland in der Pro-Atom-Regierung erwirkt haben.

Auf die Straße. In Süd- und in Nordeuropa. Gegen ein Verbrechen an den Völkern in Südeuropa!

16:46 — cowboy8

"Wie auch immer. Jedenfalls belegt es, dass nicht 80% der Deutschen gegen Frau Merkels Euro-Politik sind."

Wir haben unsere gewählten Politiker, um verantwortlich unsere Werte zu verteidigen. Wenn sich eine Parte ein "C" im Namen gönnt, darf man wohl erwarten, dass sie ihrer Verantwortung unseren europäischen Mitbürgern gegenüber bewusst wird. Dass die träge Wählermasse, die, zum Teil durchaus berechtigt, mit anderen Dingen befasst ist, die Zusammenhänge nicht durchschaut, macht es nicht besser.

Politik bedeutet Verantwortung. Und dieser Verantwortung wird weder in Regierung noch Opposition entsprochen.

@ 16:51 — fischer Jüürgen

ich verstehs ja auch iwo, aber ich fühl mich auch verpflichtet auf die verfänglichkeit dieser Äußerungen Aufmerksam zu machen (verstanden fühle ich mich allerdings wenig bei diesem Bemühen) -> ist ja dann womöglich meiner eigenen ausdrucksschwierigkeiten geschuldet. Schade, wie Sie sagen, kaum eine Spur dazu, schon gar keine die glücklich machen würde.

@ 16:46 — Nebulös

tatsächlich spielt es eine Rolle ob es 10 oder 100 betrifft. Und ja, da ist genaue information die wichtigste Basis für entscheidungen. Übertreibungen und Emotionalität bringen da auch nicht weiter.

@16:45 — kookie40

Mein persönlicher Eindruck ist, dass die meisten der heutigen Eurokritiker schon immer gegen den Euro waren, vorwiegend nicht aus ökonomischen, sondern aus nationalistischen, meinetwegen patriotischen Gründen.

Ich bin überzeugt davon, dass die Mehrheit der Deutschen den Euro behalten will. Darüber gibt es Meinungsumfagen. Auch wenn diese daneben liegen können, dann bedeutet "daneben liegen" niemals ein 2-stelliger Prozentbereich Abweichung zu einer tatsächlichen Abstimmung.

Die DM-Nostalgiker werden sowieso immer weniger. Ein Erstwähler von heute war bei der Euro-Bargeldeinführung erst 8 Jahre alt. Die "gute alte Mark" gibt es für diese Generation einfach nicht.

Die Anti-Euro-Parteien, die es mal gab, hatten so wenig Zulauf, dass sie unter den "Sonstigen" wohl selbst nur unter "Sonstige" gelistet waren. Ich weiß gar nicht, ob heute überhaupt noch eine existiert.

@ fridolin

Das mit den EU-Normen kann ich nicht beurteilen; durchaus möglich, daß Sie da recht haben. Allerdings bleibt es natürlich dabei, daß der Euro es für die Griechen attraktiver machte billig zu importieren anstatt selbst zu produzieren. Und mal ehrlich, Tomaten so herzustellen, daß sie einer EU-Norm entsprechen, sollte auch für die Griechen möglich sein.

@ gierde zerstört 15:32

Soweit ich das sehe, widersprechen wir uns nicht. Jedenfalls sind wir uns einig, daß das Problem im Euro begründet liegt. Den Bogen bis zur Staatsschuldenkrise wollte ich gar nicht ziehen - mir ging es nur darum herauszustellen, welcher Fehlanreiz von einem für eine Volkswirtschaft zu geringen Zins ausgeht.

@ 15:51 — giuliasenzanome

" es ist eine frechheit zu behaupten, die südeuropäer packen nichts an "
- das habe ich nicht und das würde ich auch nicht! Ich habe mich allein auf die Situation in Griechenland bezogen. Ich sehe ALLE anderen "Krisen"Länder auf einem besseren Weg, VOR ALLEM wenn die Politiker zusammenhalten und in einer gemeinsamen nationalen Anstrengung die Probleme lösen. Das trifft auf Spanien wie auf Italien zu und von daher haben Sie auch meinen größten Respekt.

@16:58 — gierde zerstört

Ich möchte Sie höflich bitten, zu beachten, ob sich Kommentare von mir konkret auf andere Kommentare beziehen (gekennzeichnet mit einem @). Ich will mich nicht jedes Mal in Haarspaltereien verfangen, die mit dem ursprünglichen Kommentar nichts mehr zu tun haben.

Wenn man Verstand hatte war man schon immer gegen den Euro

Denn man kann nicht in über 20 Ländern eine einheitliche Währung mit gemeinsamen Zinssatz einführen und in einem Land schickt ein "Klunker" die Müllmänner für 15 oder 20% Lohnzuwachs auf die Straße während in einem anderen Land der Finanzminister eine "Störung des Gleichgewichtes" feststellt und auf Eichel komm raus die Staatsausgaben erhöht.

Das mußte schiefgehen und das wird auch nicht mit weiteren Schulden besser, nur teurer.

Trotzdem wird diese Problematik in den Medien, besonders den ö. r. ausgeblendet, und so getan als würden unsere Regierungsdamen immer nur Sinnvolles tun.

Das ist kein Ruhmesblatt für diese Medien. Auch wenn es (fast) noch keiner gemerkt hat.

Genau: Zurueck zu den Wurzeln !

Herr Tsolakidis spricht aus persoenlicher und oertlicher Erfahrung !
“Wir müssen zurück auf die Dörfer und uns mit der Landwirtschaft beschäftigen.”

Das eigene Land bestellen, gute und saubere (Slow Food) Agrarprodukte zu fairen Preisen DIREKT anbieten, Zwischenhändler auszuschalten, regionale Wirtschaftskreislaeufe staerken, und alle vorgeblichen “Investoren” (= Strolche!) gleich zum Teufel jagen.

Ich bin stolz auf meine griechischen Freunde, die sich auf den Weg machen, Nachhaltige Entwicklung im Sinne der Definition der VN seit 1992 nun tatsaechlich lokal und regional umzusetzen. Genau das, woran ich mit Freund Yiannis aus Khalkis in der Republik Mazedonien 2006-2008 im Auftrag der Schwedischen Regierung gearbeitet habe: Eine Nationale Strategie fuer Nachhaltige Entwicklung! Bravo!

Die EU und Deutschland haben (auf dem Papier) auch eine “Strategie fuer Nachhaltige Entwicklung”, aber es fehlt ihnen an Interesse zur Umsetzung! Beide schicken lieber IHRE “Investoren” ... ;)

8. November 2012 - 17:22 — pauline_8

Sie beklagen zu Recht, dass viel zu wenige Mitbürger mitbekommen, welch ein Blödsinn die Politiker von sich geben und dementsprechend handeln als auch, dass - auch die öffentlich rechtlichen Medien dies nicht herausarbeiten.

Die Mitbürger will ich etwas in Schutz nehmen. Die wenigsten haben die Zeit neben Beruf und Familie sich auch noch ausgiebig zu informieren. Diese Menschen sind auf eine korrekte und fachlich fundierte Information der Hauptmedien (Tagesschau, Heute-Journal) angewiesen.

Warum die Medien so versagen und nicht auch neue Wege aus der Krise wenigsten grob erörtern oder noch besser sich richtig damit auseinandersetzen, wird wohl das Geheimnis dieser Medien bleiben.

Aber dadurch tragen jene ein gerüttelt Maß an Mitschuld, wenn die deutsche Gesellschaft zerfällt und es wie vor fast hundert Jahren wieder blutige Unruhen gibt.

Mal so am Rande erwähnt...........

während hier mal mehr mal weniger sachlich fundiert zu der Aussage des Sportlehrers entsprechende Anmerkungen gemacht werden, sollte doch auch mal der Blick auf die uns baldigst treffenden Mehrbelastungen (z.B. Energiewende, GEZ, Gema, Müllgebühren etc.) in unserem Land geworfen werden.

Denn indirekt wird dadurch das Einkommen der hiesigen Steuerzahler ebenfalls um ca. 10-15% gekürzt. Anscheinend alles nicht so schlimm, aber immerhin wurden 2012 ca. 80000 Haushalten der Strom gesperrt und bestimmte, lebenserhaltene Medikamente werden von den Krankenkassen ebenfalls nicht bezahlt.

Seltsam, über diese Dinge wird nicht so intensiv berichtet, es sei denn, es betrifft die "notleidende" Bevölkerung Griechenlands. Überigens, in Deutschland wurde der Beamtenschaft schon vor einigen Jahren das Weihnachtsgeld gestrichen und Eltern, deren Kinder zwischen 23 u. 25 Jahre sind, keinen Job haben und bei den Eltern wohnen, auch das Kindergeld.

.......aber anscheinend wird hier weniger gejammert ?

@rex

"Warum kaufen sie denn soviel teure Milch?
Weil man nur von Milch leben kann, in Griechenland?
Dann müssten die Veganer ja alle längst an Milchmangel erkrankt sein."

Sie sind wohl nicht Veganer, oder? Der typische vegane Milchersatz, Sojaprodukte, sind in allen von mir frequentierten deutschen Läden frecherweise viel teurer als die billigsten entsprechenden Milchprodukte. Und zwar um das doppelte bis vierfache.

@pauline_8 @Juergen

Diese Frage lässt sich doch einfach beantworten. Erinnern Sie sich vielleicht der Anrufe einiger bayerischer Politiker bei einem gewissen ö.r. Sender?

Nun, vielleicht war das nur die Spitze des Eisberges, war ja auch aus meiner Sicht nur ein drittrangiges Thema.

Bei brisanten Themen, wie diesen, würde ich allzugerne wissen, in welche Richtung der Mainstream gelenkt werden soll und wer die entsprechenden Direktiven dafür erteilt.

Mit dem letzten Teil seiner Einschätzung . . .

dass wenige Clans bzw. Gruppen die Wirtschaft und damit auch die Politik kontrollieren, wird Herr Tsolakidis recht haben; aber gerade das zeigt, wie
nah wir selbst an griechischen Verhältnissen sind.

Bei uns braucht nur niemand Festplatten ausbauen, denn nach einer Wahl
arbeitet die neue Regierung mit den alten Nullen stumm weiter. Und weil wir
Deutschen ein Kontinuum lieben, reicht das dann auch zur Wiederwahl.

Weiter zusehen und weiter staunen?

Denkt vielleicht irgendjemand, dass die griechische Bevölkerung nach den jetzigen Beschlüssen wieder motiviert zur Arbeit geht und sich mit den Kürzungen arrangiert? Ich kann es mir nicht vorstellen, dass noch Freude und Zuversicht aufkommt.

By the way … “Nachhaltige Entwicklung” ...

und auch weil die deutschen Medien eine – wie hier von verschiedenen Kommentatoren angemahnt – eine unruehmliche Rolle im “Griechenland-Spiel” inne haben:

Zitat Buero der Bundeskanzlerin am 3. September 2012: “Das Thema Nachhaltigkeit stehen ganz oben auf der Agenda der Bundesregierung.”

Ok, vergessen wir mal “stehen” … ;)

Wenn dies so waere, dann muesste die Bundesrepublik Deutschland als Musterland FUER “Nachhaltige Entwicklung” in Europa laengst eine Armada von Experten auf den Weg Richtung Griechenland geschickt haben, um lokale und regionale Buergerkommittees in ihren Aktionen zu unterstuetzen. Dies ist (bedauerlicherweise) nicht der Fall. Warum? Weil die Bundesregierung selbst, angefuehrt von der Frau Bundeskanzlerin, 1. Keine Ahnung von “Nachhaltige Entwicklung” hat, und 2. Aus nationalem Interesse (was immer das sein mag?) kein Interesse an “Nachhaltiger Entwicklung” hat … weder in Deutschland, noch in Griechenland, noch in Europa … oder gar Afrika !

So langsam komme ich zu der Auffassung,

dass die Deutschen- und EU-Politiker, im Falle Griechenlands, Maß und Takt verloren haben.
Es muss doch wenigstens einigen vernünftigen Wirtschaftfachleuten klar sein, dass man mit dieser Medizin ,des bankrottsparens, nichts aber auch gar nichts erreichen wird.
Die LINKE- bzw. Gr. Gysi- hats schon früh erkannt und sagte mehrfach im Bundestag, dass dieses Land nur seine Schulden, zumindest teilweise, bedienen kann wenn wirtschaftl. Wachstum und Kaufkraft generiert wird. Einnahmen braucht das Land.Aber woher ?
Ein, am finanz.Boden liegendes Griechenland ist nicht geholfen, wenn Merkel, die sog. Troika und Eu-Politiker keine intelligenteren Maßnahmen zu Griechenland einfallen.
Immer neues Nachtreten hilft nicht.
Das wird nichts! Ganz sicher !

@ 18:52 — Sustainche

Nachhaltig ist für uns nunmal im zweifelsfall das, was Siemens dazu liefern kann.

@Matthias P.: wenn ich Sie da beim Wort nehme…

… so hat der Staat auch mit der Agenda 2010 und Hartz4 "die Marktwirtschaft verlassen".

Tatsächlich jedoch ist es gerade die Aufgabe des Staates, durch setzen der Rahmenbedingungen die Marktwirtschaft zu steuern. Die Frage ist auch nicht ob das passiert (es geschieht ja offensichtlich), sondern wohin gesteurt wird.

Die Niedriglohnpolitik der Agenda führt eben durch die "Lohnzurückhaltung" (in Wirklichkeit knallhartes Lohndrücken) zu einer zu niedrigen Inflationsrate. Das ist Absicht, und wird auch so erklärt: die Neoliberalen in FDP, SPD, CDU/CSU und auch den Grünen erklären ja gerade, das "steigere die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands".

Auch in den Ländern, die eine zu hohe Inflation haben, ist das keinesfalls Zufall. Sondern deren Regierungen haben das als Programm gefahren.

Dass es anders geht, beweist Frankreich: dieses Land hat das vereinbarte Inflationsziel von 2% genau eingehalten.

....Deutschland war nach dem

....Deutschland war nach dem Zweiten Weltkrieg in einer ähnlichen Situation und hat seine Schulden erst dann begleichen müssen, als Geld übrig war.

Dazu ein Bericht der österreichischen Arbeiterzeitung von 1951:

"40 Millionen Deutsche haben 1950 Steuern in Höhe von 12 Milliarden DM aufgebracht. Davon mussten aber 6,6 Milliarden Besaztungssteuer an die Allierten abgeführt werden. Somit verblieben 5,4 Milliarden um ein vom Krieg zerstörtes Land zu verwalten und 6 Millionen fehlende Wohnungen zu bauen"

Deutschland 1950 hat es geschafft und stieg wieder auf, wie wir wissen.
Das lag nicht an fehlenden Fernsehern, sondern an einer grundsätzlich anderen Mentalität.

Herr Tsolakidis hat völlig Recht! Wenn sich die Griechen von ihrem bisherigen Denken verabschieden, dann wird es gehen.

Die Chicago Boys und der Neoklassizismus können endgültig einpacken. Deutlicher kann es nicht mehr werden, dass man mit dem Steuerungsinstrument der Leitzinsen die Auswüchse im Finanzsystem nicht in den Griff bekommt.

Die Entwicklung korreliert überhaupt nicht mehr mit den fiskalischen Steuerungsmassnahmen. Dagegen passt Keyens nach wie vor.

Die EZB hat ihren Einfluss eben gerade nicht durch den Leitzins. Die Geldmenge wird dadurch nur sehr begrenzt beeinflusst, die Steuerung funktioniert so nicht. Aber die Entwicklung der Produktivität und der Löhne, also der Lohnstückkosten, korrelliert sehr gut mit der wirtschaftlichen Entwicklung. Ich kann dazu nur den einschlägigen Vortrag von Prof. Dr. Flassbeck empfehlen:

http://www.youtube.com/watch?v=2o0qwhSVz68

@GuK1960: Es lag vor allem auch an den Amerikanern

Die haben uns nämlich damals keine Austeritätspolitik aufgedrückt wie die "Troika" und Merkel.

Ganz im Gegenteil, es gab einen Marschallplan, und somit massive Investitionen, gerade als es uns schlecht ging.

Deshalb kamen wir auch wieder auf die Beine. Für Griechenland könnte man das auch machen.

Wenn man denn wollte.

@Phonomatic: wie kommen Sie darauf, Spanien sei etwa…

… "auf einem guten Weg"?

Dort wirkt die aufgezwungene Austeritätspolitik genauso katastrophal wie in Griechenland. Über 200.000 Familien in Andalusia können bereits ihre Kinder nicht mehr hinreichend ernähren. Ebenfalls weit über 25% sind arbeitslos, mehr als die Hälfte der Jugendlichen sind arbeitslos.

Und dabei steigt die Staatsschuldenquote an und an und an durch den "Sparkurs" und das "Bankenretten". Sie steigt an in einem Land, das nie eine besonders hohe Schuldenquote hatte.

Bis die Troika sie erzwang.

@tirilei: da irren Sie sich

Es ist keinesfalls so, dass die Kredite der Banken unbedingt gebraucht werden. Sowohl könnte die EZB die Staatsschulden Griechenlands auch direkt finanzieren, als auch teilweise erlassen.

Das ist schlicht politisch nicht gewollt. Tatsächlich läuft es nämlich so ab, dass sich Banken Geld für Minimalzinsen bei der EZB leihen können, und das für Mondpreise an Griechenland weiterreichen. So machen sie mit einer Transaktion Milliardengewinne, ganz ohne eigenes Kapital.

Und wenn es dann dazu kommt, dass die Forderung ausfällt, so werden sie von den freundlichen EU-Staaten (also vom Steuerzahler) "gerettet". Und die Banken dürfen die Mondzinsen für Nullrisiko und ohne Eigenkapital behalten.

Und als Boni an das Management sowie als Dividende an die Aktionäre ausschütten.

Marktkonforme Demokratie: der Steuerzahler begleicht die Spielschulden.

@ 19:26 —Phonomatic: Siemens und Nachhaltige Entwicklung

Besten Dank fuer den Hinweis auf “unser” Siemens – wie konnte ich Siemens im Zusammenhang mit Nachhaltiger Entwicklung und Korruption vergessen?!

"Unsere" “Deutsche Telekom” soll ja in Griechenland auch eine etwas merkwuerdige Rolle im Zusammenhang mit Nachhaltiger Entwicklung gespielt haben.

Und, wenn ich mich recht erinnere, dann hat sich die deutsche Bundeskanzlerin in Griechenland bereits inmitten der Krise besonders hervorgetan, deutsche U-Boote von HDW in Kiel anzupreisen.

Erinnerlich ist mir auch, dass die Frau Bundeskanzlerin bei ihrem juengsten Besuch hier im benachbarten, oelreichen Angola “ploetzlich” auf die Idee kam, Schnellboote fuer die Kuestenwache (geradezu ein MUSS!) anzupreisen … ;)

Tja, Deutschland, wahrhaftige “Nachhaltige Entwicklung” ist ein weiter Weg … :)

da sollten Sie einfach mal

da sollten Sie einfach mal gegenrechnen was an Marshallplan Hilfen geflossen ist und was an Besatzungssteuer aber abgeflossen ist

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