Ein Plakat mit der Aufschrift "*Innen" ist an der Hochschule für Fernsehen und Film München zu sehen (Archivbild)

Ihre Meinung zu Ein Jahr Genderverbot in Bayern: Viel Lärm um sehr wenig?

Gendersprache ist in Bayern seit einem Jahr in Schulen, Hochschulen und Verwaltung verboten. Ministerien werten die Regelung als Erfolg, Kritiker beklagen Ausgrenzung. Von Petr Jerabek.

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174 Kommentare

Kommentare

Montag

Haben wir keine wichtigeren Probleme?

Beispiele: 
=> Schulunterricht in der Qualität, dass Deutschland bei internationalen Vergleichen gut abschneidet.
=> Schulunterricht in der Qualität, dass alle (oder nahezu alle) Jugendlichen die Chance haben, eine Ausbildung oder ein Studium zu beginnen und erfolgreich abzuschließen.
=> Entbürokratisierung. (Beispielsweise eine Behörde, die für die Bewilligung und Verwaltung aller staatlichen Transferleistungen zuständig ist. Und dafür effiziente (!) digitalisierte (!) Verfahren nutzt.)
=> Rasche Sanierung von Brücken und anderer maroder Infrastruktur.

(Diese Liste lässt sich fortsetzen ...)

DeHahn

Was ein Segen, dass man wegen der Genderfrage keine Aufmerksamkeit für fehlende Zukunftsinvestitionen, zu wenig Steuern bei den Superreichen, schlechte Infrastruktur etc. hat. Es ist ja auch ABSOLUT wichtig  LGBTQ ständig im Sinn zu haben. Alles andere ist sekundär!

MargaretaK.

Was für ein Glück, dass unser Ministerpräsident Söder mit seinem Verbot dafür gesorgt hat, dass ich nicht gendern MUSS. Sonst müsste ich mich komplett verbiegen 😵‍💫.

Also ich gendere wann ich will und wenn ich nicht will, dann eben nicht. Red i Boarisch, dann gäd Dschendan gar ned. Do brauch i aba a koa Vabod vom Söder.😆

 

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krautbauer

Jawollo, Margareto

Hille-SH

Naja die Bayern halt...! 

Auf die Fahnen hatten sich die "starken" Bayern für die Koalitionsverhandlungen ja die "intensive Inflationsbekämpfung" (das was den Menschen wirklich Sorgen macht) geschrieben,...aber, so kennt man die CSU,...nichts mehr, rein gar nichts...! Der ewig coole Söder,...blaß, blasser, nicht gegenwärtig, nicht vorhanden...

Dieses Volk bekommt die "ewigen Blender" die es auch verdient...

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MargaretaK.

Sie finden, dass ich "den coolen Söder mit der Fressorgie" verdiene, nur weil ich in Bayern bin, aber den bzw. seine Partei nicht gewählt habe? Das finde ich jetzt ganz schön schäbig von Ihnen ;))

Mendeleev

Das es Wortschöpfungen wie "Gästin" sogar in den Duden geschafft haben .. 

 

Meinetwegen. 

Es gibt ja auch "wöllte" (= wollen würde), weil "wollte" uneindeutig ist (ist die Vergangenheits- oder Konjunktivform gemeint?)

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schabernack

➢  Das es Wortschöpfungen wie "Gästin" sogar in den Duden geschafft haben ...

«Gästin» als Femininum zu «Gast» ist das gleiche Grundschulkind wie «Köchin» zu «Koch».

Der erste Vokal im Wort bekommt die zwei schönen Punkte oben drauf,
hinten ans Wort kommt das -in dran.

Zum Sprachdoktor müssen Sie erst dann,
sobald Sie beginnen, «Ästin» zu «Ast» zu bilden.

DrBeyer

Seltsam. Angeblich sollen doch die Grünen DIE deutsche Verbotspartei sein. Sagen alle CSU-Politiker jedenfalls ständig.

In Wirklichkeit ist ganz offensichtlich die CSU eine echte Verbotspartei.

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MargaretaK.

Und wenn kein Verbot möglich ist, dann gibt's eben einen (Kruzifi) Erlass .

Wolf1905

Dass es „Verbotsparteien“ in Deutschland gibt, ist mir neu.

Pride

So ist's. Die, die anderen Verbote unterstellen, sind ganz groß im Verbieten. Mehr widersprechen können die sich gar nicht.

Mendeleev

Das Gendern ist ein Eliten-Projekt - wobei mit "Eliten" kein Geldadel gemeint ist, dass können auch mittellose Waldorfschüler sein. 

Es sind also keine sprachlich sondern ideologisch motivierten Sprachschöpfungen. 

Niemand redet so in Wirklichkeit, auch und gerade nicht in linken/woken Communities. Die reden genauso von "Studenten" oder "Studis" wie jeder andere auch ...man stelle sich das auch vor man unterhielte sich in der WG über "StudentInnen" ... das hätte nur Gelächter zur Folge .. 

 

Die Gendersprache kommt dann zum Einsatz, wenn über die Grenzen der woken Community HINAUS kommuniziert wird. 

Schiebaer

Gendern,was ist das ? Habe ich nie in der Schule von gehört. Habe ich da was verpasst ?

AlterSimpel

In Habecks letzten Buch hat er auch aufs gendern verzichtet: es bringt nicht den gewünschten Erfolg (weil es die Menschen mehrheitlich ablehnen) und liefert unnötig Munition für Kulturkämpfer.

Wozu letzteres führen kann, kann man gerade in den USA sehen: hätten es die eine Seite nicht so übertrieben, wäre das Thema von der Gegenseite niemals so hochgekocht worden. Jetzt läuft man in den USA Gefahr, zusätzlich zu DEI auch sinnvolle Errungenschaften der letzten 30 Jahre zu verlieren.

Schön blöd.

Ich halte die bislang beschlossenen Gesetzesänderungen für ausreichend, um Diskriminierung zu verhindern bzw. zu ahnden. Der Rest muss sich in aller Ruhe finden, und das kann auch mal ein paar Jahrzehnte dauern. Man darf die Gesellschaft nicht überfordern, zumal in einer Zeit der permanenten Krisen.

pasmal

Kritiker beklagen Ausgrenzung
Es gibt ja auch momentan überhaupt keine anderen Probleme mehr, gell

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Werner40

Gegenderte Texte sind schwerer zu lesen. Besser ohne.

Louis2013

Die deutsche Sprache ist eine schöne Sprache – in Wort und Schrift. Mehrgeschlechtliche Schreibweisen, wie sie von linksgrünen Zeitgenossen gefordert werden, verhunzen die geschriebenen Texte. Das hat weder der Verfasser noch der Leser verdient.  

 

fathaland slim

Meine Güte. Diese ganze Genderdiskussion geht mir derart auf den Zeiger, ich kann gar nicht sagen wie.

Ideologie über alles, vor allem für weit rechts. 

Ich bin ein großer Freund der Schönheit der deutschen Sprache und deswegen ein Gegner all der Sternchen, Unterstriche, Wortverbiegungen, all diese Sachen, die sich Menschen mit den allerbesten Absichten ausgedacht haben. Aber manchmal ist gut gemeint eben eine einsame Katastrophe.

Wenn diese rasend ideologische Diskussion so weiter geht, werde ich aber irgendwann damit anfangen, selbst zu gendern, und zwar aus Trotz.

Kulturkampf? Völlig unnötig. Aber wenn man mich zwingt, dann wird man sehen was man davon hat.

Es nervt!

RockNRolla

Es soll doch jeder/e/s gendern, wie es will. Wer bin ich denn, den Leuten zu verbieten, sich maximal zu blamieren? Deshalb soll das wohl auch verpflichtend eingeführt werden, damit die Gendernden*innen*de nicht alleine dumm dastehen. 

Es ist immer wieder ein Spaß, auf dem Absatz kehrt zu machen, wenn im direkten Gespräch gefaselt wird: "Aber ich wollte doch noch sagen,...." ja, aber nicht mir.  :-)

FantasyFactory

Gendern ist ein gutes Thema. Um abzulenken um den Fokus auf "Eigentlich nichts" zu lenken, um am Stammtisch, in Bierzelten und Parteitagen der sogenannten Konservativen und braunblauen Schreihälse den Untergang des Abendlandes zu prophezeien. Und um Auszugrenzen.

Santin

Herrmann (CSU): "Es gelte, "Diskursräume in einer liberalen offenen Gesellschaft" offenzuhalten. Ideologisch aufgeladene Sprache habe eine "stark exkludierende Wirkung".

Ein Verbot der Benutzung der Gendersprache – das sehe ich als ideologisch aufgeladen.

Übrigens laut Rechtschreibrat empfohlen:

Mitarbeiter/-innen

"Neben die vollständige Paarform trat bald eine Kurzform mit Schrägstrich. Diese Form kommt in zwei Varianten vor: einer mit Bindestrich nach dem Schrägstrich: Der Bindestrich fungiert als Auslassungszeichen, steht hier also für Mitarbeiter, bevor sich daran innen anschließt. Häufiger in der Praxis ist die Schreibweise ohne Bindestrich. Diese entspricht laut Gesellschaft für deutsche Sprache jedoch nicht den amtlichen Rechtschreibregeln. Ansonsten empfehlen die GfdS und der Duden durchaus die Schrägstrichschreibung (mit Bindestrich), um möglichst sprachökonomisch zu schreiben.“

https://www.contexta.de/geschlechtsneutrale-schreibweise/

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