Ein Plakat mit der Aufschrift "*Innen" ist an der Hochschule für Fernsehen und Film München zu sehen (Archivbild)

Ihre Meinung zu Ein Jahr Genderverbot in Bayern: Viel Lärm um sehr wenig?

Gendersprache ist in Bayern seit einem Jahr in Schulen, Hochschulen und Verwaltung verboten. Ministerien werten die Regelung als Erfolg, Kritiker beklagen Ausgrenzung. Von Petr Jerabek.

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174 Kommentare

Kommentare

Andi123

CSU als Verbotspartei ?

Und was macht Herr Söder jetzt, nachdem er das entscheidende politische Thema siegreich erledigt hat?

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krautbauer

Merz beerben 

natootan

Dann wendet er sich anderen Problemen zu.

gendergagga

>>"Gendersprache ist in Bayern seit einem Jahr in Schulen, Hochschulen und Verwaltung verboten"<<

Wie sagte noch ein bekannter deutscher Schauspieler und Kabarettist? Gendern ist eine Sprachverhuntzung und ich sehe das genauso.

Anderes1961

Sind in Bayern jetzt die Mieten günstiger, weil nicht mehr gegendert werden darf?

Geht der Ausbau der erneuerbaren Energien in Bayern jetzt voran, weil nicht mehr gegendert werden darf?

Gibt es jetzt weniger Kinderamut in Bayern, weil nicht mehr gegendert werden darf?

Sind die Strompreise in Bayern günstiger geworden, weil nicht mehr gegendert werden darf?

Genau. Nein.

Warum zum Teufel soll das Genderverbot in Bayern jetzt ein Erfolg sein? Da knallt mir der Kopf auf die Tischplatte und mir entfleucht: "Oh man". 

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MargaretaK.

"Sind die Strompreise in Bayern günstiger geworden, weil nicht mehr gegendert werden darf?"

Das ist aber nur, weil der SüdOstlink immer noch nicht steht. Der Norden schafft es einfach nicht, den Strom in Eimern zu uns nach Bayern zu tragen. Da kann doch der Söder nichts dafür 🤨🤣

Claus

Sind in Bayern jetzt die Mieten günstiger, weil nicht mehr gegendert werden darf?

Nein

Geht der Ausbau der erneuerbaren Energien in Bayern jetzt voran, weil nicht mehr gegendert werden darf?

Nein, weil zu wenig Energie in das Netz eingespeist werden kann, weil das Netz dafür nicht ausgelegt ist

Gibt es jetzt weniger Kinderamut in Bayern, weil nicht mehr gegendert werden darf?

Nein, aber so wenig, wie in keinem anderen Bundesland

Sind die Strompreise in Bayern günstiger geworden, weil nicht mehr gegendert werden darf?

Nein, weil der Strompreis vom teuersten Lieferanten als Basis genommen wird

Warum zum Teufel soll das Genderverbot in Bayern jetzt ein Erfolg sein? Da knallt mir der Kopf auf die Tischplatte und mir entfleucht: "Oh man". 

Jetzt wird mir einiges klar, bitte nicht zu oft machen.

Es ist vielleicht kein Erfolg, aber es befriedigt doch ungemein.

natootan

Vortreffliche Logik.

Sind in Bayern die Mieten günstiger, weil man nicht das Falschparken verboten hat?

Geht der Ausbau der erneuerbaren Energien schneller von statten, weil Körperverletzung verboten wird?

Fragen über Fragen.. 

SydB

Ich gendere auch nicht. Herr Söder hat recht.

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falsa demonstratio

"Ich gendere auch nicht. Herr Söder hat recht."

Mir fällt aktiv gendern auch schwer. Herr Söder hat aber Unrecht mit seiner Verbotspolitik. Lass doch jeden gendern, wenn er will.

DrBeyer

"Ich gendere auch nicht. Herr Söder hat recht."

Ihnen ist hoffentlich klar, dass das eine mit dem anderen absolut gar nichts zu tun hat?

De Paelzer

Es kann ja auch jeder schreiben wie er will, aber das Verbot geht gar nicht. Jetzt bekommt man amtlich vorgeschrieben wie man schreiben soll!

Also ein Antrag an die Komune mit Gender* wird dann nicht bearbeitet? Man wie tief sind wir gesunken.

krautbauer

Sie benötigen das Recht eines anderen? Um nicht zu gendern. Wow. 

Mal ihm Ernst, sie dürfen so ziemlich tun und lassen, was immer Sie auch möchten. Auch ohne die Zustimmung von anderen. Ist toll. Nennt sich Willensfreiheit oder so ähnlich. Peace.

MargaretaK.

Ich gehe davon aus, dass Sie (genau wie ich) dazu aber kein Verbot von Söder gebraucht haben?

proehi

Ja doch. Bei uns in Bayern gibt es Gegenden und Ecken, in denen wird die von mir sehr geschätzte Mundsprache mit ihrem Witz besonders gepflegt. In manchen Winkeln können die Leute auch nur diese Sprache und kein Hochdeutsch. Da wollte der Ministerpräsident die Menschen mit dem von ihm „attestierten“ Schluckauf beim Gendern, sicherlich nicht überfordern.

JM

Würde die >Presse nicht darüber informieren gäbe es dieses Problem überhaupt nicht. Jeder nach seiner Fasion, keine Berichterstattung, dann gibt es einfach nichts zu Berichten und hochspielen wäre unmöglich.

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DrBeyer

Oha. Da will also jemand der Presse vorschreiben, worüber sie zu berichten hat und worüber nicht. Sehr interessant.

falsa demonstratio

"Würde die >Presse nicht darüber informieren gäbe es dieses Problem überhaupt nicht. Jeder nach seiner Fasion, keine Berichterstattung, dann gibt es einfach nichts zu Berichten und hochspielen wäre unmöglich."

Heute bei TS: "Klimawandel hat "gravierende Folgen" für Deutschland"

Würden die nicht darüber berichten, gäbe ers das Klimaproblem gar nicht.

Das gilt analog auch für den Ukrainekrieg, die US-Zollpolitik und vieles andere mehr.

ein Lebowski

Nee, das stört richtig viele Leute, ich wechsle sogar das Programm, wenn da jemand gendert und es sind ja auch nicht viele, die das überhaupt machen, vom Prinzip eigtl. Hochschulen, Medien und Politik, den Rest kann man damit jagen.

Es sieht einfach schräg aus, klingt schräg und macht nichts einfacher oder besser.

Verbieten würde ichs nicht, mir wäre es lieber, es verläuft sich im Sande.

natootan

Eben nicht. Wenn jeder dürfte, wie er wollte, dann hätten wir in Deutschland Anarchie.

Arthur K.

Man  braucht  das  Gendern  nicht  zu  verbieten,  aber  sollte  es  auch  nicht  vorschreiben.   Wer  das  Gendern  unbedingt  braucht,  kann  es  ja  nutzen.

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Anderes1961

Es gab und gibt kein Gesetz, das gendern vorschreibt. Einen Genderzwang gibt es ausschließlich in rechten Köpfen. Sonst nirgendwo. 

Mendeleev

Das Gendern ist ein "Code" der Woken. 

Es wird fast ausschliesslich im Schriftverkehr genutzt ... 

Anderes1961

Nein, es ist kein Code. Es ist ausschließlich eine Höflichkeit und die Bezeugung des Respekts vor anderen Menschen, die nicht so sind wie man selbst. Aber niemand wurde oder wird zum gendern gezwungen. Wenn Sie unhöflich sein wollen - Ihr Bier.

Und das gendern fast ausschließlich im Schriftverkehr genutzt würde ist kompletter Blödsinn.

BotschafterSarek

Privatpersonen meinetwegen. Aber nicht Behörden, die mögen bitte amtliche Rechtschreibung verwenden. Bzw. das, was allgemein anerkannt ist, und ich bezweifle, dass das Gendern von einer großen Mehrheit der Bevölkerung als richtiges und gutes Deutsch angesehen wird. 

Claus

Also Behördenbriefe versteht man oft mit oder ohne gendern nicht.

Peter P1960

Es wird niergends vorgeschrieben, aber in Bayern verboten. Die CSU ist halt eine Verbotspartei.

Claus

Was macht dann jemand, wenn er meint, wenn man nicht gendert, diskriminiert man? Er gibt zum Ausdruck man diskriminiert, und will es mit der Hintertür vorschreiben. Und das nervt. Selbst mit gewachsener Sprache bleibt Mann Mann, Frau Frau, und lgbtq lgbtq. und das Beste, jeder versteht es.

YVH

Wenn Politiker den Menschen vorschreiben, wie sie zu reden haben, sehe ich unsere Demokratie in gefahr.

Mit den ganzen Verboten schränkt man nur die Freiheit ein und damit auch das Voranschreiten der Gesellschaft. In Bayern will man einen Zustand festsetzen, den einige wenige als richtig empfinden. Doch nur durch Veränderung kommen wir als Menschen weiter.

Sinnvolle Veränderungen werden sich dann durchsetzen, wenn sie einen Vorteil bringen. Das geschieht von alleine und muss nicht von oben herab beschlossen werden.

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Decathlon

"In Bayern will man einen Zustand festsetzen, den einige wenige als richtig empfinden."

Oha. Da scheint in verschiedenen Bevölkerungsgruppen aber eine sehr unterschiedliche Wahrnehmung zu herrschen. Alle, die ich kenne, gendern nicht, mögen gegenderte Sprache nicht, und viele finden gendern furchtbar.

gendergagga

Gendersprache zu lesen finde ich ja schon eine Zumutung. Gänzlich der Magen dreht sich bei mir um wenn ich jemand in der Gendersprache sprechen höre. Ich vertrete auch die These dass das "Gendern" nicht einer soliden und guten Rechtschreibung beim Nachwuchs förderlich ist. 

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AbendteeFürDschibuti

Diese Aussage hätte auch vom besten Präsidenten aller Zeiten sein können.

De Paelzer

Bayerisch aber auch nicht. Unsere Kinder haben mit Pfälzisch schon Probleme.

Tritzdem erkläre ich meinem Sohn, dass es nicht nur zwei Sorten Menschen gibt und man das respektieren soll.
Ich bin froh, dass wir zwei lesbische Frauen in der Verwandschaft haben und jeder es respektiert und es einen normalen Umgang gibt.

Peter P1960

Ja, ich bevorzuge auch das generische Femeninum ;-)

vaihingerxx

eine Frage der Prioritätensetzung

ob den Bürger wirklich das Gegendere interessiert oder die Forderung der GRÜNEN Jugendsprecherin Jette Nietzard mit einer Forderung auf einen Rechtsanspruch auf einen Orgasmus, kann man am Abschneiden bei der letzten Bundestagswahl erkennen

zumindest gibts in Bayern bessere Gehälter weniger Sozialhilfeempfänger und finanziert mit 9 Mrd in den Länderfinanzausgleichs die teuren gesellschaftspolitischen Hobbys anderer Bundesländer

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falsa demonstratio

"zumindest gibts in Bayern bessere Gehälter weniger Sozialhilfeempfänger und finanziert mit 9 Mrd in den Länderfinanzausgleichs die teuren gesellschaftspolitischen Hobbys anderer Bundesländer"

Wenn das bayerische Generverbot das bewirkt hat, oin ich ab sofort auch gegen das Gendern.

Arthur K.

Und  wer  in  Bayern  gegen  das  Genderverbot  verstößt,  muß  welches  Knöllchen  bezahlen  ?   Oder  geht  es  dann   direkt  in  die   JVA  zur  Ordnungshaft ?

Hille-SH

Verbote, Verbote, Verbote...wie wirklich albern in diesem Lande. Hält sich eh keiner mehr dran, ich schon mal gar nicht. Ganz gleich wer Verbote, wofür und weswegen auch immer, verhängt.

Wer gendern will, der soll eben gendern. Wer Regeln bricht, der bricht eben Regeln...na und !?

Gesellschaft im Umbruch, "so what" !?!?!?

Wer das "gendern" bei uns, in unserer Firma zu etablieren versucht, führt meist (eigentlich immer) nur einsame Monologe. Westphalen und Hamburger ticken eben "anders"..., gerade in der Logistik. 

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BotschafterSarek

Genau, und wenn ich mit 80 durch die Tempo-30-Zone brettere und dabei jemanden verletze, was soll's? Wer Regeln bricht, bricht eben Regeln, alles egal. Es lebe die Anarchie ...

MargaretaK.

"Verbote, Verbote, Verbote...wie wirklich albern in diesem Lande..."

Interessant dabei ist doch, dass der größte Schreihals wenn's um/gegen Verbote geht derjenige ist, der es in Bayern für notwendig erachtet ein GenderVERBOT zu erlassen.

proehi

Ich begrüße ausdrücklich das Genderverbot hier in Bayern. Schließlich sichern wir uns damit zumindest für Deutschland in diesem Bereich einmal mehr den ersten Platz hinter dem Mond. Die tiefschürfenden Ausführungen unseres Ministerpräsidenten zu diesem Belang klärt auch den letzten Mitbürger darüber auf, dass dieser Schritt unumgänglich war um das gesundheitliche Wohlergehen unseres „Landesfürsten“ sicher zu stellen und wir uns mehrheitlich über diese Platzierung freuen.

docsnyder

Die Überschrift fasst das ganze eigentlich vollständig zusammen: Viel Lärm um sehr wenig. Ich würde sogar sagen: Viel Lärm um eigentlich gar nichts.

Wie man auf die verschrobene Idee kommen kann, man könne Respekt vor oder Achtung von geschlechtlichen Identitäten durch Regelungen der Rechtschreibung erzwingen, wird mir ewig unergründlich bleiben. Jemand der Frauen verachtet, wird damit nicht aufhören, wenn man ihn zu bestimmten Schreibweisen zwingt. 

Dass man in Bayern meint, solche Schreibweisen per Verordnung verhindern zu müssen, ist auch reine Symbolpolitik. Die deutsche Rechtschreibung wird nicht gesetzlich geregelt, sondern vom Rat für deutsche Rechtschreibung, an dem nicht nur Deutsche beteiligt sind.

Und die deutsche Rechtschreibung ist schon ohne Gendern so kompliziert, dass man sie nicht ohne Not weiter komplizieren sollte. Zumal die Einfühunh der innen-Zusätze den Lesefluss außerordentlich stark stört.

Arthur K.

Wie  werden  in  Bayern  solche  Gender*Delikte  aufgeklärt  und  nachgewiesen ?  Gibt  es  da  eine  spezielle  Task*Force  bei  der  Polizei  mit  besonders  dafür  geschulten  Gender*Kommissaren ?   Und   wenn  die  Täter  flüchtig  sind,  übernimmt  dann  Z*D*F  Akten*zeichen  X*Y  den Fall  ?

Questia

Eigentor - 

"Bei ihm klinge Gendersprache wie Schluckauf, scherzte der CSU-Chef in Wahlkampfreden mehrfach."

Und ausgerechnet an den Bildungsstätten ist das Gendern verboten. Weiß er denn nicht, dass erst dieser Schluckauf (Glottisschlag) es möglich macht, dass ich Vanilleeis beinhalten und verständlich ausspreche - und er das Wort Schluckauf.

 

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Decathlon

Und andererseits frage ich mich bei Lehrer innen unwillkürlich, ob die Lehrer außen es genau so machen.

Questia

verheddert, korrekt muss es lauten: 

dass ich Vanilleeis und beinhalten verständlich ausspreche - und er das Wort Schluckauf.

Tino Winkler

Ich werde dieses künstliche Gesprächsgeschwurbel nicht in meinen Sprachgebrauch übernehmen, wer das will kann das doch gern tun.

Anderes1961

"Hear quhidit umbi dhea bauhnunga dhero dhrioheideo gotes
1. Araugit ist in dhes aldin uuizssodes boohhum, dhazs fater endi sunu endi heilac gheist got sii.
2. Oh dhes sindun unchilaubun Iudeoliudi, dhazs sunu endi heilac gheist got sii, bidhiu huuanda sie chihordon gotes stimna hluda in Sinaberge quhedhenda: „Chihori dhu, Israhel, druhtin got dhin ist eino got.“

Das hat man in Bayern auch mal gelernt. Vor ungefähr 1000 Jahren. Sprache entwickelt sich weiter. Sogar in Bayern. Ein Genderverbot kann das auch nicht aufhalten.

Da den Text niemand verstehen wird, hier die Übersetzung:

"Hier spricht über die Kennzeichen der Dreifaltigkeit Gottes
1. Vor Augen geführt ist den Büchern des alten Gesetzes (Testaments), daß Vater und Sohn und der heilige Geist Gott seien.
2. Trotzdem sind die jüdischen Leute ungläubig, daß der Sohn und der heilige Geist Gott seien, weil sie hörten Gottes Stimme laut auf dem Berg Sinai, sprechend: „Höre du, Israel, der Herr, dein Gott, ist ein Gott.“

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BotschafterSarek

Das hat man in Bayern auch mal gelernt. Vor ungefähr 1000 Jahren. Sprache entwickelt sich weiter. Sogar in Bayern. Ein Genderverbot kann das auch nicht aufhalten.

Natürlich darf Sprache sich weiterentwickeln. Aber bitte nicht als Werkzeug, um eine bestimmte Ideologie durchzusetzen. Letztlich wird das Sternchen ja dadurch "gerechtfertigt", dass Bürger*innen eben mehr sein soll, als Bürgerinnen und Bürger. In Wahrheit geht es doch nur darum, das hier ein drittes (und viertes, fünftes, sechstes ...) Geschlecht konstruiert und sprachlich wiedergegeben werden soll, für das es biologisch keine Begründung gibt. Es gibt XX (Frau) und XY (Mann). Und die ja durchaus existierenden genetischen Abweichungen (z.B. XXY) begründen genausowenig ein eigenes Geschlecht wie sonstige Gendefekte. 

Decathlon

Ein sehr schöner Beitrag, danke!

Ich mag gendern trotzdem nicht. Wenn es sich in Zukunft durch natürlichen Sprachgebrauch durchsetzt, dann ist das so. Wenn nicht, dann nicht.

Dass die Sache so ein Polikum ist, führe ich darauf zurück, dass schlagartig etwa ab 2020/21 die Sache in der Sprache der Medien aufgekommen ist, begleitet durch Erklärungen, dass die davor gesprochene / geschriebene Sprache ausgrenzend und diskriminierend sei.

Weil aber niemand vorher ausgrenzende und diskriminierende Absichten hatte, kam das massiv als Angriff und Beschuldigung rüber. Mit entsprechend massiver Gegenreaktion.

Mittlerweile kann man ja wieder vernünftig darüber diskutieren.

AlterSimpel

Sprache entwickelt sich weiter. Sogar in Bayern. Ein Genderverbot kann das auch nicht aufhalten.

Das will Söder auch gar nicht. Er will nur keine beliebigen und ideologiebelasteten Wortbinnenzeichen. Und genau das hat er mit dem Verbot erreicht.

Zumal das Gendern ja auch keine natürliche Sprachentwicklung darstellt.

mispel

Das Anstreichen von Gendersternen sei "eine sichtbare Form der Ausgrenzung, auch wenn die Markierung nicht als Fehler zählt".

Das generische Maskulinum hat noch nie jemanden ausgegrenzt, weil es das gar nicht kann. Zu behaupten, dass dadurch jemand diskriminiert würde, ist daher schlicht gelogen.

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HSchmidt

Ja, so einfach ist es.

fathaland slim

Ich weigere mich, diese Diskussion zu führen.

Coachcoach

Oh, wichtige Frage - die kann ich nicht beantworten, sorry!

Bitte nicht Söder fragen...

Tada

Endlich jemand, der etwas gegen das Gendern unternimmt!

Kaum hatten wir einen Mann als Kanzlerin, schon wurde er "Kanzler" genannt.

In Großbritannien war es noch schlimmer: Seit dem die Queen gestorben ist und ihr Kind den Thron bestieg heißt es auch noch "King".

 

Ich mache bei diesem Gendern nicht mit. Für mich wird es immer nur Kanzlerin und Queen geben.

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fathaland slim

Endlich mal ein Kommentar in diesem Thread, dem ich aus ganzem Herzen vollumfänglich beipflichten kann.

DANKE!

franxinatra

Einfach mal ein Jahr alle männlich geprägten Titel und Begriffe in weiblich umsetzen, dass Söder ein Ministerpräsidentin ist, ein Pfleger ein Bruder, usw, damit unsere testosterongesteuerten vielleicht mal fühlen können, wie der Spieß sich anders herum anfühlt.

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Questia

@franx 18:26

| "Einfach mal ein Jahr alle männlich geprägten Titel und Begriffe in weiblich umsetzen, dass Söder ein Ministerpräsidentin ist" |

Gute Idee - so ähnlich wie beim Wetter mit den Tief- und Hochdruckgebieten.

Denn, wenn wir ehrlich sind:
Im Wort Ministerpräsident mag ja die Ministerpräsidentin mit gedacht sein. (wer's glaubt)

Im Wort Ministerpräsidentin ist der Ministerpräsident nicht nur mitgedacht, sondern sogar buchstäblich enthalten.

 

krautbauer

Genau, die Frauen und alle andern Wesen, die mit uns auf diesem Erdball weilen, gehören mitgenannt. Nicht gedacht.

John Koenig

Das Gendern ist natürlich jedem selbst überlassen .

Im privaten kann sich jeder wenn er möchte durch Gendern vermeintlich intellektuell über andere stellen wenn er das unbedingt braucht .

Was allerdings  öffentliche Ämter , Behörden , Medien und andere vom Steuerzahler finanzierten Einrichtungen angeht so hat das Gendern dort nichts verloren .

Gendersprache hat keinerlei rechtlich verbindliche Legitimation.

Sie ist somit rechtlich nicht bindend .

Deshalb hat das Gendeen  im privaten Bereich zu bleiben .

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BotschafterSarek

Deshalb hat das Gendeen  im privaten Bereich zu bleiben .

Korrekt. Denn wenn mein Arbeitgeber das von mir veerbindlich verlangen würde (wie das bei einigen Kommunen der Fall ist) müsste ich entweder gegen meine Überzeugung handeln oder kündigen ....

 

BotschafterSarek

Ergänzung: Und zwar nur, weil ich richtig schreiben will. Das ist Diskriminierung.

BotschafterSarek

Ich bin der CSU durchaus dankbar, dass sie diese Sprachverkorksung boykottiert. In vielen Fällen gibt es neutrale Begriffe (Mitarbeitende), in anderen kann man beide Geschlechtsformen (Bürgerinnen und Bürger) verwenden und manchmal kann auch der Bindestrich als Auslassungszeichen "Lehrer/-innen" verwendet werden. Alle diese Formen repräsentieren sowohl die männliche als auch die weibliche Form eines Nomen - nd zwar innerhalb der Regeln der deutschen Sprache. 

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falsa demonstratio

Ich bin der CSU durchaus dankbar, dass sie diese Sprachverkorksung boykottiert. [ ..... ]

"und manchmal kann auch der Bindestrich als Auslassungszeichen "Lehrer/-innen" verwendet werden".

Wie spricht man das? 

Sagt man die Striche mit?

Oder sagt man etwa Lehrer:innen (ohne den Doppeltpunkt mitzusprechen)?

Kann es sein, dass Sie gendern, Frau Botschafterin?

Decathlon

Wenn geschriebene Sprache anfängt, wie ein Softwarequellcode auszusehen, wird das Lesen längerer Texte sehr, sehr anstrengend, weil das Auge ständig am Fremdkörper hängen bleibt.

Wer privat Texte schreibt, schreibt eben wie er will. Dass sich Texte von Behörden und Schulen an die allgemeine Rechtschreibung zu halten haben, ist schon ein sehr bescheidener Wunsch (in Form einer Anordnung). Da gibt es nichts zu meckern, in meinen Augen.

Und dass in Schülertexten Binnenzeichen nicht wie jeder andere Rechtschreibfehler zu entsprechenden Abzügen führt, finde ich übermäßig großzügig. Falsch ist falsch.

Mendeleev

Was hat denn "queer" sein mit Gendern zu tun? 

Schwule fühlen sich doch wohl als Bürger und Lesben als Bürgerinnen angesprochen.. 

Bei Lehrer-Sprech zu "Schülern" ist die Abkürzung "SuS" sowieso gebräuchlich (im Singular und Plural)

Die Gendersprache ist ein ideologisches Konstrukt das dazu dient damit sich die "Woken" gegenseitig erkennen können .. 

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krautbauer

Ich antworte mal nach Absätzen:

1. Schwierige Frage

2. Das glauben und denken vielleicht sie. Wie lange und immer noch muss die Szene für ihr*e Rechte kämpfen. Das ist kein Selbstläufer.

3. Sehen Sie, so ändert sich Sprache und Ausdrucksweisen. Ist doch cool.

4. Das ist ja Quatsch und lehvich unter Verschwörung ab.

Gruß 

 

Tinkotis

"Woke" erkennen einander schon daran, dass ihr Gegenüber nicht chauvinistisch und unsensibel ist. Dafür braucht's kein Gendern.

Und ob Lehrer*innen - insbesondere Altphilolog*innen - ihre Schützlinge als "sus" bezeichnen - na, ich weiß nicht.

BTW: Wird mein Kommentar auf bairischen (nimm dies, Ludwig I.) Computern jetzt geschwärzt?

Echt, Sorgen haben manche Leute...

Pride

Es darf nicht geschlechtergerecht geschrieben werden. D.h., dass nicht-binäre Menschen nicht vorkommen, ihnen ihre Existenz abesprochen wird. Diese Absprache ihre Existenz fördert in aller Konsequenz auch die Gewalt gegen queere Menschen. Es ist auch eine Art psychischer Gewalt, wenn, wie hier auf tagesschau.de, immer wieder zweigeschlechtlich und nicht stattdessen die Schreibweise mit dem Gendersternchen angewendet wird. Diese Ingnoranz ist unerträglich und muß endlich abgestellt werden. Per Gericht wurde angeordnet, dass z.B. mit dem Zusatz "divers" alle Geschlechter bei Stellenausschreibungen angesprochen werden müssen. Und diese Ansprache muß in aller Konsequenz im geschriebenen Wort stattfinden und im gesprochenen ebenfalls geübt werden.

 

 

 

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Decathlon

Es wird auch von denen, die "gedchlechtergerechte" Sprache für sich in Anspruch nehmen, nicht geschlechtergerecht geschrieben und gesprochen.

Die standardmäßige Erstnennung von Frauen ist nicht geschlechtergerecht. Die dauernde Erstnennung von Soldatinnen (selbst wenn keine in der angesprochenen Gruppe dabei sind oder nur eine verschwindend kleine Minderheit) ist dabei besonders nicht-geschlechtergerecht.

Wer seinen Anspruch auf Geschlechtergerechtigkeit in der Sprache akzeptiert sehen will und damit auch seine Sprechweise, sollte genau jetzt anfangen, die jeweils größte Gruppe bei den Angesprochenen zuerst zu nennen.

"Pflegerinnen und Pfleger" / "Soldaten und Soldatinnen"

Mendeleev

An der Uni haben sich ohnehin die "Studierenden" eingebürgert - allerdings nur im Plural:

der Student

die Studentin 

die Studierenden 

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krautbauer

Ja, ist doch sauber dekliniert und findet daher auch Eingang in neue Ausdrucksweisen. Ist doch cool. 

fathaland slim

Es gibt Studentinnen und Studenten, die gar nicht studieren, also überhaupt keine Studierenden sind.

falsa demonstratio

An der Uni haben sich ohnehin die "Studierenden" eingebürgert - allerdings nur im Plural: der Student ....die Studentin ...die Studierenden 

Das ist eine Form der gendergerechten Sprache.

AbendteeFürDschibuti

Die Politikerinnen Björn Höcke und Markus Söder gendern nicht gerne. Die Politikerin Franz Joseph Strauss wird sich nicht im Grab herumdrehen. Soll jeder schreiben wie ihm der Schnabel gewachsen ist.