Zelte stehen in einem Flüchtlingscamp in Tunesien.

Ihre Meinung zu EU-Partner setzen Asylsuchende systematisch in der Wüste aus

In Nordafrika verschleppen von der EU finanzierte Sicherheitskräfte Asylsuchende, die nach Europa wollen. Eine internationale Recherche zeigt ein System der Abschreckung von Migranten auf ihrem Weg nach Europa. Von P. Grüll und E. Häußler.

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160 Kommentare

Kommentare

gelassenbleiben

Die Festung Europa verrät die Werte der Aufklärung und Menschenrechte. Diese Abkommen mit den nordafrikanischen Staaten müssen sofort ausgesetzt werden.

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Tino Winkler

Europa verrät gar nichts, die dort handelnde sind korrupte Personen.

Juwa

Zuerst Türkei, dann Libyen und Tunesien selbst europäische Länder und jetzt Marokko. Das Ziel scheint klar, zur Eindämmung von Migration ist jedes Mittel recht.

Ich denke der Skandal wird keine ernsthaften Konsequenzen haben, so wie in der Vergangenheit auch.

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GeMe

Ziel ist es die Menschen aus Europa herauszuhalten. Damit weniger Menschen in Europa ankommen, zahlt man den Ländern Geld, die diese Menschen von der Reise nach Europa abhalten können. Wie diese Länder das machen, spielt dabei nur eine Nebenrolle. Dass man Menschen in die Wüste transportiert und dort aussetzt, nehmen die in Europa verantwortlichen Politiker/innen im besten Falle zur Kenntnis. Hauptsache es kommen weniger Flüchtlinge bei uns an.

ich1961

Das sollten Sie aber bitte an die richtige Adresse richten!

Rechte/Rechtsextreme Parteien und deren Anhängsel.

Von denen lassen sich alle anderen PolitikerInnen "jagen"

.

Eudialyt4

Das befürchte ich auch.

neuer_name

>>"Der Migrationsforscher Gerald Knaus wirft der EU-Kommission Planlosigkeit vor: "Wenn wir nicht erklären, wie wir uns den Mechanismus vorstellen, der dazu führt, dass weniger Menschen in Boote steigen, und es der Fantasie dieser Sicherheitskräfte überlassen, dann kommen Menschenrechtsverletzungen dabei heraus.""<<

Der "Mechanismus" kann nur heißen die Außengrenzen der EU zu schützen und damit unberechtigten Migranten eindeutig und unmissverständlich zu signalisieren, das die keine Chance haben und das Sterben im Mittelmeer wir aufhören (und den Schlepperschiffen wird die Existenzgrundlage entzogen).

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fathaland slim

Sie möchten also die Außengrenzen der EU so schützen, daß niemand mehr reinkommt.

Wie stellen Sie sich das vor?

CommanderData

Die einzige Lösung heißt: Geldumkehr. Statt politische Eliten mit EU-Milliarden zu füttern, das Geld lieber direkt den Flüchtenden überweisen: 100 Euro pro Monat und sie bleiben daheim. Viele Fliegen mit einer KLappe schlagen. Korrupte Politik-Systeme nicht weiter füttern und den Menschen im heimatland eine Überlebensmchance und Perspektive bieten. Ist billiger, als das, was wir jetzt tun. Es entfielen auch unsinnige Abermilliarden auf teuren Unterhalt in der EU oder für den Grenzschutz. 

 

Bender Rodriguez

Was soll daran schwer sein?

 

GeMe

Bisher kommen Flüchtlinge aus Afrika ja nur in homöopathischen Mengen Flüchtlinge bei uns an. Die Bevölkerung in Afrika wird nach Prognosen bis 2050 auf ca. 2,5 Mrd anwachsen (zur zeit 1,4 Mrd). Wenn der Klimawandel um 2050 herum große Teile Afrikas unbewohnbar machen wird, werden ca. 1 Mrd Menschen in Afrika umgesiedelt werden müssen.
Der größte Teil davon wird innerhalb Afrikas eine neue Heimat finden, aber man geht davon aus, dass 200 bis 300 Mio nach Europa kommen werden. Dann hat Europa ein Problem mit Migration.
Aber ihre geliebte AfD steht ja auf dem Standpunkt, dass es entweder keinen Klimawandel gibt, oder, wenn es ihn denn gibt man nichts dagegen tun kann und sich auf die Folgen vorbereiten muss.
Dann mal los.... bereitet euch mal auf 200 bis 300 Mio Flüchtlinge vor.

neuer_name

>>"Dann hat Europa ein Problem mit Migration."<<

Aber warum sollten wir die Problem anderer Länder zu unseren Problemen machen? Ich persönlich appelliere an die Verantwortung und Vernunft eines jedes Landes die Population im betreffenden Land der vorherrschenden Rahmenbedingungen anpassen zu müssen. Ich kann doch nicht anderen Ländern ungefragt meine Mitmenschen aufhalsen?

Humanokrat

"Der "Mechanismus" kann nur heißen die Außengrenzen der EU zu schützen....."

Genau das ist kein Mechanismus der verhindert, dass Menschen aus Not fliehen. Ich glaube Sie haben keine realistische Vorstellung davon, was diese Menschen zu Flucht bewegt, alles hinter sich zu lassen und ihr Leben zu riskieren. Ihre sogenannten 'Signale' sind da wirkungslose Selbstgenügsamkeiten. 

Im Grunde plädieren Sie zwischen den Zeilen für solche Menschenrechtsverletzungen als Maßnahme der Abschreckung. Ich finde das nicht nur widerwärtig, es schafft auch nur neue Probleme. 

pasmal

Ein erschreckendes Szenario, doch habe ich nie damit gerechnet, dass die gestoppten Flüchtlinge alle einzeln zurück zu ihren Dörfern gebracht werden.  Die Flüchtlingsströme werden in dieser jetzigen Intensität unsere Gesellschaften sprengen, deshalb  gibt es hier viele Möglichkeiten Gutes zu tun. Darum müssen zukünftig vor allem die, die sich so sehr berufen fühlen ihr edles Gemüt für immer weitere ungehinderte Aufnahme ein zu setzen ehrlich zu sein, also endlich selber und auf ihre Kosten und Verantwortung die Aufnahme bei sich, in ihren eigenen Haushalten betreiben und nicht ständig die Allgemeinheit zwangsverpflichten zu wollen. So kann dann endlich das richtige Maas gefunden werden. Warum fliehen die Flüchtlinge nicht nach Russland, dort ist zwar die Versorgung nicht so gut, aber es geht doch angeblich nur um‘s Überleben, oder doch mehr um Luxus?

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fathaland slim

Darum müssen zukünftig vor allem die, die sich so sehr berufen fühlen ihr edles Gemüt für immer weitere ungehinderte Aufnahme ein zu setzen ehrlich zu sein, also endlich selber und auf ihre Kosten und Verantwortung die Aufnahme bei sich, in ihren eigenen Haushalten betreiben und nicht ständig die Allgemeinheit zwangsverpflichten zu wollen.

Ihr Hohn ist unangebracht. Sie wissen nicht, wer bei mir alles wohnt, und Ihnen ist offensichtlich nicht geläufig, wie viele Menschen in Deutschland Geflüchteten auf unterschiedlichste Arten unter die Arme greifen. Außerdem setzt sich niemand für „ungehinderte Aufnahme“ ein.

Warum fliehen die Flüchtlinge nicht nach Russland, dort ist zwar die Versorgung nicht so gut, aber es geht doch angeblich nur um‘s Überleben, oder doch mehr um Luxus?

Daß die Menschen nicht nach Russland flüchten, liegt ganz gewiss nicht an mangelnder Versorgung. Nach Deutschland ist vor achtzig Jahren auch kaum jemand geflüchtet.

Ritchi

Diese Menschenrechtsverletzungen sind Teil eines komplexen Ganzen, das aus den Fugen geraten ist. Wir haben über 8 Milliarden Menschen auf der Welt, die sich alle nicht nur nach Nahrung, sondern auch nach einem lebenswerten Leben sehnen. Doch allein für Letzteres sind die Ressourcen der Erde zu knapp. Ergo, die Menschen streben dorthin, wo das lebenswerte Leben noch möglich ist. Gerade Europa ist hier mit seinen Sozialleistungen besonders einladend. Allerdings sind die Kosten für Europa und insbesondere Deutschland enorm. Allein die Einwanderung der letzten zehn Jahre wird Deutschland etwa 5 Billionen € kosten (Studie Raffelhüschen), da zu viele der Zuwanderer nicht in der Lage sind mit ihrer eigenen Hände Arbeit sich und ihre Familie zu ernähren und zu versorgen. Auch für Europa wurden ähnliche Werte von einer anderen Arbeitsgruppe berechnet.

Die jetzige Situation wird keine zufrieden stellenden Lösungen ermöglichen. Ich selbst sehe auch keine echte Lösung.

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fathaland slim

Wir haben über 8 Milliarden Menschen auf der Welt, die sich alle nicht nur nach Nahrung, sondern auch nach einem lebenswerten Leben sehnen. Doch allein für Letzteres sind die Ressourcen der Erde zu knapp.

Sie wissen, daß etwa ein Prozent der Menschen etwa neunzig Prozent der Vermögen besitzen, weltweit?

Wolf1905

Was hat das Vermögen von 1% der Weltbevölkerung denn damit zu tun? Es ist nicht damit getan, den Vermögenden Geld abzunehmen und an andere, die arm sind, zu verteilen. 

fathaland slim

Es illustriert, wie ungeheuer ungleich der Wohlstand auf der Erde verteilt ist. Mit „einfach umverteilen“ lässt sich das Problem auch nicht lösen, denn es handelt sich um eine Systemfrage.

Ritchi

Mit diesem Hinweis haben Sie völlig recht. Auch wenn meine Zahlen aus dem Jahr 2021 „nur“ die Hälfte des weltweiten Vermögens bei 1 % der Menschen sehen, die genaue Zahl ist ziemlich irrelevant. Eine gerechtere Verteilung macht Sinn. Allerdings muss man auch schauen, welchen Erfolg man damit hat. Würden beispielsweise 20 % des weltweiten Vermögens gleichmäßig auf alle Menschen aufgeteilt, dann würde jeder Mensch 10.000 $ erhalten. Wäre das auch nur annähernd ausreichend, um das Leben dieser Menschen lebenswert zu machen?

Wolf1905

Was soll das denn? Was glauben Sie denn, wie schnell 10.000 $ ausgegeben sind? Da kaufen sich die Leute dann ein Auto oder sonst was etwas teures, und das Geld ist weg (bzw. bei einem anderen) - und was dann? Umverteilen von Geld bringt da nichts!

fathaland slim

Mit einfacher Umverteilung löst man das Problem nicht.

Carlos12

Die Mär von den Migranten, die wegen der Sozialleistungen kommen.

Die Migranten kommen, weil Deutschland reich und sicher ist. Natürlich haben sie vor hier zu arbeiten. Wenn sie es nicht tun, dann liegt es  in erster Linie daran, dass über Jahrzehnte in Deutschland ein bürokratisches System aufgebaut wurde, um zu verhindern, dass sie es tun. Selbst reguläre Arbeitsmigranten haben es schwer. Die Arbeitgeber können ein Lied singen. Erst in zweiter Linie liegt es an fehlenden Qualifikationen.

neuer_name

>>"Die Mär von den Migranten, die wegen der Sozialleistungen kommen."<<

Das ist keine "Mär", sondern eine vielfach bestätigte Tatsache denn wenn die Sozialleistungen für viele (aber nicht alle) kein Grund wären, gäbe es such keine Sekundärmigration nach Deutschland, die es aber zweifelsfrei gibt.

Ritchi

Ja, irgendwelche Gründe zur Entschuldigung lassen sich immer finden. Zielführend ist es nicht, die Probleme werden nur größer. Ich bin mir ganz sicher, dass wenn Deutschland italienische Sozialleistungen geben würde, insbesondere nach der Ablehnung, dass dann weiter weniger Migranten Deutschland als Ziel haben würden. Und die Behauptungen zu den Hürden bei der Arbeitssuche kann ich nicht im geringsten bestätigen. Ich kenne Flüchtlinge, die nach wenigen Monaten einer ordentlichen Beschäftigung nachgegangen sind, aber Jobs wie beispielsweise der eines Hausmeisters ist vermutlich auch bei vielen Migranten nicht gerade beliebt. Andererseits habe ich junge Flüchtlinge gesprochen, die ihre Bäckerlehre geschmissen haben: das frühe Aufstehen war nichts für sie, das betreute Wohnen bei der AWO auch nach dem 18. Lebensjahr zogen sie vor.  Meine Nachbarn kommen aus Nigeria und arbeiten hier im IT – Bereich. Probleme bei der Arbeitsberechtigung biis zur Wohnungssuche hatten sie nicht. 

Ritchi

Da fällt mir noch ein, dass auch Dänemark reich und sicher ist. Aber dennoch weit weniger beliebt bei Migranten. Ob es wohl doch an den schlechteren Sozialleistungen, insbesondere bei Ablehnung, liegt?

CommanderData

Die Lösung ist einfach: Was könnte man mit 5 Billionen in den Heimatländern der Flüchtenden erreichen, wenn man es den Flüchtenden direkt auszahlen würde (100 Euro pro MOnat und Nase). In den Heimatländern sind Euro 100 pro Monat viel. IN der EU nichts. Hilfe zur Selbsthilfe, kein weiteres Füttern von korrupten Eliten in den Heimatländern, keine sinnlosen Investitionen in der EU (Grenzschutz). Fluchtursachen bekämpfen ... 

Ritchi

Die 5 Billionen sind viel Geld, wenn Sie nur die wenigen Millionen Migranten in Deutschland betrachten. Aber glauben Sie allen ernstes, dass die über 1 Milliarde Menschen (Hunger, Flucht, Verfolgung weil eine Frau…), die ein Bleiberecht in Europa hätten, wenn sie dorthin gelangen könnten, nicht auch eine Teilhabe haben möchten? Wo soll das Geld herkommen? So viel Vermögen hat die ganze Welt nicht.

Miauzi

Die Mittel der Erde sind selbst für ein angenehmes Leben von 10-12 Mrd völlig ausreichend ... aber dazu ist es auch nötig diese gewaltige Konzentration von Vermögen (und damit Macht) in den Händen von sehr wenigen Menschen (weniger als 100.000) zu beenden.

 

Ritchi

Dies wird gerne behauptet. Die Zahlen sprechen nicht dafür. Alleine die natürlichen Ressourcen sind erschöpft und wenn Sie etwa 500 Billionen $ weltweites Vermögen auf 10 -12 Milliarden Menschen aufteilen würden, glauben Sie, dass dies dauerhaft für alle ein lebenswert des Leben ermöglichen wird? 

neuer_name

>>"EU-Kommission bestreitet Vorwürfe"<<

Da hat Sie meiner Meinung nach recht. Was kann denn die EU-Kommission dafür was irgendwelche Nicht-EU-Länder machen?

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Humanokrat

Sie hat es zu unterlassen, mit solchen Ländern Abkommen zu schließen, die mit finanziellen Zuwendungen verbunden sind, dabei aber wissentlich (!) mit krassen Menschenrechtsverletzungen und Straftaten einhergehen. 

Ich meine, die für diese Abkommen Verantwortlichen in der EU sollten für diese Vorkommnisse angeklagt werden. Dann kann ein Gericht das klären. 

Zweispruch

Was irgendwelche nicht-EU-Länder bezahlt werden zu tun, meinen Sie.

proehi

… natürlich kann die EU nichts dafür, wenn Sie andere Staaten genau für das bezahlt, was die dann auch tun. 

… und wenn wir uns die Augen verbinden, um nichts von dem Elend zu sehen, ist natürlich die Laterne Schuld, an der wir uns dann einen blutigen Dötz holen.

wosu0106

Es geht nicht nur um afrikanische Sicherheitskräfte. Wenn schon polnische Grenzbeamten sich erlauben, die Geflüchteten, die aus Weißrussland ins Polen gekommen sind, zu schlagen und von polnichem Territorium, wo EU-Recht gilt, zurück nach Weißrussland zu schicken. Was will man von privaten Firmen in Afrika erwarten?

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Bender Rodriguez

Polen macht, was Schengen vorschreibt. Aussengrenze sichern. Die müssen keine Migranten aus Weisrussland reinlassen. 

Miauzi

Das macht ja auch Ungarn oder Griechenland ... aber unser Raubtier-Kapitalismus ist ja für die Mehrheit der Bevölkerung alternativlos - denn "uns" bringt er einen begrenzten Wohlstand. den Preis dafür zahlen aber die "anderen" durch eine gnadenlose Ausbeutung ihrer Länder (auch deren Natur) - die Menschen dort finden es inzwischen als alternativlos zu denen zu kommen - auf deren Kosten sie bettelarm sind. 

 

fathaland slim

Sie möchten also die Außengrenzen der EU so schützen, daß niemand mehr reinkommt.

Wie stellen Sie sich das vor?

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Wolf1905

Die Außengrenzen an der EU kann man sicherlich nicht vollumfänglich schützen. Man kann natürlich auf dem Landweg Zäune errichten, aber das ist auch schrecklich, wenn man nur mal die Pfade von Tieren verfolgt, die ständig in Bewegung sind und die solche Ländergrenzen nicht kennen. Auf dem Meer lassen sich keine Zäune errichten, und man kann nicht ständig Patrouillenboote dort herumfahren lassen. 
Das ist nun mal ein großes Dilemma, dass die EU Außengrenzen bzgl. Flüchtlingsströmen so durchlässig sind (ich sehe es als ein Dilemma an, manch andere sind froh darüber).

gelassenbleiben

Es geht nur, wenn die Rechts-und Lebensbedingungen in den Herkunftsländern verbessert werden und daran müssen wir aktiver mitarbeiten.

fathaland slim

Es ist schlicht und einfach eine Tatsache, die Sie beschreiben.

Universalist

China hat das gut vorgemacht. da wollten auch mal viele Afghanen hin. Ich habe es vor Ort gesehen. Die haben knallhart jeden zurückgeschickt auch wenn sie ihn irgendwo in China entdeckt haben. Und die verteidigen ihre Grenze wirklich.

H. Hummel

Europa muss jetzt ausbaden, was es über Jahrzehnte in Uneinigkeit „verbockt“ hat. Es wurde mit jedem weiteren Mitgliedstaat schwerer eine Lösung zu etablieren. Und das neue Gesetz … wird um Wirkung zu zeigen viele Jahre brauchen, wenn überhaupt.

Alleine die Nachkriegszeit- Bundesrepublik hat hunderte von Milliarden (!) Euro in Entwicklungshilfe investiert … alleine, von den anderen ganz zu schweigen. Und? Sehen wir, außer in manchem  „Erdöl-Land“, so etwas wie Erfolge … die die Menschen veranlasst in ihrer Heimat zu bleiben?

Und wie kann es sein, dass ein Land wie D, ohne EU- Außengrenzen, von unregistrierten Asylsuchenden und Migranten überschwemmt wird. Es sollen doch, lt. Schengen, alle im Land des Auftreffens auf EU- Gebiet erfasst werden. 
Der EU 100.000 € pauschal je Person/Jahr in Rechnung stellen, gleich von den Zahlungen an die EU abziehen … bevor man mit einer kleinen Zahl Williger zum „Büttel“ der EU wird. Denn es werden sich noch viel mehr auf den Weg zu uns machen.

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Sisyphos3

Und wie kann es sein, dass ein Land wie D, ohne EU- Außengrenzen, von unregistrierten Asylsuchenden und Migranten überschwemmt wird

 

interessante Frage

warum wenden denn unsere Grundgesetzfetischisten unsere Verfassung nicht konsequent an

dort ist es ja recht eindeutig geklärt

Zweispruch

Dort ist es nicht geklärt, Aufenthalt nach Paragraph 16a ist höchst selten. Für die meisten gilt subsidiärer Schutz und das Aufenthaltsgesetz.

Left420

"von unregistrierten Asylsuchenden und Migranten überschwemmt wird" - Das einzige was gerade überschwemmt wird ist das Saarland.

Alles andere ist nichts als Humbug von Rechten. Es gibt keine große Überschwemmung von Migranten (das Neue Alte für Bevölkerungsaustausch)

Carlos12

Ein hässlicher Regelkreis - Die Angst vor den Fremden ist ein Teil der menschlichen Grundausstattung. Wenn sie den einzelnen Fremden und seine Geschichte kennen werden die meisten großzügig für ein kommen und bleiben plädieren. Als große anonyme Gruppe werden die Fremden als Bedrohung wahrgenommen.

 Wenn irreguläre Migranten in hohen Maß kommen, dann wählen viele Wähler eine fremdenfeindliche Partei, die verspricht diese Fremden abzuwehren. Um dem zuvorzukommen, macht die EU eine abwehrende Politik, die Festung Europa. Würden beispielweise jährlich eine Million Afrikaner nach Deutschland kommen, hätte die AfD eine absolute Mehrheit.

 Wie hier Juwa schreibt, "Das Ziel scheint klar, zur Eindämmung von Migration ist jedes Mittel recht."

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Nettie

„Ein hässlicher Regelkreis - Die Angst vor den Fremden ist ein Teil der menschlichen Grundausstattung“

Und dieser „Teil der menschlichen Grundausstattung“ wird von einigen Politikern ganz gezielt ‚gefördert‘), um ihn für die Erreichung ihrer eigenen ‚Ziele‘ instrumentalisieren (‚nutzen‘) zu können.

“Wie hier Juwa schreibt, "Das Ziel scheint klar, zur Eindämmung von Migration ist jedes Mittel recht."

Offensichtlich. Dieser hässliche ‚Regelkreis‘ muss endlich außer Kraft gesetzt werden.

CommanderData

All die Abermilliarden, das man afrikanischen, türkischen oder sonstigen Regierungen für die Rückhaltungen von Migranten bezahlt (und in den privaten Taschen der Eliten landen) wären besser investiert, wenn man es den Flüchtenden bereits in ihren Heimatländern direkt über " M-Pesa ausbezahlen würde. 100 Euro sind in der EU nichts (nd nur ein Bruchteil was uns hier ein Flüchtender kostet). In den Herkunftsländern aber sind 100 Euro ein Monatslohn von dem man leben und sich auch etwas aufbauen kann. Das wäre nachhaltig und zielführend. 
 

H. Hummel

Mal ehrlich: was erwarten wir denn in diesen Auffangländern/Lagern.? Deutsche Organistaionsstandards, von Bürokratie getragen? … durch Menschenrechte behütet, ernährt, medizinisch/psychologisch betreut, mit einem Dach über dem Kopf? Und wo sollen sie hin wenn sie abgelehnt werden (was bei den meisten der Fall sein dürfte). Die allermeisten haben „ihre Zelte hinter sich abgebrochen“, da gibt es nichts mehr zum zurückkehren.

Die EU kann doch nicht blauäugig annehmen, Nordafrika zu einem Flüchtlingslager machen zu können, dass Mittelmeer zu einem „Eisernen Vorhang“ umzufunktionieren?

OK … die EU kann ..

Juwa

Das ist nicht der erste Fall. Bei den vorherigen Malen hat die EU immer ein Auge zugedrückt, schließlich durfte die Einheit der EU nicht aufgrund von Migration gefährdet werden. Vor allen die Mittelmeerländer Spanien, Italien und Griechenland werden von der Migration besonders hart getroffen. Die EU kann den Fall daher nur durchgehen lassen, da sie auf die Länder Nordafrikas angewiesen ist um Migration einzudämmen. Damit dürften übrigens auch alle zukünftigen Fälle ohne Konsequenzen bleiben.

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Miauzi

Vor allem Spainien hat sein eigenes Wirtschaftmodel auf solche Migranten aufgebaut - und damit meine ich nicht nur die "Afrikaner" in der Landwirtschaft - sondern auch die (oft gut gebildeten) Süd-Amerikaner in der sonstigen Wirtschaft.

Bankier

"Die EU kann den Fall daher nur durchgehen lassen, da sie auf die Länder Nordafrikas angewiesen ist um Migration einzudämmen. Damit dürften übrigens auch alle zukünftigen Fälle ohne Konsequenzen bleiben."

Natürlich! Was sonst hätte man sich gedacht dabei? Etwa, dass ein kleines Land wie Tunesien die Migranten aufhält, Lager in Städten oder an den Stränden aufbaut und sie aushält bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag?

Die Sache sähe anders aus, wenn die Migranten gehindert werden in Tunesien einen Asylantrag zu stellen. Das wäre eine klare Verletzung von Menschenrechten. Aber Asyl in Tunesien will von denen wohl kaum einer.

Somit bleibt es bei einem illegalen Aufenthalt in Tunesien, was eine Ausweisung nach sich zieht, die hier halt mit einer kostenlosen Fahrt an die Landesgrenze beschleunigt wird. 

Im Übrigen ist das in Deutschland ebenso geregelt (§ 50 AufenthG), leider mangelt es massiv an der Durchsetzung!

 

 

neuer_name

Befassen Sie sich mal mit dem EU-Migrationspackt und ich habe mitnichten gesagt, das niemand mehr reinkommen soll, denn das haben Sie, mein grüner Freund, mir wieder mal hier unterzuschieben versucht. Ich sprach von "unberechtigten Migranten" und das ist ein signifikanter Unterschied.

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gelassenbleiben

das ist nicht praktikabel ‚unberechtigte Migranten‘ erkennen Sie erst nach einem fairen Asylverfahren unds das ist in Unrechtsstaaten offensichtlich nicht möglich, siehe das Aussetzen von Menschen in der  Prüfung in der Salzwüste

fathaland slim

Sie beantworten meine Frage nicht. Im übrigen bin ich weder grün noch Ihr Freund.

JM

na dann

jetzt wissen wir wenigstens ansatzweise wozu unsere hilfsgelder genutzt werden.

EU und Deutschland schämt euch und zieht konsequenzen.

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neuer_name

>>"EU und Deutschland schämt euch und zieht konsequenzen."<<

Und wie würden diese "Konsequenzen" dann aussehen? Die Hilfsgeldzahlungen einstellen und im Gegenzug kämen alle Migranten in die EU was zwangsläufig die Folge wäre?

Mischa007

Wie lange gibt es derartige Praktiken schon? Und was wurden bisher für Konzequenzen daraus abgeleitet? Moment, ich glaube keine! Unsere ewig lächelnde Kommissionschefin U.v. Leyen, die immer wieder unsere Werte im TV beschwört, ist da voll mit dabei. Wäre sie es nicht hätte es schon Konzequensen gegeben. Aber wir befinden uns ja auch im Wahljahr, da muss man schon mit verschärften Methoden handeln, denn nur so kann man ein par Stimmen vom rechten Rand abfischen. 

Wir schicken Gelder in Länder um die Migration zu stoppen. Aber wohin gehen diese Gelder? Meißt an die, welche für die Flucht aus dem eigenen Land verantwortlich sind.

Wir haben demnächst Wahl in der EU. Ich habe bis heute keinen Schimmer wen man da wählen könnte, denn selbst die Parteien die uns die Menschenrechte so oft predigen, treten sie mit den Füßen. 

Left420

Die Würde des Menschen endet an den Grenzen Europas.

Es ist beschämend wie man in Ländern wie Deutschland über die Menschen welche sich aus verschiedensten Gründen auf den Weg machen ein sicheres, gutes und erfülltes Leben suchen, so zu entmenschlichen.

Man lebt hier tatsächlich im Schlaraffenland, aber sobald ein "Fremder" kommt, tut man alles dies zu verteidigen, man geht buchstäblich über Leichen.

Es ist Unverantwortlich wie Europa sich mit dem Thema befasst. Ich möchte erinnern, dass für den desolaten Zustand Afrikas wir zuständig sind, dies auch mit Ende der Kolonisierung des Kontinents, bis heute. Es wäre wünschenswert wenn ein Jeder sich ein bisschen mit der historischen Verantwortung auseinandersetzt, und ja ich war zu der Zeit nicht da und habe den Mist gemacht, aber ich bin Verantwortlich für das Jetzt und wie man Jetzt damit umgeht. Wer diese Verantwortung nicht tragen will, sollte auch nicht den heutigen Luxus genießen können.

Nettie

„EU-Partner setzen Asylsuchende systematisch in der Wüste aus“

Wie die von ihr dafür finanzierten ‚Sicherheitskräfte‘ Asylsuchende, die nach Europa wollen ‚ihren Job’ erledigen’, ist nach Auffassung der europäischen Vertragspartner von deren Staatsführungen offenbar deren Sache. Da mischen ‚wir‘ uns nicht ein. Schließlich haben ‚wir‘ hier schon genug ‚eigene‘ Probleme (*Sarkasmus aus*). Die moralische Verkommenheit und Verlogenheit der sogenannten ‚internationalen Politik‘ ist nicht nur nicht mehr zu ertragen, sondern für immer mehr auch nicht mehr zu überleben.

Juwa

Das Problem ist auch, dass es erstens kaum legale Wege in die EU gibt und zweitens in den Heimatländern vor allen in den sozialen Medien eine „großartige Zukunft“ in der EU versprochen wird, die fern ab von jeder Realität ist.

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H. Hummel

Legal hieße, mit begründeten Asylansinnen oder als Migrant, weil man in D eine Perspektive hat, … z. B. durch eine Ausbildung/ein Studium oder andere Befähigungen.

Wenn sich auch nur 10 % aller Afrikaner auf den Weg nach Europa machen, klopfen da über 100.000.000 Menschen an. Hat jemand eine Idee wie man die EU „Mal eben so“ mit um 20 % von Außen kommender vergrößern kann, wer das z.Zt. überhaupt bezahlen kann … oder will. 
Und wenn von den 100 Mio. 10 % qualifizierte Arbeit finden, was ist dann mir den restlichen rd. 90.000.000?

NieWiederAfd

Wer solche menschenverachtenden Praktiken an den Tag legt, kann kein Partner für die Asylpolitik in der EU sein.
"Wer sich am christlichen Menschenbild orientiert, darf den individuellen Zugang zum Flüchtlingsschutz in Europa nicht abschaffen", sagten einhellig und klar der katholische Bischof Stefan Heße und der evangelische Bischof Christian Stäblein, die Flüchtlingsbeauftragten der Kirchen in Deutschland (https://www.welt.de/regionales/nrw/article251296872/Kirche-kritisiert-D…).
Bemerkenswert war in diese Richtung schon ihre Aussage von Dezember 2023: „Der Umgang mit Geflüchteten ist eine Frage der Würde, auch unserer eigenen“. Das sollte man gerade heute betonen, wo  berichtet wird, dass sog. "EU-Partner" Asylsuchende systematisch in der Wüste aussetzen.

R A D I O

Die EU kommuniziert ihre Politik in den Herkunftsländern nicht gut. Vielleicht sollte sie eine Fernsehserie produzieren lassen, worin mit Schauspielern gezeigt wird - auf gutgespielte lockere Weise, gut erzählt und mit schönen Bildern, z.B. Sonnenaufgang in der Wüste, gegen Mittag großer Durst, gegen Abend der Sonnenuntergang und der erste Schauspieler fällt Tod um, die anderen schleppen sich weiter, kennen das bereits, die ersten Hyänen und Geier tauchen auf etc. - wie die EU-Staaten mit nordafrikanischen Ländern und ihren Behörden zusammenarbeitet, wie Soldaten und Polizisten dort nicht nach Kriminellen jagen, sondern nach ganz normalen Familien und einzelnen Menschen und sie Extrarunden bei über 45°C im Schatten (wenn er denn da wäre) drehen lassen und wie in Europa ein dicker Politiker oder eine schlanke Politikerin, den Journalisten in die Mikros erzählt, die Filmreihe hat gute Kritiken in Kamerun bekommen, die Zuschauer sind sehr ergriffen gewesen, keiner will mehr fort - leider.

Juwa

Auf der einen Seite will die EU Migration bekämpfen, auf der anderen Seite ist sie auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen.

Frage: Könnte man nicht die Migration dazu nutzen um Fachkräfte zu gewinnen?

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gelassenbleiben

„Frage: Könnte man nicht die Migration dazu nutzen um Fachkräfte zu gewinnen?“

Nur eine Frage des Willens, wenn man aber wie die Union den geflüchteten jahrelang das Recht auf Arbeit verweigert um sie besser als Nichtstuer diffamieren zu können, die sich in unsere soziale Hängematte oder Zahnarztpraxis legen wollen, klappt das leider nicht
 

Carlos12

Wie ich schon schrieb, jahrzehntelang hat man Migranten davon abhalten wollen, in Deutschland zu arbeiten. Jetzt gibt es zaghafte Bemühungen es denjenigen zu erlauben, die schon da sind.  Wobei die Ausländerämter immer noch als große Bremser mit dabei sind.

Ja man könnte, wenn man denn wollte.

CommanderData

KÖnnte ein BG in den Heimatländern Flüchtende davon abhalten zu uns kommen zu wollen? UNd was würde das BG (direkt übers Handy ausbezahlt) für Konsequenzen in den Heimatländern haben? Wenn Geld der EU direkt beim Empfänger/Fluchtwilligen ankommt, dann macht das die Fluchtwilligen erstmal wirtschaftlich und vermutlich auch politisch unabhängig von korrupten Eliten - und die EU gewänne mehr Einfluss und verbündete Menschen in kritischen Ländern. Vielleicht wäre das einmal ein sinnvoller Befreiunggsschlag, als immer das ewig gleiche alte dysfunktionale System (Diktatoren, Mullahs, Oligarchen) zu füttern. 

Alles was wir tun kostet Milliarden. Aber das, was wir jetzt mit Milliarden unterstützen, funktioniert nicht. Zeit für eine andere Denk- und Herangehensweise. Unser digitales Zeitalter macht's möglich. 

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Carlos12

Ihr Vorschlag ist unrealistisch. Ein solches Grundeinkommen müsste an sehr viele Afrikaner ausgezahlt werden. 500 Millionen Afrikaner x 1200 € im Jahr ergäbe 600 Milliarden im Jahr. Das gäbe ein Volksaufstand hierzulande, weil man das  Geld selber zu brauchen meint.

schnitzundschnitz

Ich denke, dass ist das, was die meisten Europäer wollen. Den meisten ist wohl mittlerweile egal, was mit den Migraten passiert - Hauptsache sie bleiben Europa fern. 

Juwa

Der größte Fehler ist es zu sagen Migration zu „bekämpfen“. „Bekämpfen“ bedeutet dagegen vorzugehen auch mit Praktiken, die nicht mit den Menschenrechten vertretbar sind. Der aufgedeckte Skandal ist genaugenommen eine Strategie der „Bekämpfung“. Das Gleiche gilt übrigens für die Begriffe „eindämmen“, stoppen“ und „zurückdrängen“. 

Die Sprache hat viel Macht. Denn werden diese entmenschlichenden Begriffe verwendet, muss sich nicht wundern, dass sie dann auch von einigen so verstanden werden.

Account gelöscht

Tunesien, Marokko und Mauretanien halten sich nicht an die Menschenrechte?

Natürlich tun sie das nicht! 

Das sind doch gar keine Rechtsstaaten! 

Aber der  politische Charme der  europäischen Bourgeoisie ist halt diskret, und sieht  generös darüber hinweg, dass die Menschenrechte in Afrika auf der (Wüsten)-Strecke bleiben, solange der Deal stimmt. 

Danke an den BR für die Recherche! 

land_der_lemminge

Die Laender, die die Arbeit fuer die EU machen, haben keine Verwendung fuer die Personen und wollen sie auch los werden bzw abschrecken.

Die Vorgehensweise wundert mich nicht.

Es waere besser, wenn die EU die Grenzsicherung und die Kontrolle der Migration selbst in die Hand nimmt.

Und Lager fuer die Leute errichtet auf EU - Gebiet.

Wo der Status geklaert wird und die Leute ggf. zur Rueckkehr in ihre Heimatlaender gezwungen werden.

 

Claus

"Erik Marquardt kritisiert Abkommen wie jenes mit Tunesien als Symbolpolitik: "Man möchte den Eindruck von Handlungsfähigkeit erwecken, und moralische, menschenrechtliche Fragen spielen dabei eine sehr untergeordnete Rolle." Er appelliert auch an die Bundesregierung, zu der auch seine Partei gehört, stärker für eine menschenrechtsorientierte Asylpolitik einzutreten."

Da kann ich Herrn Marquardt nur zustimmen, es sollte sich jeder Diplomat einmal die europ. Asyl- und Migrationspolitik ins Gedächtnis rufen, bevor man sich gegenüber anderen Staaten als moralisch überlegen und besserwisserisch gebärdet. Wenn man sich vor Augen führt, was da ums Mittel-(oder eher Meer der Toten)meer geschieht. Tot, Versklavung, Vergewaltigung, das erwartet die emigrierenden Menschen. Wieviel Leid und Tot auf das Konto der EU geht, dann halte ich das nicht mal mehr für amoralisch, das ist moralisch verrottet.

Nettie

„EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Eine Sprecherin teilte mit, die EU erwarte von ihren Partnern, die Menschenrechte und die Menschenwürde aller Migranten, Flüchtlinge und Asylsuchenden zu respektieren.“

So so, ‚erwartet sie‘. Vielleicht sollte sie sich doch mal die Zeit nehmen, zu kontrollieren ob ihre ‚Erwartungen‘ erfüllt werden und sich die Ergebnisse der Arbeit ‚nicht-offizieller‘ Stellen ansehen.

„Die Reporterinnen und Reporter haben Hunderte Videos verifiziert und vertrauliche Dokumente gesichtet. Mehr als 50 Migrantinnen und Migranten haben ihnen geschildert, wie sie in den EU-Partnerländern Tunesien, Marokko und Mauretanien von Sicherheitskräften verschleppt wurden. Journalistinnen und Journalisten sind für die Recherche in diese Länder gereist und haben selbst Festnahmen und Verschleppungen gefilmt.“

Humanokrat

Der Migrationsforscher Gerald Knaus wirft der EU-Kommission Planlosigkeit vor: "Wenn wir nicht erklären, wie wir uns den Mechanismus vorstellen, der dazu führt, dass weniger Menschen in Boote steigen, und es der Fantasie dieser Sicherheitskräfte überlassen, dann kommen Menschenrechtsverletzungen dabei heraus." 

Genau das ist die Konsequenz aller Migrationspolitik, die meint, allein auf Abschottung und dichtere Grenzen setzen zu können. Alle, die meinen, eine solche Politik würde irgendwelche Probleme lösen sind für deren todbringende Konsequenz verantwortlich. Erst recht jene, die daraus noch eine verqueren Nationalstolz ableiten wollen. 

Juwa

Neben dem Ziel der Senkung der Migrationszahlen haben die Abkommen mit den Nordafrikanischen Staaten auch das Ziel die Todeszahl der im Mittelmeer Ertrunkenen zu senken. Das muss man auch bedenken. Aber es dürfen zur Erreichung des Ziels nicht Praktiken angewendet werden, die ebenfalls menschenunwürdig sind.