Ein kleiner Junge guckt traurig in die Kamera.

Ihre Meinung zu Wenn Worte Kinderseelen verletzen

Eine abfällige Bemerkung hier, ein demotivierendes Feedback da: Gewalt gegenüber Kindern muss nicht immer körperlich sein. Auch emotional können Eltern Kinder tief treffen - mit teils schwerwiegenden Folgen.

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120 Kommentare

Kommentare

Left420

Sind so kleine Hände, winzge Finger dran.
Darf man nie drauf schlagen, die zerbrechen dann.

Sind so kleine Füße, mit so kleinen Zehn.
Darf man nie drauf treten, könn sie sonst nicht gehn.

Sind so kleine Ohren, scharf, und ihr erlaubt.
Darf man nie zerbrüllen, werden davon taub.

Sind so kleine Münder, sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten, kommt sonst nichts mehr raus.

Sind so klare Augen, die noch alles sehn.
Darf man nie verbinden, könn sie nichts verstehn.

Sind so kleine Seelen, offen und ganz frei.
Darf man niemals quälen, gehn kaputt dabei.

Ist son kleines Rückrat, sieht man fast noch nicht.
Darf man niemals beugen, weil es sonst zerbricht.

Grade, klare Menschen, wärn ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückrat, hab'n wir schon zuviel.

Q: Kinder - Bettina Wegner

Ein wunderschönes Lied über das Wesen des Kindes und unseren Einfluss... Kinder sind die Zukunft, die Älteren legen Ihnen den Weg frei.

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melancholeriker

Ich finde Ihre Unterscheidung vom "Wesen des Kindes" zu dem von "uns" sehr interessant. Es könnte so verstanden werden als wären dies unterschiedliche Lebensformen. Hier das Kind und da die Vertretung des "abgeschlossenen" Erwachsenen. 

Ich habe am eigenen Leibe erlebt, wie niedrig das Podest wird wenn wie bei uns, also bei mir und meinen Geschwistern, alte Themen aus der Kindheit und Jugend aufbrechen mitsamt den Verletzungen (die richtungsweisend sein können) und Zurückweisungen überforderter Eltern zum äußerst unsouveränen Auftreten gekränkter, lange eingeschlossener Gefühle werden. Wir haben das unter Supervision und Moderation von Psychotherapeuten gemacht und haben viel über unsere Prägungen gelernt und über eingeschliffene Interaktionsmuster. 

Und über unsere Eltern, die auch mal Kinder waren, aber nicht lange sein durften in einer Diktatur. Hier bei "uns". 

Left420

"dies unterschiedliche Lebensformen" - Ein Kind hat meiner Meinung erstmal besondere Bedürfnisse, zudem auch sind diese Bedürfnisse abhängig von den Erwachsenen zu befriediegen, da in der Regel das Kind dies nicht selbst kann.

Sicherlich ist es falsch zu behaupten ein Erwachsener sei ein abgeschlossenes Ding, man lernt nie aus im Leben und bildet sich idealerweise immer weiter. 

Ich habe diese Unterscheidung explizit gemacht, weil ich denke, dass wir als Erwachsene einen immensen Einfluss auf das Jetzt und die Zukunft bei den Kindern haben und dies ist ein Alleinstellungsmerkmal des Erwachsenen ggü. des Kindes. Ein Kind macht nichts falsch, der Erwachsene kann aber was falsch machen.

Parsec

Wirklich sehr beeindruckender Text.

Glasbürger

"Uralt", doch aktueller denn je. Besonders die letzten beiden Zeilen. 

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Angesichts ihrer sonstigen Kommentare möchte ich ihnen das Erich-Kästner-Zitat, weiter unten von Nettie, ans Herz legen!

Glasbürger

Ich hab`s gelesen und mir erschließt sich auch dessen Sinn, nur was möchten Sie, also nicht Erich Kästner mir damit sagen?

R A D I O

Erich Kästner meint mit diesen Zeilen jedenfalls nicht Sie. Ich würde die Zeilen auf niemand hier anwenden. Gerade, wo wir über so ein sensibles Thema sprechen, würde ich mich mit Psychoangriffen zurückhalten.

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Ich denke nicht, dass Erich Kästner diesen User und seine Kommentare kannte.

Ihrem durchsichtigen Versuchm Anderen einen Maulkorb umzuhängen entgegne ich ein fröhliches:

"Das wird man ja noch sagen dürfen!"

 

Gerade bei Foristen, die gerne Gutes schlecht reden und bei wirklich schlimmen Dingen erhebliche Erinnerungslücken aufweisen, setze ich mehr auf deren Resilienz, als auf meine Achtsamkeit!

Glasbürger

Gutes schlecht zu reden ist sicher nicht erstrebenswert. Ebensowenig aber auch Schlechtes schönzureden und Tatsachen zu ignorieren.

Um dem entgegenzuwirken setze ich auf selbstständiges Denken. Aber das schrieb ich ja schon.

Nettie

Zum Thema „Einfluss der Erwachsenen auf Kinder“ finde ich auch dieses Epigramm von Erich Kästner sehr passend:

„Die Erinn’rung ist eine mysteriöse
Macht und bildet die Menschen um.
Wer das, was schön war, vergißt, wird böse.
Wer das, was schlimm war, vergißt, wird dumm.“

JM

und wer jemals das Glück hatte dieses Lied Live von Joan Baetz (die es international bekannt machte) zu höhren wird niemals ein Kind körperlich oder seelisch belasten.

R A D I O

Den Beitrag des Liedes zum Umgang mit Kindern halte ich für sehr gering. Mit anderen Liedern, die Gewalt und Unterdrückung thematisieren, verhält es sich ähnlich. Die Geschichte zeigt es. Was nicht bedeutet, dass sie nicht nötig und wertvoll wären, für die KünstlerInnen eine eigene Bedeutung haben. Aber man sollte da realistisch bleiben, andere Einflüsse sind stärker.

Kaneel

Vielleicht darf ich auf die Dokumentation „Bettina“ hinweisen über die Verfasserin dieser Zeilen, die noch bis zum 16.06. in der ARD-Mediathek abrufbar ist. Eine sehr mutige und beeindruckende Frau, mit leiser zurückhaltender und gleichzeitig unglaublich kraftvoller Stimme, die sich nie verbogen hat.

Nettie

„Gewalt gegenüber Kindern muss nicht immer körperlich sein“

Wirklich nicht. Miss- oder sogar Verachtung ist mindestens genauso schlimm.

Denn Kinder sind naturgemäß noch den Erwachsenen ‚ausgeliefert’. Und zugleich in besonderem Maße auf deren liebevolle(!) Unterstützung angewiesen. Also auf deren Achtung ihrer Person und ihrer Bedürfnisse.

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NieWiederAfd

Leider gehen verbale, seelische und körperliche Gewalt gegen Kinder oft Hand in Hand. 

Nettie

Oft, aber nicht immer.

Autograf

Kinder können schweren Schaden erleiden, wenn Eltern mit massiven psychischen Problemen diese systematisch an den Kindern auslassen, statt dass sie ihre Probleme therapeutisch lösen lassen. Der Artikel stellt richtig fest, dass aber alle Eltern einmal Probleme haben, die sie dann auch mal an den Kindern auslassen. Das gehört nachher, so der Artikel zu recht, zwischen Eltern und Kindern klar gestellt, damit die Kinder merken, dass die Eltern auch Menschen mit ihren Problemen sind. Andererseits müssen wir uns aber auch darüber im Klaren sein, dass wir eine einmalig weitgehend traumatisierungsfreie Gesellschaft geschaffen haben. Die Multi-Traumatisierungen, die noch die Generation meiner Eltern in zwei Weltkriegen erlebt haben, und viele Kinder auf der Welt heute noch täglich erleben, sind für uns nicht mehr vorstellbar. Vielleicht sollte man in dem Zusammenhang erwähnen, dass die von den 68ern angeklagte Generation letztlich auch Opfer war. Also Vorbeugen bzw. heilen statt anklagen.

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Humanokrat

Zitat: "... dass wir eine einmalig weitgehend traumatisierungsfreie Gesellschaft geschaffen haben"

Das möchte ich dringendst bestreiten. Die Opfer von häuslicher Gewalt, von sexuellem Missbrauch, von Stigmatisierungen und Mobbing werden ihnen zurecht etwas anderes erzählen. Hinzu kommt, dass die Generationen der Kriegskinder und Kriegsenkel nachträglich kriegstraumatisiert sind, als Folge der seelischen Verwundungen ihrer Vorgeneration. In Deutschland war fast die gesamte Generation aller vor 1950 geborenen schwerst kriegstraumatiset und hat dies meist kaum verarbeitet sondern in Form von Neurosen und Angststörungen weitergegeben. 

Die Wartezimmer der Psychotherapeuten sind immer noch Beleg dafür. 

Wenn Sie zum Ausdruck bringen wollten, dass wir minder schwere Traumatisierungen haben als in Zeiten des Krieges dann kann ich dem zustimmen, aber mit der Quantifizierung tue ich mich dennoch ein wenig schwer. Eine Maßeinheit ist mir da nicht bekannt. 

Autograf

Das alles war früher noch schlimmer als heute (häusliche Gewalt, sexuelle Gewalt war geradezu an der Tagesordnung), Behinderte und irgendwie Andersartige wurden nicht nur gemobbt sondern im Zweifel mit dem Tode bedroht. Aber es erleben keine Kinder mehr, dass die Hälfte der Geschwister noch im Kindesalter an Krankheiten stirbt, keine Hungersnöte mehr, wo die Eltern zwischen den Kindern wählen müssen, keine Kriege, wo einfach mal die halbe Familie grausamst ausgelöscht wird (vom 30 jährigen Krieg gar nicht zu reden), vor den Augen des Kindes. Das, was wir heute an Traumatisierung erleben, ist fast nicht mehr vermeidbar, es ist in der physikalischen Natur (Unfälle, Krankheiten), oder in der Unvollkommenheit von Menschen begründet, die sich gesetzlich nicht mehr weiter einschränken lässt. Das heißt nicht, dass wir nicht alles tun müssen, auch die verbliebenen Traumata zu heilen, da fehlt viel. Aber wir sollten es richtig historisch einordnen.

tagonist

Es gibt rein wissenschaftlich keine "Seelen".
Egal ob bei Kind oder Greis.
Das ist rein spirituell besetzt und statistisch nicht untermauert.
Bitte bei derartig Emotionen hervorrufenden Themen niemals auf diese pseudo-wissenschaftliche religiöse Nomenklatur zurückgreifen.

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Left420

Ich glaube der Begriff 'Seele' wird oft in den Kontext der Psychologie / Geist gesetzt und soll dies meinen.

Das es neben unseren Körper, auch einen 'Geist' also wenn es um Bewusstsein (aktives/unterbewusstsein) geht oder allg. in der Psychologie als Beispiel die Depressionen, welche durch den Körper entstehen können (Fehlfunktion des Hormonhaushalts) oder durch den 'Geist/Bewusstsein'.

//Dies ist keine abschließende Begriffserklärung, dafür fehlt mir gerade die Zeit mich nochmal in Einzelheiten die Quellen zu durchsuchen, hoffe aber das man mich grob versteht.//

nie wieder spd

Das ist ein richtiger Einwand. Aber welches Wort schlagen Sie denn vor? Die Bezeichnung „Geist“ ist ja natürlich ebenso unwissenschaftlich abergläubisch - religiös wie das Wort „Seele“. Und Geister gibt es auch nicht.

tagonist

Beispielsweise "Bewusstsein", "Psychische Gesundheit" 

Wie bei so vielen Dingen ist das auch etwas sprachliche Hygiene die persönlich erstmal schwer fallen mag.
Aber solange mir hier kein entsprechender Gegenbeweis vorgelegt wird gehe ich zu 0,001% davon aus das es eine messbare Seele gibt und will nicht das Menschen mit einer klar diagnostizierbaren Persönlichkeitsstörung ein "Seelisches Leiden" angedichtet wird von irgendeinem Iman, Pfarrer oder Psychiater.
Was dann daraus im schlimmsten Fall werden kann ist bekannt.

Parsec

.. etwas sprachliche Hygiene ..."
Kann man betreiben, wenn es der Diskussion dienlich ist.
Nicht hilfreich erscheint es mir aber, simpel auf eine möglw. Nichtexistenz einer menschlichen Seele zu Verweisen und aussen vor zu lassen, dass hiermit die psychische Verfassung gemeint ist, was auch allen Diskutanten völlig klar ist.
Der Verweis auf eine Spiritualität im Zusammenhang mit verbaler Gewalt an Kindern führt nämlich zu einer Ablenkung vom Thema und verwischt die Ernsthaftigkeit des eigentlichen Themas. 

Wie man an den von Ihnen provozierten Kommentaren auf Ihre Einlassung hin erkennt. 

"... ich ... will nicht das Menschen mit einer klar diagnostizierbaren Persönlichkeitsstörung ein "Seelisches Leiden" angedichtet wird ..." 

Kindern können Sie überwiegend keine bereits vorhandene "Persönlichkeitsstörung" - um es mal mit Ihren Worten zu erklären - "andichten".
Eher führt verbale Gewalt an Kindern auf zu einer Persönlichkeitsentwicklungsstörung.
Das ist was ganz anderes!

Eistüte

"Wenn Worte Kinderseelen verletzen" ist die Überschrift. Die ist zu knallig. 

Der Artikel ist sprachlich und inhaltlich aber viel sachlicher. 

Artikel und Überschrift passen sprachlich nicht recht zusammen. 

Parsec

Der User @tagonist möchte hier nur sein angebliches Fachwissen raushängen lassen und mwkt dabei nicht, dass er damit der Verharmlosung verbaler Gewalt einfach nur Vorschub leistet.

Sokrates

Für Sie mag es keine Seele geben, das respektiere ich. Für mich gibt es aber etwas, was ich mir oftmals nicht erklären kann und warum manches sich so abspielt wie es sich halt eben abspielt und unerklärbar ist und ich mich verhalte wie ich mich verhalte oder auch träume. Das bezeichne ich als Seele, aber auch nur weil ich keinen besseren Ausdruck dafür habe.

Der Begriff Seele kommt ja doch aus allen Konfessionsrichtungen, für mich hat eine Seele persönlich aber nichts mit Religionen zu tun, daß gehört einfach zum Menschsein dazu!

Sie können genauso wenig beweisen, daß es keine oder doch auch eine Seele gibt!

Autograf

Dann müssen wir aber die ganze Terminologie ändern: Das griechische Wort Psyche bedeutet das, was wir heute unter "Seele" verstehen, im landläufigen, nicht streng religiösen Sinn. Wenn Sie sagen haben, dass es keine Seele gibt, sind alle Psychiater und Psychologen ihren Job los. Abgesehen davon, man kann statistisch nichts untermauern. Statistiken geben nur Hinweise und nicht beobachtete (weil nicht beobachtbare) Phänomene (z.B. Effekte bei Lichtgeschwindkeit z.Zt. der Formulierung der Relativitätstheorie) können statistisch gar nicht in Erscheinung treten. Dass viele Wissenschaften mit statistischen Methoden (leider oft nicht sachgerecht) arbeiten, bedeutet nicht, dass dies die zentrale Grundlage der wissenschaftlichen Erkenntnis ist. Und über den Begriff "wissenschaftlich" könnte man auch streiten, wir befinden uns leider im Übergang vom Zeitalter der Vernunft zum Zeitalter der Meinungen und Wünsche, das dunkle Mittelalter naht.

Kokolores2017

Die Wissenschaft ist möglicherweise unsere wichtigste Krücke zu Erklärung des Lebens; sie selbst ist nicht unantastbar, sondern unterliegt einem permanenten Veränderungsprozess. Statistik hat als Hilfswerkzeug selbst (das noch dazu der menschlichen Interpretation unterliegt) nicht die geringste Bedeutung.

Seele ist keine "religiöse Nomenklatur", sondern auch ein philosophischer Ansatz- Ob also Wissenschaft, Religion oder Philosophie alles ist menschengemacht, und es ist nicht an Ihnen, anderen die Denkansätze vorzuschreiben, mit denen sie versuchen, zu erklären, was das ist, was das Leben eines Menschen entwickelt und ihn zur Reife bringt oder eben verletzt wird.

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Schöner kann man kaum ausdrücken, wie wenig man die Wissenschaft versteht.

Egleichhmalf

„Statistik hat als Hilfswerkzeug selbst (das noch dazu der menschlichen Interpretation unterliegt) nicht die geringste Bedeutung.“

Vorab: stimme allen Ihren Ausführungen voll zu. Die obige Aussage ist aber objektiv falsch. Z.B. die gesamte Quantenmechanik wird (und kann nur) statistisch interpretiert werden. Und die QM funktioniert extrem (!)  gut.

Statistik ist eine wohldefinierte Disziplin der Mathematik und unterliegt (nahezu; da muss man aber schon sehr in die ‚Tiefen‘ der Marhematik einsteigen) eben nicht der menschlichen Interpretation. Dieser Trugschluss kommt immer nur dadurch zustande, dass Statistik von Menschen benutzt wird, die nichts davon verstehen und dann dumme Fehler machen. (So entstand auch der - Verzeihung - dumme Spruch, man könne keiner Statistik trauen, die man nicht selbst gefälscht habe.)

Egleichhmalf

Sorry: muss meine gerade gemachte Aussage noch einschränken: Ihre Ausführungen über die Seele finden nur zum Teil meine Zustimmung.

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Sowohl der Mensch der versucht wissenschaftlich zu denken, als auch der Atheist in mir stimmen ihnen zu.

Das Wort ist der Pfeil des Gedanken - und fliegt in beide Richtungen.

Wenn man gewisse Worte zu oft benutzt hält irgendwann das eigene Hirn sie für real...

Parsec

"Es gibt rein wissenschaftlich keine "Seelen". ... niemals auf diese pseudo-wissenschaftliche religiöse Nomenklatur zurückgreifen."

Des Lesen und Recherchieren mächtig dürfte Sie zum Beispiel diese Definition interessieren: "Im heutigen Sprachgebrauch ist hierbei oft die Gesamtheit aller Gefühlsregungen und geistigen Vorgänge beim Menschen gemeint. In diesem Sinne ist „Seele“ weitgehend gleichbedeutend mit „Psyche“.

Die Quelle dürfen Sie gerne selber suchen.

"Das ist rein spirituell besetzt..."

Wohl eher nicht, ist man sich des Kontextes bewußt. Jedem steht es ja frei, von Seele oder Psyche zu sprechen.

Hier wird also selbstverständlich nichts spirituelles zur Diskussion gestellt, was die zur Rede gestellte verbale Gewalt doch recht verharmlosen würde.

Humanokrat

Ihr Begriff von Wissenschaft bedarf dringend einer Revision. Wissenschaft definiert nicht unsere Realität, sondern versucht sie verständlich zu machen. Sie schafft keine Wahrheiten, sondern plausible Erklärungen gemäß unserer Denkgewohnheiten und -möglichkeiten. Das stößt hie und da an Grenzen, z.B. bei der Quantenphysik, der Relativitätstheorie und bei der Existenz des Unbewußten, die, nachdem Sigmund Freud sie empirisch erforscht und postuliert hat, mittlerweile selbst von den Neurowissenschaftlern akzeptiert wird. 

Statistik ist keine Wahrheitsmaschinerie und nicht alles, was wir erleben und wahrnehmen ist überhaupt mess- oder quantifizierbar. Wenn man sich wissenschaftlich mit Gefühlen, , Schmerz, Depression etc. befasst, dann ist 'Seele' ein empirischer Begriff, der sich auf unser Erleben bezieht. Das ist die Wissenschaft der Psychologie und sie ist in der Wissenschaftstheorie gut begründet. Pseudo-wissenschaft ist vor allem die, die sich für allwissend hält. 

NieWiederAfd

Was für eine kühl-distanzierte Begriffsklauberei. DASS Kinder unter verbaler Gewalt und Erniedrigung extrem leiden und schwere Schäden und Beeinträchtigungen davontragen, ist völlig unstrittig - egal ob Sie den Begriff Seele fälschlicherweise in die "religiöse Nomenklatur" verbannen wollen. Man kann nur spekulieren, welche negativen Erfahrungen bei Ihnen dahinterstecken.

Adeo60

Das Züchtigungsrecht des Lehrers war in Bayern viele Jahre lang gewohnheitsrechtlich anerkannt. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Aber es gibt eben auch verbale Prügel, die ähnlich schmerzhaft und verletzend sein können. 

Jedes Kind verdient Fürsorge und Aufmerksamkeit, Strenge und Nachsicht. Dazu gehört es, die kindliche Neugier zu wecken, sportliche Betätigung, Kreative Fähigkeiten zu wecken,  gesunde Ernährung, Förderung der Lern- und insbesondere der Sprach- und Sozialkompetenz. Gerade die ersten 3 Jahre sollten die Eltern nah bei ihrem Kind sein, denn dieses Zeitfenster ist prägend. 

Ich bin froh, mir diese Zeit genommen zu haben, sie verging viel zu schnell. Kinder sind unser größter Schatz, unser wichtigstes Invest. Was in der Erziehung versäumt wird, ist schwer nachzuholen.

franxinatra

Hinter mir liegt das, was man eine Therapiekarriere nennen kann, und dabei viel Glück gehabt, die weit verzweigten Wurzeln familiärer Prägungen zu erkennen; und anstrengend, selbst in die Rolle eines Erziehers, eines Vaters zu kommen, diese nicht weiter zu geben.

Leider tummeln sich im therapeutischen Sektor auch viele Scharlatane, denn was wir noch hilflos als Seele bezeichnen, ist weit aus weniger erforscht als die herkömmliche Schulmedizin. Das spielt bisweilen gefährlich esoterischen Spinnern in die Hände.

Im Zivildiebst, auf einer Kinderintensivstation gewann ich selbt bei den frühchen den Eindruck, dass schon vor jeder Erziehung etwas wie Persönlichkeit schon im Menschen verankert ist; wer das nicht erkennt, der läuft Gefahr, noch unvollkommene Menschen durch 'Erziehung' zu deformieren.

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teachers voice

Im Zivildiebst, auf einer Kinderintensivstation gewann ich selbt bei den frühchen den Eindruck, dass schon vor jeder Erziehung etwas wie Persönlichkeit schon im Menschen verankert ist; wer das nicht erkennt, der läuft Gefahr, noch unvollkommene Menschen durch 'Erziehung' zu deformieren.

Danke für Ihre Darstellung!

Tatsächlich ist der Respekt und die Akzeptanz der so unendlich unterschiedlichen Persönlichkeiten  von schon kleinsten Menschen der Schlüssel zu einer humanistischen Erziehung. Und damit zu einer humanistischen Gesellschaft, in der die Vielfalt die Einfalt dominieren kann. 

 

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Ich stimme ihnen soweit zu - nur ihr letzter Satz birgt zumindest die Gefahr, die eigene Vorstellung auf das Kind zu projezieren und es dann damit zu deformieren.

 

Es gibt spannende Experimente, in denen Probanden erzählt wurde, sie sollten mit Kleinkindern spielen, damit man das Verhalten der Kinder beobachten könne.

Die eigentlichen Testobjekte waren aber die Erwachsenen, die verschiedene Spielzeuge zur Verfügung hatten, um mit den Kindern zu spielen.

Im Experiment hatten die Kinder jeweils eindeutige Mädchen- oder Jungennamen - allerdings zufällig und nicht nach ihrem tatsächlichen Geschlecht.

Es zeigte sich, dass die erwachsenen "Spielpartner" den Kindern am häufigsten die Spielzeuge anboten, die dem scheinbaren Geschlecht des Kindes entsprachen.

In der Befragung nachher äusserten die Probanden ihre Beobachtung, dass die Kinder selbst die Spielzeuge entsprechend ihrem Geschlecht ausgewählt hätten.

 

Zweispruch

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass besonders auch nicht-Validierung, d.h. verächtlich machen der Emotionen oder Wahrnehmung des Kindes tiefe Spuren hinterlässt, die auch nur bedingt später geheilt werden können. Dem Kind sein eigenes Verständnis abzusprechen, mit seinen Emotionen unerwünscht zu sein reißt den Boden unter den Füßen weg. Wenn ich mich nicht darauf verlassen kann was Wahrheit und was Lüge ist, ist alles weitere nicht mehr von Belang.

franxinatra

Solange Wissenschaft nicht allgemeinverständlicher formulieren kann, was uns da inne wohnt solltenwir diese Krücke gerne weiter benutzen, denn sie ist respekteinflößender als ein technokratischer Begriff, der unverstanden unser Inneres zum Werkzeug degradiert; aber gerne, wie Sie sagen, mit kritischem Bewustsein.

Sokrates

Ich habe auch schon Dinge zu meinen Kinder und deren Kindern, aber auch schon anderen Kindern gesagt, die ich besser nicht gesagt hätte. Ich habe es dann aber auch eingesehen und habe mich bei den Kindern auch entschuldigen können und habe ihnen erklärt warum ich so dumm war in dem was ich gesagt habe und warum es mit uns Erwachsenen nicht immer so leicht ist! Mein Grundsatz ist immer bei Kindern:

Wir hinterlassen unseren Kindern was wir ihnen mitgeben!

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Egleichhmalf

Volle Zustimmung, und meine Hochachtung vor Ihrer Courage, gemachte Fehler einzugestehen, besonders auch gegenüber den Kindern.

Ich habe mich in gleicher Weise darum bemüht. Wie erfolgreich ich damit war oder auch nicht, können allein meine - längst erwachsenen - Kinder beurteilen.

schnitzundschnitz

Besonders schlimm ist, dass das Kind später häufig unbewust im Umgang mit anderen diese emotionale Gewalt fortschreibt. Physische Gewalt ist ja inzwischen so ruchbar geworden, dass die meisten Eltern davon ablassen. Emotionale Gewalt aber schleicht sich später in Freundschaften, Partnerschaften und Arbeitsbeziehungen ein.

Deeskalator

ein sicherer Indikator, dafür dass man als Eltern einen falschen Weg eingeschlagen hat, ist wenn Kinder Angst davor haben zu ihnen zu gehen, wenn mal etwas schief gelaufen ist (schlechte Note oder was angestellt)

MrEnigma

Was in den Familien los ist, spottet eh jeder Beschreibung. Gewalt ohne Ende, die auch stetig zunimmt. Nur weil die niemand sehen will, gibt es sie dennoch. 

Und die Tatsache, dass Frauenhäuser genau wie jede Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche in diesem ach so reichen Land kaum Geld haben und stetig vor sich hin krebsen, sagt auch alles. 

Wer so mit zukünftigen Generationen umgeht, muss sich nicht wundern, wenn diese keinen Bock mehr hat. 

Wir stecken die Ressourcen lieber in die alten Leute - also jene, die dieses ach so tolle Land mit all diesen Problemen und Mängeln "aufgebaut" haben. Natürlich ganz selbstlos. 

Kinder und Jugendliche bleiben dabei auf der Strecke - zu sehen auch daran, wer sich so auf Kreuzfahrten tummelt. 

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BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Die Gewalt nimmt nicht stetig zu - sie nimmt tatsächlich ab.

Gerade auch deshalb nehmen immer mehr Menschen sie stärker wahr und empfinden sie als verstörend und nicht mehr als "normal", wie das früher der Fall war.

Eigentlich eine gute Entwicklung - aber es ist wichtig sich darauf nicht auszuruhen!

nie wieder spd

Zu wenig Geld gibt es in allen Bereichen, die mit Kindern oder medizinischen Problemen jedweder Art befasst sind. Und zwar vorsätzlich von der Politik verursacht. Die wollen das so. 
Auch sonst liegen Sie richtig. Wir sollten unsere Ressourcen nicht in alte Leute stecken. Wenn das die Jüngeren bemerken, sorgen sie vielleicht auch rechtzeitig für ihr eigenes Ableben und es unterläuft ihnen nicht der Fehler alt zu werden oder gar zu sein und ihre eigenen Kinder mit altersbedingtem Ressourcenverbrauch zu behelligen. 
Außerdem werden die Ressourcen an anderen Stellen benötigt, wie uns einige Politiker immer wieder klarmachen und damit ebenfalls vorsätzlich versuchen, einen Keil zwischen die Generationen zu treiben.

Juwa

"Kindern sind ihre Regelbrüche eigentlich immer bewusst"

Das sagt schon einiges aus. 

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Account gelöscht

Was denn ?

Parsec

Ist aber so!

Es liegt an den Erziehungsberechtigten und Erwachsenen, damit richtig und gewaltfrei umzugehen.

Check?

TapferSchneiderlein

Die  Welt ist so wie wir sie gestalten! Die tägliche Nachrichtenflut handelt fast durchgehend von Macht und Kriegen, Geld und Schulden, Zukunftsängsten, Starken und Schwachen. 

Problemverursacher, Bittsteller, Anteilsforderer - wenn überhaupt werden die Schwachen so dargestellt. 

Kinder gehören nun mal zu den Schwachen! 

Es liegt an uns, die Wertevorstellung weg vom Besitz hin zur Zukunft zu verlagern. Das letzte Hemd hat keine Taschen!

Glasbürger

Das ist wieder einmal ein schwieriges Thema. Zum ersten betrifft derlei nicht nur Kinder, sondern jeden von uns, überall. Zum zweiten ist zwar richtig, was im Artikel steht, was aber nicht ins andere Extrem umschlagen darf, daß den Kindern keine Grenzen mehr aufgezeigt werden, wie es heute ja auch vielfach der Fall ist. 

Vielleicht würde schon ein "mehr" an Zeit für Kinder helfen, hier weg von den Extremen, hin zur Normalität, die ja zumeist irgendwo in der Mitte liegt zu kommen. Es kann ja nicht sein, daß man Kinder seelisch und körperlich unterdrückt und mißhandelt, doch ebensowenig, daß man alles von ihnen toleriert, gar noch gutiert.

Hier sind wohl zuerst die Eltern, dann aber auch gleich die Schulen gefragt.

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BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Auch hier möchte ich ihnen - wie so oft - das Lesen, als Schlüssel zur Bildung, ans Herz legen.

Hätten sie den Beitrag gelesen, den sie kommentieren, müssten sie jetzt keinen Widerspruch konstruieren.

Aber vielleicht ist das ja ihre Absicht?

Glasbürger

Ich konstruiere keinen Widerspruch, ich benenne nur die seit Jahren bekannten Tatsachen. Aber leider scheint es heute nur noch, wie ich schon schrieb, Extreme zu geben. Entweder oder, etwas anderes kommt nicht in Frage, egal wie die Faktenlage aussieht.

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Vielen Dank für den erhellenden Einblick in ihre Gedankenwelt.

Glasbürger

Gern geschehen. So noch Fragen offen sind, weil ob der benannten Extreme heutzutage das Verstehen ja erschwert wird, nur zu!

quas

Hier hat mir einmal ein Lehrer gesagt:

"Man kann Kinder erziehen wie man will, letztendlich machen sie einem doch einfach alles nach"

Nicht falsch verstehen, mit "Erziehen" waren hier sicher keine speziellen Erziehungsmethoden gemeint. Menschen "brechen" z.B. würde ich nicht als Erziehung bezeichnen.

Glasbürger

Absolut! Kinder zu "brechen" ist ebenso verwerflich, wie sie zu "verdummen".

Wobei letzteres keine körperliche oder seelische Gewalt beinhaltet, sondern das Vorenthalten von Wissen und Erfahrungen, gar der Vermittlung von Unwahrheiten, was den heutigen Kindern dann irgendwann mal, wenn sie dann auf eigenen Beinen durchs Leben gehen müssen, ganz furchtbar auf die Füße fällt.

Vielleicht hilft "uns" Erwachsenen einfach schon die Erkenntnis, daß TV, PC, Spielkonsolen oder Handys Eltern, die sich um ihre Kinder kümmern, nicht ersetzen können, ebensowenig wie eine Schulbildung, die die Kinder nicht nur das 1x1 und Schreiben lehrt, sondern auch, wie sie ihr Wissen im Alltag, bei Bedarf anwenden können. Daran hapert es ja gewaltig und alle wundern sich dann, was nur aus unseren Kindern wurde.

Vector-cal.45

Ein Mangel an Grenzen ist sicherlich auch ein immer extremeres Problem.

Es gehört zu einer liebevollen Erziehung, solche Grenzen zu setzen. Kinder verlangen manchmal auch konkret danach und bringen ihr Bedürfnis nach Orientierung zum Ausdruck). 

Das Ganze selbstverständlich ohne Gewalt und Psychoterror, sondern mit Klarheit und Struktur im gesamten Alltag. Regeln müssen deutlich definiert sein, begründet werden und keinesfalls zur Diskussion gestellt werden.

Da hakt es heutzutage sicherlich bei vielen Eltern.

Aber auch der heutige ständige Reizüberflutungs-Overkill für die Kinder (aber auch für die Eltern) trägt m. E. wohl durchaus zu Schwierigkeiten in der Erziehung bei.

Glasbürger

Exakt! Sehr schön auf den Punkt gebracht.

wenigfahrer

Man muss schon etwas mehr haben um auf Kreuzfahrten zu gehen und ist nur ein kleiner Teil der sich das leisten kann, Sie scheinen ein Problem zu haben mit einer Gruppe wo ganz viel Armut gibt, das hat schon Züge von Hass, wie war das mit Ihrer Erziehung ;-), meine scheint da wohl anders gewesen zu sein.

wenigfahrer

Das ist ein schwieriges Thema und es gab Zeiten wo man antiautoritäre Erziehung ab den 60ziger den Vorzug gab, nicht immer gelingt alles. Und wenn man heute unterwegs ist und mit offen Augen durch die Welt geht, sieht man schnell wo die Erziehung geklappt hat und wo nicht. 

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Oberlehrer

Nun gilt zu hoffen, dass dich antiautoritäre Erziehungsstil überall durchgesetzt hat.

Was Sie kritisieren ist der laissez-faire Erziehungsstil, der wie so häufig als Gegenbewegung zu etwas Unerträglichen zu weit in die Gegenbewegung ausgeschlagen ist.

wenigfahrer

Wo hab ich was kritisiert, das nicht immer alles funktioniert ist doch keine Kritik, sondern ein Feststellung aus der Zeit die ich ja erlebt habe.

Oberlehrer

Entschuldigung, ich wollte Sie hier nicht falsch interpretieren. Mir war nur wichtig, dass häufig antiautoritär mit laissez-faire gleichgesetzt wird, was zu fehlerhaften Kritiken führt.

Deshalb nochmals: Entschuldigung.

Nettie

„Und die Tatsache, dass Frauenhäuser genau wie jede Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche in diesem ach so reichen Land kaum Geld haben und stetig vor sich hin krebsen, sagt auch alles.“

Das sagt tatsächlich einiges.

„Wer so mit zukünftigen Generationen umgeht, muss sich nicht wundern, wenn diese keinen Bock mehr hat“

Nicht generell. Unterschätzen Sie die Macht der Mitmenschlichkeit und des freien Willens (also den Widerstandsgeist) nicht. Bei Weitem nicht alle lassen sich von Gewalttätern ‚brechen‘.

Humanokrat

Ihr Begriff von Wissenschaft bedarf dringend einer Revision. Wissenschaft definiert nicht unsere Realität, sondern versucht sie verständlich zu machen. Sie schafft keine Wahrheiten, sondern plausible Erklärungen gemäß unserer Denkgewohnheiten und -möglichkeiten. Das stößt hie und da an Grenzen, z.B. bei der Quantenphysik, der Relativitätstheorie und bei der Existenz des Unbewußten, die, nachdem Sigmund Freud sie empirisch erforscht und postuliert hat, mittlerweile selbst von den Neurowissenschaftlern akzeptiert wird. 

Statistik ist keine Wahrheitsmaschinerie und nicht alles, was wir erleben und wahrnehmen ist überhaupt mess- oder quantifizierbar. Wenn man sich wissenschaftlich mit Gefühlen, , Schmerz, Depression etc. befasst, dann ist 'Seele' ein empirischer Begriff, der sich auf unser Erleben bezieht. Das ist die Wissenschaft der Psychologie und sie ist in der Wissenschaftstheorie gut begründet. Pseudo-wissenschaft ist vor allem die, die sich für allwissend hält. 

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Sokrates

Die Wissenschaft kann nicht alles erklären, sie kann nur versuchen was zu erforschen was sie gerne haben möchte und wie etwas sein soll, bzw. sein könnte Die Wissenschaft stellt nur mal zunächst einen Verdacht in die Welt, sonst nichts!

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Kann es sein, dass sie hier selbst einen agnostischen Popanz auf die Stange setzen?

Humanokrat

Ich weiß nicht was Sie mit 'agnostischem Popanz 'meinen, aber es gibt verschiedene Begriffe von Wissenschaft und sie unterscheiden sich gemäß dessen, womit sich Wissenschaft befasst. Wenn man die Bewegung der Planeten erforscht, ist man bei der positivistischen Naturwissenschaft gut aufgehoben, wer Soziologie betreibt kommt damit nicht weit. Und wenn es um die Erforschung von Seelenleben geht - das macht Psychologie, es ist sozusagen ihre Aufgabe - dann muss man empirisch mit nicht messbaren Sachverhalten beschreibend umgehen und verwendet auch Begriffe wie 'Seele'. 

Das Eine ist nicht falsch und das Andere richtig, sondern es sind verschiedene Aspekte unserer Wirklichkeit. 

Ich wollte nur dem User tagonist antworten, der hier die Existenz von Seele als wissenschaftlicher Begriff bestreitet. Damit bestreitet er die Existenz und die Berechtigung vom größten Teil dessen, was sich Psychologie nennt. Dass nur die statistisch ableitbare Wirklichkeit zählt ist überheblich. 

tagonist

Wo misst Du die Seele? Und mit was? Kleiner Gernegroß!
Statistisch? Mathematisch? Das ist alles exakt genau auf Empirie zurück zuführen, kleinerMöchtegern, und Statistik ist ebenso wie theoretische Physik solange unumgänglich zutreffend wie mit korrekten Daten gearbeitet wird.
Die Wissenschaft der Psychologie kenne ich btw ganz gut, dank Diplom.

Dein Begriff der Wissenschaft bedarf eventuell etwas mehr Studium als das Bisschen Youtube-Uni und zehn Folgen "Big Bang Theory".

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Humanokrat

Ich bin Diplom Psychologe und weiß wovon ich spreche, im Gegensatz zu Ihnen. Ihre Bezeichnung meiner Person als 'kleiner Möchtegern' ist in ihrem beleidigenden Charakter bezeichnend. 

Ihre sonstigen Ausführungen fallen wohl eher weit unter das Niveau, was hier Mindestmaß an gegenseitigem Respekt sein sollte. 

Parsec

Ich bin auch der Meinung, dass der vorangegangene Kommentar des Users @tagonist undiskutabel ist und eines angeblich diplomierten Psychologen völlig unwürdig.

Allein seine Zurschaustellung "Die Wissenschaft der Psychologie kenne ich btw ganz gut, dank Diplom." zeigt im Kontext zu seinem Niedergeschriebenem eine erhebliche - ich nenne es mal - Dissens.

@tagonist: Wenn im Zusammenhang mit verbaler Gewalt an Kindern von seelische Schäden die Rede ist, führen Ihre vorherigen Auslassungen nur in eine Ablenkung vom eigentlichen Thema, zum Teil sogar in eine Verharmlosung, da Sie hier bereits klargestellt haben, dass Ihrer Auffassung nach Kinder bereits eine Persönlichkeitsstörung haben müssen und es nicht erst durch verbale Gewalt dazu gekommen ist.

Sollten Sie @tagonist tatsächlich, wie Sie vorgeben, ein Diplom der Psychologie in der Tasche haben, bin ich verwundert über Ihre Unkenntnis über eine Persönlichkeitsentwicklungsstörung.

Humanokrat

Danke. 'Unwürdig' ist eine sehr passende Beschreibung.