Ein Arbeiter verschraubt das Gleis mit den Betonschwellen an der Bahnbaustelle der ICE-Strecke zwischen Nürnberg und Bamberg (Archiv Dezember 2023)

Ihre Meinung zu Bahn erneuert in diesem Jahr Tausende Weichen und Hunderte Bahnhöfe

Weichen, Gleise, Bahnhöfe: Die Bahn will den Verfall der Schienen-Infrastruktur stoppen und investiert dieses Jahr Milliarden in die Erneuerung. Für viele Fahrgäste bedeutet das: Umleitungen und verlängerte Fahrtzeiten.

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87 Kommentare

Kommentare

Nettie

„Bahn erneuert in diesem Jahr tausende Weichen und hunderte Bahnhöfe“

Wurde auch höchste Zeit. Wäre natürlich schlauer gewesen, nicht erst alles verfallen zu lassen und dann alles auf einmal sanieren zu wollen. Vor allem für die Kunden:

„Im Alltagsbetrieb führten viele Störungen auf wichtigen Strecken sowie zahlreiche Baustellen zuletzt zu großen Problemen bei der Pünktlichkeit“.

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Bahnfahrerin

Definitiv. Leider gibt es hier vom Staat aber auch komplett falsche Anreize. Denn soweit ich weiß gibt’s viel mehr Gelder, wenn eine Strecke komplett verfallen ist als wenn man sie konsequent und andauernd instand hält…

Die Schweiz würde hier schon lange vormachen wie man es besser macht. 

Left420

"Leider gibt es hier vom Staat aber auch komplett falsche Anreize." - Dem stimme ich zu, schon zu lange wird auf den Individualverkehr gesetzt.

"Die Schweiz würde hier schon lange vormachen wie man es besser macht. "

Die Schweiz hat ein Schienennetz mit knapp 5.400 Kilometer, dem ggü. in Deutschland 39.200 Kilometer, auf einer viel größeren Fläche verteilt. Der Vergleich ist schwierig 1:1 zu übertragen.

 

melancholeriker

Die Schweiz hat dafür viele Berge und Tunnel, aber eines hat sie nicht. 

Eine Autoindustrie und Autominister. 

Left420

Sicherlich, könnte man mehr investieren, ich stelle mir nur vor wenn dies gemacht wird, wie die BILD dies gleich als Titelgeschichte übernimmt: 'Verkehrsminister: Hasst er Autofahrer?'

Und schon haben viele das Feindbild. In Deutschland steht nunmal Individualverkehr immernoch ganz vorne, solange dieses Bewusstsein vorhanden ist, wird sich nicht wirklich was ändern. Keiner will Geld für etwas ausgegeben sehen was er nicht nutzt (Stichwort GEZ). Und bisher hat seit paar Jahrzehnten das Verkehsministerium genau diesen Individualverkehr unterstützt.

Bender Rodriguez

Was hat die Netzgröße damit zu tun?  Außer dass die Sncf wohl deutlich mehr personen/km hat?

Dss ist zu 100% gleichzusetzen.

Left420

"Was hat die Netzgröße damit zu tun? " - So größer das Netz, umsomehr Arbeit eigentlich doch ne einfache Rechnung oder? Und wenn dann das Netz noch kompakt ist und nicht auf einer Fläche wie Deutschland verteilt ist, wo die Schweiz gefühlt 10x reinpasst.... Das macht einen Unterschied!

Die anderen Kommentatoren, welche die Investitionleisung angesprochen habe, stimme ich zu hundertprozent zu. Die Frage ist nur, woher soll das Geld kommen, es liegt ein riesen Investitionsstau vor (man könnte es fast mit der Bundeswehr vergleichen). 

Zundelheiner

vergleichen sie nicht die größe des Schienennetzes D/CH sondern die pro Kopf Ausgaben der beiden Staaten für ihre Bahnen…..dann haben sie einen besseren Vergleich….

Kaneel

So ist es. Da sehe ich in Deutschland noch sehr viel Luft nach oben. 

Problem ist derzeit allerdings nach wie vor der Fachkräftemangel bei den Lokführer/-innen. Die Eurobahn, die in meiner Region mehrere Strecken bedient, hat das Angebot momentan auf mehreren Linien stark ausgedünnt (z.B. zweistündlich statt stündlich) oder komplett gestrichen. Fahrgäste können zwar entweder auf andere Züge ausweichen, müssen teilweise aber umsteigen und warten, anstatt wie bisher in einem durchgängigen Zug sitzen, was die Fahrtzeit deutlich verlängert und wesentlich unkonfortabler ist. Zudem sind die Züge dadurch entsprechend überfüllt.

https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/eurobahn-zugverbindunge…

Bahnfahrerin

Das ist schon richtig. Es ging mir aber mehr um das Konzept in der Schweiz. Denn dort werden Strecken relativ geräuschlos instand gehalten und es braucht eben keine Generalsanierungen mit Vollsperrungen wie sie im deutschen Netz auf wichtigen Strecken leider der Standard sind - zusätzlich zu Flickschusterei mit außerplanmäßigen Sperrungen, wie dies auf der Riedbahn schon seit Jahren der Fall ist. 

schabernack

➢ Die Schweiz hat ein Schienennetz mit knapp 5.400 Kilometer, dem ggü. in Deutschland 39.200 Kilometer, auf einer viel größeren Fläche verteilt. Der Vergleich ist schwierig 1:1 zu übertragen.

Bahnvergleiche sind immer nicht einfach zu übertragen von Land A auf Land B. In der Schweiz ist das Streckennetz nicht marode, und muss nicht ein Jahrzehnt lang erst mal wieder auf Vordermann gebracht werden.

Die Gesamtlänge des Schienennetzes ist nicht entscheidend. Wenn ein Staat ein langes Schienennetz hat, dann muss er das erhalten・wollen。Dann funktioniert das auch, sonst funktioniert es niemals, und alles bleibt immer Flickschusterei.

Das flächenmäßig zu Deutschland am nächsten große Land der Welt ist Japan. Japan ist ca. 5% größer, hat statt 39.000 km Schienen ca 29.000 km.  Andere Landesnatur, andere Topographie.

Japan wäre der beste Schienennetzerhaltungszustandsvergleichsmaßstab.
Und dann wird es noch 1.001-mal schlimmer als beim Vergleich mit der Schweiz.

Left420

Ich brauche eigentlich keinen Vergleich um zu Wissen wie schlecht es um die Bahn und die Strecken steht. Da ich viel selbst mit der Bahn fahre und dies meist mit viel Zeit und Geduld verbunden ist.

Vergleiche bringen niemanden in der Debatte voran, vielmehr sollte man einfach mal anpacken und machen.

Der Investitionsstau ist nicht vergleichbar, denn andere Länder lassen die Bahn gar nicht erst soweit verkommen. Es ist erstmal ein gutes Zeichen, dass das Problem final erkannt wurde und nun in Angriff genommen wird, dazu kommen wieder viele weitere Arbeitsplätze, welche sicherlich auch in Zukunft noch besetzt werden müssen.

Karl Klammer

Mit dem neuen Namen "Infra No go!" wird alles besser

Ausfallende Züge und fehlender Schienenersatzverkehr gehören dann der Vergangenheit an:-)

Bender Rodriguez

Das liegt auch daran, dass die DB sanierung selbst zahlen muss, währen bei Neubau der Bund zuständig ist. 

Bender Rodriguez

Was soll man dazu sagen? 

Man muss jedes jahr Miliarden in die Instandhaltung stecken.

Dazu dient unter anderem das Geld, das über Tickets eingenommen wird. Mit der idee, umsatz= Gewinn ist schin mancher kleinunternehmer umgegangen. 

Und die Bahn braucht nicht nur gleise. Auch das Zugmaterial ist völlig veraltet. Das muss alles dringend entsorgt werden.

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Naturfreund 064

Das Zugmaterial ist oft gar nicht von der DB, sondern das sind auf vielen Strecken private Unternehmen und manchmal auch Züge von der ÖBB wenn es grenzüberschreitend ist. Auch ist das Zugmaterial selbst auch nicht so alt. Das wird tatsächlich regelmäßig ausgewechselt.

AuroRa

Endlich geht es gezielt voran mit der Sanierung. Zugleich mangelt es am Neubau von Strecken. 
Wer wissen: Wer MEHR Infrastruktur zur Verfügung stellt, erntet MEHR Verkehr. Im Gegensatz zum Autoverkehr ist das bei der Bahn gewollt und gut. 

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Alter Brummbär

Bei Neubau oder Ausbau von Strecken, haben Anwohner immer etwas dagegen.

AuroRa

„Seltsam“, beim Neu- und Ausbau von Straßen und Autobahnen scheint dieses Argument irrelevant zu sein. Wenn’s ums Auto geht, ist wohl alles möglich. 

Alter Brummbär

Bei den Neubau von Autobahnen, haben auch erstmal alle was dagegen. da vergehen auch gerne mal 40 Jahre.

Bender Rodriguez

Wenn man das auch so dilletantisch anstellt, wie die DB, ist das verstandlich. Die Neubaustrecke von FFM nach MA geht nicht etwa über überdungten Acker und duch Waldgebiet. Nein, die soll direkt an 5 Ortschaften vorbeirauschen. 

Alter Brummbär

Auch Äcker und Wälder haben Eigentümer und Länder sowie Kommunen reden mit.

Siehe neue Strom und Autobahntrassen.

Erstmal hat jeder was dagegen.

AuroRa

Wie kommt‘s, dass es bei vielen Autobahnen trotzdem klappt, während es bei einigen Bahnstrecken „leider nicht möglich“ ist? 

Mass Effect

Neubau von Strecken ist alles andere als einfach und dauert extrem lange. Die Bahn hat ja schon allergrößte Schwierigkeiten stillgekegte Strecken zu reaktivieren.

AuroRa

Wo kommen wir hin, wenn die Notwendigkeit von Strecken Neubauten an der Komplexität und Dauer festgelegt werden würde? Nur weil es schwierig ist und lange dauert, werden die Strecken nicht weniger benötigt.


Im Gegensatz zum Autoverkehr, für den sogar überflüssige Wissing-Prestige-Projekte erzwungen werden, wie beispielsweise die Rheinspange bei Köln: Die soll unter dem Rhein hindurchlaufen und ist mit  1,145 Milliarden (!) Euro angesetzt. Wieviele Kilometer Bahnstrecken man mit dem Geld bauen könnte, kann man sich selbst mal ausrechnen. 

Kaneel

Der User hat aber doch gar nicht geschrieben, dass er den Streckenausbau aufgrund der Komplexität ablehnt. Aber wie die Bahnsprecherin in dem von mir verlinkten Beitrag sagt: Man benötigt Spucke (damit sind vermutlich die Nerven gemeint) und Geduld. 

werner1955

Zugleich mangelt es am Neubau von Strecken. 

Wo sollten die gebaut werden. Aktuell dauern Planungen ca 30 Jahre. Bestimmt sind auch immer Tier auf der "roten Liste" immer im Weg. 

2032 sollte der Brenner Basis Tunel fertig sein. Einen neuen Brenner-Nordzulauf wird es auf bayerischer Seite bis dahin noch längst nicht ...

Left420

Besser später als nie.

Endlich mal anpacken und los legen, es wurde zu lange auf die lange Bank geschoben. Nun ist das mit vielen Ausfällen etc. verbunden, wird jedoch hoffentlich dazu führen, dass die Bahn mal wieder halbwegs ordentlich fährt. 

Wir brauchen aktuell nicht neue Autobahnen oder neue Zugstrecken, bringt erstmal das alte wieder auf Stand der Zeit und dann fängt man neue Projekte an, sowas lernt man bereits im Kindergarten, lieber Herr Wissing.

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Bahnfahrerin

Was Sie alles im Kindergarten gelernt haben. :)

Für die Riedbahn ist dagegen schon seit geschätzt 40 Jahren eine Diskussion über eine Neubaustrecke im Gange und immer hat wer was auszusetzen und alleine das Verfahren selbst dauert auch viel zu lange. 
In meinen Augen ist die Sanierung hier zwar zu begrüßen, den Engpass auf der Strecke löst diese aber nicht, da die Strecke weiterhin von allen (FV, Regio, Gürerverkehr) genutzt wird. Insofern braucht es auch durchaus Neubau… 

 

Left420

Ich bin nicht gegen Neubau von Strecken, jedoch sollte man erstmal aufräumen, bevor man was Neues beginnt.

Es ist ja schön, wenn eine neue Strecke gebaut wird, nur doof, wenn dann alles auf diese umgeleitet wird, weil die Alte nicht mehr funktionstüchtig ist.

Und beides auf einmal bekommt die Bahn nicht hin, also mal anfangen an einem Punkt und dann funktioniert es hoffentlich auch mal wieder mit der Bahn, dass diese fähig ist aktuelle Strecken in Stand zu halten und neue aufzubauen.

Bahnfahrerin

Man hätte die neue Strecke halt fertig bekommen müssen bevor die alte ganz kaputt ist. Aber die steckt ja immer noch im Planfeststellungsverfahren und scheitert seit Jahren an schützenswerte Käfern und daran dass keiner sie vor seiner Tür will. 

Ich nehme an, Sie sind nicht regelmäßig auf der Riedbahnsperrung unterwegs (gewesen)? Diese Strecke ist seit gut 10 Jahren eine Zumutung für Fahrgäste. Der Fahrplan für die Bauzeit ist es aber auch. 

Bender Rodriguez

Beseer wäre es gewesen, erst die neue Trass zu bauen, und dann die Riedbahn,zu sanieren.

Wenn man aber 40 Jahre rumplant, ohne Ergebnusse, zu erzielen, kann man vin der DB wirklich nichts mehr erwarten

Alter Brummbär

Die Bahn kann viel planen, dazu kommen ausufernde Bürokratie und Anwohner, Länder, Kommunen, Wald.- und Feldbesitzer, NABU

Kaneel

Um später gut voranzukommen, müssen wir aktuell mehrgleisig fahren, hinsichtlich der Renovierung und des Ausbaus des Schienennetzes. Notwendig ist sowohl den Bau neuer Strecken (z.B. zwischen Hamburg und Hannover), als auch die Reaktivierung von alten Strecken, sowie die Erweiterung auf zwei Gleisen bei bisher eingleisigen Strecken. 

schabernack

➢ Notwendig ist sowohl den Bau neuer Strecken (z.B. zwischen Hamburg und Hannover) …

Und für den Verlauf dieser Trasse tobt der Streit seit Jahrzehnten, und das Ende ist nicht in Sicht.

Als Alternative zur Bahntrasse im Mittelrheintal gibt es Planungen seit mind. 30 Jahren. Nicht einen einzigen Schritt voran gekommen, und die «Güterzug-Magistrale» Rotterdam - Genua wird auch 2050 in Deutschland noch immer nicht existieren.

Kaneel

Das ist bitter. Die blockierende oder halbherzige Positionierung der SPD zum Thema Mobilitätswende, so wie ich diese auch vor Ort wahrnehme, führt dazu, dass diese Partei für mich nicht wählbar ist. 

Karl Klammer

Solche planungen werden nicht von Heute auf Morgen , so wie es in DB Pressetext steht gemacht.

Dazu braucht man mit umleitungsplänen schon 3 Jahre vorlauf :-)

Auch das bei Einstellungstopp neue Mitarbeiter eingestellt werden , für die erst nächstes Jahr eine Chance

für 35Std Woche bei 24H/365Tage Schichtdienst, nach dem nächsten Streik besteht, wird nicht genannt.

Diese an der Front stehenden Mitarbeiter bekommen auch keine Bonis und freuen sich schon auf Bahnstreik Februar 2025

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proehi

3 Jahre Vorlaufzeit für neue Weichen und entsprechende Umleitungspläne sind Quatsch, das hat mindestens 30 Jahre zu lange gedauert. Aber zugegeben, von den einzustellenden neuen Mitarbeitern haben Sie auch keine Ahnung.

Karl Klammer

Das sind doch alles Fremdfirmen im Gleis , mit eigenen Mitarbeitern kann man ja nur noch eine Aufsicht stellen,welche die einhaltung der Sicherungspläne überwacht

asimo

Wenn es nur drei Jahre wären… Eine einfache Streckenreaktivierung (nicht neubau, reaktivierung bestehender Strecken!) zieht sich vom Entscheid bis zur Verkehrsaufnahme gern über 10 Jahre (z.B. TWE oder WLE in Westfalen). Es ist alles unglaublich lahm und zäh mit sehr viel Bürokratie. Das sollte dringend geändert werden.

Kaneel

TWE: Über die Reaktivierung der Teutoburger Wald-Eisenbahn, die Versmold mit Ibbenbüren verbindet wäre auch ich sehr glücklich und würde die Verbindung auch nutzen.

schabernack

➢ Diese an der Front stehenden Mitarbeiter bekommen auch keine Bonis und freuen sich schon auf Bahnstreik Februar 2025.

Oh wie schön ist doch das Leben als Eisenbahner.

Kaum ist die Weihnachtsfreude 2024 verraucht, steht schon wieder der Weihnachtsmann mit der Streikfreude 2025 am Bahnsteig.

Mendeleev

Tja, wenn alles gut wäre und man das was man hätte tun müssen längst getan hätte, bräuchte man diese Meldung erst garnicht .. 

dannk

Merkwürdige Meldung... 

... das die Bahn ihren Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten nachkommt ist doch hoffentlich selbstverständlich. Ansonsten würde das bei einem derart strukturrelevanten Unternehmen ja die Nationale Sicherheit gefährden. 

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marvin

Das Fahren auf Verschleiß kommt davon, dass man die Bahn "Aktiengesellschaft" spielen lässt, die Gewinne an den Bund ausschütten soll. Und Boni an ihr Management. Neue Infrastruktur zahlt hingegen der Staat: Diese Voraussetzungen kann man als Denkaufgabe eigentlich schon einem Grundschüler geben, und er wird meistens richtig schließen, was dann wohl passiert. 
In GB hatte man Thatchers Privatisierung deshalb wieder rückgängig gemacht. Aber Deutschland ist nicht lernfähig.
 

Carlos12

So sehr ich bisher über die FDP und Wissing gelästert habe, immerhin verweigert er die Arbeit nicht völlig.

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Left420

"immerhin verweigert er die Arbeit nicht völlig" - Seitdem er weiß, dass die FPD vor hat Menschen, welche völlig Ihre Arbeit verweigern, die Bezüge streichen will, ist er wohl hellhörig geworden. Zum Glück weiß er wohl nicht, dass dies nur die Arbeitslosen betrifft und nicht Ihn persönlich.

Mit dem Vorschlag des Fahrverbots am Wochenende hat er mir gezeigt, dass er der falsche ist. Immernoch gegen den Fakt des Tempolimits mit der Begründung, es gäbe nicht genug Schilder, die Mehrheit der Bevölkerung will kein Tempolimit(was faktisch falsch ist) und und und... Hauptsache man kann sich als FDP´ler als der Macher hinstellen. Auch wenn man nichts gemacht hat.

AuroRa

Naja, hier wird ja nicht saniert wegen Wissing sondern eher trotz Wissing… 

Schiebaer

Aus Maximal Gewinne für die Bahn wurden jede Menge Strecken stillgelegt. Das rächt sich heute, auch wenn auf einigen Strecken hin zu entlegenen Ortschaften nur 2 Mal am Tag die Bahn fährt,so gehört es doch dazu um diese nicht von der Aussenwelt ab zu schneiden.Herr Mehdorn hat der DB großen Schaden zugefügt als er Bahn Chef war.

Mega

Die Schlamperei hat Namen. Die Verkehrsminister kamen von der CSU. Sie haben ihre Aufgaben nicht bewältigt und mit ihnen der bestbezahlten Aufsichtsräte. 

Würde sie man heute fragen, wie sie ihre Arbeit als Verkehrsminister sehen, käme uns eine Flut von Eigenlob entgegen. Ich frage mich immer, wie wollen die Bürger sich gegen solche Dilitanten, die zum Minister ernannt wurden, wehren. Wir können als Wähler nur zuschauen aber nicht abwählen.

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Carlos12

"Die Verkehrsminister kamen von der CSU. Sie haben ihre Aufgaben nicht bewältigt..."

Ganz so ist es nicht. Dazu gab es eine Folge von "Die Anstalt". In Bayern wurden mehr Straßen neu gebaut als sonst wo.

Bahnfahrerin

Leider sitzen nicht nur im Verkehrsministerium solche Dilettanten… 

Bender Rodriguez

Das sämtliche Verkrhsminister Nieten waren und sind, ist nicht das Problem der Bahn. Die wurde vom Eisenbahnbundesamt betreut.  Und die Politik beantragt auch keine neuen Strecken oder Danierungen. Das muss die DB schon selbst machen. Und dann kommen Kommunen, Kreise, Länder....die alle mitreden müssen.

Der Verkehrsminister hat damit nicht viel zu tun.

Giselbert

"Bahn setzt dieses Jahr auf Erneuerung"

Kein Grund um Beifall zu klatschen, weil dies längst überfällig war.

"Umleitungen und verlängerte Fahrtzeiten."

Und anstatt Neubau von Trassen und Paralleltrassen wieder nur Flickwerk. Deshalb wird es auch in Zukunft immer wieder Verspätungen, Umleitungen und Ausfälle geben. 

gelassenbleiben

Wir alle wissen es wurde zulange nichts gemacht. Das Desaster fing an mit den Kohl‘schen Privatisierungsplänen.Die letzten Verkehrsminister waren ein Totalausfall (Scheuer sogar ein sehr teurer Negativposten, hätte er sich doch auf repräsentative Aufgaben beschränkt)

Jetzt muss deutlich mehr investiert werden Deutschlandtakt 2065(?) ist jawohl ein Witz

Die Schuldenbremse muss reformiert werden. Schnell-strecken müssen neben Gütergleisen verlaufen

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Bahnfahrerin

Warum immer die Schuldebremse? Es wäre genug Geld für Infrastruktur da, wenn man die Einnahmen mal sinnvoll allokieren würde. Und alles auf ein Mal machen ginge abgesehen davon sowieso nicht. Denn wo sollen all die Unternehmen, Arbeiter und Materialien herkommen, die das bewerkstelligen können? 

Recht gebe ich Ihnen hinsichtlich der Politik - die ist mindestens seit der Idee mit Privatisierung hier ein Totalausfall. Ich habe aber wenig Hoffnung, dass andere das im Hinblick auf die Bahn so viel besser gemacht hätten (zB wenn ich mir die Verkehrspolitik in BaWü anschaue). 

Giselbert

"Die Schuldenbremse muss reformiert werden. "

Unsinn, die Bahn muss rentabel werden oder sich zumindest selbst tragen. Ein nicht endendes Milliardengrab kann nicht das Ziel sein!

Alter Brummbär

Ein Milliardengrab, wie die Autobahnen?

AuroRa

Fordern Sie auch, dass sich Autobahnen „zumindest selbst tragen“? Warum muss sich die Bahn selbst tragen aber Autobahnen nicht? Inkonsequent. 

Eistüte

Zitat:

"Damit sollen 2.000 Kilometer Gleise, 2.000 Weichen, dazu zahlreiche Bahnhöfe und Brücken erneuert werden."

Dazu die Bestandszahlen zur Information:

2019 waren laut Wikipedia über 60.000 Weichen in Betrieb.

Laut" Allianz-pro-Schiene" umfasst das Gleisnetz der DB in Deutschland über 33.000 km.

Aktuell gibt es in Deutschland rund 5.700 Bahnstationen, d. h., Bahnhöfe, Haltestellen und Haltepunkte. Ca 5.400 Bahnhöfe gehören der DB. Die Zahl der Bahnhofsgebäude liegt bei rund 2.300.

Quelle :

https://www.allianz-pro-schiene.de/themen/infrastruktur/bahnhoefe/#:~:t…

 

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H. Hummel

Die DB betreibt längst nicht alle Bahnstationen. Alle Stationen die allein durch den ÖPNV benutzt werden, sind von den Ländern zu betreuen, instandzusetzen oder neu zu bauen. Die Länder können natürlich der DB dann entgeltlich Aufgaben wie Reinigung, technische Betreuung, Streudienste oder Schneeräumung ec. der DB anbieten ... aus Kostengründen natürlich in homöopatischen Doben ... das nötigste halt.

Und wenn an diesen Stationen die vorangenen Lautsprecher stumm oder die Anzeigen dunkel bleiben bleiben liegt es schlicht daran, dass die Privaten Eisenbahnunternehmen für diesen Service nichts zahlen wollen ... deswegen sind auch die meisten "Privaten" nicht in der App der DB vertreten.

R. Schmid

"Zum ersten Mal seit vielen Jahren wird es uns 2024 gelingen, die Überalterung der Eisenbahninfrastruktur zu stoppen", erklärte dabei Philipp Nagl, Chef der DB-InfraGO - der neuen Infrastrukturgesellschaft der Bahn."

Über eine solche Äußerung kann man wirklich nur den Kopf schütteln. Es ist doch Aufgabe der Bahn, ihre Infrastruktur in Ordnung und funktionsfähig zu halten, und zwar laufend, und nicht erst, wenn es an allen Ecken und Enden klemmt und das große Chaos bereits da ist! Jetzt an das Verständnis der Fahrgäste zu appellieren, nachdem man den Laden über Jahrzehnte systematisch und sehenden Auges an die Wand gefahren hat, ist der blanke Hohn! Und dennoch kann man ja froh sein, dass wenigstens jetzt, wenn auch viel zu spät, endlich, endlich etwas getan wird. Von den anderen zahlreichen "Baustellen" der Bahn - mangelndes Personal, unzureichende Kommunikations- und Informationsstrukturen usw. - ganz zu schweigen... Hoffen wir, dass es nun endlich besser wird.

braver_Bürger

Das sind doch mal gute Nachrichten und Wissing mit seiner FDP scheint ja hier der einzigste Lichtblick in der Ampel zu sein?

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Schiebaer

Ich sage es mal so. Dank FDP in der Ampel kannte schon Schlimmeres verhindert werden.

AuroRa

Das einzige, das man der FDP zugute halten kann, ist, dass sie keinen Landesverrat betreiben (im Gegensatz zur AfD). 
Und das, obwohl zielsicher die Total-Nieten der FDP in der Regierung sind. Dass das Verkehrsministerium mal mit jemanden besetzt wird, der noch unfähiger ist, als Scheuer, war eigentlich nicht möglich - bis Wissing kam, der uns mit seiner vollumfänglichen Inkompetenz und Unfähigkeit eines Besseren belehrt hat 

braver_Bürger

Die FDP zeigt hier der Ampel wo "vorne" ist.

Alter Brummbär

Und Herr Wissmann hat fleißig mitgeholfen.

braver_Bürger

Ich persönlich würde mich freuen, wenn mehr Frachtgüter von den Lkw's auf den Autobahnen auf die Bahn verlagert würden. Für mich wir die Situation in Betracht auf das LKW-Aufkommen auf unseren Autobahnen so langsam unerträglich. Vielleicht unterstützen hier ja die von Wissing FDP eingeleiteten Maßnahmen?

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Bender Rodriguez

Nein, nicht nur von der Autobahn auf den Zug.  Erst garnicht transportieren. Lasst den Krempel, wo er ist. Ging früher ja auch.

Oder macht Transport so teuer, wie er eigentlich ist. 

Das Lagern von Waren auf der Autobahn muss viel teurer sein, als vir Ort, zu produzieren

Left420

"Erst garnicht transportieren. Lasst den Krempel, wo er ist. Ging früher ja auch." - Von welchen 'Früher' reden Sie?

Der Handel ist so alt wie die Menschheit selbst und der Transport auf Landwegen genauso.

Alter Brummbär

Stimmt Autos braucht keiner

FritzF

Kürzlich noch von Kaiser Wilhelm eingeweiht, steht plötzlich die Sanierung an. So schnell vergeht die Zeit.

H. Hummel

Dies katastrophalen Folgen der Privatisierung waren absehbar, viele, wirkliche Fachkräfte, haben davor gewarnt. Vor 50 Jahren hat sich nahezu jeder Eisenbahnen verpflichtet gefühlt sich zu bücken und das aufkeimende Unkraut ec. zu entfernen. Sie wussten um die zersörerische Wirkung von Pflanzen im Bahndamm. Wo das nicht möglich war, auf der "Freien Strecke", wurde entsprechend gespritzt. Mit Erfolg.

Heute gibt es keine kleinen Betriebsstellen mehr, gegengesteuert wird erst wenn es bereits zu spät ist ... notdürftig, weil das Geld fehlt. Vom Einsatz der Unkrautvernichter ganz zu schweigen ...

Ganze Heerscharen haben sich einst um den baulichen- und technischen Erhalt der DB gekümmert ... mit Erfolg. Die "neue DB" glaubte offensichtlich an eine Selbstheilungskraft von Anlagen und Fahrzeugen. 

Die Vorstände sind dem Reiz der Gewinnmaximierung erlegen. Sie haben denen, welche den Betrieb DB in und auswendig kannten das Vertrauen entzogen, und Betriebsfremde vor die Nase gesetzt ... und??

Glasbürger

Man könnte sich fast totlachen, ob des Schmierentheaters der Bahn! Erst spart man für die Profite der Anleger auf Teufel komm raus alles kaputt, jede Warnung der echten(!) Experten ignorierend und jetzt beklagt man, was man selbst anrichtete und "investiert". 

Obwohl... die Bahn, die Telekom, die Post. Überall das Gleiche.