Polens Außenminister Radoslaw Sikorski

Ihre Meinung zu "Taurus"-Debatte: Polen hofft auf deutsche Kursänderung

Die USA haben der Ukraine weitere Waffenlieferungen zugesagt. Polens Außenminister hofft nun, dass das den Bundeskanzler in der Frage der "Taurus"-Lieferungen umstimmen kann. Dabei machte Scholz erst kürzlich klar: Er bleibt bei seinem Nein.

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155 Kommentare

Kommentare

der.andere

Die Liste der Waffen die angeblich in der Lage waren, der Ukraine zum Sieg zu verhelfen ist lang - mit immer negativem Erfolg. Negativ vor allem für die ukrainischen Soldaten. Sie waren, sind und bleiben die Opfer dieser Forderungen. Sie werden in den Tod geschickt weil sich ihre Regierung weigert die Realitäten auf dem Schlachtfeld anzuerkennen und endlich zu Verhandeln. Die in geschützer Umgebung sitzenden Politker sollten sich ihrer Verantwortung bewusst werden. Was BK Scholz betrifft geht es um die letzte Möglichkeit, dass seine Glaubwürdigkeit nicht völlig den Bach runter geht, denn kippt er wieder um steht er von seiner anderen Zusage, keine deutschen Soldaten in die Ukraine zu schicken, denn die Zeit nach der Europawahl wird diese Frage wieder beflügeln.

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wie-

>> Negativ vor allem für die ukrainischen Soldaten. Sie waren, sind und bleiben die Opfer dieser Forderungen.

Tatsächlich: nein. Denn die westlichen Waffensysteme helfen, das Leben ukrainischer Soldatinnen und Soldaten zu schützen - ganz im Gegenteil zu dem Material aus Sowjetzeiten, mit dem sich die russischen Soldaten begnügen müssen. Insgesamt ist die Moral der ukrainischen Verteidiger überraschend gut.

>> Sie werden in den Tod geschickt weil sich ihre Regierung weigert die Realitäten auf dem Schlachtfeld anzuerkennen und endlich zu Verhandeln.

Ah, das alte Lied der Kreml-Propaganda: böse Ukrainer, ergebt euch gefälligst, kapituliert endlich. Seit mehr als zwei Jahren unverändert.

dr.bashir

Seit dem Beginn des Ukrainekrieges bin ich über die Berichterstattung etwas verwundert. Angeblich ist unsere Bundeswehr totgespart und sie hat keinerlei funktionierendes Material. Wenn es aber um europäische Waffenlieferungen geht, dann scheint regelmäßig das Überleben der Ukraine nur von deutschen Waffen abzuhängen.

Olaf Scholz sollte sich ein Beispiel an Macron nehmen. Starke Sprüche in großen Reden, aber konkrete Waffenlieferungen nur, wenn die Frankreich produziert und von der EU bezahlt werden.

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Vector-cal.45

>>Seit dem Beginn des Ukrainekrieges bin ich über die Berichterstattung etwas verwundert. Angeblich ist unsere Bundeswehr totgespart und sie hat keinerlei funktionierendes Material. Wenn es aber um europäische Waffenlieferungen geht, dann scheint regelmäßig das Überleben der Ukraine nur von deutschen Waffen abzuhängen.<<

 


Ihrem Beitrag stimme ich an dieser Stelle unumwunden zu.

Teilweise scheint mir die Berichterstattung völlig aus der Bahn geraten und vor vollkommen unglaubwürdigen Aussagen nur so strotzend.

Und das gilt nicht nur für den Ukraine-Konflikt (sondern z. B. auch die freigeklagten RKI-files oder die ebenfalls freigeklagten Enthüllungen um die Interna des „Superministeriums“ zum Atomausstieg). 

Egleichhmalf

Verschwörung wohin man schaut. Ganz schlimm.

AuroRa

Polen kann die Lage in der Ukraine und in Rußland besser einschätzen als Deutschland. Wer in den 80ern in Poken gelebt hat, weiß, was nie wieder geschehen darf. Putin muss gestoppt werden. 

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Schiebaer

Das ist wohl war. Das  war schon mit der Krim Besetzung 2014 nur der Anfang.Putin möchte Russland wieder zu dem machen wie es einmal zu Zeiten der UdSSR war.

Lucinda_in_tenebris

Die Polen haben einen möglichen Krieg gegen Russland fest in ihrer Agenda. Sie eignen sich aber nicht als Führungsmacht in der Allianz gegen Putin. Sie sind viel zu sehr schon im Kampfmodus. Wir brauchen aber kluges taktisches Vorgehen.

Scholz hat bislang sehr besonnen agiert und ich denke, es ist gut, ihm weiterhin zu vertrauen. Der Part den Deutschland bei diesem Konflikt trägt ist schwierig, er ist historisch belastet, strategisch bedeutend. Es ist auch kein Wunder, dass die Unkenrufe aus der rechten Ecke sich trotz des umfangreichen deutschen Engagement nicht eines besseren belehren lassen. 

Fazit: Scholz macht es gut, er wird es weiterhin gut machen. 

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rolato

Der Part den Deutschland bei diesem Konflikt trägt ist schwierig, er ist historisch belastet

Warum, damals hat Deutschland einen Krieg begonnen. Jetzt aber hilft es einem Land zur Verteidigung was mit einer historischen Belastung nicht im Zusammenhang steht und völkerrechtlich abgesichert ist.

Lucinda_in_tenebris

Putin ist neurotisch und spielt mit Zinnsoldaten in Naziuniform. Das sollte berücksichtigt werden. Deutschland ist für ihn ein rotes Tuch. Das bedeutet nicht, dass wir uns verstecken müssen, tun wir auch nicht. Aber ein Nuklearkrieg sollten wir auch nicht losbrechen. Die Flugabwehr  in 'Israel, bei uns und in der Ukraine auszubauen scheint mir momentan der vernünftige Schritt bei dem Deutschland sich weiter hauptsächlich einbringen sollte. Gepard, Patriot und vielleicht auch demnächst Mantis.

Die Europäer sollten weiterhin gemeinsame Entscheidungen treffen. Deutschland sollte dabei sich weiter nicht als Führungsmacht aufdrängen. Bislang haben sie es gut gemacht...weiter so!

rolato

Aber ein Nuklearkrieg sollten wir auch nicht losbrechen.

Glaube das steht wohl sicher nicht zur Disposition, rote Linien überschreitet der Kreml ständig.

Deutschland sollte dabei sich weiter nicht als Führungsmacht aufdrängen

In welcher Form tut das Deutschland denn? Aufdrängen kann ich nicht wahrnehmen. Sie interpretieren mir zuviel hinein.

wassolldas

Leider hat er nur noch bis zu Bundestagswahl nächstes Jahr Zeit. Man bewahre uns vor einem Kanzler, der diese Besonnenheit nicht hat.

Mauersegler

"Scholz hat bislang sehr besonnen agiert und ich denke, es ist gut, ihm weiterhin zu vertrauen."

Mein Vertrauen konnte sich dieser Kanzler leider auf keinem Feld erarbeiten.

NieWiederAfd

Seit ewiger Zeit haben wir ja gefühlt 80 Millionen Fussballbundestrainer; seit geraumer Zeit anscheinend auch Millionen Verteidigungsminister.

Ich gestehe, dass ich die notwendigen Informationen zur Einschätzung einer Taurus-Lieferung an die Ukraine nicht habe. Ich verstehe aber die Umsichtigkeit unseres Kanzlers sehr gut. Natürlich geht es darum, die Ukraine auch militärisch gegen den brutalen russischen Angriffskrieg zu unterstützen; aber wenn ich sehe, wie sehr sich der Kreml verrechnet hat in der Einschätzung, diesen Krieg innerhalb weniger Wochen zu gewinnen, und dazu sehe, dass geschätzt mindestens 30% der russischen Wirtschaftsausgaben für Kriegsgerät draufgeht, kann ich mir nicht vorstellen, dass putins Oligarchendiktatur in absehbarer Zeit ein weiteres Land angreift - nicht, weil es eine Abkehr von Kriegsverbrechen oder Völkerrechtsbruch gäbe, sondern weil schlicht die Mittel fehlen.

Ich habe es schon öfters gesagt: keine einfachen Zeiten für Friedensaktivisten.

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w120

Natürlich bin ich Laie und habe auch nicht die Hintergrundinformationen.

Ich wäre aber im Ernstfall direkt betroffen.

 

Die Ukraine war bereits vor Kriegsausbruch gut ausgerüstet, sie wurde stetig mit finanziellen und militärischen Mitteln versorgt.

Das Putin mir der geringen Stärke in die Ukraine einmarschiert, damit war eigentlich wirklich nicht zu rechnen und dazu kamen eklatante Führungsfehler.

Aber, das hat sich geändert.

 

Sie Ukraine ist finanziell am Ende, es fehlt Gerät und Munition, zusätzlich mangelt es an SodatenInnen.

Der Einsatzwille und die gute Moral können auf Dauer das nicht kompensieren.

Es fehlen ihr auch die Mittel weit im Hinterland Russlands zu agieren.

Die paar Erfolge mit Drohnen sind zwar spektakulär, aber militärich nicht bedeutend.

 

Wir werden langfristig die Probleme (Produktion Gerät und Munition) lösen, aber was ist jetzt.

 

Humanokrat

Ich schätze Ihren Kommentar sehr. Das trifft den eigentlichen Punkt sehr gut. 

Ich denke nur, der 'Westen' unterliegt hier - im positiven Sinne - einer moralisch ethischen Hemmung, die man weder in Russland, China noch Iran oder Nordkorea hat. Es wäre fatal, wenn uns das zur Schwäche gereichen würde. Es gibt den Moment, wo man dazu stehen muss, dass einem Friede, Menschenrechte und Demokratie etwas Fundamentales bedeuten. 

Wenn Rechte das in Verdrehung der Faktenlage als 'Kriegstreiberei' umdeuten, dann sollte man nicht auf diese verkehrte Demagogik hereinfallen. Diesen Vorwurf muss sich leider ein Teil der Friedensbewegung gefallen lassen. 

artist22

"Diesen Vorwurf muss sich leider ein Teil der Friedensbewegung gefallen lassen." Es gibt die alte Friedensbewegung lange nicht mehr. Es sind weitgehend fast von historischem Wissen unbeleckte Jüngere und/oder Restkader der DKP die nicht unterscheiden können/wollen dass Russland nicht von Sozialisten sondern von Diktaturkleptokraten regiert wird. 

Die Folge ist Spaltung der Gesellschaft (AfD,BSW,u.ä) zum Selbstzweck.

 

Schiebaer

Bei Scholz weiß ich nie so recht was er meint.Das war auch nicht anders als er noch Hamburger Bürgermeister war.Ich denke er ist mit dem Amt als Kanzler überfordert.

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Alter Brummbär

Sie sagen überfordert, andere sagen besonnen,

Tino Winkler

Kann aber auch sein, daß er für die Mehrheit der Deutschen einen guten Job macht und das zählt.

Lucinda_in_tenebris

Ich habe Scholz nie besonders gemocht, gerae in und wegen seiner Hamburger Zeit. Ich finde allerdings, dass er sich in den letzten Jahren gewandelt hat. Er ist sehr zurückhaltend trift aber immer rationale und besonnene Entscheidungen. Im einzelnen mag man unterschiedliche Ansichten haben, aber er hat sich bislang nie einen Totalausfall oder groben Schnitzer geleistet, er ist wirklich ein guter Staatsmann geworden. Angesichts von clownesken Erscheinungen wie Trump, Orban oder Wilders bin ichsehr glücklich über Scholz Kanzlerschaft. Das gilt im Grunde auch für die SPD, die sich in vielen Dingen zum Guten gewandelt hat. Ich rechne sehr mit ihrem Comeback bei den Wählerstimmen, dann wenn mehr Menschen begriffen haben, welche fachlichen Kompetenzen diese Partei hat. Ich sage dies, obgleich ich noch nie in meinem Leben die SPD gewählt habe!

Schiebaer

Na ja,so verschieden sind die Ansichten. Ich war einmal SPD Mitglied, da gab es aber auch noch eine Kanzler Schmidt.Der hat immer Entschlossen gehandelt wie zu Zeiten der RAF oder der Nato Doppelbeschluss,leider haben viele Genossen es nicht gewürdigt und auch heute ist es nicht anders in der SPD.Viele Genossen stehen nicht voll hinter Scholz wie z.B. Esken und Mützenich nur wird das nicht laut verkündigt weil man Angst hat das es noch weiter Berg ab geht hin zu Einstelligen Wahl Ergebnissen.

rolato

Ich habe es schon öfters gesagt: keine einfachen Zeiten für Friedensaktivisten.

Noch nie haben Friedensaktivisten Kriege beendet oder verhindert.

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NieWiederAfd

Natürlich haben Friedensaktivisten Kriege verhindert und Kriege beendet: kein Friedensabkommen ohne Friedensaktivisten.

Kristallin

>>>Noch nie haben Friedensaktivisten Kriege beendet oder verhindert.>>>

So ist es, Friedensaktivist/Innen der 80er demonstrierten gegen den kalten Krieg, also keinen tatsächlich auf dem Schlachtfeld ausgefochtenen. 

Putin  hat einen heißen Krieg begonnen, mit den Morden an der ukrainischen Bevölkerung. 

Und nebenbei zischt Putins Cyberkrieg auch bei uns! 

Kasperle5719

Ich halte die Äußerung über die komplizierte Bedienung der Taurus als vorgeschoben.

Es handelt sich hier um eine Waffe die überall, auch im Feld, bedient werden muss.

Das die Ukrainer „komplizierte“ Waffen effektiv bedienen können habe sie genügend bewiesen.

Ich halt das Nein zu der Lieferung geht aus purer Sturheit heraus.

Ein Steuergerät anfertigen sowie die notwendige Schulung hätte schon längst erfolgt werden können.

Oder werden pro Dekade ein Steuergerät und 10 Taurus angefertigt?

Was mit effektiver Verteidigung möglich ist, wurde vor kurzen in Israel eindrucksvoll demonstriert.

Sind die Ukrainer weniger wert?

Emil67

Ich will nicht das wir Waffen liefern, weder in den Nahen Osten, noch nach Ukraine oder sonnst wo.

Die momentane Kriegshetzerei ist einfach unerträglich.

Was der "Ukraine" wirklich fehlt, sind Kämpfer, die Ukrainischen Jungen Männer stimmen z.Z. mit den Füßen ab.

Die wollen sich nicht für Wolodimir Selenski opfern.

Und ich würde es nicht anders machen.

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NieWiederAfd

Ich bin jedesmal aufs neue perplex, wenn die gerechtfertigte Unterstützung der völkerrechtswidrig durch den brutalen und mit bestialischen Kriegsverbrechen gespickten russischen Angriffskriegs überfallenen Ukraine als "Kriegshetzerei" diffamiert wird.

Kristallin

Oder der Überfall auf die UKR als "Stellvertreterkrieg" bezeichnet, wird...... Es werden "stellvertretend" Zivilist/Innen in der UKR ermordet..... 

What ? 

wie-

>> Die momentane Kriegshetzerei ist einfach unerträglich.

Sie sollten nicht so viel "RT", "Solowjow" oder "Medwedew" konsumieren. 

>> Was der "Ukraine" wirklich fehlt, sind Kämpfer, die Ukrainischen Jungen Männer stimmen z.Z. mit den Füßen ab.

Aktuell fehlen gemäß aller seriösen Berichte der Ukraine Artilleriemunition und Luftabwehrwaffen.

>> Die wollen sich nicht für Wolodimir Selenski opfern.

Und keiner fragt die russischen jungen und alten Männer, ob diese sich für Wladimir Putin und seine Kleptokratenclique opfern wollen.

>> Und ich würde es nicht anders machen.

Klar. Sie singen ja auch das Lied des Kreml. Übrigens: dort könnten Sie sich für eine der Söldnertruppen melden um wieder Schwung in die Sache zu bringen.

Alter Brummbär

Für Woldomir. nicht für die Heimat, für die Familie, für Freiheit, für Demokratie?

Was machen sie?

Die Heimat, Freunde, Familie verlassen?

Mauersegler

"Die wollen sich nicht für Wolodimir Selenski opfern."

Ein eklatanter Fall von Wahrnehmungsstörung. Die Ukrainer:innen kämpfen, um ihre Heimat vor der vollkommenen Zerstörung zu bewahren. Unerträgliche Kriegshetzerei betreibt lediglich Putin, der der Ukraine - nicht Herrn Selenskyj! - diesen Krieg aufgezwungen hat. 

wie-

>> Ich will nicht das wir Waffen liefern, weder in den Nahen Osten, noch nach Ukraine oder sonnst wo.

Senden Sie Ihre Kritik bitte an die richtigen Adressen, nämlich in diesem Fall die Kriegshetzer und Bellizisten in Moskaum, Damaskus, Teheran, Gaza, Peking.

Tino Winkler

Keiner opfert sich in der Ukraine für den Präsidenten, das machen höchstens seine Leibwächter, aber die ukrainischen Soldaten kämpfen für die Freiheit und Demokratie ihres Landes.

Russische Agitation a.la AfD braucht niemand.  

Tino Winkler

Sie weigern sich die russische Aggression gegen die Ukraine als Ursache der ganzen Misere anzuerkennen, das könnte man nun als russische Agitation betrachten.

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Egleichhmalf

Das ist es ganz gewiss auch. Denn andernfalls müsste @der.andere ja dumm sein, und dass ist er/sie ganz gewiss nicht.

Vector-cal.45

Wenigstens ein einziges Mal zeigt er sowas wie klare Kante.

Ich hoffe er bleibt dabei, schließlich sind seine Begründungen mehr als plausibel.

Wer das nicht nachvollziehen kann, lebt m. E. fern der Realität.

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rolato

Ich hoffe er bleibt dabei, schließlich sind seine Begründungen mehr als plausibel.

"Taurus" sei als Waffensystem so effektiv und präzise, dass man "direkt ein Wohnzimmer ansteuern" könne.

Das können andere Waffen in der Realität auch, also ist diese Begründung eher eine Schutzbehauptung.

Vector-cal.45

Wieso Schutzbehauptung?

Haben wir denn bereits vergleichbare Waffensystem mit ähnlichen Leistungsparametern an die Ukraine geliefert?

Ihr Argument ist gar keins.

wie-

>> Wieso Schutzbehauptung?

Natürlich. Denn die Frage ...

>> Haben wir denn bereits vergleichbare Waffensystem mit ähnlichen Leistungsparametern an die Ukraine geliefert?

... gab's schon vor zwei Jahren, als die Panzerhaubitzen geliefert wurden, und, nach ähnlich langem Zögern und Zaudern im letzten Jahr erneut, als die Leopard-Panzer übergeben wurden.

Ergo:

>> Ihr Argument ist gar keins.

odiug

Ich würde auch nicht die beste Waffe an ein Land geben, dass keinesfalls verlässlich und frei von Korruption ist. Und das gilt bei aller Unterstützung auch für die Ukraine. Wir können sicher im Verbund mit NATO und EU helfen, aber alles mit gesunder und berechtigter Skepsis.

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Alter Brummbär

Wir sind sehr skeptisch gegenüber Russland.

wie-

>> Wir können sicher im Verbund mit NATO und EU helfen, aber alles mit gesunder und berechtigter Skepsis.

Aber das machen "wir" doch schon seit Jahren. Und das trotz der Tatsache, dass die Ukraine nicht frei von Korruption ist, dafür aber bislang immer verlässlich - und willens, Korruption zu bekämpfen und Rechtsstaatlichkeit zu verbessern. Schließlich wird die Mitgliedschaft der EU angestrebt. Auch wenn die Kreml-Propaganda seit Jahren Gegenteiliges der Welt weiß machen will.

wenigfahrer

Ich weiß nicht warum das Thema immer wieder neu aufkommt, Polen hat in den letzten Jahren ja schon so einiges von Deutschland gefordert, bis zur Polnischen Grenze hat die RF aber noch einen langen Weg und wie es aussieht wird sie nicht mal das halten können was jetzt ist.

Und der Bürger steht hinter dem Kanzler in dieser Angelegenheit und ich persönlich auch, mag nicht allen gefallen aber das halte ich ganz sicher aus, ich stehe auch nicht hinter allen seinen Entscheidungen, bei dieser aber schon.

Den Artikel den gerade auf andere Seite gelesen habe, da hat die Ukraine ganz andere Probleme als noch mehr weitreichende Waffen als sie schon hat, wenn das stimmt was geschrieben steht.

Emil67

Wer Waffen an Kriegsparteien liefert ist Kriegspartei, oder War Lord, also aus meiner Sicht.

 

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Kristallin

Das würde nur stimmen, wenn die UKR eine richtige Kriespartei wäre, nämlich dann wenn sich UKR und RU gegenseitig den Krieg erklärt und begonnen hätten! 

Das ist aber nicht so. 

Vector-cal.45

Es gab bereits vor dem Einmarsch durch RU militärische Auseinandersetzungen in der UA.

Die Ostukraine glich phasenweise immer wieder einem Pulverfass, das jederzeit in einen Bürgerkrieg münden könnte.

Dazu das extreme Ausmaß an Korruption und den im Verhältnis zum russischstämmigen Teil der Bevölkerung häufig auftretenden Zustand der Gesetzlosigkeit.

Kristallin

1. Gab es keinen Bürgerkrieg 

2. Die russigstämmige Bevölkerung der UKR hat eine riesige "Heimat" vor der Nase. 

3. Die Ukrainer/Innen sehen sich als Ukrainer/Innen, wollen keine Zwangsruss/Innen werden. 

Vector-cal.45

>>1. Gab es keinen Bürgerkrieg<<


Aber Zustände, die die stetige Gefahr eines solchen deutlich zeigten.

 



>>2. Die russigstämmige Bevölkerung der UKR hat eine riesige "Heimat" vor der Nase. <<

Achso, die hätten ja einfach ihr Haus und Hof aufgeben und abhauen können, verstehe. Ist natürlich auch eine Meinung. Ob die wohl unter „Hass und Hetze“ fällt?

 

>>3. Die Ukrainer/Innen sehen sich als Ukrainer/Innen, wollen keine Zwangsruss/Innen werden. <<
 

Glauben Sie, dieser Konflikt ist einfach so aus dem Nichts entstanden? Fakt ist, dass der Umgang mit der russischstämmigen Bevölkerung, gelinde gesagt, häufig mehr als fragwürdig war, bis hin zur Gewalt.


 

Alter Brummbär

Dank russicher Unterstützung, ist genau das eingetreten.

Korruption, Gesetzlosigkeit, Völkermord

Kasperle5719

Nur gut, dass Ihre Meinung keinen Halt hat.

Weder juristisch noch humanistisch.

Es ist einfach nur eine sehr eingeschränkte Sichtweise, die den Ton der russischen Propaganda sehr trifft.

Zufall?

NieWiederAfd

Ihre Relativierungen und Gleichmacherei sind kaum zu ertragen.

w120

Das ist nicht richtig.

 

Aber um es noch mal klar zu formulieren, ob wir für Putin Kriegspartei werden oder nicht, hängt nicht von juristischen Feinheiten ab, sondern davon, ob er glaubt sich gegen die NATO durchsetzen zu können oder ob er halt wahnsinnig genug geworden ist und es auch in seinem Umfeld durchsetzen kann.

odiug

Eigentlich liefert jedes Land gerne Waffen an Kriege, besser kann man sie nicht testen.

Goose

Wir sind der größte Unterstützer der Ukraine, neben der USA. Milliarden an Geld, von unseren Bürgern erarbeitet fließt dort hin. Das unser Land entschieden hat dieses System nicht zu liefern ist auch mal zu akzeptieren. Aber nein, ich habe den Eindruck es wird bereits nach einem Schuldigen gesucht wenn die Ukraine eben nicht gewinnt. Und danach sieht es über kurz oder lang so aus. Ob mit oder ohne Taurus.

Forfuture

Kein anderes Land – außer USA – hat nur annähernd so viel geliefert wie DE, darüber hinaus hat DE mit Iris T, Patriot, Leopard, Gepard und Haubitze 2000 höchst wirkungsvolle Waffen in hohem Umfang geliefert. Das eine, oder andere Nachbarland war ebenfalls recht engagiert, alle anderen sollen endlich ihren Status von Maulhelden in beherzte Unterstützer ändern! Ich bin fest überzeugt für die Taurus-Ablehnung gibt es sehr gute Gründe, bei der totgesparten Bundeswehr würde ich mich nicht wundern, wenn wir davon selber nur eine Handvoll einsatzbereiter Systeme haben und die Produktion weiterer Systeme ewig dauern würde, weil alles völlig heruntergefahren ist.  Es wäre allerdings strategisch höchst unklug dem Feind mitzuteilen, dass man nur mit Wattebäuschchen werfen kann! Nur weil die für die Misere verantwortliche CXU mit populistischem Gezeter weiterhin nur parteipolitische Hetze betreibt - zum schämen!

serpentes

Möge der Kanzler doch auch auf anderen Politikfelder durch sein besonnenes Nichtstun aktiv werden. Leider glänzt er und seine Regierungsmitglieder da vorrangig durch unbesonnene Aktivitäten. Es ist tragisch, das die Ukraine den von den amerikanischen Administrationen befeuerten Beitritt zu westlichen Verteidigungs- und Wirtschaftsbündnissen so bitter bezahlen muss. Die weitere Aufrüstung der Ukraine mit WEITREICHENDEN Waffensystemen halte ich für falsch und zu riskant. Es sollte sofort massiv in die Flugabwehr sowie die regelmäßige und ausreichende Lieferung von Munition investiert werden.

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Alter Brummbär

Besonnenes Nichtstun, durch unbesonnene Aktivitäten?

Das muß mir jetzt einer erklären.

Genau wie den befeuerten Beitritt?

gestört aber geil

Mit dem Taurus könnte die Ukraine die Kertsch Brücke zerstören. Und das wäre ein großer strategischer Vorteil für die Ukraine. Denn wenn Russland die ukrainische Krim nicht mehr versorgen kann, muss es sie aufgeben.

gestört aber geil

@ Emil67

Wer Waffen an Kriegsparteien liefert ist Kriegspartei, oder War Lord, also aus meiner Sicht.

Diese pro-Putin Sicht lehne ich ab. Wer einem angegriffenen Land mit Waffen hilft, ist nach dem Völkerrecht keine Kriegspartei.

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Kristallin

Habe ich dem betreffenden User bereits auch schon erklärt. 

NieWiederAfd

Das Völkerrecht interessiert bekanntermaßen weder den Kriegsverbrecher Putin noch die Wortakrobaten, die ihn indirekt oder direkt unterstützen und verteidigen.

gestört aber geil

@ HSchmidt

Und ich hoffe, dass er sich nicht ermutigt fühlt. Es ist so schon schlimm genug - es muss kein Flächenbrand werden.

Wenn Putin einen Flächenbrand will, wird Wehrlosigkeit und Wegsehen das nicht verhindern. Diktatoren tritt man nur mit Entschlossenheit entgegen. Siehe 1941.

gestört aber geil

@ Vector-cal.45

Es gab bereits vor dem Einmarsch durch RU militärische Auseinandersetzungen in der UA.

Russland hat die Ukraine schon 2014 mit sog. Separatisten angegriffen.

pasmal

Ich frage mich, was wirklich hinter dieser Taurusdebatte eigentlich steht. Die ausgefeilte Waffentechnik der Amis, Franzosen und Briten hat doch bestimmt einige gleichwertige oder bessere Alternativen zu bieten.

freie Ukraine

Weitreichende Waffen sind geeignet, die russische Logistik und Infrastruktur (auf ukrainischem und auf russischem Gebiet) zu zerstören. Putin bläst den Angriff nur ab, wenn er keine Chance zum Vormarsch mehr hat. Die Taurus sind also ein Schritt zu einem gerechten Frieden hin.

freie Ukraine

@ Emil67

Ich will nicht das wir Waffen liefern, weder in den Nahen Osten, noch nach Ukraine oder sonnst wo. Die momentane Kriegshetzerei ist einfach unerträglich.

Richten Sie diese Mahnung an Putin. Hier bei uns ist das nicht ehrlich. Die Ukraine ist ein angegriffenes Land und sie muss sich gegen die Einnahme und die drohenden Krigsverbrechen wehren können. Und das geht so lange nur mit Waffen, wie der Angreifer nicht die Waffen niederlegt.

nie wieder spd

Ein Grund, ie SPD mal wieder zu wählen, ist genau der Standpunkt des Kanzlers zum Taurus. Besser wäre es aber auch, zusätzlich die Ukraine endlich zu Verhandlungen aufzufordern. 

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Kristallin

Sie erwägen SPD zu wählen? 

Finde ich gerade witzig, aber auch ok wenn es so wäre. 

artist22

Finde ich gerade weniger witzig, denn von derartigen Opportunisten krankt doch seit jeher dieses unser Vaterland.

Alter Brummbär

Ukraine zur Verhandlung auffordern.

Da müssen sie eine andere Partei wählen, die ein entsprechendes Schreiben, nach Moskau sendet.

freie Ukraine

Es wäre nur fair, wenn die Ukraine durch westliche Unterstützung die Kertschbrücke und die Bahnlinien im Norden der Krim zerstören könnte. Denn das würde die Logistik der Kriegstreiber aus Russland nachhaltig unterbrechen. Dann würde Russland die Krim verlassen und sich zurück ziehen. Eine Eroberung im klassischen Sinne wäre sehr blutig. Es geht aber auch ohne.

freie Ukraine

@ w120

Diese stehen nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung und die BW wäre bei der Bedienung involviert. Das würde der Schritt zur Konfliktpartei sein.

Nein, Deutschland wird noch nicht zur Kriegspartei, wenn deutsche Sodaten in der Ukraine lediglich militärtechnische Hilfe leisten. Das ist Völkerrecht.

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w120

Das direkt Eingreifen in Kriegshandlungnen bedeutet, dass man zur Kriegspartei wird.

 

Das Liefern und die Schulung sind also kein Anlass.

 

Bei Daten und deren Eingabe oder, m.M.n., mit direktem Einfluss auf einen Angriff, sehe ich den Tatbestand des Eingreifens erfüllt. 

freie Ukraine

@ Mischa007

Musste ja früher oder später kommen! Das lauteste Sprachrohr der USA was es in Europa gibt fordert

Es ist offensichtlich, um was es Ihnen geht. Aber wir lassen und nicht von unseren amerikanischen Verbündeten auseinanderdividieren und wir lassen uns nicht mit Putin-Propaganda unterwandern.

freie Ukraine

@ Mischa007

Wer glaubt das "Taurus" etwas ändert, glaubt auch an den Osterhasen!

Wer glaubt, Putin habe ein Anrecht auf die Unterwerfung der Ukraine und würde seinen Vormarsch dann von selbst beenden, der glaubt an Diktatoren und Kriegstreiber.

HSchmidt

Kriegerische Konflikte gibt es seit Menschengedenken. Die Gründe dafür waren wohl nie die Besten. Aber wenn sich eine dritte Partei eingemischt hat, war der Grund wohl selten aufopferungsvolle Hilfe - und das ist wohl in diesem Fall nicht anders.