Ein Bauarbeiter läuft in Gummistiefeln über ein Gittergerüst.

Ihre Meinung zu Frühjahrsgutachten sieht für Wirtschaft nur minimales Wachstum

Es wirkt ein wenig kurios: Der DAX eilt von Rekord zu Rekord, doch die deutsche Wirtschaft kann sich nur langsam erholen. Schuld sind aus Sicht von Experten auch zu wenige Impulse aus der Politik. Von Hans-Joachim Vieweger.

...mehr ...weniger
Dieser Artikel auf tagesschau.de
Kommentieren beendet
156 Kommentare

Kommentare

MrEnigma

Ich verstehe das nicht. Wieso ist Wachstum so wichtig? Der aktuelle Status Quo reicht nicht? Wieso nicht. Weil 15 Prozent in Armut leben? Daran ändert ein mehr an Wachstum auch nichts. Wachstum nützt vorrangig jene, die eh schon viel haben. 

Zu sehen aktuell an den Aktienkursen. Die CDU wettert gegen das Bürgergeld, zugleich wächst der Wohlstand bei den oberen 5 bis 2 Prozent immer schneller. 

Früher war das mal Thema. Heute nicht mehr. 

Wohlstand ist in Deutschland so ungleich verteilt, wie in kaum einem anderen Industriestaat. Für die drittgrößte Volkswirtschaft einfach peinlich. Stichwort: Soziale Marktwirtschaft. Ein Witz! 

Wachstum bringt also immer weniger, daher ist es für immer mehr Menschen schlicht auch egal, ob es nun 1 Prozent, 5 oder -0,3 Prozent sind. 

3 Antworten einblenden 3 Antworten ausblenden
Sparer

Da verkennen Sie die Zusammenhänge. Negatives Wachstum bedeutet gesunkene Produktivität, bezogen auf den gesamten Wirtschaftsraum D. Wenn nun die Löhne, wie aktuell der Fall, stark steigen, entsteht ein Ungleichgewicht zwischen der Menge der produzierten Güter/Dienstleistungen und der Summe der dafür von den Arbeitgebern an die Arbeitnehmer bezahlten Löhne/Gehälter. Dh der Wert unseres Geldes pro Einheit sinkt. So entsteht Inflation. Um das zu verhindern, dürften die Löhne/Gehälter also immer nur im Maße der Produktivitätssteigerung erhöht werden. Leute wie H. Wiselsky verhindern das aber.

Lucinda_in_tenebris

Wachstumszahlen sind nur ein Parameter von vielen. Viele werden auch gar nicht richtig erfasst (Wie lässt sich notwendige Kreativität messen?). Unwichtig sind sie aber nicht.    

BlattImWind

Wie die Armutsquote aussieht definiert sich danach wieviel andere in der Gesellschaft verdienen. Wenn also bei den von Ihnen genannten 5 bis 2 Prozent der Wohlstand immer schneller wächst, dann erhöht sich die Armutsquote, aber nicht weil die am unteren Ende weniger verdienen, sondern nur weil sich der Basiswert für die Definition, wer arm ist, erhöht. 

Und der Wohlstand derjenigen am oberen Ende wächst primär aus dem Grund, weil sie, im Gegensatz zu den anderen, weniger von dem zur Verfügung stehenden Geld für ihren Lebensunterhalt und sonstige erforderliche Ausgaben ausgeben müssen. 

Das Wachstum ist für keinen Wirtschaftsbeteiligten egal, denn auch die unteren Einkommen werden sich gegenüber früherer Zeit mehr leisten können. Ob ihr Einkommen jedoch in gleicher Höhe steigt, wie das der anderen oder wie die eigenen Ansprüche, ist eine andere Frage. 

Nettie

"Der DAX eilt von Rekord zu Rekord, doch die deutsche Wirtschaft kann sich nur langsam erholen. Schuld sind aus Sicht von Experten auch zu wenige Impulse aus der Politik."

Und vor allem zu wenig Fokussierung darauf, was genau da wo 'wächst'. Und warum.

4 Antworten einblenden 4 Antworten ausblenden
Sparer

Was „wächst“ denn gerade wo ? Bei mir wächst vor allem die Sorge, dass Deutschland das auf Dauer eben nicht „schafft“.

Nettie

Was „wächst“ denn gerade wo ?

Das ist doch gerade meine Frage. 

Bei mir wächst vor allem die Sorge, dass Deutschland das auf Dauer eben nicht „schafft“

Was nicht schafft?

redfan96

Ein Beispiel: Die Rüstungsindustrie wächst derzeitig überproportional.

Alter Brummbär

Es ist alleine Schuld der Wirtschaft, die Mrd.- Gewinne einfährt, aberweitere Mrd. von der Politik verlangt.

wenigfahrer

Das mit dem DAX ist schon etwas kurios, zumindest wenn man so täglich die Medienartikel liest.

"Die Hochqualifizierten gehen dahin, wo die Steuern niedrig sind, die Niedrigqualifizierten gehen dahin, wo das Sozialsystem gut ausgebaut ist", sagt Wambach.

Ist aber nur ein Faktor von vielen, hohe Mieten und sehr hohe Energiekosten aller Formen sind auch ein Teil davon, es sind also viele Faktoren, und zur Zeit setzen Firmen ja auch Arbeitskräfte frei, wenn die Artikel stimmen.

Es kann also nicht nur an fehlenden Arbeitskräften liegen, der Zustrom aus der Ukraine ist auch gestiegen, und die haben sicher fast alle eine Ausbildung, es ist aber leichter Geld an der Börse zu machen als mit Hände Arbeit die so oder so nicht besonders beliebt ist.

Lucinda_in_tenebris

Es fehlen Impluse? Die deutsche Wirtschaft ist auch Weltmeister im Verpassen von Chancen und Fehlinterpretationen von Entwicklungen. Bsp: In der Computerentwicklung führend wurde den Amerikanern dann die kommerzielle Umsetzung überlassen, da sich die dt. Wirtschaft nicht vorstellen konnte, dass Privatmenschen teure EDV Anlagen bräuchten. 

 Die jetzige Umbildung des Sozialstaates macht vielen Wirtschaftsbossen Angst, sie fürchten sich vor mehr Belastungen, wissen aber gleichsam nicht wie den Fachkräftemangel zu stoppen. Es bedarf eines dynamischen und flexiblen Arbeitsmarktes, die Umbildung vom konservativen Wohlfahrtsstaats zum liberal-sozialen System.  Die Wirtschaft muss nicht nur ihre Auftragsbücher füllen (DAX) sondern auch umsetzen. Menschen einstellen, Weiterbildungen anbieten, für die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie sorgen

2 Antworten einblenden 2 Antworten ausblenden
redfan96

Und im aktuellen „Spiegel“ kann man explizit nachlesen, wie die dt. Automobilindustrie beim E-Auto  diese Fehler wiederholt: Festhalten an veralteten Techniken, bis es nicht mehr anders geht, am Markt vorbeiproduzieren durch falsche Modelle, Ausschluss ganzer Kundensegmente (Kleinwagen zu niedrigem Preis), fast widerstandsloses Überlassen von Märkten an andere Anbieter.

Lucinda_in_tenebris

....den richtigen Einstieg in die E-Technik hatte sie sehenden Auges eh verpasst.  (Vielleicht auch, weil Länder wie Saudi Arabien größere Aktienanteile an Firmen wie VW halten?)

Advocatus Diaboli 0815

Dieses Wachstum an dem die Regierung so sehr hängt hat mit der Wirklichkeit der normalen Bevölkerung schon längst nichts mehr zu tun weil die Entwicklung der Börse den Mittelstand und die kleineren Unternehmen (sowie die Mehrzahl der Arbeitnehmer) völlig außer Acht lässt. Stattdessen geht es nur um die große Firmen und Konzerne die eh nur danach trachten Steuerzahlungen zu vermeiden und hierzulande nur möglichst viel abzuschreiben um das Geld danach im Ausland zu investieren. Ein gutes Beispiel ist hier auch die Deutsche Bahn die massenhaft Geld im Ausland investiert und (zumindest in der Vergangenheit) hierzulande das Schienennetz verrotten ließ - was jetzt teuer saniert werden muss.
M.E. setzt die Bundesregierung (und alle ihre Vorgänger) mit dieser Art Wachstum völlig falsche Akzente. Besser wäre es sich um den Mittelstand und die kleineren Unternehmen zu kümmern und diese zu unterstützen (was auch eher Arbeitsplätze und Konsum generieren würde) als die Großkonzerne zu hofieren

Adeo60

Die Probleme der Deutschen WirtschFt sind hinlänglich bekannt: Eine überbordende Bürokratie, eine hohe Steuerlast und Energiekosten, die Wettbewerbsnachteile schaffen, dazu Fachkräftemangel, geringe Inlandsnachfrage, Defizite im Bildungssektor und fehlende Weichenstellungen in der Renten- und Sozialpolitik. Die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte Kostet den Staat Unsummen, provoziert aber vor allem fehlende Arbeitskraft bei einem eklatanten Arbeitskräftemangel (damit meine ich nicht Dachdecker und Bauarbeiter, für welche der vorzeitige Renteneintrittsalters eigentlich gedacht war).

Es braucht mutige politische Entscheidungen, gute Löhne, weniger Staat und mehr unternehmerische Freiheit, qualifizierte Zuwanderung, motivierende Arbeitsplätze, attraktive Renten und gesellschaftlichen Zusammenhalt. 

4 Antworten einblenden 4 Antworten ausblenden
Advocatus Diaboli 0815

"Die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte Kostet den Staat Unsummen, provoziert aber vor allem fehlende Arbeitskraft bei einem eklatanten Arbeitskräftemangel"
Das sehe ich persönlich nicht als das eigentliche Problem wenn man auch mal berücksichtigt dass nicht nur in den Berufen mit körperlichen Anstrengungen (Bauerarbeiter, Pflege) sondern in "normalen" Berufen Ältere aufgrund der zunehmenden technologischen Anforderungen, die lebenslanges Lernen erfordern, abgehängt wären.
Das Problem ist die fehlende Zuwanderung (in weiten Kreisen der Bevölkerung ungewollt aber langfristig notwendig) aufgrund mangelhafter Attraktivität Deutschlands weil die Konditionen in vielen Ländern bzgl. Löhnen und Rahmenbedingungen besser als hierzulande sind! Das wären aber DIE Arbeitskräfte die hier Wohlstand schaffen würden und damit auch die Rente von morgen finanzieren helfen würden!

Adeo60

Kein Widerspruch.

Wir brauchen in Deutschland in der Tat mehr qualifizierte Zuwanderung, um unseren Wohlstand und unsere Sozialsysteme abzusichern. Allerdings ist auch der demographische Faktor nicht von der Hand zu weisen. Eine Gesellschaft, die immer älter wird, kann sich den Luxus einer allgemeinen Frühverrentung nicht erlauben. Viele schließen mit ihrem Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag (womöglich noch mit einer Abfindung), beantragen dann für 2 Jahre Arbeitslosengeld (das höher als die Rente ausfällt), genießen die Arbeitsfreie Zeitspanne und haben bei der Rente kaum Einbußen. Alles völlig legal, aber mit dem gesunden Menschenverstand nicht nachvollziehbar.

Und die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte, die eigentlich für Arbeitnehmer mit hohem körperlichen Verschleiß angedacht war, wird längst auch von Chefärzten u.a. dankbar angenommen. Der Staat verschleudert Geld und  fördert den Arbeitskräftemangel. Das passt nicht!

wenigfahrer

Wenn heute Menschen mit 64 Jahren nach 45-48 Arbeitsjahren in Rente gehen, dann sehen Sie das als Problem?.

Der große Teil der Menschen kommt gar nicht mehr groß über 40 Jahre, weil heute viel später angefangen wird als früher mit Arbeit oder Lehre, und das Schlagwort Rente mit 63 stimmt schon lange nicht mehr, und jedes Jahr wird das auch länger, und dazu kommt noch das sie 48 Prozent bekommen, kommen sie mit der Hälfte Ihres Einkommens aus?.

Adeo60

Ich sehe es als Problem, wenn Arbeitnehmer, die nicht einem besonderen körperlichen Verschleißunterliegen,  vorzeitig und ohne Abschlag in Rente gehen können. Was ursprünglich für den Dachdecker gedacht - und nachvollziehbar - war, wird nun allgemein in Anspruch genommen. Die Zahl der Anspruchsteller lag und liegt weit über den damaligen Prognosen der Regierung.

Die Rentenhöhe ist ein anderes, wichtiges Thema. Wir brauchen ordentliche Löhne und Gehälter, eine betriebliche Altersversorgung, bezahlbare Mieten und natürlich Eigenvorsorge. 50,- EUR monatlich in einen weltweit angelegten ETF-Fonds und man hat ein sattes Polster für das Alter. Das sollte für die meisten machbar sein.

Initiative Neue Asoziale Marktwirtschaft

Der kranke Mann Europas 

Deutschland ist der Kranke Mann Europas.  Die die EU-Kommission geht von einem Wachstum von 0,8% für die europäische Wirtschaft im Jahr 2024 aus. Deutschland war einmal der Motor der europäischen Wirtschaft. Nun haben wir die rote Laterne. 

Auch im internationalen Vergleich schneidet Deutschland unter der Ampelregierung schlecht ab. Weltweit wird ein Wachstum von 3% vorausgesagt.

 

4 Antworten einblenden 4 Antworten ausblenden
Left420

Wir sind weltweit auf Platz 4 der größten Volkswirtschaften und das mit ordentlichen Abstand.

Ich glaube nicht das Deutschland der Kranke Mann Europas ist. So etwas wird sich nur vom rechten Rand gewünscht.

Kristallin

>>>Deutschland ist der Kranke Mann Europas.>>>

Nein das ist typisch dystoposche Auslegung für unsichere Bürger/Innen noch mehr zu verunsichern! 

Es geht Ihnen (immer noch) gut in Deutschland. Trotz Corona u Angriffskrieg seit 2 Jahren. 

Aber diese simple Tatsache ist ja nicht düster genug. 

MrEnigma

Das eigentliche Drama ist, dass das Wachstum der letzten 20 Jahre auf Ausbeutung im Niedriglohnsektor basierte. Angefangen mit der Generation Praktikum 2005! 

Prekäre Beschäftigung und Angst vor dem  Jobverlust - das waren auch die Jahre der Merkel-Regierung. Man nannte es "Fordern und Fördern" - das was die CDU jetzt wieder will. Einher ging das mit dem Anstieg des Armutsrisikos für immer breitere Teile der Gesellschaft und natürlich einem Sozialen Netz, das einer sog. Sozialen Marktwirtschaft nicht würdig ist. 

Also folge - sehen wir eine völlige soziale Schieflage, die sogar noch schneller und stärker kam, als in den 90er vorhergesagt. 

Wachstum bedeutet also nichts, wenn dieser nicht bei den Menschen ankommt. Und wir sehen, dass kein Geld für nichts da ist, was den Menschen dient. Wenn ich 5 Euro für ein Schwimmbad hinlegen muss, dann stimmt irgendwas nicht. 

Lucinda_in_tenebris

....immer vorne im Wind fahren ist ungesund. Ich sehe Deutschland vor einer Art Burn-Out Therapie, bis wir wieder Zutrauen in unsere Fähigkeiten und Kreativität bekommen, denn dass ist der Motor. Wachstumszahlen sind nur ein Teil des Systems. Ein schwacher Motor der ständig ans Limit gedreht  (hoche Wachstumszahlen)wird geht kaputt. Deutschland würde ich eher als Motor bezeichnen, der momentan untertourig fährt (Aufträge sind da, können aber nicht umgesetzt werden), auch nicht gut, aber es bedarf nur eines Schaltvorgangs (Reformen') um ihn wieder zum Laufen zu bringen...,und dann bin ich gespannt wie dann das europäische Rennen aussieht.

Initiative Neue Asoziale Marktwirtschaft

Fünf verlorene Jahre 

Die meisten Ökonomien konnten den Einbruch nach der corona-krise schnell wieder aufholen. In Deutschland haben wir fünf verlorene Jahre ohne das wir das Niveau des BIP von 2019 wieder erreichen konnten. 

4 Antworten einblenden 4 Antworten ausblenden
Kristallin

Und? Der Ausbau der Co2 neutralen Energie ist ENDLICH (weil sehr notwendig) unter der Ampel vorangegangenen! 

Aber auch das ist nicht düster genug. 

GeMe

Zahlen sind nicht so ihr Ding stelle ich fest.
BIP Deutschland 2019: 3,474 Billionen Euro
BIP Deutschland 2023: 4,121 Billionen Euro
Ein Plus von mehr als 18%.
 

Eistüte

Zunächst muss man sagen, dass Deutschlands Automobilindustrie nicht in der Lage ist,  preiswerte E-Autos zu bauen, die Stahlindustrie hier seit jeher strukturelle Probleme hat und die private Nachfrage nicht in die Pötte kommt. 

Die hohen Kreditzinsen tun ihr übriges. 

Leider klappt es auch mit der staatlichen Subventionierung nicht gut. Das Aus der Fertigung von Solarzellen in Freiberg mit der Massenkündigung von 400 Arbeitnehmern zeigt die Hilflosigkeit der Ampel, die einerseits Leuchtturmprojekte fördert, (Northvolt in Dithmarschen, Intel in Magdeburg) andererseits das Wegbrechen der Solarzellenproduktion in Deutschland in Kauf nimmt, weil Habeck, Scholz und Lindner sich nicht einigen konnten, was nun zu tun sei. 

1 Antwort einblenden 1 Antwort ausblenden
Sparer

Deutschland kann nicht nur keine günstigen E-Autos produzieren, es kann überhaupt keine günstigen Autos mehr produzieren, und das schon seit langem. Alles was günstig war oder ist, wird von deutschen Firmen im Ausland produziert. In D. sind dafür einfach mittlerweile die Kosten zu hoch. 

Die „Hoffnung“ ist, dass wir eines Tages vollständig in China gefertigte, günstige Autos in D. kaufen können, auf denen stolz das Logo einer deutschen Automarke prangt.

JM

Deutsche Unternehmer haben keine Lust mehr. Zuviel Bürokratie,zuviele Abgaben. Die wenigen die bleiben bekommen Staatshilfen. So wird das nichts. Auch wenn die Politik immer wieder sagt alles wird sich regeln.

2 Antworten einblenden 2 Antworten ausblenden
Lucinda_in_tenebris

Also Unternehmen die keine Lust haben zu arbeiten sollen geschlossen werden. Es gibt in Sachsen z.B ganz viele davon

unbutu77

Was suggeriert den Wachstum ?

Eine neue Wirtschaftsordnung die nicht mehr vom Wachstum ausgeht wäre ökologisch und ökonomisch sinnvoll. Wie das gehen könnte hat der Club of Rome schon in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelt. Wachstum bedeutet immer noch mehr Verbrauch von Rohstoffen, damit mehr Umweltzerstörung und Ausbeutung.  Eine Nachhaltige Wirtschaftsordnung kann sehr gut mit Null und negativ Wachstum leben. Dazu muss aber die Vernunft im Finanzsektor dazu kommen. Wer hohe Renditen verspricht der setzt auf Ausbeutung von Umwelt und Mensch.  Geld müsste vollkommen neu bewertet werden. Nur Geld das im Kreislauf ist hätte Wert. "Totes Kapital" müsste an Wert verlieren. So ließe sich eine Nachhaltige volkswirtschaftliche ökologische und ökonomisch soziale Gesellschaft etablieren. Die Mythen des Wachstums sind schon lange widerlegt. Die Natur kennt viel mehr Null und Negativ Wachstum als auf den ersten Blick ersichtlich ist...

3 Antworten einblenden 3 Antworten ausblenden
Advocatus Diaboli 0815

Ich sehe das auch so wie Sie; diese Art Wachstum geht immer auf Kosten Anderer. Letztendlich sind es vor allem die ärmeren Menschen in den sog. Entwicklungsländern die letztendlich dafür bezahlen müssen damit wir Wohlstand haben. Ihre Lebensräume werden zerstört, und wenn sie dann als Flüchtlinge zu uns kommen (weil die reichen Länder ihre Lebensgrundlagen zerstört haben) ist das auch nicht erwünscht!

neuer_name

Waren nicht die damaligen Aussagen von Global2000 und Club of Rome davon geprägt dass das abnormale Wachstum der Menschenpopulation das größte Problem sein wird so wie ich das in Erinnerung habe und wenn ja, können wir dieses Thema schwerlich von unserem kleinen Deutschland aus lösen und das wäre für die hier angesprochene Themenstellung auch sicherlich nicht der richtige Ansatz.

Left420

"Sie prognostizierte sowohl ein überproportionales Bevölkerungswachstum als auch wachsende Umweltprobleme und sah bereits deutliche Anzeichen für Klimaveränderungen. [...] Da einige ihrer Vorhersagen nicht eingetreten sind, gilt sie inzwischen als überholt. Für die Geschichte der Entwicklung und Wahrnehmung von Umweltproblemen gehört sie aber weiterhin zu den wichtigsten Werken." 

Q: https://de.wikipedia.org/wiki/Global_2000_(Studie)

Bezüglich des Bevölkerungswachstums - was Sie hervorheben - ist dies nicht das Problem der heutigen Zeit. Die Bevölkerung wächst im ärmeren Teil der Welt, welche im Vergleich zu den wohlhabenderen Staaten einen sehr viel geringeren CO2-pro-Kopf Ausstoß haben. Und Nahrungsmittel sind auch genügen auf der Welt vorhanden, nur ungleich verteilt.

Left420

Der endlose Wirtschaftswachstum

Wirtschaftswachstum bedeutet nicht gleich auch eine Steigerung des Wohlstands. Das dieser auch durch die aktuelle transformation der fossilen Wirtschaftsbereiche stagniert, sowie den weiterhin vorhandenen Lieferengpässen in Baubereich bspw. sollte einem Jeden klar sein.

Wir sollten neben dem Wirtschaftswachstum und dessen Index auch einen für den Wohlstand haben. Dann würden mehr Menschen verstehen wo Zusammenhänge sind und wo halt nicht.

Bspw. können wir ja gerne 80 Mio Autos im Jahr produzieren, damit wächst die Wirtschaft, ob der Wohlstand damit aber auch steigt (weil Autos billiger werden durch mehr Produktion) steht in den Sternen.

3 Antworten einblenden 3 Antworten ausblenden
Lucinda_in_tenebris

Wachstumszahlen sind nur ein Parameter von vielen. Wer Auto fährt und  einzig und allein auf den Tacho starrt, wird auch irgendwann ein böses Erwachen haben und eine Weile zu Fuß gehen müssen.

John Koenig

Genau .

Die progressive ökologische Transformation verlangt geradezu ein Wirtschaftswachstum im deutlichen negativen Bereich.

Im Angesicht der Klimakatastrophe ist der Einhaltung der Klima Grenzwerte unbedingt Vorrang einzuräumen .

Und bei Abnahme des Wohlstandsindex erhöhen wir einfach das Bürgergeld .

Der Staat muss das für uns alles in gesicherte Bahnen lenken.

Notfalls müssen eben die Reichen noch stärker zur Kasse gebeten werden .

Die Grenze zum Reichtum kann durchaus bei 50000 Euro angesetzt werden um diese Einnahmen zu generieren .

Wir sollten da auch öfters zu den sozialistischen Vorbildern in Südamerika schauen ….

BlattImWind

John Koenig 27. März 2024 • 11:35 Uhr

>>Die Grenze zum Reichtum kann durchaus bei 50000 Euro angesetzt werden um diese Einnahmen zu generieren .<<

Gehe ich recht in der Annahme, daß Ihr Einkommen unter den genannten 50000 liegt?

gelassenbleiben

Frühjahrsgutachten sieht für Wirtschaft nur minimales Wachstum

Momisch der Trnor heute morgen im Tagesspiegel war genau umgekehrt

9 von 10 in der Wirtschaft abgefragten Punkten weisen in die Wachstums-Richtung

Ein grösseres Investiotionsprogramm wäre natürlich für die Resilenz noch wichtiger, siehe heutige Nachricht zur Schliessung von PV Standort, aber Lindner will dafür leider kein Geld rausrücken

( Wissing hat aber Geld für Flugtaxis)

Giselbert

Tja, vielleicht fehlen auch nur die Fachkräfte in der Regierung.

Experten machen für diese desolate Entwicklung auch unsere Wirtschaftspolitik verantwortlich, schade, dass dieser Aspekt im Artikel zu kurz kommt.

Ein Indiz dafür ist, dass Deutschland im europäischem Vergleich mit auf den hintern Plätzen rangiert. Somit können äußeren Einflüsse (Ukrainekrieg ...) ausgeschlossen werden.

3 Antworten einblenden 3 Antworten ausblenden
Kristallin

>>>Tja, vielleicht fehlen auch nur die Fachkräfte in der Regierung. >>>

Mag ja sein, aber es wollen bestimmt keine Zuwanderung und dann fehlen ohnehin in der gesamten Politik Fachkräfte in allen Parteien.... So ein Pech. 

Kristallin

Korrektur: Es wollen bestimmt keine zuwandern. 

(Dam Tastatur!) 

Klärungsbedarf

Die schlichte Widergabe von AfD-Narrativen zeugt auch nicht gerade von Kompetenz. Die Regierungsmitglieder sind für Personalauswahl und politische Vorgaben zuständig. Die sac hbezogenen Fachleute sitzen in den Ministerien und die werden bei Regierungswechseln nicht einfach ausgetauscht.

Ein nur leichtes Wachstum als eine desolate Entwicklung zu bezeichnen werden Sie wohl bei keinem wahren Experten finden. An welche Experten dachten Sie denn ?

Und Ihr letzter Satz zu den äußeren Einflüssen zeigt zumindest Ihre persönliche fehlende Kompetenz. Ich habe schon weiter oben versucht klarzumachen, dass ein wesentliches Element immer die Ausgangssituation ist. Wussten Sie, dass, wenn man 5 % Negativwachstum in einem Jahr und im folgenden Jahr 5 % positives Wachstum hat, man immer noch nicht beim Ausgangswert angekommen ist ?

rolato

Der DAX eilt von Rekord zu Rekord, doch die deutsche Wirtschaft kann sich nur langsam erholen.

Eine irreführende Darstellung wie ich meine. Der Dax hängt im wesentlichen von 3 Punkten ab, zum ersten und stärksten, dem der US Wirtschaft, und zum zweiten von den ersten 3 Daxunternehmen ( SAP, Siemens, Telekom) mit den höchsten Börsenwerten (Marktkapitalisierung). 3 Punkt, diese und andere mit weniger Börsenwerten erzielen ihre Umsätze und Gewinne vor allem im Ausland statt im Inland.

1 Antwort einblenden 1 Antwort ausblenden
reinbolt48

Schräge Diskussion: Die Ampel wirtschaftet so gut, dass D trotz Coronafolgen, Krieg und - ehrlichem - Umbau wegen Klimakatastrophe Japan überholt und jetzt auf Platz 3 der Welt liegt ... und alle jammern faktenfrei! D (anders als China, USA ist D ein Land ohne Rohstoffe !) hängt wie kaum ein anderes Land vom Export ab, auf den es nur begrenzt ein Einfluss hat. Eine momentane Wachstumszahl ist daher unwichtig: Wir haben faktisch Vollbeschäftigung, 2,5% Inflation, die Aktien steigen, und dabei haben wir die niedrigste Staatsschulden-Quote aller Industrieländer!!! Solche glänzenden Zahlen hat kaum ein anderes Land.

Ergebnis - alle jammern faktenfrei! 

Unsere Energieversorgung hängt nicht mehr von Russland ab, die Energiewende wirkt - unsere Regierung macht das gut, trotz FDP und unfähiger Opposition ohne  bessere Konzepte! Und wer mehr will, kann ja in die "boomenden" Länder USA, China, GB oder F gehen ... und Tschüß!

1 Antwort einblenden 1 Antwort ausblenden
w120

Unsere Energieversorgung hängt nicht mehr von Russland ab, die Energiewende wirkt

 

Von April an gilt beim Gaspreis wieder der reguläre Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Aufs Jahr gerechnet können dann Mehrkosten von mehreren Hundert Euro auf Verbraucher zukommen. 

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/gaspreise-steigen-auslaufen-mehrwe…

 

Das sieht der eine jetzt so, der anders halt anders.

 

Gesichert bedeutet für mich auch erschwinglich gesichert.

MrEnigma

Für mich passt das. Die FDP blockiert die Unterstützung der Solarindustrie, weil keine Zukunftstechnologie. Check. Aber Elektroautos mit zig Milliarden subventionieren? Läuft.

Klar, in der PV Industrie geht es jetzt erstmal nur um 400 Jobs, die Meyer-Burger in die USA verlegt. 

Also wenn man bedenkt, dass diese sog. Vorzeigeunternehmen wie Audi, fast 2/3 des Umsatzes in Deutschland mit subventionieren Dienstwagen machen ... joar... läuft. 

Also ich hoffe doch sehr, dass China jetzt auch den Deutschen Markt mit E-Autos fluten wird, dann fallen die Preise ins Bodenlose und die deutsche Autoindustrie ist dann auf einmal auch keine Zukunftstechnologie mehr, weil ... woanders besser und billiger produziert werden kann. Das nennt sich globaler Markt. 

Und der letzte macht dann das Licht aus. Nachdem man sich selbst bejubelt hat, weil man im Fussball mal zwei Spiele gewonnen hat. Und Adidas ... ach ja ...GoodBye! 

 

1 Antwort einblenden 1 Antwort ausblenden
Advocatus Diaboli 0815

Ähm, wollte man nicht mal unabhängiger von China werden? So wie es zur Zeit im Bereich E-Autos und Photovoltaik läuft (die sog. unbedingt notwendige ökologische Transformation) sieht eher nach Gegenteil von Unabhängigkeit von China aus-oder?

Klärungsbedarf

Das Wachstumsthema im Vergleich zu anderen taucht ja hier immer wieder auf. Da muss man auch die Hinweise wiederholen: Mindestens so relevant wie Wachstumsprozente ist die jeweilige Ausgangsbasis: Wenn man ein Brot produziert hat und hat ein Wachstum von 100 %, dann hat man ein Brot mehr, nämlich 2. Hat man vorher aber 10 Brote produziert, dann braucht es nur ein Wachstum von 10 % um ein Brot mehr, also 11 zu produzieren. Wo lebt man lieber ? In dem Land mit 2 Broten oder in dem mit 11 ?

Dann wäre da noch die Frage, wem das Wachstum denn überhaupt zugute kommt. Wenn es eine Ungleichverteilung von Einkommen oder Vermögen in der Gesellschaft nur verschärft, würden sicher viele gerne darauf verzichten.

w120

Niedrige Steuern ziehen hohe Qualifikation an

Vor allem aber bräuchte es eine passgenaue Zuwanderung. Professor Achim Wambach, der Präsident des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung, verweist dazu auf Studien, die zu einem eindeutigen Ergebnis kommen. "Die Hochqualifizierten gehen dahin, wo die Steuern niedrig sind, die Niedrigqualifizierten gehen dahin, wo das Sozialsystem gut ausgebaut ist", sagt Wambach.

Welche Studien? Link?

Jedes Land verfolge dabei eine andere Steuerphilosophie, berichtet der Wissenschaftler. So seien in Skandinavien die Steuern auf Arbeit traditionell hoch, während die Unternehmenssteuern niedrig seien. In den USA sei es dagegen eher umgekehrt. In Deutschland liegt die steuerliche Belastung von Hochverdienenden mit 39,8 Prozent leicht unter dem Durchschnitt. Ob dies eine gute Voraussetzung ist, um im Wettbewerb um Hochqualifizierte zu bestehen, wird sich in den nächsten Jahren zeigen.

https://www.uni-kiel.de/de/unizeit/uz/news/steueroasen

H. Hummel

Ich persönlich halte selbst ein Wachstum von 2 bis 3 % gegenwärtig für unrealistisch. Selbst das halten der "schwarzen Null" dürfte sich unter der "Ampel" als äußerst schwierig herausstellen. Je nach Kriegslage, einer möglichen Ausweitung, einer Intervention Chinas in Taiwan, einer drohenden militärischen Auseinandersetzung zwischen Serbien und dem Kosovo ... 

2025 geht der Weg meiner Meinung nach klar in eine Rezession, zumal ganz einfach die politische Zuverlässigkeit fehlt. Wirtschaft und Konsumenten müssen ihr Vertrauen wiederfinden. Sonst drohen Abwanderung, Pleiten und Zurückhaltung beim Binnenkonsum.

Die Regierung müsste sofort entsprechend handeln, Zeichen setzen. Aber wie ... wenn man selbst innerlich gelähmt und zutiefst uneins ist?

1 Antwort einblenden 1 Antwort ausblenden
H. Hummel

Ich meine natürlich 0,2 bis 0,3 % und nicht 2 - 3% ... sorry

w120

Wohlstand - aber anders:Island setzt auf die Wellbeing Economy

https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/island-wellbeing-economy-oeko…

 

Ich habe das Gefühl, dass die Welt immer mehr von Konzernen und deren Mitverdienenden bestimmt wird.

Aber ich bin wohl zu blöd, um die Zusammenhänge einordnen zu können.

 

Ich glaube nicht, dass ohne ein Umdenken, die Zukunft für die meisten rosig sein wird, auch wenn die Pharmaindustrie das, durch den Einwurf von Pillen, verspricht.

1 Antwort einblenden 1 Antwort ausblenden
unbutu77

Genau das muss der neue Ansatz sein, leider hat sich Europa bisher immer noch dem Neo Liberalen Wirtschaftsmodell ausgeliefert, es wäre an der Zeit dies nicht nur zu hinterfragen sondern zu ändern. Frankreich, Italien, Benelux, Österreich und Deutschland könnten die Welt verändern....

Theodor Storm

Die Institute selbst, so scheint es, spiegeln mit ihrer Beurteilung der einfachsten Art die Situation in Deutschland wider. Bürokratieabbau (niemand hat bisher klar gesagt, was darunter zu verstehen ist), Steuern und Sozialabgaben zu hoch etc. - immer dieselben Ursachen, wenn der Wirtschaft die Luft ausgeht.

Dabei muss man nur in andere Teile der Welt schauen um zu sehen, warum wir stehenbleiben. Wir sind nicht mehr schnell genug und können, z.B. bei den Schlüsseltechnologien nicht mithalten. Auch die Digitalisierung, die zur beschleunigten Umsetzung überall auf der Agenda steht, ist erst vor einer Woche von den CDU-Ländern wieder aufgehalten worden: die digitale Verwaltung im Onlinezugangsgesetz wurde im Bundesrat gestoppt.

USA hat auf Protektionismus umgeschaltet und wir meinen, dem folgen zu müssen. China soll wirtschaftlich ausgebremst werden, weil es sich anschickt, technologisch mit den USA mitzuhalten und das hat natürlich Folgen, auch für unsere Wirtschaft.

Coachcoach

D hat einfach die letzten 20 Jahre verpennt.   Oder 50?

Wir erfinden's.

Die anderen nutzen's

Horizont

Erst sagt „man“ mir, dass ich als Deutscher eine zu großen CO2 Fußabdruck habe und zu viele Ressourcen verbrauche, dann stelle ich mich um, kaufe weniger unnötigen Mist, achte auf die Heizkosten und versuche weniger Lebensmittel zu verschwenden, fahre/fliege nur alle 2 Jahre in den Urlaub, gebe insgesamt weniger Geld aus … und jetzt  ist das das auch nicht gut?!
Hmm

1 Antwort einblenden 1 Antwort ausblenden
Werner40

Nachhaltig konsumieren 

dr.bashir

Aktienkurse steigen, wenn es Menschen gibt, die heute für Aktien einen höheren Preis bezahlen, als gestern bezahlt wurde. Damit die Kurse steigen muss es also genug Leute geben, die Geld übrig haben, dass sie in Aktien stecken können. Die es übrig haben, weil sie es nicht für wohnen, essen und heizen ausgeben müssen. Und anscheinend ist dafür reichlich Geld vorhanden. So wie in den letzten Jahren unglaublich viel Geld vorhanden war, um damit die Immobilienpreise nach oben zu spekulieren, sind es jetzt eben Aktien.

Spekulation muss nichts mit der realen Wirtschaft zu tun haben 

1 Antwort einblenden 1 Antwort ausblenden
Theodor Storm

Richtig: Spekulation hat nichts mit der realen Wirtschaft zu tun und deshalb muss man die Entwicklung der Aktienkurse, insbes. im deutschen DAX mit Sorge betrachten. 

w.k.e.

Wenn andere Länder wachsen, müssen die Probleme hausgemacht sein. Da hilft es auch nicht, wenn Scholz ein Wirtschaftswunder herbeireden will. Die Rahmenbedingungen stimmen einfach nicht. Bürokratie und Steuern hemmen die Wirtschaft. Bei der Zuwanderung handelt es sich nicht um die gesuchten Fachkräfte.

2 Antworten einblenden 2 Antworten ausblenden
Left420

"Wenn andere Länder wachsen, müssen die Probleme hausgemacht sein." - Sehr vereinfachte Sichtweise. 

Wenn andere Länder eine schwache Wirtschaft über Jahrzehnte hatten und diese nun ausbaut, wächst Sie im Vergleich zu den Vorjahren. Deutschland ist nunmal schon ziemlich ausgebaut und hat einer der größten Volkswirtschaften der Welt.

"Bei der Zuwanderung handelt es sich nicht um die gesuchten Fachkräfte." - Sondern? Wie wäre es mal nicht allgemeines Framing zu betreiben. Durch diese Aussage lassen Sie auch viel Spekulationsraum über Ihre wahre Absicht. Wollen Sie diese eventuell verdeutlichen?

redfan96

Wachstum ist auch immer eine Frage, von woher man kommt, D ist immer noch die 4.größte Volkswirtschaft in der Welt. Manche der Staaten, die nun ein Wachstum von 4 oder 6% verzeichnen, hätten sicher gerne ein Nullwachstum, wenn ihr BSP dafür das Niveau von D hätte. Denn 4 oder 6% von wenig, sind immer noch wenig…

Und im Namen der Umwelt stellt sich die berechtigte Frage: Brauchen wir überhaupt Wachstum? Quantitativ sicher nicht, wenn dann eher in der Qualität, bessere und hochwertigere Produkte, die dann auch wieder lange halten und nicht nach 2 Jahren kaputtgehen.

Ich sehe in D auch vielmehr ein Umverteilungsproblem, die Schere geht immer weiter auseinander. Wohlhabende können immer besser Steuern vermeiden, internationale Unternehmen transferieren ihre Gewinne gleich ins steuerfreundliche Ausland (z.B. IKEA, bei dem viele so gerne einkaufen)

Seebaer1

Ich hatte vorhin geschrieben, dass Habeck keinerlei Lösungsvorschläge hat. Stimmt aber so nicht. Zum Beispiel wird zum ankurbeln der Wirtschaft und zur Entlastung der Bürger die Mehrwertsteuer auf Gas wieder erhöht. Also- geht doch!

Vector-cal.45

Der deutschen Wirtschaft geht‘s gut, nur die Zahlen sind schlecht.



Die geballte Kompetenz, die aus diesem Zitat spricht, ist mit Worten nicht zu beschreiben.

Hätte nie gedacht, dass man die Aussage über Insolvenzen dahingehend noch toppen kann.

Aber schlimmer geht immer.

3 Antworten einblenden 3 Antworten ausblenden
Klärungsbedarf

Zitate pflegt man ja mit Quellenhinweis zu schreiben. Wo soll denn dieser Satz so gesagt worden sein ?

Left420

"Aussage über Insolvenzen dahingehend noch toppen kann" - Hierzu gab es bereits ein Artikel im TS.

U.A. sind die gesetzlichen Regelungen von Corona, welche das Aufschieben des Insolvenzverfahren möglich gemacht haben Schuld, weshalb diese Unternehmen nun im Nachhinein in die Insolvenz gehen. Es ist eher ein Nachholeffekt der letzten Jahre.

Lucinda_in_tenebris

Früher waren es die Arbeitnehmer, die beim Arzt simulieren, heute sind es halt die Wirtschaftsmanager.   Sie haben Angst, dass sie durch Reformen belastet werden und letztlich mit Kosten alleingelassen werden.  Ihre Ängste sollte die Politik ernstnehmen. Das Prinzip Fördern und Fordern kann hier evtl. Hilfestellungen bieten, wer beispielsweise Reformen schneller umsetzt wird steuerlich mehr entlastet, dagegen Unternehmen die temporär nicht mithalten können, aber im Kern gesund, könnten mehr unterstützt werden. (Die neo-liberale Kälte zerstörrte in den 90ern zu oft solche Betriebe)

Kulaputnik

Sollte man nicht zu den Vermögenden in diesem Land gehören, ist es doch immer wieder schön zu wissen, dass Geld niemals weg ist. Es hat nur ein anderer. Insofern ist es sicherlich für einen Großteil der Bevölkerung beruhigend, in einem reichen Land zu leben, auch wenn es mit der eigenen Realität nicht ganz übereinstimmt. 

Und wenn die großen DAX-Konzerne blendend dastehen, freut sich sicher auch der Mittelstand, der immer mehr mit Verschuldung, steigenden Kosten und schließlich mit Insolvenzen zu kämpfen hat. 

Wichtig ist es halt auch weiterhin, das Vermögen im Besitz von wenigen zu belassen und den Kopf verwundert zu schütteln, dass die Armut immer mehr zunimmt und der Mittelstand immer mehr ums Überleben kämpft. 

Bei ungerechter Verteilung wächst es sich halt schwieriger. 

Claus

Wer die Energie, das Lebenselexier der Wirtschaft, künstlich verteuert, muß sich nicht wundern, wenn trotz leicht sinkender Kreditzinsen nichts mehr investiert wird, und schlußendlich, wer kann, wird das Land verlassen. Alleine der Ausstieg aus dem Verbrenner wird Deuschland ruinieren. Aber Hauptsache man hält seine Ideologie hoch. 

1 Antwort einblenden 1 Antwort ausblenden
Kristallin

Die erneuerbaren Energien wurden endlich verstärkt ausgebaut. 

Und bisher verlassen Leute das Land weil sie Auswandern wollen, Na Und?

In der Ferne kann Glück oder Unglück für diese Auswander/Innen liegen, wünschen Sie denen doch Glück.