Kunde mit Einkaufstüte vor einem Schaufenster.

Ihre Meinung zu Konsumlaune weiter gedämpft: Kommt jetzt das "Angstsparen"?

Geld sparen oder Geld ausgeben? Diese Frage beantworten die Deutschen seit geraumer Zeit mit "Geld sparen" - trotz höherer Löhne und abgebremster Inflation. Woher kommt die Zurückhaltung? Von Sebastian Schreiber.

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84 Kommentare

Kommentare

werner1955

"Angstsparen"
Ist der neue Begriff für "geht nicht " anders? 

Jeder Bürger kann seinen "Euro" nur einmal Ausgeben. Und die Eigentum haben müsen jetzt für die massiven Kosten duch CO2 Steuern und Sanierungen Ihre Wohnungen massiv Verzicht üben beim  Konsum.

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gelassenbleiben

Ich habe Eigentum, warum sollte ich bor irgendwas Angst haben

Offensichtlich sind wir Eigentümer doch privilegiert, unsere Miete kann zumindest nicht mehr steigen. Und wer kein Geld für Sanierungen hat, hat etwas falsch gemacht, insbesondere, da es für uns privilegierte auch noch soviel Zuschüsse gibt.   

Und dann gobt es da noch privilegierte Eigentümer, die nicht nur die Wohnung besitzen in der sie wohnen, sondern auch noch Wohnungen geerbt haben, die sie vermieten. Das die klagen, kann ich nun garnicht verstehen 

Vector-cal.45

Wie schön, dass Sie so gut abgesichert sind.

Das geht aber 75% der arbeitenden Bevölkerung nun mal nicht so. Dass für die meisten Menschen angesichts der Inflation und stets höherer Abgaben, Gebühren, Kosten ein Restaurantbesuch (geschweige denn eine Urlaubsreise o. ä.) kaum noch drin ist, mag Ihnen vielleicht fremd oder unvorstellbar erscheinen, es ist aber tatsächlich so.

sebo5000

"...Dass für die meisten Menschen angesichts der Inflation und stets höherer Abgaben, Gebühren, Kosten ein Restaurantbesuch (geschweige denn eine Urlaubsreise o. ä.) kaum noch drin ist..."

 

Das ist schlicht und ergreifend falsch. Informieren Sie sich, bevor Sie hier Fake News verbreiten!

Mauersegler

Wenn sich 75 Prozent der Deutschen keinen Restaurantbesuch und keine Urlaubsreise mehr leisten können, frage ich mich, wer all die Menschen in den vollen Restaurants und Flugzeugen wohl sein mögen. 

gelassenbleiben

Erstens bezweifle ich Ihre Aussage, zweitens habe ich Werner1955 geantwortet, der sich als Eigentümer hier laut beklagt

Und Eigentümer sind nunmal privilegiert 

91541matthias

Als Erbe und Bewohner eines Denkmals aus dem 15. Jahrhundert habe ich früh gelernt, mit Geld umzugehen.

Wenn ich mir anhöre, was Kollegen und Bekannte alles als notwendig zu einem erfüllten Leben ansehe, komm ich mir mit meinem billigen Auto und 1x pro Jahr Kurzurlaub richtig eingeschränkt vor..kann mir aber auch einmal pro Woche Essen gehen leisten.. 

Eistüte

Ich stimme Ihnrn ausnahmsweise voll zu. 

Der Artikel suggeriert, dass jetzt viele Menschen doch wieder mehr Geld ausgeben könnten.

Das ist falsch.

Die Preissteigerungen bei Grundnahrungsmitteln sind immer noch enorm, die Mieten steigen, und wer eine Immobilie besitzt, die noch mit Gas oder Heizöl beheizt wird, sieht sich in den nächsten Jahren sehr hohen Investitionen gegenüber, die von der Ampel und von der EU zwecks Klimarettung dem Gebäudesektor abverlangt werden.

Ach ja, Klimageld kommt auch nicht.

Also, wer da keine Angst vor der wirtschaftlichen Zukunft hat, ist zu beneiden. 

gelassenbleiben

Also, wer da keine Angst vor der wirtschaftlichen Zukunft hat, ist zu beneiden.

Das erinnert mich an den Witz mit der ausländischen Reisegruppe, denen der Fremdenführer erklärt, ‚die Einheimischen hier kennen 37 verschiedene Worte für Angst‘

Aber Spass beiseite, wir haben die Inflation im Griff, einen Arbeitsmarkt, der zum ersten Mal seid Jahrzehnten ein Angebotsmarkt ist, also machen Sie sich nicht zuviel Sorgen um Ihren Job und wir haben zum zweiten Mal den Energiemangelwinter abgewendet. Es geht uns gut und die Aussichten sehen kurzfristig auch gut aus, wenn nicht der Klimawandel drohen würde. Da könnten Sie evtl. in Vorsorge investieren

Tipp falls Sie darauf Einfluss haben: Wärmepumpen lassen sich auch zum kühlen verwenden, am besten noch mit PV vom Dach oder Balkon. Die Investition steht bei mir noch an.

Vector-cal.45

Ihr Beitrag strotzt nur so vor Realitätsferne.

Ein Tipp: Lesen Sie sich mal den aktuellen, kürzlich erschienenen Bericht des Bundesrechnungshofs zur Energiepolitik durch. 

Aber Vorsicht, könnte sich negativ auf Ihr ach-so-sonniges Gemüt auswirken, denn darin wird Ihre Lieblingsregierung, die ja „alles im Griff“ hat, dahingehend quasi demontiert.

gelassenbleiben

Den Bericht kenne ich, zur Einsortierung: Es wäre für die Einordnung von Informationen hilfreich, wenn Sie erwähnen würden, dass der Präsident des Rechnungshofes die Energiepolitik der Regierung kritisiert, dessen Frau für einen russischen Gas-Konzern lobbyiert. Fun Fact: Der Präsident des Bundesrechnungshofs K. Scheller, der zu Recht den (noch) zu langsamen Ausbau erneuerbarer Energien moniert, war bis 2014 Fraktionsdirektor (nicht -vorsitzender) der CDU/CSU-Bundestagsfraktion - zu der Zeit, als schwarz-gelb den Ausbau der Erneuerbaren bewusst abwürgte.

Seit vielen Jahren ist das spezielle Verhältnis der Familie Scheller zur Energiewende bekannt. Und immer noch werden die Angriffe des Bundesrechnungshof-Präsidenten ohne jede Einordnung weiterverbreitet.

falsa demonstratio

"wer eine Immobilie besitzt, die noch mit Gas oder Heizöl beheizt wird, sieht sich in den nächsten Jahren sehr hohen Investitionen gegenüber,"

Welche Imnvestitionen kommen denn da auf mich zu?

Nachdem ich am 23.03. den TS-Artikel "Energetische --- Sanierung Welche Pflichten Hauseigentümer haben" gelesen hatte, war ich eigentlich ganz gelassen.

Vector-cal.45

Ich stimme Ihnen hier ausnahmsweise ebenfalls zu.

Der Artikel ist in meinen Augen absolute Schönfärberei.

Sich finanziell irgendwie von einem Monatsersten bis zum Nächsten durchzuhangeln, ist heutzutage eher der Normalzustand.

Die „Klimarettung“ zu Lasten der Bürger erscheint mir wie ein vorgeschobener, willkürlicher und schlechter Witz (wenn‘s nicht so sektiererisch wäre).

Unsere Wohnung finanzieren wir uns nicht zuletzt als Altersvorsorge, sie sollte zur Rente hin Abbezahlt sein.

Mit irgendwelchen Wärmepumpen- und Dämmungsvorschriften-Phantastereien etc. ist das nicht mehr zu stemmen, wenn man nicht gerade gutbetuchter Grünen-Fanboy ist.

gelassenbleiben

wenn man nicht gerade gutbetuchter Grünen-Fanboy ist.

Wenn Sie keine Rücklagen für eine Sanierung haben, haben Sie was falsch gemacht

gelassenbleiben

an Klimaschutz geht kein Weg vorbei, seien Sie froh das die Grünen dies mit Hilfen unterstützen, die Union würde den CO2 Preis wirken lassen…

Anna-Elisabeth

//"Angstsparen"
Ist der neue Begriff für "geht nicht " anders?//

In der Tat ein blöder Begriff. Da wird Vernunft mit Angst verwechselt. Ich wünschte, diese Form von Vernunft würde endlich auch mal bei den amtierenden Politikern einkehren, die sich selbst jetzt nicht scheuen, unser Steuergeld für die Befriedigung persönlicher Eitelkeiten aus dem Fenster zu schmeißen - und das in einem nie gekannten Ausmaß und in einer in vielerlei Hinsicht angespannten Lage. Schade nur, dass man Schamgefühl nicht kaufen kann.

gelassenbleiben

den amtierenden Politikern einkehren, die sich selbst jetzt nicht scheuen, unser Steuergeld für die Befriedigung persönlicher Eitelkeiten aus dem Fenster zu schmeißen

Ja die 150 Mio € für das Flugtaxi finde ich auch unsinnig, das soll die Privatwirtschaft bitte ohne Steuergelder von Wissing machen

harpdart

Was genau meinen Sie damit? Für welche persönlichen Eitelkeiten? Darunter kann ich mir nichts vorstellen. 

Anna-Elisabeth

"Was genau meinen Sie damit? Für welche persönlichen Eitelkeiten? Darunter kann ich mir nichts vorstellen." 

Ich nehme Ihnen nicht ab, dass Sie das nicht wissen. Aber bitte:

>> Die deutsche Bundesregierung hat nun bekannt gegeben, was sie seit Jänner 2023 ausgegeben hat, um ihre Minister und Staatssekretäre ein wenig zu verschönern. Die haarige Rechnung: 186.000 Euro nur für Visagisten und Friseure – allein Außenministerin Annalena Baerbock musste um 98.770 Euro „verschönert“ werden!<< 16. November 2023 

Selbst Frau Merkel zahlt ihren Friseur immer noch nicht selbst. 

Das ist einfach nur unverschämt und lässt sich mit "Neiddebatte" nicht schönreden.

sebo5000

"...amtierenden Politikern einkehren, die sich selbst jetzt nicht scheuen, unser Steuergeld für die Befriedigung persönlicher Eitelkeiten aus dem Fenster zu schmeißen..."

Von was in aller Welt faseln Sie da schon wieder?? 

rolato

Das verstehe ich nicht! Sie behaupten doch oft das diejenigen die kein Privateigentum besitzen oder sich nicht in diese Richtung zum Erwerb begeben, selbst Schuld sind wenn die Kosten für Miete und Nebenkosten gemessen am Einkommen zu hoch sind. Selbstlob wenns passt gell.

Mauersegler

Ja, da müssen Sie jetzt halt mal anständige Eigenverantwortung zeigen.

saschamaus75

>> "Angstsparen"
>> Ist der neue Begriff für "geht nicht " anders?

 

Nope. -.-

'Angstsparen' ist der neue Begriff für: Man kann sich die ganze Zeit selber einreden, daß (eingebildet) alles total schlimm sein soll, bis man vor Selbstmitleid zerfließt und sich in einer (imaginären) Opferrolle suhlen kann. Und das Ganze komplett grundlos. oO

Oder anders ausgedrückt: Angstsparen ist anscheinend das neuste Hobby der finanziellen Selbstkasteier und wirtschaftlichen Hypochonder, hat aber nicht das Geringste mit der objektiven Realität zu tun, sondern ist Einzig&Allein ein subjektives Bauchgefühl. -.-

 

odiug

Eine deutsche Tugend war immer der Sparwille, wenn es drauf ankam. Ob das allerdings heute noch gilt, wage ich zu bezweifeln. 

Nettie

"Auch die zuletzt stark gestiegenen Preise spielen eine Rolle, erläutert Jörg Funder. Er ist Professor für Handel an der Hochschule Worms. Die Konsumenten seien weiterhin verunsichert, ob nicht weitere Kostensteigerungen auf sie zukämen.

"Seien das Energiepreise, seien das Kraftstoffpreise, seien das Sanierungsmaßnahmen - der Konsument ist einfach verunsichert", sagt Funder. "Er braucht Stabilität, er braucht Verlässlichkeit. Und das ist das, was sich nur langsam aufbaut und wo auch der deutsche Konsument nach wie vor sehr skeptisch und unsicher ist, was auf ihn zukommt."

Diese Analyse dürfte richtig sein. Verlässlichkeit ist Voraussetzung für Vertrauen. Und beides lässt sich nur langsam aufbauen. Aber umso schneller wieder zerstören.

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Anna-Elisabeth

"Diese Analyse dürfte richtig sein."

Ich denke, für diese Analyse braucht der Durchschnittsbürger keine Experten.

"Verlässlichkeit ist Voraussetzung für Vertrauen. Und beides lässt sich nur langsam aufbauen. Aber umso schneller wieder zerstören."

So ist es.

gelassenbleiben

Konsumlaune weiter gedämpft: Kommt jetzt das "Angstsparen"?

Vielleicht merken die Menschen auch nur, das man nicht jeden Quatsch sofort haben muss

Geht mir zumindest so. 

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werner1955

Als ich kann mir werde Quatsch noch ander wichtige persönliche Dinge für mich erlauben. 

gelassenbleiben

Und ich dachte Sie vermieten Ihr geerbtes Haus, Sie zeigen hier immer soviel Verständnis für Vermieter

Advocatus Diaboli 0815

I'm Gegensatz zur Regierung die keine Mühe hat Geld auszugeben das sie nicht hat, bleibt Otto Normalverbraucher nichts anderes übrig als zu sparen. Überall sind die Preise massiv angestiegen (mein Lohn jedenfalls deutlich weniger) und die Aussichten was uns die energiewende noch kosten wird sowie die Ungewissheit über die neue Grundsteuer tragen auch nicht dazu bei kauflaune aufkommen zu lassen. 

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falsa demonstratio

"I'm Gegensatz zur Regierung die keine Mühe hat Geld auszugeben das sie nicht hat, bleibt Otto Normalverbraucher nichts anderes übrig als zu sparen."

Wir hätten kein Haus, wenn wir nur Geld ausgegeben hätten, das wir angespart hatten.

werner1955

Richtig. 
Eigentum mit sinnvollen Hypos sind ja auch keine Schulden. Im normal Fall hat mein eine guten gegen Wert der auch steigt. 

Bei  Auto, Handy, Kreuzfahren,Uralub, Genussmitteln Drogen oder Events ist das Geld einfach weg.

falsa demonstratio

"Eigentum mit sinnvollen Hypos sind ja auch keine Schulden. Im normal Fall hat mein eine guten gegen Wert der auch steigt. "

Eben, sag' ich doch: Wenn man ein Darlehen aufnimmt, macht man Schulden. Fraglich ist doch, wofür man das aufgenommene Geld verwendet. Das ist beim Staat nicht anders als beim Bürger.

Schneeflocke ❄️

Blöd ist nur, dass man 40Jahre an einem Häuslein abbezahlen darf, der Wert aber innerhalb von 4 Jahren futsch ist, wenn man ins Pflegeheim muss. Das steht in keinem Verhältnis, finde ich...

Schneeflocke ❄️

Könnten Sie bitte vielleicht für uns weniger Gutbetuchten mal ein paar Tipps geben, womit man ... wenigstens ein bisserl... Vermögen aufbauen kann, wenn man nicht viel hat zum Investieren? Vielleicht Aktien die für 2€ zu kaufen gibt, die noch keiner kennt und die in 10Jahren durch die Decke gehen? Oder was anderes Vielversprechendes? Wäre supi, danke!

Tino Winkler

Die massive Entwicklung von Fast Food, Starbucks und anderen „schlechtes Essen und Trinken“ Läden mit stark überhöhten Preisen spricht ein ganz anderes Sparpotential, nämlich „Nichtsparen“ ist angesagt, da wird Kohle rausgeschmissen für Sky und irgendwelchen Bezahlsendern.

Geld ist mehr als genug da, wird aber für ganz viel überflüssiges ausgegeben und dann wird es eben auch mal knapp.

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werner1955

ganz viel überflüssiges?

Und wer oder Sie legen fest was ganz viel überflüssig ist? 

91541matthias

stimmt, aber es wird uns eingeredet. was wir alles angeblich brauchen, um irgendwo dazuzugehören..

 

falsa demonstratio

"stimmt, aber es wird uns eingeredet. was wir alles angeblich brauchen, um irgendwo dazuzugehören.."

Wer redet Ihnen das ein und warum geben Sie dem nach?

91541matthias

ich gebe dem nicht nach, höre aber von Kollegen viel Unverständnis, dass wir mit verlängerten Wochenenden als Urlaub in der Region zurechtkommen, ein Auto fahren, das laut WErbung kein Statussymbol ist..

gelassenbleiben

Sehe ich auch so, solange immer noch Verbrenner SUVs gekauft werden kann es den Deutschen doch noch nicht so schlecht gehen

Werner Krausss

Die alte Weisheit,

 

„Spare in der Not, dann hast Du Zeit dazu.“

 

Wenn jetzt die 35 Stundenwoche komm, habe ich aber keine Zeit mehr zu sparen.

Wird also besser.

falsa demonstratio

"da wird Kohle rausgeschmissen für Sky und irgendwelchen Bezahlsendern."

Wofür geben Sie Ihr Geld aus?

 

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Tino Winkler

Dafür auf jedenfall nicht. Geld gebe ich für gesunde Lebensmittel aus, die ich selbst zubereite.

falsa demonstratio

"Dafür auf jedenfall nicht. Geld gebe ich für gesunde Lebensmittel aus, die ich selbst zubereite."

Das ist sehr löblich.

Ich frage mich aber, ob Ihre Lebensart allgemeinverbindlich ist.

rainer4528

Hoffentlich geben Sie ihr Geld nicht für so etwas Sinnloses wie Internet aus. War ein Scherz. 

Schneeflocke ❄️

Für Sky gebe ich kein Geld aus. Ich habe nicht mal einen Fernseher.

rainer4528

Für Sky brauchen Sie auch keinen Fernseher.

Schneeflocke ❄️

Nicht? Na, da sehen Sie es ja. Von Sky habe ich keine Ahnung. Oder meinten Sie jetzt Wolken gucken?😉

rainer4528

Ich habe doch, auch, geschrieben. Ich meinte damit, dass Sie Sky, Prime u.sw., wie auch jedes normale Fernsehprogramm ohne Fernseher schauen können. So und jetzt schaue ich mit beiden Augen Fußball. Natürlich auf einem großen Fernseher.

91541matthias

ich spare nicht aus Angst, sondern damit ich im September 27, wenn ich in Rente gehe, ein gewisses Finanzpolster habe, um weiter haushalten zu können..

AbseitsDesMainstreams

Die Bürger sehen eben, was auf sie zukommt. Die Preise steigen und die Bevölkerungspyramide steht auf der Spitze. Wer soll morgen die Dienstleistungen erbringen oder produzieren? Immer weniger junge Menschen müssen eine wachsende Anzahl reiner Konsumenten versorgen. Das führt zwangsläufig zu einer hohen Preissteigerung in den nächsten Jahrzehnten. Entspannt als Rentner Essen gehen oder einen Kaffee trinken? Das wird zu Luxus für breite Schichten.

Mit der steuer- und sv-freien Inflationsausgleichsprämie für fast alle Tarifangestellte wurde im übrigen Zeit erkauft, um einen echten Lohnabschluss um ein Jahr verzögern zu können. Wenn dann die echten Lohnerhöhungen erfolgen, bleibt häufig nur Ernüchterung, weil dann "netto" nichts in der Geldbörse passiert.

Anna-Elisabeth

>>"Laut Lehrbuch Volkswirtschaftslehre sollte das so sein", bestätigt Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING Bank. "Wir werden dieses Jahr wieder ein richtig sattes Plus beim Reallohnwachstum bekommen."<<

Ein sattes Plus beim Reallohnwachstum? Wer soll das denn glauben? Die Erhöhung der Renten blieb unter der Inflationsrate. Hoffnung auf einen Inflationsausgleich haben nur die, die noch in der Lage sind, einem Minijob nachzugehen.

Nur mal so am Rande: Der Nordseekrabbensalat in 'meinem' Edeka-Markt kostet jetzt statt 5,49 Euro satte 7,59 Euro. Wer kann sich das noch leisten? Ist nur ein Beispiel von vielen. 

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Mauersegler

Renten sind keine Löhne.

Ritchi

"Nur mal so am Rande: Der Nordseekrabbensalat in 'meinem' Edeka-Markt kostet jetzt statt 5,49 Euro satte 7,59 Euro."

Das geht ja noch. Die preiswerte Mineralwasserflasche ist um mehr als 50 % teurer geworden.

gelassenbleiben

Die preiswerte Mineralwasserflasche ist um mehr als 50 % teurer geworden.

Das Leitungswasser hat in Deutschland flächendeckend Trinkwasserqualität 

AbseitsDesMainstreams

Dafür sind doch Solarzellen und Plasma-TVs aus Asien wieder einmal billiger geworden!

Schneeflocke ❄️

Nordseekrabbensalat  ... Das klingt ziemlich lecker😋. 7,59€ bedeutet, dass man dafür 3Tage tüchtig satt werden sollte. Wie viel ist denn drin? Dem Preis nach zu urteilen ungefähr 3kg?

Ich hoffe, dass Sie es sich dennoch weiterhin leisten können!!!

Schneeflocke ❄️

"Wir sehen in Summe eine Kaufzurückhaltung in allem, was nicht den tagtäglichen Bedarf angeht."

 

Sehr witzig☹️! Kommt mal einer von den Experten auch auf die Idee, dass nach "tagtäglichen Bedarf" kein Geld mehr übrig ist für "was nicht den tagtäglichen Bedarf angeht"??? Die Bezeichnung "Kaufzurückhaltung" suggeriert, dass man sich lediglich eine darüber hinausgehende Geldausgabe verkneifen würde. Oder soll der gebeutelte Bürger jetzt frohgemut anfangen über seine Verhältnisse zu verkonsumieren, damit die Wirtschaft in die Pötte kommt? Gut, ich würde ja so wahnsinnig gerne die Wirtschaft unterstützen, nur leider werde ich nicht in irgendeiner Weise subventioniert und muss mit dem auskommen was ich habe. Das sollte die Wirtschaft auch mal tun und weniger jammern. Hilft nämlich nicht.

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Mauersegler

Die überwiegende Mehrheit der Menschen in Deutschland hat viel mehr Geld zur Verfügung, als sie für den täglichen Bedarf braucht.

Anna-Elisabeth

"Das sollte die Wirtschaft auch mal tun und weniger jammern."

Richtig. Aber das gilt nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Politik. Statt immer mehr Beamtenstellen in den höheren Besoldungsstufen einzurichten und Unsummen für sogenannte NGOs auszugeben (was dann Sinn und Bezeichnung von NGOs ad absurdum führt), sollten die lieber dem Pressesprecher der Arche in Berlin zuhören. Die leisten extrem wichtige Arbeit und sind auf Spendengelder angewiesen. Mich hat tief erschüttert, was der Mann berichtet hat. 

Volle Zustimmung auch zu Ihren anderen Anmerkungen.

ein Lebowski

"Angstsparen", was ist das denn jetzt für eine Wortschöpfung? Wenn die Verbraucherpreise steigen, kann man sich weniger leisten, das nennt man haushalten, nicht sparen.

pasmal

Angstsparen? Bei den immer fetteren Lohn- und Gehaltsabschlüssen?  Was machen dann erst die Normalauskömmlichen mit den Nix- bis Fuchzigeuroabschlüssen?  Aber das ist ja unwichtig, vor allem für Gewerkschaften.

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Questia

Erhalten denn nur diejenigen die höheren Bezüge, die in der Gewerkschaft sind? Oder profitieren auch die Anderen in dem jeweiligen Bereich von dem, was die Gewerkschaften erwirkt haben?

nie wieder spd

„"Wir sehen in Summe eine Kaufzurückhaltung in allem, was nicht den tagtäglichen Bedarf angeht." 
Die Zurückhaltung beim Konsum lähmt auch die gesamte deutsche Konjunktur.“

Das meiste, das über den täglichen Bedarf hinausgeht, ist unnützer Tand. 
Unsere Wirtschaft ist also hauptsächlich darauf aufgebaut, dass überflüssiges Zeug an Leute verkauft wird, die das alles gar nicht wirklich benötigen. 
Dafür wird seit Jahrhunderten die ganze Welt langsam aber sicher zerstört. Drumherum wurde sogar eine Wissenschaft erschaffen, damit diese Zerstörung besser läuft.
Noch armseliger geht’s nicht. 
Und wenn diese Armseligkeit nicht funktioniert, bricht unser Wirtschaftssystem zusammen. 

Erschütternd 

Mendeleev

Ich wundere mich immer wenn es heißt das „Reallöhne stärker gestiegen seien als die Preise“ für die Dinge die man tatsächlich braucht (ob die vom Warenkorb für den Preisindex realistisch abgebildet werden, sei mal dahingestellt). 


Vielleicht sind die Löhne für Lokführer stärker gestiegen als die Inflationsrate, dank eines besonders kämpferischen Gewerkschafters … aber ansonsten wüsste ich nicht welche Berufsgruppe (Beamten eingeschlossen) jetzt besser dastünde als vor zwei Jahren .. 

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nie wieder spd

Wenn die Reallöhne so sehr gestiegen wären, wie die Produktivität, dann müssten diese Reallöhne mindestens doppelt so hoch sein, wie sie sind.

Doppelt so hoch und ein Vielfaches mehr sind dagegen nur die Vermögen derjenigen gewachsen, die sowieso kein zusätzliches Geld benötigen, weil sie häufig schon seit langer Zeit viel zu viel davon haben.

sebo5000

Nur weil Sie das nicht nachvollziehen können, sollen andere auch nicht dazu in der Lage sein...?

 Ein echter Möbius....

Mendeleev

Sie wissen, was ein „Möbiusband“ ist ?

Es ist ein einfaches aber profundes Beispiel für eine „einseitige“ Fläche - es gibt dort keine „zwei Seiten“ :-)

Nicht nur die „gefühlte Inflationsrate“ - auch die „gespürte“ ist deutlich höher als das was viele Menschen an frei verfügbarem Einkommen mehr zur Verfügung haben. Deshalb die Konsumzurückhaltung … und Sie wissen sicher auch über die Ursache dieser Konsumflaute in Deutschland: man hat das Tischtuch mit Russland zerschnitten. Die Industrie bekommt folglich immer noch alles - woanders - aber eben deutlich teurer… 


„Verunsicherte“ Verbraucher habe ich übrigens noch keine erlebt - eher solche die zu wenig flüssig sind. Und ich arbeite im Retail Banking, weiß also wovon ich rede … :-) 

franxinatra

Wer nicht gerade von der Hand in den Mund leben muss hat in der Regel eine Komfortzone von Anschaffungen angelegt, kann also auch unbewust ein Verbrauchssabattikum einlegen; bis sich daraus eine Eigendynamik entwickelt.

 Für jenes drittel der Mitbürger, die dem Einleitungssatz folgen müssen allerdings kommt die Diskussion schon etwas skuril vor. Aber an diesem Drittel scheint ja kein politisches Interesse zu bestehen, wie zuletzt Linneman von der CDU schon unter Beweis stellte...

nie wieder spd

„Haben die Verbraucher mehr Geld zur Verfügung, dann können sie sich mehr leisten, und das schiebt den Konsum an. Oder nicht?   
"Laut Lehrbuch Volkswirtschaftslehre sollte das so sein", bestätigt Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING Bank.“

Dabei wird leider nicht berücksichtigt, dass die Verfasser solcher Lehrbücher meistens aus Kreisen kamen, in denen man sowieso nicht auf den Pfennig achten musste. Inflation hin oder her.
Und dann kann man sich natürlich so verhalten, dass man mehr für Überflüssiges ausgeben kann, wenn mehr Geld auf dem eigenen Konto vorhanden ist. 
Wenn nach der Gehaltserhöhung aber eben nicht mehr übrigbleibt, alles immer teurer wird und dann noch Krieg und Klinakatastrophe drohen, dann nicht.

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Questia

Tellerrand -

| "Dabei wird leider nicht berücksichtigt, dass die Verfasser solcher Lehrbücher meistens aus Kreisen kamen, in denen man sowieso nicht auf den Pfennig achten musste." |

Das hört sich so an, als meinten Sie, die Lehrbuchverfassenden würden nur einen Blick ins eigene Portemonnaie oder aufs eigene Bankonto werfen, um daraus verallgemeinernde Schlüsse zu ziehen, die sie dann in Lehrbüchern veröffentlichen.

Ich dagegen gehe davon aus, dass den entsprechenden Werken systematische und weitgreifende Forschungen vorausgehen.

Questia

Verantwortung - 

Also mir gefällt der Begriff Angstsparen gar nicht. 

Ich finde, die Menschen übernehmen, wie Erwachsene das nun mal tun sollten, Verantwortung. Wenn Sie Rücklagen z.B. für die Altersversorgung, größere Investitionen bilden, spricht das doch für die Menschen, die sich genau überlegen, wofür sie Geld ausgeben wollen.

Allerdings fehlt mir in der Analyse, wieviel für Urlaub ausgegeben wird. Da sind die letzten Meldungen ja durchaus Richtung "Anstieg". Aber das gilt wohl nicht als Konsum, oder?

marvin

Da fühlen sich die armen Konsumverweigerer im unteren Segment der Schere sicher gleich viel besser, zu vernehmen, dass es nur an ihren Ängsten und Launen liegt, wenn sie das Geld, das sie nicht haben, nicht ausgeben, oder dass sie den Kredit, den sie nicht bekommen, nicht aufnehmen. Und das trotz ihrer grandiosen Reallohnsteigerungen, die sie wie die meisten der Hälfte nicht tarifgebundener AN leider auch nicht haben: 
Alles völlig irrational! Wie hieß es doch im Werbevideo des WEF: "Du wirst nichts besitzen, und du wirst glücklich sein." Für echte Reallohnsteigerungen müsste man ja schließlich auch ins Reich des Bösen, nach Russland - im vergangenen Jahr 7%.