Ein Bagger verlädt in einem ukrainischen Getreidehafen Getreide in ein Frachtschiff.

Ihre Meinung zu Russland lehnt Verlängerung des Getreideabkommens ab

Russland will das Abkommen zur Ausfuhr von Getreide aus der Ukraine über das Schwarze Meer nicht verlängern. Das teilte das Präsidialamt in Moskau mit. Die bisherige Vereinbarung läuft heute aus.

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164 Kommentare

Kommentare

MehrheitsBürger

Ohne Getreideexporte aus der Ukraine explodieren die Preise in den Entwicklungsländern

Es spielt keine Rolle, wohin die Getreidefrachten der Ukraine zuerst verschifft werden und für welches Verwendungssegment sie eingesetzt werden. Sie bedienen einen Gesamtmarkt, auf dem Getreide für 

- den unmittelbaren menschlichen Verzehr in Brot, Pasta, Fertigmahlzeiten etc.

- die Nahrungsmittelproduktion von Fleisch über Viehfutter in Produktionsstufe 2

genutzt werden.   

 

Der Weltgetreidemarkt wird über vernetzte Handelsplätze wie den MATIF in Paris und die Getreidebörse in Chicago geregelt, wo sich die Preise bilden. Wenn rund ein Viertel des Weizens auf den Exportmärkten gehandelt wird, ist klar, dass jede Unterbrechung den Preis überall beeinflusst, was die armen Länder am meisten trifft. Putins Krieg gegen die Hungernden.

 

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Emil67

"Putins Krieg gegen die Hungernden."

Reiche Länder Boykott und dann versuchen das in Richtung Russland zu philosophieren, sagt die andere Seite.

Meinungsfrage, Ansichtssache.........

 

Hille-SH

Die Frage ist doch einfach zu beantworten. Gab es diesen Deal zwischen Russland und dem Westen (EU) hinsichtlich des russischen Weizens, ja oder nein. Hat man sich im Westen (EU) im Nachhinein (zum wiederholten Male) nicht daran gehalten, ja oder nein ? Wenn nein, dann verstehe ich die Aufregung jetzt nicht. Eine Seite soll seine Verpflichtungen erfüllen (obgleich nachweislich nur ein Bruchteil des Weizens bei den "Armen" landet !!!), aber der andere sagt immer wieder nööö zu seinen Verpflichtungen ?!?!?!?!?

Dann kann das ja nichts werden, leuchtet doch jedem intakten Resthirn ein, oder etwa nicht.

Sein JA...wird man Russland nun wohl teuer abkaufen müssen, auf nochmalige (wertlose) Versprechungen des Westens wird Moskau wohl nicht mehr einsteigen. 

WER würde das unter diesen Voraussetzungen schon tun ?

 

   

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Adeo60

Niemand will mit einen Terrorstaat Geschäfte machen. 

Poliós

"Wenn nein, dann verstehe ich die Aufregung jetzt nicht."

Aber wenn ja? Da haben Sie wohl einen interessanten Teil Ihrer Geschichte vergessen. Ich bin gespannt auf den Rest.

MehrheitsBürger

Nein, die ganz einfachen Fragen übergehen Sie, indem Sie auf dem Zeitstrahl springen.

Gäbe es diese Problematik mit den Getreideleiferungen, wenn

1. Russland keinen Überfall auf die Ukraine begangen hätte

2. nicht die zivilen Getreideschiffe auf dem Schwarzen mit Minen und Kanonen bedrohen würde ?

Die Antwort ist beide Male nein.

Putin hat alle relevanten Vereinbarungen und Verträge gebrochen, vom Budapester Memorandum bis zum KSZE-Schlussdokument von Helsinki. Er wird auch alle weiteren brechen.

Demokrat 2014

Eine ultimative Lösung wäre, die Ukraine mit Waffen auszustatten, um die Schwarzmeerflotte in Sewastopol zu versenken! 

=> Keine Blockade mehr möglich!

Humanokrat

Ich gebe zu, dass das Spekulation ist, aber es könnte gut sein, dass Putin's Ablehnung des Getreideabkommens allein dem Zweck dient, Erdogan wieder eine Bühne als erfolgreicher Vermittler zu bieten. Das lenkt von allen Türkischen Problemen ab und macht Erdogan wichtig, der dadurch abhängiger von Moskau wird. 

Vermittler, die von einem abhängig sind und mit denen man machen kann, was man will sind sehr, sehr nützlich. Und so baut man seine zuverlässigen Verbindungen in das feindliche Militärbündnis Nato auf. 

Werdaswissenwill

Es ist doch ziemlich naiv zu glauben, dass Russland sich sowas auf Dauer gefallen lässt! Jetzt den Moralapostel spielen, ist doch ziemlich blöde! Mit den Sanktionen fing die EU an! Ziemlich dumm, wie es jetzt aussieht! Aber da kann die EU nur ihr Spiegelbild beschimpfen.

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land_der_lemminge

Da dürfte wohl ein Dankeschön für die gesprengte Brücke sein.

Allerdings dürfte es nicht viel bringen, den Getreideexport zu verringern.

Sowohl die ukrainische Rüstung als auch der Staatshaushalt insgesamt sind weitgehend vom Westen finanziert.

Deren Anteil wird nun wohl weiter steigen - und gut ist.

Realo2020

die afrikanischen und asiatischen Länder sollten sowohl von den EU-Staaten und auch G7 Staaten über die einseitige Getreideblockade seitens Russland informiert und aufgeklärt werden - und als täglich Info-Propaganda. Diese  Länder sollten ganz klar wissen, dass sie für die kriegerischen und imperialistischen Interessen in Geiselhaft genommen werden und somit massiv Druck auf Russland ausüben - inkl. der vermeintlichen Freunde von Russland.

Gleichzeitig stellt sich die grundsätzliche Frage, warum die Getreideschiffe nicht über den nächstgelegenen Hafen des Nato-Landes Rumänien, entlang und auf den Hoheitsgewässern dieser Schwarzmeer-Nato-Anrainerstaaten, direkt und unbehelligt zum Bosporus fahren können - also dort, wo Russland nicht eingreifen darf, ohne einen direkten Konflikt mit der Nato zu provozieren.

draufguckerin

Eine miese Tour von Putin. Er will die hungernden Völker gegen den Westen aufbringen, indem er die Lebensmittelknappheit uns, den Unterstützern der Ukraine, in die Schuhe schiebt. Ich fürchte, mit Hilfe seiner östlichen Verbündeten wird ihm das gelingen, jedenfalls teilweise.

Karl Klammer

Das wird beim Brics-Staaten Gipfel in Südafrika aber nicht gut ankommen

und selbst China wird das gerade auch nicht erfreuen