frisch geerntete Erdbeeren.

Ihre Meinung zu Der Erdbeeranbau in Deutschland geht immer weiter zurück

In Deutschland lohnt es sich immer weniger, Erdbeeren anzubauen. Viele Landwirte setzen auf andere Obst- und Gemüsesorten. Ob die heimische Erdbeere eine Zukunft hat, hängt auch von den Konsumenten ab. Von J. Henninger.

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127 Kommentare

Kommentare

Nettie

„Warum es weniger Erdbeeren aus der Region gibt“

Kurz und knapp zusammengefasst: Weil sich Wirtschaften für die bzw. im Interesse der Verbraucher nicht mehr ‚lohnt‘.

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harry_up

Warum die halben Anführungszeichen?

Es ist doch Tatsache, dass der Erdbeeranbau bei vielen, sicherlich nicht allen Landwirten, ein Nullsummenspiel oder Verlustgeschäft ist.  

Nettie

Weil es über die genaue Definition von ‚lohnen‘ höchst unterschiedliche Ansichten gibt.

schabernack

Weil es über die genaue Definition von ‚lohnen‘ höchst unterschiedliche Ansichten gibt.

Erdbeeranbau muss sich lohnen für die Erdbeerbauern, sonst bauen sie keine an. Lohnen heißt was dran verdienen. Zum Selbstkostenpreis mit plus minus Null macht das auch niemand. Mit plus minus null Kosten ist Schlafen.

Bezahlt der Bauer die Pflücker mit dem Mindestlohn (was ja nicht all zu üppig ist), dann kostet die einzelne Erdbeere das halt mit. Anders geht es nicht.

Dinge und Früchte werden teurer, und das beste ist es, die Erdbeere direkt vom Bauern ohne Zwischenhandel zu kaufen. Dazu muss man nicht für jedes Schälchen zum Erdbeerfeld fahren. Der Bauer mit der Leckerei kommt auch zum Wochenmarkt in der Stadt. So was gibt es quasi überall im Land.

Wer keine Erdbeeren mag, dem kann das egal sein. Wer sie mag, für den lohnt sich nichts mehr zur Erdbeere, wenn die deutsche vom Feld verschwindet.

Dann lohnt sich nur noch Erdbeeraroma, aber das schmeckt miserabel. Erdbeeren sind kein Grundnahrungsmittel.

Nettie

„Erdbeeranbau muss sich lohnen für die Erdbeerbauern, sonst bauen sie keine an“

Das gilt nicht nur für den Erdbeeranbau. Alles, was im Interesse der Allgemeinheit und deren friedlichem Zuzsammenleben in einer gedeihlichen bzw. ‚nachhaltigen‘ Wirtschaft ist muss sich lohnen. 

0803

Es geht jetzt hier aber ausschließlich um Erdbeeren als Marktware, dies bedeutet, sie ist nur mit Preis gemeint, nicht mit mehr. Ansonsten mag ich schon sehr, was man aussagetechnisch kompliziert gestaltet. Manchmal funktionierts aber andersrum besser. Ich mag Erdbeeren, wenn sie gut schmecken, gerade eben ihren Reifepunkt erreicht haben und umsonst sind, Nettie.

Nettie

„Ich mag Erdbeeren, wenn sie gut schmecken, gerade eben ihren Reifepunkt erreicht haben und umsonst sind“

„Umsonst“? Sie meinen, Sie selbst müssten nichts dafür tun, um die genießen zu können? Wie kommen Sie darauf?

0803

Als wir klein waren, sind wir irgendwie draufgekommen. Wir wurden mal erwischt, dann sind wir mit vollem Mund abgehauen, manche taten es schreiend, hatten sich nicht so schlau angestellt als sie ihn kommen sahen. Später im Jahr sind wir auf die Kirschbäume und haben von oben nebenbei geguckt, weil man muss ja dann noch runter vom Baum, bevor man losrennt.

mispel

Weil sich Wirtschaften für die bzw. im Interesse der Verbraucher nicht mehr ‚lohnt‘.

 

Was genau soll das heißen? Jeder Bauer wirtschaftet erst mal für sich selbst, denn er muss ja von etwas leben. Wenn die Erdbeeren aus Deutschland dann teurer sind als die aus Portugal und der Verbaucher lieber die billigeren kauft, dann lohnt es sich für den hiesigen Bauern eben nicht mehr und er baut keine mehr an.

Donnerwetter

Das hört sicht gut an,dann haben wir bald Verhältnisse wie in Great Britain.

Lieber getreide fürs Vieh.

Gestern habe ich gesehen 10 Euro fürs Kilo Erdberen

18 Euro fürs Kilo Spargel. Ja die Vielfalt geht den Bach runter.Bald führen wir wieder Lebensmittelkarten ein.

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harry_up

Jetzt müssen Sie aber noch sagen, wer oder was die Ursache ist.

schabernack

Das hört sich gut an, dann haben wir bald Verhältnisse wie in Great Britain.

Erdbeeren mit Champagner zum Tennis auf dem Center Court.

91541matthias

naja,Spargel und Erdbeeren sind ein Saisongeschäft..ersteren essen wir beim Stammtisch im Wirtshaus bzw. als TK zu Weihnachten..

Erdbeeren gibts auf dem Kuchen oder als Marmelade..essen wir nicht so pur..

Beides ist ein Genuss und für manchen Luxus aber es gibt es halt nicht täglich

91541matthias

Nachtrag..soweit, dass wir Lebensmittelkarten brauchen ist es nicht und wird es auch nicht werden..

Schüren von Panik sollte bei dem Thema vermieden werden

ich1961

Ich hätte da einen Vorschlag: wie wäre es denn mit "selbsternte Feldern"? Da fallen die Kosten für den Mindestlohn größtenteils ( nur für eine Person die kassiert) weg. Bei uns in der Gegend gibt es einige solcher Felder und wir haben das immer gerne genutzt.

 

 

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fruchtig intensiv

zu viel Beschädigung durch unvorsichtige Kunden. 

ich1961

Einfache Antwort: Blödsinn. 

Auf den Feldern, wo wir waren, gab es keine Beschädigungen durch "unvorsichtige Kunden".  Die wissen auch, das dann "Feierabend" ist.

 

rainer4528

Wie komme ich als Dresdner, ohne Auto, an so ein Erdbeerfeld? Geben Sie msl Erdbeeren selber pflücken Dresden ein. Von meinen fast 63, ich habe Rücken, will ich gar nicht erst reden. 

schabernack

Nehmen Sie Ihre lieben Enkel mit aufs Erdbeerfeld. Die Enkel pflücken, der Opa hat die Aufsicht als Vorkoster. Lassen Sie sich zum Erdbeerfeld mit dem Auto hinfahren und abholen von Ihrer Tochter.

rainer4528

Danke für die  Ratschläge. Jetzt muss  meine Tochter nur noch  die Fahrerlaubnis machen und sich ein Auto kaufen . Was unsere Enkel betrifft. Die beiden (fast 11 und 13) haben Oma und Opa sicher lieb. Aber in dem Alter haben die besseres zu tun . Wäre vor 5 Jahren kein Problem gewesen .

ich1961

Fragen Sie die beiden Herzchen doch mal. Unsere Enkeltochter (inzwischen 21) war immer so begeistert und heute geht sie manchmal selber Erdbeeren pflücken. Ich glaube wirklich, das Kinder und Jugendliche da unterschätzt werden.

RoyalTramp

Sorry, aber wenn die Enkel Sie lieben und nicht nur als ergänzendes Taschengeld sehen, dann fahren diese mit Ihnen zu einem Erdbeerfeld und helfen beim Pflücken. Mir scheint, dass es da eher familiär bedingt Probleme gibt.

ich1961

Ok, in Dresden (oder anderen Städten) mag das schwierig sein. Und "Rücken" - davon kann ich (gerade 62 geworden) ein Lied singen. Und trotzdem waren wir zum Erdbeeren pflücken auf solchen Feldern. Hat immer riesigen Spaß gemacht - übrigens selbst die Kinder sind da extrem vorsichtig gewesen.

Bankier

In Dresden ist das ja nun mal gar kein Problem. Mit der 63 nach Pillnitz gegenüber dem Wasserwerk ist der Erdbeerhof, Haltestelle direkt vor der Einfahrt. Google machts möglich!

nie wieder spd

Man könnte sich auch fragen, was sich die EU und ihre Politiker eigentlich dabei gedacht haben und womöglich immer noch denken , dass sie nicht dafür sorgen, dass die Verhältnisse in alle  EU - Ländern zumindest ähnlich sind. Unterschiedliche (Mindest)Löhne darf es innerhalb der EU genauso wenig geben, wie unterschiedliche Renten oder unterschiedliche Sozialleistungen. Solange ein Land nicht Willens oder in der Lage ist, solche Standards umzusetzen, hat es andererseits nichts in der EU zu suchen. 

Aber Spargel statt Erdbeeren ist auch ok. Beides wäre natürlich schöner. 

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Account gelöscht

Coole Idee, in der EU gleiche Löhne, gleiche Renten einzuführen. Haben sie auch die finanzielle Lösung auf der Hand? Muss ja auch einer bezahlen, Sie?

nie wieder spd

Geld dürfte in ausreichendem Maße vorhanden sein. Es muß nur anders verteilt werden. Und zusätzlich könnten wir noch 150 Milliarden Euro haben, die uns durch Schwerverbrecher in Form von Steuerhinterziehungen jedes Jahr aufs Neue gestohlen werden.

Account gelöscht

Sie haben aber fromme Wünsche, diese würde ich nach Brüssel senden.

Die "Schwerverbrecher" können sie nur einmal belangen und dann? In Deutschland sind die Behörden ausserstande die Clans zu belangen, aber Ideen haben sie schon wie man Geld umverteilen könnte. 

 

 

Miauzi

Ehrlich?

Erdbeeren mit der mickrigen "sozialen Ergänzung" als Armutsrentnerin?

reinster Luxus - 1-2 mal im Jahr ein kleines Schälchen - das war es.

mir komplett egal ob da Anbauflächen zurück gehen ... ist inzwischen wie Spargel ... "Zeug" für die Mittelschicht

 

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Jimi58

Wie sagte man immer"Die Schwarzwurzel ist der Spargel des kleines Mannes". Das war schon früher so und Schwarzwurzel ist eh gesünder.

0803

Am besten schmeckt der wilde grüne Spargel aus der Sierra Morena oder den man zwischen Gestrüpp in der nahen Mancha findet und an dem nie Preisschilder hängen.

Neutrale Stimme

Mal wieder ein sehr interesantes Thema.

Vieleicht mehr auf "Organic" umstellen. Da braucht es nicht den teuren Duenger. Zu meiner Kinderzeit wurde mit Mist geduengt. Qualitaet statt Quantitaet. Ausserdem spicht nichts dagegen wenn auf Spagel umgestellt wird. Angebot und Nachfrage regeln den Markt. Sehe hier kein Problem. 

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Nettie

„Angebot und Nachfrage regeln den Markt. Sehe hier kein Problem.“

Ich schon, wenn der Markt so ‚geregelt‘ ist, dass das Angebot von ‚interessierter Seite‘ bzw. einem kleinen, aber ‚einflussreichen’ Teil der Marktteilnehmer für alle immer weiter verknappt werden kann.

91541matthias

"Interessierte Seite" und Einflussreiche Marktteilnehmer sind hier aber weniger angesprochen..

Man kann an vielem sparen, was einem wichtig erscheint (lerne ich grad in der Reha), da kann man sich schon mal ein wenig Luxus leisten

harry_up

Ja, ja, Sie sind halt kein Erdbeerbauer mit etlichen Hektar Anbaufläche.

Da sieht man schnell mal no problem. 

rjbhome

Das ist halt ein Nebeneffekt, wenn die Wirtschaftspolitik darauf angelegt ist die deutsche Industrie zu zerstören. Gut verdienen Chemiefacharbeiter kaufen sich schon mal Doargrl, Erdbeeren etc. Wenn der Job weg ist, bzw nach Osteuropa oder Vietnam,  oder wegen Subventionen nach USA verlegt wurde, eben nicht mehr. Deshalb nennt man diese Politiker das ja auch Transatlantiker

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Donnerwetter

Sind Sie sicher,dass hier nur um die Industie geht?

Die Industrie und die Dumpingpriese bei den Lebensmittelketten zerstören meines erachtens nach die kleinen Händler.

Ein Kilo Stollen 4 Euro da kann kein Bäcker mit halten.Wenn ich mir nur die Rohstoffe dann allerdings im selben Laden einzeln zusammen kaufe bin ich schon bei weit über 10 Euro wo ist da bitte das Preis-Leistungsverhältnis?

Alter Brummbär

Und woran liegt das?

Alles billig einkaufen, sich dann aber tierisch wundern.

Deutschland kann sich locker selbst mit Kirschen, Erdbeeren, Äpfeln und diversen Gemüse eindecken.

Was wird gekauft, aus dem Ausland, nur weik 10 Cebt billiger.

Das ist mit allen so.

Dann braucht sich auch keiner zu wundern.

Kleiner Tip, jeder der einen kleinen Garten hat kann selber anbauen und nicht nur2 x im Jahr deb Grill abschmeißen.

Werdaswissenwill

Verständnis habe ich dafür, aber im Gegenzug liefert die EU Lebensmittel zu Dumpingpreisen dank Subventionen gen Afrika, womit sie dort heimischen Produzenten das Leben schwer macht. Sozial war der Markt noch nie! Auch nicht unter EU Flagge

schabernack

An mir soll das nicht scheitern. Hier bei uns westlich von Köln gibt es diese Erdbeerfelder, auf denen man selbst Erdbeeren pflücken gehen kann. Das war schon Tradition mit meinen Eltern, und nun ist es das mit meinen Nichten, deren Freundinnen und Nachbarskindern.

Wir essen viele Erdbeeren auf dem Feld, kaufen viele, und verarbeiten die als Sommerauftakt. Zu Erdbeermus, und das frieren wir dann ein. Als Vorrat für Joghurteis mit Erdbeeren, dafür tauen wir das wieder auf.

Fürchterliche Vorstellung, dass die Erdbeere in Deutschland ausstirbt. Damit das nicht geschieht, zahlen wir auch höhere Preise für die Königin der Beeren, für die Kaiserin vom Lecker.

Bei manchen ist dieser seltsame Spargel Familientradition, und der ist noch teurer. Wer jemals Joghurteis mit Spargel aß, weiß, wie miserabel das schmeckt.

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Nettie

„Fürchterliche Vorstellung, dass die Erdbeere in Deutschland ausstirbt.“

Da stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu.

„Damit das nicht geschieht, zahlen wir auch höhere Preise für die Königin der Beeren, für die Kaiserin vom Lecker.“

Das sollte sich aber auch in Zukunft jeder leisten können, der bereit ist etwas dafür zu tun. Danach sieht es gerade leider nicht aus.

sonnenbogen

Erdbeeren oder Mindestlohn?

Ich boykottiere ab heute regionale Erdbeeren.

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Account gelöscht

Die aus Afrika sind eh billiger. ;-)

schabernack

Ich boykottiere ab heute regionale Erdbeeren.

Sie nehmen lieber die, die mit einer Tonne CO2 im Körbchen von möglichst weit her anreisen müssen. Aber morgen wieder wegen Fliegerei umher jammern.

rolato

Ihnen fehlt Wertschätzung für Lebensmittel!

Toni B.

Danke, Mindestlohn!

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harpdart

Wunderbar, Sie melden sich also am Dienstag Morgen bei Landwirt Schäffer und arbeiten bei ihm für unter dem Mindestlohn?

rainer4528

Klar. Der Bulgare oder Rumäne wird doch wohl für 5€ die Stunde, Erdbeeren pflücken können .

schabernack

Danke, Mindestlohn!

Bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als 2023 einen persönlichen Erdbeersklaven anzuheuern, der Ihnen für 1 € Stundenlohn die Erdbeeren pflückt.

RoyalTramp

Dann seien Sie doch so gut und stellen sich für 5 € in die brennende Sonne und ernten im Bücken 50 Kilo Erdbeeren... am Tag. Mal sehen, ob Sie davon z.B. die Miete bezahlen können.

Account gelöscht

Nun wenn sich der Anbau nicht mehr lohnt, weil der Verbraucher den Preis nicht zahlen möchte muss man den Anbau einstellen. Da kauft der deutsche Verbraucher doch lieber die Erdbeeren aus Spanien oder Afrika sind ja auch günstiger.

Nur unter welchen Bedingungen dort geerntet wurde denkt man nicht nach, aber über den "niedrigen"  Mindestlohn in Deutschland schimpfen.

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sonnenbogen

Es geht nicht darum ueber den "niedrigen" Mindestlohn zu schimpfen, die wollen Ausnahmen fuer den Mindestlohn.

Sorry, dann kauf ich lieber von einem "ehrlichen" Ausbeuter......

harpdart

Als Kind war es damals , 60er bis rein in die 70er, einfach herrlich: ab ca. Mitte Mai war für 3 bis 4 Wochen Erdbeerzeit! Aus dem eigenen Garten, den die Oma betrieb. Danach hieß es wieder 11 Monate warten auf die nächste Saison. Es war halt etwas ganz besonderes.

Heutzutage nur noch industrielle Massenproduktion.2

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Donnerwetter

Ja ein guter Heimgärtner konnte sogar zweimal ernten im Jahr ;)

nie wieder spd

Stimmt zwar, aber Sie drücken es eben auch richtig aus: Ihre Oma hat einen solche  Garten „betrieben“. Wenn ich daran denke, welche Arbeit und welchen Aufwand es  erforderte, dass meine Mutter, oft zusammen mit den Nachbarn, Obst und Gemüse aus den eigenen Gärten geerntet, geputzt, eingekocht oder zubereitet hat. Welche Hausfrau, welcher Hausmann, zumal heutzutage ohne eigene Gärten, würde sich solche Arbeit noch antun wollen? Auch wegen der aufgenötigten Erwerbsarbeit ist das heute gar nicht mehr vorstellbar, da gar keine Zeit dazu vorhanden ist. Da reicht es ja kaum für „aufgesetzten“ eigenen Schnaps.

RoyalTramp

Die totale und ad hoc Verfügbarkeit ist in der Tat ein völliges Unding. Andererseits: Früher war Oma auch Hausfrau und hatte die Zeit, den Garten zu kultivieren. Und der Opa war Rentner und hatte eh noch nie die Stadt verlassen. Sein Garten, sein Reich. Das geht halt aufgrund der gestiegenen Anforderungen der heutigen Arbeitswelt nur noch schlecht.

Kaneel

Gestern wurde hier bereits über die 4-Tage-Woche (32 Std.) bei vollem Lohnausgleich diskutiert. 

schnitzundschnitz

Diese Berichte hatten wir letztes Jahr schon. Jammernde Landwirte, die sich beklagen als würden sie kurz vorm Einzug ins Armenhaus stehen. Jetzt ist sogar die deutsche Erdbeere in Gefahr, weil man sich nicht mehr mit von schlecht bezahlten Arbeitern geernteten Erdbeeren vollstopfen kann. 

Und wer kauft schon Erdbeeren aus Spanien? Jeder weiß, dass sie fürchterlich schmecken und obendrein die Umwelt ruinieren.

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nie wieder spd

Völlig richtig. Erdbeeren aus Spanien, Tomaten aus Holland. Völlig unnötig.

Tada

Wir kaufen die Erdbeeren, die hier in der Region  in der Saison ve kauft werden.  Einfach weil man den Unterschied schmeckt. Nicht aus Mitleid für den Produzenten.

 

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ich1961

Ja, da haben Sie recht.  Regional und saisonal sind Wörter, die heute kaum noch Bedeutung haben. Ich esse Erdbeeren u. a. nur, wenn es "die Zeit" dafür ist. Manches kann man wunderbar einfrieren, Marmelade kochen oder was einem so einfällt.

91541matthias

Regional und saisonal sind bereits in aller Munde. Wir versuchen, uns so zu ernähren.

Orangen und Mandarinen gabs früher nur um Weihnachten rum..des Jahr über aß man Kohlgerichte (deswegen nennt man uns ja Krauts) und war genauso gut mit Vitaminen versorgt..

Kaneel

"Regional und saisonal sind Wörter, die heute kaum noch Bedeutung haben."

Ich stimme 91541matthias zu - m.M.n. hat beides in den letzten Jahren sehr an Bedeutung gewonnen. Zumindest bei einem Teil der Bevölkerung, die sich darüber stärker Gedanken machen und versuchen möglichst bewusst einkaufen. Manche müssen versuchen so günstig wie möglich einzukaufen und greifen dann eher auf Billigimporte zurück.

Eu-Schreck

Wer über denMindestlohn motzt soll bitte zu diesem arbeiten. Das geht an die Mitforisten.

Ich kaufe Erdbeeren nur und ausschließlich aus Deutschland. Obst und Gemüse generell primär aus D, selten NL, ganz selten Italien (Radicchio und tiroler Äpfel). Zur Not auch für 4,50. Es gibt Dinge die sind eben edel und nicht für jeden Tag. Wer das elitär nennt nach dem Motto, so kann nicht jeder einkaufen, gehört hoffentlich nicht zu denjenigen, die über den Mindestlohn schimpfen. Lokal höhere Kosten werden kompensiert durch weniger Fleisch und null Komma null Fertigessen.

Im übrigen spielt für den Bauern die Zeit. Erdbeerimport auf Spanien und Portugal wird bald nicht mehr stattfinden können. Stichwort Wasser. Hätte ich Geld würde ich eine Landwirtschaft am Bodensee kaufen. Dort ist der Grund indes sehr teuer, der Interviewgeber weiß sich auch genau warum…

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nie wieder spd

Wenn Dank ausbleibender Schneefälle und Gletscherschmelze auch der Rhein zu einem traurigen Rinnsal geschrumpft ist, dürfte der Bodensee bzw das Drumherum in absehbarer Zeit nicht mehr für Landwirtschaft und Gartenbau zur Verfügung stehen.

RoyalTramp

Das wohl, aber bevor uns in Deutschland das Wasser ausgeht, dürfte Spanien eine lebensfeindliche Wüste sein. Wir sprechen hier also über zeitliche Dimensionen von mehreren 100, wenn nicht sogar 1000 Jahren. Abgesehen davon: Unterschätzen Sie nicht die menschliche Innovationsfähigkeit. Wasserleitungen könnten aus dem dann regenreichen Norden Wasser in den trockenen Süden leiten. Mit Entsalzungsanlagen könnte sogar Meerwasser für den Gebrauch nutzbar gemacht werden und dann über ein Leitungssystem in wasserarme Regionen geführt werden usw. Insofern müsste uns eigentlich keine Sorge darum sein, dass uns das Wasser ausginge. 

 

Ralfi1970b

Das ist dass, was die Grünen nicht kapieren wollen.

Wenn ein Unternehmer meint es lohnt[!] sich nicht mehr ein Produkt in DE herzustellen oder zu vermarkten, dann stellt es das ein. Entweder wechselt es das Geschäftsfeld (Zitat Börsenmakler), hört auf zu produzieren (Zitat Habbeck), geht insolvent (Zitat BWL Prof.) oder verlässt das Land (Zitat VWL Prof.).

Gleiches Spiel im Medizinsektor, Bau, Industrie, Energie usw. Ich kann niemanden zwingen, etwas herzustellen. Sei es Gaskraftwerke oder ähnliches. Wir werden uns auf immer schlechteres? oder besser gesagt, reduziertes Angebot auf Dauer einstellen müssen. Denn Deutschland ist (bereits jetzt)  global nur noch eine kleine Nummer.

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Donnerwetter

Sie kapieren aber schon,dass es Politik nicht erst seit den Grünen gibt.

Es gab Politik die Millionen fach grausamer war und sogar noch ist.

ich1961

Au weia, Sie scheinen sehr frustriert zu sein. Warum? Und warum reden Sie D. klein und schlecht?

Versuchen Sie mal, die vielen innovativen Entwicklungen aus D. zu eruieren. Sendungen dazu gibt es z.B. auf phoenix, arte usw. genug.

Es gibt durchaus auch "Hindernisse", aber die sind nicht so, wie Sie (oder andere Schwarzmaler) meinen.

 

MargaretaK.

Verstehe. All die Probleme bestehen erst seit 2021. Sind ja die Grünen schuld 

ich1961

Ich habe keine Probleme wegen "der Grünen"! Wie kommen Sie zu der Aussage?

"Probleme" habe ich, wenn wissentlich falsche Aussagen gemacht werden und D. schlecht geredet wird.

 

RoyalTramp

Wir haben derzeit defacto ein Überangebot in Deutschland. Wissen Sie eigentlich, wie viele Lebensmittel am Abend einfach so weggeschmissen werden? Insofern ist es nicht schlimm, wenn das Angebot schrumpft. Im Gegenteil: es wäre gesünder für alle. Und auch die Vielfalt ist so groß, wie in den 100 Jahren zuvor nicht. Auch in dieser Hinsicht muss Ihnen überhaupt nicht Angst und Bange werden, insofern verstehe ich Ihre Einlassung nicht. Und noch weniger verstehe ich, was das mit den Grünen zu tun haben soll? Wirtschaften müssen die Menschen schon seit 10.000 Jahren und haben  diesbezüglich das Angebot immer an wirtschaftlichen Sachzwängen ausgerichtet. Warum glauben Sie, gibt es z.B. viele der ehemals 200 Apfelsorten in Deutschland heute derer nur noch 70?

nie wieder spd

@Toni B.30. April 2023 • 09:00 Uhr: Der Mindestlohn muß so hoch sein, dass sich auch Mindestlöhner den Spargel leisten können. Gleiches gilt für Minirentner und Grundsicherungempfänger. Und da sehe ich noch eine Menge Luft nach oben. 

Vielleicht aber könnte sich der Herr Landwirtschaftsminister Özdemir dafür einsetzen, dass die Erzeugerpreise der Landwirtschaft ähnlich großzügig subventioniert werden, wie sich das Herr Habeck bei den Strompreisen für die Industrie vorstellt. In Anlehnung daran scheinen mir 5 Cent für 100 Gramm  Erdbeeren oder 100 Gramm Spargel sehr Verkaufsfördernd auch in den traurigen Gefilden der Minientlohnung zu sein. 

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Miauzi

Hier geht es aber mal nicht um den Spagel sondern um .... Erdbeeren.

Und als Armuts-Rentner mit "ergänzender" Sozialhilfe kann ich mir nicht mal diese leisten

und

zwar schon seit 2-3 Jahren nicht mehr.

Jetzt aber mit der Mega-Inflation brauche ich mir nicht mal Gedanken darüber zu machen - da bekomme ich schon beim Einkauf von Kartoffeln mittlerweise Alpträume.

Das  bissel Schub vom "Bürgergeld" ist inzwischen schon wieder komplett durch die Preissteigerungen aufgeraucht und die nächste Chance auf Erhöhung gibt es erst Ende des Jahres.

Inzwischen haben simple Kartoffel-Puffer (selbst gemacht) die Stelle vom "Sonntagsbraten" eingenommen ... mehr ist nicht mehr drin.

Gemüse? ja - ist was schönes ... in meiner Erinnerung!

*sarkasmus*

gelassenbleiben

als arme Rentnerin haben Sie aber noch nicht die Tricks meiner Mutter raus. Kaufen Sie kurz vor Ladenschluss am besten Samstags frische Ware zu reduzierten Preisen oder unterstützen Siedoch unseren Landwirtschaftsminister, Umsatzsteuer auf gesunde Lebensmittel abzuschaffen.