Windräder oberhalb der Gemeinde Bell im Hunsrück, Rheinland-Pfalz

Ihre Meinung zu Jede zweite Kilowattstunde Strom im ersten Quartal war "grün"

Rund 50 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland konnten in den ersten drei Monaten des Jahres durch Erneuerbare Energien gedeckt werden. Windenergieanlagen an Land steuerten am meisten bei.

...mehr ...weniger
Dieser Artikel auf tagesschau.de
Kommentieren beendet
102 Kommentare

Kommentare

Feo

Jede zweite Kilowattstunde ist grün?

 Das sind doch erfreuliche Nachrichten. Hier konkretisieren sich die Bemühungen, die Umwelt zu schützen.

5 Antworten einblenden 5 Antworten ausblenden
Möbius

Das sind doch Hirngespinste. Was hat denn das mit „Umweltschutz“ zu tun? 

 

Der einzige Grund wieso in Deutschland die CO2 Emissionen nicht aktuell rasant steigen ist das Zurückfahren der Produktion in der Industrie aufgrund der Wirtschaftsflaute in Deutschland (Wachstum beim Bruttosozialprodukt in 2023 plus minus null). 

 

Selbst das wird von der Bundesnetzagentur noch als „Beitrag des Sektors zur Einhaltung der CO2-Ziele“ gelobt. 

 

Mir kommt das so vor als wenn der politische Beamte (Herr Müller) der der Einrichtung vorsteht erstmal feiern würde wenn die Industrie komplett runterfährt oder abwandert. Das ist alles andere aber bestimmt nicht „nachhaltig“. 

 

Wie muss man sich die Zukunft der Arbeitswelt in Deutschland vorstellen?

Ich fürchte, bald arbeitet die eine Hälfte als Biobauern, während die andere als Energieanlagentechniker die dann bald 40.000 Windkraftanlagen wartet, die ja ständig erneuert werden müssen. 

 

 

91541matthias

Naja,so düster würde ich nicht schreiben..

Mein Sohn ist Meister für Kälteanlagenbau und sein Chef hat nun auch Wärmepumpen im Angebot..

Arbeit ohne Ende..

Und nix gegen Bauern..oder soll unser Essen aus dem Ausland kommen mit weniger Auflagen?

grübelgrübel

Ich fürchte, bald arbeitet die eine Hälfte als Biobauern, während die andere als Energieanlagentechniker die dann bald 40.000 Windkraftanlagen wartet, die ja ständig erneuert werden müssen. 

=> Ihre geliebten Atomkraftwerke laufen natürlich völlig wartungsfrei. Wie war das noch in Frankreich letztes Jahr? Da war doch was. Ich komm nicht drauf....

Tremiro

Sie müssen auch mal über den Tellerrand hinausschauen. Nur weil Russland auf den Export von Öl und Gas angewiesen ist (mit gigantischer Umweltverschmutzung), verkennen Sie dass erneuer´bare Energien de Zukunft sind. 

Alter Brummbär

Ach deswegen hat Deutschland einen Exportüberschuss von 82 Mrd.

NieWiederAfd

Es gibt einen einzigen klaren Schluss aus dieser erfreulichen Entwicklung: Wir müssen die Erneuerbaren weiter ausbauen, um die Kohle weiter zurückzudrängen und überflüssig zu machen. 

Das ist auch deshalb notwendig, weil wir auch in diesem Jahr das Atomland Frankreich, das seinen Energiebedarf mit dem Auslaufmodell "Atomkraft" aufgrund maroder Meiler, die vom Netz genommen werden müssen, und aufgrund immer prekärer werdenden Kühlmöglichkeiten nicht wird decken können, solidarisch unterstützen werden. 

 

 

18 Antworten einblenden 18 Antworten ausblenden
Sisyphos3

gute Idee !

echt gute Idee !

und wo bringen sie nachts den Strom her (Mondlicht)

oder wenn mal ne Wind - Flaute herrscht ?

keine Frage ne lobenswerte Entwicklung die man weiter forcieren muß

nur solange das mit dem Speichern nicht gelöst ist ob als H2 als Biosprit, CH4 oder sonstwie

Carlos12

Wasserkraft, Pumpspeicherwerke, Müllverbrennung, Biomasse, Geothermie,...

Es gibt schon heute grundlastfähige Energie, die nicht auf Erdgas, Erdöl, Kohle oder Atomkraft beruht, aber es reicht noch nicht.

NieWiederAfd

Sie hinken der Fachdiskussion hinterher: Das Thema "Grundlastfähigkeit" wird überschätzt und als Auslaufargument vor allem durch die Kohle- bzw. Atomlobby hochgehalten wird. "Perspektivisch wird das Zusammenspiel von großen Windkraft- und Photovoltaik-Parks mit dezentralen kleineren Anlagen über intelligent gesteuerte Netze (“Smart Grids”) effizient geregelt werden und Lücken ausgleichen können. Zusätzlich können unterschiedliche Speichermedien (zum Beispiel klassische Pumpspeicherkraftwerke, aber auch Großbatterien oder Wasserstoffspeicher) die Schwankungen zwischen Erzeugung und Verbrauch abfedern." (Quelle u.a.: www.deutsches-klima-konsortium.de/de/klima-debatten/8-grundlast.html und www.deutsches-klima-konsortium.de/fileadmin/user_upload/pdfs/aktuelles/…)

Das akribisch gepflegte Schreckensgespenst "Was ist, wenn nachts kein Wind weht?" wird von denen hochgehalten, die die Fakten nicht kennen oder bewusst verschweigen. 

 

Tremiro

>>Sie hinken der Fachdiskussion hinterher: Das Thema "Grundlastfähigkeit" wird überschätzt und als Auslaufargument vor allem durch die Kohle- bzw. Atomlobby hochgehalten wird.<<

Richtig. Interessant ist ja dass die Stromkonzerne als Betreiber der AKW, gar nichts mehr davon wissen wollen. Nur einige ewig Gestrige fabulieren noch davon. 

NieWiederAfd

Zitat: Interessant ist ja dass die Stromkonzerne als Betreiber der AKW, gar nichts mehr davon wissen wollen. Nur einige ewig Gestrige fabulieren noch davon. 

Das ist eigentlich weniger interessant als letztlich interessengesteuert: Die ewig Gestrigen fabulieren nicht nur sondern profitieren als Kohle- bzw. Atomlobby in der Regel davon. 

grübelgrübel

Allein die Verwendung der E-Autos als Vehicle to Grid wird eine enorme Netzstabilität erzeugen. Es wird Zeit, dass die Politik die Regeln aufstellt und die Hersteller es umsetzen. 

Halleluja

Electricityapp heute aktuell:

444g Co²/kWh bei der Stromerzeugung. Heißt auf gut deutsch,wir schleudern Dreck ohne Ende in die Luft.

Seit Abschaltung der AKW beziehen wir z.B. aktuell 16,42% der östereichischen Stromerzeugung und 3,41% der französischen Stromerzeugung weil in Bayern und BW zur Zeit kein Wind weht und Solar nicht liefert da es regnet wie ab.

Wie schön Stromspeicher brennen konnte man sich 2021 in Australien ansehen. 4 Tage Feuerwehreinsatz für 450 MW Speicherkapatzität. Wollen Sie unser Land mit so etwas zubauen? Wer will das in der Nachbarschaft?

Pumpspeicherwerke sind in Deutschland ausgereizt,außer man baut sie da wo die Natur noch intakt ist.

Wasserstoff woher? Aus Spanien? Da trocknet doch gerade alles aus!

Fakt ist,seit Abschaltung der AKW ist ohne Kohle keine Grundlastfähigkeit gegeben. Das ist kein Auslaufargument sondern ein physikalischer Fakt. Ohne Wind und Sonne wie letzte Nacht wo fast alles nur mit Kohle und Gas lief wären die Lichter ausgegangen.

Anderes1961

Komisch. Alle, denen erneuerbare Energien aus welchen Gründen auch immer supekt sind glauben, daß in ganz Deutschland gleichzeitig Windstille herrschen würde. Wirklich eigenartig. 

Und diese Menschen scheinen auch zu glauben niemand wüßte, daß man nachts auch Strom braucht, wenn man die Stromerzeugung auf erneuerbare umstellt. 

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Und wieder die gleichen - längst beantworteten Fragen.

Zum einen ist der Verbrauch Nachts ohnehin geringer und Klima- und Kühlanlagen müssen auch weniger leisten, wenn keine Sonne scheint. Beim Solarstrom also eher ein kleineres Problem.

Was den Wind betrifft - überregional gibt es keine grossen Flauten - hier müssen die entsprechenden Stromtrassen bereitstehen, um die Last auszugleichen.

Ein weiterer Pfeiler wird die Verbrauchssteuerung - mit entsprechend günstigen Preisen für Strom zu Zeiten, in denen besonders viel zur Verfügung steht lohnen sich Speicherlösungen z.B. für Wärmepumpen oder für Anwendungen in der Industrie - z.B. um dort Wasserstoff oder Wärme auf Vorrat zu produzieren, wo sie benötigt wird.

Dafür brauchen wir eine Öffnung der Strombörse auch für Verbraucher und Betreiber von kleinen Stromspeichern (wie z.B. E-Autos).

Damit würden auch die, nach besserer Verteilung des Lastverlaufs noch benötigten, Speicher für Spitzenlasten gefördert.

 

grübelgrübel

Ein weiterer Pfeiler wird die Verbrauchssteuerung...

=> Soweit ich weis, wird daran gearbeitet. Die Fa. Tibber bietet jetzt schon Tarife an, bei denen man den Strom dann kauft, wenn er am günstigsten ist.

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Früher hatten wir das schon - bei den Nachtspeicheröfen.

0803

Der französische Präsident Macron hat, wie man erzählt, unter dem Eindruck der Klimaerwärmung, den Bau von sechs neuen EPR-Reaktoren angekündigt, und bei den bestehenden Reaktoren will er die Laufzeiten auf 50 Jahre verlängern. Dafür können wir uns doch nicht ernsthaft in Solidarität üben, in dem wir unsere Landschaft mit Windmüghlen überziehen, schön sind sie nicht. Sollen die Franzosen schauen, dass sie sich klar machen, was sie wollen und nicht zu uns betteln kommen. Reich genug sind sie insgesamt. Müssten sich also selber helfen können. Entlang ihrer Küsten haben sie eine Menge Platz für Windgeräte, auch die schöne und im Sommer überlaufene Côte d’Azur könnten sie nutzen, wenn sie nur wollten. Und in Frankreich scheint die Sonne stärker als hier. Auf was warten die Franzosen? Zuletzt haben sie sogar noch behaupten wollen, aus Regierungskreisen erstmal, Kernkraft sei Grün. Na, das kann nicht sein.

NieWiederAfd

Inhaltlich stimme ich Ihnen durchaus zu. Ich halte aber nichts davon, auf den französischen Irrweg durch nationale Abschottung zu reagieren. Die europäische Solidarität sollte nicht im Energiesektor zurück- sondern in anderen Bereichen ausgebaut werden, Bsp, Flüchtlingspolitik, gemeinsame Außenpolitik und letztlich auch gemeinsame Verteidigungspolitik. 

Es wird sich auf Dauer weder Macron noch jemand anders leisten können, das totgerittene Pferd der Atomkraft weiter zu satteln. Der Sinneswandel wird auch in der französischen Gesellschaft in den nächsten Jahren signifikant zunehmen. 

Miauzi

Den Bau der ERP braucht er gar nicht ankündigen - die sollten nach dem Plan der Atom-Industrie schon seit 10 Jahren alle in Betrieb sein und diejenigen Reaktoren längst ersetzt haben - deren Laufzeit zunächst auf 40 Jahre "gestreckt" und nun von ihm auf insgesamt 50 Jahre erhöht wurde.

60% mehr Laufzeit für die komplizierteste und störungsanfälligste Technik die die Menschheit gebaut hat ... außer Trägerraketen - aber die müssen auch nur maximal 1 Betriebsstunde halten!

So sieht es aus wenn ein Industrieland in der Atom-Falle steckt ... die haben ja neben den Kraftwerken auch die Wiederaufbereitung ... doof nur - dass der Schnelle Brüter nie funktioniert hat und sie nun ein weiteres Problem haben -> das Uran!

Der Kreislauf des Kernspaltungs-Materials sieht ja vor - dass immer mehr "erbrütetes" Plutonium in neue Brennstäbe eingesetzt wird -> "MOX" ist das Zauberwort.

Nur ein "abgebrannter" Mox-Stab muss 5 mal länger ins Abklingbecken - gegenüber den 1-3 Jahren von normalen mit Uran

Hanne57

Stromexporte bzw. Importe haben nichts mit Solidarität oder Nächstenliebe zu tun, es ist ein Geschäft. 

Bei viel Sonne und Wind ist Strom reichlich vorhanden, d.h. er ist preiswert und Deutschland kann zu niedrigen Preisen verkaufen. 

Bei Dunkelflaute ist Strom knapp und teuer und muss von uns zu hohen Preisen aus dem Ausland zugekauft werden.

Billig exportieren und teuer importieren bleibt immer ein Verlustgeschäft. Den Preis dafür zahlen die deutschen Verbraucher.

ich1961

Hätten Sie für die Angaben eine seriöse Quellenangabe? Ich befürchte nein.

 

Be We

Sie hätten gerne eine seriöse Quelle, dass bei Überangebot die Preise sinken und bei Knappheit die Preise steigen? Wenn wir auf der Basis diskutieren wirds aber ne schwere Geburt.

Ich hatte es schon mal gepostet, aber gerne passend zur heutigen Diskussion:

https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE&week=04

Das ist zugegebenermaßen eine echt schlechte Woche was erneuerbare Energien angeht, aber sie kommen dennoch regelmäßig - gerade im Winter - vor.

Ich sehe hier weder, dass es Nachts keine grundlastfähigen Kraftwerke braucht, noch, dass wir auch nur annähernd eine Autarkie mit erneuerbaren Energien erreichen können. Wie sieht denn die Strategie für diese Tage aus?

 

grübelgrübel

Meine eigene PV-Anlage hat im April bereits 660 kWh eingespeist. Ich denke, dass im 2.Quartal der Anteil der Erneuerbaren am Strommix noch größer sein wird. 

5 Antworten einblenden 5 Antworten ausblenden
Sisyphos3

meine Anlage 10 KWp liefert im Frühjahr auch viel Strom

wieviel, im Gegensatz zu vor 10 Jahren, schreibe ich nicht mehr den täglichen Ertrag auf

Ökonomister

Super.. die Anlage mit eigenem Kapital gebaut, für 7 Cent eingespeist.. für 47 Cent weiterverkauft , dann noch die Deckelung kassiert und die Strom Konzerne stopfen sich die Taschen voll ohne einen Finger krumm zu machen. Mal drüber "gegrübelt"

grübelgrübel

Natürlich war mir das klar. Bin halt großzügig.

Die Verzinsung des eingesetzten Geldes ist trotzdem besser, als das es auf dem Bankkonto rumliegt.

91541matthias

..und Leute wie ich, die aufgrund Denkmalschutz keine PV bauen dürfen gucken in die Röhre..

grübelgrübel

Die Regeln werden gerade geändert.

Carlos12

Es ist ein guter weiterer Schritt, aber was ich vermisse ist der große Plan. Wie soll die Grundlast und wie sollen Dunkelflauten gestemmt werden. Die Technologien sind da und erprobt, aber welche sollen wie, wo und wann realisiert werden? 

Biogas, Geothermie, Pumpkraftwerke, diverse Wärmespeicher, Großbatterien, Gezeitenkraftwerke, Biomasse-Kraftwerke, usw.

3 Antworten einblenden 3 Antworten ausblenden
NieWiederAfd

Ich verstehe Ihren Kommentar nicht: Sie geben doch im 2. Teil selbst wesentliche Stichworte der Antwort.

Denn"großen Plan" bekämpfen die rückwärtsgewandten Lobbygruppen. 

Diesbezüglich reibe ich mir auch über die FDP die Augen: Überall, wo sie an überkommener, gefährlicher und extrem teurer Technologie festhält, tut sie es mit dem Verweis, dass die technologische Entwicklung die Probleme schon in den Griff bekommen werde; da, wo genau das in den letzten Jahren und Jahrzehnten geschieht, nämlich die Grundversorgung durch Erneuerbare Energien zu gewährleisten, geht man darüber hinweg und bedient sich alter überkommener Angstklischees a la "nachts, wenn die Sonne nicht scheint und kein Wind weht. 

Ein Schelm, wer Böses bzw. Lobbygesteuertes dabei denkt...

 

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Ich fürchte die FDP hat statt Technologieoffenheit was ganz anderes offen...

... nämlich ein Konto für Spenden von der Öl-, Gas-, Sportwagen- und Atomindustrie und eine Flanke zum Populismus.

 

Anders kann ich mir nicht erklären, warum sie ihre Hoffnungen auf die Weiterentwicklung von Technologien setzt, die entweder physikalisch nicht mehr zu verbessern sind, oder deren Zukunft nur eine teure und/oder unsichere Option sind, die bereits marktreifen und günstigen Technologielösungen im Bereich der Erneuerbaren Energien zu ersetzen.

kurtimwald

… was Sie da aufzählen wird alles auch gefördert, nur dauert halt die Umsetzung ein wenig länger, vor allem weil manche politischen Einflüsse in der Länderregierungen meine, das Klimaprobleme können auch noch weiter hinausgeschoben werden.

Nettie

Eine seriöse bzw. glaub- (‚kredit‘-) würdige Politik lässt sich daran erkennen, dass darin alles für die Sicherung der heutigen und zukünftigen Existenzgrundlage unbedingt Nötige absolute Priorität hat. Der Einsatz von Kohle steht diesem Ziel genau entgegen, da er immer höhere (vermeidbare) Kosten generiert.

Und daran, dass dafür immer genug Geld da ist. Und sie von ihren Rahmenbedingungen her so aufgestellt ist, dass es darin jedem jederzeit möglich ist, selbst seinen Teil dazu beizutragen (und Nötiges von Unnötigem zu unterscheiden). Und niemandem, überzogene Ansprüche zu Lasten bzw. auf Kosten anderer ‚geltend‘ zu machen.

Möbius

Ich bleibe skeptisch. Zumal ich es für sehr unwahrscheinlich halte das der EE-Anteil noch wesentlich ausbaufähig ist. Denn eine kleinteilige Stromerzeugung hat viele Nachteile: sie ist relativ kurzlebig und deshalb Personal- und Ressourcenintensiv und sie erfordert neue Netzinfrastruktur. Ich plädiere eher dafür die Kernspaltung zu nutzen bis die Kernfusion verfügbar ist. 

 

Ich bezweifle auch dass das Weltklima viel davon hat - selbst wenn Deutschland 100% seines Stroms jemals „nachhaltig“ produzieren sollte. Der Stromverbrauch macht außerdem nur 1/6 des Primärenergieverbrauchs in Deutschland aus. 

 

Besonders ärgerlich finde ich das aus ideologischen Gründen die Stromerzeugung aus „Sonne und Wind“ als unschlagbar preiswert beworben wird während in der Realität die Strompreise in Deutschland rasant steigen und es auch nicht absehbar ist das sie in den nächsten Jahrzehnten wieder sinken. Das belastet Verbraucher und Industrie, und ist rein selbst verschuldet. 

7 Antworten einblenden 7 Antworten ausblenden
Sisyphos3

Ich bezweifle auch dass das Weltklima viel davon hat - selbst wenn Deutschland 100% seines Stroms jemals „nachhaltig“ produzieren sollte.

 

 

natürlich nicht !

wer das glaubt ist ein Träumer

wenn es Staaten gibt welche ihren CO2 Ausstoß verdreifachen nützt es herzlich wenig wenn andere diesen halbieren  

selbstverständlich kommt jetzt wieder das dümmliche Argument "sollen wir nichts tun"

wenn mein Nachbar seinen Müll wegwirft muß ich das ja nicht auch tun

nur zu glauben es sieht trotzdem sauber aus auf der Straße ..... reichlich naiv

Traumfahrer

Also mit der Kernenergie bin ich nicht einverstanden. Dass aber die Strompreise so rasant steigen, hat was mit den beteiligten Unternehmen und den viel zu vielen Steuern und Abgaben zu tun, die vom Staat verlangt werden, und die Unternehmen nicht wirklich reguliert sind. Ich finde es sehr fragwürdig, wenn der Strompreis von der Politik so hoch angesetzt wird, nur ein  Teil der Menschen wirklich entlastet wird, aber so mancher Industriezweig mit Milliarden subventioniert wird, und dort dann hohe Dividenden ausgeschüttet werden. Da stimmt was am ganzen System der obersten Etage der Elite nicht, denn die bereichert sich auf Kosten aller Anderen, und schädig die Umwelt mehr als alle Anderen.   

Möbius

Dahingehend stimme ich zu, da auch ich den Eindruck habe das sich eine gepamperte Elite die Taschen füllt und sich dumm und dämlich an der „Energiewende“ verdient während andere weniger betuchte Leute Probleme kriegen ihre explodierenden Stromrechnungen zu bezahlen…!

 

Was hindert zB Herrn Habeck für die Umsetzung der „Wärmewende“ bei den Heizungen den eingesetzten „Wärmepumpenstrom“ extrem zu subventionieren um die Technik auch ÖKONOMISCH attraktiv zu machen, anstatt nur durch Verordnungen die Nutzung dieser teuren Alternativen zu ERZWINGEN ? 

 

Ich fürchte, das hier „opportunistische“ Gründe eine Rolle spielen könnten da es nicht im Interesse der „Solarbauern“ und „Windradbetreibern“ sein kann, wenn deren Gewinne einbrechen. 

Carlos12

EE sind praktisch unbegrenzt ausbaufähig. Nutzbare Flächen gibt es in Europa und Nordafrika noch sehr viele. Wenn man das ganz mit schiffbaren Wasserstoff, Ammoniak oder E-Fuels macht, steht die Welt zur Verfügung.

Ich persönlich stehe Kernfusionskraftwerken genauso positiv gegenüber, wie Raumschiffen mit Warpantrieb, habe aber Bedenken, ob sie jemals realisiert werden. Und was die Kernenergie betrifft, bin ich der Meinung, dass Deutschland wieder einsteigen kann, sobald das erste Endlager in Deutschland in Betrieb geht. BTW ist das einzige geplante Endlager der Welt in Finnland endlich im Betrieb?

NieWiederAfd

Die Ideologie bestand und besteht darin, dass die realen Kosten der Atomkraft künstlich heruntergerechnet bzw. verschleiert werden: Die Kosten für Zwischenlager und (immer noch ungeklärte) Endlagerung und die Kosten für Rückbau etc. wurden und werden nicht durch den Strompreis und nur teilweise durch die Atomkraftriesen, (die sich jahrzehntelang eine goldene Nase an den AKWs verdient haben), sondern über den Staat, sprich die Steuerzahler, abgewickelt. Würde man diese Kosten adäquat auf den Atomstrom umgelegt, wäre längst klar, was für ein Grab bzw. Geldverbrennungsmaschine die Atomkraft ist.

 

gelassenbleiben

so könnte der Strompreis aussehen wenn wir fast nur erneuerbare haben und der Preis von der Strombörse durchgereicht würde: von Twitter, da ich nicht eriss, wie man direkt auf die Strombörse schaut): https://twitter.com/chris_pyak/status/1649804911297560578

Nettie

"eine kleinteilige Stromerzeugung hat viele Nachteile: sie ist relativ kurzlebig"

Wie kommen Sie darauf, dass die 'kurzlebig' sei?

"und deshalb Personal- und Ressourcenintensiv"

Und wenn. Das Erreichen des angestrebten Ziels - zukünftige Versorgungssicherheit für alle - lohnt den Aufwand allemal.

"und sie erfordert neue Netzinfrastruktur"

Da haben Sie (zumindest teilweise) recht.

Sisyphos3

jetzt sollte natürlich geklärt werden, wie sich das so über den Tag verteilt

Tagsüber 100 % "grün" und nachts "null"  ??

oder tagsüber einen Überschuß von 20 ..... 30 % den man verkauft

des nachts dann zukaufen

Fragen über Fragen

11 Antworten einblenden 11 Antworten ausblenden
D. Hume

Weil Wind des Nachts ins Bettchen geht? Die Verbräuche in der Nacht sind ebenso viel geringer. 

Das europäische Stromnetz ist ein kompliziertes Gebilde. Klar gibt es Fragen, aber hier geht es um eine Meldung, welche einfach nur Zahlen des ersten Quartals wiedergibt. Den alleserklärenden, eierlegenden Wollmilchartikel hat noch kein Nachrichtenportal veröffentlichen können.

Sisyphos3

dann sollte man das aber auch klar und deutlich kommunizieren !

ehrlich wäre es zu sagen wie weit die Alternativer zu jedem Zeitpunkt den Strombedarf decken kann

D. Hume

Von wem genau fühlen Sie sich denn unehrlich behandelt?

grübelgrübel

Bei uns ist das so: Wir erzeugen am Tag 5- 50 kWh Strom. Der Batteriespeicher wird als erstes geladen. Der Rest wird eingespeist. Nachts benötigen wir ca. 2-3 kWh. Morgens ist der Stromspeicher also noch zu 2/3 gefüllt. Wir überstehen sogar Tage komplett ohne Sonne. Selbst an diesen dunklen Tagen reicht die Stromausbeute, um den Speicher zu füllen. 

Sisyphos3

so was gab es zu meiner Zeit nicht .... Batteriespeicher

mein Traum wäre es auch gewesen mit meiner Anlage meinen gesamten Energieverbrauch autark zu lösen

nebst der Heizung

so 10.000 KWh/Jahr liefert meine PV Anlage

aber ein Irrglaube (aktuell)

welcher Speicher liefert 10 .... 12 KW wenn ich koche/backe und die Waschmaschine läuft

welcher Speicher kann 100 KWh speichern (gar mehr) 

wenn es ein paar Tage schlechtes Wetter ist und Schnee auf dem Dach

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Für ihre 10-12 kW Leistung (soviel ist es eher nie, auch bei gleichzeitigem Kochen, Backen und Waschen) würde schon ein ausgedienter Akku eines E-Autos reichen.

Um 100kWh zu speichern reichen drei davon.

Übrigens sollte man genau deswegen auch den Wiederverkaufswert von Altakkus bei E-Autos nicht unterschätzen.

Nach 13-14 Jahren im E-Auto haben die noch 70-80% ihrer Anfangskapazität und können nochmal so lange weiter betrieben werden.

Ich denke für Altakkus aus E-Autos wird, dank der Nachfrage für ortsfeste Speicher, je nach Restkapaziät, mindestens etwa ein Viertel des Neupreises bezahlt werden.

gman

Richtig erkannt!

 Diese Energiewirtschaftspolitik ist extrem teuer und geprägt von Überschuß und Mangel. 

In unseren Breiten scheint die Sonne nur zu einem Drittel der Zeit und ab und zu herrscht Flaute. 

Es braucht teuer vorgehaltene Ersatzkraftwerke. Speicher gibt nicht, nur als tolle Blaupausen. 

Im November bei Nebel und Flaute wird teuer eingekauft. Am sonnigen Augustsonntag ist der erzeugte Strom überflüssig. Strom wird verschenkt, für die Abnahme noch bezahlt, für nichts bezahlt etc.pp..

 Nicht umsonst zahlen die deutschen nich privilegierten Verbraucher seit Jahren höchste und ständig steigende Strompreise. Ja, Fragen gibt es viele, raus aus KKW, AKW ……, nur noch Batterieautos, Wärmepumpen… Zukunft…Antworten??  

Das hat so keine Zukunft!

schabernack

Tagsüber 100 % "grün" und nachts "null"  ??

Nachts Null, weil mit der Sonne auch der Wind unter-, und Biogas zu Bett geht. Was reden Sie nur ständig für einen kenntnisfreien groben Unsinn zur Energieerzeugung, der niemals schlafen muss.

Sisyphos3

dann erklären sie mir doch bitte ruhig und sachlich

 wie sie nachts und bei windstille Strom bereitstellen können

Bio  Gas ? was soll das sein wo kommt es her

Account gelöscht

Tja nachts bläst halt meist kein Wind, also kommt Gas, Kohle oder Atomtrom aus der Nachbarschaft.

Es ist halt in Deutschland so, erst baut man Windkraftanlagen, dann vielleicht Stromtrassen und erst dann Stromspeicher. 

draufguckerin

Sind dabei die "Nebenkosten" mit eingerechnet? Damit meine ich nicht nur die finanziellen Kosten für Herstellung, Transport, Wartung ..., die die Windkraftwerke erfordern, sondern auch die Kosten/Belastungen für die Umwelt, die das Herstellen, Aufstellen, Warten, Abreißen ... mit sich bringen. 

Wenn in nicht zu große Bedenken bestehen, würde ich vorschlagen, dass Windkraftwerke in der Nähe ehemaliger Kraftwerke aufgestellt werden sollten, um wenigstens die Leitungen weiterzunutzen.

3 Antworten einblenden 3 Antworten ausblenden
NieWiederAfd

Sie vergaßen oder übergehen das Entscheidende: die horrenden Kosten für Zwischenlager, Endlager und deren Suche sowie Rückbau  der Meiler werden nicht mal ansatzweise adäquat in den Strompreis eingerechnet. Würde man das tun, würde die Verteidigungsfront der sündhaft teurer und gefährlichen Atomkraft schnell in sich zusammenbrechen.

 

ich1961

Meinen Sie wirklich, das Sie mit Fakten weiter kommen? Die "Propaganda" ist da leider immer schneller und scheinbar auch effektiver.

Anderes1961

Ja, die sind mit eingerechnet. Im Gegensatz zu Atomkraftwerken. Da sind sie nicht mit eingerechnet. Sie können ja mal spaßeshalber nachrechnen, wieviele Windkraftwerke Sie von den Kosten bauen können, die nur ein einziges Atomkraftwerk an Herstellung, Transport, Wartumg, Aufstellung, Abreißen und Entsorgung der radioaktiven Abfälle verursacht. 

Traumfahrer

Leider ist der Ausbau aber immer noch zu langsam, weil die ganzen Genehmigungen und Beschwerden nicht weniger geworden sind, es immer noch Ignoranten und Egoisten gibt, die nicht wirklich sich solidarisch mit der Natur und Umwelt zeigen. Außerdem sollten nicht nur wenige Unternehmen den großen Reibach machen, sondern viele Bürger und Bürgerinnen wirklich auch von den Erneuerbaren profitieren !

6 Antworten einblenden 6 Antworten ausblenden
Sisyphos3

wer wehrt sich denn ?

meist sind es doch "Umweltschützer" die gegen Windanlagen und Stromtrassen sind, Wasserkraftwerke  oder ein Pumpspeicherkraftwerk gebaut wird

 

NieWiederAfd

... während Land und Leute immer schon applaudiert haben, wenn ein akw oder Zwischenlager vor ihrer Tür gebaut werden bzw. die eigene Tür gleich ganz weggebaggert werden soll.

Kann es sein, dass Sie einer partiellen Realitätsverweigerung erliegen?

 

Sisyphos3

was soll die Bemerkung ?

es geht darum dass in unserem Land offensichtlich ohne Widerspruch nichts mehr genehmigt wird 

ob ein AKW oder eine Windanlage

Möbius

Das ist ein wichtiger Aspekt. Die von „GRÜNEN“ Politikern dominierten Strukturen haben eine Klientelwirtschaft von hoch subventionierten Betrieben geschaffen deren Betrieb für die Investoren sehr lukrativ ist - nur eben nicht für die Gesellschaft als Ganzes. 

 

Ich empfinde die „Energiewende“ deutscher Prägung deshalb als sehr unsoziales Projekt - denn während die einen fette Dividenden mit risikolosen Investments einstreichen müssen diese Mehrkosten durch die Allgemeinheit und viele sozial schwache Bürger finanziert werden. 

 

Das scheint aber so eine Art Tabu-Thema in den Medien zu sein. 

 

Um wenigstens die Akzeptanz der „Energiewende“ zu erhöhen bin ich für die Verstaatlichung sämtlicher Anlagen zur Stromerzeugung um die Gewinne wieder der Allgemeinheit zurückzugeben. Was beim Gas geht, sollte auch beim Strom machbar sein. 

NieWiederAfd

Es ist exakt umgekehrt: Es wird und wurde viel zu wenig darüber berichtet, dass wenige große Atomkraftkonzerne die Kernenergie als Gelddruckmaschine benutzt haben, während finanzielle, Umwelt- und Gesundheits-Kosten von der Allgemeinheit und vielen sozial schwachen Bürgern gezahlt wurden und werden. 

 

grübelgrübel

Das ist ein wichtiger Aspekt. Die von „GRÜNEN“ Politikern dominierten Strukturen haben eine Klientelwirtschaft von hoch subventionierten Betrieben geschaffen deren Betrieb für die Investoren sehr lukrativ ist - nur eben nicht für die Gesellschaft als Ganzes. 

=> Ach was, wir Grüne sind seit Jahrzehnten an der Regierung und stellen Kanzler oder Kanzlerin und haben D. komplett dominiert. Wo leben sie eigentlich? 

Account gelöscht

Es ist doch eine gute Nachricht, dass jede 2.KW/h grün ist. 

Unsere Mieter beziehen seit 10 Jahren grünen Strom, nicht von Windkraftanlagen sondern von einem Wasserkraftwerk am Rhein und zusätzlich einer PV Anlage. 

Es müssen aber weiterhin Windräder gebaut werden und natürlich Speicher für den überschüssigen Strom. Es kann ja nicht sein das Windräder abgestellt werden weil mehr Strom produziert wird wie gebraucht. Abgeschaltet bringen die Windräder dem Betreiber zwar auch Geld, aber das muss ja nicht sein. Darüber kam diese Woche ein Bericht in der ARD. 

Clara Bosetti

Spitze, weiter so. 

1 Antwort einblenden 1 Antwort ausblenden
ich1961

Ja eindeutig.

Bender Rodriguez

Sehr schön. Wenn jetzt noch Speicherung und Transport gesichert wären, muss der Strompreis ja drastisch sinken.

Und es müssen die BWLer von der Strombörse weg. 

Wieso zahlen wir für importstrom, wenn wir ihn brauchen  und exportieren Ökostrom kostenlos, wenn wir zu viel haben? 

 

schnitzundschnitz

Bei diesem Anteil der erneuerbaren Energien hätten wir vor 15-20 Jahren sein müssen.  Und wir reden hier auch nur von der Stromerzeugung. Noch trauriger sieht es bei der Wärmeerzeugung und dem Verkehr aus. Die Energiewendu wurde von den Regierungen der letzten 30 Jahre derart verwässert, verzögert, verschleppt, behindert und blockiert, dass man sich den Ausbau inzwischen schenken kann. 

3 Antworten einblenden 3 Antworten ausblenden
Sisyphos3

Und wir reden hier auch nur von der Stromerzeugung.

 

das wird bei aller Euphorie gelegentlich vergessen zu erwähnen

kurtimwald

Stimme da vollkommen zu. Und es ist wichtig das wir solche Parteien nicht wieder wählen.

Der Herr Merz will den Menschen schon wieder einreden, man können weiter alles verschieben.

ich1961

Wie recht Sie doch haben - und dann .... noch 10 Jahre nichts tun müssen? Manchmal frage ich mich, wo die CDU/CSU ihre Infos her bekommt.

Und der Ausbau der Stromtrassen - alles nicht notwendig?

 

Und die vielen anderen "Schwarzseher" erst. Ich habe gestern Abend eine Sendung gesehen, da ging es um ein deutsches und ein chinesisches Unternehmen, die Hubschrauber (irgendwo waren es auch Flugzeuge) mit Wasserstoff fliegen lassen.  Super - mehr davon. Deutsche Innovationen sind eben immer noch toll - und wir brauchen mehr davon.