Julian Stockhausen in der Küche des Atrium Hotel Mainz.

Ihre Meinung zu Inklusion: An der Arbeit gefällt ihm alles

Viele Arbeitgeber drücken sich davor, Schwerbehinderte einzustellen. Ein neues Gesetz soll das verhindern. Was für ein Gewinn Inklusion für alle Seiten sein kann, zeigt ein Beispiel aus Mainz. Von Christian Kretschmer.

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122 Kommentare

Kommentare

FakeNews-Checker

Auch  in  Behinderten-Werkstätten  wird  Leistungsdruck  auf  die  Behinderten  zur  Profitsteigerung  für  die  WfB-Betreiber  ausgeübt,  und  das  nicht  mal  zum  Mindestlohn.  Und  Firmen  verlagern  lieber  stumpfsinnige,  monotone  Arbeit  auf  solche  Behinderten-Werkstätten  auf  Kosten  der  Steuerzahler  aus,  als  daß  diese  Firmen  selber  Behinderte  als  Arbeitnehmer  einstellen  würden.

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91541matthias

Mein Sohn leistet keine "stumpfsinnige" Arbeit, sondern kann seine Kreativität im Textil- und Kunstbereich voll und ganz einbringen.

Und Profit müssen alle Firmen bringen..

Miauzi

Nein - müssen sie nicht!

Das hier aber in 1000-Zeichen näher zu erleutern ist komplett unmöglich.

Sisyphos3

Was für ein Gewinn Inklusion für alle Seiten sein kann sein

 

warum wird es dann nicht gemacht ?

Unternehmen lassen sich doch sonst kein "gutes Geschäft" entgehen

vielleicht sieht es aus dem Blickwinkel eines Journalisten anders aus

 als aus dem Blickwinkel eines Betriebswirts

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0803

Es gibt Gewinne, die sich nicht quantifizieren lassen oder wenn, dann nur auf Umwegen. Nehmen beispielsweise gutes Arbeitsklima vs schlechtes Arbeitsklima. In der Betriebswirtschaft gibt es verschiedene Begriffe und Arten ihn zu berechnen. Es gibt da sogar den Begriff des entgangenen Gewinns, den der Betriebswirt als Opportunitätskosten betrachtet, wenn eine ökonomisch nicht ganz perfekte Entscheidung getroffen wurde, der entgangene Nutzen sich quantifizieren lässt. Heben wir auf eine philosophischere Betrachtung ab, dann kann der Gewinn individuell wie sozial oder geistig und kulturell wieder andere Formen annehmen, kann unter Umständen überhaupt nicht berechnet werden. Ich denke, bei diesem Thema geht es ein bisschen auch um solche Betrachtungen.

falsa demonstratio

Die Bedeutung der Wortkombination "sein kann" erschließt sich Ihnen wohl nicht?

Sisyphos3

doch

 

das es eben nichts aussagt

oder kaufen sie sich ein neues Auto weil sie nen Lottozettel ausgefüllt haben und der Jackpot voll ist ?

Ralfi1970b

Es gibt 10 Beispiele positiv und 10 Beispiele negativ. ARD zeigt mal, wo es nicht geklappt hat. Denn eines ist auch klar, ohne die negativen Beispiele zu zeigen, kann sich kein Arbeitgeber überlegen, ob das NEGATIVE auch wirklich negativ war! So bleibt die evtl. berechtigte Vorahnung, dass es nicht nur eitel Sonnenschein gibt.

Alles was ich immer höre ist: ALLES KEIN PROBLEM, ALLES SUPER, ALLE NETT, NIE PROBLEME und DIE ARMEN MENSCHEN. 

Von den Problemen (wir haben seit Jahren eine solche Person im weiteren Umfeld): Sprache, Auffassungsgabe, Ausfallhäufigkeit, fehlende Reflexion des eigenen Verhaltens und teilweise Aggressionsverhalten, Anspruchsverhalten ("ich darf alles") usw. wird nicht berichtet. 

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Maxi.Beckmann

Ich gebe Ihnen zu 100% recht. Es gehört offenbar (leider) Mut dazu, diese Realitäten auszusprechen. Wer mit multipel schwer beeinträchtigten Menschen zu tun hat, weiss, dass Inklusion in Arbeitsabläufen alles andere als einfach ist. Arbeitgeber werden oft als herzlos und profitgierig hingestellt. Die Verantwortung für den Betrieb in allen Facetten darf jedoch nicht ausgeblendet werden. Inklusion kostet Aufwand und Geld. Das schafft nicht jeder Betrieb.

falsa demonstratio

"Wer mit multipel schwer beeinträchtigten Menschen zu tun hat, weiss, dass Inklusion in Arbeitsabläufen alles andere als einfach ist."

Heißt das: Mit multibel schwer beeinträchtigten Menschen geht es nicht, also geht es mit anderen Menschen mit Behinderung auch nicht?

 

Bender Rodriguez

Mit aktivem falsch verstehen gehts schon mal gar nicht.

Versuch es doch einfach mal. Nur ein mal.

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Ich denke der User versteht das deutlich besser als sie.

Aber sie versuchen es ja auch nicht wirklich, oder?

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

"Von den Problemen (wir haben seit Jahren eine solche Person im weiteren Umfeld): Sprache, Auffassungsgabe, Ausfallhäufigkeit, fehlende Reflexion des eigenen Verhaltens und teilweise Aggressionsverhalten, Anspruchsverhalten ("ich darf alles") usw. wird nicht berichtet. " [sic]

 

Ich bin mir jetzt absolut nicht sicher - beschreiben sie gerade afd-Politiker?

Diabolo2704

Deutschland wird immer mehr zu einem failed state, wenn der Staat immer stärker sowohl Unternehmen als auch Privatleute so behandelt, als wüßten Gesetzgeber und Behörden besser als die Betroffenen selbst, was gut für sie ist. Dann wird von Gesetzes wegen festgeschrieben, was jeweils gefälligst gut zu sein hat und wenn die Realität sich einfach nicht nach der Theorie richten will, dann dürfen Unternehmen bzw. die Menschen die Malaise selbst ausbaden.

Ich halte absolut nichts von dieser Strangulierung der Entscheidungsfreiheit. Jeder Unternehmer sollte - von Inklusion, Diversität und Gleichstellung unbelästigt - selbst entscheiden dürfen, wer offene Stellen in seinem Unternehmen am besten ausfüllen kann und soll.

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Miauzi

In dem Bereich ist D-Land bereits ein "faile state" ... eben weil in den Behinderten-Werkstätten kein Arbeitsrecht gilt.

Und der Staat hat dafür zu sorgen - dass es überhaupt zu einem Interessen-Ausgleich zw. den Betreibern dieser Werkstätten und den in ihnen arbeitenden Menschen kommen kann ... soe wie in jedem anderen "normalen" Betrieb in D-Land auch.

0803

Dann sollten Unternehmen gleich auf Steuerzahlungen verzichten, auf Subventionen, auf Grundstücke, auf Gewinne, sich die Straßen zu ihren Betrieben selber bauen - wobei, geht ja nicht, kriegen das benötigte Land nicht und die Müllabfuhr kommt auch nicht. Arbeit in Unternehmen, wo der Chef sein einziger Mitarbeiter ist, findet daheim statt. Ich habe z.B. gehört, Intel möchte Milliarden Subventionen haben, um eine Fabrik zu bauen. Und dann vielleicht auch noch die an öffentlichen Hochschulen ausgebildeten jungen Leute einstellen und ausnutzen? Es sieht ganz so aus, als wäre Arbeit ein soziales Ereignis, mit zunehmender Arbeitsteilung der Unternehmer mit Entscheidungsfreiheit nicht sehr sinnvoll.

stgtklaus

Ich hatte mal zwei Seebehinderte. Also im Internet Ebay + Co sperrte wollten Sie entlassen werden. Es würde sich mehr lohnen für Sie zuhause zu bleiben. Die waren sauer weil ich Fördergeld bekam und nun Arbeit verlangte. Aber sicher Ausnahmen. Ich wurde am wieder Behinderte einstellen, wenn sich die Gelegenheit böte. Vorher aber etwas mehr Gespräche führen und mich beraten lassen. 

NieWiederAfd

Das Beispiel von Julian Stockhausen lässt sich mit vielen anderen gelungenen Beispielen anreichern. In meinem Lieblingsrestaurant arbeiten auch Männer und Frauen mit Downsyndrom und anderen Einschränkungen bzw. Besonderheiten im Service.

Alles machbar, Herr Nachbar.

Da ist noch viel drin, Frau Nachbarin.

 

 

CoronaWegMachen

Schön, das die Bundesregierung auch zum hiesigen Bereich neue / bessere Gesetze schaffen möchte.

Interessant sind aber nur die Entscheidungen der Personalchefs/innen in den Personalabteilungen.

Sie wollen leistungsstarke und leistungsfähige und dauerhaft belastungsfähige Mitarbeiter/innen einstellen.

Die Personalchefs/innen scheuen das Risiko jemanden einzustellen, der die v.g. Vorgaben der Personalchefs/innen nicht erfüllen können. Das Risiko, das hier die "Teamfähigkeit" des Teams beeinträchtigt werden könnte und damit die Gesamtleistungsfähigkeit des gesamten Teams herabgesetzt werden könnte, dieses Risiko scheuen die Personalchefs/innen (... sieht so was doch sehr schlecht bei den nächst höheren Vorgesetzten aus was u.U. die eigener Karriere in der Karriereleiter nach oben beeinträchtigen könnte...). An so einer Entscheidungsstelle ändern Gesetze überhaupt nichts.

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Carlos12

Und hier bietet der Fachkräftemangel eine Chance. Die geistig behinderte Person muss ja nicht unbedingt die CNC-Maschine programmieren, aber irgendjemand muss doch Schlitze kloppen oder verputzen. Und Schreibtischtätigekeiten lassen sich mit einer Vielzahl körperlicher Beeinträchtigunegn genauso gut, gerade im IT-Bereich.

Nachfragerin

"Jeder vierte Arbeitgeber beschäftigt sogar keinen einzigen schwerbehinderten Menschen."

Man kann es auch positiv formulieren: 3 von 4 Arbeitgebern beschäftigen Schwerbehinderte.

Letztendlich bleibt aber die Frage, welche Art der Behinderung vorliegt. Ein Gerüstbauer wird schwerer haben, die Quote zu erfüllen als ein Arbeitgeber mit Bürojobs. 

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Sisyphos3

danke für den Hinweis

immerhin ist es doch auch positiv,

 zu betrachten wenn 3 von 4 Verantwortung zeigen

nie wieder spd

Auch ein Gerüstbauunternehmen wird ein Büro haben. So wie die meisten Unternehmen.

Maxi.Beckmann

Von jedem Mitarbeiter wird eine Arbeits-Leistung verlangt. Das hat zunächst etwas mit einer Leistungs-Erbringung zu tun und nicht automatisch mit Leistungs-Druck. Sie verbinden diesen ganz normalen Betriebsablauf in Behinderten-Werkstätten gleich mit Profitsteigerung der Betreiber. Die meisten dieser Betriebe sind jedoch gemeinnützig aufgestellt, sodass hier vorrangig eine Kostendeckung steht, was oft schwierig genug ist. Ein Betriebsgewinn, der jedem gut geführten Betrieb zusteht, kann in diesen Betrieben nicht unbegrenzt (Ihr Stichwort: Profitsteigerung) generiert werden. Im Übrigen verfügen diese Werkstätten über fachlich geeignetes Personal, mit auf verschiedenste Weise beeinträchtigten Menschen umzugehen und diese in einen geregelten Arbeitsablauf zu führen. Die meisten Firmen können solches weder fachlich noch personell und auch nicht betriebswirtschaftlich leisten.

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Anna-Elisabeth

Danke für diesen Kommentar! Ich hoffe, dass wenigstens einige hier, Ihren Ausführungen folgen können oder es wenigstens versuchen.

Miauzi

Würde es für diese Arbeit auch eine leistungsgerechte Entlohnung geben ... wäre ja vielleicht alles in Ordnung.

Ist es aber NICHT!

Schlechte Bezahlung und keinerlei Arbeitnehmer-Rechte ... diese Werkstätten sind in Sachen Arbeit ein rechtsfreier Raum!

Und da geht es nicht um 2-300 Leute sondern um mehrere huntertausend Menschen die jeden Tag aufs mieseste ausgebeutet werden?

CoronaWegMachen

Wenn Inklusion auf dem Arbeitsmarkt stattfinden soll, dann muss die Bundesregierung, die Landesregierungen, und die Städte, Gemeinden, Kreise zusammen arbeiten, und mit viel Geld Stellen schaffen, welche speziell geeignet sind für Menschen mit einer gesundheitlichen Einschränkung welche u.U. die Arbeitsleistung beeinträchtigt.

Wenn die Bundesregierung meint per Gesetz auf die Arbeitgeber/innen (Wirtschaft / Unternehmen) zu warten zu müssen, das endlich mal was passiert, so dass Menschen mit einer gesundheitlichen Einschränkung welche u.U. die Arbeitsleistung beeinträchtigt, auch endlich mal eingestellt werden, dann liegt die Bundesregierung hier auf völligen Abwegen.

Die Aktion der Bundesregierung kommt über ein mediales Ablenkungsmanöver geschaffen für die Bevölkerung nicht drüber raus. Motto : wir tun was, aber nur theoretisch per Gesetz

Miauzi

ich verweise mal auf eine Sendung der Anstalt zum Thema "Behinderten-Werkstätten" ... "Inklusion an Schulen" usw.

Offensichtlich ist den meisten Bundesbürgern entgangen - dass in Sachen "Umgang mit behinderten Menschen" die BRD massivst gegen die UN-Statuten und entsprechende Abkommen verstößt.

Die Gesetze in D-Land sind sicherlich in iher Art einzigartig in der Welt - aber statt die Inklusion zu erleichtern sind diese gemacht worden - selbige massiv zu erschweren.

Ich kann da nur auf die Macher und Beteiligten "der Anstalt" verweisen - die akribisch diese Umstände aufgedeckt und VERSTÄNDLICH dargestellt haben...

...und vor allem die Verflechtungen zw. deutscher Industrie und den behinderten-Werkstätten.

In letzteren gilt nicht mal das deutsche Arbeitsrecht - geschweige denn der Mindestlohn!

Aber diese Werkstätten stellen eben keine einfachen Dinge wie Weihnachtskarten her - sondern sind oft Zulieferer für Deutschlands High-Tec-Industrie!

*erbärmlich*

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falsa demonstratio

"Aber diese Werkstätten stellen eben keine einfachen Dinge wie Weihnachtskarten her - sondern sind oft Zulieferer für Deutschlands High-Tec-Industrie!

*erbärmlich*"

 

Kommen Sie bei mir vorbei, ich stelle Sie meinem Sohn vor und Sie erklären ihm Auge in Auge, dass seine Arbeit, auf die er so stolz ist, "erbärmlich" ist.

Miauzi

Nicht seine Arbeit ist erbärmlich - sondern der Umstand das diese Menschen von vorn herein gar nicht in den ersten Arbeitsmarkt KOMMEN SOLLEN!

Mehrere hunderttausend Menschen arbeiten in den Behinderten-Werkstätten - aber keine 20 von denen kommt pro Jahr in den ersten Markt - trotz der ganzen "Förder"-Instrumente.

Weil es für die Industrie profitabler ist - eine jährliche kleine lächerliche Abgabe zu zahlen und von der "Werkstätten" (die schon selbst konzern änliche Strukturen haben) in denen faktisch "Zwangsarbeit" herrscht ihre Vorprodukte zu beziehen!

Warum habe ich "Zwangsarbeit" geschrieben?

Nun - dann schauen sie sich einfach "Die Anstalt" an!

w120

In der Lebenshilfe bei uns werden Arbeiten für VW gemacht.

In einem anderen Betrieb wurden die Menschen, die dort hingeschickt worden sind, auch schlecht behandelt.

Die Zusammenarbeit wurde dann, auf Grud der massiven Proteste, eingestellt.

 

Zur Sendung, die Sie erwähnen, ist der Faktencheck sehr interessant:

https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-20-dezember-2022-…

https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/fakten-im-check-der-anstalt-118.h…

morgentau19

Ich finde die berufliche Inklusion großartig. Manchmal stelle ich mir die Frage, wer hier behindert ist, wenn - wie hier in diesem Beitrag-, von einem Risioko gesprochen wird. Menschen mit Down-Syndrom sind hoch motiviert und freuen sich für die Gesellschaft ihren Beitrag zu leisten. 

Was typisch deutsch ist und mir nicht zusagt, ist die gesetzliche Verpflichtung , dass Unternehmen, eine bestimmte Anzahl von behinderten Menschen beschäftigen müssen. 

Gleichzeitig ist es traurig, wenn Unternehmenschef die positive Stimmung und das Potential dieser Menschen nicht erkennen können/wollen; vielleicht mit der Vermutung, dass sie nicht die Leistung erbringen wie der "Normalo". Schade.  

Bender Rodriguez

5% bei 20Mann? 

Das geht bei uns nur im Büro. Alle anderen Arbeitsplätze sind zu gefährlich oder zu anspruchsvoll. 

Und im Büro sagen sie, es sei zu komplex. 

Wie soll man solche Vorgaben einhalten? In einer Gärtnerei mag das gehen, aber bei Maschinenbau?

Ok, die jetzige regierung hat von beidem keinen blassen Dunst. 

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CoronaWegMachen

Leider richtig.

Für Menschen mit einer gesundheitlichen Einschränkung welche u.U. die Leistung in der auszuübenden Tätigkeit beeinträchtigt, müssen erst einmal - spezielle - Ausbildungsplätze und auch die dazugehörigen Stellen geschaffen werden.

Und es kommt in der Tat nicht jeder Beschäftigungsbereich in Frage.

Was derzeit auf dem Arbeitsmarkt und von den Unternehmen gefragt ist, können Menschen mit einer gesundheitlichen Einschränkung welche u.U. die Leistung in der auszuübenden Tätigkeit beeinträchtigt in aller Regel nicht leisten.

In der Tat wären u.v.a. Tätigkeiten wie z.B. Gartenarbeiten (u.v.a. in den Parks), Gastronomie, Müllentsorgung in den Städten, Recycling, usw., möglich. Nur diese Stellen gibt es einfach nicht.

w120

Die Lebenshilfe bei uns hat ein Hotel gekauft.

Der Betrieb läuft gut und die Menschen, dir ich gesprochen habe, fühlten sich dort auch wohl.

Es gibt auch Menschen, die eigentlich gut im 1. Arbeitsmarkt zu vermitteln sind, die aber lieber im "geschützten Arbeitbereich" in der Lebenshilfe bleiben wollen.

Warum sollen behinderte Menschen nicht auch ihr Selbstwertgefühl in einer Arbeit außerhalb der Werkstätten finden dürfen.

Dazu gehört Druck auf die Arbeitgeber, zumindest in der Form, dass sie sich durch die Abgaben an der Förderung beteiligen (müssen).

Hier ein paar nähere Erläuterungen, unter anderem auch zum Bussgeld:

Etwa 173.000 Unternehmen in Deutschland sind gesetzlich dazu verpflichtet, mindestens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze an Menschen mit Behinderung zu vergeben. Nur rund 40 Prozent dieser Unternehmen besetzen alle Pflichtarbeitsplätze

https://www.juris.de/jportal/portal/page/homerl.psml?nid=jpr-NLARADG001…

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CoronaWegMachen

Prima, dass die Lebenshilfe hier das Geld hatte, um positiv zu wirken. Ein gutes Beispiel wie es gehen könnte.

Der Bundesfinanzminister muss jetzt schnell mit den Landesregierungen zusammen arbeiten, damit ganz viel und jede Menge gutes Steuergeld für solche Projekte zur Verfügung gestellt wird.

Denn hier bei solchen Projekten können die speziellen Ausbildungsplätze und auch die Stellen geschaffen werden, welche Menschen mit einer gesundheitlichen Einschränkung welche u.U. die Leistungsfähigkeit bei der auszuübenden Tätigkeit einschränken in der Tat benötigen.

CoronaWegMachen

Die Arbeitgeber (Wirtschaft, Unternehmen) müssen jetzt schnell mit dem Bundesarbeitsministerium zusammen arbeiten, und u.U. auch  für Menschen mit einer gesundheitlichen Einschränkung welche u.U. die Tätigkeit in der Arbeitswelt beeinträchtigen kann, Ausbildungsplätze wie auch die dazu gehörigen Stellen schaffen.

Grund : Dieser Kreis verfügt u.U. nicht über eine ausreichende Qualifizierung, oder sie haben gar keine Qualifizierung.

Solche Arbeitskräfte sind auf dem Arbeitsmarkt nicht gefragt.

Das muss geändert werden. Dazu ist das Bundesarbeitsministerium zuständig und auch die Arbeitgeber (Wirtschaft/Unternehmen).

Das Bundesarbeitsministerium muss jetzt schnell dafür Sorge tragen, dass ausbildungswillige Bewerber/innen keine finanziellen Nachteile beim Bezug von Sozialleistungen haben, wenn sie einen Ausbildungsvertrag abschließen. Es darf keine Demotivation aus finanziellen Gründen entstehen.

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Opa Klaus

Muss, muss, muss. Das BMAS kann keinen AG dazu zwingen, behinderte Menschen einzustellen. Wenn der AG lieber die Strafzahlungen akzeptiert, dann ist traurig aber Realität. Im öffentlichen Dienst werden behinderte Menschen gerne eingestellt. Da spreche ich aus Erfahrung mit meinem Sohn. Er ist geistig fit aber körperlich 100% behindert. Im wurde bei den bayerischen Finanzbehörden die Chance gegeben, eine duale Ausbildung zum dipl. Finanzwirt zu machen. Diese hat er genutzt ist mittlerweile Finanzinspektor im gehobenen Dienst in Bayern. 

Eine Frage der Ethik. Und Ethik kann nicht aufoktroiert werden. 

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

"Eine Frage der Ethik. Und Ethik kann nicht aufoktroiert werden. "

 

Ehrlich?

Was ist z.B. mit "Du sollst nicht töten" und anderen Geboten?

Sollten wir auch das gesetzliche Verbot des Mordes oder des Diebstahls aufheben, weil sie sich keiner gesellschaftlich vereinbarten Ethik unterwerfen wollen?

 

Mit Verlaub - sie argumentieren hier unsinnig.

Anna-Elisabeth

Mal eine Frage an die Tagesschau: Wieviele Menschen mit geistiger Behinderung arbeiten z.B. beim NDR? Diese Frage ist mein voller Ernst!

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Carlos12

Es geht bei der Quote um Behinderung allgemein, nicht nur geistige Behinderung. Ich kann mir gut vorstellen, dass der NDR seine Quote schafft. Und natürlich, gibt es Arbeitsfelder, die mit bestimnten Beeinträchtigungen nicht möglich sind.

bolligru

Diese Frage ist mein voller Ernst!

Grundsätzlich haben Sie Recht wenn Sie mehr Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit einer geistigen Behinderung fordern oder wünschen. 

Dem Anliegen ist aber Grenzen gesetzt. Die meisten Aufgaben überfordern Menschen mit einer Geisigen Behinderung und dazu zählen nicht nur diejenigen eines Piloten oder Chirurgen, sondern die Anforderungen in fast allen Berufen. Es bleibt einfach nicht viel, was schaffbar ist. Selbst im Bundestag gibt es nach meinem Wissen keine Menschen mit Geistiger Behinderung, auch nicht als "Putzhilfe", "Bundestagsdiener" oder "Pförtner".

Man muß also auch die andere Seite sehen und damit das, was tatsächlich leistbar ist.

Kritikunerwünscht

schwieriges Thema. Man sollte bei aller Inklusion aber nicht die anderen vergessen, so wie es in den Schulen schon oftmals ist. Alles dreht sich um Inklusion, um Diverse, um Flüchtlingskinder, nur um die Leute, die mit ihren Steuern alles erst ermöglichen und deren Kindern, kümmert sich niemand mehr.

Schirmherr

Viele Arbeitgeber drücken sich davor, Schwerbehinderte einzustellen?

Na der öffentliche Dienst, also die Verwaltung des selben Gesetzgebers, der da jetzt ein neues Gesetz gegen die vielen Arbeitgeber, die sich vor der Anstellung behinderter Mitarbeiter drücken,mmacht, ist selber vor zwei Wochen dafür gerügt worden, dass er sich vor der bis jetzt gültigen Anstellungsanteilen Behinderter drückt und hat die dafür fällige Strafzahlung gerärigt. War ja auch für die locker über unsere Steuereinnahmen zu tätigen. 

Unglaublich diese Doppelzüngigkeit und Scheinmoral der Regierungen und ihrer öffentlichen Dienste.. Hier läuft es wohl bei den progressivsten Neuregierungen nach den Konnservativsten Regeln, so ganz nach dem alten Grundsatz:Quod licet jovi non licet bovi

Sisyphos3

Schwerbehinderte 

wäre der Begriff "Leistungsgewandelte" nicht zielführender ?

ist es wichtig wenn z.B. ein Softwarefachmann  querschnittgelämt ist ?

kann er seine Aufgabe dadurch nicht erfüllen ? 

nie wieder spd

@91541matthias20. April 2023 • 14:49 Uhr: Wenn der behinderte Mensch im Rentenalter in einer Einrichtung lebt, bekommt er momentan ca 100€ Taschengeld. Sonst nix. Die Rente fällt da der gesetzlichen Pflicht zu Beteiligung an den Kosten der Einrichtung zum Opfer. Egal, ob der behinderte Mensch in einer Werkstatt gearbeitet hat oder in der freien Wirtschaft. Denn auch in der freien Wirtschaft werden behinderte Menschen niemals mehr bekommen als den Mindestlohn, der ja bekanntlich auch nicht zu einer Rente führt, die die Kosten der Heimunterbringung tragen und auch noch ein menschenwürdiges Leben ermöglichen könnte. Ein behinderte Mensch wird sich niemals ein menschenwürdiges Leben erlauben können. Weder vor noch mit der Rente. Egal wo er lebt und wohnt. Dazu ist diese Gesellschaft zu geizig und zu rücksichtslos.

Bender Rodriguez

Wieviele sind denn beim Habeck im Wirtschaftsministerium angestellt? Er sollte doch mit Beispiel voraneilen. Gerade bei diesen einfachen Sachen kann man mehr als 5% anstellen. 

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nie wieder spd

Man sollte behinderten Menschen nicht ständig einreden, dass sie nur dann relevant sind, wenn sie auch arbeiten. Das wird nämlich getan, seit sich um solche Menschen gekümmert wird. Viel mehr sollte jedem behinderten Menschen ein schönes Leben ermöglicht werden. Ganz ohne Arbeit. Zumindest ohne ihnen ein schlechtes Gewissen einzureden, weil sie nicht arbeiten (können). Auch behinderte Menschen haben ihren „Wert“ in sich. So wie jeder andere Mensch auch. Mit besonderen oder auch normalen Leistungen hat das nichts zu tun.