Auf einer Häuserwand in Leipzig steht "My Body my choice".

Ihre Meinung zu Schwangerschaftsabbrüche: Was wird aus Paragraf 218?

In der Ampel gibt es Bestrebungen, das Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen zu kippen - auch Familienministerin Paus unterstützt dies. Die Grünen-Politikerin hat aber nicht alle Koalitionspartner an ihrer Seite. Von Anita Fünffinger.

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185 Kommentare

Kommentare

Harald Friedrich

Alte weiße Männer bestimmen über die Körper der Frauen. Sorgen wir lieber dafür, dass das Kinder-Bekommen für Frauen kein Problem darstellt, statt sie zum Austragen ungewollter Schwangerschaften zu zwingen!

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0803

Viele Frauen wollen nicht schwanger werden und Kinder austragen, nur weil sie Sex haben. Da sie aber dennoch schwanger werden können, welchen Rat hat Harald Friedrich für diese Frauen, die nicht wenige sind?

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Wenn da mal nicht Putzi, die enthaltsame Sockenpuppe aus ihnen spricht...

Questia

15:46 Uhr

|"Viele Frauen wollen nicht schwanger werden und Kinder austragen, nur weil sie Sex haben. Da sie ...schwanger werden können, welchen Rat hat Harald Friedrich für diese Frauen, ..."|

Das hat der User Harald Friedrich doch geschrieben: "Sie nicht zum Austragen ungewollter Schwangerschaften zwingen."

0803

Ja, hat er. Habe über den Satz ein bisschen nachgedacht und mich gefragt, was das konkret bedeuten soll. Außerdem ist mir in der Zwischenzeit aufgefallen, dass auch alte Frauen, die nicht weiß sind, in dieser Hinsicht über den Körper junger Frauen bestimmen wollen. Seit Jahren habe ich das Gefühl, das Thema ist nicht einfach zu handhaben.

Anna-Elisabeth

@0803

"Viele Frauen wollen nicht schwanger werden und Kinder austragen, nur weil sie Sex haben. Da sie aber dennoch schwanger werden können, welchen Rat hat Harald Friedrich für diese Frauen, die nicht wenige sind?"

Viele Männer wollen nicht Vater werden, nur weil sie Sex haben. Und nu?

Icke 1

Der Paragrapf 218 gerhört schon lange in die Tonne gekloppt. Nur die betreffenden Frauen und Männer können und dürfen hier eine Entscheidung treffen. Der Staat, die Gesetzgebung hat außen vor zund bleiben. Noch sind wir nicht Eigentum des Staates, sondern entscheiden noch selber.

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Anna-Elisabeth

Schließe mich dem Danke gerne an!

Kaneel

Vor einiger Zeit habe ich Berichte von mehreren Frauen, die abgetrieben haben, gelesen. Häufig war der Grund, dass die Frauen mitten in einer Beziehungskrise steckten oder den Mann gerade erst kennengelernt hatten und jeweils überhaupt nicht abschätzen konnten wie sich die Beziehung entwickeln würde. Weitere Frauen waren zu dem Zeitpunkt psychisch erkrankt.

Unter den Frauen gab es solche, die mit ihrer Entscheidung im Reinen waren; solche, die sich im Nachhinein anders entschieden hätten, sich für ihre Entscheidung aber nicht verurteilten; und solche, die mit ihrer Entscheidung haderten.

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Questia

15:42 Uhr

|"...Unter den Frauen gab es solche, die mit ihrer Entscheidung im Reinen waren; solche, die sich im Nachhinein anders entschieden hätten, sich für ihre Entscheidung aber nicht verurteilten; und solche, die mit ihrer Entscheidung haderten."|

So verhält es sich mit allen Entscheidungen im Leben, nach meiner Erfahrung.

Kaneel

Nunja, da sehe ich aber gravierende Unterschiede, ob ich mich in einer Ausnahmesituation für einen Abbruch entscheide oder ob ich für eine neue Arbeitsstelle mein gewohntes Umfeld verlasse.

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Ich hätte noch eine ganz einfach Lösung anzubieten:

 

Wie wäre es wenn wir, statt der Pflicht, dass Frauen eine Schwangerschaft austragen müssen, eine Pflicht des Mannes zur Vasektomie einführen.

Eine Vasektomie, also die Trennung der Samenleiter des Mannes, ist ein völlig unkomplizierter Eingriff, der sich bei Bedarf auch problemlos wieder rückgängig machen lässt.

 

Wenn Frau bereit ist eine Schwangerschaft auf sich zu nehmen, kann sie dem Arzt die Erlaubnis geben, sozusagen zeitweise "den Hahn  wieder aufzudrehen".

 

So liessen sich Hunderttausende ungewollte Schwangerschaften vermeiden, die in der Summe weitaus mehr Komplikationen und Risiken in sich bergen, als alle Vasektomien zusammen.

Und auch die Männer würden davon profitieren - schliesslich hätten sie nicht mehr das Risiko ungewollt Kindesunterhalt zahlen zu müssen.

 

Eine Win-Win-Lösung!

 

Ich bin gespannt, was meine Mit-Foristen davon halten!

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Kristallin

Oder gewisse körperlich gesunde Männer werden gezwungen Kinder zu zeugen........

Und das Ergebnis davon lebenslang voll zu finanzieren..... alles gegen ihren Willen! 

Francis Fortune

Wo ist denn die Win-Win-Lösung, wenn Sie ein "muss" gegen ein anderes "muss" austauschen? Oder ganz garstig ausgedrückt: Statt "Gebährmaschinen" jetzt "Samenspender"?

 

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Wieso - der Mann darf doch mitentscheiden.

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Wieso - der Mann darf doch mitentscheiden.

Aber interessant, wo bei manchen der Panikbutton liegt...

Harald Friedrich

Insbesondere für die angeblich liberale FDP ist es eine Schande, über den §218 am Austrage-Zwang für Frauen festzuhalten. Ist die FDP nur liberal, wenn es um Vorteile für große Firmen geht? Warum schaffen wir nicht lieber eine Welt, in der sich Frauen und Familien freuen können, dass sie ein Kind bekommen?

Als Vater von 4 Kindern weiß ich, wie spärlich die Unterstützung des Staates für Familien ist. Wir sind zum Glück nicht richtig arm und waren auf die Leistungen der Gemeinschaft nicht so angewiesen.

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Opa Klaus

Sie leben in einem der reichsten Staat auf diesem Planeten mit einem vorbildlichen Sozialsystem. Was sollen Frauen in ärmeren Ländern denken? 

Kaneel

Mein Eindruck ist, wenn Männer diejenigen wären, die ein Kind austragen und nicht Frauen, würde die Debatte (teilweise) anders geführt werden. Einige Männer positionieren sich hier sicherlich aus religiösen o.ä. Gründen gegen Abtreibung.

Einigen männlichen Usern geht es m.E. aber nicht um den Schutz des Lebens, da diese auf diesen ganz schnell pfeifen wenn es um die Aufnahme von Geflüchteten oder um höhere Sozialleistungen für Familien in prekären Lebenssituationen geht.

M.E. muss es weiterhin eine Möglichkeit für legale Abtreibung in den ersten drei bzw. dreieinhalb Monaten geben. Spätabtreibungen sollten aber nur in Ausnahmesituationen erlaubt werden. Und da das vermutlich bei Spätabtreibungen häufig der Grund ist: sollten Familien mit Kindern mit Beeinträchtigungen sehr viel besser und unkomplizierter unterstützt werden und nicht noch ihre Energie dafür aufwenden müssen für notwendige Therapien zu kämpfen.

Neutrale Stimme

Soblad ein Herzschlag vorhanden ist sollte nicht mehr abgetrieben werden. Ansonnsten ist das Mord. Natuerlich gibt es auch aussnahmen durch Gesundheitlichen Gruenden. Das ist aber eher die Ausnahme.

 

NieWiederAfd

Manchmal kann man nur noch den Kopf schütteln: Männer sind es, die - nicht nur bei Vergewaltigung - Frauen mit ungewollten Schwangerschaften sitzen lassen. Und nun sind es hier in der Diskussion wie auch oft in der Öffentlichkeit Männer, die Frauen unterstellen  ohne Paragraf 218 würden die Frauen ja nur darauf warten, einen Schwangerschaftsabbruch vorzunehmen.

Manche Männer sollten mal schweigen und ihre inneren Bilder überprüfen. 

 

 

gez. NieWiederAfd 

 

 

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BotschafterSarek

Manchmal kann man nur noch den Kopf schütteln: Männer sind es, die - nicht nur bei Vergewaltigung - Frauen mit ungewollten Schwangerschaften sitzen lassen.

Mit der Aussage macht man es sich etwas zu einfach. Grundsätzlich stimmt das Gesagte erst mal. Aber wie kommt es denn zu diesen ungewollten Schwangerschaften (ohne Vergewaltigungen)? Keine Frau muss sich auf ungeschützten Verkehr einlassen. Etwas mehr Verantwortung beim "Gebrauch der Sexualität" (von Männern und Frauen !) würde so manchen Schwangerschaftsabbruch vermeiden ...

Neutrale Stimme

Niewieder AFD kennt nur schwarz oder weiss.

Der neue Goldstandard

Zitat: "Manchmal kann man nur noch den Kopf schütteln: Männer sind es, die - nicht nur bei Vergewaltigung - Frauen mit ungewollten Schwangerschaften sitzen lassen."

 

Beides Mal sind Männer, die Frauen vergewaltigen oder mit einer ungewollten Schwangerschaft sitzen lassen, sehr zu verurteilen.

Einen Grund mehr einen Kultur- und Mentalitätswandel hin zu stabilen und starken Familien herbeizuführen, die der beste Garant dafür sind, dass so etwas nicht passiert und sowohl die Kinder als auch die Familien und die Gesellschaft sich prächtig entflaten und entwickeln.

Sie nehmen meine Argument vorweg.

Weiter so!

NieWiederAfd

Manchmal kann man nur noch den Kopf schütteln: Männer sind es, die - nicht nur bei Vergewaltigung - Frauen mit ungewollten Schwangerschaften sitzen lassen. Und nun sind es hier in der Diskussion wie auch oft in der Öffentlichkeit Männer, die Frauen unterstellen  ohne Paragraf 218 würden die Frauen ja nur darauf warten, einen Schwangerschaftsabbruch vorzunehmen.

Manche Männer sollten mal schweigen und ihre inneren Bilder überprüfen. 

 

 

gez. NieWiederAfd 

 

 

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Kristallin

Das Bild wird dann nur noch entrechtender......

Am besten "Mädchen" sofort ab 18 verheiraten.... Zack zack, Gatte wird Vormund u Scheidung gibts nur wenn Gatte einwilligt.

BotschafterSarek

Der Spruch auf dem Beitragsbild - My body my choice - zeigt das Problem in der ganzen Diskussion. Ginge es nur um den Körper der Schwangeren, wäre die Abschaffung des § 218 kein Problem. Aber so einfach ist es nicht - denn das ungeborene Kind ist eben nicht Teil der Mutter. Daher steht sein Leben wie jedes andere menschliche Leben zwangsläufig unter dem besonderen Schutz des Staates.  Das bestätigt auch die gesamte Rechtsprechung des BVerfG, nach dessen Urteil von 1998 Schwangerschaftsabbrüche zwar unter bestimmten Bedingungen straffrei bleiben können, aber grundsätzlich rechtswidrig sind. Das Grundrecht auf Leben des Kindes kann hier auch nicht gegen Freiheitsrechte der Schwangeren aufgewogen werden. Das BVerfG hat schon in seinem Urteil von 1975 klargestellt, dass das Recht auf Leben nicht irgendein Grundrecht ist, sondern “die vitale Basis der Menschenwürde und die Voraussetzung aller anderen Grundrechte”. Es steht somit vor den Freiheitrechten.

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BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Ich empfehle allen, die zu diesem Thema ihre Sorge um die Kinder heucheln, sich lieber um die Kinder zu sorgen, die bereits geboren sind, als um Zellhaufen, die vielleicht mal Kinder werden könnten.

Besonders widerlich finde ich es, wenn rechtsextreme Parteien auch hier im Forum nach Menschenrechten für Föten schreien, während sie andererseits kein Problem damit haben, brutale Diktaturen und Kriegsverbrechern zu hofieren, Menschenkinder in Hunger- oder Kriegsgebiete abzuschieben oder "zur Abschreckung" im Mittelmeer elendig ersaufen zu lassen.

 

Und für all die Pharisäer, die sich auf die angeblichen Stimmen irgendeines Gottes in ihrem Kopf berufen.

Wenn dieser Gott tatsächlich für alles verantwortlich wäre - dann treibt er 50-70% ALLER Föten ab.

Denn so hoch ist der Anteil an Schwangerschaften, die mit dem Absterben des Fötus enden.

 

Ganz ehrliche - ich denke all diesen Leuten geht es eigentlich nur um Eines.

Nämlich Anderen Menschen ihre eigenes verqueres Weltbild aufzuzwingen.

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Moderation

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Die Moderation

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Überlassen wir doch die Entscheidung einfach denjenigen, die es betrifft.

 

Den Frauen!

Kaneel

@Der neue Goldstandard:

Verstehe ich Sie richtig, Sie befürworten Schwangeschaftsabbrüche bei Familien mit geringem Einkommen bzw. Frauen ohne Einkommen?

AuroRa

Das Recht auf Leben wird durch Schwangerschaftsabbrüche nicht beeinträchtigt, denn Schwangere töten niemanden, sondern beenden lediglich den Zustand des eigenen Körpers. 

Account gelöscht

Der § 218 wurde in früheren Jahren sicherlich oft als "Spaßbremse" empfunden. doch hat er auch Ehen "gestiftet" und  zur  "Arterhaltung beigetragen".  Inzwischen  wird  er wohl kaum noch  beachtet- kann also ersatzlos gestrichen werden. Damit entfiele auch die Konfliktberatung.  Es bleibt abzuwarten, ob die Neuregelung  sich segensreich auswirkt.