Demonstranten stehen neben einer brennenden Barrikade während einer Demonstration auf dem Place de la Concorde.

Ihre Meinung zu Macrons Rentenreform: Wie geht es nun weiter in Frankreich?

Am Abend gab es in mehreren Städten erneut gewaltsame Demonstrationen gegen die Rentenreform in Frankreich. Auch in den kommenden Tagen sind Proteste angekündigt. Stefanie Markert beantwortet die wichtigsten Fragen, wie es nun weiter geht in dem Land.

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163 Kommentare

Kommentare

Coachcoach
Ich kann den Demonstranten nur Erfolg wünschen

Es ist wichtig, dass diejenigen, die den Reichtum schaffen, ihre Rechte, Würde und gesellschaftliche Stellung bewahren.

Ich wünsche ihnen vollen Erfolg. Hier in D haben wir es nicht geschafft.

sonnenbogen
Hmmm....

Erste, zweite... na, dann kommt wohl jetzt die dritte Revolution

Nachfragerin
Protestkultur

Das politische Engagement der Franzosen beeindruckt mich. In Deutschland würde die Mehrheit so etwas einfach hinnehmen, die protestierende Minderheit in die rechte Ecke stellen oder am liebsten einfach überfahren, sofern sie das Heiligtum des Deutschen blockieren.

Warum ist das so?

Bender Rodriguez

Die Franzosen sollen doch einfach zu uns kommen. Arbeiten bis 70, besserer Wein,  deutlich niedrigere Rente. Vielleicht erkennen sie dann, wie gut sie es haben. denn  was nutzt uns besserer Wein, wenn uns keine Zeit bleibt, ihn zu trinken, vorausgesetzt, wir können ihn überhaupt bezahlen?

Wie gesagt, sobald die linke die Rente mit 64 propagiert, erhält sie die absolute Mehrheit

Izmi
Eintracht

",,,was ja 'Eintracht' heißt. Aber davon ist Frankreich weit entfernt..."

Ist das so? Es sieht für mich auch nach der Berichterstattung eher danach aus, als ob eine deutliche Mehrheit der Franzosen das neue Rentengesetz nicht will. Ich möchte gar nicht auf die "8 von 19 auf dem Arbeitsmarkt" eingehen, denn sicher stehen auch viele nicht mehr beschäftigte Angehörige dieser Franzosen genauso gegen Macrons Versuch, demokratische Vorstellungen zu brechen. Das Land war schon immer für Revolutionen gut.

Nachfragerin
Umdenken

"Wir brauchen mehr Bock auf Arbeit!" (Steffen Kampeter, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände)

Hat sich eigentlich mal jemand gefragt, warum Menschen mehr arbeiten sollen, obwohl viele Arbeiten von Maschinen übernommen wurden und britische Unternehmen in einem Versuch feststellten, dass die Zufriedenheit und Produktivität ihrer Mitarbeiter in einer Viertagewoche höher ist?

Eine Maschinensteuer würde die Gesellschaft massiv voranbringen. Aber das wollen die Maschinenbesitzer und deren Fürsprecher in der Politik natürlich nicht.

sosprach
Renten, Reaktion

Es braucht eben einen Schröder um solche Notwendigkeiten durchzusetzen. Es Ist natürlich politischer Selbstmord. Die Nachfolger werden die Reformen und wirtschaftliche Erholung für sich reklamieren und die Härten eben nicht herausnehmen. Von Deutschland lernen...

Dennoch eine Reform die für Frankreich notwendig ist. Der Protest ist eben  auch verständlich, wer will schon mehr oder länger arbeiten?

Sisyphos3
@08:21 Uhr von Nachfragerin

Das politische Engagement der Franzosen beeindruckt mich. In Deutschland würde die Mehrheit so etwas einfach hinnehmen, die protestierende Minderheit in die rechte Ecke stellen oder am liebsten einfach überfahren, sofern sie das Heiligtum des Deutschen blockieren.

Warum ist das so?

 

mit welchem Recht darf eine Minderheit der Mehrheit ihren Willen aufzwingen ?

definieren sie so Demokratie

 

Esche999
Das Mandat zur Machtausübung

Gewiß haben unsere französischen Nachbarn eine etwas andere Mentalität als wir - aber an den Sachverhalten kann das auch nichts ändern - und die sind bezüglich der Rentenproblematik in Frankreich und Deutschland  ganz ähnlich. Was tun ? Nun, Prof.Sinn hat es uns deutlich gesagt und das sollten sich die Franzosen auch zu eigen machen. Die Gewaltaktionen sind auf jeden Fall der völlig falsche Weg und Macron verdient unsere volle Anerkennung dafür, daß er angesichts der Realitäten das Gesetz des HANDELNS an sich gerissen hat und nicht vor der Irrationalität von Clustern einknickt. Die Demokratie ist keine machtlose Spielwiese, sondern erteilt das Mandat zur Machtausübung - und dazu muß man dann auch bereit sein. Bundeskanzler ,vergiß das nicht !

Nettie
Weiter geht es im Leben immer - muss es ja auch irgendwie

Dabei ist Zusammenhalt (und Zusammenarbeit) natürlich immer zielführend - ganz im Gegensatz dazu, sich gegeneinander aufbringen und auseinanderdividieren zu ‚lassen‘. Um beides scheint es in Frankreich jedenfalls besser bestellt zu sein als in vielen anderen Ländern:

„In Paris wurde die Umgehungsschnellstraße, die Périphérique, besetzt, mitten in der Rush Hour. Und die Autofahrer reagierten gar nicht genervt, sondern hoben noch die Fäuste und zeigten ihre Zustimmung zu den Protesten. Denn acht von 10 Franzosen und Französinnen auf dem Arbeitsmarkt wollen die Reform nicht und auch nicht, dass sie mit dem Artikel 49.3 ohne Votum durch das Parlament gedrückt wird“.

Seebaer1
Das dürfte eng werden...

Das ist nun genau das Szenarium welches ich meinte, als ich letztens schrieb, Macron hat noch ganz andere Probleme als den Misstrauensantrag.

Und das Misstrauen der Straße dürfte ihm gefährlicher werden als ggf. das des Parlaments.

teachers voice
re @08:21 Nachfragerin: Frage und Antwort

Das politische Engagement der Franzosen beeindruckt mich. In Deutschland würde die Mehrheit so etwas einfach hinnehmen, die protestierende Minderheit in die rechte Ecke stellen oder am liebsten einfach überfahren, sofern sie das Heiligtum des Deutschen blockieren.

Warum ist das so?

 

Für Sie ist das doch eine rein rhetorische Frage, die Sie hier dich permanent selbst beantworten: „Deutsche“ haben keine eigene Meinung, sind Mainstreamgesteuert und lediglich willige Vasallen der Amerikaner.

Damit ist für Sie und manche doch alles bereits geklärt. 

Die tatsächliche Frage, wie in der heutigen Situation eine allgemeine Rente ab 60 funktionieren soll, beschäftigt  Sie offensichtlich weit weniger.

Seebaer1
@08:21 Uhr von Nachfragerin

Das politische Engagement der Franzosen beeindruckt mich. In Deutschland würde die Mehrheit so etwas einfach hinnehmen, die protestierende Minderheit in die rechte Ecke stellen oder am liebsten einfach überfahren, sofern sie das Heiligtum des Deutschen blockieren.

Warum ist das so?

 

Wenn man hier relativ regelmäßig mitliest hat man eine Ahnung, warum das so ist...

 

NieWiederAfd

Frankreich hat seit jeher starke Gewerkschaften, und es ist nicht ausgemacht, ob der lange Atem der landesweiten Proteste nicht Wirkung zeigen wird, selbst wenn die beiden Misstrauensvoten scheitern. LePens Rechtsaußen-RN stellt sich selbst ins Abseits mit der lächerlichen wie empörenden Alternative, die "Französinnen sollten mit staatlicher Förderung mehr einheimische Babys gebären". Der zweite Misstrauensantrag hat größere Chancen, weil auch Parlamentarier des Regierungslagers die Reform z.T. offen als „sozial ungerecht“ bzw. "diskriminierend für Frauen und Senioren" bezeichnen, zumal Macron noch 2019 versprach, eine Rentenreform nicht auf die Agenda zu setzen. Sein Hauptargument damals: Die hohe Arbeitslosigkeit mache Pläne, das Rentenalter anzuheben, "heuchlerisch". 

Eine Rentenreform geht in Frankreich wohl nur unter einer linken Regierung: Hollande konzipierte z.B. 2014 eine Verlängerung der Beitragszeit peu a peu bis 2035 als Bedingung für eine Vollrente.

 

gez. NieWiederAfd 

 

 

Sisyphos3
@08:15 Uhr von Coachcoach

Es ist wichtig, dass diejenigen, die den Reichtum schaffen, ihre Rechte, Würde und gesellschaftliche Stellung bewahren.

Ich wünsche ihnen vollen Erfolg. Hier in D haben wir es nicht geschafft.

 

 

wer schafft Reichtum ?

jeder der arbeitet und so zum Volkseinkommen (und seiner Rente) beiträgt

oder Leute die neidvoll auf andere blicken welche etwas mehr haben,

weil sie wohl auch etwas mehr tun

wobei es natürlich immer einfach ist von den "Reichen" zu sprechen

Menschen die kaum repräsentativ sind in einer Gesellschaft

 

Wenn man mit 25 beginnt zu arbeiten Rentenanwartschaften erwirbt

und mit 62 schon in den Ruhestand will - dazwischen noch Zeiten des "Nichtstuns" hat

es ist schon schwierig mit 30 Beitragsjahren ne Rentendauer von 20 Jahren zu finanzieren

vielleicht sollte man sich dessen bewußt werden, bevor man Autos und Häuser anzündet

und so noch mehr Kosten verursacht

H. Hummel
Gestern im TV: junge Franzosen, geschätzt ...

.. 25 Jahre alt, also noch rd. 40 Jahre von einer möglichen Rente entfernt. Die betrifft diese Anhebung, der ja in den kommenden Jahrzehnten vsl. weitere Folgen können/werden, Null und niemals. Hier geht vielfach um Krawall und brennende Barrikaden. Von der ausgeübten Gewalt ganz zu schweigen.

Wer unter 50 ist, hat mit der Anhebung direkt garnichts zu tun. Es sei denn er hätte hellseherische Fähigkeiten im Bezug auf Wirtschaft und Rentenentwicklung. 

Vieles ändert sich von heute auf morgen. Deutsche Rentner haben zwar vielfach ein geregeltes Einkommen ... was ihnen dann auf anderem Wege bis an die Armutsgrenze wieder abgenommen wird. Das sich die persönliche,  von der Politik geforderten, Altersvorsorge blitzartig auflöst hätten sich die Rentner von heute vor 20 Jahren auch nicht träumen lassen.

Was also auf die Franzosen in vielen Jahren zukommt, ist noch völlig offen.

Adeo60
Rente mit 62 nicht finanzierbar

Macron hat sich entschlossen, diesen schwierigen Weg zu gehen. Er hätte es sich leicht machen und ignorieren können, was andere Länder längst erkannt und umgesetzt haben. Eine alternde Gesellschaft muss das Rentensystem anpassen oder die jüngere Generation mit immensen Kosten belasten. Keine Frage: Niemand verzichtet gerne auf liebgewordene Privilegien wie die Rente mit 62. Aber irgendjemand muss die Zeche dafür zahlen. Populisten wie Le PEN biedern sich da gerne den Protestierenden an, ohne allerdings eigene Lösungsvorschläge zu entwickeln. Trump, Salvini, Bolzonaro, Johnson u.a. haben in ihren Ländern den Karren gegen die Wand gefahren. FRA braucht Politiker mit Rückgrat, den Rat von Experten und keine populistischen Rattenfänger.

Seebaer1
@08:37 Uhr von Sisyphos3

Das politische Engagement der Franzosen beeindruckt mich. In Deutschland würde die Mehrheit so etwas einfach hinnehmen, die protestierende Minderheit in die rechte Ecke stellen oder am liebsten einfach überfahren, sofern sie das Heiligtum des Deutschen blockieren.

Warum ist das so?

 

mit welchem Recht darf eine Minderheit der Mehrheit ihren Willen aufzwingen ?

definieren sie so Demokratie

 

Genau! Und deshalb sind solche Protestierenden in der rechten Ecke gut aufgehoben, nicht wahr?

 

 

FakeNews-Checker
@08:23 Uhr von Bender Rodriguez

Die Franzosen sollen doch einfach zu uns kommen. Arbeiten bis 70, besserer Wein,  deutlich niedrigere Rente. Vielleicht erkennen sie dann, wie gut sie es haben. denn  was nutzt uns besserer Wein, wenn uns keine Zeit bleibt, ihn zu trinken, vorausgesetzt, wir können ihn überhaupt bezahlen?

 

Der  Billig-Fuselweinverschnitt  von  Aldi  tut´s  auch,  damit  man  das  alles  nicht  mehr  mitbekommt  und  überrauschen  kann.

 

Seebaer1
@08:48 Uhr von teachers voice

Das politische Engagement der Franzosen beeindruckt mich. In Deutschland würde die Mehrheit so etwas einfach hinnehmen, die protestierende Minderheit in die rechte Ecke stellen oder am liebsten einfach überfahren, sofern sie das Heiligtum des Deutschen blockieren.

Warum ist das so?

 

Für Sie ist das doch eine rein rhetorische Frage, die Sie hier dich permanent selbst beantworten: „Deutsche“ haben keine eigene Meinung, sind Mainstreamgesteuert und lediglich willige Vasallen der Amerikaner.

Damit ist für Sie und manche doch alles bereits geklärt. 

Die tatsächliche Frage, wie in der heutigen Situation eine allgemeine Rente ab 60 funktionieren soll, beschäftigt  Sie offensichtlich weit weniger.

 

Das tun Lehrer besonders gern. Ausschweifende Erläuterungen ohne die Frage tatsächlich zu beantworten.

 

Karl Klammer
@08:15 Uhr von Coachcoach - Erfolg bei Brandstiftung & Co ?

Es ist wichtig, dass diejenigen, die den Reichtum schaffen, ihre Rechte, Würde und gesellschaftliche Stellung bewahren.

Ich wünsche ihnen vollen Erfolg. Hier in D haben wir es nicht geschafft.

 

Aber hier wird sich schon echauffiert wen sich welche auf die Straße kleben

oder streikende ÖTVLer,Piloten,Lokführer angeblich das Volk in Geiselhaft nehmen

FakeNews-Checker
@08:48 Uhr von NieWiederAfd

Frankreich hat seit jeher starke Gewerkschaften, und es ist nicht ausgemacht, ob der lange Atem der landesweiten Proteste nicht Wirkung zeigen wird, selbst wenn die beiden Misstrauensvoten scheitern. LePens Rechtsaußen-RN stellt sich selbst ins Abseits mit der lächerlichen wie empörenden Alternative, die "Französinnen sollten mit staatlicher Förderung mehr einheimische Babys gebären". Der zweite Misstrauensantrag hat größere Chancen, weil auch Parlamentarier des Regierungslagers die Reform z.T. offen als „sozial ungerecht“ bzw. "diskriminierend für Frauen und Senioren" bezeichnen, zumal Macron noch 2019 versprach, eine Rentenreform nicht auf die Agenda zu setzen. Sein Hauptargument damals: Die hohe Arbeitslosigkeit mache Pläne, das Rentenalter anzuheben, "heuchlerisch". 

 

 

Macron  hat  schon  immer  viel  versprochen,  wenn  der  Tag  lang  ist.

 

AbseitsDesMainstreams
@08:32 Uhr von Nachfragerin

Hat sich eigentlich mal jemand gefragt, warum Menschen mehr arbeiten sollen, obwohl viele Arbeiten von Maschinen übernommen wurden und britische Unternehmen in einem Versuch feststellten, dass die Zufriedenheit und Produktivität ihrer Mitarbeiter in einer Viertagewoche höher ist?

 

Ich erinnere mich auch, dass die 35-Stundenwoche unausweichlich erschien, weil ja die Arbeit mehr und mehr durch Maschinen erledigt wurde. Um 2000 Altersteilzeit und Frühverrentungsprogramme, damit Jüngere einen Arbeitsplatz erhalten.

 

Dafür haben wir jetzt die Jobs in der Bürokratie geschaffen. Wir rechnen und dokumentieren jede Zahnbürste im Heim und anderswo. Danke für QM, Controlling, IT, Steuerbehörden & Co. Jetzt ist alles ganz genau, besonders gerecht und kein Cent verschwindet. Die Arbeitnehmer ächzen unter der Arbeitsverdichtung, träumen von der 35-Stundenwoche und werden vermutlich nicht so lange Rente genießen können, wie die vorherige Generation.

Seebaer1
Nie wieder AfD

Was bitte ist lächerlich oder gar "empörend" daran, als Politiker eines alternden Landes mit einem Rentenproblem durch gezielte Förderung zu versuchen, die Geburtenrate zu erhöhen?

Sisyphos3
@08:48 Uhr von teachers voice

Für Sie ist das doch eine rein rhetorische Frage, die Sie hier dich permanent selbst beantworten: „Deutsche“ haben keine eigene Meinung, sind Mainstreamgesteuert und lediglich willige Vasallen der Amerikaner.

Damit ist für Sie und manche doch alles bereits geklärt. 

Die tatsächliche Frage, wie in der heutigen Situation eine allgemeine Rente ab 60 funktionieren soll, beschäftigt  Sie offensichtlich weit weniger.

 

in Frankreich herrscht ein anderer Mainstream

warum kann man nicht   gelegentlich an der Realität orientieren

die Frage stellen wie die Rente finanzierbar ist

also mein Arbeitsleben begann mit 14 - meine Tochter 20 hat gerade ihr Studium begonnen

wie lange werde ich Rentenbezieher sein

auch das finde ich sollte ein Gesichtspunkt darstellen nicht blindwürdiger Verhalten ohne zu wissen wer es finanziert

sonnenbogen
@08:51 Uhr von Adeo60

Macron hat sich entschlossen, diesen schwierigen Weg zu gehen. Er hätte es sich leicht machen und ignorieren können, was andere Länder längst erkannt und umgesetzt haben. Eine alternde Gesellschaft muss das Rentensystem anpassen oder die jüngere Generation mit immensen Kosten belasten. Keine Frage: Niemand verzichtet gerne auf liebgewordene Privilegien wie die Rente mit 62. Aber irgendjemand muss die Zeche dafür zahlen. Populisten wie Le PEN biedern sich da gerne den Protestierenden an, ohne allerdings eigene Lösungsvorschläge zu entwickeln. Trump, Salvini, Bolzonaro, Johnson u.a. haben in ihren Ländern den Karren gegen die Wand gefahren. FRA braucht Politiker mit Rückgrat, den Rat von Experten und keine populistischen Rattenfänger.

Wer die Alten nicht respektiert hat also Rückgrat?

bolligru
Auseinanderdriften von Gesellschaftsschichten

In Frankreich sehen wir das gleiche Auseinanderdriften der Gesellschaftsschichten wie in allen Industrieländern.

 

Einerseits wird Arbeit immer mehr zur Selbstvermarktung bei gleichzeitig zunehmender Erniedrigung und ständiger Erreichbarkeit, wobei real für die kleinen Leute immer weniger Kaufkraft als Entlohnung zur Verfügung steht.

 

Anderseits steigen Spitzengehälter ins Unermessliche. Die Reichen werden immer reicher. Es bildete sich eine herrschende Elite. Macron ist Teil davon. Diesen ist die Bodenhaftung völlig abhanden gekommen. "Eliteschüler" wie Macron, ehemals hochrangig bei Goldman- Sachs beschäftigt, die stets in der Welt der Wohlhabenden lebten und sich für etliche tausend Euro monatlich die regelmäßige Kosmetik leisten, können und wollen sich gar nicht vorstellen, wie es einem täglich hart arbeitendem Menschen geht und welche Nöte Menschen mit kleinem Einkommen haben. Macron macht Politik zum Wohle der Wohlhabenden und das merken die kleinen Leute in Frankreich.

Seebaer1
@08:56 Uhr von Karl Klammer

Es ist wichtig, dass diejenigen, die den Reichtum schaffen, ihre Rechte, Würde und gesellschaftliche Stellung bewahren.

Ich wünsche ihnen vollen Erfolg. Hier in D haben wir es nicht geschafft.

 

Aber hier wird sich schon echauffiert wen sich welche auf die Straße kleben

oder streikende ÖTVLer,Piloten,Lokführer angeblich das Volk in Geiselhaft nehmen

 

Da werfen Sie jetzt aber ganz verschiedene  Dinge in einen Topf, die da nicht zusammen hineingehören.

 

Sisyphos3
@08:53 Uhr von Seebaer1

Das politische Engagement der Franzosen beeindruckt mich. In Deutschland würde die Mehrheit so etwas einfach hinnehmen, die protestierende Minderheit in die rechte Ecke stellen oder am liebsten einfach überfahren, sofern sie das Heiligtum des Deutschen blockieren.

Warum ist das so?

 

mit welchem Recht darf eine Minderheit der Mehrheit ihren Willen aufzwingen ?

definieren sie so Demokratie

 

Genau! Und deshalb sind solche Protestierenden in der rechten Ecke gut aufgehoben, nicht wahr?

 

 

es ist mit egal wo sie die Protestierenden platzieren

auf jeden Fall nicht in der Realität

CoronaWegMachen
Zu erwarten ist...

... Weitere und wahrscheinlich dauerhafte Proteste.

Der französische Präsident tut gut daran schon mal eine Sicherheitsstufe anzuordnen, um die innere Sicherheit des Landes zu sichern.

Die miese Stimmung im Volk die hat er selber zu verantworten.

Ein Regieren in Sachen Rentenreform mit Absprache (ohne Abstimmung der Abgeordneten) aus einem Palast heraus kann nur Unmut beim Wahlvolk hervor bringen.

H. Hummel
@08:32 Uhr von Nachfragerin

Hat sich eigentlich mal jemand gefragt, warum Menschen mehr arbeiten sollen, obwohl viele Arbeiten von Maschinen übernommen wurden und britische Unternehmen in einem Versuch feststellten, dass die Zufriedenheit und Produktivität ihrer Mitarbeiter in einer Viertagewoche höher ist?

#

Hat sich mal jemand gefragt warum man bis 67 + X arbeiten und private Vorsorge treffen soll, wenn einem nach Eintritt alles bis an den unpfändbaren Teil wieder abgenommen wird? 

Kommen wir auf diesem Wege zur "Einheitsrente", dem Bürgergeld?

Heute sind es "wahnsinnige" Sanierungsforderungen und Auflagen", und morgen?

Schweden z. B. hat mit seinen Bürgern in 25 Jahren das durchgeführt, was Deutschen in 6 Monaten auferlegt wird.

Geht da jemand auf die Straße? 

Nicht falsch verstehen: Auch Schweden ist mit rd. 18 % armer- oder von Armut bedrohter Bürger weit vom Paradies entfernt.

Kokolores2017

Welche Alternativen sehen denn die wütenden Demonstranten und die Gleichgesinnten hier? Das muss doch jetzt langsam mal auf den Tisch (bevor der auch noch in Flammen aufgeht).

 

In Europa liegt das Renteneintrittsalter im Durchschnitt bei 65 Jahren. Insgesamt reicht es von Slowak. Republik 59 bis Finnland 70 (!). Überhaupt arbeitet man in den skandinavischen Ländern sowie Irland und GB wohl am längsten. An alle Bewunderer von "Volkszorn": ich kann mich nicht erinnern, dass Leute aus N/S/DK/SF deswegen auf die Barrikaden gegangen wären; vielleicht haben sie einfach verstanden, dass sie entweder während der Arbeitsjahre viel mehr in die Rentenkassen einzahlen oder eben länger arbeiten müssen, um die Rentenlücke zu decken, die in einer immer älter werdenden Gesellschaft entsteht.

 

Vielleicht haben sich viele Protestler einfach in eine Empörung gesteigert, aus der sie jetzt nicht mehr zurückfinden - ist ja generell der Zeitgeist und hat im Land Tradition.

Henricus

Frankreich und seine Menschen haben eine andere Streik- und Protestmentalität als wir. Wenn man dort auf die Straße geht, kann sich revolutionärer Auf- und Widerstand dort auch so stark radikalisieren, dass er in Gewalt der Straße ausartet.

Das Aggressionspotential und die Bereitschaft zum Widerstand gegen staatliche Obrigkeiten und Institutionen ist ungleich anders entwickelt als in der BRD.

Macrons Rentenpolitik mag vielleicht einer gewissen Notwendigkeit unterliegen, ihre politische Vermittlung und Umsetzung ist unklug. Sie zielt auf eine Konfrontation zwischen der Politik und den Bürger/innen seines Landes. 

Mme Le Pen wird es ihm danken.

Trendy
So leben wie das Volkmeint....

Das ist Demokratie wenn ein Volk selbst bestimmen kann wo es die Altergrenze für die Rente festlegt. Es muß nicht alles vereinheitlicht werden und die Bevölkerung ist eben in so fundamentalen Sachen wie Rente nicht die Regierung. Das ist gut so und viele wollen eben nicht das vereinheitliche Europa wo alles gleich ist.- Der Franzose also auch der französichsprachige Europäer- genau genommen- lebt nicht um zu arbeiten wie der Deutsche (deutschsprachige Europäer) sondern er arbeitet um zu leben und das war schon immer Fundamental und ist allgemein bekannt. Es gibt also grundsätzliche Unterschiede in Europa und das muß man aktzeptieren aber wir sind trotzdem Freunde. Natürlich wird Macron Geschichte werden und ich wünsche unseren französichsprachigen Kollegen in Europa viel Glück!

Duzfreund
Wie geht es nun weiter in Frankreich?

Das ist doch einfach, wenn die Renten nicht zu bezahlen sind, muss man sie halt senken. Wir machen das doch auch.

Adeo60
@08:21 Uhr von Nachfragerin

Das politische Engagement der Franzosen beeindruckt mich. In Deutschland würde die Mehrheit so etwas einfach hinnehmen (…)

Die entscheidende Frage ist doch, wie eine vorgezogene Rente mit 60 oder 62 Jahren finanziert werden soll. Wollen Sie die Lasten ausschließlich der jungen Generation aufbürden? Es geht in dieser schwierigen Thematik auch um Generationengerechtugkeit. Deshalb helfen sollte die Diskussion versachlicht werden und sich an dem Rat von Experten orientieren. Es ist immer leicht, gegen etwas zu sein und eigene Pfründe zu sichern. Ich vermisse bei den Demonstranten aber klare Antworten auf die drängenden Probleme der Zeit. Genau dies aber zeichnet eine verantwortungsbewusstePolitik aus. Macron zeigt Rückgrat und verdient deshalb Respekt.

 

Realist70
@08:21 Uhr von Nachfragerin

Das politische Engagement der Franzosen beeindruckt mich. In Deutschland würde die Mehrheit so etwas einfach hinnehmen, die protestierende Minderheit in die rechte Ecke stellen oder am liebsten einfach überfahren, sofern sie das Heiligtum des Deutschen blockieren.

Warum ist das so?

Weil in Deutschland jeder sich selbst der Nächste ist und wir weitaus mehr mit Neid auf andere blicken anstelle uns zusammenzuraufen, wenn es darauf ankommt.

Abgesehen davon Ihre Frage zu versuchen zu beantworten, bin ich allerdings der Meinung, dass das Rentenalter an die steigende Lebenserwartung angepasst werden sollte. Nicht nur in Frankreich, auch bei uns, gehen wir immer später arbeiten (viel mehr Studenten als in den 70ern z.B.) und die Lebenserwartung ist viel höher. So wie viele der Rentensysteme aufgebaut sind, kann sich das nicht rechnen und führt unweigerlich zu entweder prozentual niedrigeren Renten oder höheren Beiträgen.

bolligru
08:48 Uhr von NieWiederAfd

 

Alles eine Frage der Verteilungsgerechtigkeit

 

Wenn in einem Land immer mehr produziert wird, dann stellt sich schon die Frage, weshalb die Stücke vom gebackenen Kuchen für die "Wohlhabenden" immer größer werden und die Stücke für diejenigen, die den Kuchen gebacken haben, immer kleiner werden. Das gilt auch für die Versorgung von Denjenigen, die ihr Leben lang gearbeitet haben und natürlich auch irgendwann einmal die Früchte ihrer Arbeit genießen wollen, genau wie dies die Wohlhabenden selbstverständlich gerne zeigen.

 

Mir ist bekannt, daß immer mehr Arbeit von Maschinen geleistet wird. Vielleicht sollte man über eine Maschinensteuer nachdenken.

 

Unabhängig davon sollte sich Jeder über die erstaunlichen Unterschiede der Versorgung im europäischen Raum Gedanken machen. Wie kann z.B. Österreich seinen Rentnern im Durchschnitt 700 € monatlich mehr zukommen lassen??- und bankrott geht der Staat auch nicht, zumindest nicht deshalb.

AbseitsDesMainstreams
Eigenverantwortung berücksichtigen

In der Gesellschaft braucht es wieder Eigenverantwortung des Einzelnen für sein Leben. Der Staat bzw.die Gesellschaft darf nur in Notfällen einspringen.

Bei der Rente wird alle Verantwortung einfach auf die immer schwächer werdende junge Generation abgeladen. Das ist asozial und verantwortungslos.

 

Die Riesterrente vor rund 20 Jahren war ein erster, mäßiger Versuch es zu verbessern. I Gegenzug wurden bereits wieder die Geschenke wie Rente mit 45 Jahren etc. verteilt.

Es wäre auch zu hinterfragen, ob jemand, der sich durchs Leben gemogelt hat und daher kaum Rentenansprüche hat, mit 60 % des Durchschnittseinkommens via Bürgergeld einem echten Rentner fast gleich gestellt werden soll.

 

Ohne Eigenverantwortung kann kein Sozialstaat funktionieren, vor allem wenn die zweite wichtige Säule, die Jugend, die man bislang ausnehmen konnte, weitgehend fehlt.

saschamaus75
@08:32 Uhr von Nachfragerin

>> Eine Maschinensteuer würde die Gesellschaft massiv

>> voranbringen

 

Vom Grundgedanken her ja richtig, ABER wo wollen Sie die Besteuerung ansetzen:

* Industrieroboter?

* 3D-Drucker?

* Standbohrmaschine?

*  Lötstation?

* Akkuschrauber??? oO

91541matthias
@08:53 Uhr von FakeNews-Checker

Der  Billig-Fuselweinverschnitt  von  Aldi  tut´s  auch,  damit  man  das  alles  nicht  mehr  mitbekommt  und  überrauschen  kann.

Und wer keinen Wein mag darf sich demnächst bekiffen..

 

 

Wolf1905
@08:15 Uhr von Coachcoach

Es ist wichtig, dass diejenigen, die den Reichtum schaffen, ihre Rechte, Würde und gesellschaftliche Stellung bewahren.

Ich wünsche ihnen vollen Erfolg. Hier in D haben wir es nicht geschafft.

.

Wir haben dies hier in D vernünftiger geschafft als die Franzosen; aber es ist halt unpopulär, etwas länger zu arbeiten, um die Rente sicherer zu gestalten. 

Die Franzosen können von mir aus ihr Land lahmlegen, das ist mir egal. Ich hoffe nur, es hat keine großen Auswirkungen in die EU hinein. Wenn Macron gestürzt wird - was ich nicht hoffe - befürchte ich dann schon Auswirkungen, v. a. weil dann radikalere Parteien an die Macht kommen (rechts oder links), was für die EU negativ ist.

Stein des Anstosses
@08:53 Uhr von Seebaer1

Das politische Engagement der Franzosen beeindruckt mich. In Deutschland würde die Mehrheit so etwas einfach hinnehmen, die protestierende Minderheit in die rechte Ecke stellen oder am liebsten einfach überfahren, sofern sie das Heiligtum des Deutschen blockieren.

Warum ist das so?

 

mit welchem Recht darf eine Minderheit der Mehrheit ihren Willen aufzwingen ?

definieren sie so Demokratie

 

Genau! Und deshalb sind solche Protestierenden in der rechten Ecke gut aufgehoben, nicht wahr?

 

 

Das ist jetzt aber schon off topic, dieses Thema für das „Opfer“-Mantra der AfD zu missbrauchen.

Oder ist Ihnen tatsächlich noch nicht aufgefallen, dass sich der Protest in Frankreich quer durch alle Schichten und politischen Lager zieht?

Nettie
@08:51 Uhr von Adeo60

Eine alternde Gesellschaft muss das Rentensystem anpassen oder die jüngere Generation mit immensen Kosten belasten

Sie muss das öffentliche Gemeinwesen - einschließlich der Systeme für die Daseinsvorsorge darin - völlig neu strukturieren. Und dazu insbesondere die Begriffe ‚Gewinn‘ bzw. ‚Erfolg‘ und ‚Kosten‘ völlig neu definieren.

Möbius
@08:21 Uhr von Nachfragerin: Annäherung an eine Antwort

Das politische Engagement der Franzosen beeindruckt mich. In Deutschland würde die Mehrheit so etwas einfach hinnehmen, die protestierende Minderheit in die rechte Ecke stellen oder am liebsten einfach überfahren, sofern sie das Heiligtum des Deutschen blockieren.

Warum ist das so?



 

Tja, über die andere Mentalität der Franzosen wird oft gesprochen. Man  hat auch ein etwas anderes Staatsverständnis. Die soziale Ungleichheit ist in  Frankreich fast so groß wie die in Deutschland. 

 

 

Die Frage ist für mich eher, wieso es in Deutschland so still ist angesichts vieler Zumutungen. Ich denke das liegt an dem anderen Diskurs der hierzulande geführt wird. Es gibt „Linke“ Medien in Frankreich, die sehr autoritätskritisch sind und sich hinter die Proteste stellen - in Deutschland schwer vorstellbar! Außerdem nehmen Medien in Deutschland fast immer die offizielle Position ein was dann bei vielen so ankommt das es „schon seine Richtigkeit hätte“, was sich die Regierenden so für das Volk ausdenken. 

sonnenbogen
@09:07 Uhr von Adeo60

Das politische Engagement der Franzosen beeindruckt mich. In Deutschland würde die Mehrheit so etwas einfach hinnehmen (…)

Die entscheidende Frage ist doch, wie eine vorgezogene Rente mit 60 oder 62 Jahren finanziert werden soll. Wollen Sie die Lasten ausschließlich der jungen Generation aufbürden? Es geht in dieser schwierigen Thematik auch um Generationengerechtugkeit. Deshalb helfen sollte die Diskussion versachlicht werden und sich an dem Rat von Experten orientieren. Es ist immer leicht, gegen etwas zu sein und eigene Pfründe zu sichern. Ich vermisse bei den Demonstranten aber klare Antworten auf die drängenden Probleme der Zeit. Genau dies aber zeichnet eine verantwortungsbewusstePolitik aus. Macron zeigt Rückgrat und verdient deshalb Respekt.

 

Renten zahlen die Kriegsschulden ...immer noch.

Falls Menschen 40 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben, dann kommt mit Zins und Zinseszins eine stattliche Summe zusammen, aber das ist ja fuer etwas anderes ausgegeben worden.

Nachfragerin
@Sisyphos3 - Demokratieverständnis

@08:37 Uhr von Sisyphos3:

"mit welchem Recht darf eine Minderheit der Mehrheit ihren Willen aufzwingen ?

definieren sie so Demokratie"

Unter Demokratie verstehe ich, dass der Mehrheitswille des Volkes politisch umgesetzt wird. Für mich ist es keine Demokratie, wenn das Volk Parteien oder Politiker wählen darf, die dann im Interesse der Wirtschaft handeln.

Für eine funktionierende Demokratie braucht es allerdings auch mündige Bürger, die sich eine eigenständige Meinung bilden können.

Alles in allem ist (perfekte) Demokratie also ein theoretischer Idealzustand, den man anstreben, aber nie erreichen kann.

Stein des Anstosses
@09:00 Uhr von Sisyphos3

 

Damit ist für Sie und manche doch alles bereits geklärt. 

Die tatsächliche Frage, wie in der heutigen Situation eine allgemeine Rente ab 60 funktionieren soll, beschäftigt  Sie offensichtlich weit weniger.

 

in Frankreich herrscht ein anderer Mainstream

warum kann man nicht   gelegentlich an der Realität orientieren

die Frage stellen wie die Rente finanzierbar ist

also mein Arbeitsleben begann mit 14 - meine Tochter 20 hat gerade ihr Studium begonnen

wie lange werde ich Rentenbezieher sein

auch das finde ich sollte ein Gesichtspunkt darstellen nicht blindwürdiger Verhalten ohne zu wissen wer es finanziert

Lieber Sisyphus, kaum bin ich hier zehn Jahre im Forum, schon muss ich Ihnen das erste Mal beipflichten.

Macrons richtiges Vorhaben hätte so oder so massiven Widerstand gegen sich.

Aber durch den 49.3 fühlen sich jetzt Viele berechtigt, jedes Mittel dagegen einzusetzen, auf die Kassenlage der künftigen Generationen sieht niemand mehr.

Account gelöscht
Frankreich und der Renteneintritt

Man wird das Renteneintrittsalter in Frankreich anheben, um 2 Jahre. Dafür gehen die Menschen auf die Straße, leider sehr viele welche noch nicht einmal richtig im Arbeitsleben stehen. Da kommt der Verdacht auf, Hauptsache Randale. Vielleicht sollte man sich einmal überlegen warum man das Renteneintrittsalter anhebt? 

Die Gesellschaft wird immer älter, die Babyboomer gehen in Rente. Immer weniger arbeitende Menschen stützen die Rentensäule mit ihren Beiträgen. 

So ist das auch in Deutschland, hier ist die Anhebung des Eintrittsalters auf 70 Jahre angehoben worden. In Deutschland protestieren die Leute für den Klimawandel und kleben sich auf der Straße fest. Eine Antwort auf die ob man sich mal Gedanken über ihre spätere Rente gemacht hat, kann keiner der Demonstrierenden geben. Papa zahlt ja immer. 

Ich bin voll und ganz für diese Erhöhung des Renteneintrittsalters. 

 

Parsec
Eine Blüte der antideutschen Haltung ...

... beweisen gleich die ersten drei "Früh-Kommentatoren" in dieser Runde.

Köstlich.

Ob das Durchdrücken und damit eine mögliche Unsetzung der Reform für Frankreichs Rentensystem wichtig ist, scheint nicht relevant.

Wenn man sich Frankreichs soziale Entwicklung ansieht, sind die Proteste, auch wenn sie verständlich sind, ein Jammern auf höchstem Niveau.

melancholeriker
@08:46 Uhr von Seebaer1

Das ist nun genau das Szenarium welches ich meinte, als ich letztens schrieb, Macron hat noch ganz andere Probleme als den Misstrauensantrag.

Und das Misstrauen der Straße dürfte ihm gefährlicher werden als ggf. das des Parlaments.

 

Es wäre von Vorteil, den Tag, den Thread und die Uhrzeit anzugeben, wann Sie Ihre bahnbrechenden Trendeinschätzungen für Publikum geöffnet haben und dadurch den tieferen Blick in die Mechanik der Zukunft gewähren.

Da Sie es offenbar nicht erwarten können, daß es in Frankreich endlich zu dem Chaos kommt, das sich die Ultrarechten für Deutschland wünschen, können Sie sicher auch voraussagen, was dann passiert, wenn die AfD die Rente mit 62 fordert und die 20% von der CDU rüberzieht, die sowieso immer wackeln. Ich bin ganz neugierig, welches "Szenarium" uns erwartet mit ihrer visionären Kraft und Mitteilungsfreude. 

Möbius
@08:32 Uhr von Nachfragerin: ein Ideal

"Wir brauchen mehr Bock auf Arbeit!" (Steffen Kampeter, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände)

Hat sich eigentlich mal jemand gefragt, warum Menschen mehr arbeiten sollen, obwohl viele Arbeiten von Maschinen übernommen wurden und britische Unternehmen in einem Versuch feststellten, dass die Zufriedenheit und Produktivität ihrer Mitarbeiter in einer Viertagewoche höher ist?

Eine Maschinensteuer würde die Gesellschaft massiv voranbringen. Aber das wollen die Maschinenbesitzer und deren Fürsprecher in der Politik natürlich nicht.



 

Ja, da bin ich ganz bei Ihnen. Die Maschinensteuer könnte dann auf die Rente einzahlen. Allerdings lassen sich nur wenige Tätigkeiten derart automatisieren. Man versucht stattdessen Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen, die natürlich nicht viel kosten sollen (sonst würde man ja gleich im Ausland produzieren). 

 

 

Der Taiwanesische Halbleiter Gigant wollte trotz lockender Subventionen nicht in Deutschland produzieren, wegen fehlender Fachkräfte. 

AbseitsDesMainstreams
@09:00 Uhr von Sisyphos3

die Frage stellen wie die Rente finanzierbar ist

also mein Arbeitsleben begann mit 14 - meine Tochter 20 hat gerade ihr Studium begonnen

wie lange werde ich Rentenbezieher sein

auch das finde ich sollte ein Gesichtspunkt darstellen nicht blindwürdiger Verhalten ohne zu wissen wer es finanziert

 

Zu Ihrer Zeit konnte man auch noch ohne Studium etwas erreichen; auch ohne Abi. Heute muss man sich durch diese lange Zeit quälen bis man Mitte 20 ist. Ich schaue gerade, was für einen Quatsch unsere Kinder fürs Abi lernen müssen; ich hatte es da wohl leichter. Man macht unsere Kinder nach sturem Curriculum zu "kleinen Chinesen" statt auf die Kraft des Kreativen und die Stärke der Selbstentfaltung zu setzen.

 

Der Nebeneffekt ist, die Ausbildung dauert immer länger und die Menschen ticken im Gleichschritt. Unseren Kindern darf man dafür keinen Vorwurf machen. Die arbeiten hart und inkl. Ausbildung deutlich länger als heutige Rentner. Der gesellschaftliche Weg wäre aber zu hinterfragen.

morgentau19

Das kommt davon, wenn ein Präsident einfach so weitreichende Entscheidungen trifft, die das Volk zukünftig belasten werden!

.

Wenn ein Rentensystem neu strukturiert werden soll, weil eine zunehmend alternde Gesellschaft  immer höhere Kosten bedeuten, ist die Heraufsetzung des Rentenalters überhaupt keine Lösung.

.

Steigt die Lebenserwartung der Menschen, heißt das noch lange nicht, dass bei den Menschen gleichzeitig die Arbeitsleistung steigt. Ein höheres Renteneinstiegsalter bedeutet i.d.R. eine Rentenkürzung.

.

Also müssen andere Parameter geändert werden.

.

Das sollten politische Entscheidungsträger berücksichtigen, auch wenn deren Renten sicher sind.

 

 

 

Coachcoach
@09:17 Uhr von Wolf1905

Es ist wichtig, dass diejenigen, die den Reichtum schaffen, ihre Rechte, Würde und gesellschaftliche Stellung bewahren.

Ich wünsche ihnen vollen Erfolg. Hier in D haben wir es nicht geschafft.

.

Wir haben dies hier in D vernünftiger geschafft als die Franzosen; aber es ist halt unpopulär, etwas länger zu arbeiten, um die Rente sicherer zu gestalten. 

Die Franzosen können von mir aus ihr Land lahmlegen, das ist mir egal. Ich hoffe nur, es hat keine großen Auswirkungen in die EU hinein. Wenn Macron gestürzt wird - was ich nicht hoffe - befürchte ich dann schon Auswirkungen, v. a. weil dann radikalere Parteien an die Macht kommen (rechts oder links), was für die EU negativ ist.

Hier ist nix vernünftig mit 53%, das alleine ist schon eine Frechheit.

Dann werden nicht mehr alle Zeiten gerechnet - im Nachhinein, blanke Enteignung.

Und die Armut unter Alten ist schon stark gestiegen und wird bei den Plänen der Ampel auch Hausbesitzer mehr und mehr betreffen.

Das ist alles unverantwortlich - seit 1989.

NieWiederAfd
@08:21 Uhr von Nachfragerin

Das politische Engagement der Franzosen beeindruckt mich. In Deutschland würde die Mehrheit so etwas einfach hinnehmen, die protestierende Minderheit in die rechte Ecke stellen oder am liebsten einfach überfahren, sofern sie das Heiligtum des Deutschen blockieren.

...

 

Sie haben schon mitbekommen, dass die Proteste in Frankreich von links kommen? Die 'rechte Ecke' um LePen blamiert sich mit "mehr französische Babies" als 'Rentenkonzept' und verpent genau wie unsere Rechtspopulisten auch in diesem Bereich seriöse Politikgestaltung.

 

gez. NieWiederAfd 

 

 

 

Nachfragerin
@teachers voice - Ihre Antworten, bitte!

08:48 Uhr von teachers voice:

"Für Sie ist das doch eine rein rhetorische Frage, die Sie hier dich permanent selbst beantworten: ,Deutsche' haben keine eigene Meinung, sind Mainstreamgesteuert und lediglich willige Vasallen der Amerikaner."

Ahja.

Und wie erklären Sie sich, warum die Franzosen eine offene Protestkultur haben, während Regierungskritikern in Deutschland (Corona- oder Klimademos) Ablehnung oder gar Hass entgegenschlägt?

"Die tatsächliche Frage, wie in der heutigen Situation eine allgemeine Rente ab 60 funktionieren soll, beschäftigt Sie offensichtlich weit weniger."

Die Einführung einer Maschinensteuer und die Vorteile eine gesunden "work-life-balance" habe ich bereits erwähnt.

Was schlagen Sie vor?

Coachcoach
@08:56 Uhr von Karl Klammer

Es ist wichtig, dass diejenigen, die den Reichtum schaffen, ihre Rechte, Würde und gesellschaftliche Stellung bewahren.

Ich wünsche ihnen vollen Erfolg. Hier in D haben wir es nicht geschafft.

 

Aber hier wird sich schon echauffiert wen sich welche auf die Straße kleben

oder streikende ÖTVLer,Piloten,Lokführer angeblich das Volk in Geiselhaft nehmen

Nicht von mir - ich wünsche den deutschen KollegInnen große Erfolge und Lohnsteigerungen.

Möbius
@08:50 Uhr von H. Hummel: Solidarität

.. 25 Jahre alt, also noch rd. 40 Jahre von einer möglichen Rente entfernt. Die betrifft diese Anhebung, der ja in den kommenden Jahrzehnten vsl. weitere Folgen können/werden, Null und niemals. Hier geht vielfach um Krawall und brennende Barrikaden. Von der ausgeübten Gewalt ganz zu schweigen.

Wer unter 50 ist, hat mit der Anhebung direkt garnichts zu tun. Es sei denn er hätte hellseherische Fähigkeiten im Bezug auf Wirtschaft und Rentenentwicklung. 

Vieles ändert sich von heute auf morgen. Deutsche Rentner haben zwar vielfach ein geregeltes Einkommen ... was ihnen dann auf anderem Wege bis an die Armutsgrenze wieder abgenommen wird. ..



 

In Frankreich ist Solidarität der gesellschaftlichen Gruppen untereinander stärker ausgeprägt als in Deutschland. Das ist einer der Gründe wieso unsoziale Maßnahmen in Deutschland immer wieder erfolgreich implementiert werden. Weil es immer nur einen kleinen Teil der Gesellschaft trifft während die anderen schulterzuckend den Betroffenen den Rücken kehren

Opa Klaus
@09:13 Uhr von AbseitsDesMainstreams

In der Gesellschaft braucht es wieder Eigenverantwortung des Einzelnen für sein Leben. Der Staat bzw.die Gesellschaft darf nur in Notfällen einspringen.

Bei der Rente wird alle Verantwortung einfach auf die immer schwächer werdende junge Generation abgeladen. Das ist asozial und verantwortungslos.

 

Die Riesterrente vor rund 20 Jahren war ein erster, mäßiger Versuch es zu verbessern. I Gegenzug wurden bereits wieder die Geschenke wie Rente mit 45 Jahren etc. verteilt.

Es wäre auch zu hinterfragen, ob jemand, der sich durchs Leben gemogelt hat und daher kaum Rentenansprüche hat, mit 60 % des Durchschnittseinkommens via Bürgergeld einem echten Rentner fast gleich gestellt werden soll.

 

Ohne Eigenverantwortung kann kein Sozialstaat funktionieren, vor allem wenn die zweite wichtige Säule, die Jugend, die man bislang ausnehmen konnte, weitgehend fehlt.

Als Rentner haben sie keinen Anspruch auf Bürgergeld nach SGB II

Vielmehr werden sie "ausgesteuert" und können Grundsicherung nach SGB XII bea

 

 

Esche999
Reden ohne zu wissen

@Am 18. März 2023 - 09:21 Uhr von sonnenbogen :

zit.("....Falls Menschen 40 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben, dann kommt mit Zins und Zinseszins eine stattliche Summe zusammen, aber das ist ja fuer etwas anderes ausgegeben worden.....") -

also DAS zeigt ein tiefes Unverständnis bezüglich des deutschen Rentensystems.

Parsec
@08:21 Uhr von Nachfragerin

Das politische Engagement der Franzosen beeindruckt mich.

Nein, nicht das politische Engagement sehen Sie auf Frankreichs Straßen; Sie lassen sich von den Gewaltexzessen offensichtlich beeindrucken.

In Deutschland würde die Mehrheit so etwas einfach hinnehmen,

tun das die Franzosen nicht oder meinen Sie, friedliche Demonstrationen in Deutschland ist gleichzusetzen mit mangelndem polit. Interesse? 

... die protestierende Minderheit in die rechte Ecke stellen ...

Ihnen ist nicht bewußt, dass derartige Ausschreitungen (die Extremform eines nicht mehr akzeptablen Protestes), fänden Sie in D statt, allzu begierig aus der rechten Ecke befeuert würden?

oder am liebsten einfach überfahren,...

Sowas ist dann eben eher rechtes Gedankengut, wenn Die mit überfahren "überfahren" meinen. Was auch immer Sie meinen.

... sofern sie das Heiligtum des Deutschen blockieren.

Was ist das Heiligtum Deutschlands?

Warum ist das so?

Es ist eben nicht so, wie Sie es in Ihrer Frage gerne beantwortet hätten.

jaja...
@09:00 Uhr von Seebaer1: In Zeiten der "Überbevölkerung":

...so viele leidende Kinder in dieser Welt, aber zu wenig französische?

Was bitte ist lächerlich oder gar "empörend" daran, als Politiker eines alternden Landes mit einem Rentenproblem durch gezielte Förderung zu versuchen, die Geburtenrate zu erhöhen?

 

...das klingt so nach Ferkelprämie und Mutterverdienstkreuz. Echt männlich...

...und ham wa schon gehabt, hat sich nicht bewährt...

morgentau19
@09:23 Uhr von V8forever

Vielleicht sollte man sich einmal überlegen warum man das Renteneintrittsalter anhebt? 

Die Gesellschaft wird immer älter, die Babyboomer gehen in Rente. Immer weniger arbeitende Menschen stützen die Rentensäule mit ihren Beiträgen. So ist das auch in Deutschland, hier ist die Anhebung des Eintrittsalters auf 70 Jahre angehoben worden.

.

In Deutschland arbeiten nicht immer weniger Menschen.

 

Seit 2012 bis heute ist die Zahl der Menschen in D. um rd. 4 Mio. gestiegen. Im Gegensatz zu früher arbeiten heute mehr Menschen.

Ja, die Zahl der Niedriglöhner und Minijobber steigt, was zukünftig auch die Armut im Land erhöhen wird.

.

Ja, die Lebenserwartung der Menschen steigt, aber heißt das ,dass die Menschen dadurch länger bspw. im Handwerk arbeiten können? Nein, bestimmt nicht.

.

Eine Erhöhung des Renteneinsteigsalter ist i.d.R eine Rentenkürzung. Das ist Fakt.

.

Es gäbe andere Möglichkeiten das R-System zukunftssicher zu gestalten.

 

 

bolligru
„Friede den Hütten, Krieg den Palästen!“

so schrieb vor 200 Jahren Büchner. Die Franzosen handeln danach, anders als die Deutschen.

 

Wo soll denn das Geld herkommen, so fragen Viele.

Die Spitzenverdiener, besonders in Frankreich, schwimmen im Geld und immer mehr Menschen, besonders Rentner, wissen nicht mehr wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten sollen, da sie Reallohnverluste hinnehmen müssen. Es wird immer mehr produziert und davon profitieren immer weniger Menschen. Der politischen Elite, besonders in Frankreich, ist jegliche "Bodenhaftung" abhanden gekommen. Sie genießen das Leben in vollen Zügen und verlangen gleichzeitig, daß die kleinen Leute sich gefälligst einschränken sollen und das wurde längst zur Realität, auch bei uns. Gründe werden immer gefunden: Corona, Klimawandel, Krieg,... am Ende kommt dabei immer heraus, daß kleine Leute kein Auto mehr fahren sollten oder ihr Häuschen verkaufen sollen, weil sie sich die Umrüstung der Heizungsanlage nicht leisten können.

 

Die Franzosen merken das und begehren auf. Hut ab!

Möbius
@08:51 Uhr von Adeo60: Perspektivenwechsel

Macron hat sich entschlossen, diesen schwierigen Weg zu gehen. Er hätte es sich leicht machen und ignorieren können, was andere Länder längst erkannt und umgesetzt haben. Eine alternde Gesellschaft muss das Rentensystem anpassen oder die jüngere Generation mit immensen Kosten belasten. Keine Frage: Niemand verzichtet gerne auf liebgewordene Privilegien wie die Rente mit 62. Aber irgendjemand muss die Zeche dafür zahlen. Populisten wie Le PEN biedern sich da gerne den Protestierenden an, ohne allerdings eigene Lösungsvorschläge zu entwickeln. ..



 

Sie mögen recht haben, dass in Frankreich die Rente mit 62 schwer zu finanzieren sei. Aber Macron geht es ja nicht darum, sondern schlicht um eine verlängerte Lebensarbeitszeit der Franzosen um volkswirtschaftliche Ziele zu erreichen. 



Umgekehrt sollten Sie sich fragen wieso Deutschland, trotz Rekord bei Sozialabgaben + Steuern auf Arbeit,  nicht ein niedrigeres Renteneintrittsalter erlaubt. 

 

proehi
@09:05 Uhr von Kokolores2017

Welche Alternativen sehen denn die wütenden Demonstranten und die Gleichgesinnten hier? Das muss doch jetzt langsam mal auf den Tisch (bevor der auch noch in Flammen aufgeht).

Vielleicht haben sich viele Protestler einfach in eine Empörung gesteigert, aus der sie jetzt nicht mehr zurückfinden - ist ja generell der Zeitgeist und hat im Land Tradition.

+

Schon einmal darüber nachgedacht, warum eine stetig wachsender Produktivität und Automation nicht zur Verringerung oder zumindest Stagnation der Lebensarbeitszeit führt? Sicherlich, wir werden älter, aber  ein Gedanke darüber, ob wir diese längere Lebenszeit vorwiegend damit zubringen sollen, ungewollte Arbeit zu verlängern, statt den Nutzen wachsender Produktivität gerechter zu verteilen, sollte erlaubt sein. 

 

Ebenso natürlich der Widerstand gegen diese ungleiche Verteilung. Womit wir da sind, um was es in Frankreich geht, die gerechtere Verteilung des erwirtschafteten Wohlstandes.

melancholeriker
@08:49 Uhr von Sisyphos3

 

 

 

wer schafft Reichtum ?

jeder der arbeitet und so zum Volkseinkommen (und seiner Rente) beiträgt

oder Leute die neidvoll auf andere blicken welche etwas mehr haben,

weil sie wohl auch etwas mehr tun

[...]

Wenn man mit 25 beginnt zu arbeiten Rentenanwartschaften erwirbt

und mit 62 schon in den Ruhestand will - dazwischen noch Zeiten des "Nichtstuns" hat

es ist schon schwierig mit 30 Beitragsjahren ne Rentendauer von 20 Jahren zu finanzieren

vielleicht sollte man sich dessen bewußt werden, bevor man Autos und Häuser anzündet

und so noch mehr Kosten verursacht

 

Ich glaube nicht, daß der jetzt bereits historische Konflikt für ganz Europa durch Binsenweisheiten und Vorausdementis für die Leistungen schlauer Vorruheständler in seiner gesamten Dimension zu erfassen ist, solange die Sinnkrise bezüglich des Wertes von Arbeit in der Diskussion noch garnicht angesprochen wurde.

Es gibt so viele objektive Beweise, daß vielerorts Arbeit nur noch als Strafe empfunden werden kann am Ende des Tages. 

NieWiederAfd
@08:49 Uhr von Sisyphos3

... 

 

wer schafft Reichtum ?

jeder der arbeitet und so zum Volkseinkommen (und seiner Rente) beiträgt

oder Leute die neidvoll auf andere blicken welche etwas mehr haben,

weil sie wohl auch etwas mehr tun

 

O je... Wen meinen Sie denn damit?

 

wobei es natürlich immer einfach ist von den "Reichen" zu sprechen

Ja, das ist einfach, vor allem wenn man von deren Solidarität spricht und davon, dass starke Schultern in einem Gemeinwesen mehr tragen müssen. 

Das Reden ist da leicht, das Umsetzen leider nicht.

...

Wenn man mit 25 beginnt zu arbeiten Rentenanwartschaften erwirbt

und mit 62 schon in den Ruhestand will - dazwischen noch Zeiten des "Nichtstuns" hat

es ist schon schwierig mit 30 Beitragsjahren ne Rentendauer von 20 Jahren zu finanzieren

vielleicht sollte man sich dessen bewußt werden, bevor man Autos und Häuser anzündet

und so noch mehr Kosten verursacht

 

Nicht der erste Kommentar von Ihnen, der Menschen in prekären Lebenssituationen abwertet und ihnen Faulheit ("Nichtstun") unterstellt.

Warum?

 

joe70
In Deutschland

wird so etwas nicht eintreten. Der Lebensstandart ist hier noch etwas höher und der Kapitalismus gefestigter.

Notwendig allerdings sind Rentenreformen hier wie auch in Frankreich nicht!

Die Gesellschaft wäre ohne Weiteres fähig, die Arbeitszeit abzusenken und die Kapitalisten trotzdem noch mehr als würdevoll leben zu lassen, nämlich durch die immens gewachsene Produktivität unserer Wirtschaft. Wo gehen die geschaffenen Werte?

Aber dazu muss die Politik eben gedrängt werden.

 

DeHahn
Weltweites Phänomen

"Es ist wichtig, dass diejenigen, die den Reichtum schaffen, ihre Rechte, Würde und gesellschaftliche Stellung bewahren.

Ich wünsche ihnen vollen Erfolg. Hier in D haben wir es nicht geschafft." @Coachcoach

.

Ob Kapitalismus, Sozialismus, Königreich oder Clans: reich kann man nur werden, wenn man das dem Volk vom Munde abspart. - Eine andere Frage ist natürlich der Mangel an Geburten und die zunehmende Zahl von Alten dank der immer größeren Lebenserwartung. Protest hat gegen beides KEINEN SINN.

bolligru
09:36 Uhr von morgentau19

"Es gäbe andere Möglichkeiten das R-System zukunftssicher zu gestalten."

 

Richtig!

 

Vielleicht sollten wir einfach einmal schauen, wie es die Österreicher machen und schaffen, dem Durchschnittsrentner 700€ monatlich mehr zukommen zu lassen. (höhere Beiträge von Arbeitgebern, Alle zahlen ein,...)

Auch könnte man fragen, ob die Franzosen es bislang nicht vielleicht bislang besser als wir gemacht haben.

Account gelöscht
Macrons Rentenreform: Wie geht es nun weiter in Frankreich ???

Es geht weiter, mit 4 Misstrauensanträgen gegen die Regierung. Noch wenige Stunden vor der Parlamentssitzung wurde von Macron und Co. die Anwendung des Artikels 49.3 bestritten. Man setzte wohl noch auf die Hilfe der bürgerlichen Partei Les Republicans, wo sich aber ca. 20 der 61 Abgeordneten als unsichere Kantonisten, als Dissidenten herausstellten.

Auf der Straße und vor den Betrieben geht es eh weiter mit dem Widerstand. 74 Prozent der Bevölkerung lehnen das Rentengesetz ab.

bolligru
09:40 Uhr von proehi

"Womit wir da sind, um was es in Frankreich geht, die gerechtere Verteilung des erwirtschafteten Wohlstandes."

 

Genau so ist es!

schabernack
Ich hatte keine Ahnung vom Rentensystem in Frankreich.

 

Aber ich habe ja Internet.

 

Bisher: 41,5 Jahre Beitragszahlung bis zur vollen Rentenanwartschaft. In Deutschland 45 Jahre. Beginnen Franzosen das ununterbrochene Arbeitsleben im Alter von 16 Jahren, können sie sich mit 57,5 (58) Jahren mit voller Rentenhöhe zur Ruhe setzen.

 

Das Rentenniveau in Frankreich liegt bei ca. 70% vom letzten Bruttogehalt. In Deutschland sind es ca. 54%  Recht viel mehr in Frankreich als hierzulande.

 

Ansteigen in Schritten soll der Zeitraum der Rentenanwartschaftsjahre von 41,5 auf 43,5, Und dem folgend das Standard-Renteneintrittsalter von 62 auf 64 Jahre. Ansteigen soll die Mindestrente in Frankreich auf 1.200 Euro. Wie hoch sie allerdings bisher ist, das weiß ich nicht..

 

Irgendwie niemand will Verschlechterungen bei seiner und ihrer Rente. Der Staat will, dass das Rentensystem auch in 10 und 25 Jahren noch finanzierbar ist.

 

Und ich werde immer gleichzeitig von Haarausfall und Zahnschmerzen heimgesucht beim Kommentar-Tsunami vom Hauptsache dagegen = toll.