Elisabeth Borne in der Nationalversammlung

Ihre Meinung zu Macron setzt Rentenreform ohne Abstimmung durch

Nach wochenlangen Protesten sollte heute die Nationalversammlung über die geplante Rentenreform entscheiden. Doch die Regierung entschied, sie am Parlament vorbei durchzusetzen - und nimmt damit ein Misstrauensvotum in Kauf.

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128 Kommentare

Kommentare

land_der_lemminge
@18:02 Uhr von Adeo60

 

Sie nenen es Machtausübung, ich nenne es verantwortungsbewußtes Handeln - und mit dieser Politik sind wir in Deutschland bisher auch recht gut gefahren, finden Sie nicht...? Ich habe hohen Respekt vor denjenigen, die gerade in der aktuellen globalen Krisensituation bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Ich bin sicher, dass Macron liebend gerne einen anderen Weg gewählt hätte, um seine -auch nach Expertenmeinung - notwendigen Reformpläne umsetzen zu können. Er handelt letztlich pragmatisch und ganz im Sinne von J.-F. Kennedy (Frage nicht was der Staat für Dich tun kann, sondern was Du für den Staat tun kannst). 

 

Macron waere gern der deutsche Gerhard Schroeder (minus Putin).

Entsprechend habe ich keine Achtung vor ihm.

Was die Verhaeltnisse in D nach der Agenda 2010 angeht :

Knapp 20% der Insassen Deutschlands arbeiten im Niedriglohnsektor.

Und das es so gekommen ist war volle Absicht.

 

 

Anna-Elisabeth
@18:21 Uhr von Clara Bosetti

Aber dass ein Staatspraesident am Parlament vorbei so tiefgreifende Gesetze erlassen will, ist m.E. ein vollkommen undemokratischer Weg.

Geschmacksache.

Demokratische Regeln sind keine Geschmackssache.

Aber auch wenn jemandem diese Regeln nicht schmecken, so muss er sich dennoch daran halten. Regeln kann man zwar ändern, aber auch das geht nur in einem demokratischen Prozess.

Izmi
@18:15 Uhr von Clara Bosetti

"...Vermutlich wollen die Linken den Reichen was wegnehmen, was in F genauso undenkbar ist, wie bei uns..." Warum eigentlich? Der Reichtum wächst auch in la France, wie bei uns, und die Armen werden ärmer. Was tun Sie dagegen?

Durch diese Rentenreform wird kein Armer ärmer und kein Reicher reicher.

Stimmt! Ist ja alles gar nicht wahr. 

Clara Bosetti
@18:20 Uhr von Bernd Kevesligeti

Ja, nach dem Selbstverständnis von Menschen, die anderen sagen, sie sollen mehr arbeiten dann wäre auch so ein Anzug drin, wie sie selber tragen.

Das ist mir jetzt ein wenig zu polemisch. Aber grundsätzlich: Ist es nicht vernünftig, zur Stabilisierung der Alterssicherung zwei Jahre länger zu arbeiten?

Clara Bosetti
Rente mit 64 - das geht nicht

Die Protestierenden skandieren: 64 - das geht nicht.

Warum soll das nicht gehen?

nie wieder spd
Wie sich die Politik gleicht

In Frankreich wird ca ebensoviel Geld per Steuerhinterziehungen gestohlen, wie in Deutschland. 

Und ebenso wie die deutsche Regierung fällt auch der französischen Regierung nicht ein, dagegen etwas zu unternehmen. Aber ebenso wie in Deutschland werden die Menschen nun noch zusätzlich vom Staat um ihre Rente betrogen.  

Der Unterschied besteht immerhin darin, dass das französische Parlament dagegen gestimmt hätte. In Deutschland waren es nur die Linken. 

Und die entscheidenden Politiker suhlen  sich in Übergangsgeldern und Rekordrenten, während sie verkünden, es sei nicht genug Geld vorhanden. 

Immerhin kann Frankreich seine Armee ohne Sondervermögen finanzieren. 

frosthorn
@18:37 Uhr von Clara Bosetti

Ja, nach dem Selbstverständnis von Menschen, die anderen sagen, sie sollen mehr arbeiten dann wäre auch so ein Anzug drin, wie sie selber tragen.

Das ist mir jetzt ein wenig zu polemisch. Aber grundsätzlich: Ist es nicht vernünftig, zur Stabilisierung der Alterssicherung zwei Jahre länger zu arbeiten?

 

Ist das überhaupt die Frage, um die es geht? Brauchen vernünftige Gesetze keine parlamentarische Mehrheit? Und, falls Sie dieser Ansicht sind, wer hat Ihrer Meinung nach das Recht, zu bestimmen, was "vernünftig" ist?

Clara Bosetti
@18:35 Uhr von Anna-Elisabeth

Demokratische Regeln sind keine Geschmackssache.

Aber auch wenn jemandem diese Regeln nicht schmecken, so muss er sich dennoch daran halten. Regeln kann man zwar ändern, aber auch das geht nur in einem demokratischen Prozess.

Die Regierung hält sich genau an die Regeln, die die Verfassung vorgibt.

Karussell
@17:48 Uhr von Hanne57

Die Rente mit 62 ist dauerhaft nicht finanzierbar und bedroht das ganze Rentensystem. Das hat Macron erkannt und steuert dagegen.

im Gegensatz zu den Deutschen machen die ihren Unmut über die Regierung sehr deutlich.

Damit bescheinigen Sie den Deutschen m.E. mehr Vernunft als den Franzosen. Dort wird leidenschaftlich demonstriert, aber ich habe mich schon oft gefragt, was es bisher gebracht hat.  

Barbarossa 2
Worum geht es hier eigentlich?

Es geht hier einzig und allein ums Prinzip. In diesem Fall um die Demokratie. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, muß ich doch leider feststellen, daß nicht jeder demokratische Grundkenntnisse hat.

Wanderfalke
@Adeo60 - 18:16

"Sie sollten aber nicht ganz außer acht lassen, dass Deutschland ein recht engmaschiges soziales Netzwerk geknüpft hat, um das uns viele Länder beneiden."

Das war nicht mein Punkt.

Es geht um diese Dauerrhetorik um den demographischen Wandel als Schuldzuweisung vorzubeten, als hätte das die verantwortlichen Akteure in der Rentenpolitik "kalt erwischt". Dieses Phänomen kam nicht überraschend sondern war lange genug absehbar. Insbesondere, weil die älter werdende Gesellschaft sich nicht nur auf Deutschland und Frankreich begrenzt sondern - wie ich bereits ausführte - schon längst als allgemeine Feststellung aus den medizinischen Beobachtungen der westlichen Hemisphäre bekannt ist. 

Darauf hätte in der Rentenpolitik kontinuierlich reagiert werden müssen anstatt nun mit der Brechstange zu kommen und mit fadenscheinigen Argumenten die Generationen gegeneinander aufzubringen.

Karussell
@17:38 Uhr von CoronaWegMachen

Auch wenn es mancher nicht wahrhaben will - die von Macron initiierten Reformen im Rentensystem sind unverzichtbar.

Gefordert ist Demokratie!

...schreiben Sie nun wiederholt. Ich warte auf Ihre Idee, wie diese notwendige, aber unbequeme Veränderung "demokratisch" realisiert werden soll.

Account gelöscht
@18:37 Uhr von Clara Bosetti

Ja, nach dem Selbstverständnis von Menschen, die anderen sagen, sie sollen mehr arbeiten dann wäre auch so ein Anzug drin, wie sie selber tragen.

Das ist mir jetzt ein wenig zu polemisch. Aber grundsätzlich: Ist es nicht vernünftig, zur Stabilisierung der Alterssicherung zwei Jahre länger zu arbeiten?

 

 

 

 

Polemik ist angebracht. Gegen die Polemik von oben. Und es muss nichts stabilisiert werden. Nicht wenn es in Krisenzeiten Megaprofite von Total Energies mit plus 28 Prozent Gewinn, Bernard Arnault (214,2 Milliarden Euro persönliches Vermögen) und anderen gibt. Vor allem nach der Abschaffung der Vermögenssteuer 2017.

 

Minka04
Die EU

Wenn man das Konstrukt der EU eigentlich genau nimmt, finanzstärkere Länder den finanzschwächeren helfen, sollte in den Ländern gleiche Rentenbedingungen gelten. Heißt, dass in den Ländern der EU die Vorraussetzungen Renteneintrittsalter und Pflichtbeitragszeiten einheitlich sein sollten. Denn es ist den Menschen kaum zu vermitteln, warum man selbst Jahre länger arbeiten solle um dann den Ländern mit früherem Renteneintrittsalter unter die Arme greifen zu können.

schabernack
@18:05 Uhr von Anna-Elisabeth

 

Haben Sie den Eindruck, dass Parlamente immer die Interessen des Volkes im Blick haben? In FRA-Politik kenne ich mich nicht gut genug aus. In DEU habe ich jedenfalls nicht den Eindruck, dass irgendwer im Parlament überhaupt noch weiß, was die Bevölkerung will. Und sollte man hier oder da dennoch Kenntnis vom Willen einer übergroßen Mehrheit haben, so interessiert das die Parlamentarier nicht.

 

Bei der Rentenfrage denkt der Rentner an sich selbst, und nicht daran, wie Renten auch in 10 oder 25 Jahren noch finanziert werden sollen / können.

 

In FRA ist die Demographie mit Geburtenrate > 2,1 ja noch so, dass die Bevölkerungszahl leicht ansteigt. Man müsste mal wissen, wie hoch der Ablehnungsgrad gegen ein höheres Renteneintrittsalter bei den heute unter 30-jährigen Franzosen ist.

 

Letztendlich bezahlen für die Rentenfinanzierungsmisere gerade die, deren Renteneintritt noch Jahrzehnt in der Zukunft liegt. Einerlei, ob mit 62, oder 2 J. später dann mit 64 Jahren.

 

Je suis toujours contraire …!

falsa demonstratio
@18:52 Uhr von Barbarossa 2

Es geht hier einzig und allein ums Prinzip. In diesem Fall um die Demokratie. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, muß ich doch leider feststellen, daß nicht jeder demokratische Grundkenntnisse hat.

 

 

Gehört es zu Ihren demokratischem Grundkenntnissen, dass man eine Verfassung, die sich das Staatsvolk durch ein Referendum gegeben hat, auch anwenden darf?

Peter Kock
Frankreich

Die Franzosen sollten sich mal um die reale Staatsverschuldung kümmern und auch um die realen Abeitslosenzahlen ...... das Ergebnis würde zum Aufstand führen.

Neutrale Stimme
@17:37 Uhr von Wolf1905

Richtig so, was Präsident Macron macht; wenn es dem Parlament nicht gefällt, sollen sie einen Misstrauensantrag stellen.

Macron hat erkannt, dass die Rente nicht mehr sicher ist in der derzeitigen Höhe (was diverse Gründe hat) und trifft m. E. die richtige Entscheidung. Dass es vielen Franzosen nicht passt, ist mir schon klar, aber was ist die Alternative? Niedrigere Renten?

Politiker müssen auch mal unpopuläre Maßnahmen durchsetzen, egal ob jetzt viele Franzosen auf die Straße gehen und Randale machen.

Standhaft bleiben, Herr Macron!

Einsparungen, zb beim Militaer wo jetzt wieder kraeftig erhoet wurde. 

Mit dieser Entscheidung hat Macron sich keinen Gefallen getan 

Robert Wypchlo
@17:35 Uhr von Seebaer1

Ich glaube die französische Regierung nimmt weit mehr in Kauf als nur ein Misstrauensvotum.

Ein Misstrauensvotum gegen Macron? Ha ha ha ha ha ha ha. Nach seiner Wiederwahl 2022 soll ihm jetzt noch was geschehen? Jetzt kann Macron sich wieder auf die ganz unwichtigen Dinge dieser Welt, konzentrieren.

amran.juli
@18:50 Uhr von Karussell

Die Rente mit 62 ist dauerhaft nicht finanzierbar und bedroht das ganze Rentensystem. Das hat Macron erkannt und steuert dagegen.

im Gegensatz zu den Deutschen machen die ihren Unmut über die Regierung sehr deutlich.

Damit bescheinigen Sie den Deutschen m.E. mehr Vernunft als den Franzosen. Dort wird leidenschaftlich demonstriert, aber ich habe mich schon oft gefragt, was es bisher gebracht hat.  

Demonstrationen bringen nichts, sonst wären sie verboten. Das gilt übrigens weltweit.

Werner40

Erstaunlich, dass Viele nicht verstehen, dass eine Erhöhung des Renteneintrittsalters alternativlos ist, will man das System nicht an die Wand fahren.

Initiative Neue Asoziale Marktwirtschaft
Wehrhafte Demokratie

Frankreich hat durch Franz Revolution Demokratie gebracht. 

Macron will soziale Erungenschaft gegen Zweidrittel der Bevölkerung am Parlament vorbei abbauen. Grösste Proteste werden von Macron ignoriert. 

Frankreich braucht demokratieorientierte Regierung. Auf Twitter werden Bilder der französischen.Revolution geteilt. Auf der Strasse werden Macron Puppen verbrannt. 

Demokratische und soziale Erungenschaften müssen gegen den neoliberalen Extremisten Macron verteidigt werden. 

Orfee
@18:52 Uhr von Barbarossa 2

"Es geht hier einzig und allein ums Prinzip. In diesem Fall um die Demokratie. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, muß ich doch leider feststellen, daß nicht jeder demokratische Grundkenntnisse hat."

Das System wird sich noch viel mehr entlarven. Das ist noch gar nichts. Man wird noch viel stärker gegen die Menschen vorgehen, wenn die Finanzkrise sich weiter verschärft und das wird sie. So sicher wie der Amen in der Kirche. Den Menschen werden die Augen geöffnet, dass wir keine Demokratie haben und niemals eine hatten. Man wird mit Gewalt gegen die Menschen vorgehen müssen. Das wird alles kommen müssen.

 

Froschhaarpinsel

Gibt's in Frankreich keine Volksabstimmung? Ich würde die Menschen vor die Wahl stellen: später in Rente oder Stagnation resp. Rückgang der Höhe. Natürlich nur dann, wenn das auch gerechtfertigt ist, was ich nicht beurteilen kann.

Ishihori
@17:24 Uhr von Adeo60

Auch wenn es mancher nicht wahrhaben will - die von Macron initiierten Reformen im Rentensystem sind unverzichtbar. ... So war also für die Regierung Pragmatismus - andere werden sagen Skrupellosigkeit - angesagt. 

Pragmatismus im Rahmen der aktuellen Gegebenheiten. Sehe ich ebenfalls so. MMn ist der größte Teil eines Volkes eigentlich zu dumm, um Entscheidungen zu treffen, die über den Tellerrand hinausgehen, da das Denken auf 1200 Uhr bis Mittag beschränkt ist ==> von Weitsicht keine Spur.

Orfee
@19:06 Uhr von Neutrale Stimme

"Mit dieser Entscheidung hat Macron sich keinen Gefallen getan "

Selbstverständlich nicht. Das zeigt aber, dass das System am Ende ist. Macron wäre es auch sicher viel lieber gewesen das mit Abstimmung durchzusetzen. Dann hätte er sich hinter den Regeln der Demokratie verstecken können. Er hätte sagen können - es wurde mit einer Wahl auf demokratischem Wege entschieden.

Warum macht er das nicht? Weil sie in Panik sind. Das System ist am Ende. Selbstverständlich ist auch die Finanzkrise nicht vorbei. Sie hat erst jetzt angefangen.

 

Frankfurter Bürger
Wichtiger und richtiger Schritt

Frankreich muss diese Reform durchführen, sonst geht es entgültig bankrott. Natürlich lebt es sich angenehmer, ohne Rentenalter-Anpassung. Aber die Eierlegende-Wollmilchsau, die Wohlstand für lau generiert gibt es auch in Frankreich nicht.



Ein erster, wichtiger Schritt. Wenn im Anschluss der französische Beamten-Apparat verschlankt wird, ist Frankreich auf einem guten und stabilem Weg.

Frankfurter Bürger
ein gefundenes Fressen für die RT-Propagandisten

um ein westliches Land zu spalten. Und ich vermute, auch hier werden wieder viele Putin-Claquere in Frankreich und aus Russland via Social Media ihren Anteil daran haben, Regierungen und Demokratien zu schwächen.

Macron handelt hier ausnahmslos richtig. Alle seine Vorgänger sind daran gescheitert. Ich wünsche ihm allen erdenklichen Erfolg

Anna-Elisabeth
@18:57 Uhr von schabernack

Bei der Rentenfrage denkt der Rentner an sich selbst, und nicht daran, wie Renten auch in 10 oder 25 Jahren noch finanziert werden sollen / können.

 

In FRA ist die Demographie mit Geburtenrate > 2,1 ja noch so, dass die Bevölkerungszahl leicht ansteigt. Man müsste mal wissen, wie hoch der Ablehnungsgrad gegen ein höheres Renteneintrittsalter bei den heute unter 30-jährigen Franzosen ist.

 

Letztendlich bezahlen für die Rentenfinanzierungsmisere gerade die, deren Renteneintritt noch Jahrzehnt in der Zukunft liegt. Einerlei, ob mit 62, oder 2 J. später dann mit 64 Jahren.

 

Je suis toujours contraire …!

Nicht wirklich :-). Ich stimme Ihren Ausführungen ja zu. Nur ob die heute unter 30-jährigen Franzosen so vorausschauend sind?

Wie ich schon schrieb: Ich wünschte mir gerade auch in der Rentenfrage mehr Einheitlichkeit in Europa. 

schabernack
@18:47 Uhr von frosthorn

 

Ist das überhaupt die Frage [2 Jahre länger arbeiten bis zur Rente], um die es geht? Brauchen vernünftige Gesetze keine parlamentarische Mehrheit? Und, falls Sie dieser Ansicht sind, wer hat Ihrer Meinung nach das Recht, zu bestimmen, was "vernünftig" ist?

 

Grundlegend ist das schon die Frage, und sie köchelt in Frankreich schon seit Jahren und Jahren. Alles andere als demokratisch-gut ist es, sie nun über diesen L'article du Président lösen zu wollen.

 

Später in Rente - non.

Höhere Rentenbeiträge - non.

Dagegen - dreimal oui.

 

Das Kleine 1x1 auf Français. Was schlagen Opposition und Demonstranten stattdessen vor? Die Opposition non, und die Demonstranten mit dem Vorschlaghammer Autos kurz und klein.

 

Savoir vivre - sollte es der Leber aus der Stopfgans mal ans Leder gehen. Kommt es zu landesweiten Tumulten wegen dreimal non, und am Ende muss die Nationalgarde eingreifen, damit den wehrhaften Galliern der Himmel nicht auf den Kopf fällt.

 

Luft anhalten bis ganz rot im Gesicht wie im Comic …

Bender Rodriguez
@18:32 Uhr von Sisyphos3

Rente mit 70  - haben sie ne Alternative wie man ne Rente wie in Frankreich mit 62 finanzieren soll ?

 

Easy. Da mussman nur die Produktivität mit ins  Boot holen. Wir sind so produktiv, wie5  Boomer.  Also müsste der Arbeitgeberanteil das 5 Fache betragen. 

Oder man gibt uns das 5Fache Gehalt.dann spare ich selber und brauche keine Rente

Robert Wypchlo
@16:59 Uhr von friedrich peter peeters

Eine Rentenreform die das gesamte Volk und die kommende Generationen betrifft benötigt die Zustimmung des Parlaments.

Und zur selben Zeit stapelt sich der haushohe Müll in den Straßen beim Eiffelturm. Und das ist die Stadt des Glamours und der Liebe?

falsa demonstratio
@19:06 Uhr von Robert Wypchlo

Ich glaube die französische Regierung nimmt weit mehr in Kauf als nur ein Misstrauensvotum.

Ein Misstrauensvotum gegen Macron? Ha ha ha ha ha ha ha. Nach seiner Wiederwahl 2022 soll ihm jetzt noch was geschehen? Jetzt kann Macron sich wieder auf die ganz unwichtigen Dinge dieser Welt, konzentrieren.

 

 

Es gibt gar keine keine Möglichkeit des Misstrauensvotums gegen den Präsidenten der Republik.

Sparer

Unterschied zwischen französischen und deutschen Rentenbeitragszahlern: wir haben die Erhöhung des Renteneintrittsalter mit einem Schulterzucken zur Kenntnis genommen, da wir die Notwendigkeit dieses Schrittes eingesehen haben. Diese Erkenntnis fehlt den Franzosen offenbar völlig, dabei dürfen sie  dann immer noch 3 Jahre früher in Rente gegen als wir. Würde Frankreich nicht einen -am BIP gemessenen-  wesentlich größeren Schuldenstand vor sich herschieben als Deutschland, und nicht gleichzeitig vehement eine EU-Schuldenunion fordern, würde ich ja sagen, das ist eine rein französische Angelegenheit. So Ist das  aber auch eine EU-Angelegenheit , bei der es auch um die Gerechtigkeit zwischen den EU-Mitgliedsstaaten geht,

Pax Domino
@18:32 Uhr von Sisyphos3

Bei Gesetzen solchen Ausmaßes würde ich mir immer einen Volksentscheid wünschen! Auch in Deutschland.

Hier wird auch noch die Rente mit 70 durchgedrückt und viele Schimpfen und nichts passiert.

In Frankreich wird es wohl nicht so einfach sein und ich wünsche den Franzosen viel Kraft für die kommenden Streiks im Lande!!! 

 

da haben sie recht,

Volksentscheide sind bürgernäher - sinnvoll ??

Rente mit 70  - haben sie ne Alternative wie man ne Rente wie in Frankreich mit 62 finanzieren soll ?

 

Na mit was wohl ? Schulden nix als Schulden , Italien und Griechenland sind doch die Spezialisten und  Vorreiter in Sachen Rente. Und wenn die Franzosen kein Brot mehr haben , sollen sie doch Kuchen essen.

Der Letzte Satz ist natürlich Satire !!!!!

gz. Nie wieder Pax Domino

weingasi1
Wenn Rentenkasse leer, dann Rentenkasse leer.

Anstatt Vorschläge zu machen, wie aus der Schraube, dass Einzahler immer weniger, die Bezugberechtigten aber immer mehr, dazu auch noch immer älter werden, herausgekommen werden kann, verhält man sich wie ein Haufen bockiger Kinder. Leider wird dieses Verhalten einer Marine LePen ungeahnten Auftrieb verschaffen ber dann will es wieder niemand schuld gewesen sein. Macrons Vorgänger, der linke Hollande, der genau wusste, wie brisant die Situation in puncto Rente war (ist), hat auch nichts für eine Entspannung getan. Das wird übel, wenn Frau LePen obsiegt, was jetzt wahrscheinlicher ist als je zuvor.

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0803
@17:44 Uhr von Carlos12

Das Volk übergehen...schlechte Idee. Die Franzosen sollten das eigentlich wissen.

Der demografische Wandel findet auch in Frankreich statt, wenn auch vielleicht nicht so drastisch. Was antwortet das Volk dazu?

"Wollt ihr später in Rente gehen?" - "NEIN!"

"Wollt ihr geringere Renten?" - "NEIN!"

"Wollt ihr dass ein größerer Teil der Staatsaugaben in Renten gehen und damit andere Dinge wie Infrastruktur, Schulen, Polizei, usw. gekürzt werden?" - "NEIN!"

"Was wollt ihr dann?" - "Alles so so bleiben, wie es ist!"

 

Die Franzosen sind führend im Bereich Luxusartikel. Wahrscheinlich deshalb ist ein Franzose der reichste Mensch auf Erden. Irgendwo ist also doch Geld in Mengen da. Und das dürfte nicht der einzige Franzose sein, der mehr als genug hat. Vielleicht gibt die Verfassung Herrn Macron hier Möglichkeiten, am Parlament vorbei, das gemeinsam erarbeitete Vermögen der Franzosen günstiger umzuverteilen und er traut sich das? Die Entwicklung der franz. Aktienindizes deutet auf ein reiches Land hin.

werner1955
@17:21 Uhr von logo1

Duchsetzung der Rentenreform vorbei am Parlament?! Alle Achtung! Frankreich auf dem Weg in eine Diktatur? 

Aber viele Entscheidungen in unserer Ampel werdn ja auch nur von der Regierung beschlossen.

harpdart
@amran.juli

"Demonstrationen bringen nichts, sonst wären sie verboten. Das gilt übrigens weltweit."

 

Wirklich? Sind Demos deshalb z. B. in China, Russland oder Iran Demos verboten, weil die Machthaber Angst haben davor?

schabernack
@18:56 Uhr von Bernd Kevesligeti

 

Und es muss nichts stabilisiert werden. Nicht wenn es in Krisenzeiten Megaprofite von Total Energies mit plus 28 Prozent Gewinn, Bernard Arnault (214,2 Milliarden Euro persönliches Vermögen) und anderen gibt. Vor allem nach der Abschaffung der Vermögenssteuer 2017.

 

Dieser jener Monsieur Arnauld kann sein ganzes Privatvermögen freiwillig rausrücken, und dann macht es Britzel und Dampf auf dem Heißen Stein zur Finanzierungsfrage für Renten über 10 oder 25 Jahre.

 

Was in welcher Höhe (welcher Prozentsatz vom Einkommen) zahlen Franzosen an Rentenversicherungsbeiträgen? Wie hoch vom letzten Brutto ist die Rente?

 

Ewiges Dagegen in Gelben Westen, und das ewige Mantra vom Milliardär sind beides kein Konzept für gar nichts.

Account gelöscht
@19:36 Uhr von schabernack

 

Ist das überhaupt die Frage [2 Jahre länger arbeiten bis zur Rente], um die es geht? Brauchen vernünftige Gesetze keine parlamentarische Mehrheit? Und, falls Sie dieser Ansicht sind, wer hat Ihrer Meinung nach das Recht, zu bestimmen, was "vernünftig" ist?

 

Grundlegend ist das schon die Frage, und sie köchelt in Frankreich schon seit Jahren und Jahren. Alles andere als demokratisch-gut ist es, sie nun über diesen L'article du Président lösen zu wollen.

 

Später in Rente - non.

Höhere Rentenbeiträge - non.

Dagegen - dreimal oui.

 

Das Kleine 1x1 auf Français. Was schlagen Opposition und Demonstranten stattdessen vor? Die Opposition non, und die Demonstranten mit dem Vorschlaghammer Autos kurz und klein.

 

 

 

 

Und wie würde es wohl aussehen wenn wohlhabende Deutsche nach Frankreich reisen würden und dort für Macron und Rentenkürzung und Eintrittsaltererhöhung demonstrieren würden ? Natürlich mit dem Zeigefinger gegen Ärmere. Es würde lustig...

 

falsa demonstratio
@19:52 Uhr von werner1955

Duchsetzung der Rentenreform vorbei am Parlament?! Alle Achtung! Frankreich auf dem Weg in eine Diktatur? 

Aber viele Entscheidungen in unserer Ampel werdn ja auch nur von der Regierung beschlossen.

 

Wann wollen Sie endlich das Grundgesetz und die Zuständigkeitsregeln, die es uns gibt, zu Kenntnis nehmen und akzeptieren?

Account gelöscht
@19:58 Uhr von schabernack

 

Und es muss nichts stabilisiert werden. Nicht wenn es in Krisenzeiten Megaprofite von Total Energies mit plus 28 Prozent Gewinn, Bernard Arnault (214,2 Milliarden Euro persönliches Vermögen) und anderen gibt. Vor allem nach der Abschaffung der Vermögenssteuer 2017.

 

Dieser jener Monsieur Arnauld kann sein ganzes Privatvermögen freiwillig rausrücken, und dann macht es Britzel und Dampf auf dem Heißen Stein zur Finanzierungsfrage für Renten über 10 oder 25 Jahre.

 

Was in welcher Höhe (welcher Prozentsatz vom Einkommen) zahlen Franzosen an Rentenversicherungsbeiträgen? Wie hoch vom letzten Brutto ist die Rente?

 

 

 

 

Ewiges Dagegen in Gelben Westen, und das ewige Mantra vom Milliardär sind beides kein Konzept für gar nichts.

 

Das sind nicht Ihre Konzepte. Aber Konzepte für die da unten, die sich nicht über den Tisch ziehen lassen wollen, wie hier.

werner1955
@20:02 Uhr von falsa demonstratio

Duchsetzung der Rentenreform vorbei am Parlament?! Alle Achtung! Frankreich auf dem Weg in eine Diktatur? 

Aber viele Entscheidungen in unserer Ampel werdn ja auch nur von der Regierung beschlossen.

 

Wann wollen Sie endlich das Grundgesetz und die Zuständigkeitsregeln, die es uns gibt, zu Kenntnis nehmen und akzeptieren?

Sofort.

Neutrale Stimme

Am besten selber Vorsorgen. Dann braucht man sich auf niemanden verlassen. 

MRomTRom
Notwendig, aber so nicht

++

Die Rentenreform in Frankreich ist notwendig. Die Rente ist sonst nicht mehr finanzierbar.

++

Es ist falsch, sie  s o  durchsetzen zu wollen.

++

0803
@20:02 Uhr von Bernd Kevesligeti

Und es muss nichts stabilisiert werden. Nicht wenn es in Krisenzeiten Megaprofite von Total Energies mit plus 28 Prozent Gewinn, Bernard Arnault (214,2 Milliarden Euro persönliches Vermögen) und anderen gibt. Vor allem nach der Abschaffung der Vermögenssteuer 2017.

 

Dieser jener Monsieur Arnauld kann sein ganzes Privatvermögen freiwillig rausrücken, und dann macht es Britzel und Dampf auf dem Heißen Stein zur Finanzierungsfrage für Renten über 10 oder 25 Jahre.

 

Was in welcher Höhe (welcher Prozentsatz vom Einkommen) zahlen Franzosen an Rentenversicherungsbeiträgen? Wie hoch vom letzten Brutto ist die Rente?

 

Ewiges Dagegen in Gelben Westen, und das ewige Mantra vom Milliardär sind beides kein Konzept für gar nichts.

 

Das sind nicht Ihre Konzepte. Aber Konzepte für die da unten, die sich nicht über den Tisch ziehen lassen wollen, wie hier.

 

Das hat doch was, wenn sich Deutsche für niedrigere Renten im Ausland oder länger arbeiten dafür, sich einsetzen. Demnächst auch noch für hier im Land?

Seebaer1
@19:06 Uhr von Robert Wypchlo

Ich glaube die französische Regierung nimmt weit mehr in Kauf als nur ein Misstrauensvotum.

Ein Misstrauensvotum gegen Macron? Ha ha ha ha ha ha ha. Nach seiner Wiederwahl 2022 soll ihm jetzt noch was geschehen? Jetzt kann Macron sich wieder auf die ganz unwichtigen Dinge dieser Welt, konzentrieren.

 

Ich hatte auch mehr an die Reaktionen der Franzosen auf diesen Affront gedacht.

 

Kritikunerwünscht

sowas nennt man dann Demokratie.

Hoffentlich sagen die Menschen in Frankreich nun deutlich, was sie von dieser Art Demokratie halten.

Frankfurter Bürger
@20:09 Uhr von MRomTRom - Hinweis

++

Die Rentenreform in Frankreich ist notwendig. Die Rente ist sonst nicht mehr finanzierbar.

++

Es ist falsch, sie  s o  durchsetzen zu wollen.

++

NUR SO

lässt sich dort etwas ändern. Die "Gelbwesten" mit Strassenschlachten usw. haben bisher jeden anderen Anlauf aller Vorgänger von Macron zunichte gemacht.

Mauersegler
@17:49 Uhr von frosthorn

 

in der Entscheidungen, falls gewünscht, auch ohne Parlamentsmehrheit durchgesetzt werden können? Und, die Frage an die Foristen, die dieses Vorgehen für richtig und angemessen halten: wärt ihr auch einverstanden, wenn auch bei uns künftig der Kanzler alleine Gesetze beschließen kann?

In Frankreich ist das legal. Ob es klug ist, ist eine andere Frage.

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