Ein Bild der Anti-Korruptionsbehörde der Ukraine zeigt beschlagnahmtes Geld.

Ihre Meinung zu Ukraine: Zäher Kampf gegen die "Kultur der Korruption"

Seit den Maidan-Protesten hat sich in der Ukraine zwar viel getan in Sachen Korruptionsbekämpfung. Doch nun bietet der Krieg Politikern neue Gelegenheiten, sich zu bereichern. Die Zivilgesellschaft will das nicht zulassen. Von R. Barth.

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118 Kommentare

Kommentare

wie-
Meinungsfreiheit: gibt's nur als Norm

@13:29 Uhr von Kritikunerwünscht

Immerhin wird in der Ukraine die Korruption bekämpft und ist nicht Staatsraison wie in dem Land, dessen Tastaturkomplizen so penetrant darauf herumreiten, daß die Ukraine doch so unglaublich korrupt sei - und man deswegen sofort die Unterstützung des Landes einstellen müsse.

darf man nicht mehr sagen, dass die Ukraine ein hochkorruptes Land ist?

Das darf man sogar schreiben. Allerdings ist "hochkorrupt" eine Übertreibung ohne Sachgrund. Im Korruptionsindex liegt die Ukraine im Mittelfeld.

Alles Negative soll verschwiegen werden, alle Kritiker sollen mundtot gemacht werden?

Wieso dann der zu kommentierende Artikel? Wobei: das tägliche Treiben der Tastaturkomplizen Putins ist doch auch Tatsache, oder?

Ist das Demokratie, Rechtsstaatlichkeit? Eher nicht. Sie wären in der DDR besser aufgehoben gewesen.

Ouha, eine "Totschlagargumentation". Daher als Hinweis: es gibt bereits eine Moderation für dieses Forum. Polemik und "ad hominem" sind zudem selten passend.

Nettie
@13:30 Uhr von Questia

(...)

Es ist das Prinzip eines Rechtsstaats nur diejenigen Personen zur Rechenschaft zu ziehen, denen Taten nachgewiesen werden können.

>> Ob der Minister "gut" ist, haben die jeweiligen Instanzen zu beurteilen.

(...)

Bleibt nur zu hoffen, dass die nach rechtsstaatlichen Prinzipien funktionieren bzw. sich in einem solchen befinden.

Diabolo2704
Postsovietischer Raum

Zitat von mic- (13:05 Uhr) : "Typisch der postsovjet - Raum. Schuld ist immer der stelvertretende Minister und er, der Stellvertretende, wird entlassen"

Auch da sieht man die Entwicklung der Ukraine hin zu europäischen Standards. Denn in Russland fällt er aus einem höhergelegenen Fenster.

mic
@13:30 Uhr von Questia

Typisch der postsovjet - Raum. Schuld ist immer der stelvertretende Minister und er, der Stellvertretende, wird entlassen.  Der eigentliche Minister ist guuut, er ist unersetzlicher Bestandteil des Systems,  er wird bleiben. 

Es ist das Prinzip eines Rechtsstaats nur diejenigen Personen zur Rechenschaft zu ziehen, denen Taten nachgewiesen werden können.

Ob der Minister "gut" ist, haben die jeweiligen Instanzen zu beurteilen.

Sollten Sie bezüglich etwaiger "Schuld" des Ministers gerichtsfeste Informationen haben, sollten Sie sie unverzüglich der AntiKorruptionsbehörde in der UKR zukommen lassen.

Ich habe die gleiche Ehrfurcht vor ukrainischer Rechtsstaatlichkeit wie Sie. 

Opa Klaus
@13:31 Uhr von fathaland slim

waren immer nicht nur auch, sondern vorwiegend Ausdruck der profunden Unzufriedenheit der Ukrainer mit der Korruption in ihrem Lande. Die Menschen bewiesen damit demokratisches Bewusstsein. Etwas mehr davon würde ich mir selbst in unserem Land gelegentlich wünschen.

Und die Reaktion des großbrüderlichen Nachbarn?

Dioxinvergiftungen, Diffamierung der Menschen als Marionetten undsoweiter.

Und, nicht zu vergessen, ein hybrider Krieg, der dann zur Spezialoperation mutierte.

Meines Wissens geht es hier im Thread um Korruption in der UA. Ihre Ablenkung auf die russische Aggression ist demnach auch Whataboutismus, oder irre ich mich? 

Nettie
@13:31 Uhr von MehrheitsBürger

Schon die Berichterstattung darüber ist ein Fortschritt

Da haben Sie recht.

In der Ukraine wird darüber berichtet und die Probleme werden transparent gemacht. Die Bekämpfung der Korruption ist keine Tagesaufgabe, aber sie wird angegangen.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen...

Im Korruptions-Index von Transparency International hat sich die Ukraine um 7 Punkte von 26 auf 33 Punkte verbessert. Das zeigt, dass das noch viel zu tun ist, >> aber das Land zumindest in die richtige Richtung geht.

So ist es.

Questia
@13:12 Uhr von heribix | Hart

Wenn ich mir den Artikel so durchlese frage ich mich wirklich für was Russland noch alles Verantwortlich ist. Jetzt auch schon für die Korruption in der Ukraine. 

Die Wahrheit kann manchmal weh tun.

Die ist u.a. auch, dass sich die UKR genau diesem Einfluss von RUS seit mind. 2014 entziehen will.

Oder was glauben Sie, warum RUS begann in der UKR alles kurz und klein schlägt, just ab dem Moment, in dem seine Marionette vom UKR Volk vertrieben wurde?

NieWiederAfd
@13:07 Uhr von Sisyphos3

 

andere Staaten zu überfallen

passt so gar nicht in unser Weltbild

einen Staat zu unterstützen wenn ein Großteil des Geldes

in dunklen Kanälen verschwindet aber ebenso wenig

 

also wie sich verhalten

 

Haben Sie den Bericht gelesen?  Und ist Ihnen bekannt, dass laut Transparency international kein Land in den letzten Jahren so gute Fortschritte in der Korruptionsbekämpfung aufzuweisen hat wie die Ukraine?

also: Wie sich verhalten?

Erkennen, dass die Förderung von Korruption durch Russland in der Ukraine eine Kriegstaktik ist.

 

gez. NieWiederAfd 

 

 

ein Lebowski
@13:31 Uhr von fathaland slim

waren immer nicht nur auch, sondern vorwiegend Ausdruck der profunden Unzufriedenheit der Ukrainer mit der Korruption in ihrem Lande. Die Menschen bewiesen damit demokratisches Bewusstsein. Etwas mehr davon würde ich mir selbst in unserem Land gelegentlich wünschen.

Und die Reaktion des großbrüderlichen Nachbarn?

Dioxinvergiftungen, Diffamierung der Menschen als Marionetten undsoweiter.

Und, nicht zu vergessen, ein hybrider Krieg, der dann zur Spezialoperation mutierte.

------------

Ist schon klar, dass es gute Gründe gab, um sich frei zu machen, aber es war auch klar, wie der grossbrüderliche Nachbar darauf reagiert. Jeder Weg, jedes Szenario, wäre besser gewesen als das jetzige.

 

ich1961
13:29 Uhr von rainer4528   /…

13:29 Uhr von rainer4528

 

////Die ukrainische Regierung

kämpft gegen Korruption. Gutes Gelingen. War da nicht mal etwas mit Selenski und den Panama-Papers?  Ich lach mich schief.////

 

Haben Sie entsprechende seriöse Quellenangaben?

 

Ich erinnere mich in dem Zusammenhang nur an "Fake News".

 

 

Nachgedacht
@13:49 Uhr von wenigfahrer

" Zum Verleich: Deutschland erzielt 93 von 100 Punkten und belegt damit weltweit Platz 9 der am wenigsten korrupten Staaten. "

-

Also das verwundert mich jetzt etwas, die anderen Zahlen stimmen, aber zu Deutschland hab ich aus dem ntv Artikel von gestern 31.01.2023 aber andere Zahlen.

 

Auszug.

" Bestes Land ist Dänemark mit 90 Punkten, Deutschland erreicht 79 Punkte. Transparency International erstellt jedes Jahr seinen sogenannten Korruptionswahrnehmungsindex, der auf internationalen Analysen und Umfragen zur Korruption basiert. "

Welche stimmen denn nun.

 

 

79 Punkte und weltweit Platz 9 für D ist korrekt. Ebenso wie die Tatsache, dass due Ukraine weiterhin zu den Staate mit höchster Korruotion zählt.

 

https://www.transparency.de/cpi

Mauersegler
@13:12 Uhr von frosthorn - Angriffskrieg nötig ...

um etwas gegen Korruption zu unternehmen, finde ich jetzt schon ein wenig eigenartig.

Eigenartig finde ich die Behauptung, die Sie hier aufstellen. Unkenntnis oder Böswilligkeit? Sicher liegt noch vieles im Argen, aber gearbeitet wird daran schon länger:

"Olena Haluska vom Anti-Corruption Action Centre, einer Nichtregierungsorganisation zur Korruptionsbekämpfung, erklärt: "Seit 2014 wurden alle Mittel, die die Ukraine als Makrofinanzhilfe erhalten hat, an die Umsetzung sehr klarer Antikorruptionsvorgaben geknüpft. Das hat zur Einrichtung neuer Antikorruptionsbehörden beigetragen, die gegen Korruption in hohen Positionen ermitteln und sie strafrechtlich verfolgen."

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/eu-ukraine-korruptionskontroll…

Und zu Ihrer Scheinfrage nach Whataboutimus: Alle gehen hier auf die Korruption in der Ukraine ein. Whataboutismus bedeutet – wie Sie wissen – zu sagen: Was regen wir uns über die Ukraine auf, Korruption gibt's doch überall. Macht hier niemand.

 

Coachcoach
Vielleicht....

..wird ei Korruption bekämpft - jede?

ich bin da sehr skeptisch. Herr Selensky ist auf einem Oligarchen-Ticket gewählt worden - natürlich neutral...

Milliarden werden im Krieg verbraucht. Da wird doch gerne zugegriffen.

Und bei transparency bin ich skeptisch, ich habe da Erfahrungen und eine andere, weitergehende Auffassung von Korruption.

Nachgedacht
@13:33 Uhr von fathaland slim

zu den Staaten mit hoher Korruption.

 

In Europa belegt die Ukraine wie schon seit Jahren den vorletzten Platz der am wenigsten korrupten Staaten (33 Punkte) und landet damit nur knapp vor Russland (28 Punkte).

 

Zum Verleich: Deutschland erzielt 93 von 100 Punkten und belegt damit weltweit Platz 9 der am wenigsten korrupten Staaten.

 

https://www.businessinsider.de/wirtschaft/das-sind-die-zehn-korrupteste

 

Nein, die Ukraine ist noch lange nicht so weit, auch nur im Ansatz die Voraussetzungen für einen EU-Beitritt zu erfüllen. Da kann Herr Selensky und Co. noch so darauf drängen und unsere hochgebildete Bundestagsvizepräsidentin beteuern, dass die Ukraine zur EU gehöre.

 

Dazu gehört schon etwas mehr, als täglich Forderungen auszusprechen und zu behaupten, man verteidige schließlich die "westlichen Werte" und die "Demokratie".  Die Ukraine hat noch nicht einmal eine demokratische Staatsform.

 

Das sind die Fakten.

 

 

 

 

Bitte lesen Sie den Artikel.

 

Habe ich. Und Sie? 

Peter P1960
@13:29 Uhr von Kritikunerwünscht

Immerhin wird in der Ukraine die Korruption bekämpft und ist nicht Staatsraison wie in dem Land, dessen Tastaturkomplizen so penetrant darauf herumreiten, daß die Ukraine doch so unglaublich korrupt sei - und man deswegen sofort die Unterstützung des Landes einstellen müsse.

darf man nicht mehr sagen, dass die Ukraine ein hochkorruptes Land ist? Alles Negative soll verschwiegen werden, alle Kritiker sollen mundtot gemacht werden? Ist das Demokratie, Rechtsstaatlichkeit? Eher nicht. Sie wären in der DDR besser aufgehoben gewesen.

Dieser Komentar ist eine Unverschämtheit. Nichts, was Sie aufführen, hat der Forist gesagt oder gefordert. Nicht jeder Beitrag weist auf Ihren Usernamen hin.

Seebaer1
@13:32 Uhr von fathaland slim

Wirklich perfide Methoden...

Die Russen haben demnach die Korruption in der Ukraine angeheizt. Die schrecken auch wirklich vor nichts zurück.

Sie haben den Artikel nur überflogen, oder?

 

             "Russland hat auf jede erdenkliche Weise versucht, dieses System anzuheizen und den Reformen zur Korruptionsbekämpfung in der Ukraine entgegenzuwirken. Sie waren daran interessiert, dass die Ukraine so bleibt wie Russland, mit schwachen Institutionen", sagt sie.

 

Überflogen ist gar kein Ausdruck...

 

 

 

Coachcoach
@13:45 Uhr von NieWiederAfd

Der Hintergrundbericht macht bedrückend und erschreckend deutlich, dass Putin seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg längst auch innenpolitisch in der Ukraine fortführt, indem es das eigene korrupte System auch in der Ukraine stützt: Geld statt Kriegswaffen ist da die Methode. Bisher kannte ich den Begriff "Die Revolution der Würde" noch nicht, aber ich verstehe gut, dass sehr viele in der Ukraine unter dieser Überschrift auch gegen die Korruption vorgehen, erst recht, wenn man die Verwicklungen zur russischen Politik sieht, die hüben wie drüben ein autokratisches System mit schwachen Institutionen protegieren, um demokratische Entwicklungen in den Würgegriff zu nehmen.

 

 

gez. NieWiederAfd 

 

 

 

Der Westen macht das mit Überzeugung, stimmt's?

Nachgedacht
@13:40 Uhr von ich1961

13:22 Uhr von Nachgedacht

@13:06 Uhr von ich1961

 

////Applaus! So kann man Fakten auch schönreden. Den größten Schritt zu machen ist leicht, wenn andere Staaten sich in puncto Korruption gar nicht bewegen. ////

 

Und woher haben Sie die Information? Im Artikel steht das jedenfalls nicht.

 

Aber manchem sind die Erfolge eben nicht recht.

 

 

 

Das genau ist Ihr Problem: Sie informieren sich offensichtlich zu einseitig. 

 

Schauen Sie sich die Berichte der letzen 10 Jahre an. Obwohl... es steht ja sogar im aktuelken.

 

https://www.transparency.de/cpi

fathaland slim
@13:29 Uhr von rainer4528

Die ukrainische Regierung kämpft gegen Korruption.

Wohl eher die ukrainische Zivilgesellschaft. Lesen Sie bitte den Artikel.

Gutes Gelingen.

Da schließe ich mich an.

War da nicht mal etwas mit Selenski und den Panama-Papers?

Ja, war es. Die Bundeszentrale für politische Bildung schreibt da was zu:

https://www.bpb.de/themen/europa/ukraine-analysen/342240/dokumentation-…

  Ich lach mich schief.

Worüber und warum?

Account gelöscht
@13:33 Uhr von wie-

nehmigten und wohl etliche jetzt gar nicht mehr im Land leben. An Sitzungen nahmen im Sommer nur 99 von 450 Rada-Abgeordneten teil. 

Diese alte Geschichte. Nun: von welchem Niveau aus geschah denn die Erhöhung um diese sagenhaften 70 %, und was war die Begründung dazu? Zudem: besteht Sitzungspflicht in der Rada, ist die Rada ein Arbeits- oder ein Debattenparlament? Und was war so los, vergangenen Sommer, in der Ukraine, so mit Bombenangriffen auf die Hauptstadt und Verkehrswege? Wie ist'st aktuell mit der Beteiligung an Plenarsitzungen?

 

 

 

 

Wenn Sie die Fragen ins Netz eingeben, kommt heraus, daß Abgeordnete bis zu 75.000 $ im Monat bekommen. Die Zeitschrift overton berichtete von der Erhöhung.

Aber es muss natürlich gesehen werden, daß es ein Parlament ohne Opposition ist. Deren Sitze wurden gestrichen (Oppositionsplattform).

Aber warum schreiben Sie von einer alten Geschichte ? Und warum nicht von Verhältnissen ?

 

ich1961

13:29 Uhr vonKritikunerwünscht

@12:52 Uhr von Diabolo2704

Immerhin wird in der Ukraine die Korruption bekämpft und ist nicht Staatsraison wie in dem Land, dessen Tastaturkomplizen so penetrant darauf herumreiten, daß die Ukraine doch so unglaublich korrupt sei - und man deswegen sofort die Unterstützung des Landes einstellen müsse.



 

////darf man nicht mehr sagen, dass die Ukraine ein hochkorruptes Land ist?////



 

Sie "sagen" es doch gerade?



 

////Alles Negative soll verschwiegen werden,////



 

Den Artikel sollte man schon lesen, bevor man sich aufregt!



 

////alle Kritiker sollen mundtot gemacht werden?////



 

Was soll das denn? Sie dürfen in unserem schönen Land (fast) alles von sich geben.



 

////Ist das Demokratie, Rechtsstaatlichkeit? Eher nicht. Sie wären in der DDR besser aufgehoben gewesen.////



 

Und das soll bitte was sein? Das solch ein Prozess nicht in einigen Tagen/Monaten/Jahren zu stemmen ist, sollte jedem klar sein. Wichtig ist, das die Ukraine daran arbeitet und immer besser wird (Artikel)

Mauersegler
@13:38 Uhr von Kaneel

Und bei den bisherigen Kommentaren fällt ins Auge, dass die meisten beklagen, dass es Korruption auch woanders gäbe. Weshalb ich im Anhang zum Thread über Folter im Iran fragen muss:

Ist das nicht purer Whataboutismus?

Ja. Sind aber doch nicht dieselben Forist:innen, die das im Iran-Thread kritisieren.

 

Nein, das ist hier kein Whataboutismus, denn alle gehen auf die Korruption in der Ukraine ein und keiner versucht abzulenken mit dem sinngemäßen Spruch: Was regt ihr euch auf, bei dem anderen Bösen dort gibt es doch auch Korruption und da sagt keiner was.

Allein die Feststellung, dass Korruption sehr weit verbreitet ist, ist kein Whataboutismus. Dazu braucht es dann schon auch noch das gezielte Kleinreden und Verharmlosen mit dem Ziel, die Diskussion vom eigentlichen Thema wegzubringen.

frosthorn
@13:31 Uhr von ich1961

13:12 Uhr von frosthorn

 

////also dass ein Land erst Opfer eines Angriffskrieges werden muss

 

um etwas gegen Korruption zu unternehmen, finde ich jetzt schon ein wenig eigenartig.////

 

Davon steht im Artikel NICHTS! Im Gegenteil.

 

////Und bei den bisherigen Kommentaren fällt ins Auge, dass die meisten beklagen, dass es Korruption auch woanders gäbe. Weshalb ich im Anhang zum Thread über Folter im Iran fragen muss:

Ist das nicht purer Whataboutismus?////

 

Die Frage "müssen Sie stellen"? Was/wer zwingt Sie dazu?

 

Sie nicht. Ihnen scheint ja die Frage im Gegenteil höchst unangenehm zu sein.

 

Oder wollen Sie wieder nur relativieren, ablenken, desinformieren?

 

Ja natürlich. Wie man das von @frosthorn eben so kennt: der will immer nur relativieren, ablenken, desinformieren.

Deshalb beteiligt er sich ja erst an diesem Forum. Alle Foristen haben das längst erkannt.

 

MehrheitsBürger
„Anti-Russland“ in ganz neuem Licht

 

Doch es sei immer wieder auch Russland gewesen, das versucht habe, diesen Kampf zu manipulieren, sagt Tetiana Schewtschuk, Aktivistin vom Aktionszentrum gegen Korruption. "Russland hat auf jede erdenkliche Weise versucht, dieses System anzuheizen und den Reformen zur Korruptionsbekämpfung in der Ukraine entgegenzuwirken. Sie waren daran interessiert, dass die Ukraine so bleibt wie Russland, mit schwachen Institutionen", sagt sie.

Wenn Putin in seinem Schrifttum von einem „Anti-Russland sprach“, das er in der Ukraine verortet sah, dann bezog sich das offensichtlich auch auf diesen Punkt. Die Ukraine sollte Putins Untertanen

- weder ein grenznahes Beispiel geben können, wie eine freiheitliche Gesellschaft funktioniert

- noch sich durch die Eliminierung der Korruption von Russland unterscheiden

 

Nachgedacht
@13:35 Uhr von ich1961

13:19 Uhr von Nachgedacht

 

Sie erzählen etwas von Fakten?

 

Fakten sind für mich die Ergebnisse z.B. von Transparency. Und die sind ja wohl eindeutig.

 

 

 

 

Wirklich? Dann haben Sie entweder den Bericht von Trancparency international nicht gelesen oder aber nicht verstanden oder aber ignorieren die dort aufgezeigten Fakten.

 

https://www.transparency.de/cpi

 

Btw ... von den 7 Punkten plus der Ukraine in den vergangen 10 Jahren hat die Regierung unter Herrn Selensky genau einen beigetragen. Seit wann ist der Herr gleich an der Macht? 

Sparer

Ukraine reiht sich „korruptionskultur-technisch“ gesehen bei anderen Staaten des ehemaligen „Ostblocks“ ein. Gut möglich, dass das wirklich vom russischen Einfluss herrührt.

fathaland slim
@13:55 Uhr von mic

@13:30 Uhr von Questia

Typisch der postsovjet - Raum. Schuld ist immer der stelvertretende Minister und er, der Stellvertretende, wird entlassen.  Der eigentliche Minister ist guuut, er ist unersetzlicher Bestandteil des Systems,  er wird bleiben. 

Es ist das Prinzip eines Rechtsstaats nur diejenigen Personen zur Rechenschaft zu ziehen, denen Taten nachgewiesen werden können.

Ob der Minister "gut" ist, haben die jeweiligen Instanzen zu beurteilen.

Sollten Sie bezüglich etwaiger "Schuld" des Ministers gerichtsfeste Informationen haben, sollten Sie sie unverzüglich der AntiKorruptionsbehörde in der UKR zukommen lassen.

Ich habe die gleiche Ehrfurcht vor ukrainischer Rechtsstaatlichkeit wie Sie. 

Ehrfurcht ist, wenn es um Rechtsstaatlichkeit geht, immer, überall und in jedem Fall völlig unangebracht.

Wer das nicht versteht, hat nicht verstanden, was Rechtsstaatlichkeit bedeutet.

MehrheitsBürger
Die Botschaft: die Ukraine ist im Wandel

 

Doch die Ukraine ist im Wandel. Der Kampf gegen Korruption ist ein dominierendes Thema für Medien und Gesellschaft. Und auch auf institutioneller Ebene wurden Maßnahmen ergriffen. Zwischen 2015 und 2019 entstand das nationale Antikorruptionsbüro NABU - eine Strafverfolgungsbehörde. Dazu eine spezialisierte Anti-Korruptionsstaatsanwaltschaft und das Hohe Antikorruptionsgericht.

Das ist die wichtige Botschaft des Artikels.

Die Ukrainer sehen sich mehrheitlich als europäische Bürger und nicht als „Kleinrussen“, wie Putin Ihnen das gerne aufzwingen würde. Sie wissen, dass sie die Korruption aus dem gesellschaftlichen Leben verbannen müssen, wenn sie Teil der europäischen Gemeinschaft sein wollen. Aber auch aus ganz eigenem Interesse an einem sauberen Land.

 

Diabolo2704
Passender Rahmen

Zitat von Kritikunerwünscht (13:29 Uhr) : "darf man nicht mehr sagen, dass die Ukraine ein hochkorruptes Land ist?"

Wenn das Thema eigentlich die Korruptionsbekämpfung in der Ukraine ist, dann wirken solche Feststellungen überaus zweckgesteuert und dadurch deplatziert - insbesondere dann, wenn der offensichtliche Zweck dahinter eigentlich die Parteinahme für ein noch viel korrupteres Land ist.

fathaland slim
@13:58 Uhr von ein Lebowski

@13:31 Uhr von fathaland slim

 

waren immer nicht nur auch, sondern vorwiegend Ausdruck der profunden Unzufriedenheit der Ukrainer mit der Korruption in ihrem Lande. Die Menschen bewiesen damit demokratisches Bewusstsein. Etwas mehr davon würde ich mir selbst in unserem Land gelegentlich wünschen.

Und die Reaktion des großbrüderlichen Nachbarn?

Dioxinvergiftungen, Diffamierung der Menschen als Marionetten undsoweiter.

Und, nicht zu vergessen, ein hybrider Krieg, der dann zur Spezialoperation mutierte.

------------

Ist schon klar, dass es gute Gründe gab, um sich frei zu machen, aber es war auch klar, wie der grossbrüderliche Nachbar darauf reagiert. Jeder Weg, jedes Szenario, wäre besser gewesen als das jetzige.

 

Welche Vorgehensweise hätten Sie dem ukrainischen Volk geraten?

Diabolo2704
Wissenserweiterung

Zitta von Opa Klaus (13:56 Uhr) : "Meines Wissens geht es hier im Thread um Korruption in der UA. Ihre Ablenkung auf die russische Aggression ist demnach auch Whataboutismus, oder irre ich mich?"

Sie irren sich. Es geht erstens um Korruptionsbekämpfung in der Ukraine und zweitens um die russische Komponente in der bekämpften Korruption. Das kann doch nicht so schwer zu verstehen sein.

Questia
@13:55 Uhr von mic | Woher

Typisch der postsovjet - Raum. Schuld ist immer der stelvertretende Minister und er, der Stellvertretende, wird entlassen.  Der eigentliche Minister ist guuut, er ist unersetzlicher Bestandteil des Systems,  er wird bleiben. 

Es ist das Prinzip eines Rechtsstaats nur diejenigen Personen zur Rechenschaft zu ziehen, denen Taten nachgewiesen werden können.

Ob der Minister "gut" ist, haben die jeweiligen Instanzen zu beurteilen.

Sollten Sie bezüglich etwaiger "Schuld" des Ministers gerichtsfeste Informationen haben, sollten Sie sie unverzüglich der AntiKorruptionsbehörde in der UKR zukommen lassen.

Ich habe die gleiche Ehrfurcht vor ukrainischer Rechtsstaatlichkeit wie Sie. 

Woher kennen Sie meine "Ehrfurcht" vor UKR Rechtsstaatlichkeit?

Diabolo2704
Verwurzelt

Zitat von Nachfragerin (13:38 Uhr) : "Die Kultur der Korruption ist nicht russisch beeinflusst, sondern tief in der Ukraine verwurzelt."

Ein weiterer in einer langen Reihe von Versuchen, Russland schünzuschreiben und die Ukraine madigzumachen. Wenn dem tatsächlich so wäre, wie erklären Sie dann die gegenläufigen Entwicklungen in den beiden Ländern ? Nur ein Täuschungsmanöver der CIA ?

fathaland slim
@ 14:27 Uhr von Mauersegler

@13:12 Uhr von frosthorn

 

Und zu Ihrer Scheinfrage nach Whataboutimus: Alle gehen hier auf die Korruption in der Ukraine ein. Whataboutismus bedeutet – wie Sie wissen – zu sagen: Was regen wir uns über die Ukraine auf, Korruption gibt's doch überall. Macht hier niemand.

 

Danke. Im Lichte des entsetzlichen Iranthreads heute Morgen ist es wichtig, auf die Tatsache hinzuweisen, daß dieser Thread hier zumindest bis jetzt erfreulicherweise frei von jeglichen Relativierungen ist.

 

proehi
@13:53 Uhr von Questia

also dass ein Land erst Opfer eines Angriffskrieges werden muss, um etwas gegen Korruption zu unternehmen, finde ich jetzt schon ein wenig eigenartig.

[...]

Sie verwechseln m.E. Ursache und Wirkung.

Der Angriffskrieg ist die Antwort von Putin auf die Bestrebungen der UKR Menschen, sich von der Korruption zu befreien.

Das steht u.a. auch genau so im TS-Beitrag beschrieben.

+

Im Artikel ist - mit der Einschränkung "auch", durchaus nachvollziehbar - angeführt, dass die Korruption in der Uraine alte auf die Verbindung mitt Russland zurückzuführende Wurzeln hat und natürlich für schwache Institutionen ist. Es wird auch korrupte, Kollaborateure geben. Aber ausschließlich und flächendeckend und auch sicher nur in okkupierten Gebieten?

Wurden die entlassenen hohen Staatsdienen von den Russen korrumpiert? Wie kann man sich das vorstellen?

 

Nettie
@13:53 Uhr von Questia

also dass ein Land erst Opfer eines Angriffskrieges werden muss, um etwas gegen Korruption zu unternehmen, finde ich jetzt schon ein wenig eigenartig.

[...]

Sie verwechseln m.E. Ursache und Wirkung.

Der Angriffskrieg ist die Antwort von Putin auf die Bestrebungen der UKR Menschen, sich von der Korruption zu befreien.

Was neben der Beschreibung der ‚Funktionsmechanismen‘ der Korruption und ihrer Auswirkungen auch am Zitat des Präsidenten der Kyiv School of Economics in der Meldung klar zu erkennen ist, wie Sie hier richtig feststellen:

Das steht u.a. auch genau so im TS-Beitrag beschrieben.

Questia
@13:56 Uhr von Opa Klaus | Verleugnung

waren immer nicht nur auch, sondern vorwiegend Ausdruck der profunden Unzufriedenheit der Ukrainer mit der Korruption in ihrem Lande. Die Menschen bewiesen damit demokratisches Bewusstsein. Etwas mehr davon würde ich mir selbst in unserem Land gelegentlich wünschen.

Und die Reaktion des großbrüderlichen Nachbarn?

Dioxinvergiftungen, Diffamierung der Menschen als Marionetten undsoweiter.

Und, nicht zu vergessen, ein hybrider Krieg, der dann zur Spezialoperation mutierte.

Meines Wissens geht es hier im Thread um Korruption in der UA. Ihre Ablenkung auf die russische Aggression ist demnach auch Whataboutismus, oder irre ich mich? 

Wollen Sie verleugnen, dass die RUS Übergriffe seit 2014 die Folge der UKR Bemühungen sind, sich der EU und deren Standard auch in Hinsicht Korruption anzunähern?

melancholeriker

Schwierig abzuschätzen, wieviele Ukrainener:innen derzeit Flüchtlinge sind oder wieder zurück sind in den halbwegs sicheren Zonen des Landes, da die korrupten Leute aus den Behörden alle entweder an der Front sind oder in unsicheren Verhältnissen wg. einer Unpässlichkeit, die bei uns Krieg genannt wird.

Ich stelle mir nur vor, wie man in Polen im Herbst 1939 mit der Thematik umgegangen wäre, oder aus Sicht der Deutschen.

Umso höher ist muß man das Signal einschätzen, das die Führung in Kiew setzt, sowohl nach innen als auch nach außen.

Was ich nicht verstehen kann ist die Leichtigkeit, mit der User Kritik üben, für deren Seelen einem großen Kriegsverbrecher bereits Vorkaufsrechte eingeräumt wurden.

der.andere
Kämpfer

Die Ukrainer wissen was sich gehört. Nachdem ein Treffen EU Ukraine in Kiew angesagt ist, stellt man sich medienwirksam als Kämpfer gegen die Korruption da. Das ist reine Propaganda und hat mit der Wirklichkeit nur marginale Bedeutung.

ich1961
 14:31 Uhr von Nachgedacht …

 14:31 Uhr von Nachgedacht

@13:40 Uhr von ich1961

 

////Das genau ist Ihr Problem: Sie informieren sich offensichtlich zu einseitig.

Schauen Sie sich die Berichte der letzen 10 Jahre an. Obwohl... es steht ja sogar im aktuelken.////

 

Ich habe den Bericht wohl vor Ihnen gelesen und Probleme haben nur Sie.

 

****....  Der CPI 2022 zeigt eine beunruhigende weltweite Lage: Der weltweite Durchschnitt liegt wie im Vorjahr bei einem Wert von 43 von 100 Punkten. Zwei Drittel aller untersuchten 180 Staaten und Gebiete erreichen weniger als die Hälfte der möglichen Punkte.....

....Die Ukraine macht bei der Korruptionsbekämpfung Fortschritte, die sich auch im CPI zeigen: Im Laufe der letzten zehn Jahre hat die Ukraine insgesamt sieben Punkte hinzugewonnen. Gleichzeitig steht das Land mit 33 Punkten jedoch weiterhin in der unteren Hälfte des Rankings auf Platz 116. Im europäischen Vergleich schneidet nur Russland (Platz 137 mit 28 Punkten) schwächer ab.....****

 

Diabolo2704
Korruptionsbekämpfung

Zitate von Coachcoach (14:28 Uhr) : "Vielleicht..wird ei Korruption bekämpft - jede?"

Irgendwo muß man den Anfang machen.

"ich bin da sehr skeptisch. Herr Selensky ist auf einem Oligarchen-Ticket gewählt worden"

Ihnen passt offenkundig das Ergebnis einer freien, allgemeinen, gleichen und geheimen Wahl nicht, wie sie in der Ukraine schon lange abhalten werden. Bezeichnend. Und es erklärt auch verschiedene andere Kommentare zu diesem Themenkreis.

Questia
@13:54 Uhr von Nettie

(...)@Questia

Es ist das Prinzip eines Rechtsstaats nur diejenigen Personen zur Rechenschaft zu ziehen, denen Taten nachgewiesen werden können.

>> Ob der Minister "gut" ist, haben die jeweiligen Instanzen zu beurteilen.

(...)

Bleibt nur zu hoffen, dass die nach rechtsstaatlichen Prinzipien funktionieren bzw. sich in einem solchen befinden.

Auch darin braucht die UKR tatkräftige und kompetente Unterstützung.

Das ist konstruktiv auch wenn es noch viel zu kritisieren gibt.

Moderation
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