Kommentare - Post-Beschäftigte streiken deutschlandweit

20. Januar 2023 - 15:10 Uhr

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post streiken deutschlandweit Tausende Beschäftigte der Brief- und Paketzentren. Die Gewerkschaft ver.di hatte dazu aufgerufen. Die Zustellung von Briefen und Paketen verzögert sich.

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Kommentare

jeder einzelne Streiktag

 

in diesem wachstumsorientierten Land mit seinen  konfliktscheuen Gewerkschaften und selbstbezogenen Konsumenten ist Balsam auf meine Seele.

Ich bin jetzt Rentner. Streiken ist das, was mir am meisten fehlt.

@15:14 Uhr von frosthorn

 

in diesem wachstumsorientierten Land mit seinen  konfliktscheuen Gewerkschaften und selbstbezogenen Konsumenten ist Balsam auf meine Seele.

Ich bin jetzt Rentner. Streiken ist das, was mir am meisten fehlt.

Sie können auch als Rentner Streikende mit Ihrer Anwesenheit unterstützen. 

die üblichen Verlautbarungen

Die Post zeigte Unverständnis für die Arbeitsniederlegung: "Da wir bereits angekündigt haben, in der dritten Runde ein Angebot vorzulegen, sind Warnstreiks aus unserer Sicht unnötig, da sie letztlich nur zu Lasten unserer Kundinnen und Kunden gehen", sagte ein Sprecher.

 

Wie immer und überall ist das Unternehmen sofort bemüht, die Kunden auf seine Seite zu ziehen, indem man impliziert, der Streik richte sich gegen diese. Die ebenso aus dem Artikel zu entnehmende Information, dass der Arbeitgeber in zwei Sitzungen keinen einzigen Vorschlag vorgelegt und damit selbst den Streik provoziert hat, bleibt unkommentiert.

@15:14 Uhr von frosthorn

 

in diesem wachstumsorientierten Land mit seinen  konfliktscheuen Gewerkschaften und selbstbezogenen Konsumenten ist Balsam auf meine Seele.

Ich bin jetzt Rentner. Streiken ist das, was mir am meisten fehlt.

Und ich dachte, man arbeitet eigentlich (hoffentlich!) gern und streikt nur, um Missstände - wozu ja auch zu niedriges Gehalt zählt - zu beseitigen.

Jetzt lerne ich, dass das Schönste am Arbeiten das Streiken ist.

Spannend.

@15:14 Uhr von frosthorn

 

in diesem wachstumsorientierten Land mit seinen  konfliktscheuen Gewerkschaften und selbstbezogenen Konsumenten ist Balsam auf meine Seele.

Ich bin jetzt Rentner. Streiken ist das, was mir am meisten fehlt.

Ihr Kommentar gefällt mir sehr und ich stimme Ihnen ausdrücklich zu!

Wenn möglich (je nach Ort) werde ich meine Solidarität mit den Streikenden kundtun.

 

@15:14 Uhr von frosthorn

 

in diesem wachstumsorientierten Land mit seinen  konfliktscheuen Gewerkschaften und selbstbezogenen Konsumenten ist Balsam auf meine Seele.

Ich bin jetzt Rentner. Streiken ist das, was mir am meisten fehlt.

Ob es Sinn machen würde, eine Rentnergewerkschaft zu gründen? Aber wo hätten wir eine Verhandlungsbasis? Verweigerung Rolatoren zu kaufen oder  Haftcremes aus Deutschland zu boykottieren? Hach, ich weiß, wir würden wohl wenig Gehör finden :-) 

 

ist doch klar ...

die Postler wollen auch leben. Gerade während einer explodierenden Inflation ist dies keine Luxusforderung.

@15:36 Uhr von Egleichhmalf

 

in diesem wachstumsorientierten Land mit seinen  konfliktscheuen Gewerkschaften und selbstbezogenen Konsumenten ist Balsam auf meine Seele.

Ich bin jetzt Rentner. Streiken ist das, was mir am meisten fehlt.

Und ich dachte, man arbeitet eigentlich (hoffentlich!) gern und streikt nur, um Missstände - wozu ja auch zu niedriges Gehalt zählt - zu beseitigen.

Jetzt lerne ich, dass das Schönste am Arbeiten das Streiken ist.

Spannend.

 

Oh, ich habe meine Arbeit wirklich geliebt und genossen. Aber Missstände, die es wert gewesen wären, beseitigt zu werden, gab es genug, um jeden Tag zu streiken. Auch wenn ich persönlich gar nicht von allen betroffen war.

Forderung 15% mehr ... was haben die geraucht?

Bei 15% würde ich als AG auch nicht zucken, das ist Illusion und die Gewerkschaft macht sich lächerlich. Der Arbeitskampf bei der Post ist verschmerzlicher als die ewigen ÖPNV- und Kita-Streiks. Und die Post meint, das treffe vor allem die Kunden? Nein, es wird die POst treffen - ganz im Gegensatz beim ÖPNV und Kita: da sind wirklich die AN, Schüler und Kinder die Dummen - den AG juckt das nicht (im Gegenteil, da spart man sogar noch Material und Energie). Ich würde beiden Seiten dringend raten, sich an den Tisch zu setzen und nicht erst in der 3. Runde ein Angebot vorzulegen. Jeder weiß, wo sein Ermessens-Spielraum ist. Der liegt garantier bei der Post bei mehr als 5% und bei den Gewerkschaften unter 9%. Dann sind die Gräben deutlich kleiner. Mit Fantasie-Zahlen ist keinem geholfen - auf keiner Seite: AG, AN, Kunden!

@15:36 Uhr von Egleichhmalf

 

in diesem wachstumsorientierten Land mit seinen  konfliktscheuen Gewerkschaften und selbstbezogenen Konsumenten ist Balsam auf meine Seele.

Ich bin jetzt Rentner. Streiken ist das, was mir am meisten fehlt.

Und ich dachte, man arbeitet eigentlich (hoffentlich!) gern und streikt nur, um Missstände - wozu ja auch zu niedriges Gehalt zählt - zu beseitigen.

Wieso kommen Sie auf die Idee, das eine (Freude an der Arbeit) und das andere (Freude am notwendigen Streik) gegeneinander zu setzen? Das eine hängt wesentlich mit dem anderen zusammen!

Was glauben Sie, wo die Beschäftigten wären (Sie eingeschlossen - es sei denn Sie sind AG) ohne Streiks?

Das Streikrecht ist übrigens ein sehr hohes Gut, von dem auch die zahlreichen Trittbrettfahrer profitieren!

Jetzt lerne ich, dass das Schönste am Arbeiten das Streiken ist.

Spannend.

Entspannen Sie sich!

 

Höhere Tarifabschlüsse, Löhne und Gehälter will fast jeder,

nur mehr bezahlen wollen einige Verbraucher nicht und die am lautesten wegen der Teuerungen schreien denen ist der wirtschaftliche Grund nicht klar.

Lohnkosten sind Teil der Kosten- und Leistungsrechnung jedes Unternehmens.

@15:46 Uhr von frosthorn

 

Oh, ich habe meine Arbeit wirklich geliebt und genossen. Aber Missstände, die es wert gewesen wären, beseitigt zu werden, gab es genug, um jeden Tag zu streiken. Auch wenn ich persönlich gar nicht von allen betroffen war.

Mein Beitrag war auch ein wenig spaßig gemeint als Antwort auf Ihren Kommentar  :-).

Ansonsten stehe ich da voll auf der Seite der Postler: Die Auswirkungen der jetzigen Inflation, für die m.E. ganz wesentlich auch die  Europäische Zentralbank mit ihrer merkwürdigen Zinspolitik verantwortlich zeichnet, können ja wohl nicht komplett auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen werden. Hinzu kommt, dass die Post mit Hilfe ihrer Mitarbeiter gerade  wirklich sehr große Gewinne eingefahren hat.

Die Post ist da kein Einzelfall:

„Die Post zeigte Unverständnis für die Arbeitsniederlegung“

Dieses Unverständnis zeigen ‚Arbeitgeber‘ immer.

Realistische Lohnforderung

Die Arbeitnehmer sind besonders beim Heizen und Lebensmitteln mit gut 10% Inflation konfrontiert. Mit 2% Wirtschaftswachstum und 3% globale Exportüberschussausgleichzahlung erscheinen die 15% mit bedacht gewählt.

Die Aktionäre der Post AG müssen hingegen Gewinnzurückhaltung üben. Die deutlich angehobenen Löhne dürfen nicht einfach auf die Preise aufgeschlagen werden um die hohen Gewinne der Vergangenheit einzustreichen. Dann droht eine gefährliche Gewinn Preis Spirale und steigende Inflation.  

Der Inflationsausgleich ...

... ist das Minimum!

.

Und zwar nicht wieder mit dämlichen Rechnungen von Einmalzahlungen und bei einer mehrjährigen Laufzeit. Nein, 8 % Nachschlag für letztes Jahr und 6 % für diese Jahr. Nicht als Verhandlungsbasis, sondern als Ergebnis.

.

Ok, mit Verdi wird das nix. Das wissen wir ja alle. Die haben für 2022 und 2023 je 1,4 % Tariferhöhung verhandelt (ÖD Länder bei 5 % Inflation im November 2021).

@15:50 Uhr von Wohlergehen

 

Wieso kommen Sie auf die Idee, das eine (Freude an der Arbeit) und das andere (Freude am notwendigen Streik) gegeneinander zu setzen? Das eine hängt wesentlich mit dem anderen zusammen!

Die Freude an der Arbeit hängt mit der Freude am Streik zusammen?

Was glauben Sie, wo die Beschäftigten wären (Sie eingeschlossen - es sei denn Sie sind AG) ohne Streiks?

Prinzipielle Zustimmung (auch wenn ich als beamteter Universitätsprofessor in der Tat von Streiks nicht profitiert habe - und im Übrigen mein Gehalt weitgehend selbst mit dem Land aushandeln konnte)

 

Das Streikrecht ist übrigens ein sehr hohes Gut, von dem auch die zahlreichen Trittbrettfahrer profitieren!

 

Das habe ich doch nie bestritten.

 

Jetzt lerne ich, dass das Schönste am Arbeiten das Streiken ist.

Spannend.

Entspannen Sie sich!

 

Bin völlig entspannt :-)

Mehr Geld für bessere Qualität

Ich gönne prinzipiell jedem Menschen, gerade in Zeiten der Inflation, eine angemessene Gehaltsanpassung. Gerade wenn der Konzern Milliardengewinne verbucht. ABER: Es müssen auch Leistung und Qualität stimmen. Und daran hapert es immer öfters. Meine persönliche Bilanz innerhalb 2 Jahren: 1.) Päckchen von Berlin nach Potsdam, verschickt 14.12., eingegangen 13.01 (!) 2.) 3 x musste ich Sendungen am DHL-Kiosk abholen, obwohl ich am Zustelltag ganztags zu Hause war, und Nachbarn auch Bote hat nie geklingelt! 3.) Eine Sendung mit Graphik und Aufschrift "Nicht Knicken" in gestärktem Umschlag erhalten, so in den Briefkasten qequetscht, dass die Graphik für den Müll war 4.) 1 Paket an mich wurde an meine Tante zurückgeschickt mit dem Hinweis: Adressat nicht zu ermitteln. Die Adresse stimmte - und ich wohne seit 2008 im gleichen Haus 5.) 2 verlorene Büchersendungen 6.) 2 Sendungen an mich gingen zurück, da nicht abgeholt. Habe aber keine Benachrichtigung erhalten, dass ich was abholen muss.

@15:36 Uhr von Egleichhmalf

"Ich bin jetzt Rentner. Streiken ist das, was mir am meisten fehlt".

"Und ich dachte, man arbeitet eigentlich (hoffentlich!) gern und streikt nur, um Missstände - wozu ja auch zu niedriges Gehalt zählt - zu beseitigen.Jetzt lerne ich, dass das Schönste am Arbeiten das Streiken ist".

Da geht es mir wie Ihnen. Ich bin auch Rentner, habe aber auch gerne gearbeitet. Ma streikt eigentlich, wenn man in Teilbereichen des Arbeitslebens Verbesserungen anstrebt, etwa beim Lohn oder den Arbeitsbedingungen.  Aber den Streik als Arbeits- bzw. Lebensmotto zu fokussieren ist auch für mich eine völlig neue Erfahrung.

@15:59 Uhr von Tino Winkler

nur mehr bezahlen wollen einige Verbraucher nicht und die am lautesten wegen der Teuerungen schreien denen ist der wirtschaftliche Grund nicht klar.

Lohnkosten sind Teil der Kosten- und Leistungsrechnung jedes Unternehmens.

.

Personalkosten sind nicht 100 % der Unternehmens-Kosten. Meistens liegen Personalkosten im unteren zweistelligen Prozentbereich der Gesamt-Kosten.

.

Es ist also völliger Blödsinn so zu tun, als ob Tariferhöhungen 1-1 die Preise erhöhen würden. Sie fließen nur zu einem geringen Teil in die Preisfindung ein.

.

Und gestiegene Energiekosten aufgrund politischer Fehlentscheidungen müssen nun wirklich nicht zu Lasten der Löhne und Gehälter gehen - aber gerne zu Lasten der exorbitant gestiegenen Unternehmensgewinne.

 

@15:48 Uhr von Gassi

....Der Arbeitskampf bei der Post ist verschmerzlicher als die ewigen ÖPNV- und Kita-Streiks.....

Sie sind also der Meinung, je weniger ein Streik den AG "schmerzt", desto sinnvoller ist er? Anders gesagt: Die Streikenden sollten darauf achten, niemandem "weh zu tun" - nicht den AG und nicht den indirekt Betroffenen?

Und die Post meint, das treffe vor allem die Kunden?

Nein, das "meint" sie natürlich nicht, aber sie hofft, dass ihr Hetzen bei den Kunden ankommt...und somit vom wichtigen und richtigen Streik ablenkt!

...Gegensatz beim ÖPNV und Kita: da sind wirklich die AN, Schüler und Kinder die Dummen...

Keineswegs! Schüler-/KITAeltern sollten daran interessiert sein, dass ihre Kinder nicht dumm bleiben und dafür ist es wichtig, die Arbeit der Unterrichtenden und Erziehenden wertzuschätzen, was sich auch - wie überall - in angemessenen Gehältern zeigen sollte.

Im übrigen (leicht abgewandelt): Fast alle sind Arbeitnehmer*innen - irgendwo!

Solidarität hilft!

 

 

 

@15:40 Uhr von Giselbert

"die Postler wollen auch leben. Gerade während einer explodierenden Inflation ist dies keine Luxusforderung".

 sehe ich bei dieser Berufsgruppe mit vergleichsweise niedriger Entlohnung und hohen Arbeitszeite mit viel Stressfaktor auch so. Als Student habe ich mal bei der Post gearbeitet. In den Semesterferien eine prima Sache, aber ein ganzes Arbeitsleben lang hätte ich diesen Job nicht machen wollen.

@16:01 Uhr von Nettie

„Die Post zeigte Unverständnis für die Arbeitsniederlegung“

Dieses Unverständnis zeigen ‚Arbeitgeber‘ immer.

So ist es! Weshalb die ArbeiternehmerInnen ihnen unbedingt Verständnis beibringen müssen! ;-)

 

Fortsetzung

7.) gerade diese Woche kam ein Päckchen an Freunde in Leipzig zum zweiten Mal zurück. Beim ersten Mal bekamen diese eine Benachrichtigung, obwohl zu Hause. Zwei Versuche, das Päckchen abzuholen scheiterten, im DHL-Shop angeblich nicht auffindbar. Nach 5 (!) Wochen kam das Päckchen an mich zurück mit dem Vermerk "nicht abgeholt".  Daraufhin schickte ich das Päckchen nochmals raus, neu frankiert - das kam nach 6 Tagen ohne jeden Vermerk zurück. Kommentarlos zurück Nun schicke ich erneut = 3 x Porto für ein Päckchen.

Ich könnet die Liste noch um 3 bis 4 Fälle fortsetzen!

Gebt den (vielen) guten Zustellern gerne 15% mehr Gehalt. Aber bei denen, bei denen sich die Beschwerden häufen, die den Job nicht machen, für den sie bezahlt werden, dann bitte 10% abziehen - bis die Qualität wieder stimmt...

Wie gesagt: Im Grunde gönne ich jedem mehr Gehalt. Aber die Zustellungsqualität der Post nimmt seit Jahren ab, dafür steigen regelmäßig die Preise.

 

 

Streik für höhere Löhne sind…

Streik für höhere Löhne sind ne ganz prima Sache. Da haben hinterher die Arbeitenden mehr Geld für den Konsum, wofür das Wirtschaftswachstum sich bedanken wird können.

Ein Streik...

....ist mehr als angebracht- ein Knochenjob mit viel Verantwortung in vielerlei Hinsicht - die Menschen bei det Post haben endlich mehr Anerkennung seitens des Arbeitgebers verdient, und auch von den KundInnen, für die es selbstverständlich scheint, dass alles immer so schnell geliefert wird....

Weiter so mit dem Streik!!! So kann sich was bewegen...

Post-Beschäftigte streiken Deutschlandweit....

Und das tun sie eher selten. Trotz mieser Verhältnisse. Beschäftigte verdienen dort 2021 im Monatsmittel knapp über 3000 Euro brutto. Das Einstiegsgehalt für Zusteller  liegt aktuell bei 2400 Euro brutto.

Für die Post AG/DHL wird für 2022 ein Gewinn von 8,3 Milliarden Euro geschätzt. Für den Vorstandsvorsitzenden ein Salär von 10 Millionen Euro, etwa daß 232-fache des Mitarbeiters. Für Streifbandzeitungen wurde am 1. Januar die Gebühr um 30 Prozent erhöht. Für den Next-Day-Service sind es in zwei Jahren 70 Prozent mehr, die Grundzustellkosten sind in diesem Zeitraum um 8,8 Prozent gestiegen. Die Aktie hat eine Rallay hingelegt, in vier Monaten von 30 auf über 40 Euro. 

DPA berichtete am Donnerstag unter Berufung auf die Bundesnetzagentur, daß es bundesweit 140 unbesetzte Pflichtstandorte gibt. Laut Verordnung muss die Post in jeder Gemeinde über 2000 Einwohner dafür sorgen, daß ein Dienstleister vor Ort ist.....

@16:10 Uhr von Bennfan

Ich gönne prinzipiell jedem Menschen, gerade in Zeiten der Inflation, eine angemessene Gehaltsanpassung. Gerade wenn der Konzern Milliardengewinne verbucht. ABER: Es müssen auch Leistung und Qualität stimmen. Und daran hapert es immer öfters. Meine persönliche Bilanz …

Was Sie schildern, ist mir in ähnlicher Form auch schon widerfahren, und in der Tat wünsche ich mir da manchmal ebenfalls qualifizierteres Personal.

Andererseits mache ich täglich aber auch ganz prima Erfahrungen mit vielen Postzustellern - obgleich die wirklich grauenhaft schlecht bezahlt werden. Man sollte schlechte Erfahrungen da nicht verallgemeinern.

Das hat m.E. aber alles nichts damit zu tun, dass ein Inflationsausgleich stattfinden muss und dass die Mitarbeiter darüberhinaus in angemessener Weise an den gerade sehr hohen Gewinnen beteiligt werden sollten.

Die Arbeitgeber sollten…

Die Arbeitgeber sollten erstmal abwarten bis die Gewerkschaft ihre unrealistischen Forderungen reduziert hat. 

Nach...

Meiner Meinung soll die Zustellung von Paketen und Briefen eine hoheitliche Aufgabe des Staates sein. Das heißt es müsste wieder eine Bundespost geben uns die Mitarbeiter wieder Beamte werden. Dann würden diese Menschen gut entlohnt werden und müssten nicht streiken. 

@15:14 Uhr von frosthorn

 

in diesem wachstumsorientierten Land mit seinen  konfliktscheuen Gewerkschaften und selbstbezogenen Konsumenten ist Balsam auf meine Seele.

Ich habe noch nie von einem Menschen gehört, der Arbeitskampf als "Balsam für Seele empfindet". Und selbstbezogene Konsumenten, was habe ich mir diesbezügl. darunter vorzustellen ? Menschen, die die Frechheit besitzen einen Brief gegebenenfalls gar ihre Medikamente als Paketpost empfangen zu wollen ? Sehr merkwürdige Einstellung. Wenn ich also in der nächsten Zeit etwas versenden/erhalten will, sollte das vllt besser über Hermes erfolgen.

Ich bin jetzt Rentner. Streiken ist das, was mir am meisten fehlt.

Vllt können Sie sich ja irgendwo als "Streikposten" bewerben, wenn da u.U. auch "Fachkräfte" fehlen. Selten etwas derart Destruktives gehört. Sie lassen doch nie Zweifel daran aufkommen, dass Sie so einen tollen Job mit gutem Einkommen hatten und dann solche Äusserungen ?

 

@16:31 Uhr von Werner40

Die Arbeitgeber sollten erstmal abwarten bis die Gewerkschaft ihre unrealistischen Forderungen reduziert hat. 

 

Ich finde, die Gewerkschaften sollten erstmal weiter streiken, bis die Arbeitgeber ein vernünftiges Angebot vorgelegt haben.

@16:10 Uhr von Bennfan

Ich gönne prinzipiell jedem Menschen, gerade in Zeiten der Inflation, eine angemessene Gehaltsanpassung. Gerade wenn der Konzern Milliardengewinne verbucht. ABER:.....

....das ist (auch mir) nicht unbekannt! ABER: Ich laste es nicht den Zusteller*innen an, dass es nicht rund läuft, sondern eben diesem gewaltigen Konzern, der eben "Milliardengewinne" scheffelt und seine Beschäftigten nicht nur mies bezahlt. Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, wie diese Menschen unterwegs sind - meistens im Laufschritt.

In den beiden, jeweils kleinen Postfilialen, die ich benutze, völlige Unterbesetzung; die Angestellten arbeiten wie im Akkord und sind trotz alledem immer freundlich und zugewandt...

Deshalb wäre es wohl gerechter, Beschwerden an den "Fisch, der vom Kopf stinkt" zu richten.

 

 

@16:33 Uhr von MSCHM1972

Meiner Meinung soll die Zustellung von Paketen und Briefen eine hoheitliche Aufgabe des Staates sein. Das heißt es müsste wieder eine Bundespost geben uns die Mitarbeiter wieder Beamte werden. Dann würden diese Menschen gut entlohnt werden und müssten nicht streiken. 

Dann dürften sie nicht mehr streiken! Kleiner Unterschied. Und ob es dann mit Lohn und Arbeitsbedingungen besser wäre? Das würde ich auch bezweifeln.

Nach dem Streik ist vor dem Streik

Wann  kommen  denn  mal  Briefe  auch  ohne  Streik  pünktlich   wenn  überhaupt   an  ?  Da  gehts  genauso  zu  wie  beim  ÖPNV.

@16:33 Uhr von MSCHM1972

Meiner Meinung soll die Zustellung von Paketen und Briefen eine hoheitliche Aufgabe des Staates sein. Das heißt es müsste wieder eine Bundespost geben uns die Mitarbeiter wieder Beamte werden. Dann würden diese Menschen gut entlohnt werden und müssten nicht streiken. 

Gute Idee. Dann sollten die Mitarbeiter der Straßenreinigung und der Entsorgungsbetriebe aber auch Beamte werden, ganz zu schweigen von den Mitarbeitern der Energieversorgungsunternehmen, der Wasserversorgung usw. usf.

Dann werden die gut entlohnt und müssten nicht streiken.

@16:13 Uhr von Einfach Unglaublich

nur mehr bezahlen wollen einige Verbraucher nicht und die am lautesten wegen der Teuerungen schreien denen ist der wirtschaftliche Grund nicht klar.

Lohnkosten sind Teil der Kosten- und Leistungsrechnung jedes Unternehmens.

.

Personalkosten sind nicht 100 % der Unternehmens-Kosten. Meistens liegen Personalkosten im unteren zweistelligen Prozentbereich der Gesamt-Kosten.

.

Es ist also völliger Blödsinn so zu tun, als ob Tariferhöhungen 1-1 die Preise erhöhen würden. Sie fließen nur zu einem geringen Teil in die Preisfindung ein.

.

Und gestiegene Energiekosten aufgrund politischer Fehlentscheidungen müssen nun wirklich nicht zu Lasten der Löhne und Gehälter gehen - aber gerne zu Lasten der exorbitant gestiegenen Unternehmensgewinne.

 

Lesen Sie sich mein Statement noch mal durch um es zu verstehen, denn Sie behaupten irgendwas von 1-1, nicht ich.

Gestiegene Energiekosten hätte es ohne den russischen Krieg gegen die Ukraine nicht gegeben.

Eventuell begreifen Sie auch mal Ursache und Wirkung.

Wichtiger Streik für die Branche

Ganz ehrlich...ich gehöre nicht zu den Leuten die im Monat 10 Pakete bekommen oder verschicken. Von mir aus darf so ein Paket ruhig 2-5 Euro mehr kosten. Für mich ist viel entscheidender das ich es auch bekomme, denn damit habe ich leider in der Vergangenheit zu viel Ärger gehabt.

@15:33 Uhr von frosthorn

Die Post zeigte Unverständnis für die Arbeitsniederlegung: "Da wir bereits angekündigt haben, in der dritten Runde ein Angebot vorzulegen, sind Warnstreiks aus unserer Sicht unnötig, da sie letztlich nur zu Lasten unserer Kundinnen und Kunden gehen", sagte ein Sprecher.

 

Wie immer und überall ist das Unternehmen sofort bemüht, die Kunden auf seine Seite zu ziehen, indem man impliziert, der Streik richte sich gegen diese.

Das Schlimme ist doch, dass es bei einfachen Gemütern ebenso verfängt, wie bei denen, die den unteren Lohngruppen die Butter auf dem Brot nicht gönnen und den Abstand zum eigenen Gehalte möglichst groß halten wollen..

Die ebenso aus dem Artikel zu entnehmende Information, dass der Arbeitgeber in zwei Sitzungen keinen einzigen Vorschlag vorgelegt und damit selbst den Streik provoziert hat, bleibt unkommentiert.

Haben Sie etwas anderes erwartet?

@16:33 Uhr von MSCHM1972

Meiner Meinung soll die Zustellung von Paketen und Briefen eine hoheitliche Aufgabe des Staates sein. Das heißt es müsste wieder eine Bundespost geben uns die Mitarbeiter wieder Beamte werden. Dann würden diese Menschen gut entlohnt werden und müssten nicht streiken.

 

Ich finde die Lebensmittelversorgung viel wichtiger. Eine Beamtin an der Kasse von ALDI, LIDL, Rewe und Edeka wird es so schnell wohl nicht geben. Wär aber besser, nicht so hektisch das Einräumen an der Kasse und Zeit zum Plaudern. Haben die Post-/Paketzusteller auch nicht. Meine Eltern sagen, früher war ein Schwätzchen drin. Die meinen, grundsätzlich hat sich die Arbeitswelt schlechter entwickelt, als sie es für möglich gehalten hätten.

@15:36 Uhr von Egleichhmalf

 

in diesem wachstumsorientierten Land mit seinen  konfliktscheuen Gewerkschaften und selbstbezogenen Konsumenten ist Balsam auf meine Seele.

Ich bin jetzt Rentner. Streiken ist das, was mir am meisten fehlt.

Und ich dachte, man arbeitet eigentlich (hoffentlich!) gern und streikt nur, um Missstände - wozu ja auch zu niedriges Gehalt zählt - zu beseitigen.

Jetzt lerne ich, dass das Schönste am Arbeiten das Streiken ist.

Spannend.

So geht also absichtliches Missverstehen. Langweilig.

 

@16:31 Uhr von Werner40

Die Arbeitgeber sollten erstmal abwarten bis die Gewerkschaft ihre unrealistischen Forderungen reduziert hat. 

Was schwebt Ihnen denn vor: Einstieg der  Gewerkschaften bei 1 % und die AG kürzen die Gehälter / Löhne?

 

 

 

 

 

 

 

@weingasi1, 16:37 re @frosthorn

 

Sie lassen doch nie Zweifel daran aufkommen, dass Sie so einen tollen Job mit gutem Einkommen hatten und dann solche Äusserungen ?

 

 

Ich hatte einen  tollen Job mit sehr gutem Einkommen, und ich wurde immer außertariflich bezahlt, habe also von Tariferhöhungen gar nichts gehabt.

Ich habe stets mitgestreikt, weil es mir ein Anliegen war, dass auch meine niedriger bezahlten Kollegen nicht immer in die Röhre gucken. Sie werden solche Äußerungen eben auch nie verstehen, weil Sie sich nicht vorstellen können, dass jemand auch gegen Missstände kämpft, von denen er selbst gar nicht betroffen ist. Das ist bei mir eben anders.

@16:47 Uhr von BB8

Ganz ehrlich...ich gehöre nicht zu den Leuten die im Monat 10 Pakete bekommen oder verschicken. Von mir aus darf so ein Paket ruhig 2-5 Euro mehr kosten.

Nur, wenn es bei den Beschäftigten auch wirklich ankäme. Höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es in ohnehin gut gefüllte Taschen fließt.

Wenn ich dem Boten zwei Euro in die Hand drücke, weiß ich wenigstens, wo mein Geld gelandet ist.

@16:33 Uhr von MSCHM1972

Ich sehe überhaupt keinen Grund darin, die Brief- und Paketzusteller, also das einstige Postwesen wieder zu verbeamten. Es gibt ja auch private  Unternehmen, die diese Aufgaben erfüllen - und eine Zweiklassengesellschat in diesem Bereich wirkt eher kontraproduktiv. Ich würde vielmehr dafür plädieren, das Beamtentum nur noch auf klassische hoheitliche Aufgaben, wie etwa im Poizeidienst zu reduzieren. Es ist einfach nicht nachvollziehbar, weshalb z.B. im Schuldienst verbeamtete und angestellte Lehrer nebeneinander tätig sind.

@16:40 Uhr von Wohlergehen

Ich gönne prinzipiell jedem Menschen, gerade in Zeiten der Inflation, eine angemessene Gehaltsanpassung. Gerade wenn der Konzern Milliardengewinne verbucht. ABER:.....

....das ist (auch mir) nicht unbekannt! ABER: Ich laste es nicht den Zusteller*innen an, dass es nicht rund läuft, sondern eben diesem gewaltigen Konzern, der eben "Milliardengewinne" scheffelt und seine Beschäftigten nicht nur mies bezahlt. Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, wie diese Menschen unterwegs sind - meistens im Laufschritt.

(...)

Deshalb wäre es wohl gerechter, Beschwerden an den "Fisch, der vom Kopf stinkt" zu richten.

Die Wahrheit liegt wohl wie so oft irgendwo in der Mitte. Auch ich kenne viele gute, freundliche Postler - aber auch das Gegenteil. Meine Beispiele sind ja keine Einzelfälle, die Reklamationen haben sich vervierfacht. Sicher kann man vieles der Führung anlasten. Nicht klingeln, keine Abhol-Benachrichtigung, völlig zerknautsche Sendungen "Nicht Knicken" jedoch nicht. Das passiert "vor Ort"

 

@16:41 Uhr von FakeNews-Checker

Wann  kommen  denn  mal  Briefe  auch  ohne  Streik  pünktlich   wenn  überhaupt   an  ?  Da  gehts  genauso  zu  wie  beim  ÖPNV.

Ein klischeebeladener Kommentar - schade!

@16:52 Uhr von Anna-Elisabeth

 

in diesem wachstumsorientierten Land mit seinen  konfliktscheuen Gewerkschaften und selbstbezogenen Konsumenten ist Balsam auf meine Seele.

Ich bin jetzt Rentner. Streiken ist das, was mir am meisten fehlt.

Und ich dachte, man arbeitet eigentlich (hoffentlich!) gern und streikt nur, um Missstände - wozu ja auch zu niedriges Gehalt zählt - zu beseitigen.

Jetzt lerne ich, dass das Schönste am Arbeiten das Streiken ist.

Spannend.

So geht also absichtliches Missverstehen. Langweilig.

 

Ist doch schon alles mit frosthorn geklärt. Was Sie inzwischen vermutlich auch schon gelesen haben :-)

Noch ein Aspekt

Wie bereits geschrieben, gönne ich den meisten Postlern mehr Geld ) Inflationsausgleich. Aber dafür - ich zahle ja durch das Porto dafür - erwarte ich wieder mehr Service und Qualität.

Steigende Gehälter werden  entw, zu höheren Portokosten f. d.  Postkunden führen und/oder zu mehr Automatisierung = noch weniger Personal = noch weniger Qualität u. noch längeren Lieferzeiten.

Ich bin gespannt, wie viele, die hier für Lohnerhöhung plädieren, auch selber bereit sind, deutlich steigende Portokosten zu bezahlen? Wohl wenige: Die vielen Online-Besteller sollten sich mal an die eigene Nase fassen! Viele nutzen ja "portofreie" Lieferung - die tangiert Mehrporto nicht...  Wer höhere Löhne für Postler fordert (da habe ich nichts dagegen) sollte auch selber bereit sein, höhere Porti zu bezahlen. Oder wieder mehr "lokal" einkaufen. Das entlastet die Post und die Zusteller, ist gut für die Ökobilanz. Und hilft dem Handel vor Ort. Der vor Ort Job sichert und Steuern zahlt. Anders als z.B, Amazon

Noch später und noch unsicherer

Nun kann man gar nicht mehr mit Pünktlichkeit rechnen. Erstmal Streik.
Dabei hat sich die Pünktlichkeit in den letzten Jahren eh stark verschlechtert, zuerst Corona, dann Ausfälle, schließlich findet die Post keine Mitarbeiter mehr.  Darüber las man etliche Berichte.
Der Briefdienst nimmt ab, die Post überlegt bereits nur an bestimmten Tagen zuzustellen, nicht täglich und nicht mit der garantierten Laufzeit 1 Tag. Der Paketdienst ist ein boomender Sektor. Hier werden ordentliche Gewinne eingefahren, die auch weitergegeben werden sollten.Die Poststellen an sich schließen überall, es gibt immer weniger und auch hier mehr und mehr Online Service.

Ist das immer nötig zu streiken? Vernünftige Inflationsanpassung macht Sinn. 

 

 

@17:20 Uhr von Bennfan

Ich bin gespannt, wie viele, die hier für Lohnerhöhung plädieren, auch selber bereit sind, deutlich steigende Portokosten zu bezahlen? Wohl wenige:

Ich zum Beispiel.

 

@15:33 Uhr von frosthorn

Die Post zeigte Unverständnis für die Arbeitsniederlegung: "Da wir bereits angekündigt haben, in der dritten Runde ein Angebot vorzulegen, sind Warnstreiks aus unserer Sicht unnötig, da sie letztlich nur zu Lasten unserer Kundinnen und Kunden gehen", sagte ein Sprecher.

 

Wie immer und überall ist das Unternehmen sofort bemüht, die Kunden auf seine Seite zu ziehen, indem man impliziert, der Streik richte sich gegen diese. Die ebenso aus dem Artikel zu entnehmende Information, dass der Arbeitgeber in zwei Sitzungen keinen einzigen Vorschlag vorgelegt und damit selbst den Streik provoziert hat, bleibt unkommentiert.

Hat man nicht schon den Termin am 8./9.Feb festgelegt, wo neue Vorschläge dargelegt würden? Man redet wohl an sich vorbei und verliert Geld beiderseits. 

17:20 Uhr von Bennfan

Wer höhere Löhne für Postler fordert (da habe ich nichts dagegen) sollte auch selber bereit sein, höhere Porti zu bezahlen. Oder wieder mehr "lokal" einkaufen. Das entlastet die Post und die Zusteller, ist gut für die Ökobilanz. Und hilft dem Handel vor Ort. Der vor Ort Job sichert und Steuern zahlt. Anders als z.B, Amazon

Amazon lässt mittlerweile selbst Pakete zustellen. Vermutlich nicht zu besseren Bedingungen.

Post-Beschäftigte streiken

!5% ist eine gute und notwendige Forderung für diese anständigen Beschäftigten

@17:23 Uhr von Egleichhmalf

Ich bin gespannt, wie viele, die hier für Lohnerhöhung plädieren, auch selber bereit sind, deutlich steigende Portokosten zu bezahlen? Wohl wenige:

Ich zum Beispiel.

Ich auch.

 

 

@16:27 Uhr von Egleichhmalf

Ich gönne prinzipiell jedem Menschen, gerade in Zeiten der Inflation, eine angemessene Gehaltsanpassung. Gerade wenn der Konzern Milliardengewinne verbucht. ABER: Es müssen auch Leistung und Qualität stimmen. Und daran hapert es immer öfters. Meine persönliche Bilanz …

Was Sie schildern, ist mir in ähnlicher Form auch schon widerfahren, (...)

(,,,) Man sollte schlechte Erfahrungen da nicht verallgemeinern.

(...) dass die Mitarbeiter darüberhinaus in angemessener Weise an den gerade sehr hohen Gewinnen beteiligt werden sollten.

Ich verallgemeinere ja nicht - Fakt ist aber, dass die Zustell-u. Servicequalität in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen hat, bei spürbar steigen Porti. Selbstverständlich muss jede/r Postler, der einen ordentlichen Job macht, davon leben können, die Miete zahlen etc. Der Wunsch nach mehr Qualität steht dem ja nicht entgegen.Die Mrd-Gewinne entstehen übrigens zum Großteil im Ausland.  Eine Beteiligung stünde dann eher den Mitarbeitern im Ausland zu.

@17:23 Uhr von Egleichhmalf

Ich bin gespannt, wie viele, die hier für Lohnerhöhung plädieren, auch selber bereit sind, deutlich steigende Portokosten zu bezahlen? Wohl wenige:

Ich zum Beispiel.

 

Ich auch. Anders ist ja auch ein Reallohnzuwachs für die Postmitarbeiter gar nicht zu realisieren. Wo sollte es denn sonst herkommen? Von sinkenden Dividenden bestimmt nicht.

 

@15:36 Uhr von Egleichhmalf

 

in diesem wachstumsorientierten Land mit seinen  konfliktscheuen Gewerkschaften und selbstbezogenen Konsumenten ist Balsam auf meine Seele.

Ich bin jetzt Rentner. Streiken ist das, was mir am meisten fehlt.

Und ich dachte, man arbeitet eigentlich (hoffentlich!) gern und streikt nur, um Missstände - wozu ja auch zu niedriges Gehalt zählt - zu beseitigen.

Jetzt lerne ich, dass das Schönste am Arbeiten das Streiken ist.

Logisch.

Eigene Forderungen durchsetzten ist doch das neue wir in unsere Gesellschaft.

17:21 Uhr von Mika D

Der Paketdienst ist ein boomender Sektor. Hier werden ordentliche Gewinne eingefahren, die auch weitergegeben werden sollten.Die Poststellen an sich schließen überall, es gibt immer weniger und auch hier mehr und mehr Online Service.

Leider gibt es kaum noch Postfilialen. Für Menschen, die eine Postagentur führen, lohnt sich das kaum oder sie zahlen sogar drauf:

https://www.ardmediathek.de/video/markt/aerger-mit-der-post-lange-schla…

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/post-agenturen-filialen-briefgesch…

@16:23 Uhr von Gregory Bodendorfer

....ist mehr als angebracht- ein Knochenjob mit viel Verantwortung in vielerlei Hinsicht - die Menschen bei det Post haben endlich mehr Anerkennung seitens des Arbeitgebers verdient, und auch von den KundInnen, für die es selbstverständlich scheint, dass alles immer so schnell geliefert wird....

Weiter so mit dem Streik!!! So kann sich was bewegen...

Das "alles so schnell geliefert wird"? 4 Wochen von Berlin nach Potsdam sind "schnell"? Briefe innerhalb der Stadt manchmal 1 Woche unterwegs? Oder nie ankommende Sendungen? Ich habe nichts gegen höhere Gehälter, aber bitte auch Qualität, wie sie früher üblich war.

16:23 Uhr von Bennfan

Gebt den (vielen) guten Zustellern gerne 15% mehr Gehalt. Aber bei denen, bei denen sich die Beschwerden häufen, die den Job nicht machen, für den sie bezahlt werden, dann bitte 10% abziehen - bis die Qualität wieder stimmt...

Wie gesagt: Im Grunde gönne ich jedem mehr Gehalt. Aber die Zustellungsqualität der Post nimmt seit Jahren ab, dafür steigen regelmäßig die Preise.

Für eine qualitativ hochwertige Zustellung fehlt den Briefträger:innen häufig einfach die Zeit. Entweder handeln diese sich Ärger mit dem AG ein, weil sie zu langsam arbeiten, oder mit den Kunden, weil sie nicht jede Sendung wie ein rohes Ei behandeln können. Mehr Gehalt geht vermutlich mit mehr Arbeitsvolumen einher. Überstunden werden aber nicht mehr bezahlt.

@16:41 Uhr von FakeNews-Checker

Wann  kommen  denn  mal  Briefe  auch  ohne  Streik  pünktlich   wenn  überhaupt   an  ?  Da  gehts  genauso  zu  wie  beim  ÖPNV.

Ich kann zur Zeit nicht meckern. Briefe, die heute innerhalb von Hamburg verschickt werden, habe ich morgen im Briefkasten. Pakete dauern einen Tag länger.

Probleme gibt es in Urlaubs- und Stoßzeiten wie etwas Weihnachten. Dann stehen entweder nicht genug Mitarbeiter zur Verfügung oder man stellt Hilfskräfte ein, die nicht hinreichend gut mit der deutschen Sprache klarkommen. Es gibt auch nicht wenige Adressen, die nicht leicht zu finden sind, weil nicht optimal ausgeschildert. Wenn ich z.B. ein Taxi oder Essen bestelle, erzähle ich immer Romane am Telefon, damit man unser Haus findet. Trotzdem ruft manchmal der Pizzabote noch an, weil er das Haus übersehen hat. 

Post-Beschäftigte streiken Deutschlandweit....

Erhebliche Portoerhöhungen, vor allem bei der Zeitungszustellung hat es in den letzten Jahren gegeben. Da wurde nicht gestreikt. Und die Tariferhöhungen der letzten Jahre lagen bei 2 oder 2,5 Prozent.

Während die Dienstleistungsqualität schlechter wurde. Der Präsident der Bundesnetzagentur Klaus Müller plädiert für die Schaffung von Sanktionsmaßnahmen, also die Verhängung von Buß-und Zwangsgeldern, um die Wettbewerber-vorneweg den Platzhirsch in gelb-zur Pflichterfüllung und zu mehr Kundenfreundlichkeit zu nötigen. Ob er das ernst meint ? Es ist Müllers Behörde, die seit Jahren jede Portoerhöhung durchwinkt, mithin sogar rechtswidrig, wie im vergangenen August das Kölner Verwaltungsgericht urteilte.

@17:37 Uhr von Bennfan

 

Das "alles so schnell geliefert wird"? 4 Wochen von Berlin nach Potsdam sind "schnell"? Briefe innerhalb der Stadt manchmal 1 Woche unterwegs? Oder nie ankommende Sendungen? Ich habe nichts gegen höhere Gehälter, aber bitte auch Qualität, wie sie früher üblich war.

Berlin dürfen sie nicht für Qualität setzen. Bei uns in Düsseldorf geht alles seinen ordentlichen und Anständigen weg.

Viel Erfolg wünsche ich den Kolleg:innen

Dass ich das auf meine alten Tage noch erleben darf: Verdi hat zum Streik gerufen! Mit einer akzeptablen Forderung!

Festgeld wäre aber besser gewesen.

Das wird ein wunderbares Jahr: Schon zwei Wunder in den ersten zwanzig Tagen!

Aber ehe die das für meinen ehemaligen Beruf machen, müssen noch viele Wunder geschehen. Wenn das bei der Frequenz bleibt, dann klappt das auch.

Viel Erfolg!

17:37 Uhr von Bennfan

"4 Wochen von Berlin nach Potsdam sind "schnell"? Briefe innerhalb der Stadt manchmal 1 Woche unterwegs?"

...

 

Komisch. Bei mir ist alles innerhalb von 2-3 Tagen da. Unabhängig von dem Ort des Absenders.

(Kann manchmal natürlich auch an der Beschriftung liegen, dass manches länger braucht.)

17:37 Uhr von Bennfan

Ich habe nichts gegen höhere Gehälter, aber bitte auch Qualität, wie sie früher üblich war.

Das wäre m.E. nur möglich, wenn die Deutsche Post keine AG mehr wäre. Klingt schön - und unrealistisch. Zu meinem großen Bedauern.

15 % Forderung ...

... ist nötig, da ja eh immer, wenns gut kommt, nur die Hälfte rauskommt oder noch weit weniger wie im öffentlichen Dienst.

Allerdings wieso bei der Post 15% und im öffentlichen Dienst nur 10,5% von der gleichen Gewerkschaft? Beim öffentlichen Dienst hätte man 20% fordern müssen!

Nur zur Erinnerung 2020:

gefordert 6,5% auf 12 Monate - bekommen 3,2% auf 30 Monate!

Man nannte das "Corona Kompromiss" und danach wurde in manchen Körperschaften kein Funktionär mehr gegrüßt!

 

Vielleicht hat der eine oder andere daraus gelernt. Mal sehen was diesmal rauskommt!

 

 

 

@17:33 Uhr von Kaneel

...

Leider gibt es kaum noch Postfilialen. Für Menschen, die eine Postagentur führen, lohnt sich das kaum oder sie zahlen sogar drauf:

https://www.ardmediathek.de/video/markt/aerger-mit-der-post-lange-schla

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/post-agenturen-filialen-briefgesch

So ganz habe ich die vielen Schließungen von Postfilialen nicht verstanden. Die Filiale in meiner Nähe hat auch vor ein paar Jahren dicht gemacht. Es war dort fast immer viel Betrieb. (Postbankschalter war auch dabei).

Jetzt fahre ich drei Haltestellen mit dem Bus und stehe fast immer draußen Schlange. Es gibt eine Filiale die näher ist, aber nur zu Fuß für mich erreichbar und der Weg ist mir zu weit. Außerdem: unfreundliches Personal und Öffnungszeiten, die man wohl eher auf dem Dorf kennt. Und dann fehlen auch mal passende Umschläge und sogar Briemarken. Auf so etwas kann man wirklich gern verzichten.

 

@17:31 Uhr von frosthorn

Ich bin gespannt, wie viele, die hier für Lohnerhöhung plädieren, auch selber bereit sind, deutlich steigende Portokosten zu bezahlen? Wohl wenige:

Ich zum Beispiel.

 

Ich auch

Ich befürchte, da sind Sie eher die Ausnahmen. Als im Versandhandel mit Bücher aktiver höre ich z.B. immer wieder von Kunden: Also, wenn Sie nicht portofrei liefern, dann bestelle ich bei Amazon... Egal wie schlecht für die Ökobilanz und Co2, egal wie schlecht für den lokalen Handel ((der finanziert die Kindergärten, Spielplätze etc. mit -anders als Amazon)), egal wie schlecht für den Fiskus. Hauptsache portofrei! So denken Millionen von Menschen, Leider.

@17:40 Uhr von Bernd Kevesligeti

Erhebliche Portoerhöhungen, vor allem bei der Zeitungszustellung hat es in den letzten Jahren gegeben. Da wurde nicht gestreikt. Und die Tariferhöhungen der letzten Jahre lagen bei 2 oder 2,5 Prozent.

Während die Dienstleistungsqualität schlechter wurde. Der Präsident der Bundesnetzagentur Klaus Müller plädiert für die Schaffung von Sanktionsmaßnahmen, also die Verhängung von Buß-und Zwangsgeldern, um die Wettbewerber-vorneweg den Platzhirsch in gelb-zur Pflichterfüllung und zu mehr Kundenfreundlichkeit zu nötigen.

Möglicherweise müsste es mehr sozial eingestellte Aktionäre geben oder genossenschaftlich organisierte Unternehmen? Höhere Löhne sind dann vermutlich nicht drin, aber vielleicht bessere Arbeitsbedingungen?

@16:25 Uhr von Bernd Kevesligeti

 

Für die Post AG/DHL wird für 2022 ein Gewinn von 8,3 Milliarden Euro geschätzt. Für den Vorstandsvorsitzenden ein Salär von 10 Millionen Euro, etwa daß 232-fache des Mitarbeiters. Für Streifbandzeitungen wurde am 1. Januar die Gebühr um 30 Prozent erhöht. Für den Next-Day-Service sind es in zwei Jahren 70 Prozent mehr, die Grundzustellkosten sind in diesem Zeitraum um 8,8 Prozent gestiegen. Die Aktie hat eine Rallay hingelegt, in vier Monaten von 30 auf über 40 Euro. 

DPA berichtete am Donnerstag unter Berufung auf die Bundesnetzagentur, daß es bundesweit 140 unbesetzte.....

Wenn man das liest  kann einem schon der Kragen platzen. Das scheint die neue "Konzernkultur" zu sein. Langsam glaub ich auch nicht mehr an den "Fachkräftemangel". Vielleicht sollte man den Abgestellten einfach mehr Lohn zahlen. Die Arbeit wird doch auch immer mehr für den Einzelnen....

@17:37 Uhr von Bennfan

....ist mehr als angebracht- ein Knochenjob mit viel Verantwortung in vielerlei Hinsicht - die Menschen bei det Post haben endlich mehr Anerkennung seitens des Arbeitgebers verdient, und auch von den KundInnen, für die es selbstverständlich scheint, dass alles immer so schnell geliefert wird....

Weiter so mit dem Streik!!! So kann sich was bewegen...

Das "alles so schnell geliefert wird"? 4 Wochen von Berlin nach Potsdam sind "schnell"? Briefe innerhalb der Stadt manchmal 1 Woche unterwegs? Oder nie ankommende Sendungen? Ich habe nichts gegen höhere Gehälter, aber bitte auch Qualität, wie sie früher üblich war.

Ich kann und werde mich nicht beschweren...und wenn ich mal  länger warten muss - davon geht die Welt nicht unter...

Die KolleGinnen kmüppeln ohne Ende....sie verdienen meinem Respekt.

Schade, dass Sie offenbar eine vorgefasste Meinung haben gegenüber hart arbeitenden Menschen

Sehr traurig 

@16:37 Uhr von weingasi1

Ich habe noch nie von einem Menschen gehört, der Arbeitskampf als "Balsam für Seele empfindet".

Das wundert mich nicht.

Und selbstbezogene Konsumenten, was habe ich mir diesbezügl. darunter vorzustellen ?

Was Sie sich darunter vorzustellen haben, können nur Sie selbst sich beantworten. Für mich sind es Egoisten, weil sie alles, was außerhalb ihres persönlichen Vorteils / Nutzens ist, nicht interessiert, also völlig unsolidarisch sind. Sie frönen dem Egoismus anstatt dem Altruismus!

Vllt können Sie sich ja irgendwo als "Streikposten" bewerben, wenn da u.U. auch "Fachkräfte" fehlen. Selten etwas derart Destruktives gehört.

Aufschlussreich, was Sie als destruktiv bezeichnen.

 

 

 

@16:23 Uhr von Gustav

Streik für höhere Löhne sind ne ganz prima Sache. Da haben hinterher die Arbeitenden mehr Geld für den Konsum, wofür das Wirtschaftswachstum sich bedanken wird können.

Sorry, bei allem Respekt, aber das ist eine "Milchmädchenrechnung": Mehr Konsum = steigende Nachfrage = steigende Preise (gerade bei den bestehenden Lieferengpässen bei vielen Konsum-Artikeln!) = steigende Inflation = Höhere Gehaltforderungen = mehr Konsum... Eine Spirale.

Brauchen wir, die Welt wirklich "mehr" Konsum? Mehr Ressourcenverbrauch? Vielleicht ist "weniger" Konsum, oder "besserer" die bessere Lösung? Braucht man 20 T-T-Shirts von Primark á Verkaufspreis  3,00 € (aus Asien, in Kinderarbeit hergestellt) oder reichen nicht auch 4 oder 5 T-Shirts á 10,00 €, die dann wieder zu deutschen Löhnen in D hergestellt werden können. Ohne über den Ozean geschippert werden zu müssen mit Schwer-Öl betriebenen Frachtern. Über 20% der Lebensmittel in D werden weggeworfen - ist das sinnvoller Konsum? Mehr davon?

17:49 Uhr von Anna-Elisabeth @17:33 Uhr von Kaneel

So ganz habe ich die vielen Schließungen von Postfilialen nicht verstanden. Die Filiale in meiner Nähe hat auch vor ein paar Jahren dicht gemacht. Es war dort fast immer viel Betrieb. (Postbankschalter war auch dabei).

Es hat wohl damit zu tun, dass die eigenen Mitarbeiter:innen schlicht und einfach: Geld kosten. Ja, das ist bitter. Vor etwa zehn Jahren gab es hier noch fünf Postfilialen. Mittlerweile nur noch eine.

Es ist m.E. ein Unding, dass die Post die Arbeit in den Agenturen so schlecht bezahlt. Und mich ärgert, dass die Gewerkschaften sich ausschließlich für die eigenen Beschäftigten einsetzt, nicht aber für die indirekt Beschäftigten.

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