In einer Schiffswerft bearbeitet ein Schweißer in Schutzkleidung tonnenschwere Brückenteile.

Ihre Meinung zu Pläne der Bundesregierung: Was gegen Fachkräftemangel helfen soll

In Deutschland fehlen massenhaft Fachkräfte - in fast allen Bereichen. Die Bundesregierung will gegensteuern. Nun berät der Bundestag über die Pläne. Wie groß ist das Problem - und was soll dagegen helfen?

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97 Kommentare

Kommentare

jukep
Kann mir jemand erklären wie das sein kann

in unserem Land leben soviele Menschen wie noch nie in unserer Geschichte und wir haben keine Fachkräfte. Irgendwo läuft da was schief. Entweder wir bilden falsch aus oder es kommen nicht die richtigen Leute zu uns oder es werden schon im Schulsystem falsche Anreize gesetzt.

kurtimwald

Das Problem kommt langfristig aus dem Schulsystem, dass durch die föderalen Systeme dermaßen unterschiedlich ist, wegen falschen Sparmaßnahmen kaputt gespart ist und somit aus Kindern und Jugendlichen keine ausgebildeten Fachleute macht.

Die Kompetenz für Schulen sollte endlich von den Ländern weggenommen werden, einheitliche Lernpläne und Ganztagsschulen der Standard sein sowie ausreichen Pädagogen herangebildet.

Das kostet sehr viel Geld, ist eine gesellschaftliche Aufgabe und gehört durch drastische Steuererhöhungen finanziert.

Das würde auch die Schere zwischen Arm und Reich schließen und allen Kindern, unerheblich von Herkunft oder sozialen Verhältnissen, gleiche Chancen geben.

Alter Brummbär
Pläne der Bundesregierung: Was gegen Fachkräftemangel helfen sol

Warum immer nur die Bundesregierung?

Die Unternehmen sind selbst in der Pflicht.

Fachkräftemangel an Schulen, Krankenhäuser und Alten/Pflegeheimen ist auch nicht Bundessache.

Nein Ausbildung kostet Geld und war ja alles nicht nötig.

Warum wurde in den letzten Jahrzehnten nicht darauf reagiert?

Ist lange genug bekannt.

Dicodes
Was gegen Fachkräftemangel helfen soll

Die meisten der heute 63 oder 64 Jährigen haben dann wahrscheinlich 45 oder mehr Arbeitsjahre geleistet. Ist das nicht genug?  Was ist denn mit den 45000 jungen Menschen ohne Abschluss, was machen die denn in ihrem späteren Leben? Werden das alle Aktivisten:innen oder Influencer?

Francis Fortune
Position der Linken

Hui, das hätte ich auch nicht gedacht, dass ich jemals eine Position der Links-Partei unterstütze. Aber wo die Dame nun mal recht hat...:

Zitat:

Ursächlich seien die Verbreitung von Niedriglöhnen und schlechte Arbeitsbedingungen. Es brauche vor allem "eine höhere Tarifbindung, eine Ausweitung der Kontrollen beim Mindestlohn oder ein Verbot von Leiharbeit und sachgrundloser Befristung".

 

Nettie
„Was gegen Fachkräftemangel helfen soll“

Dazu fällt mir als Allererstes ein - noch ohne den Artikel gelesen zu haben: Bürokratische Hürden abschaffen. Nicht nur, aber gerade auch für ausländische Fachkräfte.

Bender Rodriguez

Hab das kurz überflogen . Lohnt einfach nicht. Das Hauptproblem soll wieder ausgeklammert bleiben. Aus unf weiterbildung ist nicht das Problem. Es liegt am Geld. Und da helfen such keine Zuwanderer. Als Fachkraft muss man so viel bekomnen, das was übrig bleibt. Sonst lohnt es sich nicht. Unter 4000/monat wird man eben niemand bekommen. Man bekommt ja auch krinen ceo für 30000 im jahr.

Da hilft nur Geldbeutel aufmachen. Sonst kommt auch keine ausländische Kraft. Die soll ja schliesslich auch huer wohnen können.

 

Account gelöscht
Verwirrung

 

Wo will Deutschland die geworbenen Arbeitskräfte unterbringen? In Containern und Zelten?

 

Von den geplanten 400.000 Wohnungen 2022 wurden nur 290.000 gebaut. Deutschland braucht jährlich 400.000 Arbeitskräfte, die untergebracht werden wollen.

 

 

 

Sparer
Der

Fachkräftemangel lässt sich nicht mit weiterer Zuwanderung beheben. Schon jetzt fehlt es zB massiv an Wohnraum, speziell an bezahlbarem, was durch noch stärkere Zuwanderung noch schlimmer werden würde. Neue Zuwanderer hätten außerdem natürlichen Bedarf an  Dingen, die schon jetzt knapp sind, wie zB ärztliche Versorgung, Verwaltungskapazitäten, Energie. Da bisse sich die Katze dann in den eigenen Schwanz. Was wir brauchen, ist eine Ausbildungsoffensive für die bereits hier Lebenden, natürlich inklusive der in den letzten Jahren Zugewanderten. Wir müssen deren Kapazitäten und Kompetenzen einfach besser nutzen; sie auf Hartz4, Verzeihung Bürgergeld zu schieben ist keine Lösung, sondern vergrößert den Fachkräftemangel noch weiter. Und es braucht mehr Anreize, dass freie Arbeitsplätze auch besetzt werden,

Brianthedoh

Als Programmierer mit 15 Jahren Berufserfahrung und angestellt bei einem Unternehmen im europ. Ausland kann ich sagen: Fachkräfte werden im internationalen Vergleich in Deutschland einfach sehr schlecht bezahlt.

Es gibt keinen Fachkräftemangel, es gibt einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, die sich schlecht bezahlen lassen wollen.

Aber das will ja kein Unternehmen hören. Das würde ja bedeuten, dass man selbst etwas ändern müsste, anstatt sich überall lautstark zu beklagen und den schwarzen Peter anderen zuzuschieben.

wenigfahrer
Das ist

in etwa auch das was Herr Heil in den Talks erklärt.

" Scholz sieht zudem "Steigerungspotenzial" beim Anteil von Frauen am Arbeitsmarkt.

Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung gehen immer mehr Menschen in Deutschland früh in Rente. Viele scheiden demnach bereits mit 63 oder 64 Jahren aus dem Arbeitsmarkt aus - und damit deutlich vor der Regelaltersgrenze. "

-

Der Eckrentner mit 45 Jahren kann erst laut Tabelle so gehen.

1959 64 +2 MonateMärz 2023 – März 2024

1960 64 + 4 MonateMai 2024 – Mai 2025

Alles was darunter ist, oder keine 45 Jahre hat, kann nur mit Abschlägen gehen, so ist der aktuelle Stand 2023.

Also schon länger als die 64 Jahre, und in dem Zeitraum der hier genannt wird, sind die verkürzten Jahrgänge vorbei.

Was dann kommt, hat weder mit 14-17 Jahren mit Lehre und Arbeit angefangen, sondern später, hat also mühe auf die Jahre zu kommen.

Und mehr Frauen in Arbeit, da hat die Jugend eine etwas andere Meinung was Arbeit ist, das wird schwierig.

Sisyphos3
Was gegen Fachkräftemangel helfen soll

 

ganz verstehen kann ich ja das Problem nicht

wir haben 5 % Arbeitslose

die kann man doch in Arbeit bringen !

und wenn sie nur 50 % arbeiten

Dann könnte man die wöchentliche Arbeitszeit für alle Beschäftigten erhöhen

nur ne Stunde mehr/Woche gibt gleich 2,5 % Kapazität

(sprich bei 40 Mill Beschäftigte = 1 Mill AK zusätzlich)

die dem Markt zur Verfügung steht

 

 

Tarek94
@09:43 Uhr von kurtimwald

Das Problem kommt langfristig aus dem Schulsystem, dass durch die föderalen Systeme dermaßen unterschiedlich ist, wegen falschen Sparmaßnahmen kaputt gespart ist und somit aus Kindern und Jugendlichen keine ausgebildeten Fachleute macht.

Die Kompetenz für Schulen sollte endlich von den Ländern weggenommen werden, einheitliche Lernpläne und Ganztagsschulen der Standard sein sowie ausreichen Pädagogen herangebildet.

...

Dann wäre es allerdings in Zukunft zu erwarten, daß wir gleich bundesweit Verhältnisse wie an der berühmt/berüchtigten Berliner "Rütli-Schule" bekommen werden... ;)

 

wie-
Problemverständnis schaffen

@09:40 Uhr von jukep

in unserem Land leben soviele Menschen wie noch nie in unserer Geschichte und wir haben keine Fachkräfte. Irgendwo läuft da was schief.

Kundig machen. Hier wirken zwei Faktoren: 1) Noch nie gab es in Deutschland so viele Jobs und Stellen, bei steigenden Anforderungen an die Bewerberinnen und Bewerber. 2) Noch nie war die Summe der Anteile der Bevölkerung, die noch nicht oder nicht mehr zum Arbeitsmarkt gezählt werden kann, so groß.

Entweder wir bilden falsch aus oder es kommen nicht die richtigen Leute zu uns

Es wandern zu wenig Fachkräfte nach Deutschland ein. Verbreitete Ausländerfeindlichkeit und nicht genügend attraktive Löhne spielen dabei wichtige rollen.

oder es werden schon im Schulsystem falsche Anreize gesetzt.

Für was? Was ist an einem Bestreben um einen möglichst hochqualifizierten und möglichst gutem Schul- und Ausbildungsabschluss zu kritisieren? Steht aber auch alles in den entsprechenden Berichten der Tagesschau.

Sisyphos3
@09:53 Uhr von Alter Brummbär

Warum immer nur die Bundesregierung?

Die Unternehmen sind selbst in der Pflicht.

 

 

die suchen doch händeringend nach Auszubildenden

viele Lehrstellen bleiben unbesetzt

(wird zumindest behauptet)

vielleicht Anreize setzen

Löhne nach oben und Sozialleistungen nach unten

Carlos12
Vorhersehbarer Prozess

Der Demographische Wandel ist seit den 80er Jahren bekannt. Wenn der Anteil an Arbeitnehmer im Verhältnis zu Rentner drastisch sinkt, geht es auch mit einem Fachkräftemangel einher. Es macht deshalb keinen Sinn die Politik, die Wirtschaft oder das Schulsystem zum Schuldigen zu erklären oder meinen, dass das Drehen an einer Schraube reicht.

Es gibt aber einen ganzen Strauß an Maßnahmen, die das Problem mildern:

- Mehr und bessere Ausbildung

- Jugendliche mit Bildungsproblemen rechtzeitig auffangen 

- Bessere Bedingungen für Arbeitsmigration

- Bessere Bedingungen für alte Arbeitnehmer, auch Arbeiten jenseits der 67

- Bessere Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und Pflegebedürftige

- Höhere Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen in problematischen Bereichen

Seebaer1
Schlussfolgerung...

Die bisherigen Versuche haben dann ja anscheinend nicht viel gebracht.

Möbius
Die gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen geändert werden

Aber nicht so. 

 

es müssen zuerst mal Fehlentwicklungen im Arbeitsmarkt zurückgedreht werden, hin zu einer Arbeitnehmerorientierten Gesetzgebung und weg von einer an den Bedarfen der Wirtschaft orientierten Gesetzgebung. Die Leiharbeit gehört als sittenwidrig abgeschafft, genauso Ausbeutungsinstrumente wie Subunternehmertum. 

 

 

 

 

Deutschland ist für Fachkräfte aus dem Ausland wenig attraktiv. Die gehen lieber in die USA: mehr Rechte, weniger Pflichten, mehr Geld und mehr Freiheiten. Und die Familie ist auch willkommen. 

CoronaWegMachen
Im ersten Quartal 2022 ...

... war der Fachkräftemangel auch deswegen so auffällig, da wg der Erkrankung an Corona u.a. die Fachkräfte in Quarantäne verharren mussten.

Einen Ersatz hat es nur sehr spärlich gegeben.

Vom 1.1.20 bis zum 31.12.2021 hat die Vorgängerbundesregierung unter der Führung der Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel es nicht geschafft Abhilfe zu schaffen.

In diesem Winter 2022/2023 kam zudem die Erkrankung u.a. der Fachkräfte wg Atemwegserkrankungen hinzu.

Derartige Vorgänge können sich wieder holen.

bolligru
09:43 Uhr von kurtimwald

 

Alles richtig

 

Entscheidend aber ist, daß mittlerweile ein erheblicher Teil der Kinder bei Einschulung kaum oder gar nicht Deutsch spricht oder versteht. Außerdem haben diese Kinder oftmals noch nie einen Stift in der Hand gehabt. Dies stellt eine nicht zu leistende Aufgabe für Grundschullehrer/innen dar, jetzt allen Kindern auch Inhalte zu vermitteln, die vor Jahren Standard waren. Somit sind auch Mißerfolgserlebnisse dieser Kinder vorprogrammiert und die ziehen sich durch die ganze Schullaufbahn. Abgesehen davon werden die "begabten" Kinder nicht hinreichend geffördert.

 

Es ist auch seit langem bekannt, daß Kinder im Alter von 3 bis 6 am leichtesten, fast automatisch lernen.Deshalb hilft langfristig sicher nur Eines: Eine Kindergarten- und Vorschulpflicht. Ja, das kostet...

Sisyphos3
@09:58 Uhr von Francis Fortune

Es brauche vor allem "eine höhere Tarifbindung, eine Ausweitung der Kontrollen beim Mindestlohn oder ein Verbot von Leiharbeit und sachgrundloser Befristung".

 

 

mal überlegt wo die Gründe für diese ausufernde Leiharbeit  auch liegen könnte ?

 

Was muß ein Arbeitgeber tun sich von nem Mitarbeiter zu trennen

wenn der permanent krank ist und die übrige Zeit nichts tut

übrigens "wenn" steht da

ich habe nicht behauptet das alle faul sind

aber was ist im Fall der Fälle zu tun ?

ohne Abfindung in zum Austritt zu bewegen endet vor dem Arbeitsgericht

da bietet sich ein (unsozialer)  befristeter Vertrag ja geradezu an

 

Charlys Vater
@09:46 Uhr von Sparpaket

der Personalmangel in der Verwaltung lässt sich gut erklären: da fehlt dem Staat und den Kommunen einfach das Geld. 

Dem Staat fehlt mit Sicherheit nicht das Geld.

Letztes Jahr sind über 880 Milliarden eingenommen worden. In der Krise nahmen die Steuereinnahmen zu.

Und:

Alles hängt mit allem zusammen. Wer das allerdings anführt stößt nur auf Unverständnis.

Die Menschen Denken was sie Denken wollen. Meist ist es eben nicht das Ergebnis einer echten Auseinandersetzung bzw. Denkleistung, was am Ende heraus kommt.

Aber auch andere Störfaktoren spielen eine Rolle.

Ständig unterschwellig laufende Musik, kann die Denkleistung völlig unterbrechen. Kommt auf den Menschen an, jeder ist da anders.

 

 

 

CoronaWegMachen
Wenn mehr Fachkräfte in den Betrieben ...

... zur Verfügung stehen sollen, dann müssen dazu auch die Ausbildungsplätze vorhanden sein.

Im Handwerk mag das noch stimmen, aber viele der jungen Leute wollen in diesem Sektor nicht arbeiten.

Die Verdienstmöglichkeiten sind zu gering. Eine Fam. kann von diesem Nettoeinkommen nicht leben. Der Gang zu den Ämtern für Wohngeld und Kindergeld ist derzeit unerlässlich.

Die jungen Leute sagen :

Och nö. Danke.

Peter Kock
Fachkräfte

Wie lange fehlen die Fachkräfte schon ? Ja, einige Jahre schon und jetzt will die Politik gegensteuern ? Weil immer alles auf die lange Bank geschoben wird , außer Diätenerhöhungen , ist es wie es ist ! Und das ist wohin man sieht z.B. Schulen, Krankenhäuser , Straßen und Brückenbau, sogar die Krankenkassen sind alle vor der Pleite..... aber nichts passiert !

Anderes1961
@10:06 Uhr von Giselbert

"Auch die Linke sieht in der Anwerbung von Arbeitskräften im Ausland nicht die Lösung des Problems. ... Ursächlich seien die Verbreitung von Niedriglöhnen und schlechte Arbeitsbedingungen."

Selten, dass ich den Linken zustimmen kann, aber hier haben sie samt Ursachennennung recht.

Und vor allem gilt es zuerst mal diejenigen zu qualifizieren die im Land sind. 

 

Zitat aus dem Artikel: "Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zufolge stehen bis 2035 sogar mehr als sieben Millionen Arbeitskräfte weniger zur Verfügung."

 

Und woher wollen Sie jetzt diese 7 Millionen nehmen?

Nettie
Ziele sollten gemeinsam definiert und dann ‚vorgegeben“

 - und dann den ‚Ausführenden‘ bzw. denen, die sie umsetzen (= zu erreichen versuchen) ‚freie Hand‘ dabei gelassen werden,  w i e  sie das tun.

Statt dass ihnen jeder Schritt und jeder einzelne Buchstabe ‚vorgeschrieben‘ wird. Und in der Zwischenzeit sollten nur hin und wieder die ‚Zwischenstände‘ erhoben werden (zwecks Erfolgsmessung und Methodenvergleich sowie Kontrolle der Einhaltung der Zielrichtung und der ‚Richtlinien‘).

CoronaWegMachen
Der Bundesarbeitsminister muss jetzt schnell ...

... zusammen mit dem Bundeswirtschaftsminister und den Unternehmen in Deutschland reden, sodass mehr Stellen ausgeschrieben werden, sodass viel mehr Menschen in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis kommen wo denn auch bei weitem mehr gezahlt wird als Mindestlohn.

Zusätzlich muss der Bundesarbeitsminister jetzt schnell ein top Programm vorstellen wie denn u.a. Langzeitarbeitslose, Arbeitslose, und Sozialhilfeempfänger in ein top Ausbildung bei den Unternehmen hinein kommen, um im Anschluss der erfolgreichen Ausbildung in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen zu werden.

Duzfreund
@09:57 Uhr von Dicodes

Die meisten der heute 63 oder 64 Jährigen haben dann wahrscheinlich 45 oder mehr Arbeitsjahre geleistet. Ist das nicht genug?  Was ist denn mit den 45000 jungen Menschen ohne Abschluss, was machen die denn in ihrem späteren Leben? Werden das alle Aktivisten:innen oder Influencer?

Schade, das man hier keine Herzchen oder Sternchen vergeben kann und dann bräuchte es noch einen Schlüssel für die Giftschränke der User, damit man endlich lesen kann, was hier nicht öffentlich wurde... 

Fachkräfte-Mangel entsteht ebenso, wie Fachkräfte nicht durch Klagsamkeit, sondern durch verfehlte Bildungs- und Personalpolitik und durch einen effektiven Mangel an Rationalisierungen und stetig wachsenden Bürokratismus. 

Anderes1961
@09:58 Uhr von Francis Fortune

Hui, das hätte ich auch nicht gedacht, dass ich jemals eine Position der Links-Partei unterstütze. Aber wo die Dame nun mal recht hat...:

Zitat:

Ursächlich seien die Verbreitung von Niedriglöhnen und schlechte Arbeitsbedingungen. Es brauche vor allem "eine höhere Tarifbindung, eine Ausweitung der Kontrollen beim Mindestlohn oder ein Verbot von Leiharbeit und sachgrundloser Befristung".

 

Schlechte Bezahlung ist das eine Problem. Mangel an Arbeitskräften ein anderes. Bei dem, was Sie zitieren, geht es um Menschen, die schon in Arbeit sind. Löst immer noch nicht das Problem, daß bis 2035 sieben  Millionen Arbeitskräfte weniger zur Verfügung stehen könnten.

artist22
15 Jahre reicht nicht @10:08 Uhr von Brianthedoh

Als Programmierer mit 15 Jahren Berufserfahrung und angestellt bei einem Unternehmen im europ. Ausland kann ich sagen: Fachkräfte werden im internationalen Vergleich in Deutschland einfach sehr schlecht bezahlt.

Es gibt keinen Fachkräftemangel, es gibt einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, die sich schlecht bezahlen lassen wollen.

Aber das will ja kein Unternehmen hören. Das würde ja bedeuten, dass man selbst etwas ändern müsste, anstatt sich überall lautstark zu beklagen und den schwarzen Peter anderen zuzuschieben.

 

zumal die heutigen 'Programmierer' - ich sage extra nicht 'Senior Programmer' oder 'Analyst'

einfach nur Baukästen, die sie selbst nicht mehr verstehen, zum Laufen bringen müssen.

Thema: 'quick and dirty'

Das wird natürlich auch nur entsprechend bezahlt in unserem 'Robotersystem'.

Nur als Erklärung, nicht Entschuldigung

Jimi58
@09:53 Uhr von Alter Brummbär

Warum immer nur die Bundesregierung?

Die Unternehmen sind selbst in der Pflicht.

Fachkräftemangel an Schulen, Krankenhäuser und Alten/Pflegeheimen ist auch nicht Bundessache.

Nein Ausbildung kostet Geld und war ja alles nicht nötig.

Warum wurde in den letzten Jahrzehnten nicht darauf reagiert?

Ist lange genug bekannt.

Ja, es wurde in die Hände gespuckt, aber nicht für die Ausbildung. Die Firmen wollten immer mehr gelernte Fachkräfte haben und haben selbst nicht ausgebildet. Die "Gewinnmaximierung" ist uns auf die Füße gefallen. Die Firmen haben sich gedrückt wie in vielen Bereichen und es wurde immer mit Arbeitsplätze gedroht, wenn es um Lohnerhöhung ging. Jetzt wundern die sich, das kaum noch Fachkräfte für diesen Lohn vorhanden sind.

DerVaihinger
@09:40 Uhr von jukep

in unserem Land leben soviele Menschen wie noch nie in unserer Geschichte und wir haben keine Fachkräfte. Irgendwo läuft da was schief. Entweder wir bilden falsch aus oder es kommen nicht die richtigen Leute zu uns oder es werden schon im Schulsystem falsche Anreize gesetzt.

 

 

Alle drei Fakten treffen in Deutschland zu.

 

CoronaWegMachen
"... Bis 2026 erwartet die Bundesregierung ...

... eine Fachkräftelücke von rund 240.000 Menschen ... "

Auf der anderen Seite sagt destatis.de :

"... Rund 6,6 Millionen Menschen in Deutschland haben zum Jahresende 2021 Leistungen der sozialen Mindestsicherung erhalten ..."

"... Gesamtregelleistungen (Arbeitslosengeld II/Sozialgeld) nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II „Grundsicherung für Arbeitsuchende“, sogenanntes Hartz IV) erhielten Ende 2021 knapp 5,0 Millionen Menschen ..."

"... Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII „Sozialhilfe“) bezogen rund 1,1 Millionen Menschen ...""... Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) bekamen knapp 399 000 Menschen ..."

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Soziales/Mindests…

Hier muss sich der Bundesarbeitsminister fragen wieso er hier bis 2026 es nicht schafft 260000 Menschen als Fachkräfte in unbefristete Jobs weit oberhalb von Mindestlohn zu bringen.

Tarek94
@09:59 Uhr von Bender Rodriguez

...

Da hilft nur Geldbeutel aufmachen. Sonst kommt auch keine ausländische Kraft. Die soll ja schliesslich auch huer wohnen können.

...

Apropos "wohnen": Es gibt bekanntlich schon jetzt zu wenig Wohnungen in Deutschland. Wo genau sollen die neuen Fachkräfte aus dem Nicht-EU-Ausland denn wohnen? Hat die Bundesregierung da auch schon eine Lösung zur Hand? ;)

 

DerVaihinger
@09:43 Uhr von kurtimwald

Das Problem kommt langfristig aus dem Schulsystem, dass durch die föderalen Systeme dermaßen unterschiedlich ist, wegen falschen Sparmaßnahmen kaputt gespart ist und somit aus Kindern und Jugendlichen keine ausgebildeten Fachleute macht.

Die Kompetenz für Schulen sollte endlich von den Ländern weggenommen werden, einheitliche Lernpläne und Ganztagsschulen der Standard sein sowie ausreichen Pädagogen herangebildet.

Das kostet sehr viel Geld, ist eine gesellschaftliche Aufgabe und gehört durch drastische Steuererhöhungen finanziert.

Das würde auch die Schere zwischen Arm und Reich schließen und allen Kindern, unerheblich von Herkunft oder sozialen Verhältnissen, gleiche Chancen geben.

 

DAs dreigliedrige Schulsystem gab es schon, als ich in den 40er Jahren zur Schule ging.

Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen bzw. waren international gut.

Da muss es andere Ursachen geben.

 

DerVaihinger
@09:58 Uhr von Francis Fortune

Hui, das hätte ich auch nicht gedacht, dass ich jemals eine Position der Links-Partei unterstütze. Aber wo die Dame nun mal recht hat...:

Zitat:

Ursächlich seien die Verbreitung von Niedriglöhnen und schlechte Arbeitsbedingungen. Es brauche vor allem "eine höhere Tarifbindung, eine Ausweitung der Kontrollen beim Mindestlohn oder ein Verbot von Leiharbeit und sachgrundloser Befristung".

 

 

Ich bezweifle, dass deshalb an den Schulen mehr gelernt wird.

Was die schlechten Arbeitsbedingungen angeht.

1956 war Samstag Arbeitstag, es gab die 48-Stunden-Woche und zwei Wochen Jahresurlaub.

Das war das Wirtschaftswunder und nicht etwa Ludwig Erhard.

 

 

CoronaWegMachen
@09:53 Uhr von Alter Brummbär

Warum immer nur die Bundesregierung?

Die Unternehmen sind selbst in der Pflicht.

Fachkräftemangel an Schulen, Krankenhäuser und Alten/Pflegeheimen ist auch nicht Bundessache.

Nein Ausbildung kostet Geld und war ja alles nicht nötig.

Warum wurde in den letzten Jahrzehnten nicht darauf reagiert?

Ist lange genug bekannt.

Um bei Schulen, Alten-/Pflegeheimen, und Krankenhäusern, und auch in allen Behörden, die dazu gehörigen Fachkräfte auszubilden kostet Steuergeld.

Da Kommunen, Gemeinden, Kreise, aber kaum mehr Einnahmen haben um die laufenden Kosten zu decken, muss jetzt schnell die Bundesregierung sagen woher das Geld für die Ausbildung kommen soll.

Magic.fire
Es sind viele Probleme die hier zusammenspielen

Nur allein mit verbesserter Bildung und Zuwanderung nicht zu lösen. Letzteres dient aus meiner Sicht eh nur dazu den Billiglohnsektor auszuweiten. Fachkräfte aus dem Ausland sind in vielen Bereichen, trotz vielleicht guter Ausbildung uberhaupt nicht oder nut begrenzt einsetzbar.

Aber wir selber haben genügend Potential welches ausgeschöpft werden kann.

1. Verwaltung optimieren

2. eine Unzahl an Verbänden etc. Wo speziell im medizinischen Bereich viele Spezialisten sitzen

3. Eine Unzahl an sogenannten " NGO" . die letzte Zahl die mir zur Verfügung steht , über 4000.

4.es wird immer argumentiert " wenn erst die Babyboomer Generation in Rente geht.

Ab 59 gibt es kein Vermittlubgsvertrag mehr Setzwen sie sich mal ein Tag ins Jobcenter und schauen sich die Leute an welche kommen und immer wieder nach Arbeit fragen, sehr sehr viele über 50.

Ausbildung, Seif Jahren beklagen wir die Schulbildung, siehe Pisa  hat sich je etwas geändert?

Es gibt sicher noch viel mehr Bereiche, wo die Ursachen liegen

onkelbond
Deutsche Fachkräfte

Warum holt man nicht deutsche Fachkräfte aus dem Ausland zurück? Ich würde gerne wieder in Deutschland arbeiten, nicht mehr getrennt sein von der Familie. Nur gibt es entschiedenes Problem zur Rückkehr: die Löhne. Also, Ich deutscher Facharbeiter mit zwei Gesellenbriefe im Handwerker, suche den gut bezahlten Mangel. 

Orfee
@09:40 Uhr von jukep

"in unserem Land leben soviele Menschen wie noch nie in unserer Geschichte und wir haben keine Fachkräfte. Irgendwo läuft da was schief. Entweder wir bilden falsch aus oder es kommen nicht die richtigen Leute zu uns oder es werden schon im Schulsystem falsche Anreize gesetzt."

Weil das falsche Word dafür benutzt wird. Wir haben keinen Fachkräftemangel sondern Ausbeutung der Leistungsträger und der Arbeiterklasse. Die Menschen wollen einfach nicht arbeiten. 

Wie Sie richtig festgestellt haben, gibt es genug Menschen im Land aber sie können nicht dazu  motiviert werden zu arbeiten. Das liegt am System und nicht an Menschen. "Fachkräfte" zu importieren kann deswegen auch das Problem nicht lösen. 

 

Bender Rodriguez
@10:08 Uhr von Brianthedoh

 

Es gibt keinen Fachkräftemangel, es gibt einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, die sich schlecht bezahlen lassen wollen.

Aber das will ja kein Unternehmen hören. Das würde ja bedeuten, dass man selbst etwas ändern müsste, anstatt sich überall lautstark zu beklagen und den schwarzen Peter anderen zuzuschieben.

Das hab ich schon so oft gesagt. Entweder gab es direkt den roten Balken ider die User zerrissen mich in drr Luft, wss mir denn einfiele, den Exoerten, zu widersprechen.

.

Im niedriglohnland will eben jeder nach oben. Dafür wurden die Schulen so einfach gemacht, dass jeder studieren kann. Warum sollte ein Schüler noch ein Handwerk lernen, wenn das dauerhaft Aufstocken und Altersarmut bedeutet? 

.

Und wir sprechen von Fachkräften. Das sind also keine Dummerchen. 

Selbst mit geschenktem deutschen Pass wird die ausländusche Fachkraft nicht kommen, da sie sich das ja selbst ausrechnen kann. 100% mahr lohn, als zu Hause, bei 400% mehr Lebenskosten?  

Da geht man lieber wo anders hin

ypp
"Groß ist der Mangel auch in den Bereichen der Elektromobilität

Die gesamte Automobilbranche hat im Moment so große Probleme, dass sie alle nicht oder kaum einstellen und eher Stellen abbauen. Auch Tesla.

Ich finde als Absolvent seit der Pandemie keinen Job. Es gibt überhaupt keinen Bedarf an Ingenieurabsolventen auch nicht in dem Bereich oder eher vor allem nicht in dem Bereich. Bauingenieure werden ja angeblich gesucht. Wobei das genau so eine Falschmeldung sein kann.  

Unbesetzt sind Seniorstellen, aber Juniorstellen gibt es so gut wie gar nicht. So kann man sich dann einen späteren Mangel auch selbst schaffen. Wenn die Boomer in Rente gehen und man sich vorher geweigert hat Absolventen einzustellen.

Anderes1961
@10:05 Uhr von Sparer

Fachkräftemangel lässt sich nicht mit weiterer Zuwanderung beheben. Schon jetzt fehlt es zB massiv an Wohnraum, speziell an bezahlbarem, was durch noch stärkere Zuwanderung noch schlimmer werden würde.[...] Wir müssen deren Kapazitäten und Kompetenzen einfach besser nutzen; sie auf Hartz4, Verzeihung Bürgergeld zu schieben ist keine Lösung, sondern vergrößert den Fachkräftemangel noch weiter. Und es braucht mehr Anreize, dass freie Arbeitsplätze auch besetzt werden,

 

Ihr erster und Ihr vorletzter Satz machen deutlich, was Sie eigentlich sagen wollen: Bürgergeldempfänger sind nur zu faul zu arbeiten. das versuchen Sie mehr oder weniger in scheinbar empathischem Geschwurbel zu verbergen, man erkennt es aber trotzdem.

 

Nein. Die angeblich faulen Bürgergeldempfänger lösen das Problem nicht, daß wir bis 2035 sieben Millionen Arbeitskräfte weniger haben werden. Wohnungen kann man übrigens bauen.

Adeo60
@09:40 Uhr von jukep

Ein ganz wichtiger Grund ist sicherlich auch, dass Eltern meinen, Ihre Kinder müssten Abutur machen oder studieren, obwohl Ihnen dazu oft die (geistigen) Voraussetzungen fehlen. Ein abgebrochenes Studium führt dann in eine Sinnkrise und in Frustration. Derartige Situationenhabe ich leider schon häufiger erlebt.

Anderes1961
@10:24 Uhr von Sisyphos3

Warum immer nur die Bundesregierung?

Die Unternehmen sind selbst in der Pflicht.

 

 

die suchen doch händeringend nach Auszubildenden

viele Lehrstellen bleiben unbesetzt

(wird zumindest behauptet)

vielleicht Anreize setzen

Löhne nach oben und Sozialleistungen nach unten

 

Und wieder das Narrativ der angeblich Faulen, die es sich ja nur in der sozialen Hängematte bequem machen würden. War so klar wie Bergquellwasser, daß das kommen mußte.

 

jukep
@10:21 Uhr von wie-

@09:40 Uhr von jukep

in unserem Land leben soviele Menschen wie noch nie in unserer Geschichte und wir haben keine Fachkräfte. Irgendwo läuft da was schief.

 

Es wandern zu wenig Fachkräfte nach Deutschland ein. Verbreitete Ausländerfeindlichkeit und nicht genügend attraktive Löhne spielen dabei wichtige rollen.

Ausländerfeindlichkeit? Wie das? ist doch der hohe Zuwachs unserer Bevölkerung durch Zuwanderung entstanden und nicht aus der eigenen Geburtenrate.

 

 

oder es werden schon im Schulsystem falsche Anreize gesetzt.

Für was? Was ist an einem Bestreben um einen möglichst hochqualifizierten und möglichst gutem Schul- und Ausbildungsabschluss zu kritisieren? Steht aber auch alles in den entsprechenden Berichten der Tagesschau.

 

Carlos12
@09:57 Uhr von Dicodes

Die meisten der heute 63 oder 64 Jährigen haben dann wahrscheinlich 45 oder mehr Arbeitsjahre geleistet. Ist das nicht genug?  

Die Rente wurde als Sozialleistung eingeführt, damit Menschen, die nicht mehr die Kraft zum Arbeiten haben, eigenständig versorgt sind. Warum nicht 47 oder 48 Arbeitsjahre, wenn man danach noch 20 Jahre Müßiggang hat.

 

DeHahn
Ja nun .....

Hörte heute im Radio, dass Deutschland in Europa eines der Länder mit am wenigsten Unterricht im Fach Datenverarbeitung/Computer ist. Da fehlt´s an Geld, Fachlehrern und genügend Stunden für dieses Fach. - Wer braucht nicht täglich im Arbeitsleben Bildbeschreibungen, Literaturerörterungen und Textanalysen. Denn in Wortgeschwurbel sind wir Weltmeister! Da übersieht man schon mal den Dreck und was aufzuräumen ist.

Francis Fortune
@10:31 Uhr von Möbius

[...]

Deutschland ist für Fachkräfte aus dem Ausland wenig attraktiv. Die gehen lieber in die USA: mehr Rechte, weniger Pflichten, mehr Geld und mehr Freiheiten. Und die Familie ist auch willkommen. 

Stimmt, der Arbeitsmarkt in den USA ist sozialer, besser abgesichert, die Arbeitnehmer haben mehr Rechte, also im Vergleich zum rückständigen Deutschland machen die alles Besser!

Das mit dem Sarkasmus und der Ironie muss ich jetzt nicht wirklich weiter beschreiben?!?

bolligru
10:31 Uhr von Möbius

 

Dem ersten Teil Ihrer Ausführungen stimme ich zu.

 

Der zweite scheint mir aber im Widerspruch dazu zu stehen:

Die gehen lieber in die USA: mehr Rechte, weniger Pflichten, mehr Geld und mehr Freiheiten.

 

In den USA gilt: Heuern und feuern... Arbeitnehmerrechte sehe ich nicht. Es ist wohl richtig, daß die Fachkräfte lieber in die USA gehen, aber allein des Geldes wegen. Zu uns kommen dann diejenigen, die in den USA nicht aufgenommen werden, weil die USA sie nicht (aus)nutzen kann.

Advocatus Diaboli 0815
Probleme sind komplex und wurden seit Jahrzehnten verschleppt

Die Ursachen sind vielfältig und weil alles so komplex ist und sich nicht innerhalb einer halben Legislaturperiode lösen lässt, wird es von keinem Politiker angegangen.

Zum Einen ist der Faktor Mensch in unserer heutigen Arbeitswelt (wo alles nur auf Profit gezimmert ist und der Mensch nur ein Kostenfaktor ist) nichts mehr wert, was zu einem Mangel an Wertschätzung und relativ schlechter Bezahlung führt (Bsp. Pflege). Zusätzlich ist es immer noch schwierig Familie und Beruf unter einen Hut zu bringe was evtl. Kinderwünsche stark ausbremst. Sind einmal Kinder da, dann ist Bildung und fehlende Digitalisierung das nächste Problem (Lehrer werden übrigens auch nicht mehr wertgeschätzt). So kommt eines nach dem anderen und jedes Defizit zieht gleich noch mehr Probleme mit sich nach. Fazit: Die Profitgier der Unternehmen und die Unfähigkeit bzw. Unwille des Staates seiner Fürsorgepflicht gegenüber der Bevölkerung nachzukommen, haben alles kaputt gemacht.

Anderes1961
@10:21 Uhr von wie-

@09:40 Uhr von jukep

in unserem Land leben soviele Menschen wie noch nie in unserer Geschichte und wir haben keine Fachkräfte. [...]

Kundig machen. Hier wirken zwei Faktoren:[...]

Entweder wir bilden falsch aus oder es kommen nicht die richtigen Leute zu uns

Es wandern zu wenig Fachkräfte nach Deutschland ein. Verbreitete Ausländerfeindlichkeit und nicht genügend attraktive Löhne spielen dabei wichtige rollen.

[...]

 

Ich muß leider konstatieren, daß der eine oder andere Forist sich (erwartungsgemäß) Mühe gibt, dem Klischee vom ausländerfeindlichen Deutschen zu entsprechen.

 

Wenn ich mir die Posts durchlese, würde ich es mir als interessierter Ausländer tatsächlich genau überlegen, ob ich in ein solches Land gehen würde. Die Foristen versuchen zwar ihre Ausländerfeindlichkeit zu verbergen mit Verweis auf vermeintlich rationale Argumente, aber man erkennt es trotzdem: Bloß nicht noch mehr Ausländer, egal wie viele Arbeitskräfte fehlen.

GeMe
Schon seit vielen Jahren gehört man zum alten Eisen,

wenn beim Alter vorn eine 5 steht. Das gilt nicht für alle Berufe, aber für viele.

Vielleicht sollte man mal eine Umfrage unter Arbeitssuchenden machen, die 52 oder älter sind. Wieviele Bewerbungen sie schreiben müssen, um überhaupt ein Vorstellungsgespräch zu bekommen.

Zur Zeit mag es etwas einfacher sein, da überall ein Mangel an Fachkräften besteht, aber grundsätzlich will man "die Alten" spätestens ab Alter 60 loswerden. So meine Erfahrung.

Es gibt sicher eine Menge Fachkräfte unter den älteren Menschen in Deutschland, aber wenn man die nicht will, muss man sich anderweitig welche suchen.

Möglicherweise hat der Staat auch kein wirkliches Interesse diese Menschen in Arbeit zu halten, denn durch das frühere Ausscheiden aus dem Arbeitsleben, verlieren diese Menschen jede Menge Rentenansprüche und damit spart die Rentenversicherung viel Geld.

Alles für die Katz
Standortnachteil Deutsche Sprache

 

 

Die meisten potentiellen Fachkräfte im Ausland sind der englischen Sprache mächtig, aber nicht der deutschen.

 

Das ist das Haupthandicap.

 

Hier muss Deutschland flexibler werden. Nicht überall ist Kenntnis der deutschen Sprache von Beginn an notwendig. (Natürlich ist sie in der Pflege notwendig, aber es fehlen ja auch woanders Fachkräfte.)

 

Deutsch lernt man am besten, wenn man einen Job schon hat und nicht vorher.

 

PS: Um das Thema Asyl geht es hier nicht. Wer an der Grenze um internationalen Schutz ersucht (Asylantrag-stellen genannt), besitzt nach EU-Recht einen Rechtsanspruch auf Verfahrenszugang (zunächst Dublin-Verfahren, bei gescheitertem Überstellungsversuch auch materielles Verfahren). Das kann sich Deutschland im Lichte des  Art. 23 GG nicht aussuchen. Leider wird dies oft übersehen und so getan, als ob die Aufnahme der um Schutz Ersuchenden "freiwillig" wäre. Das war sie nie.

Unabhängig davon sind auch diese Menschen Fachkräfte oder zu Fachkräften ausbildbar.

Anderes1961
@10:00 Uhr von NeNeNe

 

Wo will Deutschland die geworbenen Arbeitskräfte unterbringen? In Containern und Zelten?

 

Von den geplanten 400.000 Wohnungen 2022 wurden nur 290.000 gebaut. Deutschland braucht jährlich 400.000 Arbeitskräfte, die untergebracht werden wollen.

 

Um Ihre Frage zu beantworten: In Wohnungen. Und Sie meinen, daß Wohnungsproblem wäre auf ewige Zeiten zementiert?

Advocatus Diaboli 0815
@10:19 Uhr von Sisyphos3

ganz verstehen kann ich ja das Problem nicht

wir haben 5 % Arbeitslose die kann man doch in Arbeit bringen ! und wenn sie nur 50 % arbeiten 

Dann könnte man die wöchentliche Arbeitszeit für alle Beschäftigten erhöhen nur ne Stunde mehr/Woche gibt gleich 2,5 % Kapazität die dem Markt zur Verfügung steht

Nein so ganz verstanden haben Sie leider nichts davon. Gesucht werden Fachkräfte und nicht irgendwelche Hiwis. Man muss schon etwas vom Job verstehen den man macht: Es geht hier nicht darum Politikerposten zu besetzen.

Was das Hochsetzen der Arbeitszeit betrifft ist das ein antiquiertes Dinosaurier-Verfahren das nicht mehr Effektivität bringt weil es nicht darum geht wie viel Zeit ich an einem Arbeitsplatz verbringe sondern was geleistet wird  (in unserer Firma wurde die Arbeitszeit um 2,5 Std. hochgesetzt mit dem Ergebnis von weniger Produktivität und Mitarbeiterverlust!

C2H5OH
Eine Ursache ...

... liegt meiner Meinung nach daran,dass nach dem Fall der Mauer und der Öffnung des Arbeitsmarktes für osteuropäische Arbeitskräfte, die Lohnschere zwischen kaufmännischen und handwerklichen Berufen auseinander gegangen ist. Für Handwerksberufe sind geringere Sprachkompetenzen notwendig. Die Agenda 2010 hat das noch verstärkt. Mittlerweile gibt es gut bezahlte Jobs in den Heimatländern. Viele sind zurück gekehrt oder in Länder mit besseren Löhnen abgewandert. Die Industrie ist in den Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte nie entschlossen eingetreten. Dem Staat trifft wenig Schuld.

 

 

Tarek94
@10:21 Uhr von wie-

@09:40 Uhr von jukep

in unserem Land leben soviele Menschen wie noch nie in unserer Geschichte und wir haben keine Fachkräfte. Irgendwo läuft da was schief.

Kundig machen. Hier wirken zwei Faktoren: 1) Noch nie gab es in Deutschland so viele Jobs und Stellen, bei steigenden Anforderungen an die Bewerberinnen und Bewerber.

Laut dem Artikel fehlen vor allem Fachkräfte in der Logistikbranche und im Gastgewerbe. Sind die Anforderungen z.B. im Gastgewerbe denn wirklich gestiegen, bzw. steigen diese Anforderungen?

 

Wanderfalke
@kurtimwald - 09:43

"Das Problem kommt langfristig aus dem Schulsystem, dass durch die föderalen Systeme dermaßen unterschiedlich ist, wegen falschen Sparmaßnahmen kaputt gespart ist und somit aus Kindern und Jugendlichen keine ausgebildeten Fachleute macht."

Nun, dass sich das föderale Schulsystem in Deutschland nicht auf der Höhe der Zeit befindet wurde bereits mehrfach in Studien und Bewertungen durch PISA, OECD, Bildungsgipfeln, etc. belegt. Die Frage, warum diese Erkenntnisse in der Umsetzung regelmäßig ohne Folgen bleiben kann nur an dem Flickenteppich liegen, wo in 16 Bundesländern nach Gusto der jeweiligen Landesregierung autark Schulpolitik zelebriert wird.

Dies sich in hoheitlicher Verantwortung auch nicht aus der Hand nehmen zu lassen, scheint dabei die höchste Priorität im KMK-Club zu sein. Schulbildung nach Haushaltslage und landesspezifischen Eigenheiten haben zu den jetzt beklagten Zuständen geführt.

Die es sich leisten können, meiden daher nicht ohne Grund die Regelschulen für ihre Kinder.

 

CoronaWegMachen
@10:35 Uhr von Sisyphos3

Es brauche vor allem "eine höhere Tarifbindung, eine Ausweitung der Kontrollen beim Mindestlohn oder ein Verbot von Leiharbeit und sachgrundloser Befristung".

 

 

mal überlegt wo die Gründe für diese ausufernde Leiharbeit  auch liegen könnte ?

 

Was muß ein Arbeitgeber tun sich von nem Mitarbeiter zu trennen

wenn der permanent krank ist und die übrige Zeit nichts tut

übrigens "wenn" steht da

ich habe nicht behauptet das alle faul sind

aber was ist im Fall der Fälle zu tun ?

ohne Abfindung in zum Austritt zu bewegen endet vor dem Arbeitsgericht

da bietet sich ein (unsozialer)  befristeter Vertrag ja geradezu an

Nee.

Wenn sich Arbeitnehmer/innen so verhalten wie zuvor beschrieben, dann stimmt was im Betriebsklima beim Arbeitgeber (Arbeitsplatz) was überhaupt nicht (Stichwort : Mobbing).

Und wer will dort schon gerne arbeiten ?

weingasi1
@10:21 Uhr von wie-

 

Für was? Was ist an einem Bestreben um einen möglichst hochqualifizierten und möglichst gutem Schul- und Ausbildungsabschluss zu kritisieren? Steht aber auch alles in den entsprechenden Berichten der Tagesschau.

An einem guten Schuld- und Ausbildungsabschluss gibt es grundsätzlich nichts zu bemängeln, allerdings könnte man vllt auch nicht jeden zu Abitur und Uni drängen. Dadurch werden die Akademiker nicht grundsätzlich besser und Fachkräfte in Handwerk und Industrie fehlen dennoch. Nicht jeder kann/soll/muss eine akademische Laufbahn einschlagen, sondern es müssen auch rein praktische Arbeitsplätze besetzt werden. Hier herrscht ein Defizit aber wer Abitur und Hochschulreife hat, wird weder Fliesen verlegen, noch in der Abfallwirtschaft und auch nicht als Installateur arbeiten. Die fehlen aber auch und werden nicht schlecht bezahlt, und die Hürden für eine Selbstständigkeit sind nicht sooo hoch, als dass sie quasi unerreichbar wären, wie in vielen anderen Bereichen.

 

Klartexxter
Immer die gleiche Symptomklemptnerei!

Aus meinem Berufsfeld (Arbeitsschutz und Ausbildung) kann ich 2 Erfahrungen mitnehmen: 1. nicht Symptome bekämpfen, sondern Ursachen. 2. die gesellschaftliche Überbewertung der Notwendigkeit, eine akademische Ausbildung  zu machen. Es gibt in unserer Region Studiengänge, wo 70% der Aspiranten nach 2 Semestern hinwerfen, abgebrochene Studenten landen dann in den Bewerbungsmappen, die bei uns inzwischen 3/4 aller Azubi-Anwärter ausmachen. Gute Realschüler gibt es kaum noch. Oder es sind Migranten mit wenig Deutschkenntnis und schlechten Leistungen in den maßgeblichen Fächern.Das Anwerben von Fachkräften löst nicht das Problem. Denken muss geändert werden. Ein Meister ist dem Promovierten adäquat!  Aber wenn heute Lehrer vor Ferien entlassen werden wie Hilfsarbeiter auf dem Bau, wenn Schulen verfallen, keine modernen Lehrmittel existieren zeigt das die aktuellen Prioritäten. Tablets in Schulen? Sinnlos, wenn Software fehlt. Besser erstmal aktuelle Bücher und motivierte Lehrkräfte!

FritzF
Was gegen Fachkräftemangel hilft?

Fachkräfte, die man einfach ausbildet. Und die sollte man nicht wie in der Vergangenheit einfach verschleißen, nicht weiterqualifizieren und danach entlassen wenn es mal eng wird.

Tarek94
@10:37 Uhr von CoronaWegMachen

... zur Verfügung stehen sollen, dann müssen dazu auch die Ausbildungsplätze vorhanden sein.

...

Diese Ausbildungsplätze sind vorhanden, allerdings sind die Jugendlichen nicht ausbildungsfähig, da sie z.T. noch nicht einmal einen Hauptschulabschluß haben.

weingasi1
@10:05 Uhr von Sparer

 Was wir brauchen, ist eine Ausbildungsoffensive für die bereits hier Lebenden, natürlich inklusive der in den letzten Jahren Zugewanderten. Wir müssen deren Kapazitäten und Kompetenzen einfach besser nutzen; sie auf Hartz4, Verzeihung Bürgergeld zu schieben ist keine Lösung, sondern vergrößert den Fachkräftemangel noch weiter. Und es braucht mehr Anreize, dass freie Arbeitsplätze auch besetzt werden,

Das sehe ich genauso. Es müssen, so traurig das ist, Anreize für diese Leute geschaffen werden, die eine Arbeitsaufnahme attraktiver macht, als ein Verharren im Bürgergeldbezug. Mit mehr Geld in ebendiesem kann das jedoch nicht gelingen, sondern das Verlassen muss honoriert werden. Wenn möglich, gestaffelt nach Zeit, die man ausserhalb des Bürgergeldes ist.

 

Kristallin
Kinderförderung@10:33 Uhr von bolligru

Entscheidend aber ist, daß mittlerweile ein erheblicher Teil der Kinder bei Einschulung kaum oder gar nicht Deutsch spricht oder versteht.

Gilt aber leider auch für muttersprachliche (Deutsch) Kinder!

Außerdem haben diese Kinder oftmals noch nie einen Stift in der Hand gehabt.

Ebenfalls auch ein Problem vieler (Deutsch) muttersprachlichen Kinder.

Dies stellt eine nicht zu leistende Aufgabe für Grundschullehrer/innen dar, jetzt allen Kindern auch Inhalte zu vermitteln, die vor Jahren Standard waren. Somit sind auch Mißerfolgserlebnisse dieser Kinder vorprogrammiert und die ziehen sich durch die ganze Schullaufbahn. Abgesehen davon werden die "begabten" Kinder nicht hinreichend geffördert.

Alle Kinder werden nicht hinreichend gefördert, auch Kinder mit Lernproblemen können begabt sein, aber das wird "übersehen" denn die Klassen sind zu groß!

 

wenigfahrer
@10:21 Uhr von wie-

" Für was? Was ist an einem Bestreben um einen möglichst hochqualifizierten und möglichst gutem Schul- und Ausbildungsabschluss zu kritisieren? Steht aber auch alles in den entsprechenden Berichten der Tagesschau."

-

Das ist aber so nicht ganz stimmig, weil wir ja in einigen Bereichen die hier im Artikel genannt werden, ja Facharbeiter, also ganz normale Menschen mit normaler Bildung benötigen, nur einige Bereich benötigen wirklich hochqualifizierte.

Menschen die studieren haben wir in der Regel genug, in den anderen Bereichen aber die größten Probleme.

Muss ein Kellner oder Koch Ingenieur sein, oder der Bauarbeiter oder Metallarbeiter an der Maschine, da reicht ein ordentlicher Facharbeiterabschluss.

Und bei Handwerkern noch die Sprache, sonst kann ich ihn schlecht bei Kunden einsetzen.

Bildung ist sicher  gut, man kann das auch übertreiben, wir sind bei 84,3 Millionen Menschen, und alle müssen ein Dach über dem Kopf haben, ein gefundenes Fressen für Miethaie.

 

 

 

Nettie
@10:08 Uhr von Brianthedoh

Als Programmierer mit 15 Jahren Berufserfahrung und angestellt bei einem Unternehmen im europ. Ausland kann ich sagen: Fachkräfte werden im internationalen Vergleich in Deutschland einfach sehr schlecht bezahlt.

Es gibt keinen Fachkräftemangel, es gibt einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, die sich schlecht bezahlen lassen wollen.

Es ist gibt generell einen ‚Mangel‘ an Menschen, die sich schlecht behandeln lassen wollen.

Aber das will ja kein Unternehmen hören. Das würde ja bedeuten, dass man selbst etwas ändern müsste, anstatt sich überall lautstark zu beklagen und den schwarzen Peter anderen zuzuschieben.

Da sagen Sie was.

schabernack
@10:24 Uhr von Sisyphos3

 

Warum immer nur die Bundesregierung?

Die Unternehmen sind selbst in der Pflicht.

 

die suchen doch händeringend nach Auszubildenden

viele Lehrstellen bleiben unbesetzt

(wird zumindest behauptet)

vielleicht Anreize setzen

Löhne nach oben und Sozialleistungen nach unten.

 

 

Behaupten alle Unternehmerverbände seit Jahren, aber das ist selbstverständlich alles nur erfunden. Warum weiß kein Mensch. Weil es komplett sinnlos ist, so was gegen die Gegebenheiten zu behaupten.

 

Es gibt die Demographie, die Bevölkerungsstatistik, die Alterspyramide. Zum 31.12. 2021 (Zahlen für 2022 gibt es noch nicht) waren 19,96% der Menschen in DEU unter 25 Jahre alt.

 

14 - 17 Jahre: 3,0%

18 - 20 Jahre: 2,4%

21 - 24 Jahre: 3,7%

 

Die drei Altersgruppen zusammen 9,1%, und aus dieser Bevölkerungsgruppe kommen die, die eine Ausbildung beginnen. Bessere Ausbildungsvergütungen kann man zahlen. Könnte einige zur Lehre motivieren, die sonst studieren.

 

Neue Menschen gibt es so nicht.

Ihre Sozialleistungssenkung ist eh für die Tonne.

weingasi1
@10:36 Uhr von Charlys Vater

Letztes Jahr sind über 880 Milliarden eingenommen worden. In der Krise nahmen die Steuereinnahmen zu.

__

Stimmt. Der Staat hat ein Ausgabenproblem.

__

 

Alles hängt mit allem zusammen. Wer das allerdings anführt stößt nur auf Unverständnis.

Die Menschen Denken was sie Denken wollen. Meist ist es eben nicht das Ergebnis einer echten Auseinandersetzung bzw. Denkleistung, was am Ende heraus kommt.

Aber auch andere Störfaktoren spielen eine Rolle.

Ständig unterschwellig laufende Musik, kann die Denkleistung völlig unterbrechen. Kommt auf den Menschen an, jeder ist da anders.

Hier fehlt mir der Bezug zum Thema. Ich weiss nicht, was Sie mit diesen kryptischen Äusserungen sagen wollen. Eine Erklärung könnte helfen. Was Sie mit der "unterschwellig laufenden Musik " sagen wollen, wissen wohl nur Sie allein.

 

 

 

 

Carlos12
@10:31 Uhr von Möbius

es müssen zuerst mal Fehlentwicklungen im Arbeitsmarkt zurückgedreht werden, hin zu einer Arbeitnehmerorientierten Gesetzgebung und weg von einer an den Bedarfen der Wirtschaft orientierten Gesetzgebung. ...

 

Die gehen lieber in die USA: mehr Rechte, weniger Pflichten, mehr Geld und mehr Freiheiten. 

Ich sehe hier einen eklatanten Widerspruch. In den USA gibt es keine arbeitnehmerorientierte Gesetzgebung, sondern vor allem Freiheit für die Arbeitgeber.

Was soll es nun sein, das soziale europäische oder das wirtschaftsliberale US-amerikanische Prinzip?

91541matthias
@09:57 Uhr von Dicodes

Die meisten der heute 63 oder 64 Jährigen haben dann wahrscheinlich 45 oder mehr Arbeitsjahre geleistet. Ist das nicht genug?  Was ist denn mit den 45000 jungen Menschen ohne Abschluss, was machen die denn in ihrem späteren Leben? Werden das alle Aktivisten:innen oder Influencer?

Man sollte die Aktivisten und Influencer nicht überbewerten.

Meine Frau ist das Paradebeispiel für eine Ungelernte, die als Zimmerfrau im Hotel ü 30 Jahre arbeitete und immer ihr eigenes Geld verdiente. Leider kann sie aufgrund Erkrankung nicht mehr arbeiten.

Ich selbst habe momentan 40 Jahre seit Ausbidlungsbeginn hinter mir und langsam kommt das rettende Ufer Rente in Sicht..langsam reicht es mit der Plackerei in der Pflege..

 

Account gelöscht
@09:40 Uhr von jukep

in unserem Land leben soviele Menschen wie noch nie in unserer Geschichte und wir haben keine Fachkräfte. Irgendwo läuft da was schief. Entweder wir bilden falsch aus oder es kommen nicht die richtigen Leute zu uns oder es werden schon im Schulsystem falsche Anreize gesetzt.

Das Letztgenannte ist die Hauptursache.

Mit Abitur will keiner Elektroinstallateur, Maurer oder Altenpfleger werden.

NieWiederAfd
@09:40 Uhr von jukep

in unserem Land leben soviele Menschen wie noch nie in unserer Geschichte und wir haben keine Fachkräfte. Irgendwo läuft da was schief. Entweder wir bilden falsch aus oder es kommen nicht die richtigen Leute zu uns oder es werden schon im Schulsystem falsche Anreize gesetzt.

 

Lesen Sie einfach den Bericht, in dem die Folgen des demographischen Wandels klar benannt sind. "Frei werdende Arbeitsplätze können nicht mit ausreichend vielen Nachwuchskräften nachbesetzt werden. Und aufgrund einer älter und pflegebedürftiger werdenden Gesellschaft braucht es zudem weitere Fachkräfte, zum Beispiel in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Soziales."

 Es ist völlig klar: Wir sind ein Einwanderungsland und wir brauchen die Zuwanderung. Und da ist übrigens auch die schnelle und mit klarer Unterstützung betriebene  Integration zu uns aufgrund von Krieg, Verfolgung und Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen geflüchteter Menschen ein zunehmend wichtiger Baustein. 

 

 

gez. NieWiederAfd 

 

 

 

Account gelöscht
@10:37 Uhr von CoronaWegMachen

... zur Verfügung stehen sollen, dann müssen dazu auch die Ausbildungsplätze vorhanden sein.

Im Handwerk mag das noch stimmen, aber viele der jungen Leute wollen in diesem Sektor nicht arbeiten.

Die Verdienstmöglichkeiten sind zu gering. Eine Fam. kann von diesem Nettoeinkommen nicht leben. Der Gang zu den Ämtern für Wohngeld und Kindergeld ist derzeit unerlässlich.

Die jungen Leute sagen :

Och nö. Danke.

Daher wollen viele das Abitur machen und studieren, weil sie davon ausgehen, dass sie dann mehr verdienen.

So aber werden immer mehr Fachkräfte fehlen