Medikamente liegen im Lager einer Apotheke in Leipzig.

Ihre Meinung zu Kinder-Arzneimittel: Durchbruch beim Kampf gegen Lieferengpässe

Gesundheitsminister Lauterbach hatte versprochen, den Mangel bei Kinderarzneimitteln schnell zu beheben. Doch seine Pläne waren zunächst nicht mit den Krankenkassen abgesprochen. Nun gibt es nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios eine Lösung. Von Nadine Bader.

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157 Kommentare

Kommentare

Olivia59
@09:49 Uhr von Wolf1905

 

Pharmaunternehmen müssen gut verdienen, damit sie weiterhin viel Geld in Forschung und Entwicklung investieren können, was bei neuen wirksamen Arzneimitteln vielen Menschen zu Gute kommt.

Besse...

 

Pharmakonzerne sind in vor allem Produktions- und Vertriebsmaschinen. Oft kaufen sie neue Entwicklungen bzw. Patente einfach nur auf, die nicht selten mit Hilfe von staatlichen Geldern entwickelt worden sind.

Checken Sie mal die Dividenden, die an Aktionäre abfliessen und als Reinvestition in Forschung nicht zur Verfügung stehen.

Bender Rodriguez
09:19 Uhr von Raho59      …

09:19 Uhr von Raho59

 

 

 

Haben Sie einmal versucht in einer kleinen Firma sich wegen Ihres Kindes krank schreiben zu lassen? Es mag Fälle geben wo das geht, aber bei den meisten geht das nicht (so einfach)

 

War in der sozialen Marktwirtschaft auch überhaupt nicht nötig. Da reichte EIN Versorger ( gendern lehne ich ab) in der Familie. 

 

Ausserdem waren wir robuster. Da gabs nicht ständig Sagrotan und Allergien. Wir wurden noch richtig dreckig beim Spielen. Krank waren wir kaum

 

 

harpdart
@Diabolo2704

"Aber in der Meldung geht es gar nicht um Anibiotika sondern um Fiebersenker." 

Doch es geht um Kinderarzneimittel allgemein. Aus dem Artikel:

"Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios sollen die Festbeträge für bestimmte Fertigarzneimittel für Kinder mit den Wirkstoffen Ibuprofen und Paracetamol sowie für Antibiotika, die als Zäpfchen oder in flüssiger Anwendungsform vorliegen, ab Februar 2023 für drei Monate komplett ausgesetzt werden."

 

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung
Es wird Zeit für ein paar grundsätzliche Gedanken

Der aktuelle Engpass ist ja nur Symptom der Entwicklungen in der Pharmaindustrie - hin zu sehr wenigen Produzenten in Billiglohnländern und ´ dass Medikamente hauptsächlich für die Krankheiten sehr zahlungskräftiger Menschen entwickelt werden.

Bei seltenen Erkrankungen werden dann teils Millionenbeträge für die Behandlung aufgerufen - natürlich nur für die, die sich das leisten können

 

Vielleicht sollten wir das zum Anlass nehmen, uns mal grundsätzlich Gedanken zu machen, wie wir die immensen Finanzströme in unserem Gesundheitssystem zielgerichteter lenken können.

 

Z.B. die gezielte Entwicklung wirklich benötigter Medikamente - gefördert durch die Krankenkassen.

Und dann die Produktion dieser Medikamente in Lizenz, unter Einhaltung der Qualitätsanforderungen, über eine öffentliche Ausschreibung im Auftrag der Krankenkassen, bei mehreren Herstellern.

So könnten auch Engpässe bei sehr gut planbarern Standardmedikamenten vermieden werden - und neue Medikamente auch ärmere Länder erreichen.

Sisyphos3
@08:25 Uhr von ex_Bayerndödel

plötzlich die Medikamente zur Verfügung stehen sollen, wenn man mehr dafür bezahlt.

 

 

warum wundert sie das ?

welche Bäckerei ist denn voller

wo das Brötchen bei gleicher Qualität 20 Cent kostet oder 1 Euro

welcher Betrieb hat weniger mit Arbeitskräftemangel zu kämpfen

wenn er 10 Euro/Std zahlt oder 20 Euro

 

Der neue Goldstandard
@10:01 Uhr von Raho59

Zitat: "Die Krankenkassen wollte Lauterbach anweisen, für Kinderarzneimittel bis zu 50 Prozent mehr als den aktuellen Festbetrag zu zahlen. "Die kurzfristige Wirkung bei den Kindern wird unmittelbar eintreffen", hatte er gesagt und damit für Verwirrung gesorgt."

.

Worin besteht der "Durchbruch"?

Ein Durchbruch bestünde, wenn man etwa durch In-Sourcing und Aufbau von Entwicklung- uns Produktionsressourcen die Versorgungssicherheit erhöhen würde. Das ist aber ein kostenintensiver und langfristiger Prozess.

Durch die Regelung, dass die Krankenkassen bis zu 50 Prozent mehr für Medikamente für Kinder bezahlen können, ist höchstens ein Herumgewurschtel, aber sicher kein "Durchbruch"!

Aber die größten Schildbürgerstreiche dieser Ampelregierung werden uns seit Monaten ja schon als Erfolg verkauft!

Nichts Neues!

Haben Sie mehr zu bieten, als nur auf die Regierung zu schimpfen?

Doch!

Viel!

Bin ja AfD-Wähler.

Im Gegensatz zu Ihnen benenne ich aber Fehler klar und deutlich!

 

Und jetzt?

Der neue Goldstandard
@10:03 Uhr von nie wieder spd

 

Klar, eine Regelung, dass für die gleichen Medikamente für Kinder 50 Prozent mehr als üblich bezahlt werden kann, soll "kein Freifahrtschein für Gewinnmaximierung" für die Pharmaindustrie sein.

Und wer - der seine paar Gehirnzellen zusammen hat - soll diesen Unsinn glauben?

Alleine bei der Bezahlung der PCR-Tests während der Corona-Pandemie hat es sich gezeigt, dass die Lobbyisten der Pharmaindustrie für die PCR-Test dreifach höhere Preise durchgesetzt hatten.

.

Wie wäre es einmal mit einem Gesundheitsminister, der sich nicht über den Tisch ziehen lässt??

.

Q:

 

"https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/pcr-tests-109.html"

Wie wäre es mit grundsätzlich allen Politikern, die sich nicht über Tische ziehen lassen und das auch nicht mit der Bevölkerung tun?

Bingo! Das wäre's!

Der Kandidat erhält 100 Punkte!

Der neue Goldstandard
@10:01 Uhr von Tino Winkler

Worin besteht der "Durchbruch"?

Ein Durchbruch bestünde, wenn man etwa durch In-Sourcing und Aufbau von Entwicklung- uns Produktionsressourcen die Versorgungssicherheit erhöhen würde. Das ist aber ein kostenintensiver und langfristiger Prozess.

Durch die Regelung, dass die Krankenkassen bis zu 50 Prozent mehr für Medikamente für Kinder bezahlen können, ist höchstens ein Herumgewurschtel, aber sicher kein "Durchbruch"!

Aber die größten Schildbürgerstreiche dieser Ampelregierung werden uns seit Monaten ja schon als Erfolg verkauft!

Nichts Neues!

Was Sie Schildbürgerstreich nennen ist seriöse Politik.

Nur weil sie das nicht erkennen müssen sie hier nicht rumlabern, sie dürfen es aber.

Das nennen Sie also "seriöse Politik"?

 

Ok. 

Ihre Meinung.

redfan96
@08:30 Uhr von Advocatus Diaboli 0815

In den Niederlanden ist eine Vorratshaltung gesetzlich vorgeschrieben weswegen es dort auch keine Lieferengpässe gibt. 

Wieso macht man das nicht das einfach auch so? Oder ist das zu einfach und es muss wieder mal eine komplizierte, deutsche Lösung her damit auch die richtigen Lobbyisten mit abkassieren dürfen?

 

Sieht man doch am Bsp. PCR-Test, das TS in einem anderen Artikel beschreibt. D ist einfach Beratungsleistung und nie bereit, mal von anderen Ländern was zu lernen. Nein, der „deutsche Weg“ ist stets der beste und dass es viele Beispiele gibt, wo andere Länder einfach besser sind (Finnland: Schulen, Schweden: Gesundheitssystem, NL: Bauen und Verkehr, Österreich: Renten und PCR-Tests…), wird geflissentlich ignoriert, kann ja gar nicht sein, dass die alle eine bessere Lösung haben. So blockiert sich D immer selbst. Ich hatte gehofft, die Ampel legt diese Borniertheit ab, leider hat sie mich in dem Punkt sehr enttäuscht.

saschamaus75
@08:46 Uhr von Donousa

>> Leider ist im Gesundheitswesen viel Sozialismus

>> im Spiel

 

Wo ist bitteschön im derzeitigen dt. Gesundheitswesen auch nur annähernd irgendwas wie "Sozialismus im Spiel", außer in den Wahnvorstellungen der rechten Neoliberalen? oO

Parsec
@08:52 Uhr von nie wieder spd

Und Zeit für Kinder wollen sich Eltern nicht mehr nehmen bzw können sie sich kaum nehmen, da die Arbeit ruft. 

Da sind Mittel vom Arzt oder Apotheker einfach praktischer. 

Und besser für die Wirtschaft ist es auch. 

Und das ist, im Gegensatz zu Kindern, das wirklich wichtigste.

Sie schwurbeln da doch recht oberflächlich am Thema vorbei.

Zwar ist unbestritten, dass heutzutage die Arbeitswelt eine dominierendere Rolle in der Familie einnimmt als früher, dass hat aber nichts mit der Wahl für oder gegen Medikamente zu tun.

Die Wirkung der Medikamente auf die "praktische" Anwendbarkeit zu reduzieren, läuft auch ins Leere.

Und wenn ein Kind krank ist, dann hilft ein Medikament dem erkrankten Kind auch nicht wie von Zauberhand auf die Beine. Und muss ein (kleineres) erkranktes Kind zu Hause bleiben, wird sich ein Elternteil zu Hause drum kümmern müssen, bis es wieder Gesund ist. Job hin oder her.

 

Glasbürger
@10:03 Uhr von oooohhhh

...

 

Der Kollaps ist längst da, dank der Beschjäftigten haben sie es nicht gemerkt. Das System ist seit den 90igern quasi in öffentlicher budgetierte...

Leider habe ich das Mißvergnügen viel zu viel aus erster Hand von den Mißständen in unserem Gesundheitssystem, das ja angeblich  eines "der Besten der Welt" sein soll, mitzukriegen. Wenn das wahr sein sollte, gruselt es einen vor den anderen.

Was genau war jetzt aber an meiner Aussage zuvor falsch?

Sokrates
@08:26 Uhr von Diabolo2704

Ich kann nicht nachvollziehen, warum bereits Kinder bei jeder Unpäßlichkeit Medikamente bekommen müssen. Als wir klein waren, wurden wir bei Fieber ins Bett gesteckt, bekamen heißen Tee und ggf. einen feuchten Lappen auf die Stirn gelegt. Heute müssen es immer gleich Pharmazeutika sein. Sind die Kinder heute so viel kränker und weniger widerstandsfähig als früher ?

Ja, man sollte nicht immer gleich wegen jeder Erkältung gleich Medikamente einnehmen. Bei erhöhter Temperatur hilft oft auch ein Wadenwickel, Füße und Arme außerhalb der Decke, daß kühlt den Körper mit ab. Fieber ist eine natürliche Reaktion des Körpers um ihn zum Schwitzen zu bringen, Schwitzen erzeugt Verdunstungskälte!

Aber trotzdem, im Zweifelsfalle immer zum Arzt gehen!

Ich persönlich habe auch das Gefühl, daß wegen Kleinigkeiten immer mehr Medikamente eingenommen werden, daran gewöhnt sich der Körper irgendwann und die Wirkung läßt im Laufe der Zeit nach!

CoronaWegMachen
Der Bundesgesundheitsminister hätte sich und die Crew ...

...  im Jahr 2022 nicht so viel mit Corona beschäftigen sollen.

Dann wäre mehr aufgefallen, dass Medikamente für Kinder nicht oder nur noch in Einzelfällen zu erhalten sind, sondern auch z.B. Medikamente gg Krebserkrankungen und auch andere lebend notwendige Medikamente. Das läuft schon Jahre lang so.

Die Bundesregierung, insb. das Bundesgesundheitsministerium und das Bundesfinanzministerium, und das Bundeswirtschaftsministerium muss jetzt schnell dafür Sorge tragen, dass jetzt schnell die Endwicklung und die gesamte Produktion und die Vorratslagerung der Medikamente nach D / EU verlagert werden.

Auch an diesem Punkt haben die Bundesregierungen unter der Führung der Ex-Bundeskanzlerin Merkel nichts zu Stande gebracht.

CoronaWegMachen
@08:26 Uhr von Diabolo2704

Ich kann nicht nachvollziehen, warum bereits Kinder bei jeder Unpäßlichkeit Medikamente bekommen müssen. Als wir klein waren, wurden wir bei Fieber ins Bett gesteckt, bekamen heißen Tee und ggf. einen feuchten Lappen auf die Stirn gelegt.

Bei ca. 40°C Fieber sieht das aber gleich mal ganz anders aus.

Supafri
Medikamente nur in Apotheken

In den Niederlanden und vielen anderen Ländern sind Ibuprofen und Co wesentlich günstiger im Drogeriemarkt und Supermarkt zu bekommen, vielleicht sollte man hier auch mal darüber nachdenken. Das Thema Beratung kann ja jeder freiwillig in der Apotheke in Anspruch nehmen und dann dort halt einen höheren Preis zahlen.

Parsec
@08:26 Uhr von Diabolo2704

Warum immer Medikamente ?

Ich kann nicht nachvollziehen, warum bereits Kinder bei jeder Unpäßlichkeit Medikamente bekommen müssen.

Hat ja auch keiner behauptet, wie kommen Sie darauf?

Es geht darum, dass es bei bestimmten Arzneien zu Lieferengpässen kam. Das fällt dann halt irgendwann mal auf, spätestens, wenn die Apothekerschublade leer ist.

Das heißt aber noch lange nicht dass jeder Pups mit einem Medikament behandelt wird, das ist bloß Ihre Sichtweise

Als wir klein waren, wurden wir bei Fieber ins Bett gesteckt, bekamen heißen Tee und ggf. einen feuchten Lappen auf die Stirn gelegt.

Das wird heute immer noch gemacht, denn die Rennerei zum Arzt mit krankem Kind, vorher noch einen Arzttermin organisieren, die Wartezeit in der Praxis in Kauf nehmen ... spricht alles dafür, erstmal konventionell zu agieren, wenn man sich zutraut, die Situation auch gewissenhaft einschätzen zu können.

Aus dem Ruder laufendes Fieber bei Kindern will nämlich auch keiner riskieren.

CoronaWegMachen
@08:46 Uhr von Donousa

plötzlich die Medikamente zur Verfügung stehen sollen, wenn man mehr dafür bezahlt.

Das nennt man Marktwirtschaft. Leider ist im Gesundheitswesen viel Sozialismus im Spiel, deswegen klappt dort auch nicht so arg viel. Es ist doch klar, dass kein Pharmaunternehmen das Antibiotikum mit Verlust herstellen mag.

Im Gesundheitswesen ist erst einmal viel Neoliberalismus eingekehrt.

Dafür haben die Bundesregierungen unter der Führung der Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel gesorgt. Und zwar so, dass die Bundesregierungen dabei zugesehen haben wie die Produktion und auch die Endwicklung und die Lagerhaltung in das Ausland verlagert wurden, vornehmlich in billig produzierende Länder wie China und Indien etc.

Und irgend wann ist der Preis nicht mehr zu unterbieten.

Ab dann wird es eh teurer.

Und wenn dann auf einmal wg politischer / wirtschaftlicher Differenzen nichts mehr geliefert wird, steht das Gesundheitswesen eben auf dem Trockenen, und das ist nicht nur bei Medikamenten so.

CoronaWegMachen
@09:38 Uhr von NieWiederAfd

Die Fraktion der "früher reichten Umschläge und Tee"-Fraktion verkennt völlig, dass nicht überzogen reagierende Eltern, sondern eine völlig überzogene Preisgabe der Medikamentenproduktion an den Markt der Kern des Problems ist. Es gibt nicht nur Probleme der globalisierten Herstellung und Lieferketten, sprich der Auslagerung der Produktion ins nichteuropäische Ausland, weil es dort billiger ist; es wurden und werden auch Medikamente aus wirtschaftlichen Gründen (!) vom Markt genommen, egal ob für Kinder oder Erwachsene. So fehlen auch Medikamente in der Krebstherapie sowie für seltene Erkrankungen. 

Die Preisfreigabe ist ein Tropfen auf den heißen Stein und geht strukturell in die falsche Richtung.

Stimmt.

Die Bundesregierung, allen voran das Bundesgesundheitsministerium, muss jetzt schnell das gesamte Gesundheitssystem als System relevant erklären. Das bedeutet völlig Abkehr von derzeitigen System, hin zur vollständigen Verlagerung nach D / in die EU.

Carlos12
@08:46 Uhr von Donousa

Ich weiß dass ich jetzt einen Shitstorm ernte, aber aus meiner Sicht sollte der Staat weniger regulieren und mehr dem Markt überlassen. Die Fallpauschalen sind auch so ein staatlicher Murks. Der Staat ist per se kein guter Unternehmer, ...

Nur ein Wort dazu - Marktversagen. Märkte funktionieren in vielen Fällen gut, aber da wo es wirklich wichtig wird nicht oder schlecht; Daseinsvorsorge, Leben, Gesundheit, usw..

Ein Beispiel ist die USA. Das Gesundheitssystem ist wesentlich liberaler, sehr leistungsfähig und fast doppelt so teuer wie bei uns.

Wenn sie eine lebensbedrohende Krankheit habe, dann holen sie keine Preisvergleiche von unterschiedlichen Kliniken und Behandlungsmethoden ein. Dann gehen sie zum Arzt ihres vertrauen und zahlen alles was er verlangt. Das hat nichts mit Markt zu tun.

Francis Ricardo
@10:21 Uhr von Bender Rodriguez

09:19 Uhr von Raho59

 

 

 

Haben Sie einmal versucht in einer kleinen Firma sich wegen Ihres Kindes krank schreiben zu lassen? Es mag Fälle geben wo das geht, aber bei den meisten geht das nicht (so einfach)

 

War in der sozialen Marktwirtschaft auch überhaupt nicht nötig. Da reichte EIN Versorger ( gendern lehne ich ab) in der Familie. 

 

Ausserdem waren wir robuster. Da gabs nicht ständig Sagrotan und Allergien. Wir wurden noch richtig dreckig beim Spielen. Krank waren wir kaum

 

 

In der sozialen Marktwirtschaft von heute ist es allerdings schon aus Gründer der Demographie besser, wenn wenn wir beide Eltern im Arbeitsmarkt haben. 

Willkommen in der Gleichberechtigung was manch einer vielleicht noch nicht so verinnerlicht hat. 

Gendern in der Sprache lehne ich auch ab, weil ich gerne klar verständliche Texte lese, das wofür es Stehen soll  finde ich allerdings berechtigt. 

Allergien und Krankheiten bitte nicht in den gleichen Topf werfen, das sind unterschiedliche Dinge.

 

redfan96
@10:39 Uhr von redfan96

In den Niederlanden ist eine Vorratshaltung gesetzlich vorgeschrieben weswegen es dort auch keine Lieferengpässe gibt. 

Wieso macht man das nicht das einfach auch so? Oder ist das zu einfach und es muss wieder mal eine komplizierte, deutsche Lösung her damit auch die richtigen Lobbyisten mit abkassieren dürfen?

 

Sieht man doch am Bsp. PCR-Test, das TS in einem anderen Artikel beschreibt. D ist einfach Beratungsleistung und nie bereit, mal von anderen Ländern was zu lernen. Nein, der „deutsche Weg“ ist stets der beste und dass es viele Beispiele gibt, wo andere Länder einfach besser sind (Finnland: Schulen, Schweden: Gesundheitssystem, NL: Bauen und Verkehr, Österreich: Renten und PCR-Tests…), wird geflissentlich ignoriert, kann ja gar nicht sein, dass die alle eine bessere Lösung haben. So blockiert sich D immer selbst. Ich hatte gehofft, die Ampel legt diese Borniertheit ab, leider hat sie mich in dem Punkt sehr enttäuscht.

Blöde Korrektur: BERATUNGSRESISTENT soll das heißen.

bolligru
Eine Frage der Dosis

Ibuprofen und Paracetamol sowie Antibiotika liegen also nur in Erwachsenendosen hinreichend vor. Eine verpflichtende Bruchkante könnte das Problem lösen. Aber, warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Es ist noch gar nicht so lange her, da konnten Apotheker selbst Pillen und Zäpfchen herstellen. Vermutlich sind die Geräte dafür bereits verschrottet oder ins Museum verbannt.

dr.bashir
Liebe Leute

Ist schon mal jemand aufgefallen, dass nicht die (über-)teuren Arzneimittel in D knapp sind, sondern die extrem billigen? Wenn sich eine Pharmafirma mit dem anscheinend so wichtigen Fiebersaft für 5€ die Flasche eine goldenen Nase verdienen könnte, dann wären die Apotheken voll davon. Soviel Marktwirtschaft sollte jeder verstanden haben. Aber von den 5€ bekommt Herr Lindner schon mal 80 Ct. MwSt. Von den restlichen 4,20€ bleibt ein Teil in der Apotheke und einer beim Großhandel. Der Rest ist für den Hersteller. Davon wird man nur reich, wenn man unglaubliche Mengen davon herstellt, damit die Kosten pro Flasche gering sind. Also viel mehr, als man in einem Land wie D je verkaufen könnte.

In den NL sind z.B. nur 6% MwSt. auf Medikamenten. Heißtes kann schon mal 10% billiger sein und Hersteller bekommt trotzdem mehr. Wohin würden Sie Ihre Prodktion bevorzugt liefern.

Wenn sich jetzt auch noch die Margen der Apotheken und des Großhandels unterscheiden.....

Francis Ricardo
@10:41 Uhr von saschamaus75

>> Leider ist im Gesundheitswesen viel Sozialismus

>> im Spiel

 

Wo ist bitteschön im derzeitigen dt. Gesundheitswesen auch nur annähernd irgendwas wie "Sozialismus im Spiel", außer in den Wahnvorstellungen der rechten Neoliberalen? oO

Der Sozialismus ist hier genauso falsch wie, Neoliberale Rechte, es gibt unterschiedliche Begriffe weil der Liberale zwar auch ein rechter sein kann, aber das nicht der Fall sein muss. 

Eine Korrelation bedeutet keine Kausalität….

Raho59
@10:39 Uhr von redfan96

 

Sieht man doch am Bsp. PCR-Test, das TS in einem anderen Artikel beschreibt. D ist einfach Beratungsleistung und nie bereit, mal von anderen Ländern was zu lernen. Nein, der „deutsche Weg“ ist stets der beste und dass es viele Beispiele gibt, wo andere Länder einfach besser sind (Finnland: Schulen, Schweden: Gesundheitssystem, NL: Bauen und Verkehr, Österreich: Renten und PCR-Tests…), wird geflissentlich ignoriert, kann ja gar nicht sein, dass die alle eine bessere Lösung haben. So blockiert sich D immer selbst. Ich hatte gehofft, die Ampel legt diese Borniertheit ab, leider hat sie mich in dem Punkt sehr enttäuscht.

Nehmen sich diese Länder bei Dingen, die wir besser machen, uns als Vorbild?

Dürfen wir dann um das ein oder andere zu finanzieren die Steuern erhöhen?

Oder liegt es, wie beim PCR Test, nur daran, dass wir Deutsche viele Raffgierige in unseren Reihen haben. Wobei ich das Wort Verbrecher meiden wollte 

weingasi1
@08:18 Uhr von Veto

Das ist schon lange überfällig. Der Witz ist ja, dass die meisten Medikamente im EU-Ausland von deutschen Pharma-Unternehmen kommen, dort aber oft nur einen Bruchteil dessen kosten, was in Deutschland dafür verlangt wir

Haben Sie sich mal gefragt, warum das so ist ? Nein, dann machen Sie das mal. Das hat Gründe. Die kann man natürlich nachvollziehen, oder vllt auch nicht. Stellen Sie diese Frage einfach mal Ihrer Suchmaschine, wenn es Sie interessiert und Sie nicht einfach nur auf Pharmaindustrie schimpfen wollen.

CoronaWegMachen
@09:31 Uhr von oooohhhh

Sie berichten hier über ein Eckpunktepapier.

ES handelt sich weder um einen Gesetzentwurf, noch ein durch das Kabinett und den Bundestag beschlossenes Gesetz.

Wem soll dieser Bericht nützen?

Antwort : Uns Allen.

Damit wir sehen, dass mal wieder vom Bundesgesundheitsministerium (Bundesregierung) möglichst wenig getan wird, um die augenblickliche Lage drastisch zu verändern.

Das sehen wir seit dem die Bundesregierungen unter Führung der Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel auch im Gesundheitssystem den neoliberalen Kurs eingeschlagen hat.

weingasi1
@08:35 Uhr von nie wieder spd

Unter solchen Voraussetzungen hätten wir auch schon seit Jahren teurere Energie aus anderen Ländern als Russland einkaufen können. 

Man muss einfach nur die Bedingungen der Wirtschaft erfüllen, dann bekommt man alles gekauft, was man haben will und was angeboten wird. 

Der findige Journalist hätte noch recherchiert, in welchen Land nun die Medikamente fehlen, die wir uns teuer einkaufen?

Offenbar benötigen Sie einen eigenen Journalisten, der explizit Ihre Fragen aufarbeitet, damit Sie dann, wenn Sie wirklich eine Antwort bekommen sollten, diese mit Häme und Kritik überziehen können. Macht eigentlich in Ihren Augen irgendjemand irgendetwas richtig ? Schlimm dieser Misanthropismus.

 

Sisyphos3
@10:54 Uhr von CoronaWegMachen/von Diabolo2704

Ich kann nicht nachvollziehen, warum bereits Kinder bei jeder Unpäßlichkeit Medikamente bekommen müssen. Als wir klein waren, wurden wir bei Fieber ins Bett gesteckt, bekamen heißen Tee und ggf. einen feuchten Lappen auf die Stirn gelegt.

Bei ca. 40°C Fieber sieht das aber gleich mal ganz anders aus.

 

 

 

es ist nicht die Frage ob eine Medikamentengabe jetzt sinnvoll ist,

nach Meinung der hier versammelten "Spezialisten/Medizinern"

 

sondern ob es verfügbar ist

weingasi1
@08:26 Uhr von Diabolo2704

Sind die Kinder heute so viel kränker und weniger widerstandsfähig als früher ?

Ja, sind sie. Zumindest diejenigen, die diese Helikopter als Eltern haben. Ich kann mich garnicht erinnern, dass ich überhaupt je beim Kinderarzt war. Wenn etwas anlag, ging man zum Hausarzt der Familie und bekam dann ein entsprechend geringdosiertes Medikament. Ob das so richtig war, kann ich nicht beurteilen, mir hat es offenbar nicht geschadet und ich hatte fast alle Kinderkrankheiten.

 

bolligru
10:52 Uhr von CoronaWegMachen

Eines geht in der Diskussion etwas unter:

"Kindermedikamente" enthalten den selben Wirkstoff wie "Erwachsenenmedikamente", nur eben in einer geringeren Dosis. Jetzt stellt sich also die Frage, wie man es regulieren kann, daß stets die passende Dosis zur Verfügung steht. Da auch bei "Kindermedikamenten" nicht stets individuell angepasst wird, könnte es hilfreich sein, wenn die Pillen" eine (oder vielleicht noch eine quer) Bruchkante hätten.

weingasi1
@10:18 Uhr von Olivia59

 

Pharmakonzerne sind in vor allem Produktions- und Vertriebsmaschinen. Oft kaufen sie neue Entwicklungen bzw. Patente einfach nur auf, die nicht selten mit Hilfe von staatlichen Geldern entwickelt worden sind.

Haben Sie hierfür irgendwelche Belege ? Ich habe versucht, das zu recherchieren, habe aber nichts gefunden. Im Gegenteil, wegen der teuren Forschung bekommen die Firmen bei neuen/besseren Produkten einen Patentschutz für eine gewisse Zeit. In der Zeit darf es auch keine Generika geben ! In der Regel sind das IMHO 2 Jahre.

Checken Sie mal die Dividenden, die an Aktionäre abfliessen und als Reinvestition in Forschung nicht zur Verfügung stehen.

Natürlich gibt es Dividenden, wenn die Firma erfolgreich ist/war. Das ist doch immer so. Andererseits gehen Aktionäre auch leer aus, bzw. verlieren, wenn eine Firma floppt. Z.B. Cure-Vac in der Pandemie. Die Gelder an Biontech wurden zurückgezahlt. Ohne diese hätte man nicht so schnell in die Produktion millionenfacher Dosen gehen können.

 

Olivia59
@10:28 Uhr von BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Der aktuelle Engpass ist ja nur Symptom der Entwicklungen in der Pharmaindustrie - hin zu sehr wenigen Produzenten in Billiglohnländern und ´ dass Medikamente hauptsächlich für die Krankheiten sehr zahlungskräftiger Menschen entwickelt werden.

Bei seltenen Erkrankungen werden dann teils Millionenbeträge...

 

Medikamente zusammenzustreichen ist in der Umsetzung dann doch nicht so einfach. Das Geschäftsmodell mit extrem teuren Behandlungen funktioniert ja besonders gut in Staaten mit Krankenversicherung weil die paar Millionäre in Staaten die wo Menschen privat zahlen dann oft garnicht an der "passenden" teuren Krankheit leiden.

Aber z.B. bei diesem einen Kindermedikamenten mit Behandlungskosten von 1-2 Millionen wird sich kein Politiker trauen da einzuschränken.

Dieser Peter Singer mit seinem "utilitaristischen Altruismus" verfolgt das ja universalistisch... also für eine bestimmten Geldbetrag so vielen wie möglich helfen, was bedeutet das bei uns so einiges nicht mehr behandelt werden würde

weingasi1
@10:28 Uhr von BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Z.B. die gezielte Entwicklung wirklich benötigter Medikamente - gefördert durch die Krankenkassen.

__

Toll. Für die Entwicklung sind häufig Abermillionen erforderlich und nur 1 Mittel von vielen (bitte mal selbst recherchieren) gelangt erfolgreich in die Produktion (nach Jahren der  Forschung ) Dafür werden dann von den Krankenkassen die Beiträge hergenommen. Floppt das 2. Medikament, ist die Krankenkasse pleite und Sie stehen auf dem Schlauch.

Ansonsten eine prima Idee, wenn man die Zusammenhänge ausser acht lässt und in erster Linie gegen die pharmazeutische Industrie Stimmung machen will.

 

 

 

 

 

harpdart
@Corona weg machen

"Damit wir sehen, dass mal wieder vom Bundesgesundheitsministerium (Bundesregierung) möglichst wenig getan wird, um die augenblickliche Lage drastisch zu verändern."

Sorry, das ist Unfug. Der Bericht handelt von einer Maßnahme, die von Gesundheitsministerium und Krankenkassen vereinbart wurde, um die "augenblicklichen Lage", also den Mangel an Kinderarzneimitteln, zu beenden. So schnell wie möglich. 

Was haben Sie nicht verstanden?

Glasbürger
@11:25 Uhr von CoronaWegMachen

...

Wem soll dieser Bericht nützen?

Antwort : Uns Allen.

Damit wir sehen, dass mal wieder vom Bundesgesundheitsministerium (Bundesregierung) möglichst wenig getan wird, um die augenblickliche Lage drastisch zu verändern.

Das sehen wir seit dem die Bundesregierungen unter Führung der Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel auch im Gesundheitssystem den neoliberalen Kurs eingeschlagen hat.

Das ging schon früher, unter Kanzler Schröder los. Eigentlich war es nie anders, doch vordem, bis 1989/90 musste man der DDR ja vorgaukeln, wie sozial der westdeutsche Staat doch sei. Seit dem Beitritt jener ist das nicht mehr nötig und man kann sich wieder aufs Wesentliche besinnen. Profite.

Die Frage ist wohl, wie lange wir das noch dulden wollen? immerhin geht es hier ja nicht um Autos oder Fernseher, sondern letztlich um nichts weniger als Menschenleben.

Bender Rodriguez

Warum wird das Zeug nicht einfach hier zusammengerührt? 

 

Jeder Apotheker kann das.  Zu billig?  Nicht umständlich genug?

 

Es wird Zeit, Transport wieder so teuer, zu machen, wie er wirklich ist. Dann lohnt tumbes globalisieren nicht mehr.

Vor ort, zu produzueren ist und war immer schon am Günstigsten. 

 

weingasi1
@09:07 Uhr von NieWiederAfd

So begrüßenswert es ist, etwas wirksames gegen den Arzneimittelmangel gerade in der pädiatrischen Versorgung zu tun - so bedauernswert ist es, das durch einen Kniefall vor dem plumpen kapitalistischen Marktgesetz von Angebot und Nachfrage und damit vor der Verteuerung in der jetzigen Situation zu erreichen.

 Es gibt noch viel zu tun, den Bereich medizinischer Grundversorgung wieder anders zu organisieren.

Klar, man kann immer alles Möglich besser und noch besser machen. Was aber glauben Sie, was es kostet das Optimum aus einem System herauszuholen ? Wenn man mehr Geld ins System gibt, werden die Beiträge höher. Dann wird auch geschimpft. Man wird es nie allen rechtmachen können. Trotz allen Lamentos ist das G-System in DEU eines der besten.

 

 

 

Bender Rodriguez
@11:17 Uhr von Francis Ricardo

 

In der sozialen Marktwirtschaft von heute ist es allerdings schon aus Gründer der Demographie besser, wenn wenn wir beide Eltern im Arbeitsmarkt haben. 

Willkommen in der Gleichberechtigung was manch einer vielleicht noch nicht so verinnerlicht hat. 

Gendern in der Sprache lehne ich auch ab, weil ich gerne klar verständliche Texte lese, das wofür es Stehen soll  finde ich...

In der Sozialen Marktwirtschaft muss man ni hts wegen Demografie. Das ist nur im heutigen Kapitalismus so. Sozial ist da nichts mehr, außer man bezahlt es selbst.

Is ja auch total gut, wenn beide arbeiten, um die Nanny oder den Nanny für die Kurzen, bezahlen zu können.

Ich halte das für eine eklatante Rechenschwäche. 

Hasenhase
Und immer wieder die gleiche Leier...

Beim Lesen vieler Kommentare stehen einem wirklich die Haare zu Berge.

Es mag ja sein, dass manche Eltern zu schnell mit Medikamenten zu Gange sind. Aber pauschal zu behaupten, früher sei das alles anders gewesen und die Kinder hätten nicht bei jeder "Unpässlichkeit" gleich Medikament bekommen ist schlichtweg auch eine Frechheit.

Unabhängig davon, dass jeder Medikamenteneinsatz sorgfältig abgewogen sollte, haben Kinder das gleiche Recht wie Erwachsene, dass sie bei Schmerzen oder Fieber Linderung erfahren. Das gleiche gilt für Reizhusten. Ich wage zu bezweifeln, dass hier die "Tee-reicht-auch"-Fraktion immer tapfer alle Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Temperaturen unter 40 °C ohne Medikamente erträgt...

Nicht fehlen darf natürlich auch das Herumgehacke auf den Müttern, die das alles nicht mehr wissen. Ich möchte zu bedenken geben, dass sich  auch Väter kümmern können und finanzielle und demographische Aspekte (Rente...) nicht vernachlässigt werden dürfen.

weingasi1
@10:06 Uhr von Francis Ricardo

 

Eine kleine Firma kann vielleicht einen Ausfall auch weniger gut kompensieren, als eine große… 

Ich gebe Ihnen ja (bedingt) Recht. Allerdings besteht der gesetzliche Anspruch ja trotzdem....

Das hab ich nicht bestritten, sondern nur gesagt das es für eine kleine Firma oft hoch problematisch ist. 

Deshalb wird man bei der Neusetzung einer Stelle im Zweifelsfall einen männlichen Bewerber vorziehen. I.d.R. sind es ja meist die Frauen, die dann zu Hause bleiben, sofern keine Oma vorhanden. Eine kleine Firma kann, wie Sie sagen, nicht einfach kompensieren. Erst recht nicht, wenn in einer Welle womöglich mehrere Personen ausfallen. Für dieses Problem wüsste ich keine Spontanlösung.

 

Francis Ricardo
@11:21 Uhr von dr.bashir

Soviel Marktwirtschaft sollte jeder verstanden haben. Aber von den 5€ bekommt Herr Lindner schon mal 80 Ct. MwSt. Von den restlichen 4,20€ bleibt ein Teil in der Apotheke und einer beim Großhandel. Der Rest ist für den Hersteller. Davon wird man nur reich, wenn man unglaubliche Mengen davon herstellt, damit die Kosten pro Flasche gering sind. Also viel mehr, als man in einem Land wie D je verkaufen könnte.

In den NL sind z.B. nur 6% MwSt. auf Medikamenten. Heißtes kann schon mal 10% billiger sein und Hersteller bekommt trotzdem mehr. Wohin würden Sie Ihre Prodktion bevorzugt liefern.

 

Ganz so einfach ist das nicht, eingenommene und ausgegebene Mehrwertsteuer wird bei Unternehmen gegengerechnet. 

Das heißt die Mehrwertsteuer ist jetzt für den Endverbraucher relevanter, als für ein Unternehmen. 

Für Unternehmen wird sie da relevanter, wo der Endverbraucher, das Geld insgesamt nicht ausgeben will, weil ihm der Endpreis zu hoch ist.



 

Winni-ed
@09:26 Uhr von nie wieder spd

Ich kann nicht nachvollziehen, warum bereits Kinder bei jeder Unpäßlichkeit Medikamente bekommen müssen. Als wir klein  Sind die Kinder heute so viel kränker und weniger widerstandsfähig als früher ?

Sehe ich ähnlich!

Grundsätzlich sehe ich das auch so. 

Andererseits wurde „früher“ auch nicht ein so großes und internationales Theater gemacht, wenn Kinder aus Krankheitsgründen gestorben sind. Zumal es lange Jahrtausende bis in die letzten Jahre gab, in denen viele, an allen möglichen (Kinder)Krankheiten verstorbene Kinder alltäglich waren. 

Noch im 19 Jahrhundert war es völlig normal, dass man 10 oder 12 Kinder bekam und mehr als die Hälfte haben schon die ersten 2 Jahre nicht überlebt. 

In einigen Ländern der...

Na klar, früher war alles besser... und die Frauen starben nach 10 Geburten völlig ausgelaugt mit 30 Jahren, wenn nicht vorher am Kindbettfieber. Zehnjährige Kinder mussten arbeiten, und für Erwachsene war Wochenende und Urlaub noch ein Fremdwort. Aber früher war alles besser.

Miss R.

Erstens sind bei weitem nicht nur Kinder Arzneimittel betroffen. Von daher ist jede Maßnahme dieser Art nur ein halber Tropfen auf den heißen Stein. Macht aber publikumswirksam was her.

Zweitens sind 50% Erhöhung albern, wenn statt 1,06 Euro pro Packung Fieberzäpfchen nun 1,59 erstattet werden. Und ja, es haben Kinder Mittelohrentzündungen, Angina oder Scharlach; da ist sowas sinnvoll. Von den nicht lieferbaren Antibiotika mal gar nicht zu reden.

Drittens hilft eine Preiserhöhung auch nur begrenzt, wenn die Rohstoffe deswegen immer noch nicht da sind, weil sie nämlich ausschließlich in Billiglohnländern auf der anderen Seite der Welt produziert werden.

Viertens sind neue Arzneimittel in Deutschland tatsächlich sehr teuer. Hier geht es aber um "Massenware", die mehr als 3/4 der verordneten Arzneimittel darstellen, bei denen der Preis seit 2005 durch Rabattverträge so heruntergedrückt wurde, dass kein Unternehmer bei klarem Verstand an deren Vertrieb in Deutschland noch Interesse hat.

Nelke785
@09:55 Uhr von ich1961

 09:22 Uhr von Nelke785

@08:55 Uhr von Diabolo2704

Zitat von Raho59 (08:44 Uhr) : "wenn ein Medikament gebraucht wird, dann sollte es auch da sein"

Richtig. Aber wenn Eltern nur glauben, das Medikament würde für ihr Kinde gebraucht - und es tatsächlich ebensogut ohne ginge ?

 

////Es trainiert sicher die Schmerzgrenze, nicht bei jedem Wehwehchen Medikamente zu geben. Trotzdem halte ich viel von Linderung der Beschwerden.////

 

Ich auch, aber es muss nicht gleich die "chemische Keule" sein.

 

////Die gute Mischung macht’s und es kommt natürlich auf die Beschwerden an.////

 

Das sollte selbstredend sein.

 

////Letzendlich geht es oft auch ohne Medikamente irdendwie. Aber selbst eine Tablette gegen Reizhusten finde ich hat einen göttlichen Effekt und schadet nicht.////

 

Ihren "göttlichen Effekt" können Sie auch mit Zwiebelsaft erzielen - schadet auch nicht.

Nehme ich. Versuchen Sie Zwiebelsaft bei kleinen, kranken Kindern. Viel Erfolg!

 

 

 

Miss R.
@10:18 Uhr von Olivia59

 

Pharmaunternehmen müssen gut verdienen, damit sie weiterhin viel Geld in Forschung und Entwicklung investieren können, was bei neuen wirksamen Arzneimitteln vielen Menschen zu Gute kommt.

Besse...

 

Pharmakonzerne sind in vor allem Produktions- und Vertriebsmaschinen. Oft kaufen sie neue Entwicklungen bzw. Patente einfach nur auf, die nicht selten mit Hilfe von staatlichen Geldern entwickelt worden sind.

Checken Sie mal die Dividenden, die an Aktionäre abfliessen und als Reinvestition in Forschung nicht zur Verfügung stehen.

Das sind zwei völlig verschieden Paar Schuhe. Hier geht es nicht um die Bezahlung der Forschung neuer innovativer Arzneimittel sondern um die Erstattung etablierter Generika, die seit 2005 durch die Rabattverträge systematisch in den Keller geprügelt wurde. Und die Hersteller dieser Generika sind zu 90% andere Betriebe als die sogenannten forschenden Unternehmen. 

Dass kein Management egal für welches Produkt auf der Welt hungert, ist allerdings richtig.

 

harpdart
@weingasi1

 die Kinder heute so viel kränker und weniger widerstandsfähig als früher ?

"Ja, sind sie. Zumindest diejenigen, die diese Helikopter als Eltern haben. Ich kann mich garnicht erinnern, dass ich überhaupt je beim Kinderarzt war."

War ich auch nie. Weil es keinen gab in der Umgebung. 

Aber, was haben denn nun Kinderarztbesuche mit Helikopter-Eltern zu tun. Kinderärzte sind Fachärzte für Kinderheilkunde. Ich war mit meinen kranken Kindern immer beim Kinderarzt, der sie untersucht hat, um zu sehen, ob vielleicht mehr als ein grippaler Infekt hinter dem Fieber steckt. Und je nach Alter können die Kleinen manchmal gar nicht erzählen, ob und wo es wehtut und sie weinen nur.

Und nein, das Ergebnis war nie, dass ich mit Arzneimitteln vollgepackt wurde, sondern mit Hinweisen, was alles beachtet werden soll, wie man das Kind weiterpflegen sollte und wann man mal ein Fieberzäpfchen geben sollte. Oder bei Mittelohrentzündung halt Antibiotikum als Saft.

weingasi1
@09:18 Uhr von Raho59

Zitat von ich1961 (08:39 Uhr) : "Da ist nur die Zeit das Problem. Die Eltern müssen ja arbeiten  ..."

Ich bin der Meinung, sie müßten nicht beide, aber sie wollen.

Anderes Thema. Hier ginge es um gute Bezahlung für gute Arbeit. 

Auch wenn gut verdient wird, wollen viele, auch Frauen, wieder arbeiten und nicht nur den Haushalt machen. Ausserdem möchten sich manche Familien vllt Eigentum kaufen, haben sonst einen höheren Bedarf z.B. Kredite. Man kann mit besserer Bezahlung nicht alles kompensieren. Von dem Umstand, dass Arbeitskräfte fehlen, mal ganz zu schweigen und die Medikamente fehlen auch für jemanden, der gut verdient.

 

Miss R.
@11:19 Uhr von bolligru

Ibuprofen und Paracetamol sowie Antibiotika liegen also nur in Erwachsenendosen hinreichend vor. Eine verpflichtende Bruchkante könnte das Problem lösen. Aber, warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Es ist noch gar nicht so lange her, da konnten Apotheker selbst Pillen und Zäpfchen herstellen. Vermutlich sind die Geräte dafür bereits verschrottet oder ins Museum verbannt.

Nope. Erstens hilft die Bruchkante der Tablette dem Kleinkind immer noch nicht. Zweitens sind die Rohstoffe für eine Rezeptur immer noch nicht verfügbar. Drittens ist das Ganze unwirtschaftlich. Entweder zahlt das Gesundheitssystem, welches der Pharmafirma gerade mal ca 2 Euro für den Fiebersaft zugesteht für die (ausschließlich erlaubte) Einzelproduktion vergleichsweise Unsummen (20 € und aufwärts) oder in der Apotheke wird "für Umme" gearbeitet (eine solche Produktion  dauert incl Beschaffung, Herstellung an sich, Doku) schnell mal 20-30 Minuten (neben Personalmangel und Verwaltung besagter Engpässe..)

Miss R.
@11:21 Uhr von dr.bashir

Ist schon mal jemand aufgefallen, dass nicht die (über-)teuren Arzneimittel in D knapp sind, sondern die extrem billigen? Wenn sich eine Pharmafirma mit dem anscheinend so wichtigen Fiebersaft für 5€ die Flasche eine goldenen Nase verdienen könnte, dann wären die Apotheken voll davon. Soviel Marktwirtschaft sollte jeder verstanden haben. Aber von den 5€ bekommt Herr Lindner schon mal 80 Ct. MwSt. Von den restlichen 4,20€ bleibt ein Teil in der Apotheke und einer beim Großhandel. Der Rest ist für den Hersteller. Davon wird man nur reich, wenn man unglaubliche Mengen davon herstellt, damit die Kosten pro Flasche gering sind. Also viel mehr, als man in einem Land wie D je verkaufen könnte.

In den NL sind z.B. nur 6% MwSt. auf Medikamenten. Heißtes kann schon mal 10% billiger sein und Hersteller bekommt trotzdem mehr. Wohin würden Sie Ihre Prodktion bevorzugt liefern.

Wenn sich jetzt auch noch die Margen der Apotheken und des Großhandels unterscheiden.....

Danke: ein Kommentar mit Wissen!

redfan96

Ehrlich gesagt, die Gründe für diesen Engpass, den es anscheinend nur in D gibt, kann ich nicht nachvollziehen. 

Hier auf den Kanaren gibt es keine Medikamentenengpässe, und, wie in ganz Spanien, sind die Medis wesentlich preiswerter als in D. Der Preis kann also nicht ursächlich für den Engpass sein.

In D bekommt man z.Zt. nicht einmal mehr so etwas Simples wie Kytta Schmerzbalsam (erzeugt Wärme). Die normale Salbe gibt es. Wie gesagt, nicht nachvollziehbar.

weingasi1
@11:44 Uhr von bolligru

Eines geht in der Diskussion etwas unter:

"Kindermedikamente" enthalten den selben Wirkstoff wie "Erwachsenenmedikamente", nur eben in einer geringeren Dosis. Jetzt stellt sich also die Frage, wie man es regulieren kann, daß stets die passende Dosis zur Verfügung steht. Da auch bei "Kindermedikamenten" nicht stets individuell angepasst wird, könnte es hilfreich sein, wenn die Pillen" eine (oder vielleicht noch eine quer) Bruchkante hätten.

Wurde früher auch oft genug gemacht. Ich weiss natürlich nicht, ob das immer ratsam ist. Auf den meisten Medikamenten ist ja auch, nach Alter gestaffelt, eine Dosierung für Kinder angegeben. Bei Kleinkindern sind aber oft Zäpfchen einfacher zu verabreichen und gehen auch nicht durch den Magen/Darm. Die gibt es aber längst nicht für alles.

 

Miauzi
@08:18 Uhr von Veto

...soll bei wichtigen Arzneimitteln neben dem günstigsten Anbieter aus dem nicht-europäischen Ausland stets auch der günstigste Hersteller aus der EU berücksichtigt werden

Das ist schon lange überfällig. Der Witz ist ja, dass die meisten Medikamente im EU-Ausland von deutschen Pharma-Unternehmen kommen, dort aber oft nur einen Bruchteil dessen kosten, was in Deutschland dafür verlangt wird. Was klar belegt, dass die Pharma-Riesen stets den Preis verlangen, den sie auf dem jeweiligen Markt durchsetzen können. Das könnte - und sollte - jetzt für sie zum Bumerang werden. Denn mir ist doch egal, ob das Bayer-Aspirin ein Reimport aus Spanien ist oder in Deutschland verkauft wurde.

Profit ist im Kapitalismus absolut alternativlos

und

Herr Lauterbach steht als Politiker fest an der Seite der Pharma- und Klinik-Konzerne

*sarkasmus*

 

da wird nix zum "Bumerang" - haha - schön wäre es - aber das sind nix anderes als -> Tagträume

Olivia59
@11:53 Uhr von weingasi1

 

Pharmakonzerne sind in vor allem Produktions- und Vertriebsmaschinen. Oft kaufen sie neue Entwicklungen bzw. Patente einfach nur auf, die nicht selten mit Hilfe von staatlichen Geldern entwickelt worden sind.

Haben Sie hierfür irgendwelche Belege ? Ich habe versucht, das zu recherchieren, habe aber nichts gefunden. Im Gegenteil, wegen der teuren Forschung bekommen die Firmen bei neuen/besseren Produkten einen Patentschutz für eine gewisse Zeit. In der Zeit darf es auch keine Generika geben ! In der Regel sind das IMHO 2 Jahre.

 

Nehmen Sie doch allein Biontech. Die Gründer waren beide an staatlichen Hochschulen mit Grunlagenforschung und Anwendung beschäftigt und haben damit dann ihren Erfolg begründet. Die machten keine Standardgrundausbildung. Dazu flossen noch EU Fördermittel in die Impfstoff Entwicklung.

Das läuft nicht selten ähnlich, das das Personal Wissen von der Grundlagenforschung in private Konzerne trägt.

weingasi1
@10:39 Uhr von redfan96

In den Niederlanden ist eine Vorratshaltung gesetzlich vorgeschrieben weswegen es dort auch keine Lieferengpässe gibt. 



 

 D ist einfach Beratungsleistung und nie bereit, mal von anderen Ländern was zu lernen. Nein, der „deutsche Weg“ ist stets der beste und dass es viele Beispiele gibt, wo andere Länder einfach besser sind (Finnland: Schulen, Schweden: Gesundheitssystem, NL: Bauen und Verkehr, Österreich: Renten und PCR-Tests…), wird geflissentlich ignoriert, kann ja gar nicht sein, dass die alle eine bessere Lösung haben. So blockiert sich D immer selbst. Ich hatte gehofft, die Ampel legt diese Borniertheit ab, leider hat sie mich in dem Punkt sehr enttäuscht.

Ich gebe Ihnen ausdrücklich recht. Mich nervt diese beratungsresistente Einstellung unglaublich. Das ist sowas von borniert, da fehlt mir jedes Verständnis.

 

Raho59
@12:04 Uhr von Glasbürger

 

Das ging schon früher, unter Kanzler Schröder los. Eigentlich war es nie anders, doch vordem, bis 1989/90 musste man der DDR ja vorgaukeln, wie sozial der westdeutsche Staat doch sei. Seit dem Beitritt jener ist das nicht mehr nötig und man kann sich wieder aufs Wesentliche besinnen. Profite.

Das hat außer der verträumten Erinnerung an die "gute, alte und bessere DDR" mit dem Thema was zu tun?

 

Miss R.
@10:48 Uhr von schreiber01

Gut gemacht! Wir zahlen einfach mehr und bekommen vermutlich die benötigten Mittel. Es freut sich die Pharmaindustrie und jetzt bekommt eben irgendjemand anderes das Medikament nicht. Wie geht das weiter, jetzt zahlt der wieder mehr, dann wieder wir....? Schön wie man doch mit Krankheit Geld verdienen kann. Zahlen dürfen wir dann bei der nächsten Erhöhung der Kassenbeiträge. 

Wie wär´s mit Abschaffung von 96 Krankenkassen? Die Einsparung von 96 bürokratischen Wasserköpfen und Management, Ausgaben für Werbung etc würde ganz schön viel finanziellen Spielraum für medizinische Behandlung eröffnen...

Raho59
@12:06 Uhr von Bender Rodriguez

Warum wird das Zeug nicht einfach hier zusammengerührt? 

 

Jeder Apotheker kann das.  Zu billig?  Nicht umständlich genug?

 

Es wird Zeit, Transport wieder so teuer, zu machen, wie er wirklich ist. Dann lohnt tumbes globalisieren nicht mehr.

Vor ort, zu produzueren ist und war immer schon am Günstigsten. 

 

Wenn dem, auch und besonders bei Arznei, so wäre, dann hätten die Profitgeier die Produktion nicht ins Ausland verlegt.

Das beginnt bei den Lohnkosten.....

Alter Brummbär
@08:25 Uhr von ex_Bayerndödel

plötzlich die Medikamente zur Verfügung stehen sollen, wenn man mehr dafür bezahlt.

Nein ist einfacher, aber nicht unbedingt besser

Alter Brummbär
@12:28 Uhr von Winni-ed

Ich kann nicht nachvollziehen, warum bereits Kinder bei jeder Unpäßlichkeit Medikamente bekommen müssen. Als wir klein  Sind die Kinder heute so viel kränker und weniger widerstandsfähig als früher ?

Sehe ich ähnlich!

Grundsätzlich sehe ich das auch so. 

Andererseits wurde „früher“ auch nicht ein so großes und internationales Theater gemacht, wenn Kinder aus Krankheitsgründen gestorben sind. Zumal es lange Jahrtausende bis in die letzten Jahre gab, in denen viele, an allen möglichen (Kinder)Krankheiten verstorbene Kinder alltäglich waren. 

Noch im 19 Jahrhundert war es völlig normal, dass man 10 oder 12 Kinder bekam und mehr als die Hälfte haben schon die ersten 2 Jahre nicht überlebt. 

In einigen Ländern der...

Na klar, früher war alles besser... und die Frauen starben nach 10 Geburten völlig ausgelaugt mit 30 Jahren, wenn nicht vorher am ...

In einigen Ländern, ist das heute noch so.

Francis Ricardo
@12:14 Uhr von Bender Rodriguez

 

In der sozialen Marktwirtschaft von heute ist es allerdings schon aus Gründer der Demographie besser, wenn wenn wir beide Eltern im Arbeitsmarkt haben. 

Willkommen in der Gleichberechtigung was manch einer vielleicht noch nicht so verinnerlicht hat. 

Gendern in der Sprache lehne ich auch ab, weil ich gerne klar verständliche Texte lese, das wofür es Stehen soll  finde ich...

In der Sozialen Marktwirtschaft muss man ni hts wegen Demografie. Das ist nur im heutigen Kapitalismus so. Sozial ist da nichts mehr, außer man bezahlt es selbst.

Is ja auch total gut, wenn beide arbeiten, um die Nanny oder den Nanny für die Kurzen, bezahlen zu können.

Ich halte das für eine eklatante Rechenschwäche. 

Und ich für Realitätsverweigerung und das völlige ignorieren von Fakten. 

Die Geburtenraten die wir aktuell haben und die höhere Lebenserwartung  kann man jetzt ignorieren, tut man nur besser nicht. 

Sokrates
@12:06 Uhr von Bender Rodriguez

Warum wird das Zeug nicht einfach hier zusammengerührt? 

Jeder Apotheker kann das.  Zu billig?  Nicht umständlich genug?

Es wird Zeit, Transport wieder so teuer, zu machen, wie er wirklich ist. Dann lohnt tumbes globalisieren nicht mehr.

Vor ort, zu produzueren ist und war immer schon am Günstigsten. 

 

Schon mal dran gedacht, daß es nicht alle Wirkstoffe (bzw. Rohstoffe) für manche Medikamente bei uns gibt?

Francis Ricardo
@12:20 Uhr von weingasi1

 

Eine kleine Firma kann vielleicht einen Ausfall auch weniger gut kompensieren, als eine große… 

Ich gebe Ihnen ja (bedingt) Recht. Allerdings besteht der gesetzliche Anspruch ja trotzdem....

Das hab ich nicht bestritten, sondern nur gesagt das es für eine kleine Firma oft hoch problematisch ist. 

Deshalb wird man bei der Neusetzung einer Stelle im Zweifelsfall einen männlichen Bewerber vorziehen. I.d.R. sind es ja meist die Frauen, die dann zu Hause bleiben, sofern keine Oma vorhanden. Eine kleine Firma kann, wie Sie sagen, nicht einfach kompensieren. Erst recht nicht, wenn in einer Welle womöglich mehrere Personen ausfallen. Für dieses Problem wüsste ich keine Spontanlösung.

 

Naja in vielen Bereichen der Handwerksbetriebe hat es zur Folge, das der Inhaber alleine weiter arbeitet ohne Angestellte. 

Hab ich aus anderen Gründen ebenfalls so gemacht. 

Jede Entwicklung hat Folgen.

Miss R.
@09:01 Uhr von fruchtig intensiv

plötzlich die Medikamente zur Verfügung stehen sollen, wenn man mehr dafür bezahlt.

Noch mehr? Gehört Deutschland mit seinen Medikamentenpreisen und dem Apothekenmonopol nicht zu den teureren Ländern innerhalb Europas? Reicht das nicht?

Die Frage ist doch, wo genau das Geld hingeht. In die rabattierten Massenarzneimittel definitiv nicht! Übrigens auch nicht in die Apotheken.

Miss R.
@11:35 Uhr von Giselbert

"soll die Wirkstoffproduktion in der EU gestärkt werden. Künftig soll deshalb nicht wie bisher nur der billigste Anbieter zum Zug kommen"

War dies das bisherige Credo, für die Bürger/Patienten nur das Billigste.

Der Ansatz ist gut, nur traue ich Lauterbach eine Umsetzung leider nicht zu.

Natürlich ist die Pharmaindustrie gegenüber dem Patienten übermächtig und der Abzockermentalität  muss unbedingt Einhalt geboten werden. Hier gilt es einen Mittelweg zu finden, so dass die Produktion noch rentabel ist und die Medikamente erschwinglich bleiben. 

 

 

Welchem Industriezweig ist der Kunde (hier Patient) nicht ausgeliefert?

Raho59
@12:48 Uhr von weingasi1

 

Anderes Thema. Hier ginge es um gute Bezahlung für gute Arbeit. 

Auch wenn gut verdient wird, wollen viele, auch Frauen, wieder arbeiten und nicht nur den Haushalt machen. Ausserdem möchten sich manche Familien vllt Eigentum kaufen, haben sonst einen höheren Bedarf z.B. Kredite. Man kann mit besserer Bezahlung nicht alles kompensieren. Von dem Umstand, dass Arbeitskräfte fehlen, mal ganz zu schweigen und die Medikamente fehlen auch für jemanden, der gut verdient.

 

Das mit den Medikamenten stimmt :-)

Auch die fehlenden Arbeitskräfte und der Wunsch der Frauen nach Arbeit stimmt. Wobei der Alleinverdiener auch die Frau sein könnte 

Trotzdem wäre die Flucht in den Niedriglohnsektor seitens der Arbeitgeber einiges anders.

Aber das ist wirklich ein anderes Thema und nur bedingt mit den fehlenden Arzneimitteln zu tun.

Miss R.
@08:55 Uhr von Diabolo2704

Zitat von Raho59 (08:44 Uhr) : "wenn ein Medikament gebraucht wird, dann sollte es auch da sein"

Richtig. Aber wenn Eltern nur glauben, das Medikament würde für ihr Kinde gebraucht - und es tatsächlich ebensogut ohne ginge ?

Reden wir doch mal über "Mittelchen" für Erwachsene:

Kein Bisoprolol für den Blutdruck

Kein Tamoxifen für Brustkrebs

Kein Penicillin bei bakteriellen Infektionen

Kein Lyse-Mittel bei Schlaganfall

Lässt sich beliebig fortsetzen...

weingasi1
@12:32 Uhr von Miss R.

Zweitens sind 50% Erhöhung albern, wenn statt 1,06 Euro pro Packung Fieberzäpfchen nun 1,59 erstattet werden.

Drittens hilft eine Preiserhöhung auch nur begrenzt, wenn die Rohstoffe deswegen immer noch nicht da sind, weil sie nämlich ausschließlich in Billiglohnländern auf der anderen Seite der Welt produziert werden.

Viertens sind neue Arzneimittel in Deutschland tatsächlich sehr teuer. Hier geht es aber um "Massenware", die mehr als 3/4 der verordneten Arzneimittel darstellen, bei denen der Preis seit 2005 durch Rabattverträge so heruntergedrückt wurde, dass kein Unternehmer bei klarem Verstand an deren Vertrieb noch Interesse hat.

Danke, für Ihre Verständlichmachung der Fakten und Gründe. Leider fällt den meisten bei diesen Themen immer nur entweder auf die (wie immer geartete) Regierung, die Pharmaindustrie, das System generell zu schimpfen, ohne sich mit den Hintergründen, die eben sehr komplex sind, zu befassen.

 

Account gelöscht
Unser Gesundheitssystem wurde noch kränker

Seit vielen Jahren ist bekannt, dass unser Gesundheitssystem von der Politik "gegen die Wand gefahren wurde". Wo man hinsieht, funktioniert nicht viel.

Zu wenig Pflegepersonal, zu wenig freie Betten in Kliniken, zu wenig Ärzte und nun viel zu wenig Medikamente. 

Regelungen wie die Fallpauschalen, von denen man seit vielen Jahren weiß, dass sie eine schlechte Versorgung garantieren. 

Die pauschalen niedrigen Vergütungen an Ärzte und die Budgetisierung sorgen dafür, dass Ärzte abwandern. 

Arztpraxen schließen daher ohne Nachfolger und die chronisch schwerkranken Patienten finden dann keinen neuen Arzt, weil sich die Ärzte ihre Patienten wie die Rosinen im Kuchen raussuchen können.

ALLES weiß man seit Jahren und es wird viel zu wenig gegengesteuert.

 

Dabei rühmt sich Deutschland ein führendes Land und eine hochentwickelte Nation zu sein. 

Das können nur Menschen glauben, die blind auf beiden Augen sind.

NieWiederAfd
@10:05 Uhr von ich1961

09:39 Uhr von NieWiederAfd

@09:26 Uhr von Dany39

 

 

////Danke für Ihre Klarstellung.////

 

Das war gar nicht die Frage.

 

Selbstverständlich habe ich das immer erst mit dem Kinderarzt abgeklärt. Der war immer froh, nicht immer Medis verschreiben zu müssen.

 

 

Sie hätten mich missverstanden, wenn Sie meine Zustimmung als Kritik an Ihrem persönlichen Vorgehen gelesen haben. Ich glaube Ihnen aufs Wort. 



herzliche Grüße 

gez. NieWiederAfd 

 

 

NieWiederAfd
@12:48 Uhr von weingasi1

Zitat von ich1961 (08:39 Uhr) : "Da ist nur die Zeit das Problem. Die Eltern müssen ja arbeiten  ..."

Ich bin der Meinung, sie müßten nicht beide, aber sie wollen.

Anderes Thema. Hier ginge es um gute Bezahlung für gute Arbeit. 

Auch wenn gut verdient wird, wollen viele, auch Frauen, wieder arbeiten und nicht nur den Haushalt machen. 

 

 

Nur eine Nachfrage: Möchten Sie das Thema Liefer- und Produktionsengpässe bei Medikamenten wirklich hernehmen, um in eine Zeit zurückzufallen, in der Frauen sich rechtfertigen müssen, warum sie einer Berufstätigkeit nachgehen wollen? 

Auch wenn wir des Öfteren unterschiedlicher Meinung sind, kann ich mir das eigentlich nicht vorstellen.

 

 

 

 

Parsec
@09:31 Uhr von Francis Ricardo

08:39 Uhr von ich1961

... Wadenwickel (bitte lauwarm) wären eine Alternative. ... Zeit-Problem. Die Eltern müssen ja arbeiten und haben für die kranken Kinder keine Zeit mehr.

Aber ob das Kind nun Wadenwickel bekommt und im Bett liegt oder zum Arzt gefahren wird und dann im Bett liegt, ist doch dasselbe. Das Kind bedarf immer der elterlichen Unterstützung.

 ... Man bekommt für jedes Kind 10 Kinderkrankentage im Jahr.

@09:19 Uhr von Raho59

Haben Sie einmal versucht in einer kleinen Firma sich wegen Ihres Kindes krank schreiben zu lassen? ... bei den meisten geht das nicht (so einfach)

Eine kleine Firma kann vielleicht einen Ausfall auch weniger gut kompensieren, als eine große… 

Das ist kein Argument, denn es gilt:

§45 SGB V pro Kind unter zwölf Jahren 10 Tage Anspruch auf Krankengeld wegen Erkrankung eines Kindes, insgesamt höchstens 25 Tage. Für Alleinerziehende das Doppelte.

Privatversicherte lt. Recherche mind. 5 bez. Ausfalltage, wenn d. Kind <8J alt ist.

Also nicht ins Boxhorn jagen lassen

 

Kaneel
@12:15 Uhr von Hasenhase

Beim Lesen vieler Kommentare stehen einem wirklich die Haare zu Berge.

Es mag ja sein, dass manche Eltern zu schnell mit Medikamenten zu Gange sind. Aber pauschal zu behaupten, früher sei das alles anders gewesen und die Kinder hätten nicht bei jeder "Unpässlichkeit" gleich Medikament bekommen ist schlichtweg auch eine Frechheit.

[...]

Nicht fehlen darf natürlich auch das Herumgehacke auf den Müttern, die das alles nicht mehr wissen.

Herzlichen Dank.

Insbesondere alleinerziehenden oder berufstätigen Eltern wird hier per se abgesprochen sich gut um ihre kranken Kinder zu kümmern. Mein Eindruck ist manche User:innen möchten sich selbst oder die eigenen Mütter als die Supermütter darstellen. Einfach nur schlimm, dieser "Wettstreit" und diese pauschalisierende Besserwisserei.

NieWiederAfd
@12:13 Uhr von weingasi1

... bedauernswert ist es, das durch einen Kniefall vor dem plumpen kapitalistischen Marktgesetz von Angebot und Nachfrage und damit vor der Verteuerung in der jetzigen Situation zu erreichen.

 Es gibt noch viel zu tun, den Bereich medizinischer Grundversorgung wieder anders zu organisieren.

Klar, man kann immer alles Möglich besser und noch besser machen. Was aber glauben Sie, was es kostet das Optimum aus einem System herauszuholen ? Wenn man mehr Geld ins System gibt, werden die Beiträge höher. Dann wird auch geschimpft. Man wird es nie allen rechtmachen können. Trotz allen Lamentos ist das G-System in DEU eines der besten.

 

In der Substanz halte ich unser Gesundheitswesen auch für gut. Allerdings braucht es einige Korrekturen, weil ein globalisiertes marktwirtschaftliches System nicht ausreicht für eine qualitative Grundversorgung; das zeigt sich auch in den Entwicklungen im Krankenhauswesen und in der Pflege.

Wenn es etwas zu verbessern gibt, sollte man das tun v.a. im Gesundheitswesen