Kommentare - Kriminalstatistik: Weniger Gewalt in der Partnerschaft

24. November 2022 - 15:14 Uhr

Die Zahl der angezeigten Gewalttaten unter Paaren und Ex-Partnern ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Wie auch in den Jahren zuvor sind laut Bundeskriminalamt meistens Frauen die Opfer.

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Kommentare

@16:42 Uhr von fathaland slim

leben davon, die Sicherheitslage möglichst schwarz zu malen. Je mehr Angst die Menschen haben, desto leichter lassen sie sich von Law and Order-Parolen beeindrucken.

 

Von Anhängern solcher Parteien werden Meldungen wie die, die wir hier diskutieren, als Desinformationskampagne betrachtet. Denn es wird doch in Wirklichkeit alles immer schlimmer, besonders seit 2015...

Zunehmend weisen die in  Frauenhäusern untergekommenden Frauen eine Migrationsgeschichte auf. Zwei Dittel der Bewohnerinnen sind nicht in Deutschland geboren. Im Jahr 2000 41 Prozent,  2018 65 Prozent. 

European Website on Integration.

@17:40 Uhr von Kristallin

>> Sie wissen aber schon, dass Informationen über die...

 

Kleiner Tip:

Ich verweise in solchen Fällen IMMER(!!!) auf die §§ 45ff BDSG i.V.m. § 203 StGB. -.-

@18:37 Uhr von Kristallin

Bitte lesen Sie meinen Kommentar, auf den Sie sich beziehen, noch einmal. Ich halte „Inga N.“ für einen Fake. Schon den Nick.

Wunden@18:31 Uhr von Anna-Elisabeth

Vielleicht der Umgang der Polizei mit solchen Anzeigen? Ist nur eine denkbare Möglichkeit, unterstellen will ich das nicht.

Das hat sich an sich gebessert, jedenfalls in meiner Wahrnehmung. Aber leider finden auch immer mehr "Opferverletzungen" im Intimbereich statt.... durch Gegenstände (Sie verstehen)

Der sexuelle Mißbrauch hat neben Schlägen eine weitere Dimension entwickelt. Verletzungen (Vergewaltigungen) dieser Form, werden aus Scham nicht zur Anzeige gebracht.

@17:48 Uhr von werner1955

 
Meine Anzeige von Jan. 2020 ist jetzt zur viertem mal auf März 2023 ohne Angabe von Gründen verschoben worden.

 

Was soll das heißen, dass die Anzeige verschoben worden ist?

@17:40 Uhr von Kristallin

Sie wissen aber schon, dass Informationen über die Herkunft der Bewohnerinnen im Frauenhaus grundsätzlich KEINE Angaben einfach so gemacht werden, das habe ich sogar vor meiner Tätigkeit so unterschrieben.

Fasse gerade nicht was Sie da tun.....

 

Nun, vielleicht ein Indiz für eine vorgetäuschte Identität.

 

@17:39 Uhr von teachers voice

 

Und dann fühlt man sich in seinem Zuhause so richtig „sicher“. Sicher vor der „bösen“ Welt da draußen. 

Richtig.

Sicherer als in der Altstadt, am Fussballplaz, oder am HBF. 

 

 

 

@17:48 Uhr von werner1955

Meine Anzeige von Jan. 2020 ist jetzt zur viertem mal auf März 2023 ohne Angabe von Gründen verschoben worden.

An Ihrer Stelle würde ich sofort Anzeige erstatten und die Anzeige nicht verschieben. Bei einer Anzeige wegen Körperverletzung ermittelt die Staatsanwaltschaft, denn Körperverletzung ist ein Offizialdelikt.

@17:48 Uhr von werner1955

Meine Anzeige von Jan. 2020 ist jetzt zur viertem mal auf März 2023 ohne Angabe von Gründen verschoben worden.

 

Eine Anzeige wird nicht verschoben, die wird dann aufgenommen, wenn sie gemacht wird.

 

@17:41 Uhr von Nachfragerin

Die Hürden, die man/frau zu überwinden hat, sind sehr hoch sein. Von daher vermute ich, dass höchstens jede zehnte Frau eine Anzeige erstattet. Und bei den Männern bestenfalls jeder Einhundertste.

Dann vermuten Sie also, dass es eine Flut von familiären Gewalttaten gegen Männer gibt?

@18:30 Uhr von fathaland slim

Ich bezweifle, daß es sich bei „Inga N.“ überhaupt um eine Frau handelt.

Das ist heute alles nicht mehr so eindeutig.

@17:04 Uhr von Inga N.

Arbeite selber in einem Frauenhaus und ärgere mich unfassbar über die Politik und deren Vernachlässigung dieses Problems.
Kann den Artikel bestätigen, denn bei uns sind die meisten Frauen türkische Staatsangehörige kurdischer Herkunft.

Sorry, das nehme ich Ihnen nicht ab. Das widerspricht jeder Statistik.

@15:29 Uhr von Peter Kock

Gewalttaten leicht gesunken
Wenn es so wäre , wäre es ja schön !

Das sagt der Artikel ja gar nicht. Im Artikel steht nur, dass die Zahl der angezeigten Gewalttaten gesunken ist.

@17:37 Uhr von mispel

Männliche Hormone (oft allein schon schlecht), und dann noch in Verbindung mti Alkohol: ein Dilemma!

 

Wenn einfach nur männliche Hormone der Grund wären, müssten diese Taten weitaus häufiger sein.

Richtig

Die männliche Psyche, patriarchalische Denkweisen.....

 

Anzeige innerhalb der Familie

Anzeigen gegen Familienangehörige sind psychologisch immer sehr problematisch. Aber in diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass in Russland gerade einige Gesetze geändert werden. Unter anderem wird es erschwert, dass Frauen ihre Männer bei häuslicher Gewalt anzeigen können. Da ist die Rechtslage also wieder auf dem Weg rückwärts. Es gibt einen Artikel dazu hier in der Tagesschau.

Heute@18:46 Uhr von fathaland slim

Sie scheinen mich mißzuverstehen. Ich bezweifle nicht, daß das Problem existiert. Ich bezweifle lediglich, daß es schlimmer als früher ist.

"Früher" ist ein dehnbarer Begriff.

Bedenken Sie den Rückgang des Personals bedenken Sie, wie viele Hilferufe "wir" nicht mehr abdecken geschweige dem mit Gesprächen auffangen können.

Jeder Anruf welcher mich nicht erreicht in manchmal 10 Stunden alleine Telefondienst (Früher 2 Personen)

Sind "Dunkelziffer Opfer"!

@16:35 Uhr von fathaland slim

Wie hier bereits schon manche schrieben: wird wirklich alles was tatsächlich passiert auch angezeigt? Weiter verfolgt? Ich zweifle an Aussagen über zurückgegangene Straftaten zumindest in Bereichen wo die Straftaten wahrscheinlich meistens im Privaten stattfinden...

 

Niemand behauptet, es würde alles angezeigt.

 

Wenn aber, wie Sie unterstellen, Gewalttaten eher häufiger als früher geschehen, so hieße das, daß prozentual weniger angezeigt würde.

 

Was für Gründe könnte es dafür geben?

 

Ich sehe eigentlich keine.

 

Es gab durchaus Hinweise, dass besonders zu Corona-Lockdown-Zeiten die häusliche Gewalt zunahm und die Anzeigen durchaus weniger wurden, weil man sich dem Peiniger ausgeliefert sah.

 

 

@18:30 Uhr von fathaland slim

 

 

Ich bezweifle, daß es sich bei „Inga N.“ überhaupt um eine Frau handelt.

Ich auch. Und zwar ganz stark.

@18:40 Uhr von Anna-Elisabeth

@16:42 Uhr von fathaland slim

 

 

leben davon, die Sicherheitslage möglichst schwarz zu malen. Je mehr Angst die Menschen haben, desto leichter lassen sie sich von Law and Order-Parolen beeindrucken.

 

Von Anhängern solcher Parteien werden Meldungen wie die, die wir hier diskutieren, als Desinformationskampagne betrachtet. Denn es wird doch in Wirklichkeit alles immer schlimmer, besonders seit 2015...

Ich kann Ihnen versichern, dass wenn Sie einmal am hellichten Tag ernsthaft in eine Gefahrensituation geraten sind, lässt Sie das nicht so leicht wieder los. Und es ist auch nicht gerade leicht, Vorurteile zu unterdrücken.

 

Es ist mir schon passiert. Ich wurde mal ausgeraubt. Das war in Chicago, auf der West Side. Mancher hätte wohl dann eine solche Gegend nie wieder betreten. Ich aber erst recht. Nur so konnte ich das Trauma überwinden. Das war 1982, seitdem ist mir so etwas nie wieder passiert.

Ich glaube

das viele Frauen aus Angst vor noch mehr Gewalt von ihren Partner garnicht erst eine Anzeige machen. Mir selber ist in meinen Umfeld kein Fall von solchen schrecklichen Taten bekannt.

Was neues?@18:45 Uhr von weingasi1

Welche Rechten Parteien meinen Sie?

Ich meine AfD

Und auf welches Parteiprogram oder Pressemitteilung beziehen sie sich? 

....Der Bericht soll auch mögliche Hotspots häuslicher Gewalt in einzelnen Regionen oder Stadtvierteln kenntlich machen und soziale, kulturelle und migrationsbedingte Ursachen erfassen.

https://www.bundestag.de/webarchiv/presse/hib/2020_11/807426-807426

Diese Anfrage der AFD liegt allerdings bereits mehr als 2 Jahre zurück. Also, wie immer Mumpitz, da hier ja gerade die Entwicklung innerhalb dieses Zeitraumes betrachtet wird.

Die Haltung der AfD dazu hat sich dennoch nicht geändert! Sie meinen doch? Ok haben Sie da was?

Bitte aktualisieren Sie.

Pardon@18:57 Uhr von fathaland slim

Bitte lesen Sie meinen Kommentar, auf den Sie sich beziehen, noch einmal. Ich halte „Inga N.“ für einen Fake. Schon den Nick.

Freischaltung der Kommentare..... Ihren sah ich bei dem meinen noch nicht.

Flott@18:53 Uhr von saschamaus75

>> Sie wissen aber schon, dass Informationen über die...

 

Kleiner Tip:

Ich verweise in solchen Fällen IMMER(!!!) auf die §§ 45ff BDSG i.V.m. § 203 StGB. -.-

Prima, bin weniger fix als Sie.

Aber gut dass Sie dies ergänzt haben.

Zu 99,9%@19:08 Uhr von Mauersegler

Sie wissen aber schon, dass Informationen über die Herkunft der Bewohnerinnen im Frauenhaus grundsätzlich KEINE Angaben einfach so gemacht werden, das habe ich sogar vor meiner Tätigkeit so unterschrieben.

Fasse gerade nicht was Sie da tun.....

 

Nun, vielleicht ein Indiz für eine vorgetäuschte Identität.

Gehe ich absolut von aus, Missbrauch des Themas.

@18:23 Uhr von fathaland slim

Sie sollten sich mit dem Unterschied zwischen einer notwendigen und einer hinreichenden Bedingung vertraut machen. Wenn es um Gewalt geht, dann ist Testosteron ersteres, aber nicht letzteres. Ich habe das Zeug auch in mir, werde aber nicht gewalttätig.

 

Jeder Mensch hat Testosteron in sich. Das Vorhandensein an sich kann also nicht ursächlich sein.

Wahr!@18:48 Uhr von frosthorn

 

Wir haben ja in unserem Kreis mit @Kristallin eine Foristin mit hoher Fachkompetenz bei diesem Thema. Da kann ich nicht mithalten, wohl aber, was die Erfahrungen in Frauenhäusern und ähnlichen Einrichtungen angeht. Bei meiner beruflichen Tätigkeit hatte ich sehr viel Kontakt mit Mitarbeiter*Innen der sog. aufsuchenden Sozialarbeit.

Auch wenn es unglaublich klingt: von zehn Frauen, die innerhalb ihrer Beziehung zum Opfer von Gewalt wurden und ins Frauenhaus geflüchtet sind, kehren neun wieder zu ihrem Prügelpartner zurück. Übrigens durchaus auch mehrmals. Damit ist dann auch die Rücknahme der Anzeige wegen Körperverletzung verbunden, ein sog. Antragsdelikt, das nicht verfolgt wird, wenn das Opfer dies nicht mehr wünscht.

Dass der gewalttätige Partner dadurch natürlich nicht grade ermuntert wird, sein Verhalten zu ändern, liegt auf der Hand.

Alles wahr! Sie kennen sich ebenfalls sehr gut aus!

Irreführender Artikel

Allein schon die Überschrift ist irreführend:

 

>>Kriminalstatistik - weniger Gewalt in der Partnerschaft<<
 

Erst heute wurde im hessischen Rundfunk berichtet, dass während der „Pandemie“ die Fallzahlen dieser Gewalttaten in Paarbeziehungen um 15% anstiegen und sich trotz Entspannung der Covid-Lage bezüglich der einschränkenden Maßnahmen seitdem dennoch auf diesem Niveau halten.

 

Daran ändert auch der im Artikel erwähnte aktuelle Rückgang von 2,5% nicht viel.

 

Die Berichterstattung im HR zeigte insofern ein weitaus alarmierenderes Bild. Jedoch dürfte die TS weitaus mehr Publikum erreichen. Schon irgendwie komisch.

@19:36 Uhr von fathaland slim

...

Ich kann Ihnen versichern, dass wenn Sie einmal am hellichten Tag ernsthaft in eine Gefahrensituation geraten sind, lässt Sie das nicht so leicht wieder los. Und es ist auch nicht gerade leicht, Vorurteile zu unterdrücken.

 

Es ist mir schon passiert. Ich wurde mal ausgeraubt. Das war in Chicago, auf der West Side. Mancher hätte wohl dann eine solche Gegend nie wieder betreten. Ich aber erst recht. Nur so konnte ich das Trauma überwinden. Das war 1982, seitdem ist mir so etwas nie wieder passiert.

Ich werde jedenfalls auch künftig das Weite suchen, wenn sich Gruppen von jungen Männern nähern. Noch deutlicher will ich nicht werden. Das tiefe Misstrauen wird wohl bleiben.

 

@19:36 Uhr von NieWiederAfd

Wie hier bereits schon manche schrieben: wird wirklich alles was tatsächlich passiert auch angezeigt? Weiter verfolgt? Ich zweifle an Aussagen über zurückgegangene Straftaten zumindest in Bereichen wo die Straftaten wahrscheinlich meistens im Privaten stattfinden...

 

Niemand behauptet, es würde alles angezeigt.

 

Wenn aber, wie Sie unterstellen, Gewalttaten eher häufiger als früher geschehen, so hieße das, daß prozentual weniger angezeigt würde.

 

Was für Gründe könnte es dafür geben?

 

Ich sehe eigentlich keine.

 

Es gab durchaus Hinweise, dass besonders zu Corona-Lockdown-Zeiten die häusliche Gewalt zunahm und die Anzeigen durchaus weniger wurden, weil man sich dem Peiniger ausgeliefert sah.

 

 

 

Was für Hinweise? Es gibt offizielle Zahlen dazu. Die Gewalttaten innerhalb von Paarbeziehungen haben während der striktesten Covid-Maßnahmen deutlich zugenommen.

 

Die Dunkelziffer ist mit Sicherheit dementsprechend auch  gravierend angestiegen.

 

@19:48 Uhr von Kristallin

 

Wir haben ja in unserem Kreis mit @Kristallin eine Foristin mit hoher Fachkompetenz bei diesem Thema. Da kann ich nicht mithalten, wohl aber, was die Erfahrungen in Frauenhäusern und ähnlichen Einrichtungen angeht. Bei meiner beruflichen Tätigkeit hatte ich sehr viel Kontakt mit Mitarbeiter*Innen der sog. aufsuchenden Sozialarbeit.

Auch wenn es unglaublich klingt: von zehn Frauen, die innerhalb ihrer Beziehung zum Opfer von Gewalt wurden und ins Frauenhaus geflüchtet sind, kehren neun wieder zu ihrem Prügelpartner zurück. Übrigens durchaus auch mehrmals. Damit ist dann auch die Rücknahme der Anzeige wegen Körperverletzung verbunden, ein sog. Antragsdelikt, das nicht verfolgt wird, wenn das Opfer dies nicht mehr wünscht.

Dass der gewalttätige Partner dadurch natürlich nicht grade ermuntert wird, sein Verhalten zu ändern, liegt auf der Hand.

Alles wahr! Sie kennen sich ebenfalls sehr gut aus!

Aber sehr schwer zu verstehen.

 

So geht das @19:48 Uhr von Nettie

ihren Opfern einzureden, sie seien „selbst schuld“ daran, dass sie zu ihren Opfern wurden, kann sich nur sehr bzw. viel zu langsam etwas an der (globalen) Misere ändern.

Diese Brainwash, zusammen mit Gaslighting erfolgt durch Partner,ggf auch durch Familie, Bekannte.....

"Meine Frau/Freundin ist psychisch krank (Depressionen, Borderline ect) sie lügt u manipuliert, verletzt sich selbst!"

@19:11 Uhr von Keveslegeti

 Bei einer Anzeige wegen Körperverletzung ermittelt die Staatsanwaltschaft, denn Körperverletzung ist ein Offizialdelikt.

 

Das ist nicht ganz korrekt: Nicht jede Körperverletzung ist ein Offizialdelikt.

@19:43 Uhr von Kristallin

>> Sie wissen aber schon, dass Informationen über die...

 

18:53 Uhr von saschamaus75

Kleiner Tip:

Ich verweise in solchen Fällen IMMER(!!!) auf die §§ 45ff BDSG i.V.m. § 203 StGB. -.-

 

Prima, bin weniger fix als Sie.

Aber gut dass Sie dies ergänzt haben.

 

Man kann von dem Post von Inga N. um 17:04 halten, was man will (ich persönlich nicht viel), aber in diesem abstrakten Vortrag einen Datenschutzverstoss zu sehen, ist schon weit hergeholt.

@17:40 Uhr von Kristallin

Arbeite selber in einem Frauenhaus und ärgere mich unfassbar über die Politik und deren Vernachlässigung dieses Problems.
Kann den Artikel bestätigen, denn bei uns sind die meisten Frauen türkische Staatsangehörige kurdischer Herkunft. Schrecklich was diese Frauen durchmachen mussten und noch durchmachen, da die Täter (Ehemänner, Brüder, Väter, Onkel etc.) fast straffrei davonkommen und daher die Frauen immernoch bedrohen...
 

Sie wissen aber schon, dass Informationen über die Herkunft der Bewohnerinnen im Frauenhaus grundsätzlich KEINE Angaben einfach so gemacht werden, das habe ich sogar vor meiner Tätigkeit so unterschrieben.

Fasse gerade nicht was Sie da tun.....

Sie wissen schon, dass man mit den Frauen eine Beziehung eingeht und sie nicht wie irgendeine Kundschaft behandelt? Und das Problem beim Namen nennen stört sie aus welchem Grund?
Wir machen das jedenfalls so, keine Ahnung was sie angeblich für eine Tätigkeit ausüben...
 

@19:48 Uhr von Kristallin

 

Wir haben ja in unserem Kreis mit @Kristallin eine Foristin mit hoher Fachkompetenz bei diesem Thema. Da kann ich nicht mithalten, wohl aber, was die Erfahrungen in Frauenhäusern und ähnlichen Einrichtungen angeht. Bei meiner beruflichen Tätigkeit hatte ich sehr viel Kontakt mit Mitarbeiter*Innen der sog. aufsuchenden Sozialarbeit.

Auch wenn es unglaublich klingt: von zehn Frauen, die innerhalb ihrer Beziehung zum Opfer von Gewalt wurden und ins Frauenhaus geflüchtet sind, kehren neun wieder zu ihrem Prügelpartner zurück. Übrigens durchaus auch mehrmals. Damit ist dann auch die Rücknahme der Anzeige wegen Körperverletzung verbunden, ein sog. Antragsdelikt, das nicht verfolgt wird, wenn das Opfer dies nicht mehr wünscht.

Dass der gewalttätige Partner dadurch natürlich nicht grade ermuntert wird, sein Verhalten zu ändern, liegt auf der Hand.

Alles wahr! Sie kennen sich ebenfalls sehr gut aus!

Wie häufig spielen Kinder eine Rolle, wenn Frauen zu gewalttätigen Männer zurückkehren? 

 

@19:54 Uhr von Anna-Elisabeth

...

Ich kann Ihnen versichern, dass wenn Sie einmal am hellichten Tag ernsthaft in eine Gefahrensituation geraten sind, lässt Sie das nicht so leicht wieder los. Und es ist auch nicht gerade leicht, Vorurteile zu unterdrücken.

 

Es ist mir schon passiert. Ich wurde mal ausgeraubt. Das war in Chicago, auf der West Side. Mancher hätte wohl dann eine solche Gegend nie wieder betreten. Ich aber erst recht. Nur so konnte ich das Trauma überwinden. Das war 1982, seitdem ist mir so etwas nie wieder passiert.

Ich werde jedenfalls auch künftig das Weite suchen, wenn sich Gruppen von jungen Männern nähern. Noch deutlicher will ich nicht werden. Das tiefe Misstrauen wird wohl bleiben.

 

##  Das habe ich meinen 3 Frauen auch immer gesagt und meidet dunkle Wege auch wenn es eine Abkürzung ist. Gruß

@19:58 Uhr von falsa demonstratio

(von @Bernd Kevesligeti:)

 Bei einer Anzeige wegen Körperverletzung ermittelt die Staatsanwaltschaft, denn Körperverletzung ist ein Offizialdelikt.

 

Das ist nicht ganz korrekt: Nicht jede Körperverletzung ist ein Offizialdelikt.

 

Einfache Körperverletzung ist ein Antragsdelikt. Schwere (bleibende gesundheitliche Schäden) und gefährliche (unter Verwendung einer Waffe) Körperverletzungen sind Offizialdelikte.

Ein oder beide Augen mit der Faust blau hauen, Würgen mit beiden Händen oder ein paar Dutzend Hämatome zufügen, wird nur auf Antrag verfolgt. Selbst dann, wenn der Täter jeden Tag dreimal zuschlägt.

Schwer zu glauben, ja.

@20:15 Uhr von Anna-Elisabeth

Wie häufig spielen Kinder eine Rolle, wenn Frauen zu gewalttätigen Männer zurückkehren? 

 

Sehr, sehr häufig. Es dürfte sogar so sein, dass in einer Beziehung mit Kindern die Hemmschwelle, den Partner zu verlassen oder gar anzuzeigen, weit höher liegt. Dabei müssen das noch nicht einmal gemeinsame Kinder sein.

Aber mir haben auch z.B. Kriminalpolizisten berichtet, dass Frauen, die "im Milieu" beheimatet sind, lieber an einer toxischen Beziehung festhalten, als sich ein Leben als Single vorzustellen. Sie sind auch häufig bereit, die Schuld für "das Problem" bei sich selbst zu suchen.

@19:08 Uhr von falsa demonstratio

 
Meine Anzeige von Jan. 2020 ist jetzt zur viertem mal auf März 2023 ohne Angabe von Gründen verschoben worden.

 

Was soll das heißen, dass die Anzeige verschoben worden ist?

Die Verhandlung gegen den Täter.

Der Täter hat mehr Rechte zur Verzögerung als ich um zu einer schnellen Verhandlung.

ich entstamme einem Elternhaus

 

mit wirklich exzessiver Gewalt. Zwei suchtkranke Eltern, die beide ihre Kinder misshandelten, noch mehr allerdings einander. Aus heutiger Sicht fast ein Wunder, dass alle Beteiligten überlebt haben.

Im Anschluss an die Gewaltexzesse wurde den Kindern erklärt, dass alles erstens nur auf einem Missverständnis beruht habe, es zweitens allerdings in anderen Familien genauso zugehe. Wir sollten uns schon mal an den Gedanken gewöhnen, dass es in unseren späteren Beziehungen auch nicht anders aussehen werde. Aber "wenn man sich lieb habe", sei das alles auch gar kein Problem.

In dem sozialen Brennpunkt, in dem ich aufwuchs, schien sich das auch mit der Realität zu decken, wenn ich den Erzählungen meiner Spielkameraden glauben durfte (dass partnerschaftliche Gewalt ein schichtübergreifendes Phänomen ist, ahnte ich damals nicht). Wir hielten also Gewalt in Familien tatsächlich für "normal".

Viel von dieser Denke dürfte heute noch verbreitet sein. Soviel zur Bereitschaft, der Gewalt zu entfliehen.

@20:12 Uhr von Inga N. @Kristallin

Sie wissen aber schon, dass Informationen über die Herkunft der Bewohnerinnen im Frauenhaus grundsätzlich KEINE Angaben einfach so gemacht werden, das habe ich sogar vor meiner Tätigkeit so unterschrieben.

Sie wissen schon, dass man mit den Frauen eine Beziehung eingeht und sie nicht wie irgendeine Kundschaft behandelt?

 

Das klingt ja äußerst professionell.

 

Und das Problem beim Namen nennen stört sie aus welchem Grund?

 

In über 70 Prozent der erfassten Fälle von Partnergewalt geht diese von deutschen Männern aus. Bei den nichtdeutschen stehen an zweiter Stelle polnische Männer. Wieso äußern Sie sich nicht dazu?

 

Wir machen das jedenfalls so, keine Ahnung was sie angeblich für eine Tätigkeit ausüben...
 

So ähnlich haben Sie das kürzlich unter anderem Nick in einem anderen Kontext auch schon versucht. Über Ihren Stil kann wer möchte sich hier ein Bild machen.(https://meta.tagesschau.de/id/149540/hitzewelle-in-griechenland-erreich…)

@20:12 Uhr von Inga N.

Arbeite selber in einem Frauenhaus und ärgere mich unfassbar über die Politik [...]
Kann den Artikel bestätigen, denn bei uns sind die meisten Frauen türkische Staatsangehörige kurdischer Herkunft. Schrecklich was diese Frauen durchmachen mussten [...]

[...]

Sie wissen schon, dass man mit den Frauen eine Beziehung eingeht und sie nicht wie irgendeine Kundschaft behandelt? Und das Problem beim Namen nennen stört sie aus welchem Grund?
Wir machen das jedenfalls so, keine Ahnung was sie angeblich für eine Tätigkeit ausüben...

 

Es ist mir völlig egal, wer Sie sind und was Sie sind. Und Ihre Erzählung hat ohnehin nur anekdotischen Wert, da Sie sie nicht belegen können. Aber was mir nicht egal ist, ist die Tatsache, daß Sie das Thema eindeutig mißbrauchen um Stimmung gegen Menschen anderer Herkunft zu machen.

 

Das Problem wird beim Namen genannt. Es heißt häusliche Gewalt. Und dabei spielt es keine Rolle, wo jemand herkommt, welche Haarfarbe ein Mensch hat, oder welche Hautfarbe.

@20:41 Uhr von frosthorn

Wie häufig spielen Kinder eine Rolle, wenn Frauen zu gewalttätigen Männer zurückkehren? 

 

Sehr, sehr häufig. Es dürfte sogar so sein, dass in einer Beziehung mit Kindern die Hemmschwelle, den Partner zu verlassen oder gar anzuzeigen, weit höher liegt. Dabei müssen das noch nicht einmal gemeinsame Kinder sein.

Aber mir haben auch z.B. Kriminalpolizisten berichtet, dass Frauen, die "im Milieu" beheimatet sind, lieber an einer toxischen Beziehung festhalten, als sich ein Leben als Single vorzustellen. Sie sind auch häufig bereit, die Schuld für "das Problem" bei sich selbst zu suchen.

Vielen Dank für die hilfreiche Antwort.

 

@Keveslegeti - Gewalt gegen Männer

>>Von daher vermute ich, dass höchstens jede zehnte Frau eine Anzeige erstattet. Und bei den Männern bestenfalls jeder Einhundertste.<<

@19:13 Uhr von Keveslegeti:

"Dann vermuten Sie also, dass es eine Flut von familiären Gewalttaten gegen Männer gibt?"

Meine Vermutung bezog sich auf den Anteil der Meldungen und nicht auf die absolute Anzahl der Vorfälle.

Das RKI geht davon aus, dass beide Geschlechter etwa gleich häufig von häusliche Gewalt betroffen sind. In den Statistiken des BMFSFJ werden ca. 30 % männliche Opfer genannt. (Quelle: wikipedia/Gewalt gegen Männer)

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@20:24 Uhr von frosthorn

 

Einfache Körperverletzung ist ein Antragsdelikt. Schwere (bleibende gesundheitliche Schäden) und gefährliche (unter Verwendung einer Waffe) Körperverletzungen sind Offizialdelikte.

Ein oder beide Augen mit der Faust blau hauen, Würgen mit beiden Händen oder ein paar Dutzend Hämatome zufügen, wird nur auf Antrag verfolgt. Selbst dann, wenn der Täter jeden Tag dreimal zuschlägt.

Schwer zu glauben, ja.

 

Das ist zwar dramatisch, aber nicht ganz korrekt:

 

(Einfache) Körperverletzung ist ein sog. relatives Antragsdelikt, das die StA durchaus ohne Strafantrag verfolgen kann.

 

Beim Würgen könnte es sich um eine "das Leben gefährdende Behandlung" i.S.d. § 224 Nr. 5 StGB handeln, also um gefährliche KV, die ein Offizialdelikt darstellt.

 

@20:58 Uhr von werner1955

 
Meine Anzeige von Jan. 2020 ist jetzt zur viertem mal auf März 2023 ohne Angabe von Gründen verschoben worden.

 

Was soll das heißen, dass die Anzeige verschoben worden ist?

Die Verhandlung gegen den Täter.

Der Täter hat mehr Rechte zur Verzögerung als ich um zu einer schnellen Verhandlung.

 

Sie sollten sich einen Anwalt nehmen, der für Sie die Strafakte einsieht. In der Akte wird er die Begründung für die Verlegungen finden.

 

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