Christian Lindner

Ihre Meinung zu Analyse: Wie gerecht sind Lindners Steuerpläne?

Finanzminister Lindner sagt, seine Steuerpläne seien fair und gerecht. Andere halten sie dagegen für sozial unausgewogen. Was stimmt? Lässt sich die Frage nach der Gerechtigkeit objektiv beantworten? Von Hans-Joachim Vieweger.

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179 Kommentare

Kommentare

RoyalTramp
@20:23 Uhr von -Der Golem-

Herr L. redet über Steuern.  Das Hauptproblem der Benachteiligten sind nicht die Steuern sondern die Lebenshaltungskosten d.h. Energiepreise, Lebensmittelpreise, Spritpreise etc.  Mit seinem "Geldregen" kann er einen Teil dessen kompensieren, was nötig ist.

Und das nicht einmal jetzt sondern erst mittelfristig oder gar langfristig.

Also ...  alles Populismus und Augenwischerei

Es fehlt an Zielgenauigkeit. 

Es ist sogar noch viel perfider als Sie denken, denn jeder Cent Entlastung kommt unmittelbar wieder der Wirtschaft zugute. Denn was machen Benachteiligte? Die kaufen sich davon endlich einen neuen Kühlschrank, um den kaputten Alten zu ersetzen, wofür sie bisher nicht genug Geld hatten. Im Endeffekt ist diese angebliche "Entlastung" nichts anderes als ein weiteres verstecktes Förderprogramm für Lindners beste Freunde in der Wirtschaft, eben die Umverteilung von Unten nach Oben!

Anna-Elisabeth
@20:56 Uhr von Kein Einstein

Das waren u.a. die USA und China. Dort gibt es keine neiddebatten weil jemand mehr hat, als der andere. Dort wird Leistung anerkannt.

Inwiefern erbringen Menschen in der Pflege, auf dem Bau, bei der Beförderung, in der Produktion, in der Landwirtschaft usw. keine Leistung? Wieso erkennen Sie nicht an, dass es verschiedene Fähigkeiten und Berufe in einer arbeitsteiligen Gesellschaft braucht?

Ja, es ist erschreckend, wie viele Menschen das nicht begreifen. Manchmal frage ich mich, ob das schon die Früchte des Bildungsnotstands sind.

 

.

.

Ich denke, viele verwechseln Einbildung mit Bildung und Herzensbildung ist für diese ein Fremdwort.

Vermutlich ist das so. 

 

AuroRa
@21:00 Uhr von Nachgedacht

 

Zunächst beglückwünsche ich Sie ehrlich zu Ihrem beruflichlich Erfolg. Ihre ideologische Ansicht teile ich jedoch nicht. Ich verdiene ohne Promotion gleichfalls über 60k brutto, habe aber 4 minderjährige Kinder zu versorgen und bin generell der Ansicht, dass sich Leistung lohnen muss. Das schließt die Leistung von AN mit abgeschlossener Berufsausbildung übrigens mit ein. Denn natürlich kann eine Gesellschaft nicht allein aus Studierten bestehen. Aber Sie sollten Steuergerechtigkeit nicht mit uferloser Umverteilung verwechseln. Denn belastet wird auch meine Familie durch die aktuellen Umstände mehr als genug. Das ist kein Alleinstellungmerkmal der sogenannten Geringverdiener. 

Achso dann sprachen Sie beim “Geiz” und “Sozialneid” also von sich selbst. 

Ihr Problem ist nicht die Inflation, sondern der Fakt, dass Kinderbekommen in Deutschland nicht ausreichend honoriert wird.

fruchtig intensiv
@21:02 Uhr von vriegel

Sozialneid und Populismus sind ein großes Problem in Deutschland. Schreibt auch die NZZ in ihrem Newsletter.

Wieder sowas. Wenn man die Debatte nicht führen will, führt man "Neid" auf. Nicht, dass wir bloß irgendwie in diesem Land einen Fortschritt erzielen sollen.

fruchtig intensiv
@21:05 Uhr von vriegel

„Lindners Steuerpläne sind vernünftig, und sie verdienen es, ohne linksideologische Brille betrachtet zu werden. Der Finanzminister will kleine Einkommen am stärksten entlasten und die Ersparnis bei hohen Einkommen deckeln. Zu einigen Massnahmen ist er ohnehin verpflichtet. Das Existenzminimum etwa ist steuerfrei, es heraufzusetzen, ist angesichts der hohen Inflation verfassungsrechtlich geboten.“ 

Quelle NZZ

 

Dass Sie hier generell hetzen und versuchen Zwietracht unters Volk zu streuen weiß doch schon längst jeder hier…

 

Jepp, unsere Presse. Ein Hort von Gerechtigkeit und Anstand. Besonders bei der NZZ.

schabernack
@20:48 Uhr von RoyalTramp

 

Jetzt kommen die DINKs aus den Ecken gekrochen und werden mir bestimmt vorwerfen, dass Familien mit Kindern bereits über die Gebühr bevorzugt würden. Ja, sorry. Dann schafft euch doch Kinder an, wenn ihr glaubt, dass es wirklich so ein toller finanz. Vorteil wäre! Denn was die staatlichen Leistungen für Familien betrifft, wiegen diese kaum die durch Kinder entstehenden Unkosten auch nur im Ansatz auf.

 

Wiegen sie bei weitem nicht auf. Es gibt verschiedene Rechnung, was ein Kind bis zum Erreichen des 18. Lebensjahres durchschnittlich all together finanziell kostet. Ich nehme immer den Wert 150.000 Euro.

 

Ganz sicher ist auch Ihr Kind nicht in Gold auzuwiegen.

Jeder €, der ein Kind fröhlich macht, ist ein € doppelt gut.

 

@20:39 Uhr von RoyalTramp

 

 

Im quartären Bildungssektor findet sich leider kaum ein AG, der einen Dozenten fest anstellt. Und so bin ich in Ermangelung anderweitiger Qualifikationen - aber auch finanz. Möglichkeiten - dazu gezwungen …

 

Was ist der «Quartäre Bildungssektor» …?

Anna-Elisabeth
@21:06 Uhr von -Der Golem-

 

Was mich selbst betrifft, finde ich es nur noch halb so schlimm, dass meine Jahre (Monate?) gezählt sind.

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„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch mein Apfelbäumchen pflanzen“

Ich würde wohl nur noch eine Distel oder einen kleinen Kaktus schaffen. Aber ich denk d'rüber nach. ;-)

 

vriegel
@20:02 Uhr AuroRa - 60.000€ Brutto.?!

 

Aber die Gier einiger, die hier unter dem Deckmantel der sogenannten "sozialen Gerechtigkeit" "Entlastung" fordern,  lassen völlig unberücksichtigt, dass die sogenannten "Besserverdiener" häufig nicht grundlos besser als sie verdienen, sondern sich dieses "Mehr" an Einkommen in der Regel über viele Jahre durch erhebliche (Mehr)Leistungen wie  Abitur und ABGESCHLOSSENES  STUDIUM erarbeitet haben. 

Ich bin promovierte Biologin, verdiene mehr als 60.000 im Jahr und brauche keine Entlastung sondern fordere Entlastung für Leute die durch die Inflation BELASTET werden - das ist simple Logik! 

 

man könnte auch sagen das wer sich nicht um sich selber kümmert, auf Dauer immer abgehängt werden wird. 

 

Zu viele Leute verlassen sich immer mehr auf den Staat und murren nachher noch, dass sie zwar nicht verhungern und auch sonst alles haben, aber eben gerne noch mehr hätten. 

 

und mit 60.000€ Brutto sind Sie netto irgendwo in der Einkommensmitte. 

 

Durchaus nicht „safe“ vor hoher Inflation. 

Account gelöscht
@20:32 Uhr von schabernack

 

 

Viele Rentner sind nicht steuerpflichtig. Die bekommen Rente, und das hat mit Subvention noch weniger gemeinsam als Bären mit Fischen. Rentner erhalten nicht mal die Einmalzahlung «Energiegeld» 300 Euro / Person, die bereits beschlossen ist, und ab September ausgezahlt werden wird.

 

ALG2-Empfänger und Studenten bekommen diese 300 Euro auch nicht.

Und so weiter.

 

 

Ich stimme Ihnen zu. Aber das ist ja der Politik der Ampelkoalition unter Herrn Scholz geschuldet. Das von Ihne genannte Klientel der Rentner findet dort KEINE Betücksichtigung. ALG2 Empfänger hingen sehr wohl. Aber da kämen wir vom Thema ab.

 

Btw... 300 Euro VOR Steuern. Ich habe es meinen Kindern so erklärt: "Stellt euch vor, ich verspreche Euch, ihr bekommt 10 Euro. Aber bevor ich sie euch gebe, verlange von denn10 Euro 5 Euro für Abgaben zurück..Wie viel Euro habt ihr also tatsächlich bekommen?"... Die Gesichter der Kinder sprachen Bände. ;) Aber das ist ein anderes Thema.

AuroRa
@21:05 Uhr von vriegel

Der Bürger hat etwas davon und die Konzerne den 5 fachen Gewinn.

So muss das nach Lindner halt sein.

Versteht ihr das nicht?!

 

„Lindners Steuerpläne sind vernünftig, und sie verdienen es, ohne linksideologische Brille betrachtet zu werden. Der Finanzminister will kleine Einkommen am stärksten entlasten und die Ersparnis bei hohen Einkommen deckeln. Zu einigen Massnahmen ist er ohnehin verpflichtet. Das Existenzminimum etwa ist steuerfrei, es heraufzusetzen, ist angesichts der hohen Inflation verfassungsrechtlich geboten.“ 

Quelle NZZ

 

Dass Sie hier generell hetzen und versuchen Zwietracht unters Volk zu streuen weiß doch schon längst jeder hier…

 

Wo kommt das Geld her, mit dem Gutverdienende, die nicht übermäßig belastet sind, entlastet werden? Das fehlt in der Sozialkasse - was v.a. wieder die Gering/Nichtverdienenden entlastet. Dass soziale Gerechtigkeit als “Linksideologie” betitelt wird, lässt tief blicken 

Menschen 123xyz
Immer das Märchen von

der Mehr-Leistung der Reichen als Begründung dafür nichts abgeben zu wollen. Dann noch gepaart mit der besseren Bildung wobei hier wieder mehr Bemühen als Grundsatz unterstellt wird. Dass Kinder aus prekären Verhältnissen überwiegend keine Chance auf Abi haben und auf ehrlichem Weg kaum reich werden können ist viele Male nachgewiesen. Die daraufhin kommenden Gegenbeispiele sind seltene Einzelfälle und konnten es schaffen, weil meist irgendwo in ihrem Leben einer auftauchte, der sie stark unterstützte. Einige verantwortungsvolle Reiche wissen das. Reich bleibt Reich, Arm bleibt Arm, falsche Politik schafft sehr Reiche, viiiele Arme und eine Verdrängung der Mittelschicht zur Armut hin. Gute Politik zielt auf immer mehr Mittelschicht, keine ganz Arme und wenig etwas Reichere, keine ganz Reichen. Das ist was Grundlage aller Welt ist, und leider von Despoten, Diktatoren und Mächtigen erfolgreich torpediert wird. Einfach, weil die Einflußmöglichkeiten Reich größer sind.

 

 

Silverfuxx
20:43 Uhr von Nachgedacht

Das, was Sie hier `Leistung´ nennen, ist vielen gar nicht möglich. Bei vielen Menschen hierzulande steht am Tag ihrer Geburt bereits fest, dass sie niemals die Chance auf Abi oder Studium haben werden. Wir können die paar Ausnahmen, die aus Hartz IV-Haushalt mit Vater Alkoholiker und Mutter depressiv und/oder alleinerziehend dennoch (und bei manchen wenigen übrigens vielleicht sogar gerade deshalb) trotzdem einen `Aufstieg´ schaffen, hier durchaus vernachlässigen.

Das hat sicher nichts mit Neid zu tun, es ist ganz einfach die Benennung der Realität. So jemand kann mit anständiger Leistungsbereitschaft und Eigeninitiative und dem ganzen Quark nicht vorankommen, weil es schlicht kein Vorbild, keine Förderung oder Unterstützung gibt. Die Herkunft entscheidet. Alles andere ist Phantasterei und entspricht nicht der Realität.

 

Es gibt Tonnen von Artikeln zum Thema. Z.B:

https://taz.de/Sozialer-Aufstieg-in-Deutschland/!5785769/

Account gelöscht
@21:11 Uhr von AuroRa

 

Zunächst beglückwünsche ich Sie ehrlich zu Ihrem beruflichlich Erfolg. Ihre ideologische Ansicht teile ich jedoch nicht. Ich verdiene ohne Promotion gleichfalls über 60k brutto, habe aber 4 minderjährige Kinder zu versorgen und bin generell der Ansicht, dass sich Leistung lohnen muss. Das schließt die Leistung von AN mit abgeschlossener Berufsausbildung übrigens mit ein. Denn natürlich kann eine Gesellschaft nicht allein aus Studierten bestehen. Aber Sie sollten Steuergerechtigkeit nicht mit uferloser Umverteilung verwechseln. Denn belastet wird auch meine Familie durch die aktuellen Umstände mehr als genug. Das ist kein Alleinstellungmerkmal der sogenannten Geringverdiener. 

Achso dann sprachen Sie beim “Geiz” und “Sozialneid” also von sich selbst. 

Ihr Problem ist nicht die Inflation, sondern der Fakt, dass Kinderbekommen in Deutschland nicht ausreichend honoriert wird.

 

Mit diesem Kommentar haben Sie sich ein Armutszeugnis ausgestellt. Dabei belasse ich es. 

DannyM
@21:02 Uhr von vriegel

 

Dabei benötigen vor allem SozialhilfeEmpfänger keinen Heizkostenzuschuss. Das zahlt das Amt zu 100%..

Das Amt zahlt keine 100 Prozent sondern ein künstlich berechnetes (man könnte eher sagen kleingerechnetes) Konstrukt von "angemessenen Heizkosten". Alles über dieser Summe zahlt der Empfänger aus dem allgemeinen Satz und bekommt gesagt, er solle sparen oder sich eine sparsamer zu heizende Wohnung suchen. Im Hinblick darauf, dass a) die Empfänger dieser Leistungen üblicherweise in älteren, energetisch schlecht aufgestellten Behausungen leben und sie b) keine Chance haben, in besser gedämmte und moderner beheizte Wohnungen zu ziehen, da diese im bezahlbaren Segment schlicht nicht vorhanden sind einfach nur lächerlich ist.

-Der Golem-
@21:14 Uhr von schabernack - Valuta

 Es gibt verschiedene Rechnung, was ein Kind bis zum Erreichen des 18. Lebensjahres durchschnittlich all together finanziell kostet. Ich nehme immer den Wert 150.000 Euro.

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Ich habe meinen 3 Kindern zum 18. Geburtstag immer eine Rechnung in Geschenkpapier überreicht - also etwa 100.000 DM seinerzeit. Allerdings hatte ich ihnen 50 Jahre Valuta eingeräumt. Man ist ja kein Unmensch....

Moderation
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Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation

AuroRa
@21:15 Uhr von AuroRa

Der Bürger hat etwas davon und die Konzerne den 5 fachen Gewinn.

So muss das nach Lindner halt sein.

Versteht ihr das nicht?!

 

„Lindners Steuerpläne sind vernünftig, und sie verdienen es, ohne linksideologische Brille betrachtet zu werden. Der Finanzminister will kleine Einkommen am stärksten entlasten und die Ersparnis bei hohen Einkommen deckeln. Zu einigen Massnahmen ist er ohnehin verpflichtet. Das Existenzminimum etwa ist steuerfrei, es heraufzusetzen, ist angesichts der hohen Inflation verfassungsrechtlich geboten.“ 

Quelle NZZ

 

Dass Sie hier generell hetzen und versuchen Zwietracht unters Volk zu streuen weiß doch schon längst jeder hier…

 

Wo kommt das Geld her, mit dem Gutverdienende, die nicht übermäßig belastet sind, entlastet werden? Das fehlt in der Sozialkasse - was v.a. wieder die Gering/Nichtverdienenden entlastet. Dass soziale Gerechtigkeit als “Linksideologie” betitelt wird, lässt tief blicken 

*wieder die Gering/Nichtverdienenden BELASTET.

Hartmut der Lästige
@21:07 Uhr von fruchtig intensiv

  Es brauchte doch niemandem mehr bewiesen werden, wer der bessere deutsche Staat ist.

 

Und wie so oft, bin ich der Freund vom Bereich dazwischen. Wir sind ja offiziell eine soziale Marktwirtschaft (gewesen).

Ich spreche nicht dagegen, Reichtum nicht mehr zu erlauben. Ich spreche mich aber ausrücklich dafür aus, Reiche stärker am Sozialstaat zu beteiligen. Selbst das Grundgesetz schreibt das im Artikel 14 vor.

Beispiel: Alle ab 18 zahlen in die Rente ab einem Einkommen von zb. 1500 Euro. Jeder zahlt 5% ein. Auch der, der 300.000 monatlich verdient. Alle haben Anspruch darauf. Aber zb. bis max. 3000 p.M.

Verkehrt?

Nee, fände ich ganz prima ! Ebenso eine Einheitskrankenversicherung für alle. Werden aber viel der selbsternannten Leistungsträger und Beamte anders sehen.

@putzfee02: In der ehemaligen DDR gab es keine Hungernden und Obdachlosen, die bei einem Kälteeinbruch erfroren sind. Von daher erübrigt sich Ihre Frage nach dem besseren Staat.

weingasi1
@20:16 Uhr von unbutu77

Aber es bleibt Grundsätzlich die Frage wie der Staat die Mittel aufbringen soll um Bildung, Armut und Umwelt zu schützen. Am einfachsten wäre es wenn die systemrelevanten Bereiche: Energie, Ressourcen und Finanzen vergesellschaftet wären. Dann würde die Wertschöpfung aus diesen Bereichen dem Staat zu Gute kommen. Aber in den letzten 25 Jahren wurde das genaue Gegenteil gemacht : Privatisierung !

Sind Sie tatsächlich der Meinung, dass "der Staat" der bessere Unternehmer ist ? Wann hätte er das je unter Beweis gestellt ? Sie schreiben "die Bereiche: Energie, Ressourcen u. Finanzen " Letztere Kompetenz hat der Staat, da er der Empfänger und Treuhänder ist, ohnehin. Energien sind meist in kommunaler Hand. Was Sie mit "Ressourcen" meinen ? Kann alles und nichts sein.

 

fruchtig intensiv
@21:14 Uhr von vriegel

Zu viele Leute verlassen sich immer mehr auf den Staat und murren nachher noch, dass sie zwar nicht verhungern und auch sonst alles haben, aber eben gerne noch mehr hätten. 

 

und mit 60.000€ Brutto sind Sie netto irgendwo in der Einkommensmitte. 

 

Durchaus nicht „safe“ vor hoher Inflation. 

Ja, 60 Tausend Brutto im internationalen Vergleich (westliche Welt) ist nicht wirklich viel Geld. Aber in Deutschland reicht das für den Spitzensteuersatz.

Der Staat hat dafür zu sorgen, dass in diesem Land keiner wirklich abgehängt wird. Zeltstädte wie in den USA sind doch kein schönes Bild oder?

Wenn wir als Land und Volkswirtschaft so reich sind, warum sehe ich es nicht in dem Umfang "auf der Straße?"

Unsere Politiker führen sich wie Feudalherren auf, schmeißen mit den Geldern nur so um sich. Nur irgendwie werden die Suppenküchen immer mehr und Zahl der Obdachlosen wächst. Flaschensammeln als Nebenbeschäftigung für Renter ist leider en vogue.

Verstehe das, wer will.

AuroRa
@21:14 Uhr von vriegel

 

Aber die Gier einiger, die hier unter dem Deckmantel der sogenannten "sozialen Gerechtigkeit" "Entlastung" fordern,  lassen völlig unberücksichtigt, dass die sogenannten "Besserverdiener" häufig nicht grundlos besser als sie verdienen, sondern sich dieses "Mehr" an Einkommen in der Regel über viele Jahre durch erhebliche (Mehr)Leistungen wie  Abitur und ABGESCHLOSSENES  STUDIUM erarbeitet haben. 



 

man könnte auch sagen das wer sich nicht um sich selber kümmert, auf Dauer immer abgehängt werden wird. 

 

Zu viele Leute verlassen sich immer mehr auf den Staat und murren nachher noch, dass sie zwar nicht verhungern und auch sonst alles haben, aber eben gerne noch mehr hätten. 



 

Jetzt kommen Sie mir mit dem Märchen der freiwillig Arbeitslosen! Diejenigen, die kein Einkommen erzielen WOLLEN” liegen der breiten Bevölkerung weit weniger auf der Tasche als die Reichen, die sich mittels des Cantillon-Effekts an der Bevölkerung bereichern! 



 

 

 

AuroRa
@21:18 Uhr von Nachgedacht

 

Zunächst beglückwünsche ich Sie ehrlich zu Ihrem beruflichlich Erfolg. Ihre ideologische Ansicht teile ich jedoch nicht. Ich verdiene ohne Promotion gleichfalls über 60k brutto, habe aber 4 minderjährige Kinder zu versorgen und bin generell der Ansicht, dass sich Leistung lohnen muss. Das schließt die Leistung von AN mit abgeschlossener Berufsausbildung übrigens mit ein. Denn natürlich kann eine Gesellschaft nicht allein aus Studierten bestehen. Aber Sie sollten Steuergerechtigkeit nicht mit uferloser Umverteilung verwechseln. Denn belastet wird auch meine Familie durch die aktuellen Umstände mehr als genug. Das ist kein Alleinstellungmerkmal der sogenannten Geringverdiener. 

Achso dann sprachen Sie beim “Geiz” und “Sozialneid” also von sich selbst. 

Ihr Problem ist nicht die Inflation, sondern der Fakt, dass Kinderbekommen in Deutschland nicht ausreichend honoriert wird.

 

Mit diesem Kommentar haben Sie sich ein Armutszeugnis ausgestellt. Dabei belasse ich es. 

Offenbar Volltreffer.

zyklop
@20:42 Uhr von Juergen

"Solange Deutschland sein Steuersystem nicht den skandinavischen Systemen angleicht, wird das deutsche Steuersystem immer kränklich sein und von den meisten Menschen als ungerecht empfunden werden."

 

Ach wirklich? Hatte Schweden nicht mal einen Spitzensteuersatz von 90 %, den man wieder gesenkt hat, weil er sich nicht bewährte?

 

weingasi1
@21:06 Uhr von -Der Golem-

 

Was mich selbst betrifft, finde ich es nur noch halb so schlimm, dass meine Jahre (Monate?) gezählt sind.

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„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch mein Apfelbäumchen pflanzen“

Das ist ein Spruch von Luther. Sie sollten sich nicht mit fremden Federn schmücken. Eine Quellenangabe scheinen Sie nicht als notwendig zu erachten.

 

 

 

Account gelöscht
Wie gerecht sind Lindners Steuerpläne ??

Da könnte man jetzt allgemein auf die FDP verweisen. Sätze, wie "die Partei der Besserverdienenden". 

Man könnte sich das auch konkreter ansehen: Die kalte Progression, die Lindner abbauen will, trifft vor allem Großverdiener. Da wird gesagt, im Durchschnitt betrage die Entlastung 192 Euro. Die Arbeitnehmerkammer Bremen hat nun ausgerechnet, daß ein Single mit 100.000 Euro Jahreseinkommen um 600 Euro entlastet wird. Eine Alleinerziehende mit 20.000 Euro Jahreseinkommen mit knapp 100 Euro. Und ein Ehepaar mit 600.000 Euro Jahreseinkommen mit 1700 Euro entlastet würde.

 

Übrigens hat der Portfolio-Manager bei Flornoy, Arnaud Cadart im Spiegel gesagt, daß die Nachfrage nach Luxusgütern ungebrochen ist.

RoyalTramp
@21:00 Uhr von Nachgedacht

Denn natürlich kann eine Gesellschaft nicht allein aus Studierten bestehen. Aber Sie sollten Steuergerechtigkeit nicht mit uferloser Umverteilung verwechseln. Denn belastet wird auch meine Familie durch die aktuellen Umstände mehr als genug. Das ist kein Alleinstellungmerkmal der sogenannten Geringverdiener. 

Alles gut & schön... aber warum hat man dann bei Ihnen das Gefühl, Sie würden nur nach unten treten & den weniger gut Gestellten auch noch "den Dreck unter den Fingernägeln neiden"? Der Punkt ist doch: es sind die "da Oben", die sich auf Ihre Kosten bereichern! Nehmen wir die Preise an der Tankstelle der letzten Wochen. Und *zack* mussten Sie mehr Ihres Einkommens berappen. Auf der Tasche liegt Ihnen aber nicht der Hartz IVer, der von den gestiegenen Tankpreisen nicht profitiert, sondern das Ölunternehmen, das alles Mögliche als Argumente einbringt, warum drastisch höhere Preissprünge, die sogar noch über den Marktpreiszuwächsen lagen, angeblich gerechtfertigt gewesen seien.

Account gelöscht
@21:16 Uhr von Silverfuxx

[...] Bei vielen Menschen hierzulande steht am Tag ihrer Geburt bereits fest, dass sie niemals die Chance auf Abi oder Studium haben werden. Wir können die paar Ausnahmen, die aus Hartz IV-Haushalt mit Vater Alkoholiker und Mutter depressiv und/oder alleinerziehend dennoch (und bei manchen wenigen übrigens vielleicht sogar gerade deshalb) trotzdem einen `Aufstieg´ schaffen, hier durchaus vernachlässigen.

Das hat sicher nichts mit Neid zu tun, es ist ganz einfach die Benennung der Realität. So jemand kann mit anständiger Leistungsbereitschaft und Eigeninitiative und dem ganzen Quark nicht vorankommen, weil es schlicht kein Vorbild, keine Förderung oder Unterstützung gibt. Die Herkunft entscheidet. Alles andere ist Phantasterei und entspricht nicht der Realität.

 

Es gibt Tonnen von Artikeln zum Thema. Z.B:

https://taz.de/Sozialer-Aufstieg-in-Deutschland/!5785769/

Ja, das will ich nicht bestreiten. Aber es gibt zig tausend andere Beispiele, die sich u.a. mit BaföG beruflich verwirklicht haben

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RoyalTramp
@21:14 Uhr von schabernack

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