Kommentare - Nach Tötung von Dschihad-Chef: Raketen auf Israel abgefeuert

06. August 2022 - 09:08 Uhr

Aus dem Gazastreifen sind zahlreiche Raketen auf Israel abgefeuert worden. Zuvor hatte Israel mit einer großangelegten Militäraktion Ziele im Gazastreifen angegriffen - und einen militanten Palästinenserführer getötet.

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Kommentare

@12:52 Uhr von NieWiederAfd

Das ist eine der tragischen Seiten in diesem Konflikt: ein Staat, der vor allem durch Menschen gegründet wurde, die rassistische Verfolgung über Jahrhunderte erlitten bis hin zur fürchterlichen Shoah, ist in weiten Teilen unsensibel gegen Vertreibungs- und Unterdrückungstendenzen gegen die palästinensische Bevölkerung.

Und für mich wieder ein Punkt mehr worin man beide Seiten betrachten muß. Eine Schuld liegt nicht nur bei bei den Briten, bei der UN, dem Rest der Welt, den Palästinensern, sondern auch bei den Israelis selber! Denn die scheinen durch ihre immer wieder kehrende Knechtschaft auch nie wirklich was gelernt zu haben!

Zusammenfassend

kann man sagen, wieder einmal ist es blitzgescheit gelungen mit seinen faktenfreien Schwurbeleien eine Diskussion zu kapern. Und er freut sich diebisch dass er so viel Aufmerksamkeit bekommt.

@ 09:44 Uhr von Nachfragerin

Bei den Militäraktionen Israels gibt es (oft unschuldige) Opfern auf palästinensischer Seite und die Raketenangriffe der radikalen Palästinenser terrorisieren hunderttausende Israelis.

 

Ich will die israelischen Angriffe nicht verteidigen, ich halte sie für falsch. Aber man sollte schon sehen und realisieren, dass die Angriffe konkrete militärisch relevante Ziele haben. Wenn es Unschuldige trifft, ist das keine Absicht.

Palästinensische Angriffe haben kein konkretes Ziel, sie treffen wahllos und zufällig. Sie sind also reiner Terror gegen die "gegnerische" Bevölkerung. Es sollen gerade Unschuldige getroffen werden.

@12:54 Uhr von Blitzgescheit

...

Ich weiß gar nicht, wie man hier überhaupt eine andere Meinung haben kann!

 

Das ist nicht neu, dass Sie keine andere Meinung akzeptieren können.

 

Kennen Sie den Unterschied zwischen „keine VERNÜNFTIGE andere Meinung kennen“ und „keine andere Meinung akzeptieren?

 

Systematisches Verdrehen von Sqchverhalten ist Ihr Markenzeichen.

 

Im Unterschied zu Ihnen argumentiere ich hier mit Fakten, der Analyse politischer Interessen, Positionen und geschichtlicher Entwicklungen bis hin zu Elementen, die unabdingbar für eine Friedenslösung sind.

Darin erkennen Sie "Systematisches Verdrehen von Sqchverhalten"? Erstaunlich. Das ist dann wohl eher eine Selbsoffenbarung, die zeigt, dass Sie entweder überfordert oder nicht willens sind, sich mit Fakten und Entwicklungen auseinanderzusetzen.

Wie gesagt: ...inhaltlich bieten Sie nichts. Gähn.

Und es ist daher meine letzte Erwiderung an Sie in diesem Kontext.

 

gez. NieWiederAfd

 

12:14 Uhr von teachers voice

Gern würde ich ähnlich optimistisch wie Sie in die Zukunft blicken und hoffen, daß Fieden im Nahen Osten möglich wäre. Aus den oben genannten bin ich aber pessimistisch.

"die gemeinsame Verständigung auf eine gemeinsame Zukunft"- da gibt es zu viele sich zu tiefst feindselig gesonnene Kräft als daß das realistisch erscheint. Hass wird genährt und Wut gefüttert. Die Botschaften fallen stets auf fruchtbaren Boden. Angesichts der zurückliegenden Zeit und der damit verbundenen tiefgreifenden Verletzungen, der Erniedrigungen, der Angst, Schmerzen, der getöteten Menschen, wäre es zwar vernünftig, dem endlich ein Ende zu setzen, aber offensichtlich sind die Menschen nicht so weit. Also geht das Leiden weiter.

Perfekte Spiegelung

Wer den Nahost-Konflikt rund um Israel verstehen will, der braucht einfach nur den bisherigen Verlauf der Diskussion hier richtig zu deuten:

Denn genau das Argumentieren mit absoluten, natürlich unterfüllbaren Forderungen, Halbwahrheiten, Frames, Fake News, Emotionalisierungen und Polarisierungen, Begründungen mit weit vergangener Geschichte und das Setzen auf maximal vorhandenes Halbwissen um die Gemengelage mach es den Demagogen auf beiden Seiten seit bald einem Jahrhundert leicht, dass der Konflikt ungelöst bleibt.

Indikator: wo zeigt einer/eine der Diskutanten hier die Bereitschaft, eine Perspektive auf der Metaebene, einen Standpunkt frei von eigenen Partikularinteressen / Hidden Agenda, ein Angebot zu Verständnis, Frieden und Kooperation einzunehmen?

Also: wenn in deutschen sozialen Netzwerken nicht gelingt, "vernünftig und friedfertig" miteinander umzugehen, wie soll das in der seit Jahrzehnten durch Ideologie und Traumata aufgeheizten Gemengelage im Nahen Osten gelingen?

@12:55 Uhr von weingasi1

 
Und was ist denn der Konflikt? Ich frage aber nach dem wirklichen Konflikt, was ist denn die wirkliche Ursache des jahrzehntelangen Konflikts?

Informieren Sie sich bitte zunächst einmal, wie der "Staat Israel" überhaupt entstanden ist. Dann haben Sie eigentlich schon den Ursprung des Konfliktes erkannt. Hinzu kommen dann noch die religiösen Gegensätze. Beide Völker sind ziemliche Eiferer, wenn es um religiöse Belange geht.

 

Religiöse Unterschiede werden politisch instrumentalisiert, sie sind nicht wirklich ursächlich für den Konflikt. Das erkennt man schon daran, dass vor dem 20. Jahrhundert die verschiedenen ethnischen und religiösen Bevölkerungen weitestgehend friedlich und kooperativ miteinander lebten.

Im übrigen sind sowohl die Bewohner im Staat Israel wie auch in den palästinensischen Gebieten multireligiös. Unter den Palästinensern z.B. gibt es einen signifikanten christlichen Anteil.

 

gez. NieWiederAfd

 

@13:42 Uhr von bolligru

heißt nicht etwa: "Nimm ein Auge für ein Auge..." sondern "Gib ein Auge für ein Auge...", zielt damit darauf ab, Schuld abzutragen, Frieden zu schaffen.

 
Weder noch. Soweit ich weiß, ist der Ausdruck weder pazifistisch unterlegt noch ein Aufruf zur Rache, sondern stammt aus dem (antiken) Zivilrecht und bedeutet "vollständige Restitution". Augen kann man natürlich nicht ersetzen, sondern der Grundsatz wäre dann wie in unserem heutigen Recht, daß der Geschädigte so gestellt wird, als ob der Schaden nicht erfolgt wäre.

Der Satz, der heute gern als Redewendung verwendet wird, stammt ursprünglich aus dem Alten Testament: „Entsteht ein dauernder Schaden, so sollst du geben Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß, Brandmal um Brandmal, Beule um Beule, Wunde um Wunde.“ (Exodus 21,23–25 LUT)
Wohl gemerkt: ...so sollst du geben... und nicht dann soll ihm genommen werden
Es geht um Ausgleich und die Verantwortung trägt der Schädiger.
 

Sodele, ich mache heute mal…

Sodele, ich mache heute mal Schluß in diesem Kommentar. Es war aber seit langem wieder mal eine gute fachliche Diskussion! :-)

@12:49 Uhr von schabernack

 Israel ist eine Geburt aus der Weltgeschichte von nach WK2. Palästina war vorher kein Siedlungsraum besonders vieler Juden.

 

<hust> Hier nochmal der exakte Plan zur Staatsgründung Israels aus dem 19. Jahrhundert. Googlen Theodor Herzl, Artikel auf Wikipedia

@12:35 Uhr von Blitzgescheit

... verstehe ich nicht, warum sich die Gruppe "Islamischer Dschihad" nennt.
Wenn ich als gewiss unbedarfter AfD-Wähler sage, dass der islamische Terrorismus 1:1 mit den religiösen Inhalten des Koran, Sunnah und Hadithen in Zusammenhang stehen, werde ich "islamophober Rassist und Rechtspopulist" dahingehend zurechtgewiesen, dass "Dschihad" lediglich eine geistige, innere Auseinandersetzung um den richtigen Weg zu Gott sich handele.

... offenkundig ist es für manche "Dschihadisten" zielführend, dies natürlich nur "innere, geistige religiöse Auseinandersetzungen" mit ein paar Scud-Raketen auf Israel zu befördern.

Aber sicherlich habe ich da auch nur was "falsch" verstanden.

Ja, da haben Sie etwas falsch verstanden. Ich erkläre es gern mit einem Beispiel aus Ihrer Welt:

Der "islamische Dschihad" nennt sich so, hat aber mit der spirituellen Tradition des Begriffs nichts zu tun.

Die afd nennt sich "Alternative", hat aber mit der qualitativen Bedeutung des Begriffs nichts zu tun.

 

gez. NieWiederAfd

 

@12:49 Uhr von schabernack (und andere)

Palästina war nicht unbesiedelt.

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Das ist richtig.  Und es ist auch nicht entscheidend, zu welchem Anteil einzelne Völker oder Volksgruppen oder Namenlose daran hatten.

Entscheidend ist ausschliesslich nur eines:

Diese Region, Israel oder seit kurzem Palästina genannt - hatte in 3300 Jahren nur 1 einzigen Eigentümer. Sie hatte viele Besitzer. Aber nur 1 Eigentümer. Und das waren die Juden.

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