Kommentare - Reportage aus Pariser Wahllokal: "Man muss heute wählen gehen"

24. April 2022 - 18:27 Uhr

Bleibt Macron Frankreichs Präsident - oder gewinnt die Rechtspopulistin Le Pen? Für Macron hängt viel davon ab, wie viele Menschen heute zur Stichwahl gehen - und ob sie trotz Bauchschmerzen für ihn stimmen. Sabine Wachs hat sich in einem Wahllokal umgehört.

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Kommentare

wie Hagen Rether...

mal treffend gesagt hat: "Wählen ist wie Zähneputzen. Wenn man's nicht macht, wird's braun"

Freie und gleiche Wahl

Die Franzosen können frei wählen. Das ist das Grundprinzip der Demokratie. Jede Stimme gilt gleich. So geht Demokratie und das ist gut so. 

 

 

Fairness

Wenn Medien Marine immer als "Rechtspopulistin" bezeichnen, müßten diese Medien dann Macron nicht auch den Zusatz "Globalist" geben?

 

@Initiative ..., 18:39

 

Die Franzosen können frei wählen. Das ist das Grundprinzip der Demokratie. Jede Stimme gilt gleich. So geht Demokratie und das ist gut so. 

 

Ich bin neugierig geworden. Können Sie uns noch mehr über Demokratie und Wahlen erzählen? Sie scheinen sich da ja auszukennen!

Ich hoffe,...

 ...dass die Nationalisten in Frankreich untergehen...ebenso wie die AFD in Deutschland.

Die Intelligenz wird siegen - die WählerInnen werden keine braunen Vereine wählen....nicht hier, und nicht in Frankreich.

Frankreich hat heute die…

Frankreich hat heute die Wahl zwischen dem amtierenden, sozialliberalen Präsidenten Macron und der extrem rechten Marine Le Pen.

 

Eigentlich hat Frankreich heute die Wahl zwischen dem Smart-Rechten Macron und der Plump-Rechten LePen. Also keine wirkliche Wahl.

Um Macron zu wählen, muss man sich schon ziemlich verbiegen, wenn man eigentlich linke oder soziale Politik möchte. Das wird sicher und aus gutem Grund nicht jeder machen.

Frankreich hat mal wieder keine Wahl. Das wird wohl nicht immer gut gehen. Frankreich sollte dringend sein politisches System überdenken.

Mehrheitswahlrecht

Das französische Wahlsystem ist im Grunde demokratiefeindlich.

Genauso wie die Machtfülle des so gewählten Präsidenten. 

"Unter ihm" gibt es zwar eine Regierung, ein Parlament. Aber wieviel können insbesondere die Parlamentarier gegen den Willen des Präsidenten durchsetzen?

 

12 Kandidaten gab es, 23 Prozent im ersten Wahlgang reichten, um in die Stichwahl zu kommen und diese eventuell dann sogar gewinnen zu können. 

 

Das überzeugt mich nicht. 

Nicht mehr spannend

Ich finde es schade, dass nicht eine linke Kandidatin gegen Macron in der Stichwahl steht. Dann könnte es richtig spannend werden. So, mit dieser Le Pen ist die Wahl nicht spannend. Le Pen ist ja nicht wirklich eine Alternative. Macron wird locker gewinnen.

@ Demokratie…

Wenn Medien Marine immer als "Rechtspopulistin" bezeichnen, müßten diese Medien dann Macron nicht auch den Zusatz "Globalist" geben?

 

Ja, oder vielleicht weltoffen.

@18:39 Uhr von Initiative Neue Asoziale Marktwirtschaft

"Die Franzosen können frei wählen. Das ist das Grundprinzip der Demokratie. Jede Stimme gilt gleich. So geht Demokratie und das ist gut so. "

.

,.,.,

.

Man kann in einer Demokratie sogar eine antidemokratische Partei wählen und so die Demokratie zum Einsturz bringen.

.

Das ist ja auch die Absicht der einen hier zu wählenden Partei.

.

Und das ist schlecht so.    

Macron wir gewinnen

das ist meine Einschätzung.Zwar hater auch Probleme im Land nicht alle lösen können in den 5 Jahren seiner Amtzeit.Ich denke da an die Gelbwesten Bewegung,aber Le Pen ist mit ihrer Nähe zu Putin das größere Problem.

Nur noch fünf oder zehn Jahre

Den Präsidenten in Frankreich werden ja mittlerweile viele ihrer Fehler umgehend verziehen und vergessen. Doch die Zeiten, in denen ein Giscard d'Estaing noch sieben Jahre oder ein Mitterand noch 1981-1995 vierzehn Jahre amtieren durften sind um. Nur noch fünf galt nicht nur nach sieben Jahren Chirac ab der Wiederwahl 2002. Und nur noch fünf Jahre galt auch für Sarkozy und Hollande. Gleiches gilt nun auch für Macron. Mehr als zehn Jahre sind nicht drin. Hätten ja vierzehn sein können. 

@ harpdart

Mehrheitswahlrecht

Das französische Wahlsystem ist im Grunde demokratiefeindlich.

Genauso wie die Machtfülle des so gewählten Präsidenten. 

"Unter ihm" gibt es zwar eine Regierung, ein Parlament. Aber wieviel können insbesondere die Parlamentarier gegen den Willen des Präsidenten durchsetzen?

 

Das Parlament berät und beschließt traditionell die Gesetze und den Haushalt. Das ist schon nicht wenig Macht. Und bei einer Präsidentschaftswahl muss das Wahlrecht immer ein Mehrheitswahlrecht sein. Ist doch klar.

@18:47 Uhr von Gregory Bodendorfer

" ...dass die Nationalisten in Frankreich untergehen...ebenso wie die AFD in Deutschland. Die Intelligenz wird siegen - die WählerInnen werden keine braunen Vereine wählen....nicht hier, und nicht in Frankreich."

.

.-.-.

.

Die Sehnsucht diverser User, einen neuen Faschismus in Deutschland zu etablieren, ist aber durchaus  vorhanden. Sieht man an vielen Beiträgen hier. 

In Frankreich ist derzeit die Gefahr sogar da, dass der Faschismus konkret wieder die Regierung bildet. 

Wenn ich mir das wegwünschen könnte,  wär das demnächst weg...

 

Mal sehen

was heute herauskommt, ich sehe mir gerade auf Phönix mein Ausland an, da geht es um Marseille, das sollten sich einige mal ansehen.

Aber vielleicht bin ich ja der einzige der sich so etwas nicht vorgestellt hat, also nach 20 Uhr werden wir ja sehen, wer gewonnen hat.

@18:53 Uhr von Corona vergib uns

Wenn Medien Marine immer als "Rechtspopulistin" bezeichnen, müßten diese Medien dann Macron nicht auch den Zusatz "Globalist" geben?   Ja, oder vielleicht weltoffen.

_________

An den Plänen von Macron kann ich nichts "weltoffenes" finden. Macron ist ein Befürworter der Neuen Weltordnung. Ob diese "weltoffen" ist, kann jeder nach der Lektüre von Klaus Schwabs Büchern und der Website des WEF jeder für sich entscheiden.

Die Politik des Herrn Macron…

Die Politik des Herrn Macron und seiner Vorgänger haben großen Anteil, dass es heute zu einer Stichwahl mit Frau LePen kommt!

.

Deshalb ist es gut, wählen zu gehen.

 

@ Silverfuxx - Kurzer Trotz, langer Frust

Um Macron zu wählen, muss man sich schon ziemlich verbiegen, wenn man eigentlich linke oder soziale Politik möchte. Das wird sicher und aus gutem Grund nicht jeder machen.

 

Wer links will und nicht wählen geht, kann zwar kurzzeitig den Trotz ausleben, hat dann aber auch vielleicht 5 Jahre eine Rechtsextreme vor der Nase. Und da ist Ausländerfeindlichkeit angesagt und nix mit sozial.

Bredouille

Wenn ich mich vor die Wahl gestellt sehen würde, wählste Merz oder Höcke, dann würde ich zwar Merz wählen, aber der wäre eigentlich nicht "mein" Präsident. 

 

Nur, gar nicht zu wählen und einen Höcke möglicherweise ins Amt zu hieven, wäre die denkbar schlechtere Alternative. 

Eine Wahlenthaltung bei dieser Konstellation ist falsch. Scholz oder Merz: dann könnte man das machen. 

"Sozialliberal"?

Wenn Macron wirklich sozialliberal waere, wie er am Anfang der Reportage genannt wird, muesste er sich heute wohl keine Gedanken um den Sieg machen.

@19:03 Uhr von Corona vergib uns

wenn man eigentlich linke oder soziale Politik möchte.
Wann hat der wähler denn bekommen was er möchte? In der DDR oder UDSSR wurde immer "links" gewählt.

Also wqir hatten für sehr viel menschen wohlstand und Sicherheit. Dort waren alle gleich arm und wurden an den Grenzen nicht durchgelassen, eingesperrt oder getötet.

@18:51 Uhr von harpdart

„Das französische Wahlsystem ist im Grunde demokratiefeindlich. Genauso wie die Machtfülle des so gewählten Präsidenten.  "Unter ihm" gibt es zwar eine Regierung, ein Parlament. Aber wieviel können insbesondere die Parlamentarier gegen den Willen des Präsidenten durchsetzen?   12 Kandidaten gab es, 23 Prozent im ersten Wahlgang reichten, um in die Stichwahl zu kommen und diese eventuell dann sogar gewinnen zu können.    Das überzeugt mich nicht.“ 

 

Ja, unser Wahlsystem aus Mehrheits- und Verhältniswahl hat sehr große Vorteile und gibt die Meinung der Wähler besser wieder. 

Das reine Mehrheitswahlrecht macht mir große Sorgen, siehe USA, Frankreich und auch England. Hier haben die demokratiefeindlichen Kräfte ihre Hebel angesetzt. 

Dumm sind sie ja leider nicht. 

19:03 Uhr von Corona vergib uns

Das hat nichts mit Trotz zu tun, sondern mit Selbstachtung. Für manchen wäre das sicher Verrat an seinen Überzeugungen und Einstellungen. Nicht jeder ist moralisch so `flexibel´ (beliebig).

Es ginge auch darum, das System nicht weiter zu unterstützen. `Wählt Rechts oder Extrem-Rechts´.  Da wählt mancher sicher besser gar nicht.

Ich z.B. hätte es vor fünf Jahren noch gemacht. Aber jetzt... wäre es egal. Ob der eine die Reichen reicher macht und die Armen ärmer, ob der eine Demonstranten zusammenschießen lässt oder der andere. Letztlich wurscht.

@18:46 Uhr von Für Demokratie und Freiheit

„Wenn Medien Marine immer als "Rechtspopulistin" bezeichnen, müßten diese Medien dann Macron nicht auch den Zusatz "Globalist" geben?“ 

 

Weltoffener Wirtschaftsliberaler gegen engstirnige Hasspredigerin wäre sicher treffender. 

Das sind für mich und für viele Linke aber beides keine Komplimente. 

Da kann ich die Bauchschmerzen der französischen Linken bei der Stichwahl gut verstehen. Dennoch gibt es für einen Demokraten und Europäer nur eine Wahl, die heißt Macron. Ich möchte doch auch sehen, wie Frau Macron im Élysée noch in Rente geht. 

@Corona vergib uns

"Das Parlament berät und beschließt traditionell die Gesetze und den Haushalt. Das ist schon nicht wenig Macht."

 

Das französische Parlament wird ebenfalls durch Mehrheitswahlrecht gewählt. In jedem Wahlkreis ist gewählt, wer im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit hat oder wer die Stichwahl gewinnt. 

Kleinere Parteien, und damit die Wünsche und Interessen derer Wähler, haben kaum eine Chance, anders als bei uns. 

@19:08 Uhr von harpdart

„Wenn ich mich vor die Wahl gestellt sehen würde, wählste Merz oder Höcke, dann würde ich zwar Merz wählen, aber der wäre eigentlich nicht "mein" Präsident.    Nur, gar nicht zu wählen und einen Höcke möglicherweise ins Amt zu hieven, wäre die denkbar schlechtere Alternative.  Eine Wahlenthaltung bei dieser Konstellation ist falsch. Scholz oder Merz: dann könnte man das machen.“ 

 

Merz oder Höcke, da haben sich mir kurz die Nackenhaare aufgestellt. Ein Hoch auf unser Verhältniswahlrecht und auf den Föderalismus. Da schmerzt es nicht ganz so. 

@19:15 Uhr von Silverfuxx

Das hat nichts mit Trotz zu tun, sondern mit Selbstachtung. Für manchen wäre das sicher Verrat an seinen Überzeugungen und Einstellungen. Nicht jeder ist moralisch so `flexibel´ (beliebig). Es ginge auch darum, das System nicht weiter zu unterstützen. `Wählt Rechts oder Extrem-Rechts´.  Da wählt mancher sicher besser gar nicht. Ich z.B. hätte es vor fünf Jahren noch gemacht. Aber jetzt... wäre es egal. Ob der eine die Reichen reicher macht und die Armen ärmer, ob der eine Demonstranten zusammenschießen lässt oder der andere. Letztlich wurscht.

 

So egal ist mir das nicht: Ich bin lieber mit Selbstachtung arm in einer Demokratie, in der ich die Ursachen straffrei kritisieren kann, als unter einer Regierung, die Sündenböcke für Mißstände verantwortlich macht und auf die baut, die das nicht durchschauen - mir wäre die Gefahr zu groß, selbst zum Sündenbock gemacht zu werden.

@19:15 Uhr von Silverfuxx

„Das hat nichts mit Trotz zu tun, sondern mit Selbstachtung. Für manchen wäre das sicher Verrat an seinen Überzeugungen und Einstellungen. Nicht jeder ist moralisch so `flexibel´ (beliebig). Es ginge auch darum, das System nicht weiter zu unterstützen. `Wählt Rechts oder Extrem-Rechts´.  Da wählt mancher sicher besser gar nicht. Ich z.B. hätte es vor fünf Jahren noch gemacht. Aber jetzt... wäre es egal. Ob der eine die Reichen reicher macht und die Armen ärmer, ob der eine Demonstranten zusammenschießen lässt oder der andere. Letztlich wurscht.“ 

 

Das glaube ich Ihnen nicht. Wenn man für andere das geringere Übel wählen kann, dann tut man das, gerade als links, sozial eingestellter Mensch. Und Le Pen zu verhindern, hieße, die Menschen in der gesamten EU davor zu bewahren, früher oder später zusammengeschossen zu werden. 

@19:08 Uhr von harpdart

Wenn ich mich vor die Wahl gestellt sehen würde, wählste Merz oder Höcke, dann würde ich zwar Merz wählen, aber der wäre eigentlich nicht "mein" Präsident.    Nur, gar nicht zu wählen und einen Höcke möglicherweise ins Amt zu hieven, wäre die denkbar schlechtere Alternative.  Eine Wahlenthaltung bei dieser Konstellation ist falsch. Scholz oder Merz: dann könnte man das machen. 
 

 

Geht man nicht wählen, „hievt“ man überhaupt niemanden ins Amt.

 

Das wird seit Jahrzehnten immer wieder behauptet, um Stimmen zu geiern, das ist alles.

@19:15 Uhr von Silverfuxx

 Letztlich wurscht.

Wer so wie Sie argumentiert hat kein Hoffnung mehr durch seine persönliche Leistung etwas in seinen Land zu bewegen. Somit hat er alle demokratischen guten Rechte ohne Not auf gegeben.
Schade. Gut dass Millionen hoffnungsvolle anständige Bürger noch zur wahl gehen.

@18:48 Uhr von Silverfuxx

Frankreich hat heute die Wahl zwischen dem amtierenden, sozialliberalen Präsidenten Macron und der extrem rechten Marine Le Pen.   Eigentlich hat Frankreich heute die Wahl zwischen dem Smart-Rechten Macron und der Plump-Rechten LePen. Also keine wirkliche Wahl. Um Macron zu wählen, muss man sich schon ziemlich verbiegen, wenn man eigentlich linke oder soziale Politik möchte. Das wird sicher und aus gutem Grund nicht jeder machen. Frankreich hat mal wieder keine Wahl. Das wird wohl nicht immer gut gehen. Frankreich sollte dringend sein politisches System überdenken.

 

In ein paar Wochen sind Parlamentswahlen. Wenn Mélenchons Partei die stärkste wird, dann wird sie den Regierungschef stellen. Den Premierminister. Der Präsident in Frankreich ist zwar überproportional mächtig, er ist ja nun auch direkt gewählt, aber das Parlament ist auch nicht völlig machtlos.

 

Mit anderen Worten, die Stunde der Linken wird bei den Parlamentswahlen kommen. Mögen ihre Anhänger sie nutzen.

 

Mit Le Pen würde die Lage sich allerdings entschieden komplizieren, deswegen ist bzw. wäre es als Linke/r klug gewesen, laut zähneknirschend Macron zu wählen.

"man muss heute wählen gehen"

Nein, muss man nicht!

 

"Für Macron hängt viel davon ab, wie viele Menschen heute zur Stichwahl gehen - und ob sie trotz Bauchschmerzen für ihn stimmen."

 

Hoffentlich wird Marine Le Pen gewählt, wünsche ihr viel Erfolg. Es braucht keiner Macron wählen und sich dadurch Bauchschmerzen einhandeln.

@19:03 Uhr von morgentau19

Die Politik des Herrn Macron und seiner Vorgänger haben großen Anteil, dass es heute zu einer Stichwahl mit Frau LePen kommt! . Deshalb ist es gut, wählen zu gehen.  

 

Es ist Marine Le Pens zweite Stichwahl, und ihr Vater hat das auch einmal geschafft.

 

Alles die Schuld der jeweiligen Vorgänger?

 

Ich sehe, wenn wir schon die Schuldfrage diskutieren wollen, die Schuld eher bei den Wählern dieser Gestalten.

@19:09 Uhr von Craxihuber

Wenn Macron wirklich sozialliberal waere, wie er am Anfang der Reportage genannt wird, muesste er sich heute wohl keine Gedanken um den Sieg machen.

 

So ist es. Dieses Etikett ist vor allem eine Erfindung der deutschen Presse. Macron ist in Wirklichkeit ein Neoliberaler reinsten Wassers. Am liebsten hätte er genau dieselben unsozialen Reformen durchgeführt, mit denen Deutschland schon seit 30 Jahren lebt ... 

@ werner1955

wenn man eigentlich linke oder soziale Politik möchte.

 
Wann hat der wähler denn bekommen was er möchte? In der DDR oder UDSSR wurde immer "links" gewählt.

 

Die DDR war ein Spitzelstaat, ausländerfeindlich, antisemitisch und militaristisch. Also alles, nur nicht links.

Das Präsidial- und…

Das Präsidial- und Mehrheitswahlrechtssystem ist für eine Demokratie nicht förderlich. Le Pen steht aber so sehr am Rechtspopulistischem Rand, dass eine Wahl leicht fallen sollte. 

@ morgentau19

Die Politik des Herrn Macron und seiner Vorgänger haben großen Anteil, dass es heute zu einer Stichwahl mit Frau LePen kommt!

 
 

Die WählerInnen haben es so gewollt. Sicher nicht Herr Macron. Der hätte vermutlich lieber einen bürgerlich-konservativen oder sozialistischen Gegenkandidaten gehabt.

@silverfuxx

"Das hat nichts mit Trotz zu tun, sondern mit Selbstachtung. Für manchen wäre das sicher Verrat an seinen Überzeugungen und Einstellungen. Nicht jeder ist moralisch so `flexibel´ (beliebig)."

 

Wie wäre es denn um Ihre "Selbstachtung, Überzeugung oder Einstellung " bestellt, wenn bei einer großen Anzahl von Nichtwählern aus dem eher linken Spektrum eine rechtsextremistische Präsidentin an die Macht käme?

Hauptsache, ich bin mir treu geblieben, auch wenn es deshalb jetzt eine rechtsextreme an der Macht gibt?

@19:49 Uhr von DrBeyer

"In jedem Wahlkreis ist gewählt, wer im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit hat oder wer die Stichwahl gewinnt."
 
Dann haben die Franzosen in dieser Hinsicht sogar das bessere Wahlsystem als wir.
Bei uns sitzen einige AfD-Abgeordnete (aber auch einige von anderen Parteien) im Bundestag, die nur deshalb dort sitzen, weil der mit den meisten Stimmen den Platz bekommt, auch, wenn derjenige nicht die Mehrheit in seinem Wahlkreis hinter sich hat.

@18:38 Uhr von dead_but_dreaming

mal treffend gesagt hat: "Wählen ist wie Zähneputzen. Wenn man's nicht macht, wird's braun"

 

 

Mit Verlaub, ich halte das für Unsinn. Diese alte Mär von wegen durch Nichtwählen würde man „die Rechten stützen“. 
Das ist m. E. ein plumper (und völlig haltloser) politischer erhobener Zeigefinger, um Stimmen zu ergattern und sonst nichts.

 

 

Wenn überhaupt verteilt man seine Stimme rein rechnerisch gleichmäßig auf alle gewählten Parteien, sofern man das überhaupt unbedingt analysieren und irgendwie bezeichnen will.

@ Möbius

So ist es. Dieses Etikett ist vor allem eine Erfindung der deutschen Presse. Macron ist in Wirklichkeit ein Neoliberaler reinsten Wassers.

 
 

Nein, genau so falsch. Neoliberal ist das verbreitetste Schimpfwort für liberale Politiker schlecht hin. Aber dafür können Sie ja nichts, Sie pusten nur ins übliche Horn.

Macron würde ich als bürgerlich liberal bezeichnen. Und weil seine Reformen am Arbeitsmarkt längst angekommen sind und auch für Geringverdiener viel gebracht haben, wird er in 10 Minuten die Wahl gewinnen.

@18:39 Uhr von Initiative Neue Asoziale Marktwirtschaft

Die Franzosen können frei wählen. Das ist das Grundprinzip der Demokratie. Jede Stimme gilt gleich. So geht Demokratie und das ist gut so.    
 

Ja, so geht Demokratie. Mit einer kleinen aber entscheidenden Einschränkung: Es gibt Parteien und KandidatInnen, die antidemokratisch sind und den formalen Weg der Demokratie dafür beschreiten. Unsere Geschichte bietet eines der schlimmsten Zeugnisse dafür.
Deshalb hoffe ich sehr, dass die rechtsextreme LePen heute deutlich verliert.

@ werner1955

Gut dass Millionen hoffnungsvolle anständige Bürger noch zur wahl gehen.

 
 

Pech für Le Pen.

Hass gegen Deutschland

Eine Präsidentschaftskandidatin, die immer wieder ihren Hass gegenüber Deutschland und der EU zum Ausdruck bringt...? Als Deutsche und Europäer sollten wird dies als eine Kampfansage sehen. Kaum vorstellbar, dass linke Wähler aus Protest nicht zur Wahl gehen und damit möglicherweise eine rechtsextremistische Politikerin ins Amt hieven. Ich setze auf die Vernunft der Franzosen, zumal auch sich die Arbeitgeberverbände und die Gewerkschaften von Le Pen distanziert und vor deren Wahl gewarnt  haben.

@19:28 Uhr von werner1955

...Gut dass Millionen hoffnungsvolle anständige Bürger noch zur wahl gehen.

 

 Wer sind denn Ihrer Meinung nach die 'Unanständigen'?
 

Ich hab eine klare Antwort darauf: Diejenigen, die fremdenfeindlich-nationalistisch wählen. Also die deutliche Minderheit, wie wir in einigen Minuten wissen werden.

19:28 Uhr von Vaddern

Das glaube ich Ihnen nicht.

 

Danke sehr, das finde ich wirklich sehr nett von Ihnen :)

Ich glaube mir das leider schon. Jemand anders hat hier das Beispiel Merz vs. Höcke gebracht. Merz wählen ? Never, das kann ich mit absoluter Sicherheit sagen. Ich könnte mich ja nirgendwo mehr blicken lassen und mit niemandem mehr reden...

Als Franzose ? Erst recht (`Stolz´,, Einstellung zu EU und NATO). Gerade als jemand irgendwo in der Provinz und nicht im elitären Paris. Europa ist da ziemlich egal, Le Pen hat es gut hingekriegt, genau die richtigen Knöpfe zu drücken. Ja, ist immer die selbe Leier (`Ihr werdet mehr Geld haben und es wird euch besser gehen und das verquirle ich völlig ohne jeden Zusammenhang irgendwie einfach mit Einwanderung und Migranten´), es funktioniert aber. Weil Macron alles falsch gemacht hat, was man falsch machen konnte. Von Vermögenssteuer abschaffen über das Pendant zum Patriot Act der Amis nach den Anschlägen 2015 bis zu seinen Sprüchen und seinem Vorgehen gegen `Islamismus´. Er war der perfekte Vorbereiter für Le Pens neue Chance. Und diesen Zemmour. Dann muss er (und sein Volk) eben auch mit den Konsequenzen leben.

 

Le Pen ohne wirtschaftspolitischen Sachverstand

Frau Le Pen verspricht den Bürgern das Blaue vom Himmel, so wie dies auch der Rechtspopulist  Salvini in Italien getan hat. Das Ergebnis seiner chaotischen Politik ist hinlänglich bekannt. Frau Le Pen hat ihren fehlenden wirtschaftspolitischen Sachverstand mehrfach unter Beweis gestellt. Ihre Wahl wäre ein Desaster.

@ Silverfuxx - weniger Theatralik

Das hat nichts mit Trotz zu tun, sondern mit Selbstachtung. Für manchen wäre das sicher Verrat an seinen Überzeugungen und Einstellungen.

 
 

Ohje, aus dem Alter der heiligen Überzeugungen sollten wir langsam entwachsen sein. Politik ist doch hoffentlich eine rationale und pragmatische Sache.

58%

58% Uff.

Eine Wahl zwischen übel und sehr übel - tolle Aussichten

Das ist eine Wahl zwischen übel und sehr übel - ein Amtsinhaber, der schon bewiesen hat dass er schlecht ist und eine rechtspopulistische Herausforderin, von der man sicher ahnen kann, dass sie noch schlechter würde.

Das ist keine richtige Wahl - denn das Gute steht gar nicht zur Wahl !

@werner1955 19:09

"Wann hat der wähler denn bekommen was er möchte? In der DDR oder UDSSR wurde immer "links" gewählt."

 

In der DDR wurde überhaupt nicht gewählt.

Wer in der DDR gewählt hat, riskierte staatlichen Rundumschutz.

@ harpdart 19:20

Mein Beitrag von 19:49 war eigentlich für Sie gedacht.

Allerdings habe ich durch die seltsame und mMn extrem unintuitive Menüführung auf der neuen meta-Seite wieder einmal ein Selbstgespräch geführt.

Le Pen verkörpert nicht die französischen Werte

Die Franzosen werden sicherlich nicht Kräfte ans Ruder lassen, die gegen Europa und nationalistisch eingestellt sind. Frau Le Pen steht mit ihrer kruden Ideologie nicht für das, was Frankreich auszeichnet. Und dazu zählt auch die enge Freundschaft mit Deutschland.

Macron gewinnt klar

War aber auch so zu erwarten. 
 

 

allerdings sprechen über 40% für Le Pen dafür, dass der Kurs von Macron mehr weg von links gehen muss. 

Eilmeldung

Macron wiedergewählt, ich bin erleichtert.

 

 Die Achse Moskau-Budapest-Paris wäre so ziemlich der Sargnagel der EU gewesen.

 

Der Tag zeigt aber auch, wie viel Arbeit vor den Demokratien in Europa liegt und dass die Anhänger von Autokratien ihre Chance wittern.

 

Aus meiner Sicht wäre es gut, wenn Berlin Paris die nächsten Jahre weniger im Regen stehen ließe. Frau Merkel war am Ende kraftlos darauf bedacht, ihre letzte Amtszeit zu retten, Herr Scholz rechnet und rechnet, um zur unangreifbaren politischen Formel zu kommen, das schwächt die EU natürlich immens. 
 

Auch die EU muss liefern, nicht dass man sagt, sie sei „hirntot“.

@19:39 Uhr von Giselbert

" Es braucht keiner Macron wählen und sich dadurch Bauchschmerzen einhandeln."

 

Doch als Demokrat und Europäer muß man Macron wählen, wenn auch mit Bauchschmerzen.

@vector cal

"Geht man nicht wählen, „hievt“ man überhaupt niemanden ins Amt.

 

Das wird seit Jahrzehnten immer wieder behauptet, um Stimmen zu geiern, das ist alles."

 

So klar wie in Frankreich heute ist es eigentlich selten: eine Wahl zwischen zwei Personen, nicht zwischen vielen Parteien. Die Rechtsextremisten machen sich große Hoffnungen, dass sie es diesmal schaffen können. Die gehen zur Wahl. Auf jeden Fall. 

Um deren Sieg verhindern zu können, dürfen diejenigen, die zwar nicht unbedingt für Macron sind, nicht zu Hause bleiben. Denn genau das würde LePen an die Macht bringen. 

 

Nichtwähler bei solch einer Konstellation geben ihre demokratischen Rechte ab. Und sie scheuen die Verantwortung.

 

20:00, Silverfuxx

>>Gerade als jemand irgendwo in der Provinz und nicht im elitären Paris.<<

 

Warum wird Großstadt von Rechten und Wagenknecht-Linken eigentlich immer als elitär beschrieben?

 

Weil die Vielseitigkeit und Widersprüchlichkeit Angst macht?

 

Erzählen Sie mal den armen Großstädtern, und von denen gibt es viele, sie zählten zur Elite.

@18:39 Uhr von Initiative Neue Asoziale Marktwirtschaft

Die Franzosen können frei wählen. Das ist das Grundprinzip der Demokratie. Jede Stimme gilt gleich. So geht Demokratie und das ist gut so. 

 

 

Was Sie meinen, ist eine direkte Wahl, was jedoch kein Synonym für freie Wahl ist.

Die Grundprinzipien der Demokratie lauten: Souveränität, Gewaltenteilung, Streitbarkeit, Mehrheitsprinzip, Wahlrecht, Parteiensystem.

Die Grundprinzipien einer demokratischen Wahl lauten: allgemein, frei, geheim, unmittelbar, gleich. Dass sie direkt erfolgen solle, ist kein Grundprinzip. Und ich möchte ehrlich gesagt mein Staatsoberhaupt nicht so gewählt sehen, wie es in Frankreich geschieht.

Danke Frankreich!!!! die…

Danke Frankreich!!!!

die Angst war ziemlich groß eine für die Menschheit ähnliche Katastrophe wie bei Trump erleben zu müssen. Ein schlechter Tag für Putin. Prima. 
ein Punkt für die Demokratie. 

Alle Wünsche

sind doch in Erfüllung gegangen, die ganze Sorge ist doch nicht eingetroffen.

Alles bleibt wie es ist.

@ WirSindLegion - traurig

Das ist keine richtige Wahl - denn das Gute steht gar nicht zur Wahl !

 
 

In der zweiten Runde stehen immer weniger KandidatInnen zur Wahl als in der ersten. Böse Welt.

@20:09 Uhr von vriegel

War aber auch so zu erwarten.      allerdings sprechen über 40% für Le Pen dafür, dass der Kurs von Macron mehr weg von links gehen muss. 

 

Ich widerspreche ganz entschieden.

 

Macron ist rechts genug. Er muss nicht noch rechtser werden, nur weil die Rechte stärker geworden ist.

 

Ganz im Gegenteil, ohne die zähneknirschende Stimme vieler Linker hätte er es nicht geschafft. Diesen Wählern ist er, wenn schon, dann entschieden mehr verpflichtet als denen, die ihn nicht gewählt haben. 

Achtungserfolg für Le Pen

Le Pen beklagt übergriffige brutale Methoden. 

 

Über 40% der Wähler haben sich für Erneuerung und Wandel ausgesprochen. 

Über 40% der Wähler sind nicht rechtsradikal. Le Pen repräsentiert die bürgerliche Mitte. 

Die Parlamentswahlen im Juni können die demokratische Erneuerung vorantreiben. 

@ Nemesis87 - Fan von Metaphern

Macron liegt vor le pen. 

Das ist in Frankreich nicht anders als in Deutschland der kleine Mann soll im Ernstfall die Kartoffeln aus dem Feuer holen und bekommt dafür ein Apfel und ein Ei. 

Das geht so nicht!

 

Stimmt, der "kleine Mann" sollte die Kartoffeln bekommen.

Macron ist die VIEL bessere Wahl

Le Penn (AFF) wird in Zukunft wie die AFD in Deutschland die Giftspritze Auspacken und versuchen aus Frankreich eine Rechte Nation zu Formen wie es Trampel in USA Versucht hat.

Welchen Schaden er in USA hinterlassen hat, haben die Französischen rechten unter Pen nicht beachtet und werden weiter ihr Gift in die Französische Gesellschaft Spritzen!

Bleibt nur zu Hoffen das die Franzosen es besser wie gewisse Deutsche machen und dem Rechten Mob nicht hinterherlaufen!!!!

Macron wieder gewählt

so sieht es nach den ersten Hochrechnungen aus. Ich schrieb es weiter oben schon.Ich hatte nichts anderes erwartet.

@fathaland slim, 20:14 re @Silverfuxx

 

Warum wird Großstadt von Rechten und Wagenknecht-Linken eigentlich immer als elitär beschrieben?

 

Es war doch unschwer zu erkennen, dass der Forist nicht die Stadt gemeint hat, sondern die Zentralregierung. Ist doch bei uns mit Berlin oder weiland Bonn auch nicht anders.

@19:43 Uhr von Corona vergib uns

 Also alles, nur nicht links.

Also sind die linken das jetzt auch noch? Wo hat es eine linke Regierung etwas gutes für Ihre Bürger erreicht? Ich kenne keine.

@ Nemesis87

Ich würde nur wählen gehen wenn es nach der Wahl Garantien gibt.

Wie eine Umverteilung.

 

Garantien? Wie bei der Waschmaschine. 12 Monate Garantie?

@20:11 Uhr von Nemesis87

 Mal sehen wer gewinnt. 

Ich hoffe die anständigen Bürger die durch persönlich Leistung und hohen Stuer und Sozilabgaben unsere Demokratie stützen und finazieren.

41% für Rechtsextreme ist einfach zu viel

Man stelle sich vor, die AfD erhielte 41%.

Für Rassisten, Rechtsextreme, Islamophobe und "Separatisten" habe ich nur Verachtung übrig.

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