Kommentare - Wie der Nachwuchsmangel das Handwerk belastet

02. März 2022 - 12:04 Uhr

Das Handwerk schlägt Alarm, weil die Azubi-Zahlen stark sinken. Eine Viertelmillion Fachkräfte fehlten laut Zentralverband in den Betrieben. Das führt auch zu einem Überbietungswettbewerb der Firmen im Kampf um Personal. Von Jens Eberl.

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Kommentare

Es fehlen uns immer mehr die Vorbilder

Meiner Meinung nach ist auch ein Grund für den Fachkräftemangel das es uns an Vorbildern fehlt? Schauen Sie sich doch nur mal in der Politik um? Studienabbrecher und Menschen ohne jegliche Ausbildung die uns die Welt erklären wollen sind dort vielfach in Spitzenpositionen vertreten und mir fällt da ein diesbezüglicher Spruch von Franz Josef Strauss ein "man muss sich die Gestalten doch nur mal anschaun". Wie soll da ein junger Mensch der vor seiner Berufswahl steht sich für einen beschwerlichen Gang entscheiden wenn er das Gefühl hat das es auch einfach geht?

@12:17 Uhr von FakeNews-Checker

 

Wie  schaut  denn  dieser  Überbietungswettbewerb  im  Handwerk  aus  ?  Wer  bietet  die  niedrigsten  Dumpinglöhne  ?  Oder  wie  erreicht  man  sonst  so  einen  Handwerkermangel  ?

 

 

Warum lesen Sie den Artikel nicht mal sorgfältiger und/oder machen sich einmal bei einigen Handwerksbetrieben schlau?

 

Das hier ist ein Forum, bei dem es nicht darum geht, wer Schnellster ist mit der Veröffentlichung des sinnfreiesten Kommentars.

@13:50 Uhr von Bauer Tom

"Wie  schaut  denn  dieser  Überbietungswettbewerb  im  Handwerk  aus  ?  Wer  bietet  die  niedrigsten  Dumpinglöhne  ?  Oder  wie  erreicht  man  sonst  so  einen  Handwerkermangel  ?"   Ich vermute eher, dass die meisten Leute "keinen Bock" mehr haben sich die Haende schmutzig zu machen. Spaetroemische Dekadenz nannte Westerwelle das zurecht.      

 

Ja, gut daß Sie das ansprechen: Die spätrömische Dekadenz. Laut dem Manager-Magazin verdienen Vorstandsmitglieder in Unternehmen im Schnitt das 71fache des normalen Mitarbeiters. Spitze ist der Herr Appel von der Post AG mit dem 268fachen.

Aber der Herr Westerwelle meinte sicher diese Dekadenz nicht. Er meinte ärmere Leute...

@14:28 Uhr von eine_anmerkung.

>>"( NEIN, die AFD meine ich damit NICHT!!!)"<< .

 

Ich persönlich bin AfD-Wähler und würde sagen das gerade die AfD bei unserem Volk mit am stärksten "Ohr an Masse" hat.

 

 

"...das Ohr am stärksten an Masse bei unserem Volk..." - man schlägt sich vor Lachen...

Es ist auch eine Imagefrage

Es geht meiner Meinung nach nicht nur ums Geld bei der Frage nach Ausbildungsberuf oder Studium. Meiner Meinung nach ist es auch eine Imagefrage, denn der anzugtragende smarte "Studierte" steht dann halt noch immer höher im Kurs vieler potentieller Schwiegermütter als der mit daueröligen Fingern handanhaltende Kfz-Mechaniker. Ich formuliere es bewusst etwas überspitzt. Sicherlich eine falsche Einstellung. Zumindest unterschwellig gibt es diese meiner Meinung nach nach wie vor.

@12:41 Uhr von Blitzgescheit

Zitat: "...seitens der Politik musste zu der prekären Ausbildungssituation führen - ehrenwerte Handwerksberufe fehlt es an Ansehen...auch die undurchdachte Schulpolitik tut ihr übriges dazu...Das Land benötigt endlich Menschen in der Politik, die das Volk verstehen ( NEIN, die AFD meine ich damit NICHT!!!)" . Wieso nicht die AfD? Die AfD ist die einzige Partei, die verstanden hat, dass in der Bildung junger Menschen und in der Förderung von Familien der Schlüssel für mehr Fachkräfte in der Zukunft sind!

 

 

Sehen Sie, lieber User Georg Bodendorfer,

egal ob Sie die AfD loben oder tadeln, deren Wähler fühlen sich immer falsch behandelt. 

@15:20 Uhr von harry_up

>>"Ich persönlich bin AfD-Wähler und würde sagen das gerade die AfD bei unserem Volk mit am stärksten "Ohr an Masse" hat.     "...das Ohr am stärksten an Masse bei unserem Volk..." - man schlägt sich vor Lachen..."<<

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Machen Sie das ruhig. Ich bezog meine Aussage auf das Parteiprogramm und die unzählige Debatten die ich im Bundestag verfolgte, nicht auf den prozentualen Anteil.

@15:18 Uhr von Bernd Kevesligeti

  "Die spätrömische Dekadenz. Laut dem Manager-Magazin verdienen Vorstandsmitglieder in Unternehmen im Schnitt das 71fache des normalen Mitarbeiter...."

 

Ja Ja der "Klassenfeind"

Das ist vieleicht eine andere Art von Dekadenz.

Hier geht es aber erstmal um Handwerker.

@15:16 Uhr von harry_up

  Das hier ist ein Forum, bei dem es nicht darum geht, wer Schnellster ist mit der Veröffentlichung des sinnfreiesten Kommentars.

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Alle Achtung.  Das war mal ein Eigentor.  Hast Du die rhetorische Frage nicht erkannt? 

2.3.2020 15.22 Friedrich Peter@14:01 Uhr von Tinkotis

Habe ein Handwerk gelernt +  abgeschlossenes Ing.-Studium, und lebe in BaWü ("the Länd"). Bin laut der größten deutschen Behörde leider unvermittelbar, tauche auch in keiner geschönten Arbeitslosenstatistik auf, da ich mit Anfang 40 nun schon von meiner Altersvorsorge lebe, bevor ich endlich hartzen darf. Liebe händeringend suchende Wirtschaft, warum bekomme ich nur Absagen auf meine hunderten von Bewerbungen? Bin ich Euch aufgrund meiner deutschen Staatsbürgerschaft zu teuer?   Ich bin kein Fachmann, aber meine Laien-Meinung ist: JA!   Wo kommen wir denn da hin, wenn Geld für angemessene Entlohnung verschwendet wird statt es ins nächste Steuerparadies zu verschieben?

Erschreckend was man hier liest. Und man hört es öfters. Und das erstaunliche ist das man unfähig ist hieran was zu ändern. An erster Stelle muss der Gesetzgeber die Besteuerung des wirklichen Handwerks drastisch reduzieren. ( Schließlich ist der Gesetzgeber auch in der Lage id Besteuerung einiger Multis auf fast 0 % zu reduzieren ). Wer will den noch ein Handwerk lernen, harte Arbeit und das volle Risiko. Dazu kommt das ganze Branchen aussterben und mit ihr Jahrhundertaltes Fachwissen.

 

Attraktiv?

"Ein Geselle, der aus der Lehre kommt verdient 15,24 Euro pro Stunde."

Na also, da verdient ein junger Mensch (Single) ja immerhin 1700€ netto. Wenn er in einer Großstadt davon Miete für eine kleine Wohnung bezahlen muss, ist die Hälfte davon weg. Vom Rest kann er sich dann Lebensmittel kaufen, Auto oder ÖPNV bezahlen, Versicherungen abschließen, Strom und Telefon bezahlen und sich schon mal Gedanken über eine zusätzliche Altersvorsorge machen. Ach ja - von dem, was er dann noch übrig hat, kann er schon mal was zurücklegen, damit er irgendwann eine Familie gründen und die Lehrlinge der Zukunft in die Welt setzen kann.

Die Rechnung kann irgendwie nicht aufgehen. Da ist ja noch keine Ausgabe für "Spaß" eingerechnet (Auto, Urlaub, Party,...).

Wie soll sich jemand entscheiden, der nach der Schule die Wahl hat?

@13:21 Uhr von Sisyphos3

 Die Sprüche wie z.B. Handwerk hat goldenen Boden , treffen nur dann z.T. zu ,wenn man selbstständig ist !       was veranlasst sie zu dieser Annahme man müsste selbstständig sein ist es nicht genug einen Beruf zu haben und ein Auskommen womit man sich und seine Familie ernähren kann ?

Die heutigen jungen Familien  b r a u c h e n  2 Einkommen um zu überleben ! Eines reicht bei Weitem nicht mehr. Wer erfolgreich selbstständig ist , hat es nunmal etwas besser.

@15:36 Uhr von dr.bashir

>>""Ein Geselle, der aus der Lehre kommt verdient 15,24 Euro pro Stunde." Na also, da verdient ein junger Mensch (Single) ja immerhin 1700€ netto. Wenn er in einer Großstadt davon Miete für eine kleine Wohnung bezahlen muss, ist die Hälfte davon weg. Vom Rest kann er sich dann Lebensmittel kaufen, Auto oder ÖPNV bezahlen, Versicherungen abschließen, Strom und Telefon bezahlen und sich schon mal Gedanken über eine zusätzliche Altersvorsorge machen. Ach ja - von dem, was er dann noch übrig hat, kann er schon mal was zurücklegen, damit er irgendwann eine Familie gründen und die Lehrlinge der Zukunft in die Welt setzen kann. Die Rechnung kann irgendwie nicht aufgehen. Da ist ja noch keine Ausgabe für "Spaß" eingerechnet (Auto, Urlaub, Party,...). Wie soll sich jemand entscheiden, der nach der Schule die Wahl hat?"<<

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Sie haben ja diesmal recht mit dem was Sie sagen. Ich denke in vielen sozialen Berufen sieht es mit der Bezahlung ähnlich aus. Einen Faktor (nach der Schule) nennen Sei aber nicht. Derjenige sollte auch das nötige Grundgerüst für seinen Berufsweg mitbringen, will sagen; der eine ist handwerklich mehr begabt. Der andere hat zwei linke Hände und taugt eher für die weiterführende Schule, obwohl man mit einer vier in Mathe und Physik nicht gerade Maschinenbau studieren sollte.

@14:14 Uhr von FakeNews-Checker

"Zu  den  Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen  der  Akademikerschwemme  gehört  es  auch,  immer  mehr  Handwerksberufe  durch  die  Entwicklung  von  Künstlicher  Intelligenz,  Robotern  und  Maschinen  zu  vernichten  und  zu  ersetzen.  Wer  heute  einen  Handwerksberuf  3  Jahre  lang  erlernt,  der  wird  am  Ende  seiner  Ausbildungszeit  nicht  mehr  gebraucht." 

Absoluter Unfug. Das was am ehesten durch KI/Digitalisierung ersetzt werden kann, sind Schreibtischberufe. Kein Roboter kann Fließen legen, eine Steckdose austauschen oder eine Wasserdichtung reparieren.

@13:43 Uhr von Glückskeks

>>"Habe ein Handwerk gelernt +  abgeschlossenes Ing.-Studium, und lebe in BaWü ("the Länd"). Bin laut der größten deutschen Behörde leider unvermittelbar, tauche auch in keiner geschönten Arbeitslosenstatistik auf, da ich mit Anfang 40 nun schon von meiner Altersvorsorge lebe, bevor ich endlich hartzen darf. Liebe händeringend suchende Wirtschaft, warum bekomme ich nur Absagen auf meine hunderten von Bewerbungen? Bin ich Euch aufgrund meiner deutschen Staatsbürgerschaft zu teuer?"<<

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Auf Ihre primären Aussagen bezogen kann ich nur sagen, da stimmt was nicht (Lehre + Studium ist schon mal super, mit 40 gehört man lange nicht zum alten Eisen...). 

@14:29 Uhr von Bender Rodriguez

"Ich meine aber, dass der normale  Fliesenleger / Handwerker so viel bekommen sollte,  wie ein Büroleiter.  . Büro ist einfachste Arbeit.  Sitzend . Nicht dreckig. Nie nass oder windig.. easy going eben. . "

Sie haben offensichtlich noch nie in einem Büro gearbeitet, wenn Sie das für einfachste Arbeit halten. Ich habe so einen Bürojob im Warmen und Trockenen, aber nicht in einer Behörde, sondern in einer Firma.

Wenn der Fliesenleger einen Fehler macht, dann ist eine oder vielleicht auch ein paar Fliesen kaputt. Wenn ich einen Fehler mache, dann geht es schnell um ein paar tausend Euro, die wir z.B. einem Kunden nicht in Rechnung stellen können oder die wir an einen Lieferanten zahlen müssen, obwohl es nicht notwendig wäre.

Im Büro wird mehr mit dem Kopf und im Handwerk mehr mit den Händen gearbeitet. Beides ist notwendig, damit eine Gesellschaft funktioniert.

Überbietungswettbewerb

oder einfach gute gerechte Bezahlung von Menschen. Wer jahrelang nur "saubere"Büroarbeit von Akademikern gefördert hat muss jetzt halt bezahlen.

Wenn un oder angelehrnte vom Staat Ihren Kohn garantiert bekomen ist es nur gut und richtig wenn handwerker jetzt auch anständig bezahlt werden. Schönen Guß vom einem Emeriten Handwerksmeister.

@12:52 Uhr von Bender Rodriguez

[...] Dass so ein ingi oder Lehrer  oder sonst ein Studierter, für ihre luschi-arbeit, im Vergleich zum Handwerker, zu viel € bekommt , fällt niemandem ein?[...]

 

Na, da machen Sie es sich aber hübsch einfach, oder? Schon mitbekommen? An Lehrern mangelt es derzeit genauso wie an Handwerkern und Ingenieure in leitenden Positionen (das sind die mit der Verantwortung) wachsen auch nicht gerade auf Bäumen.

Am Geld allein kann's also auch nicht liegen. Aber vielleicht an solchen neidzerfressenen Äußerungen wie dem Ihren? Ich käme nicht auf die Idee, die Arbeit eines anderen mal eben als "luschi" zu bezeichnen..., studiert oder nicht. 

schulische Anforderungen wieder auf Normalmaß bringen

Vielleicht sollte man die schulischen Anforderungen für Handwerksberufe wieder auf Normalmaß zurückbringen? Ab Mitte/Ende der 80er Jahre meinte man, auch für Handwerksberufe den Realschulabschluss fordern zu müssen (und Abitur in der Bank usw.). Seitdem fallen sicherlich etliche Bewerber hinten runter, die zwar handwerklich mit enormem Talent gesegnet sind, aber "nur" einen einfachen Schulabschluss haben und deshalb keinen Ausbildungsplatz bekommen. Aber muss ein Handwerker wirklich zwingend fit sein in Gedichtinterpretation? Warum nicht zurück zu Handwerk = Hauptschule, Büro = Realschule, Studium = Abitur? Und bei der Gelegenheit dann bitte auch wieder zurück zu altem Abiturniveau. Ein Abiturient von heute hat mittlerweile die Kenntnisse und Fähigkeiten wie zu meiner Zeit (Bj. 1970) ein guter Realschüler. Habe immer mit "Abi-Azubis" zu tun. Haarsträubend! Ich habe mich damals gegen Abitur entschieden, bin nach Klasse 10 in eine Büroausbildung gegangen, weil ich nicht studieren wollte.

Der größte Fachkräftemangel in Deutschland

befindet sich nicht im Handwerk, sondern im Bundestag und der Politik allgemein. 

Der Fachkräftemangel im Handwerk ist meiner Meinung nach auch ein gesellschaftliches und finanzielles Problem, da eine gewisse Geringschätzung dem Handwerk entgegen gebracht wird und dort nur Selbstständige gut verdienen. Wobei diese aber auch immer das Risiko einer möglichen Insolvenz tragen.

 

Mehr sein als Schein...

Ich habe selbst eine abgeschlossene Berufsausbildung, zwei abgeschlossene Ingenieursstudiengänge (Grüne mal bitte weghören, ist nichts für euch) und, ja und einen Hauptschulabschluss! Ja total asimäßig würde man heute sagen. Das ist wirklich ein Problem das ein Hauptschulanschluss heute verpönt ist. Aus den Hauptschulen wurde eine "Realschule plus" und was weiß ich gemacht. Die Absolventen haben aber heute weniger drauf als die mit einem "alten" Hauptschulabschluss und sind vielfach mit dem Dreisatz überfordert. Ich dachte anfangs das wäre in meinem Berufsleben immer ein Handikap (Akademikerrolle mit Hauptschulabschluss), aber von wegen. Besonders inhabergeführte Unternehmen waren von meiner Vita immer sehr angetan und so konnte ich meinen Berufsweg problemlos gehen. Ich finde es schade das in vielen Lehrberufen mittlerweile ein Hauptschulabschluss nicht mehr ausreicht. Das sind beileibe nicht immer die schlechteren künftigen Arbeitnehmer.

@16:32 Uhr von Hartmut der Lästige

>>"...befindet sich nicht im Handwerk, sondern im Bundestag und der Politik allgemein."<<

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Der war klasse und da möchte ich Ihnen zustimmen.

@16:26 Uhr von Deichschaf

Aber muss ein Handwerker wirklich zwingend fit sein in Gedichtinterpretation? 

Nein, natürlich nicht (auch wenn es nicht schadet). Das Problem ist aber, dass man ja in dem Alter, in dem man sich für eine bestimmte schulische Laufbahn entscheidet selten schon weiß, was man mal in seinem Leben machen will. Irgendwas ist immer "überflüssig".

Und andererseits sind Handwerksberufe heute auch deutlich anspruchsvoller als früher. Zwei junge Männer in meinem familiären Umfeld haben beide eine Ausbildung im Bereich Heizung/Sanitär. Der eine ist inzwischen Meister. Wer da in der Schule mit Mathe und Physik auf Kriegsfuß stand, er kommt da in der Berufsschule nicht. Wer heute Heizungen, Klimaanlagen usw. installiert, muss schon mehr können, als nur schwer heben und Schraubenschlüssel bedienen.

So sind eben in vielen Berufen die Ansprüche gestiegen und damit auch der Drang zu Bewerbern, die auch mehr zu bieten haben, als nur "2 rechte Hände".

@Am 02. März 2022 - 16:36…

@Am 02. März 2022 - 16:36 Uhr von eine_anmerkung.

Mehr sein als Schein...

Ihre Forderung in Ehren, aber bitte informieren Sie sich nochmal über das Forderungs- und Leistungsbild an unseren Hauptschulen, so Sie überhaupt noch eine finden, und bitte ebenso über das von unseren Realschulen und das bitte vor allem in Städten, nicht nur draußen im weiten Land. Sie werden, wie ich, ebenfalls wie Sie durch die damalige Hauptschule gegangen, mehr als überrascht sein, was Ihnen da als schühlerische Leistungsbereitschaft und auch Leistungsmöglichkeiten im Großen begegnen wird. Da ist konzentriert die Arbeiten lernendes, zuverlässiges Jungpersonal oft viel zu wenig zu finden. So werden Sie die ausbildenden Mittelstandsbetriebe verstehen, die uns immer lauter warnen, vor dem absehbaren NachwuchsGAU, nicht nur im Handwerk. Lösung wäre vielleicht der Wiederaufbau einer Hauptschule, wie wir sie erlebt und durchlaufen haben, allerdings fehlt dazu die notwendigen Einstellungen und Kenntnisse der zuständigen Schulbehörden, im Großen auch, samt der dazu passenden und notwendigen Lehrerpersönlichkeiten. 

@ 16:26 Uhr von Deichschaf

„Vielleicht sollte man die schulischen Anforderungen für Handwerksberufe wieder auf Normalmaß zurückbringen“

Nach meinen ca 45 - jährigen Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen kann ich Ihnen versichern, das jedes Kind, welches keiner geistigen Behinderung unterliegt, in der Lage ist, das Abitur zu schaffen. 
Und was ist daran schlimm, wenn auch der Handwerks - Azubi weiß, wie ein Gedicht interpretiert wird? 
Es geht doch auch um eine umfassende humanistische Bildung für das ganze Leben und nicht ausschließlich um die Anforderungen der Wirtschaft. 
Das Problem am Abiturienten ist allerdings, dass er/sie/es alt genug ist, um etwas weiter zu denken und dann natürlich auch seine zukünftigen Einkommensmöglichkeiten berücksichtigt. 
In vielen Schreibtischberufen werden in den kommenden Jahren eh weniger Menschen benötigt, dank KI uä. 
Die können dann alle auf Handwerker umlernen, wenn sie nicht Arbeitslos sein wollen. 
Die Gehälter müssen aber vorher steigen.

@16:21 Uhr von GeMe

Die mir der Verantwortung? Der war echt gut. Und dafür wird man bezahlt?

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Komisch dass so einer nie Verantwortung übernimmt, wenn es klemmt. 

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Siehe vw Skandal. 

Keiner. Wirklich keiner hat da Verantwortung übernommen und wäre somit seiner Bezahlung gerecht geworden.

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Ja, ich bleibe dabei, Büro ist Luschikram.  Man muss eigentlich kein Talent dafür haben.  Fleiß alleine reicht.  

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Das sollen andere machen. Mir wäre das viel zu einfach und zu langweilig. 

Größtenteils wohl ein „selbstgemachtes“ Problem

„… es gibt immer weniger Interessenten, die einen Handwerksjob machen möchten.“

 

Die gibt es durchaus. Vor allem unter Neubürgern aus dem näheren und (meist) ferneren „Ausland“. Die werden dann aber leider trotz offensichtlicher Eignung und offensichtlichem Integrations- und Leistungswillen von der Bürokratie meist nach allen Mitteln derer „Kunst“ „ausgebremst“. Und nicht selten des Landes verwiesen. 

Also...wenn ich mich nochmal…

Also...wenn ich mich nochmal erst drei Jahre wie der letzte Arsch behandeln lassen, im Streitfall von Handwerkskammer und Innung eh nicht ernstgenommen wollte und das auch noch für 'ne Handvoll Euronen - ja, dann würde ich wohl eine Ausbildung im Handwerk wählen.

 

Was ich während meiner Ausbildung zum KFz-Mechaniker vor xdrölfzig Jahren erleben mußte, ging auf keine Kuhhaut.

Umso erstaunter war ich, als mir der Nachbarsjunge von seiner Ausbildung zum KFz-Mechatroniker erzählte und sich vieles von dem mit meinen Erfahrungen deckte - 2021.

 

Und auf unsere Neubürger sollten viele Handwerksbetriebe mit dem Motto "Lehrjahre sind keine Herrenjahre - hier ist 1950!" auch nicht setzen - nur, weil die vielleicht nicht immer fließend Deutsch sprechen heißt das noch nicht, daß sie sich dennoch alles gefallen lassen.

@17:18 Uhr von dr.bashir

Das Problem ist aber, dass man ja in dem Alter, in dem man sich für eine bestimmte schulische Laufbahn entscheidet selten schon weiß, was man mal in seinem Leben machen will.
Seltsam, als ich nach zwei Kurzschuljahren mit 14 in die Lhre gegengen bin hatte ich mein Ziele klar vor Augen.

Heute sind die Ziel, mit wenig Anstrenung, Sauber, ab 9:00 Uhr und am Wochendende frei viel geld zu bekommen.

Da ist das Fenster schon sehr klein. .

@17:43 Uhr von nie wieder spd

Hallo nie wieder spd

 

Ich stimme Ihren Ausführungen voll zu.

 

Die Gedichtsinterpretierung wäre ja noch schön, aber evtl. kommen noch andere Gedanken.

 

Vielleicht ist es ganz einfach ein Problem unserer Gesellschaft.

Man liest ja öfters vom "Atomphysiker zum Biobauern".

 

Oft auch eine Frage nach dem Sinn des eigenen Lebens.

 

Mir fallen dazu noch Schauspieler, Musiker oder auch Künstler ein.

 

Eigentlich bin ich ein Kunstbanause, aber ich finde es sehr wichtig, dass Menschen diesen Weg gehen können, ohne für immer im Armenhaus zu verweilen.

 

Das wären natürlich schwierige Diskussionen.

 

 

 

 

 

 

Dieser Fachkräftemangel ist ein Lohnmangel

Ich habe viele Menschen im Bekanntenkreis, die ihren gelernten Beruf verlassen haben weil sie von dem verdienten Geld nicht leben konnten.

Immer mehr Menschen arbeiten in prekären Verhältnisen, auch im Handwerk. Wer kann sucht sich was besseres.

Wäre wirklich ein Mangel vorhanden müssten die Löhne steigen. Das tun sie aber bisher nicht (höchstens vereinzelt).

Wir brauchen in vielen Bereichen nicht mehr Zuwanderung um die Löhne noch weiter unter Druck zu setzen sondern wir müssen zurück finden zu dem mit seinen Händen arbeitenden Mittelstand.

Die Menschen verdienen eine Arbeit, mit der man ein Leben bestreiten kann.

 

 

@15:25 Uhr von harry_up

>>Sehen Sie, lieber User Georg Bodendorfer, egal ob Sie die AfD loben oder tadeln, deren Wähler fühlen sich immer falsch behandelt.<<

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Man muss schließlich seinen Opfermythos pflegen.

...ttestEineMeinung @13:36 Uhr von Blitzbot

Eine höhere Zahlungsmoral könnte ohnehin dadurch erreicht werden, wenn der Steuerzahler nicht 80 % seines Einkommen an den raubtiersozialistischen Staat geben müsste.

 

Wie schön, dass sie uns an ihrem Feindbild teilhaben lassen.

Weniger schön, dass sie dabei lügen.

 

Ich zitiere ihnen aber gerne Walter Lübcke, dem ich hier ausdrücklich zustimmen möchte:

"Ich würde sagen, es lohnt sich, in unserem Land zu leben. Da muss man für Werte eintreten… Und wer diese Werte nicht vertritt, der kann jederzeit dieses Land verlassen, wenn er nicht einverstanden ist."

 

Gibt es denn ein Land, das sie weniger verabscheuen als Deutschland?

 

@15:16 Uhr von harry_up

Hallo harry_up

Wie  schaut  denn  dieser  Überbietungswettbewerb  im  Handwerk  aus  ?  Wer  bietet  die  niedrigsten  Dumpinglöhne  ?  Oder  wie  erreicht  man  sonst  so  einen  Handwerkermangel  ?     Warum lesen Sie den Artikel nicht mal sorgfältiger und/oder machen sich einmal bei einigen Handwerksbetrieben schlau?   Das hier ist ein Forum, bei dem es nicht darum geht, wer Schnellster ist mit der Veröffentlichung des sinnfreiesten Kommentars.

 

Nein, ich nutze das nicht aus. "g"

 

Ich wollte eigentlich nur bemerken, dass Sie dahingehend recht haben, dass ich oft zu sehr verkürze und deshalb Missverständnisse auftreten könnne.

(Stichwort Kriegsschiffe, Türkei)

 

Ich gelobe Besserung.

 

@18:42 Uhr von Cornish Alien

An alle, die hier Ingenieure, Lehrer und Verwaltungsheinis als Luschi-Job sehen. Könnt Ihr machen, müsst dann aber auch aushalten, wenn die Euch entgegen: "Ach nur Handwerker? Zu mehr hat's nicht gereicht?" Immer dieses Stammtischniveau... Fehlt nur noch das Beamtenbashing, dann ist der Klischee-Reigen vollständig.... zum Thema: 80 % Abgabenlast vom Brutto? Die Rechnung würd ich gern mal sehen... und ja, Herr Rodriguez es gibt nicht nur 2 Firmen, die ihre Gesellen ordentlich nach Tarif bezahlen! Die haben auch kein Job-hopping... mir sagen die Handwerksmeister immer, ihnen ist die Deutschnote der Azubis egal, er braucht einen Lehrling, der pünktlich, zuverlässig, sorgsam mit dem Werkzeug umgeht und auch bei Nicht-Sonnenschein auf's Dach geht....(Hinweis im Zeugnis: Fehlzeiten!) Nennt man wohl social skills oder Erziehung und lernt man vorzugsweise zu Hause.. 

Es dürfte in dieser Hinsicht kein Problem geben.

Wenn doch nur jeder Jugendliche für vielfältige handwerkliche Tätigkeiten ausgebildet wäre!

Mein Paradebeispiel: der einsame Einsiedler irgendwo im Wald. Der wird auch immer (irgendwie) selbständig zurecht kommen, wenn seine Kenntnisse in den Naturwissenschaften, im Überlebenskampf und sein Erfindungsreichtum in der Kindheit ausreichend gut ausgeprägt und ausgebildet wurden.

Zu lange Arbeitszeiten

In einigen Branchen sind auch die Arbeitszeiten viel zu lang.

 

@14:14 Uhr von FakeNews-Checker

//Zu  den  Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen  der  Akademikerschwemme  gehört  es  auch,  immer  mehr  Handwerksberufe  durch  die  Entwicklung  von  Künstlicher  Intelligenz,  Robotern  und  Maschinen  zu  vernichten  und  zu  ersetzen...//

 

Selbst wenn der 3D-Drucker z.B. den Tischler irgendwann ersetzen kann, so wird es noch lange dauern, bis bis mir ein Roboter die Wände tapeziert, neue Fliesen im Bad verlegt, marode Wasserleitungen tauscht, Waschmaschine oder Heizungsanlage usw. usf. repariert.

Das größte Problem scheint mir, wie in vielen anderen nichtakademischen Berufen, die mangelnde Anerkennung zu sein.

Singen Kinder heute noch das Lied: Wer will fleißige Handwerker sehn...?

Ich glaube kaum. Ist nicht modern genug.

@13:52 Uhr von Blitzbot

@afd-Presseabteilung

 

Wer von den "Akademikern" soll dann überhaupt noch etwas "Vernünftiges" studieren? Welcher "Akademiker", die der "Akademikerschwemme" angehören, "studieren" dann nicht weiterhin rhythmische Tanzgymnastik, Gender-"Wissenschaften", "Soziologie" und sonst einen Kram, der keinen Nutzen in der realen Wirtschaft darstellt? [sic!]

 

Je später der Abend...manchmal schon Mittags.

Vielen Dank für diesen Einblick in ihre Psyche - das erklärt vieles.

 

Eine Frage hätte ich noch - ist Hass wirklich der Ort an dem sie ihr Leben verbringen möchten?

Erst einmal Schulen richtig ausstatten

...und dann eine vernünftige Lehrerbildung, Stundenpläne mit Kunst, Musik und Werken inklusive Werkzeug, Instrumenten und Material.

Dann: Karrierewege entwickeln für Bäckerinnen, Pfleger, Klempner...Erzieher und Sozialpädagogen - und alle vernünftig bezahlen.

Aber: 40 Jahre hundert Fenster am Tag halbautomatisiert herstellen - da wärste blöd, sonst wirste blöd....

 

17:18 Uhr von dr.bashir @16:26 Uhr von Deichschaf

//Wer da in der Schule mit Mathe und Physik auf Kriegsfuß stand, er kommt da in der Berufsschule nicht. Wer heute Heizungen, Klimaanlagen usw. installiert, muss schon mehr können, als nur schwer heben und Schraubenschlüssel bedienen. So sind eben in vielen Berufen die Ansprüche gestiegen und damit auch der Drang zu Bewerbern, die auch mehr zu bieten haben, als nur "2 rechte Hände".//

 

Hinzu kommt, dass auch die Qualität der Schulabschlüsse deutlich gesunken ist. Wird hier im Forum zwar immer heftig bestritten, ist aber leider mehrfach belegt. 

@18:52 Uhr von Coachcoach

//...Stundenpläne mit Kunst, Musik und Werken inklusive Werkzeug, Instrumenten und Material....//

 

War zu meiner Schulzeit noch eine Selbstverständlichkeit. Material etc. mussten wir allerdings selbst anschaffen. Sportunterricht hatten wir auch. Fand ich zwar ausgesprochen doof, aber immerhin habe ich in der Schule Schwimmen gelernt und meinen Freischwimmer gemacht.

...ttestEineMeinung #Des Wurzels Übel...

... liegt darin, dass wir immer noch im Denken einer Klassegesellschaft verhaftet sind.

Der Sinn einer arbeitsteiligen Gesellschaft sollte eigentlich darin liegen, dass Menschen das tun, was sie am Besten können und dabei von anderen Menschen ergänzt werden, denen andere Dinge mehr liegen.

Leider glauben wir immer noch, dass der Arzt sehr viel mehr wert ist, als die Putzfrau - obwohl Hygiene im Krankenhaus bestimmt nicht viel weniger Menschenleben rettet.

Dass ersterer mehr verdienen sollte ist klar - er muss eine sehr lange und harte Ausbildung kompensieren und seine Arbeitszeiten gehören zu den längsten in unserer Arbeitswelt.

Aber die Unterschiede - vor allem in der gesellschaftlichen Anerkennung sind einfach zu groß.

 

Ähnlich geht es vielen Handwerksberufen, was - neben der schlechten Bezahlung im Vergleich zur Industrie - dazu führt, dass Menschen dort nicht arbeietn wollen.

 

Vielleicht sollten wir einfach mal was an unsere Sichtweise vom Wert jedes Menschen ändern.

@ 18:52 Uhr von Coachcoach

„Erst einmal Schulen richtig ausstatten …“

Völlig richtig. Und mindestens 2 Lehrer pro Klasse, wesentlich kleinere Klassen, eine Schulpflicht bis zum 20. Lebensjahr, aber höchstens 5 Stunden pro Tag. Zwischendurch auch praktischer Unterricht in Handwerksbereichen. 
Man könnte soviel tun. Zum Nutzen der Gesellschaft und des Einzelnen. Gerade bei Kindern, von denen immer wieder behauptet wird, sie seien das Wichtigste. Leider lügt die Politik auch in diesem Bereich und die Eltern mischen sich viel zu wenig konstruktiv ein. Anders kann man Schulen mit defekten Toiletten und ohne professionelle und Coronataugliche Lüftungsanlagen gar nicht erklären.

Es ist doch kein Wunder,…

Es ist doch kein Wunder, wenn unsere Gesellschaft mittlerweile Kinder darauf trimmt, das diese unbedingt studieren, damit sie ein finanzielles Auskommen hat, von dem man vernünftig leben kann, womit man auch noch seine Miete zahlen kann und man auch später einigermaßen vor Altersarmut geschützt ist. Dadurch haben handwerkliche Berufe leider auch an Attraktivität verloren, obwohl sie mindestens genauso wichtig sind, wie studierte Berufe. Denn momentan läuft es darauf hinaus, daß immer mehr in der Theorie wissen, wie was gebaut oder repariert wird, aber immer weniger die Praxis dafür haben.  Dafür müsste man aber auch gesellschaftlich wollen, das handwerkliche Berufe wieder das Ansehen wie früher haben und man auch ein vernünftiges Auskommen hat, auch wenn man sich mal die Preise für eine handwerkliche Stunde von oftmals jenseits von 60€ aufwärts anguckt, müssten doch vernünftige Löhne möglich sein.

@18:44 Uhr von WM-Kasparov-Fan

 

Wenn doch nur jeder Jugendliche für vielfältige handwerkliche Tätigkeiten ausgebildet wäre! Mein Paradebeispiel: der einsame Einsiedler irgendwo im Wald. Der wird auch immer (irgendwie) selbständig zurecht kommen, wenn seine Kenntnisse in den Naturwissenschaften, im Überlebenskampf und sein Erfindungsreichtum in der Kindheit ausreichend gut ausgeprägt und ausgebildet wurden.

 

Ich übe einen Handwerksberuf aus zum Geldverdienen: Photograph. Ich habe auch das Studium «Diplom Photoingenieur». Als Photograph muss man gut improvisieren können unter wechselnden Bedingungen.

 

Als Ingenieur weiß ich in etwa, wie man mit einer Axt einen Baum fällt im Wald, und wo der Gefällte hin fällt, wenn er fällt. Eines meiner lieben Hobbies ist das Bogenschießen. Das habe ich in Japan so was besser gelernt.

 

Gerne nehme ich meine beiden Nichten und andere Kinder um 7 bis 12 Jahre mit Bogen und Kamera mit in den Wald. Das finden wir alle toll, aber wir alle wollen keine einsamen Einsiedler sein.

Vielleicht ist `das Handwerk…

Vielleicht ist `das Handwerk´ auch selbst Schuld daran, dass es zu wenig Nachwuchs bekommt. Meine kurze Erfahrung mit einer Lehre ist eine Weile her, aber selbst Anfang der 90er gab es noch den dummen Spruch `Lehrjahre sind keine Herrenjahre´. Und ich gehe jede Wette ein, dass sich auch heute noch genug Leute finden werden, die diesen Spruch bringen. Wenn ja, dann muss sich eben daran was ändern, wenn man attraktiv sein will. Für mich war damals nach drei Monaten Probezeit Schluss. Vor allem wegen eintönigem Mist die ganze Zeit über (gebeizte Fensterrahmen glattschleifen), aber auch einer Art `Kulturschock´ (ganz anderes Milieu). Und viel zu frühem Arbeitsbeginn. Manches davon lässt sich vielleicht nicht ändern, anderes sehr wohl. Das Handwerk muss auch selbst zusehen, dass es attraktiv bleibt. Wenn nicht, dann kommt eben keiner.

@15:32 Uhr von Bauer Tom @@15:18 Uhr von Bernd Kevesligeti

// "Die spätrömische Dekadenz. Laut dem Manager-Magazin verdienen Vorstandsmitglieder in Unternehmen im Schnitt das 71fache des normalen Mitarbeiter...." 

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Ja Ja der "Klassenfeind" Das ist vieleicht eine andere Art von Dekadenz. Hier geht es aber erstmal um Handwerker.//

 

Nun, so ganz voneinander unabhängig ist die Entwicklung nicht. Was in den oberen Etagen in teilweise obskurem Ausmaß zuviel gezahlt (nicht verdient) wird, fehlt dann halt in anderen (wichtigeren) Bereichen. 

In meiner Jugend  hieß es noch: Handwerk hat goldenen Boden. Da stellt sich natürlich die Frage, warum das jetzt nicht mehr so ist. 

@15:17 Uhr von putzfee02

Ein großes Problem ist ausser mangelhafter Bildung auch dieses gequatsche von work-Life-Balance. Es erweckt doch bei unserer Jugend komplett falsche Hoffnungen. Sicher mag es Bereiche geben, in denen man 4 Tage die Woche arbeiiten kann. Aber das sind doch die wenigsten. In der Pflege, im Krankenhaus, Gastronomie, Handwerk jeglicher Art funktioniert das aber nicht. Man stelle sich vor, man hat frei und alle Kneipen, Museen, Bäcker usw. sind auch zu, weil die auch nur 4 Tage arbeiten?! Denn es fehlen ja Fachkräfte, die an den anderen drei Tagen arbeiten könnten. Die Arbeit muss sich dem Leben anpassen? Ist Quatsch weil nicht überallmachbar. Unsere Kinder sollten mehr für verschiedene Berufe sensibilisiert werden.

 

...Ihre Kinder können einem ob Ihrer Einstellung nur leid tun... 

@18:56 Uhr von Anna-Elisabeth

Hinzu kommt, dass auch die Qualität der Schulabschlüsse deutlich gesunken ist. Wird hier im Forum zwar immer heftig bestritten, ist aber leider mehrfach belegt.

Normalerweise nerven mich all diese Posts mit dem Unterton "Wir hatten es früher viel schwerer" oder "Die Jugend von heute...". In diesem Fall bin ich allerdings geneigt, Ihnen zuzustimmen. Meine Beobachtung beruht aber natürlich auf n=1. Meine Tochter hat vor 6 Jahren das ach so schwierige bayerische Abitur, auch noch das unmenschliche G8, abgelegt. Und ich durfte ihr beim Lernen in den Naturwissenschaften lernen und war doch sehr erstaunt, mit wie wenig man heutzutage ein Abi bekommt. Ich selbst habe vor vielen Jahren erst mal Mittlere Reife gemacht und dabei gefühlt in Chemie und Bio mehr wissen müssen.

Aber was ist wichtig. Viele brauchen in ihrem ganzen Leben nie wieder den Satz des Pythagoras oder gar Cäsar oder das Nibelungenlied. Mir ist wichtiger, die Leute lernen denken, anstatt auswendig.

 

20:03 Uhr von dr.bashir @18:56 Uhr von Anna-Elisabeth

//Aber was ist wichtig. Viele brauchen in ihrem ganzen Leben nie wieder den Satz des Pythagoras oder gar Cäsar oder das Nibelungenlied. Mir ist wichtiger, die Leute lernen denken, anstatt auswendig.//

 

Stimmt. Auswendig lernen schon die Kleinsten ganz von selbst.

Ich hatte mal den kleinen Nachbarskindern (lange her) abends vorm Schlafengehen aus deren Kinderbüchern vorgelesen. Manchmal hatte ich wenig Lust und dann schon mal einen Fehler gemacht (z.B. einen Satz ausgelassen). Die kinder haben sofort protestiert. Die kannten die Geschichten schon auswendig, wollten sie trotzdem immer wieder hören.

Auch ich kann viele Texte aus meiner Kinder- und Jugendzeit noch auswendig. Aber auch nur das, was ich toll fand, nicht das was Hausaufgabe war. Gefallen hat mir z.B. der "Totentanz" von Goethe.

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