Kommentare - Was die Ampel Pflegekräften verspricht

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Hmm........

"Das muss relativ zügig umgesetzt werden, damit es mittelfristig zu einer Steigerung kommen kann, also Kolleginnen die Arbeitszeit erhöhen oder Kolleginnen wieder zurückkommen."

Habt Ihr Euch die Impfpflicht für die Pflege gut überlegt?

Was die Ampel Pflegekräften verspricht....

Die Rede ist hier von einer Corona-Prämie in Höhe von insgesamt 1 Milliarde Euro für die Pflegekräfte. Im Jahre 2019 gab es in der Bundesrepublik 1,2 Millionen Pflegekräfte, heute sind es garantiert weniger, allein bis zum Frühjahr kündigten 9000 Pflegekräfte (bedeutete auch fast 5000 Intensivbetten weniger) wegen der Bedingungen.
Die Prämie würde einmalig etwa 833 Euro pro Kopf ausmachen.
Nachzudenken wäre auch darüber, die zwanzig geschlossenen Krankenhäuser wieder zu eröffnen.

schaun mer mal.......

was das letztendlich bedeutet für die pflege-berufe.
werden sie denn so langsam mal endlich entsprechend ihrer belastung entlohnt?
sind solche menschen die diese jpb's haben, dann mal mehr als im prinzip knapp über aussätzige'?
arbeitszeiten usw vernünftig?

und wenn das geklappt hat, bitte gleich dort weiter machen wo es auch so zugeht, zb handwerker, kassierer, etc.

Löhne hoch und besonders Arbeitszeiten runter

Sicher, Löhne müssen angemessen sein und sich an der zu leistenden Arbeit orientieren.
Hier besteht sicher Nachholbedarf.

Doch viel wichtiger erscheint mir, den Personalschlüssel zu ändern und endlich dafür zu sorgen, dass durch eine geregelte Arbeitszeit die Belastungen der Pflegekräfte deutlich reduziert werden.

Es gibt viel zu tun

Aus dem Artikel:
"... Denn schon jetzt fehlen laut Pflegerat rund 200.000 Fachkräfte ..."

Wie lange mag es wohl dauern, bis diese Fachkräfte entweder gefunden oder ausgebildet sind ?

Und die Arbeitsdauerüberlastung geht in der Pflege weiter.
Das führt unweigerlich früher oder später zu Kündigungen der Betroffenen.
Wie soll denn nun auf der Stelle die Arbeitsüberlastung gestoppt werden ?

Da nützt es auch die Einsicht nichts, wenn zukünftige Vertreter der künftigen Bundesregierung jetzt feststellen, dass über Jahrzehnte die Situation im Bereich Pflege nur dahingehend verändert wurde, dass immer mehr Kapazitäten abgebaut wurden, - darunter auch der Personal in der Pflege - .

Rückschau:
Auch die SPD, die FDP, und auch die GRÜNEN waren/sind in der Regierungsverantwortung im Bund oder in den Landesregierungen.
Von Kapazitätsaufbau auf Landesebene war niergendwo so wirklich was zu hören oder zu lesen (sondern eher vom Kapazitätsabbau).

So so ...

So so, eine Extra-Zahlung wegen Corona, dies ist zunächst einmal recht nichtssagend, solange keine konkrete Summe für den Einzelnen dasteht.

So etwas wurde doch in der Vergangenheit schon einmal groß angekündigt, wurde da überhaupt was bezahlt?

Ebenso "allgemeine Hinweis auf bessere Löhne", das kann von 1,50 €/Monat bis xxx alles sein.

Also erst mal Butter bei die Fische, bevor man sich schon das Lob abholen möchte!

Sehr wichtig finde ich auch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Momentan ein dankbares Politikfeld

Momentan sind mangelnde Pflegekräfte in Krankenhäusern und v.a. auf Intensivstationen in aller Mund: keine Leute, weniger Intensivbetten.
In den Pflegeheimen sieht es personell kaum besser aus.

Die Politik kann also mit solchen Versprechen nur Pluspunkte sammeln.

Nur: höhere Löhne und mehr Personal verteuern erstmal die Pflege, und schaffen erstmal auch keine neuen Heimplätze.
Wenn diese jetzt schon teuren Plätze dann auch noch billiger werden sollen, läuft alles auf höhere Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt hinaus.

Mit Steuermilliarden werden so die Gewinne der privaten Träger und Investoren gesichert. Das mag der FDP gefallen, aber weil die Kosten absehbar regelmäßig steigen werden ist auch ein regelmäßiger Streit über den steigenden Sozialhaushalt ähnlich wie bei der Rente vorhersagbar.
Eine sichere langfristige Finanzierung sehe ich in den Vorschlägen nicht. Es scheint mir eher ein pflegepolitisches Strohfeuer. Aber gut, warten wir's ab.

15:31 von CoronaWegMachen

Wie lange mag es wohl dauern, bis diese Fachkräfte entweder gefunden oder ausgebildet sind ?
-------------

vielleicht sollte man endlich damit beginnen welche auszubilden
irgendwie glaube ich mich 2 Jahre zurückversetzt,
da hat man auch gejammert keine Pflegekräfte
und jetzt ... ?
hat man noch weniger !

Migranten lösen das Problem

Ich kann die Meldung bzgl 'Pfegekräfte aus dem Ausland' bestätigen, wurde Migranten während des Asylverfahrens doch auch nahegebracht sich mal zu überlegen, ob sie nicht als Pflegekraft.. es könne sich positiv auf Entscheidungen im Verfahren auswirken.

Bad and sad game!

Was die Ampel Pflegekräften verspricht...

Wir wollen feste Tarifstrukturen, die ein Einkommen von 4000 Euro sichern für jede Pflegekraft in jedem Versorgungssetting.

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Klingt gut.
Aber heute kam auch eine andere Meldung. Viele Bewohner von Pflegeheimen können sich die Kosten mit ihrer Rente nicht mehr leisten und sind auf Sozialhilfe angewiesen. Letztendlich zahlt das alles also der Steuerzahler...

Schluss mit den

Schluss mit den Krankenhausschließungen und ein neuer Personalschlüssel muss dringend her!

15:15 von Hansi2012

Doch viel wichtiger erscheint mir, den Personalschlüssel zu ändern und endlich dafür zu sorgen, dass durch eine geregelte Arbeitszeit die Belastungen der Pflegekräfte deutlich reduziert werden.

Aus meiner Sicht wäre es eine Anregung wert, wenn man Pflegekräfte einen satten Steuerfreibetrag gewährt, den sie auch in ihrem Geldbeutel spüren. Das wäre bestimmt ein Anreiz von Menschen, die einen Pflegeberuf wählen würden.

Ja, auch ich bin dafür,...

...den Pflegekräften ein gutes und den Belastungen in ihrem Job angemessenes Gehalt zu zahlen, ohne wenn und aber.

Was ich bei den bisherigen Kommentaren vermisse ist der Appell on die andere Richtung.
Der geht dahin, die (Aus-Prinzip-)Impfverweigerer zu ermutigen, ihre Scheu, Verweigerungshaltung und/oder Unsicherheit bzgl. des Impfstoffs zu überwinden, sich impfen zu lassen und so indirekt zur Entlastung der Pflegekräfte beizutragen.

Schaung mer mal

Hoffentlich werden von der neuen Regierung ihre Versprechungen umgesetzt. Die Zeit für leere Versprechungen und
Geklatsche ist vorbei.
Geben wir der neuen Regierung die Chance und urteilen dann erst.

Taten zählen mehr als Worte!

Taten zählen mehr als Worte! Also zeigt eure Taten! Lob für den der auch was Vollbracht hat!!

30 Stunden bei vollem Lohnausgleich

Was wir seit der rot-grünen Regierung unter Andrea Fischer und Ulla Schmidt erlebt haben, war eine unglaubliche Verdichtung von Arbeit. Im Jahr 2001 wurden massenweise Pflegekräfte gekündigt, um angeblich Geld einzusparen. Dadurch wurde der Druck auf die Pflegekräfte unerträglich erhöht.
Ich habe in den Jahren 2006 und 2008 erlebt, wie dieselben Pflegekräfte "abgebaut" haben, weil sie nicht mehr konnten.
Eine wirkliche Kehrtwende wäre es, den Job aus 30 Stunden zu reduzieren, bei vollem Lohnausgleich. Würde dadurch eine Pflegelücke entstehen? Kurzfristig ja, langfristig würde der Job wieder leistbar. Denn nach meiner Erfahrung sind Pflegekräfte fast alle intrinsisch motiviert. Nur hat man die Hürde einfach unmenschlich hoch gesetzt.
Das wäre eine wirkliche Pflegewende, und nicht nur Augenwischerei.

Wie das so ist mit Versprechen ...

... Mutti sagte: "Mit mir gibt es keine Impfpflicht!"
Die Ampelmänner und Frauen können viel für die Pflege versprechen.
Ich werde den Job wechseln, wenn die Impfpflicht für die Pflegeberufe kommt, denn das ist der absolut letzte Schrei und Wahnsinn. Alle 3 bis 6 Monate impfen lassen nur um arbeiten zu dürfen ohne die Garantie zu haben, dass es keine Nebenwirkungen gibt.
Einfach lächerlich! Nimm sollte das Ernst nehmen was die Ampel verspricht! Ich habe heute einen Bericht gelesen auf der Website von Zentrum der Gesundheit: Kardiologe mögliche Langzeitfolge.
Ich arbeite seit 1979 in der Pflege und habe mich immer an alle Fortbildungen über Hygienemaßnahmen gehalten und nie eine Impfung gegen Hepatitis bekommen und hatte auch nie eine! Ich kenne niemanden der eine Covid 19 Erkrankung hat, wenn er sich an die Hygienemaßnahmen hält.
ABER ich kenne sehr viele die im Pflegeheim arbeiten und an Covid 19 erkrankt sind und trotz Impfung und weil sie sich nicht an die Hygienemaßnahmen hielten!

4000 Euro pro Monat

Die Forderung wird von den Pfelgekräften mit einer Zahl konkretisiert. Da muss sich die neue Regierung jetzt konkret zu äußern, sonst könnten ihr die Wähler*innen und alle die hierzulande Pflege benötigen (also früher oder später ALLE) frei nach Greta Thunberg vorwerfen, sie hätte nur ein BLA BLA BLA von sich gegeben.

So wird das nichts. Schon die

So wird das nichts. Schon die letzte Prämie ist nicht bei allen angekommen.

Und was die Ausbildung betrifft, war schon die letzte "Reform" eine Katastrophe. Allgemeine Pflege, Kinderkrankenpflege sowie Altenpflege in einen Topf zu werfen, war nichts anderes als der Versuch, Ausbildungskosten (Lehrer) zu sparen.

Und vor allem in der Altenpflege muss dringend mehr Fachpersonal eingestellt werden. Dort ist die Lage inzwischen so katastrophal, dass in den Heimen etwas nur die Hälfte Fachpersonal ist. Wie kürzlich zu lesen war, werden inzwischen dort auch Menschen eingestellt, Zitat: "die man mangels Empathie in keinem Tierpark einstellen würde."

Krankenschwester an Politik:

1. Keine Impfpflicht für Pflege, da wird sonst wieder ein Schwung Kollegen gehen. Pflege weiß, wie man hygienisch arbeitet.
2. Pflege aus dem Ausland ist keine gute Lösung. Die Sprache ist unser wichtigstes Instrument! In keinem Land gibt es Überfluss an Pflege, sie brauchen ihre Leute selber!!
3. Wenn die Pflege die Zeit und den Rahmen bekäme, das zu tun , was sie gelernt hat, würde das eine Menge Geld einsparen!! Dieses eingesparte Geld kann dann an die Pflege zurückgehen. Nur solche Bedingungen bringt mehr Nachwuchs und wird die Leute halten.
4. Das Rentenalter für Pflege muß herabgesetzt werden!
5. wenn es nicht genug Pflegekräfte gibt, müssen halt Betten abgebaut werden. In den Niederlanden z. B. kommt man mit weit aus weniger pro Einwohner aus.
Ein großer Teil der Patienten gehört nicht ins Krankenhaus, unser Abrechnungssystem unterstützt aber diesen Zustand. Hier muss man ran!!

@15:31 von Giselbert

//Sehr wichtig finde ich auch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen.//

Die sind aus meiner Sicht vorrangig. Man hält es nicht lange aus, wenn man fast jeden Tag mit einem schlechten Gewissen nach Hause geht, weil man weiß, dass man den Patienten nicht gerecht werden konnte. Hinzu kommt die Angst, aufgrund von Übermüdung schwere Fehler zu machen. Die Alternative ist: man stumpft ab und wird zur Zumutung für Patienten und Kollegen.
Und dieses häufige Einspringen für Kollegen, die sich krankgemeldet haben, stört auch schon mal den häuslichen Frieden.

Am 05. Dezember 2021 um 15:14 von Bernd Kevesligeti

Nachzudenken wäre auch darüber, die zwanzig geschlossenen Krankenhäuser wieder zu eröffnen.
___
Klar, das würde die Situation total entspannen. Die Verwaltung und andere administrative Abteilungen könnten bestimmt kurzfristig wiederbelebt werden.
Die Behandlung von Patienten, insbesondere die Behandlung von ITS-Patienten kann natürlich nicht erfolgen, WEIL es zu wenig Pflegepersonal gibt ! Ich dachte, das hätte sich langsam rumgesprochen.
Davon abgesehen, hat DE für den Normalfall eine sehr gute Abdeckung von Kliniken; auch in der Fläche und auch sehr dicht. Vergleichen Sie bitte mal mit anderen EU-Ländern.

@ Sisyphos3, um 15:47

“vielleicht sollte man endlich damit beginnen welche auszubilden...“

Vielleicht sollte “man“ endlich verstehen, dass sich keine oder viel zu wenige ausbilden lassen wollen?
Und was der Grund dafür sein könnte...

@16:35 von J.Hort

//5. wenn es nicht genug Pflegekräfte gibt, müssen halt Betten abgebaut werden. In den Niederlanden z. B. kommt man mit weit aus weniger pro Einwohner aus.
Ein großer Teil der Patienten gehört nicht ins Krankenhaus, unser Abrechnungssystem unterstützt aber diesen Zustand. Hier muss man ran!!//

Auch bei diesem Punkt stimme ich zu. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass viele Patienten viel zu früh entlassen werden.

@16:39 von werner1955

//Was die Ampel Pflegekräften verspricht ,
werden nur die leistungsbereite Bürger , Steuerzahler und Rentner erbringen und bezahlen müssen.//

Auf den Einwand habe ich gewartet.
Was schwebt Ihnen denn als Lösung vor? Einfach warten, bis keine/r mehr (mit Verstand) den Job machen will? Viele brechen schon jetzt ihre Ausbildung nach kurzer Zeit ab.

@ werner1955, um 16:39

“Was die Ampel Pflegekräften verspricht ,
werden nur die leistungsbereite Bürger , Steuerzahler und Rentner erbringen und bezahlen müssen.“

Eine absolut treffende, wenn auch ebenso unvollständige wie lapidare Feststellung.

Leider dreht es sich bei Ihnen häufig nur um Zahlen, sei es das Geld oder die Coronatoten.
Natürlich muss das Geld für die Pflegekräfte aufgebracht werden, trotzdem verwundert es mich gerade bei Ihnen, dass das für Sie das größere Problem darzustellen scheint als eine angemessene Bezahlung der Pflegekräfte.

@16:43 von harry_up @ Sisyphos3, um 15:47

//Vielleicht sollte “man“ endlich verstehen, dass sich keine oder viel zu wenige ausbilden lassen wollen?
Und was der Grund dafür sein könnte...//

auf einer Seite von ver.di gelesen:

***Die Krankenhäuser klagen über Fachkräftemangel. Sie missbrauchen dies sogar als Argument gegen verbindliche Personalvorgaben. Dabei belegt die Statistik: Die Arbeitgeber haben den Mangel selbst verursacht, indem sie jahrelang Ausbildungsplätze in der Gesundheits- und Krankenpflege abgebaut haben. Immer noch ist es vielerorts nicht das zentrale Problem, junge Menschen für eine Ausbildung in der Pflege zu gewinnen. Vielmehr fehlt es an verfügbaren Stellen.***

Irgendwo anders hatte ich gelesen, dass man nicht ausbilden konnte, weil die Miete für die Unterrichtsräume zu hoch war. Was soll einem dazu noch einfallen.

Was die Ampel Pflegekräften verspricht

Seit ca. 50 Jahren gibt es in Krankenhäusern und Altenheimen Personalmangel!

Bis heute hat es keine Partei geschafft oder war gewillt, diesen Misstand zu beheben.

Im Gegenteil: Noch unter der rot/grünen Regierung war der heutige Dauergast in Talk-Sendungen derjenige, der sich für Schließungen von Krankenhäusern und Privatisierung aussprach.

Helmut Schmidt sagte seinerzeit auf die Frage von Fachkräftemangel folgendes (sinngemäß): Wenn Fachkräfte fehlen, dann sollen Betriebe sie ausbilden.

Wie will die Ampel Regierung es schaffen, dass nicht noch mehr Intensivpflegekräfte kündigen, so dass die Not auf den Stationen immer größer wird?

Woher soll das Personal kommen? Ausbildungen brauchen ihre Zeit.

Krankenpfleger aus dem Ausland sind zwar eine Lösung, aber die Fachkräfte fehlen in ihren Ländern.

Also doch nicht so gut.

Die heutigen Ansagen verbuche ich vorerst unter Luftnummern.

PS. Mehr Geld ist nicht primäre Problem, sondern mehr Personal. Habe ich aus vielen Gesprächen

Am 05. Dezember 2021 um 16:26 von Anna-Elisabeth

Zitat: Wie kürzlich zu lesen war, werden inzwischen dort auch Menschen eingestellt, Zitat: "die man mangels Empathie in keinem Tierpark einstellen würde."

Ich kann das Zitat nirgends finden.

Können Sie mir weiter helfen?

Am 05. Dezember 2021 um 15:58 von Der freundliche...

" Aber heute kam auch eine andere Meldung. Viele Bewohner von Pflegeheimen können sich die Kosten mit ihrer Rente nicht mehr leisten und sind auf Sozialhilfe angewiesen. Letztendlich zahlt das alles also der Steuerzahler... "

Davon abgesehen, ist das wohl jedem klar, ein Platz kostet zwischen 2700 -4000 je nach Pflegestufe, die Kasse gibt Zuschüsse ja nach Pflegegrad, bei den Renten die der Durchschnitt hat, reicht das natürlich nicht.
Ohne Staatliche Zuschüsse ist das nicht zu bezahlen.
Steigen die Kosten, muss der Staat mehr geben, ist eigentlich jedem klar.
Nur sind die Heime eben meist privat, und wie arbeiten die?.

von weingasi1 16:41

"Weil es zu wenig Pflegepersonal gibt."
Und warum ist das wohl so ? Laut der aerztezeitung dieses Jahr bis März 9000 Kräfte weniger. An Intensivbetten dieses Jahr von 26.475 auf 22.207 herunter.
Perspektivisch sollte man auch mal auf die Auswirkungen des Anfang der 2000 Jahre eingeführten Abrechnungssystem der Fallpauschalen (Diagnosis Related Groupes) sehen. Es schafft Disparitäten, benachteiligt kleine Krankenhäuser und begünstigt die Klinikkonzerne.

4000€?

Aber Netto!
Arbeitszeiten auf 6 Stunden pro Tag an höchstens 5 aufeinander folgenden Tagen pro Woche begrenzen, aktuelle Gehälter verdoppeln, von der Steuer befreien und möglichst auch von den Sozialversicherungsbeiträgen, auch eine Verbeamtung wäre vorstellbar und ein Renteneintrittsalter von 50 - 55 Jahren.
Schon in der Ausbildung muß sein angemessenes Gehalt gezahlt werden. Mindestens 1500€ netto im ersten Jahr.
Und in jedem noch so kleinen Pflegeheim oder einer Pflegefirma muß eine eigene Abteilung entstehen, die sich mit der Verbesserung der Arbeits - und Pflegebedingungen befasst.
Mit diesen Voraussetzungen muß dann in einer konzertierten Aktion von Arbeitsämtern und Wirtschaft massiv geworben werden. Unsere freien Medien könnten eingebunden werden, indem sie realistische Arzt - und Krankenhausserien zeigen und wie sich dort alles verbessert, wenn sich die Arbeitsbedingungen so, wie oben beschrieben, verändern.
150 gestohlene Steuermilliarden/Jahr warten auf sinnvolleren Einsatz

Pflegekräfte müssen auch

gut bezahlt werden,denn es ist kein leichter Job so wie ich es selber bei meinen Krankenhaus Aufenthalt erlebt habe.Dafür auch an dieser Stelle DANKE .

nur mal so am Rande:

***Der Lohnunterschied zwischen Pflegekräften, die in Deutschland beschäftigt sind, und denen in Luxemburg, wird immer größer. Nach einer Statistik der luxemburgischen Behörde für soziale Sicherheit haben Krankenpfleger 2017 im Durchschnitt 93 841 Euro brutto pro Jahr verdient. 2013 lag das Gehalt noch bei 80 821 Euro brutto. Von solchen Gehältern können Pflegekräfte hierzulande nur träumen. An einem kommunalen Krankenhaus beträgt der Brutto-Jahresverdienst einer Pflegefachkraft zum Berufseinstieg (einschließlich Weihnachtsgeld) rund 36 000 Euro, nach zehn Jahren etwa 43 000 Euro. Eine erfahrene Stationsleiterin kommt auf rund 58 000 Euro – jeweils ohne Nachtzuschlag***

In der Klinik, in der ich gearbeitet hatte, hat man die Stationsleitungsposten einfach abgeschafft und sogenannte Gruppenpflege eingeführt - zum Ärger von Personal und Angehörigen:
"Schwester, wie geht es meinem Mann?" Antwort: "Das weiß ich nicht, Ihr Mann ist nicht mein Patient. Fragen Sie doch mal die Kollegin XY."

Parteien rechts der Mitte und soziale Leistungen

Eigentlich weiß es jeder:
Parteien rechts der Mitte (CDU/CSU, FDP u. AfD) haben kein Interesse daran, Löhne und Gehälter von Geringverdienern zu erhöhen oder überhaupt soziale Leistungen zu gewähren.
Das einzige Ziel dieser Parteien ist die Förderung der Spitzenverdiener, Großunternehmer u. Vermögenden.

Daher kann man von einer Koalition mit FDP-Beteiligung in dieser Richtung nichts erwarten.

Es ist schade, dass es für rot-grün-rot nicht reichte. Denn es wäre gut, wenn die Schere zwischen arm und reich nicht weiter auseinander geht.
Diese Chance wurde aber verpasst.

Das Pflegepersonal sollte dann eben selbst die "Notbremse" ziehen. Es gibt auch andere Berufe.

15:47 von Sisyphos3

«vielleicht sollte man endlich damit beginnen welche auszubilden
irgendwie glaube ich mich 2 Jahre zurückversetzt,
da hat man auch gejammert keine Pflegekräfte
und jetzt ... ?
hat man noch weniger !»

Ganz sicher sollten Sie endlich mal kapieren, dass man Pflegekräfte nicht mit dem Lasso auf der Straße einfangen kann, sie dann 3 bis 5 Jahre lang im Krankenhaus zureitet wie Mustangs, und schon hat man neue Pflegekräfte.

Jedes Jahr gehen aus Altersgründen Pflegekräfte in Rente. Andere kündigen aus verschiedenen Gründen und geben den Beruf evtl. ganz dran. Pflegekraft ist kein zwangsverpflichteter Berufsstand bis zum Lebensende.

So blind für Gegebenheiten und Mechanismen auf dem Arbeitsmarkt kann man gar nicht sein, wie Sie sich hier ständig bejammern, wie es doch eigentlich zu sein hätte. Einfach wen nehmen, wenn irgendwo wer fehlt.

Ob da auch nur für 1 Promille Realität drin steckt.
Spielt überhaupt keine Geige im Nirvana.

@ Anna-Elisabeth, um 16:58

re @ harry_up, 16:43

Wenn das so sein sollte, wie und was Sie zitieren, müsste eigentlich jeder Intensivmediziner eher peinlich berührt sein, wenn er in Fernsehkommentaren den Pflegenotstand anprangert.

Nun aber: was vor Jahren falsch entschieden wurde, fällt den Krankenhäusern und damit den Intensivpatienten heute auf die Füße - ein Grund mehr, sich für eine Verbesserung der besch...enen derzeitigen Situation stark zu machen.

Auf die Frage bei Freund G,

Auf die Frage bei Freund G, kommt diese Antwort.

" Im Juni 2020 belief sich die Zahl der sozialversicherungs- pflichtig Beschäftigten in der Kranken- und Altenpflege auf 1,7 Millionen, darunter 615.000 Altenpflegekräfte sowie 1,1 Millionen Krankenpflegekräfte. "

Für 2021 hab ich jetzt nichts gefunden, auf Anhieb, 1 Milliarde für welche Kräfte.

Es kommt also darauf an, wo die Prämie hingehen soll, und welche gelernten Pflegekräfte mit dem Lohn gemeint sind.

Auszug:
" Pflegespezialisten sind heute gefragter als je zuvor. Nach der Weiterbildung verdient ein Fachkrankenpfleger für Intensivpflege in Deutschland laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit durchschnittlich 3.851 Euro im Monat. "

Auszug:
" Gehalt im öffentlichen Dienst

Beim Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes werden Fachkrankenpfleger im Bereich Pflege (TVöD-P) in Gruppe P9 eingeordnet. Somit können sie, je nach Berufszugehörigkeit, 3.314 € – 3.903 € verdienen. "

Zweischneidiges Schwert

Weil hier immer und von allen Seiten auf die Privatisierung der KH geschimpft wird, muss man zunächst einmal konstatieren, dass 65% der Trägerschaften auf staatl. und gemeinnützige Trägerschaften entfallen. Ich war schon mehrfach im KH. Zuletzt im Okt.20. Ich bin freiwillig in der GKV und habe mich noch nie schlecht behandelt gefühlt, habe auch keine grossen Unterschiede hinsichtlich der Trägerschaften festgestellt.
Natürlich bin ich, wie eigentlich jeder, der Meinung, dass die med. Mitarbeiter insbesondere die Pflegekräfte gut bezahlt werden sollten. Man muss aber wissen, dass die Löhne hauptsächlich von den GKV'en bezahlt werden, d. h. in erster Linie von den Versicherten, deren Beitrag dann steigt. Natürlich kann der Staat zuzahlen, und das tut er bereits. Leider sind Leistungen, so gerne man sie auch in allen möglichen sozialen Bereichen ausweiten würde, endlich. D.h. was im med. Bereich aufgewendet wird, wird woanders fehlen.
Die Sozialkosten sind die höchsten des Bundeshaushaltes

17:18 von schabernack

was soll der Beitrag ?

es wird doch möglich sein, bei über 5 % Arbeitslosen, da Pflegekräfte zu rekrutieren
und vielleicht vom Rest auch welche die für 2 ... 3 Monate im Jahr Erntehelfer sind

Zitat :
>So blind für Gegebenheiten und Mechanismen auf dem Arbeitsmarkt kann man gar nicht sein<
wahrscheinlich ist Hartz4 zu hoch, wenn man es nicht nötig hat zu arbeiten ?

Brandstifter und Feuerwehr

Tja, Politik und Wirtschaft haben sich wirklich alle Mühe gegeben, um die Pflege sturmreif zu schiessen, Respekt!
Wie sich die Brandstifter später zur Feuerwehr gerieren, entbehrt nicht einer gewissen Komik.
Mehr Geld ist ja nett, aber es wird eine einmalige Zahlung und das ändert am zentralen Problem, dem Pflegeschlüssel, erstmal gar nix.
Offensichtlich hat die Politik nichts dazu gelernt, bis auf den Spahn, der fordert starke Gewerkschaften für die Pflege, damit ER sich nicht drum kümmern muss, die wissen schon wie sie es machen, oder eben nicht machen.

Ich finde, die Ampel könnte viel mehr versprechen!

Warum auch nicht? Versprechen müssen nicht eingehalten werden. Also können sie soviel versprechen, wie sie wollen.
In Pandemiezeiten sollte der einfachste Bürger erkannt haben, wer in diesem Land wirklich eine benötigte und gesuchte Fachkraft ist: u.a. Menschen im Gesundheitswesen.

Aber hey, das ist ja nur seit Jahrzehnten bekannt. Geändert hat es trotzdem nichts. Wobei, nicht ganz richtig. Durch die zunehmende Privatisierung und die gewinnorientierte Auslegung haben wir einen mittlerweile merklichen Abbau von Krankenhausbetten. Glücklicherweise können wir diesen Nachteil aktuell den Ungeimpften in die Schuhe schieben. Wo kämen wir denn sonst hin, wenn der Bundesbürger erkennen müsste, dass nicht die Ungeimpften, sonder die Auslegung vom Gesundheitssystem auf Kohle, Kohle, Kohle der Grund für diesen desaströsen Zustand ist.

@ Bernd Kevesligeti, um 17:08

Das mag ja richtig sein, was Sie beschreibe anprangern.

Aber Ursachenforschung ist nicht das, was den heutigen Pflegekräften und Intensivpatienten helfen kann.

@ Anna-Elisabeth 16:44

Die Patienten werden wegen der Fallpauschale entlassen.

17:13 von Margitt.

oder überhaupt soziale Leistungen zu gewähren.
-------------

also in meiner Jugendzeit gab es kein Kindergeld
wann wurde die Lohnfortzahlung eingeführt
Krankengeld, Urlaubsgeld
auch wenn man noch einiges ändern könnte
ich glaube sie jammern auf verdammt hohem Niveau

Zitat :"Es ist schade, dass es für rot-grün-rot nicht reichte."
schon ein Übel mit der Demokratie ....

Am 05. Dezember 2021 um 17:12 von Anna-Elisabeth

Also ich hab auch gerade nachgesehen, was in der Pflege verdient wird.
Und Löhne mit Luxemburg zu vergleichen, da verliert jede Berufsgruppe deutlich, auch in Schweiz ist generell alle höher.
Das kann man so nicht vergleichen, Luxemburg ist immer anders, auch die Preise.

@15:56 von schellentraum

//Ich kann die Meldung bzgl 'Pfegekräfte aus dem Ausland' bestätigen, wurde Migranten während des Asylverfahrens doch auch nahegebracht sich mal zu überlegen, ob sie nicht als Pflegekraft.. es könne sich positiv auf Entscheidungen im Verfahren auswirken.

Bad and sad game!//

Genau das! Und auch hier wird wieder die Einstellung deutlich: "Pflege kann jeder." Wertschätzung ist das nicht.
Hinzu kommt, dass Verständigungsprobleme im Alltag zusätzlich Nerven und Zeit kosten. Auch Fehler können daraus resultieren.

Trotzdem möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass es auch viele ausländische Pflegekräfte gibt, die hervorragend Deutsch sprechen und einfach unersätzlich sind.

Pflegekräfte wieder zurück holen

„..Christine Vogler, Präsidentin des Pflegerats. "Dazu brauchen wir mehr Leute und dazu brauchen wir im Grund alles, was schemenhaft im Koalitionsvertrag steht. Das muss relativ zügig umgesetzt werden, damit es mittelfristig zu einer Steigerung kommen kann, also Kolleginnen die Arbeitszeit erhöhen oder Kolleginnen wieder zurückkommen."

Am effektivsten ist es bereits ausgebildete Pflegekräfte wieder zurück zu gewinnen.

Und das geht nur über eine Schiene:

Mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen.

Alles andere wird kurzfristig nichts bewegen…

Am 05. Dezember 2021 um 15:14 von geist4711

arbeitszeiten usw vernünftig?

und wenn das geklappt hat, bitte gleich dort weiter machen wo es auch so zugeht, zb handwerker, kassierer, etc.
___
Es gibt viele Berufe, die sehr unterschiedliche Arbeitszeiten haben. Was daran (un)-vernünftig ist oder nicht, liegt im Auge des Betrachters und grundsätzlich weiss das der Berufsanwärter. Im Med. Bereich und im ÖD werden "unvernünftige" Arbeitszeiten wenigstens noch mit Zuschlägen belohnt. Sowas gibt es in der Gastro z.B. garnicht.
Grundsätzlich sind Gehälter im privatwirtschaftl. Bereich (Handwerker/Kassierer usw.) aber Sache von AG und AN bzw. den Gewerkschaften. Da hat der Staat nichts mit zu tun. Er kann allenfalls die Rahmenbedingungen schaffen.

Am 05. Dezember 2021 um 17:13 von Margitt.

Gelernte Pflegekräfte und besonders in der Intensiv Pflege im Krankenhaus, gehören aber nicht zu den Geringverdienern oder Niedriglöhnern.
Das kann bei Helfern im Krankenhaus oder Helfern in der Altenpflege durchaus sein, der Vorwurf gegen die FDP oder CDU geht ins Leere.

@ Sisyphos3, um 17:26

Bemerkenswert, dass Sie die Einwände von User schabernack nicht verstehen wollen, denn können könnten Sie das.

Auch mein wohl zu zarter Hinweis hatte schon nicht gefruchtet.

15:56 von schellentraum

Migranten lösen das Problem

damit wieder argumentiert werden kann
Jobs welche die Deutschen nicht wollen, müssen Ausländer machen
Version Müllabfuhr 2.0

17:01, falsa demonstratio

>>Am 05. Dezember 2021 um 16:26 von Anna-Elisabeth
Zitat: Wie kürzlich zu lesen war, werden inzwischen dort auch Menschen eingestellt, Zitat: "die man mangels Empathie in keinem Tierpark einstellen würde."

Ich kann das Zitat nirgends finden.

Können Sie mir weiter helfen?<<

Ich kann Ihnen weiterhelfen.

Es stammt aus diesem Interview hier, das allerdings schon sieben Jahre alt ist:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/pflegeexperte-claus-fussek-die-wue…

@ um 17:18 von schabernack

„Ganz sicher sollten Sie endlich mal kapieren, dass man Pflegekräfte nicht mit dem Lasso auf der Straße einfangen kann, sie dann 3 bis 5 Jahre lang im Krankenhaus zureitet wie Mustangs, und schon hat man neue Pflegekräfte.“
Völlig Richtig. So einfach ist das nicht.
Aber trotzdem die Pflegekräfte schon seit mehreren Jahrzehnten Mangelware sind, sind auch in den letzten Jahren der ständigen Lippenbekenntnisse zuständiger Politiker werder durch die Politik noch durch die zuständige Wirtschaft irgendwelche Verbesserungen auch nur der Ausbildung bewerkstelligt worden.
Zu großen Anwerbeinitiativen innerhalb Deutschlands ist es bisher nicht gekommen.
Wenn man aber damit nicht zügig anfängt, müssen wir alle befürchten, dass dieses Problem nach Corona wieder völlig aus dem Blick gerät.
Und solange sich unsere Regierungen jedes Jahr 150 Milliarden Euro nahezu Widerstandsfrei in Form von Steuerhinterziehungen stehlen lassen, gehe ich davon aus, das wir auch für die Pflegekräfte genug Geld haben.

@Margitt, 17.13h

Dann müssten doch zumindest im Bundesland Berlin traumhafte Zustände herrschen.
Wo sind die denn?
Nirgendwo zu sehen und ohne Finanzierung durch andere Länder, meist mit schwarzer Beteiligung, längst bankrott.
Ich wünsche mir auch viel, aber über das Unmögliche bin ich schon lange hinweg.

17:25 von weingasi1

ohnehin werden diejenigen wieder am lautesten proleten, die Krankenversicherung ist zu teuer
diejenigen sind, welche jetzt so vollmundig die Gehälter der Pflegekräfte verdoppeln wollen

@ covid-strategie, um 14:32

“Am effektivsten ist es bereits ausgebildete Intensivkräfte wieder zurück zu gewinnen.“

Zweifellos.

Nur sitzen die nicht wie Schwalben auf dem Draht und warten darauf, die sind längst “gen Süden“ abgeflogen und dienen anderen Arbeitgebern - sofern sie ihren Beruf nicht vollends aufgegeben haben.

Am 05. Dezember 2021 um 16:07 von harry_up

Was ich bei den bisherigen Kommentaren vermisse ist der Appell on die andere Richtung.
Der geht dahin, die (Aus-Prinzip-)Impfverweigerer zu ermutigen, ihre Scheu, Verweigerungshaltung und/oder Unsicherheit bzgl. des Impfstoffs zu überwinden, sich impfen zu lassen und so indirekt zur Entlastung der Pflegekräfte beizutragen.
___
Sehr richtig. Nur scheinen diese unisono der Meinung zu sein, dass sofern es nur genügend ITS-Betten gibt, man nichts anderes machen muss. Denjenigen, die diese rationale Überlegung tätigen, würde ich gerne mal eine Schicht auf der ITS mit Covid-Patienten empfehlen, damit sie da mal 'reinschnuppern könnten. Stattdessen gehen die ganz Pfiffigen aus der Gruppe nun hin und kritisieren den vermutlich jetzt zur Zulassung kommenden Tot-IS. Aber das war ja zu erwarten. Ich hätte 'drauf wetten können. Mir gehen diese Leute mittlerweile so auf den Zwirn, vor allem diese Suche nach noch so sinnlosen Entschuldigungen.
Einfach nur noch dumm.

Das Grundproblem ist die Definition falscher Parameter im

Wirtschaftssystem

Das zeigt sich schon an dem ebenso paradoxen wie absurden Umstand, dass die Arbeit und Leistung, auf der die ganze Wirtschaft beruht, ohne die sie also gar nicht existieren könnte darin als „Kostenfaktor“ gilt. Weil einem von einigen Teilnehmern entwickeltes („selbstgemachtes“) Steuerungsinstrument (Geld) von diesen ein höherer Wert als ihre Basis (Menschen) „beigemessen“ wird.

„Damit Zeit für die Pflege bleibt, braucht es genügend Personal. Ein neues Regelwerk soll genau am Bedarf bemessen vorschreiben, wie viele Pflegekräfte es in Kliniken und Heimen geben muss“

Was nützt es, neue Regelwerke zur genauen Bemessung eines Bedarfs entwickeln um dessen Deckung „vorzuschreiben“, wenn der gar nicht gedeckt werden KANN?

„Mehr Menschen in die Pflege holen, auch aus dem Ausland, das ist ein Ziel der neuen Regierung. Denn schon jetzt fehlen (…) rund 200.000 Fachkräfte“

Die fehlen dann womöglich in ihren Herkunftsländern. Besonders wenn sie Kinder haben, die sie vermissen.

@17:24 von harry_up @ Anna-Elisabeth, um 16:58

//Wenn das so sein sollte, wie und was Sie zitieren, müsste eigentlich jeder Intensivmediziner eher peinlich berührt sein, wenn er in Fernsehkommentaren den Pflegenotstand anprangert.//

Nicht unbedingt die Intensivmediziner. Aber an vorderster Front Herr Montgomery. Als Funktionär des Marburger Bundes hatte er im Zusammenhang mit einem Ärztestreik gesagt: "Wir Ärzte müssen trockenes Brot kauen, während sich die Pflege nur die Sahnehäubchen nimmt."
Wenn ich dem heute zuhöre denke ich nur: Was für ein Heuchler.

Bla Bla Bla. Aber in NRW

Bla Bla Bla. Aber in NRW aktuell alle Pflegefachkräfte, auch die Ehemaligen, auch die bereits in Rente sind, auch die sich einen anderen Beruf gesucht haben in eine zahlungspflichtige Pflegekammer zwingen. Per Gesetz.
Unglaublich. Diese gebeutelte Berufsgruppe wird weiter geschröpft.

Was sie verspricht???????

Sehr viel.
Was davon nach 4 Jahren Amtszeit übriggeblieben sein wird?
Von der Umsetzung?
Bin gespannt

Bla Bla Bla. Aber in NRW

Bla Bla Bla. Aber in NRW aktuell alle Pflegefachkräfte, auch die Ehemaligen, auch die bereits in Rente sind, auch die sich einen anderen Beruf gesucht haben in eine zahlungspflichtige Pflegekammer zwingen. Per Gesetz.
Unglaublich. Diese gebeutelte Berufsgruppe wird weiter geschröpft.

17:26, Sisyphos3

>>17:18 von schabernack
was soll der Beitrag ?

es wird doch möglich sein, bei über 5 % Arbeitslosen, da Pflegekräfte zu rekrutieren
und vielleicht vom Rest auch welche die für 2 ... 3 Monate im Jahr Erntehelfer sind

Zitat :
>So blind für Gegebenheiten und Mechanismen auf dem Arbeitsmarkt kann man gar nicht sein<
wahrscheinlich ist Hartz4 zu hoch, wenn man es nicht nötig hat zu arbeiten ?<<

Sie wollen also Pflegekräfte rekrutieren, möglichst noch mittels wirtschaftlichen Drucks?

Sie scheinen davon auszugehen, nie pflegebedürftig zu werden. Ich jedenfalls möchte nie in die Lage kommen, von solchen Zwangspflegekräften gepflegt zu werden.

Am 05. Dezember 2021 um 16:39 von werner1955

Was die Ampel Pflegekräften verspricht ,

werden nur die leistungsbereite Bürger , Steuerzahler und Rentner erbringen und bezahlen müssen.
___
Ist das das nicht bei allen Leistungen des Staates so ? Schliesslich stellt die Summe der Bürger "den Staat".

@17:40 von fathaland slim 17:01, falsa demonstratio

//Es stammt aus diesem Interview hier, das allerdings schon sieben Jahre alt ist://

Ja, da war ich ungenau. Richtig ist, dass ich es erst kürzlich gelesen hatte und nicht auf das Datum geachtet habe. Aber nach allem, was ich aus diesem Bereich höre, ist das tatsächlich immer noch so.
(Eine meiner beiden Nachbarinnen arbeitet in einem Pflegeheim.)

@ um 17:25 von weingasi1

„Die Sozialkosten sind die höchsten des Bundeshaushaltes“
Die höchsten Kosten des Bundeshaushalts entfallen auf Steuerhinterziehungen in Höhe von 150 Milliarden Euro und Steuervermeidung in ca ähnlichen Höhen.
Und da wird nicht so ein Theater gemacht um die Frage, wer diese Summen bezahlen soll?
Obwohl sie jedem einzelnen Bürger gestohlen werden.
Sozusagen ein Massenraub.
Damit könnte man so viel finanzieren, dass für die gesamte Gesellschaft wichtig ist.
Unter anderem die Pflege.

Am 05. Dezember 2021 um 17:40 von fathaland slim

17:01, falsa demonstratio

>>Am 05. Dezember 2021 um 16:26 von Anna-Elisabeth
Zitat: Wie kürzlich zu lesen war, werden inzwischen dort auch Menschen eingestellt, Zitat: "die man mangels Empathie in keinem Tierpark einstellen würde."

Ich kann das Zitat nirgends finden. Können Sie mir weiter helfen?<<

Zitat: Ich kann Ihnen weiterhelfen. Es stammt aus diesem Interview hier, das allerdings schon sieben Jahre alt ist:

Vielen Dank für Ihre Hilfe. Unter "kürzlich zu lesen" habe ich mir etwas anders vorgestellt als ein so altes Interview.

17:38 von harry_up

dass Sie die Einwände von User schabernack nicht verstehen wollen
------------

entweder sind die Bedingungen für den Beruf nicht attraktiv genug
dann muß man was tun, gehaltliche oder arbeitsbedingungsmässig
oder die betreffende Klientel hat das Arbeiten nicht nötig
auch da kann man was tun

zu ihren Einwand von oben
manche Widersprechen schon aus Prinzip,
egal was man schreibt

@ Sisyphos3, um 17:30

“also in meiner Jugend gab es kein Kindergeld...“

... in meiner auch nicht, und: es gab ordentliches was hinter die Löffel, wenn ich mit verdreckten Klamotten nach Hause kam...

Man merkt oder auch nicht: die Zeiten haben sich geändert.

17:01 von morgentau19

PS. Mehr Geld ist nicht primäre Problem, sondern mehr Personal. Habe ich aus vielen Gesprächen
-----------

Anzahl Kranke pro Pflegkraft
5 in den USA
7 in den Niederlanden
8 in der Schweiz
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13 hierzulande

ihre Einschätzung klingt einleuchtend !

17:26 von Sisyphos3 / @schabernack

»was soll der Beitrag ?
es wird doch möglich sein, bei über 5 % Arbeitslosen, da Pflegekräfte zu rekrutieren
und vielleicht vom Rest auch welche die für 2 ... 3 Monate im Jahr Erntehelfer sind.»

Rekrutiert wird in der Army. Aber die Erntehelfer könnten gerade im Winter, wenn das ganze zu erntende Grünzeug sich weigert, zu wachsen, einfach als Pflegekräfte auf Intensivstationen arbeiten. Diese Pflegekräfte kriegen dann die grünen Kittel, damit man sie von den anderen unterscheiden kann.

«wahrscheinlich ist Hartz4 zu hoch, wenn man es nicht nötig hat zu arbeiten ?»

Noch mehr wahrscheinlich kriegen Schulabsolventen als junge Menschen gar kein Hartz 4, wenn sie sich für die eine oder die andere Berufsausbildung entscheiden. Verdienstmöglichkeiten, Arbeitsbedingungen, persönl. Entwicklungsmöglichkeiten dürften in Kombination die 3 entscheidenden Faktoren sein.

Man hält es für unmöglich, und dennoch wird einer nach dem anderen Ihrer Kommentare zum Arbeitsmarkt noch mehr absurd.

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