Kommentare - China will Sprache Mandarin stark fördern

01. Dezember 2021 - 15:23 Uhr

Bis 2025 sollen 85 Prozent der chinesischen Bürger Mandarin sprechen. Dies sei notwendig, um die Erfordernisse der modernen Wirtschaft zu erfüllen, argumentiert die Regierung. Sie geht damit aggressiv gegen Minderheitensprachen vor.

Artikel auf tagesschau.de

Kommentare

Berichterstattung mit Wertung

Warum heißt es schon in der Zusammenfassung "aggressiv"? von einer Berichterstattung erwarte ich klare Darstellung der Fakten und keine Wertung. Die mach´ ich mir lieber selbst!

17:11 von das ding

>>Eine Einfuehrung einer Amtsprache kann konform mit der Erhaltung einer Kultur gehen, die in sich eine andere Sprache pflegt. klare Sache.

Aber es geht um China, dessen Innen und Aussenpolitik fuer uns hier ebenso glasklar offen liegt und zwar schon so lange und faktenreich, das ich mich verwundert frage, wie man da noch an was Gutes glauben kann. Oder warum.<<

Wenn man die knallharten Fakten der Spekulation berücksichtigt, muss man selbstverständlich den guten Glauben an das Böse in China heranziehen. Bekannte dunkle Punkte lassen sich so beliebig vermehren, ach was, ein Meer von dunklen Punkten ist schlicht eine schwarze Fläche, da kann nichts Helles sein.

Also, wenn ich Sie richtig verstanden habe, sind sie nicht grundsätzlich sondern nur in China gegen die Einführung und Förderung einer Amtssprache. Kann man so stehen lassen.

Der ewige Kommunismus

und der damit verbundene Zentralismus unter Vergewaltigung der Minderheiten. Ich kann das nicht mehr hören. Unsere alte Schule wollte unbedingt Esperanto lehren, weil sie überzeugt davon waren, die EU bräuchte das für ihre ökonomische Entwicklung.

Es ist alles richtig, nur ...

Der Artikel übt ja zumindest zwischen den Zeilen Kritik am chinesischen Vorgehen.

Wenn ich mir da anschaue wie das die letzten 10 Jahre in Lettland (ein EU-Mitglied) abgelaufen ist, muss ich sagen das man der Gerechtigkeit halber auch mal die Sprachpolitik in Lettland beleuchten sollte.

@Hamlet in

@Hamlet in Deuts...
Zitat:
"Vielmehr geht es darum, dass der größte Teil der Bevölkerung mit Mandarin als EINZIGER Sprache aufwächst. Das ist nichts anderes als eine weitere Kulturrevolution."
Das hat Franco versucht und es hat nicht geklappt.
Das hat Chiang Kai-Sheck versucht und hat auch nicht geklappt.
Es wird auch dort nicht so funktionieren."

ich halte diesen Hintergrund für eine Unterstellung des "Westens" - für mich ist das nur Teil eines seit vielen Jahren andauernden "Kalten Krieges" zw. zwei kapitalistischen Machtblöcken

18:24 von proehi

"Also, wenn ich Sie richtig verstanden habe, sind sie nicht grundsätzlich sondern nur in China gegen die Einführung und Förderung einer Amtssprache. Kann man so stehen lassen."

Sie gewiefter Wortverdreher. Ich verneige mich vor jedem gekonnten Buehnenzauber.

@proehi (18:01)

Wenn Sie eine Formulierung wie:

"sicherzustellen, dass die nationale gemeinsame gesprochene und geschriebene Sprache als Amtssprache von Regierungsbehörden und als Grundsprache von Schulen, Nachrichten und Publikationen, Radio, Film und Fernsehen, öffentlichen Diensten und anderen Bereichen"

anders interpretieren möchten, ist das Ihr gutes Recht. Ich interpretiere das - auch unter Berücksichtigung dessen, was man sonst noch so über China wissen kann, wenn man denn nur will - aber genau so.

Ich lese nichts im Artikel, wo steht "Verbot "

Der eigenen Sprache. Zudem geht es auch nicht nur um Minderheiten, denn z. B Kanton Chinesisch wird von nicht wenigen Chinesen gesprochen welche nicht zu einer Minderheit gehören.
Allerdings z. T so unterschiedlich zum Mandarin das es durchaus eine wirtschaftliche. weitere Entwicklung behindert.
Der Hinweis man kann auch zweisprachig unterrichten zeigt nur die Unkenntnis über chinesische Sprache. Selbst heute erlernen auch Mandarin Chinesen in derSchulzeit nicht alle Chinesen alle von den mehr als 30000 tausend Zeichen, sollte dann noch eine Fremdsprache für die internationale Zusammenarbeit wie englischdazu kommen...immenser Mehraufwand,.. Dann auch noch die eigene Sprache mit meist nicht weniger Schriftzeichen, kaum zu schaffen.
Das macht auch das Argument hinfällig Behörden können ja Behördliche Dokumente in verschiedene Dialekte erstellen. Allerdings läßt eine einheitliche Sprache auch für den Einzelnen eine Veränderung des wirtschaftliche. Umfeldes zu

um 16:04 von Kristin P " Ihr

um 16:04 von Kristin P
"
Ihr Kommentar ist in vielerlei Hinsicht problematisch. Zuerst einmal sind die Minderheitensprachen innerhalb der VRC nicht ansatzweise mit Ihren Beispielen vergleichbar. Bayrisch, Platt etc. sind Varietäten des Deutschen. Mongolisch, Tibetisch, Uigurisch sind völlig andere Sprachen als das Chinesische, mit eigenständigen Kulturen, die ohne eine Pflege der Sprache aussterben werden.
"

->
bairisch ist ein südöstlicher deutscher Dialekt - Platt ist eine eigene Sprache mit zig Dialekten! Was soll diese Herabwürdigung, dieser kulturellle Vernichtungszug gegen diese Sprache ?

Und zu den Sorben:
"
Doch der Verlust ganzer Orte trifft das sorbische Volk in der Lausitz besonders hart. Denn hier ist der Heimatverlust oft auch mit einem Verlust der Sprache und somit dem Verschwinden einer ganzen Kultur verbunden.
"
Q: https://www.mdr.de/geschichte/sorben-lausitz-kohle-100.html

= kultureller Genozid an den Sorben - wirtschaftlich motiviert

18:09 von Mustafa Schulz-Gülen

>>Was ist denn ein Biobayer?<<

Jemand der ohne nachher schief angeguckt zu werden einen Schweinsbroadn bestellen kann und eine Biofrikadelle nicht mal mit der Beißzange anfassen würde.

@ Möbius

... muss ich sagen das man der Gerechtigkeit halber auch mal die Sprachpolitik in Lettland beleuchten sollte.

Wie nennt man das nochmal, wenn man bei der Diskussion eines Missstands auf andere Missstände ablenkt?

@16:40 von Der Nachfrager

//@ Nettie:Am 01. Dezember 2021 um 16:02 von Nettie
„China setzt auf sprachliche Konformität“

Und damit auf Konflikt:

Ich wüste nicht dass es in Deutschland konflikte gibt, weil an unseren Schulen Deutsch gelehrt wird.

Alle reghinalen Sparachen/Dialekte werden weiterhin gesprochen.//

Auch aus meiner Sicht sollten alle Bürger eines Landes dieselbe Sprache lernen. Vorausgesetzt, man lässt den Bürgern im privaten Bereich auch weiterhin ihre eigene Sprache.
Und wenn wir schon mit Deutschland vergleichen: Hier kann man durchaus auch im Radio die Weihnachtsgeschichte und anderes z.B. auf Plattdütsch hören.
Ich habe allerdings Zweifel, dass es in China möglich wäre, Radio- oder Fernsehsendungen in solchen Sprachen zu hören bzw. zu sehen.

Die beiden Wege | 16:17 von Esche999

1. Individualität hat sich im Westen schon lange vor dem Neoliberalismus gebildet.

2. Definieren Sie "erfolgreich".

In Deutschland ist Amtssprache Deutsch

Das gilt sowohl in Schleswig, wo es eine Dänisch-sprachige Minderheit gibt als auch in der Region Bautzen wo man sogar Sorbisch-Deutsche Ortsschilder sieht - trotzdem muss überall Deutsch gesprochen werden.

Wenn man es überspitzt formuliert, verlangt Peking nur das zB die Hongkong Chinesen Mandarin sprechen können sollen. In welcher Sprache sie privat parlieren, bleibt da außen vor.

Sorbisch | 16:32 von guerillero

"Sorbisch ist im östlichen Teil Deutschlands doch auch verdrängt worden und steht nicht auf dem Lehrplan."

Das ist falsch. Sie können sogar ein Abitur auf Sorbisch ablegen.

18:16 von Mustafa Schulz-Gülen

>>Es geht hier eben weniger darum, Menschen für Fremdsprachen zu begeistern, sondern mehr darum, Menschen, die ihre eigene Kultur und Identität leben wollen, in Umerziehungslager zu stecken.<<

Um das richtig einzuordnen. Wer bisher noch kein Mandarin spricht, wird das künftig in Umerziehungslagern eingetrichtert bekommen. Bedauerlich, dass diese Tatsache aus dem Artikel nicht hervorgegangen ist.

um 16:36 von guerillero

Ihr Beitrag verdiente mehr als einen roten Balken. Ihre Abqualifizierung der Uiguren ist eine bodenlose Unverschämtheit.

18:44 von Tinkotis

>>Wenn Sie eine Formulierung wie:

"sicherzustellen, dass die nationale gemeinsame gesprochene und geschriebene Sprache als Amtssprache von Regierungsbehörden und als Grundsprache von Schulen, Nachrichten und Publikationen, Radio, Film und Fernsehen, öffentlichen Diensten und anderen Bereichen"

anders interpretieren möchten, ist das Ihr gutes Recht. Ich interpretiere das - auch unter Berücksichtigung dessen, was man sonst noch so über China wissen kann, wenn man denn nur will - aber genau so.<<

Also, ich sehe das als Sachverhalt in unserem demokratischen Rechtsstaat als uneingeschränkt gegebene Tatsache an.

Wer bisher noch kein Mandarin spricht

von proehi @
Hat die zeichen der Zeit nicht erkannt.

Wenn diese Menschen Ihre Kulturen schützen wollen müssen Sie das mit den jetzigen Führen tun.

Alles ander ist sinnlos.

@18:16 von Mustafa Schulz-Gülen @ Duzfreund

//"Ein Land, eine Verkehrssprache... Das ist im Rahmen des üblichen, wer immer auch etwas daran findet."
---
Es geht hier eben weniger darum, Menschen für Fremdsprachen zu begeistern, sondern mehr darum, Menschen, die ihre eigene Kultur und Identität leben wollen, in Umerziehungslager zu stecken.//

Sie spielen auf die Uiguren an. Es stimmt, da gibt es nichts zu rechtfertigen.
Ich weiß nicht genug über chinesische Verhältnisse und die verschiedenen Mentalitäten, um zu urteilen.
Zu Ihrem Einwand "Menschen, die ihre eigene Kultur und Identität leben wollen", möchte ich aber doch sagen: Ich möchte hier in Deutschland auch keine Zwangs- und Kinderehen. Nur mal so als Beispiel.

@na ihr Sofahelden Zitat: "@

@na ihr Sofahelden
Zitat:
"@ Möbius
... muss ich sagen das man der Gerechtigkeit halber auch mal die Sprachpolitik in Lettland beleuchten sollte.
Wie nennt man das nochmal, wenn man bei der Diskussion eines Missstands auf andere Missstände ablenkt?"

Ich nenne es endlich mal damit anzufangen den Dreck vor der einen Tür aufzuräumen - erst dann kann ich mich über andere Ländern und deren Minderheiten-Politik echaufieren.
Alles andere ist letztlich pure Heuchelei - etwas bei anderen zu kritisieren aber es selbst bei sich zu praktizieren.
Ja - Lettland ist EU-Mitglied und somit ist es UNSERE Sache!

Verwundert

ist man eigentlich nicht, wenn man hier - nicht nur gelegentlich - die Anti-China Resentiments des Mainstreams wiederholt findet.
Leute, das ist ein bald 1,5 Mrd Volk.
Da muss es einfach eine allgemein verständliche Sprache geben.
Übrigens: Die ehemalige Ein-Kind-Politik galt nicht für die dutzenden nationalen Minderheiten. Und wird sicher bei manchem Pekinger Politikraten für Bauchschmerzen gesorgt haben. Wie nun auch die Sprachenvielfalt.

Bedeutung der Amtssprache

Lee Kuan Yew, der Singapur,als Stadtstaat, einst in die Unabhängigkeit führte und 25 Jahre dort Ministerpräsident war, hat auf die Frage, worauf er den raketenhaften Aufstieg Singapurs und die völlig unerwartete, wirtschaftliche Prosperität zurückführe geantwortet: Singapur sei ein Vielvölkerstaat gewesen, mit mehreren verschiedenen Sprachen (u.a. Englisch, Chinesisch, Malaiisch,verschied. indische Dialekte etc.). Die Entscheidung, Englisch zur Haupt- und Amtssprache zu machen, die er selbst durchgesetzt habe, sei die wesentliche Voraussetzung für den Aufstieg Singapurs gewesen. Ohne diese Entscheidung wäre der Erfolg nicht möglich gewesen. (Lee Kuan Yew hatte übrigens han-chinesische Wurzeln und er war es, der bei einem Besuch Deng Xiaopings in Singapur 1978 den Anstoß dafür gab, dass Deng ein Jahr später die Sonder-Wirtschaftzonen in China einrichtete, mit denen der wirtschaftliche Aufstieg Chinas begann).

Wir auch, nachdem die Chinesen uns übernommen haben

Das werden wir wohl auch müssen, nachdem die Chinesen uns übernommen haben. Ich sage mal 2032 - 2035 voraus. Wäre gerade rechtzeitig für meine Frührente :) Die ich natürlich in Thailand verbringen werde.

Chinesische Schrift

Einige Foristen scheinen anzunehmen, dass man ohne gemeinsame Sprache in China keine gemeinsame Kommunikationsgrundlage hat. Dabei fehlt der Blick auf die chinesische Schrift: In diesem riesigen Land können zwar nicht alle miteinander telefonieren, aber seit über 2000 Jahren können sich alle gegenseitig verständliche Briefe schicken. Und alte Texte sind wegen dieses universellen Charakters und der Beständigkeit der Schrift auch nach 2000 Jahren für die meisten lesbar. Ganz im Gegensatz zu Originaltexten antiker Autoren in Europa.

Es besteht in China überhaupt keine Notwendigkeit, eine gemeinsame Kommunikationsgrundlage zu schaffen. Die gibt es dort schon. Es scheint nur der Wunsch zu bestehen, dass die dominante Mehrheit noch dominanter werden soll. Kann man versuchen. Funktioniert aber eher nicht.

@18:49 von proehi 18:09 von Mustafa Schulz-Gülen

//>>Was ist denn ein Biobayer?<<
---
...und eine Biofrikadelle nicht mal mit der Beißzange anfassen würde.//

Dann muss ich neben ostwestfälischem und norddeutschem Blut auch bayrisches Blut in mir haben.
Kann aber nicht sein, denn in Bayern wäre ich absolut nicht integrierbar.

19:03 von werner1955

>>Wer bisher noch kein Mandarin spricht
von proehi @
Hat die zeichen der Zeit nicht erkannt.
Wenn diese Menschen Ihre Kulturen schützen wollen müssen Sie das mit den jetzigen Führen tun.
Alles ander ist sinnlos.<<

Ehrlich, durch diese Ihre nebulösen Zeilen werden mir die Zeichen der Zeit noch unkenntlicher. Leider schade.

... oder sollte ich erst mal Mandarin lernen? Puh.

19:04 von Miauzi

"Ich nenne es endlich mal damit anzufangen den Dreck vor der einen Tür aufzuräumen - erst dann kann ich mich über andere Ländern und deren Minderheiten-Politik echaufieren.
Alles andere ist letztlich pure Heuchelei - etwas bei anderen zu kritisieren aber es selbst bei sich zu praktizieren."

,.,.,

Sie verwechseln da etwas ganz Entscheidendes:

Mir als Einzelperson haben Sie nichts zu verbieten.
Ich habe das Recht, über andere Länder nachzudenken und deren Motivation zu ergrübeln - in dem Fall also über China.

Die Bedingung, die Sie stellen:
dass ich als Einzelperson erst irgend einen Dreck wegräumen muss, ist de facto Meinungsverbot.

Von welchem Dreck vor meiner Haustür reden Sie eigentlich? Sie wissen doch gar nicht, wo ich wohne.

@na ihr Sofahelden 18:49: kein whataboutism !

Schauen Sie, hier gibt es einen Artikel über die Sprachpolitik der Volksrepublik. Einen durchaus kritischen Artikel.

Macht es da nicht Sinn mal zu schauen, wie das innerhalb der EU gehandhabt wird ?

Ich habe eine sehr vielschichtige, ambivalente Einstellung zu China. Aber ich finde das die Information im Vordergrund stehen sollte, nicht die Indoktrination. Oder haben Sie etwa schon mal einen kritischen Artikel gelesen über die Sprachenpolitik der Ukraine ? Ich schon, aber nicht in westlichen Medien ...

19:08 von hbacc

"Verwundert

ist man eigentlich nicht, wenn man hier - nicht nur gelegentlich - die Anti-China Resentiments des Mainstreams wiederholt findet."

,.,.,

Der Mainstream in diesem Thread ist doch FÜR die Diktatur Chinas.

Am 01. Dezember 2021 um 19:19 von M. Höffling

Die Zeichen sind zwar gleich aber verstehen kann ein Chinese aus z.B Peking einen Chinesen aus Guangzhou nicht. Was es eher schwerer macht als leichter

@19:12 von WirSindLegion

//Das werden wir wohl auch müssen, nachdem die Chinesen uns übernommen haben. Ich sage mal 2032 - 2035 voraus. Wäre gerade rechtzeitig für meine Frührente...//

So pessimistisch bin ja nicht einmal ich.

P.S. "...meine Frührente :) Die ich natürlich in Thailand verbringen werde."
Hängt dieser Entschluss mit den 6 Bänden zusammen, die Sie inzwischen ja sicher durchgeackert haben?

@ Kristin P

"Wenn Sie unbedingt Vergleiche ziehen wollen, stellen Sie sich vor, Deutschland würde von einem Land Ihrer Wahl zwangsweise einverleibt, die Ausübung der eigenen Kultur & Religion stünde unter Strafe, die Kinder würden in der Schule nicht mehr in Deutsch unterrichtet und wären so nicht mehr in der Lage, Deutsch zu lesen und schriftl. Kulturgut zu verstehen."

Achso? Wie z.B. das Elsass?

Übrigens: Die Ausübung der Kultur und Religion steht in der VR nicht unter Strafe, solange es eine Privatangelegenheit ist. Und selbst da, wo Kultur und Religion öffentlichen Raum für sich in Anspruch nehmen, ohne die Verfassung der VR in Frage zu stellen, gibt es keinerlei Probleme.

Erst da, wo Kultur und Religion massiv öffentlichen Raum für sich in Anspruch nehmen, und das im Konflikt mit der Verfassung, wird sie für die VR zu einem Problem, gegen das die VR sehr wohl auf Basis der Verfassung vorgehen muss. Sonst kann sie die Verfassung in die Tonne kloppen. Wird wohl leider nicht geschehen.

@magic.fire, 19.30 Uhr - Schrift hält China seit jeher zusammen

"Die Zeichen sind zwar gleich aber verstehen kann ein Chinese aus z.B Peking einen Chinesen aus Guangzhou nicht."

Meine Worte.

Durch die gemeinsame Schrift war das riesige chinesische Reich über zwei Jahrtausende regierbar. Sollte auch heute noch damit gelingen.

@19:19 von M. Höffling

//Es besteht in China überhaupt keine Notwendigkeit, eine gemeinsame Kommunikationsgrundlage zu schaffen. Die gibt es dort schon. Es scheint nur der Wunsch zu bestehen, dass die dominante Mehrheit noch dominanter werden soll. Kann man versuchen. Funktioniert aber eher nicht.//

Ich gehe nicht davon aus, dass man durch das Lesen einiger Bücher und Zeitschriftenartikel über China zum Kenner dieses Riesenreichs wird.
Schon Helmut Schmidt hatte einmal sinngemäß in einem Interview gesagt, dass man nicht davon ausgehen könne, dass europäische Vorstellungen von z.B. Demokratie auch in einem Land wie China funktionieren müssten.

@Möbius Zitat: "Ich habe eine

@Möbius
Zitat:
"Ich habe eine sehr vielschichtige, ambivalente Einstellung zu China. Aber ich finde das die Information im Vordergrund stehen sollte, nicht die Indoktrination. Oder haben Sie etwa schon mal einen kritischen Artikel gelesen über die Sprachenpolitik der Ukraine ? Ich schon, aber nicht in westlichen Medien ..."

Dazu - also der Ukraine - gab es schon mal in den letzten 12 Monaten eine TV-Reportage - in einem 3. ARD-Kanal und nahe bei Mitternacht
also ohne wirklich viele Zuschauer
war im Zusammenhang mit Ungarn - man hat ja eine gemeinsame Grenze
--
hat aber bei weitem nicht das mediale Echo wie der Umgang mit China

Nur leider kann man in der Wirtschaft nicht alles aufschreiben

Da ist dann schon die Kommunikation wichtig, auch in der Forschung und Wissenschaft wie auch in vielen anderen gesellschaftlichen zweigen.
Länder wie die Philippinen und noch mehr Indonesien zeigen das eine einheitliche Schulsprache und Amtssprache nicht zwangsläufig zum Verlust von Tradition und Kultur führt.
Gerade in der vielfältigen indonesischen Kultur habe ich entgegengesetzte Erfahrungen gemacht.

16:43 von das ding

>>China beschaeftigt Schwadronen von Drohnen.. also folgsame inlaendische Menschen, mit dem Auftrag, das Image von China weltweit im Internet "aufzufrischen".<<

Beim Lesen der Kommentare habe ich mich auch gefragt ob China auch eine Abteilung unterhält wie Russland in St. Petersburg.
Wenn über irgendwelche Diktaturen in der Welt ein Bericht zur Diskussion steht, schlagen reflexartig Foristen hier auf: Aber "wir", "der Westen", "die EU", "die USA" usw. sind doch genauso schlimm.

@Anna-Elisabeth, 19 46 Uhr - Stimmt

"Ich gehe nicht davon aus, dass man durch das Lesen einiger Bücher und Zeitschriftenartikel über China zum Kenner dieses Riesenreichs wird."

Stimmt, Kenner bin ich nicht. Ein guter Studienfreund war Chinese, er hat mir das mit der Schrift und ihrer Bedeutung für den von außen gesehen eher unverständlichen Zusammenhalt des mal größeren, mal kleineren Riesenreichs erklärt. Ein Kollege war Chinese, er hat sich eher über praktische Alltagsfragen ausgelassen. Mehr als was ich von denen aus erster Hand erfahren habe, gebe ich hier nicht zzm Besten.

Die Vergleiche zur europäischen Geschichte wachsen da schon eher auf meinem Mist. Geschichte ist seit 40 Jahren mein Lieblingshobby.

19:29 von Sausevind

>>19:08 von hbacc "Verwundert ist man eigentlich nicht, wenn man hier - nicht nur gelegentlich - die Anti-China Resentiments des Mainstreams wiederholt findet."
,.,.,
Der Mainstream in diesem Thread ist doch FÜR die Diktatur Chinas.<<

Na, na.

In Ermangelung eines stichhaltigen Arguments oder Unkenntnis eines inakzeptablen Sachverhalts gegen das Bestreben Chinas, Mandarin zu fördern, kann ich an diesem Vorhaben nichts Verwerfliches finden. Daran kann das Aufzählen bekannter Verfehlungen und Verbrechen der chinesischen Führung auch nichts ändern. Genau so wenig nimmt es mich für die Politik Chinas ein.

Ich bin vermutlich nicht der Einzige der Fakten mag um sich eine Meinung einzubilden.

... selbst wenn man dafür in eine bestimmte Ecke gestellt werden sollte.

@ das ding

"Kriegen Sie eigentlich nichts mit? Noch nichts von den Umerziehungslagern fuer Uiguren gehoert?"

Es geht in den Umerziehungslagern weniger darum, die Kulturen und Traditionen zu zerstören, als vielmehr die Menschen auf Parteilinie zu trimmen. Die Parteilinie ist hierbei: Du kannst weiter an Allah glauben und zu ihm beten, wie du willst, aber hier auf der Erde in der VR China hat die Regierung in Peking das Sagen. Die Verfassung ist auch für dich bindend.

Macht die Umerziehungslager auch nicht besser, zumal Folterungen und Missbrauch vorkommen. Aber so zu tun, als würde Peking die Kulturen komplett ausrotten wollen, da ist komplett uninformiert.

Zentralismus

Den chinesischen Zentralismus mit größter Blauäugkeit verteidigen, aber gleichzeitig einen europäischen Staat mit größter Vehemenz ablehnen.

Leider ist das nicht nur schizophren, sondern schlimmer.

19:44 von M.Höffling

//Durch die gemeinsame Schrift war das riesige chinesische Reich über zwei Jahrtausende regierbar. Sollte auch heute noch damit gelingen.//

Und es war für fremde Eindringlinge (z.B. Mandschus und Mongolen), die zeitweise die chinesischen Kaiser stellten, sehr schwer regierbar, weshalb diese Fremden durch Übernahme von Sprache und Schrift und Kultur und auch Verheiratung, sinisiert wurden.

china-will-sprache-mandarin-stark-foerdern

Um 18:52 schrieb Anna-Elisabeth, Zitat:"Und wenn wir schon mit Deutschland vergleichen: Hier kann man durchaus auch im Radio die Weihnachtsgeschichte und anderes z.B. auf Plattdütsch hören.
Ich habe allerdings Zweifel, dass es in China möglich wäre, Radio- oder Fernsehsendungen in solchen Sprachen zu hören bzw. zu sehen."ZitatEnde
.
Ich benutze gern als Beispiel, wie Deutsche Kinder in Namibia ...sprachlich aufwachsen : Sie lernen von Anfang an in der Schule mindestens drei Sprachen : Deutsch, Englisch und Afrikaans. Das Abitur kann -->wunschgemäß-beliebig...in einer jener drei Sprachen...abgelegt werden. =>Jeder Deutsche in Namibia (=ehemaliges "Deutsch-Südwest) beherrscht diese drei Sprachen als ob es seine Muttersprache wäre.
Ich denke, es wäre sehr nachahmenswert für uns hier in Europa,....wir sollten also jeder Deutsch-Englisch-Französisch können . Die Schweiz spricht bereits immer drei Sprachen,....aber wir im übrigen Europa sind lernfaul

19:19 von M. Höffling

>>Einige Foristen scheinen anzunehmen, dass man ohne gemeinsame Sprache in China keine gemeinsame Kommunikationsgrundlage hat. Dabei fehlt der Blick auf die chinesische Schrift: In diesem riesigen Land können zwar nicht alle miteinander telefonieren, aber seit über 2000 Jahren können sich alle gegenseitig verständliche Briefe schicken....<<

Ich weiß wirklich nicht, ob das vergleichbar ist, aber wenn ich alle Sprachen mit lateinischen Buchstaben nicht nur lesen sondern auch noch verstehen würde, wäre ich ein ganz ein toller Hecht.

Leider kann ich die Buchstaben nur entziffern und wenn ich die telefonisch durchgeben würde, könnte sie keiner wegen der unterschiedlichen Phonetik verstehen.

... und ich würde in der Regel nicht mal verstehen was ich da so von mir gäbe. Aber da bin ich ja nicht alleine.

@19:54 von M. Höffling @Anna-Elisabeth,

//Stimmt, Kenner bin ich nicht. Ein guter Studienfreund war Chinese, er hat mir das mit der Schrift und ihrer Bedeutung für den von außen gesehen eher unverständlichen Zusammenhalt des mal größeren, mal kleineren Riesenreichs erklärt. Ein Kollege war Chinese, er hat sich eher über praktische Alltagsfragen ausgelassen. Mehr als was ich von denen aus erster Hand erfahren habe, gebe ich hier nicht zzm Besten.//

Ist ja auch sehr interessant, was Sie schreiben. Ich selbst kenne auch nur wenige Chinesen persönlich. Aber auch nur aus dem Krankenhaus, in dem ich gearbeitet habe und von früher aus dem Chor. Da haben wir uns über andere Dinge unterhalten und gelacht.
China war und ist für mich immer ein großes, faszinierendes Rätsel.

@ das ding

Netter Trollversuch. Es gibt halt Menschen, die sich noch einen klaren Verstand bewahrt haben, und denen das permanente Chinabashing von Leuten wie Ihnen mittlerweile derbe auf den Senkel geht, weil diese in völliger Unkenntnis um die Realtitäten der chin. Gesellschaft argumentieren.

Wie z.B. jetzt wieder Ihre Vermischung von zwei Aspekten, die rein gar nichts miteinander zu tun haben: Umerziehungslager in einen Topf mit der sinnvollen Vereinheitlichung der Schulssprache zu werfen & daran denkulturellen Genozid ausmachen zu wollen, ist argumentativ fern von Gut und Böse, weil es diese Lager in grotesker Weise verharmlost! Zumal: Die jeweiligen Muttersprachen wird es auch weiterhin als Wahlpflichtfächer geben! Und zu Hause dürfen die Familien weiterhin reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist.

Andere Frage: wie sonst will man denn in China z.B. beruflich Karriere machen oder einem Studium nachgehen können, wenn nicht dadurch, dass man die Amtssprache sprechen & auch verwenden kann?

China ist ein Vielvölkerstaat

Dem sollte man Rechnung tragen. Bei Russland ist das auch so, dort leben fast insgesamt 100 Völker und Volksgruppen.

Das Ergebnis ist, das (ähnlich wie in USA mit Englisch) alle aus eigenem Interesse Russisch sprechen als eine Art „Lingua Franca“. Da findet niemand was dabei! Und wenn‘s nicht klappt, gibts einen Dolmetscher ...

Mir hat sogar mal ein russischer Pope ob meiner Unkenntnis des Russischen vorgeworfen das „alle Menschen“ doch Russisch sprechen können sollten, weil das doch „die einfachste menschliche Sprache“ sei. :-)

Bei uns

versuchen bestimmte Kreise dagegen, eine Minderheitensprache zu etablieren. Mittlerweile werden Menschen als rückschrittlich und Vielfaltsfeinde hingestellt, die da nicht mitmachen.

In diesen Artikel geht es in erster Linie

Um Sinn oder Unsinn einer einheitlichen Sprache. Natürlich ist alles was im Leben geschieht auch irgendwie Politik. Allerdings habe ich nichts von kulturellen Genozid gelesen.
Zumal nicht die Kultur ein Teil der Sprache, sondern die Sprache ein Teil der Kultur ist. Das heißt aber auch das ein einheitliches Lehren der Sprache nicht verhindert das zu Hause in der traditionellen Sprache gesprochen wird

@Sausewind, 17.18h

Wir wurden in der Schule selbstverständlich in hochdeutsch unterrichtet, haben aber im Unterricht meist allemannisch gesprochen.
Heute hört man das in Südbaden kaum noch, weil sich jeder mehr oder weniger vergeblich bemüht, hochdeutsch zu sprec hen.
Das ist im schwäbischen Landesteil nicht anders.
Be den bodenstzändigen Bayern, Österreichern oder Südtirolern wird der Dialekt noch hochgehalten.
Daran ist aber keine Regierung schuld, sondern jeder Einzelne selbst.
Natürlich ist eine gemeinsame Sprache notwendig und muss die Dialekte nicht verdrängen.
Meines Wissens wurden die Reden von Mao von den meisten Chinesen nicht verstanden und mussten übersetzt werden.

@proehi, 20.08 Uhr - Das ist der grundlegende Unterschied

"Ich weiß wirklich nicht, ob das vergleichbar ist, aber wenn ich alle Sprachen mit lateinischen Buchstaben nicht nur lesen sondern auch noch verstehen würde, wäre ich ein ganz ein toller Hecht.

Leider kann ich die Buchstaben nur entziffern und wenn ich die telefonisch durchgeben würde, könnte sie keiner wegen der unterschiedlichen Phonetik verstehen.

... und ich würde in der Regel nicht mal verstehen was ich da so von mir gäbe."

Das ist der grundlegende Unterschied im Konzept: Unsere wenigen Schriftzeichen beschreiben den Klang, man muss die jeweilige Sprache dazulernen. Die vielen chinesischen Zeichen beschreiben die Bedeutung, sprachunabhängig. Bevor ich das kapiert habe war mir der Aufwand unverständlich, den man beim Lesenlernen mit den Kindern in der Schule betreibt. So aber liegt der Vorteil auf der Hand.

Mit "Kanji" kommen übrigens auch Japaner in China und Chinesen in Japan zurecht, sprachunabhängig.

@ M. Höffling

"aber seit über 2000 Jahren können sich alle gegenseitig verständliche Briefe schicken"

Eben nicht! Die uigurischen (*), tibetischen und mongolischen Schriftsprachen unterscheiden sich vehement von der chinesischen Schriftsprache! Wie kommen Sie darauf, dass die "Menschen" in China seit 2000 Jahren ohne Probleme schriftlich kommunizieren konnten? Das konnten nur Personen, die amtliche Funktionen innehatten, und das auch nur, weil sie eine einheitliche (!) und sehr strenge Ausbildung durchlaufen mussten, während derer sie den einheitlichen (!) Kanzleistil erlernen mussten. Der Rest der Menschen konnte chinesische Zeichen weder lesen noch schreiben und zwar selbst unter der hanchinesischen Mehrheit!

"Ganz im Gegensatz zu Originaltexten antiker Autoren in Europa."

Das ist so nicht richtig! Das größte Problem bei der Entzifferung von antiken Originaltexten ist die zugrundeliegende (z. T. individuelle) Handschrift aber nicht das Schriftsystem.

20:14 von Wegelagerer34

>>Bei uns versuchen bestimmte Kreise dagegen, eine Minderheitensprache zu etablieren. Mittlerweile werden Menschen als rückschrittlich und Vielfaltsfeinde hingestellt, die da nicht mitmachen.<<

Nun hab ich Ihren Beitrag 3-4 mal gelesen und weiß immer noch nicht, was Sie uns mitteilen wollen. Bitte, lassen Sie mich nicht unwissend am Wegesrand liegen und ziehen einfach weiter. Klären Sie mich auf! Wer, wo, was, wann?

@ M. Höffling

"Das andere ist der Versuch (!), einer Minderheit eine Sprache und kulturellen Rahmen aufzuzwingen. Sowas hat meines Wissens nach noch nie dauerhaft irgendwo geklappt."

Ich staune gerade, in welcher Sprache wir uns momentan unterhalten. Ich vermute, da ist der Karl mit seinem Gewaltzug gegen die Sachsen unter Widukind nicht ganz unschuldig daran. Hat auch nur 4000 Menschen, Frauen und Kinder bei Ferdi das Leben gekostet. Ansonsten war das alles total freiwillig!

Und dem Karl nach verleiht man jedes Jahr sogar noch einen renommierten Preis in Aachen! Benannt nach einem Schlächter von Frauen und Kindern! Ist das kompletter Wahnsinn? Yes! It is!

Am 01. Dezember 2021 um 19:41 von RoyalTramp

Also die Verfassung kann man auch ohne in die Tonne zu kippen Konform machen.
ZB Kanada English, Franzoesisch, Amtssprache,und selbst die vormals Unterdrückten Native Amerikan sprachen werden wieder geförderter.
Zu den zwei ersteren,die sind mal knapp so ueber 150 Jahre dort,nicht wie in China seit Tausenden von Jahren.

Einheitsprache ist natuerlich Billiger um das gehts,nicht um die Verfassung der VR oder Menschenrechte.

@20:02 von ONYEALI

//...aber wir im übrigen Europa sind lernfaul//

Aber nur Erwachsenen. Leider haben wir vergessen, dass Kinder überall auf der Welt ungeheuer wissbegierig und lernfähig sind. Vielleicht haben wir es auch nicht vergessen, vielleicht interessiert es uns auch einfach nicht - was noch schlimmer wäre.

Am 01. Dezember 2021 um 19:58 von RoyalTramp

Aber so zu tun, als würde Peking die Kulturen komplett ausrotten wollen, da ist komplett uninformiert.

Ja in Hongkong ist aber die anpassung der Kultur voll im gange,die haben naemlich auch ne Kultur gehabt die sich ein bischen vom Mainland abhebt,oder?

Am 01. Dezember 2021 um 20:25 von RoyalTramp

Inm Großen und Ganzen haben sie recht, nur beim Problem "antiker Sprachen" ist ihn ein Fehler unterlaufen. Das Problem ist weniger der persönliche Stil, den erkannt man, wenn gelernt, sehr schnell. Das Problem ist , gerade bei religiösen Schriften z.B das der Inhalt der Worte sich im Laufe der Zeit immer wieder veränderte. Was heut zu Tage dann Diskussionen bei den Historikern und Interessierten führt

@RoyalTramp Zitat: ""Das

@RoyalTramp
Zitat:
""Das andere ist der Versuch (!), einer Minderheit eine Sprache und kulturellen Rahmen aufzuzwingen. Sowas hat meines Wissens nach noch nie dauerhaft irgendwo geklappt."
Ich staune gerade, in welcher Sprache wir uns momentan unterhalten. Ich vermute, da ist der Karl mit seinem Gewaltzug gegen die Sachsen unter Widukind nicht ganz unschuldig daran. Hat auch nur 4000 Menschen, Frauen und Kinder bei Ferdi das Leben gekostet. Ansonsten war das alles total freiwillig!"

nehmen wir mal das "Spanische"
Warum ist das gerade eine Weltsprache?
Weil es in allen Spanischen Kolonien gesprochen wurde und das Kolonialreich weltumspannend war.
War das Freiwillig?
Mitnichten - hat z.B. in Mittel- und Südamerika das Leben von ca. 90% der "Ureinwohner" gekostet - ca. 60-70 Mio. Menschen!
Da wurde nahezu alles platt gemacht was es an anderer Sprache und Kultur gegeben hat - die mikriken Reste sind heute als Folklore zu "bewundern".

@RoyalTramp, 20.27 Uhr - Entstehung und Etablierung von Hochdeut

"Ich staune gerade, in welcher Sprache wir uns momentan unterhalten. Ich vermute, da ist der Karl mit seinem Gewaltzug gegen die Sachsen unter Widukind nicht ganz unschuldig daran."

Unser heutiges Deutsch geht zurück auf ein Kanzleideutsch aus der Hannover/Braunschweiger Region (13. Jh.). Die Kanzlei wurde im 14. Jh. nach Prag verlegt. Von dort hat es im 15. Jh. seinen Weg in die söchsische Verwaltung gefunden. Luther hat sich bei seiner Bibelübersetzung im 16. Jh. stsrk daran orientiert, auch bei anderen Publikationen. Dadurch hat es Verbreitung gefunden. Bis ins 18. Jh. hat es mit einem süddeutschen Kanzleideutach konkurriert und ist erst Ende des 18. und im frühen 19. Jh. allgemeine Hochsprache geworden. Bei dem ganzen Prozess war kein einziger Gewaltakt im Spiel.

17.57 proehi - Eliminierung der Regionalsprachen

Ihre Frage lautet ist die Eliminierung eine Tatsache oder traue ich dies die Führung bloss zu.
Beides ist ein Faktum. In Tibet hat man schon vor circa 40/45 Jahr angefangen mit der Eliminierung von Sprache, Kultur und auch Bevölkerung. Heutzutage ist Tibet mehrheitlich Chinesisch.
In der Mongolei hat es auch schon vor Jahrzehnten Schritte in dieser Richtung gegeben. Man hat sich nicht so getraut in Peking zumehr es noch eine selbständige Mongolische Volksrepublik gibt, wohin die Mongolen ziehen konnten. Jetzt seit einige Jahren, circa 5 Jahre, scheinen die Chinesen keinerlei Rücksicht mehr zu nehmen, also Sprache, Kultur und Chinesische Unterwanderung.. In West China wo die Tartaren und Türken früher ( vor cr. 30 Jahre) als Mehrheit völlig abgeschieden von de Chinesen lebten hat sich das Bild total gewandelt. Mit der Industrieansiedlung kam auch die Chinesische Mehrheit und damit die Chinesische Sprache. Es ist verboten Tatarisch gekleidet zu sein, Gruppen/ Türkische Sprache verboten.

@Miauzi, 20.38 Uhr - Gutes Beispiel, danke!

"nehmen wir mal das "Spanische"
Warum ist das gerade eine Weltsprache?
Weil es in allen Spanischen Kolonien gesprochen wurde und das Kolonialreich weltumspannend war.
War das Freiwillig?"

Gutes Beispiel dass es manchmal doch gewaltsam funktioniert! Da muss ich zurückrudern. Danke, habe was gelernt und verstanden.

20:12 von Möbius

"Das Ergebnis ist, das (ähnlich wie in USA mit Englisch) alle aus eigenem Interesse Russisch sprechen als eine Art „Lingua Franca“. Da findet niemand was dabei!"

,.,.,

Merken Sie eigentlich nicht selber, dass jeder hier erkennen kann, dass Sie sich das alles zusammenflunkern?

Es ist doch sonnenklar, dass Sie das gar nicht wissen können, was Sie da behaupten.

china-will-sprache-mandarin-stark-foerdern

M. Höffling schrieb @Anna-Elisabeth, um 19:54 Uhr ,Zitat:"Die Vergleiche zur europäischen Geschichte wachsen da schon eher auf meinem Mist. Geschichte ist seit 40 Jahren mein Lieblingshobby."ZitatEnde
.
Wenn dem so ist möchte ich Ihnen ein Zitat von Napoleon Bonaparte nicht vorenthalten,...ich empfehle es Ihnen ganz besonders, es ist der wichtigste Satz für alle Historiker : Zitat : >"Geschichte"...? Das sind die Lügen , auf die wir uns geeinigt haben "......ZitatEnde
Beispiel : Wir wissen gar nicht, wie die französische Revolution ablief !!! Wir wissen nur, was die damaligen
Politiker & Historiker wollten, ...was wir, die Nachwelt, ...darüber "glauben" sollen.....
Die gesamte Geschichte ist also suspekt......

@ weltoffen

"und selbst die vormals Unterdrückten Native Amerikan sprachen werden wieder geförderter"

In China gibt es sogar staatliche Universitäten, die auf die Erforschung der Kulturen der Minderheitenvölker in China spezialisiert sind. Bis Kanada und die USA dahin kommen, ganze Universitäten dafür einzurichten, werden wir noch lange warten müssen.

"Zu den zwei ersteren,die sind mal knapp so ueber 150 Jahre dort,nicht wie in China seit Tausenden von Jahren."

Das Problem: Die Chinesen begreifen sich aber erst seit 150 Jahren als eine Nation. Es hat vorher in China keine nationale Identität gegeben. Man war kein Chinese! Man war einer aus der Familie der Zhang's, der Kong's, der Han's, der Zheng's usw. Die eigene Identität endete im traditionellen China meist an der Dorfgrenze, was man auch heute noch an den Namen der Dörfer ablesen kann.

Ganz anders wie die Einwanderer in Amerika, die mit einer bereits sehr stark ausgeprägten nationalen Identität, diesen Erdteil sukzessive unterworfen haben.

20:21 von M. Höffling

Trotz 1000 Zeichen-Manko probier ich`s.

Hat ein chin. Schriftzeichen eine klare Bedeutung, z.B. Sonne, Stuhl, Glas? Mit lat. Buchstaben wird hingegen diese Bedeutung zusammengesetzt und das je nach Sprache unterschiedlich.

In China werden diese Schriftzeichen problemlos verstanden, nur die Aussprache unterscheidet sich. Und mit Mandarin hätten sie dann auch noch eine gemeinsame Aussprache.

Ich hoffe, das hab ich richtig gerafft.

Wenn das so ist, verstehe ich die Aufregung über drohende Unterdrückung schon gar nicht mehr. Die offenbar schon seit 4000 Jahren gemeinsamen und verbindenden Schriftzeichen bleiben erhalten und eine gemeinsame Aussprache macht diese gemeinsame Kommunikationsmittel noch brauchbarer um nicht zu sagen, effektiver.

Wer sonstwo das Selbe für andere unverständlich ausdrücken will, wird das auch weiterhin tun können. Und wer sich anderswo jetzt zusätzlich verständlich ausdrücken will, hat an Kommunikationsmöglichkeiten hinzugewonnen. Wo ist das Problem?

@ weltoffen

"Ja in Hongkong ist aber die anpassung der Kultur voll im gange,die haben naemlich auch ne Kultur gehabt die sich ein bischen vom Mainland abhebt,oder?"

Das ist leider so! Ich hoffe ja, dass die Langzeichen in HK weiterhin verwendet werden. Die sind schöner als die Kurzzeichen. Für alles andere wird man dann wohl nach Taiwan gehen müssen.

Am 01. Dezember 2021 um 20:38 von Miauzi

Nur war der Grund nicht das sie eine andere Kultur oder Sprache hatten, sondern der profane Grund; Gier nachdem Besitz, sprich Land der Ureinwohner für immer mehr "Einwanderer"
Kultur und Sprache interessierten in dieser Zeit weniger.

@Sausevind - Globalisierung

20:47 von Sausevind:
"Es ist doch sonnenklar, dass Sie das gar nicht wissen können, was Sie da behaupten."

Mir ist das nicht sonnenklar. Woran kann ich denn die angebliche Lüge erkennen?

Wenn ich an Sprachen wie Sorbisch, Plattdeutsch oder Gälisch denke, erscheint es mir sogar sehr plausibel, dass Sprachen ohne staatlichen Zwang verschwinden. Denn heute wachsen die Kinder der Minderheiten nicht mehr mehrere Tagesritte von der Außenwelt entfernt auf. Es ist eine Notwendigkeit, die offizielle Staatssprache zu erlernen, wenn man weiterkommen will, als die Urgroßeltern.

@Onyeali - Quellenkunde

"Zitat : >"Geschichte"...? Das sind die Lügen , auf die wir uns geeinigt haben "....ZitatEnde
Beispiel : Wir wissen gar nicht, wie die französische Revolution ablief !!! Wir wissen nur, was die damaligen
Politiker & Historiker wollten, ...was wir, die Nachwelt, ...darüber "glauben" sollen...
Die gesamte Geschichte ist also suspekt..."

Ja! Wenn die Quellenlage dünn ist, siehe Mittelalter oder Caesars Eroberung Galliens. Je breiter die Quellenlage, desto objektiver kann die Epoche oder das Ereignis wahrgenommen werden.

Was die Wirkung von Zwangsmaßnahmen beim Überstülpen von Sprache und Kultur angeht, kann man ganz klar vom (in der Regel fehlendem bis mäßigem) Erfolg in der Gegenwart auf die Sinnhaftigkeit in der Vergangenheit schließen. Plus alle möglichen Quellen für die Zeit dazwischen. Muster ist: Kulturen werden im Grundmuster übernommen, weil sie attraktiv sind, Sprachen weil sie (wesentlich) nützlicher als die Muttersprache sind. Anreiz und Attraktivität gewinnt, nicht Zwang

@Sausevind 20:47: warum greifen Sie mich an?

Ich habe Russland bereist, habe Verwandtschaft dort.

Ich habe eine zeitlang in den USA gelebt.

Und ich weiß wovon ich rede.

Ich habe es nicht nötig, wie viele andere hier in diesem Forum andere User anzuraunzen.

Haben Sie auch was inhaltliches beizutragen oder erschöpft sich ihr Beitrag schon in persönlichen Beleidigungen ?

china-will-sprache-mandarin-stark-foerdern

M. Höffling schrieb um 20:39, Zitat:"Unser heutiges Deutsch geht zurück auf ein Kanzleideutsch aus der Hannover/Braunschweiger Region (13. Jh.). Die Kanzlei wurde im 14. Jh. nach Prag verlegt. Von dort hat es im 15. Jh. seinen Weg in die söchsische Verwaltung gefunden."ZitatEnde
.
Ich darf ergänzend noch hinzufügen,
dass ...bis Ende des 1. Weltkriegs, das ==>"Prager Deutsch", als das "wirklich beste und klarste Deutsch" galt. Dialektfrei !
Nicht zu vergessen, dass die Universität von Prag die erste, deutschsprachige Universität in Europa war......

@ M. Höffling

"Unser heutiges Deutsch geht zurück auf ein Kanzleideutsch aus der Hannover/Braunschweiger Region (13. Jh.)."

Was ich mit meinem Hinweis auf Karl sagen wollte: Ohne diese massiven und blutigen Eroberungen im frühen wie hohen Mittelalter wäre die Entstehung einer späteren deutschen Identität schlicht unmöglich gewesen und wir würden uns heute wohl immer noch in unseren "Ursprachen" unterhalten müssen. Bei mir wäre es das Hermendurische mit suebischem Dialekt. Was wäre ihre "Ursprache"?

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